Die Wehrmacht war keine verbrecherische Organisation!

Vortrag von Dr. Walter Post (44), Universität München,
vor dem Münchner Kreis der Clausewitz-Gesellschaft

Seit Gründung der Bundeswehr hat es in der Bundesrepublik Deutschland eine ständige Debatte darüber gegeben, inwieweit die Wehrmacht traditionswürdig sein könne. In den 50er und 60er Jahren wurde diese Frage, auch mit Rücksicht auf die vielen ehemaligen Wehrmachtoffiziere und Unteroffiziere, die die Bundeswehr aufgebaut hatten und in ihr Dienst taten, mit Einschränkungen positiv beantwortet. Seit den 70er Jahren gewann in der Geschichtsschreibung eine Richtung zunehmende Anhängerschaft, die die Wehrmacht als kriminelle Organisation bezeichnet, die in der Sowjetunion und auf dem Balkan einen „rassenideologischen Vernichtungskrieg“ geführt habe.

Der politische Hintergrund dieses Geschichtsbildes war die permanente psychologische Kriegsführung der ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten gegen die Bundesrepublik Deutschland, die als militaristischer, revanchistischer und faschistischer Staat hingestellt werden sollte. Die Sowjetunion sollte dadurch als Schutzmacht aller Osteuropäer erscheinen und ihrer Vorherrschaft Legitimität verliehen werden. Außerdem konnte man mit dieser Propaganda erfolgreich von den zahllosen kommunistischen Untaten ablenken. Im geistigen Klima der 70er Jahre und vor dem Hintergrund der permanenten Vergangenheitsbewältigung fanden die östlichen Thesen zunehmend Resonanz bei westdeutschen Historikern und Publizisten. Im Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Freiburg bildete sich um Manfred Messerschmidt und Wilhelm Deist eine Gruppe, die es geradezu als ihre Aufgabe ansah, die Wehrmacht als verbrecherische Organisation zu entlarven.

Einen neuen Höhepunkt hat die Anti-Wehrmacht-Kampagne, die sich mittlerweile verselbständigt hat, nun im März 1995 mit einer Wander-Ausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung erreicht, die unter dem Titel: „Vernichtungskrieg – Verbrechen der Wehrmacht“ läuft. Zu dieser Ausstellung werden auch neue „Beweise“ in Form von Publikationen präsentiert, und zwar eine Sammlung von „Geständnissen“, die deutsche Soldaten 1943 in sowjetischen Kriegsgefangenenlagern abgelegt haben, und die Protokolle des „Minsker Prozesses“, der 1946 in der Sowjetunion gegen 18 angebliche Kriegsverbrecher abgehalten wurde.

Was die Geständnisse deutscher Kriegsgefangener angeht, ist folgendes festzustellen: Von den deutschen Soldaten, die in sowjetische Kriegsgefangenschaft gerieten, überlebten 1941/42 nur 5 % und 1943 nur 30%. Allein durch das Versprechen höherer Nahrungsmittelrationen konnten die Sowjets in den Lagern von den halbverhungerten Soldaten beliebige Geständnisse über phantastische Greueltaten erhalten, von anderen Mitteln ganz zu schweigen. Was den „Minsker Prozess“ angeht, so fand etwa um die gleiche Zeit in Leningrad ein Prozess gegen sieben deutsche Offiziere statt, die „gestanden“ hatten, für die Ermordung der polnischen Offiziere im Wald von KATYN verantwortlich zu sein; dafür wurden sie zum Tode durch den Strang verurteilt und öffentlich hingerichtet.

Inzwischen hat die russische Regierung den originalen Mordbefehl für Katyn veröffentlicht, der von Stalin, Woroschilow, Molotow, Mikojan und Berija unterschrieben ist. Abgesehen davon, dass die sieben deutschen Offiziere bis heute nicht rehabilitiert worden sind, stellt sich die Frage, ob es sich beim Minsker Prozess nicht um einen ebensolchen Schauprozesss wie in Leningrad gehandelt hat. Die großen Moskauer Schauprozesse der 30er Jahre gegen führende Parteifunktionäre, die Millionen von Schnellverfahren gegen „Volksfeinde“, die aufgrund fiktiver Anklagen und erpresster Geständnisse verurteilt wurden – all diese Praktiken stellen der sowjetischen Juistiz der Stalin-Aera ein Zeugnis aus, das schlechter gar nicht vorstellbar ist. „Anklagen“, „Geständnisse“ und „Urteile“ sind in aller Regel nichts als Phantasieprodukte der politischen Opportunität und ohne jeden Beweiswert. Wer derartiges Material als „Beweis“ präsentiert, muss sich mindestens den Vorwurf grober Unkenntnis gefallen lassen.

Exzesse und Verbrechen von Angehörigen der Wehrmacht im Rahmen der Partisanenbekämpfung hat es zweifellos gegeben, einfach deshalb, weil dies aller Erfahrung nach leider unvermeidliche Begleiterscheinungen dieser Art von heimtückischer Partisanen-Kriegsführung sind. In welchem Umfang diese sich 1941 – 1944 aber tatsächlich ereignet haben, ist heute schwierig festzustellen. Die von sowjetkommunistischer Seite inszenierten Schauprozesse und Dokumentenfälschungen legen den Verdacht nahe, dass hier erheblich übertrieben wurde, und dass man auch eigene Verbrechen den Deutschen in die Schuhe zu schieben versuchte. Außerdem wurde ein großer Teil aller Exzesse und Verbrechen von Angehörigen der Ostlegionen verübt, die auf deutscher Seite kämpften, und die sich für das rächten, was die Kommunisten vor dem Krieg ihnen und ihren Angehörigen angetan hatten. Weiter sind die zahlreichen Aussagen von deutschen, russischen, ukrainischen, baltischen und kaukasischen Zeitzeugen zu berücksichtigen, die von einem relativ guten Verhältnis zwischen Wehrmacht und der Zivilbevölkerung berichten.

Eine andere Frage ist nun die, wie die tatsächlichen Verbrechen, die von Angehörigen der Wehrmacht begangen wurden, zu bewerten sind. Ist deshalb die Wehrmacht als kriminelle Organisation anzusehen? War sie das willfährige Werkzeug für einen „rassenideologischen Vernichtungskrieg“ im Osten? Sind die ihr zugeschriebenen Untaten unvergleichbar? Um diese Fragen zu beantworten und zu einem gerechten Urteil zu gelangen, muss man sich zunächst mit der Entwicklung der Kriegsführung seit Mitte des 19. Jahrhunderts befassen.

Der totale Krieg

Im 18. und 19. Jahrhundert galt in Europa der Krieg als eine Sache, die unter Soldaten ausgetragen wurde. Die Auffassung vom Krieg ähnelte der des Duells. Die Kriegsziele waren begrenzt und man bemühte sich von militärischer wie von politischer Seite, die Zivilbevölkerung so weit wie möglich zu schonen. Im totalen Krieg wurde dagegen die gesamte Bevölkerung für den Einsatz an der Front oder in kriegswichtigen Produktionen mobilisiert, der Unterschied zwischen Heimat und Front verwischte sich zusehends, die Zivilbevölkerung wurde zum Ziel der Kriegführung. Da der totale Krieg die psychologische Mobilmachung der Bevölkerung erforderte, mussten höchste Ziele proklamiert werden, denn nur diese rechtfertigten die unermesslichen Leiden des Krieges. Nächstes Ziel war der totale Sieg über den Gegner, der um jeden Preis errungen werden musste. Wozu der Sieg später gut war, war weniger wichtig.

Als erster totaler Krieg der neueren Geschichte gilt der amerikanische Bürgerkrieg 1861 – 1865. Hier wurde nicht nur nahezu die gesamte Bevölkerung der Südstaaten mobilisiert, sie wurde durch die Seeblockade und die großen Kavallerieraids des Nordens selbst zum Ziel der Kriegführung. Die Nordstaatengeneräle Sherman und Sheridan zerstörten bei diesen Raids durch eine Strategie der „verbrannten Erde“ systematisch die Lebensgrundlagen der Bevölkerung des Südens. Der Krieg endete mit der bedingungslosen Kapitulation der Südstaaten, der Aufhebung ihrer staatlichen Existenz und ihrer wirtschaftlichen Ausplünderung.

Im Burenkrieg 1899 – 1902 wurde die Zivikbevölkerung von der englischen Armee systematisch in Konzentrationslager gesperrt, um dem Guerillakrieg der Buren die Grundlage zu entziehen. Im Weltkrieg 1914 – 1918 verhängte Großbritannien gegen Deutschland und Österreich-Ungarn eine Seeblockade zur Aushungerung der Bevölkerung, der zwischen 1915 und 1918 allein im Deutschen Reich 763.000 Zivilpersonen zum Opfer fielen. Die Hungerblockade wurde auch noch nach dem Waffenstillstand vom November 1918 ein halbes Jahr fortgesetzt.

Deutschland hatte 1915 mit einer Gegenblockade mit neuen technischen Mitteln geantwortet, dem uneingeschränkten U-Bootkrieg; auch hier war das Ziel letztlich die Aushungerung der gegnerischen Bevölkerung. Die Moral der englischen und französischen Zivilbevölkerung versuchte man von deutscher Seite durch den Einsatz von Bombenflugzeugen und Ferngeschützen zu erschüttern. Eine große Rolle spielten psychologische Kriegführung und Greuelpropaganda, die insbesondere von den Entente-Mächten eingesetzt wurden. Die aufgepeitschten Emotionen machten schließlich einen vernünftigen Friedensschluss unmöglich, und der berüchtigte Versailler-Vertrag schuf günstige Voraussetzungen für einen neuen Krieg.

Der Zweite Weltkrieg wurde zum größten aller totalen Kriege. Neue technische Kriegsmittel und die Weiterentwicklung von Propaganda und psychologischer Kriegsführung bewirkten eine weitere Radikalisierung. Aus einem Krieg zwischen Staaten wurde ein Krieg universalistischer Ideologien, ein Weltbürgerkrieg zwischen Kommunismus, Liberalismus und Faschismus. Die Propaganda stilisierte den Gegner zur Verkörperung des absolut Bösen, zu einem Feind, gegen den jedes Mittel gerechtfertigt schien.

In diesem Krieg machten sich alle Armeen des Rückgriffs auf barbarische Methoden schuldig. Der amerikanische Kriegsberichterstatter Edgar L. Jones schrieb 1946 in der Februarausgabe von „Atlantic Monthly“ über den Pazifikkrieg:

„Was glauben die Zivilisten denn, welche Art Krieg wir geführt haben? Wir haben kalten Blutes Gefangene niedergemacht, wir haben Lazarette pulverisiert, Rettungsboote versenkt, feindliche Zivilisten getötet oder verwundet, Verwundeten den Garaus gemacht, Sterbende mit Toten zusammen in ein Loch gelegt. Im Pazifik haben wir die Schädel unserer Feinde zerschlagen, sie abgekocht, um aus ihnen Tischgarnituren für unsere Bräute zu machen und haben ihre Knochen ausgemeißelt, um Brieföffner aus ihnen zu fertigen. Wir haben unsere Phosphorbombenabwürfe und unsere Morde an der Zivilbevölkerung mit dem Abwurf von Atombomben auf zwei beinahe unverteidigte Städte gekrönt und haben so zu einer Zeit einen unbestrittenen Rekord in Massenmord erreicht.“

Die allgemeine Radikalisierung der Kriegführung war Folge der Dehumanisierung des Gegners durch eine zügellose Hasspropaganda. Berühmt geworden ist die deutsche „Untermenschen“- Propaganda gegen die sowjetischen Gegner. Doch so gut wie unbekannt ist heute die Tatsache, dass von offizieller deutscher Seite immer nur von einem „bolschewistischen Untermenschen“, nie aber von einem „slavischen“ oder „russischen Untermenschen“ die Rede war (auch wenn dies in der deutschen Öffentlichkeit allgemein geglaubt wurde). Letzteres verbot sich mit Rücksicht auf die kroatischen und slowakischen Verbündeten sowie die Hunderttausenden von russischen und ukrainischen Freiwilligen, die auf deutscher Seite kämpften. Nach den Artikeln der politischen Wochenzeitung „Das Reich“, die eine Leitfunktion für die NS-Propaganda hatte, war der „bolschewistische Untermensch“ ein Kunstprodukt, ein unter der Herrschaft der Kommunisten herangebildeter Massenmensch ohne Individualität; im Gegensatz zum „Untermenschen“ würden die freiheitsliebenden und nationalbewssten Russen zunehmend auf deutscher Seite kämpfen.

Derart komplizierte Differenzierungen, die letztlich aus Rücksicht auf Verbündete geboren wurden, hielt man in anderen kriegführenden Mächten für überflüssig. Ein typisches sowjetisches Flugblatt von 1942 erklärte schlicht:

„Die Deutschen sind keine Menschen. Von jetzt ab ist das Wort ‚Deutscher‘ für uns der allerschlimmste Fluch. Von jetzt ab bringt das Wort ‚Deutsche‘ ein Gewehr zur Entladung. Wir werden nicht sprechen. Wir werden uns nicht aufregen. Wir werden töten. Wenn Du nicht im Laufe eines Tages wenigstens einen Deutschen getötet hast, so ist es für Dich ein verlorener Tag gewesen …. Wenn Du einen Deutschen getötet hast so töte einen zweiten – für uns gibt es nichts Lustigeres als deutsche Leichen. Zähle nicht die Tage. Zähle nicht die Kilometer. Zähle nur eines: Die von Dir getöteten Deutschen.“

Auch die amerikanische Propaganda im Pazifikkrieg zeichnet sich durch schlagkräftige Simplizität aus. Die Japaner wurden bevorzugt als Affen oder als Insekten dargestellt, die ausgerottet werden müssten. Admiral Halsey befahl seinen Leuten kurzerhand:

„Kill Japs, kill Japs, kill more Japs!“

Ein besonderer Brauch der amerikanischen Armee im Pazifik war das Sammeln von „Trophäen“, d.h. von abgeschnittenen Ohren, ausgebrochenen Goldzähnen, abgekochten Schädeln usw. Entsprechend diesem Feindbild machten die Amerikaner auch kaum Gefangene; die Japaner galten als bösartige, minderwertige Rasse, und die Kriegsgefangenen belasten nur die eigene Logistik. Eine weitere Spezialität angelsächsischer Kriegführung im totalen Krieg war das Massakrieren von Zivilisten durch Luftangriffe auf Wohngebiete; die Namen Hamburg, Dresden, Tokio, Hiroshima und Nagasaki sind dadurch in grausiger Erinnerung geblieben.

