Die 26 Gebote für Offiziere der Deutschen Wehrmacht

Die Soldaten der Deutschen Wehrmacht dürfen im heutigen Deutschland nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes ungestraft als „Mörder in Uniform“ bezeichnet werden. Die ab 1995 in vielen deutschen Städte gezeigte, von dem privaten Hamburger „Institut für Sozialforschung“ finanzierte Heer-Reemtmasche Ausstellung „Vernichtungskrieg, Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“ konnte jahrelang die Wehrmachtangehörigen diffamieren, bis sie 1999 wegen vieler Fälschungen und zahlreicher bewusster Verdrehungen zurückgezogen und überarbeitet werden musste. In welchem Geist dagegen die Offiziere der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg erzogen wurde, beweisen zum Beispiel die Regeln für Offiziers-Anwärter des Heeres, die im April 1940 vom Inspekteur des Erziehungs- und Bildungswesen des Heeres, dem damaligen Obersten und späteren Generalobersten Johannes Frießner (1892-1971) – der unter anderem mit dem Deutschen Kreuz in Gold am 9. Juni 1943, dem Ritterkreuz am 23. Juli 1943 und dem Eichenlaub am 9. April 1944 (445. Verleihung) ausgezeichnet wurde – erlassen wurden. Sie haben folgenden Wortlaut:

»Offiziers-Anwärter des Heeres!
Auf Euren Weg gebe ich Euch folgende Berufs- und Lebensregeln mit. Sie behalten ewige Gültigkeit im Kriege und im Frieden:

1. Immer Vorbild sein in allen Lebenslagen, besonders in Krisen.

2. Sobald Euch eine Truppe anvertraut wird, prüft Eure Kenntnisse mit innerer Selbstbescheidung, bevor Ihr vor Euren Leuten sprecht, falls Ihr nicht Gefahr laufen wollt, gleich an Autorität zu verlieren.

3. Bringt alle Eure erzieherischen Eingriffe in Einklang mit Eurer eigenen mehr oder weniger vorhandenen Autorität.

4. Vermeidet einen zu scharfen Ton, er ist meist ein Zeichen von Unsicherheit.

5. Bevor Ihr anfangt zu befehlen, seht Euch Eure Leute genau an und versucht, den Menschen in ihnen zu erkennen. Menschenkenntnis ist die Voraussetzung richtiger Menschenbehandlung.

6. Befehle haben nur Sinn, wenn sie überzeugen.

7. Jeder Erziehungs- und Ausbildungsarbeit muß, um ihr überzeugende Kraft zu verleihen, der Zweck vorangestellt werden und die Begründung folgen, warum es so sein muß.

8. Haltet Kritiksucht von Euch fern. Sie entspricht meist taktloser Überheblichkeit. Ein Recht zu Kritik hat nur der, der den Beweis erbracht hat, daß er es besser kann.

9. Hört auf erfahrene Menschen und Kameraden. Aus Zuhören und Nachsinnen könnt Ihr nur Gewinn ziehen.

10. Seid zurückhaltend in Eurem Urteil über Dinge, die Ihr nicht voll beherrscht; Ihr blamiert Euch sonst. Auch mancher Eurer Untergebenen weiß in manchen Dingen mehr als Ihr.

11. Bevor Ihr über einen Menschen urteilt, denkt immer daran, wie es einst in gleicher Lage um Euch selbst stand.

12. Handelt stets mit Vernunft und Herz, wenn Euch kostbare Menschenleben überantwortet sind, besonders im Kriege.

13. Bewahrt Euch stets den Mut zur reinen Wahrheit.

14. Steht immer zu Eurem Wort und Eurem Handeln, auch wenn es irrtümlich war.

15. Bewahrt stets den notwendigen Abstand von Vorgesetzten und Untergebenen. Das schützt vor schwierigen Lagen.

16. Seid jederzeit offen gegen Eure Vorgesetzten, aber dabei immer taktvoll, wie dem Jüngeren grundsätzlich zukommt.

17. Lernt aus Tadeln und spielt nicht den Beleidigten, das läßt mangelnde Selbstdisziplin erkennten.

18. Nützt die flüchtige Zeit der Jugend zur eigenen Selbsterziehung und Heranbildung.

19. Haltet Euren Körper dauernd in Zucht und stählt ihn planmäßig bis ins Alter. Selbstbeherrschung und Enthaltsamkeit sind männlich, Nachgiebigkeit und Sich-gehen-lassen verächtlich.

20. Achtet immer auf eigene gute Haltung und tadellosen Anzug, auch wenn Ihr nicht im Dienst seid. Die geringste Vernachlässigung wird Eurem Ansehen abträglich sein.

21. Meidet übermäßigen Alkoholgenuß. Er ist meist die Ursache von Entgleisungen.

22. Macht keine Schulden, sie beeinträchtigen Euer freies Handeln und Eure Lebensfreude.

23. Seht Euch vor in Eurem Umgang, Ihr werdet nach ihm beurteilt.

24. Schärft Euren Verstand durch planmäßige Geistesarbeit auf den Gebieten der Allgemeinbildung und der Berufswissenschaften. Zeit hierzu, und wenn sie nur kurz sein kann, muß immer gefunden werden. Bildung ist geistige Disziplin. Ein ungebildeter Offizier ist nicht vollwertig.

25. Formt Eure Persönlichkeit im Studium großer Männer.

26. Bewahrt Euch bis zum letzten Atemzug den Glauben an die großdeutsche Idee und an Gott; dieser Glaube verleiht Euch innere Stärke besonders in Krisen des Lebens und vor allem während des Krieges, wo menschliche Kraft oft überbeansprucht wird. Eine so große Zeit wie die unsere ist nur zu meistern in unbändigem Glauben.

Frießner, General und Inspekteur des Erziehungs- und Bildungswesen des Heeres «

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Quelle: Der Große Wendig, Band 2, Seiten 565f.

Wahrheit für die Soldaten der Wehrmacht

Auszug aus einem Artikel der Zeitschrift „Europäische Sicherheit“ 7/96.

Hier schreibt der Generalleutnant a.D. der Bundeswehr, Inspekteur des Heeres von 1979 bis 1981, Hans Poeppel (76) folgendes:

Ihren aktuellen Höhepunkt fanden die Agitationen gegen die Sicherheitsvorsorge in einer Wanderausstellung „Verbrechen der Wehrmacht 1941 – 1944“, die bis in die nächsten Jahre hinein etwa 20 deutsche Städte bereist haben wird. Dazu ist ein 700-seitiges Begleitbuch gleichen Titels von Hannes Heer und Klaus Naumann erschienen, dessen Öffentlichkeitswirkung die der Ausstellung noch übertrifft.

