Tatsachen und Lügen um Hitler – Abschrift eines Buches von 1932!

Tatsachen und Lügen um Hitler
Verlag Frz. Eher Nachf., GmbH, München, 1932

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Der Führer als Mensch

Zwei Männer stehen heute im Vordergrund des Kampfes um die Macht in Deutschland, hinter denen in zwei mächtigen Säulen das deutsche Volk marschiert: der 85jährige Generalfeldmarschall Paul v. Hindenburg und der 43jährige Mann aus dem Volke und Frontsoldat Adolf Hitler. Hinter dem einen die geschlagenen Parteien des Systems und die Interessentenhaufen, denen der Mythus und Nimbus des greisen Heerführers ihre 14jährige Herrschaft noch einmal auf einige Jahre verlängern soll, hinter dem anderen die Millionenarmee des neuen Deutschlands, die nun nicht nur Rechenschaft fordert, sondern den Staat selbst.

Es ist wieder ein Stück deutscher Tragik, daß geradezu jene heute des Feldmarschalls Ehre und Ruhm in ihre Waagschale werfen, die ihn 14 Jahre lang schmähten, und daß die gegen den Mann anzutreten gezwungen sind, die seinen Mythus im Volke durch einen 14jährigen Kampf verankerten.

Einst waren Hindenburg, seine Offiziere und seine siegreiche Armee die Zielscheibe der Journaille und der roten Volksverräter. Vor ihnen aber stand Adolf Hitler, der namenlose Musketier, mit seinen Getreuen, wehrte die roten Giftpfeile ab und schlug sich herum und klärte auf, bis Deutschlands Heer und seine Führer wieder leuchtend dastanden, wie damals, als noch der Kanonen Mündungsfeuer die Nacht erhellten.

Jetzt gilt der Roten und Schwarzen Trommelfeuer Adolf Hitler, des jungen Deutschlands Führer zur Freiheit. Nun wird er verleumdet in Wort und Bild, zum Tyrannen und Schauspieler, zum Schlemmer und Prasser gestempelt, nur weil sein Kampfziel lautet: Tod dem Marxismus, auf daß Deutschland lebe!

Wir haben jahrelang zu diesen erbärmlichen Lügen geschwiegen. Weil uns die Gegner zu gemein und der Führer zu hoch war, als daß wir dazu Stellung genommen hätten. Nun aber, da das Volk antritt in seiner Gesamtheit und wählen soll zwischen zwei Menschen, wovon den einen es nur kennt im Zerrbild jüdischer und marxistischer Lügen, wollen wir auftreten und vor den Führer hin, den wir seit Anbeginn kennen, und wollen sprechen. Wollen reden von Adolf Hitler als Menschen, wie er sich uns gezeigt.

Das ist Wahrheit, wer anders spricht, der lügt!

Es war vor mehr als zwölf Jahren, als noch das erste Dutzend Nationalsozialisten um einen Tisch sich allwöchentlich traf und Adolf Hitler dann in glühenden Worten von der Zukunft sprach, die einmal uns gehören müsse, uns Nationalsozialisten. Wir hatten alle nicht viel. Der alte Kutscher Mayer nicht und der Schlosser Riedl, aber Adolf Hitler war sicher der ärmste unter uns. Er trug seinen Mitlitärentlassungsanzug und seine braunen Militärstiefel. Mittags aß er die billigste Mahlzeit, die der Wirt auf seiner Karte anpries. Nie aber habe ich Hitler je klagen hören, nie sprach er von seiner Not. Aber er kannte sie seit seiner Jugend, als er noch in Wien vater- und mutterlos hungerte, im Felde als einziger seiner Kompanie niemals ein Feldpostpaket erhieltund dann nach dem großen Ringen darbte wie vorher. Da die anderen an ihre Familien, an ihren Erwerb und ihren Geldsack dachten, predigte Adolf Hitler den Kampf um die Freiheit.

Millionen hat Hunger und Not zu Menschen gemacht, die kein Vaterland mehr kannten, Hitler wurde in dieser Not Nationalist, aber auch Sozialist, ein Wortsprecher der Enterbten unseres Volkes. So sagt der Führer:

„Die soziale Tätigkeit hat nie und nimmer in ebenso lächerlichen wie zwecklosen Wohlfahrtsduseleien ihre Aufgabe zu erblicken, als vielmehr in der Beseitigung solcher grundsätzlicher Mängel in der Organisation unseres Wirtschafts- und Kulturlebens, die zu Entartungen einzelner führen müssen oder wenigstens verleiten können.“

Ja, wird nun so mancher entgegnen, das war vor zwölf Jahren. Aber heute praßt und schlemmt er, trinkt Sekt und bestellt Gedecke zu 20 Mark. So wenigstens schreibt die Journaille. Und die roten Bonzen und Kreaturen denken wohl dabei, wie sie es machen. So sei denn auch hier verraten, wie der Mann lebt, der in wenigen Wochen der Nationalsozialistischen Partei eine halbe Million Mark durch seine Reden einbrachte: Suppe, Gemüseplatte und dazu eine Flasche Mineralwasser. Keinen Alkohol, kein Fleisch, keine Zigarre und keine Zigarette. Wer daran zweifelt, der möge bei den Hoteliers nachfragen, bei denen Adolf Hitler auf seinen Reisen wohnt und die den jüdischen und sozialdemokratischen Schmierfinken wohlbekannt sind. Spartanische Einfachheit kennzeichnet Adolf Hitlers Leben.

Zwischen den Fahrten durch deutsches Land, wenn einmal keine Versammlung drängt und kein SA-Appell und keine Besprechung, lernt man so richtig den Führer als als Künstler und Menschen enormen Wissens kennen. Hier zeigt er seinen Begleitern einen alten Torbogen, dort die himmelstrebenden deutschen Dome, hier ein grandioses Werk deutschen Brückenbaues, dort ein Denkmal deutscher Geistesheroen, erzählt von deutscher Geschichte und ihrer Nutzanwendung, von den neuesten Flugzeugmodellen und streichelt dann in irgendeinem Dorf den Buben eines nationalsozialistischen Arbeiters, den ihm die Mutter glückstrahlend entgegenhält.

Und so können selbst Hitlers Gegner nicht ableugnen, daß seine Parteigenossen nicht nur fanatisch an den Führer glauben, sondern ihn auch leidenschaftlich lieben und verehren, so sehr, daß Dutzende für ihn starben, lächelnd, und mit seinem Namen auf den Lippen. Denn Adolf Hitler steht wohl als Führer weit über uns allen, aber als Mensch so nah, wie Vater oder Bruder. Er kennt unsere Leiden und unsere Sorgen, fühlt menschlich mit, weil er selbst wohl durch die härteste Schule des Lebens ging und niemals die eigenen bitteren Notjahre vergaß.

Darum kommen sie alle zu ihm, die Hilfe suchen, und wie er einst Retter des ganzen Volkes sein wird und will, so hilft er heute jedem seiner Kämpfer. So hat sich das Verhältnis der Treue und der Kameradschaft zwischen Führer und Mann gebildet, das Herz mit Herzen verbindet, und keine Macht der Welt könnte es zerstören.

Wer die gewaltige neue Idee des Nationalsozialismus noch nicht ganz erfaßt, der suche und finde den Weg zum neuen Deutschland durch Hitler, den Menschen.

Wir danken dem Schicksal, das uns nicht nur in Hitler den Führer schenkte, sondern zugleich den Menschen, der uns sein Leben vorlebt als Deutscher.

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Was sind Hitlers Ziele?

Hitlers Ziele sind:

Erringung der Freiheit für das deutsche Volk,

Erringung der ihm gebührenden Stellung unter den Völkern,

Schaffung der Grundlagen für seine Lebensfähigkeit.

Hitler ist überzeugt, daß die Freiheit für das deutsche Volk und die ihm gebührende Stellung unter den Völkern errungen werden kann auf durchaus friedlichem Weg.Voraussetzung ist eine zähe und konsequente Leitung der deutschen Außenpolitik, die Hand in Hand mit einer entsprechenden Innenpolitik und wurzelnd in einem Volke, das wieder den Willen zur Selbstbehauptung besitzt, fremden Staaten das Vertrauen vermittelt zum Werke Deutschlands als Partner. Hitler zielt ab auf ein Zusammenwirken mit den Staaten, deren eigene Interessen ein Zusammenwirken mit Deutschland erlauben oder sogar gebieten. An Stelle von Gefühlspolitik hat zu treten eine Politik des Egoismus, unter Berücksichtigung des gleichen Faktors als Triebfeder für das Handeln aller Völker.

Aufbau der Organisation des inneren Lebens des Volkes nach den Grundsätzen, die es am meisten befähigen sich der übrigen Welt gegenüber zu behaupten und die zur Rettung notwendige Außenpolitik zu stützen. Ersatz des Systems der unverantwortlichen Führung auf Grund parlamentarischer Beschlüsse der in der Mehrheit stets Unsachverständigen durch ein System persönlich verantwortlicher befähigter Führer, deren Maßnahmen auf dem Rat jeweils Sachverständiger fußen. Ersatz der Majorität durch den Persönlichkeitswert. Erziehung des Volkes mit allen Mitteln. Weckung und Schärfung des Gefühls der Überlegenheit der eigenen Rasse. Ausmerzung der jüdisch-bolschewistischen Erscheinungen auf allen Gebieten der Kultur.

Höchstmögliche Förderung der Wirtschaft. Ergreifung aller geeigneten Mittel, die Arbeitslosen wieder in den Produktionsprozeß einzuführen und damit neue Kaufkraft und neue Absatzmöglichkeiten für den inneren Markt zu schaffen. Allmähliche Entlastung der Witschaft von dem Übermaß der Steuerlast, Rückführung des Steuersystems auf einige wenige, leicht übersichtliche Steuerarten. Weitere Entlastung von den übermäßigen Zinsen, vor allem auch hinsichtlich der Auslandsverschuldung. Möglichst stabile Preise, die ein Disponieren auf weitere Sicht erlauben. Schutz der heimischen Produktion, insbesonders der landwirtschaftlichen, denn die Landwirtschaft ist als Ernährungsgrundlage die Voraussetzung für die Unabhängigkeit und damit Freiheit der Nation: Sie ist der Quell der blutsmäßigen Erneuerung des Volkes, sie ersetzt, was die Großstädte an sich saugen und vernichten.

Kapital und Arbeit sind in ihrer Wechselbeziehung für die höherentwickelte Wirtschaft gleich unentbehrlich. Keiner der beiden Faktoren darf auf Kosten des anderen gedeihen – auf die Dauer würden beide darunter leiden. Daher muß der Klassenkampf unterbunden, müssen dieKlassengegensätze überbrückt werden. Voraussetzung hierzu ist eine gerechte Verteilung des wirtschaftlichen Erfolgs. Gemeinschaftsgeist und wechselseitiges Vertrauen, Hand in Hand mit dem nötigenfalls regulierenden Eingriff des Staates, schaffen die Gundlage für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung.

Angaben im einzelnen über die Wege zur Erreichung seiner Ziele heute schon zu machen, lehnt Hitler ab, da nach gemachter Erfahrung die derzeitige Regierung zumindest einen Teil der aufgezeigten Pläne übernimmt, meist in unvollkommener Weise in die Wirklichkeit umzusetzen versucht – unter Vermeidung eines wirklich tatkräftigen Anfassens der Wurzel-Übel, wie der Arbeitslosigkeit – sie so in Mißkredit bringend, da die gesundende und aufbauende Wirkung ausbleibt. Von Hitler aufgezeigte Wege, die die Regierung vorerst nicht zu gehen gedenkt, werden durch „Sachverständige“ in der Öffentlichkeit einer das Vertrauen untergrabenden Kritik unterzogen oder sogar der Lächerlichkeit preisgegeben. Es sei hier nur erinnert an dennationalsozialistischen Antrag im Reichstag vor 1 ½ Jahren auf allgemeine ZinsfußherabsetzungEine maßlose, vernichtende Kritik setzte von allen Seiten ein. Als dann nach langer Zeit die Regierung Brüning sich entschloß, gemäß dem nationalsozialistischen Antrag zu verfahren, stellte sich heraus, daß die Maßnahme durchaus durchführbar und gesund war, die „untragbaren Folgen“, die Sachverständige und Wissenschaftler anläßlich des nationalsozialistischen Antrags für den Fall der Durchführung voraussagten, nicht eintraten.

Man darf überzeugt sein, daß es sich mit den übrigen von Hitler ins Auge gefaßten Maßnahmen zur Rettung unzähliger Einzelexistenzen, der Wirtschaft und endlich der Nation in der Gesamtheit nicht anders verhält. Dies um so mehr, als Hitler nicht daran denkt, gewagte oder laienhafte Eyperimente zu machen, sondern sich die ersten und anerkanntesten Fachleute auf allen Gebieten hinzuzieht.

Der Mann, der infolge der Bereinigung von außergewöhnlichem Wissen und Können auf allen Gebieten es zuwege brachte, aus dem Nichts heraus sich seine heutige Stellung des Führers von Millionen in Deutschland zu erkämpfen, trotz unerhörtester Widerstände, hat vielleicht als einziger die Fähigkeit in sich, die ungeheuerliche Aufgabe zu meistern, in zwölfter Stunde die Nation aus beinah hoffnungsloser Lage zu retten. Wie vom Schicksal geleitet ging er seinen Weg. Es wäre nicht zum erstenmal in der Geschichte, daß Deutschland in der höchsten Not der rechte Mann erwuchs!

Jeder muß sich daher der Verantwortung bewußt sein, die er auf sich nimmt, wenn er –angesichts des Versagens der bisherigen Regierungen – mithilft, Hitler noch länger daran zu hindern, die Geschicke des Volkes in die Hand zu nehmen.

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Auslese von Lügen über Hitler

Nichts beweist mehr die Größe des Hasses der Parteien des deutschen Unglücks gegenüber Hitler, als eine Auslese der Lügen, die sie über ihn verbreiteten. Nichts spricht daher auch mehr für Hitler.

Zentrum und sein unter „Bayerischer Volkspartei“ gehender Ableger sagen: Adolf Hitler sei Angehöriger der „Los-von-Rom-Bewegung“. Als dies als Unwahrheit nachgewiesen wurde, log das Zentrum, dies treffe für den Vater zu. Weiter: Hitler habe als Kind die Hostie ausgespuckt. Er sei verkappter Bolschewist.

Die S.P.D. Log: Adolf Hitler halte „Sektgelage im Kreise schöner Frauen“ ab; Hitler werde für seine Tätigkeit vom Kaiser bezahlt; Hitler erhalte Gelder aus „Horthy-Ungarn“. Die Anhänger Hitlers seien nur „verkrachte Existenzen“, reaktionäre Offiziere und Studenten. Hitler sei ein „Kapitalistenknecht“.

S.P.D. Und Zentrum logen: Hitler habe Verrat an Südtirol verübt und sei dafür mit italienischen Geldern bezahlt worden.

Sie logen: Hitler habe Gelder von einer Reihe von Schwerindustriellen erhalten, damit er durch seine Leute Streikbrecherdienste verrichten lasse.

Sie logen: Hitler habe Gelder von Juden bekommen.

Sie logen: Hitler habe Gelder von Ford erhalten.

Die S.P.D. Und Zentrum logen: Hitler habe sich mit einer Jüdin verlobt.

Das Bayerische Zentrum (B.V.P.) ließ durch einen katholischen Priester wieder die Lüge verbreiten, Adolf Hitler habe als Kind die Hostie ausgespuckt, obwohl diese Behauptung bereits als unwahr nachgewiesen worden war.

Die S.P.D. Log: Adolf Hitler habe französische Gelder erhalten. Das dem Marxismus geistig verwandte „Berliner Tageblatt“ bemühte sich, dies in der ganzen Welt zu verbreiten.

Die „Münchener Telegrammzeitung“, welche der S.P.D. und dem Zentrum oft Waffen gegen Hitler zuspielte, behauptete Hitler habe Kronprinz Rupprecht ein Ultimatum gestellt.

Das Zentrum log: Hitler besitze eine luxuriöse 12-Zimmer-Wohnung; er besitze eine Luxus-Villa in Berchtesgaden.

S.P.D. Und Zentrum logen: Im „Braunen Haus“ befinde sich ein Teppich zu 80 000 M., ein Treppengeländer zu 30 000 M., Sessel, deren Schnitzerei 3000 M., koste. Das Arbeitszimmer Hitlers sei im Stile Mussolinis gehalten.

Die S.P.D. log: Hitler erhalte Gelder aus der Schweiz.

Die S.P.D. log: Hitler habe seinerzeit Verhandlungen mit dem Separatistenführer Heinz Orbis geführt.

S.P.D. Und Zentrum veröffentlichten in ihren Zeitungen, ebenso wie die „Münchener Telegrammzeitung“ unter Abdruck eines angeblichen Briefes die Behauptung, Hitler habe aus Rußland für die N.S.D.A.P. Für die Wahl 5 000 000 M. Erhalten. (Der Nachweis der Fälschung dieses angeblichen Dokuments war dem Umstande zu verdanken, daß sich eine Unterschrift darunter befand, die Hitler zu dem in Frage kommenden Zeitpunkt nicht mehr verwendete. Demzufolge mußte sogar die sowjetrussische Regierung von der Fälschung abrücken.)

Die S.P.D. log: Hitler habe wegen Desertation von der deutschen Armee eine Gefängnisstrafe erhalten, die durch Kurt Eisner amnestiert worden sei. (Der Verleumder erhielt 50 M. Geldstrafe!)

Die S.P.D. log: Hitler habe israelitische Friedhöfe schänden lassen. (Selbst der Polizeipräsident Bernhard Weiß in Berlin mußte, als er unter Eid stand, zugeben, daß ihm amtlich kein Fall von Grabschändung durch Nationalsozialisten bekanntgeworden sei.)

Das Zentrum log: Adolf Hitler habe in seinem Buch „Mein Kampf“ erklärt, die Lüge sei in jeder Hinsicht erlaubt. Die hierbei wörtlich angezogenen Stellen waren von Anfang bis Ende gefälscht.

Die S.P.D. log: Hitler habe einen seiner Abgeordneten mit dem Auftrag nach Paris geschickt, mit Frankreich wegen dem Abschluß eines deutsch-französischen Militärabkommens zu verhandeln.

S.P.D. Und Zentrum logen: Hitler habe erklärt, im Dritten Reich würden alle schwächlichen Kinder umgebracht.

Die S.P.D. log: S.A.-Leute würden bei der Industrie als Streikbrecher eingestellt.

Die S.P.D. log: Hitler lasse sich für jede Versammlung M. 2000 bezahlen.

Die S.P.D. log: Hitler wolle für alle Arbeitslosen die Zwangsarbeit einführen; die Nationalsozialisten aber würden befreit.

Die S.P.D. verbreitet gefälschte Totenlisten von angeblich durch Nationalsozialisten Ermordeten.

Die S.P.D. log: Hitler habe durch seinen Abgeordneten Göring sich in Berlin eine 16-Zimmer-Wohnung besorgen lassen.

S.P.D. und Zentrum logen: Hitler sei ein Tscheche. Als sich dies nicht mehr aufrechterhalten ließ, hieß es, Hitlers Mutter sei eine Tschechin gewesen; sie habe nur tschechisch gesprochen.

Der Deutschnationale Handlungsgehilfenverband (D.H.V.) log: Hitler wolle die Gewerkschaften vernichten.

Die S.P.D. log: Hitler habe nach seinem Vortrag in Düsseldorf an einem Festessen der Industriellen teilgenommen.

Die S.P.D. log: Schneider-Creuzot habe Hitler Gelder gegeben.

Zentrum und S.P.D. logen: Hitler glaube selbst nicht mehr an seine Sendung und an einen Erfolg bei der Präsidentschaftswahl.

Die S.P.D. log: Hitler sei aus dem österreichischen Heere desertiert.

Die S.P.D. log: Hitler sei gar nicht an der Front gewesen. Er habe sich stets von der Front gedrückt und sei „weit vom Schuß in bombensicheren Unterständen gesessen“.

Die S.P.D. log: Japan habe Hitler Geld gegeben.

Die S.P.D. lügt heute: Hitler würde als Reichspräsident alle Renten und Pensionen streichen.

Die S.P.D. lügt heute: Das Ausland, und vor allem Frankreich, würde eine Präsidentschaft Hitlers nicht dulden, der deutsche Kredit würde zerstört usw., das gleiche, was sie 1925 bezüglich Hindenburgs Präsidentschaft log.

Im Verein mit S.P.D. und Zentrum lügen die „bürgerlichen Blätter“: Hitler habe ursprünglich die Präsidentschaft Hindenburgs verlängern wollen, sei aber dem Einfluß Hugenbergs erlegen.

Ein „nationales“ Blatt macht sich die Fälschung eines französischen Blattes zu eigen, das Ausführungen eines angeblichen Vertreters Hitlers in Paris, der nie existierte, bringt.

Die S.P.D. lügt heute: Hitler erhalte Gewinnanteile aus dem Verlag des „Völkischen Beobachters“, einen Parteigehalt und Abgaben aus seinen Versammlungen. Insgesamt betrage sein Einkommen 433 200 M. jährlich.

Die S.P.D. lügt heute: Hitler würde alle Leute über 60 Jahre „aus Sparsamkeitsgründen“ umbringen lassen.

S.P.D. und Zentrum lügen heute: Hitler würde alle erwerbstätigen Frauen brotlos machen.

Die S.P.D. lügt heute: Hitlers Vater habe ursprünglich einen tschechischen Namen getragen und ihn erst später durch einen deutschen ersetzt.

Hitler hat während seiner politischen Tätigkeit 123 Prozesse gegen die Lügen geführt oder in seinem Auftrage führen lassen. Da sich allmählich zeigte, daß kein ernsthafter Mensch die Lügen mehr glaubte, beschränkte er sich darauf, von Zeit zu Zeit nur bei besonders krassen Fällen ein Exempel aufzustellen.

So bei den Behauptungen des Empfangs französischer Gelder, italienischer Gelder, des Verrats an Südtirol, der Hostien-Schändung, des Ultimatums an Kronprinz Rupprecht, der Besprechungen mit Heinz Orbis, der Schändung jüdischer Friedhöfe, der Fälschung angeblicher Auszüge aus seinem Buch, der Desertation aus dem österreichischen Heere. Des Drückens von der Front usw. Selbstverständlich fielen die Gerichtsentscheidungen alle zu seinen Gunsten aus. Die verhängten Geldstrafen und Freiheitsstrafen ergeben insgesamt beachtliche Zahlen, obwohl sie im einzelnen teilweise unverhältnismäßig gering waren.

Während des Reichspräsidenten-Wahlkampfes ergoß sich eine neue Lügenflut über Hitler und seine Umgebung. Gefälschte Briefe, gefälschte angebliche Polizeiverhör-Protokolle über seine Mitarbeiter wurden verbreitet. Mit Interesse, aber gelassen sehen Hitler und die Seinen dem Erscheinen der weiteren für den Wahlkampf bereitgestellten Lügen entgegen.

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Antworten auf die verbreitetsten Lügen

Hitler hat Südtirol verraten!

Neben dem Urteil des Gerichts gab die Antwort hierauf ein Südtiroler selbst. Graf Fedrigotti, ein Führer der Südtiroler Heimatverbände, Mitglied des Andreas-Hofer-Bundes, wandte sich Ende Januar ds.Js. an den nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten Hinkel in Berlin anläßlich der Rede des Pater Innerkofler in einer Berliner Reichsbannerkundgebung mit dem Thema „Hitlers Verrat an Südtirol“. Er erklärte, die Südtiroler Heimatverbände lehnten es ab, daß man die Südtiroler Frage zur parteipolitischen Hetze gegen den Nationalsozialismus benutze. Er zeigte Hinkel Telegramme, die er aus Innsbruck usw. als Antwort auf seine Anfragen erhalten hatte, und in denen die Führer von Südtiroler Heimatverbänden sich scharf gegen das Verhalten Innerkoflers in Berlin wandten. Auch die Südtiroler wüßten, daß außenpolitisch für Deutschland nur die Linie Berlin-Rom-London in Frage käme, und daß Hitler daraus die Konsequenzen für seine Haltung Italien gegenüber ziehen müsse. Sie müßten auch anerkennen, daß Mussolini als erster in so freundlicher Form gegen die Reparationen Stellung genommen habe. Sie wünschten lediglich, daß Südtirol nicht vergessen würde.

Hitler vergißt die Südtiroler gewiß nicht. Ist er doch selbst im Grenzland geboren und aufgewachsen. Er ist aber überzeugt, daß seine Auffassung, wonach es die Mission der Südtiroler ist, eine Brücke zu Italien zu bilden und seine daraus sich ergebende Haltung ihnen mehr nutzt, als die groß organisierte Hetze der Presse in Deutschland gegen das faschistische Italien, unter Mißbrauch der Südtiroler.

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Ist Hitler „romhörig“?

Ein evangelischer Kirchenrat, der Hitler persönlich kennt und während eines Jahrzehntes in München sein Wirken beobachtete, beantwortet diese Frage wie folgt:

„Soweit ich darüber urteilen kann, ist es Unsinn, Hitler für „romhörig“ zu halten; warum würde er dann von Teilen der katholischen Geistlichkeit so stark bekämpft? Es wäre ihm dann ein leichtes, deren Gunst zu gewinnen! Hitler ist deutschgesinnt und ehrlich, aber nicht konfessionell, denn er ist Führer einer alle treuen Deutschen zusammenfassenden politischen Partei.“

H. Lembert

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Ein evangelisch-reformierter Pfarrer schrieb auf die gleiche Frage wie folgt:

„Sehr geehrter Herr!

Sie baten mich um eine Auskunft auf Grund meiner persönlichen Bekanntschaft mit Herrn Adolf Hitler:

Ich habe jahrelang in München Gelegenheit gehabt, Adolf Hitlers Wirken zu beobachten. Es ist für mich Gewissenspflicht, die Behauptungen, Hitler stehe „im Dienste Roms“, er sei „romhörig“, er befinde sich „unter jesuitischem Einfluß“, als Märchen und Verleumdungen zu bezeichnen. Die Verzerrungen von Hitlers Bild sind von politischen Gegnern in die Welt gesetzt worden, um ihm bei dem protestantischen Teil des deutschen Volkes zu schaden. Wenn ich diesen Verdacht teilen müßte, so wäre ich nicht eingeschriebenes Mitglied der NSDAP. Daß heute noch derartigen Gerüchten Glauben geschenkt wird, ist mir um so unverständlicher, als doch bekannt ist, daß katholische Würdenträger sich öffentlich gegen Hitler und seine Bewegung gewandt haben.

Hitler darf meines Erachtens nicht vom konfessionellen Gesichtspunkt aus betrachtet werden. Wie er über den „Parteien“ im landläufigen Sinne steht, steht er auch über dem Streit der Konfessionen. Er ist in seinem Wirken Christ! Ihm vor allem ist es zu verdanken – und ich teile diese Überzeugung mit vielen Einsichtigen – daß ein großer Teil Europas bisher vor dem Bolschewismus bewahrt wurde.“

München, den 27. März 1932.
Hans Wegener, Pfarrer der evangel.-reform. Gemeinde in München

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„Hitler ist ein Feind der katholischen Religion“

Ein katholischer Geistlicherder Hitler in all seinen Äußerungen genauestens überprüfte, bevor er sich vor seinem Gewissen entschließen konnte, für ihn Partei zu ergreifen, schrieb auf die Frage hin, ob er Hindenburg oder Hitler wähle, unterm 13. März 1932 folgendes:

“Sie wollen wissen, wen ich, der katholische Geistliche, zum Reichspräsidenten wähle. Ich wähle nicht Hindenburg, ich wähle Hitler. An alle Menschen kommt einmal der Tag, an dem ihre Kraft versagt, an dem sie für ihre Pflicht und Aufgabe zu alt sind, unbeschadet dessen, was sie in jüngeren und frischeren Tagen für ihre Nation geleistet haben. Dann tritt an sie die sittliche Verpflichtung heran, aus dem bisher innegehabten Amte auszuscheiden und die Obsorge für die Nation an jüngere und frischere Kräfte weiterzugeben. Deshalb wähle ich, um es noch einmal zu sagen, Hitler. Es hat selten einen Menschen gegeben, zu dem ich mit solchem Stolz aufgeblickt habe, wie Hindenburg; und die Leute, die nichts von ihm wissen wollten, sondern vor sieben Jahren andere Kandidaten für würdigere Reichspräsidenten hielten, haben mir diesen Stolz als eine besondere Art Schlechtigkeit angeredet. Aber ich schäme mich dieses Stolzes nicht, und auch heute ist er in mir in alter Stärke lebendig, einfach deshalb, weil ich nicht vergessen kann, was dieser Mann für mein Vaterland geleistet hat; und doch wähle ich, um es zum dritten Male zu sagen; Hitler; denn Alter ist Alter, und versagende Kraft ist versagende Kraft, und es würde mir furchtbar sein, wenn mit dem Manne, in dessen Lager in langen, schweren Kriegsjahren Deutschland gestanden hat, parteipolitische Manöver getrieben würden. Sie wissen, daß ich Ihrer Partei durchaus nicht unkritisch gegenüberstehe, aber doch werde ich mich auf den Tag freuen, der durch die Welt die Kunde trägt, daß Adolf Hitler zum Präsidenten des Deutschen Reiches erwählt worden ist.“

Köln-Delbrück, den 3. März 1932.
gez.: Dr.W. Engel

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Nach dem ersten Wahlgang fügte er unter dem 18. März dem obigen Schreiben u. a. Nachstehende Äußerungen hinzu:

„…Was jetzt den Leuten langsam zu dämmern beginnt, ist folgendes (und für Hitler bedeutet das einen sehr starken Antrieb zu weiterer Arbeit in gleicher Richtung): daß die NSDAP politisch am reinlichsten dasteht. Die Leute, die Hitler gewählt haben, sind die Leute seiner Gesinnung und Willensrichtung. Hindenburg aber hat sich von einem Mischmasch politischer Richtungen wählen lassen, der noch schlimmer ist als französische Suppe…

…Sie erinnern sich doch sicher noch des Herrn von Loebell, der vor sieben Jahren den Hindenburgausschuß auf die Beine stellte. Ich habe nachher festgestellt, daß er den dreiunddreißigsten schottischen Hochgrad der Freimaurerei besaß. Wie mag eigentlich Hindenburg zur Freimaurerei stehen? Sollte er auch Freimaurer sein, dann werden sie begreifen, daß es besonders nach dem letzten Erlaß des Papstes gegen die Freimaurerei für einen katholischen Geistlichen ein Ding der Unmöglichkeit ist, diesen Mann zu wählen, selbst dann, wenn der offenbar weniger unterrichtete höhere katholische Klerus Deutschlands ihn gewählt hat…“

gez.: Dr. W. Engel

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Wenn ein katholischer Geistlicher Hitler wählt, kann jeder gute Katholik, ohne in Gewissenskonflikte zu geraten, dies auch! Wenn er sich klarmacht, daß Hitler allein zu verdanken ist, daß Deutschland bisher vor dem die christliche Kultur zerstörenden, Kirchen und Altäre schändenden Bolschwismus verschont blieb, muß er sogar Hitler wählen.

Daran kann auch nichts ändern, daß von Hitler völlig unabhängige, private Arbeiten von Nationalsozialisten, oder gar dichterische Phantasien Dietrich Eckarts, über Gespräche mit Hitler, die nie stattgefunden haben, Hitler zugeschoben werden, um seine „Religionsbefindlichkeit“ zu beweisen.

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„Hitler – ein Tscheche“

Hitler wurde in Braunau am Inn geboren. Die Gegner, die die Lüge von dem „Tschechen Hitler“ in die Welt setzten, rechneten damit, daß Braunau am Inn mit Braunau in der Tschechoslowakei verwechselt würde. Braunau am Inn liegt an der bayerischen Grenze, nur der Inn fließt dazwischen. Bis zur tschechoslowakischen Grenze sind es demgegenüber 80 Kilometer Luftlinie, also mehr als doppelt so viel als die Entfernung von Dresden zur tschechischen Grenze. Noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gehörte Braunau zu Bayern.

Hitler ist demnach innerhalb des Gebietes von Groß-Deutschland geboren. Beide Eltern sind deutschen Blutes. Sie konnten nicht einmal tschechisch sprechen. (Viele Jahre seiner Jugend brachte Hitler mit den Eltern bereits auf reichsdeutschem Boden, in Passau, zu.) Formell wurde Hitler durch die nationalsozialistische Regierung in Braunschweig vor der Ausstellung zum Reichspräsidentschafts-Kandidaten in den deutschen Staatsverband aufgenommen. Er selbst hatte es stets abgelehnt, eine Reichsregierung um etwas zu bitten, das sie Zehntausenden von galizischen Juden ohne weiteres gewährte und das er selbst sich durch vierjährigen Frontdienst im deutschen Heere während des Krieges längst erworben hatte.

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„Hitler bedeutet Inflation, Streichung der Arbeitslosen-Unterstützung, der Renten und Pensionen, Bürgerkrieg und Chaos“

Diese Behauptungen entspringen der „Halte-den-Dieb“-Taktik der in den Hindenburg-Front vereinten Parteien. Sie wissen genau, daß bei Fortdauer ihres Regimes in gar nicht ferner Zeit der völlige finanzielle Zusammenbruch kommen muß, der seine Schatten in Form der Vorgänge bei den Banken schon vorauswarf. Denn sie wissen, daß eine finanzielle Gesundung nur die Folge einer allgemeinen wirtschaftlichen Gesundung und diese wieder nur die Folge erhöhter Arbeitsleistung der Gesamtheit sein kann. Sie wissen aber auch, daß unter Hindenburg und den von ihnen gestellten Regierungen die Arbeitslosigkeit von 736 000 im Jahre 1924 auf 6 250 000 heute stieg und daß bei Fortdauer dieses Systems der kleinlichen Notverordnungs-Herumdoktorei die ununterbrochene Zunahme der Arbeitslosigkeit anhalten wird. Sie wissen, daß i h r System den finanziellen Zusammenbruch über kurz oder lang nur durch Maßnahmen, die der Inflation verwandt sind, vorübergehend verschleiern kann. Und weil sie dies wissen und für sich selbst keinen Ausweg mehr sehen, versuchen sie abzulenken und dichten Hitler Inflations-Absichten an. Sie verschweigen hierbei wohlweislich, daß Hilferding von der eigenen SPD-Bundesgenossenschaft es war, der die Inflation seinerzeit herbeiführte, wodurch deren alter Programmpunkt im Kampf gegen das „Kapital“, die Enteignung der Besitzenden auf die einfachste Weise und so gründlich erfüllt wurde, daß selbst das bescheidene Mütterlein seinen letzten Spargroschen auf die alten Tage verlor. Zum Dank marschieren heute die „Bourgeois“ Arm in Arm mit den Genossen der SPD, das hierfür verantwortliche System mit der Irreführung durch den Namen Hindenburg zu retten. Sie verschweigen ebenso wohlweislich, daß Hitler es war, der die Inflation seinerzeit voraussagte, der prophezeite, daß die Maßnahmen der Regierung zur Inflation führen müßten und der den Weg wies, die Inflation zu vermeiden.

Die „Hindenburg-Parteien“ wissen, daß der finanzielle Zusammenbruch unter ihrem System die Einstellung der Arbeitslosen-Unterstützung, der Renten- und Pensionszahlungen im Gefolge haben muß, wie bereits die Gefahr des Zusammenbruchs die Kürzung im Gefolge hatte. Die Führer wissen, daß es heute schon Orte in Deutschland gibt, die nicht mehr in der Lage sind, Unterstützungsgelder aufzubringen und die Unterstützungsberechtigten daher mit Ausweisen versehen, wonach die Behörden ersucht werden, die Inhaber nicht wegen Bettelei zu bestrafen(!) Da sie dies wissen und für sich keinen Ausweg mehr sehen, versuchen sie wieder abzulenken und verbreiten die Mär, Hitler wolle die Arbeitslosen-, Renten- und Pensionszahlungen einstellen.

Die Führer der SPD in der „Hindenburg-Front“ wissen genau, daß der finanzielle Zusammenbruch mit der Einstellung der Unterstützungen zum Bürgerkrieg führen muß. Sie haben gar nicht die Absicht, den Bürgerkrieg zu vermeiden. Zur Tarnung verbreiten sie, Hitler habe Bürgerkriegs-Absichten, und die bürgerlichen Bundesgenossen in der „Hindenburg-Front“ helfen fleißig mit, diese Lüge zu verbreiten. Das rote Preußen aber inszeniert eine große Haussuchungs-Aktion gegen die Nationalsozialisten in der Hoffnung, dadurch das Bürgerkriegsmärchen stützen zu können.

Warum aber wollen die Führer der SPD den Bürgerkrieg, der nach dem finanziellen Zusammenbruch ihres Regimes kommen muß, gar nicht vermeiden? Weil der Bürgerkrieg eine Etappe darstellt auf dem Wege zur Verwirklichung ihrer Ziele. Daß diese sich nach wie vor gleich geblieben sind einerseits, beweist folgender Satz, der in dem Blatt „Eiserne Front“ für Mecklenburg vom 6. März 1932 gestanden hat:

„Diese Wahl ist nicht die Entscheidungsschlacht zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Die kann auf unserer Seite gewiß nicht mit der Hindenburg-Parole durchgeführt werden, für sie werden wir uns, wenn die Stunde kommt, einen a n d e r e n Namen wählen.“

Auf deutsch heißt das, der deutsche Bürger muß unter der „Hindenburg-Parole“ die SPD durch die Zeit ihrer höchsten Not retten. Ist die Gefahr, die ihr seitens Hitler droht überwunden, dann bekommt der „Bourgeois“ den verdienten Tritt. Die SPD kann endlich die Entscheidungsschlacht zwischen dem System der allgemeinen Enteignung, dem Marxismus und dem System auf der Grundlage des Privateigentums, des Wirkens der Persönlichkeit durchführen. Allgemeiner Hunger und allgemeine Zwangsarbeit nach russischem Muster wird nach dem Sieg des Marxismus in der „Entscheidungsschlacht“ der Lohn für diejenigen sein, die den Marxismus unter der „Hindenburg-Parole“ retteten.

Wer Scheidemann, Dittmann, Crispien und sonstigen Genossen der „Hindenburg-Front“ eine Freude bereiten will, helfe daher möglichst mit, das Märchen zu verbreiten, Hitler bedeute Inflation, Streichung der Arbeitslosen-Unterstützung, der Renten und Pensionen, Bürgerkrieg und Chaos. Er trägt dadurch bei, mit der Erhaltung des heutigen Systems dies alles herbeizuführen!

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„Hitler – ein österreichischer Deserteur“

Es wurde behauptet, Hitler habe sich in Österreich dem Kriegsdienst entzogen und habe nur deshalb in der bayerischen Armee Dienst getan.

Die Antwort gibt nachstehendes Dokument:

Amt der o.-ö. Landesregierung – Landesevidenzreferat, Zahl 786

Amtsbestätigung:

Es wird bestätigt, daß der am 20. April 1889 in Braunau am Inn geborene und in Linz, Oberösterreich, heimatberechtigte Adolf Hitler, Sohn des Alois und der Klara, geborenen Plötzl, laut Stellungsliste bei der Nachstellung in der 3. Altersklasse am 5. Februar 1914 zu Salzburg „zum Waffen- und Hilfsdienst untauglich, zu schwach“ befunden worden ist und der Beschluß auf „Waffenunfähig“ gefällt wurde.“

Linz, den 23. Februar 1932
gez.: Opitz, Oberst.

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Selbstverständlich meldete sich Hitler, als er bei Kriegsbeginn in München war, sofort als Kriegsfreiwilliger und machte auf Grund besonderer Genehmigung des Königs von Bayern den Krieg in der bayerischen Armee von Anfang bis Ende mit. Der Frontdienst wurde nur durch zweimalige Verwundung unterbrochen.

„Hitler – ein Drückeberger“

Die Partei, welche in der ersten Zeit nach der Revolution zusammen mit der wieder in ihren Reihen aufgegangenen USPD es als besondere Ehre bezeichnete, Drückeberger oder sogar Deserteur zu sein, erfand kurz vor der Reichspräsidentenwahl die Lüge, Hitler habe sich von der Front gedrückt. Besonders sei er immer in Fournes „weit vom Schuß“ gewesen. Gegen das betreffende Pamphlet der SPD wurde eine einstweilige Verfügung erwirkt. In der anschließenden Gerichtsverhandlung mußte der Richter auf Grund einer erdrückenden Zahl eidesstattlicher und direkter eidlicher Zeugen-Aussagen von Hitlers Mitkämpfern aller Dienstgrade feststellen, daß die Behauptungen unwahr sind.

Nachstehend Auszüge aus einigen der eidesstattlichen Aussagen:

„… Hervorheben möchte ich, als ich beim Sturm auf das beilförmige Waldstück (später Bayerwald genannt) aus dem Walde bei Wytschäte heraustrat, um den Verlauf des Angriffes besser beobachten zu können, sich Hitler und eine andere Gefechtsordonanz des Regimentsstabes, der Kriegsfreiwillige Bachmann, vor mich hinstellten, um mich mit ihrem Leibe vor dem Maschinengewehrfeuer, dem ich ausgesetzt war, zu schützen.“

gez.: Engelhardt,
Generalmajor a. D.,
früher Kommandeur des Bayer. R.-I.-R. 16 (List).

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„… Ich kann dem ehem. Gefreiten Hitler für seine hervorragenden Dienstleistungen nur das größte Lob aussprechen. Fournes war ein Ort hinter dem Gefechtsabschnitt des Regiments, welcher als Ruhequartier für das jeweils abgelöste Bataillon diente und auch zugleich der Sitz des Regimentstabs in ruhigen Perioden war. Der Ort lag immer in der Gefahrenzone und wurde häufig und ziemlich stark beschossen. Bei Kampfhandlungen wurde die Befehlsstelle des Regiments nach dem etwa ¾ Stunden weiter vorn gelegenen Ort Fromelles verlegt. Vom Sitz der Regimentsbefehlsstelle aus mußten die erwähnten Dienstleistungen nach vorne bis zu den Kampftruppen ausgeführt werden. Diese Gänge lagen oft im feindlichen Maschinengewehr- und Artilleriefeuer. Ich kann mich nicht erinnern, daß Hitler während meiner Regimentsführung irgendwann auf seinem Posten gefehlt hätte. Die erworbenen Auszeichnungen kann Hitler mit voller Berechtigung und stolz tragen…“

gez.: Spatny, Oberst a. D.,
früher Kommandeur des
Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

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„Herr Adolf Hitler war als Gefreiter Meldegänger im Regimentsstab und hat sich der schweren Pflicht eines solchen jederzeit nicht nur willig, sondern mit Auszeichnung unterzogen. Dabei wird hervorgehoben, daß das Regiment List, wie aus der Geschichte des Regiments zu ersehen ist, an den schwierigsten Stellen der Front und in häufigen Großkämpfen eingesetzt war…“

gez.: Baligand, Oberst a. D.,
letzter Kommandeur des
Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

„… Für besonders gefahrvolle Momente wurden von mir oft Freiwillige angefordert und als solcher hat sich bei jeder Anforderung Hitler regelmäßig und ohne Zögern gemeldet.

Jeden Auftrag hat Hitler mit Einsatz seiner ganzen Person und bis zu dessen vollständiger Durchführung ausgeführt…“

gez.: Bruno Horn,
Lt. d. R. u. Ord.-Off. Beim
Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

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„… Hitler hat niemals auch nur im geringsten gezögert, auch nur den schwersten Befehl auszuführen, er hat vielmehr oft und oft die gefährlichsten Meldegänge für seine Kameraden übernommen.

Die zum Regimentsstab als Meldegänger abgeordneten Soldaten wurden unter den zuverlässigsten Leuten ausgesucht, weil der Dienst des Meldegängers in den Schlachten und Gefechten des Regiments Männer mit eisernen Nerven und kühlem Kopf verlangten. Hitler hat immer und überall seinen Mann gestellt und hat nach seiner schweren Oberschenkelverwundung sich sofort beim Ersatzbataillon kurz nach der Rückkehr aus dem Lazarett freiwillig wieder zum Regiment gemeldet…“

gez.: Max Amann,
ehem. Vizefeldwebel beim
Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

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„… Der Gefreite Adolf Hitler ist mir auf dem Wege von und zu den Stellungen oftmals als Meldegänger begegnet. Wer den Dienst als Meldegänger kennt – und denselben kennt jeder an der Front gestandene Soldat -. weiß, was es heißt, täglich Tag und Nacht durch das Artilleriefeuer und nach rückwärtsgelegtes Machinengewehrfeuer hindurchzugelangen…“

gez.: Joseph Lohr,
Off.-Stellv. Beim Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

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„… Wahr ist, daß Hitler bei einem Meldegang trotz Gasmaske durch das schwere Gas-Granatfeuer vergiftet wurde, nahezu erblindete…“

gez.: Jakob Weiß,
Unt.-Off. Beim Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

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„… Das E.K. I erhielt Hitler im Frühjahr oder Sommer 1918 für seine hervorragenden Meldegängerleistungen bei der großen Offensive 1918, insbesondere für die persönliche Gefangennahme eines französischen Offiziers mit etwa 15 Mann, denen er auf einem seiner Meldegänge sich plötzlich gegenüber befand und die infolge seines geistesgegenwärtigen, entschlossenen Handelns die Waffen streckten.

Hitler galt bei den Meldegängern und weit darüber hinaus bei dem Regiment für einer der besten und tapfersten Soldaten.“

gez.: Ernst Schmidt,
vom Nov. 1914 bis Okt. 1918 beim Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

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Die Sensation des Prozesses bildete die Aussage von Hitlers Regimentskameraden Michel Schlehuber, einem Sozialdemokraten, der seit 35 Jahren Gewerkschaftler ist und von der Gegenseite (!) als Zeuge angeführt wurde:

„Ich kenne Hitler seit Ausmarsch des Bayer. R.-I.-R. 16. Ich habe Hitler als einen guten Soldaten und tadellosen Kameraden kennengelernt. Ich habe nie beobachtet, daß Hitler sich irgendwie vom Dienst gedrückt oder der Gefahr entzogen hätte.

Ich war vom Ausmarsch bis zum Heimmarsch innerhalb der Division und habe ich (auch) später bis zum Schluß nie etwas Nachteiliges über Hitler gehört. Ich war erstaunt, später in den Zeitungen Ungünstiges über die Leistungen Hitlers als Soldat zu lesen.

Ich stehe Hitler politisch vollständig fern und gebe dieses Urteil nur ab, weil ich Hitler als Kriegskameraden hoch schätze.“

gez.: Michel Schlehuber

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„Hitler kann seine Versprechungen nicht halten!“

Hitler verspricht nichts und hat nie etwas versprochen. Eine Unzahl seiner Reden begann er damit, daß er erklärte, nicht in der glücklichen Lage der Redner anderer Parteien zu sein, die z. B. nur vor Bauern redeten und demgemäß diesen höhere Preise für ihre Produkte versprechen, oder nur vor Städtern reden und demgemäß niedrige Lebensmittelpreise in Aussicht stellen, die vor Beamten höhere Gehälter, vor Arbeitnehmern höhere Löhne, vor Arbeitgebern geringere Löhne, sämtlichen Steuersenkungen versprechen. Er habe Angehörige aller Stände und Berufe des deutschen Volkes in seinen Versammlungen, und er wisse obendrein, daß die Versprechungen der anderen doch nicht gehalten werden könnten, weil sie einander ausschlössen. „Ich stelle – so sagte er – für den neuen Staat nur eines in Aussicht: Arbeit, Arbeit und wieder Arbeit; denn wir sind ein armes Volk geworden! Allerdings solle dann auch jeder arbeiten können, der arbeiten will, und jeder soll wissen, wofür er arbeitet – das Ergebnis seines Schaffens soll jedem selbst wieder zugute kommen.“

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„Alle berufstätigen Frauen werden durch Hitler brotlos!“

Dieses wurde als besonders wirkungsvolle Wahllüge verbreitet, unter Fälschung des Ausspruchs eines nationalsozialistischen Redners. Selbstverständlich denkt Hitler gar nicht daran, die berufstätigen Frauen plötzlich auf die Straße zu setzen. Er weiß, daß volkswirtschaftlich genommen, die Wirkung sich ziemlich gleich bleibt, ob einige Millionen Männer oder einige Millionen Frauen mehr arbeitslos sind. Er weiß, daß es sogar der Wirtschaft und dem Staatsapparat nicht dienlich wäre, wenn geschulte, eingearbeitete weibliche Kräfte, die sich für einen Teil iher Berufe vielleicht sogar besser eignen als Männer, plötzlich ausschieden. Er weiß, daß bei der heutigen Wirtschaftslage die Männer nicht plötzlich Frauen ernähren können, die bisher ihr eigenes Brot verdienten. Er weiß, daß kinderreiche Familien, Kriegsinvalide mit einer Hungerrente und viele mehr nicht auf das ohnehin meist spärliche Einkommen der Frau heute verzichten können, wenn sie nicht als letzten Ausweg die ungeheure Zahl der freiwillig aus dem Leben Geschiedenen vermehren wollen.

Hitler wird nicht im Stile der 4-Pfennig-Notverordnungen an den Erscheinungen herumdoktern, sondern die Übel an der Wurzel fassen. Das heißt für die Wirtschaft der Gesamtheit wie der Einzelnen das Arbeitslosenheer wieder eingliedern in den Produktions-Prozeß.

„Hitler doch nur ein Dilettant“

Das sagen die gleichen Bürger und schreiben die gleichen „nationalen“ Zeitungen, die einst den ehemaligen Sattlermeister Friedrich Ebert als vollwertigen Präsidenten des Deutschen Reiches anerkannten und nicht genug von seiner „staatsmännischen Bedeutung“ erzählen konnten. Die gleichen, die Hindenburg für eines der größten Genies halten, das sich auf allen Gebieten sein eigenes Urteil zu bilden vermöge, während er selbst in seinen Lebenserinnerungen schreibt, daß er nie ein anderes Buch als ein militärisches gelesen habe.

Ein ehemaliger Kaiserlicher Gesandter, also gewiß kein politischer Laie, urteilt über Hitler wie folgt:

„Es war mir zweimal vergönnt, Adolf Hitler persönlich länger sprechen zu können. Diese beiden Unterredungen werden mir unvergeßlich sein.
Ich halte Hitler für einen politischen Kopf von ganz außergewöhnlicher Bedeutung. Was andere in mühsamen Arbeiten zu erringen erstreben, ist ihm angeboren.
Überraschend ist sein feines Fingerspitzengefühl für auswärtige Politik, das ihm instinktmäßig die richtige Entscheidung treffen läßt…“

Burg Rotenberg. Wiesloch-Land, Baden. 10. März 1932.
gez.: Franz von Reichenau,
Kaiserlicher Gesandter a. D., Wirkl. Geheimrat.

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Man lege sich doch die Frage vor, was von größerer politischer Begabung zeugt, wie Hindenburg einen Young-Plan unterschrieben und gleichzeitig vorausgesagt zu haben, daß dieser Besserung auf der ganzen Linie für Deutschland bringt, oder wie Hitler, unter Ablehnung dieses Planes in allen Einzelheiten die Folgen für Deutschland richtig prophezeit zu haben. Abgesehen von dem Befähigungsnachweis, den es bedeutet, als völlig Unbekannter, ohne Kapital, allen Widerständen und Verfolgungen zum Trotz, aus 7 Mann die anerkannt bestorganisierte politische Bewegung Deutschlands geschaffen zu haben, der heute über 11 Millionen, d. h. fast ein Drittel aller wahlberechtigten Deutschen die Stimme gaben, während in der sog. Hindenburg-Front 16 (!) Parteien aufgeboten werden mußten, um Hitlers Sieg zu verhindern.

Es dürfte bekannt sein, daß die einst ebenso „schwerwiegenden Bedenken“ des italienischen Bürgertums hinsichtlich des „Dilettanten“ Mussolini verstummt sind. Mussolini aber äußerte nach den Reichstagswahlen von 1930: „Hitler ein großer Führer, ein großer Organisator.“

Beantwortung stets wiederkehrender Fragen

Warum der Name „Nationalsozialisten“?

Hitler sagt:

Ihr könnt nicht wahre Nationalisten sein, ohne Sozialisten zu sein; Ihr anderen könnt nicht wahre Sozialisten sein, ohne Nationalisten zu sein.”

Nationalist sein heißt, sein eigenes Volk mehr lieben als alle übrigen Völker und sorgen, daß es sich ihnen gegenüber zu behaupten vermag. Damit sich dieses Volk aber der übrigen Welt gegenüber zu behaupten vermag, muß ich wünschen und sorgen, daß jedes Glied gesund ist, und es jedem einzelnen und damit der Gesamtheit so gut wie möglich geht. Dann aber bin ich Sozialist!

Und ich kann nicht Sozialist sein, ohne mich dafür einzusetzen, daß mein Volk sich gegenüber den Übergriffen der anderen Völker im Kampf um die Grundlagen des Lebens zu schützen vermag und ohne für die Größe meines Volkes einzutreten und somit Nationalist zu sein. Denn die Kraft und Bedeutung meines Volkes ist die Voraussetzung für das Wohlergehen des einzelnen.

Somit seid Ihr aber beide Nationalsozialisten.“

Warum wählen die Nationalsozialisten nicht Hindenburg?

Weil Hindenburg es durch seinen Minister Brüning verhindert, daß eine Regierung kommt, die es von Grund auf besser als die bisherigen macht und die dem derzeitigen Willen des Volkes entspricht.

Weil er es verhindert, daß ein neuer Reichstag gewählt wird, der eine solche Regierung ermöglichen würde.

Kurz, weil Hindenburg es verhindert, daß auf Grund von Neuwahlen eine nationalsozialistische Regierung ans Ruder kommt, obwohl die Nationalsozialisten heute die stärkste Partei Deutschlands sind.

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Was gibt uns die Gewähr, daß es unter einer nationalsozialistischen Regierung besser wird?

An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen! Bisher haben die Nationalsozialisten in der Stadt Koburg, und in den Ländern Thüringen und Braunschweig regiert.

Sie erlitten dort nicht Schiffbruch, wie die Gegner gehofft und vorausgesagt hatten.

Es entstand kein Bürgerkrieg, wie die Gegner gehofft und vorausgesagt hatten.

Die Finanzen brachen nicht zusammen, wie die Gegner gehofft und vorausgesagt hatten.

Im Gegenteil: In Thüringen wurde durch die nationalsozialistische Regierung der Staatshaushalt ausgeglichen – zum erstenmal und im einzigen Land Deutschlands seit der Revolution.

Die Leistungen der nationalsozialistischen Regierungen wurden demgemäß auch von denen anerkannt, die bisher nationalsozialistische Regierungen mit Mißtrauen betrachtet hatten. Der beste Beweis ist das unerhörte Ansteigen der nationalsozialistischen Wählerzahlen in den Gebieten nationalsozialistischer Regierungen.

Seit der Regierungsübernahme durch die Nationalsozialisten stiegen die nationalsozialistischen Stimmen in Koburg von 5143 (bereits absolute Mehrheit) auf 8345, in Thüringen von 90 236 auf 333 000, in Braunschweig von 67 900 auf 124 360.

Das war die Antwort der Wähler, die Gelegenheit hatten, das Regieren der Nationalsozialisten zu beobachten und zu prüfen.

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Hat Hitler genügend geschulte Kräfte, um alle wichtigen Stellen damit besetzen zu können?

Hitler denkt gar nicht daran, etwa in erster Linie nur Angehörige seiner Partei mit Posten zu betrauen. Er hat oft genug betont – nicht zuletzt Parteien und Verbänden gegenüber, die ihre „Ansprüche“ anmelden wollten -, daß er vor allem hervorragende Fachleute, Männer, die wirklich etwas von ihren Aufgaben verstehen, einsetzen wird, ohne Rücksicht darauf, welcher Partei sie angehören und angehört haben. Männer, die sich bisher schon bewährten, werden daher auch ruhig in ihrem Amte bleiben.

Hitler will nicht, daß mit dem deutschen Volk nochmals Experimente gemacht werden. Von den Experimenten der Hindenburg-Parteien, denen wir Inflation, Verarmung und Wirtschaftszusammenbruch verdanken, haben wir reichlich genug!

Historische Übersicht

Adolf Hitler

wurde geboren am 20. April 1889 zu Braunau am Inn, einem einst altbayerischen Städtchen.

Der Vater hatte sich als Waise vom armen Bauernjungen zum Zollbeamten emporgearbeitet. Die Mutter stammte ebenfalls aus einer deutschen Bauernfamilie. Mit 13 Jahren verliert er den Vater, mit 17 Jahren die Mutter. Adolf Hitler besucht damals nach der Volksschule die Realschule in Linz an der Donau. Er soll nach Wunsch des Vaters Staatsbeamter, will aber nach eigenem Wunsch Künstler werden. Der Tod der Mutter zwingt ihn, sofort selbst das tägliche Brot zu verdienen.

Hitler geht mit 17 Jahren nach Wien, versucht sich zum Architekten auszubilden und erwirbt sich dabei den Lebensunterhalt aus eigener Kraft, zunächst als Bauarbeiter, Betonmischer, später als Zeichner und Kunstmaler für Architekturen. Mit 18 Jahren nimmt er bereits Anteil am politischen Leben, wird Anti-Marxist, ohne aber irgendwie führend hervorzutreten. Hitler ist seit seiner Jugend fanatischer Nationalist und versucht die sozialen Erfahrungen seiner Arbeiterzeit mit seiner nationalistischen Überzeugung zu vereinen. Er leidet jahrelang in Wien schwere und bittere Not.

1912 übersiedelt er nach München, lernt und studiert. Er hat keine Jugend des Vergnügens gekannt, sondern seit dem Tage, da er mit 50 Kronen von zu Hause fortging, nur Arbeit und Entbehrungen.

1914 wird er im Februar bei einer Nachstellung endgültig vom österreichischen Heeresdienste befreit. 6 Monate später bricht der Weltkrieg aus.

Er meldet sich sofort zum Eintritt in die deutsche Armee und erhält durch ein Immediatgesuch an König Ludwig von Bayern die Erlaubnis, als Kriegsfreiwilliger in ein bayerisches Regiment einrücken zu dürfen. Am 10. Oktober 1914 marschiert das neue Regiment aus.

Am 2. Dezember 1914 erhält der 25jährige Kriegsfreiwillige schon das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

Infolge der bei dem Sturm auf den „Bayernwald“ und bei den übrigen Kämpfen in der Gegend von Wytschäte bewiesenen Tapferkeit erhält er den Befehl, Dienst als Meldegänger zu tun, der besondere Anforderungen an Mut und Zuverlässigkeit stellte, da die Meldungen oft durch schwerstes Feuer über freies Gelände getragen werden mußten. Bald ist sein Name im Regiment über den engeren Kreis seiner Kameraden hinaus bekannt.

Am 7. Oktober 1916 wird er durch Granatsplitter verwundet. Im März 1917 rückt er wieder zum Regiment ein. Er erhält eine Reihe weiterer Auszeichnungen, darunter ein Regiments-Diplom für hervorragende Tapferkeit in den Kämpfen bei Fontaines, endlich das Eiserne Kreuz 1. Klasse.

Am 14. Oktober 1918 wird er mit zahlreichen Kameraden seines Regiments durch das von den Engländern zum ersten Male angewendete Gelbkreuzgas schwer verletzt und verfällt vorübergehend der Erblindung. Während er im Lazarett liegt, bricht die Revolution aus.

Nun beschließt Hitler, Politiker zu werden.

1919 tritt er in einen kleinen Verein von 6 Mann ein und gründet aus ihm die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Er skizziert in großen Zügen das Programm der neuen Bewegung, legt ihre Ziele und ihr Wesen fest.

Der Anfang: S i e b e n M a n n.

Im September 1919 spricht Adolf Hitler zum ersten Male vor 7 Mann, dann vor 11 Zuhörern, vor 25, vor 47, im Dezember schon vor 111, im Jan. 1920 vor 270, bald vor 400; am 14. Nov. 1920 in der ersten wirklichen Massenversammlung vor 1700. Adolf Hitler organisiert die Propaganda der jungen Partei, die nach einjähriger Tätigkeit 64 Mitglieder zählt. Ein Jahr später – 1920 – ist diese Zahl schon auf 3000 angewachsen. Hitler steigert die Versammlungstätigkeit in München so, daß er endlich allwöchentlich dreimal in Massenversammlungen redet, jeden Montag einen Sprech- und Schulungsabend abhält. In erster Linie wendet er sich immer wieder

gegen den Wahnsinn von Versailles

und tritt schärfstens den Behauptungen der Marxisten, des Zentrums usw. entgegen, daß dieser Vertrag erfüllt werden könnte. Auch prangert er die Parole dieser Parteien, „liefert die Waffen ab, dann werden die anderen auch abrüsten“ an. Er sagt voraus, daß nach Ablieferung der Waffen die anderen erst recht rüsten werden – statt mit dem eigenen Gelde, mit den vom nun ganz wehrlosen deutschen Volk erpreßten Milliarden. Ebenso wie er sich gegen die Propaganda von S.P.D. und Zentrum für Unterzeichnung der Verträge wandte, weil sonst das Ruhrgebiet besetzt würde, mit der Prophezeiung, daß das Ruhrgebiet auf alle Fälle besetzt würde, ganz gleich, was wir unterzeichneten.

1921

Die ersten Ortsgruppen werden gegründet: in Rosenheim und Landshut. Hitler organisiert die erste Schutzabteilung der Partei und beginnt den Kampf gegen separatistische Bestrebungen in Bayern. 1921 spricht der Führer vor über 5000 Menschen im Zirkus zu München.

Er erklärt in seinen Versammlungen, das „Erfüllen“ der Verträge führe nicht dazu, daß, wie die S.P.D., Zentrum und Volkspartei behaupten, die deutsche Wirtschaft inzwischen in Ruhe wieder aufgebaut werden könnte, sondern die Folge des Erfüllungswahnsinns müsse eine Inflation größten Stils sein, mit unermeßlichen Schäden für die deutsche Wirtschaft. Hitlers Behauptung, die schwarz-rote Regierung plane die Entstaatlichung der Reichsbahn, wurde als „gewissenlose Lüge“ zurückgewiesen.