Diese Praxis ging , anders als vielfach geglaubt wird, nicht von deutscher Seite aus, Während die englischen und amerikanischen Luftstreitkräfte für den strategischen Luftkrieg konzipiert waren, hatte die deutsche Luftwaffe die Aufgabe der Unterstützung des Heeres. (was Flugzeugtypen, Struktur und Logistik eindeutig belegen). Die berüchtigten deutschen Luftangriffe auf Warschau und Rotterdam wurden gegen Städte geflogen, die als Festungen gegen Bodentruppen verteidigt wurden; das Bombardement belagerter Festungen ist ein jahrhundertealter, allgemein anerkannter Brauch der Kriegführung. Die deutschen Luftangriffe auf englische Städte 1940/41 waren als Vergeltung für britische Bombenangriffe auf deutsche Wohngebiete gedacht, wobei die deutsche Führung immer noch Industrieanlagen, Kraftwerke, Bahnhöfe und Hafenanlagen als erstrangige Ziele ansah, Treffer in reine Wohngebiete nur als unvermeidliche Begleiterscheinungen galten. Dagegen war die britische Führung (bis heute) stolz darauf, als erste mit der systematischen Bombardierung von Wohngebieten begonnen zu haben. Der Staatssekretär im Luftfahrtministerium J.M. Spaight schrieb in dem 1944 veröffentlichten Buch „Bombing Vindicated“:

„Wir begannen Ziele in Deutschland zu bombardieren, ehe die Deutschen das in England taten. Das ist eine historische Tatsache…… Wir wählten damit den besseren, aber härteren Weg. Indem wir die deutschen Städte zerschlugen, verzichteten wir auf das Privileg, unsere Städte intakt zu halten …. Es ist keine absolute Gewißheit, aber doch sehr wahrscheinlich, daß die Deutschen London und das Industriegebiet nicht angegriffen hätten, wenn wir uns ruhig verhalten hätten….. Diese Art der Luftkriegführung machte sich nicht für sie bezahlt.“

Eine Sonderform des totalen Krieges ist der Guerilla- oder Partisanenkrieg. Partisanenkrieg ist nach der Haager Landkriegsordnung völkerrechtswidrig, und Repressalien (darunter Geiselerschießungen) sind in einem bestimmten Rahmen erlaubt. Als Kriegsverbrechen gelten erst Exzesse, die in der Praxis leider häufig vorkommen. Der Partisanenkrieg ist so angelegt, dass die Zivilbevölkerung von den Freischärlern zur Tarnung und als Schutzschild benutzt, die dann von der Besatzungsmacht als Geisel genommen wird. Häufig geht der Konflikt noch in einen Bürgerkrieg über (Jugoslavien und Sowjetunion 1941-45, Vietnam). Anschläge und Grausamkeiten der einen ziehen beinahe regelmäßig Vergeltungsmaßnahmen und Grausamkeiten der anderen Seite nach sich. Diese Erfahrung mussten auch die holländische Armee in Indonesien, die französische Armee in Indochina und Algerien, die amerikanische Armee in Korea und Vietnam machen. All diese Kriege wurden mit großer Grausamkeit unter ständiger Verletzung des Kriegsrechts und der Menschenrechte geführt.

Die Verbrechen der Wehrmacht bei der Partisanenbekämpfung dürften sich kaum von denen der Partisanen, der französischen, holländischen oder amerikanischen, noch der der Roten Armee unterschieden haben, auch wenn vergleichende Untersuchungen hierzu merkwürdigerweise noch nicht angestellt worden sind.

Der Partisanenkrieg fordert in der Regel eine große Zahl von unschuldigen Opfern, aber die Unterscheidung zwischen schuldig und unschuldig wird im totalen Krieg leider weitgehend aufgehoben; stattdessen wird für die tatsächlichen oder angeblichen Taten Einzelner summarisch die Gruppe verantwortlich gemacht. Die deutsche Besatzungsmacht im Osten erklärte die Juden als für den Partisanenkrieg verantwortlich, was entsprechende Massaker zur Folge hatte. Die Rote Armee ging 1945 gegen die deutsche Zivilbevölkerung unterschiedslos mit ganz ungewöhnlicher Brutalität vor, wobei insbesondere die Massenvergewaltigungen in übler Erinnerung geblieben sind. In Polen und in der Tschechoslowakei wurde 1945 die gesamte deutsche Bevölkerung für die Taten des NS-Regimes verantwortlich gemacht und vertrieben oder umgebracht. Der angelsächsische Luftkrieg machte ohnehin keinen Unterschied zwischen Schuldigen und Unschuldigen.

Die Wehrmacht und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion

Im ersten Weltkrieg hatte sich die zaristische Armee im allgemeinen an die anerkannten Regeln der Kriegführung gehalten. Dagegen bekämpften sich im russischen Bürgerkrieg „Rote“ und „Weiße“ mit einer unglaublichen Brutalität. Die Bolschwiki galten dabei als die treibende Kraft, auch wenn ihre Gegner schnell zu gleichen Mitteln griffen. Die deutschen Freikorps lernten 1919 bei den Kämpfen im Baltikum diese Art der Kriegsführung kennen. Die systematische Ermordung von Gefangenen einschließlich der Verwundeten und Massenerschießungen von Zivilisten haben das deutsche Bild von den Bolschewiki nachhaltig geprägt. Die Vorgänge in der Sowjetunion in den 30er Jahren waren in Deutschland wohl-

bekannt, und die deutsche Führung war auch über das Vorgehen der Sowjets gegen die Zivilbevölkerung und die Massendeportationen in Ostpolen und im Baltikum 1939-41 informiert. Der Ruf der Bolschwiki war dadurch notorisch schlecht, und die deutsche Führung mußte davon ausgehen, daß die Sowjets sich in einem künftigen Krieg wieder barbarischer Methoden bedienen würden. Schließlich war die UdSSR nicht der Genfer Konvention beigetreten. Hitler und die Spitzen der Wehrmacht waren der Überzeugung, Härte mit Härte beantworten zu müssen, und so entstanden eine Reihe von Anordnungen und Richtlinien, die die Truppe auf die zu erwartende Kriegführung im Osten vorbereiten sollten.. Diese waren eher Ausdruck eines rücksichtslos funktionalen Denkens als eines „rassenideologischen Vernichtungskrieges“. So beginnt der berüchtigte Kommissarbefehl mit den Sätzen:

„Im Kampf gegen den Bolschewismus ist mit einem Verhalten des Feindes nach den Grundsätzen der Menschlichkeit oder des Völkerrechts nicht zu rechnen. Insbesondere von den politischen Kommissaren aller Art als den eigentlichen Trägern des Widerstandes ist eine haßerfüllte, grausame und unmenschliche Behandlung unserer Gefangenen zu erwarten … Sie sind daher, wenn im Kampf oder Widerstand ergriffen, grundsätzlich sofort mit der Waffe zu erledigen.“

Der Oberbefehlshaber des Heeres, von Brauchitsch, ergänzte diesen Befehl dahingehend, es sei nur gegen solche Kommissare vorzugehen, die sich „durch eine besonders erkennbare Handlung oder Haltung“ gegen die deutsche Wehrmacht stellen würden.

Realistisch betrachtet war die Einschätzung der Rolle der Kommissare durch die deutsche Führung nicht völlig falsch. 1947/48 befragte die U.S. Historical Division deutsche Offiziere über ihre Erfahrungen an der Ostfront. Gemäß diesen Aussagen waren die Kommissare ein wesentliches Element des sowjetischen Widerstandes. Viele von ihnen waren tatsächlich politische Fanatiker, die über beachtliche Führungsqualitäten verfügten: Sie waren meist tapfer, intelligent und skrupellos, kümmerten sich um das Wohlergehen ihrer Soldaten und gaben ein persönliches Beispiel. Sie veranlaßten ihre Truppe häufig, auch in hoffnungslosen Situationen erbitterten Widerstand zu leisten, und oftmals befahlen sie auch die Ermordung deutscher Kriegsgefangener.

Letzterem Problem war mit dem Kommissarbefehl natürlich auch nicht beizukommen; dieser Befehl stellte nicht nur einen krassen Verstoß gegen die Haager Landkriegsordnung dar, er war auch ein schlichter Fehler: Zum einem mußte er den Widerstandsgeist der Betroffenen anstacheln, zum anderen war ein Teil der Kommissare keineswegs fanatisiert, sondern bereit, mit den Deutschen zusammenzuarbeiten. Inwieweit der Kommissarbefehl von der Truppe überhaupt befolgt wurde, ist heute umstritten. Jedenfalls wurde er im Mai 1942 endgültig aufgehoben, und im späteren Verlauf haben ehemalige Kommissare hohe Ränge in der russischen Befreiungsarmee des General Wlassow eingenommen. Die Befürchtungen der deutschen Führung hinsichtlich der Behandlung von deutschen Kriegsgefangenen durch die Sowjets sollten sich als sehr begründet erweisen; von den ersten Tagen des Rußlandfeldzuges an wurden deutsche Soldaten, die der Roten Armee in die Hände fielen, meist getötet und oft grausam verstümmelt. Im weiteren Verlauf des Krieges pflegten die Sowjets häufig auch ganze Lazarette niederzumachen. Die Todesstatistik für deutsche Soldaten in sowjetischer Kriegsgefangenschaft sah wie folgt aus:

von den 1941/42 in Gefangenschaft geratenen verstarben 95 %
von den 1943 in Gefangenschaft geratenen verstarben 70 %
von den 1944 in Gefangenschaft geratenen verstarben 40 %
von den 1945 in Gefangenschaft geratenen verstarben 25 %

Von den ca. 3.155.000 deutschen Kriegsgefangenen in der UdSSR verstarben meist als Folge von Unterernährung und Krankheiten ca. 1.110.000 Mann, das sind 35,2 %.

Die Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen von deutscher Seite wird heute meist einseitig und falsch dargestellt. Von den mehr als 5 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen sind nach einer Untersuchung von Oberst Roschmann nicht 3,3 Millionen, sondern 1,68 Millionen in deutscher Hand verstorben. Letztere Zahl ist natürlich kaum weniger erschreckend, aber dieses Massensterben ist zum größten Teil auf die objektiven Umstände, zum geringeren Teil auf Gleichgültigkeit zurückzuführen. Nur der kleinste Teil der sowjetischen Gefangenen dürfte Massenerschießungen zum Opfer gefallen sein. Die Masse der 5 Millionen Gefangenen fiel im Jahre 1941, als die Rote Armee beinahe zusammenbrach, in deutsche Hände. Bis zum September scheint die Versorgung der anfallenden Kriegsgefangenen einigermaßen funktioniert zu haben, aber im Herbst erfolgte ein Zusammenbruch, der auf mehrere Ursachen zurückzuführen ist.

Die Sowjets hatten auf ihrem Rückzug die Strategie der verbrannten Erde angewandt und, soweit es ihnen möglich war, das Eisenbahnsystem, Industrieanlagen, landwirtschaftliches Gerät und Nahrungsmittelvorräte zerstört und alles Transportable nach Osten verbracht. Die Wehrmacht stieß in ein ökonomisch verwüstetes Gebiet vor. Mit Einsetzen der Schlammperiode brach das völlig überdehnte und überlastete deutsche Transportsystem zusammen, und die Wehrmacht geriet in größte Versorgungsschwierigkeiten.

Der Zusammenbruch des Transportsystems wirkte sich auf die zu diesem Zeitpunkt besonders zahlreichen sowjetischen Kriegsgefangenen verheerend aus. Die Rotarmisten fielen häufig im Zustand der Unterernährung und der tödlichen Erschöpfung in deutsche Hände. Die Ernährung in den Gefangenenlagern war unzureichend, und dies begünstigte den Ausbruch von Seuchen, insbesondere Fleckfieber und Ruhr. Das dadurch verursachte Massensterben war von der deutschen Wehrmachtsführung keineswegs beabsichtigt, wie die vom Oberkommando des Heeres am 2.12.1941 für die sowjetischen Kriegsgefangenen festgelegten Verpflegungssätze zeigen (zwei ähnliche Verfügungen waren bereits am 6.8. und 21.10. 1941 ergangen). Die hier vorgeschriebenen Rationen waren z.T. wesentlich höher als diejenigen, die der deutsche Normalverbraucher in den ersten Nachkriegsjahren erhielt.

Unter den Bedingungen des Herbstes und Winters 1941/42 war eine ausreichende Versorgung aber nicht zu verwirklichen, obwohl die zuständigen Befehlshaber der rückwärtigen Heeres- und Armeegebiete z.T. erhebliche Anstrengungen unternahmen, um das Los der Gefangenen zu verbessern. Im März 1942 veranlaßten OKH und OKW eine gründliche Umgestaltung der Verhältnisse in den Kriegsgefangenenlagern, im April sprach sich auch Hitler für eine „absolut ausreichende Ernährung der Russen“ aus. Ab Frühjahr 1942 konnten dann die sowjetischen Gefangenen ausreichend verpflegt und vernünftig untergebracht werden. Die Schreckensbilder des Winters 1941/42 gehörten der Vergangenheit an.

