FÜHRER DIR GEHÖREN WIR!

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Und solltet ihr hören, dass ich oder Roland Selbstmord begangen oder einen Unfall gehabt haben bzw. Übergriffe an Haus und Hof (Niederbrennen des Hauses),  Familie, Tieren (Vergiftung eines Pferdes, Hundes etc. geschehen sind – dann wisst ihr:

 Es war die “Larry-Truppe aus dem Rabbiloch”!

So schreibt in unseren Staub und auf unsere Gräber in Großbuchstaben:

GASKAMMERTEMPERATUR!

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Dieser Blog ist zigfach gesichert und Nachfolger stehen für den Bedarfsfall bereit! Es bringt also gar nichts, die momentane Betreiberin “auszuschalten” oder “handlungsunfähig” zu machen.

Dieser Blog, mit all seinen Inhalten und Aufdeckungen, wird dennoch weiterbestehen – er ist “unzerstörbar”!

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Wichtige Beiträge!

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Der Jude

Die Juden sind schuld!

Die Juden – eine Gegenrasse

Was ist Nationalsozialismus ?

Deutsches Leben unter ADOLF HITLER

Hindenburgs Aufruf an das deutsche Volk

Die Judenfrage als Frage des Racencharakters

Fälschungen zur Auslandsfinanzierung Hitlers

Adolf Hitler —“Mein Kampf” — Komplette Ausgabe

Gutachten von Adolf Hitler über den Antisemitismus

Tatsachen und Lügen um Hitler – Abschrift eines Buches von 1932!

Botschaft an die alliierten Verbrecher und ihre deutschen Handlanger

Historische Tatsachen – Nr. 6 – Hans Kehrl – Realitäten im Dritten Reich

Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe – ein echter Zeitzeuge, der die Wahrheit spricht!

Alliierte Umerziehung – Eine Abrechnung mit den sogenannten “Siegermächten”

Schluss mit euren elenden verbrecherischen Lügen über Adolf Hitler – Ihr Lügner!

Adolf HItler nahm KEIN Geld von Juden – die perfiden und subtilen Machenschaften der Juden im “nationalen Lager”

Die verborgene jüdische Tyrannei – Das Harold-Wallace-Rosenthal-Interview 1976 – Das, neben der GKT, wichtigste Dokument für die nichtjüdische Welt!

Staatsangehöriger und Staatsbürger im Deutschen Reich nach gültigem RuStAG mit Rechtsstand vom 7. Mai 1945

Die Originalfassung des RuStAG von 1913 stammt aus dem Kaiserreich und ist völkerrechtlich NICHT mehr gültig, sondern Hoch- und Landesverrat!

Die Gaskammertemperatur – Nachgewiesen anhand gerichtlich bekannter Zeugenaussagen und forensischer Untersuchungen

Temperatura de la cámara de gas – Gaskammertemperatur spanisch

Das Experiment – zur Erforschung der Gaskammertemperatur

Gas chamber temperature – Gaskammertemperatur englisch

Die Widerlegung der Relativitätstheorie des Juden Einstein

Die Offenkundigkeit als unbezwingbare Waffe

Das Gaskammerrätsel im Gerstein-Bericht

Das Gaskammertemperatur-Paradoxon

Rechnerischer Schöpfungsbeweis

Erdexpansionstheorie

Treueeid

Die Edda

Von Kurt Oertel

Die Edda ist eine der wesentlichsten Quellen zur germanischen Religion überhaupt. Dieser Grundlagentext vermittelt das Wesentliche, was man über die Edda wissen sollte und geht auch auf die deutschen Übersetzungen ein.

Die ältere und die jüngere Edda

Unter dem Begriff Edda versteht man zwei grundsätzlich unterschiedliche Manuskripte des isländischen Mittelalters: Zum einen eine Sammlung von Liedern bzw. Gedichten, die man als ältere, poetische oder Lieder-Edda bezeichnet (in alten Büchern manchmal auch Sæmund-Edda genannt, weil man sie fälschlich dem Skalden Sæmundr zuschrieb). Zum anderen ein Lehrbuch der Dichtkunst von Snorri Sturluson, das u.a. eine Gesamtdarstellung der nordisch-heidnischen Götterlehre enthält, und das man als jüngere Edda, Snorri-Edda oder Prosa-Edda bezeichnet. Der Gesamtbegriff Edda umfasst beide genannten Schriften, die [angeblich] eine der wichtigsten Quellen der vorchristlichen Religion Nordeuropas darstellen.

Bedeutung des Wortes “Edda”

Zu Beginn der ältesten erhaltenen Abschrift von Snorris Werk (dem sogenannten Codex Upsaliensis) findet sich der Satz: Dieses Buch heißt Edda. Zusammengestellt hat es Snorri Sturluson. Nur an dieser einen Stelle ist uns das Wort als Titel überliefert. Ob der Titel bereits auf Snorri selbst zurückgeht, ist dabei genauso unklar, wie die Bedeutung des Wortes an sich. Für letztere gibt es drei Erklärungsmöglichkeiten: Erstens kann Edda “Urgroßmutter” bedeuten und hätte hier dann ungefähr den Sinn von “was die Urgroßmutter erzählte”. Zweitens könnte es sich auf Oddi beziehen: Das war der Name des Hofes im Westen Islands, auf dem Snorri wirkte und lebte. Drittens kann es von dem Wort oðr (Dichtung) abgeleitet sein. Die letzte Möglichkeit ist dabei die plausibelste, denn sie wird durch spätere dichterische Fachausdrücke wie eddu list (Kunst der Edda) und eddu reglur (Regeln der Edda) gestützt. Dass der Begriff Edda dann auch auf die Sammlung der älteren Lieder-Edda angewandt wurde, ist eine recht willkürliche Praxis der Neuzeit, die kaum begründet oder gerechtfertigt ist. Diese Praxis hat sich aber nun einmal so eingebürgert.

Die Lieder-Edda

Die Lieder-Edda ist eine Sammlung einzelner Gedichte, deren jeweilige Verfasser uns nicht bekannt sind. Die Sammlung bzw. Teile davon sind uns in mehreren Abschriften überliefert. Die Sammlung ist in Götter- und Heldendichtung unterteilt. Für uns ist dabei vor allem die Götterdichtung von Bedeutung, denn sie enthält Sinnsprüche, Zauberformeln und Weisheitslehren und berichtet von den Taten der Götter, Riesen und anderer mythologischer Wesen, von Entstehung und Untergang der Welt.

Die maßgebliche Version der Lieder-Edda ist eine Handschrift, die als Codex Regius bezeichnet wird. Ein erster Besitzeintrag findet sich darin mit der Jahreszahl 1643 und dem Namen des dänischen Bischofs Brynjólfur Sveinsson. Davor ist über den Weg des Codex nichts sicheres bekannt. Sveinsson hat das Manuskript 1662 dem dänischen König Frederik III. übereignet, wodurch es seinen Weg in die Königliche Bibliothek (daher auch der Name des Codex als “Königliche Handschrift”) zu Kopenhagen fand. 1971 wurde es unter großem Zeremoniell an den Staat Island zurückgegeben und wird heute im Isländischen Handschrifteninstitut zu Reykjavík aufbewahrt.

Niedergeschrieben wurde der Text um 1270 von einem einzigen Schreiber. Es muss dies allerdings die Abschrift eines älteren Textes sein, der wiederum das Ergebnis mannigfaltiger Sammelarbeit vieler gewesen sein muss und spätestens 1240 fertig vorlag. Die Lieder selbst aber sind wesentlich älter. Entstanden sind sie zwischen 900 und 1200, die späteren in Island, die früheren in Norwegen oder norwegischen Kolonien auf britischen Inseln, das jüngere Atlilied auf Grönland. Die einzelnen Verfasser sind unbekannt, was für Dichtungen des frühen Mittelalters nicht ungewöhnlich ist. Inhalt und Stoff der Lieder dürften in Einzelfällen aber noch älter sein und bis in die Völkerwanderungszeit zurückreichen, einige wenige Motive und Formulierungen möglicherweise noch viel weiter.