Der Versuch einer inneren Partei-Revolte scheitert. Hitler entwirft das neue Parteistatut und erhält daraufhin diktatorische Vollmacht.

Die Sozialdemokratie, die Hitlers Namen nicht mehr verschweigen kann, versucht nunmehr, den verhassten Mann durch Terror zu erledigen. Blutige Versammlungsschlachten, in denen die eisernen Nerven des Führers die Oberhand behalten. Eine unerschütterliche Garde bildet sich in ihnen und nennt sich von da ab Sturmabteilungen.

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1922

Die Eroberung Münchens schreitet weiter fort, während sich zugleich die Bewegung im übrigen Bayern auszubreiten beginnt. Adolf Hitler weist alle Versuche, auf dem Wege von Kompromissen Zusammenschlüsse mit anderen Parteien durchzuführen, zurück. Er zertrümmert langsam alle ähnlichen „völkischen“ Parteigebilde und verschafft der nationalsozialistischen Bewegung die Führung über sie.

Oktober 1922 marschiert Adolf Hitler mit 800 Mann nach Koburg und bricht dort in zweimal 24 Stunden zum ersten Male vollständig den roten Terror.

Adolf Hitler stellt in dieser Zeit öffentlich fest, daß wir uns mit Riesenschritten der von ihm lange vorausgesagten Inflation als Folge der Politik der schwarz-roten Koalition nähern. Er wird zum gefährlichsten und gehaßtesten Feind des Systems.

Sie Sozialdemokratie und das Zentrum beginnen die sachliche Diskussion mit dem Nationalsozialismus aufzugeben und werfen sich auf das Gebiet der Verleumdungen.

1923

Im Januar 1923 findet der erste große Parteitag statt, die ersten Standarten werden geweiht. Die S.A. Erhält ihre straffe Gliederung.

Die Propaganda der Partei wird erneut überprüft und verbessert, die Organisation erhält ihre auch heute noch gültigen Grundlagen. Um Adolf Hitler haben sich unterdes zahlreiche Mitkämpfer geschart, die zum großen Teil auch heute noch seine unerschütterlichen Kampfgenossen bilden. Hitler wird inzwischen immer schärfer verfolgt, wandert

zum ersten Male ins Gefängnis

wegen Störung gegnerischer Kundgebungen, erhält unausgesetzt Geldstrafen, ohne aber seinen Kampf gegen das System damit auch nur einen Augenblick aufzugeben.

Im Sommer 1923 beginnt Adolf Hitler den roten Terror in den meisten bayerischen Städten zu brechen. Regensburg, Hof, Bayreuth, Nürnberg, Fürth, Ingolstadt, Würzburg, Schweinfurt werden – zum Teil nach blutigsten Straßenkämpfen – den sozialdemokratischen und kommunistischen Terrortruppen abgerungen.

Der Kampf Hitlers gegen die unfähige Reichsregierung führt zu schärfsten Auseinandersetzungen. Er prophezeit die Zwecklosigkeit des von der Regierung schwächlich geführten Ruhr-Widerstandes, wendet sich unausgesetzt gegen die sinnlose Verständigungspolitik mit Frankreich und gegen die Erfüllungspolitik. Er weist ständig auf die Notwendigkeit einer Verständigung mit Italien und England hin.

November 1923 versucht Adolf Hitler das System zu stürzen. Die Erhebung mißlingt. Adolf Hitler wird verhaftet.

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1924

März 1924 findet in München der große Prozeß statt. Er endet mit der sachlichen Beurteilung des Führers, aber mit einer überwältigenden moralischen Rechtfertigung. Die Wirkung der Darlegungen Hitlers auf das Gericht ist derart, seine Erklärung der alleinigen ausschließlichen Verantwortlichkeit so eindrucksvoll, daß die Anklagerede des Staatsanwalts zu einer unerhörten Ehrenrettung wird, das Urteil der Richter aber Bewährungsfrist ausspricht.

Die nationalsozialistische Partei leidet unter dem Verlust ihres Führers. Die Gegner sind überzeugt, daß sie nunmehr vernichtet ist und unterzeichnen daher beruhigt den verbrecherischen Dawes-Pakt. Durch ihn wird die im Young-Plan auf die Spitze getriebene Ausplünderung Deutschlands systematisch eingeleitet. Sozialdemokraten und Zentrum triumphieren! Das Ziel der deutschen Versklavung scheint erreicht zu sein!

Vergeblich läßt Hitler durch seine in Freiheit befindlichen Gefährten gegen den Dawes-Pakt Front machen. Vergeblich läßt er die Versprechungen des Zentrums, der S.P.D. und der Volkspartei, die Wirtschaft käme durch die Auslandskredite des Planes in Schwung, die Arbeitslosigkeit würde nachlassen, die Löhne und Gehälter würden steigen, die Steuern gesenkt, die Landwirtschaft gerettet, als Volksbetrug bezeichnen. Vergeblich läßt er darauf hinweisen, daß der Dawes-Pakt das Elend erhöhen müsse, weil die Zinsen der Kredite die Wirtschaft lähmen, während die Kredite selbst ja doch nur zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen aus dem Plane dienten; Konkurse und Arbeitslosigkeit würden zunehmen, die Steuern erhöht, Gehälter und Löhne gesenkt. Die Preise würden weiter steigen, die Landwirtschaft durch Zwangsversteigerung dem völligen Ruin entgegengehen.

Am 20. Dezember verläßt Hitler die Festung.

1925

Schon am 27. Februar 1925 ruft Adolf Hitler zur Neugründung der Partei auf und spricht zum ersten Male nach seiner Haftentlassung wieder vor 4000 Menschen.

Da die nationalsozialistische Bewegung nach dem 9. November 1923 aufgelöst worden war, und ihr gesamtes Vermögen sowie ihre ganzen Werte konfisziert wurden, beginnt Adolf Hitler ohne die geringsten Mittel, die Partei wieder von unten auf auszubauen. Der „Vorwärts“ und die „Germania“ in Berlin lachen ob dieses Versuches und spotten über den durch die „Festungshaft verrückt gewordenen Narren“. Der Neuaufbau der Partei vollzieht sich aber unter Hitlers Führung in großer Schnelligkeit. Die alten Führer stellen sich ihm sofort wieder in Treue zur Verfügung. Hitler bringt die Parteipresse neuerdings zum Erscheinen.

Im Dezember 1925 zählt die Partei 27 000 Mitglieder.

Erschreckt verbieten nunmehr Zentrum und Sozialdemokraten dem Führer auf über zwei Jahre das Reden.

1926

Im Juni 1926 findet der erste Parteitag nach Hitlers Festungshaft statt.

Die bürgerliche Welt ist überzeugt, daß die Erfüllungspolitik Deutschland rettet, der Dawes-Pakt die Wirtschaft neu belebt. Die Marxisten sind überzeugt, daß ihre Herrschaft nicht mehr erschüttert werden kann.

Reichspräsident von Hindenburg trennt sich von seinen Wählern und marschiert ab nun mit Zentrum und S.P.D.

Die Partei steht im dauernden Kampf, zählt aber im Dezember 1926 über 49 000 Mitglieder.

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1927

Hitlers Redeverbot, das nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, wird wieder aufgehoben. Der Führer spricht in unzähligen Massenversammlungen. Die Partei konsolidiert sich von Monat zu Monat mehr.

Die allgemeine Entwicklung gibt Hitler immer schärfer recht. Der Dawes-Plan ist entlarvt, seine Folgen sind furchtbar. Sozialdemokraten und Zentrum versuchen durch Lügen und Verleumdungen zu retten, was zu retten ist.

Im August ruft Hitler zum Parteitag in Nürnberg auf, der mit einem großen Erfolge endet.

Im Dezember 1927 zählt die Partei 72 000 Mitglieder.

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1928

Adolf Hitler führt die Partei in immer schärferem Kampf gegen das heutige System. Der Nationalsozialismus ist der grimmigste Feind der Zerstörer Deutschlands innen und außen geworden. Hitler wendet sich vor allem gegen die irrsinnige Vernichtung des Bauernstandes und des Mittelstandes. Er prophezeit daraus katastrophale Folgen für den Binnenmarkt. In Hunderten von Versammlungen erklärt er wieder und wieder die Erfüllungspolitik für Wahnsinn, ihre Folgen als zerstörend und vernichtend für die deutsche Wirtschaft! Sozialdemokratie und Zentrum spotten, lachen oder höhnen und versuchen sich durch eine steigende Zahl von Lügen und Verleumdungen persönlicher Art zu rächen.

Im Dezember 1928 beträgt die Mitgliederzahl 108 000. Im Deutschen Reichstag besitzt die junge Partei nunmehr 12 Abgeordnete.

1929

Adolf Hitler setzt den Kampf gegen das System unermüdlich fort, die Presse wird ausgebaut, die S.A. dauernd vergrößert, S.S.-Formationen werden verstärkt, die Propaganda wird vertieft. Die Vergeistigung der nationalsozialistischen Lehre macht große Fortschritte.

Am 4. August findet der zweite Parteitag in Nürnberg in riesigen Ausmaßen statt. Hitler führt den Kampf gegen das schwarz-rote System mit immer mehr Schärfe und gilt unumstritten als der prägnanteste Führer der Anti-Demokratie. Alle Versuche, ihm die Führung der Partei aus den Händen zu winden, scheitern.

Dezember 1929 zählt die Partei 178 000 Mitglieder.

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1930

Es tobt der Kampf gegen den Young-Plan. Hindenburg tritt in entschiedenster Weise für den Youngplan ein, von dem er behauptet, daß durch ihn Deutschland gerettet wird, die deutsche Wirtschaft aufblühen werde, die Arbeitslosigkeit zurückginge, der Bauer aufatmen würde und die Steuern erleichtert werden könnten.

Adolf Hitler bezeichnet diese Auffassungen als unwirklich und verhängnisvoll, er prophezeit das Gegenteil. Seine Partei hat in ungeheuren Massenkämpfen die Aufklärung der Nation übernommen.

Die Gegner antworten mit einer ungeheuren Lügenflut.

Am 14. September 1930 finden die Reichstagswahlen statt. Die Partei erhält übe 6 ½ Millionen Wähler und 107 Abgeordnete. Die innere Organisation ist fester geworden denn je, von außen hineingetragene Versuche kleiner Rebellionen werden von Hitler blitzschnell unterdrückt und die nicht bedingungslos Gehorchenden ausgeschlossen.

Das Zentrum, das sich unterdes der S.P.D. auf Gedeih und Verderb ausgeliefert hat, beginnt die Kirche gegen Adolf Hitler mobil zu machen. Zentrums-Priester und Zentrums-Bischöfe führen einen fanatischen Kampf gegen die nationalsozialistische Bewegung, schließen ihre Mitglieder von den Sakramenten aus, ja, verweigern ihnen am Ende sogar das christliche Begräbnis. Hitler verharrt unerbittlich bei seiner Überzeugung, daß das Zentrum Deutschlands Verderben ist und führt den Kampf dagegen mit noch größerer Entschlossenheit als vorher. Er weist jeden Versuch, von ihm eine Erklärung zu erpressen, schroff zurück.

Im Dezember 1930 zählt die Partei 389 000 Mitglieder.

1931

Der Kampf gegen den Youngplan wird fortgeführt. Die von Hitler vorhergesagten Folgen treten indes ein.

Die Regierung beginnt mit Notverordnungen zu arbeiten, sie glaubt, durch sie die Wirtschaft retten zu können. Es folgen schärfste Auseinandersetzungen, in denen Adolf Hitler die verhängnisvollen Folgen dieser Politik wieder genauestens vorhersagt und nach wenigen Monaten, ja oft schon nach wenigen Wochen, recht behält.

Unzählige nationalsozialistische Zeitungen sind unterdes gegründet worden, der Zentralverlag der Partei hat sich allmählich zu einem der größten Unternehmen seiner Art entwickelt. Die Organisation ist im Laufe der Zeit gewaltig ausgebaut worden, die S.A. hat sich progressiv entwickelt. Die Gegner überschlagen sich in Lügen; man läßt sich sogar bestellte Arbeit aus Frankreich liefern.

Am Ende des Jahres 1931 beträgt die Mitgliederzahl der Hitlerpartei 806 000, einen Monat später 862 000, wieder einen Monat später 920 000. Sie wird wohl am Tag der Wahl rund eine Million Mitglieder und ungezählte Millionen Wähler umfassen.

Der einst arme, mittellose Arbeiter und spätere deutsche Frontsoldat hat damit in knapp 13 Jahren die größte politische Organisation aufgebaut, die Deutschland je besaß. Die Gegner aber haben gegen diesen Mann kein anderes Kampfmittel mehr, als Lügen und Verleumdungen! So wie dieser Mann aber trotz aller Lügen bisher immer siegte, wird auch dieses Mal der Sieg mit ihm sein!

Denn wer hat jemals in Deutschland in 12 Jahren aus nichts gegen alle Widerstände der Parteien, der Hochfinanz, des Kapitals, der Presse, der öffentlichen Meinung, der Bürokratie, gegen Lüge, Terror und blutige Verfolgung ein ähnliches Werk geschaffen?

Dieser Mensch ist kein Kind einer Protektion, sondern seit seinen Knabenjahren im höchsten Sinn des Wortes ein Mann aus eigener Kraft!

……….

Verlag Frz. Eher Nachf., GmbH, München,
Druck: Münchener Druck- und Verlagshaus, G. m. b. H., beide in München.

Hier das Original in PDF

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Es wurden bei der Abschrift nach Möglichkeit die Original-Rechtschreibung und alle Original-Hervorhebungen beibehalten.

Annette

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 Aufruf an alle Leser: Bitte unbedingt lesen, entweder das Original in PDF oder hier online!

Dieses Büchlein ist mit Sicherheit eine der wertvollsten, uns heutigen Nationalsozialisten, erhalten gebliebene Dokumentation über den damaligen Kampf Adolf Hitlers und die Entwicklung seiner Partei!

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Historische Tatsachen – Nr. 6 – Hans Kehrl – Realitäten im Dritten Reich

Das komplette Heft “Historische Tatsachen” Nr. 6 von 1979 inklusive Fotos kann hier heruntergeladen und abgespeichert werden:

Historische Tatsachen – Nr. 6 – Hans Kehrl – Realitäten im Dritten Reich

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Hans Kehrl – Realitäten im Dritten Reich
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Aus den “Regeln für die politisch-psychologische Subversion”, die der Chinese Sun Tsu etwa 500 v. Christi Geburt aufgestellt hat:Die höchste Kunst besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne Kampf auf dem Schlachtfeld zu brechen. Nur auf dem Schlachtfeld ist die direkte Methode des Krieges notwendig; nur die indirekte kann aber einen wirklichen Sieg herbeiführen und festigen.

  • “Die höchste Kunst besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne Kampf auf dem Schlachtfeld zu brechen. Nur auf dem Schlachtfeld ist die direkte Methode des Krieges notwendig; nur die indirekte kann aber einen wirklichen Sieg herbeifuh ren und festigen.
  • Zersetzt alles was im Lande des Gegners gut ist!
  • Verwickelt die Vertreter der herrschenden Schichten in verbrecherische Unternehmungen; unterhöhlt auch sonst ihre Stellung und ihr Ansehen; gebt sie der öffentlichen Schande vor ihren Mitbürgern preis!
  • Nutzt die Arbeit der niedrigsten und abscheulichsten Menschen!
  • Stört mit allen Mitteln die Tätigkeit der Regierungen!
  • Verbreitet Uneinigkeit und Streit unter den Bürgern des feindlichen Landes!
  • Fordert die Jungen gegen die Alten!
  • Zerstört mit allen Mitteln die Ausrüstungen, die Versorgung und die Ordnung der feindlichen Streitkräfte!
  • Entwendet alte Überlieferungen und ihre Götter!
  • Seid großspurig mit Angeboten und Geschenken, um Nachrichten und Komplizen zu kaufen!
  • Bringt überall geheime Kundschafter unter!
  • Spart überhaupt weder mit Geld noch mit Versprechungen, denn es bringt hohe Zinsen ein!”

……….

So begann der Frieden

Ministerpräsident von Frankreich, George Clemenceau, am 7. Mai 1919 vor den Delegierten aller alliierten und assoziierten Staaten im Palasthotel „Trianon“ zu Versailles:

“Meine Herren Delegierten des Deutschen Reiches! Es ist weder Zeit noch der Ort für überflüssige Worte. Sie sehen vor sich die bevollmächtigten Vertreter der kleinen und großen Mächte, die sich vereinigt haben, um den schrecklichen Krieg, der ihnen aufgezwungen worden ist, zu Ende zu führen. Die Stunde der schweren Abrechnung ist gekommen. Sie haben uns um Frieden gebeten. Wir sind geneigt, ihn Ihnen zu gewähren. Wir überreichen Ihnen hiermit das Buch, das unsere Friedensbedingungen enthält ..“

Der deutsche Reichsaußenminister Graf Brockdorff-Rantzau darauf:

“Wir täuschen uns nicht über den Umfang unserer Niederlage, den Grad unserer Ohnmacht. Wir wissen, daß die Gewalt der deutschen Waffen gebrochen ist; wir kennen die Wucht des Hasses, die uns hier entgegentritt, und wir haben die leidenschaftliche Forderung gehört, daß die Sieger uns zugleich als Überwundene zahlen lassen und als Schuldige bestrafen sollen.

Es wird von uns verlangt, daß wir uns als die allein Schuldigen bekennen; ein solches Bekenntnis wäre in meinem Munde eine Lüge. Die öffentliche Meinung in allen Ländern unserer Gegner hallt wider von den Verbrechen, die Deutschland im Kriege begangen habe. Auch hier sind wir bereit, getanes Unrecht einzugestehen. Aber auch in der Art der Kriegführung hat nicht Deutschland allein gefehlt. Jede europäische Nation kennt Taten und Personen, deren sich die besten Volksgenossen ungern erinnern. Die Hunderttausende von Nichtkämpfern, die seit dem 11. November (1918) an der Blockade zugrunde gingen, wurden mit kalter Überlegung getötet, nachdem für unsere Gegner der Sieg errungen und verbürgt war. Daran denken Sie, wenn Sie von Schuld und Sühne sprechen.”

Im Kriegsschuldartikel § 231 des Versailles Friedens hieß es:

“Die alliierten und assoziierten Regierungen erklären und Deutschland erkennt an, daß Deutschland und seine Verbündeten als Urheber für alle Verluste und Schäden verantwortlich sind, die die alliierten und assoziierten Regierungen und ihre Staatsangehörigen infolge des Krieges, der ihnen durch den Angriff Deutschlands und seiner Verbündeten auf gezwungen wurde, erlitten haben.”

Zu den wichtigsten Bedingungen des Vertragswerkes gehörten die Deutschland aufgezwungenen Landabtretungen, die Reparationsforderungen und die damit verbundenen wirtschaftlichen Eingriffe in das geschlagene Deutschland. Abgetreten wurden:

Nordschleswig an Dänemark (mit Abstimmung) -
Eupen und Malmedy an Belgien -
Elsaß-Lothringen an Frankreich -
Saargebiet für 15 Jahre wirtschaftlich Frankreich ausgeliefert -
Posen und Westpreußen, Teile von Ostpreußen und Hinterpommern an Polen
Danzig – problematischer Freistaat unter Völkerbundmandat mit polnischen Rechten
Memelgebiet, Teil Oberschlesiens an Polen -
Sudetenland an die Tschecho-Slowakei- 3,5 Millionen Deutsche
Anschlußverbot für das verkleinerte Österreich
Süd-Tirol an Italien -
Sämtliche Kolonien -

Die Reparationssumme wurde im Januar 1921 erstmalig definiert:

226 Milliarden Goldmark in 42 Jahresraten, jährlich von 2 bis 6 Milliarden ansteigend. Die Reparationskommission reduzierte auf 223,5 Milliarden, schließlich wurden 132 Milliarden ultimativ unter Androhung der Besetzung des Ruhrgebietes gefordert.

Das Ruhrgebiet wurde schließlich besetzt. Zwischenzeitlich glitt Deutschland in eine ungeheure Inflation:

Im Januar 1922 zahlte man für einen Dollar 200 Mark, im Juli = 500, im Januar 1923 = 18.000 Mark, im Juli 1923 = 350.000, im August 1923 = viereinhalb Millionen, im September fast 100 Millionen, im Oktober 25 Milliarden, am 15. November 1923 (Ende der Inflation) = 4,2 Billionen. Und “clevere ausländische Geschäftsleute” nutzten diese Zeit, um sich in Deutschland kräftig einzukaufen. – Welche Probleme haben gerade diese Tatbestände angereichert! Die mit dem V e r s a i l l e r F r i e d e n verbundenen Abrüstungsbedingungen usw. schienen demgegenüber harmlos.

Der chronische Ohnmachtszustand Deutschlands diesen Entwicklungen gegenüber auf der einen Seite und der hierdurch noch stärker angefachte Hochmut auf der anderen, der sich insbesondere bei Polen und Tschechen in einem fatalen Volkstumskampf entlud, haben – ganz abgesehen von der kommunistischen Revolution in Rußland und in anderen Ländern – Verhältnisse geschaffen, die bei Beibehaltung “der Ordnungsgrundlagen von Versailles” nicht friedlich regelbar waren.

……….

Wirtschaftswunder im Dritten Reich

Es ist in den letzten Jahren üblich geworden, in Zeitungen, Zeitschriften, im Rundfunk und im Fernsehen von der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg als den “goldenen zwanziger Jahren” zu sprechen. Das muß bei denen, die diese Zeit nicht miterlebt haben, einen falschen Eindruck erwecken. Die zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts waren furchtbare Jahre, von Anfang bis Ende für den größten Teil des deutschen Volkes. Entstanden ist dieser Begriff aus dem Wiedererwachen von Kunst; Literatur und Musik, die im Kriege und in der unmittelbaren Nachkriegszeit erloschen schienen. Die Wiederbelebung des geistigen Lebens fand vornehmlich in der Hauptstadt Berlin statt oder in Städten wie München, Hamburg und Frankfurt. Die zwanziger Jahre in Deutschland allgemein als die “goldenen” zu bezeichnen, ist eine groteske Geschichtsfälschung.

Die ersten vier Jahre wurden durch den Verfall der Reichswährung in einer Inflation ohne Beispiel bestimmt. Im Januar 1923 wurde der Dollar noch mit 18.000 Mark notiert, Banknoten über eine Million Mark waren aber schon zum Zahlungsmittel geworden. Bis zum 25. Oktober 1923 war der Kurs der Mark neu auf 40 Milliarden Mark für einen Dollar gestiegen. Am 15. November 1923 endete der Spuk.

Finanzpolitisch und volkswirtschaftlich gesehen gelang der Regierung Stresemann während ihres kurzen Bestehens mit Hilfe von Schacht als Reichswährungskommissar und Luther als Reichsfinanzminister die Durchsetzung einer neuen, stabilisierten Währung. Nach zehn Jahren Weltkrieg, Bürgerkrieg und Verfall war ein neuer Anfang gesetzt. Aber wer nicht über Sachwerte verfügte, war verarmt und mittellos. Das gesamte Geldkapital wurde ausgelöscht, denn für eine Billion – 1.000 Milliarden Papiermark gab es nur eine Rentenmarke. Auch das Kapital der meisten vor der Inflation gut finanzierten Firmen war durch die Geldentwertung radikal zusammengeschmolzen. Jahrelang schwand das Umlaufvermögen dahin, weil zu lange mit wertvollen Devisen eingekauft und zu Papermark verkauft werden mußte. Der gewaltige Geldstrom aus rasch ansteigender Auslandsverschuldung vernebelte zunächst die Wirklichkeit. Es schien dann ein kurzes Zwischenhoch zu geben, aber es gelang dem demokratisch-parlamentarischen System der Weimarer Republik nicht, eine Regierung auf die Beine zu stellen, die die soziale, finanzielle und wirtschaftliche Lage in den Griff bekam.

Da der Reichstag lebensfähige, d.h. effiziente Regierungen nicht zustande brachte, berief Reichspräsident Hindenburg am 29. März 1930 das erste Präsidial-Kabinett. Brüning versuchte, die Inflation durch Deflation abzulösen, aber das hieß letztlich, den Teufel durch Beelzebub austreiben. 1932 war fast ein Drittel der arbeitenden Bevölkerung arbeitslos, das Einkommen der Arbeiter war von 23,9 Milliarden RM im Jahre 1929 auf 11 Milliarden 1932 gesunken.

Nach der Steuerstatistik verdienten von rund 31 Millionen sogenannten Einkommensbeziehern 69,2 Prozent unter 1.200 Mark im Jahr, 21,7 Prozent zwischen 1.200 und 3.000 Mark pro Jahr und nur 7,1 Prozent darüber. Auf zehn Beschäftigte entfielen 4,3 Arbeitslose.

Als am 30. Januar 1933 Reichspräsident Hindenburg Herrn Hitler mit der Bildung einer neuen Reichsregierung beauftragte, war ein unvorstellbarer Tiefpunkt der wirtschaftlichen und sozialen Lage erreicht. Von insgesamt 18 Millionen “vorhandenen” Arbeitern und Angestellten gingen nur ca. 12 Millionen einer Beschäftigung nach. Von den ca. 6 Millionen Arbeitslosen war über ein Drittel aus der Arbeitslosenversicherung und Krisenfürsorge ausgesteuert; sie erhielten als “Wohlfahrtserwerbslose” im Durchschnitt nur 55 RM pro Monat Unterstützung.

Die Vergütung der bessergestellten Arbeitslosenlag etwa 15 bis 20 RM im Monat höher. Trotzdem mußten 1932 für die Arbeitslosen insgesamt 4 Milliarden RM aufgewandt werden. Das waren 16 Prozent der Summe aller Löhne und Gehälter, 9 Prozent des gesamten Volkseinkommens und 57 Prozent der gesamten jährlichen Einnahmen von Reich und Ländern. Das “Einkommen je Kopf der Bevölkerung” war von 1929 mit 1.187 RM bis 1932 auf 627 RM zurückgegangen.

Um das Ausmaß der Verelendung zu ermessen, muß man wissen, daß z.B. in der Bundesrepublik Deutschland 1968 dieselbe statistische Größenordnung 8.759 DM betrug. Im Februar 1933 bestand eine Auslandsverschuldung von ca 19 Milliarden RM. Um einen Begriff davon zu geben, was 19 Milliarden RM damals bedeuteten: Die Auslandsverschuldung in Beziehung gesetzt zur Jahresausfuhr entsprach etwa 3,3 Jahren Warenausfuhr. Mit der Bundesrepublik von 1969 verglichen, würden 3,3 Jahre Ausfuhr 374 Milliarden DM bedeuten! Begriffe wie “Tiefstand der Konjunktur” oder “Arbeitslosigkeit” charakterisieren die geschilderte Lage nur ganz unzulänglich. Nach dem spektakulären Aderlaß durch die Inflation, den Zusammenbrüchen im Bankwesen und der sich immer mehr verschärfenden Arbeitslosigkeit war der größte Teil der Industrie am Ende seiner finanziellen Kräfte.

Die Landwirtschaft verelendete durch Preisverfall und Absatzrückgang und wurde nur durch Moratorien und Pfändungsstops mühsam am Leben erhalten. Mehr als zwei Drittel des Volkes vegetierten ohne Hoffnung weit unter einem normalen Existenzminimum. Die Regierungen der letzten fünf Jahre hatten ihre Unfähigkeit in der Wirtschafts- und Sozialpolitik durch Ideenlosigkeit und antiquierte Wirtschaftsvorstellungen bis zum Staatsbankrott unter Beweis gestellt. Verelendung und Verzweiflung der Bevölkerung und Erbitterung gegen ein Regierungssystem, daß das nicht zu ändern vermochte, waren die zwangsläufige Folge.

In dieser Lage konnte es für die nationalsozialistische Regierung nur eine Wirtschaftspolitik geben: Kampf gegen die Arbeitslosigkeit sowie Arbeitsbeschaffung um jeden Preis. Vor 1932 hatte der Fraktionsvorsitzende der NSDAP-Reichstags-Fraktion, Gregor Strasser, in einer großen, der Wirtschaftspolitik gewidmeten Rede sich entschieden gegen die Deflationspolitik und die Tatenlosigkeit der Regierung gewandt, die vorgebe, wegen Mangel an Kapital und Abhängigkeit von der Weltkonjunktur aus eigener Kraft keinen Ausweg aus der wirtschaftlichen und sozialen Katastrophe finden zu können. Strasser sagte damals u.a.:

“Je ärmer ein Volk ist, desto mehr muß es arbeiten, denn: nicht Kapital schafft Arbeit, sondern Arbeit schafft Kapital!”

Am 1. Februar 1933 kündigte Adolf Hitler im Reichstag an:

“Die nationale Regierung wird das große Werk der Reorganisation der Wirtschaft unseres Volkes mit zwei großen Vierjahresplänen lösen: Rettung der deutschen Bauern zur Erhaltung der Ernährung – und damit Lebensgrundlage der Nation. Rettung des deutschen Arbeiters durch einen gewaltigen und umfassenden Angriff gegen die Arbeitslosigkeit.”

Hitler rief zur “Arbeitsschlacht” auf. Nicht nur Regierung und Partei, sondern jeder Staatsbürger sollte mit Ideen und Anregungen zur Arbeitsbeschaffung beitragen. Die Regierung wollte durch große öffentliche Arbeiten einen ersten Anstoß geben, aber auch die Wirtschaft wurde aufgefordert, Initiativen zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit zu ergreifen. Diese Aktion lief unter dem Motto: “Erst jedem einen Arbeitsplatz, dann jedem seinen Arbeitsplatz!”

Hitler war überzeugt, daß die furchtbare Lage nur zu überwinden sei, wenn eine gewaltige Welle der Mitwirkung des ganzen Volkes erreicht werden könnte. Er setzte daher alle Kräfte der Parteiorganisationen, sowie den Propaganda-Apparat von Josef Goebbels konzentriert auf das eine Ziel ein: “Wir müssen und wir werden wieder Arbeit für alle schaffen.” Das Wirtschaftswunder wurde Wirklichkeit, weil es gelang, einen aktivistischen Optimismus im ganzen Lande zu wecken und ein Klima allgemeiner Solidarität zu schaffen.

Im Frühjahr 1937, d.h. nach vier Jahren seit Beginn der “Arbeitsschlacht“, waren die 33 Prozent der Arbeitslosen auf nur noch 6,5 Prozent zurückgegangen und im Frühjahr 1938 (vor dem Anschluß Österreichs) gab es nur noch 507.000 statistisch gezählte Arbeitslose – 2,7 Prozent. Die Vollbeschäftigung war unter Berücksichtigung der Fluktuation fast erreicht und wurde Anfang 1939 Wirklichkeit. Die Zahl der zur Arbeit zur Verfügung stehenden Kräfte hatte sich außerdem in den fünf Jahren von 18 Millionen auf 20,5 Mill. erhöht. Von diesem Zuwachs entfielen allein 700.000 auf Frauen, die sich der Berufsarbeit neu zuwenden konnten.

In diesen fünf Jahren hatte sich die Zahl der gebauten Wohnungen gegenüber 1932 verdoppelt, die Investitionen der Verkehrswirtschaft waren bis 1938 mit 3,8 Milliarden RM gegenüber 1932 auf das 4,5 fache gestiegen. Von diesen Investitionen entfielen 1938 allein 45 Prozent auf den Straßenbau (davon schon 1934 jene 178 Millionen RM für die Reichsautobahnen). Für 1938 lauteten die Zahlen 15 Millionen bzw. 50%. Die größte Steigerung erreichten die Industrie-Investitionen. Sie waren nach 2,6 Milliarden RM 1928 auf ein Tief von nur 439 Millionen 1932 abgesunken. Ein Betrag von 2,6 Milliarden wurde schon 1937 wieder überschritten und 1939 ein Industrieinvestitionsvolumen erreicht, das dem Zehnfachen von 1932 entsprach. Die Zahl der Personenkraftwagen und Lastkraftwagen hatte sich seit 1933 verdreifacht. Die Beschäftigung der Industrie (Altreichsgebiet) steigerte sich nach den Indexzahlen (1928 = 100) in den sieben Jahren von 1932 bis 1938 um 112 Prozent, das sind etwa 13 Prozent im Jahr. Die Gesamtumsätze der Wirtschaft stiegen (geschätzt nach Umsatzsteuerzahlungen) von 1932-1938 um das 2,6fache. Das deutsche Volkseinkommen (Altreich) – in etwa dem heutigen Sozialprodukt vergleichbar – betrug 1939 ziemlich genau das Doppelte von 1932, nämlich 90 Milliarden RM. Das Jahreseinkommen der Arbeiter hatte sich seit 1932 gleichfalls mehr als verdoppelt. Dabei blieben die Preise fast stabil: Die Reichsindexziffern für Ernährung, Wohnung, Heizung, Bekleidung, Beleuchtung und diverse Gebrauchs- und Verbrauchsgüter stiegen in den gleichen Jahren insgesamt nur um 5,6 Punkte, d.h. Um ca. 0,8 Prozent im Jahresdurchschnitt. Die Bruttoverdienste pro Woche stiegen von 1932 bis 1939 in absoluten Zahlen um 30 Prozent und in realer Kaufkraft um 22,6 Prozent, also um über 3 Prozent im Jahr.

Diese Zahlenreihen lesen sich wie eine Bilderbuchillustration zum Thema “Wachstum und Stabilität”. Entgegen einer weitverbreiteten Ansicht spielten für diese Wirtschaftsentwicklung die Aufwendungen für die Rüstung in den Jahren 1933/35 eine nur geringe, 1936/37 etwa eine normale und erst 1938/39 eine große Rolle. Sie blieben aber auch dann noch als Motor wirtschaftlichen Wachstums weit hinter den Investitionen für den nicht rüstungsbedingten Bereich zurück. Für Industrie, Landwirtschaft, Verkehr, Wohnungsbau, Energiewirtschaft und öffentliche Verwaltung wurden von 1933 bis 1939 rund 100 Milliarden RM investiert.

Die Ausgaben für Wehrmacht und Rüstung dagegen betrugen:
1933/34 = 1,9 Mrd. RM = 4% des Volkseink.
1934/35 = 1,9 Mrd. RM = 4% des Volkseink.
1935/36 = 4 Mrd. RM = 7% des Volkseink.
1936/37 = 5,8 Mrd. RM = 9% des Volkseink.
1937/38 = 8,2 Mrd. RM = 11% des Volkseink.
1938/39 = 18, 4 Mrd. RM = 22% des Volkseink.

Nach den Berechnungen des Instituts für Konjunkturforschung betrug 1934 der Anteil der Rüstungsausgaben am Volkseinkommen in Großbritannien 3,0%, in Frankreich (1932) 8,1 %, in Japan 8,4%, und in Sowjetrußland 9,0%. Ein ‘normales’ Maß an Ausgaben für Wehrmacht und Rüstung wurde erst überschritten, als die Arbeitslosigkeit nahezu beseitigt war. Wie war ein solcher “Aufschwung nach Maß” finanzpolitisch überhaupt möglich? Erst im Jahre 1936 hat der englische Nationalökonom Keynes damit begonnen, seine bahnbrechenden Gedanken über eine aktive Konjunkturpolitik zu veröffentlichen. Die Finanzierung des Wirtschaftsaufschwungs im “Dritten Reich” beruhte auf ähnlichen Gedankengängen (Gregor Strasser: “Arbeit schafft Kapital”), wenn auch nicht auf so exakt angestellten wissenschaftlichen Überlegungen basierend. Der Aufschwung wurde durch “produktive Geldschöpfung” ermöglicht. Ausgesprochene Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wurden wie schon unter Brüning und Papen, wenn auch damals im “Miniformat” – durch Zwischenschaltung verschiedener Trägergesellschaften von der Reichsbank auf Wechselbasis bei mehrfacher Prolongation finanziert. Die Gesamtaufwendungen für diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen beliefen sich in den Jahren 1933/36 auf ca. 5 Milliarden RM, von denen bis 1939 ca. 4 Milliarden durch Wechseleinlösungen über den ordentlichen Etat abgedeckt wurden.

Die bedeutenden Wirtschaftsinvestitionen für Österreich, das Sudetenland und das “Protektorat” wurden ganz überwiegend auf normalen wirtschaftlichen Kreditwegen mit “Reichsbürgschaften” finanziert. Für Rüstungsgüter wurden durch Sonderfinanzierung (Mefowechsel, Lieferschatzanweisungen, Steuergutscheine, Reichsbürgschaften und ähnliche Finanzierungsmittel) bis 1939 höchstens 20-25 Milliarden RM aufgewandt. Die Investitionen der die Rüstungsgüter erzeugenden Werke wurden durch vereinbarte Abschreibungen über den Preis finanziert und sind daher in den Kosten der Rüstungsgüter enthalten. Aufwendungen für den laufenden Bedarf der im Aufbau befindlichen Wehrmacht (Personalkosten, Baukosten und Inventar) konnten ganz überwiegend aus dem ordentlichen Etat bestritten werden, hatte sich doch das Aufkommen aus Steuern und Zöllen durch die Wirtschaftsbelebung von 6,8 Milliarden RM 1932 auf 23,5 Milliarden 1939 erhöht und damit mehr als verdreifacht! Allein aus dem Zuwachs von Steuern und Zöllen über das Niveau von 1933 hinaus standen in diesen sieben Jahren über 40 Milliarden RM zusätzlich im Etat zur Verfügung (natürlich keineswegs nur für den Wehrmachtsetat).

Die Notenpresse wurde zur Finanzierung nicht herangezogen. Der Geldumlauf stieg vom 31.Dezember 1932 bis zum 28. Februar 1939 (letzte Zahl vor Kriegsausbruch) von 5,6 Milliarden nur auf 10,9 Milliarden, d.h. die Umlaufmenge stieg um ca. 100 Prozent bei einer Zunahme des Wirtschaftsvolumens um mehr als 100 Prozent und einer Vergrößerung des Währungsbereichs nach Kopfzahl gemessen (Österreich, Sudetenland) um mehr als 15 Prozent. Die deutsche Auslandsverschuldung ging von 19 Milliarden im Februar 1938 zurück. Einem “Kapitalverzehr” von 2.894 Millionen RM im Jahre 1932 stand eine Geldkapitalbildung von 7.000 Millionen RM im Jahre 1938 gegenüber.

Wirtschaftskrise und Wirtschaftselend waren bis 1938 beseitigt. Ebenso war aber auch der zweite Vierjahresplan zu einem erfolgreichen Abschluß gekommen: Die Rettung des deutschen Bauern zur Erhaltung der Ernährungs- und Lebensgrundlage der Nation war in fünf Jahren gelungen. Das Preisniveau der aus der deutschen Landwirtschaft zum Verkauf gelangenden Erzeugnisse wurde von 1932/33 bis 1938/39 -stark differenziert im Gesamtdurchschnitt um 35 Prozent heraufgesetzt. Aber die Reichsindexziffern der Lebenshaltungskosten für die Ernährung der Bevölkerung stiegen nur um 6,5%. Die Handelsgewinne wurden nämlich stark gekürzt. Es wurde durch die Preispolitik die wichtige Verlagerung vom Getreide weg zu Kartoffeln, Schlachtvieh und Milch erreicht. Die Betriebsabgaben stiegen von 1932/33 bis 1938/39 um 33 Prozent, die Verkaufserlöse in der gleichen Zeit um 72 Prozent. Der für die gesamte Landwirtschaft (Altreich) statistisch errechnete Betriebsüberschuß stieg in einer kontinuierlichen Linie von 766 Millionen·RM in 1932/33 auf 3.480 Millionen RM in 1938/39, also auf über das Vierfache.

Die hier kurz geschilderte Entwicklung bedeutete für die Mehrheit des deutschen Volkes einen Ausweg aus Not, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zu einem anscheinend gesicherten lebenswerten Dasein und verschaffte bei der überwiegenden Mehrheit des Volkes einen Vertrauensfundus, der bis weit in die Kriegsjahre hinein erhalten blieb.

Adolf Hitler hatte das deutsche Volk aus einer ausweglosen Lage gerettet. Daneben verblaßte für den einzelnen, was immer an Fehlentwicklungen personeller oder anderer Art in Partei und Staat, an Mißbräuchen, Übertreibungen durch die Propaganda und Verhetzung gegen Andersdenkende bekannt, geflüstert oder offenkundig wurde. Ihm, Hitler, schrieb man es nicht zu; er würde auch dies eines Tages zu bereinigen wissen, so tröstete man sich. Das selbst erlebte Wirtschaftswunder wirkte als beherrschendes Erlebnis noch lange nach.

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Hitlers außenpolitische Ziele

Diese mir von Historikern nahegelegte Thematik bringt mich etwas in Verlegenheit, denn sie setzt voraus, daß es außenpolitische Ziele Hitlers gegeben hat, die von Anfang an endgültig und unabänderlich feststanden oder – nach allgemeinem Konsensus -jetzt feststehen. So vermag ich das nach meinem überblick nicht zu sehen. Hitler ging nach seiner ganzen Denk- und Arbeitsweise bei wichtigen Problemen nie von einem festgefügten ‘Plan aus, sondern brachte Entwicklungen durch eigene Aktivitäten oder Anstöße in Gang, verfolgte ihren Fortgang, kam oft sehr zögernd zu endgültigen Entschlüssen und trieb sie dann, wenn er die Entwicklung ftir reif hielt, entweder dynamisch vorwärts, gab ihnen eine andere Wendung oder blies sie ganz ab, wenn er zu anderen Erkenntnissen gekommen war. Das betraf sicher auch einen Teil der außenpolitischen Ziele, die wohl weder als zur Gänze feststehend, noch gar als weithin bekannt angesehen werden können, wie viele Historiker meinen. Dies gilt m.E. besonders für das Leitmotiv in seinem Buch Mein Kampf: “den Gewinn von Lebensraum”.

Von 1934 bis 1938 war ich engster und vertrauter Mitarbeiter von Wilhelm Keppler, damals “Wirtschaftsbeauftragter des Führers”. Er hatte schon viele Jahre vor 1933 engen Umgang mit Hitler, hatte über Baron v. Sehröder die Verbindung mit v. Papen hergestellt und Hitler auch v. Ribbentrop zugeführt, bei dem er später Staatssekretär im Auswärtigen Amt wurde. In den Jahren enger Zusammenarbeit mit Keppler und bei gemeinsamen Reisen wurde ich nicht müde, Keppler über alles, was er über Hitlers Zukunftspläne wußte oder zu wissen glaubte, auszufragen (Keppler war nicht der Mann strikter Diskretion). Zu keinem Zeitpunkt war zwischen ihm und Hitler oder ihm und v. Ribbentrop, mit dem sich Keppler duzte, in deb ganzen Jahren von “Lebensraum im Osten” oder gar einem “Ostimperium” als politischem Ziel die Rede gewesen, wohl aber von einer Revision, der Grenzziehung des Versailler Vertrages, der die preußischen Provinzen Posen, Westpreußen und Teile von Oberschlesien dem neu gebildeten polnischen Staat zugeschlagen hatte. Hitler wußte spätestens 1939 sehr wohl, daß wir weiteren “Siedlungsraum” im Osten, von dem er in den zwanziger Jahren geträumt hatte, weder benötigten noch hätten besiedeln können. In einem v. Neurath, dem damaligen “Reichsprotektor von Böhmen und Mähren”, selbst diktierten Bericht an das Auswärtige Amt über eine Besprechung mit Hitler im Dezember 1939 heißt es:

“Es wird davon abgesehen, das Land (Protektorat) in größerem Umfang mit Deutschen zu besiedeln, denn die Verdeutschung des neu-deutschen Ostens (Westpreupen, Posen, Oberschlesien) ist vordringlich und schon hierfür reicht die Zahl der deutschen Siedler kaum aus.

Rückblickend glaubt man vielfach, daß alle außenpolitischen Ziele Hitlers aus seinem 1924/25 geschriebenen Buch “Mein Kampf” hätten abgelesen werden können.

Nun, ich habe als politisch hochinteressierter Staatsbürger “Mein Kampf” einmal auf einer Geschäftsreise nach den USA im Jahre 1929 auf dem Schiff gelesen; seitdem nicht wieder. Schließlich war es keine Bibel, an die man hätte glauben sollen. Der Gefreite des Ersten Weltkrieges hatte den I. Teil des Buches mit 35 Jahren im Gefängnis geschrieben, fünf Jahre nach dem Zusammenbruch des Reiches; zu der Zeit also, als die Inflation große Teile des deutschen Volksvermögens zerstört hatte. Es war keine Zeit, in der man geneigt war, Utopien nachzuträumen. Damals waren Österreich und die Tschechosloswakei – künstlich neu konstruierte Staatsgebilde – kaum fünf Jahre alt: Österreich ein “Staat wider Willen”, denn seine Bevölkerung hatte den Anschluß an das Reich gewollt, und die Tschechoslowakei (zu einem bedeutenden Teil die alten Reichslande Böhmen und Mähren) bestand aus fünf Nationen, von denen die herrschenden Tschechen nicht ganz die Hälfte der Bevölkerung darstellten. Es bestand damals kein Anlaß anzunehmen, daß es sich bei diesen Gebilden um geschichtlich endgültige Lösungen handeln müßte.

(Wenn Hitlers Buch eine Revision der territorialen Bestimmungen des Versailler Vertrages verlangte (ohne Elsaß-Lothringen, das Hitler ausgenommen sehen wollte), so brauchte man daraus noch keine Hitler’schen “Kriegsziele” abzuleiten. Die Welt tat das damals nicht, und wir auch nicht. Schließlich haben ja die Ergebnisse bis Ende 1938 gezeigt, daß Revisionen tatsächlich ohne Blutvergießen möglich waren: Österreich, Sudetenland und 1939 sogar Böhmen und Mähren.)

Dreierlei konnte allerdings jeder über die außenpolitischen Ziele Hitlers wissen:

Er Würde zur gegebenen Zeit eine Revision der territorialen Bestimmungen der Verträge von Versailles, St. Germain und Trianon betreiben. Er würde die Gleichberechtigung des Reiches auch be­züglich der Stärke und Rüstung der Reichs­wehr verlangen. Außerdem schwebte ihm damals – ziemlich vage – die Ausdehnung des “deutschen Lebensraumes” – was immer das heißen mochte – vor.

Nach dem Anschluß Österreichs, des Sudetenlandes, der Bildung des Protektorates und der Wiederangliederung der alten preußischen Provinzen Posen, Westpreußen und Oberschlesien schien diese Problematik wohl den meisten abgeschlos­sen und vom Tisch.

Aber wir befanden uns im Kriegszustand mit Frankreich und England als Garantiemächten des besiegten Polen, und dieser Krieg hatte bestimmt nicht zu den außenpolitischen Zielen Hitlers gehört! Wir waren auch auf diesen Krieg mit zwei Großmächten zugleich sicher nicht vorbereitet, und Hitler hatte ihn zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt erwartet oder gewollt. Weder die Wirtschaftsadministration noch die Großindustrie hatten die Möglichkeit gehabt, sich zu den bisher geschilderten außenpolitischen Aktivitäten Hitlers vorab eine eigene Meinung zu bilden. Niemand hatte sie unterrichtet oder nach ihrer Meinung befragt.

Mein damaliger Chef, Reichswirtschaftsminister Funk, erfuhr von dem Einmarsch in Österreich, von der Konfliktentwicklung um das Sudetenland und von der Planung des Protektorates so gut wie nichts. Auch Funk war weder nach seiner Meinung gefragt noch angewiesen worden, Vorbereitungen zu treffen. Er war auf die Zeitungen und die öffentlichen Verlautbarungen angewiesen wie wir alle.

Es muß klar gesagt werden: Wir hatten formell, aber nicht tatsächlich ein Reichskabinett, das Beschlüsse faßte. Von den Reichsministern wurde außer v. Ribbentrop nur Göring als quasi Hitler-Stellvertreter, und auch das nicht immer, in frühen Planungsstadien zu Rate gezogen oder in Aktionen eingeweiht. Nicht konkrete Informationen, sondern Gerüchte bestimmten deshalb die “außenpolitische” Szenerie, die z.B. in der Wirtschaftsadministration und der Industrie vom Kenntnisstand über die Aufrüstung abgeleitet werden konnte. Das Thema der Aufrüstung wird daher in einem späteren Abschnitt dieses Beitrages gesondert behandelt.

Zunächst aber erscheint es notwendig, generell etwas über das Verhältnis der Wirtschaft und insbesondere der Industrie und Großindustrie zu Partei und Regierung im Dritten Reich zu sagen, da hier zum Teil selbst bei Historikern abenteuerliche Vorstellungen zu bestehen scheinen.

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Partei und Wirtschaft im Dritten Reich

Man kann und darf hier nicht von der Wirtschaft als einer Art monolithischem Gebilde mit gleichgelagerter Denkweise, gleichgelagerten Interessen und gleichgelagerten politischen Oberzeugungen und Zielen sprechen. So etwas hat es weder im Kaiserreich noch in der Weimarer Republik noch im Dritten Reich gegeben, und so etwas gibt es ja auch heute nicht; man muß also differenzieren. Wenn ich im folgenden eine entsprechende Kurzskizze entwerfe, so möchte ich mich für ein solches Vorhaben in aller Gedrängtheit legitimieren:

Bereits vor 19 33 habe ich in einer Reihe von Wirtschaftsverbänden mitgearbeitet; 1933 bis 1942 war ich Präsident
der Industrie- und Handelskammer für die Niederlausitz und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Berlin- Brandenburg.

Etwas später gehörte ich auch dem Präsidium der Reichswirtschaftskammer an. Sehr viele Präsidenten und Geschäftsführer der Kammern im Reichsgebiet waren mir über ein Jahrzehnt hinweg dienstlich und z. T. auch persönlich gut bekannt. In der NSDAP war ich von 1933 bis 19 42 Gauwirtschaftsberater sowie Mitglied der Kommission für Wirtschaftspolitik und kannte aus parteiinternem Verkehr, von Tagungen, Kameradschaftsabenden und anderen Anlässen etwa zwei Drittel der Gauleiter, dazu alle Gauwirtschaftsberater im Reichsgebiet.

Seit meiner ausschließlichen Tätigkeit im und für den Staat in mannigfachen, zuletzt führenden Positionen lernte ich die wichtigsten Persönlichkeiten innerhalb und außerhalb der Wirtschaftsorganisationen dienstlich und viele persönlich zum Teil gut kennen. Ich war also “Mitarbeiter” und “Tatzeuge” zugleich und weiß, wovon ich rede, wenn ich hier folgende Feststellungen treffe:

a) Bauern und Landvolk gehörten zu den ersten und eifrigsten Anhängern Hitlers und stimmten schon zeitig in ihrer Mehrheit für die NSDAP. Schon vor der Machtergreifung wurden viele Spitzenstellungen in den landwirtschaftlichen Organisationen mit Nationalsozialisten besetzt. Gleichzeitig wurden ab 1933 die verbliebenen Groß-Agrarier deutschnationaler Prägung, die zu Zeiten Hindenburgs über und durch ihn politischen Einfluß besessen hatten, fast vollständig aus den Organisationen verdrängt. In dem für das landwirtschaftliche Geschehen nächst dem Reichsernährungsministerium tonangebenden Reichsnährstand, dem alle Landwirte qua Gesetz als Mitglieder angehörten, spielten die Nationalsozialisten die entscheidende Rolle. Der Reichsnährstand und seine Führung identifizierten sich mit Ausnahme der meisten Großagrarier mit Partei und Staat und standen der für ihre Begriffe “kapitalistischen” gewerblichen Wirtschaft eher mit Skepsis gegenüber. Unter anderem hatten sie das Gefühl, zu einer fast vollkommenen Preisstabilität für ihre Produkte angehalten zu werden, obwohl Preisstabilität für ihre Betriebsmittel von der gewerblichen Wirtschaft zunächst nicht zugebilligt wurde. Der Reichsnährstand galt in der “Partei” als ‘weltanschaulich gefestigt’ und fachlich hervorragend. Die Agrarwirtschaft und ihre Organisation erfüllten ihre “Pflicht für Volk und Staat”, wie sie sie sahen, optimal bis zum bitteren Ende.

b) Der gewerbliche Mittelstand, also Handwerk, Einzelhandel und Klemmdustrie, aber auch ein sehr hoher Prozentsatz der Angehörigen freier Berufe gehörten wie die Landwirtschaft frühzeitig zu den Anhängern Hitlers. Als Nebenorganisation der Partei spielte der “Kampfbund für den gewerblichen Mittelstand” bei Wahlen und Propaganda vor 193 3 eine bedeutende Rolle. Das “Gesetz zum Schutze des Einzelhandels” gehörte 1933 mit zu den ersten Gesetzen der neuen Regierung.

c) Das Sparkassen- und Genossenschaftsbankwesen fügte sich bei semer regionalen Verankerung schnell und ohne Reibungen in den NS-Staat ein. Privatbanken und vor allem Großbanken wurden im großen und ganzen als anti-nationalsozialistisch eingestellt beargwöhnt, denn die Partei empfand sich durchaus und eindeutig als “anti-kapitalistisch”, was immer man darunter verstehen mochte. Ein Vorstandsmitglied der reichseigenen Großbank “Reichskreditgesellschaft” wurde als Leiter der Reichsgruppe Banken präsentiert, und Vorstände und Aufsichtsräte der Großbanken wurden nach Ausscheiden jüdischer Mitglieder teilweise mit Anhängern und Sympathisanten des Nationalsozialismus oder solchen, die dafür galten, besetzt, aber die Beziehungen zwischen Partei und Banken waren allgemein mindestens kühl.

Einen ins Gewicht fallenden wirtschaftlichen oder gar wirschaftspolitischen Einfluß hatte die Bankenwelt nicht. Sie erholte sich nur langsam von der Bankenkrise 1931/32 (Zusammenbruch von Darmstädter und Dresdner Bank). Nach zwei bis drei Jahren rascher Vollbeschäftigung im Dritten Reich gewannen sie an Kraft und Unternehmungsgeist und waren sehr aktiv in der Ausbreitung ihres {auch industrielle ) Interessenbereiches auf Österreich, das Sudetenland und das Protektorat und die wiedergewonnenen Ostprovinzen des Reiches. Erstrebte Aktivitäten auch in den besetzten Westgebieten mußten gebremst werden.

Dr. Hjalmer Schacht wurde gewiß nicht von den Banken als Reichsbankpräsident und später als Reichswirtschaftsminister präsentiert oder auch nur begünstigt sondern Schacht startete als Einzelgänger in der Harzburger Front und suchte Anschluß an Kepplers Freundeskreis und Hitler selbst. Als geschäftsführender Reichswirtschaftsminister von 1934 bis 1937 wurde er von der Großindustrie als Schutzherr aufgebaut und zum Teil – z.B. im Streit mit der Stahlindustrie über die Errichtung der Reichswerke “Hermann Göring” – politisch mißbraucht.

Er gerierte sich bald bewußt, beinahe parteifeindlich. Seine Abneigung wurde in der “Partei” kräftig erwidert. Der mit Göring 1937 entbrennende Streit um dessen Weisungsbefugnisse als Beauftragter für den Vierjahresplan gegenüber Schacht als Reichswirtschaftsminister war aber die eigentliche Ursache seines Sturzes als Reichswirtschaftsminister.

d) Bereits vor dem Machtwechsel im Jahre 1933 gab es in den Reihen der Unternehmer aus derKlein- und Mittelindustrie eher vereinzelt überzeugte Anhänger der NSDAP und in größter Zahl Sympathisanten. Der rasche Erfolg der Arbeitsbeschaffungspolitik der NS-Regierung, die etwa ab 1937 in Vollbeschäftigung mündete, die nationalsozialistische Sozialpolitik (Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit und Aktivitäten der Arbeitsfront) und die Festigung des Nominallohnniveaus (die Nebenleistungen stiegen erheblich) beseitigten anfängliche Skepsis und veranlaßten bald zahlreiche Industrielle zu vertrauensvoller und engagierter Zusammenarbeit und zur Bereitschaft zu umfassender ehrenamtlicher Tätigkeit in den Wirtschaftsorganisationen. Die Industrie- und Handelskammern und ihre Spitzenorganisationen wurden daher bald ganz überwiegend von aktiven Nationalsozialisten geleitet, die auch das Vertrauen der örtlichen Parteiorganisationen besaßen. Ebenso fanden sich für die Leitung und die Beiräte der zentralen Wirtschaftsgliederungen, wie Fachgruppen, Wirtschaftsgruppen und Reichsgruppen, eine Fülle von Unternehmerpersönlichkeiten zu intensiver Mitarbeit und großem Kräfteeinsatz bereit. Das alles gilt für die Kreise
der Klein- und Mittelindustrie, also vor allem die Unternehmer der Verbrauchs- und Gebrauchsgüterindustrie und der Produktionsgüterindustrie im weitesten Sinne. Sie waren es schon im Kaiserreich und in der Weimarer Republik nicht gewöhnt, etwa über die politischen Parteien ins Gewicht fallenden Einfluß auf die Wirtschaftspolitik nehmen oder gar die “große Politik” beeinflussen zu können. Dazu reichte z.B. selbst das Gewicht der “Deutschen Volkspartei”, die in der Weimarer Republik der Industrie besonders nahestand, nicht aus.

e) Eine besondere Rolle außerhalb und neben der allgemeinen Industrie hatte politisch schon in der Weimarer Republik die “Schwer- oder Großindustrie” gespielt, zu der man im allgemeinen etwa die eisenschaffende Industrie, den Bergbau, die Großchemie, die Großelektroindustrie und Teile des Schwermaschinenbaus zählte, schließlich auch Großwerften und den Rüstungssektor, der aber in der Weimarer Republik quantitativ nur eine eher bescheidende Rolle spielte. Klar abzugrenzen war der Begriff “Großindustrie” nicht so leicht.

Es waren eben die “Großen”, die man mehr an ihren Familiennamen als den Firmennamen kannte: Krupp, Thyssen, Röchling, Stumm, Klöckner, Pönsgen, Vögler, Siemens, Bosch, Helfferich, Schaffgotsch, Friedrich Flick und natürlich die IG-Farben AG und manche andere. Sie verschafften sich vor 1933 durch besonders organisierte und gepflegte direkte Beziehungen zu Regierungskreisen im weitesten Sinne, zu Diplomaten, Ministerialbeamten, Großbanken und Reichswehrdienststellen Informations- und Einflußmöglichkeiten auch außerhalb des Verbandswesens, über die andere Industrielle nicht verfügten. Dieses Informations- und Einflußnetz wurde dadurch untermauert, daß mit Hilfe von ansehnlicher finanzieller Unterstützung der “wirtschaftsfreundlichen” Parteien wie der Deutschnationalen Volkspartei und der Deutschen Volkspartei (DVP) Gewährsmänner als Abgeordnete lanciert wurden oder einige Industrielle sich gar selbst als Abgeordnete im Reichstag aufstellen ließen, wie Hugenberg, Helfferich, Vögler und andere.

Ich habe in den zwanziger Jahren selbst in der DVP, deren Mitglied ich damals war, beobachtet, wie hinter den Kulissen agiert wurde: nüchtern, sachbezogen, eher harmlos und naiv als raffiniert oder gar diabolisch. Auch an Presseorganen besaß man Beteiligungen oder unterstützte sie finanziell. Hugenberg gar schuf für die Deutschnationale Volkspartei ein eigenes Presseimperium und erwarb die UFA als Filmmedium. Bei dem verhältnismäßig engen Kreis der in der Weimarer Zeit in Politik und Regierung wirklich echten Einfluß ausübenden Persönlichkeiten stellte die Großindustrie vor allem in Wirtschafts-, Finanz-, Steuer-, Handels- und Rüstungspolitik
(nicht in der Außenpolitik) einen Einfluß ausübenden Block dar, wenn er auch bei der parlamentarischen Stärke von Sozialisten, Kommunisten und Zentrum beileibe nicht die Macht und den Einfluß hatte, den die Kommunisten ihnen als angeblich hinter den Kulissen herrschendem “Monopolkapital” andichteten. Sie erstrebten – außer vielleicht Hugenberg – auch nicht politische Macht. Sie wollten die Geschäftsinteressen ihrer Großunternehmen im In- und Ausland und bei Staatsaufträgen sichern und fördern und allzu große Steuer- und Soziallasten abwehren. Sie konnte auch parlamentarisch vielleicht manches verhindern und umbiegen, aber bewirken konnten sie wirklich Wichtiges nicht.

Vor dem Nürnberger Gericht hat Friedrich Flick bekannt:

Ein Unternehmen müsse mit jeder Regierung leben und arbeiten können. Er habe daher auch in der Weimarer Zeit alle parlamentarischen Parteien – und deren gab es viele – immer mit Geld unterstützt, “mit Ausnahme der Kommunistischen Partei”. Aber der politische Einfluß der “Großindustrie” reichte nicht soweit, daß in der Zeit der Weimarer Republik auch nur eine einzige Regierung auf die Beine gestellt wurde, die die Kraft und Fähigkeit besessen hätte, die finanziellen und industriellen Probleme der deutschen Wirtschaft nach dem Währungszusammenbruch einer Lösung entgegenzuführen, die im vollen Gange befindliche Verelendung des deutschen Volkes zu stoppen und eine neue Vertrauensbasis zu schaffen.

Im März 1930 beauftragte der Reichspräsident v. Hindenburg Heinrich Brüning, ein erstes “Präsidialkabinett” zu bilden. Die Weimarer parlamentarische Republik als solche war damit am Ende.

Der in jeder Beziehung Respekt verdienende Dr. Brüning hatte den in den letzten Jahren der parlamentarischen Demokratie verlorengegangenen Mut zum Regieren. Ihn umgab jedoch von Anbeginn an die Aura einer gewissen Weltfremdheit; es war wahrscheinlich auch seine asketische Gesinnung und die auf den Reichshaushalt fixierte Betrachtungsweise, die ihm den Einblick in die tatsächliche wirtschaftliche und soziale Lage des deutschen Volkes versperrte und ihn auf den völlig unlogischPn Weg führte, eine in rapidem Abschwung befindliche kranke Wirtschaft durch massive Deflation heilen zu wollen.

