Heute vor einhundert Jahren – Die Schlacht bei Tannenberg an der Deutschen Ostfront des Ersten Weltkriegs zwischen dem Deutschen Kaiserreich und Russland beginnt

Die Schlacht bei Tannenberg war eine Schlacht des Ersten Weltkrieges, die in der Gegend südlich von Allenstein in Ostpreußen vom 26. August bis 30. August 1914 zwischen den deutschen und russischen Armeen stattfand. Die deutsche 8. Armee stellte hierbei 150.000 Mann mit 728 Geschützen und 296 Maschinengewehren, die 2. Armee der Kaiserlich Russischen Armee 230.000 Soldaten mit 612 Geschützen und 384 Maschinengewehren ins Feld. Die Schlacht endete, entgegen allen militärischen Wahrscheinlichkeiten, mit einem Sieg des Kaiserlichen Heeres und der Zerschlagung der nach Ostpreußen eingedrungenen russischen Kräfte.

Anfänglich in den deutschen Medien als „Schlacht bei Allenstein“ bezeichnet, wurde sie auf Wunsch Paul von Hindenburgs kurze Zeit danach in Schlacht bei Tannenberg umbenannt. Tatsächlich liegt die Ortschaft Tannenberg nicht unmittelbar im Hauptkampfgebiet, mit dem Namen sollte aber an die, in der deutschen Geschichtsschreibung als Schlacht bei Tannenberg (1410) bezeichnete Schlacht der Ritter des Deutschen Ordens, angeknüpft werden, die dort im Jahre 1410 gegen ein Heer des Königreiches Polen-Litauen antraten.

Generaloberst von Hindenburg und Stabschef Generalmajor Ludendorff auf dem Schlachtfeld bei Tannenberg; Gemälde von Hugo Vogel

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Strategische Voraussetzungen

Ostpreußen bildete durch seine geographische Lage als Gebietsvorsprung in russisches Territorium eine strategisch besonders verwundbare Position. Infolge des Schlieffen-Plans hatte die deutsche Oberste Heeresleitung etwa 7/8 ihrer verfügbaren Kräfte an die Westfront geworfen, um einen schnellen Sieg gegen Frankreich zu erzielen. Die Provinz wurde nur durch die 8. Armee gedeckt und war somit auch der geringen Truppenstärke wegen besonders gefährdet. Diesen Umstand hatte das russische Große Hauptquartier schon in seiner Vorkriegsplanung berücksichtigt. Um seine westlichen Verbündeten zu entlasten, schickte das russische Oberkommando zwei Armeen gegen Ostpreußen. Die 1. Armee (Njemen- bzw. Neman-Armee) unter dem deutsch-baltischen Kavallerie-General Paul von Rennenkampff stieß von Osten vor, die 2. Armee (Narew-Armee) unter Alexander Samsonow drang von Süden in Ostpreußen ein.

Während der ersten Operationstage schien diese Strategie auch zu funktionieren. Die russische 1. Armee rückte auf ostpreußisches Territorium vor und erzielte in der Schlacht von Gumbinnen am 19. August einen ersten Erfolg. Der russische Generalstab rechnete damit, daß sich die Deutschen, welche in Ostpreußen nur die 8. Armee zur Verfügung hatten, über die Weichsel zurückziehen würden. Mit dieser Einschätzung lagen sie beinahe richtig, denn der Oberbefehlshaber der 8. Armee, Generaloberst von Prittwitz, verlangte von der Obersten Heeresleitung Handlungsfreiheit für das Zurücknehmen seiner Kräfte. Daraufhin wurde er am 22. August abgelöst und sein Kommando dem General der Infanterie von Hindenburg (nun Oberbefehlshaber der 8. Armee) und Generalmajor Ludendorff (Chef des Stabes und somit Stellvertreter) übergeben. Ersterer wurde als Pensionär aus dem Ruhestand reaktiviert. Ludendorff hatte sich bereits an der Westfront bei der Eroberung von Lüttich ausgezeichnet.

Hindenburg und Ludendorff

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„Durch Gewaltmärsche und Bahntransporte gelingt es in kürzester Zeit, ganze Divisionen zu verschieben. Mit der Eisenbahn werden auf einen Schlag rund 45.000 Männer verlegt, ohne daß der russische Nachrichtendienst davon Kenntnis erhält. General von Rennenkampf glaubt die Deutschen auf dem Rückzug. Er erlaubt seiner Armee eine Verschnaufpause – Zeit seine Truppen zu sammeln und Nachschub zu organisieren, denn zu schnell waren seine Soldaten auf deutsches Gebiet vorgedrungen.“

Für die beiden preußischen Offiziere kam eine Räumung deutschen Kernlands vor den Russen nicht in Frage. Das russische Oberkommando ging aber immer noch von diesem Gedanken aus, und die 1. Armee wurde mit dem Ziel Königsberg in Marsch gesetzt, nicht ohne vorher einige Rasttage einzulegen. Die 2. Armee sollte den als geschlagen angesehenen deutschen Truppen nur noch den Rückweg abschneiden. Somit bewegten sich beide Großverbände räumlich getrennt voneinander und konnten sich gegenseitig keine Unterstützung leisten.

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Verlauf der Schlacht

Dem deutschen Generalstab standen nach der Schlacht von Gumbinnen am 20. August zwei Möglichkeiten offen. Ludendorff erkannte folgerichtig, dass man aufgrund der Passivität der 1. Armee beide Armeen getrennt schlagen und somit der zahlenmäßige Vorteil der Russen kompensiert werden konnte. Schon vor seinem Eintreffen wurde ein Korps der 8. Armee unter General von François von Gumbinnen per Eisenbahn nach Süden westlich der Vormarschachse der russischen 1. Armee verschoben. Nachdem er durch Luftaufklärung und das Abhören unverschlüsselter russischer Funksprüche über die Positionen wie auch Befehle des Gegners im Klaren war, setzte der Generalstabschef Hindenburgs eine generelle Absetzbewegung in Gang. Die russische Armee Rennenkampfs sollte nur durch einen kleinen Vorhang aus einer Landwehrdivision und der einzigen Kavalleriedivision an weiteren Operationen gehindert werden. Zwei Korps unter von Mackensen und von Below sollten im Eilmarsch der 2. Armee entgegen marschieren, während die restlichen Truppen bei Allenstein eine Verteidigungsstellung beziehen sollten. Dieser Plan wurde durch die Inkompetenz der russischen Befehlshaber erleichtert. Rennenkampf erkannte den Rückzug erst drei Tage nach seinem Beginn am 23. August. Der übergeordnete Frontbefehlshaber der beiden Armeen General Schilinski sah es als sicher an, dass die deutschen Einheiten vor dem Druck der 1. Armee ausgewichen seien und sich auf Königsberg zurückziehen würden. Dass die Truppen gegen die südliche 2. Armee unter Samsonow gewendet werden könnten, zog er nicht in Betracht.