Ziel dieser Ausstellung ist, die angebliche Legende von der „sauberen, anständig gebliebenen Wehrmacht“ zu zerstören. Die Methode bewußter Diffamierung ist dabei sehr geschickt, indem sie die Übereinstimmung von Nationalsozialismus und Wehrmacht mit scheinbar tragfähigen Argumenten untermauert. Daß dabei in großem Umfang mit Unterstellungen, Verallgemeinerungen, Fälschungen und der Übernahme rein politischer Urteile sowjetischer Kriegsgerichte sowie mit nachweisbaren Unwahrheiten gearbeitet wird, ist für den unbefangenen Betrachter, insbesondere die vielen Jugendlichen nicht erkennbar. Die Ausstellung verschweigt zudem Erkenntnisse, die nach Öffnung der sowjetischen Archive gewonnen werden konnten.

Die Urteile über die Ausstellung sind vielfach vernichtend. So schreibt der frühere Leiter des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes der Bundeswehr,

Brigadegeneral a.D. Roth:

„Die Ausstellung differenziert nicht zwischen legalem Vorgehen und Fehlverhalten im Sinne der Genfer Konvention und der Haager Landkriegsordnung, dem Einsatz von Verbänden der Wehrmacht oder Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei der SS. Feldgrau waren eben nicht nur die Soldaten des Heeres gekleidet. Die Ausstellung enthält nur sehr ungenaue Angaben über Hintergründe, die zu den gezeigten Darstellungen geführt haben, nennt nicht Ort und Zeit des Geschehens und die beteiligten Kräfte oder Personen. … Die Ausstellung läßt jegliche wissenschaftliche Methode und Akribie vermissen … und ist eine ideologisch einseitige Zusammenstellung und ein linksextremes, verleumderisch skandalöses Machwerk“ . (siehe Seite 5)

Und der bekannte Fernsehjournalist Rüdiger Proske urteilt:

„Es ist der Ausstellung gelungen, alle Unterscheidungen zwischen der wahrscheinlich winzigen Minderheit, die an Kriegsverbrechen der Wehrmacht beteiligt war sowie jenen, die soldatische Anständigkeit bewahrten und schließlich der überwiegenden Mehrheit, die mit Verbrechen überhaupt nicht in Berührung gekommen waren, einzuebnen und alle Soldaten pauschal zu einer Verbrecherorganisation einzuschmelzen.“

Die mangelnde Seriosität der Ausstellung verwundert nicht, wenn man den Werdegang des Hannes Heer liest: DKP-Mitglied, KSV-Spitzenfunktionär, Berufsverbot als Geschichtslehrer, mehrfach verurteilt. Einem solchen dubiosen „Historiker“ öffnen unsere Kommunen ungeprüft ihre Ausstellungsräume für sein Machwerk.

Als Folgen der Verleumdungskampagne haben wir ungezählte Aktivitäten der ferngesteuerten Friedensbewegung und ihrer Sympathisanten erlebt. Diese Beeinflussung des „Zeitgeistes“ führte dann zu Presseurteilen über die Wehrmacht, wie die des ZEIT-Redakteurs, Erenz, als der „größten Mord- und Terrororganisation der deutschen Geschichte“. Solche verleumderische Meinungsmache untergräbt das Ansehen der weltweit geachteten Wehrmacht insbesondere bei den Jüngeren, die sich nicht auf eigene Erfahrungen stützen können und zerstört damit das Vertrauen zwischen den Generationen. Sie entzieht der Bundeswehr die Möglichkeiten einer sorgsamen Auswahl für die eigene Traditionsbildung, und sie schwächt das Gewicht, das unser Land für seinen internationalen Handlungsspielraum so dringend benötigt.

19 Millionen Wehrmachtsangehörige, das bedeutet die Hälfte der damals wehrpflichtigen männlichen Bevölkerung unseres Landes, also jede zweite Familie ist von den Verleumdungen unmittelbar betroffen. Fast muß man es Hannes Heer als Verdienst anrechnen, daß er mit seiner unseriösen Ausstellung das Faß der Beleidigungen zum Überlaufen gebracht und der gerechten Nachdenklichkeit wieder eine Chance gegeben hat. Im Ausland wundert man sich kopfschüttelnd seit langem, daß die betroffene deutsche Mehrheit sich gegen die Verunglimpfungen nicht zur Wehr setzt. Die eindrucksvollste Stimme war die des französischen Präsidenten Mitterrand. Er sagte am 8. Mai 1995 in seiner denkwürdigen Rede in Berlin:

„Ich habe in einem Krieg gekämpft, und ich schätze nicht die Belehrungen, die jetzt viele Leute die den Krieg nicht erlebt haben großzügig erteilen. Die deutschen Soldaten sind mutig für eine schlechte Sache gestorben, vielleicht ganz einfach, weil sie ihr Vaterland liebten.“

Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt verurteilte die Aussagen der HEER-Ausstellung, ergänzte indessen, er könne damit leben. Es geht dabei aber nicht allein um uns, sondern auch um die Millionen im Feld Gebliebenen, die sich gegen diese massiven und pauschalen Verleumdungen nicht mehr zur Wehr setzen können. Auch für sie gilt es zu handeln.

Die früheren Angehörigen der Wehrmacht sterben langsam aus. Auch daraus wird deutlich, daß die Aktionen sich gar nicht gegen diese richten, sondern vielmehr die Diskreditierung der wehrhaften Demokratie und der Bundeswehr zum Ziele haben. Eine Welle des Protestes hat Fachhistoriker, Politiker und Militärs auf den Plan gerufen, die durch eine Streitschrift von Rüdiger Proske „Wider den Mißbrauch der Geschichte deutscher Soldaten zu politischen Zwecken“ noch verstärkt wurde.

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Quelle: vho.org

Oswald Pohl – Leiter des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes (SS-WVHA) – Hingerichtet am 7. Juni 1951 in Landsberg

Oswald Pohl (* 30. Juni 1892 in Duisburg; † 7. Juni 1951 in Landsberg) war SS-Obergruppenführer, General der Waffen-SS und Leiter des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes.

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Oswald Pohl (1892–1951)

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Herkunft und Werdegang

Oswald Pohl wurde am 30.Juni 1892 in Duisburg als Sohn des Werkmeisters Otto Emil Pohl und dessen Frau Auguste Seifert geboren. 1912 trat Pohl in den Dienst der Reichsmarine. Nach Kriegsende war Pohl dort im Range eines Leutnants zur See als Zahlmeister tätig, wo er erste praktische verwaltungstechnische Kenntnisse und Erfahrungen erwarb. Gleichzeitig begann Pohl ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, welches er jedoch nicht abschloss. Nach eigenen Angaben war er zudem Anfang der zwanziger Jahre an Aktivitäten des Freikorps „Brigade Loewenfeld” beteiligt.

Im Jahr 1922 wurde Pohl Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnr. 30842). In die SA trat er 1925 ein, am 22. Februar 1926 erfolgte sein Wiedereintritt in die aufgrund des Hitlerputsches zwischenzeitlich verbotene NSDAP.