Auf den Kampf um die Beseitigung der Reparationen fixiert und der Außenpolitik zugewandt, kam es ihm nicht ausreichend zum Bewußtsein, daß er ein Volk und eine Wirtschaft regierte, die durch ständige steigende Arbeitslosigkeit einer totalen Hoffnungslosigkeit und Verelendung verfielen.

Der letzte Reichskanzler der Weimarer Republik, der in wirtschaftlichen Dingen ahnungslose Reaktionär v. Papen, war an sich vielleicht ein Mann nach dem Herzen von Großagrariern und Großindustrie. Sie hatten Einfluß auf ihn, nur er selbst hatte auf niemanden und nichts Einfluß und verschwand so schnell wie er gekommen war. Hitler wurde Reichskanzler.

Für die Großindustrie kündigte sich eine neue Ära schon 1930 an, als 107 Nationalsozialisten in den Reichstag gewählt wurden.

Man muß es ganz drastisch sagen: für die Großindustrie brach mit der Machtübernahme Hitlers am 30. Januar 1933 die politische Informations- und Einflußposition, die sie sich in den 15 Weimarer Jahren geschaffen hatte, ersatzlos zusammen. Die bisherigen parlamentarischen Stützpunkte und Beziehungen im Reichstag verloren ihren Wert, Presse- und Filmbeeinflussung waren nicht mehr möglich, die befreundeten Deutschnationalen verschwanden sehr bald aus der Regierung von Reich und Ländern. Die Diplomatenkreise wurden durchforstet. Kaum ein altbekannter Landrat, Oberbürgermeister, Regierungspräsident oder Oberpräsident blieb auf seinem Posten. Wohin man sah: neue Leute. Nur die Verbindungen zur mittleren Ministerialbürokratie blieben bestehen, aber ihr Einfluß war stark gemindert. Für die fachlichen Industrieverbände, die Präsidenten der Industrie- und Handelskammern und für die Reichsgruppe “Industrie” waren die bisherigen Exponenten der Großindustrie nicht mehr gefragt und nur wenige geduldet. Denn die NSDAP war in ihrem Selbstverständnis zweifellos antikapitalistisch. Die Großindustrie stand politisch vor einem Vakuum. Man muß dies alles mit aller Deutlichkeit sagen, um die ganze Unsinnigkeit der Behauptungen klarzulegen, die ursprünglich von kommunistischer Seite lanciert und von zahlreichen “Historikern” der “DDR” schnell aufgegriffen wurde:

Die Wirtschaft oder die Großindustrie hätten Hitler an die Macht gebracht bzw. vor und nach der Machtergreifung finanziert. Das hat mit den Tatsachen nichts gemein. Natürlich konnten im Jahre 1932 und Anfang 1933 die Großindustriellen nicht wissen, wie das alles 1933/34 kommen würde. Aber sie begannen es zu ahnen, als Papen für sie zum ‘Fehlschlag’ wurde. Erst ab 1932 wurden neue Verbindungen zur NSDAP geknüpft (die wirkliche Bezeichnung “nationalsozialistische Arbeiterpartei”) war ihnen fatal.

Es war schwer genug und geschah – von weniger bedeutenden regionalen Kontakten abgesehen – zentral für das Reichsgebiet als Ganzes im wesentlichen auf vier Wegen. Hitler gab seinem damaligen Wirtschaftsberater Wilhelm Keppler, einem sehr erfolgreichen badischen Fabrikanten, die Anregung, zur Erweiterung seines Gesichtsfeldes und zur Vorbereitung seiner gesamtwirtschaftlichen Informationen und Beziehungen informelle Berater um sich zu scharen, und so entstand der “Keppler-Freundeskreis”. zu dem später Himmler Beziehungen aufnahm. Keppler gewann Persönlichkeiten seines Bekanntenkreises zunächst aus der mittelständischen Industrie dafür. Je näher die Stunde X rückte, um so leichter ging es. Aber es wurden dafür keine Leute präsentiert, sondern höchstens akzeptiert und sie mußten von Kepplers Art sein, große wirtschaftliche Erfahrung sowie einen gesunden Menschenverstand besitzen, eher bieder, weder ehrgeizig noch großspurig sein. Schacht gehörte lose dazu und führte seinen Mitarbeiter Blessing ein. Aus dem Reichsfinanzministerim gehörte dazu Ministerialdirektor Olscher, ferner ein HelferichBruder, der ein erfolgreicher Textilindustrieller war, der Bankier Baron v. Schröder, der ehemalige U-Boot-Kommandant Steinbrink aus der Flick-Gruppe, sowie Bosch und Oetker; zu Siemens bestanden Beziehungen.

All das ist mehr oder weniger bekannt. Ich habe sie später nach 1933 alle gekannt, und es ist viel darüber geschrieben worden. Von der Gestaltung der Zukunft war die Rede, von der Oberwindung der Arbeitslosigkeit, aber wenig von Geld: dazu war Keppler zu schüchtern und ungelenk – nicht der richtige Mann . Aber in der Zeit knappen Geldes wurden auch aus diesem Kreis Mittel flüssig gemacht für die Reichsleitung der NSDAP. Gauleitungen, Kreisleitungen, Ortsgruppen mußten sich selbst finanzieren . Verständlicherweise flossen die Gelder ab 1933 etwas reichlicher . Eine weitere Verbindung lief über “Bürgermeister Winkler” und über Walter Funk, damals in der Industrie, vor allem in der Schwerindustrie, als höchst fähiger Chefredakteur der “rechten” Berliner Börsenzeitung und Wirtschaftskenner bekannt und angesehen. 1933 wurde er Staatssekretär bei Goebbels und 1938 Reichswirtschaftsminister . Er verstand sich schon mehr aufs Geld und machte manchen Scheck locker, nicht ohne seine Geldgeber – darunter auch “Staatsrat” v. Stauss von der Deutschen Bank – lobend herzustellen. Er brachte seine Freunde und Gönner mit Hitlers rechter Hand, Hermann Göring, zusammen, der eine geschickte Art hatte, der Spendenwilligkeit nachzuhelfen. Göring war schließlich für Funks Freunde endlich einmal “aus unserer Kiste” – so sagte man damals -, mit dem man reden konnte: Jagdflieger aus dem Ersten Weltkrieg und Pour-le-meriteTräger. Schließlich war da noch der große Thyssen, der das “berühmte” Industriellentreffen in Düsseldorf arrangiert e und Hitler Gelegenheit zu einer Rede vor diesem “erlauchten” Kreis der echten Großindustrie gab und auch für Zahlungen an die Partei sorgte.

Aber das waren keine Riesensummen (sie wuchsen später mit den Erfolgen):

100.000 bis 150.000 RM pro Unternehmen – einer soll sogar einen Scheck über 250.000 RM ausgestellt haben; in den Zeiten der Wirtschaftskrise war das auch für Unternehmer viel Geld.

Für die NSDAP aber waren das damals nur Tropfen auf einen heißen Stein des Geldbedarfs, der durch die politische Propaganda und die mit großer Kraft geführten Wahlkämpfe und die Herausgabe von Parteizeitungen entstand. Ortsgruppen, Kreisleitungen und Gauleitungen, die vor 1933 ganz überwiegend mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und freiwilligen Helfern arbeiteten , finanzierten sich aus den Monatsbeiträgen und Spenden ihrer Mitglieder , die damals schon die Millionengrenze überschritten hatten, und die Flut von Versammlungen und der große Druckaufwand wurden durch die Millionenscharen von Wählern finanziert (Hitler erhielt bei der Reichspräsidentenwahl 1932 = 11,3 Millionen Stimmen), die bei allen Kundgebungen, Wahlveranstaltungen und Straßensammlungen “für den Kampfschatz der NSDAP” in die überall entgegengehaltenen Sammelbüchsen ihr Geld steckten oder die offen oder diskret ihre nicht immer kleinen Scherflein bei der Ortsgruppe ablieferten.

Die Reichsleitung wurde innerhalb der Partei durch eine Art Matrikularbeiträge finanziert (wie die Länderbeiträge an das Reich heißen ). Aber die Aufwendungen für die überallhin zu Veranstaltungen fahrenden oder – wie Hitler – im Flugzeug reisenden führenden Nationalsozialisten, die im ganzen Lande sprachen, waren groß. Da kamen die Zahlungen der Ind ustrie natürlich äußerst gelegen, aber lebenswichtig für Kampf und Sieg Hitlers waren sie ganz gewiß nicht, sondern eine angenehme Beigabe, mehr nicht. Die Finanzierung der Großindustrie hat Hitler bestimmt nicht zur Macht verholfen! Für die Relationen ein Beispiel:

Für das erste Winterhilfswerk 1933 (!), also noch zur Zeit großer Not, wurden vom Volk damals – man muß das in Beziehung zu der damaligen hohen Kaufkraft des Geldes sehen – 350 Millionen RM gespendet! Nach damaligen Schätzungen entfielen davon auf Großspenden nicht mehr als 50 bis 75 Millionen Mark. Der größere Teil wurde in Form von Mittel- und Kleinbeträgen aufgebracht!

……….

Großindustrie und Staat im Dritten Reich

Um es gleich hier zu sagen:

Weder hat sich die Großindustrie als Gruppe Einfluß erkauft, noch hat sie zu irgendeiner Zeit wirklich ins Gewicht fallenden Einfluß besessen.

Vor 1933 und nach 1933 waren die Großindustriellen als Gruppe, als Einzelpersonen und als Unternehmensleiter unsicher, was sie von einer nationalsozialistischen Regierung halten und von ihr erwarten sollten. In ihrer Mehrzahl und als Gruppe verhielten sie sich daher eher abwartend, skeptisch oder auch besorgt. Das gilt besonders für die Zeit bis zum Röhm-Putsch, zum Tod Hindenburgs und bis zum Ausscheiden Bugenbergs aus der Regierung. Danach wirkte das Regime konsolidiert , kraftvoll und zielbewußt. Hitler hatte Partei und Staat vollends im Griff, der soziale Friede schien stabilisiert, dem Elend der Arbeitslosigkeit war das Rückgrat gebrochen, die Kaufkraft wuchs, Produktion und Volkseinkommen stiegen stetig, Erfolge der Landwirtschaftspolitik und der landwirtschaftlichen Marktordnung wurden sichtbar. Der revolutionäre Sturm war vorüber. Man konnte wieder hoffen, so schien es.

Die Fülle der öffentlichen Investitionen und die ersten Auswirkungen der Remilitarisierung machten sich in Bauwirtschaft und Schwerindustrie bemerkbar, und große Investitionen in der Rohstoffwirtschaft standen vor der Tür. Die ersten Rüstungsaufträge wurden erteilt, eine Luftfahrtindustrie ins Leben gerufen, die Werften erhielten Aufträge ; die Wirtschaftsbelebung war unverkennbar. Zugleich war der politische Horizont weniger umwölkt. Die außenpolitischen Aktivitäten Hitlers erschienen allerdings äußerst gewagt, aber der Austritt aus dem Völkerbund, die militärische Besetzung des linksrheinischen Gebietes gingen ohne besonderen Eklat vorüber, mit Großbritannien wurde ein Fl ottenabkommen geschlossen, mit Polen eine Art Nichtangriffspakt, zu Italien entwickelten sich freundschaftliche Beziehungen, beiderseitig nützliche Warenaustauschverträge mit den Staaten Südosteuropas kamen hinzu; die Olympischen Spiele in Berlin 1936 waren auch ein internationaler Erfolg; der überraschende, sensationelle Anschluß Osterreichs wurde akzeptiert.

Da folgte ein entsetzlicher Rückschlag:

Die Ereignisse der “Reichskristallnacht” (9.11.1938) und die völlig unerwartete und unlogische Verschärfung der antisemitischen Maßnahmen schufen im Inneren Empörung und Unsicherheit zugleich. Sie verschlechterten aber auch das außenpolitische Klima in aller Welt und brachten schwere Einbrüche im Export. Die Industrie war wieder schockiert und verunsichert. Sie erhob, wohl hauptsächlich mit dem Hinweis auf die Schädigung der außenwirtschaftliehen Beziehungen, Vorstellungen, fühlte sich aber mehr oder weniger hilflos – und war es auch. Hatte man doch nicht einmal die Möglichkeit gehabt, das Ausscheiden Schachts als Reichswirtschaftsminister, das die Großindustrie schockierte, zu verhindern. Trotz vieler guter persönlicher Beziehungen, vor allem zu vielen Wehrmachtsdienststellen, zu Göring und seinem Stabe, konnte von politischem Einfluß keine Rede sein. Zu mehr als der Möglichkeit persönlicher Vorstellungen im Interesse der eigenen Unternehmungen, in Fragen staatlicher Aufträge oder gewünschter Beteiligungen an Neuinvestitionen (leider auch an Arisierungen) oder Problemen minderen Ranges hinaus reichten Beziehungen und Einfluß nicht. Der einzige frühere Versuch der Stahlindustrie, 1936 gegen die Gründung der Stahlwerke in Salzgitter auf der Basis deutscher Eisenerze anzugehen, scheiterte gänzlich.

Außenminister von Ribbentrop unterhielt kaum Beziehungen zur Industrie; er gerierte sich ziemlich unnahbar. Beziehungen zum Auswärtigen Amt nützten nichts, da von Ribbentrop selbst zu seinem eigenen Ministerium eher lose Beziehungen unterhielt. Am Entscheidungsprozeß in wichtigen politischen Fragen war das AA schon aus Gründen der Gehehrthaltung viel weniger beteiligt als früher; daneben gab es keine Organisation, die es einer noch so wichtigen Gruppe ermöglicht hätte, auf außenpolitische Entscheidungen oder sonst auf die Außenpolitik einzuwirken. Der Führungsstil Hitlers ließ das einfach nicht zu. Bekanntlich wurde nicht einmal das Reichskabinett zu Rate gezogen, geschweige denn an der Entscheidungsfindung beteiligt. Hitler war offenbar bei seinen außenpolitischen Aktivitäten der Meinung, daß nur äußerste Geheimhaltung erfolgreiches Handeln ermögliche.

Insoweit war also der Regierungsstil rein diktatorisch. Das galt aber nur für die Angelegenheiten, die Hitler selbst an sich zog.

Es gab auch keine Organisationszentrale, keinen allumfassenden Befehlsfluß von oben nach unten, keinen Informationsprozeß von unten nach oben. Hitler wollte nur auf ausdrückliches Verlangen informiert oder um Weisungen angegangen werden. Göring, jeder Reichsminister und alle etwaigen Sonderbevollmächtigen in allen Ebenen hatten freie Entscheidungsbefugnis in ihrem Arbeitsbereich. Zu übergeordneten wirtschaftlichen oder rüstungspolitischen Problemen wurden – wenn auch selten – Einzelpersönlichkeiten – nicht Gruppen – als Sachverständige von Göring, oder im Kriege von Hitler selbst hinzugezogen. Die Wehrmachtsteile bedienten sich zwar im breiten Umfang der Mitarbeit sachverständiger Persönlichkeiten der Wirtschaft und in technischen Fragen der Rüstung, aber das alles hatte mit Politik und mit politischem Einfluß nichts zu tun. Die Wirtschaft trat nicht als Partner oder gar gleichberechtigter Partner des Staates auf, sondern eher als nachgordnetes Organ, etwa als Diener des Staates, wie die Beamtenschaft oder auch die Wehrmacht.

Das Wesen des Führerstaates, der Diktatur manifestierte sich hauptsächlich darin , daß Staat und Regierung eine höhere Ebene einnahmen als z.B. in der Weimarer Republik; denn – so die Staatsphilosophie – allein die NSDAP und ‘der Führer’ repräsentierten den Volkswillen und vollstreckten ihn. Es gab keine Parteien neben der NSDAP; die früheren waren aufgelöst worden. Es gab keine wirtschaftlichen, sozialen oder “gesellschaftlichen” Kräfte, die als Partner der Regierung hätten auftreten oder sich als solche fühlen können oder die Forderungen von Gruppen hätten annehmen können. Als in völliger Verkennung dieses Prinzips ein gewisser Kessler sich 1933 als “Führer der Wirtschaft” etablieren und als solcher dem Reichswirtschaftsminister gegenüber als gleichberechtigter Partner zu agieren beginnen wollte, wurde er mit Zustimmung Hitlers von dem damals amtierenden beamteten Staatssekretär des Reichswirtschaftsministeriums Posse sofort abberufen. Der Nicht-Nationalsozialist Dr. Schacht war es dann, der 1934 durch das Gesetz zur Vorbereitung des organischen Aufbaus der deutschen Wirtschaft und die Folgegesetze eine sehr logische und gekonnte lückenlose Wirtschaftsorganisation aufbaute, die den Weisungen des Reichswirtschaftsministers, d.h. des Staates unterstand und die auch in Personalfragen seiner Zustimmung bedurfte.

Diese Wirtschaftsorganisation sollte den Grundsatz verwirklichen:

Staatliche Direktive, wirtschaftliche Exekutive. Die NSDAP als Partei hatte so gut wie keinen Einfluß auf diese Wirtschaftsorganisation, die sich im Frieden z.B. vor allem auch in der Organisat ion der Außenwirtschaft und im Kriege in der Mitwirkung an der Kriegswirtschaft außerordentlich als Instrument des Staates bewährte. Außer dieser Wirtschaftsorganisation gab es noch andere Verzahnungen des Staates in der Wirtschaft. Etwa in der von Schacht initiierten “Pflichtgemeinschaft der deutschen Braunkohlenindustrie” als finanzieller Basis der Treibstoffhydrierung aus Braunkohle oder in der von Hitlers Wirtschaftsbeauftragtem Wilhelm Keppler forcierten Heranziehung von Wirtschaftlern für die staatliche Exekutive. Professor Krauch (IG- Farben) wurde zum Vorsitzenden des Vorstandes der von der “Pflichtgemeinschaft” getragenen Braunkohlen-Benzin-AG berufen und brachte viele Mitarbeiter aus den “IG-Farben” mit. Er wechselte über in Görings “Amt für Deutsche Roh- und Werkstoffe” und wurde später auch Leiter der Reichsstelle für Wirtschaftsausbau und Görings “Generalbevollmächtigter für Sonderaufgaben der Chemie”. Die breite Beteiligung der IG-Farben AG war beinahe selbstverständlich, denn der größte Teil der Erfindungen synthetisch erzeugter Rohstoffe beruhte auf jahrelangen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der IG. Für die anderen Rohstoffarten berief Keppler in seinen Rohstoffstab Pleiger und mich als Wirtschaftler.

Das Prinzip: Wirtschaft durch Wirtschaftler führen zu lassen, dehnte sich im Frieden und Krieg bis in die Ära Speers hinein immer mehr aus. Aber alle, die so berufen wurden, schieden damit sozusagen automatisch aus den Reihen der Wirtschaft aus und wurden wegen ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten im Nebenberuf Staatsbeauftragte und hatten sich dessen bewußt zu sein; sie waren es ganz überwiegend auch. Im Prinzip konnte man sagen:

nicht die IG-Farben hatten über Krauch Einfluß auf den Staat, sondern der Staat hatte über Krauch Einfluß auf die IG. Und nicht die Stahlindustrie gewann über Pleiger Einfluß auf den Ausbau der Stahlkapazitäten, sondern umgekehrt.

……….

Die Speer – Ära

Und in der Speer-Ära: Die zahlreichen Ausschuß- und Ringleiter aus der Wirtschaft in Speers Rüstungsministerium regierten für Speer die Wirtschaft und nicht etwa Speer für die Wirtschaft . Nicht die Kohlenindustrie hatte durch die spätere Reichsvereinigung Kohle (RVK) Einfluß auf den Staat, sondern die RVK vollstreckte – exekutiv selbständig – die Direktiven des Staat es. Daß bei der außerordentlichen Breite, die dieses Prinzip gewann, nicht alle Wirtschaftler sich schnell genug in die Rolle von Nur-Staatsbeauftragten finden konnten und es so zu Interessenkonflikten kam, soll nicht verkannnt werden. Aber jede Regelung und jedes Prinzip ist beinahe vollko mmen, wenn es zu 80% funktioniert, und das war damals sicher der Fall . Im Kriege identifizierten sich Hunderte von Wirtschaftlern mit dem Staat, der ja uneingeschränkt – ob wir es wollten oder nicht – Wohl und Wehe seiner Bevölkerung in den Händen hielt. Die Frage einer Opposition oder gar Revolution der Wirtschaft stellte sich zu keinem Zeitpunkt, auch nicht bei denen, die ihr Vertrauen zum Staat verloren hatten oder ihn mißbilligten. Die auch von Historikern gestellte Frage, warum “unternahm” die Wirtschaft nichts, ist irreal. Sie hatte keine Macht, sie hatte niemanden, auf den sie sich bei Staatsstreich-Gedanken hätte stützen können. Sie saßen in einem Boot in schwerem Sturm:
Schaukeln versprach keine Rettung. Auch die Offiziersverschwörung des 20. Juli hatte ja niemanden hinter sich. Sie wußten es nur nicht.

Bis zu welcher Groteske “Historiker” der “DDR” das Verhältnis zwischen Staat und Wirtschaft verzerren können, zeigt die Behauptung, daß Kehrl als “Beauftragter des Monopolkapitals” in der zentralen Planung der eigentliche Macher war und die Mitglieder der Zentralen Planung nur Staffage. Es hat sicher niemanden in der Großindustrie gegeben, der auch nur für einen Augenblick ausgerechnet mich mittleren Industriellen als “Beauftragten der Großindustrie” angesehen hätte, zumal ich auch noch als Nationalsozialist bekannt war.

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Wirtschaft und Aufrüstung im Dritten Reich

In einem früheren Abschnitt dieses Beitrages wurde bereits dargelegt, daß weder die Wirtschaftsadministration noch die Industrie über die beabsichtigten außenpolitischen Aktivitäten Hitlers und über seine langfristigen außenpolitischen Ziele, wenn es solche überhaupt gegeben haben sollte, unterrichtet waren. Eine Aussöhnung mit Frankreich wurde auf den verschiedensten Ebenen auch in der Parteiorganisation betrieben:

Ein endgültiger Verzicht auf Elsaß- Lothringen, nicht aber auf das Saargebiet wurde propagandistisch vorbereitet. Großbritannien, Belgien und Holland galten außenpolitisch und militärisch, so viel man wußte, als tabu. Den einzigen echten, weil nicht zu verheimlichenden Hinweis auf Möglichkeiten künftiger kriegerischer Verwicklungen gaben Remilitarisierung und Aufrüstung. Jeder aufmerksame Beobachter in Wirtschaftsadministration und Industrie konnte aus Kasernen- und Flugzeugbau, aus der Garnisonvermehrung, aus den neuerrichteten Flugzeugwerken und ihrem Ausstoß sowie aus den Bestellungen von Bekleidung und Ausrüstung einerseits und aus Waffenaufträgen andererseits seine Schlüsse ziehen.

Der durch das 100.000 Mann-Heer bedingte Nachholbedarf bei allen Waffengattungen war so groß, daß mindestens bis 1938 nichts Auffallendes in Erscheinung trat , was auf weit gesteckte Ziele hätte schließen lassen. Wohl wurde Dr. Schacht 1936 in seiner Eigenschaft als Reichswirtschaftsminister “für den Fall drohender Kriegsgefahr” – so genannter MOB-Fall (Mobilisierungsfall) – zum “Generalbevollmächtigten für die Wirtschaft” (GBW) (inklusiv Agrar-, Finanz- und Arbeitsressort) bestellt und ein System von Mobilmachungsvorbereitungen in allen Ministerien institutionalisiert, doch war dies nicht Aufsehen erregend. Das 100.000 Mann-Berufsheer hatte Mobilmachungsvorbereitungen nicht nötig gehabt: es war ein Kader-Heer gewesen. Als Funk in der Nachfolge von Schacht 1938 Reichswirtschaftsminister wurde, wurde auch er GBW; Funk war sicher keine martialische Gestalt, wie man sich einen Generalbevollmächtigten im Kriege vorstellen konnte. In seiner Eigenschaft als GBW wurde ihm ein Staatssekretär nur für die Mobvorbereitungen zunächst mit dem beamteten Staatssekretär Dr. Posse beigegeben. Im RWM und in militärischen Dienststellen witzelte man, daß diese beiden Personalentscheidungen “ein überzeugender Friedensbeweis” Hitlers wären. Beide waren als “Krisenmanager” im Kriege schwer vorstellbar.

Im Programm des Vierjahresplanes, der mir in seiner Gesamtheit, auch des militärischen Sektors, damals bekannt wurde, war nichts enthalten, was nicht sinnvollerweise auch in denselben Größenordnungen ohnehin aufgrund des Devisenmangels und des Rohstoffeinfuhrbedarfs unserer Industriewirtschaft hätte getan werden müssen, wenn auch gleichzeitig die im Amt für Deutsche Roh- und Werkstoffe und im Wirtschafts- und Rüstungsstab des Generals Thomas tätigen Offiziere nicht müde wurden, sogenannte “Forderungen der Wehrmacht” auf allen Gebieten als vordringlich zu repräsentieren. Aber eigentlich wären nur die Kapazitäten für Flugtreibstoff und Sprengstoffe und ihre Vorprodukte und vielleicht Aluminium für die Luftwaffe für die erwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Friedensfall in dieser Größenordnung nicht nötig gewesen. Von einem echten methodischen Gesamtplan für die Wehrmacht, die einen großen Krieg hätte führen sollen, war damals nichts wahrnehmbar. Es gab viele, oft nicht zusammenhängende Einzelplanungen zahlreicher Dienststellen (nach dem bewährten militärischen Grundsatz: zuviel fordern schadet nie, Unterdeckung macht Ärger). Von einer durchdachten, auf einen großen Krieg abgestellten Planung aber konnte überhaupt keine Rede sein. Noch nicht einmal über den echten Bedarf war man sich auch nur einigermaßen klar. In dem über Erwarten kurzen Polenkrieg 1939 hatte sich z. B. die Luftwaffe an Bomben total verworfen, d.h. man war am Ende des Krieges fast ohne Bestände. Für den Frankreichkrieg aber war das Vielfache des Munitionsbedarfes der Artillerie vorhanden. (im “Blitzkrieg” kam die Artillerie weniger zum Schießen, als man errechnet hatte).

(Aus den Rüstungsplanungen konnte weder die Wirtschaftsadministration noch die Rüstungsindustrie das Bevorstehen eines großen  Krieges, geschweige denn eines Weltkrieges ablesen oder auch nur erahnen. Nicht zuviel ist behauptet, wenn ich sage: die eigentliche echte Aufrüstung für den Krieg begann erst im Kriege!
Auch militärische Tatsachen beweisen das eindeutig!)

Ende August 1939, vor Ausbruch des Polen-Krieges, wurden in großer Breite über Nacht Angehörige der Jahrgänge 1896-1900 zur Wehrmacht eingezogen, um die aktive Truppe mit Soldaten aufzufüllen, die aus dem Ersten Weltkrieg über Kriegserfahrungen verfügten. Die Mannschaften, Unteroffiziere und Feldwebel sollten die aktiven Einheiten sozusagen durch ein Korsett Kriegserfahrener abstützen. Diese Jahrgänge wurden bald nach Beendigung des Polen-Krieges wieder entlassen.

Bei Beginn des Krieges im August 1939 waren die Nachbarn des Deutschen Reiches ihm an militärischen Einheiten und Zahl der kriegsbereiten Soldaten weit überlegen, auch wenn man nur Frankreich und Polen berücksichtigt. Nach dem Aufmarsch gegen Polen verbleiben für die Westfront ganze 18 Reservedivisionen, acht aktive Divisionen und keine einzige Panzerdivision. Ihnen standen 110 französische Divisionen gegenüber! Unsere Treibstoffvorräte deckten bei Kriegsausbruch einen angenommenen Bedarf von 4 bis 5 Monaten bei voller Mobilisierung.

Remilitarisierung und Rüstung waren bei Ausbruch des Weltkrieges zwar in vollem Umfang angelaufen, hatten aber bei weitem noch nicht die Stärke der uns umgebenden Streitkräfte erreicht. Es war daher nur natürlich, daß Wirtschaftsadministration und Industrie rein gefühlsmäßig, ohne Kenntnis der exakten militärischen Zahlen, die Entwicklung seit dem Münchener Abkommen mit großer Sorge und tiefer Skepsis verfolgten. Hier war die Entwaffnung der Tschechoslowakei durch militärische Erpressung der eigentliche Wendepunkt. Hitler hatte in München eine Garantie für die Rest-Tschechei zwar nicht schriftlich abgegeben, aber eindeutig in Aussicht gestellt; erstmalig wurden Nichtdeutsche der Souveränität des Reiches unterstellt. Beides mußte uns – so unsere Meinung – das Vertrauen der Welt kosten. Die Eröffnung des Krieges gegen Polen und die Kriegserklärung Englands und Frankreichs stießen dann die Tore zu einer gefahrdrohenden Zukunft weit auf.

……….

Krieg als Ausweg?

War die Aufrüstung für die Besserung der wirtschaftlichen Binnenstruktur des Reiches notwendig?

Hat gar die gesamtwirtschaftliche Situation 1938/39 Hitler zum Kriege getrieben, um seine Popularität mit neuen Erfolgen vor dem Sinken zu bewahren oder weil die Wirtschaftslage ihn zu dieser expansionspolitischen Ersatzhandlung zwang?

Beide Thesen kann man nur als völlig aus der Luft gegriffen, ja absurd bezeichnen.

1. Hitlers Popularität war, wie schon geschildert, 1938/39 auf einem kaum noch zu überschreitenden Höhepunkt angelangt. Politisch war die volle Einbeziehung des linksrheinischen Gebietes in die Souveränität des Reiches erreicht, die Eingliederung Österreichs und des Sudetenlandes, die vom ganzen Volk gebilligt wurde, war ohne einen Schwertstreich gelungen. Das Saargebiet gehörte wieder voll zum Reich. Die diskriminierenden Einschränkungen des Versailler Vertrages auf dem militärischen Gebiet (100.000 Mann-Berufsheer, keine Luftwaffe, keine Kriegsflotte) waren beseitigt. Das Deutsche Reich war gleichberechtigt auf allen Gebieten.

2. Die Wirtschaft und Volk vernichtende Arbeitslosigkeit war, wie geschildert, überwunden, Vollbeschäftigung ab Ende 1938 erreicht, dabei sogar noch in der gleichen Zeit die deutsche Auslandsverschuldung von 19 Mrd. RM im Februar 1933 auf 9 Mrd. RM 1938 reduziert.

Nein, die Aufrüstung war 1938/39 nicht ein notwendiger Motor der Volkswirtschaft, sie behinderte im Gegenteil eine gleichberechtigte Entwicklung aller Bereiche der Industrie, da z.B. die Gebrauchsgüter- und Verbrauchsgüterindustrie durch mangelnde Devisen- und Rohstoffkontingentzuteilung gegenüber der an der Rüstung beteiligten Industrie benachteiligt und bei Maschineninvestitionen behindert war.

3. Leys Arbeitsfront plante umfassende soziale Investitionen und das Ernährungsministerium hatte ein großes Programm der Mechanisierung und Motorisierung der Landwirtschaft auf Lager, ja der Aufbau einer kompletten Kühlkette vom Produzenten bis zum letzten Verbraucher für leicht verderbliche landwirtschaftliche Produkte – damals noch eine ganz neue Idee – wurde vorbereitet! Die Motorisierung stand für heutige Begriffe erst am Anfang, die Reichsbahn hatte große Investitionspläne und sogar der Export, insbesondere nach Südosteuropa und Südamerika, hätte wesentlich gesteigert werden können, wenn nur die notwendigen Kontingente verfügbar gewesen wären. Bauten für die Handelsflotte hätten anstelle der bevorzugten Kriegsflotte begünstigt werden können. Überall hatte es an Investitions- und Produktionsideen nur so gesprudelt bei der Dynamik, die die Wiederbelebung der Industrie aus der Erstarrung der Krisenjahre freigesetzt hatte. All das wurde durch die Präferenz für Rüstungsgüter und Rüstungsinvestitionen verhindert. Ohne Krieg und ohne neuen “Lebensraum” hätten Wirtschaft und Volk volkswirtschaftlich einer erfolgreichen Zukunft entgegengehen können.

4. Einige Autoren scheinen noch andere “innenpolitische Motive” Hitlers zu vermuten oder für möglich zu halten.

Ich zitiere nur einige Hinweise aus den Beiträgen zum Sammelwerk. Forstmeier/Volkmann “Wirtschaft und Rüstung am Vorabend des zweiten Weltkrieges”!

Timothy W. Mason spricht u.a. von “Krisenerscheinungen im Inneren, von einer inflationären Zerrüttung der deutschen Geld- und Kreditwirtschaft” oder davon, daß “die Staatsfinanzen aus den Fugen geraten wären”, davon daß “DAF (Deutsche Arbeitsfront) völlig versagte”, von einer “Exportmüdigkeit”, von “einer schweren sozialen Spannung”, ja sogar “vom Abbau der sozialpolitischen Errungenschaften” (Seite 189) – ohne klarzumachen, was er damit meint. Und schließlich “Opferbereitschaft der Beherrschten war nicht gegeben”.

Allan S. Milward spricht gar von “einer extremen Anti-Arbeiterpolitik”, Hans-Erich Volkmann von einer “unüberwindbaren Krisensituation 1938/39″.

Hier sind anscheinend aus mir nicht bekanntem und von den Verfassern auch nicht erwähntem Quellenmaterial viel zu weitgehende Schlüsse gezogen worden. General Thomas z.B. übernahm vielfach kritiklos die absichtliche Schwarzmalerei von Schacht oder auch des Preiskommissars Wagner oder vielleicht auch der von mir sehr häufig gelesenen Wochen- oder Monatsberichte des S.D. Ihnen allen fehlte es nur allzu oft am Verständnis für Größenordnungen und Zusammenhänge.

Eines kann ich als zeitgenössischer, vollorientierter Betrachter und Mittäter mit aller Entschiedenheit sagen:

“Von schweren sozialen Spannungen”, von “einer extremen Anti-Arbeiterpolitik” oder davon, daß die “DAF völlig versagte”, konnte 1938/39 nicht die Rede sein. Und daß eine “hohe Opferbereitschaft der Beherrschten” gegeben war, das hat der Verlauf des Krieges doch wohl unwiderlegbar bewiesen. Zu dieser Problematik möchte ich ausnahmsweise aus meinem Buch “Krisenmanager im Dritten Reich” zitieren. (S. 45)

“Vor einiger Zeit las ich in einem Artikel der Gräfin Dönhoff in der ‘Zeit’:

‘Eigentlich ist es verblüffend, daß bei der vielfältigen Repräsentanz, die dem Bürger vom Elternbeirat bis zum Parlament zur Verfugung steht, das Gefühl, nicht beteiligt zu sein, sich heute zu so unerträglicher Bedrückung auswächst – während in der Hitlerzeit, als die individuelle Meinung überhaupt nicht zählte, die Mehrzahl das Gefühl hatte, unendlich viel zu bewirken.’
—————–
Es war damals einfach das Gefühl, daß nicht ‘die’ etwas be wirkten, sondern daß ‘wir’ etwas bewirkten. Je der war dabei oder konnte dabei sein, wenn er wollte. Ich befürchte, die Geschichte der für die Arbeitsfront, die Frauenschaft, die Volkswohlfahrt, für ‘Kraft durch Freude’, für ‘Mutter und Kind’ arbeitenden Hunderttausenden von Idealisten wird nie geschrie benwerden. Für die aber, die sich der damaligen Zeit erinnern, war das ein wichtiger – wenn nicht der wichtigste – Inhalt der Zeit des Dritten Reiches, der erst mit dem Kriegsbeginn mehr in den Hintergrund trat.

Ausgehend von den Gedanken des Gesetzes ‘zur Ordnung der nationalen Arbeit’ wurde die soziale Gesinnung und Verantwortung der Unternehmer auf breitester Front geweckt und mobilisiert. Jahrelange  erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Vertrauensräten und der Arbeitsfront bewirkten, daß der Hauptsinn, die Überwindung des Klassenkampfdenkens und die Ausschaltung des Streiks als mögliches Kampfmittel in überraschendem Ausmaß gelang.”

Nur eins habe ich diesem Zitat jetzt hinzuzufügen: Ich habe begründete Hoffnung, daß von in hohem Maße kompetenter Seite die Geschichte der Sozialpolitik des Dritten Reiches bald geschrieben werden wird.

Zutreffender wird vielfach die wirtschaftliche Entwicklung historisch behandelt. Sie ist z.B. in “Außenhandel und Aufrüstung in Deutschland 1933 bis 1939″ auf den Seiten 81 bis 111 (nicht 112) vollkommen zutreffend nachgezeichnet worden.

5. Auch Timothy W. Mason kann nicht widersprochen werden, daß “eine gewaltige Inflation in Gang gekommen war” – nur nach den Erfahrungen aus Vergangenheit und Gegenwart ist das Wort “gewaltig” allerdings bei weitem zu hoch gegriffen -, und die “Finanzen (auch 1938/39) kritisch zu werden begannen”, zumal gerade in diesen beiden Jahren (aber erst dann !)”der internationale Rüstungsboom” sich auszuwirken begann.

Aber von einer echten Krise oder gar einer bedrohlichen Krise kann zu diesem Zeitpunkt nach meiner Kenntnis keinesfalls gesprochen werden.

Es trifft zwar auch zu, daß anzunehmen war, daß “der Finanzbedarf der öffentlichen Hand weiter wachsen”, daß “permanenter Devisenmangel” sich verstärken würde. Aber krisenhaft war die Lage trotz alledem zu diesem Zeitpunkt nicht. Die von Mason geschilderte Problematik war ja auch einer der Streitpunkte, derentwegen Dr. Schacht 1938 als Reichswirtschaftsminister und im Januar 1939 als Reichsbankpräsident ausschied.

Funk ersetzte ihn in beiden Funktionen. Er, die Männer seines Reichsbankdirektoriums und gar der Reichsfinanzminister Schwerin-Krosigh waren kenntnis- und ideenreiche Persönlichkeiten und sicher eher vorsichtige Naturen. Sie traten natürlich alsbald zur Bestandsaufnahme zusammen. Zur Panik war kein Anlaß. Man würde die Finanzen und die inflationäre Entwicklung im Griff behalten, ohne daß spektakuläre Maßnahmen notwendig wären.

Man hatte beides noch immer im Griff, als das Jahr 1940 zu Ende ging und die besetzten Gebiete sowie die wirtschaftliche Lage Italiens schwierige Probleme aufwarfen.

Geldsteuerung, strikte Devisenbewirtschaftung, Rohstoff- und Produktionssteuerung sowie Preiskontrollen waren in den letzten Jahren zu einem Instrumentarium entwickelt worden, das sich sehen lassen konnte und eine beachtliche Flexibilität ermöglichte. Allerdings, weder der von einigen Historikern als Zeuge zitierte Darre noch General Thomas und sein Wirtschafts- und Rüstungsstab waren mit Wesen, Arbeitsweise und Ineinandergreifen dieses Instrumentariums vertraut.

Auch die pessimistischen Voraussagen Schachts bewahrheiteten sich mindestens bis zum Ausbruch des Rußland- Krieges so gut wie nicht.

6. Timothy W. Mason schreibt in seinem wiederholt erwähnten Beitrag (auf Seite 165):

“Auch im Sommer 1939 war ein Raubkrieg ganz gewiß nicht der einzige Ausweg aus dieser Sackgasse.”

Sehr richtig! Ein Raubkrieg wurde auch garnicht geplant, vielleicht aus dem einfachen Grunde, weil niemand im Reich zu wissen schien, daß in den niederländischen, belgischen und französischen Häfen gewaltige Mengen von Rhstoffen zur Kriegsvorbereitung angehäuft lagerten. Und man hätte es wissen können! Denn die “BI Z” in Basel. “Bank für internationalen Zahlungsausgleich”, hatte treu und brav über diese Sonderimporte und Einlagerungen laufend berichtet. Aber diese Berichte wurden wohl von den ressortmäßig Zuständigen nicht gelesen, vielleicht weil sie zu geheim waren! Als ich in der ersten Juniwoche 1940 im Auto die neuen besetzten Gebiete Niederlande, Belgien und Nordfrankreich besuchte, besichtigte ich u.a. auch die Häfen Rotterdam, Antwerpen und Calais, die mit Importen auch oder gerade an Rohstoffen aller Art vollgestopft waren (fast ausschließlich vorsorgliche Einkäufe der Regierungen selbst).

Niemand hatte sich bis dahin für den Inhalt der Lagerhallen interessiert. Sie waren durch Wachen des OKW und der Marine “gesichert”. Die militärischen Dienststellen stritten sich darüber, wem die Kriegsbeute zustände. Dafür, daß der Hafeninhalt und dazu tief gestaffelte Läger im Inland durch mögliche Luftangriffe und daraus entstehende Flächenbrände aufs äußerste gefährdet waren, schien bei uns niemand zuständig zu sein, so wie offenbar bei Englands und Frankreichs Streitkräften niemand zuständig war für solche leicht durchführbaren Zerstörungen durch Luftangriffe.

Ich hatte die eingelagerten Mengen verschiedenster Rohstoffe über den Daumen geschätzt und General von Hanneken bei meiner Rückkehr unterrichtet. Weder er als Rohstoffzuständiger im RMW noch General Thomas hatten davon gehört oder sich jedenfalls auch nur dafür interessiert. Mit dem OKW vereinbarte ich eine sofortige Abtransportaktion durch zivile Stellen. (Die Intendantur wäre zu langsam gewesen). Die Vereinnahmung dieser Bestände, die dann zügig weitergeführt wurde, war im übrigen völkerrechtlich völlig einwandfrei, da es sich fast zur Gänze um Staatseigentum handelte, das nach der Haager Landkriegsordnung als “Beute” einzustufen war. Durch zähe Verhandlungen mit dem OKW wurde schließlich festgelegt, daß alle Rohstoffbestände der Dispositionsgewalt des Reichswirtschaftsministeriums unterlägen.

……….

“Autarkie” – Teil der NS – Weltanschauung?

Im Jahre 1968 hat Dieter Petzina – wohl als erster – eine gründliche Arbeit vorgelegt, die unter sorgfältiger Auswertung aller damals verfügbaren Quellen und vor allem auch Statistiken die Landwirtschaftspolitik, die Rohstoffpolitik, die Devisenpolitik und zum Teil die Außenhandelspolitik des Dritten Reiches in den Jahren 1933- 1939 im großen und ganzen durchaus zutreffend nachzeichnet.

Dazu möchte ich aber mit einigen kurzen Ergänzungen und zusätzlichen Betrachtungen beitragen:

1. Mir ist keine Führungspersönlichkeit im Dritten Reich bekannt, die “Autarkie” als Schlagwort propagiert oder als unverzichtbaren Teil einer NS-Lebensraumpolitik ausgegeben hätte.

2. Einige beiläufige Bemerkungen von Herrn Petzina könnten den Eindruck erwecken, als ob Autarkiepolitik Teil irgendwelcher Bestrebungen gewesen wäre, “ein antiliberales Wirtschaftssystem zu errichten” (Seite 10). An anderer Stelle heißt es kurz : ” . . . daß der Vierjahresplan Deutschland aus dem weltwirtschaftliehen Verbund herauslösen sollte” (Seite 18). Die Lockerung eines weltwirtschaftlichen Verbundes – wenn von einem solchen nach der katastrophalen Wirtschaftskrise überhaupt in dieser konkreten Form in den Dreißiger Jahren die Rede sein konnte – war höchstens die zwangsläufige Folge von Devisenmangel und Exportrückgang, nicht aber ein etwa angestrebtes Ziel.

3. Petzina weist selbst darauf hin, daß die mangels anderen Dokumentenmaterials “wichtige Quelle seiner Untersuchungen” Material des ehemaligen Wehrwirtschafts- und Rüstungsamtes gewesen sei, das Oberst Thomas leitete. Dieses Material darf für historische Untersuchungen nur mit einer gewissen Vorsicht benutzt werden. Mir war Oberst Thomas persönlich gut bekannt, zumal er verwandtschaftlich mit der Niederlausitzer Tuchindustrie verbunden war, daher weiß ich auch zuverlässig, daß er damals und später eng mit Schacht liiert war. Das erklärt vielleicht zum Teil, daß Thomas in seinen umfangreichen Ausarbeitungen, Vermerken und Protokollen vieles einfach durch die Brille Schachts sah, und Schacht neigte – vorsichtig ausgedrückt – beileibe nicht zu großer Objektivität, wenn er argumentierte.

4. Mindestens in drei wichtigen Punkten hatte Schacht eindeutig völlig Unrecht.

a) Er maßte sich mit übergroßer Überheblichkeit und in einem unmöglichen Stil an, die Landwirtschaftspolitik des Reichsernährungsministers Darres zu kritisieren und Abänderungen zu verlangen, obwohl Darre ihm keinesfalls unterstellt, sondern gleichgestellt war. Ich erhielt zur damaligen Zeit laufend Kopien der gewechselten Briefe über diese Zusammenhänge von beiden Seiten.

b) Schacht verweigerte die Zuteilung von Devisen an das REM, die diese zu Recht angefordert hatte, um den ihm, Schacht, unterstellten Wirtschaftsbereich mit Devisen ausreichender versorgen zu können. Er wollte also als Richter in eigener Sache fungieren.

c) Die Tatsache, daß Schacht als Reichsbankpräsident die Devisen verwaltete, bedeutete keineswegs den Besitz einer Verfügungsgewalt. Einigten sich zwei Ressorts nicht, so stand die Entscheidung nur dem Reichskanzler zu. Hitler übertrug daher auch folgerichtig die Entscheidungsbefugnis über die Devisen für die Zukunft Göring als seinem (quasi Reichskanzler-Stellvertreter).

d) Gegenüber Keppler und später auch Göring nahm Schacht den Standpunkt ein, die Herstellung von Ersatzstoffen (wie er das zu nennen beliebte, obgleich diese Bezeichnung verpönt war) wäre nur “wirtschaftlich vertretbar”, wenn sie nicht teurer wären als ausländische Rohstoffe. Diese Behauptung war ebenso willkürlich wie unlogisch. Sie richtete sich vorwiegend gegen Buna, gegen deutsches Eisenerz und chemische Fasern. Wenn wir nicht genug Devisen zur Verfügung hatten, um unseren Bedarf an diesen Rohstoffen decken zu können, so konnte unmöglich daraus der Schluß gezogen werden,  kein teures Buna oder teure chemische Fasern zu verwenden.

Es wäre etwa ebenso logisch gewesen, wenn Schacht sich auf den Standpunkt gestellt hätte: Wenn wir nicht gewinnbringend exportieren könnten, müßte eben der Export unterbleiben, weil ein Exportverlust wirtschaftlich “nicht vertretbar” wäre.
Hier nahm aber Schacht eine völlig andere Stellung ein. Im “neuen Plan” wurde u.a. der Export massiv durch Exportzuschüsse gefördert, die bis zu 60% der erzielbaren Verkaufspreise gingen. Die Motive Schachts waren also offensichtlich andere als “wirtschaftliche Vertretbarkeit.”

5 . Petzina schreibt über die Zeit der Devisenkrise 1936 u.a.:

“Göring versuchte zunächst einer Entscheidung auszuweichen, indem er die Erfassung aller “in deutschem Besitz befindlichen ausländischen Wertpapiere, sowie die beschleunigte Eintreibung deutscher Warenaußenstände und die mögliche Realisierung deutscher Auslandsbeteiligungen anordnete.”

Es wird hier verkannt, daß die “Devisenkrise “ganz überwiegend darauf zurückzuführen war, daß die exportierende Wirtschaft, besonders in deh letzten zwölf Monaten, eine Tendenz an den Tag gelegt hatte, nicht auf schnelle Bezahlung der Außenstände zu drängen; ihr war es vielfach lieber, auf alle Fälle frei verfügbare Devisenguthaben im Auslande zu wissen und daher auf ihre prompte Bezahlung nicht nur nicht zu drängen, sondern – wie es schien – sie in manchen Fällen sogar ….?

Ich selbst hatte diesen Tatbestand durch Stichproben in meinem Handelskammerbezirk ermittelt und Keppler eine entsprechende Aktion der Reichsbank angeraten, die auch prompt ausreichenden Erfolg hatte. Es handelte sich daher keineswegs um die “Ausschöpfung der letzten Ressourcen”, wie Petzina meint, sondern um die Beseitigung einer Fehlentwicklung.

Was hatte es also mit der Autarkie tatsächlich auf sich? Petzina weist mit Recht darauf hin, daß der Begriff Autarkie eine weit zurückreichende Geschichte hat . Im “Ploetz – Auszug aus der Geschichte -” wird das Wort “Autarkie” im Sachregisterverzeichnis auf fünf Seiten aufgeführt, zum ersten Mal in archaischer Zeit, zum zweiten Mal wird das Wort erwähnt in der ägyptischen Geschichte unter den Ptolomäern, dann im Rahmen der Wirtschaftspolitik Mexikos während des zweiten Weltkrieges und schließlich im Zusammenhang mit der Wirtschaftspolitik Argentiniens zwischen 1944 und 1946. Der Brockhaus 1921 definiert Autarkie “als Wirtschaftsform eines Staates, der infolge des Besitzes von fruchtbarem Boden, Bodenschätzen und Kraftquellen (Kohle und Wasser) vom Ausland wirtschaftlich unabhängig ist”. Das alles waren wir leider nicht. Was fälschlicherweise als Autarkiepolitik angegriffen wird oder wurde, war nichts anderes als durchdachtes, intensives, umfassendes, pragmatisches Handeln in einer wirtschaftlichen Krisenlage. Das hatte mit Weltanschauung oder nationalsozialistischem Gedankengut überhaupt nichts zu tun.

Dies ist vielleicht der geeignete Platz, noch einigen anderen Irrtümern entgegenzutreten:

Ich bin z.B. von Historikern gefragt worden, ob die Wirtschaftsadministration in ihrem Handeln durch nationalsozialistische Philosophien oder weltanschauliche Zielsetzungen beeinflußt oder behindert wurde. Das wurde sie nicht. Politische Begriffe wie Rassismus, Lebenraumerweiterungen oder gar Germanisierung, waren im wirtschaftspolitischen Bereich einfach nicht vorhanden. Die Germanisierung war eher eine Privatphilosophie Himmlers im SS-Bereich, von der verschwommenen Idee ausgehend, daß germanische Erbrassen wertvoller wären als andere Rassen und daher Beziehungen zu Völkern germanischen Ursprungs besonders eng geknüpft werden müßten. In der Wirtschaftspolitik hatten solche Träume keinen Platz. Es wurde auch in keiner Weise an die in der Wirtschaftspolitik Tätigen herangetreten, um Einfluß zu gewinnen. Die Wirtschaft und die Wirtschaftspolitik hatten im Dritten Reich auch in der Außenpolitik nichts zu suchen. Wir wurden an der Gestaltung der Außenpolitik in keiner Weise beteiligt. Wenn Entscheidungen getroffen waren, wurden wir nur spät und unvollkommen informiert.

Zuständig für die Außenpolitik war natürlich theoretisch das Auswärtige Amt, aber das war mehr Theorie. Denn die echte Außenpolitik spielte sich im kleinsten Kreise auf hoher Ebene ab:

Hitler, Reichsaußenminister, sein Staatssekretär, einige Ministerialdirektoren des AA und wichtige Botschafter. Das Auswärtige Amt war in seiner Ministerialbürokratie etwa in gleicher Weise besetzt wie eh und je. Daran hat auch von Ribbentrop nichts geändert, obwohl er mit drastischen Plänen umging. Es gab nur einen Teil der Außenpolitik, auf dem die Bürokratie des Auswärtigen Amtes eine Priorität beanspruchte und weitgehend durchsetzte, und das war
der Abschluß von Außenhandelsverträgen. Hier wachte die Leitung und Büro kratie des Auswärtigen Amtes eifersüchtig darüber, daß sie die Richtlinien der Außenhandelsverträge zu bestimmen hätten, was immer man sich darunter vorstellte. Die Richtlinien ergaben sich fast zwangsläufig aus dem Klima, das mit den einzelnen Staaten bestand, aber im übrigen ist die Aushandlung von Außenhandelsverträgen ja eine ganz pragmatische Sache. Das Auswärtige Amt konnte beim Wirtschaftsministerium zwar darauf drängen, daß die nie endenwollenden Wünsche Italiens einigermaßen befriedigt oder Spanien bedeutende Zusagen für Lieferungen gegeben würden, falls es auf unserer Seite in den Krieg einträte (was nicht möglich war) oder daß schließlich die Handelsvertragswünsche Südeuropas möglichst pfleglich behandelt werden sollten. Hier aber endete schon der politische Einfluß.

Wenn ich im vorhergehenden von “Wirtschaftsadministration” gesprochen habe, so meine ich damit nicht nur das Reichswirtschaftsministerium, sondern auc h die ministerielle Organisation des Vierjahresplanes. Sie war nicht sehr umfangreich, und ich kannte so ziemlich alle dort Tätigen. Aber ich kann mich an keinen einzigen entsinnen, der behauptet hätte, er wäre aus Überzeugung Anhänger des Nationalsozialismus, oder dem es, hätte er dies behauptet, geglaubt worden wäre. Auch im Reichswirtschaftsministerium waren engagierte Nationalsozialisten eine absolute Minderheit. Es ist schon möglich, daß neu eintretende Assessoren oder Regierungsräte ein Parteibuch hatten, aber eine Rolle spielte das eigentlich nicht, denn wir waren ja nicht im eigentlichen Sinne mit Politik befaßt. Die Unterschiede lagen mehr im Temperament: Wir Nationalsozialisten legten weniger Vorsicht, weniger Ängstlichkeit, weniger Bürokratismus an den Tag und wir besaßen möglicherweise mehr Verantwortungsfreudigkeit, mehr Durchsetzungsfähigkeit, mehr Tempo, vielleicht auch mehr sachliches Engagement.

Schließlich und wohl hauptsächlich waren wir Nationalsozialisten optimistisch, die Bürokratie von eh und je und jetzt noch mehr eher pessimistisch und skeptisch.

Der Bewegungsspielraum für die Wirtschaftsadministration war gering. Alles drehte sich um die “Ressourcen”, ihre Vergrößerung so weit es in unserer Möglichkeit lag, das sparsame Umgehen mit ihnen, das sinnvolle Verteilen in der Gegenwart und Vorbereitung für eine schwärzer werdende Zukunft. Über die zuständigen Militärbefehlshaber berieten wir die Administration in den besetzten Gebieten 1943 fuhr ich mit meinem Minister Funk nach Italien, um unseren Bundesgenossen zu beraten, wie er mit seinen Ressourcen besser haushalten könnte. Im Laufe der letzten Kriegsjahre war natürlich immer das Hauptproblem, Ressourcen für die Rüstung frei zu machen und trotzdem das Wirtschaftsleben aufrecht zu erhalten, so gut es ging.

Für uns war das nicht Politik. Es war Krisenmanagement im wahrsten Sinne des Wortes. Deswegen habe ich auch mein Buch “Krisenmanager im Dritten Reich” genannt.

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Machtstrukturen

Eike Henning nimmt in einem Beitrag zu dem Sammelband “Wirtschaft und Rüstung am Vorabend des Zweiten Weltkrieges” an einer Stelle daran Anstoß, daß für Ernst Nolte” in der Führerbewegung nur der Führer verbindliche Aussagen machen kann”. Das war aber in der Tat so. Hitlers Macht drückte sich darin aus, daß er Partei und Staat total regierte. Personelle Entscheidungen in der obersten Führungsregion von Partei und Staat konnten nur von ihm und wurden nur von ihm getroffen. Das galt für Reichsminister, Reichsstatthalter und Botschafter im Staat ebenso wie für die höchsten SA- und SS-Führer sowie Reichsleiter und Gauleiter in der Parteiorganisation. Jeder dieser Machtträger konnte zu jedem Zeitpunkt abberufen werden, ohne daß es vorstellbar gewesen wäre, daß er je Widerstand geleistet oder sich gar damit durchgesetzt hätte. Das gilt ganz merkwürdigerweise auch noc h für die Zeit des letzten halben oder dreiviertel Jahres des Krieges, als Hitler – meiner Meinung nach – gar nicht mehr regierungsfähig war. Es erstreckt sich auch auf die ranghöchsten Machtausübenden, wie z.B. Göring oder Himmler (oder auf Gauleiter); sie alle besaßen gewissermaßen nur eine abgeleitete Macht.

Es wäre nicht vorstellbar gewesen, daß die Macht, die einer der Großen hatte, von ihnen gegen Hitler hätte eingesetzt werden können. Natürlich gab es aber Per sönlichkeiten, die großen Einfluß hatten. Aber Macht und Einfluß sind ganz verschiedene Kategorien. Der Führungsstil Hitlers, über den ich noch getrennt schreiben will, war in allen Bereichen darauf abgestellt, daß er selbst so “wenige Entscheidungen wie möglich” treffen wollte. Er wollte auch nicht laufend ohne Not über alles Geschehen oder auch das wichtigste Geschehen in allen Bereichen informiert oder gar um Weisungen gebeten werden. Hitler bildete für sich zeitlich und sachlich Entscheidungsschwerpunkte, auf die er sich ausschließlich konzentrierte. Es kam allerdings auch vor, daß er – eher selten – Entscheidungen zu Einzelproblemen an sich zog.

Aber generell galt, daß z.B. jeder Gauleiter, Reichsminister oder “Reichskommissar” in besetzten Gebieten alles nach eigenem Ermessen entscheiden konnte, es sei denn, er traute sich selbst in einem bestimmten Fall eine eigene Entscheidung nicht zu. Dasselbe Prinzip galt auch für Sonderbevollmächtigte auf allen Stufen.

Es mußte von niemandem, der Vollmachten oder Befugnisse besaß, mit Gremien oder Personen “Übereinstimmung” herbeigeführt werden. Auf diesem – gefährlichen – System beruhte die Schlagfertigkeit und Schnelligkeit, mit der eine Riesenorganisation zeitweise über weite Teile Europas unbürokratisch funktionierte.

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“Faschismus”  im Dritten Reich – kommunistischer Etikettenschwindel

Schlägt man den “Ploetz”, Auszug aus der Geschichte, Ausgabe 1968, auf, so liest man in der Zusammenfassung zu Neueste Geschichte auf Seite 1211 u .f. .

“Während sich die bolschewistische Herrschaft mit aller Rücksichtslosigkeit innerpolitisch durchsetzt und Rußland sich zur gewaltigen Industriemacht entwickelt, krankt Europa an den Gegensätzen, die im Jahre 1919 nicht beseitigt, sondern vervielfacht worden sind. Verfassungspolitisch ist dies begleitet von einer allgemeinen ‘Krise der Demokratie’, wirtschaftspolitisch von einem Zurückbleiben des Potentials der europäischen Staaten gegenüber der Entwicklung der großen Weltmächte. Der heraufkommende Gegensatz zwischen dem weltrevolutionären bolschewistischen Rußland einerseits, den Vereinigten Staaten von Amerika und Westeuropa andererseits wird in den Dreißiger Jahren überdeckt durch die Expansionspolitik der im Gegensatz zu den anderen großen Völkern eingeengten Deutschen, Italienern und ]apanern. In Italien und Deutschland werden im Faschismus und Nationalsozialismus neue politische Ideologien und Verfassungsformen entwickelt, in denen die Krise der Demokratie überwunden und die militante Abwehr gegen den Bolschewismus  ausgedrückt sein soll.”

In historischen Beiträgen zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Dritten Reiches stößt man vor allem bei “Historikern” in der “DDR” darauf, daß “Nationalsozialismus” generell durch “Faschismus” ersetzt wird. Die in der “DDR” heranwachsenden Generationen sollen gar nicht erfahren, daß es National s o z i a 1 i s t e n gab oder gar, daß die NSDAP eine “Arbeiter-Partei” war. Gleichzeitig soll dadurch offenbar der “Kapitalismus” als mit schuldig – oder gar Hauptschuldiger – am Kriege einbezogen und abgestempelt werden, in dem die Unternehmer einer “faschistischen Machtstruktur” bezichtigt werden. Diese Verfremdung wird auch erstaunlich unbekümmert von nicht wenigen “Historikern” und “Historiographen” in der Bundesrepublik Deutschland übernommen, obwohl sie wissen müßten, daß es sich um echte Geschichtsfälschung handelt.

Es hat nun einmal im Dritten Reich keine Faschisten, keine faschistischen Machtstrukturen und keine faschistische Organisation gegeben. Der Name “Faschismus” oder “faschistisch” wurde auch von Gegnern des Nationalsozialismus im Dritten Reich nie gebraucht, und noch nicht einmal von den Siegern, als sie das Deutsche Reich besetzten. Sie sprachen schlicht von “Nazis und Nazismus”.

In seinem Buch “Die deutsche Diktatur – Entstehung, Struktur und Folgen des Nationalsozialismus” hatte der Historiker Karl Dietrich Bracher als Erster eine staatspolitisch relevante deutsche Gesamtdarstellung des Nationalsozialismus gegeben. Erfreulicherweise hat er diese Arbeit jetzt ergänzt durch das Buch “Zeitgeschichtliehe Kontroversen zum Faschismus, Totalitarismus, Demokratie” (Serie Piper, Band 142).

Das Wort “Totalitarismus” führt Bracher als einen Oberbegriff ein, in dem sich alle Bedrohung der Freiheit” vereinigt. Er definiert komprimiert die Merkmale des Totalitarismus – mögen sie nun rechts oder links sein – so:

“Ausschließlicher Führungsanspruch einer Partei und Ideologie, volle Kontrolle aller Kommunikationsmittel und aller Mittel des Zwanges.”

Bracher weist darauf hin, daß auch wenn das totalitäre System, wie der sowjetische Kommunismus, mit kollektiver Führung beginnt, die Tendenz zum “Führerkult” immanent ist: Stalin, Mao, Castro.