Generell wird die deutsche Besatzungspolitik im Osten, für die die Wehrmacht zunehmend verantwortlich gemacht wird, heute einseitig wenn nicht falsch dargestellt. Anfang Januar 1943 hatte der Generalstab des Heeres eine Denkschrift ausgearbeitet, die in stichwortartiger Zusammenfassung die Probleme der deutschen Besatzungspolitik im Osten darstellte, die bereits getroffenen Maßnahmen zur Abhilfe schilderte und weitere Verbesserungsvorschläge machte:

„Widerstandswille der Roten Armee ungebrochen. Verstärkte Kraftentfaltung der Sowjets unter der Parole des ’nationalen Krieges‘. Stimmung der bisher deutschfreundlichen Bevölkerung verschlechtert sich zusehends …. Verstärkte Bandentätigkeit und schwerwiegende Fehler in der Behandlung der Bevölkerung beeinträchtigen das deutsche Ansehen fühlbar. Nur der Führer besitzt grenzenloses Vertrauen. Die Bevölkerung wird vielfach als ‚Bolschewiken‘ und ‚minderwertig‘ behandelt. Kulturelle Vernachlässigung (Schließung von

Schulen und Instituten, infolgedessen auch zu unserem Nachteil Mangel an Ärzten, technischen Spezialisten usw.). Verkennung des starken Bildungstriebes, des Stolzes auf technische und ‚kulturelle‘ Errungenschaften, des Scham- und Ehrgefühls, besonders stark ausgeprägt bei der russischen Frau …. Prügelstrafe, Hängen, Anrede mit „Du“. Rücksichtslose Menschenjagd für Arbeitseinsatz in Deutschland, unwürdige Behandlung freiwilliger Arbeiter im Reich …. Ungenügende Durchführung der Agrarordnung, keine Rückgabe des Privateigentums.

Bisherige Gegenmaßnahmen – Entlassung kriegsgefangener Ukrainer, Esten, Letten usw., bessere Behandlung der Gefangenen, Bevorzugung der Überläufer, Schonung der Kommissare, Verbot sinnloser Kollektivstrafen, Propagieren und Anlaufen der Agrarreform, großzügige Aufstellung landeseigener Verbände und Hilfswilliger, Belohnung bewährter Kämpfer und landeseigener Arbeiter, Verhinderung von Vergewaltigungen, Willkür, Rohheit, insbesondere durch die Verbündeten – blieben als Einzelmaßnahmen ohne entscheidenden Erfolg, da sie nicht von einer einheitlichen Grundthese getragen sind. Wo dieses angewandt wurde – Kaukasus, Krim -, trat die Bevölkerung geschlossen und todesbereit für die deutsche Sache ein ….

Vorzuschlagende Maßnahmen: Erklärung des Führers, die allen Russen, die sich im Kampf gegen den Bolschewismus eingesetzt haben, Gleichberechtigung nach dem Leistungsprinzip als europäische Menschen zusichert. Erklärung der politischen Absichten für Restrußland.

Auf die Großrussen kommt es an! …. Verkündung einer neuen politischen Lehre, die den Bolschewismus ideell überwindet, auf der Grundlage der Selbstverwaltung unter deutscher Führung. Behandlung des Volkes in den besetzten Gebieten nach diesen zu verkündenden Grundsätzen. Verbot der Menschenjagden. Grundlegende Besserung der Behandlung russischer Arbeiter im Reich …. Ausreichende Versorgung der Städte; Unterstützung, zumindest Duldung der Selbsthilfe der Bevölkerung. Rückgabe des Privateigentums in den Ostseeländern.“

Wie bereits erwähnt, hatten die Sowjets bei ihrem Rückzug 1941 durch die Strategie der „verbrannten Erde“ die westlichen Gebiete der UdSSR in eine ökonomische Wüste verwandelt. Die deutschen Besatzungsbehörden konnten aus den besetzten Gebieten nur einen Bruchteil der Mengen an Rohstoffen und Nahrungsmitteln herausholen, auf die man ursprünglich gehofft hatte. Stattdessen sah man sich gezwungen, erhebliche Mittel in Ostgebiete zu investieren, um die völlig darniederliegende Wirtschaft wieder in Gang zu setzen; nur so bestand längerfristig die Aussicht, aus diesen Gebieten einen ökonomischen Nutzen ziehen zu können.

Zwischen 1941 und 1943 investierte das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete ca. eine Milliarde RM in die Bereiche Bergbau, Energieerzeugung und industrielle Produktion. Für das Eisenbahnwesen und für Straßenbau wurde eine weitere Milliarde RM eingesetzt, dazu beträchtliche Mittel für Kohle für den Eisenbahnbetrieb. Die deutsche Wiederaufbauhilfe für Industrie und Infrastruktur betrug 1941-43 somit mehr als 2,5 Milliarden RM, eine weitere halbe Milliarde floß der Landwirtschaft in den besetzten Ostgebieten zu. Diese erhielt im Rahmen des sogenannten „Ostackerprogramms“ aus dem Reich u.a. 7.000 Traktoren, 20.000 Generatoren, 250.000 Stahlpflüge, 3 Millionen Sensen sowie mehrere Tausend Zuchttiere.

Die deutsche Wirtschaftshilfe für die besetzten Ostgebiete von über 3 Milliarden Reichsmark in den jahren 1941-1943 machte ein Prozent des deutschen Bruttosozialprodukts in jenen Jahren aus. Wahrscheinlich hat das Deutsche Reich in die Ostgebiete wirtschaftlich mehr hineingesteckt als dort herausgeholt. In der kurzen verfügbaren Zeit waren die enormen wirtschaftlichen Probleme kaum in den Griff zu bekommen. Als die Situation sich 1943 zu bessern begann, mußte die Wehrmacht auf Grund der militärischen Lageentwicklung die Gebiete nach und nach räumen.

Eine deutsche Politik zur planmäßigen Dezimierung der slawischen Bevölkerung ist eine Legende. Der sogenannte „Generalplan Ost“ des baltendeutschen Arztes Dr. Hans Ehlich war das Produkt eines einzelnen Spinners und wurde innerhalb der deutschen Führung niemals ernstgenommen. Erst nach dem Krieg nahm sich die polnische Propaganda dieses „Planes“ an und ergänzte ihn mit zahlreichen Dokumentenfälschungen, um der Vertreibung der Deutschen den Anschein der Rechtfertigung zu geben.

Die freiwillige oder zwangsweise Rekrutierung von Ostarbeitern in den besetzten Gebieten der Sowjetunion war die Folge des ungeheuren Bedarfs der deutschen Wehrwirtschaft an Arbeitskräften, der durch den angloalliierten Bombenkrieg noch erheblich gesteigert wurde. Ohne die Ostarbeiter wäre der Krieg ab 1943 gar nicht mehr führbar gewesen. Die Rekrutierungen, die machmal den Charakter der Deportationen annahmen, haben aber einfach deshalb nichts mit einer „Dezimierungspolitik“ zu tun, weil man diese Menschen dringend benötigte. Die NS-Presse veröffentlichte ab 1943 immer wieder Artikel, die dazu aufriefen, die Arbeitskräfte aus dem Osten anständig zu behandeln, was in der Praxis leider immer wieder mißachtet wurde.

Ohne Ansätze einer konstruktiven Besatzungspolitik wäre es im übrigen gar nicht denkbar, daß rund eine Million Ukrainer, Russen, Kosaken, Letten, Esten und Kaukasier auf deutscher Seite gekämpft haben. Am 5. Mai 1943 standen auf Seiten der deutschen Wehrmacht bereits 90 russische Bataillone, dazu 140 Einheiten in Kompaniestärke, 90 Feldbataillone der Ostlegion, eine kaum zu übersehende Zahl kleiner Einheiten, und über 400.000 Hilfswillige auf Planstellen deutscher Einheiten, dazu einige größere Verbände unter deutschem Kommando (1. Kosakendivision, mehrere selbständige Kosakenregimenter, das Kalmykische Kavalleriekorps). Zu diesem Zeitpunkt existierten außerdem bereits Vorformen nationalrussischer Streitkräfte unter russischem Kommando und teilweise in russischen (zaristischen) Uniformen, Die RNNA (Russische Nationale Volksarmee), die RONA (Russische Volksbefreiungsarmee), die Brigade DRUSCHINA, das DON-Kosakenregiment 120, das Ost-Ersatzregiment Mitte. Später wurden die Russische Befreiungsarmee (ROA) unter General Wlassow und das Ukrainische Befreiungsheer gegründet. Der Krieg im Osten war auch ein Bürgerkrieg.

Dieses ungewöhnliche Ausmaß von Kollaboration und Kooperation widerspricht nachhaltig der These, die deutsche Besatzungspolitik in der UdSSR habe nur aus Mord und Totschlag bestanden. Tatsächlich gab es keine Besatzungspolitik, vielmehr waren in der deutschen Führungsschicht ganz verschiedene Meinungsgruppen zur Frage der Behandlung des Ostens vorhanden. Im Verlauf des Krieges setzte sich die Linie der Zusammenarbeit mit den östlichen Völkern, die von der Wehrmacht und später auch von der Waffen-SS favorisiert wurde, immer mehr durch.

Rassenideologischer Vernichtungskrieg oder realpolitischer Krieg?

Gegen die Führung der deutschen Wehrmacht wird des öfteren der Vorwurf erhoben, sie habe die Wiederaufrüstung ab 1934 begrüßt und mitgetragen. Diese Anklage mißachtet völlig die damalige sicherheitspolitische Situation. Deutschland verfügte zwischen 1920 und 1933 in der Reichswehr über ein Heer von 100.000 Mann ohne moderne schwere Waffen und ohne Luftwaffe, während die französische Armee damals als die stärkste der Welt galt und die Sowjetunion ab Anfang der 30er Jahre ein riesiges Aufrüstungsprogramm durchführte.

General Heinz Guderian schrieb 1937 über die Rote Armee: „Rußland verfügt nicht nur über das an Zahl, sondern auch an neuzeitlichen Waffen und Gerät stärkste Heer und über die stärkste Luftwaffe der Erde. Es ist bemüht, seine Flotte auf eine beachtliche Höhe zu bringen. Seine Verkehrsverhältnisse sind zwar noch mangelhaft, aber auch auf diesem Gebiet wird fleißig gearbeitet. Rohstoffe sind vorhanden, eine gewaltige Rüstungsindustrie ist in der unangreifbaren Tiefe des Riesenreiches errichtet. Die Zeiten, zu denen dem Russen der Sinn für Technik fehlte, gehören der Vergangenheit an; wir müssen damit rechnen, daß er seine Maschinen beherrschen und selber bauen lernt, und daß durch diesen Wandel in der Grundeinstellung des russischen Menschen die Probleme des Ostens für uns einen anderen, ernsteren Charakter annehmen, als je bisher in der Geschichte.“

Die Sowjetunion hatte den Sieg der Weltrevolution auf ihre Fahnen geschrieben, und die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich waren als Folge des Versailler Vertrages alles andere als gut. In dieser Situation war die Aufrüstung Deutschlands nach normalen Maßstäben sehr verständlich.

Inwieweit Hitler einen großen Krieg anstrebte, ist durchaus umstritten. In seinen authentischen Reden vor der Wehrmachtsführung im Jahre 1939 (es sind gefälschte Versionen im Umlauf!) argumentierte Hitler, ein Krieg mit England und Frankreich sei nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges kaum zu vermeiden, da die englische wie die französische Regierung Deutschland nicht jene Großmachtstellung zugestehen wollten, die es aus wirtschaftlichen Gründen benötige. Polen neige zu den Westmächten und verfolge trotz aller Verständigungsversuche eine antideutsche Politik, weshalb es bei günstiger Gelegenheit niedergeworfen werden müsse. Außerdem seien die politischen Schikanen und Ausschreitungen gegen die deutsche Minderheit nicht länger hinnehmbar.

Wie immer man diese Argumentation heute bewerten mag, für die Spitzenmilitärs der Wehrmacht, die den gleichen Erfahrungshintergrund des Weltkrieges und des Versailler Diktates hatten, war sie überzeugend. Tatsächlich wirft man der Wehrmachtsführung heute auch weniger die Angriffe auf Polen oder eine Reihe neutraler Staaten vor, die durch die Ausweitung des Konfliktes nach der englischen und französischen Kriegserklärung aus strategischen Gründen notwendig wurden. Zentraler Anklagepunkt ist vielmehr der „rassenideologische Vernichtungskrieg“ gegen die Sowjetunion. Dieser Begriff wurde allerdings erst in den 60er Jahren durch den bundesdeutschen Historiker Andreas Hillgruber geprägt; in den zeitgenössischen Dokumenten existiert er nicht, diese zeigen vielmehr, daß der Feldzug gegen die Sowjetunion von der deutschen Führung aus einem Bündel realpolitischer Motive heraus geplant wurde:

  1. – Die Kenntnis der aggressiven außenpolitischen Doktrin Moskaus und des gewaltigen Rüstungsprogramms der 30er und frühen 40er Jahre.
  2. – Die Notwendigkeit, die für die deutsche Wehrwirtschaft lebenswichtigen Ölquellen in Rumänien und Nickelgruben in Finnland vor dem drohenden Zugriff Moskaus oder Angriffen der sowjetischen Luftstreitkräfte zu schützen.
  3. – Die Notwendigkeit, angesichts der Blockade des von Deutschland beherrschten europäischen Wirtschaftsraumes durch die angelsächsischen Seemächte und der drohenden Konfrontation mit der Sowjetunion sich die benötigten Rohstoffquellen und Getreideanbaugebiete der Ukraine zu sichern.
  4. – Die Strategie, die drohende Einkreisung Deutschlands durch Großbritannien, die USA und die Sowjetunion durch die militärische Zerschlagung letzterer zu verhindern.
  5. – Das Scheitern der Verhandlungen mit dem sowjetischen Volkskommissar Molotow in Berlin im November 1940; Hitler hatte einen neuen Interessenausgleich zwischen dem Reich und der Sowjetunion vorgeschlagen, aber Molotow hatte abgelehnt und stattdessen Ansprüche auf Skandinavien und den Balkan angemeldet.
  6. – Die Kenntnis des zunehmend bedrohlicher werdenden Aufmarsches der Roten Armee ab März/April 1941.

Nach Aussage des damaligen Generalstabschefs des Heeres, Franz Halder, hat Hitler sich erst sehr spät endgültig dazu entschlossen, Unternehmen „Barbarossa“ durchzuführen. Ideologische Motive spielen in den Dokumenten kaum eine Rolle, der Begriff „Lebensraum im Osten“ bleibt unklar und kann alles mögliche bedeuten. In den Richtlinien des Oberbefehlshabers des Heeres zur weltanschaulichen Erziehung vom 7. Oktober 1941 heißt es:

„Ziel des Krieges: Sicherung des deutschen Lebens- (Wirtschafts) raumes, nicht Unterjochen der Nachbarvölker. ‚Autarkie‘ = Einfuhrunabhängigkeit für lebensnotwendige Güter. Die kleinen im Schutz der großen Völker.