Zunächst machte Pohl fortan Karriere in der SA: Im Januar 1932 wurde er zum Scharführer, im März desselben Jahres zum Truppführer, im April zum Sturmführer ernannt. Dem schlossen sich am 1. Juni 1933 die Berufung zum Obersturmführer und am 2. August 1933 zum Sturmbannführer der SA an. Ferner wurde Pohl 1930, nachdem er Stadtverordneter der NSDAP in Kiel wurde, die Leitung der Marine-SA in dieser Stadt überantwortet.

Laufbahn in der SS

Am 9. September 1933 wechselte Oswald Pohl zur SS über (Mitgliedsnr. 147614), wo er 1935 SS-Brigadeführer und 1937 SS-Gruppenführer werden sollte. Über Vermittlung durch den Admiral Canaris lernte Pohl den Reichsführer-SS Heinrich Himmler kennen, dem Pohls bemerkswertes organisatorisches Talent auffiel und ihn im darauffolgenden Jahr mit dem Amt des Verwaltungschef des SS-Hauptamtes betraute. 1939 wurde dieser Kompetenzbereich in zwei Hauptämter unterteilt, welche beide Pohl in Personalunion unterstanden.

Das Amt „Verwaltung und Wirtschaft“ des SS-Hauptamtes unter Pohl hatte die Aufgabe, die der SS von der NSDAP zukommenden Zuschüsse verwaltungstechnisch einzusetzen und wirtschaftliche Unternehmungen durchzuführen.

Das Amt „Haushalt und Bauten“ der SS im Reichsinnenministerium, welches Pohl als Ministerialdirektor leitete, diente vorranig dazu, die finanziellen Zuschüsse des Reichsfinanzministeriums zur Aufrüstung und Ausstattung der kämpfenden Truppe der Verfügungstruppe – der späteren Waffen-SS – zu erwirken und zu nutzen, so zur Besoldung der Truppen. Zu den Bauaufgaben zählten SS-Kasernen.

Das SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt

Beide oben genannten Hauptämter wurden am 1. Februar 1942 im SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt zusammengelegt. Das WVHA gliederte sich zunächst in vier Amtsgruppen (A, B, C, W) Am 3. März dieses Jahres erfolgte eine Erweiterung um die Amtsgruppe D, welche eine formelle Eingliederung der „Inspektion der Konzentrationslager“ (IKL) unter das WVHA darstellte. Pohl selbst wurde 1942 zum SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS befördert.

Nachkriegszeit

Nach der Kapitulation der Wehrmacht hielt sich Oswald Pohl bei seiner Familie auf und wurde am 27. Mai von den Engländern bei Verden verhaftet. In den ersten Tagen seiner Haft in Bad Nenndorf bei Hannover wurde Pohl schwer misshandelt und blieb Tag und Nacht gefesselt. Er gab an, er sei von Posten getreten und verprügelt worden und habe dabei zwei Zähne eingebüßt. Ferner sei ihm während einer Vernehmung durch englische und amerikanische Verhöroffiziere das Gesicht zerschnitten und die Wunden mit Salz eingerieben worden, um eine Belastung des im Nürnberger „Hauptkriegsverbrecherprozess“ unter Anklage stehenden Reichswirtschaftsminister Walter Funk zu erlangen.

Da Pohl, ebenso wie Rudolf Höss, die bis heute als Kronzeugen für die „Holocaustforschung“ gelten, während der Nachkriegsververhöre ihre „Geständnisse“ unter Anwendung exzessiver Foltermethoden abgaben, ist der Quellenwert dieser Zeugenaussagen als praktisch wertlos zu erachten.

WVHA-Prozess

Im Siegerprozess gegen das Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt der SS vom 13. Januar bis 3. November 1947 standen neben Oswald Pohl siebzehn weitere Mitarbeiter des WVHA vor einem US-Tribunal unter Anklage.

Während die Klageführung im Prozessverlauf hetzerisch bemüht war, Pohl zum „Alleinherrscher über das KZ-System“ und zum „größten Menschenschinder der Geschichte“ zu diskriminieren versuchte, stellte Pohls Verteidiger Dr. Alfred Seidl in seinem Schlussplädoyer sachlich fest:

„Die Beweisaufnahme hat ergeben, daß sich die Verantwortung des Angeklagten Pohl nach der Eingliederung der Inspektion der Konzentrationslager in das Wirtschafts-Verwaltungshauptamt auf die einheitliche Lenkung des Arbeitseinsatzes der Häftlinge beschränkte. Trotzdem hat der Angeklagte Oswald Pohl in seiner Eigenschaft als Chef des Wirtschafts-Verwaltungshauptamtes Anstrengungen gemacht, um in sinnvoller Auslegung und freiwilliger Ausdehnung seines Auftrages die Lebensbedingungen der Häftlinge zu verbessern. So gingen seine Bemühungen unter anderem dahin, Lagerkommandanten, die kein ausreichendes Verständnis für eine menschliche Gestaltung des Arbeitseinsatzes zu besitzen schienen, aus ihren Dienststellungen zu entfernen und durch andere geeignete Führer zu ersetzen. Aus dieser Feststellung heraus sind die Vorschläge des Angeklagten Pohl zu verstehen, die er dem Reichsführer-SS Himmler gemacht hat und die sich auf die Versetzung gewisser Lagerkommandanten bezogen.“

Pohl warf der Anklagebehörde vor, von jüdischen Vertretern dominiert und von Rachsucht und blindem Hass erfüllt gewesen zu sein. Er habe 33 Jahre lang seinem Vaterland makellos gedient und sei sich keines Verbrechens bewusst. Am 3. November 1947 wurden Oswald Pohl und drei Mitangeklagte zum Tode verurteilt, elf Angeklagte erhielten langjährige Freiheitsstrafen, drei wurden freigesprochen.

Datei:Oswald Pohl und Franz Eirenschmalz.jpg
Oswald Pohl (stehend) und Franz Eirenschmalz (hintere Reihe links mit Kopfhörern) vor dem Nürnberger Tribunal

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Nach dem Urteil

Oswald Pohl wurde nach dem Urteilsspruch des Siegertribunals in die Justizvollzugsanstalt Landsberg überführt. Unter Einfluss des Gefängnispfarrers konvertierte Pohl dort zum katholischen Glauben. In der Haft verfasste er seine Bekenntnisschrift „Credo. Mein Weg zu Gott.“ und der Papst ließ ihm den erbetenen „Apostolischen Segen“ aussprechen. Das „Credo“ erschien 1950 mit kirchlicher Druckerlaubnis in einer Druckauflage von 9.000 Exemplaren.