Der Codex Regius besteht aus 45 Pergamentblättern in 6 Lagen. Nach Blatt 32 fehlen leider 8 Blätter, die Teile des Sigurd-Stoffkreises enthalten haben müssen, doch bis auf diese große Lücke sind die erhaltenen Lieder weitgehend vollständig überliefert. Die Blätter sind 19 cm hoch und 13 cm breit. Der Codex ist also kaum größer als ein heutiges Taschenbuch. Der Beginn der Lieder ist durch Überschriften mit brauner Tinte sowie durch grüne oder rote Initialen gekennzeichnet. Gelegentlich finden sich bei Dialogliedern Abkürzungen am Rande. Unterhalb des Textes hat der Schreiber Blatt-, Blumen- und Strichornamente sowie einige Tierfiguren und Menschenköpfe angebracht. Der Text ist durchgehend geschrieben, d.h. Strophen und Verse sind äußerlich nicht voneinander abgesetzt.

Es gibt weitere Pergamenthandschriften, die ebenfalls einige Lieder des Codex Regius bewahrt haben, darüber hinaus. glücklicherweise auch zusätzliche Lieder, die nicht im Codex Regius enthalten sind (wie z.B. Rígsþula, Hyndlolióð und Baldrs draumar). Zudem gibt es einige Papierhandschriften aus dem 17. Jahrhundert, die aber kaum eigenen Zeugniswert besitzen, weil sie von den drei Pergamentcodices abhängig sind.

Viele mit der Lieder-Edda verbundene Fragen sind nach wie vor ungelöst. Wurden die Lieder gesungen, feierlich rezitiert oder normal gesprochen? Handelt es sich um konkrete Werke einzelner Dichter oder um anonyme Volksdichtung? Waren es vielleicht sogar regelrechte Volkslieder, die der Unterhaltung dienten, oder war ihr Vortrag im Gegenteil nur auf Kulthandlungen beschränkt? Einige der Lieder haben ausgesprochen humorvollen, teilweise fast schon spöttischen Charakter. Entstammen diese Lieder einer späteren christlichen Zeit, als man bereits meinte, sich über die alten Götter lustig machen zu können, oder war dieser humorvolle Zug auch schon Teil des alten Religionsverständnisses?

Die wichtige Frage nach Alter, Entstehungsumständen, Textgattung und vor allem Zielsetzung der Lieder ist bei all dem keineswegs wissenschaftliche Haarspalterei. Es dürfte jedem ersichtlich sein, dass der Informationsgehalt eines Volksliedes oder Kulttextes völlig anders beurteilt werden muss, als z.B. der eines Gedichtes zum Lob oder im Auftrag eines Fürsten, das dem vor allem gefallen sollte, und wo deshalb dann eben auch dessen Lieblingsgottheit in viel überragenderer Stellung dargestellt wurde, als es ihr allgemein vielleicht zugekommen sein mag.

Die Sprache der Lieder-Edda ist äußerst knapp und kommt oft genug auch noch in dunklen und mehrdeutigen Formulierungen daher. Sie erzählt nicht ausmalend, sie “erzählt” eigentlich überhaupt nicht, sondern nur die entscheidenden Momente werden schlaglichtartig hervorgehoben. Eine zusammenhängende Darstellung der Geschehnisse und ihrer Hintergründe wird hier nicht vermittelt, sondern diese Kenntnis wurde bei den Zuhörern offenbar als selbstverständlich vorausgesetzt. Und das ist auch der Grund, warum die Lieder-Edda als erste Lektüre für an germanischer Religion Interessierte denkbar ungeeignet ist. Wer mit den mythologischen Zusammenhängen und Hintergründen der Geschehnisse nicht vertraut ist, versteht nämlich über weite Strecken kaum etwas. Deshalb sollte man unbedingt zuerst die Prosa-Edda oder andere, neuere Gesamtdarstellungen des Stoffes kennen, bevor man sich an die Lieder-Edda heranwagt.

Die Prosa-Edda andererseits ist das Werk eines einzigen, uns gut bekannten Verfassers: Snorri Sturluson (1178-1241) war ein isländischer Gelehrter, der zeitweise auch das höchste Amt Islands, das des Gesetzessprechers innehatte. Die Niederschrift seiner Prosa-Edda wird in die Jahre um 1220 datiert. Insofern ist – vom reinen Zeitpunkt der Niederschrift her gesehen – Snorris Edda älter, als die älteste uns erhalten gebliebene Handschrift der Lieder-Edda. Es gibt aber keinen Zweifel daran, dass die Gedichte der Lieder-Edda die älteren sind, denn Snorri zitiert in seiner Schrift ausgiebig aus ihnen.

Snorris Ziel war die Abfassung eines Lehrbuches für Skalden (Dichter und Sänger). Die altnordische Dichtung lebt nämlich nicht nur von genauen Versmaßen, sondern auch von sehr phantasievollen und äußerst bildhaften Umschreibungen der Sachverhalte, den sogenannten kenningar (“[Er]kennungen”), die oft mythologische Hintergründe haben. Um diese kenningar verstehen und richtig anwenden zu können, muss der Dichter also deren Ursprung kennen. Und dieser Notwendigkeit verdanken wir es, dass Snorri hier eine Gesamtdarstellung der heidnischen Religion gibt. Sein Buch besteht aus drei Teilen, von denen sich das Skáldskaparmál (wörtlich: die Rede von der Schaffenskunst der Skalden) ausschließlich mit den “kenningar” beschäftigt (dieser Teil wird in der Forschung auch Þulur genannt), während das Háttatal (Strophenaufzählung) die Regeln für Versmaß und Stabreim erläutert. Inhaltlich am wichtigsten aber ist der Teil mit dem Titel Gylfaginning (“Gylfis Täuschung”), der deshalb so benannt ist, weil in der Rahmenhandlung ein schwedischer König namens Gylfi zu den alten Göttern reist, um sich von ihnen selbst alles über sie berichten zu lassen. Gegen zuviel Neugier des Fragenden aber schützen sich die Götter durch Sinnestäuschungen, mit denen sie Gylfi zusetzen und ihn am Ende buchstäblich mit lautem Knall wieder auf einem leeren Acker stehen lassen. [Anm.: Was sind DAS für verabscheuungswürdige Götter?] Dieser Text ist auch für heutige Zeitgenossen noch durchaus flüssig und sehr unterhaltsam zu lesen. Skáldskaparmál und Hattatál dagegen sind derartig trocken und nur für Fachleute und Spezialisten interessant, dass beide Teile in heutigen Übersetzungen meistens nicht mehr mit abgedruckt werden.

Die Beantwortung der Frage, wie verlässlich und authentisch sind die Informationen der Edda sind, war natürlich seit je ein zentraler Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung. Sehr vereinfacht ausgedrückt stellt sich das Problem in Form zweier grundsätzlicher Fragen dar.