Die Befürchtungen der deutschen Führung und insbesondere Hitlers, die Sowjetunion werde 1941 oder spätestens 1942 das Deutsche Reich angreifen, war, wie wir heute wissen, keineswegs aus der Luft gegriffen. 1991/93 wurden in Moskau Dokumente des sowjetischen Generalstabs über seine Operationsplanungen in den Jahren 1940/41 veröffentlicht. Bereits am 18. September 1940 legten der Volkskommissar für die Verteidigung der UdSSR, Marschall Timoschenko, und Generalstabschef Merezkow Stalin einen Operationsentwurf vor, der eine Offensive der Roten Armee aus der Westukraine quer durch Südpolen nach Schlesien vorsah, um Deutschland von den rumänischen Ölquellen abzuschneiden. Gleichzeitig sollten die deutschen Kräfte im Raum Lublin – Warschau durch einen Zangenangriff aus der Westukraine und aus Westweißrußland heraus vernichtet werden.

Dieser Plan wurde von Stalin gebilligt, eine überarbeitete und erweiterte Fassung ihm im Mai 1940 von Timoschenko und Armeegeneral Schukow vorgelegt. Der Aufmarsch der Roten Armee im Früjahr 1941 orientierte sich exakt nach diesen Plänen. Das bedeutet, daß Unternehmen „Barbarossa“, der deutsche Angriff auf die Sowjetunion, den Charakter eines Präventivkrieges hatte. Man kann deshalb argumentieren, es sei letztlich der deutschen Wehrmacht zu verdanken, daß Westeuropa die ökonomischen Verwüstungen und seelischen Deformationen jahrzehntelanger kommunistischer Herrschaft erspart geblieben sind.

Schlussfolgerungen

Zwar war die Wehrmacht unleugbar auch in Exzesse und Kriegsverbrechen verwickelt, aber längst nicht in dem Umfang wie heute von einigen Historikern und Publizisten behauptet wird. In den totalen Kriegen des 20. Jahrhunderts waren alle große Armeen an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt. Die amerikanische, britische, französische, sowjetische genauso wie die deutsche. Grundsätzlich stellt sich die Frage, inwieweit eine Armee als Institution für die Taten Einzelner oder die Entscheidungen von Politikern verantwortlich gemacht werden soll. Gleichgültig zu welchem Ergebnis man in dieser Frage kommt, mißt man mit gleichen Maßstäben – und dies ist die Grundlage abendländischen Denkens -, dann müßte man wegen der Verwicklungen in Kriegsverbrechen*1 alle diese Armeen zu kriminellen Organisationen erklären.

Der Vorwurf an die Wehrmacht, sie sei das willfährige Werkzeug für einen „rassenideologischen Vernichtungskrieg“ im Osten gewesen, geht an den historischen Realitäten vorbei. Der Angriff auf die Sowjetunion war kein „Überfall“, dieser Krieg ging auf konkrete deutsch-sowjetische Interessenkonflikte zurück. Die sowjetische Führung erwartete diesen Krieg und plante ihrerseits, einen entscheidenden Schlag gegen Deutschland (und West-Europa) zu führen.

…denn nur Soldaten begreifen,
was Soldaten sagen wollen,
wenn sie ihren toten Kameraden
eine Blum
e aufs Grab legen…
J.M. Bauer
Lilie.gif (1778 Byte)

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Zur Frage der Besatzungspolitik im Osten gab es innerhalb der deutschen Eliten verschiedene Meinungsgruppen, und es war gerade die Wehrmacht, die eine konstruktive Zusammenarbeit mit Russen, Ukrainern, Balten und Kaukasiern befürwortete und allmählich durchsetzte.

Die deutsche Führungsschicht sah sich in den 30er Jahren mit zwei grundsätzlichen außenpolitischen Gegensätzen konfrontiert:

  • Mit dem wirtschaftspolitischen Gegensatz zu den USA und Großbritannien, die die Konkurrenz der deutschen Industrie und eine deutsche Großmachtstellung nicht dulden wollten.
  • Mit dem machtpolitischen Gegensatz zur UdSSR, deren erklärtes Ziel die Sowjetisierung ganz Europas war.

Die deutsche Führung sah die Lösung ihrer Probleme in der Errichtung eines von Deutschland beherrschten autarken kontinentaleuropäischen Wirtschaftsraumes. Nachdem die Sowjetunion ab Mitte 1940 einen zunehmenden Konfrontationskurs gegen das Deutsche Reich einschlug und sich den Angelsachsen annäherte, erschien der deutschen Führung ein Krieg unvermeidlich; die Ukraine und die westlichen Gebiete Rußlands sollten jetzt gewaltsam in den großdeutsch-europäischen Wirtschaftsraum einbezogen werden. Über die konkrete Ausgestaltung dieser neuen europäischen Ordnung herrschte innerhalb der deutschen Eliten keine Einigkeit.

Den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges ging es keineswegs nur um die Befreiung Deutschlands von der NS-Diktatur und die Wiederherstellung des Status quo. Beweiskräftiger noch als die zeitgenössischen Dokumente zeigen dies die Weigerung, mit dem deutschen Widerstand zusammenzuarbeiten, die Abtrennung der deutschen Ostgebiete, die Vertreibung der Ostdeutschen, die Demontagen in der deutschen Industrie und schließlich die 40jährige Teilung Deutschlands. Angesichts der Kriegsziele der Alliierten, die ja in groben Umrissen bekannt waren, hatte die Wehrmacht gute Gründe, Deutschland mit allen Kräften zu verteidigen.

Will man die Wehrmacht dafür verurteilen, dann verurteilt man sie letztlich deshalb, weil sie unterlag. Dies mag heute politisch „korrekt“ erscheinen, es widerspricht aber der Tradition abendländischen Denkens und Gerechtigkeitsempfindens.


*1 Das Wort „Kriegsverbrechen“ ist ein Produkt der alliierten „Siegermächte“ aus der Zeit des Versailler Vertrages. Für die Wehrmacht galt das deutsche Militärstrafgesetzbuch, insbesondere der § 47. Danach sind Befehle verbrecherischen Inhalts verboten und streng zu ahnden. Alle Fronttruppen waren der Wehrmachtsgerichtsbarkeit unterstellt. Wo also Verbrechen in der Deutschen Wehrmacht verübt wurden galt das Strafgesetzbuch, und jeder Zeuge an Massenerschießungen oder Exzessen war strikt gehalten dagegen einzuschreiten. Tat er es nicht, dann machte er sich nach § 47 MSGB strafbar. Der Text liegt den Verfassern vor.


Denn der Hass stirbt –
er erstickt an seiner Torheit und Niedrigkeit.
Alles Große aber ist ewig und leuchtet in den Morgen
neuer Entwicklungen hinein.

Richard Schulze-Kossens

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Quelle: vho.org

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Wahrheit für die Soldaten der Wehrmacht

Auszug aus einem Artikel der Zeitschrift „Europäische Sicherheit“ 7/96.

Hier schreibt der Generalleutnant a.D. der Bundeswehr, Inspekteur des Heeres von 1979 bis 1981, Hans Poeppel (76) folgendes:

Ihren aktuellen Höhepunkt fanden die Agitationen gegen die Sicherheitsvorsorge in einer Wanderausstellung „Verbrechen der Wehrmacht 1941 – 1944“, die bis in die nächsten Jahre hinein etwa 20 deutsche Städte bereist haben wird. Dazu ist ein 700-seitiges Begleitbuch gleichen Titels von Hannes Heer und Klaus Naumann erschienen, dessen Öffentlichkeitswirkung die der Ausstellung noch übertrifft.

Ziel dieser Ausstellung ist, die angebliche Legende von der „sauberen, anständig gebliebenen Wehrmacht“ zu zerstören. Die Methode bewußter Diffamierung ist dabei sehr geschickt, indem sie die Übereinstimmung von Nationalsozialismus und Wehrmacht mit scheinbar tragfähigen Argumenten untermauert. Daß dabei in großem Umfang mit Unterstellungen, Verallgemeinerungen, Fälschungen und der Übernahme rein politischer Urteile sowjetischer Kriegsgerichte sowie mit nachweisbaren Unwahrheiten gearbeitet wird, ist für den unbefangenen Betrachter, insbesondere die vielen Jugendlichen nicht erkennbar. Die Ausstellung verschweigt zudem Erkenntnisse, die nach Öffnung der sowjetischen Archive gewonnen werden konnten.

Die Urteile über die Ausstellung sind vielfach vernichtend. So schreibt der frühere Leiter des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes der Bundeswehr,

Brigadegeneral a.D. Roth:

„Die Ausstellung differenziert nicht zwischen legalem Vorgehen und Fehlverhalten im Sinne der Genfer Konvention und der Haager Landkriegsordnung, dem Einsatz von Verbänden der Wehrmacht oder Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei der SS. Feldgrau waren eben nicht nur die Soldaten des Heeres gekleidet. Die Ausstellung enthält nur sehr ungenaue Angaben über Hintergründe, die zu den gezeigten Darstellungen geführt haben, nennt nicht Ort und Zeit des Geschehens und die beteiligten Kräfte oder Personen. … Die Ausstellung läßt jegliche wissenschaftliche Methode und Akribie vermissen … und ist eine ideologisch einseitige Zusammenstellung und ein linksextremes, verleumderisch skandalöses Machwerk“ . (siehe Seite 5)

Und der bekannte Fernsehjournalist Rüdiger Proske urteilt:

„Es ist der Ausstellung gelungen, alle Unterscheidungen zwischen der wahrscheinlich winzigen Minderheit, die an Kriegsverbrechen der Wehrmacht beteiligt war sowie jenen, die soldatische Anständigkeit bewahrten und schließlich der überwiegenden Mehrheit, die mit Verbrechen überhaupt nicht in Berührung gekommen waren, einzuebnen und alle Soldaten pauschal zu einer Verbrecherorganisation einzuschmelzen.“

Die mangelnde Seriosität der Ausstellung verwundert nicht, wenn man den Werdegang des Hannes Heer liest: DKP-Mitglied, KSV-Spitzenfunktionär, Berufsverbot als Geschichtslehrer, mehrfach verurteilt. Einem solchen dubiosen „Historiker“ öffnen unsere Kommunen ungeprüft ihre Ausstellungsräume für sein Machwerk.

Als Folgen der Verleumdungskampagne haben wir ungezählte Aktivitäten der ferngesteuerten Friedensbewegung und ihrer Sympathisanten erlebt. Diese Beeinflussung des „Zeitgeistes“ führte dann zu Presseurteilen über die Wehrmacht, wie die des ZEIT-Redakteurs, Erenz, als der „größten Mord- und Terrororganisation der deutschen Geschichte“. Solche verleumderische Meinungsmache untergräbt das Ansehen der weltweit geachteten Wehrmacht insbesondere bei den Jüngeren, die sich nicht auf eigene Erfahrungen stützen können und zerstört damit das Vertrauen zwischen den Generationen. Sie entzieht der Bundeswehr die Möglichkeiten einer sorgsamen Auswahl für die eigene Traditionsbildung, und sie schwächt das Gewicht, das unser Land für seinen internationalen Handlungsspielraum so dringend benötigt.

19 Millionen Wehrmachtsangehörige, das bedeutet die Hälfte der damals wehrpflichtigen männlichen Bevölkerung unseres Landes, also jede zweite Familie ist von den Verleumdungen unmittelbar betroffen. Fast muß man es Hannes Heer als Verdienst anrechnen, daß er mit seiner unseriösen Ausstellung das Faß der Beleidigungen zum Überlaufen gebracht und der gerechten Nachdenklichkeit wieder eine Chance gegeben hat. Im Ausland wundert man sich kopfschüttelnd seit langem, daß die betroffene deutsche Mehrheit sich gegen die Verunglimpfungen nicht zur Wehr setzt. Die eindrucksvollste Stimme war die des französischen Präsidenten Mitterrand. Er sagte am 8. Mai 1995 in seiner denkwürdigen Rede in Berlin:

„Ich habe in einem Krieg gekämpft, und ich schätze nicht die Belehrungen, die jetzt viele Leute die den Krieg nicht erlebt haben großzügig erteilen. Die deutschen Soldaten sind mutig für eine schlechte Sache gestorben, vielleicht ganz einfach, weil sie ihr Vaterland liebten.“

Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt verurteilte die Aussagen der HEER-Ausstellung, ergänzte indessen, er könne damit leben. Es geht dabei aber nicht allein um uns, sondern auch um die Millionen im Feld Gebliebenen, die sich gegen diese massiven und pauschalen Verleumdungen nicht mehr zur Wehr setzen können. Auch für sie gilt es zu handeln.

Die früheren Angehörigen der Wehrmacht sterben langsam aus. Auch daraus wird deutlich, daß die Aktionen sich gar nicht gegen diese richten, sondern vielmehr die Diskreditierung der wehrhaften Demokratie und der Bundeswehr zum Ziele haben. Eine Welle des Protestes hat Fachhistoriker, Politiker und Militärs auf den Plan gerufen, die durch eine Streitschrift von Rüdiger Proske „Wider den Mißbrauch der Geschichte deutscher Soldaten zu politischen Zwecken“ noch verstärkt wurde.

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Quelle: vho.org

Heinz Guderian – Generaloberst der Wehrmacht

Heinz Wilhelm Guderian (* 17. Juni 1888 in Culm, Westpreußen; † 14. Mai 1954 in Schwangau bei Füssen) war ein deutscher Heeresoffizier (seit 1940 Generaloberst), Kommandeur der Panzerverbände und zeitweilig Chef des Generalstabes des Heeres.

Guderian gilt als Schöpfer der Panzerwaffe als selbstständige Truppengattung und war maßgeblich an der Entwicklung der modernen Konzepte „Gefecht der verbundenen Waffen“ und „Führung von vorne“ beteiligt.