Oswald Pohl schrieb in seinen letzten Aufzeichnungen vor seiner Ermordung:

„Noch gemeiner war die Methode meiner Vernehmer (z.B. des Herrn Rapp) ,30 Millionen Menschen haben Sie umgebracht‘, ,3 Millionen Menschen haben Sie sterilisiert!‘ Mit solchen und ähnlichen Behauptungen mühten sich die Vernehmer, mich in den Verhören weich zu machen, obwohl sie genau wußten — denn sie besaßen ja alles an Dokumenten, was es über mich gab! — , daß ihre Behauptungen unwahr und Tricks waren.“

Neben der Kirche setzten sich auch Vertreter der Bundesregierung für eine Begnadigung der verbliebenen Todeskandidaten in Landsberg ein. Am 9. Januar 1951 begab sich eine Abordnung des Deutschen Bundestages zu dem amerikanischen Hohen Kommissar John Jay McCloy: Bundestagspräsident Hermann Ehlers (CDU), Peter Altmeier (CDU, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz), Carlo Schmid (SPD) sowie Walter Strauß (CDU, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz). Auch ihre Bitte um Amnestie blieb erfolglos.

Obwohl die Todesstrafe kraft Grundgesetz seit 1949 abgeschafft worden war, wurde Oswald Pohl am 7. Juni 1951 in Landsberg durch die VS-Siegermächte völkerrechtswidrig exekutiert. Die Hinrichtungen fanden im Schlossereigebäude des Gefängnisses statt.

Seine letzten Worte lauteten:

„Ich habe mehr als 30 Jahre meinem Vaterland als Berufssoldat treu gedient. 22 Jahre davon in der Marine. Während dieser langen Soldatenzeit konnten die Amerikaner nicht nachweisen, daß ich irgendwelche Initiative ergriffen habe oder irgendwelche Befehle oder Anweisungen gegeben habe, welche zur Verfolgung, Hinrichtung oder Mißhandlung von Menschen, insbesondere von Juden, geführt haben. Ich danke der allerheiligsten Dreifaltigkeit für alles, an das zu glauben, was mich die katholische Kirche gelehrt hat. Gott schütze meine liebe Familie und meine treue Frau und bewahre mein deutsches Vaterland vor seinen falschen Freunden. Und Dich heilige Gottesmutter bitte ich, stehe mir bei in dieser Stunde.“

Auch nach seinem Tod fand Oswald Pohl nicht die letzte Ruhe. Der Versuch Eleonore Pohls, den Leichnam ihres Mannes nach Halfing am Chiemsee zu überführen und dort bestatteten zu lassen, scheiterte an einem Beschluß des Halfinger Gemeinderates. Die Auswirkungen alliierter Umerziehungs-Politik werden deutlich, indem ein Gemeinderatsmitglied feststellte, von ihm aus könne Pohls Leiche auf den Misthaufen geworfen werden.

Oswald Pohl musste deshalb namenlos auf dem Spöttinger „Kriegsverbrecherfriedhof“ beigesetzt werden.

Auszeichnungen (Auszug)

  • Eisernes Kreuz (1914) II. Klasse
  • Eiserner Halbmond
  • Schlesischer Adlerorden, II. und I. Klasse
  • Ehrenkreuz für Frontkämpfer
  • Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP
  • Dienstauszeichnung der NSDAP in Silber
  • SS-Dienstauszeichnungen
  • Reichssportabzeichen in Gold
  • SA-Sportabzeichen in Bronze
  • SS-Ehrenring
  • Ehrendegen des Reichsführers SS
  • Deutsches Kreuz in Silber
  • Kriegsverdienstkreuz (1939), II. und I. Klasse mit Schwertern
  • Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern am 10. Oktober 1944

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Stilisiertes Gemälde, das Pohl als Gralsritter zu Ehren einer SS-Beförderung zeigt, möglicherweise zum Obergruppenführer. Genaues Entstehungsdatum und Maler unbekannt.

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Schlusswort von Oswald Pohl am 22. September 1947

Das Schlusswort von Oswald Pohl am 22. September 1947 beim sogenannten WVHA-Prozess.

Herr Präsident, meine Herren Richter!

Als das deutsche Volk am Ende des Ersten Weltkrieges die Waffen niederlegte, tat es dies in dem Glauben an die 14 Punkte Ihres Präsidenten Wilson und damit in der Hoffnung auf einen gerechten und vernünftigen Frieden. Es wurde aber genau der Frieden diktiert, vor dem Präsident Wilson so eindringlich gewarnt hatte. Deutschland wurde in 2 Teile zerrissen, das Selbstbestimmungsrecht der Völker wurde auf das gröblichste verletzt und damit der Konfliktstoff verewigt.

So besiegelte das Friedensdiktat von Versailles Deutschlands Schicksal. Dieses Schicksal aber trug jeder Deutsche von Jahr zu Jahr drückender. Die steigende Not wühlte Leidenschaften und Wirrnisse auf. Die Gemeinschaft zerfiel in zahlreiche sich bekämpfende Parteien.

Diese Lage zwang jeden verantwortungsbewußten Deutschen Stellung zu nehmen, so oder so. Auch mich. Ich schloß mich der NSDAP an. Ich hielt sie für diejenige Kräftegruppe, welche berufen zu sein schien, das deutsche Volk wieder zu einigen und es, ihren sozialen Forderungen entsprechend, einer lebenswerten Zukunft entgegenzuführen.

Damit hatte ich mich zum ersten Mal mit politischen Fragen auseinanderzusetzen. Im Vordergrund stand für Millionen von Deutschen die Sorge um das nackte Dasein. Die Sicherung desselben war deshalb auch die primäre Forderung der NSDAP; ihr gegenüber traten alle übrigen zunächst zurück.

Das gilt insbesondere auch für die Rassenfrage im Allgemeinen und für die Judenfrage im Besonderen. Beiden stand ich bis dahin indifferent gegenüber. Was ich davon wusste, stammte nicht aus eigenen Erfahrungen, sondern war zusammengelesen.

Ich habe dieses Wissen überprüft und erweitert durch das Studium von allen ausländischen Auffassungen, auch solchen aus Amerika. Ich las Madison Grants und Houston Stoddards Publikationen über die Rassenfrage. Ich studierte die Aufsätze, welche Henry Ford in den Jahren 1924/26 in der Zeitung The Dearborn Independant veröffentlichen ließ und die als Buch mit dem Titel „Der internationale Jude“ in Deutschland weite Verbreitung fanden.

Gerade diese Einstellung dieses großen praktischen Amerikaners, der nicht Antisemit war, hat mich damals stark beeindruckt und in meinem Glauben bestärkt, daß die Rassen- und Judenfrage nicht nur graue Theorie sei.

Auf Grund dieser Kenntnisse und angesichts der immer stärker zutage tretenden Erscheinungen in Deutschland gewann ich die Überzeugung, daß der Einfluss des Judentums in keinem Verhältnis zu seinem Bevölkerungsanteil stand und daß daher die Eindämmung notwendig sei. Ich hielt eine solche auf gesetzgeberischem Weg für möglich und auch für ausreichend.