Die erste Frage ist: Was wusste man zur Zeit Snorris tatsächlich noch von der Religion der Vorfahren? Als Snorri sein Buch niederschrieb, war Island schon über 200 Jahre lang christlich. Das Heidentum war keine gelebte Religion mehr, sondern nur noch ferne Erinnerung. Die frühere Forschung hat die Informationen Snorris deshalb auch erheblich angezweifelt und sie über weite Strecken als eigene Erfindung betrachtet. Die neuere Forschung aber hat Snorri weitgehend rehabilitiert. Heute glaubt man sagen zu können, dass seine Darstellung weitgehend auf ihm vorliegenden älteren Schriften und mündlich weitergegebenen authentischen Mythen beruht. Übertriebene Skepsis dürfte also fehl am Platze sein. Ein Religionswechsel passiert ja nicht schlagartig, er hat nicht nur eine Vorgeschichte, sondern vor allem auch ein reiches Nachleben der alten Religion. Das Wissen um die alten Götter und ihre Mythen muss sogar ein äußerst zähes Nachleben gehabt haben. Noch in einem kuriosen isländischen Zauberbuch aus dem 17. Jh. werden die alten Götter als wirkkräftige Wesenheiten betrachtet. Zu Snorris Zeiten muss also noch sehr viel der alten Lehre bekannt gewesen sein. Allerdings muss man damit rechnen, dass einzelne Details bereits zu seiner Zeit nur noch bruchstückhaft und unverständlich vorgelegen haben, so dass Snorri so manches durch ihm logisch scheinende Ergänzungen bzw. eigene Interpretationen überbrückt haben mag. Es liegt auf der Hand, dass sich dabei in Einzelfällen Irrtümer und Missverständnisse eingeschlichen haben könnten. Snorri war umfassend gebildet, geschult an mittelalterlicher Gelehrsamkeit und den Quellen der klassischen Antike. [Anm.: Welche allesamt nachweisliche Fälschungen der Kirche sind!] Aber er betrachtete die Religion seiner Vorfahren nicht mit jenem christlichen Abscheu, der uns aus den Quellen des kontinentalen Europa so oft entgegentritt. Auch wenn er dem alten Glauben distanziert gegenüberstand, so hat er doch nach bestem Wissen versucht, ihn so objektiv darzustellen, wie es einem Menschen seiner Zeit möglich war. Wir müssen uns aber stets dessen bewusst sein, dass Snorris Bericht in erster Linie seine eigene Meinung über die Religion seiner Vorfahren ist, nicht aber unmittelbarer Ausdruck dieser Anschauungen selbst. Seine größte Eigenmächtigkeit dürfte darin bestanden haben, dass er das ihm vorliegende Material behutsam in ein systematisches Gerüst einfügte. Polytheistische Religionen sind nämlich naturgemäß oft ein chaotischer Wildwuchs. Da sie keine verbindlichen Dogmen kennen, sind die einzelnen Mythen oft widersprüchlich und unvereinbar, je nachdem, wo und wann sie erzählt wurden. Hier war Snorri wohl geradezu gezwungen, die ihm bekannten Quellen zu harmonisieren und zu systematisieren, um ein in sich stimmiges Ganzes zu schaffen, möglicherweise auch unter Auslassung oder sogar Unterdrückung von Quellen, die ihm als zu widersprüchlich oder unverständlich erschienen. Deshalb sind leichte Zweifel daran angebracht, ob die wohlgeordneten Verhältnisse, wie sie uns Snorri präsentiert, tatsächlich den alten Gegebenheiten gerecht werden. Der zeitliche Ablauf der Geschehnisse, die scharf getrennten neun Welten, die genauen Zuordnungen der Göttersitze und die Verwandtschaftsverhältnisse, Partnerbeziehungen und Zuständigkeiten der Gottheiten sollte man sich vielleicht als nicht so starr und eindeutig geregelt vorstellen, wie uns das bei Snorri entgegentritt.

Die zweite Frage ist: Wie weit ist die Edda bereits von christlichem Gedankengut durchsetzt? Es gibt keinen Zweifel daran, dass Snorri überzeugter Christ und nicht etwa heimlicher Heide war. All seine Schriften machen das hinlänglich deutlich. Genauso wenig Zweifel gibt es daran, dass beide Eddas tatsächlich einige bereits christlich beeinflusste Elemente enthalten. Bei Snorri ist der Fall vergleichsweise problemlos. Sein christlicher Blickwinkel drückt sich zwar öfter deutlich aus. Aber gerade, weil das so deutlich geschieht, ist diese Einfärbung leicht zu erkennen und zu trennen. Bei der Lieder-Edda ist das Problem wesentlich komplizierter, da ein möglicher christlicher Einfluss lange vor die offizielle Einführung des Christentums auf Island (im Jahr 1000) zurückreichen kann: Island ist nicht ausschließlich von Norwegen aus besiedelt worden, sondern viele der Siedler waren Norweger, die bereits seit ein oder zwei Generationen in Irland gelebt hatten. Die dort ansässigen Norweger brachten ihre oft irischen Ehefrauen und ihr ganz bestimmt irisches Hofgesinde mit. Bereits die alten Quellen berichten über diese Herkunft, und die 2001 erfolgte genetische Totalerfassung aller Isländer hat diese Informationen völlig bestätigt: während sich die Herkunft der männlichen Isländer tatsächlich fast ausschließlich auf Norwegen zurückführen lässt, weisen 60 % der weiblichen Bevölkerung genetische Verbindungen mit den Britischen Inseln auf. Die keltischen Iren aber waren zu jener Zeit schon lange Christen, so dass wir auf Island seit Beginn der Besiedlung mit Verhältnissen rechnen müssen, die gerade durch die tolerante Grundhaltung des Heidentums christlichen und keltischen Einflüssen einen gewissen Raum gaben. So gilt z.B. der auf Island noch heute sehr lebendige Glaube an die in Hügeln lebenden Feen eher als keltisches Erbe. Die oft anzutreffende Meinung, die isländischen Verhältnisse hätten auf Grund der geographischen Isolation und des Traditionsbewusstseins der Isländer die nordgermanische Religion in besonders reiner Form bewahrt, ist so also nicht richtig. Im Gegenteil: Hätten wir eine norwegische oder schwedische “Edda” aus derselben Zeit (gerade Schweden ist erst sehr viel später als Island christianisiert worden), wäre eine solche mit Sicherheit sehr viel authentischer.

Andererseits ist auch bei dieser Frage übetriebene Skepsis unangebracht: Die politisch bestimmende Oberschicht der freien Bauern hielt fest an ihrem altüberlieferten Heidentum, und deren Stimme ist es, die aus der Edda zu uns spricht. Jede religionswissenschaftliche Erfahrung lehrt uns, dass sich solche fremden Einflüsse leichter in der sogenannten niederen Mythologie, in Brauchtum und Volksglauben niederschlagen (siehe das Beispiel der Feen), aber sehr viel schwerer Einlass in den offiziellen Kult der Hochgötter finden. Zudem sind die Stellen der Edda, die man christlichen Gedankengutes verdächtigt, eigentlich an wenigen Fingern aufzuzählen. Und ausgerechnet jene Elemente, denen auch der Laie auf Anhieb eine Ähnlichkeit mit christlichen Vorstellungen anzusehen meint (Odins Selbstopfer, das apokalyptische Ende und die Neugeburt der Welt) haben sich gerade als nicht-christlich und ur-heidnisch herausgestellt. [???]

Insgesamt sollte man die hier angesprochenen Bedenken gegen den uneingeschränkten Quellenwert der Edda zwar kennen, aber nicht überbewerten. Jeden Satz der Edda auf mögliche Fremdeinflüsse hin kritisch zu beäugen, wird den Texten mit Sicherheit nicht gerecht. Bei all dem ist die Suche nach einer möglichst “reinen” und “unverfälschten” Schicht der germanischen Religion ein Betrachtungsproblem der heutigen Zeit und bereits ein Denkfehler in sich: Eine solche “reine” Religion hat es auf unserer Welt nämlich nirgendwo und zu keiner Zeit gegeben. Wie alle anderen Kulturmerkmale ist auch Religion stets ein Produkt, das sich aus vielfältigen und unterschiedlichen Quellen speist und sich ständig fort- und weiterentwickelt. [Anm.; Besonders unter dem Einfluss der Juden!]

Vor allem aber muss man sich davor hüten, die Edda als Darstellung “der” germanischen Religion schlechthin zu betrachten. Was uns in der Edda als speziell isländische Tradition entgegentritt, muss nicht im selben Maße auch für Norwegen, Schweden und Dänemark gegolten haben. Gerade Saxos Quellen über Dänemark stellen etliche der Mythen bereits sehr unterschiedlich dar. Ganz und gar auf dünnem Eis bewegt man sich aber, wenn man die Inhalte der Edda auch auf jene germanischen Völker übertragen will, die 1000 Jahre früher im heutigen Deutschland lebten. Parallelen, ursprungsverwandte Mythen und auch dieselben Hauptgötter dürfen wir schon annehmen. Darüber hinausgehende Details aber sind größtenteils pure Spekulation.