Von seinen Soldaten wurde General Guderian auch „der schnelle Heinz“ genannt.

https://i2.wp.com/de.metapedia.org/m/images/d/d2/Heinz_Guderian.jpg

Geraloberst Heinz Guderian, der Schöpfer der deutschen Panzerwaffe

……….

Kaiserreich und Erster Weltkrieg

Am 17. Juni 1888 wurde Heinz Guderiam als Sohn des Premier-Lieutenants Friedrich Guderian und dessen Ehefrau Clara (geb. Kirchhoff) in Culm an der Weichsel geboren. Am 1. Oktober 1913 heiratete er in Goslar Margarethe Christine Goerne. Dem Paar wurden später zwei Söhne geboren: Heinz Günther Guderian, zuletzt Generalmajor in der Bundeswehr sowie Kurt Bernhard Guderian, Hauptmann a. D. und später Kaufmann.

Am 1. April 1901 wurde er bei der Kadettenanstalt in Karlsruhe aufgenommen und wechselte später zur Kriegsakademie nach Berlin. Ab Februar 1907 diente er als Fähnrich im Jäger-Bataillon Nr. 10. Nach einem kurzen Besuch der Kriegsschule in Metz, wurde er 1908 in Bitsch zum Leutnant befördert. Im Oktober 1909, kehrte er nach Goslar zurück.1912 trat Guderian dem Telegraphen-Bataillon Nr. 3 in Koblenz bei.

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wird Guderian als Nachrichtenoffizier der 5. Kavallerie-Division an der Westfront eingesetzt. Er nahm unter Anderem an der Schlacht an der Marne und der Schlacht um Verdun teil. 1914 wurde er zum Oberstleutnant und bereits 1915 zum Hauptmann befördert. Gegen Ende des Krieges war er im Generalstab des Oberkommandos.

Weimarer Republik

Vom preußischen Kriegsministerium wurde Guderian dem „A.O.K. Heimatschutz“ zugeteilt, eine Division die die ostdeutschen Gebiete vor polnischen Banden schützen sollte. Danach gehörte er mehrere Monate als Generalstabsoffizier der Eisernen Division an, einem im Baltikum gegen sowjetische Truppen kämpfenden Freikorps. In der Reichswehr wird er zunächst als Kompagniechef im 10. Jäger-Bataillon eingesetzt, dabei half er bei der Niederschlagung diverser kommunistischer Aufstände mit. Nachdem er zwischenzeitlich drei Jahre als Lehrer für Taktik und Militärgeschichte an der Offiziersschule in Stettin eingesetzt war, wechselte er zu den Verkehrstruppen.

Im Jahr 1927 wurde Guderian zum Major ernannt und als Kommandant des Truppenamtes für Heerestransport und als Ausbilder für Taktik motorisierter Transportverbände in Berlin eingesetzt. In dieser Funktion trug er bereits Material für die Panzertaktik zusammen und besuchte Panzereinheiten anderer Länder. Da das Versailler Friedensdiktat der Reichswehr verbot, Panzer zu unterhalten, ließ Guderian vergleichbare Übungen mit Traktoren, Autos und Panzerattrappen durchführen.

1931 erfolgte seine Beförderung zum Oberstleutnant und 1933 schließlich zum Oberst.

Vorkriegszeit (Zweiter Weltkrieg)

Nach der Machtübernahme erhielt Guderian den Auftrag die Vorbereitungen zum Aufbau einer modernen Panzertruppe zu treffen. Ab dem 15. Oktober 1935 baute er in der neugeschaffenen Wehrmacht drei Panzerdivisionen auf. Ihm wurde zugleich das Kommando über die 2. Panzerdivision übertragen. Am 1. August 1936 wurde er zum Generalmajor befördert. Bereits am 4. Februar 1938 erfolgte seine Beförderung zum Generalleutnant mit gleichzeitiger Ernennung zum Kommandierenden General des neugebildeten XVI. Armeekorps, dem die bisherigen drei Panzerdivisionen nun unterstellt wurden. Mit diesem Verband war er am friedlichen Anschluss Österreichs und der Heimkehr des Sudetenlandes beteiligt.

Am 20. November 1938 wurde Guderian zum General der Panzertruppen befördert und zum Chef der Schnellen Truppen (d.h. inkl. motorisierter Infanterie) ernannt.

Zweiter Weltkrieg

Während des Polenfeldzuges war Guderian Befehlshaber des motorisierten XIX. Armeekorps in der Heeresgruppe Nord. Nachdem sich die leichten Panzer als völlig unzureichend erwiesen hatten, drängte Guderian Hitler den Bau von Panzern mit stärkerer Panzerung und besserer Bewaffnung anzuordnen. Infolge von Guderians Strategie der Mobilität der Panzerwaffe wurde der Polenfeldzug dennoch schnell entschieden. Für seine Verdienste wurde ihm am 30. September 1939 persönlich von Adolf Hitler das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Nachdem Großbritannien und Frankreich dem Deutschen Reich bereits am 3. September den Krieg erklärten, arbeitete Guderian zusammen mit General Erich v. Manstein einen Angriffsplan gegen Frankreich aus, der einen schnellen Vorstoß von Panzerverbänden durch die Ardennen bis zum Kanal („Sichelschnitt“) vorsah. Adolf Hitler machte diesen Plan gegen den Rat der Generalität zur Grundlage der Westoffensive.

Während des Westfeldzugs 1940 umfasste sein Korps drei Panzerdivisionen und gehörte zur Panzergruppe Kleist. Sein Korps stieß durch die Ardennen, bei Sedan über die Maas bis zur Kanalküste (siehe auch Sichelschnittplan) und schnitt damit einen großen Teil der französischen Armee und das Britische Expeditionskorps ab. Nach der Schlacht von Dünkirchen wurde sein Korps zu einer Panzergruppe erweitert. Während der weiteren Kämpfe in Frankreich stieß Guderian über Verdun Richtung Schweizer Grenze vor, wodurch das Hauptkontingent des französischen Heeres eingeschlossen wurde. Nach Beendigung des Feldzuges im Juli 1940, erfolgt seine Beförderung zum Generaloberst.

Beim Russlandfeldzug befehligte Guderian die Panzergruppe 2 innerhalb der Heeresgruppe Mitte und trug durch seine schnellen und tiefen Panzervorstöße erheblich zu den Siegen bei Bialystok und Minsk, Smolensk, Kiew, Orel und Brjansk bei. Am 17. Juli wurde ihm während der Schlacht bei Smolensk das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen.

Am 26. Dezember 1941 wurde er wegen Konflikten mit Generalfeldmarschall Günther von Kluge und Adolf Hitler seines Postens enthoben. Er versuchte als Sprecher der Generalität Adolf Hitler zu überzeugen, den direkten Angriff auf Moskau der Eroberung der Ukraine vorzuziehen. Adolf Hitler lehnte dies mit den Worten ab: „Meine Generäle verstehen nichts von Kriegswirtschaft.“ Am 1. März 1943, nach eineinhalb Jahren, wurde er wieder von Adolf Hitler in den aktiven Dienst zurückgeholt und zum Inspekteur der Panzertruppen ernannt, der für die Modernisierung der motorisierten Truppenteile zuständig war. Im Oktober erhielt Guderian als Dotation ein Landgut im Warthegau.

Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wurde er Chef des Generalstaabes des Heeres. In dieser Funktion war er zusammen mit den Feldmarschallen Wilhelm Keitel und Gerd v. Rundstedt Mitglied des Ehrenhofes der Wehrmacht, der die am Anschlag auf Adolf Hitler beteiligten Offiziere unehrenhaft aus der Wehrmacht ausschloss.

Nach einem Streit mit Adolf Hitler über die Lage an den Fronten wurde er am 28. März 1945 beurlaubt und geriet am 10. Mai des Jahres in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Heinz Guderian in Russland (1941)

……….

Nachkriegszeit

Am 17. Juni 1948 wurde er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Im Jahre 1950 veröffentlichte Guderian seine Memoiren unter dem Titel „Erinnerungen eines Soldaten“, hierbei stellte er heraus, dass die Wehrmacht stets anständig geblieben sei und ehrenhaft gekämpft habe.

Am 14. Mai 1954 starb Heinz Guderian in Schwangau bei Füssen.

Familiengrab der Guderians auf dem Friedhof Hildesheimer Straße in Goslar

……….

Auszeichnungen

  • Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse
  • Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse
    • II. Klasse am 5. September 1939
    • I. Klasse am 13. September 1939
  • Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub
    • Ritterkreuz am 27. Oktober 1939
    • Eichenlaub am 17. Juli 1941

    .

Schlusszitate

„Russland verfügt nicht nur über das an Zahl, sondern auch an neuzeitlichen Waffen und Gerät stärkste Heer und über die stärkste Luftwaffe der Erde. Es ist bemüht, seine Flotte auf eine beachtliche Höhe zu bringen. Seine Verkehrsverhältnisse sind zwar noch mangelhaft, aber auch auf diesem Gebiet wird fleißig gearbeitet. Rohstoffe sind vorhanden, eine gewaltige Rüstungsindustrie st in der unangreifbaren Tiefe des Riesenreiches errichtet. Die Zeiten, zu denen dem Russen der Sinn für Technik fehlte, gehören der Vergangenheit an; wir müssen damit rechnen, daß er seine Maschinen beherrschen und selber bauen lernt, und daß durch diesen Wandel in der Grundeinstellung des russischen Menschen die Probleme des Ostens für uns einen anderen, ernsteren Charakter annehmen, als je bisher in der Geschichte.“

General Heinz Guderian über die Rote Armee, 1937

„Klotzen, nicht Kleckern!“

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Quelle: Metapedia

Hier einige Bücher von und über Heinz Guderian in PDF:

Guderian, Heinz – Achtung – Panzer (1937, 130 S, Scan, Fraktur)

Guderian, Heinz – Erinnerungen eines Soldaten (1960, 238 Doppels., Scan)

Macksey, Kenneth – Guderian der Panzergeneral (1976, 308 S.)

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Generalfeldmarschall – Albert Kesselring – deutscher Offizier in beiden Weltkriegen gegen Deutschland

Albert Kesselring (Lebensrune.png 30. November 1885 in Marktsteft, Unterfranken; Todesrune.png 16. Juli 1960 in Bad Nauheim) war ein deutscher Heeres- und Luftwaffenoffizier und seit 1940 Generalfeldmarschall.

Albert Kesselring (1885–1960)

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Albert Kesselring zählte zu den großen Persönlichkeiten der Deutschen Wehrmacht. Die Schlachten insbesondere auf italienischem Gebiet tru­gen den Stempel seiner Führungskunst. Seine genialen strategischen Fähigkeiten, sein herausragendes Einfühlungsvermö­gen sowie seine beispielhafte Tapfer­keit ließen ihn zu einem besonders belieb­ten und vorbildlichen Vorgesetzten wer­den.

Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant und Adjutant bei der bayerischen Artillerie. Zum Hauptmann befördert, war er dann als Generalstabsoffizier tätig. Nach dem Zusammenbruch durch die Novemberrevolte wurde er in die Reichswehr übernommen. Nach dem Wahlsieg der Nationalsozialisten war er ab 1933 am Aufbau der neuen deutschen Luftwaffe beteiligt.

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Zweiter Weltkrieg

Nach dem Polenfeldzug erhielt er am 30. September 1939 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Nach dem Frankreichfeldzug wurde er am 19. Juli 1940 zum Generalfeldmarschall befördert. 1941 kam er an die Ostfront. Dort unterstützte seine Luftflotte die Bodentruppen. Am Ende des Jahres wurde er „Oberbefehlshaber Süd“ und war für Nordafrika und den Mittelmeerraum verantwortlich.

Erwin Rommel, Albert Kesselring und Ugo Cavallero

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Ab 1942 wurde sein Befehlsbereich auf alle Luftwaffenverbände in Italien und Tunesien erweitert. In der letzten Phase des Krieges gegen Deutschland erhielt Kesselring als Nachfolger Gerd von Rundstedts die Befehlsgewalt über die Westfront. Bei der Landung der Alliierten auf Sizilien leistete Kesselring mit seiner Heeresgruppe C den Angreifern erbitterten Widerstand. Mit Rücksicht auf die historische Bedeutung des Kulturdenkmals bei der Schlacht um Monte Cassino hatte der deutsche Oberbefehlshaber in Italien, Albert Kesselring, die Miteinbeziehung des Klosters in die Verteidigungsstellungen im Dezember 1943 ausdrücklich verboten. Dafür und für seinen heldenhaften Abwehrkampf erhielt er am 19. Juli 1944 als einer von nur 27 Empfängern das Ritterkreuz mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten. Kesselring wurde mehrfach im Wehrmachtbericht erwähnt.

Kesselring kam der Funktion eines modernen Befehlshabers integrierter Streitkräfte näher als irgend ein anderer Befehlshaber der Wehrmacht. Er schuf einen gemeinsamen Stab aller drei Teilstreitkräfte und einen multinationalen Stab (die Italiener einschließend), wobei einige Positionen mit Bedacht besetzt wurden, um sicherzustellen, dass er voll über die Bedürfnisse, Möglichkeiten und Grenzen aller ihm zur Verfügung stehenden Land-, See- und Luftstreitkräfte unterrichtet war.

Nach Kriegsende erfolgte seine Gefangennahme. 1947 wurde er von einem britischen „Militärgericht“ zum Tode verurteilt – angeblich wegen „Verbrechen“ gegen die italienischen Partisanen. Die Todesstrafe wurde dann in lebenslange Haft umgeändert und später noch auf 20 Jahre Haft verkürzt. Im Oktober 1952 wurde er aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes auf Parole entlassen. Danach wurde er Führer des Stahlhelmbundes in der Rest-BRD. Er veröffentlicht daraufhin in einem zweiteiligen Werk seine Memoiren. Bis zuletzt ein aufrechter Deutscher geblieben, erfolgte in den Publikationen keinerlei Distanzierung gegenüber seinem Kampf im Zweiten Weltkrieg und seiner völligen Loyalität gegenüber dem Führer Adolf Hitler.