Während dieser Ereignisse hatte die 2. russische Armee schon ihren zehnten Marschtag hinter sich, da auf Befehl des Frontstabes aus Sicherheitsgründen die Truppen bereits tief im eigenen Hinterland aus den Eisenbahnwaggons ausgeladen wurden und dementsprechend den Rest des Weges zu Fuß marschieren mussten. Allerdings bewegten sich nur die zentralen Anteile der Armee und der rechte Flügel auf deutschem Gebiet. Auf der linken Seite wurde das I. Korps unter Artamanow auf Befehl Schilinskis an der Grenze zurückgehalten, um die Flanke zu decken. Weiterhin drängte der Oberkommandierende auf einen schnellen Vorstoß der 2. Armee, was das Zentrum und ihre westliche Flanke vollkommen trennten. Somit wurde hier aus der geplanten Flankensicherung die Isolierung eines Viertels der russischen Streitkräfte. Genau im Bereich des I. Korps positionierten sich die zwei deutschen Divisionen von Hermann von François, ohne dass die russischen Stäbe durch Aufklärung davon erfahren hätten.

Am 25. August gab Ludendorff den Befehl zum Angriff für diese Verbände. Hermann von François nahm allerdings erst am 27. nach einem Besuch des Generalstabschefs den Angriff auf. Er begründete sein Innehalten damit, dass seine Artillerie noch nicht nahe genug an seine Ausgangsstellungen herangerückt sei und er einen Angriff somit noch nicht verantworten könne. Dies hatte zur Folge, dass die russischen Truppen der Mitte – in Unkenntnis der Gefahr, die ihrem linken Flügel drohte – gemäß dem Befehl des Frontstabs immer weiter ins Landesinnere vorrückten. Als von François seinen Angriff dann begann, durchbrach er die Stellungen des ahnungslosen russischen I. Korps, das den Rückzug antrat. Die deutschen Einheiten stießen bis zum Abend des Tages bis zur Grenze bei Soldau vor.

An der rechten Flanke der russischen Armee war das russische VI. Korps unter Blagoweschtschenskij am weitesten in deutsches Territorium vorgedrungen. Allerdings hatte es nach Samsonows Befehl nur den Vormarsch der zentralen Einheiten zu decken, und ihr Kommandeur war nicht darauf vorbereitet, auf den Gegner zu treffen. Dies rührte daher, dass das Frontkommando die beiden Großverbände in Königsberg wähnte. Unter diesen Umständen traf dieser östlichste Verband der 2. russischen Armee auf die zwei deutschen Korps unter Mackensen und Otto von Below. Diese waren aufgrund der deutschen Absetzbewegung von Gumbinnen her gegen die 2. Armee angerückt. Den beiden deutschen Truppenführern gelang es, das russische Korps in einen ungeordneten Rückzug zu treiben. Ludendorff sah zwar die Möglichkeit, die russische Armee einzukesseln, doch drängte er auf Konsolidierung, weil die mittleren Anteile von Samsonows Verband bereits starken Druck auf die Verteidigungsstellungen der Deutschen bei Allenstein ausübten und somit die Gefahr bestand, dass die deutschen Linien im Zentrum durchbrochen werden könnten. Infolgedessen ging er daran, die eigenen Flügel zu schwächen.

Belows Korps wurde abkommandiert, die eigenen Verteidigungsstellungen zu verstärken und nur noch von Mackensens Korps sollte weiterhin an der Umfassung arbeiten. General von François erhielt von ihm Order, seinen Vormarsch einzustellen und ebenso Truppen an den zentralen Abschnitt abzutreten. So konnten sich seine Kavalleriespitzen bei Willenberg am 28. August mit der Vorhut Mackensens vereinigen: Die 2. Armee, die eigentlich den angenommenen Rückzug der Deutschen Armee abschneiden sollte, war selbst eingeschlossen worden.

Damit waren die Russen vom Nachschub abgeschnitten. Zu der Verwirrung trug noch bei, dass die verbleibenden Einheiten im Zuge der Kampfhandlungen selbst verstreut im Kessel lagen und es Samsonow nicht gelang, Verbindung mit seinen Truppen herzustellen. Das Gros der Armee musste desorganisiert und demoralisiert kapitulieren. General Samsonow beging in dieser Lage Selbstmord.

Schlachtverlauf

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Folgen

Nach tagelangen blutigen Gefechten mussten die Russen schließlich aufgeben, die zahlenmäßig weit unterlegene deutsche Armee hatte gesiegt. Der Erfolg des deutschen linken Flügels am 28. August 1914 führte zur Entscheidung der Schlacht. Die Narew-Armee der Kaiserlich Russischen Armee wurde bei Neidenburg durch die kriegstaktische Meisterleitung der „Umfassung und Einschließung“ vernichtet, die Invasion Ostpreußens war fehlgeschlagen. 78.000 russische Soldaten waren gefallen oder verwundet. 92.000 Soldaten gingen nun in deutsche Kriegsgefangenschaft, 350 russische Artilleriekanonen wurden erbeutet. Die restlichen russischen Kräfte flüchteten hinter die heilige Grenze des Deutschen Reiches zurück. Das deutsche Heer des Kaisers erlitt 1.726 Gefallene, 7.461 Verwundete, 4.686 Vermisste.

Die Schlacht war ein wichtiger Sieg der deutschen Armee im Ersten Weltkrieg und gerade in Ostpreußen ein notwendiger und auch überraschender Befreiungsschlag der kaiserlichen Armee; die russische Militärmacht war durch ihre Niederlage nachhaltig geschwächt. Trotzdem war durch den Erfolg die Bedrohung für Ostpreußen nicht vollkommen abgewendet, sondern nur gemildert, da die I. Armee, die sogenannte Neman-Armee unter Paul von Rennenkampf immer noch an ihren Grenzen stand. Sie sollte erst in der folgenden Schlacht an den Masurischen Seen besiegt werden, für die man nun Handlungsfreiheit erhalten hatte.