Der Begriff “Faschismus” oder “faschistisch” hat in den letzten Jahren zunehmend seinen ursprünglichen Sinn verloren, wenn er je einen hatte. In einer Betrachtung über Brachers Buch schreibt Joachim Besser, früher Chefredakteur des Kölner Stadt-Anzeiger, u.a.:

“Wer ist eigentlich ein Faschist? Darauf ließe sich, wenn man eine Summe aus vielen politischen Diskussionen ziehen will, antworten: jeder, der mir nicht paßt.
In der Tat ist die Faschismus-Diskussion ins Ideologische entartet. Sie hat völlig den historischen Boden unter den Füßen verloren.
Jedes nicht westlich-demokratische System wird so schlagwortartig anqualifiziert, obwohl es vielleicht nur einige wenige `faschistische´ Elemente in sich trägt, wenn überhaupt. Strauss wird als Faschist bezeichnet. Linke Studenten erhielten den gleichen Vorwurf von Günter Grass zugespielt und die radikalen Linken wiederum nennen simplifizierend alle, die nicht ihrer Meinung sind, Faschisten.
Die Moskauer Propaganda läuft auf gleichen Touren. Wer dem Kreml widerspricht, ist ein Faschist, und Sozialdemokraten sind der Einfachheit halber `Sozialfaschisten´. Ein so verwendeter Begriff wird sinnlos, man schämt sich, ihn noch zu gebrauchen.”

Eins steht jedenfalls fest, wer mit dem Wort “faschistisch” in der Geschichte des Dritten Reiches um sich wirft, will nicht geschichtliche Tatbestände klären, sondern vernebeln oder verfälschen.

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Hitlers Führungsstil

Als ich Ende 1934 vom “Beauftragten des Führers und Reichskanzlers für Wirtschaftsfragen”, Wilhelm Keppler, nach Berlin berufen wurde, stürzte ich mich nicht nur in die mir zugedachte spezielle Arbeit. Als Provinzler wollte ich auch von vornherein möglichst viel über die politische Landschaft in Erfahrung bringen, in der ich arbeiten sollte: über die wichtigsten Persönlichkeiten in der neuen Ära und ihre Eigenheiten, über die wirtschaftspolitischen Ziele der Partei, über die beabsichtigte Regierungsorganisation, über Hitlers Arbeitsweise, über Informationsfluß und über Entscheidungsprozesse und vieles mehr.

Die wichtigste Informationsquelle war für mich damals zunächst Keppler selbst, der Hitler seit Jahren gut kannte. Bald lernte ich viele Persönlichkeiten aus Partei und Staat kennen und begann, mir selbst ein gewisses Bild zu machen. Meine Erkenntnisse wurden noch vertieft und überwiegend bestätigt, als ich später im Wilhelm-Straßen-Prozeß über ein Jahr lang auch täglichen Umgang mit Lammers und Meissner hatte, die die Reichskanzlei bzw. die “Präsidialkanzlei” geleitet hatten. Sie bestätigten nachträglich fast in allem das Bild, das ich schon früher über das gewonnen hatte, was ich als “Hitlers Führungsstil” bezeichnen möchte.

Keppler hatte mir in den Anfangswochen unserer Zusammenarbeit einmal gesagt:

“Sie als präziser und in Ordnungskategorien denkender Preuße (noch dazu aus Brandenburg an der Havel) werden sich schwer tun die Denk- und Arbeitsweise Hitlers nachzuvollziehen. Denn erhat in vielem doch eher das Temperament und vielleicht auch die Denkweise eines österreichischen Künstlers.”

Als Keppler ihn bedrängt hatte, das noch aus dem Jahre 1923 stammende, äußerst unzulängliche und kleinkarierte so genannte Programm der NSDAP, das z.B. für die Wirtschaft überhaupt keinen Aussagewert habe, zu revidieren, lehnte Hitler das strikt ab. Seiner Meinung nach war die Arbeit an Parteiprogrammen schädlich, weil die Diskussion darüber die Einheit der Partei durch Meinungsverschiedenheiten unterhöhlt, und außerdem zwecklos, da fortlaufend neue Probleme auftreten, deren Lösung nicht durch abstrakte theoretische Festlegungen behindert werden dürfe. Hitler habe sich – so Keppler auch immer wieder entschieden gegen Staatswirtschaft gewandt, weil sie zu “unschöpferischem Bürokratismus” führen müsse. Die größten Leistungen gingen in der Wirtschaft – wie auch sonst im Leben – von Einzelpersönlichkeiten aus. Diese müßten auch als Unternehmer genügend Bewegungsfreiheit haben, dürften aber nicht – z.B. durch Interessenverbände – Einfluß auf die Wirtschaftspolitik als Ganzes gewinnen. Dieses sei ausschließlich Sache des Staates als Treuhänder des ganzen Volkes.

Eine Entwicklung zum Ständestaat hin, wie er von Mussolini mit den Korporationen eingeleitet worden war, lehnten Keppler und Hitler strikt ab. Die Wirtschaft dürfe kein Staat im Staate werden. Aus dieser Einstellung folgte in etwa, daß der Staat sich in der Wirtschaftspolitik auf eine Art Richtlinienkompetenz beschränken und nach Möglichkeit die Durchführung im einzelnen Organisationen der gewerblichen Wirtschaft überlassen sollte, mit Pflichtmitgliedschaft ausgestattet, aber nicht nur mit gewissen Rechten, sondern vor allem auch Pflichten.

Hitler hatte auch eine hohe Meinung von “preußischer Verwaltung”. Die preußischen Beamten wären stets integer, pflichtbewußt, fleißig und auch nicht ungeschickt gewesen, wenn auch sehr konservativ beharrend und Veränderungen abhold. Er brauche daher in die eigentliche Verwaltung nicht einzugreifen. Aber Regierung und Politik bestehen keineswegs nur aus Verwaltung. Schnelle, gekonnte Reaktionen auf neue Entwicklungen könne man von der Beamtenschaft nicht erwarten. Schnelle Entscheidungen wären mcht ihre Sache. Bei den folgenden Betrachtungen klammere ich den militärischen Bereich ganz aus. Über ihn ist sehr viel geschrieben worden, und David Irving hat in seinem Buch “Hitler und seine Feldherren” durch die undoktrinäre und wirklichkeitsnahe Darstellung erst vor kurzem einen hervorragenden Beitrag geleistet.

Aus der oben geschilderten Sicht zog Hitler – so sehe ich das – folgende Konsequenzen, die u.a. seinen Führungsstil bestimmten:

1. Er wollte selbst so wenig Zeit wie möglich mit verwaltender Regierungsarbeit verbringen. Die Reichskanzlei leitete Staatssekretär, später Reichsminister, Lammers, der früher im Reichsinnenministerium für Verfassung zuständig war – von Haus aus Jurist. Er erwies sich als Meister bei der Abfassung und Begründung von Gesetzen, Verordnungen, Erlassen und Regierungsverlautbarungen aller Art.

Die Präsidialkanzlei war – wie bekannt – zuständig für die Aufgaben Hitlers als Staatsoberhaupt, die Reichskanzlei für seine Tätigkeit als Reichskanzler. Als Leiter der Präsidialkanzlei wurde Staatssekretär, später Staatsminister, Meissner von Hindenburg übernommen. Beide Kanzleichefs hatten keine Macht, aber auf ihrem Gebiet Einfluß, insbesondere bestimmte Lammers, was Hitler in seiner Eigenschaft als Reichskanzler vorgelegt werden sollte und machte meist akzeptierte Vorschläge für erforderliche Reaktionen oder Antworten. Hitler unterschrieb sehr bald ziemlich alles, was Lammers ihm zur Unterschrift vorlegte; er vertraute ihm.

2. Besprechungen im größeren Kreise waren nach Hitlers Auffassungen Zeitverschwendung. Sie produzierten vor allem Bedenken, brachten Zeitverzögerung und behinderten zügiges Handeln. Richtige Informationen oder Aufklärung ohne Diskussionen waren, wenn überhaupt, besser und schneller durch Besprechungen unter vier Augen oder im kleinsten Kreise zu erzielen. Daher auch seine Abneigung gegen Kabinettssitzungen, aber auch z.B. gegen Tagungen und Besprechungen mit den Gauleitern in ihrer Gesamtheit. Auch den “Notenaustausch” zwischen den Ministerien mißbilligte Hitler. Den Ministerbesprechungen sollte aber in jedem Falle Lammers beiwohnen, um – sofern er das für nötig hielte – Hitler orientieren zu können.

3. Im allgemeinen seien Ministerien und andere Verwaltungseinheiten nach ihrer Struktur, Arbeitsweise und Denkweise ungeeignet, neu auftauchende Probleme und Aufgaben zügig und wirkungsvoll zu lösen, besonders dann, wenn sie – was häufig der Fall war – auf Versäumnissen der Vergangenheit beruhten. In letzterem Falle würde jeder zuständige Minister natürlich geneigt sein, zur Selbstrechtfertigung gegen die Behauptungen einer Fehlentwicklung anzukämpfen oder die Lösung verzögerlich zu behandeln.

4. Aus alldem ergibt sich Hitlers besondere Bevozugung von Sonderaufträgen und Sondervollmachten aller Art. Für die Ministerialbürokratie waren sie natürlich allgemein äußerst lästig, zumal oft Abgrenzungsschwierigkeiten auftraten. Hitler blieb aber dabei und Göring ahmte ihn darin nach – übertrieb es aber -, eintretende Krisen oder neu auftretende Probleme außerhalb der üblichen Regierungsmaschinerie bearbeiten zu lassen. Hitler war dabei der Meinung, daß ideenreichen und tatkräftigen Einzelpersönlichkeiten, denen man zeitlich dringende und auch zeitlich begrenzte Aufgaben stellte, ein zügiges Arbeiten durch ausreichende Vollmachten ermöglicht werden müsse. Reibungen und Überschneidungen mit bestehenden oder sich zuständig fühlenden Organisationen oder Dienststellen
mußten dann eben notfalls in Kauf genommen werden. Eine frustrierte Behörde könne leichter ertragen werden als eine frustrierte unentbehrliche Persönlichkeit.

Dazu einige Beispiele:

Als Hitler sich zum großzügigen Ausbau der Autobahnen entschloß, wurde nicht das Verkehrsministerium, sondern Fritz Todt beauftragt. Als die Devisenlage eine Verbreiterung der Rohstoffbasis erforderte, wurde nicht das Reichswirtschaftsministerium, sondern Wilhelm Keppler beauftragt, “alle diejenigen wirtschaftlichen Maßnahmen durchzuführen, welche in Anbetracht der Devisenlage erforderlich sind, um ausländische Rohstoffe durch solche aus inländischer Erzeugung zu ersetzen.”

Als dies sich als unzureichend erwies, erhielt Göring (nicht Schacht) wegen seiner bewährten Durchschlagskraft eine umfassende Vollmacht auf diesem Gebiete. Als inflationäre Erscheinungen das Preisniveau 1936 in Bewegung brachten, wurde nicht das Reichswirtschaftsministerium und Reichsernährungsministerium angewiesen, dem in ihren Bereichen entgegenzuarbeiten, sondern Gauleiter Josef Wagner wurde “Preiskommissar” mit weitreichenden Vollmachten, weil die zuständigen Ministerien die Entwicklung verschlafen hatten.

5. Alles, was bis hierher geschildert wurde, hat eine stark formalistische Komponente. Der Führungsstil Hitlers beschränkte sich aber darauf keineswegs.

Hitler empfand sich – mit vollem Recht – als plebiszitärer Führer. Das Volk hatte sich für ihn entschieden, nicht in erster Linie für die NSDAP. Und er hielt die Durchführung seiner Ziele, die er anstrebte, nur für gesichert, wenn seine Autorität in Volk und P a r t e i völlig unangefochten war.

Partei- “Nebenregierung” war für ihn unakzeptabel, ja unvorstellbar. Nach dem Röhm-Putsch – der entgegen manchen Behauptungen von Historikern und solchen, die es sein möchten, ein echter Putsch war (ich habe im Gau Kurmark regional Einblick in ihn gehabt) – war sein Führungsstil darauf gerichtet, hier ganz klare Verhältnisse zu schaffen.

“Machtstrukturen” sollte es nicht geben. Nach dem Putsch wurde die SA hinsichtlich ihrer Aufgaben sowie personell entmachtet und führte nur noch ein Schattendasein; darüber hinaus wurde den Gauleitern – soweit noch notwendig – unübersehbar klar gemacht, daß sie nur regionale Aufgaben und Befugnisse und keinen darüber hinausgehenden Einfluß hätten. Es gab kein NSDAP-”Politbüro.”

6. Die Geschichte der Gauleiter, ihrer Funktionen und ihrer Arbeitsweise ist in einer hervorragenden zeitgeschichtlichen Forschungsarbeit festgehalten worden: Peter Hüttenherger “Die Gauleiter – Zum Wandel des Machtgefüges in der NSDAP”.

Diese Arbeit ist von besonderer Qualität und gibt m.E. die Wirklichkeit des Dritten Reiches zutreffend wieder. Die Zusammenfassung und der Gesamtüberblick auf der Rückseite des in der Schriftenreihe der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte herausgegebenen Artikels ist m.E. formal und tatsächlich optimal.

7. Es gehörte auch zu Hitlers Führungsstil, daß er aus den Reihen der Gauleiter immer wieder Leute seines Vertrauens mit Sonderaufgaben im Staat betraute, wie Bürckel, Sauckel, Lohse, Josef Wagner, Koch, Kube, und daß er ihnen – oft über die Grenze des Möglichen und Einträglichen hinaus – die in der Gemeinsamkeit alter Tage gewachsene Treue hielt.

Erteilte aber Hitler solche Aufträge, so waren die betreffenden Persönlichkeiten nicht in ihrer Funktion als Gauleiter tätig, sondern als Staatskommissare, die Hitler in seiner Eigenschaft als Reichskanzler und nicht in seiner Eigenschaft als Parteiführer unterstanden.

Abschließend muß eindeutig festgehalten werden:

Es gab niemanden in Partei und Staat, den Hitler nicht in jedem Augenblick aus seiner Position hätte abberufen können: Diese Gesamtkonstruktion schloß es aus, daß Hitler mit Querelen aller Art hätte kämpfen müssen. Insoweit war dieser Zustand eine wichtige Voraussetzung für seinen Führungsstil; er brauchte weder Arbeitskraft noch Zeitaufwand zu verschwenden, um mit Widerständen in Partei oder Regierung zu kämpfen. Und dieser Zustand der Omnipotenz dauerte – ganz unverständlicherweise – auch dann noch fort, als Hitler längst die Schwelle der Regierungsfähigkeit überschritten hatte, was nach meinen Beobachtungen und Vorstellungen spätestens im Juni 1944 der Fall war.

……….

“Deutscher Sozialismus” im Dritten Reich

Als die NSDAP unter dem Namen “Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei” gegründet wurde, geschah das zweifellos im bewußten Gegensatz zum internationalen Marxismus und besonders auch unter scharfer Ablehnung von dessen Grundidee, nämlich der Notwendigkeit des Klassenkampfes. An seine Stelle sollte der “Deutsche Sozialismus” treten, der keine Apparatur, kein Programm, sondern eine Gesinnung war.

Im Brockhaus 123 ist das Stichwort “Sozialismus” wie folgt formuliert:

“Der Inbegriff der weltanschaulichen und ökonomischen Theorien und praktischen Maßnahmen, die eine neue Lebens- und Wirtschaftsordnung unter stärkster Betonung der Wirtschaftsidee erstreben, im Gegensatz zu den individualistischen Auffassungen von Wirtschaft und Gesellschaft.”

Genau das war die vage Idee des deutschen Sozialismus. Hitler rief nicht zum Kampf aller gegen alle auf, sondern zur Volksgemeinschaft “aller Deutschen”. Dem Klassenkampf von rechts und links galt sein politischer Kampf. Das bald eingeführte Wort vom “Arbeiter der Stirn und der Faust” sollte eine Kluft zwischen Handarbeitern und geistig Arbeitenden schließen und das soziale Empfinden des Volkes ansprechen. Staat und Partei aber sollten die Aufgabe und die Pflicht haben, im Auftrag des Volksganzen den Schwachen im Volke zu helfen, sich selbst zu helfen. Mit dieser Zukunftsvision, gepaart mit der Forderung nach der Befreiung vom Versailler Diktat, wurde Hitler Führer einer Massenbewegung und schließlich Kanzler des deutschen Reiches. Von Gregor Strasser, dem Fraktionsvorsitzenden der NSDAP im Reichstag, stammt dazu das Wort von der “antikapitalistischen Sehnsucht des deutschen Volkes” (so Gauleiter Jordan in seinem Buch “Im Zeugenstand der Geschichte”). Diese “antikapitalistische Sehnsucht” erfüllte nach meiner Kenntnis auch die überwältigende Mehrheit der für das innenpolitische Geschehen stark bestimmenden Gauleiter sowohl nach ihrem Werdegang als auch nach ihren Lebenserfahrungen. Insoweit würde man sie nach heutigen Vorstellungen zweifellos als “Linke” einstufen, mindestens als “links von der Mitte” eingruppieren. In der Zeit zwischen der Machtübernahme und der ersten Reichstagswahl im Dritten Reich, im März 1933, stellte Keppler an Hitler die Frage, ob es nicht an der Zeit sei, den Namen der Partei zu ändern, nachdem doch jetzt von der Partei das ganze deutsche Volk angesprochen würde und die Mitglieder zu einem sehr hohen Anteil aus der Landwirtschaft und dem kleinbürgerlichen Mittelstande stammten. Hitler wies das ohne Besinnen zurück. Der Name der Partei solle und müsse so bleiben, wie er jetzt laute: Arbeiterpartei (nicht Partei der Arbeiter). Das bedeutete f ü r die Arbeiter – und das sei gut so. Es müßten sich alle Nationalsozialisten immer wieder einprägen, daß die Arbeiter am meisten der Hilfe der Partei bedürften. Die übrigen Berufsgruppen könnten sich schon eher selbst helfen.

Nach dem 30. Januar 1933 wurde nur wenig Zeit verloren, um die Grundgedanken einer Beendigung des Klassenkampfes durchzusetzen. Die Organe des Klassenkampfes, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, wurden aufgelöst. Der traditionelle Feiertag der Werktätigen, der 1. Mai, wurde am 1. Mai 1933 als Tag der “nationalen Arbeit” zu einem Feiertag des ganzen Volkes erklärt.

Die Beziehungen zwischen Unternehmern und Betriebsangehörigen wurden sehr bald durch das “Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit” auf eine ganz neue Basis gestellt und ein staatlicher Schutz für die Arbeiter durch das “Gesetz über die Treuhänder der Arbeit” geschaffen.

Da heißt es in § 3:

“Bis zur Neuordnung der Sozialverfassung regeln die Treuhänder anstelle der Vereinigungen von Arbeitnehmern, einzelnen Arbeitgebern oder der Vereinigung von Arbeitgebern für die beteiligten Personen die Bedingungen über den Abschluß von Arbeitsverträgen… Im übrigen sorgen die Treuhänder für die Aufrechterhaltung des Arbeitsfriedens. Sie sind zur Mitarbeit un einer neuen Arbeitsverfassung berufen.”

Die Treuhänder der Arbeit wurden im wesentlichen nicht als Berufsbeamte bestellt, sondern als Persönlichkeiten von bewährter sozialer Gesinnung und Vergangenheit.

Im folgenden Jahr wurde das “Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit” und auch das “Treuhändergesetz” geschaffen. Im übrigen wurde die Durchführung des deutschen Sozialismus, so möchte ich das nennen, von Adolf Hitler Robert Ley, dem Reichsorganisationsleiter der NSDAP, übertragen, indem er ihn mit der Schaffung der deutschen Arbeitsfront als Nebenorganisation der NSDAP beauftragte. “Betriebsführer” und “Arbeitnehmer” sollten in gleicher Weise Mitglied der DAF sein.

Über Robert Ley schreibt Joachim C. Fest in seinem Buch  “Das Gesicht des Dritten Reiches”:

”Die Erscheinung Robert Leys hingegen in ihrem zugleich schwächlichen, verstiegenden und derben, insgesamt aber dürftigen Zuschnitt legte den Verzicht auf einen zusätzlichen Beitrag um so eher nahe, als die persönlichen Strukturen sich in diesem Falle sich mit denen einiger Partner aus dem Gefolge Hitler weitgehend decken.”

Die Bemerkung zeugt von einer völligen Unkenntnis der Wirklichkeit des Dritten Reiches, und wahrlich nicht nur in diesem Falle. Robert Ley war eine der bedeutendsten, eigenständigsten Persönlichkeiten im Dritten Reich; von großem Ideenreichtum, großer motorischer, schwer zu bremsender Durchsetzungskraft und einem nie erlahmenden Idealismus und Willen, dem deutschen Arbeiter in seiner Gesamtheit zu einem besseren Leben zu verhelfen, so weit es nur irgendwie in seiner Macht stand. Insoweit war er der Ideenträger des “deutschen Sozialismus” schlechthin.

Die DAF vermochte mit der Autorität einer Parteiorganisation das an Lohn für die Arbeiter zu erkämpfen, was im Frieden betrieblich, gesamtwirtschaftlich und im Rahmen der erstrebten Preisstabilität irgend möglich war. Dabei nahmen zunehmend neben der Lohnhöhe selbst im Laufe der Jahre umfangreiche Nebenleistungen der verschiedensten Art einen besonderen Raum ein.

Im folgenden soll nur ein kurzer Überblick gegebenwerden durch ein Zitat aus der Schriftenreihe der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte Nr. 19 von Peter Hüttenherger “Die Gauleiter” – eine in jeder Beziehung sorgfältig recherchierte und objektiv wertende historische Arbeit:

“Die Übernahme der Gewerkschaftsvermögen und das Einkommen der Mitgliedsbeiträge machten die DAF zu einer außerordentlich finanzstarken Organisation. Als “angeschlossener Verband” der NSDAP besaß sie im Gegensatz zu den Gliederungen der NSDAP eigenes Vermögensrecht. Der Reichsschatzmeister der NSDAP hatte nur bestimmte Aufsichts- und Revisionsvollmachten, war aber nicht Verwalter des DAF – Vermögens. Mit ihren (1938) rund 23 Millionen Mitgliedern war die DAF zahlenmäßig fast fünfmal so stark wie die NSDAP und während viele NSDAP-Gaue in den ersten Jahren des Dritten Reiches noch immer verschuldet waren, konnte die DAF eigene Banken und po tente wirtschaftliche Organisationen errichten und ihren Einfluß kontinuierlich ausdehnen. Ley, dem  Gauleiter Wahl “krankhafte Organisationswut” nachsagte und der tüchtige Organisatoren wie Selzner zur Seite hatte, baute ab Januar 1934 das Reichsheimstättenamt auf, das bis 1936 über 200.000 Bauprojekte in Angriff nahm. Die DAF errichtete zahlreiche Schulen und Werkstätten für Berufserziehung und Umschulung, in denen nach Aussagen Leys bis 1936 250.000 Lehrkräfte beschäftigt und 2,5 Millionen Arbeitnehmer geschult wurden. Sie organisierte die Reichsberufswettkämpfe und gab in eigenen Verlagen 88 Fach- und Berufszeitschriften mit einer Gesamtauflage von I0 Millionen Exemplaren, außerdem eine Reihe von politisch propagandistischen Zeitschriften heraus (‘Arbeitertum’, ‘Schönheit der Arbeit’, ‘Der Aufbau’). Sie überwachte und leitete Einrichtungen zur Förderung der Volksgesundheit, das Riesenunterneh men ‘Kraft durch Freude’, baute Tausende von Grünanlagen, Hunderte von Sportplätzen und Schwimmbädern, unterhielt  igene Theater, ein Reichssymphonieorchester usw. , besaß ein Volksbildungswerk und einen sogenannten ‘Arbeiterdank’ zur Betreuung von Wehrmachtsreservisten. Zur Schulung der eigenen Funktionäre betrieb die DAF 9 Reichsschulen und 40 Gauschulen. Sie finanzierte auch die Parteischulen in den ‘Ordensburgen’ Vogelsang, Sonthofen und Grössinsee, die Ley in seiner Eigensechaft als Reichsorganisationsleiter der NSDAP unterstanden. Letztere waren ein Beispiel dafür, daß die Mittel und der Apparat der DAF auch dem Reichsorganisationsleiter zugute kam und dessen Stellung stärkten.”

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Motor der Außenpolitik Hitlers: Furcht vor dem Bolschewismus

Zwei Jahre war ich nach dem Kriege in alliierten Internierungslagern, zwei Jahre im Justizpalast in Nürnberg und zwei Jahre im Zuchthaus in Landsberg. Ich hatte damals ausreichend Zeit, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachzudenken. In bezug auf die Vergangenheit beschäftigte mich dabei natürlich und immer wieder die Frage: was war die Motivation für Hitlers Außenpolitik? Seitdem sind 40 Jahre vergangen und ich habe einen großen Teil des historisch Relevanten über die 6 Jahre Frieden und 6 Jahre Krieg des Dritten Reiches gelesen. In bezug auf die Motivation von Hitlers Außenpolitik bin ich im wesentlichen bei der Überzeugung geblieben, die ich mir schon im Justizpalast in Nürnberg gebildet hatte:

Der alles andere überschattende Leitstern von Hitlers Außenpolitik war die Furcht vor dem Bolschewismus.

1. Im August 1936 verfaßte Hitler eine Denkschrift über die Aufgaben des Vierjahresplanes. Sie war damals nur in drei Exemplaren vorhanden. Göring war es von Hitler untersagt worden, aus ihr vorzulesen oder sie gar weiterzugeben. Sie war also zweifellos nicht für Propagandazwecke bestimmt. Sie sollte auch nicht Dritte beeinflussen. Soweit ich daraus im folgenden zitiere, sind Unterstellungen aus dem Original übernommen. Die Zitate stammen sämtlich aus dem ersten Teil der Denkschrift, der die Unterüberschrift trägt:

Die politische Lage

“Politik ist die Führung und der Ablauf des geschichtlichen Lebenskampfes der Völker. Das Ziel dieser Kämpfe ist die Behauptung des Daseins. Auch die idealistischen Weltanschauungskämpfe besitzen ihre letzten Ursachen und erhalten ihre tiefsten Antriebe aus völkisch gegebenen Lebenszwecken und Zielen. Religionen und Weltanschauungen vermögen aber solchen Kämpfen stets eine besondere Härte zu geben und verleihen ihnen daher auch eine große geschichtliche Eindringlichkeit. Sie prägen dem Inhalt von Jahrhunderten ihren Stempel auf. Es ist dann nicht möglich, für Völker und Staaten, die im Bannkreis solcher weltanschaulicher oder religiöser Auseinandersetzungen leben, sich von den Ereignissen abzusondern oder auszuschließen. 

Christentum und Völkerwanderung bestimmten den geschichtlichen Inhalt von Jahrhunderten. Der Mohammedismus erschütterte den Orient und zugleich das Abendland ebenfalls auf die Dauer von einem halben Jahrtausend. Die Reformation zog ganz Mitteleuropa in den Bereich ihrer Folgen. Es war einzelnen Staaten dabei nicht möglich, sich – sei es durch Klugheit oder durch gewollte Teilnahmslosigkeit – von den Ereignissen auszunehmen. Seit dem Ausbruch der Französischen Revolution treibt die Welt in immer schärferem Tempo in eine neue Auseinandersetzung, deren extremste Lösung Bolschewismus heipßt, deren Inhalt und Ziel aber nur die Beseitigung und Ersetzung der bislang führenden Gesellschaftsschichten der Menschheit durch das international verbreitete Judentum ist. Kein Staat wird sich dieser geschichtlichen Auseinandersetzung entziehen oder auch nur fern halten können.

Seit sich der Marxismus durch seinen Sieg in Rußland eines der größten Reiche der Welt als Ausgangsgebiet für seine weiteren Operationen geschaffen hat, ist diese Frage zu einer bedrohlichen geworden. Einer in sich selbst weltanschaulich-zerrissenen demokratischen Welt tritt ein geschlossener, autoritär weltanschaulich fundierter Angriffswille gegenüber.

Die militärischen Machtmittel dieses Angriffswillens steigern sich dabei in rapider Schnelligkeit von Jahr zu Jahr. Man vergleiche mit der heute tatsächlich geschaffenen Roten Armee die Annahmen des Militärs vor 10, 15 oder 20 Jahren, um sich ein Bild der dann eintretenden Verhältnisse zu machen.

Deutsc hland wird wie immer als Brennpunkt der abendländischen Welt gegenüber den bolschewistischen Angriffen anzusehen sein. Ich fasse dies nicht als eine erfreuliche Mission auf, sondern als eine leider durch unsere unglückliche Lage in Europa bedingte Erschwerung und Belastung unseres völkischen Lebens. Wir können uns aber diesem Schicksal nicht en ziehen.

Unsere politische Lage ergibt sich aus folgendem:

Europa hat zur Zeit nur zwei dem Bolschewismus gegenüber als standfest anzusehende Staaten: Deutschland und Italien. Die anderen Länder sind entweder durch ihre demokratische Lebensform zersetzt, marxistisch infiziert und damit in absehbarer Zeit selbst dem Zusammenbruch verfallen oder von autoritären Regierungen bcherrscht, deren einzige Stärke die militärischen JMachtmittel sind, d. h. aber: sie sind infolge der Notwendigkeit, die Existenz ihrer Führung den eigenen Völkern gegenüber durch die Brachialgewalt der Exekutive zu sichern, unfähig, diese Brachialgewalt zur Erhaltung der Staaten nach außen anzusetzen. Alle diese Länder wären unfähig, jemals einen aussichtsvollen Krieg gegen Sowjetrußland zu führen.

Wie denn überhaupt außer Deutschland und Italien nur noch Japan als eine der Weltgefahr gegenüberstehende Macht angesehen werden kann. Es ist nicht der Zweck dieser Denkschrift, die Zeit zu prophezeien, in der die unhaltbare Lage in Europa zur offenen Krise werden wird. Ich möchte nur in diesen Zeilen meine Überzeugung niederlegen, daß diese Krise nicht ausbleiben kann und nicht ausbleiben wird, und daß Deutschland die Pflicht besitzt, seine eigene Existenz dieser Katastrophe gegenüber mit allen Mitteln zu sichern und sich vor ihr zu schützen und daß sich aus diesem Zwang eine Reihe von Folgerungen ergeben, die die wichtigsten Aufgaben betreffen, die unserem Volk jemals gestellt worden sind.

Denn ein Sieg des Bolschewismus über Deutschland würde nicht zu einem Versailler Vertrag führen, sondern zu einer endgültigen Vernichtung, ja Ausrottung des deutschen Volkes.

Das Ausmaß einer solchen Katastrophe kann nicht abgesehen werden. Wie denn überhaupt der dicht bevölkerte Westen Europas (Deutschland inbegnffen) nach emem bolschewistischen Zusammenbruch wohl die grauenhafteste Völkerkatastrophe erleben würde, die seit dem Verlöschen der antiken Staaten die Menschheit heimgesucht hat.

Gegenüber der Notwendigkeit der Abwehr dieser Gefahr haben alle anderen Erwägungen als gänzlich belanglos in den Hintergrund zu treten! …

Die militärische Auswertung soll durch die neue Armee erfolgen. Das Ausmaß und das Tempo der militärischen Auswertung unserer Kräfte können nicht groß und nicht schnell genug gewählt werden!

Es ist ein Kapitalirrtum zu glauben, daß über die Punkte irgendein Verhandeln oder ein Abwägen stattfinden könnte mit anderen Lebensno twendigkeiten. So sehr auch das gesamte Lebensbild eines Volkes ein ausgeglichenes sein soll; so sehr müssen doch in g wissen Zeiten einseitige Verschiebungen zuungunsten anderer, nicht so sehr lebenswichtiger Aufgaben vorgenommen werden. Wenn es nicht gelingt, in kürzester Frist die deutsche Wehrmacht in der Ausbildung, in der Aufgabenstellung der Formationen, in der Ausrüstung und vor allem auch in der geistigen Erziehung zur ersten Armee der Welt zu entwickeln, wird De utschland verloren sein!”

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2. Dieselben Gedankengänge wurden von Hitler in einer parteiinternen Rede wiederholt, die ich selbst Ende April 1937 auf einer “Schulungstagung” auf der Ordensburg Sonthofen hörte. Ich habe darüber in meinem Buch “Krisen manager im Dritten Reich” berichtet:

”Durch eine zielbewußte, aber auch rücksichtslose Politik des Kommunisms habe Stalin in den letzten Jahren aus dem Bauernvolk des früheren Rußland und aus einem Volk mit einer hohen Quote von Analphabeten ein Industrievolk wirtschaftlicher Potenz in nicht weniger als 15 Jahren geschaffen. Ausgehend von der hohen Begabung und dem Fleiß des russischen Volkes, der unverbrauchten Kraft undder starken Bevölkerungszunahme werde dieser Prozeß sich beschleunigen und in einem weiteren Jahrzehnt spätestens daraus eine wirtschaftliche und militärische Kraft entstehen lassen, der Europa nichts Gleichwertiges en tgegenzusetzen habe.

`Das ist für uns eine tieftragische Situation, aber unvermeidlich. Das Reich, sagte Hitler, ist nun einmal geographisch Europas Sperre gegen den Osten. Die Aufgabe, eine Überflutung politischer, militärischer und völkischer Art abzuwehren, ist uns vom Schicksal auferlegt, und wir können der Aufgabe nicht ausweichen.´ Er habe daher im Vierjahresplan alle Schritte vorbereitet, um uns durch Aufbau einer Rüstung und einer starken, schlagkräftigen Wehrmacht Möglichkeiten zu verschaffen, dieser Drohung mit Erfolg widerstehen zu können. Für ihn sei sicher, daß die Zeit nicht für uns, sondern für den Osten arbeitete.”

3. Die Teilmobilisierung der tschechoslowakischen Streitkräfte am 20. Mai 1938 und die Erwartung des hohen Wahlsieges Konrad Henleins, des Führers der Sudetendeutschen, am 22. Mai 1938 entschied über das Schicksal der Tschecho-Slowakei. Hitler wurde schlagartig klar, daß ohne die Ausschaltung der tschechoslowakischen Streitkräfte und Flugplätze, auf denen die Sowjetunion generelle Landeerlaubnis hatte, die Sowjetunion uns jederzeit in eine militärisch hoffnungslose Lage bringen könnte. Im Zusammenhang damit fiel das Wort “die Tschecho-Slowakei als Fulgzeugmutterschiff im offenen Leibe des Reiches” . Die dramatischen Maitage 1938 sind von Gauleiter Jordan als Tatzeuge dieser Tage (Hitler war bei ihm in Dessau) in seinem Buch ‘Im Zeugenstand der Geschichte’ geschildert.

4. Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt am 23. August 1939 und das gleichzeitig abgeschlossene Geheimabkommen über die Aufteilung Ost-Mittel – Europas in Interessensphären besiegelten auf Grund des hierdurch unbeeindruckten britischen Kriegswillens das Schicksal Polens. Nie wieder würde die Möglichkeit bestehen, mit Zustimmung der Sowjetunion die Ostgrenze des Deutschen Reiches so weit ostwärts vorzuschieben.

5. Die Besprechungen Hitler’s mit Molotow, dem Außenminister der Sowjetunion, am 12. und 13. November 1940 entschiedend ie Frage endgültig, ob es eventuell möglich sein würde, den Expansionsdrang der Sowjetunion nach Asien abzuleiten. Molotow bestand darauf, daß Rumänien, Bulgarien und die Dardanellen eindeutig zur Interessensphäre Sowjetrußlands gehören müßten. Als Molotow Berlin verlassen hatte, wurde von Hitler die Vorbereitung der Aktion “Barbarossa” angeordnet.

Während die Führung der Wehrmachtsteile gegen die Aggression gegen Dänemark und Norwegen und den Westfeldzug schwerste Bedenken geltend gemacht hatte, wurden solche Bedenken gegen einen Rußland-Feldzug kaum geltend gemacht. Man glaubte, wiederum einen Blitzkrieg erfolgreich durchführen zu können. Dann zeigte sich aber, daß dabei von falschen Voraussetzungen ausgegangen worden war. Trotz des hohen Lobes, das damals und auch noch von manchen Leuten heute dem deutschen Militärattacbe in Moskau und einem Teil des Nachrichtendienstes “Fremde Heere Ost” unter Gehlen gespendet worden ist, zeigte sich, daß rüstungsmäßig, militärisch und politisch von vollkommen falschen Voraussetzungen ausgegangen wurde.

Hitlers Furcht vor dem Bolschewismus erwies sich als voll begründet.

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Albert Speer`s  “Erkenntnisse”

Albert Speer
Schriftliche, beeidete Erklärung vom 15. Juni 1977

“Ich, Albert Speer, kenne die Bedeutung einer Eidesstattlichen Versicherung und erkläre hiermit wie folgt an Eides Statt:

Heute in Heidelberg, Schloß-Wolfsbrunnenweg 50, wohnhaft, habe ich das Studium eines Architekten an der Technischen Universität Berlin-Charlottenburg mit dem akademischen Grad eines Diplom-lngenieurs abgeschlossen. Ich wurde nach 1933 Hitlers Architekt, ab 1942 der für die Rüstung in der Regierung Hitlers verantwortliche Minister. Im Prozeß des lnternationalen Militärtribunals in Nürnberg zu zwanzig Jahren Haft verurteilt, wurde ich am 1. Oktober 1966 entlassen. Danach schrieb ich zwei Bücher “Erinnerungen” und “Spandauer Tagebücher”.

Der Judenhaß war der Motor und Zentralpunkt Hitlers, vielleicht sogar das eigentliche ihn bewegende Element. Das deutsche Volk, die deutsche Größe, das Reich, das alles bedeutete ihm letzten Endes nichts. Daher wollte auch der Schluß-Satz seines Testaments uns Deutsche nach dem apokalyptischen Untergang auf einen erbärmlichen Judenhaß festlegen.

Ich war in der Reichstagssitzung vom 30. Januar 1939 anwesend, als Hitler versicherte, daß bei einem Krieg nicht die Deutschen, sondern die Juden vernichtet würden. Dieser Satz war mit derartiger Bestimmtheit gesagt, daßich an der Absicht, sie durchzuführen, nicht hätte zweifeln dürfen. Er hat diese Ankündigung seiner Absichten am 30. Januar 1942 in einer Rede, die mir ebenfalls bekannt war, wiederholt: Der Krieg würde nicht enden, wie die Juden es sich vorstellen, durch die Auslöschung der europäisch-arischen Völker, sondern das Ergebnis des Krieges würde die Vernichtung der Juden sein. Diese Wiederholung seiner Worte vom 30. Januar 1939 war nicht einmalig. Oft pflegte er seine Umgebung an die Bedeutung dieses Satzes zu erinnern.

Wenn er auf die Opfer der Bombenangriffe zu sprechen kam, besonders nach den schweren Angriffen auf Harnburg im Sommer 1943, wiederholte er ein ums andere Mal, daß er diese Opfer an den Juden räche ganz als käme ihm der Luftterror gegen die Zilvilbevölkerung gerade recht und liefere ihm ein spätes Ersatzmotiv für ein lang beschlossenes und aus ganz anderen Persönlichkeitsschichten stammendes Verbrechen. Ganz, als wollte er mit diesen Bemerkungen das eigene Massenmorden rechtfertigen.

Bei temperamentvollen Haßausbrüchen konnte bei Hitler eher auf eine Änderung in gemäßigtere Bahnen gehofft werden.

Es war daher die Bestimmtheit und Kälte, die seine Haßausbrüche gegen die Juden so glaubhaft machten. Wenn er auf anderen Gebieten mit kalter und leiser Stimme grauenhafte Entschlüsse bekanntgab, so wußte seine Umgebung urtd ich, daß es nun ernst geworden war. Und gerade eben mit dieser kalten Überlegenheit stellte er, auch bei der gemeinsamen Mittagstafel fest, daß er die Juden in Europa vernichten will.

Der Gauleiter von Niederschlesien, Karl Hanke, besuchte mich im Sommer 1944. Hanke hatte sich im polnischen und französischen Feldzug durch seine Tapferkeit ausgezeichnet. Er war sicher kein Mann, der ohne weiteres in Schrecken versetzt wurde. Daher hatte es besonderes Gewicht, als er mir damals erschüttert sagte, daß sich in einem Konzentrationslager seines Nachbargaues Oberschlesien ungeheuerliche Dinge ereignen. Er sei dort gewesen, und nie könne er verrgessen, was er an Furchtbarem dort gesehen habe. Er erwähnte zwar keine Namen, aber es muß sich um das in Oberschlesien gelegene Auschwitz gehandelt haben. Aus der Erregung dieses kampferprobten Soldaten konnte ich entnehmen, daß etwas Unerhörtes geschah, wenn es selbst diesen alten Parteiführer Hitlers fassungslos machte.

Es gehörte zur Arbeitsweise Hitlers, daß er auch wichtige Befehle an seine Vertrauten mündlich weitergab. Auch in den Führerprotokollen meiner Besprechungen mit Hitler, die im deutschen Bundesarchiv lückenlos enthalten sind, gibt es zahlreiche Befehle auch auf wichtigen Gebieten, die Hitler mir offensichtlich nur mündlich gab. Es ist daher der Arbeitsweise Hitlers entsprechend und darf nicht als eine Lücke angesehen werden, daß kein schriftlicher Befehl zur Vernichtung der Juden vorliegt.

Die Ermordung der Juden in den Vernichtungslagern wurde vor Gericht (l. M. T.) von Zeugen und durch Dokumente vorgebracht und von keinem der Angeklagten ernstlich bestritten. Die Rede Himmlers am 4. Oktober 1943 vor den SS-Führern in der er deutlich machte, was in den Vernichtungslagern geschah, wurde durch die Verteidigung nicht als Fälschung in Mißkredit gebracht, wie es beispielsweise mit dem Hossbach-Protokoll geschah.

Frank hat die Echtheit seines Tagesbuchs, das er nach eigener Angabe bei seiner Verhaftung den Amerikanern übergab, nie betritten. In ihm sind Bemerkungen enthalten, die beweisen, daß die Juden in Polen, bis auf einen Rest von 100.000, ausgelöscht seien. Auch diese Äußerungen Franks wurden von den Angeklagten ernst genommen, Kritik beschränkte sich auf die Dummheit, dieses diskriminierende Tagebuch den “Gegnern” überlassen zu haben.

Schirach bestätigte im vertraulichen Gespräch, schon während des Prozesses, daß er bei einer Rede Himmlers an die Gauleiter in Posen anwesend gewesen sei (am 6. Oktober 1943), in der Himmler klar und unmißverständlich die Tötung der Juden als ein zum größten Teil durchgeführtes Programm verkündete. Er kam auf dieses Ereignis, das ihn seelisch belastete, auch während der Spandauer Gefängniszeit zurück.

Göring hat in seinem Schlußwort von den schweren Verbrechen gesprochen, die im Prozeß bekanntgeworden seien, er verurteilte darin die furchtbaren Massenmorde, für die ihm jedes Verständnis fehle. Streicher verdammmte in seinem Schlußwort Hitlers Massentötungen der Juden. Für Fritzsche war, ebenfalls in seinem Schlußwort, der Mord von 5 Millionen eine grausige Warnung für die Zukunft. Die Worte dieser Angeklagten unterstützen meine Feststellung, daß die Angeklagten und die Verteidiger während des Nürnberger Prozesses die Massenmorde an den Juden als geschehen anerkannten.

Der Nürnberger Prozeß bedeutet für mich noch heute einen Versuch, zu einer besseren Welt vorzustoßen. Die Begründung meines Urteils durch dns Internationale Militärgericht erkenne ich auch heute noch als im allgemeinen korrekt an. Ich halte es aber darüberhinaus heute noch für richtig, die Verantwortung und damit die Schuld für alles auf mich zu nehmen, was nach meinem Eintritt in die Hitler-Regierung am 8. Februar 1942 an Ve rbrechen, in generellem Sinne, begangen wurde. Nicht die einzelnen Fehler belasten mich, so groß sie auch sein mögen, sondern mein Handeln in der Führung. Daher habe ich mich für meine Person im Nürnberger Prozeß zur Gesamtverantwortlichkeit bekannt und tue dies auch heute noch. Meine Hauptschuld sehe ich immer noch in der Billigung der Judenverfolgungen und der Morde an Millionen von ihnen.

gez. Albert Speer”

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Eine gebührende Antwort

Der “kleine Parteigenosse”, vornehmlich jener, der schon in der Weimarer Republik der NSDAP beigetreten war, wurde vom Sieger 1945 kriminalisiert, einer “verbrecherischen Organisation” beigetreten zu sein. Und dieser Vorwurf bezieht sich auf eine Zeit, da wirklich niemand erkennen konnte, was die Jahre 1933 bis 1945 bringen würden. Die überwältigende Mehrheit des deutschen Volkes – also auch die Parteilosen -, aber auch die Regierungen und Völker der Welt, die Hitler innen- und außenpolitische Basis, Anerkennung und Aufwertung verschafft hatten, wußten offensichtlich nicht, daß “Hitlers Motor und Zentralpunkt der Judenhaß “gewesen war und daß ihm “das deutsche Volk , die deutsche Größe, das Reich letzten Endes nichts bedeutete” und daß “ihm der Luftterror gegen die Zivilbevölkerung gerade recht käme und ihm ein spätes Ersatzmotiv für ein lang beschlossenes Verbrechen liefere”.

Wenn die ganze Welt das nicht wußte mit Ausnahme des Mannes Albert Speer, der sich freiwillig und engagiert in die Ministerriege Adolf Hitlers, ja an die entscheidungsvolle Position des Verantwortlichen für die Kriegsrüstung begab und dort in der kurzen Zeit seines zentralen Wirkens unmöglich Erscheinendes für Hitler möglich gemacht hat, dann muß das doch um den Charakter eines solchen Mannes grauenerregend bestellt sein!

Seit wann will Albert Speer das wissen? Seit dem 30. Januar 1939, als Hitler erklärte, daß, falls es dem internationalen Judentum gelingen sollte , die europäischen Völker in einen neuen Weltkrieg zu verstricken, dies nicht die Vernichtung der arischen Rasse, sondern der jüdischen zur Folge haben würde. Hitler hatte die Möglichkeitsform verwendet, wenn also andere als er einen Krieg erzwingen sollten, daß dann Entwicklungen eintreten würden, deren sich die Kriegstreiber bewußt sein sollten. Die Juden könnten sich in einem solchen Fall nicht als Unbetroffene betrachten. Zweifellos konnte eine solche Äußerung Hitlers auch als Drohung aufgefaßt werden und sollte es gewiß auch sein, doch sind in der Politik aller Zeiten jegliche Mittel der Abschreckung, zumal verbale Abschreckungsmittel, als legitim angesehen worden und sind es heute noch. Nicht nur Albert Speer hat diese
Reichstagsrede gehört, sondern die Welt hat sie gehört, Tonaufnahmen sind geschichtlich festgehalten. Auch Albert Speer hatte seinerzeit nicht jene Folgerungen aus diesen Sätzen gezogen, wie er dies nach dem Zweiten Weltkrieg tat. Seltsam nur, daß Albert Speer vom Handeln der anderen, das Hitler zu Reaktionen zwang, überhaupt nicht spricht! Denn er müßte sich ja auch überlegen, ob nicht vielleicht gerade jenen eine solche Äußerung Hitlers “gerade recht kam”, um ihn immer weiter in internationale Konflikte zu zwingen in der Erwartung, daß man nach einem Sieg über Hitler auf seinen Vernichtungswillen gegenüber den Juden verweisen und alle anderen Zusammenhänge verschweigen könne. Wenn nun Hitler im Verlauf des Krieges des öfteren darauf zurückkam, so ist das eine Folge der Tatsache, daß der im Weltjudenkongreß organisierte Weltzionismus Deutschland den Krieg erklärt hat, somit Kriegsgegner war und dieser Kriegsgegner an allen Fronten auch gegen Frauen und Kinder ungeachtet jeglicher Kriegsregeln kämpfte, – mit dem Ziel der Vernichtung Deutschlands. Er war selbst nach dem ausgebrochenen Krieg eine treibende Kraft, jegliche ‘Friedensinitiativen Hitlers scheitern zu lassen! Daran erinnerte sich Albert Speer bedauerlicherweise im Jahre 1977 nicht mehr.

Welches Verbrechen wiegt schwerer, ein Verbrechen im Verlauf eines Vernichtungskrieges oder eine Politik, “die zum Niedermetzeln von Millionen von Menschen führen muß”, wie sie selbst der britische Kriegspremier Winston Churchill in seinen Nachkriegsmemoiren allein bereits der britischen Garantie an Polen vom 31. März 1939 nachsagte? (“Der Zweite Weltkrieg” 1. Buch, Bd . 1 “Der Sturm zieht auf” S. 421/423)

An dererseits gibt Albert Speer zu, daß – “als Hitler mit leiser Stimme grauenhafte Entschlüsse bekanntgab” – er und seine Umgebung “wußten, daß es nun ernst geworden war”. Er wußte also um “grauenhafte Entschlüsse” und “daß es ernst war”. Dennoch mobilisierte er die Rüstung weiter, anstatt den von ihm als “Verbrecher erkannten Führer” und seine offenbar dann doch wo hl auch “verbrecherische Umgebung” umzubringen! Warum wohl tat er dies noch nicht einmal in Ansätzen?

Konkretes jedoch über die von ihm zitierten “grauenhaften Entschlüsse” (Mehrzahl), die auch noch vielerlei Personen gehört haben, hat er leider nicht genannt. Ein von allen Gegnern “mit allen grauenhaften Mitteln” geführter Vernichtungskrieg relativiert nämlich Vielerlei. Es muß wiederholt werden: Leider wußte Albert Speer im Jahre 1977 von den Gegnern Deutschlands nichts Nachteiliges zu berichten. Das alles macht seine Aussage so unrealistisch und unglaubwürdig.

Denn daß es nur einen Verbrecher mit seinen Helfershelfern gab und ansonsten nur “Friedensfreunde” und Humanisten, das kann doch wohl Albert Speer einer aufgeklärten Menschheit nicht glauben machen wollen!

Selbst der von ihm erwähnte Gauleiter von Niederschlesien, Karl Hanke, hatte ihm offenbar nichts Konkretes berichtet, wo doch Speer’s Stellung als Rüstungsminister eine solche war, daß er, wenn er wollte, Aufklärung hätte fordern können!

Daß Hitler Befehle auch mündlich gegeben hat, ist gewiß nicht zu bestreiten, doch der Beleg, den Albert Speer hierfür anführt, lautet doch, daß solche Befehle offensichtlich in den “Führerprotokollen” festgehalten worden waren, die zudem noch alle im Bundesarchiv Koblenz erhalten sind. Tatbestand aber ist doch, daß ausgerechnet der oder die angeblich mündlich erteilten Vernichtungsbefehle gegenüber den Juden n i c h t in irgendwelchen “Führerprotokollen” oder auch anderweitigen Protokollen vorliegen.

Daß Angeklagte im IMT-Prozeß von “Zeugen und vorgelegten Dokumenten” behauptete Vernichtungen “nicht ernstlich” bestritten haben, liegt in der Natur der Sache. Zum einen hat der völkische Vernichtungskampf im Osten naturgemäß auch auf deutscher Seite chaotische Auswüchse gebracht, die von keinem Angeklagten bestreitbar waren, und zum andern war von den Angeklagten des IMT-Prozesses niemand konkreter Sac hkenner oder Tatzeuge, um Behauptungen anderer konkret bestreiten zu können. Göring, Streicher, Fritzsche verurteilten die furchtbaren Massenmorde, “die im Prozeß bekannt geworden seien”. Hier nun müßte man ansetzen, ob die im IMT-Verfahren vermittelten Informationen wirklich zutrafen oder nicht. Daß in jenem Prozeß mit unter Todesdrohung stehenden Zeugen, unwahren Behauptungen, Dokumentenfälschungen und vielerlei anderen Rechtsbeugungen gearbeitet wurde, ist inzwischen allzu sehr bekannt, als daß ein Historiker die “im Prozeß bekanntgewordenen Fakten” ohne Prüfung für bare Münze ausgeben könnte. Hinzu käme der Vorbehalt, Aussagen der Angeklagten in jenem Prozeß unter dem Gesichtspunkt ihrer Verteidigung zu werten. Ein derartiges Verhalten als eine Art Beweis für geschehene systematische Vernichtungen auszugeben, ist unsachlich.

Zum Tagebuch Hans Frank ist zu sagen, daß es sich aus 42 Bänden (rund 12.000 Seiten) zusammensetzt. Hans Frank hat die stenografischen Niederschriften und sonstige niedergelegte Einzelheiten nicht jeweils überprüft und bestätigt. Im übrigen besteht ein großer Unterschied zwischen dem, was gesagt worden ist und jenem, was durchgeführt worden ist. Hierbei wird nicht bestritten, daß Frank großes Unrecht, grauenhafte Auswüchse im polnischen (Partisanen-) Kriegsgebiet zugegeben hat, das zu vereiteln nicht in seiner Macht stand. Das Tagebuch Hans Frank enthüllt aber gleichermaßen, daß sein Auftrag den ganzen Krieg hindurch dahingehend lautete, im Generalgouvernement eine im Rahmen des Kriegsgeschehens mögliche wirtschaftliche Wiederaufbau- und Zusammenarbeit mit Deutschland zu ermöglichen. Es enthüllt auch weiterhin, daß die Gegner Deutschlands mit ihren Vernichtungszielen und -methoden eine solche Aufgabe von Anfang an zu vereiteln versucht und schließlich gänzlich vereitelt und schreckenerregende Reaktionen ausgelöst haben. Krieg schafft unvorhersehbare Motivationen
und grauenerregende Verhältnisse! Solche nach Beendigung des Krieges nur auf der einen Seite als vorliegend gewesen darzustellen, wird den historischen Fakten nicht gerecht. Werden schließlich noch Ursachen und Wirkungen miteinander vertauscht, so ist die Gesamtdarstellung wertlos.

Die berüchtigte Rede Himmlers vom 6. Oktober 1943 ist nach wie vor umstritten, ihre angebliche Tonaufnahme unglaubwürdig. Wenn es einen zentralen Geheimplan zur Vernichtung von Juden gab, hätte ihn Himmler nicht vor einem großen Gremium politischer Führungskräfte des ganzen Reichsgebietes enthüllen dürfen, auch nicht können, ohne selbst in Regreß genommen zu werden. Wenn es aber dennoch stimmen sollte, daß Himmler am 6. Okt. 1943 dort die Vernichtung der Juden “als ein zum größten Teil durchgeführtes Programm verkündete”, so verbliebe als Zeitraum, innerhalb dessen dies mit allen seinen technischen Vorbereitungen hätte durchgeführt werden können, nur die Zeit zwischen Herbst 1942 und 1943, d.h. ein Jahr. Was aber ist in einem Jahr unter härtesten Kriegsbedingungen für die deutsche Seite überhaupt technisch, rohstoffmäßig usw. möglich gewesen? Und schließlich: Wo sind die Funde? Bis heute gibt es sie nicht! Der Historiker fordert diese und andere Indizien, – Albert Speer hat sie nicht geliefert! (Vergl. zu Dokumentenfälschungen und “Funden” aus der Zeitschriftenreihe “Historische Tatsachen” Nr. 2 und Nr. 5).

Ohne leugnen zu wollen, was Grauenhaftes im Verlauf des Krieges auf allen Seiten geschehen ist, so bleibt doch Vieles, was die Siegermächte nach dem von ihnen gewonnenen Krieg der deutschen Seite anlasten, außerordentlich merkwürdig, widerspruchsvoll und jedenfalls soweit unbelegt, wenn man die Strenge der Indizien- und Faktenbeweise anlegen würde, die in normalen Strafverfahren angelegt werden.

Am Beispiel der stets zitierten “Ereignismeldungen UdSSR” (Bundesarchiv Koblenz – R 58/221) mag dies kurz erläutert werden. Diese Ereignismeldungen sind auf Grund von Fernschreib-Berichten der Einsatzgruppen und -Kommandos zusammengestellt worden und wurden im April 1942 (letzte Meldung) in 75 Ausfertigungen versandt. Sie enthalten sehr detaillierte Einzelheiten, künden auch ständig von der Schwere der Partisa­neneinsätze und enthalten lediglich für das Jahr 1941 Za hlen von Massenliquidationen, d.h. zu einer Zeit, als eine sog. “Endlösung der Judenfrage” noch gar nicht zur Debatte stand. Merkwürdig bleibt, daß diejenigen, die in Berlin auf Grund von Fernschreibe n (die nicht mehr vorliegen) jene Zahlen niedergeschrieben haben,

a) entgegen allen Rücksichten und Befehlen auf Geheimhaltung publizierten, ohne je zur Rechenschaft gezogen zu werden,

b) an Empfänger publizierten, von denen sie wissen mußten, daß sie über solche Informationen zutiefst schockiert sein mußten,

c) nach Kriegsende von den Sowjets die doch nicht wegzuzaubernden Funde der Weltöffentlichkeit niemals beweiskräftig vorgeführt wurden.

Gerade der fehlende Nachweis nach Kriegsende, da die siegreiche Sowjetmacht Jahrzehnte Zeit hatte zu suchen und zu finden (die Positionen der vor Kriegsbegin  angelegten Panzergräben kannte sie ja zudem!), wird von der Geschichtsforschung als untrüglicher Beweis dafür gewertet werden müssen, daß die diesbezüglichen Seiten der nach dem Krieg aus dem Reichssicherheitshauptamt vorgelegten Papiere fragwürdig bleiben.

Am Beispiel der Autobiographie des Chefs der “Roten Kapelle”, der größten kommunistischen Spionageorganisation während des Zweiten Weltkrieges, Leopold Trepper, läßt sich wohl am beispielhaftesten nach den Gründen des Hasses fragen, der jene Leute angetrieben hat, gegen das nationalsozialistische Deutschland Sturm zu laufen. Leopold Trepper hat dies bei Verwendung von 440 Seiten für seine Lebenserinnerung mit keinem Satz begründet, sondern er hat wie selbstverständlich dargetan, daß dieser Haß – allgemein anerkannt – berechtigt war. Zitieren wir ihn in seinem Buch “Die Wahrheit” (Kindler Verlag, München 1 975) selbst:

“Von den Pogromen im zaristischen Rußand bis zur Dreyfus-Affäre hatte ich mich mit den Erscheinungsformen des Antisemitismus, seinem Ursprung und seinen Mechanismen beschäftigt, und das Nazitum schien mir im zwanzigsten Jahrhundert seine schlimmste Ausprägung zu sein. Je schneller das unreine Tier heranwuchs, desto mehr beunruhigte mich die Sorglosigkeit der Welt . . . . . .

Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt – die Welt las es auf den Titelseiten ihrer Tageszeitungen. Auf mich als Kommunisten wirkte dieses Ereignis wie ein Alarmsignal. Die Tür zur Barbarei war aufgestoßen . . . . (S. 73)

Die Welt hatte versäumt, die braune Pest im Keim zu ersticken, die Krankheit grassierte, die Ansteckungsgefahr nahm zu. Als ich im Zusammenhang mit meiner ersten Mission am I. Mai 1937 nach Frankreich fuhr und in Berlin Station machte, traute ich meinen Augen nicht! Unerträglich der Anblick, der sich mir auf den Straften bot: Tausende von Arbeitern mit Schirmmütze, Tausende von Jugendliehen marschierten hin ter den Fahnen und Standorten der Nazis her und sangen laut die hitlerischen Hymnen. Gebannt stand ich am Straßenrand, unfähig zu begreifen, was ich sah. Welcher Massenwahn hatte die Deutschen befallen? In diesem Augenblick, unter dem Eindruck der schmetternden Gesänge, die bald ganz Europa hören sollt, gewann ich die Überzeugung, daß der Nazismus nur in eine Katastrophe, in einen Weltenbrand münden konnte, und ich beschloß, in diesem unerbittlichen Kampf, bei dem die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel stand, meinen Platz einzunehmen. In vorderster Linie … “(S. 74)

Was würde wohl Herr Trepper sagen, wenn ein Deutscher am Straßenrand in Jerusalem stehen und gleichermaßen über den Israelischen Staat urteilen würde? Hätte er nicht besser getan, sich um seine eigenen Belange zu kümmern, als sich in die inneren Angelegenheiten eines fremden Volkes einzuschalten? Woher nahm er das Recht, den demokratischen Willensvollzug des deutschen Volkes zu bekämpfen?

Für wen aber setzte sich Leopold Trepper denn nun ein, für wen arbeitete, kämpfte er in vorderster Front? Er schreibt selbst über dieses “Sowjetparadies”:

“Freilich, wenn der Weg mit Arbeiterleichen übersät war, dann würde, dann konnte er nicht zum Sozialismus führen. Unsere Genossen verschwanden, die besten von uns kamen um in den Kellern des NKWD, das stalinistische Regime entstellte den Sozialismus bis zur Unkenntlichkeit. Zehn mal,  hundertmal mehr Kommunisten als Hitler hat Stalin, der große Totengräber, liquidiert . . . .

… als staatenloser polnischer Jude, der in Palästina gelebt hatte und in Moskau an einer jüdischen Tageszeitung arbeitete, war ich für das NKWD zehn mal verdächtig ….. .

Sie hben noch ungefähr zwei Jahre bis Kriegsausbruch’ meinte er (der später ebenfalls von Stalin liquidierte sowjetische General Bersin).’ Verlassen Sie sich in erster Linie auf sich selbst. Ihre Aufgabe ist einzig und allein der Kampf gegen das Dritte Reich, nichts sonst. Bis Kriegsbeginn muß Ihre Geheimorganisation in Ruhestellung bleiben . . . . . . . ‘ (S. 9o – das Gespräch fand im Herbst 1937 statt)

Wieso hatten sie mich verschont ? (gemeint waren Stalins Leute in Moskau)

Es kamen die Schauprozesse. Gegen verdiente Bolschewiki, treue Kampfgefährten Lenins, erhob man die unwahrscheinlichsten Anklagen, stempelte sie zu englischen, französischen, polnischen Spionen – die Nationalität spielte keine Rolle! Beweise wurden notdürftig zusammengeschustert. In jedem Prozeß zählte man Namen von Mitgliedern des Politbüros auf, die angeblich um Haaresbreite einem Attentat der Angeklagten entgangen seien. Die Liste wechselte. Manchmal saßen im nächsten Prozeß Leute auf der Anklagebank, die noch vor wenigen Monaten selbst von einem Komplott ‘bedroht’ waren – nun ihrerseits als Terroristen gebrandmarkt. Dieses traurige Schauspiel, grobschlächtig inszeniert, daß selbst die blindesten Augen hätten sehend werden müssen, sollte die Sowjetbürger in Angst und Schrecken versetzen. Eine unvorstellbare Massenpsychose, die vom gesamten Staatsapparat geschürt wurde, erfaßte das Land. Überall Maßlosigkeit und Ungeist ….. (S. 56)

Es wäre … zu sprechen von den körperlichen und seelischen Folterungen und der systematischen Erpressung der Beschuldigten durch Androhung von Repressalien gegen ihre Familien. Auch darf das ungerechte Schicksal einer begrenzten Zahl von Prozeßopfern uns nicht verleiten, die Unterdrückung von Millionen Sowjetbürgern zu übersehen, für die man keine Geständnisse brauchte.