In seinen Erinnerungen schrieb er zur Unvermeidbarkeit des Russlandfeldzuges:

„Mußte man Rußland angreifen? Hitler erklärte schon früher und auch in seiner Schlußansprache an die Generale am 14. Juni 1941, daß der Ostfeldzug unvermeidlich sei, daß jetzt angegriffen werden müsse, wenn man sich einem russischen Angriff zur Unzeit entziehen wolle. Dabei wurden nochmals die Punkte in Erinnerung gebracht, die eine Freundschaft zwischen Rußland und Deutschland auf die Dauer unwahrscheinlich erscheinen ließen, die nicht wegzuleugnenden ideologischen Gegensätze, die auf beiden Seiten beiseitegeschoben, aber nicht beseitigt waren, die mobilmachungsartigen Maßnahmen an der Ostseeküste und der russischen Westgrenze, zunehmendes aggressives Verhalten russischer Soldaten gegen die Bevölkerung in den Randgebieten, Kräfteverschiebungen in den grenznahen Raum, verstärkter und beschleunigter Aufbau der russischen Rüstungsindustrie usw. (…) Die These Hitlers, daß der Russe uns im ersten, ihm günstig scheinenden Augenblick angreifen würde, hielt ich für indiskutabel richtig.“

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Kesselring mit Marschallstab

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Auszeichnungen

  • Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse
  • Bayerische Prinzregent Luitpold-Medaille
  • Bayerischer Militärverdienstorden IV. Klasse mit Schwertern und mit Krone
  • Ritterkreuz II. Klasse des Albrechts-Orden mit Schwertern
  • Wehrmacht-Dienstauszeichnung IV. bis I. Klasse
  • Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938
  • Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse
  • Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten
    • Ritterkreuz am 30. September 1939
    • Eichenlaub am 25. Februar 1942 (78. Verleihung)
    • Schwerter am 18. Juli 1942 (15. Verleihung)
    • Brillanten am 19. Juli 1944 (14. Verleihung)
  • Ärmelband „Afrika“
  • Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen in Gold mit Brillanten
  • Frontflugspange für Zerstörer in Gold mit Anhänger Einsatzzahl „400“
  • Großkreuz des Ordens der Krone von Italien
  • Italienisches Flugzeugführer-Abzeichen

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links, als Oberbefehlshaber Südwest in Italien 1944

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Quelle: Metapedia

Generaloberst der Wehrmacht – Heinz Guderian – † 14. Mai 1954

Heinz Wilhelm Guderian (* 17. Juni 1888 in Culm, Westpreußen; † 14. Mai 1954 in Schwangau bei Füssen) war ein deutscher Heeresoffizier (seit 1940 Generaloberst), Kommandeur der Panzerverbände und zeitweilig Chef des Generalstabes des Heeres.

Guderian gilt als Schöpfer der Panzerwaffe als selbstständige Truppengattung und war maßgeblich an der Entwicklung der modernen Konzepte „Gefecht der verbundenen Waffen“ und „Führung von vorne“ beteiligt.

Von seinen Soldaten wurde General Guderian auch „der schnelle Heinz“ genannt.

https://i2.wp.com/de.metapedia.org/m/images/d/d2/Heinz_Guderian.jpg

Geraloberst Heinz Guderian, der Schöpfer der deutschen Panzerwaffe

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Kaiserreich und Erster Weltkrieg

Am 17. Juni 1888 wurde Heinz Guderiam als Sohn des Premier-Lieutenants Friedrich Guderian und dessen Ehefrau Clara (geb. Kirchhoff) in Culm an der Weichsel geboren. Am 1. Oktober 1913 heiratete er in Goslar Margarethe Christine Goerne. Dem Paar wurden später zwei Söhne geboren: Heinz Günther Guderian, zuletzt Generalmajor in der Bundeswehr sowie Kurt Bernhard Guderian, Hauptmann a. D. und später Kaufmann.

Am 1. April 1901 wurde er bei der Kadettenanstalt in Karlsruhe aufgenommen und wechselte später zur Kriegsakademie nach Berlin. Ab Februar 1907 diente er als Fähnrich im Jäger-Bataillon Nr. 10. Nach einem kurzen Besuch der Kriegsschule in Metz, wurde er 1908 in Bitsch zum Leutnant befördert. Im Oktober 1909, kehrte er nach Goslar zurück.1912 trat Guderian dem Telegraphen-Bataillon Nr. 3 in Koblenz bei.

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wird Guderian als Nachrichtenoffizier der 5. Kavallerie-Division an der Westfront eingesetzt. Er nahm unter Anderem an der Schlacht an der Marne und der Schlacht um Verdun teil. 1914 wurde er zum Oberstleutnant und bereits 1915 zum Hauptmann befördert. Gegen Ende des Krieges war er im Generalstab des Oberkommandos.

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Weimarer Republik

Vom preußischen Kriegsministerium wurde Guderian dem „A.O.K. Heimatschutz“ zugeteilt, eine Division die die ostdeutschen Gebiete vor polnischen Banden schützen sollte. Danach gehörte er mehrere Monate als Generalstabsoffizier der Eisernen Division an, einem im Baltikum gegen sowjetische Truppen kämpfenden Freikorps. In der Reichswehr wird er zunächst als Kompagniechef im 10. Jäger-Bataillon eingesetzt, dabei half er bei der Niederschlagung diverser kommunistischer Aufstände mit. Nachdem er zwischenzeitlich drei Jahre als Lehrer für Taktik und Militärgeschichte an der Offiziersschule in Stettin eingesetzt war, wechselte er zu den Verkehrstruppen.

Im Jahr 1927 wurde Guderian zum Major ernannt und als Kommandant des Truppenamtes für Heerestransport und als Ausbilder für Taktik motorisierter Transportverbände in Berlin eingesetzt. In dieser Funktion trug er bereits Material für die Panzertaktik zusammen und besuchte Panzereinheiten anderer Länder. Da das Versailler Friedensdiktat der Reichswehr verbot, Panzer zu unterhalten, ließ Guderian vergleichbare Übungen mit Traktoren, Autos und Panzerattrappen durchführen.

1931 erfolgte seine Beförderung zum Oberstleutnant und 1933 schließlich zum Oberst.

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Vorkriegszeit (Zweiter Weltkrieg)

Nach der Machtübernahme erhielt Guderian den Auftrag die Vorbereitungen zum Aufbau einer modernen Panzertruppe zu treffen. Ab dem 15. Oktober 1935 baute er in der neugeschaffenen Wehrmacht drei Panzerdivisionen auf. Ihm wurde zugleich das Kommando über die 2. Panzerdivision übertragen. Am 1. August 1936 wurde er zum Generalmajor befördert. Bereits am 4. Februar 1938 erfolgte seine Beförderung zum Generalleutnant mit gleichzeitiger Ernennung zum Kommandierenden General des neugebildeten XVI. Armeekorps, dem die bisherigen drei Panzerdivisionen nun unterstellt wurden. Mit diesem Verband war er am friedlichen Anschluss Österreichs und der Heimkehr des Sudetenlandes beteiligt.

Am 20. November 1938 wurde Guderian zum General der Panzertruppen befördert und zum Chef der Schnellen Truppen (d.h. inkl. motorisierter Infanterie) ernannt.

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Zweiter Weltkrieg

Während des Polenfeldzuges war Guderian Befehlshaber des motorisierten XIX. Armeekorps in der Heeresgruppe Nord. Nachdem sich die leichten Panzer als völlig unzureichend erwiesen hatten, drängte Guderian Hitler den Bau von Panzern mit stärkerer Panzerung und besserer Bewaffnung anzuordnen. Infolge von Guderians Strategie der Mobilität der Panzerwaffe wurde der Polenfeldzug dennoch schnell entschieden. Für seine Verdienste wurde ihm am 30. September 1939 persönlich von Adolf Hitler das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Nachdem Großbritannien und Frankreich dem Deutschen Reich bereits am 3. September den Krieg erklärten, arbeitete Guderian zusammen mit General Erich v. Manstein einen Angriffsplan gegen Frankreich aus, der einen schnellen Vorstoß von Panzerverbänden durch die Ardennen bis zum Kanal („Sichelschnitt“) vorsah. Adolf Hitler machte diesen Plan gegen den Rat der Generalität zur Grundlage der Westoffensive.

Während des Westfeldzugs 1940 umfasste sein Korps drei Panzerdivisionen und gehörte zur Panzergruppe Kleist. Sein Korps stieß durch die Ardennen, bei Sedan über die Maas bis zur Kanalküste (siehe auch Sichelschnittplan) und schnitt damit einen großen Teil der französischen Armee und das Britische Expeditionskorps ab. Nach der Schlacht von Dünkirchen wurde sein Korps zu einer Panzergruppe erweitert. Während der weiteren Kämpfe in Frankreich stieß Guderian über Verdun Richtung Schweizer Grenze vor, wodurch das Hauptkontingent des französischen Heeres eingeschlossen wurde. Nach Beendigung des Feldzuges im Juli 1940, erfolgt seine Beförderung zum Generaloberst.

Beim Russlandfeldzug befehligte Guderian die Panzergruppe 2 innerhalb der Heeresgruppe Mitte und trug durch seine schnellen und tiefen Panzervorstöße erheblich zu den Siegen bei Bialystok und Minsk, Smolensk, Kiew, Orel und Brjansk bei. Am 17. Juli wurde ihm während der Schlacht bei Smolensk das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen.

Am 26. Dezember 1941 wurde er wegen Konflikten mit Generalfeldmarschall Günther von Kluge und Adolf Hitler seines Postens enthoben. Er versuchte als Sprecher der Generalität Adolf Hitler zu überzeugen, den direkten Angriff auf Moskau der Eroberung der Ukraine vorzuziehen. Adolf Hitler lehnte dies mit den Worten ab: „Meine Generäle verstehen nichts von Kriegswirtschaft.“ Am 1. März 1943, nach eineinhalb Jahren, wurde er wieder von Adolf Hitler in den aktiven Dienst zurückgeholt und zum Inspekteur der Panzertruppen ernannt, der für die Modernisierung der motorisierten Truppenteile zuständig war. Im Oktober erhielt Guderian als Dotation ein Landgut im Warthegau.

Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wurde er Chef des Generalstaabes des Heeres. In dieser Funktion war er zusammen mit den Feldmarschallen Wilhelm Keitel und Gerd v. Rundstedt Mitglied des Ehrenhofes der Wehrmacht, der die am Anschlag auf Adolf Hitler beteiligten Offiziere unehrenhaft aus der Wehrmacht ausschloss.

Nach einem Streit mit Adolf Hitler über die Lage an den Fronten wurde er am 28. März 1945 beurlaubt und geriet am 10. Mai des Jahres in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Heinz Guderian in Russland (1941)

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Nachkriegszeit

Am 17. Juni 1948 wurde er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Im Jahre 1950 veröffentlichte Guderian seine Memoiren unter dem Titel „Erinnerungen eines Soldaten“, hierbei stellte er heraus, dass die Wehrmacht stets anständig geblieben sei und ehrenhaft gekämpft habe.

Am 14. Mai 1954 starb Heinz Guderian in Schwangau bei Füssen.

Familiengrab der Guderians auf dem Friedhof Hildesheimer Straße in Goslar

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Auszeichnungen

  • Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse
  • Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse
    • II. Klasse am 5. September 1939
    • I. Klasse am 13. September 1939
  • Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub
    • Ritterkreuz am 27. Oktober 1939
    • Eichenlaub am 17. Juli 1941

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Schlusszitate

„Russland verfügt nicht nur über das an Zahl, sondern auch an neuzeitlichen Waffen und Gerät stärkste Heer und über die stärkste Luftwaffe der Erde. Es ist bemüht, seine Flotte auf eine beachtliche Höhe zu bringen. Seine Verkehrsverhältnisse sind zwar noch mangelhaft, aber auch auf diesem Gebiet wird fleißig gearbeitet. Rohstoffe sind vorhanden, eine gewaltige Rüstungsindustrie st in der unangreifbaren Tiefe des Riesenreiches errichtet. Die Zeiten, zu denen dem Russen der Sinn für Technik fehlte, gehören der Vergangenheit an; wir müssen damit rechnen, daß er seine Maschinen beherrschen und selber bauen lernt, und daß durch diesen Wandel in der Grundeinstellung des russischen Menschen die Probleme des Ostens für uns einen anderen, ernsteren Charakter annehmen, als je bisher in der Geschichte.“

General Heinz Guderian über die Rote Armee, 1937

„Klotzen, nicht Kleckern!“

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Quelle: Metapedia

Die reichsdeutsche Absetzbewegung – Reine Phantasie oder das Wunschdenken Ewiggestriger?

WARNUNG:

(Anmerkung und Vorwegnahme von EponaRhiannon: Ich distanziere mich heute ausdrücklich und auf das Schärfste von diesem Artikel und seinem Autor, da ich ihn in einer Zeit veröffentlicht habe, in der ich noch nicht wusste, dass der Autor „Larry Summers“ und seine „Truppe“ für den VS/BND arbeiten! Dieser Artikel ist vollgestopft mit Desinformation und Verleumdung über einzelne Nationalsozialisten. Daher bitte ich, diesen Artikel nur sehr aufmerksam und mit hellwachem und kritischem Verstand zu lesen.)

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Verfasst von “Larry Summers” für Lupo Cattivo-Blog: Die reichsdeutsche Absetzbewegung. Einleitung von Maria Lourdes!

Seit 1937 gab es in Deutschland den ‚Reichsforschungsrat’, dessen Planungsamt einem Dr. Osenberg (Foto links) unterstellt war. Diesem Planungsamt wurden ab 1944 sämtliche forschenden Körperschaften des Reichs unterstellt, wie alle Technischen Hochschulen und Universitäten sowie alle Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Industrie und des Militärs.

Mit dieser Maßnahme wurde die Hochtechnologie-Entwicklung besser koordiniert, was die Niederlage aber nicht mehr abwenden konnte. Osenbergs Büro führte Buch über alle Forschungsarbeiten: Stand, Mitarbeiter, Lokalität.

Selbstverständlich war Dr. Osenberg von allergrößtem Interesse für die Alliierten. Er wurde verhaftet, mehrfach verhört und sehr wahrscheinlich auch gefoltert!