Das Trio Hindenburg-Ludendorff-Hoffmann erreichte an der Ostfront durch Hoffmanns taktisches Geschick große militärische Erfolge. Der spätere Pour-le-Mérite-Träger und Taktiker Oberst Hoffmann, der die Operationspläne für die Schlachten bei Gumbinnen, bei Tannenberg und an den Masurischen Seen erarbeitet hatte, erkannte jedoch schon früh die große Gefahr eines drohenden Zwei-Fronten-Kriegs:

„Vollständig niederzuwerfen ist das russische Heer nicht, das könnten wir nur, wenn wir eben nur mit Rußland allein Krieg führten.“

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Der König von Sachsen Friedrich August III. bei den Helden von Tannenberg Hindenburg und Ludendorff

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Wirkung auf das Reich

Obwohl der Ort Tannenberg eher am Rande des Kampfgebietes lag, wurde die im kaiserlichen Glückwunschtelegramm ursprünglich als Schlacht bei Allenstein bezeichnete Schlacht nachträglich in „Schlacht bei Tannenberg“ umbenannt, um in Anspielung auf die 1410 bei Tannenberg gegen das Königreich Polen-Litauen verlorene Schlacht des Deutschen Ritter-Ordens einen eigenen deutschen Mythenort zu schaffen. Hindenburg sollte so symbolisch die „Scharte von 1410“ ausgewetzt haben. Die kriegspsychologische Wirkung der Siege bei Allenstein und an den Masurischen Seen auf die deutsche Bevölkerung war jedoch immens und trug entscheidend zur Entwicklung des Hindenburg-Mythos bei. Besonders nach dem Krieg und den für das Deutsche Reich harten Friedensbedingungen im Versailler Diktat wurde der Sieg zum Symbol der Kraft Deutschlands. Dieser Mythos trug so auch zum Aufstieg Hindenburgs zum Reichspräsidenten bei, dessen Amt er in den Emotionen der Reichsdeutschen eher wie ein „Ersatzkaiser“ ausübte.

1927 wurde am Ort der Schlacht Deutschlands größtes Kriegsdenkmal, das monumentale Reichsehrenmal Tannenberg, eingeweiht. Dort fand am 2. Oktober 1935 die Beisetzung Hindenburgs statt, nachdem sein Sarg schon seit den Trauerfeierlichkeiten am 7. August 1934 im Denkmal aufgebahrt war.

Feldherrnhügel bei Frögenau: „Von hier aus leitete in den entscheidenden Stunden des 28. August 1914 Feldmarschall von Hindenburg mit seinem Generalstabschef Ludendorff die mehrtägige Schlacht von Tannenberg“

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Karten der Schlacht von Tannenberg

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Brennender Bahnhof von Usdau nahe Tannenberg, das am 27. August 1914 vom Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3 (Garde-Korps) genommen wurde. Die Höhen von Usdau waren der Schlüsselpunkt für die Entscheidung der Schlacht bei Tannenberg (Einbuchtung der russischen Flanke)

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Kaiser Wilhelm II. trifft einen bei Tannenberg in Gefangenschaft geratenen sibirischen Schützen

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Quelle: Metapedia

Das (letzte) deutsche U-Boot – U 977 – erreicht Argentinien

U 977 (Kommandant Oberleutnant zur See Heinz Schäffer) war ein deutsches U-Boot vom Typ VII C der Kriegsmarine. Es gehörte mit U 530 (Kommandant Oberleutnant Otto Wermuth) zu den beiden U-Booten, denen es im Jahr 1945 gelang, den Alliierten nach Kriegsende Richtung Südamerika zu entkommen.

Indienststellung von U 977 in Hamburg am 06.05.1943

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Argentinienfahrt mit Weltrekord

Am 17. August 1945, nach 108 Tagen (Weltrekord: 66 Tage ununterbrochen getaucht), erreichte U 977 drei Monate nach dem Zweiten Weltkrieg die argentinische Küste und lief mit militärischen Ehren einschließlich des Marschliedes „Alte Kameraden“ ein. Die Mannschaft wurde in Mar del Plata interniert.

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Mythos

Es bestand der von der Sowjetunion lancierte Verdacht, an Bord von U 977 seien Adolf Hitler, seine Gattin Eva Hitler und deren nächsten Getreuen gewesen und dann an Land gebracht worden (In derselben Zeit allerdings behauptete „El Dia“ in Montevideo, dass mit Hilfe von U 977 Hitler nach Argentiniens Patagonien und in die Antarktis geflohen sei. Auch der Vorwurf der Torpedierung des brasilianischen Kreuzers Bahia[1], der nach einer mysteriösen Explosion am 9. Juli 1945 unterging, konnte widerlegt werden.

Schäffer und seine Männer kamen später in VSA-Kriegsgefangenschaft. Am Ende wurde U 977, mit seiner Besatzung, an die VSA ausgeliefert. Das U-Boot wurde am 13. November 1946 vor der Küste von Massachusetts vom U-Boot USS Atule bei Torpedoversuchen als Zielboot versenkt.

Nach der Übergabe an die Engländer in Brüssel (gemeinsam mit dem gefesselten Fallschirmjäger-General Hermann-Bernhard Ramcke[2]) stellte Heinz Schäffer einen „Umschwung von ausnehmend guter in ausnehmend schlechte Behandlung“ fest. Das Protokoll über das Privatverhör durch vier englische Gefreite schloss:

„Schäffer ist glühender Nazi.“

Nach sechs Monaten Kriegsgefangenschaft folgte die übliche Entlassung aus der Wehrmacht. Dafür kam Schäffer als politischer Häftling ins Lager Paderborn.

„Warum ich bei den Politischen saß, erfuhr ich niemals“,

stellt Schäffer fest. Durch einen geschmuggelten Kassiber[3] machte er einflussreiche Freunde mobil. Zwei Tage später fuhr der Zivilist Heinz Schäffer nach Düsseldorf und bereitete sich auf seine zweite Reise nach Argentinien vor. Später heiratete er dort eine Argentinierin deutscher Abstammung und die Hochzeitsreise sollte sie erneut ins deutsche Vaterland führen.