Der Stalinismus scheiterte auf der ganzen Linie, der Wirtschaftsentwicklung, der Zwangskollektivierung, der Industrialisierung. Nur der Kadervernichtungsplan wurde mit Übersoll erfüllt. Die von Stalin verfügte ‘Rotation der Kader’ sah vor, jeden, der ein Amt bekleidet hatte, zu liquidieren. Mit wissenschaftlicher Akribie wurde die Säuberung durchgeführt, Kategorie für Kategorie, Viertel für Viertel, Ministerium für Ministerium, Fach für Fach. Jedes Opfer riß seine Kollegen, Freunde und Bekannte mit in die Tiefe . . . . . (S. 57-58)

Damals lebten in der sowjetischen Hauptstadt mehrere tausend ausländische Kommunisten, die in der Komintern, der Profitern, der Bauern-Internationale, der Jugend-Internationale und der Frauenorganisation tätig waren: Neunzig Prozent davon wurden liquidiert! Damit nicht genug, fanden Tausende politischer Flüchtlinge aus der ganzen Welt in der Sowjetunion eben jene Folterkammern und Hinrichtungskommandos wieder, vor denen sie in ihren Heimalländem geflohen waren . . . . . . (S. 59)

Nachdem XX. Parteitag 1956 tat dann jeder so, als fiele er aus allen Wolken; angeblich enthüllte die Rede Chruschtschows einen nie geahnten Vorgang. Dabei waren sie in Wirklichkeit Mitwisser und Komplizen der Liquidationen gewesen, selbst in Fällen, wo es sich um ihre eigenen Parteifreunde handelte!
Ich habe Erinnerungen an diese finstere Zeit, die ich nie mehr los werde . . . . . (S. 61)

Die Angst vor dem Morgen, die Angst, vielleicht die letzten Stunden in Freiheit zu leben, bestimmte all unser Tun, wurde uns zur zweiten Natur, machte uns vorsichtig und unterwürfig. Ich wußte, daß meine Freunde verhaftet waren und schwieg. Warum sie? Warum nicht ich? Ständig in der Erwartung, selbst an die Reihe zu kommen, bereitete ich mich innerlich auf dieses Nachspiel vor . . . . (S. 62)

Selber Teilchen des Appartes und vom Terror fast in den Wahnsinn getrieben, schufen wir die Instrumente unserer eigenen Unterwerfung. Alle, die sich nicht gegen die stalinistische Todesmaschinerie aufgelehnt haben, trifft Schuld, eine kollektive Schuld. Ich nehme mich selbst von diesem Richterspruch nicht aus.

Wer hat denn damals protestiert? Wer ist denn aufgestanden und hat seinen Ekel hinausgeschrien?” (S. 63)

Adolf Hitler zum Beispiel! Herr Trepper!

Brechen wir hier ab. Können Leute wie Leopold Trepper uns Deutschen Ratschläge geben, uns Moral predigen, Vorbilder sein, können solche Leute uns davon überzeugen, “auf der besseren Seite gestanden zu haben?” Können wir sie überhaupt verstehen in ihrem politischen Einsatz, in ihrem Haß gegen Deutschland? Kann hier Vernunft und Logik überhaupt noch einen Zugang haben? -
Dem Leser sei die Antwort überlassen.

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Dringender Aufruf an alle Leser: Bitte unbedingt lesen, entweder im Original als PDF oder hier online!

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Treueeid

 Vor Gott und der Welt schwöre ich Dir, mein Führer Adolf Hitler, ewige und unverbrüchliche Treue, Treue bis in den Tod!

Ich schwöre Dir Adolf Hitler, als Führer und Kanzler des Reiches, Treue und Tapferkeit. Ich gelobe NUR Dir, in Ermangelung der mir von Dir Vorgesetzten, Gehorsam bis in den Tod.

So wahr mir Gott helfe!

Annette Schmidt

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Mein Führer

Ein Mensch kann nicht ermessen,
die Liebe, die mich zieht zu Dir.
Wenn alle Dich vergessen,
so stehe ich doch treu zu Dir.

Und wenn der Feind auch tobt und wütet,
so bin ich doch stets Eins mit Dir.
Dein Leben und Dein Wirken,
steh’n immer nur vor Augen mir.

Dein Kampf, ich will ihn führen,
mit starker Hand und festem Geist.
Des Feindes Toben und sein Wüten,
mich niemals Deiner Hand entreißt.

So steh’ ich eines Tages vor Deinem Angesicht,
und weiß, ich kann bestehen, 

in meines Führers Licht, 
der nie sein Wort mir jemals bricht,

Du hast mich dereinst auserwählt,
aus Deines Volkes Masse, 

zu kämpfen nur noch für das was zählt - 
den Fortbestand des Reiches und der deutschen Rasse.

Dein Ziel, mein Führer ist auch mein’s,
nichts Andres will ich jemals suchen. 

Es ist das Streben meines Seins, 
auch wenn sie mich dafür verfluchen.

Du bist an meiner Seite stets,
nichts Anderes will ich ersehnen. 

Du führst mich g’radeaus des Wegs, 
auch wenn sie mich verfemen.

Es kommt der Tag, es kommt die Stund’,
da verkündet’s selbst der Kindermund. 

Das Reich, es lebt, des Reiches Grund, 
ward neu gelegt, zu dieser Stund’.

Der Sieg ist unser, er ist Dein,
so kann – so wird es einzig sein. 

Das Reich, es strahlt in Deinem Schein. 
Es bleibt auf ewig immer Dein.

So will ich kämpfen mit frohem Mut,
in meinem Herzen brennt Deine Glut. 

Sie wird verzehren des Feindes Gift, 
des Feindes Stachel, der uns anficht.

Mein Führer, gib mir den Mut, die Kraft,
welche auch Dir den Sieg haben einst gebracht. 

Gepaart mit Deines Geistes Stärke, 
lass mich vollbringen Deine Werke.

Dein Geist, er wird in Ew’gkeit leben,
er bringt uns’rem Volk das Heil und Segen. 

So nehm’ ich das Schwert aus Deiner Hand, 
und kämpfe damit für’s Vaterland.

Der Feind, er wird zerschmettert werden,
kein Platz bleibt ihm mehr hier auf Erden. 

Er fährt hinab zur Hölle tief, 
von wo ihn einst sein Herrscher rief.

Vorbei ist’s mit des Teufels Treiben,
vorbei mit seinem Hass und Wut. 

Wir werden ihn vollends aufreiben, 
mitsamt der ganzen Satansbrut.

Dann sind wir frei, dann ist’s vollbracht,
und alle Schöpfung Gottes lacht. 

Sie ist befreit durch Deinen Geist, 
der uns für immer zusammenschweißt.

So stehen auf nun die Getreuen,
und werden niemals es bereuen. 

Dass sie einst leisteten den Schwur, 
den Schwur, gegenüber dem Führer nur.

Wir führen das Schwert nun in der Hand,
und senden es hinaus ins Land. 

Es kommt zurück mit reicher Frucht, 
der Frucht, um die wir Dich ersucht.

Der Sieg ist unser, der Sieg ist Dein,
so soll es und so wird es sein. 

Mein Führer, ich bin auf ewig Dein, 
und werde gehorsam Dir nur sein.

Der Feind, wir werden ihn zerstieben,
vernichten ihn mit wen’gen Hieben. 

Da wird er winseln und auch schrei’n, 
doch dann wird kein Erbarmen sein.

Der Hochverräter und der Tor,
sie kommen sich gar mächtig vor. 

Sie werden büßen, für ihre Taten, 
sie haben Dich wieder und wieder verraten.

Sie treten unsere Ahnen mit Füßen,
das kostbare Blut sie erneut vergießen. 

Das ist doch nicht schlimm, das macht doch nichts, 
so spucken sie uns nun frech ins Gesicht.

Doch Deine Rache, sie kommt bald,
Dein Heer zieht auf, es stürmt und schallt. 

Danieder mit dem Hochverräter, der gern Deinen Kampf zunichte macht, 
er wird in Deiner Siegesstunde, umhüllt von tiefer, finstrer Nacht.

Sie haben uns allein gelassen,
in Deinem Kampf um Freiheit und Ehr’. 

Sie werden es einst selbst kaum fassen, 
wenn die Schuld auf ihnen lastet so schwer.

Dann ist es zu spät, wir haben gesiegt,
Verrat noch immer am Schwersten wiegt. 

Dann ist die Stunde, dann ist die Zeit, 
das Urteil für sie steht schon bereit.

Sie haben sich schnell angebiedert,
dem Feinde so gar widerlich. 

Mit Hass und Neid gegen Deine Treuen, 
wollten sie sich vor dem Kampfe scheuen.

Sie wollten den Kampfe nicht führen für Dich,
stellten sich auf des Feindes Seite. 

Sie bleiben Verräter ewiglich, 
nehmen Feigheit und Lüge in Anspruch für sich.

Doch deine Worte, sie stehen wie Fels und werden nie vergeh’n,
geschrieben im Buche des Lebens, mit Deiner Treuen Blut. 

Gar niemals werden sie untergeh’n, 
in des Feindes großer Lügen Flut.

Deutschland muss leben,
auch wenn wir sterben. 

Und Deutschland wird leben, 
für unsere Erben.

So bin ich nun stolz und dankbar Dir,
an Deinem Kampfe Anteil zu haben. 

Die Wunden und Stiche in meiner Seele, 
sind nur Deines Kämpfers Ehrennarben.

Die Ehre, die man mir dadurch erweist,
wohl köstlich sie meine Seele speist. 

Um meines Führers willen leiden, 
heißt meine Ehre, zu allen Zeiten.

Gemeinsam mit den wen’gen Getreuen,
bring’ ich Dir unser Opfer dar. 

Ich weiß, ich werd’ es nie bereuen, 
für Dich gelebt, gedient für immerdar.

Du kämpftest für mich, ich kämpfe für Dich,
für unseres Volkes aufersteh’n. 

Und bald werden wieder die Fahnen weh’n, 
wie einst und das Reich währt ewiglich.

Mit stolzem und erhob’nem Haupte, als meines Führers Mittler,
reich’ ich Dir treu ergeben, mein Leben stets auf’s Neue dar. 

Hoch lebe der Führer Adolf Hitler, 
hoch lebe seine getreue Schar.

A.S.

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Die Gaskammertemperatur – Nachgewiesen anhand gerichtlich bekannter Zeugenaussagen und forensischer Untersuchungen

In diesem Artikel wird die Gaskammertemperatur bei Zyklon B-Massenvergasungen anhand gerichtlich bekannter Zeugenaussagen und forensischer Untersuchungen über Zyklon B in Verbindung mit weiteren, allgemein bekannten Stoffdaten der Größe nach mit naturwissenschaftlichen Methoden näherungsweise ermittelt.

Im Zusammenhang mit der Massenvernichtung mittels Gaskammern als Teil des Holocaust ist die Gaskammertemperatur bei Zyklon B-Massenvergasungen in der Vergangenheit noch nicht hinreichend erforscht worden, weder von revisionistischer Seite noch von der antirevisionistischen Seite. Die Gaskammern, in welchen mit Hilfe des Insektenvernichtungsmittels Zyklon B Millionen Juden vergast wurden, symbolisieren den Holocaust wie kein anderes Merkmal. Daher ist es notwendig, das Geschehen in diesen Gaskammern möglichst genau zu untersuchen.

Bedauerlicherweise sind bezüglich der Gaskammerbetriebstemperaturen keine konkreten Aufzeichnungen bzw. Meßergebnisse überliefert. Allerdings existieren zahlreiche Überlieferungen über die Tötungszeiten in den Gaskammern aus diversen Nachkriegsgerichtsverfahren, so z.B. von Rudolf Höß aus den Nürnberger Prozessen. Aus diesen bezeugten, nur wenige Minuten langen Tötungszeiten können die Betriebstemperaturen der Gaskammern mittels Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden näherungsweise rekonstruiert werden.

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Physikalische Methodik

Grundsätzlich ist die Freisetzungsgeschwindigkeit der Blausäure aus dem Insektenvernichtungsmittel Zyklon B abhängig von der Umgebungstemperatur. Zur Ermittlung der Gaskammertemperaturen wird die jeweils bezeugte, nur im Minutenbereich liegende Tötungszeit herangezogen. Je nach Zeugenaussage resultieren daraus Gaskammertemperaturen von 1.000°C bis über 20.000°C.

Die nachfolgenden Betrachtungen beziehen sich auf die beiden Gaskammern in Auschwitz Birkenau, welche für die Krematorien II + III bezeugt sind. Da die Gaskammern zerstört sind und nicht einmal sicher ist, ob die zerstörten Bauwerke tatsächlich dem Zustand der vorherigen Gaskammern entsprechen und ob die bekannten Ruinen überhaupt die Gaskammern repräsentieren, muß zum Zweck einer weitergehenden Beurteilung fast ausschließlich auf die von der Historie und der Holocaustforschung anerkannten Zeugenaussagen zurückgegriffen werden.

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Hauptbedingungen zur Ermittlung der Gaskammertemperaturen

Von der Holocaustforschung ist bekannt, bestens bezeugt und als Offenkundigkeit anerkannt:

  1. Die physikalischen Eigenschaften von Zyklon B (Schüttdichte, Blausäuregehalt, Trägermedium Kieselgur, Wärmeleitfähigkeit, spezifische Wärme)
  2. Die technischen Vorrichtungen, mit welchen das Zyklon B in die Gaskammer eingebracht wurde (Drahtnetzsäulen, “PARTIE MOBILE“, Drahtnetzeinschubvorrichtung)[2]
  3. Die ungefähren Mengen Zyklon B, welche für eine Vergasung benutzt wurden (Bereich von etwa 1 oder auch 4 bis 10 kg)
  4. Die ungefähre Belegungsdichte der Gaskammer (4-30 Personen je Quadratmeter)
  5. Die Zeit, ab welcher die Tür wieder geöffnet werden konnte ( < 10 bis 30 Minuten)
  6. Die Tötungszeiten (augenblicklich bis maximal 20 Minuten mit mehrheitlich bestbezeugtem Schwerpunkt bei 2-3 Minuten)

Von diesen 6 Punkten gehen in die Untersuchung der Gaskammertemperatur nur die physikalischen Eigenschaften von Zyklon B und die Konstruktionsabmessungen des Teils “Partie Mobile” und die Tötungszeiten ein (Punkte 1., 2., 6.).

Die anderen Punkte sind nur für die Definition der Nebenbedingungen interessant. Darunter insbesonders die Türöffnungszeiten als Kontrollparameter.

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Abgeleitete Nebenbedingungen

  1. Tote können nicht getötet werden. Das erscheint vordergründig banal zu sein, ist aber in diesem Zusammenhang wichtig. Das bedeutet nämlich, daß die Giftgasfreisetzung spätestens mit dem Todeszeitpunkt beendet gewesen sein muss. Die Giftgasfreisetzung kann zwar bereits vor dem Todeszeitpunkt abgeschlossen gewesen sein – aber jede Giftgasfreisetzung nach dem Tod wäre nicht nur sinnlos gewesen, sondern hätte darüber hinaus das Verfahren nur unnötig verzögert. Man hätte tatsächlich versucht Tote noch toter zu machen als sie es sowieso schon waren.
  2. Wenn Giftgas freigesetzt wird, ist die Giftgaswirkung nicht mit Beendigung der Giftgasfreisetzung erloschen. Die Giftgaswirkung ist erst dann erloschen, wenn kein Giftgas in der Raumluft mehr vorhanden ist. Daraus folgt, daß zum Türöffnungszeitpunkt der Raum frei von Giftgas gewesen sein muß.

Aus der ersten Bedingung ergibt sich die wesentliche Forderung, daß die Gaskammertemperatur so hoch gewesen sein muß, daß spätestens zum Tötungszeitpunkt alle Blausäure verdampft gewesen sein muß. Noch exakter: Die Behälteroberflächentemperatur muß so hoch gewesen sein, daß die im Behälter vorhandene Blausäure innerhalb der Tötungszeit verdampfen konnte. In einem Behälter kann Flüssigkeit nur durch Verdampfung, nicht aber durch Verdunstung nennenswert in Gas umgesetzt werden.

Dies bedeutet gleichzeitig, daß auch bei einer fiktiven Extrabeheizung des Zyklon B Behälters („Partie Mobile“) diese notwendige Oberflächentemperatur erreicht worden sein muß. Es spielt also keine Rolle ob der Behälter durch die Gaskammertemperatur oder durch eine separate Energiequelle beheizt wurde. In beiden Fällen muß die Behälteroberflächentemperatur identisch sein. In dem Falle, wo die Behälterbeheizung durch die Gaskammertemperatur erfolgt ist, so wie es bezeugt wurde, muss natürlich die Gaskammertemperatur entsprechend größer als die Behälteroberflächentemperatur gewesen sein. Wieviel größer, kann nur ungefähr ermittelt werden.

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Ermittlung der notwendigen Behälteroberflächentemperatur / Gaskammertemperatur

Zunächst eine Übersichtsgraphik, welche die Zusammenhänge verdeutlichen. Gezeigt ist ein Teil des Querschnitts durch den Zyklon B Behälter “Partie Mobile”. Die Betrachtungsgrenze stellt das grüne äußere Behälterblech dar. Links davon sind die Verhältnisse der Umgebung gezeigt, insbesondere der rote Temperaturverlauf in Behälterblechnähe. Man erkennt dabei, daß zunächst die Lufttemperatur nahezu konstant ist und dann in Blechnähe stark abfällt. Zwischen Umgebungsluft und Blechoberfläche herrscht also eine Temperaturdifferenz.

Diese Temperaturdifferenz ist maßgebend für die Größe der äußeren Wärmeübertragung.

Dann sieht man innerhalb des grünen Blechs eine kleinen Temperaturabfall. Dieser wird aufgrund des Wärmewiderstandes des Blechs verursacht. Je größer der Wärmestrom ist, desto größer ist dieser Temperaturabfall. Danach erkennt man einen steilen Abfall der Temperatur beim Übertragen der Energie durch das bereits von Blausäure “getrocknete” Kieselgurgranulat. Anschließend kommt der Bereich, wo die Blausäure im Kieselgurgranulat noch in flüssiger Form enthalten ist und man erkennt, daß in diesem Bereich die Temperatur konstant ist.

Dies rührt daher, weil die Blausäure in flüssigem Zustand nicht über ihre Siedetemperatur erwärmt werden kann. Alle Energie, welche der Blausäure im flüssigen Zustand bei Siedetemperatur zugeführt wird, dient nur der Umwandlung der flüssigen Blausäure in Dampf bzw. in Gas. Die hierfür notwendige Verdampfungswärme beträgt etwa 44 % im Vergleich zu Wasser, bei dessen Siedepunkt.

Man erkennt, daß letztlich zwei große Temperaturdifferenzen auftreten: Eine äußere und eine innere Temperaturdifferenz.

Zunächst wird nur der innere Bereich von Behälterblech bis zur Flüssigkeitsfront betrachtet. Dazu sehen wir uns die Wärmeenergien an, welche bis zu dem Zeitpunkt aufgewendet werden mußten, wo gerade eben die letzte Blausäure verdampft ist.

Anhand der aufgewendeten Wärmeenergie, welche in einer bestimmten Zeit die Schichten durchströmt hat, kann unter Berücksichtigung der Wärmewiderstände die hierfür benötigte Oberflächentemperatur des Behälters ermittelt werden.

Die einzelnen zuzuführenden Wärmeenergien waren dann, bezogen auf 1 kg Zyklon B und auf die Temperaturdifferenz von 1 K zwischen Blechtemperatur und Siedetemperatur der Blausäure:

Datei:Metatopf24.11.png

Dieses Bild zeigt einen Querschnitt durch das Teil “Partie Mobile”, um den Wärmefluß bzw. den Temperaturverlauf durch das Zyklon B Granulat verständlich zu machen.
Solange die Blausäure unverdampft ist, kann sie wie auch bei Wasser höchstens bis zum jeweiligen Siedepunkt erwärmt werden. Anfangs war im Bild alles Granulat “blau”, also flüssig. Es bestand daher ein hoher Wärmefluß, welcher die Blausäure sehr schnell verdampfen ließ. Dies bewirkte ein Fortschreiten der blauen Front nach rechte und das Temperaturgefälle, welches für den Wärmefluß maßgebend ist, wird geringer. Die Verdampfungsgeschwindigkeit nimmt daher mit steigender Austrocknung ab.
Anfangs war der ganze Topf auf Umgebungstemperatur temperiert (also kalt). Am Ende, wenn die blaue Front gerade aufgehört hat zu existieren, also alle Blausäure verdampft ist, wurden insgesamt Wärme zugeführt um 1. Das grüne Blech um volle Temperaturdifferenz (dT) zu erwärmen 2. Das trockene Granulat um durchschnittlich die halbe Temperaturdifferenz (dT/2) zu erwärmen 3. Die Blausäure zu verdampfen (Verdampfungswärme) 4. Das verdampfte Blausäuregas auch noch etwas zu erwärmen (vielleicht 1/5 dT, unsicher).

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Erwärmung des Eisenblechs auf die dann herrschende Blechtemperatur

Q1 = s * cp * rho * F

s = Blechstärke, geschätzt 0,0005 m (0,5mm)

cp = 449 J/kgK

rho = 7874 kg/m³

Die Fläche F resultiert aus dem Zyklon B Schüttvolumen und der Schüttgrundfläche des Teils “Partie Mobile”. Das Schüttvolumen beträgt 0,00361 m³/kg. Die Schüttgrundfläche beträgt (0,15m)^2 – (0,1m)^2 = 0,0125 m². Damit ergibt sich eine Füllhöhe von 0,00361 m³/kg / 0,0125 m² = 0,2888 m/kg. Die wärmeübertragende Fläche des quadratischen Behälters beträgt dann für 1 kg Zyklon B ( = 1 kg Blausäure)

F = 4 * 0,15m * 0,2888 m/kg = 0,1733 m²/kg

Somit beträgt:

Q1 = 0,0005 m * 449 J/kgK * 7874 kg/m³ * 0,1733 m²/kg = 306,34 J/kgK

Erwärmung des trockenen Granulats

auf die halbe innere Temperaturdifferenz zwischen Blechtemperatur und Blausäuresiedetemperatur. Die Blausäure ist in Zyklon B in 1,22 kg trockenem Kieselgurgranulat aufgesaugt. Kieselgur hat eine spezifische Wärme von 879 J/kgK. Demnach muß eine Wärmemenge zugeführt worden sein von (auf Blechtemperatur bezogen):

Q2 = 1/2 * 1,22 * 879 J/kgK = 536,18 J/kgK

Die Verdampfungswärme der Blausäure

beträgt: 996 J/g. Daher beträgt:

Q3 = 996000 J/kg

Erwärmung des entstehenden Blausäuredampfes

auf eine nicht genau bekannte Temperatur, welche irgendwo zwischen Blechtemperatur und Blausäuresiedetemperatur liegen wird. Hierfür wird als realistischer Rechenwert 1/5 dieser Temperaturdifferenz vorgeschlagen. Das würde dann bedeuten, daß das Blausäuregas mit einer Temperatur Tsiede + 1/5 * (Tblech-Tsiede) aus dem Behälter strömt. Da jedoch dieser Wert unsicher ist, kann statt des 1/5 auch 0 angenommen. Dieser Wert kann also vernachlässigt werden, wenn man eine Mindestblechtemperatur angeben will.

Q4 = 1/5 * cp

cp = 2000 J/kgK

Q4 = 400 J/kgK

Damit ergibt sich eine gesamte zugeführte Wärmemenge:

Q bei einer Temperaturdifferenz zwischen Blechtemperatur und Blausäuresiedetemperatur von dT für 1 kg Zyklon B

Q = dT * (Q1 + Q2 + Q4) + Q3

Q = dT * ( 306,34 J/kgK + 536,18 J/kgK + 400 J/kgK) + 996000 J/kg

oder zusammengefaßt für 1 kg Zyklon B:

Q = dT * 1242 J/kgK + 996000 J/kg

Die mittlere spezifische Heizleistung während der Verdampfungszeit beträgt dann:

N[W/kg] = Q / Verdampfungszeit[s]

und die mittlere spezifische Heizleistung bezogen auf die Oberfläche beträgt:

N[W/m²] = Q / (Verdampfungszeit[s] * F)

Wie groß nun dT tatsächlich sein muß, damit die Blausäure verdampft werden kann, kann nicht direkt angegeben werden. Aber man kann eine Formel aufstellen, aus welcher hervorgeht, welcher

Zeitbedarf für die Vergasung

benötigt wird, um für eine gegebene Temperaturdifferenz dT zwischen Blech und Blausäure die Blausäure zu verdampfen. Dazu wird nur noch die Wärmeleitfähigkeit des getrockneten Kieselgurgranulats benötigt. Diese ist selbst wieder von der Temperatur abhängig und beträgt:

lambda = 0,08 + 0,00015 T/°C W/mK

Da das getrocknete Granulat sich im Mittel auf der halben Temperaturdifferenz befindet, ist dann für T = 26°C + dT/2 einzusetzen bzw. wirksam.

Dann lautet die Formel, wobei die Zyklongranulatschichtdicke d entsprechend den Konstruktionsdaten des Teils “Partie Mobile” 25mm, also 0,025m beträgt:

Zeit = Wärme je Fläche / Temperaturdifferenz * Wärmewiderstand/2

Zeit = (Q/F) / ( 2 * lambda / d * dT)

Zeit = ((dT * 1242 J/kgK + 996000 J/kg ) / 0,1733m²/kg ) / ( 2 * (0,08 + 0,00015 * (26°C + dT/2) ) J/smK / 0,025 m * dT )

oder als reine Zahlenwertgleichung:

Zeit[s]=((dT*1242+996000)/0,1733)/(2*(0,08+0,00015*(26+dT/2))/0,025*dT)

und noch weiter zusammengefasst:

Zeit[s]=(7187+5747000/dT)/(6,4+0,012*(26+dT/2))

oder

Zeit[min]=(7187+5747000/dT)/(384+0,72*(26+dT/2))

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Ergebnisse

Damit ergeben sich für folgende Oberflächentemperaturen diese Verdampfungszeiten, welche alle innerhalb des bezeugten Tötungszeitbereiches liegen:

860°C: 1.200s = 20 Minuten

1.500°C: 711s = 12 Minuten

3.000°C: 371s = 6,2 Minuten

6.000°C: 191s = 3,2 Minuten

9.000°C: 129s = 2,1 Minuten

20.000°C: 59s = 1 Minute

Zum Vergleich noch einige niedrige Oberflächentemperaturen:

150°C: 120 Minuten, also 2 Stunden Verdampfungszeit.

281°C: 60 Minuten, also 1 Stunde Verdampfungszeit.
Die errechneten Verdampfungszeiten entsprechen dabei mindestens den Tötungszeiten.

Datei:OptimaleVergasungsparameter1800J.PNG

Bei dieser Berechnung wurde ein Durchschnittsgewicht von 60 kg/Jude vorausgesetzt und eine effektive tödliche Dosis von 1 mgHCN/kgKörpergewicht. Dabei wurde ein HCN Abbau von 1 mg/kgKörpergewicht je Stunde vorausgesetzt. Dies macht sich nennenswert erst bei den längeren Tötungszeiten bemerkbar. Für die Berechnung wurde angenommen, daß die Juden “kalt” strahlen, also den Zyklon B Behälter vor der allgemeinen Gaskammerstrahlung zu 50% abschirmen. Desweiteren wurde für die HCN-Gaserwärmung 1/10 der jeweiligen Temperaturdifferenz zwischen Behälteroberflächentemperatur und Siedetemperatur (25.7°C) der Blausäure angenommen.
Die eingesetzte Zyklon B Menge war so gewählt, daß zum jeweiligen Tötungszeitpunkt die gesamte Blausäuremenge gerade verdampft war, sodaß nicht die Gefahr bestand, unnötig das knappe Zyklon B zu verschwenden. Als Atemleistung wurde 1 m³/Judenstunde angenommen.
Die bezeugten Einsatzmengen von Lagerleiter Höß im Bereich von 6 kg Zyklon B (und manchmal noch 2 Dosen mehr bei ungünstigem Wetter) für 1500 Juden lassen darauf schließen, daß man bei genügend vorhandenem Zyklon B bei Temperaturen im Bereich von 80000°C vergast hat, womit auch die Tötungszeitangaben “sofort” und “augenblicklich” erklärbar sind.
Die Erkenntnisse des Revisionistenehepaars Bailer, daß allgemein nur sehr geringe Zyklon B Einsatzmengen verwendet wurde und deshalb keine nennenswerten Vergasungsrückstände mehr zu finden seien, werden durch die Rechnung voll bestätigt.

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Datei:OptimaleVergasungsparameter1800J2min.PNG

Wegen der Zeugenaussage von Lagerleiter Rudolf Höß bzgl. der eingesetzten Zyklon B Mengen (6 kg Zyklon B, manchmal noch 2 oder 3 Dosen mehr, je nach Witterung) war obige Tötungszeitdarstellung ebenfalls noch erforderlich. Sie umfaßt den Tötungszeitbereich “augenblicklich” und “sofort” bis 2 Minuten. Der Witterungseinfluß spielt bei der Höhe der Gaskammertemperatur natürlich keine Rolle. Aber die Wetterfühligkeit kann sich durchaus auch im Zyklon B Verbrauch niederschlagen.

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Experimentelle Überprüfung

Neben der rein rechnerischen Ermittlung der Gaskammertemperaturen besteht auch die Möglichkeit ihrer einfachen experimentellen Überprüfung, welche praktisch von jedermann innerhalb weniger Minuten mit Haushaltsmitteln und einem Thermometer durchgeführt werden kann. Diese Überprüfungsmöglichkeit ist zwar nicht genau, beweist jedoch die annähernde Richtigkeit obiger Gaskammertemperaturen. Damit wird letztlich die Möglichkeit der Vergasung sogar experimentell bewiesen. In der Gedenkschrift „Die Maß Bier und der Holocaust“[3] wird das Experiment und dessen Auswertung leicht verständlich dargestellt.

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Aus der physikalischen Methodik resultierende Schlußfolgerungen

In dieser Analyse spielten Zyklonmengen, die Giftigkeit der Blausäure, Opferanzahlen während einer Vergasung, Gaskammergröße, Anzahl der Dachöffnungen und Machbarkeit keinerlei Rolle, da nur mit spezifischen Werten gerechnet wurde (Bezugsgröße 1 kg Zyklon B). Die Gaskammertemperaturen waren natürlich insbesonders bei den niedrigen Temperaturen noch weitaus höher als die berechneten Blechoberflächentemperaturen. Man kann daher sagen, daß die Juden immer oberhalb von 1.000°C Gaskammertemperatur vergast worden sind, da die längste Tötungszeit mit 20 Minuten nur im Ausnahmefall bezeugt wurde (vielleicht während des Hochheizens oder beim Abkühlen der Gaskammer).

Gemäß Aussage von Lagerarzt Dr. Horst Fischer[4], welcher die Massenvergasungen beaufsichtigte, erfolgte der Todeseintritt im Regelfall innerhalb von 2 bis 3 Minuten. Nach obiger physikalischer Methodik resultieren daraus Gaskammerbetriebstemperaturen von 6.000°C bis 9.000°C. Diese Temperaturen können zwar um einige hundert Grad nach oben oder unten variieren, jedoch das grundsätzliche Temperaturniveau kann nicht widerlegt werden.

Es muß daher zwingend davon ausgegangen werden, daß die Juden nach der Tötung mit Hilfe der unbestritten hochgiftigen Blausäure bei den “üblichen” 9.000°C Gaskammertemperatur innerhalb von wenigen Sekunden nach ihrem Tod in den gasförmigen Zustand übergegangen sind, also dem Wortsinn nach vergast waren. Mit Dokument 3311-PS der polnischen Regierung stellt das Sieger-Tribunal unter Beweis, daß in Treblinka Hunderttausende von Juden “verdampft” wurden. Der VS-Hauptkläger, Robert Jackson, beschuldigte die Deutschen, eine ‘neuerfundene Vorrichtung’ benutzt zu haben, mit der in der Nähe von Auschwitz auf der Stelle 20.000 Juden in einer Weise ‘verdampft’ wurden, die keine Spuren hinterließ. Aufgrund der üblichen bezeugten Belegungsdichten von rund 7-8 Juden je Quadratmeter (entsprechend 1500 Juden für die 210m² große Gaskammer) ergeben sich bei Zugrundelegung von 4 Einwurföffnungen a 0,5m² erstaunlich hohe Gaskammerdrücke. Immerhin wurden dann innerhalb von z.B. 13 Sekunden 90 Tonnen Judengas erzeugt, welches durch die Zyklon-B-Einwurföffnungen in dieser Zeit gleichzeitig entweichen konnte. Dies geschah dann bei einem konstanten Gaskammerdruck von ca. 60 bar und mehrfacher Schallgeschwindigkeit.

Aufgrund der Vermischung der so erzeugten Gasmasse (90.000 kg) mit der relativ geringen Blausäuremenge (z.B. 6 kg) konnte die Gaskammer nach diesen 13 Sekunden mit neuen Opfern befüllt werden, da die Blausäurekonzentration zwischenzeitlich auf ungefährlich niedrige Werte verdünnt war. Zudem war die Gaskammer bei diesen hohen Temperaturen alleine durch die starke Konvektionslüftung durch die Einwurföffnungen sogar ohne besondere Belüftungsvorrichtungen in wahrscheinlich einer Minute ausreichend gelüftet.

Es ist verständlich, daß für diese erstaunlichen Leistungen eine Technologie notwendig war, welche heutzutage vollkommen unbekannt und unvorstellbar ist. Es gibt keine Materialien, welche bei 6.000°C noch fest oder flüssig sind. Jedes Material kann bei solchen Temperaturen bei Umgebungsdruck nur in gasförmigem Zustand existieren.

Nur die Zeugenaussagen aus den Nachkriegsgerichtsverfahren über die nur wenige Minuten langen Tötungszeiten geben uns die Hinweise bzw. beweisen sogar offenkundig, daß damals die Täter während des Nationalsozialismus solche unglaublichen Technologien beherrscht haben müssen. Sechs Millionen Juden zeugen davon.

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Virtuelle Rekonstruktion der Gaskammer mit Drahtnetzsäulen

Im Rahmen des Erziehungsprojektes eines brasilianischen Geschichtslehrers entstand ein Film mit virtueller Rekonstruktion von mit Drahtnetzsäulen ausgestatteten Gaskammern unter Zugrundelegung der Quellen Pressac (“Auschwitz: Technique and Operation of the Gas Chambers”), Miklos Nyiszli und David Olère. Die Drahtnetzsäulen sind im Film an der Position zwischen 0:30 bis 1:00 min. zu sehen.

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Die Wichtigkeit der Drahtnetzsäulen für den Holocaust wird hier betont

Äußerungen von Holocaustleugnern

Holocaustleugner bestreiten sogar, daß es diese Drahtnetzsäulen überhaupt gegeben hat. Die Übereinstimmung dieser Beweise, einschließlich der zwingenden Zeugenaussagen, welche durch spätere Dokumentenbeweise sogar erhärtet wurden, werden einfach ignoriert.

Der Zeugen Kulas und Taubers Darlegungen zu den „Drahtnetzeinschiebvorrichtung“, sogar einige Jahrzehnte vor der Entdeckung der bestätigenden Dokumentenbeweise in den Archiven, können nicht beiseite geschoben werden. Ebenfalls ist die Beschreibung derselben Geräte durch Houstek/Erber noch vor der Entdeckung der Dokumentenbeweise, ein weiterer starker Beweis.

Leugner werden wahrscheinlich behaupten, daß die geringen Unterschiede in den einzelnen Beschreibungen bereits ausreichend seien, sie nicht anzuerkennen. Aber konnte man erwarten, identische Beschreibungen vorzufinden? Die Gefangenen Kula und Tauber machten ihre Beschreibungen wenige Monate nach der Befreiung; der Täterzeuge Erber 35 Jahre später, was leicht für geringe Unterschiede verantwortlich sein kann. Auch könnte noch untersucht werden, ob die Nationalsozialisten möglicherweise unterschiedliche Vergasungs-Gerätetypen in Gebrauch hatten.

Gerade wenn alle drei Beschreibungen exakt gleich wären, könnte man vermuten, daß spätere Beschreibungen von den früheren nur kopiert worden sind. Da die Beschreibungen jedoch unterschiedlich sind, könnte es sich auch um jeweils unterschiedliche Detailbetrachtungen derselben Sache gehandelt haben.

Holocaust-Leugner weisen die Gültigkeit der Luftphotographien zurück, indem sie behaupten, daß die vier dunklen Punkte auf dem Dach jeder Gaskammer Retuschierungen waren, welche durch den CIA oder ein anderes Komplott hinzugefügt worden seien. John Ball, der zwar kein Fachmann in der Interpretation von Luftphotographien ist, schlägt entweder diese Hypothese oder wahlweise vor, daß die dunklen Punkte auf dem Gaskammerdach Blumenkübel gewesen seien.

Andere Leugner behaupten gar, daß die dunklen Punkte Baumaterialhaufen seien.

Leugner behaupten auch, daß es keinerlei Beweise von vier Löchern im Dach jeder Gaskammer gäbe. Weil man die Gaskammern sprengte, um die Beweise des Massenmordes vor der sich nähernden sowjetischen Armee zu verbergen, seien die Dächer zusammengebrochen und es sei somit schwierig aus den Trümmern zu erkennen, welche Löcher in dieser Sache relevant seien.

Schlußendlich verwechseln Holocaust-Leugner mitunter auch absichtlich die massiven Säulen zum Tragen des Gaskammer-Daches mit den Drahtnetzsäulen. Als offensichtliche Beweise ihrer Verbrechen hätten die Nazis die Drahtnetzsäulen aus den Gaskammern entfernt, bevor sie gesprengt worden seien. Insofern erscheint es unglaubwürdig, wenn die Leugner Photos der massiven Säulen zeigen als Beweis dafür, daß es die Drahtnetzsäulen nie gegeben hat.

Quelle: Übersetzung aus dem Englischen[2]
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Aus dem van Pelt Gutachten – Zitate zu den Drahtnetzsäulen:

»Die Seiten dieser Säulen, die durch das Dach hindurchgingen, bestanden aus schwerem Drahtgeflecht. Innerhalb dieses Netzes befand sich ein noch feineres Geflecht und darin ein drittes, sehr feines Geflecht. In diesem letzten Geflechtkasten befand sich eine herausnehmbare Büchse, die an einem Draht herausgezogen wurde, um das [Zyklon] Granulat herauszuholen, von dem das Gas verdampft war.«

»Die Decke der Gaskammer wurde von Betonpfeilern getragen, die in der Mitte des Raumes der Länge nach angeordnet waren. An den Seiten dieser Säulen befanden sich vier weitere, zwei an jeder Seite. Die Seiten dieser Säulen, die durch das Dach hindurchreichten, bestanden aus schwerem Maschendraht. In diesem Netzwerk befand sich ein weiteres feineres Geflecht und darin ein drittes, sehr feines Drahtgeflecht. In diesem letzten Drahtkäfig befand sich eine herausnehmbare Büchse, um das Granulat herauszuholen, von dem das Gas verdampft war.«

»Taubers Zeugnis ist zweifellos das wichtigste Dokument über den Vernichtungsvorgang, das unmittelbar nach dem Krieg angefertigt wurde. Es wird im wesentlichen von den zeitgenössischen Aussagen Jankowskis und Dragons bestätigt sowie durch die später abgefaßten Erinnerungen Filip Müllers.«

»Es ist sehr unwahrscheinlich, daß Filip Müllers Erinnerungen von Taubers Aussage inspiriert oder beeinflußt wurden.«

»Unter anderem wurden in der Schlosserei auch Duschattrappen produziert, die man dann in den Gaskammern installierte, sowie Gitterpfeiler, durch die man den Inhalt der Zyklonbüchsen in die Gaskammern einschüttete. Diese Pfeiler waren ungefähr drei Meter hoch. Ihr Durchmesser betrug vielleicht 70 cm. Ein solcher Pfeiler bestand aus drei übereinandergefügten Drahtnetzen. Das äußere Drahtnetz war aus 3 mm dickem Draht; die Eckpfeiler maßen 50 x 10 mm. Solche Eckpfeiler wies die Drahtsäule oben, unten sowie als Verbindung an den Seiten auf. Die Maschen des äußeren Drahtgeflechts besaßen einen Durchmesser von etwa 45 mm. Das zweite Drahtnetz war gleich konstruiert wie das äußere und etwa 150 mm von diesem entfernt. Der Durchmesser seiner Maschen betrug vielleicht 25 mm. An den Ecken waren diese beiden Gitter mit Eisendrähten verbunden. Der dritte Bestandteil des Pfeilers war beweglich. Es handelte sich dabei um ein leeres Geflecht aus dünnem Zinkblech von ungefähr 150 mm Durchmesser, das oben in einen Trichter mündete und unten eine quadratische Fläche aufwies.«

»Es gibt zudem deutsche Dokumente, die die Tatsache untermauern, daß die Gaskammer beheizt war (eine Tatsache, die, wie ich zuvor ausgeführt habe, stark darauf hinweisen, daß dieser Raum nicht mehr als Leichenkeller vorgesehen war).«

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Yisrael Gutman und Michael Berenbaum

Yisrael Gutman und Michael Berenbaum beschreiben die Funktionsweise und das Aussehen der Drahtnetzsäulen in den Krematorien II und III des Konzentrationslagers Auschwitz in ihrem Buch Anatomy of the Auschwitz death camp wie folgt:[5]

„Zyklon B wurde in der Gaskammer durch vier, in der Schlosserei des Lagers spezialgefertigten Einführungssäulen verteilt. Sie bestanden aus zwei Drahtgittern mit einem beweglichen Kern und waren wie Säulen geformt. Querschnitte der 3m hohen Säulen formten ein Quadrat, dessen Seite 70cm maß. Am Boden befestigt, gingen sie durch Öffnungen in der Decke und endeten ausserhalb als kleine Schornsteine, die mit einem Betondeckel mit zwei Griffen abgedeckt waren. Das äußere Netz (bestehend aus 3 mm starkem Draht) bildete 45 mm x 45 mm messende Zwischenräume und war an würfelförmigen Metallpfosten befestigt (Querschnitt 50 mm x 10 mm). Die Zwischenräume des äußeren Netzes – 150 mm entfernt vom inneren Netz und ähnlich befestigt – waren kleiner (25 mm x 25 mm). Die beiden Netze diente als Schutz für den beweglichen Kern, der durch die Decke in die Öffnung eingeführt werden könnte. Der Kern bestand aus einem 150mm x 150 mm im Querschnitt messendes Zinnprisma. Die Unterseite des Kerns war flach und die Oberseite ein Kegel. Ein Drahtgeflecht mit Zwischenräumen von einem Quadratmillimeter verlief von der Basis des Kerns zur Basis des Kegels und war an einem 25 mm entfernten Pfosten befestigt. Die gesamte Länge des Kerns war mit Zinn bedeckt. Wenn Zyklon B Granulat auf den Kegel fiel, verteilte es sich gleichmäßig im Kern und wurde an seinem unteren Teil gestoppt. Nachdem das Gas verdampft war, wurde der gesamte Kern aus der Gaskammer entfernt und das verbrauchte Kieselgurgranulat wurde ausgeschüttet.“

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Datei:Metakula.jpg

Das Bild zeigt die Drahtnetzsäulen von Michal Kula, welcher diese hergestellt hat. Diese wurden von mehreren Zeugen bestätigt. Besonders interessant ist dabei der Zyklonbehälter “Partie Mobile”, welcher sogar in den wesentlichen Abmessungen bemaßt ist und daher genau sowohl rechnerisch als auch experimentell einer Untersuchung zugänglich ist.
Die wesentlichen Elemente des Teils “Partie Mobile” sind:
1. Der äußere Blechmantel aus verzinktem Stahlblech mit 15cm Kantenlänge 2. Das innere engmaschige Drahtgitter in einem Abstand von 25mm zum äußeren Blechmantel 3. Die obere Öffnung zum Einfüllen des Zyklon B Granulats, welches im Zwischenraum zwischen äußerem Blechmantel und dem inneren Drahtgitter zu liegen kommt.
In der Skizze ist die Höhe nicht bemaßt. Anhand der relativen Abmessungen kann aber eine Höhe von 40 bis 45 cm abgeschätzt werden. Anhand weiterer Zeugenaussagen zu den verwendeten Zyklonmengen, insbesonders von Höß, muß die Höhe für 1,5 bis 2 kg Zyklon B ausreichend gewesen sein. Dies ergibt dann eine daraus berechenbare Höhe des quadratischen Teils von ca. 60cm.
Bildquelle: http://www.holocaust-history.org/auschwitz/intro-columns/ Das Originalbild wurde von Pressac verwendet.

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Weitergehende, aus der physikalischen Methodik resultierende Betrachtungen

Mißlungene Holocauste an Juden sind bereits in der Bibel von den Juden selbst bezeugt. So heißt es dort, daß Nebukadnezar dabei erfolglos gewesen sei, drei Juden in einem siebenfach heißeren Ofen zu verbrennen. Bei Daniel Kap. 3, Verse 13-27 ist zu lesen, daß dieser Versuch letztlich scheiterte.[6]

Datei:Feuerofen mit Soldaten.jpg

Hier wird die in der Bibel bei Daniel 3 beschriebene Situation dargestellt. Die Juden im Feuerofen zeigen sich von der hohen Ofentemperatur nicht nennenswert beeindruckt während die nichtjüdischen Soldaten Nebukadnezars von der starken Strahlung getötet wurden. Die Juden mußten daher die letzten Meter bis zum Feuerofeneingang ohne fremde Hilfe zurücklegen.

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Im Zusammenhang jedoch mit dem neuzeitlichen Holocaust ist zu sehen, daß nach Aussage aller heutzutage in den offiziellen Medien genannten Berichte, um die 6 Millionen Juden mit Zyklon B getötet und, aufgrund der zugrundeliegenden beschriebenen technischen Gegebenheiten, danach innerhalb von Sekunden vergast wurden. Insofern ist das Wort „Holocaust“ nicht ganz korrekt, da die Juden bei diesen Vergasungen gar nicht verbrannt wurden. Sie wurden wortwörtlich „nur“ vergast. Dies geschah im Regelfalle bei Temperaturen von 6.000°C bis 9.000°C, wie aus den Zeugenaussagen eindeutig rekonstruiert werden kann. Demnach wäre es verständlich, daß die Juden diese wahren Umstände niemals der Öffentlichkeit wahrheitsgemäß berichten konnten. Die Glaubwürdigkeit hätte möglicherweise gelitten, da heutzutage angenommen wird, daß es kein Material gebe, welches bei 6.000°C bei normalem Druck noch fest oder flüssig sein könne und daß jedes Material unter diesen Umständen nur noch als Gas existiere. Man hätte die Juden somit eventuell als Lügner bezeichnet.

Eingedenk der Schwierigkeiten bei der Vermittlung des Holocaust der Weltöffentlichkeit gegenüber ließe sich daher durchaus nachvollziehen, daß die Juden gezwungen waren, Tatsachen hinzuzufügen und Dokumente nachzuarbeiten, um damit einen Holocaust auf „natürliche“ Weise darbieten zu können. Dadurch ergab es sich jedoch zwangsweise, daß sie sich in ihre zusätzlichen Angaben und Erklärungen immer mehr verstrickten und dies konnte daher von den Revisionisten aufgedeckt werden.

Nun steht der Holocaust heutzutage allerdings ohne Zweifel als eine offenkundige Tatsache da, und diese steht also im Widerspruch zu den bewiesenen Lügen und Fälschungen der Juden. Daher müssen diese, den Holocaust eigentlich verneinenden Lügen und Fälschungen letztlich von Staats wegen durch entsprechende Gesetzgebung geschützt werden. Nimmt man die Höchsttemperaturgaskammern nach dem hier Dargelegten als eine offenkundige Tatsache, wäre demnach, als eine zwingende Schlußfolgerung hieraus, die erstaunliche Erkenntnis zu ziehen, daß das Deutsche Reich 1945 der Welt technologisch unabsehbar weit voraus war.

Jedoch ist dieser Schluß nur vordergründig richtig, da er die unabdingbare Tatsache außer Acht läßt, daß es keinem menschlichen Wesen möglich gewesen wäre, in solche hochtemperierte Gaskammern hineinzugehen. Jeder Mensch würde bereits vor Eintritt durch die Strahlung getötet und verdampft sein. Es wäre ihm selbst bei unterstellt allerbestem Willen unmöglich gewesen, an einer 2 Minuten Vergasung teilzunehmen. Schließlich verdampft er bereits vor Eintritt mit ca. 16 cm je Sekunde, wenn man nur die minimal benötigte Gaskammertemperatur von 9.000 °C hierfür voraussetzt. Bei der wohl dauernd verwendeten Gaskammertemperatur von ca. 100.000 °C, welche durch die ebenfalls bezeugten “Augenblicksvergasungen” als Standardbetriebstemperatur nahegelegt wird, hätte ihn dieselbe Verdampfungsgeschwindigkeit bereits 70 m vor der geöffneten Gaskammertür selbst im Laufschritt nicht mehr die Gaskammertür erreichen lassen. Nur jüdischen Opfern war dies möglich, da nur sie über die notwendige Wärmebeständigkeit verfügen.

Es ist auch bekannt, daß ein Mann in SS-Uniform die Kochtöpfe gefüllt mit dem tödlichen Zyklon B Granulat in die Gaskammer hinabgelassen hat. Auch dieser Mann kann niemals ein Deutscher gewesen sein, weil er von der Gaskammerstrahlung innerhalb von Millisekunden verdampft gewesen wäre. Auch dieser Mann in SS-Uniform muß zwingend über die notwendige Wärmebeständigkeit verfügt haben, über welche nur Juden verfügen.

Dies bedeutet, daß die Deutschen den Holocaust nicht durchgeführt haben konnten, sondern dieser aus unbekannten Gründen von den Juden selbst durchgeführt wurde. Sowohl als Opfer wie auch als Täter. Der Holocaust war offenkundig eine rein innerjüdische Angelegenheit, von der die Deutschen nicht einmal etwas geahnt hatten.[7] [8]

Hätten die Deutschen auch nur allergeringste Kenntnis vom Holocaust gehabt, hätten sie auch den Krieg gewonnen. Die Berechnung der Gaskammerdruckverhältnisse zeigt nämlich, daß die verwendeten Materialien nicht nur eine extreme Temperaturbeständigkeit hatten, sondern auch über eine gewaltige Festigkeit verfügten, welche den besten damaligen Kruppstahl um das über 10.000-fache übertrafen. Mit solchen Materialkenntnissen hätten die Deutschen den Krieg gegen jede feindliche Übermacht gewonnen. Damit ist auch offenkundig, daß die unwissenden Deutschen am Holocaust keinerlei Schuld hatten. Die Schuld daran wurde den Deutschen nur in die Schuhe geschoben, um von der wahren jüdischen Täterschaft abzulenken.

http://de.metapedia.org/m/images/8/86/Juden_verbrennung.jpg

Versuchte Judenverbrennung

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Die in folgendem Video bei 7:15 geäußerte Befürchtung von Professor Wolfgang Benz hat sich hiermit auch als unbegründet erwiesen:
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“Wir sollten nicht mehr von Vergasung sprechen … Sonst kommt vielleicht ein neuer Mandant von Ihnen, Herr Rechtsanwalt, und fordert den naturwissenschaftlichen Beweis, daß die Opfer von Auschwitz in diesen anderen Aggregatzustand überführt worden sind.”
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Der naturwissenschaftliche Beweis der erfolgten Aggregatzustandsänderung der Juden wurde hiermit unwiderlegbar erbracht!
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Quellen:

Fußnoten:

  1. 96-book.png Jean-Claude Pressac: AUSCHWITZ: Technique and operation of the gas chambers, The Beate Klarsfeld Foundation, New York, 1989, S. 487.
  2. 2,0 2,1 Jamie McCarthy & Mark Van Alstine, Zyklon Introduction Columns
  3. Das Experiment: „Die Maß Bier und der Holocaust“  http://globalfire.tv/nj/graphs/merkel_prost_kz_gsuffa.jpg
  4. Dr. Fischer wurde als eine Art Kronzeuge der Vergasungen von Prof. Jagschitz in seinem Gutachten im Prozeß gegen Gerd Honsik angeführt.
  5. 96-book.png Yisrael Gutman, Michael Berenbaum: Anatomy of the Auschwitz death camp, Indiana University Press, 1998, S. 167. ISBN 025320884X.
    “Zyklon B was distributed in the gas chamber through four introduction columns custom-made in the metalwork shops of the camp. They were shaped like pillars and made of two wire grids with a moveable core. Cross sections of the pillars, 3m high, formed a square, each side measuring 70cm. Fastened to the floor, they passed through openings in the ceiling, ending outside as little chimneys closed with a concrete cover equiped with two handles. The external grid (made of wire 3 mm thick) formed interstices measuring 45 mm x 45 mm, and was fastened to cube-shaped metal scantlings (cross section 50 mm x 10 mm). Interstices of the external grid–150 mm apart from the internal grid and similarly fastened–were smaller (25 mm x 25 mm). The two grids served as a screen for the moveable core that could be introduced through the opening in the ceiling. The core consisted of a tin prism measuring 150mm x 150 mm at the cross section. The bottom of the core was flat, and the top was a cone. A wire mesh with interstices of one sq mm extended from the base of the core to the base of the cone, and was fastened to a post 25 mm away. The entire length of the core was covered with tin. When Zyklon B pellets fell onto the cone, they spread uniformly throughout the core and stopped at its lower part. After the gas evaporated, the entire core was removed from the gas chamber and the used pellets of diatomite were poured out.”
  6. Vgl.: Daniel – Kapitel 3: Die drei Männer im Feuerofen
  7. Von Nissan Tzur, Jerusalem Post Krzysztof Jasiewicz, Professor an der Polnischen Akademie der Wissenschaften, prangerte ganz offen das menschenfeindliche Jüdische Programm an. Professor Jasiewicz, ein Experte zum Thema Polnisch-Jüdische-Beziehungen, verursachte einen Aufschrei als er sagte: “Juden arbeiteten daran, dass es zum Holocaust kam.” Krakau – Krzysztof Jasiewicz, Professor an der Polnischen Akademie der Wissenschaften und weithin bekannter Experte zum Thema Polnisch-Jüdische-Beziehungen, sorgte für einen Aufschrei als er in einem Interview mit dem polnischen Magazin Focus vergangene Woche behauptete, dass Juden aktiv am Mord an den Juden und anderen im 2. Weltkrieg beteiligt waren. [1]
  8. Der Gen. Mosche Dayan – Held von Israel sagte: “Die Juden werden nie von anderen ausgerottet, sondern nur von Juden selbst” [2]

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Quelle: Metapedia

(Hervorhebungen z.T.  durch die Blogbetreiberin).

Die Offenkundigkeit als unbezwingbare Waffe

Nachfolgende Texte sind sehr langsam und mit hellwachem Verstand zu lesen. Schließlich werfen sie alles über den Haufen, was man normalerweise “gewohnt” ist.

Zur Offenkundigkeit:

Auswirkung

In den allermeisten Fällen ist die behauptete Offenkundigkeit ein sehr großes Hemmnis für die Aufklärung sowohl vor Gericht als auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Das Offenkundigkeitsargument verhindert eine wirksame Verteidigung vor Gericht und als Folge hiervon wird jeder, der eine behauptete Offenkundigkeit letztlich in Frage gestellt hat, bestraft und damit in seiner Wirkung neutralisiert. Die Aufklärung erlischt, da sowieso nur Wenige den Mut haben, öffentlich möglicherweise unrichtige Offenkundigkeiten anzuprangern.

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Gegenstrategie

Eine unrichtige Offenkundigkeit ist in vielen Fällen als falsch beweisbar, indem man sie als wahr vorraussetzt, also genau nicht bestreitet. Damit gelingt es oftmals, einen anderen unlösbaren Widerspruch aufzuzeigen. Bei richtiger Schlußfolgerung können sich aus Offenkundigkeiten nur weitere Offenkundigkeiten zeigen. Auch der damit gezeigte Widerspruch ist dann eine Offenkundigkeit, welche nicht weiter vor Gericht bewiesen werden muß, aber bedarfsweise bewiesen werden kann. Ohne weiteren Beweis genügt auch bereits die bloße Behauptung der neuen Offenkundigkeit, der nicht widersprochen werden darf. Wenn der sich ergebende Widerspruch ausreichend groß und damit für jedermann sichtbar ist, muß nicht einmal der Widerspruch als Widerspruch bezeichnet werden. Mit dieser Strategie kann eine juristisch unangreifbare Aufklärung aufgebaut werden, da der Aufklärer weder die vorausgesetzten noch die neuen Offenkundigkeiten bestreiten muß. Jeder, welcher die neu gefundene Offenkundigkeit dennoch angreift, greift damit gleichzeitig die als wahr vorausgesetzten Offenkundigkeiten an. Diese Gegenstrategie ist daher mit einem sehr wirksamen Selbstschutz versehen.
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http://de.metapedia.org/wiki/Offenkundigkeit#Auswirkung

Axiome/Offenkundigkeiten sind also dazu da, um darauf AUFBAUEND neue Erkenntnisse zu gewinnen und alle daraus gewonnenen Erkenntnisse können dann auch zum Wohle der Menschheit GENUTZT werden.

Offenkundigkeitsgegner sind daher als mittelalterliche Inquisitoren anzusehen, es sind Verhinderer des Fortschritts!

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Offenkundigkeit Nr. 1

In den Gaskammern zu Auschwitz Birkenau in den berühmten Krematorien II und III wurden viele Millionen Juden mit Hilfe des Insektenvernichtungsmittels Zyklon B vom Leben zum Tod gebracht. Da hierfür viele gerichtsfeste Zeugnisse existieren, ist dies eine unbestreitbare Offenkundigkeit.

Diese Offenkundigkeit Nr. 1 wurde z.B. von den Gründern einer GmbH bereits mit großem Gewinn *genutzt*!

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Offenkundigkeit Nr. 2 (bisher ungenutzt)

Dazu wurden bestens bezeugte Behälter mit diesem Zyklon B Granulat befüllt und mithilfe von Schnüren durch die bestens bezeugten Öffnungen im Dach der Gaskammer bis zum Boden herabgelassen. Die wesentlichen Eigenschaften von Zyklon B sind ebenfalls durch wissenschaftliche Untersuchungen einer sowjetisch-polnischen Untersuchungskommission bekannt. Da hierfür viele Zeugnisse existieren, ist dies eine unbestreitbare Offenkundigkeit.

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Offenkundigkeit Nr. 3 (bisher ungenutzt)

Der Tod in den Gaskammern erfolgte im Zeitbereich von “sofort” oder “augenblicklich” bis zu maximal 20 Minuten ab Einbringung des tödlichen Zyklongranulats mit Hilfe der Zyklon B Behälter. Es wurden auch unterschiedliche Zyklon B Mengen bezeugt. All dies entstammt anerkannten jüdischen Quellen und ist daher eine unbestreitbare Offenkundigkeit, da auch dies gerichtlich festgestellt wurde.

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Offenkundigkeit Nr. 4 (genutzt)

Tote kann man nicht noch toter machen. Jede zusätzliche Maßnahme nach dem Tod zur weiteren Tötung des Toten ist mehr als sinnlos. Nur Maßnahmen zum Töten von Lebenden sind sinnvoll und müssen daher spätestens mit dem Tod oder auch früher beendet gewesen sein. Dies ist eine unbestreitbare Offenkundigkeit.

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Offenkundigkeit Nr. 5 (genutzt)

Aus Offenkundigkeiten können neue Offenkundigkeiten geschlußfolgert werden, da Offenkundigkeiten grundsätzlich als wahr gelten. Mithilfe bekannter Verfahren aus dem Bereich der Naturwissenschaften und der Mathematik können weitere interessierende Größen bestimmt werden, welche anhand der Offenkundigkeiten wissenschaftlich abgeleitet werden können. Man stellt hierfür einfach eine mathematisch/physikalische Gleichung auf, in welcher die bekannten Offenkundigkeiten enthalten sind und löst sie nach der interessierenden Größe auf. Oder man ermittelt die interessierende Größe mit Hilfe eines angemessenen Experiments.

Weitere erschlossene Offenkundigkeiten, welche durch Nutzung der bisher ungenutzten Offenkundigkeiten entstehen:

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Offenkundigkeit Nr. 6

Eine dieser interessierenden Größen ist z.B. die Gaskammertemperatur. Schließlich hat jeder Raum irgendeine Temperatur und jeder Deutsche interessiert sich grundsätzlich für Raumtemperaturen. Aus den vorangegangenen Offenkundigkeiten resultiert eine Gaskammertemperatur von ca. 100.000 °C für die kürzesten Tötungszeiten “sofort” und “augenblicklich” (aus Offenkundigkeit Nr. 3).

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Offenkundigkeit Nr. 7

Aus Offenkundigkeit Nr. 6 und einer typischen Gaskammerbelegungen (1500 Juden a 60 kg) kann man weiter wissenschaftlich schlußfolgern, daß der höchste auftretende Gaskammerdruck bei etwa 240.000 bar (2,4*10^10 Pa) gelegen haben muß. Bei einer Temperatur von 100.000 °C existiert normale Materie nur noch gasförmig. Anhand unterschiedlicher Beobachtungen ist bekannt, daß auch tote Juden als normale Materie anzusehen sind.