Damit war mein Interesse an der Judenfrage erschöpft. Ich habe mich deshalb auch nie an Gewaltmaßnahmen gegen Juden beteiligt, noch diese gebilligt oder wissentlich gefördert. An gesetzgeberischen Maßnahmen irgendwelcher Art war ich ebenfalls nicht beteiligt.

Ich habe daher auch die schließlich im Wirbel des Krieges auf Befehl Hitlers und Himmlers durchgeführten Vernichtungsmaßnahmen gegen die Juden abgelehnt und weder wissentlich gefördert noch unterstützt. Über den Umfang der Vernichtung konnte ich mir damals kein Bild machen. Berichte erhielt ich als Unbeteiligter nicht. Einzelheiten sind mir erst hier in Nürnberg aus den Dokumenten bekanntgeworden.

Bis zur Rede Himmlers in Posen am 4.10.1943 hatte ich keine Kenntnis von diesem Plan. Ich bin auch nach diesem Zeitpunkt nicht weiter eingeweiht worden. Ich habe an keiner Besprechung hierüber teilgenommen und gehörte auch nicht zum Kreise der Beteiligten.

Im Frieden hätte ich in einer solchen Lage mein Amt zur Verfügung stellen können. Der Krieg aber beraubte mich der Freiheit dieses Entschlusses. Er hatte seinen gefährlichen Höhepunkt erreicht und war zu einem Kampf um Sein oder Nichtsein des deutschen Volkes geworden. Die letzten wehrfähigen Männer und Jünglinge standen an der Front. Die Frauen und Mädchen arbeiteten in den Rüstungsbetrieben der Heimat. In dieser Lage wäre Verlassen meines Postens Verrat an Deutschland gewesen. Deshalb durfte ich in meiner Stellung einen solchen Gedanken nicht einmal in Erwägung ziehen.

Ich bin hier als Chef des WVHA angeklagt. Der Aufbau dieser Reichsbehörde aus kleinsten Anfängen und unter größten Schwierigkeiten war meine Lebensarbeit. Ich habe ihr in den letzten 10 Jahren meine ganze Kraft und Zeit gewidmet. Es ist mein Werk. Meine Tätigkeit als Verwaltungschef war eine verwaltende und wirtschaftliche, keine militärische und polizeiliche exekutive. Das Ziel dieser Arbeit war daher die Erhaltung von Mensch und Substanz für Zwecke des Kampfes und der Arbeit, nicht aber ihre Vernichtung.

Es ist vor diesem Gericht über Struktur und Bedeutung des WVHA viel geredet worden, ohne daß es zu meinem Bedauern gelungen ist, zu einem in allen Teilen zutreffenden Bild zu gelangen. Die letzte Ursache für diesen Mißerfolg liegt zweifellos in einem an der Wand hängenden Schaubild, das ungeeignet ist, pro oder contra Beweis zu führen. Es trägt meine Unterschrift, weil ich annahm, das Bild solle dem Gericht mein Arbeitsgebiet in einfachster Form darstellen, nicht aber der Anklage als prozeßtaktische Hilfe dienen.

Das WVHA bestand aus 3 heterogenen Teilen, die miteinander nichts zu tun hatten:

  1. das WVHA als Ministerial-Instanz für alle Angelegenheiten der Truppenverwaltung mit den Amtsgruppen A, B und C analog dem Heeres-Verwaltungsamt,
  2. die meiner persönlichen Dienstaufsicht unterstehenden wirtschaftlichen Unternehmen, die ihrer Rechtsgrundlage nach keine SS-Industrien, sondern Reichsbetriebe waren. Sie waren als Amtsgruppe W zusammengefaßt,
  3. die mir vom 3. März 1942 an persönlich vorübergehend unterstellte Inspektion KL (Stab Glücks) als Amtsgruppe D.

Ich habe aus praktischen Gründen dem WVHA diejenige äußere Form gegeben, wie sie bei Ministerialbehörden üblich war, ohne Rücksicht darauf, ob das der Natur der Teile entsprach. So habe ich auch für die Gesamtheit der wirtschaftlichen Unternehmen die fiskalische Bezeichnung ‚Amtsgruppe‘ bzw. für die Funktionsträger ‚Amtschefgewählt‘, obwohl diese Behördenbezeichnungen in kaufmännisch geführten Unternehmen nicht üblich sind.

Als ich im März 1942 mit der Lenkung des Arbeitseinsatzes der Häftlinge in ministerieller Instanz beauftragt wurde, kam ich mit dem System der KL in engere Berührung. Es trug seit langem in allen Zügen das unerbittliche Gesicht, das ihm sein Schöpfer Heydrich und sein Organisator und Exerziermeister Eicke in den 10 Jahren ihres Wirkens aufgeprägt hatten.

Ich stand vor einer völlig erstarrten Organisation. Sie hätte nur durch Entfernung des gesamten in ihr seit Jahren tätigen Personals und der Wachmannschaften sowie durch radikale Reform der staatspolizeilichen Methoden grundlegend geändert werden können. Die Kriegslage machte das leider unmöglich.

Ich habe mich gegen die Übernahme der Lenkung des Arbeitseinsatzes gewehrt, so gut es mir möglich war, weil meine Zeit und meine Kräfte durch meine eigentlichen umfangreichen und vielseitigen Aufgaben völlig in Anspruch genommen waren. Meinem Widerstand gab Himmler insofern nach, als er meine Tätigkeit und Verantwortlichkeit bis spätestens Kriegsende befristete.

Die militärischen Ereignisse im Sommer 1944 veranlaßten ihn jedoch, schon durch Befehl vom 16.7.1944 die KL für den A-Fall, d.h. bei Annäherung der Feindfront, den regional zuständigen Höheren SS- und Polizeiführem zu unterstellen.

Alle Evakuierungsmaßnahmen und Befehle, die schließlich zu den Zuständen geführt haben, welche die Armeen der Alliierten vorgefunden und die Kommission des US-Kongresses festgestellt haben, stammen daher von Hitler, Himmler oder den Höheren SS- und Polizeiführern und nicht von mir. Ich habe keinen einzigen Befehl in dieser Hinsicht gegeben.

Wo ich Mißständen begegnete, habe ich energisch zugegriffen. Dazu gehörte auch nach anfänglicher Bejahung die spätere Ablehnung des SS-Richters Dr. Morgen, als ich erkannte, daß er es trotz höchster Legitimation und gewaltiger Unterstützung hoher Dienststellen nicht fertigbrachte, durch schnelle und exemplarische Justiz die Pest der KL-Greuel auszubrennen. An seiner Stelle habe ich die Einrichtung eines Sondergerichts begrüßt und nach Kräften unterstützt.

Der Erfolg meiner Anstrengungen und die Tatsache, daß ab 1942 eine Besserung der Verhältnisse in den KL eingetreten ist, hat die Beweisaufnahme bestätigt.