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Fußnoten

  1. ↑ Die unerwartete Ankunft von U 530 am 10. Juli 1945 war der Anlaß für eine Vielzahl von Gerüchten: Der brasilianische Admiral Jorge Dodsworth Martins behauptete, daß U 530 für die Versenkung des brasilianischen Kreuzers Bahia verantwortlich sei. Der brasilianische Admiral Dudal Teixeira glaubte, daß U 530 aus Japan gekommen sei. Ein argentinischer Journalist behauptete, er habe einen Polizeibericht der Polizeibehörde der Region Buenos Aires gesehen, worin die Anlandung eines fremden U-Boots an der argentinischen Küste erwähnt werde. Es seien verschiedene hochrangige Offiziere sowie einige Zivilisten von Bord gegangen, bei den Zivilisten könnte es sich um die verkleideten Adolf Hitler und Eva Braun gehandelt haben. U 977 wurde ebenfalls verdächtigt, die Bahia versenkt zu haben. Eine Untersuchung der brasilianischen Behörden ergab später, daß die Bahia sich selbst durch einen Unfall bei einer Gefechtsübung versenkt hatte. Das argentinische Marineministerium gab daraufhin eine offizielle Stellungnahme ab, worin festgehalten wurde, daß weder U 530 für die Versenkung der Bahia verantwortlich sei, noch hochrangige Naziführer oder Offiziere an Bord gewesen seien. U 530 sei auch nicht an der argentinischen Küste angelandet, bevor es kapitulierte.
  2. ↑ Ramcke trat die Kriegsgefangenschaft im Clinton-Camp in Missouri an. Er wurde zur selben Zeit wie Schäffer nach Europa überstellt.
  3. ↑ Ein Kassiber ist eine verbotene und deswegen geheimgehaltene schriftliche Mitteilung eines Gefangenen an andere Gefangene oder aus dem Gefängnis heraus an die Außenwelt. Die Nachricht kann auch in Zeichensprache statt in Schriftform gehalten sein.
  4. ↑ Der Tatsachenbericht über das deutsche U-Boot, dem es gelang, nach dem Kriegsende den Alliierten zu entkommen – spannend wie ein Thriller. Bei Bekanntwerden der deutschen Kapitulation 1945 läßt Kommandant Schäffer die Besatzung von U 977 darüber abstimmen, wie es weitergehen soll. Die Mehrheit ist für den Versuch, nach Südamerika durchzubrechen. Vorbei an den Kapverdischen Inseln führt die Fluchtroute quer über den Atlantik bis nach Argentinien, wobei das Boot 66 Tage ununterbrochen getaucht fährt. Doch in Mar del Plata wird Oblt. z. S. Schäffer mit dem unglaublichen Vorwurf konfrontiert, er habe Hitler, Eva Braun und Bormann an der südamerikanischen Küste abgesetzt.
  5. ↑ „So ein Unsinn“, werden Sie sich über den Titel denken. „Hitler ist im Berliner Bunker gestorben. Man hat die verkohlten Leichen von ihm und Eva Hitler gefunden, und das dort aufgefundene Gebiß wurde als das von Hitler identifiziert.“ Nun ja, diese Darstellung des Ablebens von Adolf Hitler ist zwar offiziell anerkannt und wurde kürzlich auch recht aufwendig verfilmt, ist aber selbst unter Historikern umstritten. Nicht zuletzt deshalb, weil der angebliche Schädel Hitlers im Jahre 2010 untersucht wurde und sich nach einem DNS-Test als der einer Frau herausstellte. Auch die wiederholte Untersuchung der Zahnbrücke Hitlers durch zwei Experten erbrachte keine Sicherheit, denn die stammt – wie auch die Röntgenaufnahmen des Zahnarztes − wohl von seinem Doppelgänger. Man fragt sich zudem, wieso Josef Stalin bis zu seinem Tod behauptet hat, Hitler sei nach Südamerika geflohen. Und wieso berichten die größten Tageszeitungen Paraguays im Jahre 2010, daß Hitler lange in Südamerika gelebt hat und auch dort gestorben ist? Nun stellen Sie sich bestimmt die Frage: „Ja und, was soll’s? Jetzt ist er aber bestimmt tot! Was soll ich mich damit noch beschäftigen?“ Richtig, genau das sollte man meinen. Doch werden in diesem Buch Personen präsentiert – die namentlich genannt werden −, die nicht nur behaupten, Adolf Hitler persönlich in Südamerika angetroffen zu haben und das über einen längeren Zeitraum hinweg – bis ins Jahr 1961 –, sondern auch, daß er die letzten zwanzig Jahre seines Lebens nicht untätig war – ganz im Gegenteil! Er hat demnach sein politisches Ziel nie aus den Augen verloren, und nach dem gescheiterten Plan A einen Plan B in Angriff genommen − teilweise zusammen mit den Regierungen Argentiniens und Paraguays! Folgende Fragen werden unter anderem in diesem Buch erörtert: • Wieso sind die argentinischen Akten über Hitler immer noch unter Verschluß, wenn er doch nie in Argentinien war? • Wieso wurde Adolf Eichmann vom BND nicht festgenommen, obwohl sein Aufenthaltsort bereits seit Jahren bekannt war? • Welche Rolle spielt die GESTAPO, die im Jahre 2008 die Zeugin Olga Meyer aus Miramar davon abhielt, Abel Basti ein Foto von Hitler in Argentinien auszuhändigen? • Welche Rolle spielt Hitlers Sohn, der den Augenzeugen zufolge unbehelligt in der Schweiz studieren konnte und was macht seine Tochter, die heute in Buenos Aires leben soll? • Wer befehligt die geheime U-Boot-Flotte, die seit den 1950er Jahren die Weltmeere unsicher macht? • Hat Deutschland deshalb bis heute keinen Friedensvertrag? • Was werden die Historiker sagen, wenn sie den paraguayischen Original-Ausweis von Martin Bormann vorgelegt bekommen – ausgestellt im Jahre 1961? Es gibt nur zwei Möglichkeiten: 1. alle in diesem Buch mit Namen auftretenden Augenzeugen lügen, oder 2. wir werden seit 66 Jahren von den Regierungen belogen!

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Quelle: Metapedia

Dee Ex – Frei geboren

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Danke an Mia und Robert – macht weiter so!

Bitte unterstützt Dee Ex (Mia) nach Möglichkeit! Hier ist ihre Seite:

https://de3xmusik.wordpress.com/tag/nohoearmy/

http://nohoearmy.wordpress.com/

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1875: Enthüllung des von Ernst von Bandel erbauten Hermannsdenkmals

Das Hermannsdenkmal oder auch Arminsdenkmal (von Bandel selbst Arminsäule genannt) ist ein bei Detmold befindliches und durch Ernst von Bandel erbautes Nationaldenkmal der Deutschen, das den Cheruskerfürsten Armin zeigt und an dieHermannsschlacht im Jahre 9 n. d. Z. erinnern soll.

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Ort

Über Detmold ragt oberhalb der Stadt die Grotenburg auf. Der Burgenforscher Karl Schuchardt hatte eindeutig festgestellt, dass an diesem Ort eine sächsische Volksburg bestand. Als Gegensatz zum „Kleinen Hünenring“ bürgerte sich der Name Grotenburg, Große Burg, ein. Schuchardt wies auch nach, dass die Grotenburg die Teutoburg war und der Landschaft schon zu Zeiten der Cherusker ihren Namen gegeben hat. Mit etwa 450m Höhe ist dieser, zum größten Teil bewaldete Berg die höchste Erhebung des Teutoburger Waldes. Am Gipfel hat der Bildhauer Ernst von Bandel auf der freien Höhe im Jahre 1876 nach jahrzehntelanger mühseliger Arbeit, mit einer Reihe von Mithelfern, das Hermannsdenkmal zu Ehren des Befreiers Germaniens von der Römerherrschaft vollendet. Das bronzene überlebensgroße Standbild Hermanns, römisch Arminius, erhebt sich auf einem steinernen Rundbau.