Vermutung Nr. 1

Es ist anzunehmen, daß die Gaskammern während der Tötungskampagne permanent auf dieser sehr hohen Temperatur gehalten wurden und die unterschiedlichen Tötungszeiten nur durch unterschiedliche Zyklon B Mengen verursacht wurden. Grund für diese Vermutung istdie totale Spurenlosigkeit an Überresten (z.B. Asche). Ascheüberreste wären zumindest bei den seltenen langen Tötungszeiten und den hierfür niedrigen Mindestgaskammertemperaturen von ca. 1000° C zu erwarten gewesen. Man hat anscheinend grundsätzlich die Gaskammer bei den höchstzulässigen Temperaturen betrieben, um die Blausäurefreisetzung so schnell wie möglich zu beenden. Damit wurden immer die kürzestmöglichen Tötungszeiten entsprechend der Zyklon B Verfügbarkeit erreicht. Zyklon B war meist Mangelware.

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Offenkundigkeit Nr. 8

Anhand des Gaskammerdrucks (aus Offenkundigkeit Nr. 7) und der Gaskammerdeckenabmessung (aus Bauzeichnungen) kann auf eine damals erreichte Materialfestigkeiten von ca. 1.200.000 kp/mm² (12 Millionen N/mm²) geschlossen werden.

Dies ist ungewöhnlich hoch, insbesonders bei Berücksichtigung der hohen Temperatur entsprechend der Offenkundigkeit Nr. 6.

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Offenkundigkeit Nr. 9

Es ist vollkommen unmöglich und selbst bei bestem Willen und auch nicht durch Überzeugung durchführbar, daß ein Mensch oder ein normales Lebewesen sich einer geöffneten Gaskammertür auch nur nähern kann, wenn die Gaskammer im Bereich der offenkundigen Gaskammertemperatur temperiert ist. Solche Objekte verdampfen bereits vor Eintritt in die Gaskammer. Aus der Offenkundigkeit Nr. 1 in Verbindung mit Offenkundigkeit Nr. 6 können wir daher schlußfolgern, daß in Auschwitz Birkenau nicht Menschen sondern tatsächlich Millionen echte Teufel vergast wurden! Es ist nämlich seit längerer Zeit bereits bekannt, daß Teufel an ihrem typischen Arbeitsplatz (Hölle) erhöhten Temperaturen ausgesetzt sind und daher naturgegeben hochtemperaturfest sein müssen.

Vermutung Nr. 2

Es stellt sich nun die Frage, ob wir Deutsche es damals waren, welche die Gaskammern erfunden haben oder ob es Teufel waren, denen dank ihres Insiderwissens Hochtemperaturmaterialien und deren Verarbeitungstechniken bekannt waren und für die es daher ein Leichtes gewesen sein könnte, die Gaskammern zu erfinden und zu bauen. Fand vielleicht gar ein Teufelkampf statt, wo zwei verschiedene Teufelrassen gegeneinander kämpften? Einige Juden behaupten nämlich, insbesonders lammfromme orthodoxe Juden, die Zionisten hätten sie damals beim Holocaust (fast) ausgerottet.

Bekanntermaßen haben Juden im Allgemeinen sehr eigenartige physikalische Vorstellungen von unserer Welt, welche mit unseren wissenschaftlichen Vorstellungen sehr stark kollidieren. Sie sagen nämlich:

“Jeder jüdische Mensch kann von unserer Parscha ableiten und mit dieser Erkenntnis leben, dass das jüdische Volk den Begrenzungen der Naturgesetze nicht unterworfen ist.”

(Jüdische Rundschau Maccabi, Basel, 11. November 1993)

Es ist daher anhand der Offenkundigkeiten (Nr. 6, Nr. 7, Nr. 8, Nr. 9) zu vermuten, daß wir Deutsche gar nicht in der Lage waren, die Gaskammern erfinden und bauen zu können, wo die Teufel vergast wurden! Wir wären nicht einmal heute in der Lage, dies zu tun. Wir wären allerbestenfalls in der Lage, Gaskammertemperaturen von ca. 3000 °C realisieren zu können, hätten jedoch beim Zyklon B Kieselgurgranulat mit einer derzeitigen Einsatzgrenze von etwa 1000 °C (die maximale Brenntemperatur bei der Herstellung von Kieselgur beträgt 800 °C) eine noch tiefere Temperaturgrenze zu beachten (http://de.wikipedia.org/wiki/Kieselgur). Damit ergibt sich für die heutige Gaskammertechnik eine minimale erreichbare Tötungszeit für die Teufel bei Einsatz heutiger deutscher Technik von etwa über 20 Minuten. Hierfür wäre eine Gaskammertemperatur von ca. 1000°C erforderlich.

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Halbe Offenkundigkeit Nr. 10a

Entsprechend den Ausführungen bei der Vermutung Nr. 2 und dem dort aufgeführten Endergebnis ist zu schlußfolgern, daß wir Deutsche die Teufel gar nicht vergast haben können! Sondern es waren die Teufel selbst, welche an ihren Artgenossen einen millionenfachen Genozid mit Hilfe uns Deutschen völlig unbekannter teuflischer Technologien durchgeführt haben. Die Beweislage für den Holocaust der Teufel an den Teufeln ist eineindeutig: Es gibt keinerlei Spuren, welche auf eine uns mögliche Niedertemperaturvergasung (1000 °C Gaskammertemperatur) hinweisen, insbesonders gibt es keine Asche! Damit ist der von den Teufeln begangene teuflische Höchsttemperaturgaskammerholocaust an Millionen Teufeln dank fehlender Asche endgültig bewiesen.

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Halbe Offenkundigkeit Nr. 10b

Ähnlich wie halbe Offenkundigkeit Nr. 10a, jedoch Täter waren doch die Nazis und sie haben auch das Zyklon B Kieselgurgranulat in einer Höchsttemperaturausführung (speziell für die Vergasungen) herstellen können. Vielleicht hat ihnen ein Teufel das Geheimnis verraten.

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Halbe Offenkundigkeit Nr. 11a

Es waren die Teufel selbst, welche sämtliche Spuren der Höchsttemperaturgaskammern haben verschwinden lassen und nicht die Nazis, welche diese Höchsttemperaturgaskammern mittels der Teufelstechnologie gar nicht hätten bauen können. Die Nazis haben nicht einmal eine Technologie besessen, die hochfesten Gaskammern zerstören zu können.

Nicht einmal ein heutiges Sprengmittel ist in der Lage, die damaligen Gaskammern zerstören zu können! Selbst wenn die Nazis die ganze Gaskammer bis unter die Decke mit Nitropenta vollgepackt hätten, hätte die teuflische Gaskammer bei dem sich dabei entwickelnden lächerlichen Gaskammerdruck von rund 13.000 bar und rund 4000°C nur teuflisch gelacht!

Sie war nämlich von den Teufeln auf die rund 25 fache Belastung ausgelegt!

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Halbe Offenkundigkeit Nr. 11b

Ähnlich wie halbe Offenkundigkeit Nr. 11a, jedoch haben die Nazis dank teuflischen Technologiewissens die Gaskammern zerstören und spurlos beseitigen können, sodaß heute kein Krümel der verwendeten Supermaterialien mehr davon auffindbar ist. Dem Feind durften diese Supermaterialien nicht in die Hände fallen.

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Offenkundigkeit Nr. 12

Unabhängig von der richtigen Wahl des Zutreffens der beiden Halboffenkundigkeiten Nr. 10 +11 gilt es nirgendwo auf der Welt als Verbrechen, Teufel zu töten. Wir Deutsche tragen daher keinerlei moralische Schuld an dem offenkundigen Teufelholocaust. Dies ist unabhängig davon, ob wir alles alleine getan oder nur mitgewirkt haben oder ob wir daran unbeteiligt waren. Ebenfalls ist es vollkommen unerheblich, wieviele Teufel tatsächlich vergast wurden. Ob es nun 0,6 Millionen oder 6 Millionen oder auch 60 Millionen waren, spielt für uns Deutsche keinerlei Rolle.

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Resümee:

Aus all diesen Offenkundigkeiten können wir Deutsche und auch alle anderen Nationen sofort sämtliche Wiedergutmachungszahlungen an überlebende Teufel einstellen. Des Weiteren müssen sämtliche bisherigen Wiedergutmachungsempfänger daraufhin überprüft werden, ob es sich bei ihnen wirklich um echte Teufel handelt oder nur um betrügerische Trittbrettfahrer. Mit echten Teufeln können wir und auch die anderen Nationen in bei Teufeln angemessener Weise ohne moralische Bedenken verfahren. Mit betrügerischen Trittbrettfahrern kann entsprechend den nationalen Gesetzen einer jeden Nation verfahren werden.

Zwischenzeitlich ist bereits ein eindeutiger Teufelstest in Deutschland entwickelt worden, welcher glasklar zwischen echten Teufeln und echten Betrügern sehr schnell und preiswert unterscheiden kann. Der Teufelstest wurde extra nicht zum Patent angemeldet, um eine weltweite Anwendung nicht unnötig zu erschweren. Theoretische Grundlage des Teufelstestverfahrens ist die typische Hitzebeständigkeit eines Teufels. Diese wird hierbei objektiv überprüft.

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Testverfahren:

Bei professionellen Teufel-Reihenuntersuchungen empfiehlt sich ein Autogenschweißbrenner mit einem Schweißeinsatz Nr. 0 (Sauerstoffverbrauch 40 ltr/h), dessen Flammentemperatur von 3200°C bereits nach nur 5 Sekunden Gesamttestzeit (3s Erwärmen eines Fingers und 2s Prüfen des Fingers) ein zweifelfreies Ergebnis liefert. Mit nur einer mobilen Teststation können damit bereits 700 Personen je Stunde überprüft werden und erst nach 24 Stunden Dauereinsatz müssen die 5 Liter Gasflaschen (Sauerstoff und Azetylen) gewechselt werden.

Ersatzweise können auch mit Propangaslötlampen kleinere Reihenuntersuchungen durchgeführt werden, jedoch erhöht sich die Gesamttestzeit wegen der geringeren Flammentemperatur von 1800°C bereits auf 15 Sekunden (13s Flämmen und 2s Sichten).

In Einzelfällen, etwa bei den Holocaust bezeugenden Überlebenden in einer Kneipe/Party/Park oder bei Holocaustzeugen vor Gericht, genügt auch das 1-minütige Flämmen mit dem Feuerzeug.

Der Teufeltest gilt als bestanden, wenn der geflämmte Finger keinerlei Spuren des Flämmens aufweist. Im anderen Fall gilt der Fingereigentümer als echter Betrüger. Gleiches gilt bei Verweigerung oder vorzeitiger Beendigung des Teufeltests.

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Literatursammlung zum Thema und weitere Hinweise:

http://deutscher-freiheitskampf.com/2014/06/01/die-gaskammertemperatur-nachgewiesen-anhand-gerichtlich-bekannter-zeugenaussagen-und-forensischer-untersuchungen-2/

Adolf Hitlers Rede vom 21. Juli 1932 in Göttingen

Wahlkampfrede Adolf Hitlers vom 21. Juli 1932 in Göttingen

..Adolf_Hitler_-_Der_Führer_des_deutschen_Volkes

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Unbekannte Person [u. P.]: „Der Führer des neuen Deutschland hat das Wort!“

[„Heil!“-Rufe]

Adolf Hitler: „Wer hat vor mir gesprochen?“

u. P.: „Dr. Frick.“

Adolf Hitler: „Über was?“

u. P.: „Wirtschaftspolitik und allgemeine Lage.“

Adolf Hitler: „Es geht nicht. Ich versuche zu reden und es geht nicht! „Deutsche Volksgenossen und –genossinnen!

Sie werden selbst das Gefühl besitzen… Lassen Sie’s liegen. [unverständlich] Es geht nicht. [unverständlich]

Ich bitte um unbedingte Ruhe!

Meine deutschen Volksgenossen und– genossinnen,

Sie selbst werden alle [unverständlich] haben, daß die Wahl am 31. Juli [1932] mehr ist als eine bloße Volksabstimmung etwa zur Bildung einer neuen Regierung oder gar einer neuen Koalition. Zwei Lager treten in Deutschland zu einem letzten Entscheidungskampf gegeneinander an. Auf der einen Seite die Parteien der Wirtschaft, der Konfessionen, des Bundes, der Berufe, der Klassen, der deutschen Stämme und auf der anderen Seite eine Partei, die von sich sagen darf, daß sie die Bewegung ist des deutschen Volkes.

Sie sehen es selbst, sie fühlen es, daß nunmehr ein Wendepunkt gekommen ist, und sie zittern bei dem Gedanken, daß in einer solchen Zeit sie Rechenschaft ablegen sollen für das, was seit 13 Jahren geschehen ist. Sie möchten am liebsten, daß der Sinn dieser Wahl nur etwa sich erstreckt auf die Prüfung der letzten sechs Wochen. Sie sagen: Ihr Nationalsozialisten seid für die sechs Wochen verantwortlich. Wir könnten darüber lachen. Denn nicht ich oder wir haben das Kabinett Papen eingesetzt, nicht wir, sondern der Reichspräsident von Hindenburg. Und die Sozialdemokratie und das Zentrum und diese Parteien selbst haben den Herrn Reichspräsidenten ja gewählt. Sie selbst haben damit ja selbst zum Ausdruck gebracht, daß sie der Überzeugung sind, daß der Entschluß des Generalfeldmarschalls ein richtiger sein wird, und er ist ein richtiger gewesen. [„Bravo!“-Rufe]

Nun wollten sie auf einmal nur über sechs Wochen uns die Verantwortung aufbürden, wir könnten lachen und könnten sagen: Gut, vor der deutschen Geschichte werde ich die sechs Wochen Verantwortung ruhig tragen können, aber ihr tragt die Verantwortung jetzt für die letzten 13 Jahre. [„Bravo!“-Rufe]

Ihr könnt euch von diesen 13 Jahren nicht freilügen und ihr könnt euch nicht freischwindeln, ihr habt die Verantwortung, angefangen vom Tag der Revolution bis jetzt.

Und sie wissen auch, daß, wenn diese Verantwortung auf ihnen bleibt, daß dann das Urteil der Nation ein hartes sein wird. Sie wissen, daß in diesen 13 Jahren es ihnen nicht gelungen ist, auch nur einen einzigen Stand für sich zu gewinnen, nicht eine Lebensschicht der deutschen Nation kann wirklich sagen, wir haben durch dieses 13jährige Regiment gewonnen. Die Nation im gesamten aber kann nur feststellen Defizite in politischer, in moralischer und sogar in wirtschaftlicher Hinsicht. Was sie in den 13 Jahren angriffen, schlug ihnen fehl. Alles mißlang, alles brachte das Gegenteil. Sie müssen heute zugeben, daß noch niemals in einer so kurzen Frist so viel zerstört worden ist als in diesen kaum ein Dutzend Jahren.

Wenn wir Nationalsozialisten nun als Gegner diesem System gegenübertreten, dann unterscheidet uns zunächst etwas von diesen anderen Parteien. Diese anderen Parteien sind, wie sie selber zugeben, Vertretungen des Handarbeiters, des Mittelstandes, des Bauern, der Angestellten, der Beamten, der Katholiken, der Protestanten, der Hausbesitzer, der Mieter und so weiter. Siebenundzwanzig solche Gebilde treten auch jetzt wieder auf. Und wir wollen demgegenüber sagen, wir sind nicht eine Partei eines Berufes oder Standes, nicht eine Partei der Konfession.

Und wenn meine politischen Gegner heute aufstehen und sagen, wir Nationalsozialisten seien intransigent, wir seien unfriedlich, ja wenn ein deutschnationaler Führer [Alfred Hugenberg] gegen mich den Vorwurf erhebt, ich wollte nicht dulden, daß auch andere Bewegungen, Parteien in Deutschland existieren, dann kann ich diesen Vorwurf vor der deutschen Geschichte ruhig auf mich nehmen. Ich kann nur sagen: Jawohl, es ist mein Lebensziel, diese dreißig Parteien zu vernichten und auszurotten. [starker Beifall.] Es soll einmal die Zukunft beurteilen, wer nationaler gehandelt hat, diejenigen, die dreißig Parteien ins Leben riefen und auf Kosten der deutschen Nation ihr Unwesen treiben ließen, oder derjenige, der sie beseitigt hat.

Freilich sagen sie dann, ihr wollt die Parteien beseitigen, aber es wird euch gar nicht gelingen. Seit 13 Jahren höre ich diese Erklärung unserer Gegner, erst in kleinstem Kreise, dann größer und größer, immer derselbe Vorwurf: Ihr werdet vielleicht hundert Mitglieder bekommen, vielleicht tausend, aber dann ist es Schluß. Und als wir die tausend hatten, da sagten sie, ja, tausend habt ihr bekommen, aber zehntausend niemals. Und als wir die zehntausend errungen hatten, da sagten sie, nun ist aber auch der Gipfel erreicht. Und als wir hunderttausend hatten, da erklärten sie, diese hunderttausend sind nur dem Zufall zuzuschreiben. Und als es eine Million war, da erklärten sie, jetzt geht es bergab. [Lachen] Und als wir sechs Millionen zählten [Reichstagswahl 14. September 1930], da versicherten sie, nun ist die Bewegung in der Auflösung begriffen. [Lachen] Und am 1. August [1932], wenn 14 oder 15 oder 16 Millionen hinter uns stehen werden, ich weiß es, sie werden nur sagen, nun ist die Gefahr von Deutschland beseitigt. [Lachen] Seit 13 Jahren haben sie das prophezeit, sie haben sich getäuscht. Was ihnen nicht gelang, weil sie nicht wollten, daß es gelingen sollte, ist uns schon heute gelungen. Aus allen deutschen Lebensschichten haben wir die Menschen zusammengefaßt: Arbeiter, Proleten von einst, Bürgerliche, Bauern, und haben aus ihnen eine Gemeinschaft gebildet, die hart ist und hart werden wird. Eine Gemeinschaft, die damit aber vor allem die deutsche Kraft aus dem inneren Kampf erlöst und diese Kraft in die Waagschale unseres deutschen Lebensringens nach außen werfen wird. [„Bravo!“-Rufe] Sie können schon heute diese Entwicklung vielleicht mit ihren Lügen und Verleumdungen übergießen, beseitigen können sie sie nicht. Und wenn die Gegner selbst sagen, daß wir jetzt am Ende dieser Entwicklung angekommen seien, sie täuschen sich. Wir sind jünger als der Herr Severing, Braun, Grzesinski und Kahr und Genossen, wir sind jünger, und vor allem, wir sind härter und sind entschlossener. Das Ziel, daß wir uns gestellt haben, werden wir verfolgen bis ins Grab hinein. [Heil!] [Tonband-Schnitt]

Nicht am Schreibtisch, nicht durch Theorien, sondern [dadurch], daß diese große Zusammenfügung des deutschen Menschen in der Wirklichkeit, im Leben sich selbst ergeben muß. Wir sind überzeugt, daß die Deutschen in der Zukunft sich nicht kennen werden, wenn man nicht sie lehrt, sich kennen zu lernen, ja, sie zwingt, sich kennen zu lernen. Solange jede deutsche Schichtung und jede Klasse und jeder Stand die eigene Partei aufmachen, wie soll denn dann auch unser Volk zusammenkommen, wie soll es denn lernen, die Differenzen des Lebens und der Wirtschaft zu überwinden und die größeren Linien des gemeinsamen Lebens zu erkennen und diesen Notwendigkeiten zu gehorchen.

Es geht nicht, daß ein Volk plötzlich etwas kann, was es nicht vorher gelernt hat, und es wird nichts lernen, wenn man es nicht dazu erzieht und anhält. Und wir haben das 13 Jahre getan und sind aus einer Handvoll Menschen in der selben Zeit gewachsen, in der die anderen sich langsam auflösten und zersplitterten. Und heute sehen sie in uns den einzigen großen Widersacher. Ich bin stolz darauf, daß sie alle, Zentrum und SPD, KPD, Mittelpartei, Wirtschaftspartei, Bauernpartei, Handwerkerpartei, Parteien der Mieter und der Hausbesitzer, Aufwertungsparteien und so weiter, ich bin stolz darauf, daß sie alle nur einen Feind kennen, und das sind wir. [„Bravo!“-Rufe] Und sie wissen, warum sie in uns den Feind sehen müssen. Die Bewegung wird diese Parteizersplitterung in Deutschland wieder beenden und sie muß sie beenden, oder glauben Sie, daß man mit dem Deutschland der dreißig Parteien jemals die Fragen lösen wird können, die gebieterisch vorn stehen und gelöst werden müssen, ganz gleich, ob Sie Fragen der Wirtschaft oder der deutschen Kultur, ja selbst der deutschen Kunst nehmen; was immer Sie angreifen, überall ist die Vorraussetzung eine gemeinsame einheitliche Willensbildung und nie werden Sie vor allem Deutschland nach außen hin als politischen Faktor neu erstehen lassen, solange dieses deutsche Volk im Inneren seine ganze Kraft verbraucht und damit praktisch vergibt. Erst an dem Tage, an dem die Millionen Massen unserer Nation, Intellektuelle, Bauern und Arbeiter, einem politischen Glaubensbekenntnis huldigen, wird die Kraft der Nation die Fessel sprengen, die uns die Zerrissenheit erst angelegt hat. [„Bravo!“-Rufe]

Und ich glaube, daß dieser 31. Juli [1932] ein solcher Tag ist, an dem eingeleitet werden kann diese neue deutsche Volksgemeinschaft. Ein Tag, der eine klare und eindeutige Entscheidung fordert. Es ist in meinen Augen nicht möglich, daß an einer solchen historischen Wende der Eiserne einen halben Entschluß trifft. Ich bitte und bettele Sie um gar nichts, nur um eines bitte ich Sie, werden Sie sich klar darüber, was durch diese Wahl entschieden werden soll. Wählt dann meinetwegen bolschewistisch! Wenn Sie aber das nicht wollen, dann bitte bleiben Sie nicht in der Mitte, sondern dann gehen Sie zur anderen Seite, und das sind wir! [„Bravo!“-Rufe]

Treffen Sie auch einen mannbaren Entschluß, genauso wie wir ihn getroffen haben. Es gehört für Sie heute nicht mehr Mut dazu, als es einst für uns etwas schwer war, eine Entscheidung zu treffen. Sie münden ein in einen Strom von 14 oder 15 Millionen; Deutschlands beste und größte politische Organisation steht vor Ihnen. Wir haben einst mit sieben Mann begonnen, den Kampf gegen eine ganze Welt von Feinden anzunehmen. [„Bravo!“-Rufe] Ein schwerer Entschluß, und wir sind ihm treu geblieben durch alle Verfolgungen, durch Not und Gefahr, bis in das Gefängnis hinein und heraus. Bleiben Sie jetzt auch Ihrem Gewissen treu.

Jeder Tag erfordert aus unseren Reihen schwere Blutopfer, jeden Tag fallen so viele meiner jungen braunen Kameraden, tot oder verwundet, verletzt oder Krüppel. Was gegenüber dem bringt heute an Opfern das andere deutsche Volk? Gar nichts. Auch fordere ich Sie auf, erinnern Sie sich wenigstens in dieser kommenden Entscheidungsstunde des Mutes und der Opfer derer, die heute die Bannerträger der deutschen Nation sind. Lösen Sie sich einmal los von Ihren kleinen Empfindungen des Alltags, einmal los von den Interessen Ihres Standes und Ihres Berufs, einmal los von ihren vielleicht so lieb gewordenen Traditionen. Vergessen Sie einmal alles das, was Sie bisher vielleicht gefesselt hat, und erinnern Sie sich an das, was war, heute ist und sein wird und sein muß, nämlich an Deutschland. Denken Sie einmal nicht als Bürger, nicht als Bauer, nicht als Arbeiter, nicht als Angestellter und Beamter, nicht als Katholik und nicht als Protestant. Einmal denken Sie als Deutscher und Sie wissen dann, was Sie zu tun haben.“ [starker Beifall]

Unbekannte Person: „Volksgenossen! Unserem Vorkämpfer und Führer ein Sieg Heil! Sieg Heil! Sieg Heil!’“

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Quelle: der-fuehrer.org

Hier die Rede zum Anhören!

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Adolf Hitlers Reden vom 20. Juli 1932 in Stralsund und Kiel

Die Reden vom 20. Juli 1932 Adolf Hitlers waren eigentlich zwei Wahlreden: eine in Stralsund und die andere in Kiel.

Die Rede in Stralsund erfolgte auf dem Ausstellungsplatz von 2.15 bis 2.30 Uhr. An der Versammlung nahmen noch etwa 20.000 Menschen teil (Otto Dietrich erwähnte sogar 40.000). Vor Adolf Hitler sprachen der Führer der schwedischen Nationalsozialisten, Birger Furugard, der Vertreter der dänischen Nationalsozialisten, Charles Hansen und Gauleiter Wilhelm Karpenstein. Die Veranstaltung hatte am 19. Juli 1932 um 21.00 Uhr begonnen, um Mitternacht wurde bekanntgegeben, dass Adolf Hitler wegen schlechten Wetters erst um 1.30 Uhr eintreffen werde. Während Adolf Hitlers Rede ging ein Regenschauer nieder.

..Adolf_Hitler_-_Der_Führer_des_deutschen_Volkes

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Meine deutschen Volksgenossinnen und Volksgenossen!

Ich glaube, es ist niemand auf diesem weiten Platze, der diese Versammlung anders ansieht als tausende andere. Keine andere Partei kann etwas ähnliches erzielen. Das deutsche Volk beginnt sich wieder selbst zu finden und die große Brücke zum gegenseitigen Verstehen wieder zu schlagen. Eine geknebelte, geknechtete und verachtete Nation hat sich selbst wiedergefunden. Eine solche Bewegung, die die deutsche Nation wieder zum Leben zurückgerufen hat, ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Die Erinnerung an die letzten dreizehn Jahre ist nicht auszulöschen, weil sie das heutige System anklagt, das Millionen um Hab und Gut gebracht hat.

Durch Verbreitung von Unwahrheiten will man jetzt den Nationalsozialismus für das Geschehen der letzten sechs Wochen unter der Regierung von Papen verantwortlich machen. Wenn ich die Verantwortung übernehme, wird ihnen das Lügen vergangen sein, ebenso wie das hinterlistige Morden. Die Wahl am 31. Juli [1932] wird dem deutschen Volk endlich die Erlösung bringen, wenn es die Kraft aufbringt, aller Feigheit und Halbheit zu entsagen und den Willen zur Tat hat. Mit Halbheiten ist heute nichts mehr zu machen. Fort mit dem Partei-Irrsinn! Wir Nationalsozialisten unterscheiden nicht zwischen den einzelnen Ständen und Berufen, wir wollen keinen Klassen-Irrsinn, sondern nur ein Volk, dessen Bestandteile sich gegenseitig schätzen und achten sollen. Kein Stand darf glauben, daß er sich allein aus dem Zusammenbruch retten kann. Dasselbe gilt auch auf konfessionellem Gebiet. Es ist gleichgültig, ob der Volksgenosse Katholik oder Protestant ist, nur ein Deutscher muß er sein.

In den letzten Tagen sprach ich vor ungezählten Massen in Masuren, Königsberg und der Grenzmark. Überall die gleiche Begeisterung, überall ein Wunder, das sich heute an dem deutschen Volk vollendet, nachdem die Parteien vierzehn Jahre von dem deutschen Irrsinn gelebt haben. Wie auch die Wahl am 31. Juli [1932] ausfallen mag, am 1. August [1932] beginnt die Arbeit wieder, und es wird nicht eher Ruhen und Rasten geben, bis das deutsche Volk von dem bisherigen System erlöst ist. Eher glauben wir nicht an ein soziales Glück. Heute in der dritten Morgenstunde, da das ganze andere Deutschland schläft, sind wir hier wach und werden wach bleiben, bis Deutschland frei ist. Deutschland erwache!

Das Himmelreich und die Seligkeit gehören niemals Halben, sondern Ganzen. Ich verspreche, daß wir unsere Fahne, unsere Ideale und unsere Idee hochhalten und mit ihr ins Grab gehen werden. Unzählige Blutzeugen sind in dieser Stunde im Geiste bei uns. Aus dem Fanatismus und der gläubigen Inbrunst kommt eines Tages die Kraft, die das Reich der Größe, Kraft und Stärke einer wirklichen Herrlichkeit zimmert, das einmal das Vaterland für alle sein wird.

Diesem, unserem Deutschland Sieg Heil!

Quelle: Stralsundische Zeitung vom 20. Juli 1932, „Der Hitler-Tag in Stralsund“
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Die Rede am selben Tag in Kiel in der Nordostseehalle hielt Adolf Hitler von 16.15 bis 17.00 Uhr. An der von Kreisleiter Reinhard Sunkel mit einer Ansprache eröffneten Versammlung nahmen etwa 40.000 Menschen teil. Vor Adolf Hitler sprach Emil Brix.
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Deutsche Volksgenossen!

Ich glaube, daß es sich bei dieser Wahl um mehr handelt, als um ein neues Parlament und um eine neue Regierung. Ich glaube, daß wir der grundsätzlichen Auseinandersetzung entgegengehen, in der entschieden wird über Deutschland und über das deutsche Volk, über das Wesen dieses Volkes, über das Wesen und den Inhalt des Deutschen Reiches und damit wohl über die Zukunft der deutschen Nation!

Dreizehn Jahre liegen hinter uns: dreizehn Jahre eines fast unwahrscheinlichen Ringens. Aus einer Handvoll Menschen ist eine Bewegung erwachsen, und aus dieser Bewegung wieder ist für Millionen nicht nur ein neuer Glaube, eine neue Zuversicht, eine große Hoffnung, sondern überhaupt eine neue Lebensaufgabe erwachsen! Wir können uns heute den Nationalsozialismus aus Deutschland nicht mehr wegdenken. Wenn heute jemand noch glauben kann, daß der Nationalsozialismus zugrunde gehen könnte, dann hat er den Sinn unseres Kampfes, frei zu werden, noch nicht verstanden. In Wirklichkeit kann das, was in dieser Bewegung liegt, nicht mehr ersetzt werden durch irgend etwas. Es ist das eigentliche Wesen dieser Bewegung, daß sie den Gedanken des klassen- und standesbewußten Menschen endgültig begraben und an ihre Stelle gesetzt hat den Gedanken des Volkes, des völkisch bewußten Menschen, den Gedanken des Menschen, der begreift, daß die großen Beziehungen der Volksgenossen untereinander viel gewaltigere, umfangreichere und tiefere sind als alle Beziehungen, die es sonst geben könnte. Es ist eine Bewegung, die den Menschen nach ganz anderen Gesichtspunkten und nach ganz großen Erkenntnissen und der ganz großen Willensbildung zu erfassen weiß.

Wir müssen erkennen, daß es ohne eigenen Boden, ohne eigenen Bauernstand kein wirtschaftliches Blühen in Deutschland geben kann, daß alle die Auffassungen von Export und Import und von Weltwirtschaft uns nichts sind als Begriffe, die nützlich sein können, die aber niemals ersetzen können den eigenen Lebensraum und den eigenen Bauernstand. Diese sind das Fundament jeder gesunden Wirtschaft. Das andere ist nur als schöne und nützliche, sagen wir, „Zuschußwirtschaft“ zu betrachten, aber nicht als fundamental. Neben dem gesunden Bauernstand besteht die Notwendigkeit eines gesunden Arbeitertums. Man muß begreifen, daß es ohne den deutschen Arbeiter keine deutsche Kraft und damit keine Freiheit und keine Wirtschaft gibt.

Millionen von Intellektuellen sind bereits zu der Einsicht gelangt, daß sie, allein auf ihre Bildung gestellt, isoliert dastehen. Ihre Zukunft ist abhängig davon, daß mit dem deutschen Geist sich verbinden die Millionen der deutschen Arbeiter und Bauern. Erst wenn diese drei Faktoren, Intellektualismus, Arbeiterschaft und Bauernstand, Hand in Hand gehen und begriffen haben, daß die Zukunft aller abhängig ist von ihrer Gemeinsamkeit, erst dann kann man wirklich von einem glücklichen Ausblick in die Zukunft sprechen!

Wenn die SPD in Deutschland in diesen Wochen ein wüstes Geschrei gegen die Regierung Papen erhebt, dann ist doch das der Nachweis dafür, daß sie Angst besitzen, die Diskussion könne sich auf die letzten dreizehn Jahre erstrecken. Sie wissen genau: diese dreizehn Jahre zahlen sie. Denn ist je ein Volk so erbärmlich regiert worden wie wir diese dreizehn Jahre? Hat man jemals in einer so kurzen Spanne Zeit so viel verwirtschaftet, verludert und verschachert? Hundert Jahre deutscher Fleiß, deutscher Arbeitsamkeit, deutscher Sparsamkeit haben kaum das schaffen können, was dreizehn Jahre Luderwirtschaft restlos verwirtschaftet haben. Das ist die Schuld des schwarz-roten Regiments. Es hat die Krisen hervorgerufen, aus der die Weltwirtschaftskrise erst entstanden ist.

Zwölf Jahre habe ich als einsamer Prediger gegen den Reparationsirrsinn in Deutschland gesprochen. Zwölf Jahre lang haben wir gekämpft bis zum Volksbegehren. Die Sozialdemokratie hat noch vor zwei Jahren einen Vertrag gebilligt, der dem deutschen Volke einige hundert Milliarden aufgebürdet hat. Als wir dagegen Stellung nahmen, hat man uns verfolgt und unterdrückt. Da erklärte man: Ihr seid unreif und wollt nur nicht, daß Deutschlands Wirtschaft gerettet und die Arbeitslosigkeit beseitigt wird!

Sie haben in diesen dreizehn Jahren getan, was getan werden konnte, um Deutschland zu vernichten. Sie haben den Terror an die Stelle der geistigen Diskussion gesetzt. Aber eins haben sie dabei vergessen: Es gibt ein Sprichwort, daß der Krug solange zum Brunnen geht, bis er bricht, und daß ein Tropfen Wasser genügt, um ein Faß zum Überlaufen zu bringen. Wir haben lange zugesehen; wir sehen nicht mehr zu! Wir alle fühlen es, daß es so nicht weitergehen kann, daß es unmöglich ist, den Zustand der geistigen und wirtschaftlichen Zerreißung Deutschlands weiter aufrechtzuerhalten. Auch ihre physischen Waffen werden versagen. Das Regiment des Terrors wird gebrochen werden! Darum handelt es sich ja – nicht um eine neue Regierungsform – das Volk aus seiner Zerreißung herauszuführen! Es gibt Menschen, die es uns als Verbrechen anrechnen, wenn sie sagen, die Nationalsozialisten wollen die anderen Parteien beseitigen. Insbesondere mir rechnet man das als schlimmste Absicht an. Sie sagen: Der Mann will auch die anderen Parteien nicht mehr dulden. Ja, sie haben Recht. Sie haben es erkannt! Wir wollen es nicht länger dulden; Deutschland soll nicht in dreißig Gruppen und Parteien zerrissen sein.

Wir wollen einen Willen an Stelle dieser Zerreißung setzen! Und wenn sie glauben, es wird uns nicht gelingen: Es wird uns gelingen durchzuhalten. Es lebt im Volk eine innere Sehnsucht nach einer gemeinsamen Verständigung. Gewiß, es gibt ein Untermenschentum, das will keine Verständigung. Mit denen wollen auch wir keine Verständigung: mit denen wollen wir aufräumen! Es gibt auch eine gewisse dekadente 10.000-Menschenschicht, die will es auch nicht: die steht auf dem Standpunkt, wir sind zu vornehm, als daß wir mit Arbeitern und Bauern zusammengehen könnten! Sie dürfen überzeugt sein, daß über diese paar Hunderttausend die Räder der Geschichte hinweggehen werden!

Es gibt aber Millionen Arbeiter, Bürger, Bauern, Intellektuelle und Hochschüler, die sich sehnen nach der endlichen Vereinigung des deutschen Volkes, nach dem endlichen inneren Frieden. Ihre Zahl beträgt heute schon mehr als 13 bis 14 Millionen. Die letzte Stärke wird darin zu finden sein, daß sich alle am Ende davon überzeugt haben werden, daß dieses Reich nicht einer kleinen Mehrheit, nicht einem Stand, einem Beruf, nicht dem Bauern, dem Arbeiter, nicht dem Bürgertum oder dem Proletariat, nicht dem Katholiken und dem Protestanten gehört, sondern es gehört dem schaffenden, deutschen Volke in allen seinen Schichten!

Gewiß, dies ist ein Prozeß, den man nicht vom Schreibtisch her beginnen kann. Die Menschen müssen erzogen werden, sie müssen ihre Vorurteile abstreifen. Es geht nicht von heute auf morgen: Es geht nicht theoretisch, sondern indem man sie langsam zusammenfügt, indem man sie langsam aneinander gewöhnt und alle miteinander streiten läßt, und indem man allmählich dann aus dieser gemeinsam getragenen Not auch den Weg zum gemeinsamen Emporstieg zeigt und sie diesen Weg dann langsam begehen läßt. Daß dieser Prozeß bei uns richtig angefaßt ist, dafür ist der Beweis die ganze braune Armee, die Sie um sich sehen, ist der Beweis die Millionen-Bewegung, die 13 bis 14 Millionen, die hinter uns stehen. Ich weiß, daß viele diese Beweise gern unterschlagen möchten, sie können sie aber nicht beseitigen. Es kann niemand um die Tatsache herum, daß in der Zeit, in der in Deutschland alles zusammenbrach, eine Organisation sich so hob, daß heute das Ringen um die letzte Entscheidung ansetzt.

Es liegt an Ihnen, diese letzte Entscheidung am 31. Juli [1932] mit beschleunigen zu helfen. Ich möchte nicht bitten oder betteln – wie ich das niemals tue! – um Ihre Stimme, sondern möchte Ihnen im Gegenteil sagen, daß derjenige, der glaubt, daß das, was bisher war, alles gut und richtig ist und fortgesetzt werden muß, daß der nicht zu uns kommen darf; daß aber derjenige, der selbst langsam vom Zweifel angefressen wird über die richtige Zusammensetzung des heutigen Staates, über die innere Zerrissenheit und Zersplitterung, daß dieser dann aber auch einen ganzen Entschluß treffen muß. Es möge jeder sich vor Augen halten: dem Halben und dem Schwachen, dem Lauen und dem Unentschiedenen ist noch niemals das Himmelreich zuteil geworden. Weder auf der Welt, noch sicher auch im Jenseits. Er wird aus dem Fegefeuer niemals herauskommen. Wer überhaupt will, daß ein unmöglicher Zustand nicht länger andauert, der muß auch die Entschlußkraft aufbringen, eine ganze Entscheidung zu treffen.

Darum nur bitte ich Sie: Prüfen Sie und treffen Sie eine ganze Entscheidung. Treffen Sie keine halbe Entscheidung. In der Mitte ist vielleicht, wenn die Waagschalen sich nach der einen oder anderen Seite neigen, am besten Platz. Aber, was in der Mitte balanciert, muß doch stürzen. Es ist ausgeschlossen, daß diese Mitte jemals im Völkerleben die Geschichte einer Nation entscheidet. Wir aber, wir wollen wieder deutsche Geschichte machen!

Im besten Sinne des Wortes „deutsche Geschichte“. Für unser Volk, für unsere Arbeiter, nicht für die Internationale, für unsere Intellektuellen, für unser Vaterland! Wir wollen kämpfen und wollen es stark und mächtig machen zum Nutzen und zum Segen der 65 Millionen Bürger eines Reiches. Treffen Sie Ihre Entscheidung, wie sie nur ein Deutscher in solch historischer Zeit treffen kann. Sie benötigen dazu nicht mehr Mut, als wir einst benötigten. Im Gegenteil, weniger! Sie münden heute ein in einen Strom, der schon 13 bis 14 Millionen zählt; das ist leichter, als es war, diesen Strom mit einer Handvoll Menschen in die Wege zu leiten. Wenn Sie nur einen Bruchteil der Entschlossenheit aufbringen, die jeder Junge beweist, indem er dieses braune Hemd anzieht, in diesem Augenblick ist Deutschland gerettet!

Quelle: Kieler Zeitung vom 21. Juli 1932, „Adolf Hitler in Kiel“

Adolf Hitlers Rede vom 19. Juni 1940 in der Berliner Kroll-Oper – Letztes Friedensangebot an England

Im Verlauf dieser Reichstagsrede in der Berliner Kroll-Oper aus Anlass der Beendigung des Westfeldzuges richtet Adolf Hitler ein wiederholtes, dieses Mal aber letztes, Friedensangebot an Großbritannien.

Der Reichstag während der Rede

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Abgeordnete!

Männer des Deutschen Reichstages!

Inmitten des gewaltigen Kampfes um die Freiheit und für die Zukunft der deutschen Nation habe ich Sie zu dieser Sitzung einberufen lassen. Die Gründe dafür liegen in der Notwendigkeit, unserem eigenen Volk die Einsicht in die historische Einmaligkeit der Vorgänge, die wir erlebten, zu erschließen, den verdienten Soldaten aber zu danken, sowie in der Absicht, zu versuchen, noch einen, und dieses Mal den letzten Appell an die allgemeine Vernunft zu richten.

Wer die auslösenden Momente dieser geschichtlichen Auseinandersetzung in Vergleich bringt zum Umfang, der Größe und Tragweite der militärischen Ereignisse, dem muß die Erkenntnis werden, daß Vorgänge und Opfer dieses Kampfes in keinem Verhältnis stehen zu den behaupteten Anlässen, es sei denn, daß diese Anlässe selbst nur Vorwände waren für verborgen liegende Absichten.

Das Programm der nationalsozialistischen Bewegung war, insoweit es sich auf die künftige Ausgestaltung des Verhältnisses des Reiches zur Umwelt bezog, ein Versuch, die Revision des Versailler Vertrages unter allen Umständen – soweit aber irgend möglich auf friedlichem Wege – herbeizuführen.

Diese Revision war eine naturnotwendige. Das Unhaltbare der Versailler Bestimmungen lag nicht nur in der demütigenden Diskriminierung, der Rechtlosmachung, entsprechend der sichergestellten Entwaffnung des deutschen Volkes, sondern vor allem in der daraus abgeleiteten materiellen Zerstörung der Gegenwart und der beabsichtigten Vernichtung der Zukunft eines der größten Kulturvölker der Welt, in der vollständig sinnlosen Anhäufung riesiger Ländermengen unter der Herrschaft einiger Staaten, in der Beraubung der Unterlegenen um ihre unersetzbaren Lebensgrundlagen und unentbehrlichsten Lebensgüter. Die Tatsache, daß schon während der Abfassung dieses Diktates einsichtige Männer auch auf der Seite unserer Gegner vor der endgültigen Verwirklichung der Bestimmungen dieses Wahnsinnswerkes warnten, ist ein Beweis für die sogar in diesen Reihen herrschende Überzeugung der Unmöglichkeit, dieses Diktat für die Zukunft aufrechterhalten zu können. Ihre Bedenken und ihre Proteste wurden allerdings mit der Versicherung zum Schweigen gebracht, daß der neugebildete Völkerbund in seinen Statuten die Möglichkeit einer Revision dieser Bestimmungen sicherstelle, ja dafür zuständig sei. Die Hoffnung auf eine Revision war demnach zu keiner Zeit als etwas Ungebührliches betrachtet worden, sondern als etwas Natürliches. Leider hat entsprechend dem Wollen der verantwortlichen Männer des Versailler Diktats die Genfer Institution sich nicht als eine Einrichtung zur Herbeiführung vernünftiger Revisionen betrachtet, sondern von Anfang an nur als Garant der rücksichtslosen Durchführung und Aufrechterhaltung der Versailler Bestimmungen.

Alle Versuche des demokratischen Deutschlands, auf dem Revisionswege eine Gleichstellung des deutschen Volkes zu erreichen, blieben erfolglos.

Es liegt nun im Interesse eines Siegers, die ihm nützlichen Bestimmungen als für alle heilig hinzustellen, im Wesen des Selbsterhaltungstriebes des Besiegten aber, sich die allgemeinen Menschenrechte wieder zurückzuholen. Für ihn hatte das Diktat eines übermütigen Gegners um so weniger Gesetzskraft, als dieser Gegner damals kein ehrlicher Sieger war. Ein seltenes Unglück hatte es gewollt, daß das Deutsche Reich in den Jahren 1914-1918 sehr schlecht geführt war. Diesem und dem noch nicht anders belehrten Glauben und Vertrauen des deutschen Volkes in das Wort demokratischer Staatsmänner war unser Untergang zuzuschreiben.

Daher war der britisch-französische Anspruch, das Versailler Diktat als eine Art internationale oder gar höhere Rechtsetzung auszugeben, für jeden ehrlichen Deutschen nichts anderes als eine freche Anmaßung, die Annahme aber, daß ausgerechnet englische oder französische Staatsmänner Hüter des Rechtes an sich oder gar der menschlichen Kultur wären, eine dumme Unverschämtheit. Eine Unverschämtheit, die durch ihre eigenen höchst minderwertigen Leistungen auf diesen Gebieten zur Genüge beleuchtet wird. Denn es ist selten die Welt mit einem größeren Minimum an Klugheit, Moral und Kultur regiert worden als jener Teil, der zur Zeit dem Wüten gewisser demokratischer Staatsmänner ausgeliefert ist.

Die nationalsozialistische Bewegung hat in ihrem Programm neben der inneren Erlösung aus den jüdisch-kapitalistischen Fesseln einer plutodemokratischen dünnen Ausbeuterschicht nach außen hin den Entschluß zur Befreiung des Reiches aus den Versailler Diktatfesseln verkündet.

Die deutschen Forderungen dieser Revision waren naturnotwendige, für das Dasein und die Ehre eines jeden großen Volkes selbstverständliche. Sie werden von der Nachwelt einst wohl als unendlich maßvoll bezeichnet werden.

Alle diese Forderungen aber mußten in der Praxis gegen den Willen der britisch-französischen Machthaber durchgesetzt werden. Wir alle sahen es nun erst recht als einen Erfolg der Führung des Dritten Reiches an, daß die Verwirklichung dieser Revision jahrelang ohne Krieg gelungen war. Nicht, weil wir – wie die britischen und französischen Demagogen es behaupteten – zum Kriege ohnehin nicht in der Lage gewesen wären. Als es aber endlich schien, als ob es dank einer gewissen erwachenden Vernunft durch eine internationale Zusammenarbeit zur friedlichen Lösung auch der Restprobleme würde kommen können, da wurde die am 29. September 1938 in München in diesem Sinne getätigte Übereinkunft der vier wesentlich daran beteiligten großen Staaten in der öffentlichen Meinung zu London und Paris nicht nur nicht begrüßt, sondern als abscheuliches Schwächezeichen verdammt.

Die blutbefleckten jüdisch-kapitalistischen Kriegshetzer sahen in der Möglichkeit des Gelingens einer solchen friedlichen Revision das Entschwinden greifbarer Anlässe für die Verwirklichung ihrer wahnsinnigen Pläne. Es trat wieder einmal jene Verschwörung erbärmlicher käuflicher politischer Kreaturen und geldgieriger Finanzmagnaten in Erscheinung, für die der Krieg ein willkommenes Mittel ist, ihre Geschäfte zu besserem Gedeihen zu bringen. Das internationale jüdische Völkergift begann immer mehr gegen jede gesunde Vernunft zersetzend zu arbeiten, die Literaten verstanden es, die anständigen Männer, die den Frieden wollten, als Schwächlinge, ja Landesverräter hinzustellen, die oppositionellen Parteien als fünfte Kolonne zu denunzieren, um so jeden inneren Widerstand gegenüber ihrer verbrecherischen Kriegspolitik zu beseitigen. Juden und Freimaurer, Rüstungsfabrikanten und Kriegsgewinnler, internationale Händler, Börsenjobber fanden politische Subjekte, Desperados und Herostratennaturen, die den Krieg als das Ersehnens- und damit Wünschenswerte hinstellten.

Diesen verbrecherischen Elementen war es zuzuschreiben, daß der polnische Staat angeeifert wurde, eine Haltung einzunehmen, die in keinem Verhältnis zur deutschen Forderung und noch viel weniger zu den dadurch hervorgerufenen Folgen stand.

Denn gerade Polen gegenüber hat sieh das Deutsche Reich seit der nationalsozialistischen Führungsübernahme zu einer wahren Selbstüberwindung bekannt. Eine der niederträchtigsten und dümmsten Maßnahmen des Versailler Diktates, nämlich die Abreißung einer alten deutschen Provinz vom Reich, schrie an sich schon nach einer Revision! Und was habe ich damals verlangt?

Ich darf hier meine Person einschalten, weil es kein anderer Staatsmann hätte wagen dürfen, der deutschen Nation eine Lösung vorzuschlagen, wie ich es tat. Es war nur die Rückkehr Danzigs – also einer uralten, rein deutschen Stadt – zum Reich sowie die Schaffung einer Verbindung des Reiches zu seiner abgerissenen Provinz, und auch das nur unter der Annahme von Volksabstimmungen, die selbst wieder von einem internationalen Forum kontrolliert werden sollten. Wenn Herr Churchill und die anderen Kriegshetzer nur einen Bruchteil jener Verantwortung in sich. gefühlt haben würden, die ich gegenüber Europa empfand, hätten sie ihr niederträchtiges Spiel nicht unternehmen können.

Denn nur diesen und allen anderen europäischen und außereuropäischen Kriegsinteressenten war es zuzuschreiben, daß Polen die weder seine Ehre noch seinen Bestand irgendwie berührenden Vorschläge zurückwies und an Stelle dessen zum Terror und zur Waffe griff. Auch hier war es wohl eine ohne Beispiel dastehende wahrhaft übermenschliche Zurückhaltung, die uns monatelang, trotz fortgesetzter Mordanschläge gegen die Volksdeutschen, ja endlich trotz des Abschlachtens von Zehntausenden deutscher Volksgenossen, immer noch den friedlichen Weg einer Verständigung suchen ließ.

Denn wie war die Lage?

Eine der wirklichkeitsfremdesten Schöpfungen des Versailler Diktates, politisch und militärisch nur ein aufgeblasener Popanz, beleidigt monatelang einen Staat und droht ihm, ihn zusammenzuschlagen, vor Berlin Schlachten zu liefern, die deutschen Armeen zu zerhacken, die Grenze an die Oder oder an die Elbe zu verlegen und so fort. Und dieser Staat, Deutschland, sieht monatelang diesem Treiben geduldig zu, obwohl es nur einer einzigen Armbewegung bedurft hätte, um diese von Dummheit und Hochmut aufgeblähte Blase zusammenzuschlagen.

Noch am 2. September konnte dieser Kampf vermieden werden. Mussolini machte einen Vorschlag zur sofortigen Einstellung aller Feindseligkeiten und zum friedlichen Verhandeln. Obwohl Deutschland seine Armeen siegreich vorwärtsstürmen sah, nahm ich ihn trotzdem an. Allein die englisch-französischen Kriegshetzer brauchten den Krieg und nicht den Frieden. Und sie brauchten einen langen Krieg, wie sich Herr Chamberlain damals ausdrückte, mindestens drei Jahre lang, denn sie hatten ja unterdessen ihre Kapitalien in Rüstungsaktien angelegt, die Maschinen angeschafft und benötigten nun die zeitliche Voraussetzung für das Florieren ihrer Geschäfte und zur Amortisation ihrer Investierungen. Und außerdem: Was haben schon für diese Weltbürger Polen, Tschechen oder ähnliche Völker für einen Wert?

Ein deutscher Soldat fand auf dem Bahnhof in La Charité am 19. Juni 1940 ein eigenartiges Dokument beim Durchstöbern der dortigen Waggons. Er lieferte dieses Dokument – da es eine besondere Bemerkung trug – seiner vorgesetzten Dienststelle sofort ab. Von dort ging dieses Papier an weitere Stellen, die sich nun klar wurden, hier auf der Spur einer wichtigen Aufklärung zu sein. Der Bahnhof wurde nun noch einmal einer gründlichen Untersuchung unterzogen. So kam in die Hand des Oberkommandos der Wehrmacht eine Dokumentensammlung von einmaliger historischer Bedeutung. Es wurden die Geheimakten des Alliierten Obersten Kriegsrates gefunden, einschließlich der Protokolle aller Sitzungen dieser illustren Vereinigung. Und dieses Mal wird es Mister Churchill nicht möglich sein, die Wahrheit der Dokumente einfach zu bestreiten oder wegzulügen, so wie er es seinerzeit bei den Akten aus Warschau zu tun versucht hatte.

Denn diese Dokumente tragen alle die eigenhändigen Randbemerkungen der Herren Gamelin, Daladier, Weygand usw., sie können also jederzeit von diesen bestätigt, aber nicht abgeleugnet werden. Und diese Dokumente geben nun Aufschluß über das Treiben der Herren Kriegsinteressenten und Kriegsausbreiter. Sie werden vor allem zeigen, wie für diese eiskalten Politiker und Militärs die kleinen Völker nur Mittel zum Zweck waren, wie sie versuchten, Finnland für ihre Interessen zu verwenden, wie sie sich entschlossen hatten, Norwegen und Schweden zum Kriegsschauplatz zu machen, wie sie beabsichtigten, den Balkan in Brand zu setzen, um von dort hundert Divisionen als Hilfe zu bekommen, wie sie die Vorbereitungen trafen zum Bombardement von Batum und Baku, unter einer ebenso gerissenen wie skrupellosen Ausdeutung der ihnen nicht abholden türkischen Neutralität, wie sie die Niederlande und Belgien immer tiefer in ihre Schlinge zogen und endlich in bindende Generalstabsabmachungen verstrickten und so vieles andere mehr.

Die Dokumente geben aber auch ein Bild von der ganzen dilettantischen Methode, mit der diese politisierenden Kriegshetzer den von ihnen angezündeten Brand zu beherrschen versuchten, von ihrem militärischen Demokratismus, der mitverantwortlich ist für das grauenhafte Schicksal, das sie Hunderttausenden und Millionen von Soldaten ihrer eigenen Länder zufügten, ihrer barbarischen Gewissenlosigkeit, durch die sie ganz kalt bewußt ihre Völker zu einer Massenevakuierung trieben, deren militärische Auswirkungen für sie selbst nur abträgliche, deren allgemeine menschliche Folgen aber erschütternd grauenhafte waren.

Diese selben Verbrecher sind aber zugleich die Verantwortlichen für das Hineinpeitschen der Polen in den Krieg.

18 Tage später war dieser Feldzug praktisch beendet.

Am 6. Oktober 1939 sprach ich von dieser Stelle aus zum zweitenmal im Krieg zum deutschen Volk. Ich konnte ihm die militärisch glänzende Niederwerfung des polnischen Staates melden. Ich habe damals zugleich einen Appell an die Einsicht der verantwortlichen Männer in den feindlichen Staaten gerichtet und an die Völker selbst. Ich warnte vor einer Weiterführung des Krieges, deren Folgen nur verheerende sein konnten. Ich warnte besonders die Franzosen, einen Kampf zu beginnen, der zwangsläufig von der Grenze sich weiterfrißt und der, ganz gleich, wie sein Ausgang sein würde, in seinen Folgen furchtbar wäre. Ich habe diesen Appell damals auch an die übrige Welt gerichtet, allerdings – wie ich es aussprach – mit dem Befürchten, nicht nur nicht gehört zu werden, sondern damit wahrscheinlich erst recht den Grimm der interessierten Kriegshetzer zu erregen. Es ist auch genau so gekommen. Die verantwortlichen Elemente in England und Frankreich haben in diesem meinem Appell einen gefährlichen Angriff gegen ihr Kriegsgeschäft gewittert. Sie schickten sich daher sofort an, zu erklären, daß jeder Gedanke an eine Verständigung aussichtslos sei, ja als ein Verbrechen gewertet würde, daß der Krieg weitergeführt werden müßte im Namen der Kultur, der Menschlichkeit, des Glücks, des Fortschritts, der Zivilisation und – hilf, was helfen kann – also auch im Namen der heiligen Religion, und daß zu diesem Zweck Neger, Buschmenschen mobilisiert werden müßten, und daß dann der Sieg zwangsläufig so von selbst komme, daß man eigentlich nur nach ihm zu greifen brauche, und daß ich dies selber genau wüßte und auch längst gewußt hätte, und daß ich auch nur aus diesem Grunde meinen Appell für einen Frieden der Welt unterbreiten würde. Denn wenn ich an den Sieg zu glauben in der Lage wäre, hätte ich ja nicht England und Frankreich eine Verständigung ohne jede Forderung vorgeschlagen! In wenigen Tagen war es diesen Hetzern gelungen, mich der übrigen Welt gegenüber geradezu als Feigling hinzustellen.

Wegen meines Friedensvorschlages wurde ich beschimpft, persönlich beleidigt, Herr Chamberlain spie mich vor der Weltöffentlichkeit förmlich an und lehnte es ab, entsprechend den Direktiven der hinter ihm stehenden Beter und Antreiber Churchill, Duff Cooper, Eden, Hore Belisha usw., über einen Frieden auch nur zu reden, geschweige denn für einen solchen zu handeln.

So hat dieser großkapitalistische Interessentenklüngel nach der Fortsetzung des Krieges geschrien. Diese Fortsetzung hat nun ihren Anfang genommen.

Ich habe schon einmal versichert, und Sie alle, meine Volksgenossen, wissen es, daß – wenn ich längere Zeit nicht rede oder wenn sonst nichts geschieht – dies nicht bedeutet, daß ich deshalb auch nichts tue. Es ist bei uns nicht notwendig, wie in den Demokratien, jedes Flugzeug, das gebaut wird, zu verfünffachen oder zu verzwölffachen und es dann in die Welt hinauszuschreien. Es ist überhaupt schon von den Hühnern nicht ganz klug, jedes kaum gelegte Ei mit lauter Stimme anzuzeigen. Es ist aber noch viel dümmer, wenn Staatsmänner Projekte, die sie erst vorhaben, der Mitwelt schon hinausgackern, um sie dann rechtzeitig in Kenntnis zu setzen. Der aufgeregten Schwatzhaftigkeit zweier dieser großen demokratischen Staatenlenker verdanken wir laufend die Kenntnis über die Kriegsausweitungspläne unserer Gegner und insbesondere über deren Konzentration auf Norwegen bzw. Schweden.

Während diese britisch-französische Kriegsclique also Umschau hielt, um neue Kriegsausweitungsmöglichkeiten zu finden bzw. neue Opfer einzufangen, habe ich mich bemüht, den organisatorischen Aufbau der deutschen Wehrmacht zu vollenden, neue Verbände aufzustellen, den Anlauf der Kriegsproduktion des Materials in Fluß zu bringen sowie die letzte Schulung der gesamten Wehrmacht auf ihre neuen Aufgaben hin anzuordnen. Außerdem zwang das schlechte Wetter des Spätherbstes und des Winters zu einer Verschiebung militärischer Operationen. Im Laufe des Monats März erhielten wir aber Kenntnis von britisch-französischen Absichten, sich in den russisch-finnischen Konflikt einzuschalten, weniger wohl, um den Finnen zu helfen, als um Rußland, in dem man eine mit Deutschland zusammenarbeitende Macht sah, zu schädigen. Aus dieser Absicht entwickelte sich dann der Entschluß, wenn irgend möglich, in Finnland selbst aktiv einzugreifen, um dadurch eine Basis für das Hineintragen des Krieges in die Ostsee zu bekommen. Aber zugleich tauchten auch immer stärker die Vorschläge des Alliierten Obersten Kriegsrates auf, entweder den Balkan und Kleinasien in Brand zu setzen, um dadurch dem Reiche die russische und rumänische Ölzufuhr zu sperren, oder das schwedische Eisenerz in die Hand zu bekommen. Zu dem Zweck sollte eine Landung in Norwegen vorgenommen werden mit dem Ziel, vor allem die Erzbahn von Narvik über Schweden zum Hafen von Lulea zu bewegen.

Der russisch-finnische Friedensschluß ließ in letzter Minute die bereits ins Auge gefaßte Aktion in den nordischen Staaten wieder zurücktreten. Allein schon wenige Tage später verdichteten sich diese Absichten neuerdings und fanden nun ihren Niederschlag in einem klaren Entschluß. England und Frankreich waren übereingekommen, in Norwegen die Besetzung einer Anzahl wichtiger Punkte schlagartig vorzunehmen unter dem Vorwand, dadurch die weitere Kriegsunterstützung Deutschlands durch das schwedische Erz zu verhindern. Um das schwedische Erz nun restlos sicherzustellen, war beabsichtigt, in Schweden selbst einzumarschieren und die geringen Kräfte (die Schweden bereitzustellen in der Lage war), wenn möglich freundschaftlich, wenn notwendig mit Gewalt beiseite zu schieben.

Daß die Gefahr unmittelbar bevorstand, erfuhren wir durch die unbezähmbare Redseligkeit des Ersten Lords der britischen Admiralität persönlich. Wir erhielten weiter eine Bestätigung dafür durch eine Andeutung, die der französische Ministerpräsident Reynaud bei einem fremden Diplomaten gemacht hat. Daß dieser Termin aber schon vor dem 8. April zweimal verschoben worden war und daß am 8. die Besetzung stattfinden sollte, daß also der 8. der dritte und damit endliche Termin gewesen war, wissen wir allerdings erst seit kürzerer Zeit, ja endgültig bestätigt erst seit der Auffindung der Protokolle des Obersten Alliierten Kriegsrates.

Ich habe nun, sowie die Gefahr der Hereinziehung des Nordens in den Krieg deutlich wurde, auch für die deutsche Wehrmacht die notwendigen Maßnahmen angeordnet.

Der “Altmark”-Fall zeigte schon, daß die norwegische Regierung nicht bereit war, ihre Neutralität zu wahren. Agentenmeldungen ließen darüber hinaus erkennen, daß zumindest zwischen den führenden Köpfen der norwegischen Regierung und den Alliierten bereits ein volles Einvernehmen bestand. Endlich verscheuchte die Reaktion Norwegens gegen den Einbruch der britischen Minenleger in das norwegische Hoheitsgebiet auch den letzten Zweifel. Die bis ins Kleinste vorbereitete deutsche Operation wurde damit ausgelöst.