An den Maßnahmen der Gestapo hatte ich und damit das WVHA keinerlei Anteil. Ich habe zu keiner Zeit und in keinem Fall Schritte unternommen, die Zahl der Häftlinge im Interesse des Arbeitseinsatzes zu erhöhen. Es ist kein einziger Häftling durch mich oder das WVHA in ein KL gekommen.

Wohl aber haben meine Mitarbeiter in den W-Betrieben und ich vielen Häftlingen den Weg in die Freiheit gebahnt. Meist geschah es gegen den Widerstand des RSHA und trotz der Sabotage der Lagerkommandanten. An dieser Tatsache kann man nicht vorbeigehen, auch wenn sie nur das Symptom einer Gesinnung ist. Wenn die gleiche Gesinnung auch die verantwortlichen Männer des RSHA, der Gestapo und der Inspektion KL vor 1942 beseelt hätte, dann wären die KL niemals zu den hassenswerten Einrichtungen geworden als welche sie der Weltöffentlichkeit zur Verdammung des gesamten deutschen Volkes gedient haben.

Es wird für jeden Kenner der tatsächlichen Verhältnisse in den Jahren 1933 -1945 unerklärlich bleiben, daß ausgerechnet die Verwaltungszentrale, das WVHA, für die Maßnahmen der Gestapo und der Organisatoren dieses Systems verantwortlich gemacht wird, obwohl das WVHA nur in den beiden letzten Kriegsjahren mit einer Teilaufgabe beauftragt war, deren Durchführung die 10 jahrelange selbständige Entwicklung der Inspektion KL Grenzen gesetzt hatte.

Als Chef des WVHA war ich nicht nur sein Gestalter, sondern auch sein Motor. Ich allein führte es. Es war mein Arbeitsplatz, auf den das Schicksal mich gestellt hatte und der mir mehr Bürden als Würden auferlegte. Ich habe meinen Arbeitstisch vor allem im Kriege fast nur für Stunden der Ruhe oder eilige Dienstreisen verlassen. Ich gebrauchte deshalb auch keinen Vertreter. Die Mitangeklagten waren meine Untergebenen. Sie waren an meine Befehle gebunden und mußten diese ausführen. Ich habe aber keinem von ihnen oder einem sonstigen Untergebenen je einen Befehl erteilt, dessen Ausführung ein Verbrechen in sich geschlossen hätte.

Mein umfangreiches Arbeitsgebiet zwang mich, meinen Mitarbeitern innerhalb ihres Sachgebietes eine gewisse Mitverantwortung aufzubürden. Diese Mitverantwortung war keine selbständige. Sie endete bei mir und ich übernahm sie nach außen. Das entsprach den Spielregeln des Führerprinzips. Dieses bedeutet nicht Unfehlbarkeit. Es ist ein Prinzip, Menschen zur Erreichung aller Ziele der Staatsführung auf allgemeinen Gebieten zu führen. Bei Soldaten ist davon der unbedingte Gehorsam nicht zu trennen.

Ich habe dieses Prinzip früher anerkannt, weil ich geglaubt habe, daß es als Übergangsform zu einer sich allmählich entwickelnden endgültigen Staatsform richtig und notwendig sei. Ich kann es deshalb heute nicht verleugnen und daher auch nicht für das befehlsgemäße Handeln meiner früheren Untergebenen eine individuelle Verantwortlichkeit derselben konstruieren. Von meiner alleinigen Gesamt-Verantwortlichkeit kann mich auch kein Kontrollratsgesetz, überhaupt kein irdischer Richter entbinden. Ich will es auch nicht, weil ich es als eine Angelegenheit des Gewissens betrachte und der Treue, welche ich diesen Männern schuldig bin. Ich trage diese Verantwortung auch für den Angeklagten Dr. Hohberg, soweit ich seine Dienste über den Rahmen seiner vertraglichen Verpflichtung hinaus in Anspruch genommen haben sollte.

Mein Leben hat sich über ein Menschenalter hindurch in der Welt des Soldaten abgespielt. Befehl und Gehorsam, Anordnung und Zwang waren ihre Gesetze. Sie haben mich mit Gedanken und Gefühl und manchmal auch mit meinem Gewissen in Widerspruch gebracht. Das Bild dieses Lebens steht bei allen, die mich kennen, auch heute noch blank und eindeutig fest: Es war Pflicht und Arbeit für Deutschland.

Es blieb dem Haß des Gegners vorbehalten, hemmungs- und gewissenlos Verleumdung und Lüge über mich zu verbreiten. Hiergegen wende ich mich, weil ärger als die schärfste Strafe das Räsonieren über Charakterwerte ist. Ich habe als Deutscher in Deutschland nach deutschen Gesetzen für Deutschland gearbeitet. Ich habe diese Gesetze für völkerrechtlich richtig gehalten.

Ich kann deshalb meine Aburteilung auf Grund eines ad hoc geschaffenen Rechtes des Siegers, dem ich als Besiegter wehrlos ausgeliefert bin, nicht anerkennen. Ich bekenne mich aber freimütig zu meinen Taten! Auch bei strenger Gewissensprüfung bin ich mir nicht bewußt, Verbrechen begangen zu haben.

Jede Epoche und ihre Geschichte wirkt, in der Gegenwart betrachtet, verwirrender und bedrängender als in einer Entfernung von Jahren und Jahrzehnten, zumal wenn man sie in einem so glücklichen Lande wie dem Ihrigen verlebt, über dessen Fluren der verheerende Sturm des Krieges nicht gerast ist.

In jeder Zeit aber ist das größte Verbrechen der Verrat, der im Kriege gegen das eigene Volk begangen wird. Deshalb sind jene lauen und schlauen Intellektuellen, Honoratioren und politischen Spekulanten, die dem Regime willig in den Sattel halfen, Ehren und Würden von ihm gern entgegennahmen, um es dann gewissen- und charakterlos zu verraten, die größten Verbrecher am deutschen Schicksal. Zu diesen gehöre ich nicht! Ich bin bestrebt gewesen, meinen Weg über diese Erde und durch mein Leben gerade und anständig zu gehen, auch wenn ich manchmal geirrt haben sollte.

So glaube ich auch heute noch, alles, was ich tat, vor meinem Gewissen und damit vor meinem Herrgott verantworten zu können.

Was ich getan habe, tat ich allein in dem heiligen Willen und in dem reinen Glauben, meinem Vaterlande zu dienen und ihm in seinem Lebenskampf zum Siege zu verhelfen. Ihm fühlte ich mich zur unbedingten Treue verpflichtet. Und diese Treue habe ich meinem Deutschland gehalten. Meinem nunmehr unglücklichen Vaterlande aber werde ich die Treue auch im Tode nicht brechen.

……….

Das Nachkriegsschicksal des SS-Generals Oswald Pohl

Das Nachkriegsschicksal des SS-Generals Oswald Pohl beinhaltet die letzten Aufzeichnungen des Oswald Pohl, die dieser – zum Teil unter dem Einfluss alliierter Greuel- und Umerziehungspropaganda – vor seiner Ermordung durch die Alliierten angefertigt hat.