König Wilhelm bei Ernst von Bandel

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Technische Daten

  • Unterbau: 26,89 m
  • Standbild bis zur Schwertspitze: 26,57m
  • Gesamthöhe: 53,46 m
  • Länge des Schwertes: 7,00 m
  • Gewicht des Schwertes: 11,00 Zentner

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Schnittzeichnung von Ernst von Bandel

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Sockel

Im Sockel befindet sich die Ruhmeshalle, die jedoch nach wie vor unvollendet ist, da das BRD-Regime kein Interesse an der deutschen Geschichte zeigt. Die bronzene Inschrift am Sockel des Denkmals lautet nach dem Wortlaut der Stelle in den Annalen des Tacitus, in der er Hermann als den Befreier Germaniens preist:

„Er, ohne Zweifel der Befreier Germaniens, er, der nicht wie andere Könige und Heerführer vor ihm das Römische Volk in seinen schwachen Anfängen herausforderte, sondern zu einer Zeit, als das Reich in der Blüte seiner Macht stand, er, in Schlachten wechselnd glücklich, im Kriege nicht besiegt, 37 Jahre währte sein Leben, 12 Jahre seine Herrschaft, und das Heldenlied von ihm erschallt noch heute bei den Völkern der Germanen.“

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Kupferstich von Christian Riedt um 1880

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Planung und Bau

Erste Skizzen Ernst von Bandels stammten bereits aus dem Jahre 1819, kurz nach den Befreiungskriegen. 1838 wurde dann der Grundstein für das Denkmal gelegt und der Sockel auf der Grotenburg errichtet. Aber erst 37 Jahre später, im Sommer 1875, sah das Denkmal seiner Vollendung entgegen und wurde am 16. August 1875 eingeweiht. Ernst von Bandel setzte sein gesamtes Privatvermögen ein und wohnte in den letzten Jahren der Bauarbeiten ständig an der Baustelle in einem einfachen Blockhaus.

“Eine der merkwürdigsten Denkmalangelegenheiten Deutschlands ist diejenige des Denkmales auf dem Teutoburger Walde. (…) Es wird wohl für alle Zeiten ohne Beispiel bleiben, dass ein einzelner, ein Privatmann, ein Künstler, einen gleich grossartigen Gedanken wie den des Armin-Denkmales fasst und ohne alle Beihilfe, ja trotz der grössten entgegenstehenden Schwierigkeiten und Hemmnisse durchführt. (…) In den Jahren 1819—20 fertigte Ernst von Bandel (1800—76) die ersten Skizzen zu dem Denkmale an; 1836 bestimmte er auf dem Teutberge den Platz dafür, und 1838 war das Gipsmodell fertig. Sein Werk sollte ein deutsches werden.

»Auf griechischen Konsolen stehen die Büsten grosser deutscher Männer in einem Griechentempel, der den ehrwürdigen deutschen Namen Walhalla trägt, zwischen griechischen, aber in der That eleganten französischen Viktorien; hoch über einer unserer schönsten Städte ragt stolz die fremde Siegerin und schaut auf die unvollendeten Türme herab; sie sieht spöttisch lächelnd, wie, nach ihr sich modelnd, Altdeutschland sich nun kleidet. Dem wahrhaften Deutschen wird unheimlich in den Städten, in denen er nur schlechte, unverstandene Nachbildungen der Fremde findet, und er sucht die Winkel seiner alten Städte auf, um sich auszuweinen über fein bei anderen berühmtes, zu Haufe aber verlorenes Vaterland. Verkannt, vergessen ist unserer Väter grosser Sinn; wir sind stolz in unserem Ruin; die Kunst geht in die Irre. Wer möchte den Beweis führen, dass das jetzige Streben der Deutschen in der Baukunst eine Volkstümlichkeit hat? Sollte unser deutsches Volk wirklich so wenig künstlerischen Sinn haben, dass es keinen eigenen Baustil mehr gebären könnte? Möchten wir doch bald im alten treuen deutschen Sinne wieder erstarken!« 

Erst am 16. August 1875 wurde das Werk feierlich enthüllt. 

»Es sollte so sein; mein Werk sollte erst dann fertig werden, wenn das größere Werk, zu dem es vorbereiten half, fertig wäre, um dann unserem großen Volke ein Ehrenzeichen zu werden und nicht ein seine Schwächen bezeichnendes Mahnzeichen an das, was ihm vor allem fehle.« 

Bandel schuf einen Kuppelbau, dessen Spitze die in Kupfer getriebene Kolossalstatue Armins, das Schwert in der hocherhobenen Rechten, krönt. Er war bestrebt, im Unterbau seinen eigenen deutschen Baustil, der ihm vorschwebte, zu verkörpern. Er nahm aus romanischen und gotischen Elementen die Anregung zur Ausgestaltung der eigenen wuchtigen Gedanken. Der himmelanstrebende Kuppelbau, damals vielfach als stillos angefeindet, sollte organisch dem Bergrücken entwachsen, zu der umgebenden Waldnatur stimmen und ein starkes Postament für die gigantische Erzstatue bilden. Mit Recht konnte der Künstler von seinem Werke sagen: 

»Die Armin-Säule ist ein Ruhmesmal geworden; deutsches Volk hält sein Schwert frei und ruhmumstrahlt wie Armin vor bald neunzehnhundert Jahren hoch in starker Faust.« 

- Josef Durm, Hermann Ende, Eduard Schmitt, Heinrich Wagner: „Handbuch der Architektur“, Band 4, Ausgabe 2, 1906, S. 230f. -

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Der Kopf mit Erbauer Ernst von Bandel
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Bericht über den Bau:

Aus: Westermanns Monatshefte, Band 66, 1889, S. 102ff.