Tatsächlich war nun die Lage etwas anders, als sie sich uns am 9. April darstellte. Während wir damals glaubten, der englischen Besetzung wenige Stunden zuvorgekommen zu sein, wissen wir heute, daß die Landung der englischen Truppen schon für den 8. vorgesehen gewesen war, daß die Einschiffung der britischen Verbände bereits am 5. und 6. begonnen hatte, daß aber im selben Augenblick die ersten Nachrichten bei der britischen Admiralität über die deutschen Maßnahmen bzw. über das Auslaufen der deutschen Flotte eintrafen, daß sich unter dem Eindruck dieser Tatsache Herr Churchill entschloß, die bereits eingeschifften Verbände wieder ausschiffen zu lassen, um durch die britische Flotte erst die deutschen Schiffe aufsuchen und angreifen zu lassen. Dieser Versuch mißlang. Nur ein einziger englischer Zerstörer kam in Berührung mit deutschen Seestreitkräften und wurde in den Grund geschossen. Es gelang diesem Boot nicht mehr, irgendeine Nachricht an die britische Admiralität oder an englische Flottenstreitkräfte weiterzugeben. So erfolgte am 9. die Landung deutscher Vorabteilungen in einem Gebiet, das sich von Oslo nordwärts bis Narvik erstreckte. Als in London die Nachrichten darüber eintrafen, lauerte der Erste Lord der Admiralität, Mister Churchill, schon seit vielen Stunden auf die Erfolge seiner Flotte.

Dieser Schlag, meine Abgeordneten, war das kühnste Unternehmen der deutschen Kriegsgeschichte. Seine erfolgreiche Durchführung wurde nur möglich dank der Führung und Haltung aller der daran beteiligten deutschen Soldaten. Was unsere drei Waffen: das Heer, die Marine und die Luftstreitkräfte, in diesem Kampf um Norwegen leisteten, sichert ihnen die Bewertung eines allerhöchsten Soldatentums.

Die Marine,

führte ihre Operationen und später die Transporte durch gegen einen Feind, der im gesamten fast mehr als die zehnfache Überlegenheit besaß. Alle Einheiten unserer jungen Reichskriegsmarine haben sich dabei mit unvergänglichem Ruhm bedeckt. Es wird erst nach dem Krieg gestattet sein, über die Schwierigkeiten zu sprechen, die gerade bei diesem Feldzug durch zahlreiche unvorhergesehene Rückschläge, Aus- und Unglücksfälle eintraten.

Alles am Ende aber trotzdem überwunden zu haben, ist das Verdienst der Haltung der Führung und der Truppe.

Die Luftwaffe,

in diesem gewaltigen weiten Raum oft die einzige Transport- und Verbindungsmöglichkeit, hatte sich in allem selbst übertroffen. Tollkühne Angriffe auf die Gegner, auf Schiffe und Landungstruppen stehen kaum über dem zähen Heldentum jener Transportflieger, die trotz unvorstellbar schlechtem Wetter immer wieder in das Land der Mitternachtssonne hinauf flogen, um dort oft im Schneesturm Soldaten abzusetzen oder Lasten abzuwerfen.

Die Fjorde Norwegens sind zum Friedhof zahlreicher britischer Kriegsschiffe geworden. Dem ununterbrochenen wilden Angriff deutscher Bomber und Stukas gegenüber mußte endlich die britische Flotte weichen und jene Gefilde räumen. von denen wenige Wochen vorher erst eine englische Zeitung geschmackvollerweise behauptet hatte, „daß es für England ein Vergnügen sein wird, in ihnen die deutsche Aufforderung zum Kampf entgegenzunehmen“.

Das Heer.

Schon die Überfahrt stellte an den Soldaten des Heeres große Anforderungen. Luftlandetruppen hatten ihm an manchen Plätzen das erste Fußfassen ermöglicht. Nun strömte, Division um Division nach und begann den Krieg in einem Gebiet, das in seiner natürlichen Beschaffenheit eine außerordentliche Abwehrkraft besaß und – soweit es sich um norwegische Verbände handelte – auch sehr tapfer verteidigt wurde. Von den in Norwegen gelandeten Engländern allerdings kann nur gesagt werden, daß das einzig Bemerkenswerte an all ihrem Dasein die Gewissenlosigkeit war, mit der man so schlecht ausgebildete, unzulänglich gerüstete und miserabel geführte Soldaten als Expeditionskorps an das Land setzte. Sie waren von Anfang an sicher unterlegen; was aber nun gerade dagegen die deutsche Infanterie, die Pioniere, was unsere Artilleristen, unsere Nachrichten- und Bautruppen in Norwegen geleistet haben, kann nur als stolzes Heldentum von Kampf und Arbeit bezeichnet werden.

Das Wort Narvik wird in der Geschichte für immer ein herrliches Zeugnis sein des Geistes der Wehrmacht des nationalsozialistischen Großdeutschen Reiches.

Die Herren Churchill, Chamberlain, Daladier usw. waren noch bis vor Kurzem über das Wesen der großdeutschen Einigung sehr schlecht unterrichtet. Ich habe damals angekündigt, daß die Zukunft sie wahrscheinlich eines Besseren belehren wird. Und ich darf wohl annehmen, daß gerade der Einsatz ostmärkischer Gebirgstruppen in dieser nördlichsten Front unseres Freiheitskampfes ihnen die nötige Aufklärung für das Großdeutsche Reich und seine Söhne beigebracht haben wird.

Es ist schade, daß die Grenadiere des Herrn Chamberlain dieser Auseinandersetzung nicht die genügende und vor allem dauernde Aufmerksamkeit widmeten, sondern vorzogen, es bei den ersten Proben über die innere Einstellung der neu zum Reich gekommenen Stämme unseres Volkes bewenden zu lassen.

General von Falkenhorst hat diese Operationen in Norwegen geleitet.

Generalleutnant Dietl war der Held von Narvik.

Die Operationen zur See wurden durchgeführt unter Leitung von

Generaladmiral Saalwächter und den Admiralen Carls und Bühm und dem Vizeadmiral Lütjens.

Die Operationen der Luftwaffe standen unter der Leitung von

Generaloberst Milch und

Generalleutnant Geißler.

Das Oberkommando der Wehrmacht, Generaloberst Keitel, als Chef des Oberkommandos, und General Jodl, als Chef des Wehrmachtführungsstabes, waren verantwortlich für die Durchführung meiner Anweisungen für die gesamte Aktion.

Ehe noch der Feldzug in Norwegen sein Ende gefunden hatte, wurden die Nachrichten über den Westen immer bedrohlicher. Während es an sich vor Kriegsbeginn vorbereitet war, im Falle einer notwendigen Auseinandersetzung mit Frankreich bzw. England die Maginotlinie zu durchbrechen, ein Unternehmen, für das die deutschen Truppen geschult und wozu sie mit den erforderlichen Waffen versehen waren, ergab sich schon im Laufe der ersten Kriegsmonate die Notwendigkeit, auch ein eventuelles Vorgehen gegen Belgien bzw. Holland ins Auge zu fassen. Während Deutschland gegenüber Holland und Belgien zunächst so gut wie keine Verbände außer notwendigen Sicherungstruppen aufgestellt hatte, im Übrigen aber seine Festungssysteme auszubauen begann, erfolgte an der französisch-belgischen Grenze eine sichtbare Massierung französischer Verbände. Besonders die Konzentration fast aller Panzer- und Motordivisionen in diesem Abschnitt ließ erkennen, daß die Absicht, auf alle Fälle aber die Möglichkeit bestand, sich blitzartig durch Belgien hindurch an die deutsche Grenze vorzuwerfen. Entscheidend aber war nun folgende Wahrnehmung. Während im Falle einer loyalen Auslegung der belgisch-holländischen Neutralität beide Länder gezwungen gewesen wären, gerade angesichts der Konzentration stärkster französisch-englischer Kräfte an ihrer Grenze auch ihrerseits das Augenmerk nach dem Westen zu richten, begannen sie dort im gleichen Maße immer stärker abzubauen, um die Grenze gegenüber Deutschland zu besetzen. Auch die Nachrichten über laufende Generalstabsbesprechungen ergaben eine eigenartige Beleuchtung der belgisch-holländischen Neutralität. Ich brauche nicht zu betonen, daß diese Besprechungen, wenn sie wirklich neutral gewesen wären, mit beiden Seiten hätten stattfinden müssen. Im Übrigen fand eine solche Verdichtung der Merkmale für das Vorgehen der französisch-englischen Truppen durch Holland und Belgien gegen das deutsche Interessengebiet statt, daß nunmehr auch auf unserer Seite diese Bedrohung als ernsteste Gefahr ins Auge gefaßt werden mußte. Es wurde daher die deutsche Wehrmacht von mir mit dieser Möglichkeit der Entwicklung vertraut gemacht und mit den notwendigen eingehenden Anweisungen versehen. In zahlreichen Besprechungen im Oberkommando der Wehrmacht mit den Oberbefehlshabern der drei Wehrmachtteile, den Führern der Heeresgruppen und der Armeen bis herunter zu den Führern wichtiger einzelner Unternehmungen wurden die Aufgaben gestellt und durchgesprochen und in der Truppe verständnisvoll zur Grundlage einer besonderen Ausbildung genommen.

Der gesamte deutsche Aufmarsch erfuhr dementsprechend die notwendigen Abänderungen.

Die sorgfältigen Beobachtungen, die überall angestellt worden waren, ergaben allmählich die zwingende Erkenntnis, daß mit einem englisch-französischen Vorstoß etwa von Anfang Mai ab in jedem Augenblick gerechnet werden konnte. In den Tagen vorn 6. bis 7. Mai verstärkten sich besonders auch auf Grund mitgeteilter Telephonate, die zwischen London und Paris stattgefunden hatten, die Befürchtungen, daß nunmehr jeden Augenblick das Einrücken der sogenannten Alliierten in Holland und Belgien erwartet werden mußte. Am Tage darauf – am 8. – gab ich deshalb den Befehl für den sofortigen Angriff am 10. Mai, 5.35 Uhr morgens.

Der Grundgedanke dieser Operationen war, unter Verzicht auf kleine Nebenerfolge die gesamte Wehrmacht – vor allem das Heer und die Luftwaffe – so anzusetzen, daß, bei konsequenter Durchführung der vorgesehenen Operationen, die totale Vernichtung der französisch-englischen Streitkraft erreicht werden mußte. Zum Unterschied des Schlieffen-Planes vom Jahre 1914 ließ ich das Schwergewicht der Operation auf den linken Flügel der Durchbruchsfront legen, allein unter scheinbarer Aufrechterhaltuug der umgekehrten Version. Diese Täuschung ist gelungen. Erleichtert wurde mir die Anlage der Gesamtoperation allerdings durch die Maßnahme der Gegner selbst. Denn die Konzentration der gesamten englisch-französischen motorisierten Streitmacht gegenüber Belgien, ließ es als sicher erscheinen, daß im Oberkommando der alliierten Armeen der Entschluß bestand, sich schnellstens in diesen Raum hineinzubegeben.

Im Vertrauen auf die Standfestigkeit aller eingesetzten deutschen Infanteriedivisionen mußte aber damit ein Stoß in die rechte Flanke der französisch-englischen motorisierten Heeresgruppe zur vollständigen Zertrümmerung und Auflösung, ja wahrscheinlich zu einer Einschließung führen.

Als zweite Operation hatte ich vorgesehen, die Gewinnung der Seine bis Le Havre sowie die Sicherung einer Ausgangsstellung an Somme und Aisne für den dritten Angriff, der mit stärksten Kräften über das Hochplateau von Langres zur Schweizer Grenze vorbrechen sollte. Die Erreichung der Küste bis südlich Bordeaux war als Abschluß der Operationen vorgesehen.

In diesem Rahmen und in dieser Reihenfolge haben sieh auch die Operationen vollzogen.

Das Gelingen dieser gewaltigsten Schlachtenerfolge der Weltgeschichte ist in erster Linie dem deutschen Soldaten selbst zu danken. Er hat sich wieder auf allen Plätzen, auf die er gestellt war, auf das Höchste bewährt. Und alle deutschen Stämme nahmen an diesem Ruhm gleichmäßigen Anteil.

Auch die Soldaten der jungen, erst seit 1938 angegliederten neuen Reichsgaue haben vorbildlich gekämpft und ihren Blutzoll entrichtet. Durch diesen heldenhaften Einsatz aller Deutschen wird das aus diesem Kriege hervorgehende nationalsozialistische Großdeutsche Reich nicht nur den heute lebenden, sondern auch den nachkommenden Geschlechtern für immer heilig und teuer sein.

Wenn ich mit der Würdigung der Kräfte beginne, deren Wirken dieser glorreichste Sieg zu verdanken ist, dann gebührt das erste Lob einer Führung, die gerade in diesem Feldzuge den höchsten Anforderungen gerecht wurde.

Das Heer.

Es hat die ihm übertragenen Aufgaben unter der Führung des Generalobersten von Brauchitsch und seines Generalstabschefs Halder in wahrhaft ruhmvoller Weise gelöst.

Wenn schon der Führungsapparat des deutschen Heeres von einst als der beste der Welt gegolten hat, dann verdient er heute zumindest die gleiche Bewunderung. Ja, nachdem der Erfolg für die. letzte Bewertung entscheidend ist, muß die Führung des neuen deutschen Heeres als noch besser angesprochen werden.

Das Westheer war unter den Befehlen der

Generalobersten Ritter von Leeb, von Rundstedt und von Bück in drei Heeresgruppen eingeteilt.

Die Heeresgruppe des Generals Ritter von Leeb hatte zunächst die Aufgabe den linken Flügel der deutschen Westfront, von der Schweizer Grenze beginnend bis zur Mosel, in höchster Abwehrkraft defensiv zu halten. Erst für den späteren Verlauf der Operationen war vorgesehen, auch diese Front mit zwei Armeen unter der Führung des

Generalobersten von Witzleben und des Generals Dollmann aktiv in die Vernichtungsschlacht eingreifen zu lassen.

Am 10. Mai, 5.35 Uhr morgens, waren die beiden Heeresgruppen der Generalobersten von Rundstedt und von Bock zum Angriff angetreten. Ihre Aufgabe war, auf der ganzen Front von der Mosel bis zur Nordsee durch die feindlichen Grenzstellungen durchzustoßen, Holland zu besetzen, gegen Antwerpen und an die Dyle-Stellung vorzudringen, Lüttich zu nehmen, vor allem aber mit den massierten Angriffskräften des linken Flügels die Maas zu erreichen, den Übergang zwischen Namur und Carignan mit dem Schwergewicht der Panzer- und Motordivisionen bei Sedan zu erzwingen und im weiteren Verlauf dieser Operationen unter Zusammenfassung aller verfügbaren Panzer- und Motordivisionen, angelehnt an die Kanal- und Flußsysteme der Aisne und Somme, zum Meere durchzustoßen. Der südlichen Heeresgruppe Rundstedt fiel außerdem die wichtige Aufgabe zu, im Zuge des Durchbruchs die vorgesehene Abschirmung der linken Flanke planmäßig sicherzustellen, um eine Wiederholung des Marnewunders von 1914 von vornherein auszuschließen.

Diese gewaltige, den weiteren Verlauf des Krieges schon entscheidende Operation, die, wie geplant, zur Vernichtung der Hauptmasse des französischen Heeres sowie der, gesamten britischen Expeditionskorps führte, ließ schon das deutsche Führertum in hellem Glanz erstrahlen.

Außer den beiden Heeresgruppenführern und ihren Generalstabschefs

Generalleutnant von Sodenstern und Generalleutnant von Salmuth,

erwarben sich dabei folgende Armeeführer höchste Verdienste:

Generaloberst von Kluge als Führer der 4. Armee, Generaloberst List als Führer der 12. Armee, Generaloberst von Reichenau als Führer der 6. Armee, General von Küchler als Führer der 18. Armee, General Busch als Führer der 16. Armee,

und die Generale von Kleist, Guderian, Hoth und Hoeppner als Führer von Panzer- und Motortruppen.

Die große Anzahl weiterer Generale und Offiziere, die sich bei diesen Operationen auszeichneten, sind Ihnen, meine Abgeordneten, bekannt durch die Verleihung höchster Auszeichnungen.

Die Fortführung der Operationen in der allgemeinen Richtung zur Aisne und Seine hatte nicht den Zweck, in erster Linie Paris zu erobern, sondern die Ausgangsstellung zu schaffen bzw. zu sichern für den Durchbruch zur Schweizer Grenze. Auch diese gewaltige Angriffshandlung verlief dank der überragenden Führung aller Grade planmäßig.

Der unterdes eingetretene Wechsel im Oberkommando des französischen Heeres sollte dessen Widerstand neu beleben und dem unglücklich begonnenen Kampf die von den Alliierten ersehnte Wendung geben.

Tatsächlich gelang es, die neuen Angriffshandlungen der deutschen Armeen an vielen Stellen erst nach Überwindung härtesten Widerstandes in Fluß zu bringen. Nicht nur der Mut, sondern auch die Ausbildung des deutschen Soldaten, hatten hier Gelegenheit, sich auf das Höchste zu bewähren. Angeeifert durch das Vorbild zahlloser Offiziere und Unteroffiziere sowie tapferer einzelner Männer, wurde die Infanterie selbst in schwersten Situationen immer wieder vorwärts gerissen. Paris fiel! Die Brechung des feindlichen Widerstandes an der Aisne gab den Durchbruch zur Schweizer Grenze frei. In einer gewaltigen Umfassung stürmten die Armeen hinter den Rücken der Maginotlinie, die ihrerseits selbst von der aus der Reserve heraustretenden Heeresgruppe Leeb an zwei Stellen westlich von Saarbrücken und Neubreisach angegriffen und unter dem Befehl der Generale von Witzleben und Dollmann, durchbrochen wurde.

So gelang es, die gewaltige Front des französischen Widerstandes nicht nur im gesamten zu umschließen, sondern in einzelne Teile aufzulösen und zu den bekannten Kapitulationen zu zwingen.

Diese Operationen wurden gekrönt durch den nunmehr allgemein einsetzenden Vormarsch aller deutschen Armeen, an der Spitze wieder die unvergleichlichen Panzer- und Motordivisionen des Heeres, mit dem Ziel, unter dem Vortreiben eines linken Flügels die Rhone abwärts in Richtung auf Marseille, eines rechten Flügels über die Leire in Richtung auf Bordeaux und die spanische Grenze hin, die aufgelösten Reste des französischen Heeres zu vernichten bzw. das französische Territorium zu besetzen.

Über das unterdes erfolgte Eintreten unseres Bundesgenossen in den Krieg will ich an anderer Stelle noch besonders berichten.

Als Marschall Pétain die Waffenstreckung Frankreichs anbot, hat er nicht eine ihm verbliebene Waffe niedergelegt, sondern eine für das Auge jedes Soldaten gänzlich unhaltbare Situation beendet. Nur der blutige Dilettantismus eines Herrn Churchill vermag dies entweder nicht zu begreifen oder wider besseres Wissen weg zu lügen.

In dieser zweiten, dritten und letzten Phase dieses Krieges haben sich im Verein mit den schon erwähnten Generalen als Armeeführer ebenfalls ausgezeichnet:

Generaloberst von Witzleben und die Generale von Weichs, Dollmann, Strauß.

Im Rahmen dieser Armeen kämpften auch die tapferen Divisionen und Standarten der Waffen-SS.

Wenn ich diesen genannten Generalen als Heeresgruppen und Armeeführer meinen und den Dank des deutschen Volkes ausspreche, dann gilt dieser zugleich für alle die anderen Offiziere, die zu nennen im Einzelnen unmöglich ist, und besonders für die namenlosen Arbeiter des Generalstabes.

In diesem Kampf nun, meine Abgeordneten, hat das deutsche Fußvolk sich wieder als das erwiesen, was es immer war: als die beste Infanterie der Welt! Mit ihr wetteiferten alle anderen Waffen des Heeres: Artillerie und Pioniere und vor allem die jungen Verbände unserer Panzer- und Motortruppen. Die deutsche Panzerwaffe hat sich mit diesem Kriege in die Weltgeschichte eingeführt. Die Männer der Waffen-SS nehmen an diesem Ruhm teil.

Allein auch den Nachrichtenverbänden, den Bautruppen der Pioniere, Eisenbahntruppen usw. gebührt nach ihren Verdiensten das höchste Lob.

Im Zuge der Armeen folgten die Kommandos der Organisation Todt, des Reichsarbeitsdienstes und des NSKK und halfen ebenfalls mit, Straßen, Brücken sowie den Verkehr wieder in Ordnung zu bringen.

Im Rahmen des Heeres fochten dieses Mal aber auch Teile der Flakartillerie unserer Luftwaffe. In der vordersten Front halfen sie mit, die feindliche Widerstands- und Angriffskraft zu brechen. Über ihr Wirken kann erst später im Einzelnen berichtet werden.

Die Luftwaffe selbst. Als der Morgen des 10. Mai dämmerte, senkten sich Tausende von Kampfmaschinen und Sturzkampfbombern, gedeckt durch Jäger und Zerstörer, auf die feindlichen Lufthäfen. In wenigen Tagen war die restlose Luftherrschaft erkämpft. Sie wurde in keinem Augenblick des Kampfes mehr aus der Hand gegeben. Nur dort, wo sich vorübergehend keine deutschen Flieger zeigten, konnten feindliche Jäger oder Bomber für kurze Augenblicke in Erscheinung treten. Im Übrigen blieb ihr Wirken in die Nacht verbannt.

Der Einsatz der Luftwaffe in diesem Kampf erfolgte unter dem Befehl des Generalfeldmarschalls. Ihre Aufgabe war:

1. die feindliche Luftwaffe zu vernichten bzw. vom Firmament zu entfernen,

2. die kämpfende Truppe direkt und indirekt durch ununterbrochene Angriffe zu unterstützen,

3. dem Feinde die Elemente der Führung und der Bewegung zu zerstören,

4. die feindliche Moral und Widerstandskraft zu zermürben und zu brechen, und

5. Fallschirmtruppen als Vorausabteilungen zu landen.

Die Art ihres operativen Einsatzes im Großen sowie ihre Anpassung an die taktischen Erfordernisse des Augenblicks waren hervorragend. Wenn ohne die Tapferkeit des Heeres niemals die errungenen Erfolge hätten erreicht werden können, dann wäre ohne den heroischen Einsatz der Luftwaffe alle Tapferkeit des Heeres doch nur eine vergebliche gewesen.

Heer und Luftwaffe sind beide des höchsten Ruhmes würdig!

Die Organisation des Einsatzes der Luftwaffe:

Der Einsatz der Luftwaffe im Westen fand unter dem persönlichen Oberbefehl des Generalfeldmarschalls Göring statt.

Sein Generalstabschef: Generalmajor Jeschonnek.

Die beiden Luftflotten wurden befehligt von:

General der Flieger Sperrle und

General der Flieger Kesselring.

Die unter ihnen stehenden Fliegerkorps standen unter den Befehlen der Generale der Flieger Grauert, Keller, dem Generalleutnant Loerzer und Generalleutnant Ritter von Greim sowie dem Generalmajor Freiherr von Richthofen.

Die beiden Flakkorps standen unter dem Befehl des Generals der Flakartillerie Weiß und des Generalmajors Deßloch.

Besondere Auszeichnung verdient die 9. Fliegerdivision unter ihrem Generalmajor Coeler.

Der Kommandeur der Fallschirmtruppen, General der Flieger Student, wurde selbst schwer verwundet.

Die weitere Führung des Luftkampfes in Norwegen erfolgt durch den General der Flieger Stumpff.

Während nun Millionen deutscher Soldaten des Heeres, der Luftwaffe und der Waffen-SS an diesen Kämpfen teilnahmen, konnten andere dem Aufbau der in der Heimat befindlichen Ersatzformationen nicht entzogen werden. Viele der tüchtigsten Offiziere mußten – so bitter es für sie selbst war – die Ausbildung jener Soldaten leiten und überwachen, die, sei es als Ersatz, sei es bestimmt für Neuformationen, erst später an die Fronten kommen können, wie überhaupt bei allem Verständnis für die inneren Empfindungen der sich benachteiligt Fühlenden auch hier die höheren Gesamtinteressen entscheidende waren. Partei und Staat, Heer, Marine, Luftwaffe und SS haben jeden Mann, der irgendwie entbehrlich war, der Front gegeben. Allein ohne die Sicherung des Ersatzheeres, der Ersatzluftflotte, der Ersatz-SS-Formationen sowie der Partei und des Staates überhaupt, hätte auch der Kampf an der Front nicht geführt werden können. Als Organisatoren des Ersatzheeres der Heimat und der Ausrüstung und des Nachschubs der Luftwaffe haben sich höchste Verdienste erworben:

General der Flieger Fromm und

General der Flieger Udet.

Ich kann die Aufzählung all dieser verdienten Generale und Admirale nicht beenden, ohne nun besonders auch derjenigen zu gedenken, die im Stabe des Oberkommandos der Wehrmacht selbst meine engsten Mitarbeiter sind:

Generaloberst Keitel, als Chef des Oberkommandos der Wehrmacht und

Generalmajor Jodl, als Chef seines Stabes.

Sie haben in langen sorgenvollen und arbeitsreichen Monaten mit ihren Offizieren den höchsten Anteil an der Verwirklichung meiner Pläne und Gedanken.

Die Würdigung der Leistungen unserer Marine und ihrer Führer wird vollständig erst am Ende dieses Krieges möglich sein.

Wenn ich nun diese rein militärische Betrachtung der Ereignisse abschließe, dann zwingt mich die Wahrheit zur Feststellung der historischen Tatsache, daß alles das nicht möglich geworden wäre ohne das Verhalten der Heimatfront, und hier an der Spitze, ohne die Gründung, das Wirken und die Tätigkeit der nationalsozialistischen Partei!

Sie hat in der Zeit des größten Verfalls schon im Jahre 1919 in ihrem Programm die Wiederaufrichtung eines deutschen Volksheeres proklamiert und jahrzehntelang mit fanatischer Entschlossenheit vertreten. Ohne ihr Wirken wären alle Voraussetzungen entfallen für den Wiederaufstieg des Deutschen Reiches und damit für die Schaffung einer deutschen Wehrmacht. Sie hat aber auch vor allem dem Kampf die Weltanschauliche Grundlage gegeben. Dem sinnlosen Lebenseinsatz unserer demokratischen Gegner für die Interessen ihrer Plutokraten stellt sie dadurch gegenüber die Verteidigung einer sozialen Volksgemeinschaft. Aus ihrem Wirken ergibt sich deshalb auch die im Weltkrieg leider nicht vorhanden gewesene Einheit zwischen Front und Heimat. Ich möchte daher aus ihren Reihen folgende Männer nennen, denen neben unzähligen anderen ein höchstes Verdienst zukommt an der Erringung der Möglichkeit, in einem neuen Deutschland wieder Siege feiern zu können:

Parteigenosse Reichsminister Heß,

selbst ein alter Soldat des Weltkriegs, war seit der ersten Zeit der Gründung der Bewegung ein treuester Kämpfer für die Aufrichtung dieses heutigen Staates und seiner Wehrmacht;

Parteigenosse Stabschef der SA Lutze,

hat die Millionenmasse der SA-Männer im Sinne der höchsten Staatserhaltung organisiert und ihre vor- und nachmilitärische Ausbildung gesichert;

Parteigenosse Himmler,

organisierte das gesamte Sicherheitswesen unseres Reiches sowohl als die Verbände der Waffen-SS;

Parteigenosse Hierl,

ist der Begründer und Führer des Reichsarbeitsdienstes;

Parteigenosse Ley,

ist der Garant der Haltung unserer deutschen Arbeiterschaft;

Parteigenosse Reichsminister Generalmajor Todt,

ist der Organisator der Waffen- und Munitionsherstellung und hat sich als Baumeister unseres gewaltigen strategischen Straßennetzes sowie der Festungsfront im Westen unvergängliche Verdienste erworben;

Parteigenosse Minister Dr. Goebbels,

ist der Leiter einer Propaganda, deren Höhe am Sinnfältigsten bei einem Vergleich zu der des Weltkrieges in Erscheinung tritt.

Unter den zahlreichen Organisationen der Heimatfront sind noch zu erwähnen die Organisationen

des Kriegswinterhilfswerkes sowie

die NS-Volkswohlfahrt unter Leitung des Parteigenossen Hilgenfeldt

sowie das Deutsche Rote Kreuz, ferner der Reichsluftschutzbund unter Führung des Generals der Flakartillerie v. Schröder.

Ich kann diese Würdigung nicht abschließen, ohne dabei endlich dem Manne zu danken, der seit Jahren meine außenpolitischen Richtlinien in treuer, unermüdlicher, sich selbst verzehrender Arbeit verwirklicht.

Der Name des Parteigenossen von Ribbentrop wird mit der politischen Erhebung der deutschen Nation als Reichsaußenminister für alle Zeiten verbunden sein.

Meine Herren Abgeordneten!

Ich habe mich entschlossen, als Führer und Oberster Befehlshaber der deutschen Wehrmacht, die Ehrung der verdientesten Generale vor jenem Forum vorzunehmen, das in Wahrheit die Vertretung des ganzen deutschen Volkes ist. Ich muß nun an die Spitze jenen Mann stellen, bei dem es mir schwerfällt, den genügenden Dank für die Verdienste zu finden, die seinen Namen mit der Bewegung, dem Staat und vor allem der deutschen Luftwaffe verbinden.

Seit der Gründungszeit der SA ist Parteigenosse Göring mit der Entwicklung und dem Aufstieg der Bewegung verbunden. Seit der Übernahme der Macht haben seine Arbeitskraft und Verantwortungsfreudigkeit für das deutsche Volk und das Deutsche Reich auf zahlreichen Gebieten Leistungen vollbracht, die aus der Geschichte unseres Volkes und Reiches nicht weggedacht werden können.

Seit dem Wiederaufbau der deutschen Wehrmacht wurde er zum Schöpfer der deutschen Luftwaffe. Es ist nur wenig Sterblichen gegeben, im Zuge eines Lebens, ein militärisches Instrument aus dem Nichts zu schaffen und zur stärksten Waffe ihrer Art in der Welt zu entwickeln. Er hat ihr vor allem seinen Geist gegeben.

Generalfeldmarschall Göring hat schon als Schöpfer der deutschen Luftwaffe, als einzelner Mann den höchsten Beitrag für den Neuaufbau der deutschen Wehrmacht geleistet.

Er hat als Führer der deutschen Luftwaffe im bisherigen Verlauf des Krieges mit die Voraussetzung zum Sieg geschaffen.

Seine Verdienste sind einmalige!

Ich ernenne ihn daher zum Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und verleihe ihm das Großkreuz des Eisernen Kreuzes.

Für die Verdienste um den Sieg der deutschen Waffen. im Kampf für die Freiheit und Zukunft unseres Großdeutschen Reiches befördere ich nun:

den Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, zum Generalfeldmarschall;

den Generalobersten von Rundstedt, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe A, zum Generalfeldmarschall;

den Generalobersten Ritter von Leeb, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe C, zum Generalfeldmarschall;

den Generalobersten von Bock, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B, zum Generalfeldmarschall;

den Generalobersten List, Oberbefehlshaber der 12. Armee, zum Generalfeldmarschall;

den Generalobersten von Kluge, Oberbefehlshaber der 4. Armee, zum Generalfeldmarschall;

den Generalobersten von Witzleben, Oberbefehlshaber der 1. Armee, zum Generalfeldmarschall, und

den Generalobersten von Reichenau, Oberbefehlshaber der 6. Armee, zum Generalfeldmarschall.

Ich befördere:

den General Halder, Chef des Generalstabs des Heeres, zum Generaloberst;

den General Dollmann, Oberbefehlshaber der 7. Armee, zum Generaloberst;

den General Frhrn. von Weichs, Oberbefehlshaber der 2. Armee, zum Generaloberst;

den General von Küchler, Oberbefehlshaber der 18. Armee, zum Generaloberst;

den General Busch, Oberbefehlshaber der 16. Armee, zum Generaloberst;

den General Strauß, Oberbefehlshaber der 9. Armee, zum Generaloberst;

den General von Falkenhorst, Militärbefehlshaber in Norwegen, zum Generaloberst;

den General von Kleist, Kommandierender General des XII. AK., zum Generaloberst;

den General Ritter von Schobert, Kommandierender General des VII. AK., zum Generaloberst;

den General Guderian, Kommandierender General des XIV. AK., zum Generaloberst;

den General Hoth, Kommandierender General des XV. AK., zum Generaloberst;

den General Hoeppner, Kommandierender General des XVI. AK., zum Generaloberst;

den General Haase, Kommandierender General des III. AK., zum Generaloberst;

den General Fromm, Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres, zum Generaloberst.

Unter Berücksichtigung der einmaligen Verdienste befördere ich:

Generalleutnant Dietl, Kommandierender General des Gebirgskorps in Norwegen, zum General der Infanterie und verleihe ihm als erstem Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Unter Vorbehalt einer späteren Gesamtwürdigung der Führer und Offiziere der Reichskriegsmarine befördere ich:

Admiral Carls, den Kommandierenden Admiral der Marinestation Ostsee, zugleich Marine-Truppenbefehlshaber Ost, zum Generaladmiral.

In Ansehung der einmaligen Leistungen der deutschen Luftwaffe befördere ich:

den Generalobersten Milch zum Generalfeldmarschall;

den General der Flieger Sperrle zum Generalfeldmarschall;

den General der Flieger Kesselring zum Generalfeldmarschall.

Ich befördere:

den General der Flieger Stumpff zum Generaloberst;

den General der Flieger Grauert zum Generaloberst;

den General der Flieger Keller zum Generaloberst;

den General der Flakartillerie Weise zum Generaloberst;

den General der Flieger Udet zum Generaloberst.

Ich befördere weiter zu Generalen der Flieger:

den Generalleutnant Geißler, Generalmajor Jeschonnek, Generalleutnant Loerzer, Generalleutnant Ritter von Greim und Generalmajor Frhrn. von Richthofen.

In meinem Oberkommando Wehrmacht befördere ich:

den Generalobersten Keitel zum Generalfeldmarschall;

den Generalmajor Jodl zum General der Artillerie.

Indem ich diese Beförderung anläßlich der erfolgreichsten Feldzüge unserer Geschichte vor diesem Forum und damit vor der ganzen deutschen Nation ausspreche, ehre ich dadurch die gesamte Wehrmacht des nationalsozialistischen Großdeutschen Reiches.

Ich kann die Betrachtung über diesen Kampf nicht schließen, ohne gleich hier unseres Bundesgenossen zu gedenken.

Seit es ein nationalsozialistisches Regime gibt, standen in seinem außenpolitischen Programm zwei Ziele:

1. Die Herbeiführung einer wahren Verständigung und Freundschaft mit Italien und

2. die Herbeiführung des gleichen Verhältnisses zu England.

Sie wissen, meine Parteigenossen, daß mich diese Auffassungen schon vor 20 Jahren genau so bewegten wie später. Ich habe diese Gedanken publizistisch und in Reden unzählige Male behandelt und verteidigt, solange ich in der demokratischen Republik selbst nur Oppositioneller war. Ich habe – sowie mich das deutsche Volk mit seiner Führung beauftragte – sofort versucht, diese älteste Zielsetzung der nationalsozialistischen Außenpolitik nun praktisch zu verwirklichen. Ich bin auch heute noch traurig, daß es mir trotz allen meinen Bemühungen mit England nicht gelungen ist, zu jener Freundschaft zu kommen, die – wie ich glaube – für beide Völker ein Segen gewesen wäre. Und zwar, daß mir dies trotz unentwegter aufrichtiger Bemühungen nicht gelungen ist.

Ich bin aber um so glücklicher, daß wenigstens der erste Programmpunkt meiner außenpolitischen Zielsetzung verwirklicht werden konnte. Ich danke dies vor allem dem Genius, der heute an der Spitze des italienischen Volkes steht. Denn nur dank seinem säkularen Wirken wurde es möglich, die beiden geistig einander so verwandten Revolutionen zusammenzuführen, um nun am Ende durch das gemeinsam vergossene Blut einen Bund zu besiegeln, der bestimmt ist, Europa ein neues Leben zu erschließen. Daß ich persönlich die Ehre habe, der Freund dieses Mannes sein zu können, beglückt mich angesichts der Eigenart eines Lebensschicksals, das ebensoviel Gemeinsames mit dem meinen aufzuweisen hat wie unsere beiden Revolutionen, ja darüber hinaus sogar die Geschichte der Einigung und des Emporstiegs unserer beiden Völker.

Seit der Wiedererhebung des deutschen Volkes haben wir allein aus Italien menschliche Stimmen des Verständnisses vernehmen können. Aus diesem erwiderten gegenseitigen Verstehen erwuchs eine lebendige Interessengemeinschaft. Sie wurde endlich in Verträgen festgelegt.

Als dem Deutschen Reich, entgegen meinem Wunsch und Willen, im vergangenen Jahr dieser Krieg aufgezwungen wurde, fand eine Abstimmung des weiteren Vorgehens unserer beiden Staaten zwischen Mussolini und mir statt. Der Nutzen, der dem Reich aus der Haltung Italiens erwuchs, war ein außerordentlicher. Nicht nur wirtschaftlich kam uns die Lage und Einstellung Italiens zugute, sondern auch militärisch. Italien bannte von Anfang an starke Kräfte unserer Feinde und lähmte vor allem ihre Freiheit der strategischen Disposition. Als der Duce aber den Zeitpunkt für gekommen erachtete, gegen die andauernden unerträglichen Vergewaltigungen, die ihm besonders durch französische und britische Eingriffe zugefügt wurden, mit der Waffe in der Faust Stellung zu nehmen, und der König die Kriegserklärung vollzog, geschah es in der vollen Freiheit seines Entschlusses.

Um so größer muß das Gefühl unseres Dankes sein,

Das Eintreten Italiens in den Kampf hat mitgeholfen, in Frankreich die Erkenntnis der vollen Aussichtslosigkeit eines weiteren Widerstandes zu beschleunigen.

Seitdem kämpfte nun unser Verbündeter erst auf den Graten und Gipfeln der Alpen und jetzt in den weiten Räumen seines Interessengebietes. Gerade seine heutigen Luftangriffe und die Kämpfe zur See werden in dem Geist geführt, der der faschistischen Revolution zu eigen ist, und von uns in dem Geist verfolgt, den der Nationalsozialismus für das faschistische Italien empfindet. Jeder Schmerz Italiens, so wie wir ihn in diesen Tagen angesichts des Todes Balbos erlebten, ist auch der Schmerz Deutschlands. Jede Freude auch die unsere.

Unsere Zusammenarbeit auf politischem und militärischem Gebiet ist eine vollkommene. Sie wird das Unrecht löschen, das in Jahrhunderten dem deutschen und dem italienischen Volk zugefügt worden ist. Denn – am Ende von allem steht der gemeinsame Sieg!

Wenn ich nun, meine Abgeordneten, Männer des Deutschen Reichstags, über die Zukunft spreche, dann geschieht es nicht, um zu prahlen oder zu bramarbasieren. Ich kann dies ruhig anderen überlassen, die es auch wohl nötiger haben, wie z. B. Herr Churchill. Ich möchte nun also ohne jede Überschwenglichkeit ein Bild der Lage geben, so wie sie ist und wie ich sie sehe.

1. Der Verlauf der hinter uns liegenden zehn Monate dieses Krieges hat meiner Auffassung recht und den Meinungen unserer Gegner unrecht gegeben.

Wenn sogenannte englische Staatsmänner versichern, daß ihr Land aus jeder Niederlage und jedem Mißerfolg stärker hervorgeht, dann ist es zumindest keine Überheblichkeit, wenn ich Ihnen hiermit mitteile, daß wir aus den Erfolgen ebenfalls stärker hervorgegangen sind.

Ich habe Ihnen schon am 1. September des vergangenen Jahres erklärt, daß, ganz gleich, was auch kommen mag, weder Waffengewalt noch die Zeit, Deutschland niederzwingen werden. Das Reich ist nun heute militärisch stärker als jemals zuvor. Sie haben die im Einzelnen sicherlich schweren, im Gesamten aber doch so geringen Verluste gesehen, die die deutsche Wehrmacht im Kampf der letzten drei Monate erlitten hat. Wenn Sie bedenken, daß wir in dieser Zeit eine Front aufrichteten, die nunmehr vom Nordkap bis zur spanischen Grenze reicht, dann sind diese Verluste, besonders gemessen an den Verlusten des Weltkriegs, außerordentlich geringe. Die Ursache dafür liegt – abgesehen von der durchschnittlich hervorragenden Führung – in der ausgezeichneten taktischen Ausbildung des einzelnen Soldaten, der Verbände sowie des Zusammenwirkens der Waffen. Die weitere Ursache liegt in der Güte und Zweckmäßigkeit der neuen Waffen und die dritte, in dem bewußten Verzicht auf jeden sogenannten Prestigeerfolg. Ich selbst habe mich bemüht, grundsätzlich jeden Angriff und jede Operation zu vermeiden, die nicht im Sinne einer wirklichen Vernichtung des Gegners notwendig sind, sondern nur einem vermeintlichen Prestige zuliebe getan werden sollten.

Trotzdem haben wir natürlich für vielfach höhere Verluste Vorsorge getroffen. Die dadurch eingesparten Männer unseres Volkes werden der Weiterführung des, uns aufgezwungenen, Freiheitskampfes zugute kommen. Augenblicklich werden viele unserer Divisionen aus Frankreich wieder zurückgezogen und in ihre Heimatorte verlegt. Viele Männer können beurlaubt werden. Waffen und Gerät werden wieder instand gesetzt oder durch neueres, besseres Material ergänzt. Im Ganzen ist die Wehrmacht heute stärker als jemals zuvor!

2. Die Waffen. Der Verlust an Waffen im norwegischen und besonders auch im Feldzug gegen Holland, Belgien und Frankreich ist ein vollständig belangloser. Er steht in keinem Verhältnis zur Produktion.

Heer und Luftwaffe sind in diesem Augenblick – da ich zu Ihnen spreche – auch in ihrer Ausrüstung vollkommener und stärker, als sie es vor dem Antritt im Westen waren.

3. Munitionierung. Die Munitionierung wurde in einem Ausmaß vorbereitet, die angelegten Bestände sind so große, daß auf vielen Gebieten nun eine Einschränkung bzw. Verlagerung der Produktion vorgenommen werden muß, da die vorhandenen Depots und Räume auch bei größter Ausweitung zum Teil nicht mehr in der Lage wären, verstärkte Zufuhren aufzustapeln. Der Munitionsverbrauch war, ähnlich wie in Polen, ein über alles Erwarten geringer. Er steht überhaupt in keinem Verhältnis zu den Vorräten. Die Gesamtbevorratung ist daher bei Heer und Luftwaffe zur Zeit für alle Waffen wesentlich höher als vor dem Angriff im Westen.

4. Kriegswichtige Rohstoffe. Dank dem Vierjahresplan war Deutschland in hervorragender Weise auch für die schwerste Belastung gerüstet. In keiner Wehrmacht der Welt ist auch nur annähernd wie in Deutschland eine Umstellung von kriegswichtigen Stoffen, die importiert werden müssen, auf solche, die im Lande sind, erfolgt. Dank dem Wirken des Reichsmarschalls ist die Umstellung der deutschen Wirtschaft zu einer autarken Kriegswirtschaft schon im Frieden vollzogen worden. Wir besitzen vor allem die beiden wichtigsten Rohstoffe: Kohle und Eisen, in einem – ich darf heute sagen – unbegrenzten Ausmaß. Die Versorgung mit Brennstoff ist in den Vorräten eine reichliche und die Kapazität unserer Produktion eine so steigende, daß in kurzer Zeit – selbst beim Versiegen jeder Einfuhr – dadurch unser Bedarf genügend gedeckt sein wird.

Durch unsere Metallsammlungen hat sich von vornherein der Grundstock unserer Metallreserven so erhöht, daß wir jeder Kriegsdauer gewachsen und keinem Ereignis unterlegen sind. Es kommen aber hinzu nun noch die gewaltigen Möglichkeiten, die in der Erfassung einer unübersehbaren Beute sowohl als in der Erschließung der von uns besetzten Gebiete liegen. Deutschland und Italien besitzen in dem von ihnen regulierten und kontrollierten Wirtschaftsraum rund 200 Millionen Menschen, von denen nur 130 Millionen Soldaten stellen, während über 70 Millionen ausschließlich wirtschaftlich tätig sein können.

Ich habe ihnen, meine Abgeordneten, am 1. September mitgeteilt, daß ich für die Führung dieses Krieges zunächst einen neuen Fünfjahresplan aufstellen ließ. Ich kann Ihnen heute versichern, daß in diesem Sinne alle Maßnahmen getroffen wurden, daß ich aber – ganz gleich, was auch kommen mag – nunmehr überhaupt in der Zeit keinen uns irgendwie mehr bedrohenden Faktor sehe. Auch die Ernährung ist dank der diesmal beizeiten getroffenen Maßnahmen für jede Dauer des Krieges sichergestellt.

5. Die Haltung des deutschen Volkes. Das deutsche Volk ist dank der nationalsozialistischen Erziehung in diesen Krieg nicht gegangen mit der Oberflächlichkeit eines Hurrapatriotismus, sondern mit dem fanatischen Ernst einer Rasse, die das Schicksal kennt, das ihr bevorsteht, falls sie besiegt werden sollte. Die Versuche der Propaganda unserer Gegner, diese Geschlossenheit aufzulösen, waren daher ebenso dumm wie wirkungslos. Zehn Monate Krieg haben diesen Fanatismus vertieft. Überhaupt ist es ein Unglück, daß die Meinung der Weit nicht von Menschen geformt wird, die die Dinge sehen wollen, wie sie sind, sondern nur von solchen, die sie so sehen, wie sie wollen. Ich habe in den letzten Tagen zahllose Dokumente aus der Bundeslade des alliierten Hauptquartiers durchstudiert, die u. a. auch Stimmungsberichte aus Deutschland enthalten bzw. Denkschriften über die Verfassung und innere Haltung des deutschen Volkes. Es sind dies Berichte, die auch von Diplomaten stammen. Es ergibt sich bei der Lektüre dieser Berichte wirklich nur die Frage, ob ihre Verfasser blind, blöde oder niederträchtige Schurken sind. Ich gebe nun ohne Weiteres zu, daß es auch in Deutschland selbstverständlich einzelne Subjekte gegeben hat und auch wohl heute noch gibt, die fast mit Bedauern den Siegeszug des Dritten Reiches erleben. Unverbesserliche Reaktionäre oder blinde Nihilisten mögen innerlich wohl traurig sein, daß alles anders kam, als sie es sich erhofften, Allein ihre Zahl ist eine lächerliche und ihre Bedeutung ist noch geringer.

Leider aber wird anscheinend für die Beurteilung des deutschen Volkes nach außen, dieser Abschaum der Nation als Maßstab gewählt. Darauf ergeben sich dann in der krankhaften Phantasie gescheiterter Staatsmänner die letzten Anklammerungspunkte für ein neues Hoffen. Je nachdem ist es dann der „General Hunger“, den die britischen Feldherren zum Verbündeten erwählen, oder die „drohende Revolution“. Es gibt keinen so tollen Unsinn, daß diese Leute ihn nicht ihren eigenen Völkern vorsetzen würden, um sich so wieder auf einige Wochen wenigstens fortzuhelfen. Das deutsche Volk hat seine innere Haltung vor allem unter Beweis gestellt durch seine Söhne, die auf den Schlachtfeldern kämpfen und die in wenigen Wochen den nach Deutschland stärksten militärischen Gegner geschlagen und vernichtet haben. Ihr Geist war und ist heute auch der Geist der deutschen Heimat!

6. Die Umwelt. Die letzten Hoffnungen scheinen in den Augen der englischen Politiker außer auf den verbündeten und alliierten Nationen, repräsentiert aus einer Reihe von ausgehaltenen Staatsoberhäuptern ohne Thron, Staatsmännern ohne Völker und Generalen ohne Armeen, auf neuen Komplikationen zu beruhen, die sie glauben, dank ihrer hierin bewährten Geschicklichkeit hervorrufen zu können. Ein wirklicher Ahasver unter diesen Hoffnungen ist der Glaube an eine mögliche neue Entfremdung zwischen Deutschland und Rußland.

Das deutsch-russische Verhältnis ist endgültig festgelegt. Der Grund für diese Festlegung lag darin, daß, unterstützt von gewissen Kleinstaaten, England und Frankreich ununterbrochen Deutschland Eroberungsabsichten in Gebieten unterschoben, die außerhalb aller deutschen Interessen liegen. Bald hieß es, Deutschland wolle die Ukraine besetzen, dann wieder, in Finnland einmarschieren, ein anderes Mal behauptete man, Rumänien sei bedroht, ja, endlich fürchtete man sogar für die Türkei.

Ich hielt es unter diesen Umständen für richtig, vor allem mit Rußland eine nüchterne Interessenfestsetzung vorzunehmen, um für immer klar zu legen, was Deutschland glaubt für seine Zukunft als Interessengebiet ansehen zu müssen, und was umgekehrt Rußland für seine Existenz als wichtig hält. Aus dieser klaren Abgrenzung der beiderseitigen Interessengebiete erfolgte die Neuregelung des deutsch-russischen Verhältnisses. Jede Hoffnung, daß im Vollzug dessen nun eine neue deutsch-russische Spannung eintreten könnte, ist kindisch. Weder tat Deutschland einen Schritt, der es außerhalb seiner Interessengebiete geführt hätte, noch hat Rußland einen solchen getan. Die Hoffnung Englands aber, durch die Herbeiführung irgendeiner neuen europäischen Krise eine Entlastung seiner eigenen Situation erreichen zu können ist, insoweit es sich um das Verhältnis Deutschlands zu Rußland handelt, ein Trugschluß. Die britischen Staatsmänner sehen alles etwas langsamer ein, sie werden also auch das schon noch im Laufe der Zeit begreifen lernen.

Meine Abgeordneten!

Ich habe in meiner Rede am 6. Oktober die weitere Entwicklung dieses Krieges wohl richtig vorhergesagt. Ich versichere Ihnen, meine Abgeordneten, daß ich keinen Moment am Sieg zweifeln könne. Wenn man nun nicht ausgerechnet in den Niederlagen die Merkmale und Garantien des Endsieges erblickt, dann glaube ich, hat die Entwicklung – wie gesagt – mir bisher wohl recht gegeben. Trotzdem ich von dieser Entwicklung überzeugt war, hatte ich damals Frankreich und England die Hand zur Verständigung geboten. Die Antwort, die ich darauf erhielt, ist noch in Ihrer Erinnerung. Alle meine Argumente über den Unsinn einer Weiterführung dieses Kampfes, über die Sicherheit, selbst im günstigsten Fall keinen Gewinn, sondern nur Opfer zu bekommen, wurden entweder mit Spott und Hohn bedacht oder zumindest totgeschwiegen.

Ich habe Ihnen damals gleich versichert, daß ich befürchte, wegen dieses meines Friedensvorschlages sogar als Angsthase verschrien zu werden, der nicht kämpfen will, weil er nicht mehr kämpfen kann. Es ist auch genau so eingetroffen. Ich glaube nun allerdings, daß schon heute Frankreich – natürlich weniger die schuldigen Staatsmänner als das Volk – über diesen 6. Oktober anders denken wird. Welch namenloses Elend ist seitdem über dieses große Land und Volk gekommen! Ich will noch nicht einmal davon reden, was dieser Krieg den Soldaten an Schmerz zufügte. Denn über dem steht noch fast das Leid, das durch die Gewissenlosigkeit derer entstand, die Millionen von Menschen von ihrem Heim ohne jeden Grund fort trieben, nur in dem Gedanken, dadurch vielleicht der deutschen Kriegführung Schwierigkeiten bereiten zu können. Allerdings eine unverständliche Annahme. Diese Evakuierung wirkte sich am Schädlichsten für die alliierte Kriegführung aus, am Furchtbarsten aber für die dadurch betroffenen unglücklichen Opfer. Was die Herren Churchill und Reynaud mit diesen ihren Ratschlägen und Anordnungen Millionen Menschen an Leid zugefügt haben, können sie weder diesseits noch jenseits verantworten.

Das alles hätte – wie gesagt – nicht zu kommen brauchen. Denn ich habe noch im Oktober weder von Frankreich noch von England etwas anderes verlangt als nur den Frieden.

Aber die Herren Rüstungsinteressenten wollten die Fortsetzung dieses Krieges um jeden Preis, und sie haben diesen Krieg nun bekommen.

Ich bin selber zu sehr Soldat, als daß ich nicht für das Unglück einer solchen Entwicklung Verständnis hätte. Ich höre nun aus London nur ein Geschrei – es ist nicht das Geschrei der Massen, sondern der Politiker –, daß der Kampf erst recht fortgesetzt werden müsse.

Ich weiß nicht, ob diese Politiker schon die richtige Vorstellung von der kommenden Fortsetzung dieses Kampfes besitzen. Sie erklären allerdings, daß sie diesen Krieg weiterführen werden und, wenn England daran zugrunde ginge, eben von Kanada aus. Ich glaube kaum, daß dies so zu verstehen ist, daß das englische Volk nach Kanada geht, sondern es werden sich doch wohl nur die Herren Kriegsinteressenten nach Kanada zurückziehen. Das Volk wird, glaube, ich, schon in England bleiben müssen. Und es wird den Krieg in London dann sicherlich mit anderen Augen ansehen als seine sogenannten Führer in Kanada.

Glauben Sie mir, meine Abgeordneten, ich empfinde einen inneren Ekel vor dieser Sorte gewissenloser parlamentarischer Volks- und Staatenvernichter. Es tut mir fast weh, wenn mich das Schicksal dazu ausersehen hat, das zu stoßen, was durch diese Menschen zum Fallen gebracht wird; denn meine Absicht war es nicht, Kriege zu führen, sondern einen neuen Sozialstaat von höchster Kultur aufzubauen. Jedes Jahr dieses Krieges raubt mich dieser Arbeit. Und die Ursachen dieses Raubes sind lächerliche Nullen, die man höchstens als politische Fabrikware der Natur bezeichnen kann, sofern sie nicht ihre käufliche Schlechtigkeit zu etwas Besonderem stempelt.

Mister Churchill hat es soeben wieder erklärt, daß er den Krieg will. Er hat nun vor etwa sechs Wochen mit dem Krieg in dem Raum begonnen, in dem er anscheinend glaubt, wohl besonders stark zu sein, nämlich dem Luftkrieg gegen die Zivilbevölkerung, allerdings unter dem vorgeschobenen Motto, gegen sogenannte kriegswichtige Einrichtungen. Diese Einrichtungen sind seit Freiburg offene Städte, Marktflecken und Bauerndörfer, Wohnhäuser, Lazarette, Schulen, Kindergärten und was sonst noch alles getroffen wird. Ich habe bisher darauf kaum antworten lassen. Aber das soll nun nicht bedeuten, daß dies die einzige Antwort ist oder bleiben wird.

Ich bin mir nun darüber im Klaren, daß aus dieser unserer einmal kommenden Antwort, namenloses Leid und Unglück über die Menschen hereinbrechen wird. Natürlich nicht über Herrn Churchill, denn er wird ja dann sicherlich in Kanada sitzen, dort, wohin man ja das Vermögen und die Kinder der vornehmsten Kriegsinteressenten schon gebracht hat. Aber es wird für Millionen andere Menschen ein großes Leid entstehen. Und Herr Churchill sollte mir dieses Mal vielleicht ausnahmsweise glauben, wenn ich als Prophet jetzt folgendes ausspreche: Es wird dadurch ein großes Weltreich zerstört werden, ein Weltreich, das zu vernichten oder auch nur zu schädigen, niemals meine Absicht war. Allein ich bin mir darüber im Klaren, daß die Fortführung dieses Kampfes nur mit der vollständigen Zertrümmerung des einen der beiden Kämpfenden enden wird. Mister Churchill mag glauben, daß dies Deutschland ist. Ich weiß, es wird England sein.

In dieser Stunde fühle ich mich verpflichtet, vor meinem Gewissen noch einmal einen Appell an die Vernunft, auch in England zu richten. Ich glaube dies tun zu können, weil ich ja nicht als Besiegter um etwas bitte, sondern als Sieger nur für die Vernunft spreche. Ich sehe keinen Grund, der zur Fortführung dieses Kampfes zwingen könnte.

Ich bedauere die Opfer, die er fordern wird. Auch meinem eigenen Volk möchte ich sie ersparen. Ich weiß, daß Millionen deutsche Männer und Jünglinge bei dem Gedanken glühen, sich endlich mit dem Feind auseinandersetzen zu können, der ohne jeden Grund uns zum zweiten mal den Krieg erklärte.

Allein ich weiß auch, daß zu Hause viele Frauen und Mütter sind, die trotz höchster Bereitwilligkeit, auch das Letzte zu opfern, doch mit ihrem Herzen an diesem Leben hängen.

Herr Churchill mag nun diese meine Erklärung wieder abtun mit dem Geschrei, daß dies nur die Ausgeburt meiner Angst sei und meines Zweifels am Endsieg. Ich habe dann eben jedenfalls mein Gewissen erleichtert gegenüber den kommenden Dingen.

Abgeordnete! Männer des Deutschen Reichstags!

Im Rückblick auf die hinter uns liegenden zehn Monate werden wir wohl alle von der Gnade der Vorsehung bezwungen, die uns das große Werk gelingen ließ. Sie hat unsere Entschlüsse gesegnet und uns auf den schweren Wegen begleitet. Ich selbst bin ergriffen von dem Bewußtsein der mir von ihr erteilten Bestimmung, meinem Volk die Freiheit und Ehre wiedergegeben zu haben. Die Schande, die vor 22 Jahren im Wald von Compiègne ihren Ausgang nahm, ist an dieser gleichen Stelle für immer gelöscht. Ich habe nun heute die Männer vor der Geschichte genannt, die es mir ermöglichten, das große Werk zu vollbringen. Sie alle haben ihr Höchstes geleistet, ihre Fähigkeit und ihren Fleiß dem deutschen Volke geweiht. Ich will nun schließen mit der Erwähnung jener Namenlosen, die nicht weniger ihre Pflicht erfüllten, die millionenfach Leib und Leben einsetzen und zu jeder Stunde bereit waren, als brave deutsche Offiziere und Soldaten für ihr Volk das letzte Opfer zu bringen, das ein Mann zu geben hat. Viele von ihnen liegen nun gebettet an der Seite der Gräber, in denen schon ihre Väter aus dem großen Kriege ruhen. Sie sind Zeugen eines stillen Heldentums. Sie sind das Symbol für jene Hunderttausende von Musketieren, Panzerjägern und Panzerschützen, Pionieren und Artilleristen, Soldaten der Marine und der Luftwaffe, Männer der Waffen-SS und all die anderen Kämpfer, die im Kampf der deutschen Wehrmacht eingetreten sind, für die Freiheit und Zukunft unseres Volkes und für die ewige Größe des nationalsozialistischen Großdeutschen Reiches.

Deutschland Sieg Heil!

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Quelle: Der großdeutsche Freiheitskampf: Reden Adolf Hitlers

Hier die Rede zum Anhören:

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Die rote Antwort auf den Stahlhelmbund – Der Rote Frontkämpferbund

Der Rote Frontkämpferbund (RFB) war eine paramilitärische Vereinigung der KPD während der Weimarer Republik.

Pfingsttreffen der Rot-Front-Kämpfer im Berliner Lustgarten 1928

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Gegründet wurde die Vereinigung am 18. Juli 1924, die Mitglieder des Wehrverbands waren uniformiert. Als Antwort auf den Stahlhelmbund und die linksextreme Vereinigung Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold gedacht, wurde der Rote Frontkämpferbund zu einem Instrument der Moskau-Fraktion innerhalb der KPD, deren Vorsitzender Ernst Thälmann war.

Nach dem Blutmai 1929, bei dem mehr als 30 Menschen von Kommunisten ermordet wurden, wurde die Vereinigung wegen ihrer Gewalttätigkeit und Verfassungsfeindlichkeit verboten.

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Quelle: Metapedia

Der Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten

Der Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten war ein paramilitärischer Verband, der während der Umsturztage gegen Ende des Ersten Weltkrieges in Magdeburg von Franz Seldte, dem Führer einer Maschinengewehrkompanie, gegründet wurde.

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Geschichte

Schon Anfang des Ersten Weltkrieges dachte Franz Seldte daran, alle Kriegskameraden nach Beendigung des Feldzuges in einer Organisation zusammenzufassen. Als er gegen Ende des Krieges zufällig im Urlaub in Magdeburg war, brach die Novemberrevolte aus. Bereits am 13. November 1918 stellte Seldte daraufhin einige kurze Grundrichtlinien für eine Frontkämpfervereinung auf und versuchte damit einige Kameraden für sein Vorhaben zu gewinnen. Ein Jahr später, am 13. September 1919, wurde dann „Der Stahlhelm“ gegründet.

Politische Ausrichtung

Der Stahlhelm lehnte jede parteipolitische Festlegung ab, dem Geist seiner Mitglieder entsprechend stellte sich der Bund aber stets gegen Linksrevolutionäre und Internationalisten. Erst ab 1931 suchte der Stahlhelm parteipolitische Annäherung und trat der Harzburger Front bei. Bei den Präsidentschaftswahlen 1932 stellte der Stahlhelm mit Theodor Duesterberg einen eigenen Kandidaten auf.

Aktionen

Die ersten Aktionen des Stahlhelms setzten während des Spartakusaufstandes ein. Gut ausgerüstet und hoch diszipliniert schützten Wachen des Stahlhelms öffentliches und privates Eigentum. Als im August 1919 auf Veranlassung des Reichswehrministeriums das Magdeburger Zeitfreiwilligenbataillon gegründet wurde, stellte der Stahlhelm vier Kompanien einschließlich deren Führer.

Der Stahlhelm, Ringkragen, Ortsgruppe Glatz-Gesamtansicht

Verbot

Nach dem Attentat an Walter Rathenau wurde auch der Stahlhelm im Zuge des Republikschutzgesetzes 1922 in Preußen und anderen Bundesstaaten verboten. Am 26. Januar 1923 hob der Staatsgerichtshof das Verbot wieder auf.

Der Stahlhelm, Ringkragen, Ortsgruppe Glatz

Mitglieder

In seiner Blütezeit (1927–28) hatte der Bund nach eigenen Angaben 1 Million Anhänger, die sich in 26 Landesverbänden und 7.000 Ortsgruppen versammelten. Der Stahlhelm war somit der größte paramilitärische Verband der Weimarer Republik.