Letzte Aufzeichnungen

Ich bin am 30. Juni 1892 zu Duisburg geboren. Von 1912 bis 1934 diente ich in der Kriegsmarine (Verwaltung). Am 1. Februar 1934 trat ich auf Drängen Himmlers als Kapitänleutnant des Verwaltungswesens aus der Kriegsmarine aus, um in der Reichsführung SS den Aufbau der Verwaltung zu übernehmen, in Sonderheit derjenigen der Waffen-SS.

Im Jahr 1938 wurde ich zum Ministerialdirektor im Reichsinnenministerium ernannt, 1940 zum Generalleutnant der Waffen-SS und 1942 zum General der Waffen-SS befördert. Als solcher war ich Chef des Wirtschafts-Verwaltungshauptamtes (WVHA), das eines der 12 Hauptämter der Reichsführung SS war. In dieser Dienststellung hatte ich weder militärische Befehlsgewalt noch Exekutivbefugnisse. Mein Aufgabengebiet war das gleiche wie dasjenige des Chefs des Heeres-Verwaltungsamtes, dem ich dienstgradmäßig gleichgestellt war (General). Seit 1926 gehörte ich der NSDAP an. Ich war Inhaber des goldenen Parteiabzeichens.

Am 3. März 1942 wurde mir als wirtschaftliche Aufgabe die Überwachung des Arbeitseinsatzes der KZ-Insassen für die Rüstungsindustrie als Ministerialinstanz übertragen. In dieser Tätigkeit hatte ich in Zusammenarbeit mit dem Ministerium Speer die von der Rüstungsindustrie eingehenden Anträge um Gestellung von KZ-Insassen zu entscheiden. Die Aufgabe erlosch gegen Ende 1944. Andere als diese KZ-Insassen berührenden Aufträge hatte ich nicht, da hierfür ausschließlich das Reichssicherheitshauptamt (Geheime Staatspolizei) allein zuständig war. In Sonderheit hatte ich als Verwaltungschef nichts mit der Durchführung der Euthanasie und der Ausrottung der Juden zu tun.

Ich habe mich nach der Kapitulation 1945 kurze Zeit bei meiner Familie in der Nähe von Rosenheim/Obb. aufgehalten und die folgende Zeit bis zu meiner Ergreifung am 27. Mai 1945 bei meinen Verwandten in Norddeutschland.

An diesem Tage wurde ich in der Nähe von Verden (Aller) festgenommen und gefesselt in einem Kraftwagen nach Minden in das Gefängnis des englischen Secret Service (Tomato) verbracht. Die Festnahme erfolgte durch einen deutschen Kriminalbeamten, auf den abseits ein englischer Offizier in Begleitung eines Polen wartete.

Bei der Festnahme wurden mir durch den englischen Offizier alle Wertsachen abgenommen, auch die Armbanduhr. Die Geldbörse mit 300,– RM Inhalt nahm ein anderer englischer Offizier im Mindener Gefängnis an sich. Er verwies mich wegen einer Quittung an den englischen Posten, von welchem ich sie jedoch nie erhalten habe. In Minden (Tomato) war ich in einer Zelle untergebracht. Schlafgelegenheit Pritsche ohne Decken. Ich blieb Tag und Nacht gefesselt. Nach 1 1/2 Tagen wurde ich zum War Crime Headquarter in Bad Nenndorf bei Hannover abtransportiert.

Die Behandlung durch die Engländer in Nenndorf war unmenschlich. Ich wurde allein in eine Zelle eingesperrt, in welcher 4 Holzpritschen standen. Die Handfesseln wurden mir selbst in der abgeschlossenen und bewachten Zelle weder bei Tag noch bei Nacht, auch nicht zum Essen und zur Notdurft, abgenommen. Ja, ich wurde abends, mit gefesselten Händen auf der Pritsche liegend, durch eine zweite Fessel an den Pfosten der Pritsche gefesselt, so daß ich mich nicht bewegen konnte und infolgedessen keinen Schlaf fand.

Zu den Verhören wurde ich durch einen langen Korridor zum Vemehmungszimmer gehetzt, indem einige der Wachmannschaften hinter mir herjagten, andere, die seitwärts postiert waren, mich durch Tritte und Beinstellen einige Male heftig zu Fall brachten. Vor der Tür des Vernehmungszimmers mußte ich bis zum Beginn des Verhörs Laufschritt auf der Stelle machen, was die Wachposten durch Tritte ins Gesäß und mit Geschimpfe und Gefluche zu immer höherem Tempo zu steigern versuchten. Das alles geschah unter den Augen des in der Nähe zuschauenden Feldwebels. Der Rückweg zur Zelle gestaltete sich zu dem gleichen Spießrutenlaufen, wobei ich einige Male durch Beinstellen der Posten zu Fall kam und heftig gegen die Wand schlug.

Am Nachmittag des zweiten Tages wurde ein Stuhl in die Zelle gebracht. Ich mußte mich setzen, um „rasiert“ zu werden. Obwohl ich gefesselt war, hielten mich zwei Posten auf dem Stuhl fest, während ein dritter meinen Kopf an den Haaren unbarmherzig nach hinten riß, so daß ich einige Male nach hinten umkippte.

Ein vierter Posten beschmierte mir nun das Gesicht mit einer wie Säure brennenden Masse, wobei er mich fortgesetzt mit der flachen Hand ohrfeigte. Nachdem er mich grundlich „eingeseift“ hatte, kratzte er mit einem stumpfen Rasierapparat das Gesicht so rücksichtslos ab, daß das Blut auf die Jacke tropfte. Während dieser Prozedur spuckten seine Gehilfen mir unter wilden Flüchen und Beschimpfungen fortgesetzt ins Gesicht.

Schließlich stürzten sich wie auf Kommando alle anwesenden Posten – es befanden sich etwa 8-10 Personen in der Zelle – auf mich, rissen mich hoch und schlugen blindlings auf mich ein, der ich wehrlos gefesselt war. Es hagelte Faustschläge gegen den Kopf und Fußtritte gegen alle Körperteile. Ich taumelte, mich mühsam auf den Beinen haltend, von einer Ecke in die andere, bis ich unter einem gewaltigen Schlag oder Fußtritt in die Magengegend besinnungslos zusammensackte.

Als ich erwachte, war es still und leer in der Zelle. Ich lag auf einer Pritsche und bemerkte, daß zwei Ärzte sich um mich bemühten, von denen einer meinen Puls beobachtete. Die Handfessel war abgenommen. Ich fiel bald wieder in Ohnmacht.