Übersetzungen

Jede Übersetzung kann immer nur Annäherung, aber niemals genaue Entsprechung sein. Wenn wir dieses Problem schon bei der Prosa, also der erzählenden Literatur haben, dann umso mehr bei der Lyrik (Gedichten), deren Sprache – wie der Begriff ja schon sagt – extrem “verdichtet” ist und die außerdem meistens noch einen streng vorgeschriebenen Versrhythmus hat. Um es noch komplizierter zu machen kommt im Altnordischen noch das Stilmittel des Stabreimes hinzu: Nicht die letzte Silbe einer Zeile reimt sich auf die letzte der nächsten Zeile, wie wir es gewohnt sind, sondern die Anfangssilben bestimmter Wörter müssen sich reimen, und das an sehr genau festgelegten Stellen im selben Satz, eingebunden in ein strenges Versmaß der Gesamtstrophe, von dem es wiederum etliche Variationen gibt.

Außerdem kommt das Altnordische – darin dem Englischen ähnlich – mit sehr viel weniger Wörtern und Silben in einer Zeile aus, als das Deutsche es mit seinen vielen Pronomen, Präpositionen und Artikeln vermag. Es ist also schlicht unmöglich, Versmaß, Stabreim und Wortbedeutung gleichermaßen getreu ins Deutsche zu übertragen. Zwangsläufig muss dabei eines immer auf Kosten des anderen gehen. Bei der grundsätzlich nötigen Entscheidung des Übersetzers, ob inhaltliche Bedeutung möglichst genau wiedergegeben oder aber Reim und Rhythmus gerettet werden sollen, sind verständlicherweise meistens Kompromisse angestrebt worden, die bisher aber leider immer zu Gunsten der beiden letzgenannten Elemente ausfielen, und das häufig mit dem katastrophalen Ergebnis, dass man letztlich keinem der Elemente mehr gerecht wurde und seltsame Versungeheuer entstanden, die man nur noch verstehen kann, wenn man das Original kennt.

Die hier angesprochenen Probleme beziehen sich natürlich zuallererst auf die Gedichte der Lieder-Edda, nicht auf die erzählende Prosa-Edda Snorris. Letztere bietet kaum übersetzungstechnische Schwierigkeiten und liegt auch in sehr gesichertem Wortlaut vor, womit wir bei einem weiteren Problem der Lieder-Edda sind: Die uns erhalten gebliebenen Handschriften sind nicht völlig identisch, sondern weisen geringe Abweichungen voneinander auf. Im Altnordischen aber kann schon ein einziger Buchstabe den Sinn eines Wortes gänzlich ändern, ein einziges Wort aber bereits den Sinn einer ganzen Strophe. Wir können nie völlig sicher sein, ob diese Abweichungen auf simple Schreib- oder Flüchtigkeitsfehler zurückgehen, [Anm.: oder auf bewusste Fälschungen!] oder ob sie eine ursprünglichere und damit authentischere Version darstellen. Der Urtext ist also nicht so sicher überliefert, wie es wünschenswert wäre. Es gibt außerdem offensichtliche Auslassungen wie auch spätere Einschübe, die Manuskripte sind an manchen Stellen beschädigt oder unleserlich, und in der lange tradierten Kunstsprache der Edda tauchen seltene und künstliche Ausdrücke auf, die in den zahlreichen anderen Texten, wie den Sagas, kaum je vorkommen. [Anm.: Unsere wahren Urahnen benutzten garantiert KEINE Kunstsprache und künstliche Ausdrücke – dies ist erst eine Erfindung der Juden!] Keine Übersetzung kann deshalb ohne folgenschwere Entscheidungen des Übersetzers auskommen und würde deshalb stets zahlreiche Anmerkungen und Erläuterungen erfordern. Genau daran fehlt es aber bisher völlig, so dass dem Leser eine inhaltliche und überlieferungstechnische Problemlosigkeit der Texte suggeriert wird, die ihnen gerade nicht eigen ist.

Die Übersetzung von Karl Simrock

Die zahlreichen Übersetzungen des 19. Jahrhunderts sind nur noch aus historischen Gründen interessant und heute größtenteils zu Recht vergessen. Die älteste heute noch nachgedruckte Übersetzung stammt von Karl Simrock (1802-1876), einem der bedeutendsten Germanisten des 19. Jahrhunderts, und seine 1851 erstmals erschienene Übersetzung setzte für lange Zeit Maßstäbe. Simrock bemühte sich um eine recht genaue Übersetzung bei gleichzeitiger Stabreimrettung, also um den erwähnten Kompromiss. Das führte dazu, dass er oft recht skurrile deutsche Wörter benutzen musste, die damals bereits altertümlich wirkten und heute gänzlich unverständlich sind. Wer weiß heute noch, dass z.B. Gezäh früher einmal Bergmannswerkzeug bedeutet hat? Zudem steckte die Erforschung des Altnordischen selbst wie auch die der germanischen Religionsgeschichte damals noch in ihren Anfängen, was dazu führte, dass Simrock einige dunkle und schwer verständliche Passagen entweder ganz auslässt oder aber völlig falsch übersetzt, indem er gewaltsam einen Sinn hineinfantasiert. Ein durchgängigeres Problem ist sein Verhältnis zum Text selbst, eine weihevolle Ehrfurcht, die noch ganz in der deutschen Romantik verwurzelt ist, die in der Edda mit verehrender Scheu dem ursprünglich Göttlichen zu begegnen glaubte.

Die Übersetzung von Wilhelm Jordan

Seit kurzem ist auch wieder die Übersetzung Wilhelm Jordans erhältlich, die Ende des 19. Jahrhunderts erschien. Sie ist ausgesprochen interessant und eine sehr eigenständige Leistung, der man anmerkt, dass sie sich wirklich am Originaltext orientiert. Jordan vermeidet dadurch einige der in allen anderen Übersetzungen auftauchenden Fehler. Andererseits hapert es dafür an anderen Stellen, da er in Sachen Eigenständigkeit und Originalität zuweilen sehr über das Ziel hinausschießt und recht abenteuerliche Textverbesserungen vorschlägt (und auch dementsprechend übersetzt), die man nur als krasse Außenseitermeinung bezeichnen kann und die gerade angesichts von über hundert Jahren weiterer Forschungsgeschichte heute als verfehlt angesehen werden müssen.

Die Übersetzung von Rudolf Gorsleben

Auch die Übersetzung Rudolf Gorslebens von 1920 ist wieder auf dem Markt, die aber aus verschiedenen Gründen entbehrlich ist. Sprachlich ähnelt sie der Arbeit von Jordan, Gorsleben aber zerreißt die Lieder völlig und ordnet ihre Inhalte völlig neu an. Eine Strophenzählung fehlt völlig und die Reihenfolge ist sehr willkürlich. Gorslebens ariosophischer Hintergrund wird an eigenmächtigen Änderungen deutlich, wenn er z.B. den Gott Rígr in “Aring” umbenennt und Odins Zauberlieder mit den 18 Symbolen des sogenannten Armanen-Futharks versieht.

Die Übersetzung von Felix Genzmer

Die bis heute am häufigsten nachgedruckte Übersetzung stammt von Felix Genzmer (1878-1959), und sie wird zu Recht als sprachlich beeindruckende Leistung angesehen. Genzmer versuchte wie kein anderer, den “Geist” der Edda zu erfassen, deshalb ist sein Werk eigentlich mehr Nachdichtung als Übersetzung. Den Stabreim versucht er weitgehend beizubehalten. Durch extreme Komprimierung verkürzt er die Sprache auf wuchtige Maße, die dem Original nahekommen. Der Effekt dieses Stilmittels wirkt im Deutschen allerdings völlig anders, als im Altnordischen. Da bei letzterem auch die Prosasprache recht knapp daherkommt, ist dort in dieser Hinsicht der Unterschied zwischen Gedicht und Prosa nicht ganz so gewaltig, wie bei der Eindeutschung Genzmers. Jene Passagen des Originals, die dunkel und geheimnisvoll sind, wo Schicksalsmächte und Heroisches unentrinnbar walten, bringt Genzmer gut zum Ausdruck. Aber die andere Seite der Edda, das Erdhafte, Bodenständige, Humorvolle und menschlich Anrührende ist bei ihm kaum mehr erkennbar. Denn der “Geist”, den Genzmer der Edda unterlegt, ist vor allem der Zeitgeist der wilhelminischen Ära, die von heute unerträglichem Pathos und heldischer Überhöhung geprägt war. So wimmelt es denn bei Genzmer auch nur so von “Edelingen, hehren Recken, holden Maiden” usw., was aus heutigem Sprachverständnis dem Original keineswegs gerecht wird. Es steht zu befürchten, dass diese seit fast 100 Jahren am weitesten verbreitete Übersetzung mit ihrem Pathos nicht ganz unschuldig an dem verzerrten Germanenbild war, welches das ganze 20. Jahrhundert prägte.