In einem der Verhöre bemerkte er unmissverständlich, dass „der Krieg, hätte er sechs Monate länger gedauert, die Deutschen in die Lage versetzt hätte, einen Großteil ihrer neuen Entwicklungen gegen die Alliierten einzusetzen und aufgrund dieser technischen Überlegenheit den Kriegsverlauf umzukehren.“

Diese Aussage von einem Mann, der mehr als jeder andere, einen Überblick über die deutschen Entwicklungen hatte, gibt zu denken. Was wäre, wenn die Amerikaner nicht alles gefunden hätten?

Wenn besonders effiziente neuartige Technik versteckt oder ausgelagert werden konnte?

Wenn die besten Fachleute rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten?

Wenn sie dort Labors und Fertigungsstätten aufgebaut hätten?

Reine Phantasie oder „das Wunschdenken Ewiggestriger”?

Weder, noch – bei genauerer Kenntnis der Ereignisse von 1945/46 werden wir gleich sehen, dass es tatsächlich die geglückte Absetzbewegung einer militärischwissenschaftlichen Elite gegeben hat, die seither immer wieder für politische Unruhe sorgte und noch sorgt.

Ich weiß, das ist schwer zu glauben, und auch mir erschien die These absurd, als ich das erste Mal von ihr hörte. Doch nachdem ich bei anderen Recherchen und dank einer “kritischen Auseinandersetzung“ mit “Larry Summers” (Kommentator hier bei Lupo-Cattivo-Blog) immer wieder auf solche Hinweise gestoßen war, ging ich der Sache nach und wurde auch fündig.

Das größte Problem ist, dass niemand, weder die Siegermächte, noch die Mächtigen im Nachkriegsdeutschland, noch die damals Entkommenen ein Interesse daran haben, dass die Sache publik wird (wenn auch aus unterschiedlichen Gründen), und dass daher die meisten Hinweise vertuscht wurden.

Es bleiben aber noch genügend Informationen, um das Puzzle wieder zusammenzusetzen, und diese Indizien werde ich Ihnen hier vorstellen. Zu welchen Schlussfolgerungen Sie dann gelangen, bleibt Ihnen selbst überlassen. Der folgende Text ist ein Teil des Puzzle, das den Namen “ABSATZBEWEGUNG” trägt.

Ende Einleitung

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Artikel, verfasst von Larry Summers für Lupo Cattivo-Blog: Die reichsdeutsche Absetzbewegung.

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“Ich hatte es ja bereits angekündigt, daß ich zum Thema der reichsdeutschen Absetzbewegung noch etwas schreiben werde. Mit etwas Verspätung habe ich diesen Text zwischenzeitlich fertig gestellt. Obwohl durch oben stehenden Artikel untermauert, dürfte das in meinem Kommentar vom 12.04. Geschriebene für viele unglaublich erscheinen. Man wird sich insbesondere daran stören, daß es nicht möglich ist, stichhaltige Beweise für deren Stimmigkeit vorzulegen.”

Zuerst sollte wohl geklärt werden, wie derartige Beweise überhaupt auszusehen haben. Bilddokumente erscheinen ungeeignet, weil diese mannigfachen Fälschungs- und Manipulationsabsichten unterzogen sein könnten, was nur mit aufwendigen technischen Möglichkeiten überprüfbar wäre. Selbst wenn es möglich wäre, gefälsche Bilddokumente auf Anhieb als solche zu erkennen, müßte auch Einigkeit darüber bestehen, welche Art von Bildern überhaupt als Beweis dienen könnte. Hierbei denkt man natürlich sofort an bestimmte technische Entwicklungen, die den Reichsdeutschen nachgesagt werden, etwa an ein Foto einer echten Flugscheibe. Es sollte jedoch nachvollziehbar sein, daß derartige Bilder streng geheim gehalten werden. Genauso wie es nicht möglich ist, Bilddokumente über militärische Geheimprojekte der Alliierten einzusehen, verhält es sich auch hier.

Deshalb kommen grundsätzlich nur solche Beweise in Betracht, die anhand öffentlich zugänglicher Quellen verifizierbar sind und aus denen sich eindeutige Rückschlüsse auf reichsdeutsche Aktivitäten ableiten lassen. Derartige Beweise setzen ein Detailwissen voraus, welches Außenstehende selbst ansatzweise nur dann erhalten, wenn zuvor ein entsprechendes Vertrauensverhältnis hergestellt wurde. Es dürfte einleuchten, daß ein öffentlich zugängliches Forum dafür nicht geeignet ist.

Aus verschiedenen Gründen habe ich mich dazu entschlossen, dennoch über das Thema zu schreiben.

1. Mir selbst liegen anhand öffentlich zugänglicher Quellen verifzierbare Beweise vor. Aus genannten Gründen können diese allerdings nicht offen gelegt werden. All jenen, die an der Richtigkeit und Stimmigkeit der hier vorgetragenen Behauptungen Zweifel anmelden, sei empfohlen, empirische Beweise zu sammeln, die Rückschlüsse auf die Aufrichtigkeit des Schreibers zulassen. Sie mögen auf Seiten wie Honigmann, Lupo Cattivo, Politaia, Politik Global, Terra Germania und anderen Kommentaren, die unter dem Pseudonym „Larry Summers“ im Lauf der letzten Jahre geschrieben wurden, sichten und auf Hinweise untersuchen, ob der Schreiber Inhalte verbreitet, die Rückschlüsse auf Desinformationen, Systempropaganda, Lügen oder einfach nur Aufschneidereien zulassen.

Solange dies ausbleibt -und davon gehe ich aus- sollte der Leser zur Kenntnis nehmen, daß diese Ausführungen ausschließlich einem ehrlich gemeinten Willen zur Aufklärung, der Liebe zu Deutschland und einer massiven Abneigung gegenüber den Machenschaften der NWO entspringen.

2. Es ist mir ein persönliches Anliegen, etwas Licht in das mythen- und sagenumwobene Thema der reichsdeutschen Absetzbewegung zu bringen. Die Meisten haben davon noch gar nichts gehört, andere halten es für ein Hirngespinst und wieder andere bringen damit Themen wie „Hohlwelttheorie“ und „Aldebaran“ in Verbindung, bei denen es sich in der Tat um Hirngespinste handelt. Um es also gleich vorneweg zu sagen: Die reichsdeutsche Absetzbewegung existiert. Es handelt sich dabei allerdings um ein rein irdisches Projekt. Es gibt weder reichsdeutsche Basen auf dem Mars noch auf dem Mond. Auch die von einem Reiner Feistle in die Welt gesetzte Geschichte einer intergalaktischen Verbindung zum Aldebaran ist reine Phantasie und entspringt ausschließlich finanziellen Interessen des Autors. Darüberhinaus muß auch die sogenannte Hohlwelttheorie dem Bereich der Mythen und Legenden zugerechnet werden. Unsere Erde ist nicht hohl und in Neuschwabenland gibt es somit auch keinen Zugang zur „inneren Erde“. Die Theorie einer bewohnten „inneren Erde“ muß allein schon aus physikalischen Gründen verworfen werden, weil sich auch die Gravitationskräfte einer Hohlkugel in deren Mittelpunkt vereinen und somit jeder lose Körper auf der inneren Oberfläche gen Zentrum stürzen würde. Richtig ist allerdings, daß Neuschwabenland von einem riesigen Höhlensystem durchzogen wird, wo sich bis heute eine reichsdeutsche Basis befindet.

3. Schließlich wäre es auch erfreulich, Aufgewachte würden erkennen, daß sie einen Verbündeten haben, mit dem sie möglicherweise noch gar nicht gerechnet haben. Im Idealfall könnte somit die gesamte sogenannte Wahrheitsbewegung an einem Strang ziehen. Bei realistischer Sicht der Dinge muß dies aber wohl als Wunschdenken bezeichnet werden. Diese Ausführungen werden nur eine begrenzte Anzahl von Leuten erreichen. Die meisten davon werden diesen jedoch ohnehin keinen Glauben schenken und andere, die immer noch die Mär vom „bösen Nazi“ verinnerlicht haben, werden eher ablehnend reagieren. Selbst wenn es möglich wäre, sämtliche Aufgewachten von der Stimmigkeit des hier Vorgetragenen zu überzeugen, würden diesen allein hierzulande immer noch weit über 80 Millionen Schlafschafe gegenüberstehen, die noch nicht einmal bemerkt haben, welch menschenverachtenden Weg dieses System eingeschlagen hat.

Eine Jahrzehnte andauernde Gehirnwäsche sowie eine Vielzahl durch die Massenmedien verbreiteter Desinformationen, die noch von der Mehrheit der Menschen als „Wahrheit“ angesehen werden, verhindern allerdings, daß in absehbarer Zeit eine kritische Masse an Aufgewachten erreicht sein wird. Jeder, der auch nur im persönlichen Umfeld den Versuch unternimmt, über gemeinhin als „Verschwörungsthemen“ bezeichnete Dinge zu informieren, wird bemerkt haben, auf welch heftigen Widerstand er dabei stößt. Man stelle sich nur vor, man unternähme den Versuch, seinen (noch) CDU wählenden Nachbarn dahingehend aufzuklären, Angela Merkel sei Mitglied einer satanischen Sekte, deren erklärtes Ziel es ist, Deutschland in den Abgrund zu führen. Und dann stelle man sich weiter vor, man erkläre diesem Nachbarn, demnächst kämen „Nazi-Ufos“ vom Himmel, die diesem satanischen Treiben ein Ende bereiten. Im besten Fall wird der wohlmeinende Aufklärer mit diesen Erzählungen ein müdes Lächeln ernten, eher aber die Einweisung in eine geschlossene Psychiatrie.

Allein anhand dieses bewußt pointiert dargestellten Beispiels wird deutlich, daß die breite Masse einfach noch nicht in der Lage ist, mit diesen Dingen umzugehen. Eine Jahrzehnte andauernde Gehirnwäsche, ein Ruhigstellen des Volkes durch einen zeitweise durchaus vorhandenen Wohlstand, Feindpropaganda und sich ständig wiederholende Berichte über angeblich „verbrecherische Nazis“ haben natürlich Wirkung gezeigt. Kaum jemand würde plötzlich auftauchende Reichsflugscheiben als Befreiung begreifen, doch genau dieses ist notwendig, um damit den Grundstein für eine neue und bessere Zeit zu legen. Deshalb mache auch ich mir keine Illusionen darüber, daß diese Bemühungen zur Aufklärung vermutlich im Sande verlaufen werden. Man läßt mich zwar gewähren, erhofft sich davon aber keine durchschlagenden Aufklärungserfolge.

Das Szenario wurde tausendfach durchgespielt und man gelangte jedes Mal aufs Neue zu der Erkenntnis, daß die noch schlafende breite Masse zuerst den Irrweg erkennen muß, den die sich „Regierung“ nennende Bande von Verbrechern und deren Hintermänner eingeschlagen haben. Wie bereits an anderer Stelle geschrieben, stehen die Ereignisse, die einen solchen Aufwachprozess einleiten werden, unmittelbar bevor. Die NWO hat bereits vor über 20 Jahren die Weichen für einen weltweiten wirtschaftlichen Totalkollaps gestellt. Dieser Prozess ist zwischenzeitlich unumkehrbar geworden und kann allenfalls durch die Aufnahme immer neuer Schulden und durch das Drucken von Geld noch etwas hinausgezögert werden.

Gemäß dem freimaurerischen Motto „Ordnung aus Chaos“ soll eine Situation geschaffen werden, die die breiten Massen in die Verzweiflung treibt, um damit die Bereitschaft zur Akzeptanz der NWO-Agenda einer „Eine-Welt-Regierung“ zu erzeugen. Diese Rechnung wird allerdings nicht aufgehen. Das von der NWO angestrebte Chaos wird zwar zugelassen werden, eben weil ein Umdenkprozess auch von der Reichsführung gewünscht ist.

Erst dann wird die Zeit reif sein für eine Befreiung. Gerade weil diese Entwicklung bereits jetzt absehbar ist, wird jeder Einzelne dazu aufgerufen, rechtzeitig Vorsorge für eine Krisensituation zu treffen. Die Versorgungsketten werden abreißen und es ist mit einer Not- und Mangelsituation mit einer Dauer von mindestens zwei Jahren zu rechnen. Diese Zeit wird notwendig sein und wird sich auch nicht verkürzen lassen, damit auch der Allerdümmste merkt, daß er von der „Regierung“ und deren Hintermännern nur belogen, betrogen und ausgeplündert wurde.

Eine Zeit des Chaos‘ wird dem Deutschen Volk also nicht erspart werden können. Mein bescheidenes Ziel ist es, zumindest eine gewisse Anzahl von Aufgewachten zu erreichen, um wenigstens diese davon zu überzeugen, daß bereits Entwicklungen im Gange sind, die auf eine neue und bessere Zeit danach hoffen lassen.

Für alle Interessierten nachfolgend noch einige ergänzende Informationen zur reichsdeutschen Absetzbewegung.

Aus der Führungsriege war es nur eine Person, die in das Projekt involviert war. Diese Person war Adolf Hitler. Hitler genießt als Initiator der Absetzbewegung bis zum heutigen Tage höchstes Ansehen bei den Reichsdeutschen. Leser, die immer noch glauben, Hitler sei ein Verräter des Deutschen Volkes gewesen, müssen sich fragen lassen, wie es zusammen paßt, daß er als angeblicher NWO Vasall dafür verantwortlich war, daß auch nach der Besetzung des Mutterlandes Widerstand gegen die NWO geleistet wurde und wird. So könnte es zu einer Ironie des Schicksals werden, daß jene, die den „Faschisten“ Hitler heute noch verdammen, ihm später danken werden für seine Vorausschau, sich den wahren Faschisten in den Weg zu stellen. Im Gegensatz zu einigen anderen aus der damaligen Führungsriege, von denen manche auch mit dem Feind kooperierten, war Hitler kein Faschist sondern ein Freund des deutschen Volkes. Hitler unternahm alles, um bestehende freimaurerische und zionistische Seilschaften zu beseitigen. Anders als etwa einem Josef Stalin widerstrebten ihm groß angelegte Säuberungsaktionen, was zur Folge hatte, daß es im Lauf von nur 12 jahren nicht möglich war, sämtliche dieser Strukturen zu neutralisieren. Entgegen anderslautender Berichte verstarb Hitler nach langer, schwerer Krankheit im Jahr 1952 in Chile. In Neuschwabenland war er aus gesundheitlichen Gründen zu keinem Zeitpunkt.