Erst nach dem großen Kriege von 1870, nach der Wiederherstellung des deutschen Reiches, bewilligten Kaiser und Reichstag die Mittel zur Errichtung des Standbildes. Mit jugendlichem Eifer arbeitete der greise Künstler, und es war ihm vergönnt, selbst das Denkmal dem deutschen Volke zu übergeben. In der Anwesenheit des Kaisers Wilhelm I. und seines Nachfolgers, des Kaisers Friedrich, des Fürsten Leopold zur Lippe und vieler anderer deutschen Fürsten mit glänzendem Gefolge inmitten einer unzählbaren Volksmenge fand am sonnigen 16. August 1875 die feierliche Übergabe statt. Die aus Kupferplatten hergestellte Bildsäule, die den Helden in kriegerischer Stellung mit erhobenem Schwerte gen Westen gerichtet, darstellt, ist bis zur Schwertspitze 28 Meter hoch. Zu Füßen derselben auf den Zinnen des Unterbaues bietet eine Galerie die erhabenste Rundschau über das weite Berg- und Hügelland, wo ehedem die römischen Legionen hin und herzogen, um ihre Herrschaft zu festigen, bis die Cherusker und Bructerer sie mit kräftiger Faust über den Rhein wiesen.”

- Levin Schücking: „Das malerische und romantische Westfalen” -

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Hermannsdenkmal um 1900

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Nach dem Zweiten Weltkrieg

In den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 geriet das Hermannsdenkmal in die Schusslinie der vorrückenden Amerikaner, die die Figur zunächst als Zielscheibe und dann zwei Jahre lang als Funkstation nutzten und ihre Besteigung untersagten. Durch das mutige Eintreten eines Wächters wurde die Sprengung des Denkmals durch die Besatzer im Jahre 1945 verhindert. Zur 75-Jahrfeier 1950 stand das Denkmal dem Publikumsverkehr wieder offen und man fand mit Blick auf die akute Teilung Deutschlands auch jetzt wieder aktuelle politische Bezüge. Detmolds Regierungspräsident Drake schrieb in seinem Grußwort:

„Ich gebe der Zuversicht Ausdruck, dass wir Deutschen uns als einiges und zu friedvoller Arbeit entschlossenes Volk recht bald wieder zusammenfinden werden.“

Die Schwertinschrift lautet:

DEUTSCHE EINIGKEIT – MEINE STAERKE / MEINE STAERKE – DEUTSCHLANDS MACHT

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Ableger

Die vor Neuyork befindliche Freiheitsstatue ist optisch deutlich sichtbar an das Hermannsdenkmal angelehnt worden. So besitzt die vom Franzosen Frédéric-Auguste Bartholdi entworfene Statue nicht nur die gleiche hellgrüne Patina, sondern auch die gleiche Haltung: Hält die Hermannsfigur den rechten Arm mit dem Schwert erhoben, hat die Allegorie der Freiheit in ihrer gestreckten rechten Hand eine Fackel. Auch die linke Hand, welche bei beiden Statuen knapp über dem Becken befindlich ist, ist ähnlich: Hermann hat sie auf das neben ihm stehende Schild gelegt, die Freiheit hält in ihr die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung. Die Freiheitsstatue ist jedoch fast doppelt so hoch wie ihr deutsches Original.

In Neu Ulm im VS-Bundesstaat Minnesota befindet sich das Hermann Heights Monument, das 1897 auf Bestreben von deutschen Einwanderern nach dem Vorbild in Deutschland errichtet wurde, aber bedeutend kleiner ist.

Das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald

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Zeichnung von Ernst von Bandel aus dem Jahre 1838

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Künstlerische Erhabenheit

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Wehrmachtssoldaten vor dem Denkmal, 1939

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Das Denkmal mit dem Bismarckstein

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Quelle: Metapedia

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Herzbrand Projekt – Weg in die Heimat

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Interview im August 1990 mit dem ehemaligen Kommandeur des Wachregiments Groß-Deutschlands – Generalmajor Otto Ernst Remer, in 19 Teilen

Teil 1  

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Teil 2

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Teil 3

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Teil 4

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Teil 5

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Teil 6

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Teil 7

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Teil 8

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Teil 9

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Teil 10

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Teil 11

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Teil 12

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Teil 13

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Teil 14

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Teil 15

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Teil 16

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Teil 17

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Teil 18

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Teil 19

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Andreas Hofer zieht unter dem Jubel der Bevölkerung in Innsbruck ein und übernimmt das Amt des Oberkommandanten Tirols

Andreas Hofer (Lebensrune.png 22. November 1767 am Sandhof bei St. Leonhard in Passeier, Südtirol; Todesrune.png 20. Februar 1810 in Mantua, Italien [erschossen]) ist ein deutscher Nationalheld aus Tirol.


Andreas Hofer 1809, 
Bild von Franz Defregger

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Leben

Herkunft

Andreas Hofer wurde am 22. November 1767 als Sohn des Gastwirtes Josef Hofer und dessen Ehefrau Marie Hofer (geb. Aigentler) am Sandhof bei St. Leonhard in Passeier (Südtirol) geboren. Als einziger Sohn war er der Jüngste der vier Geschwister. Mit sieben Jahren wurde er Vollwaise und wuchs in der Obhut seiner Stiefmutter auf.

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Jugend

Andreas Hofer besuchte mit sieben Jahren die von Kaiserin Maria Theresia kürzlich eingeführte Volksschule und lernte Lesen, Schreiben und Rechnen. Nach Beendigung der Schulzeit ging Hofer nach Welschtirol um die zweite Landessprache, Italienisch, zu lernen. Mit 22 Jahren übernahm „Andre“ den Sandhof, wobei er neben dem Schankgewerbe auch den Pferde-, Wein- und Branntweinhandel betrieb. Am 21. Juli 1789 heiratete er Anna Ladurner aus Algund, die dem Tiroler Volkshelden sieben Kinder gebar.

Ein Zeitgenosse schreibt über den Sandwirt:

„Hofer war ein schöner Mann, nur wenig über die gewöhnliche mittlere Länge hinaus, im besten Ebenmaß zu seinen Formen, die breiter ausgingen als es sonst im Passeier der Fall ist, mit mächtigen Schultern auf festen Knochen, gewölbter Brust und starken Waden. Er hatte ein volles, rundes, gesund gerötetes Gesicht, eine breite, kurze Nase, lebhafte braune Augen und dunkle Haare. Seine Hauptzierde war ein mächtiger, glänzend schwarzer Bart, der, die Wangen freilassend, bis auf die Brust reichte.“

Andreas Hofer wurde mit kaiserlicher Entschließung vom 15. Mai 1809 in den Adelsstand erhoben. Wahrscheinlich durch ein Versehen der Hofkanzlei unterblieb das Adelsdiplom an Hofer. Es wurde erst am 26. Januar 1818 seinem Sohn Johann nachgereicht. Ob Hofer über seinen Adelstitel Kenntnis hatte, lässt sich nicht nachweisen. Tatsache ist, dass der Sandwirt weder in seinen Briefen noch Regierungsakten sich des Namenszusatzes „von“ bediente.