Die Übersetzung von Arthur Häny

Erst 1987 erschien eine grundlegende Neuübersetzung des Dichters Arthur Häny, die einige Fehler der Vergangenheit zu vermeiden versucht. Häny übersetzt sinngemäß so gut wie möglich, auch die humorvollen Stellen kommen nicht zu kurz, er versucht aber, einen genauen Versrhythmus einzuhalten. Vor allem aber bemüht er sich um ein etwas zeitgemäßeres Deutsch und gibt gerade dadurch dem Text ein großes Stück seiner Authentizität zurück. Der von vielen Übersetzern angestrebte Kompromiss ist hier recht gut gelungen. Dafür aber verzichtet Häny auf durchgehende Rettung des Stabreimes. Und das ist auch gut so, denn gerade dessen zwanghafte Anwendung im Deutschen verhindert oft eine genaue Übertragung und lässt viele Übersetzungen gerade von der Wortwahl her so sonderbar klingen. Allerdings übersetzt auch Häny die berühmte letzte Zeile der Völuspa sinnentstellend falsch, was aber mit Ausnahme Wilhelm Jordans ein Grundproblem fast aller deutschen Übersetzungen ist. Insgesamt gesehen dürfte Hänys Übersetzung derzeit die erste Wahl darstellen, und das vor allem für Menschen, die dem Text zum ersten Mal entgegentreten.

Während sich all die erwähnten Übersetzungen auf die Lieder-Edda beziehen, kann man zur Prosa-Edda Snorris eigentlich alle Übersetzungen empfehlen bzw. nicht sonderlich kritisieren. Sie wird heute in Übersetzungen von Karl Simrock, Gustav Neckel und Arthur Häny vertrieben. Auch hier ist die Übersetzung Hänys deshalb hervorzuheben, weil sie im verständlichsten Deutsch daherkommt.

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Quelle: eldaring.de

Snorri Sturluson – Ein politischer Machtjude schrieb die Edda

Snorri Sturluson (* 1179 in Hvamm, Island; † 22. September 1241 in Reykholt) war ein altisländischer, jüdischer, mittelalterlich-christlicher Skalde/Dichter und Historiker. Des Weiteren war er als skrupelloser Machtpolitiker bekannt.

Snorris Eltern waren Sturla Þórðarson und Gudny Bödvarsdóttir. Aufgezogen wurde er – nach dem Brauch der Zeit, ähnlich wie in Zentraleuropa bei den Knappen der Ritter – von einem mächtigen Mann, Jón Loptsson (1124–1197), der als einer der einflussreichsten Goden und klügsten Männer Islands beschrieben wird. Jón Loptsson kam aus einer mächtigen Familie, deren Linie bis auf Halvdan Svarte zurückreichte, und wohnte in Oddi, einem kulturellen Zentrum im Mittelalter auf Island. Dort lernte Snorri das Lesen und Schreiben und bekam Unterricht in Latein, Theologie, Geografie und isländischem Recht. Nach einer kurzen ersten Ehe mit einer reichen jungen Frau in Borgarnes zog er 1206 nach Reykholt, wo er den Rest seines Lebens seinen Wohnsitz hatte. Snorri hatte zwei ältere Brüder, Þórður und Sighvatur.

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Snorri Sturluson. Illustration des norwegischem Malers Christian Krohg für die Heimskringla-Ausgabe von 1899

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Werke

Snorri ist der Autor der Snorra-Edda (auch Prosa-Edda, unpräzise Jüngere Edda genannt), (u.a.) einem Lehrbuch für Skalden. Nur die älteste der vier Handschriften dieses Werkes nennt den Namen des Autors. Da auch sie erst ca. 60 Jahre nach seinem Tod entstand und die einzelnen Handschriften sich stark von einander unterscheiden, weil das Werk als Lehrbuch nach den jeweiligen Bedürfnissen des Unterrichts von den Abschreibern verändert wurde, ist es möglich, dass auch in der ältesten erhaltenen Fassung nicht alle Teile von Snorri selbst stammen.

Die Prosa-Edda setzt sich aus vier Teilen zusammen. Prologus und Gylfaginning bilden eine Einführung in die nordische Mythologie aus euhemeristischer Sicht. Das Skáldskaparmál als Poetologie informiert über die skaldischen Stilmittel, kenningar und heiti. Den letzten, wahrscheinlich aufgrund Snorris gewaltsamen Tods unvollendeten Teil bildet das Háttatal, eine Verslehre.

Schließlich ist er auch mit sehr großer Sicherheit der Autor der Heimskringla, einer Geschichte der norwegischen Könige. Manche vermuten außerdem wegen einiger Stilähnlichkeiten zwischen der Egils saga und der Heimskringla, dass er auch der Urheber der Egils saga sei.

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Snorri diktiert sein Werk – die Edda

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Politik

Snorri war als Politiker sehr erfolgreich, seine Familie, die Sturlungar, eine der mächtigsten im Lande. Er selbst hatte zweimal die einflussreichste Position im isländischen Parlament, dem Althing inne: als Gesetzessprecher. Nicht umsonst nennt man auch die Phase zu seinen Lebzeiten in der Geschichte Islands die Sturlungenzeit.

Im Sommer 1218 segelte Snorri von Island nach Norwegen. Hier besuchte er Jarl Skuli während des Winters und im darauf folgenden Sommer Eskil Magnusson und seine Frau Kristina Nilsdottir Blake in Skara. Sie waren beide mit der königlichen Familie verwandt.

Dieser Jarl Skuli verwickelte sich etliche Jahre nach Snorris Rückkehr nach Island in einen fatalen Aufstand gegen den norwegischen König Håkon Håkonarson. Der König vermutete, dass Snorri ebenfalls darin eine Rolle gespielt habe, und ließ ihn in Reykholt zusammen mit einigen seiner Söhne hinrichten.

Snorri_Sturluson_Statue

Statue von Snorri Sturluson

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Zum Namen

Im Isländischen gibt es keine eigentlichen Nachnamen, sondern nur den Vaters- (heutzutage auch den Mutters-) Namen, in der Form Sohn von bzw. Tochter von als zweitem oder drittem Namen. Infolgedessen sollte etwa Snorri Sturluson (Sohn von Sturla) nicht Sturluson, sondern höchstens Snorri genannt werden. Der Name Snorri stellt sich zum Verb aisl. snarfla ‘röcheln’.

Snorri ist übrigens auch heute noch ein beliebter Vorname für Jungen in Island.

Hier noch ein interessanter Verweis auf ein antiquitarisches Buch zum Thema:

http://www.amazon.de/Jude-schrieb-Edda-Deuterojesajas-Runeninschriften/dp/B004E5M4PG

Buch - Ein Jude schrieb die Edda

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30. Juni 1934: Im Braunen Haus gibt Adolf Hitler wegen Spaltungsversuchen (Röhm-Revolte) die Absetzung von SA-Stabschef Röhm bekannt

Die Röhm-Revolte, heute bekannt unter dem Begriff Röhm-Putsch, benennt die teilweise militanten Vorkommnisse in den Monaten Juni und Juli des Jahres 1934 im Zusammenhang mit dem dabei zu Tode gekommenen Ernst Röhm. Geschichtsverfälschend wird die nationalsozialistische Reaktion darauf heute auch Nacht der langen Messer genannt.