Andere, sogenannte „Nazi Prominente“ waren an dem Projekt nicht beteiligt. Insbesondere Personen wie Göring und Himmler gelten als Verräter. Ihre Selbstmorde waren vermutlich nicht inszeniert.

Teile der SS waren maßgeblich mit der Organisation der Absetzbewegung betraut. Deren zum Teil okkulte Ausrichtung wurde bereits vor langer Zeit als Irrweg erkannt. Die reichsdeutsche Absetzbewegung beruft sich in ihren Traditionen daher vor allem auf die deutsche Wehrmacht und weniger auf die SS.

Auch die sagenumwobene Thule Gesellschaft spielt bei der modernen Absetzbewegung praktisch keine Rolle. Einige Verräter kamen aus diesen Reihen und man erinnert sich noch schmerzvoll daran, wie die feinen Herren der Thule Gesellschaft in Salons saßen und über Hyperborea schwadronierten, derweil der gemeine Landser im Schützgraben in Russland krepierte.

Vereinzelt wird behauptet, das Verhalten der Absetzbewegung sei unehrenhaft gewesen, weil man sich mit Hochtechnologien aus dem Staub machte, ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, damit die drohende Kriegsniederlage vielleicht doch noch abzuwenden. Leute, die so etwas behaupten, verkennen die damalige Realität. Die meisten Hochtechnologien existierten lediglich auf dem Reißbrett und die wenigen, die bereits verfügbar waren, waren oftmals noch Prototypen und strategisch viel zu wertvoll um sie in die letzte Schlacht zu werfen.

Über technologische Aspekte weiß ich kaum Bescheid. Die Existenz von Flugscheiben, super schnellen U-Booten und „sonstigen hochtechnologischen Überraschungen“ wurde allerdings bestätigt.

Dieses letzte Trumpf, das Deutschland im Kampf gegen die NWO noch in der Hand hält, wird jedoch erst dann ausgespielt werden, wenn die Zeit gereift ist und die übrigen Rahmenbedingungen auch eine Aussicht auf Erfolg zulassen.

Auch der Vorwurf, die Absetzbewegung habe wichtige Ressourcen des Reichs an sich gerissen, sei aber nicht bereit gewesen, verfügbare Hochtechnologien rechtzeitig zum Wohle des Deutschen Volkes und der übrigen Welt einzusetzen, geht an der Realität vorbei. Die Strapazen und Entbehrungen, die deutsche Männer und Frauen der ersten Stunde auf sich genommen haben, sind für Außenstehende nicht nachvollziehbar. Wer sich vorzustellen vermag wie erste Basen in den Hochgebirgen der Anden und des Himalayas errichtet wurden, indem ohne den Einsatz von schwerem Gerät zum Teil mit bloßen Händen Stollen in den Berg getrieben wurden, kann sich ausmalen, daß die Absetzbewegung in den ersten Jahren, ja Jahrzehnten vor allem mit der Sicherung der eigenen Existenz beschäftigt war.

In einigen zu diesem Thema geschriebenen Kommentaren wird die Ansicht vertreten, mit diesen Ausführungen würden „braune Ideologien“ verherrlicht oder zumindest unterstützt. Diese Schreiber müssen sich allerdings fragen lassen, ob ihr Aufwachprozess möglicherweise noch nicht abgeschlossen ist. Um Ideologien geht es schon lange nicht mehr. Diese sind lediglich ein Instrument derer, die sich durch ein System von „teile und herrsche“ an der Macht halten wollen. Wer die menschenverachtenden Prinzipien der NWO verstanden hat, weiß, daß es nur noch um eine Frage geht: Bekennen wir uns zu Gott und seiner Schöpfung, respektieren und wahren wir sie oder wollen wir das Gegenteil?

Andere Kommentatoren vertreten die Ansicht, man unterstütze ein System der Gewalt und verletze damit christliche Werte. Auch diese Schreiber irren sich.

Es ist richtig, daß Jesus uns den Rat gab, auch die andere Wange hinzuhalten. Es ist aber auch richtig, daß Jesus uns die Erlaubnis gab, uns bei Angriffen wilder Menschen und Tiere mit aller Kraft zur Wehr zu setzen. Wir Deutsche wollten zu keinem Zeitpunkt andere dominieren oder ausbeuten. Wir bekannten uns seit jeher zu einem friedlichen Miteinander, zu einem respektvollen Umgang mit allen Völkern und wir verabscheuen Krieg. Werden wir allerdings angegriffen mit dem Ziel, uns auszuplündern und zu versklaven und uns letzten Endes zu vernichten, stehen wir zusammen und bieten die Stirn.

Schließlich wird vereinzelt auch die Meinung vertreten, derartige Ausführungen widersprächen dem Geist des Blogbegründers Lupo Cattivo, der die Nationalsozialisten und auch Hitler eindeutig als Schergen der NWO identifiziert hatte. Ich selbst habe Lupo als einen hochintelligenten und brillianten Schreiber mit einem enormen Wissensschatz in Erinnerung. Und selbstverständlich kenne auch ich viele Quellen, die in die eben benannte Richtung weisen. Auch ich habe diesen Quellen anfänglich vertraut. Erst jedoch als ich realisierte, daß die NWO sehr wohl ein Motiv dafür hat, Hitler zu ihrem Vasallen zu erklären, wurde mir klar, daß auch diese Quellen wie alles im Leben mit logischem Verstand zu hinterfragen sind.

Mir ist natürlich klar, daß dies alles vor allem aufgrund fehlender Beweise nur von Wenigen geglaubt werden wird. Auch rechne ich nach wie vor mit dem Vorwurf, ich würde „krude Theorien“ verbreiten in der Absicht, „braunem Gedankengut“ Vorschub zu leisten. Mit all dem werde ich leben können, weil ich diese Zeilen guten Gewissens schreibe.

Kritiker und Zweifler müssen sich fragen lassen, worin der Nutzen liegt, hier Lügengeschichten zu verbreiten. Ganz offen gesagt wäre mir meine Zeit dafür zu schade, lange Texte zu schreiben in der Absicht, einige Wenige in die Irre zu führen.

Wenn es mir aber gelungen ist, auch nur einem Leser die Angst vor einer vermeintlich übermächtigen NWO zu nehmen und ihm neue Hoffnung zu machen, dann waren diese Bemühungen doch nicht ganz vergebens. Auch hege ich keinen missionarischen Eifer, Leute von der Existenz der reichsdeutschen Absetzbewegung zu überzeugen. Zwar bin ich bereit, diese mir vorliegenden Informationen weiterzugeben. Trotzdem sehe ich mich nicht dazu veranlaßt, Zweiflern entgegen zu treten. Möge also jeder selbst für sich entscheiden, wie er diese Informationen einordnet.

Auch sollte niemand in dem Geschriebenen eine Anleitung zur Passivität sehen, getreu dem Motto „Man kümmert sich ja bereits um das (NWO-) Problem“. Im Gegenteil wird eine Beschäftigung mit diesen Themen auch weiterhin sehr wichtig sein und darüber hinausgehend auch das Leisten von Aufklärungsarbeit sowie das Treffen einer eigenständigen Krisenvorsorge. Insofern haben es einige Kommentatoren völlig richtig erkannt, daß die Übernahme von Eigenverantwortung davon unberührt bleibt.

Im Übrigen freue ich mich sehr auf den Tag, an dem die Kinnladen infolge brisanter Ereignisse reihenweise nach unten klappen. Denn dieser Tag wird kommen.

Verfasst von Larry Summers

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Quelle: Lupo Cattivo

Wahrheit für die Soldaten der Wehrmacht

Auszug aus einem Artikel der Zeitschrift „Europäische Sicherheit“ 7/96.

Hier schreibt der Generalleutnant a.D. der Bundeswehr, Inspekteur des Heeres von 1979 bis 1981, Hans Poeppel (76) folgendes:

Ihren aktuellen Höhepunkt fanden die Agitationen gegen die Sicherheitsvorsorge in einer Wanderausstellung „Verbrechen der Wehrmacht 1941 – 1944“, die bis in die nächsten Jahre hinein etwa 20 deutsche Städte bereist haben wird. Dazu ist ein 700-seitiges Begleitbuch gleichen Titels von Hannes Heer und Klaus Naumann erschienen, dessen Öffentlichkeitswirkung die der Ausstellung noch übertrifft.

Ziel dieser Ausstellung ist, die angebliche Legende von der „sauberen, anständig gebliebenen Wehrmacht“ zu zerstören. Die Methode bewußter Diffamierung ist dabei sehr geschickt, indem sie die Übereinstimmung von Nationalsozialismus und Wehrmacht mit scheinbar tragfähigen Argumenten untermauert. Daß dabei in großem Umfang mit Unterstellungen, Verallgemeinerungen, Fälschungen und der Übernahme rein politischer Urteile sowjetischer Kriegsgerichte sowie mit nachweisbaren Unwahrheiten gearbeitet wird, ist für den unbefangenen Betrachter, insbesondere die vielen Jugendlichen nicht erkennbar. Die Ausstellung verschweigt zudem Erkenntnisse, die nach Öffnung der sowjetischen Archive gewonnen werden konnten.

Die Urteile über die Ausstellung sind vielfach vernichtend. So schreibt der frühere Leiter des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes der Bundeswehr,

Brigadegeneral a.D. Roth:

„Die Ausstellung differenziert nicht zwischen legalem Vorgehen und Fehlverhalten im Sinne der Genfer Konvention und der Haager Landkriegsordnung, dem Einsatz von Verbänden der Wehrmacht oder Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei der SS. Feldgrau waren eben nicht nur die Soldaten des Heeres gekleidet. Die Ausstellung enthält nur sehr ungenaue Angaben über Hintergründe, die zu den gezeigten Darstellungen geführt haben, nennt nicht Ort und Zeit des Geschehens und die beteiligten Kräfte oder Personen. … Die Ausstellung läßt jegliche wissenschaftliche Methode und Akribie vermissen … und ist eine ideologisch einseitige Zusammenstellung und ein linksextremes, verleumderisch skandalöses Machwerk“ . (siehe Seite 5)

Und der bekannte Fernsehjournalist Rüdiger Proske urteilt:

„Es ist der Ausstellung gelungen, alle Unterscheidungen zwischen der wahrscheinlich winzigen Minderheit, die an Kriegsverbrechen der Wehrmacht beteiligt war sowie jenen, die soldatische Anständigkeit bewahrten und schließlich der überwiegenden Mehrheit, die mit Verbrechen überhaupt nicht in Berührung gekommen waren, einzuebnen und alle Soldaten pauschal zu einer Verbrecherorganisation einzuschmelzen.“

Die mangelnde Seriosität der Ausstellung verwundert nicht, wenn man den Werdegang des Hannes Heer liest: DKP-Mitglied, KSV-Spitzenfunktionär, Berufsverbot als Geschichtslehrer, mehrfach verurteilt. Einem solchen dubiosen „Historiker“ öffnen unsere Kommunen ungeprüft ihre Ausstellungsräume für sein Machwerk.

Als Folgen der Verleumdungskampagne haben wir ungezählte Aktivitäten der ferngesteuerten Friedensbewegung und ihrer Sympathisanten erlebt. Diese Beeinflussung des „Zeitgeistes“ führte dann zu Presseurteilen über die Wehrmacht, wie die des ZEIT-Redakteurs, Erenz, als der „größten Mord- und Terrororganisation der deutschen Geschichte“. Solche verleumderische Meinungsmache untergräbt das Ansehen der weltweit geachteten Wehrmacht insbesondere bei den Jüngeren, die sich nicht auf eigene Erfahrungen stützen können und zerstört damit das Vertrauen zwischen den Generationen. Sie entzieht der Bundeswehr die Möglichkeiten einer sorgsamen Auswahl für die eigene Traditionsbildung, und sie schwächt das Gewicht, das unser Land für seinen internationalen Handlungsspielraum so dringend benötigt.

19 Millionen Wehrmachtsangehörige, das bedeutet die Hälfte der damals wehrpflichtigen männlichen Bevölkerung unseres Landes, also jede zweite Familie ist von den Verleumdungen unmittelbar betroffen. Fast muß man es Hannes Heer als Verdienst anrechnen, daß er mit seiner unseriösen Ausstellung das Faß der Beleidigungen zum Überlaufen gebracht und der gerechten Nachdenklichkeit wieder eine Chance gegeben hat. Im Ausland wundert man sich kopfschüttelnd seit langem, daß die betroffene deutsche Mehrheit sich gegen die Verunglimpfungen nicht zur Wehr setzt. Die eindrucksvollste Stimme war die des französischen Präsidenten Mitterrand. Er sagte am 8. Mai 1995 in seiner denkwürdigen Rede in Berlin:

„Ich habe in einem Krieg gekämpft, und ich schätze nicht die Belehrungen, die jetzt viele Leute die den Krieg nicht erlebt haben großzügig erteilen. Die deutschen Soldaten sind mutig für eine schlechte Sache gestorben, vielleicht ganz einfach, weil sie ihr Vaterland liebten.“

Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt verurteilte die Aussagen der HEER-Ausstellung, ergänzte indessen, er könne damit leben. Es geht dabei aber nicht allein um uns, sondern auch um die Millionen im Feld Gebliebenen, die sich gegen diese massiven und pauschalen Verleumdungen nicht mehr zur Wehr setzen können. Auch für sie gilt es zu handeln.

Die früheren Angehörigen der Wehrmacht sterben langsam aus. Auch daraus wird deutlich, daß die Aktionen sich gar nicht gegen diese richten, sondern vielmehr die Diskreditierung der wehrhaften Demokratie und der Bundeswehr zum Ziele haben. Eine Welle des Protestes hat Fachhistoriker, Politiker und Militärs auf den Plan gerufen, die durch eine Streitschrift von Rüdiger Proske „Wider den Mißbrauch der Geschichte deutscher Soldaten zu politischen Zwecken“ noch verstärkt wurde.

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Quelle: vho.org