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Tiroler Freiheitskampf

Im August 1796 griff Andreas Hofer zum ersten mal zu den Waffen. Seine Kompanie verteidigte den Tonalepass vor den aus Oberitalien kommenden napoleonischen Truppen. Im Jahre 1797 wurden neben dem Erfolg von Spinges auch die Aufgabe Bozens und der Rückzug gegen Brixen erzwungen.

In den Freiheitskriegen von 1809 führte Andreas Hofer im Alter von 42 Jahren die Tiroler dreimal siegreich zum Kampf gegen Napoleons Truppen. Noch heute wird er für seine Taten von einem Großteil der Bevölkerung als Held gefeiert.

Nach der Niederlage im 3. Koalitionskrieg seit 1805/06 stand Tirol wieder unter bayrischer Herrschaft (Frieden von Pressburg).

Massive Eingriffe durch Reformen der Bayern in das religiöse, kulturelle und gesellschaftliche Leben der Tiroler, wie beispielweise die Missachtung der alten Tiroler Wehrverfassung (Landlibell Kaiser Maximilians I. von 1511) und die Wiedereinführung der josephinischen Kirchenreform (Minister Maximilian von Montgelas) sorgten für großen Unmut:

Zwischen den Tirolern und Bayern gab es gravierende Unterschiede: Für die Tiroler war Bayern das Land der Aufklärung, des Absolutismus, der Religions- und Ständefeindlichkeit. Ab 1803 führte Bayern rigoros die sogenannte Säkularisierung (Verweltlichung, Loslösung des Staates von der Bindung an die Kirche) durch. Die Bayern galten für die Tiroler als die Modernisten, zudem sahen die Bayern in den Tirolern mittelalterliche, abergläubische Hinterwäldler. Sie hielten sie für altmodisch und nicht imstande, das Verwaltungs- und Gerichtswesen der neuen Zeit anzupassen.

Die große Furcht der Tiroler vor dem Anschluss an Bayern betraf vor allem mögliche Teilungspläne und die Minderung des Einflusses des Bauernstandes. Die Tiroler Bauern hatten schon seit dem 13. Jahrhundert eine Sonderstellung und das Mitspracherecht im Landtag.

Die Bayern erhöhten drastisch die Steuern, taten sehr wenig für die Förderung von Handel und Verkehr und setzten Reformen in ihrem Sinne im Gerichtswesen, der politischen Verwaltung und dem Schulwesen durch..

Die Bayern führten in Tirol die allgemeine Wehrpflicht ein und wollten im März 1809 in Axams die ersten Rekruten ausheben. Die betroffenen Burschen flohen in die nahen Wälder. Als Soldaten sie einfangen sollten, wurde eine bayrische Patrouille von zwei jungen Männern in die Flucht geschlagen. In einigen Dörfern läuteten damals die Sturmglocken, die Bauern griffen zu den Waffen. Besonders im religiösen Bereich gab es durch die Besatzer tiefe Eingriffe. Die Traditionen der Tiroler wurden hier vehement untergraben. Es kam zu zahlreichen Verboten und Verordnungen: Verbot der Mitternachtsmette, Abschaffung bäuerlicher Festtage, Verbot von Bittgängen und Prozessionen, kein Glockengeläute mehr u. a. Die Kirche musste sich dem Staat unterwerfen. Viele Priester mussten ihre Pfarreien verlassen. Die sieben großen Klöster des Landes wurden aufgehoben.

Diese Belange und einiges mehr führten zum Aufstand von 1809. Mittels Glockengeläute, Sägespänen in den Bächen und Bergfeuern wurden die Bauern mobilisiert.

Wer die Unruhe unter Andreas Hofer und seinen Mitstreitern verstehen will, muss die Bestimmungen des Landlibells von 1511 kennen: Die Tiroler hatten nur in dem Fall Kriegsknechte zu stellen, wenn es für die Verteidigung ihres eigenen Landes notwendig war. So machten Hofer und seine aufständischen Bauern Gebrauch von jahrhundertealten Rechten der Selbstverteidigung. Die Bayern akzeptierten dieses Landlibell nicht.

Dies führte zum ersten Aufstand, der siegreich am 25. und am 29. Mai am Bergisel beendet werden konnte. Es folgte der Znaimer Waffenstillstand mit erneuter Besetzung Tirols durch napoleonische Truppen (Kaiser Franz hatte den Tirolern versprochen, nie wieder einen Waffenstillstand zu unterzeichnen, in dem Tirol abgetrennt werden sollte, doch unter dem Druck Frankreichs brach er sein Wort.)

Zur dritten Bergiselschlacht kam es am 13. August 1809, in der etwa 15.000 Landstürmer gegen ein etwa gleichstarkes Heer von Bayern, Sachsen und Franzosen erfolgreich kämpften. Am 18. August 1809 verließ Marschall Lefèbvres Armee den Boden Tirols. Im Namen des Kaisers nahm Andreas Hofer als Oberkommandat von Tirol die Regierung in die Hand. Im Oktober 1809 wurde in Wien der Frieden von Schönbrunn unterzeichnet, der die endgültige Aufgabe der tirolischen Gebiete durch den Kaiser beinhaltete. Danach kam es am 1. November 1809 zur vierten und letzten Bergiselschlacht, die mit einer Niederlage endete. Andreas Hofer rief erneut zum Widerstand am 11. November auf, was aber wenig Wirkung zeigte. Er musste flüchten, wurde von Franz Raffl verraten und am 28. Januar 1810 auf der Mähderhütte der Pfandleralm (Alm des Prantacher Hofes gegenüber St. Martin in Passeier) gefangengenommen.

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Tod und Nachwirken

Am 20. Februar 1810 wurde er in Mantua (Oberitalien) vor ein Kriegsgericht gestellt und durch Erschießung hingerichtet.

Den letzten Brief beendet Hofer mit den Worten:

„Ade, meine schnöde Welt, so leicht kommt mir das Sterben vor, daß mir nicht die Augen naß werden!“

Seine letzten Worte sollen

„Franzl, Franzl, das verdank ich dir!“

gewesen sein. 1823 wurden Hofers Gebeine aus Mantua, das mittlerweile wieder zu Österreich gehörte, nach Innsbruck gebracht und dort in der Hofkirche zur endgültigen Ruhe gebettet.

Andreas Hofer, ein einfacher und lauterer Charakter mit höchsten moralischen Gaben, ist durch sein heldenhaftes Verhalten vor seinem Tode zum Symbol des Widerstandes gegen jede Fremdherrschaft und Unterdrückung in Tirol geworden. Noch heute wird er in der Tiroler Landeshymne verehrt. Sein Einsatz wird durch eine Reihe von Denkmälern geehrt. Alljährlich wird er am 20. Februar als Vaterlandsheld gefeiert.