Vorgeschichte

Die Unzufriedenheit Ernst Röhms und des linken Flügels der SA über die nationale Revolution des 30. Januar 1933 mag ein wichtiger Auslöser gewesen sein für die im sogenannten Röhm-Putsch eskalierten Ereignisse; denn für die linksgerichteten SA-Anhänger fehlte noch der zweite Teil, die nationalbolschewistische Revolution. Zudem war es zu erheblichen Spannungen zwischen der Reichswehr- und der SA-Führung gekommen, da Röhm offen Pläne vorantrieb, aus Reichswehr und SA ein Milizheer unter seiner Leitung zu machen. Dabei war Röhm zu keinen Kompromissen bereit, die Adolf Hitler mehrfach zu erreichen versuchte. Die Gefahr eines Bürgerkrieges in Deutschland war groß und die mögliche Intervention Frankreichs und Polens höchst wahrscheinlich.

In seiner vor den Reichsstatthaltern in der Reichskanzlei gehaltenen Rede vom 06. Juli 1933 verkündete Adolf Hitler unmissverständlich offiziell das Ende der nationalsozialistischen Revolution. Anlass hierfür war die Sorge vor der Militanz gewisser SA-Kreise, die mit Macht auf eine zweite, nationalbolschewistische, Revolution drängten.

Die von Adolf Hitler verkündete Beendigung der Revolution wurde zu einem offiziellen Akt gemacht, als Wilhelm Frick in seiner Eigenschaft als Reichsinnenminister am 11. Juli 1933 in einem Rundschreiben erklärte:

„Der Herr Reichskanzler hat eindeutig festgestellt, daß die deutsche Revolution abgeschlossen ist.“

Nach dem politischen Sieg der NSDAP hegten viele SA-Führer den Wunsch, die Keimzelle einer neuen nationalsozialistischen Wehrmacht zu bilden. Das aber scheiterte auch an der Tatsache, dass Adolf Hitler dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg bei seiner Ernennung das Versprechen, ja das Ehrenwort gegeben hatte, sich jedes Eingriffes in die Reichswehr zu enthalten. Hitler hatte schon während seiner Haft in Landsberg als eine der unwandelbaren Regeln für den Neuaufbau der Partei niedergelegt, dass die neue NSDAP niemals in einen Konflikt mit der Reichswehr geraten dürfe.

Dagegen bezog Ernst Röhm nicht nur verbal Stellung, indem er bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Führer des Reiches brüskierte, sondern arbeitete auch aktiv auf einen Umsturz hin, der unter dem Stichwort Nacht der langen Messer geplant wurde.

„Anfang März hinterbrachte ein beunruhigter SA-Führer, Viktor Lutze, Rudolf Hess Augenzeugenberichte über konkrete Pläne Ernst Röhms, gegen die deutsche Regierung zu putschen.

Röhm, der mittlerweile auf einer geheimen Kabinettsliste des Generals Kurt von Schleicher als Kandidat für das Amt eines Reichswehrministers erwähnt war, hatte seine Planungen für ein Umsturzvorhaben unterdessen weiter vorangebracht. Nach seinem wehrpolitischen Konzept sollte neben der Reichswehr eine 300.000 Mann starke Miliz entstehen. Dies entsprach jedoch nicht Adolf Hitlers Vorstellungen von einer neuen Wehrmacht aus der Mitte des Volkes. Offenbar hatte sich Röhm zu beiden Seiten hin verkalkuliert. Kurt von Schleicher betrachtete ihn nur als Marionette, um einen geplanten Militärputsch gegen die rechtmäßige Reichsregierung durchführen zu können. In seinem Buch „Widerstand im Dritten Reich“ führt Heinz Roth dazu aus:

„Auch der nächste Umsturzversuch sollte, – wie alle späteren – scheitern. Im Zusammenwirken zwischen Schleicher, dessen Kontakt zur ‚Abwehr‘ auch unter Kapitän Patzig funktionierte, dem erwähnten ‚Hammersteinkreis‘ und den ,Jungkonservativen’ um Dr. Edgar Jung, beabsichtigte dieser, Adolf Hitler noch vor dem befürchteten Ableben Hindenburgs‚ legal‘ aus dem Sattel zu heben. Als Höhepunkt des Unternehmens sollte am 1. Juli 1934 die Militärdiktatur ausgerufen werden. Schleicher hatte sich seit langem, mit wachsendem Erfolg, bemüht, durch Mittelsleute Röhm gegen Adolf Hitler auszuspielen. Adolf Hitler sollte zwischen den Forderungen des Stabchefs nach militärischer Macht und der sich dagegen zur Wehr setzenden Reichswehr zerrieben werden.“

Die Folge von Röhms aufgeflogenen Umsturzplänen war die von Adolf Hitler befohlene und vom 30. Juni bis zum 2. Juli 1934 vollzogene Gefangennahme und Liquidierung der SA-Führung und deren Stabschef Ernst Röhm als präventive Maßnahme eines unmittelbar bevorstehenden Putsches. Adolf Hitler ging in seiner Rede vom 13. Juli 1934 nach der Aufdeckung und Liquidierung des Verschwörerkreises ausführlich auf seine Beweggründe und die zuvor erfolgten Entwicklungen ein.

“Seit vielen Monaten wurde von einzelnen Elementen versucht, zwischen SA und Partei sowohl wie zwischen SA und Staat Keile zu treiben und Gegensätze zu erzeugen. Der Verdacht, daß diese Versuche einer beschränkten, besonders eingestellten Clique zuzuschreiben sind, wurde mehr und mehr bestätigt. Stabschef Röhm, der vom Führer mit seltenem Vertrauen ausgestattet worden war, trat diesen Erscheinungen nicht nur nicht entgegen, sondern förderte sie unzweifelhaft. […] Stabschef Röhm trat ohne Wissen des Führers mit General Schleicher in Beziehungen. […] Da diese Verhandlungen endlich – natürlich ebenfalls ohne Wissen des Führers – zu einer auswärtigen Macht bzw. deren Vertretung sich hinerstreckten, war sowohl vom Standpunkt der Partei wie auch vom Standpunkt des Staates ein Einschreiten nicht mehr zu umgehen. […]”

– Germania, Zeitung für das Deutsche Volk, 1. Juli 1934 –

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Der Völkische Beobachter vom 1. Juli 1934

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Ablauf der Vorkommnisse

Seitens der Schutzstaffel, die eine Gliederung der SA war, wurden womöglich unbegründete Gerüchte über einen Putsch durch die SA-Führung verbreitet. Des weiteren wies man auf die homosexuelle Neigung einiger Funktionäre hin.

Am 30. Juni 1934 wurde Röhm auf Befehl und unter aktiver Beteiligung Adolf Hitlers verhaftet. So erging es auch den anderen anwesenden SA-Führern. Nur Edmund Heines, der mit einem anderen Mann im Bett überrascht wurde, leistete Widerstand.

Ernst Röhm kam, zusammen mit weiteren inhaftierten SA-Führern, im Gefängnis in München-Stadelheim unter nicht vollkommen nachvollziehbaren Umständen ums Leben.

Die Frankfurter Zeitung vom 2. Juli 1934 berichtete dazu auf der Titelseite unter der Überschrift „Ernst Röhm erschossen“:

„Dem ehemaligen Stabschef Röhm ist Gelegenheit gegeben worden, die Konsequenzen aus seinem verräterischen Handeln zu ziehen. Er tat das nicht und wurde daraufhin erschossen.“

Nach der Niederschlagung wurde von Adolf Hitler für alle Angehörigen der liquidierten Verräter ein von Franz Breithaupt verwalteter Sonderfonds eingerichtet, aus dem diese versorgt wurden.

Der Ort des Geschehens: Die Pension Hanselbauer in Bad Wiessee

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Klarstellungen vor dem Nürnberger Tribunal

Die Erschießungen wurden vom Reichspräsidenten Paul von Hindenburg als legal betrachtet, wie aus einem Telegramm hervorgeht, in dem Hindenburg Adolf Hitler zur Niederschlagung des geplanten Staatsstreichs gratulierte. Auch Franz von Papen betrachtete die Erschießungen als eine berechtigte Ausnahmemaßnahme.