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Gliederung

Bis in den November 1929 gliederte sich der Stahlhelm in drei Kategorien. Danach fiel der „Ringstahlhelm“ weg.

Kernstahlhelm

Mitglied des Kernstahl konnte jeder „deutschstämmige Frontsoldat werden, der nachweislich mindestens sechs Monate im feindlichen Feuer gestanden hat“. Die Bedingungen wurden durch besondere Richtlinien, z.B. für Marine- und Freikorpsangehörige, erweitert. So durften z.B. Freikorpskämpfer nicht gegen „deutsche Volksgenossen“ (z. B. Kommunisten usw.) gekämpft haben.

Ringstahlhelm

Dem Ringstahlhelm gehörten die Jungmannen an, die mindestens zwei Jahre im Jungstahlhelm tätig waren, wenn sie 21 Jahre als waren. Wer aus Altersgründen oder anderen anzuerkennenden Gründen nicht mindestens sechs Monate an der Front gekämpft hatte, die Grundsätze und Ziele des Bundes aber unterstützte, konnte – sofern man deutschstämmig war – Antrag auf Aufnahme in den Ringstahlhelm stellen.

Jungstahlhelm

Der Jungstahlhelm war die Jungendorganistation des Stahlhelms.

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Publikationen

Das Zentralorgan Der Stahlhelm erschien zuerst als Halbmonatsschrift, ab 1924 als Wochenzeitung. Die Auflage überschritt Mitte der 1920er Jahre deutlich 100.000, fiel danach aber auf unter 100.000 zurück. Neben kleineren Organen für Studenten und Monatsbriefen für Stahlhelmführer erschien in den Jahren 1925/26 Die Standarte mit dem Untertitel Beiträge zur geistigen Vertiefung des Frontgedankens. Nichtamtliche Führerbeilage zum Stahlhelm. Sie wurde in den Jahren 1926 bis 1929 mit dem neuen Zusatz Wochenschrift des neuen Nationalismus von Ernst Jünger, Franz Schauwecker und anderen herausgegeben.

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Auflösung

Nach dem Wahlsieg der NSDAP kam es zu gezielten Unterwanderungsversuchen des Bundes durch Kommunisten und Sozialdemokraten, die diesen für ihre eigenen Interessen im Sinne einer Destabilisierung der Regierung missbrauchen wollten. Zur Gewährleistung der inneren Sicherheit wurde der Bund im März 1933 deshalb für aufgelöst erklärt.

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Der Bund nach 1945

Im Jahre 1951 wurde der „Stahlhelm“ in Köln als eingetragener Verein neu gegründet. An der Neugründung beteiligte sich auch der ehemalige Generalfeldmarschall Albert Kesselring. Deutsche Patrioten knüpfen bis heute auch an die vaterländische Ideologie des „Stahlhelm“ an, der sich später in „Der Stahlhelm e. V. – Bund der Frontsoldaten – Kampfbund für Europa“ umbenannte und eine Zeit lang seinen Hauptsitz im niedersächsischen Jork hatte. Manche der Landesverbände des Vereins haben sich 2011 selbst aufgelöst.

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Quelle: Metapedia

Adolf Hitlers Rede vom 18. Juli 1937 zur Eröffnung der ersten “Großen Deutschen Kunstausstellung”

Am 18. Juli 1937 eröffnete Adolf Hitler die erste „Große Deutsche Kunstausstellung” im von Paul Ludwig Troost entworfenen “Haus der Deutschen Kunst” zu München und hielt aus diesem Anlass eine programmatische Rede, in der er sich kritisch mit der sogenannten “modernen Kunst” – insbesondere Kubismus, Dadaismus, Futurismus und Impressionismus – auseinandersetzt.

Teile dieser Rede sind heute aktueller denn je, was neben ihrer Unbrauchbarkeit zur politisch korrekten “Vergangenheitsbewältigung” (Umerziehung) mit ein Grund dafür sein mag, dass ihr Wortlaut allenthalben verschwiegen wird.

Eröffnungsrede des Führers am 18. Juli 1937 zur Großen Deutschen Kunstausstellung in München; hinter ihm steht Gauleiter Adolf Wagner

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Als vor vier Jahren die feierliche Grundsteinlegung dieses Baues stattfand, waren wir uns alle bewußt, daß nicht nur der Stein für ein neues Haus gesetzt, sondern der Grund gelegt werden mußte für eine neue und wahre deutsche Kunst. Es galt, eine Wende herbeizuführen in der Entwicklung des gesamten deutschen kulturellen Schaffens.

Vielen war es schwer gefallen, das Wort „Münchener Glaspalast“ zu verlieren und diesem Neubau auch einen neuen Namen zu geben. Trotzdem fanden wir es damals für richtig, das Haus, das in seinen Räumen die Fortsetzung jener einst berühmtesten deutschen Kunstausstellung erfahren sollte, nicht als neuen Glaspalast, sondern als das „Haus der Deutschen Kunst“ zu proklamieren. Denn gerade dadurch war auch die Frage, ob es denn noch überhaupt eine deutsche Kunst gebe, zu prüfen und zu beantworten.

Der Zusammenbruch und allgemeine Verfall Deutschlands war – wie wir wissen – nicht nur ein wirtschaftlicher oder politischer, sondern ein in vielleicht noch viel größerem Ausmaße kultureller gewesen. Dabei war auch dieser Vorgang nicht durch die Tatsache des verlorenen Krieges allein zu erklären. Solche Katastrophen haben Völker und Staaten sehr oft heimgesucht, und gerade sie sind dann nicht selten der Ansporn für ihre Läuterung und damit innere Erhebung gewesen. Jene Flut von Schlamm und Unrat, die aber das Jahr 1918 an die Oberfläche unseres Lebens gespien hatte, war nicht durch den Verlust des Krieges entstanden, sondern durch ihn nur frei geworden. Ein an sich schon durch und durch verdorbener Körper erfuhr erst durch die Niederlage den ganzen Umfang seiner inneren Zersetzung. Nun, nach dem Zusammenbruch der scheinbar noch in Ordnung befindlichen früheren gesellschaftlichen, staatlichen und kulturellen Formen, begann die darunter schon längst vorhanden gewesene Gemeinheit zu triumphieren, und zwar auf allen Gebieten unseres Lebens.

Freilich, der wirtschaftliche Verfall war naturgemäß am fühlbarsten, weil nur er der großen Masse am eindringlichsten zum Bewußtsein kommen konnte. Ihm gegenüber wurde der politische Zusammenbruch von zahlreichen Deutschen entweder glatt abgestritten oder zumindest nicht anerkannt, während der kulturelle von der überwiegenden Mehrheit unseres Volkes weder gesehen noch verstanden wurde.

Es ist bemerkenswert, daß in dieser Zeit des allgemeinen Verfalls und Zusammenbruchs die Schlagworte und Phrasen in eben demselben Ausmaße steigend zu triumphieren begannen. Allein auch hier war es natürlich am schwierigsten, auf die Dauer gegen den allgemein fühlbaren wirtschaftlichen Zusammenbruch mit dem Schwulst blasser Theorien anzukämpfen. Gewiß, es wurde auch dagegen unendlich viel geredet von modernen Errungenschaften sozialistischen oder kommunistischen Inhalts, von liberalen Wirtschaftsauffassungen, von den ewigen Gesetzen nationalökonomischer Tatsachen oder Bedingtheiten. Allein, die allgemeine Not, besonders das durch die Erwerbslosigkeit millionenfach bedingte Elend, waren damit nicht wegzubringen, noch waren den davon Betroffenen die Folgen auszureden. Daher gelang es auch, den wirtschaftlichen Zusammenbruch der Nation viel schwerer durch Schlagwörter oder Phrasen zu verbergen, als den politischen.

Hier vermochten es wenigstens eine gewisse Zeit lang die der November-Republik bei ihrer Geburt mit auf den Weg gegebenen demokratischen und marxistischen Redensarten sowie fortgesetzte Hinweise auf die verschiedenen Faktoren der internationalen Solidarität, auf die Wirksamkeit internationaler Institutionen usw. dem deutschen Volke das Verständnis über den beispiellosen politischen Zusammenbruch und Verfall zu trüben oder wenigstens seine Einsicht in das volle Ausmaß dieser Katastrophe zu behindern.

Dennoch war auch hier auf die Dauer – allerdings nur dank der nationalsozialistischen Aufklärung – das Schlagwort der Wucht der Tatsachen erlegen. Immer mehr Menschen erkannten, daß die durch die marxistisch-parlamentarische Demokratie und Zentrumswirtschaft erreichte und sich dauernd steigernde weltanschauliche und politische Zersplitterung zu einer allmählichen Auflösung des einheitlichen Volksgefühls und damit der Volksgemeinschaft und infolgedessen zur Lähmung der inneren und äußeren Lebenskraft unseres Volkes führen mußte. Diese eintretende Schwächung des deutschen Volkskörpers aber führte zu jener internationalen Rechtlosigkeit, die ihren außenpolitischen Lohn in der konstanten Verweigerung der deutschen Gleichberechtigung fand. Es ist nur dem Glauben an die Vergeßlichkeit der Menschen zuzuschreiben, wenn heute von Seiten ausländischer Politiker oder Diplomaten sehr oft der Eindruck zu erwecken versucht wird, als ob man ja sehr gern bereit sein würde, einem demokratischen, sprich also: marxistisch-demokratisch-parlamentarisch regierten Deutschland weiß Gott was für Lebensvorteile auf dieser Welt schenken oder wenigstens gewähren zu wollen. Nun, diese parlamentarisch-demokratische, dem Ausland abgesehene und nachkopierte Regierungsform hat es vor wenigen Jahren nicht im Geringsten verhindert, gerade dieses damalige Deutschland zu unterdrücken, zu erpressen und auszuplündern, solange und soweit es von unserem Volk etwas zu erpressen gab.

Nein: So sehr sich auch aus verständlichen Gründen unsere inneren und äußeren Gegner bemühten, die deutsche Ohnmacht mit einem förmlichen Dunst international üblicher Phrasen zu umschleiern, so sehr hat doch die Härte der Tatsachen geholfen, das deutsche Volk zu erziehen und ihm die Augen zu öffnen über das Ausmaß seines Zusammenbruchs und Verfalls, den es unter den Auspizien seiner westlich orientierten demokratischen Völkerbundsideologen erlitten hatte. Viel erfolgreicher und vor allem anhaltender war demgegenüber die durch Schlagwort und Phrase erreichte Verwirrung der Ansichten über das Wesen der Kultur im Allgemeinen und des deutschen Kulturlebens und Kulturverfalls im Besonderen.

Zunächst ist

  1. der Kreis derer, die sich bewußt mit kulturellen Dingen befassen, natürlich nicht annähernd so groß wie die Zahl jener, die sich mit wirtschaftlichen Aufgaben beschäftigen müssen;
  2. hatte sich auf diesem Gebiet mehr wie auf jedem anderen das Judentum jener Mittel und Einrichtungen bemächtigt, die die öffentliche Meinung formen und diese damit letzten Endes regieren. Das Judentum verstand es besonders unter Ausnützung seiner Stellung in der Presse, mit Hilfe der sogenannten Kunstkritik nicht nur die natürlichen Auffassungen über das Wesen und die Aufgaben der Kunst sowie deren Zweck allmählich zu verwirren, sondern überhaupt das allgemeine gesunde Empfinden auf diesem Gebiete zu zerstören.

An Stelle des normalen Menschenverstandes und Instinktes traten bestimmte Schlagworte, die dank ihrer dauernden Wiederholung langsam eben doch einen großen Teil der sich mit Kunstdingen beschäftigenden oder die Kunstaufgaben beurteilenden Menschen entweder unsicher machten oder zumindest so einschüchterten, daß es diese dann nicht mehr wagten, gegen den dauernden Strom solcher Phrasenflüsse ernstlich und offen anzukämpfen. Angefangen von Behauptungen allgemeiner Art wie zum Beispiel der, daß die Kunst international sei, bis zu den Analysierungen des Kunstschaffens durch bestimmte im Grunde genommen aber nichtssagende Ausdrücke, bewegte sich der fortgesetzte Versuch der Verwirrung des gesunden Menschenverstandes und Instinktes. Indem man die Kunst einerseits nur als ein internationales Gemeinschaftserlebnis ausgab und damit überhaupt jedes Verständnis für ihre Volksverbundenheit tötete, verband man sie dafür desto mehr mit der Zeit, d. h. also: Es gab nun gar keine Kunst der Völker oder besser der Rassen mehr, sondern nur jeweils eine Kunst der Zeiten. Nach dieser Theorie haben damit auch nicht die Griechen die griechische Kunst geformt, sondern eine bestimmte Zeit hat sie als deren Ausdruck entstehen lassen. Dasselbe gilt natürlich ebenso von der römischen, die ebenfalls dann nur zufälligerweise mit dem Emporstieg des römischen Weltreiches zusammenfiel. Ebenso sind auch die späteren Kunstepochen der Menschheit nicht durch Araber, Deutsche, Italiener, Franzosen usw. geschaffen worden, sondern desgleichen nur zeitbedingte Erscheinungen. Daher gibt es auch heute keine deutsche, keine französische, japanische oder chinesische Kunst, sondern es gibt einfach eine „moderne“. Demnach ist also die Kunst als solche nicht nur vollkommen losgelöst von volklichen Ausgängen, sondern der Ausdruck eines bestimmten Jahrganges, der heute mit dem Wort „modern“ gekennzeichnet ist und mithin morgen natürlich unmodern, weil veraltet sein wird.

Durch eine solche Theorie wird dann allerdings die Kunst und Kunstbetätigung endgültig gleichgesetzt dem Handwerk unserer modernen Schneidereien und Modeateliers. Und zwar nach dem Grundsatz: Jedes Jahr mal was anderes. Einmal Impressionismus, dann Futurismus, Kubismus, vielleicht aber auch Dadaismus usw. Es ist dann weiter klar, daß man selbst für die verrücktesten Ausgeburten tausend sie kennzeichnende Ausdrücke finden wird – und ja auch gefunden hat. Wenn es auf der einen Seite nicht so traurig wäre, könnte es fast lustig wirken, einmal festzustellen, mit wieviel Schlagwörtern und Phrasen die sogenannten „Kunstbeflissenen“ in den letzten Jahren ihre jammervollen Produkte ausgeschrieben und gedeutet haben.

Traurig war es aber zu erleben, wie durch diese Schlagwörter und Blödeleien allmählich eben doch nicht nur ein Gefühl der allgemeinen Unsicherheit in der Beurteilung künstlerischer Leistungen oder Bestrebungen aufkam, sondern wie dies mithalf, jene Feigheit und Angst groß zu züchten, die selbst ansonsten verständige Menschen hinderte, gegen diesen Kulturbolschewismus Stellung zu nehmen bzw. sich den niederträchtigen Propagandisten dieser kulturlosen Narreteien zu widersetzen. Daß sich die Presse in den Dienst der Propaganda für diese Vergiftung unseres gesunden Kultur- und Kunstempfindens stellte, habe ich schon erwähnt. Daß sie es aber fertig brachte, die Einsicht ihrer Leser allmählich so zu verderben, daß diese teils aus Unsicherheit, teils aber auch aus Feigheit einfach nicht mehr wagten, dieser Art von Kulturverderben entgegenzutreten, war das Entscheidende. Denn jetzt erst konnte es den geschäftstüchtigen jüdischen Kunsthändlern gelingen, die größten Schmieragen von heute auf morgen einfach als die Schöpfungen einer neuen und damit modernen Kunst zu offerieren und vor allem zu taxieren, während man umgekehrt hochgeschätzte Werke kurzerhand abtat und ihre Meister als unmodern einfach zur Strecke brachte. Denn in diesem Wort „modern“ liegt naturgemäß die Vernichtung all jener, die diesen Unsinn nicht mitmachen wollen, begründet. Und so, wie man leider heute die Kleider nicht beurteilt nach ihrer Schönheit, sondern nur nach ihrer Modernität und somit nicht nach ihrem eigentlichen Schönheitswert, so werden denn auch alte Meister einfach abgelegt, weil es nicht mehr modern war, sie zu tragen, beziehungsweise von ihnen zu kaufen.

Natürlich wird sich gegen eine solche Auffassung der wirkliche große Künstler wenden. Allein wieviel wahre und große Künstler hat es zu allen Zeiten auf der Welt auf einmal gegeben?

Die wahrhaft großen Genies, die uns aus der Vergangenheit überliefert sind, waren in ihrer Zeit auch nur einzelne Auserwählte gewesen unter unzähligen Berufenen. Diese wenigen allerdings würden aus dem Gefühl ihres eigenen Wertes heraus immer protestiert haben – so wie sie es heute tun – gegen die Begriffe „modern“ oder „nicht modern“.

Denn die wahre Kunst ist und bleibt in ihren Leistungen immer eine ewige, d. h. sie unterliegt nicht dem Gesetz der saisonmäßigen Bewertung der Leistungen eines Schneiderateliers. Ihre Würdigung verdient sie sich als eine aus dem tiefsten Wesen eines Volkes entstammende unsterbliche Offenbarung. Es ist aber natürlich verständlich und begreiflich, wenn gegenüber diesen Riesen, die als die wirklichen Schöpfer und Träger einer höheren menschlichen Kultur anzusehen sind, die kleineren Geister ganz zufrieden aufatmen, wenn man sie von der drückenden Ewigkeit dieser Titanen befreit und ihren Werken wenigstens jene Augenblicksbedeutung schenkt, die von der Gegenwart zugebilligt wird. Was in seinen Leistungen nun einmal nicht für Ewigkeiten bestimmt ist, redet auch nicht gern von Ewigkeiten, es wünscht im Gegenteil diese aus der Vergangenheit in die Zukunft reichenden Riesen der Mitwelt möglichst zu verdunkeln, um selbst – wenn auch als schwaches Flämmchen – von den suchenden Zeitgenossen entdeckt zu werden.

Dieses leichte Kunstschmierantentum allerdings ist wirklich im höchsten Falle nur ein Zeiterlebnis. Gestern noch nicht gewesen, heute modern und übermorgen vergessen! Und gerade diese kleinsten Kunstproduzenten waren beglückt von der jüdischen Entdeckung der Zeitgebundenheit der Kunst. Denn wenn sie schon als Ewigkeitserscheinungen mangels jeder Berufung keine Aussicht hatten, zu bestehen, dann aber dadurch wenigstens als Gegenwartserlebnis. Was war dabei nun natürlicher, als daß gerade diese Sorte kleiner Gegenwartskunstfabrikanten sogar noch auf das eifrigste mithalf, um

  1. den Glauben an die volkliche Gebundenheit und damit an die zeitliche Unvergänglichkeit eines Kunstwerkes zu beseitigen, um so
  2. dem eigenen Kunstwerke den Vergleich mit den Leistungen der Vergangenheit zu ersparen und es als daseinsberechtigt wenigstens der Gegenwart aufoktroyieren zu können.

Die Novemberzeit tat dann noch das Übrige, um im Sinne der beabsichtigten Zersetzung diese kleinsten Kunstlibellen an Akademien und Galerien zu berufen, um nun auch dafür zu sorgen, daß der Nachwuchs eines ähnlichen, d. h. ebenfalls kleinsten Formats blieb. Denn so wenig diese Geister selbst sind, so groß aber ist ihre Abneigung nicht nur gegenüber dem Schaffen der Großen der Vergangenheit, sondern auch gegenüber jedem Format der Zukunft. Daher sind auch gerade diese Kunstzwerge, die selbst die größte Toleranz beanspruchen bei der Beurteilung ihrer eigenen Erzeugnisse, von größter Intoleranz in der Würdigung der Arbeiten anderer, und zwar nicht nur solcher aus der Vergangenheit, sondern auch von Künstlern der Gegenwart. Genau wie in der Politik, gab es auch hier eine Verschwörung des Unzulänglichen und Minderwertigen gegen das bessere Vergangene und das befürchtete bessere Gegenwärtige oder auch nur geahnt bessere Zukünftige.

So wenig nun diese Kunstmißhandler an positivem Können aufzuweisen haben, so groß ist dafür das gut einstudierte Lexikon von Schlagwörtern und Phrasen. Ja, darin wissen sie Bescheid. Kein Kunstwerk ohne eine genaue gedruckte Deutung eines sonst unverständlichen Sinnes. Dabei kam diesen kläglichen Kunstschwadroneuren immer wieder die Feigheit unseres sogenannten besitzenden Bürgertums zugute und nicht minder die Unsicherheit jener, die, weil kurz und schmerzlos reich geworden, viel zu ungebildet sind, um überhaupt Kunstwerke beurteilen zu können. Und die gerade deshalb am meisten unter der Angst leiden, auf diesem Gebiet einen Fehlgriff zu tun und dadurch in ihrer Ungebildetheit plötzlich entlarvt zu werden. Es gab daher für diese Art von Kunstproduzenten und Kunstvertreibern gar nichts Besseres, als sich gegenseitig in die Hände zu spielen und von vornherein alle jene als „ungebildete Banausen“ zu bezeichnen, die dieses Spiel durchschauten oder sonst nicht mitmachen wollten. Gegenüber dem Emporkömmling aber war es das sicherste Mittel, ein vielleicht doch noch in einem Instinkt schlummerndes Abwehrgefühl zu töten, indem man erstens gleich von vornherein betonte, daß das in Frage kommende Kunstwerk schwer verständlich und daß zweitens sein Preis dafür und eben deshalb sehr hoch wäre. Denn von dieser Art reichgewordener Kunstkenner will sich keiner aus begreiflichen Gründen nachweisen lassen, daß er etwa kein Kunstverständnis besitze oder etwa nicht das genügende Geld, um sich so etwas zu erwerben. Ja, man kann fast sagen, daß bei dieser Sorte von Käufern die Höhe des geforderten Preises sehr oft als der beste Beweis für die Güte der Ware angesehen wurde. Und wenn die Anpreisung eines solchen Unsinns außerdem noch unverständliche Phrasen begleiten, dann ist es um so leichter, das dafür geforderte Geld auszulegen, als man ja dabei immer noch der stillen Hoffnung sein kann, daß das von einem selbst nicht Verstandene von dem im Auge gehabten Nachbarn erst recht nicht begriffen werden dürfte, so daß dem Käufer am Ende auf alle Fälle wenigstens die Genugtuung bleibt, einen ganz klaren Vorsprung auch an modernem Kunstverständnis vor seinem lieben wirtschaftlichen Konkurrenten zu besitzen. Immerhin konnte man selbst jedenfalls nicht in den Verdacht kommen, so eine Sache nicht zu verstehen.

Im Gegenteil: Weil die Sache an sich ja unverständlich ist, wie bemerkenswert die Persönlichkeit, die durch eine solche Haltung es beweist, gottlob immer noch zu jenen zu gehören, die selbst mit derartigen schwersten Problemen geistig fertig zu werden vermögen! Ja, unsere Juden haben ihre bürgerlichen Pappenheimer nur zu gut gekannt, und die mit ihnen marschierenden modernen Kunstdeuter erkannten ebenfalls nur zu schnell, was da los war!

Ich möchte daher an dieser Stelle heute folgende Feststellung treffen: Bis zum Machtantritt des Nationalsozialismus hat es in Deutschland eine sogenannte „moderne“ Kunst gegeben, d. h. also, wie es schon im Wesen dieses Wortes liegt, fast jedes Jahr eine andere. Das nationalsozialistische Deutschland aber will wieder eine „deutsche Kunst“, und diese soll und wird wie alle schöpferischen Werte eines Volkes eine ewige sein. Entbehrt sie aber eines solchen Ewigkeitswertes für unser Volk, dann ist sie auch heute ohne höheren Wert.

Als daher der Grundstein für dieses Haus gelegt wurde, sollte damit der Bau eines Tempels beginnen nicht für eine sogenannte moderne – sondern für eine wahre und ewige deutsche Kunst, d. h. noch besser: Ein Haus für die Kunst des deutschen Volkes und nicht für irgendeine internationale Kunst der Jahre 1937, 40, 50 oder 60. Denn in der Zeit liegt keine Kunst begründet, sondern nur in den Völkern. Es hat daher auch der Künstler nicht so sehr einer Zeit ein Denkmal zu setzen, sondern seinem Volke. Denn die Zeit ist etwas Wandelbares, die Jahre kommen und sie vergehen. Was nur aus einer bestimmten Zeit heraus allein leben würde, müßte mit ihr vergänglich sein. Dieser Vergänglichkeit aber würde nicht nur das verfallen, was vor uns entstanden ist, sondern auch das, was heute entsteht oder erst in der Zukunft seine Gestaltung erhält.

Wir Nationalsozialisten kennen aber nur eine Vergänglichkeit, das ist die Vergänglichkeit des Volkes selbst. Ihre Ursachen sind uns bekannt. Solange aber ein Volk besteht, ist es in der Flucht der Erscheinungen der ruhende Pol. Es ist das Seiende und das Bleibende. Und damit ist auch die Kunst, als dieses Seienden Wesensausdruck, ein ewiges Denkmal, selbst seiend und bleibend.

Und es gibt daher auch keinen Maßstab von gestern und heute, von modern und unmodern, sondern es gibt nur einen Maßstab von „wertvoll“ und damit von „ewig“ oder „vergänglich“. Und diese Ewigkeit liegt gefaßt im Leben der Völker, solange also diese selbst ewig sind, d. h. bestehen.

Ich will daher, wenn ich von deutscher Kunst rede – wofür dieses Haus gebaut wurde –, den Maßstab im deutschen Volke, in seinem Wesen und Leben, seinem Gefühl, seinen Empfindungen und ihre Entwicklung in seiner Entwicklung sehen. Es liegt daher in den Maßen seines Daseins auch der Maßstab für den Wert oder Unwert unseres kulturellen Lebens und damit unseres künstlerischen Schaffens.

Aus der Geschichte der Entwicklung unseres Volkes wissen wir, daß es sich aus einer Anzahl mehr oder weniger unterschiedlicher Rassen zusammensetzt, die im Laufe von Jahrtausenden dank dem gestaltenden Einfluß eines bestimmten überragenden Rassenkernes jene Mischung ergaben, die wir heute in unserem Volke vor uns sehen.

Diese einst volksbildende und damit auch heute noch gestaltende Kraft liegt auch hier in demselben arischen Menschentum, das wir nicht nur als den Träger unserer eigenen, sondern auch der vor uns liegenden antiken Kulturen erkennen.

Diese Art der Zusammensetzung unseres Volkstums bedingt die Vielgestaltigkeit unserer eigenen kulturellen Entwicklung ebensowohl wie die sich daraus ergebende natürliche Verwandtschaft mit den Völkern und Kulturen der gleichgearteten Rassenkerne in der anderen europäischen Völkerfamilie.

Trotzdem aber wollen wir, die wir im deutschen Volk das sich allmählich herausbildende Endresultat dieser geschichtlichen Entwicklung sehen, uns eine Kunst wünschen, die auch in ihr immer mehr der Vereinheitlichung dieses Rassengefüges Rechnung trägt und damit einen einheitlich geschlossenen Zug annimmt.

Es ist oft die Frage gestellt worden, was denn nun „deutsch sein“ eigentlich heiße. Unter allen Definitionen, die in Jahrhunderten und von vielen Männern darüber aufgestellt worden sind, scheint mir jene wohl am würdigsten zu sein, die es überhaupt nicht versucht, in erster Linie eine Erklärung abzugeben als vielmehr ein Gesetz aufzustellen. Das schönste Gesetz aber, das ich mir für mein Volk auf dieser Welt als Aufgabe seines Lebens vorzustellen vermag, hat schon ein großer Deutscher einst ausgesprochen: „Deutsch sein, heißt klar sein.“ Das aber würde besagen, daß deutsch sein damit logisch und vor allem auch wahr sein heißt. Ein herrliches Gesetz, das allerdings auch jeden einzelnen verpflichtet, ihm zu dienen und es damit zu erfüllen. Aus diesem Gesetz heraus finden wir dann auch einen allgemein gültigen Maßstab für das richtige, weil dem Lebensgesetz unseres Volkes entsprechende Wesen unserer Kunst.

Die tiefinnere Sehnsucht nun nach einer solchen wahren deutschen Kunst, die in sich die Züge dieses Gesetzes der Klarheit trägt, hat in unserem Volke immer gelebt. Sie hat unsere großen Maler, unsere Bildhauer, die Gestalter unserer Architekturen, unsere Denker und Dichter, und am allerhöchsten wohl unsere Musiker erfüllt. Als an jenem unglücklichen 6. Juni 1931 der alte Glaspalast in Feuer und Flammen aufging, da verbrannte in ihm ein unsterblicher Schatz einer so wahrhaften deutschen Kunst. Romantiker hießen sie und waren dabei doch nur die schönsten Vertreter jenes deutschen Suchens nach der wirklichen und wahrhaften Art unseres Volkes und nach einem aufrichtigen und anständigen Ausdruck dieses innerlich geahnten Lebensgesetzes.

Denn nicht nur die gewählten Stoffe der Darstellung waren dabei für ihre Charakteristik des deutschen Wesens entscheidend, sondern ebensosehr die klare und einfache Art der Wiedergabe dieser Empfindungen.

Und es ist daher auch kein Zufall, daß gerade diese Meister dem deutschesten und damit natürlichsten Teil unseres Volkes am allernächsten standen.

Diese Meister waren und sind unsterblich, selbst heute, da viele ihrer Werke im Original nicht mehr leben, sondern höchstens noch in Kopien oder Reproduktionen erhalten sind. Wie weit entfernt war aber auch das Wirken und Arbeiten dieser Männer gewesen von jenem erbärmlichen Marktbetriebe vieler unserer sogenannten modernen „Kunstschaffenden“, d. h. ihren unnatürlichen Schmierereien und Klecksereien, die nur durch eine ebenso charakter- wie gewissenlose Literatentätigkeit gezüchtet, protegiert oder gutgeheißen werden konnten, dem deutschen Volk aber in seinem gesunden Instinkt ohnehin immer vollkommen fremd geblieben, ja als ein Greuel erschienen waren. Unsere deutschen Romantiker von einst dachten nicht im Geringsten daran, etwa alt oder gar modern zu sein oder sein zu wollen. Sie fühlten und empfanden als Deutsche und rechneten natürlich dementsprechend mit einer dauernden Bewertung ihrer Werke entsprechend der Lebensdauer des deutschen Volkes. Welch eine Tragik also, daß gerade ihre Arbeiten verbrennen mußten, während die Erzeugnisse unserer modernen Kunstfabrikanten, die ja ohnehin als in der Zeit liegend ausgegeben werden, uns leider nur zu lange erhalten blieben. Wir wollen sie nun aber auch selbst pflegen als Dokumente des tiefsten Verfalls unseres Volkes und seiner Kultur. Dem Zwecke soll auch die Ausstellung der Verfallszeit dienen, die wir in diesen Tagen ebenfalls dem Besuch der deutschen Volksgenossen öffnen und empfehlen. Sie wird für viele eine heilsame Lehre sein.

In den langen Jahren der Planung und damit der geistigen Aufrichtung und Gestaltung eines neuen Reiches beschäftigte ich mich oft mit den Aufgaben, die uns die Wiedergeburt der Nation besonders auf dem Gebiet ihrer kulturellen Säuberung auferlegen würde. Denn Deutschland sollte ja nicht nur politisch oder wirtschaftlich, sondern in erster Linie auch kulturell wiedererstehen. Ja, ich war und ich bin überzeugt, daß der letzteren für die Zukunft eine noch viel größere Bedeutung zukommen wird als den beiden ersteren. Ich habe immer die Meinung unserer kleinen Geister der Novemberzeit bekämpft und abgelehnt, die jeden großen kulturellen Plan, ja jede große Bauaufgabe schon einfach damit abtaten, daß sich nach ihrer Erklärung ein politisch sowie wirtschaftlich ruiniertes Volk mit solchen Projekten überhaupt nicht belasten dürfte.

Ich war im Gegenteil gerade nach unserem Zusammenbruch der Überzeugung, daß Völker, die einmal gestrauchelt sind und nun von ihrer ganzen Umwelt getreten werden, erst recht die Verpflichtung besitzen, ihren Unterdrückern gegenüber den eigenen Wert noch bewußter zu betonen und zu bekunden.

Es gibt aber nun einmal kein stolzeres Dokument für das höchste Lebensrecht eines Volkes als dessen unsterbliche kulturelle Leistungen. Ich war daher auch immer entschlossen – wenn das Schicksal uns einmal die Macht geben würde –, über diese Dinge mit niemandem zu diskutieren, sondern auch hier Entscheidungen zu treffen.

Denn das Verständnis für so große Aufgaben ist nicht allen gegeben. Mit kleinen, spießerhaften Geistern aber über Probleme zu verhandeln, die sie einfach nicht verstehen, weil sie weit über ihren Horizont hinausragen, ist zwecklos.

Noch falscher aber würde es sein, sich gar von jenen beirren zu lassen, die als grundsätzliche Feinde einer nationalen Wiedergeburt die Bedeutung der kulturellen Erhebung sogar sehr genau erkennen und sie deshalb erst recht mit allen Mitteln zu stören und zu hemmen versuchen.

Unter den vielen und zahlreichen Plänen, die mir im Kriege und in der Zeit nach dem Zusammenbruche vorschwebten, befand sich auch der, in München, der Stadt mit der weitaus größten künstlerischen Ausstellungstradition – angesichts des gänzlich unwürdigen Zustandes des alten Gebäudes –, einen neuen großen Ausstellungspalast für die deutsche Kunst zu errichten. Auch an den nunmehr gewählten Platz dachte ich schon vor vielen Jahren. Als aber plötzlich der alte Glaspalast auf so furchtbare Weise sein Ende fand, drohte zu all dem Schmerz über den unersetzlichen Verlust höchster deutscher Kulturwerte auch noch die Gefahr, daß nun durch die Vertreter der schlimmsten Kunstverderbung in Deutschland am Ende eine Aufgabe vorweggenommen würde, die ich so viele Jahre früher schon als eine der notwendigsten gerade dem neuen Reich zugedacht hatte. Denn die Machtübernahme durch den Nationalsozialismus lag 1931 noch in so unbestimmter Ferne, daß ja kaum eine Aussicht bestand, diesem Dritten Reich den Bau des neuen Ausstellungspalastes vorzubehalten.

Tatsächlich schien es ja auch eine gewisse Zeit lang so zu kommen, als ob die November-Männer der Münchener Kunstausstellung ein Gebäude bescheren wollten, das mit deutscher Kunst ebenso wenig zu tun hatte, wie es umgekehrt den bolschewistischen Um- und Zuständen ihrer Zeit entsprochen haben würde. Manche von Ihnen kennen vielleicht noch die Pläne des Hauses, das damals für den jetzt so wunderbar gestalteten Alten Botanischen Garten vorgesehen war. Ein sehr schwer zu definierendes Objekt. Ein Gebäude, das ebenso gut eine sächsische Zwirnfabrik wie die Markthalle einer mittleren Stadt, oder unter Umständen auch ein Bahnhof, ebenso gut allerdings auch ein Schwimmbad hätte sein können. Ich brauche Ihnen nicht zu versichern, wie ich damals litt bei dem Gedanken, daß zu dem ersten Unglück nun noch außerdem ein zweites kommen würde. Und daß ich daher gerade in diesem Fall aufrichtig erfreut, ja glücklich war über die kleinmütige Entschlußlosigkeit meiner damaligen politischen Gegner. Lag doch in ihr vielleicht die einzige Aussicht, am Ende den Neubau eines Münchener Kunstausstellungspalastes vielleicht doch noch dem Dritten Reich als erste große Aufgabe retten zu können.

Sie werden es nun alle verstehen, wenn mich in diesen Tagen ein wahrhaft schmerzlicher Kummer erfüllt darüber, daß es die Vorsehung nicht gestattet hat, den heutigen Tag mit dem Manne zu erleben, der mir sofort nach der Übernahme der Macht als einer der größten deutschen Baumeister die Pläne auch für dieses Werk entworfen hat. Als ich mich an den bereits die Parteibauten bearbeitenden Professor Ludwig Troost wendete, mit der Bitte, ein Kunstausstellungsgebäude auf diesem Platz zu errichten, da hatte dieser seltene Mann eine Anzahl groß gedachter Skizzen bereits ausgeführt für ein solches Gebäude – entsprechend den damaligen Ausschreibungen – auf dem Gelände des Alten Botanischen Gartens. Auch diese Pläne zeigten seine Meisterhand!

Trotzdem hat er sie nicht einmal als Konkurrenzentwürfe der damaligen Jury eingesandt, und zwar nur – wie er mir erbittert erklärte – in der Überzeugung, daß es ja doch ganz aussichtslos gewesen wäre, solche Arbeiten einem Forum zu unterbreiten, dem jede erhabene und anständige Kunst ja nur ein Greuel und die Bolschewisierung d. h. chaotische Zersetzung unseres gesamten deutschen und damit auch kulturellen Lebens höchstes Ziel und letzter Zweck waren. So erhielt von diesen Plänen die Öffentlichkeit überhaupt gar keine Kenntnis. Sie lernte später nur jenen neuen Entwurf kennen, der nunmehr in der Ausführung vor Ihnen steht.

Und dieser neue Baugedanke ist, das werden Sie mir heute wohl alle zugeben, ein wahrhaft großer und künstlerischer Wurf. So einmalig und eigenartig ist dieses Objekt, daß es mit nichts verglichen werden kann. Es gibt keinen Bau, von dem man behaupten könnte, er sei das Vorbild und dies hier wäre die Kopie. Wie alle wahrhaft großen Bauschöpfungen ist dieses Haus einmalig und einprägsam und bleibt jedem in seiner Eigenart nicht nur im Gedächtnis haften, sondern es entstand in ihm ein Merkmal, ja ich darf schon sagen, ein wahres Denkmal für diese Stadt und darüber hinaus für die deutsche Kunst.

Dabei ist dieses Meisterwerk ebenso groß in seiner Schönheit wie zweckmäßig in seiner Anlage und in seinen Einrichtungen, ohne daß irgendwo dienende, technische Erfordernisse sich zum Herrn des gesamten Werkes erheben konnten. Es ist ein Tempel der Kunst und keine Fabrik, kein Fernheizwerk, keine Bahnstation oder elektrische Umschaltzentrale.

Der gestellten Aufgabe und der gegebenen Lage entspricht aber nicht nur dieser große einmalige künstlerische Entwurf, sondern auch das verwendete edle Material und die genaue und gewissenhafte Ausführung.

Und zwar jene sorgfältige Ausführung, die auch der großen Schule des dahingegangenen Meisters entspricht, der es nicht wollte, daß dieses Haus eine Markthalle für Kunstwaren, sondern ein Tempel der Kunst sein sollte. Und in seinem Sinn hat sein Nachfolger Professor Gall dieses Werk als ein Vermächtnis treu gehütet und genial weitergebaut, beraten und begleitet von einer Frau, die mit stolzem Recht nicht nur den Namen, sondern auch den Titel ihres Mannes trägt. Und als Dritter stieß dann später noch hinzu Baumeister Heiger. Was sie planten, hat der Fleiß und die Kunst deutscher Arbeiter und Handwerker nun vollendet.

So ist hier ein Haus entstanden, würdig genug, um den höchsten Leistungen der Kunst eine Gelegenheit zu geben, sich dem deutschen Volk zu zeigen. Und so sollte der Bau dieses Hause zugleich mit einen Wendepunkt darstellen und das chaotische Baustümpern, das hinter uns lag, beenden. Ein erster Neubau, der sich würdig einreihen soll in die unsterblichen Leistungen unseres deutschen kunstgeschichtlichen Lebens.

Sie werden aber nun auch verstehen, daß es nicht genügen darf, der bildenden deutschen Kunst dieses Haus zu geben, das so anständig, klar und wahrhaftig ist, so daß wir es schon mit Recht als ein „Haus der Deutschen Kunst“ bezeichnen dürfen, sondern daß nunmehr auch die Ausstellung selbst eine Wende bringen muß gegenüber dem erlebten künstlerischen, bildhauerischen und malerischen Verfall.

Wenn ich mir nun anmaße, hier ein Urteil abzugeben, meine Auffassungen zu äußern und entsprechend diesen Erkenntnissen zu handeln, dann nehme ich zunächst das Recht hierzu in Anspruch, nicht nur aus meiner Einstellung zur deutschen Kunst überhaupt, sondern vor allem auch aus meinem eigenen Beitrag, den ich für die Wiederherstellung der deutschen Kunst geleistet habe.

Denn dieser heutige Staat, den ich mit meinen Kampfgefährten in einem langen und schweren Ringen gegen eine Welt von Widersachern erkämpft und aufgerichtet habe, hat auch der deutschen Kunst allein die großen Voraussetzungen für eine neue und starke Blüte gegeben.

Nicht bolschewistische Kunstsammler oder ihre literarischen Trabanten haben die Grundlagen für den Bestand einer neuen Kunst geschaffen oder auch nur den Fortbestand der Kunst in Deutschland sichergestellt, sondern wir, die wir diesen Staat ins Leben riefen und seitdem gewaltige Mittel der deutschen Kunst zur Verfügung stellen, die sie zu ihrer Existenz und zu ihrem Schaffen benötigt, und vor allem: Wir deshalb, weil wir der Kunst selbst neue große Aufgaben zugewiesen haben.

Denn wenn ich nun einmal nicht mehr geleistet hätte in meinem Leben, als nur diesen einen Bau hier veranlaßt zu haben, dann hätte ich schon dadurch für die deutsche Kunst mehr getan als alle die lächerlichen Skribenten unserer früheren Judenzeitungen oder die kleinen Kunstkleckser, die, ihre eigene Vergänglichkeit vorausahnend, als einzige Empfehlung nur die Modernität ihrer Schöpfungen anzupreisen hatten.

Ich weiß aber, daß, ganz abgesehen von diesem einen Werk, das neue Deutsche Reich eine unerhörte Blüte der deutschen Kunst veranlassen wird, denn noch niemals sind ihr gewaltigere Aufgaben gestellt worden, als es in diesem Reiche heute der Fall ist und in der Zukunft sein wird.

Und noch niemals war dabei die Bemessung der dazu nötigen Mittel großzügiger als im nationalsozialistischen Deutschland. Allerdings, wenn ich nun heute vor Ihnen spreche, dann spreche ich auch als der Repräsentant dieses Reiches, und so wie ich an die Ewigkeit dieses Reiches glaube, das nichts anderes sein soll als ein lebender Organismus unseres Volkes, so kann ich auch nur glauben und damit arbeiten an und für eine ewige deutsche Kunst. Daher wird die Kunst dieses neuen Reiches nicht mit Maßstäben von alt oder modern zu messen sein, sondern sie wird als eine deutsche Kunst sich für Unvergänglichkeit vor unserer Geschichte zu sichern haben.

Denn die Kunst ist nun einmal keine Mode. So wenig wie sich das Wesen und das Blut unseres Volkes ändert, muß auch die Kunst den Charakter des Vergänglichen verlieren, um statt dessen in ihren sich fortgesetzt steigernden Schöpfungen ein bildhaft würdiger Ausdruck des Lebensverlaufs unseres Volkes zu sein. Kubismus, Dadaismus, Futurismus, Impressionismus usw. haben mit unserem deutschen Volke nichts zu tun. Denn alle diese Begriffe sind weder alt noch sind sie modern, sondern sie sind einfach das gekünstelte Gestammel von Menschen, denen Gott die Gnade einer wahrhaft künstlerischen Begabung versagt und dafür die Gabe des Schwätzens oder der Täuschung verliehen hat. Ich will daher in dieser Stunde bekennen, daß es mein unabänderlicher Entschluß ist, genauso wie auf dem Gebiete der politischen Verwirrung nunmehr auch hier mit den Phrasen im deutschen Kunstleben aufzuräumen.

„Kunstwerke“, die an sich nicht verstanden werden können, sondern als Daseinsberechtigung erst eine schwulstige Gebrauchsanweisung benötigen, um endlich jenen Verschüchterten zu finden, der einen so dummen oder frechen Unsinn geduldig aufnimmt, werden von jetzt ab den Weg zum deutschen Volke nicht mehr finden!

Alle diese Schlagworte wie: „inneres Erleben“, „eine starke Gesinnung“, „kraftvolles Wollen“, „zukunftsträchtige Empfindung“, „heroische Haltung“, „bedeutsames Einfühlen“, „erlebte Zeitordnung“, „ursprüngliche Primitivität“ usw., alle diese dummen, verlogenen Ausreden, Phrasen oder Schwätzereien werden keine Entschuldigung oder gar Empfehlung für an sich wertlose, weil einfach ungekonnte Erzeugnisse mehr abgeben. Ob jemand ein starkes Wollen hat oder ein inneres Erleben, das mag er durch sein Werk und nicht durch schwatzharte Worte beweisen. Überhaupt interessiert uns alle viel weniger das sogenannte Wollen als das Können.

Es muß daher ein Künstler, der damit rechnet, in diesem Haus zur Ausstellung zu kommen oder überhaupt noch in Zukunft in Deutschland aufzutreten, über ein Können verfügen. Das Wollen ist doch wohl von vornherein selbstverständlich! Denn es wäre schon das Allerhöchste, wenn ein Mensch seine Mitbürger mit Arbeiten belästigte, in denen er am Ende nicht einmal was wollte. Wenn diese Schwätzer nun aber ihre Werke dadurch schmackhaft zu machen versuchen, daß sie sie eben als den Ausdruck einer neuen Zeit hinstellen, so kann ihnen nur gesagt werden, daß nicht die Kunst neue Zeiten schafft, sondern daß sich das allgemeine Leben der Völker neu gestaltet und daher oft auch nach einem neuen Ausdruck sucht. Allein das, was in den letzten Jahrzehnten in Deutschland von neuer Kunst redete, hat die neue deutsche Zeit jedenfalls nicht begriffen. Denn nicht Literaten sind die Gestalter einer neuen Epoche, sondern die Kämpfer, d. h. die wirklich gestaltenden, völkerführenden und damit geschichtemachenden Erscheinungen. Dazu werden sich aber diese armseligen, verworrenen Pinsler oder Skribenten wohl kaum rechnen. Außerdem ist es entweder eine unverfrorene Frechheit oder eine schwer begreifliche Dummheit, ausgerechnet unserer heutigen Zeit Werke vorzusetzen, die vielleicht vor zehn- oder zwanzigtausend Jahren von einem Steinzeitler hätten gemacht werden können.

Sie reden von einer Primitivität der Kunst, und sie vergessen dabei ganz, daß es nicht die Aufgabe der Kunst ist, sich von der Entwicklung eines Volkes nach rückwärts zu entfernen, sondern daß es nur ihre Aufgabe sein kann, diese lebendige Entwicklung zu symbolisieren.

Die heutige neue Zeit arbeitet an einem neuen Menschentyp. Ungeheure Anstrengungen werden auf unzähligen Gebieten des Lebens vollbracht, um das Volk zu heben, um unsere Männer, Knaben und Jünglinge, die Mädchen und Frauen gesünder und damit kraftvoller und schöner zu gestalten. Und aus dieser Kraft und aus dieser Schönheit strömen ein neues Lebensgefühl, eine neue Lebensfreude! Niemals war die Menschheit im Aussehen und in ihrer Empfindung der Antike näher als heute.

Sport-, Wett- und Kampfspiele stählen Millionen jugendlicher Körper und zeigen sie uns nun steigend in einer Form und Verfassung, wie sie vielleicht tausend Jahre lang nicht gesehen, ja kaum geahnt worden sind. Ein leuchtend schöner Menschentyp wächst heran, der nach höchster Arbeitsleistung dem schönen alten Spruch huldigt: Saure Wochen, aber frohe Feste.

Dieser Menschentyp, den wir erst im vergangenen Jahr in den Olympischen Spielen in seiner strahlenden, stolzen, körperlichen Kraft und Gesundheit vor der ganzen Welt in Erscheinung treten sahen, dieser Menschentyp, meine Herren prähistorischen Kunststotterer, ist der Typ der neuen Zeit, und was fabrizieren Sie? Mißgestaltete Krüppel und Kretins, Frauen, die nur abscheuerregend wirken können, Männer, die Tieren näher sind als Menschen, Kinder, die, wenn sie so leben würden, geradezu als Fluch Gottes empfunden werden müßten! Und das wagen diese grausamsten Dilettanten unserer heutigen Mitwelt als die Kunst unserer Zeit vorzustellen, d. h. als den Ausdruck dessen, was die heutige Zeit gestaltet und ihr den Stempel aufprägt.

Man sage nur ja nicht, daß diese Künstler das eben so sehen. Ich habe hier unter den eingeschickten Bildern manche Arbeiten beobachtet, bei denen tatsächlich angenommen werden muß, daß gewissen Menschen das Auge die Dinge anders zeigt als sie sind, d. h. daß es wirklich Männer gibt, die die heutigen Gestalten unseres Volkes nur als verkommene Kretins sehen, die grundsätzlich Wiesen blau, Himmel grün, Wolken schwefelgelb usw. empfinden oder, wie sie vielleicht sagen, erleben. Ich will mich nicht in einen Streit darüber einlassen, ob diese Betreffenden das nun wirklich so sehen und empfinden oder nicht, sondern ich möchte im Namen des deutschen Volkes es nur verbieten, daß so bedauerliche Unglückliche, die ersichtlich am Sehvermögen leiden, die Ergebnisse ihrer Fehlbetrachtungen der Mitwelt mit Gewalt als Wirklichkeit aufzuschwätzen versuchen, oder ihr gar als „Kunst“ vorsetzen wollen.

Nein, hier gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder diese sogenannten „Künstler“ sehen die Dinge wirklich so und glauben daher an das, was sie darstellen, dann wäre nur zu untersuchen, ob ihre Augenfehler entweder auf mechanische Weise oder durch Vererbung zustande gekommen sind. Im einen Fall tief bedauerlich für diese Unglücklichen, im zweiten wichtig für das Reichsinnenministerium, das sich dann mit der Frage zu beschäftigen hätte, wenigstens eine weitere Vererbung derartiger grauenhafter Sehstörungen zu unterbinden. Oder aber sie glauben selbst nicht an die Wirklichkeit solcher Eindrücke, sondern sie bemühen sich aus anderen Gründen, die Nation mit diesem Humbug zu belästigen, dann fällt so ein Vorgehen in das Gebiet der Strafrechtspflege.

Dieses Haus ist jedenfalls für die Arbeiten einer solchen Sorte von Nichtskönnern oder Kunstmißhandlern weder geplant noch gebaut worden.

Hier wurde vor allem aber auch nicht viereinhalb Jahre lang gearbeitet, hier wurden nicht von tausend Arbeitern Höchstleistungen gefordert, um dann Erzeugnisse von Menschen auszustellen, die zu allem Übermaß auch noch faul genug waren, in fünf Stunden eine Leinwand zu beklecksen in der überzeugten Hoffnung, daß die Kühnheit der Anpreisung als genialische Blitzgeburt eines solchen Genies hier schon den notwendigen Eindruck nicht verfehlen und die Voraussetzung für eine Aufnahme schaffen wird. Nein, dem Fleiß der Erbauer dieses Hauses und dem Fleiß seiner Mitarbeiter hat auch der Fleiß jener zu entsprechen, die sich in diesem Hause repräsentieren wollen. Es interessiert mich dabei auch gar nicht im Geringsten, ob sich diese Auch-Künstler die von ihnen gelegten Eier dann gegenseitig begackern und damit begutachten oder nicht!

Denn der Künstler schafft nicht für den Künstler, sondern er schafft genauso wie alle anderen für das Volk! Und wir werden dafür Sorge tragen, daß gerade das Volk von jetzt ab wieder zum Richter über seine Kunst aufgerufen wird.

Denn man sage nur ja nicht, daß etwa das Volk für eine wirkliche wertvolle Bereicherung seines kulturellen Lebens kein Verständnis besitze. Längst, ehe die Kritiker dem Genius eines Richard Wagner gerecht wurden, hatte er das Volk auf seiner Seite. Das Volk hat aber umgekehrt in diesen letzten Jahren mit der ihm vorgesetzten sogenannten modernen Kunst überhaupt nichts mehr zu tun gehabt. Es besaß keinerlei Beziehung zu ihr. Die große Masse, sie ging durch unsere Kunstausstellungen gänzlich uninteressiert, oder sie blieb ihnen überhaupt fern. Sie sah in ihrem gesunden Empfinden alle diese Schmierereien als das, was sie sind, als Ausgeburt einer frechen, unverschämten Anmaßung oder einer einfach erschreckenden Unzulänglichkeit. Millionen dieses Volkes haben es instinktiv ganz sicher empfunden, daß das Kunstgestammel dieser letzten Jahrzehnte, das den ungefügen Leistungen von etwa acht- bis zehnjährigen, untalentierten Kindern entsprach, auch unter keinen Umständen etwa als Ausdruck unserer heutigen Zeit oder gar der deutschen Zukunft gewertet werden kann.

Wenn wir heute wissen, daß sich in jedem einzelnen Menschen die Entwicklung von Jahrmillionen in wenige Jahrzehnte zusammengerafft wiederholt, dann sehen wir darin nur den Beweis, daß eine Kunstproduktion, die die Höhe der Leistung von achtjährigen Kindern nicht überschreitet, nicht „modern“ oder gar „zukunftsträchtig“, sondern im Gegenteil höchst altertümlich ist. Denn sie liegt wahrscheinlich noch zurück hinter der Periode, in der steinzeitliche Menschen auf Höhlenwänden ihre geschaute Umgebung einkratzten. Nicht modern also sind diese Stümper, sondern uralte, bedauerlich Zurückgebliebene, für die in dieser modernen Zeit heute kein Platz mehr ist.

Ich weiß daher auch, daß, wenn das deutsche Volk nun durch diese Räume gehen wird, es mich auch hier als seinen Sprecher und Ratgeber anerkennen wird, denn es wird feststellen, daß hier zum erstenmal seit vielen Jahrzehnten nicht der künstlerische Betrug, sondern die ehrliche künstlerische Leistung ihre Würdigung erfahren hat.

So, wie es schon heute seine Zustimmung gibt zu unseren Bauten, so wird es auch innerlich aufatmend sein freudiges Einverständnis ausdrücken zu dieser Reinigung der Kunst.

Und das ist entscheidend: Denn eine Kunst, die nicht auf die freudigste und innigste Zustimmung der gesunden breiten Massen des Volkes rechnen kann, sondern sich nur auf kleine – teils interessierte, teils blasierte – Cliquen stützt, ist unerträglich. Sie versucht das gesunde, instinktsichere Gefühl eines Volkes zu verwirren, statt es freudig zu unterstützen.

Sie schafft daher nur Ärger und Verdruß, und es mögen sich daher diese kläglichen Wichte ja nicht darauf berufen, daß auch die großen Meister der Vergangenheit zu ihrer Zeit ebenfalls nicht verstanden worden seien. Nein, im Gegenteil. Es waren höchstens Kritikaster, also auch wieder Literaten, die als Quäler und Peiniger dieser Genies außerhalb ihres Volkes standen. Wir aber sind jedenfalls der Überzeugung, dass das deutsche Volk seinen kommenden wirklichen großen deutschen Künstlern einst wieder mit vollem und freudigem Verständnis gegenüberstehen wird. Es soll aber vor allem wieder werten die anständige Arbeit und den redlichen Fleiß sowie das Bemühen, aus tiefstem deutschem Herzensgrund unserem Volk und seinem Gemüt entgegenzukommen und ihm zu dienen. Und dies ist auch eine Aufgabe unserer Künstler. Sie können sich nicht abseits von ihrem Volke halten, wenn sie nicht in kurzer Zeit ihr Weg in eine Vereinsamung führen muß.

So ist diese Ausstellung heute ein Anfang. Allein wie ich überzeugt bin, der notwendige und erfolgversprechende Anfang, um auch auf diesem Gebiet jene segensreiche Wendung herbeizuführen, wie sie uns auf so vielen anderen Gebieten schon gelang. Denn darüber möge sich niemand täuschen: Der Nationalsozialismus hat es sich nun einmal zur Aufgabe gestellt, das Deutsche Reich und damit unser Volk und sein Leben von all jenen Einflüssen zu befreien, die für unser Dasein verderblich sind. Und wenn auch diese Säuberung nicht an einem Tage erfolgen kann, so soll sich doch keine Erscheinung, die an dieser Verderbung teilnimmt, darüber täuschen, daß auch für sie früher oder später die Stunde der Beseitigung schlägt.

Mit der Eröffnung dieser Ausstellung aber hat das Ende der deutschen Kunstvernarrung und damit der Kulturvernichtung unseres Volkes begonnen. Wir werden von jetzt ab einen unerbittlichen Säuberungskrieg führen gegen die letzten Elemente unserer Kulturzersetzung. Sollte sich aber unter ihnen einer befinden, der doch noch glaubt, zu Höherem bestimmt zu sein, dann hatte er nun ja vier Jahre Zeit, diese Bewährung zu beweisen, Diese vier Jahre aber genügen auch uns, um zu einem endgültigen Urteil zu kommen. Nun aber werden – das will ich Ihnen hier versichern – alle die sich gegenseitig unterstützenden und damit haltenden Cliquen von Schwätzern, Dilettanten und Kunstbetrügern ausgehoben und beseitigt. Diese vorgeschichtlichen prähistorischen Kultur-Steinzeitler und Kunststotterer mögen unseretwegen in die Höhlen ihrer Ahnen zurückkehren, um dort ihre primitiven internationalen Kritzeleien anzubringen.

Allein das Haus der Deutschen Kunst zu München ist gebaut vom deutschen Volk für seine deutsche Kunst.

Ich kann heute zu meiner großen Freude feststellen, daß sich aber schon jetzt neben den vielen anständigen, bisher terrorisierten und unterdrückten, aber im tiefsten Grund immer deutsch geblichenen älteren Künstlern auch neue Meister in unserer Jugend ankündigen. Ein Gang durch diese Ausstellung wird Sie vieles finden lassen, was Sie wieder als schön und vor allem als anständig anspricht und was Sie als gut empfinden werden. Ganz besonders war das Niveau der eingeschickten graphischen Arbeiten von vornherein ein durchschnittlich außerordentlich hohes und damit befriedigendes.

Viele unserer jungen Künstler aber werden aus dem Gebotenen nunmehr den Weg, den sie zu gehen haben, erkennen, vielleicht aber auch neue Anregungen aus der Größe der Zeit, in der wir alle leben, empfangen und vor allem den Mut erhalten zu einer wirklich fleißigen und damit am Ende auch gekonnten Arbeit.

Und wenn erst einmal auf diesem Gebiet wieder die heilige Gewissenhaftigkeit zu ihrem Rechte kommt, dann wird, daran zweifle ich nicht, der Allmächtige aus der Masse dieser anständigen Kunstschaffenden wieder einzelne emporheben zum ewigen Sternenhimmel der unvergänglichen gottbegnadeten Künstler großer Zeiten. Denn wir glauben nicht, daß etwa mit den großen Männern vergangener Jahrhunderte die Zeit der schöpferischen Kraft begnadeter einzelner beendet und statt dessen in Zukunft eine solche der kollektiven breiigen Masse treten wird! Nein! Wir glauben, daß gerade heute, da auf so vielen Gebieten höchste Einzelleistungen sich bewähren, auch auf dem Gebiet der Kunst der höchste Wert der Persönlichkeit wieder sieghaft in Erscheinung treten wird.

Ich kann daher auch keinen anderen Wunsch aussprechen in diesem Augenblick, als den, daß es dem neuen Haus vergönnt sein möge, in seinen Hallen in den kommenden Jahrhunderten wieder viele Werke großer Künstler dem deutschen Volk offenbaren zu können, um so nicht nur beizutragen zum Ruhm dieser wahrhaften Kunststadt, sondern zur Ehre und Stellung der ganzen deutschen Nation.

Ich erkläre damit die große deutsche Kunstausstellung 1937 zu München für eröffnet!

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Quelle: Freiburger Zeitung, 19. Juli 1937, Seite 1ff.

“Larry Summers” hat sich SELBST als Drohanrufer Rolands überführt!

Larry Summers hat einen neuen Kommentar auf weforweb verfasst, in welchem er SELBST Details des Drohanrufers gegenüber Roland wiedergibt, die von Roland oder mir NIRGENDS veröffentlicht wurden.

Nur und auschließlich der Drohanrufer selbst kann diese Details wissen!

Hier der entlarvende Auszug aus dem Kommentar Larry Summers:

“Hier wird behauptet, Roland habe einen “Drohanruf” erhalten. Angeblich habe sich der Anrufer als Mitglied einer für den Mossad arbeitenden “Rabbitruppe” zu erkennen gegeben,…”

Nirgendwo im gesamten Weltnetz haben Roland oder ich derartiges ausgesagt oder veröffentlicht!

Ich gebe hier, um des eindeutigen Beweises willen, noch einmal Rolands Kommentar wider, welchen er in mehreren bekannten Blogs sofort nach dem Drohanruf abgab:

“14. Juli 2014 um 19:07

Die Rabbitruppe von weforweb hat mich gerade angerufen und mich massivst gewarnt und bedroht. Samt Mossad!

Es ging um die “verdienten” Revisionisten, welche ich nicht mehr in den Dreck ziehen soll. Der einzelne Anrufer hat seinen Namen nicht genannt sondern im Namen der Rabbitruppe gesprochen.

Damit dürfte klar sein, was man davon zu halten hat, wenn die Juden die Revisionisten schützen müssen!”

Ich selbst schrieb daraufhin, in dem von mir zum Schutze Rolands verfassten Artikel, folgendes:

“Er stellte sich “wörtlich” mit “Rabbitruppe” vor und drohte Roland unter Anderem wiederum mit dem “Mossad”.

Man vergleiche nun “unsere” Aussagen zu dem Drohanrufer, mit der von  Larry Summers gemachten Aussage. Jeder Leser wird sofort erkennen und feststellen, dass weder Roland noch ich jemals von einem

“…Mitglied einer für den Mossad arbeitenden “Rabbitruppe”

“öffentlich” gesprochen haben!!!

Woher also kennt Larry Summers die genaue und detaillierte Wortwahl des Drohanrufers, obwohl diese weder vom Bedrohten (Roland) selbst, noch von mir irgendwo veröffentlicht wurde?

Eine Antwort darauf erübrigt sich, da NUR der Drohanrufer SELBST diese genauen Details wissen kann!!!

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