Andreas Hofer Denkmal am Bergisel bei Innsbruck

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Vorbildcharakter

Zitate

Andreas Hofer wusste, dass die Freiheit einzufordern die Aufgabe aller und eines jeden einzelnen sei:

„Wer nicht selbst die Zukunft in die Hand nimmt, wer nicht selbst die Zukunft gestaltet, dem wird sie gestaltet.“

Die preußische Königin Luise schrieb über den Aufstand der Tiroler Bauern an eine Freundin:

„Welch ein Mann, dieser Andreas Hofer! Ein Bauer wird Feldherr, und was für einer! Seine Waffe – ein Gebet; sein Bundesgenosse – Gott! … Und dieses treue Schweizervolk (sic!) … Ein Kind an Gemüt, kämpft es wie die Titanen mit Felsenstücken, die es von seinen Bergen niederrollt.”

Bettina von Arnim im Briefverkehr mit Johann Wolfgang von Goethe, in dem sie immer wieder ab dem Frühjahr 1809 auf die Ereignisse in Tirol und das Schicksal seiner Freiheitskämpfer eingeht, denen ihre Begeisterung und Leidenschaft gehören:

„Dem Hofer war ich nachgegangen … ein Beispiel von Unschuld und Heldenthum …  innerlich groß, ein heiliger deutscher Charakter“.

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Grabmal

Neben Hofers Grabmal ist das heute noch populärste Element aus dem Vormärz das Andreas-Hofer-Lied des Jenaer Burschenschafters Julius Mosen (1831) aus dem sächsischen Vogtland mit der dazu komponierten Melodie des Niederösterreichers Leopold Knebelsberger (1844). Mosen betont zu Recht mit

„es blutete der Brüder Herz, ganz Deutschland, ach in Schmach und Schmerz“

die große Anteilnahme an Hofers Schicksal und dessen Status als „Held aller Deutschen“. Er äußert aber auch den Wunsch nach brüderlicher Eintracht aller Deutschen. Mit

„Gott sei mit Euch, mit dem verrat’nen deutschen Reich und mit dem Land Tirol“

findet sich das Deutsche Reich als politisch anzustrebendes Ziel, wobei Gott dabei allen Deutschen, nicht nur den Tirolern oder deutschen Österreichern beistehen soll, während gleichzeitig ein Seitenhieb gegen all jene geführt wird, die in der napoleonischen Zeit versagt und damit „Verrat“ geübt haben. Mosen reiht sich damit in die deutsche Einheitsbewegung des 19. Jahrhunderts ein.

Grabmal Andreas Hofers in der Innsbrucker Hofkirche

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Quelle: Metapedia

Joachim Mrugowsky – späterer Mediziner und SS-Oberführer sowie Leiter des Hygiene-Instituts der Waffen-SS

Joachim Mrugowsky (Lebensrune.png 15. August 1905 in Rathenow an der Havel; Todesrune.png 2. Juni 1948 in Landsberg am Lech) war ein deutscher SS-Oberführer; er verfasste 1939 und 1944 zwei Memoranden zur biologischen Kriegsführung.


Joachim Mrugowsky (1905-1948)

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Leben

Prof. Dr. Joachim Mrugowsky wurde am 15. August 1905 in Rathenow als Sohn eines Arztes geboren und wurde am 2. Juni 1948 im Zuge des „Nürnberger Ärzteprozesses“ durch den Strang hingerichtet. Seinem Medizin- und Biologiestudium an der Universität Halle von 1925 bis 1931 ging eine Ausbildung zum Bankkaufmann voraus. Zeitgleich mit seiner Doktorpromotion 1930 trat er auch der NSDAP bei (Mitglied Nr. 210049).

Anfang 1931 wurde er zum Hochschulgruppenführer des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes in Halle ernannt. Zur selben Zeit trat Dr. Mrugowsky auch der SA, in der Funktion eines Standartenarztes, bei. Nach kurzer Zeit trat er wieder aus der SA aus und am 15. November 1931 in die SS (Mitglied Nr. 25.811) ein.

1933 wurde er Assistent am Hygienischen Institut der Universität Halle, an dem er 1934 einen Lehrauftrag für menschliche Erblichkeitslehre und Rassenhygiene erhielt, zugleich lehrte er an der Technischen Universität Hannover. Zugleich war Mrugowsky von 1933 bis 1935 aktives Mitglied des SD. 1935 wurde er zum SS-Führer ernannt und wurde dem SD-Oberabschnitt Nord-West zugewiesen.1937 wurde Dr. Mrugowsky vom Reichsführer-SS zum Leiter des im Aufbau befindlichen Hygiene-Institutes der Verfügungstruppe der SS ernannt. Gleichzeitig wurde er Chef des Amtes Hygiene im Sanitätswesen der Waffen-SS. Im Zuge der Umgestaltung des Sanitätswesens am 1. September 1943 wurden das Hygiene-Institut und Mrugowsky als „Oberster Hygieniker“ direkt dem Reichsarzt-SS Ernst-Robert Grawitz unterstellt.

Als Chef des Hygieneinstitutes der Waffen-SS war Mrugowsky Vorgesetzter des Hygienefachmanns und späteren „Holocaust“ – Kronzeugen der Alliierten, Kurt Gerstein.

Des Weiteren wurde Dr. Mrugowsky zum Standartenarzt der Leibstandarte Adolf Hitler ernannt. Im selben Jahr stellte er seine Untersuchungen an der Universität Halle fertig und wurde als Dozent der Universität Berlin zugewiesen. 1939 veröffentlichte Mrugowsky eine Abhandlung über das ärtzliche Ethos unter dem Titel „Christoph Wilhelm Hufelands Vermächtnis einer fünfzigjährigen Erfahrung“.

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Kriegsende

Nach Kriegsende warfen die Siegermächte Dr. Mrugowsky vor, ab 1943 als Oberster Hygieniker und Amtschef III beim Reichsarzt-SS und -Polizei Ernst-Robert Grawitz an Versuchen in Konzentrationslagern, unter anderem im Konzentrationslager Sachsenhausen, beteiligt gewesen zu sein. Insbesondere wurde Mrugowsky zur Last gelegt, als Glied in der Befehlskette zu den Fleckfieberimpfstoffversuchen des KL Buchenwald, die durch seinen Untergebenen SS-Sturmbannführer Dr. Erwin Ding-Schuler durchgeführt wurden, fungiert zu haben.

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Im Zuge des „Nürnberger Ärzteprozesses“ wurde Dr. Joachim Mrugowsky wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Am 2. Juni 1948 wurde er in Landsberg am Lech widerrechtlich erhängt.

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Quelle: Metapedia