Konsequenzen

Die SA wurde neu organisiert und auch durch Verringerung der Stäbe auf das notwendige Maß reduziert. Die SS wurde eine eigenständige Einheit. Das Reichskabinett dankte dem Führer in einer Sitzung am 3. Juli und beschloss das „Gesetz über die Maßnahmen der Staatsnotwehr“.

Auf einer wegen des Röhm-Putsches einberufenen Reichstagssitzung am 13. Juli 1934 gab Adolf Hitler nicht nur einen Überblick über das Geschehen, sondern teilte auch der Öffentlichkeit die Zahl der vom 30. Juni bis 2. Juli wegen „Teilnahme an dem Komplott“ Hingerichteten mit. Laut Hitlers Angaben waren 19 höhere SA-Führer, 31 mittlere SA-Führer bzw. -Angehörige, drei SS-Führer und fünf Parteiangehörige abgeurteilt, d. h. erschossen worden. 13 SA-Führer und Zivilpersonen seien wegen Widerstandes bei der Verhaftung erschossen worden. Im Zusammenhang mit dem aufgedeckten Komplott wurden nachstehende SA-Führer erschossen: Die Obergruppenführer A. Schneidhuber und E. Heines, die Gruppenführer K. Ernst, W. Schmid, H. Hayn, H.-P. von Heydebreck und der Standartenführer H.-E. Graf Spreti. Im Zusammenhang mit der Niederschlagung sollte der frühere Reichsminister General a. D. von Schleicher von Kriminalbeamten festgenommen werden; er widersetzte sich mit seiner Waffe. Durch den dabei erfolgten Schusswechsel wurden er und seine dazwischentretende Frau tödlich verletzt.

Am 17. August 1934 ordnete Hermann Göring aufgrund des Amnestiegesetztes vom 10. August 1934 die Entlassung von 1.079 Schutzhäftlingen an, die während der Revolte festgenommen worden waren.

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Auslandsecho

“Wer diese Worte nicht gehört hat, nicht den Saal sah, in dem sich Abgeordnete, Publikum, […] die Journalisten wie ein Mann erhoben und ihm zujubelten, der hat nichts gesehen von Deutschland.”

– Phillip Barres, Matin, Paris –

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Quelle: Metapedia

Ägyptische Osiris-Figur in Bayern ausgegraben

Von Ronald Orlogi, veröffentlicht in EFODON NEWS Nr. 5/1991

Die ehemalige Steinhauersiedlung Bauzing bei Hauzenberg (Lkr. Passau) ist der Fundort einer etwa 2200 Jahre alten ägyptischen Osiris-Figur aus Bronze.

Osiris-Figur

Eine ähnliche Osiris-Figur

Bauzing besteht erst seit etwa 1939, und vor dieser Zeit war Bauzing nur als Flurname bekannt. Aufgrund der ständigen Nässe der dortigen Häuser unternahm 1972 (!) einer der Beisitzer den Versuch, dem Übel auf den Grund zu gehen.

Die Ursache der Feuchtigkeit war eine starke Quelle zwischen 2,5 und 6 Metern Tiefe. Beim Trockenlegen stieß der Grundstückseigentümer mit der Schaufel auf einen unförmigen Klumpen, den er etwa zehn Jahre lang aufhob. Als er ihn dann wegwerfen wollte, kratzte er noch einmal daran herum, und es kristallisierte sich eine etwa zwanzig Zentimeter große Figur daraus heraus. Der Passauer Arzt und Sammler Dr. Kapfhammer stellte nach gründlicher Reinigung des Objektes fest, dass es sich dabei um eine altägyptische Osiris-Figur handele.

Sie wurde etwa in das 2. Jahrhundert vor unserer Zeit datiert. Wie diese Figur in das Gebiet des südlichen Bayerischen Waldes gelangte, ist bisher rätselhaft. Vielleicht labte sich an dieser Quelle ein heimkehrender Krieger, möglicherweise ein Kelte. Damals kamen diese auch als römische Legionäre in Ägypten zum Einsatz. Es ist nicht bekannt, ob diese Statuette nur verloren ging oder ob sie geopfert wurde.

Die Figur befindet sich im Privatbesitz von Dr. Kapfhammer. Derzeit ist der „Osiris von Bauzing“ als Leihgabe im Römermuseum Boiotro in Passau zu sehen.

Diese Osiris-Figur ist kein Einzelstück in Bayern. Bekannt ist auch ein Osiris-Fund in Tacherting bei Traunstein/Obb. Außerdem sollen im Raum Regensburg und im Raum Straubing Apis- und HermesStatuetten gefunden worden sein. Auch aus Oberösterreich sind mehr als ein halbes Dutzend OsirisFunde bekannt.

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Die Kugel: das Symbol des alten Nachrichtensystems

Von Gernot L. Geise; veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 18/1996

Schaut man sich alte Darstellungen an, ob es Bilder, Skulpturen oder Deckengemälde in alten Kirchen sind, so muss dem wachen Betrachter auffallen, dass überdurchschnittlich oft Szenen dargestellt werden in Verbindung mit irgendwelchen Kugeln. Die auf hier dargestellten Kugeln müssen damals immens wichtig gewesen sein, denn sie befinden sich ausnahmslos an exponierter Stelle, meist mitten im Bild. Die dargestellten Figuren gruppieren sich um die Kugel herum und weisen mit Gesten oder mit Gegenständen auf sie.

Oft wird „Gottvater“ thronend dargestellt, wobei er entweder einen Fuß oder gleich beide Füße auf der Kugel stehen hat, als ob sie ein besiegter Feind wäre. Auf anderen Darstellungen legt er einen Arm (meist seinen linken) besitzergreifend auf oder um die Kugel.

Wieder andere Darstellungen zeigen oftmals kirchliche oder weltliche Würdenträger in Verbindung mit einer Kugel. Späterhin findet man die Kugel wieder in den Darstellungen des sogenannten Reichsapfels – wobei anzumerken sei, dass ein Apfel ganz anders aussieht, eben nicht kugelförmig, aber anscheinend ist das noch niemandem aufgefallen.

Die Darstellungen mit „Gottvater“ und der Kugel zeigen jeweils eine – den Proportionen nach zu urteilen – etwa einen halben bis einen Meter durchmessende Kugel. Sie ist auf Gemälden oftmals in hellblauer Farbe gehalten. Dass sie so wichtig ist, erkennt man daran, dass vielfach um sie herum gruppierte Personen darauf zeigen, und mit einiger Ahnung der „Verborgenen Geometrie“ von Volker Ritters erkennt man, dass man Linien von einzelnen wichtigen Gegenständen zur Kugel ziehen kann. Fahnenstangen, Schwerter, Lanzen, Hände, Füße, ja sogar die Blicke der Umstehenden sind auf die Kugel gerichtet.

Welcher geheimnisvolle Gegenstand wurde hier immer wieder abgebildet? Die einfachste Erklärung wäre – und tatsächlich hört man dies hier und da -, dass es sich um die Darstellung der Erdkugel handele (obwohl keinerlei Andeutungen von Kontinenten darauf zu sehen sind). Diese Erklärung scheint mir jedoch insgesamt zu einfach, und für die älteren Darstellungen ganz unakzeptabel: Hätte nämlich ein Künstler des Mittelalters oder der Renaissance es gewagt, die Erde als Kugel darzustellen, er wäre unverzüglich als Ketzer verbrannt worden. Man darf nicht vergessen, dass die Kirche schließlich bis fast in die Neuzeit darauf beharrt hat, die Erde sei eine Scheibe. Bei solchen Behauptungen werden sie doch nicht eine kugelförmige Erde in ihren Gotteshäusern abbilden und sich somit selbst der Lüge bezichtigen

Ebenso rätselhaft ist die Symbolik des sogenannten Reichsapfels. Es gibt keine einzige logische Erklärung dafür, warum ein Herrscher unbedingt mit einer Kugel in der Hand seine Macht demonstrieren sollte. Für diesen Zweck gab es wahrlich bessere, eindrucksvollere Gegenstände. Man vertritt hier allgemein die Erklärung – die keine ist -, der Reichsapfel symbolisiere die Macht des Kaisers (bzw. Königs) über den „Erdkreis” (1). Nähere Erklärungen finden sich nicht. Doch auch ein (christlicher) Herrscher hätte sich die Darstellung einer kugelförmigen Erde keinesfalls erlauben dürfen! Außerdem hätte man dieses Herrscher-Utensil dann nicht „Apfel“, sondern etwa Erde, Erdkugel, Welt oder sonst wie genannt.

Als der EFODON e.V. im Jahre 1991 das EFODON-Projekt „Holzhausen“ ins Leben rief, ging es hierbei vordergründig um den Nachweis, ob es einen Zusammenhang zwischen den unzähligen „Holz“- Orten und Keltenschanzen gibt. Durch eine Forschungsrichtung, die sich aus dem Befassen mit der keltischen Kultur herausentwickelte, konnte der EFODON e.V. den Nachweis erbringen, dass die Kelten ein überregionales Alarm- und Nachrichtensystem hatten – worüber bezeichnenderweise in keinem Lehrbuch ein Sterbenswörtchen steht (2).

Was hat ein keltisches Nachrichtensystem jedoch mit Kugeldarstellungen auf mittelalterlichen Gemälden zu tun?

Wir fanden bei unseren Recherchen heraus, dass die Kelten quasi ein „duales“ Nachrichtensystem benutzten. Es bestand zunächst aus einer ganzen Reihe von „Hell“-Plätzen (die heute noch auf Landkarten manifestiert sind), meist auf oder an Bergen oder Hügelkuppen, auf denen beim Anrücken eines feindlichen Heeres ein Alarmfeuer angefacht werden konnte, ähnlich wie heute noch die „Johannis-“ oder Sonnwendfeuer. Die eigentliche Nachrichtenübermittlung jedoch geschah durch Lichtsignale, die mithilfe von wassergefüllten Glaskugeln mit einer dahinter positionierten Lichtquelle laserstrahlähnlich und zielgenau von einer Station zur nächsten ausgerichtet waren.

Dass diese Art der Nachrichtenübermittlung wirklich funktioniert, haben wir in mehreren Testreihen selbst praktisch nachvollzogen.

Nachdem die Keltogermanen zwangschristianisiert waren, geriet ihr ehemaliges Nachrichtensystem in der Bevölkerung in Vergessenheit, denn dieses war schließlich das erste, was von den christlichen Eroberern zerstört und „verteufelt“ wurde. Nur eine vage Erinnerung blieb vorhanden, dass eine (Glas-) Kugel etwas eminent Wichtiges war. Dies hinderte jedoch die christlichen Eroberer nicht daran, das erbeutete System für die eigenen Zwecke zu nützen, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bis Anfang unseres Jahrhunderts war beispielsweise noch eine solche Lichtsignalverbindung zwischen dem Kloster Andechs quer über den Ammersee nach Dießen (das sind rund acht Kilometer Luftlinie) und sogar bis nach Landsberg am Lech (rund zwanzig Kilometer Luftlinie) und zum Hohenpeißenberg (rund fünfundzwanzig Kilometer Luftlinie!) „klerikal“ in Betrieb. Sie funktionierte exakt nach dem von uns rekonstruierten System mit der Glaskugel.

Das ehemalige Nachrichtensystem bestand nur in der ersten Zeit aus relativ einfachen Feuerstellen. Im Laufe der Zeit entwickelten sich ganze Nachrichtenturmreihen, die so errichtet waren, dass sie gerade an der Grenze des Sichtbaren standen. An diese Türme angebaut war meist ein Lagerhaus für Brennmaterial und zur Unterkunft der Bedienungsmannschaft. Den Turm krönte das „Zunftzeichen“ der Nachrichtenleute, die Kugel. Die Türme standen zueinander in Sichtverbindung, und im Obergeschoss stand die Vorrichtung zum Nachrichtenversenden, genau ausjustiert auf den nächsten Signalturm: die Glaskugel mit der dahinter ausgerichteten Lichtquelle, die nicht stärker sein musste als eine Kerzenflamme.

Ein Nachrichtensystem bildet in jedem Land die wichtigste Einrichtung, denn mit seiner Hilfe kann bei einem feindlichen Angriff schlagartig die Bevölkerung gewarnt und die eigene Abwehr organisiert werden. Aus diesem Grund wird auch heute noch bei einem kriegerischen Einfall in ein fremdes Land zuerst dessen Nachrichtensystem lahmgelegt. Genauso machten es seinerzeit die christlichen Eroberer, indem sie die Signaltürme mit den angebauten Lagerhallen zerstörten – oder für die eigenen Zwecke umfunktionierten.

Heute sagen wir „Kirche“ zu diesen alten Signaltürmen, doch sie stehen nach wie vor auf radiästhetisch relevanten Stellen und in Sichtverbindung, und selbst das „Zunftzeichen“, die Kugel, ist bis zum heutigen Tage darauf vorhanden. Sie wurde, wie so vieles, einfach mit übernommen und als eine Art Verzierung tradiert.

Dabei ging jedoch der Sinn und Ursprung verloren. Dass diese Kirchen mit ihren Türmen offensichtlich keine christliche Erfindung sind, sieht man auch daran, dass weder die christliche Religion noch ihre Vorläufer-Religionen irgendwelche Türme an ihren Sakralbauten kannten.

Und nun kommen wir wieder zurück zu den Darstellungen „Gottvaters“ mit der Kugel. Mit dem Hintergrundwissen um das alte Nachrichtensystem zeigt sich uns folgendes Bild:

Es ist die Darstellung des christlichen Sieges über das (feindliche) heidnische Nachrichtensystem, das durch die Kugel symbolisiert wird. Deshalb wird die Kugel auch oftmals hellblau (=durchscheinend!) dargestellt. Es ist also die Darstellung einer Glaskugel und nicht nur irgendeines kugelförmigen Gegenstandes. Seine Wichtigkeit wird hervorgehoben durch die umstehenden Personen, die z.T. auf sie zeigen. Der Sieg über das System wird durch auf der Kugel errichtete Kreuze, Fahnen, Lanzen usw. dargestellt. Und selbst die ehemalige Funktion der Nachrichtenübermittlung mittels der Glaskugel ist verschiedentlich dokumentiert, wenn sie so dargestellt ist, dass Strahlen von ihr ausgehen, meist in Verbindung mit einer Taube. Eine solcherart dargestellte Taube wird heute zwar als „Heiliger Geist“ interpretiert, sie ist jedoch auch ein Symbol für Nachrichtenübermittlung (man denke nur an die Brieftaube!).

Die Wichtigkeit der (Glas-) Kugel ist denn auch im sogenannten Reichsapfel manifestiert, der ursprünglich eine einfache Glaskugel war und erst im Laufe der Zeit zu einer kreuzbesetzten Goldkugel „mutierte“. Während man möglicherweise zur Zeit des gläsernen „Reichsapfels“ noch wusste, was man damit machen konnte, ging dieses Wissen später verloren, so dass der goldene „Reichsapfel“ nur noch einen reinen Symbolgehalt besaß: Der Sieg des Christentums über das heidnische (Nachrichten-) System, dargestellt durch das auf der Kugel befestigte Kreuz. Von dem Sieg über das Nachrichtensystem blieb in der Erinnerung nur noch pauschal ein Sieg über das Heidentum.

Anmerkungen

(1) Meyers Lexikon A – Z, Mannheim 1993. (2) Die Entdeckung und Rekonstruktion des ehemaligen keltischen Nachrichtensystems ist dargestellt in: Gernot L. Geise: „Das keltische Nachrichtensystem wiederentdeckt“, EFODON-Edition MESON ME-10, Hohenpeißenberg 1996.

Literatur

Gernot L. Geise: „Das keltische Nachrichtensystem wiederentdeckt. Die verschollene Nachrichtentechnik der Kelten rekonstruiert“, EFODON ME-10, Hohenpeißenberg 1996. Neu: Gernot L. Geise: „Das keltische Nachrichtensystem“, Michaels-Verlag 2002, ISBN 3-89539-606-0.

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