Wie lange dieser ganze Vorgang gedauert hat, konnte ich nur nach dem Tageslicht schätzen. Da es bei meinem Erwachen schon fast dunkel war, mochte es 20 Uhr gewesen sein, bei Beginn der Mißhandlungen etwa 17 Uhr. Es wurde mir ein starker Kaffee gereicht, und dann wurde ich zum letzten Verhör gebracht, diesmal ohne Spießrutenlaufen. Dieses Verhör dauerte bis tief nach Mitternacht. Der Vernehmungsoffizier, dem mein Zustand auffiel, erkundigte sich nach der Ursache. Ich berichtete ihm kurz das Vorgefallene. Er stand empört auf und entschuldigte sich „im Namen der britischen Armee“. Dann verließ er für geraume Zeit das Zimmer, um – wie er mir versprach — den Kommandanten wegen Bestrafung der Schuldigen aufzusuchen. Bei der brutalen Mißhandlung ist mir ein Backen- und ein Schneidezahn ausgeschlagen worden.

Am nächsten Morgen gegen 7 Uhr wurde ich gefesselt in einem Kraftwagen nach Nürnberg gebracht, wo ich gegen 19 Uhr in das Gefängnis des Justizpalastes eingeliefert wurde. An Verpflegung erhielt ich für den ganzen Tag zwei Scheiben Weißbrot, jedoch kein Getränk. In Nürnberg wurde ich in einer Einzelzelle untergebracht, durch deren Türluke mich Tag und Nacht — auch bei den diskretesten Verrichtungen – ein amerikanischer Posten beobachtete. In der Zelle trug ich keine Handfessel.

Der Tag nach meiner Einlieferung war ein Sonntag (1.4.1946). Am Montag Vormittag wurde ich zur ersten Vernehmung vor den kleinen Court geführt. Ich wurde vor dem Verlassen der Zelle wieder gefesselt, was sich bis zur Erhebung der Anklage am 13. Januar 1947 vor jedem Verhör wiederholte. In der ersten Zeit nahm diese Fesselung ein jüdischer Offizier vor, der mir mit unverhohlener Wollust die Fessel um die Gelenke schlug. Ich war zu dieser Zeit noch nicht aus der deutschen Wehrmacht entlassen, in welcher ich immerhin den Rang eines Generals innehatte.

Gefesselt und unter Begleitung eines Postens wurde ich zum Vernehmungszimmer geführt. Da der Weg dorthin von Tür zu Tür durch einen rechts und links, oben und unten geschlossenen Brettergang führte, so wie ihn wilde Tiere im Zirkus von ihrem Stallwagen zur Arena benutzen, ein Entweichen also völlig ausgeschlossen war, lag für diese Fesselung gar kein ersichtlicher Grund vor.

Auch während der Vernehmungen wurde mir die Fessel nicht abgenommen, obwohl ich mich unter Bewachung im geschlossenen Zimmer befand. Ich war nach den vorausgegangenen brutalen körperlichen Mißhandlungen in Nenndorf und infolge der Behandlung in Nürnberg seelisch vollkommen zusammengebrochen. Ich war 54 Jahre alt, hatte 33 Jahre lang meinem Vaterland makellos gedient und war mir keines Verbrechens bewußt.

In diesem Zustand prasselten die Fragen auf mich nieder, deren Beantwortung mir meist nur infolge ihrer suggestiven Form möglich war. Diese Verhöre erfolgten Vor- und Nachmittags stundenlang und erstreckten sich, allmählich nachlassend, über ein halbes Jahr von Juni bis Dezember 1946; es waren etwa 60 – 80.

Ich wurde in diesen Verhören über die subtilsten Einzelheiten aus einem Zeitraum von 10 – 15 Jahren befragt, ohne daß es mir trotz besten Willens möglich war, mich so unzähliger Einzelheiten überhaupt zu erinnern, zumal mir nicht eine einzige aktenmäßige Unterlage zur Verfügung stand noch gestellt wurde, und ich infolge hermetischer Absperrung in Einzelhaft weder mit einem meiner Mitarbeiter sprechen konnte noch mir erlaubt wurde, Rat und Hilfe eines Anwaltes in Anspruch nehmen zu dürfen. Mit einem Anwalt durfte ich erst nach 7 Monaten, nämlich nach Erhebung der Anklage gegen mich und meine Mitarbeiter des WVHA, welche am 13.1.1947 erfolgte, erstmalig in Verbindung treten. Es war der Münchener Rechtsanwalt Dr. jur. Alfred Seidl, der mich auch verteidigt hat.

Man hat mich in Nürnberg zwar nicht wie in Nenndorf körperlich mißhandelt (wenn ich von der monatelangen Handfesselung absehe) – dazu war das ganze Milieu wohl zu „prominent“ und zu viel Augen und Ohren da, denen eine solche Methode nicht verborgen geblieben wäre –, man wandte vielmehr die unauffällige und in ihrer Art viel brutalere Methode seelischer Quälereien an.

Als solche empfand ich auch die „Vorstellung“ des damaligen Gefängnisdirektors Colonel Andrews, der bei seinen häufigen Besuchsführungen stets vor meiner Zellentür verharrte und seinen Gästen mein von ihm erdachtes Sündenregister erklärte, wobei er mich stets als „Chef der Konzentrationslager“ und „second man after Himmler“ vorstellte, obwohl ich beides nie gewesen bin.

Häufig aber quittierten seine Gäste diese Erklärung des Col. Andrews mit einer unmißverständlichen Gebärde quer zum Hals, indem sie neugierig die Nase durchs Türluk steckten.

Noch gemeiner war die Methode meiner Vernehmer (z.B. des Herrn Rapp) „30 Millionen Menschen haben Sie umgebracht“, „3 Millionen Menschen haben Sie sterilisiert!“ Mit solchen und ähnlichen Behauptungen mühten sich die Vernehmer, mich in den Verhören weich zu machen, obwohl sie genau wußten — denn sie besaßen ja alles an Dokumenten, was es über mich gab! — , daß ihre Behauptungen unwahr und Tricks waren. Da ich keine seelische Elefantenhaut besitze, verfehlten solche teuflischen Einschüchterungen ihre Wirkung nicht. Und die Vernehmer erreichten das, was sie wollten: nicht der Wahrheit, sondern ihren Zwecken entsprechende Aussagen. Auch in den Mittagspausen blieb ich in der Zelle nicht unbehelligt. Sehr oft, anfangs täglich, erschien ein amerikanischer Offizier (eindeutig Jude), der mich anscheinend „psychologisch“ bearbeiten mußte. Da ich aus der ganzen Methode nicht schlau wurde und anscheinend auf die Intentionen dieser Herren nicht einging, ergoß sich wieder eine Flut unflätiger Beschimpfungen über mich wie „gemeiner Verbrecher“, „verfluchter Lügner“, „Halunke“ u.a.m. Ich war zu jener Zeit immer noch General der deutschen Wehrmacht (meine Entlassung erfolgte erst später), also Kriegsgefangener, und von keiner Seite ward mir mitgeteilt, warum ich in Nürnberg saß. Unter dieser dauernden seelischen Quälerei, unter der täglichen Zurschaustellung als gefesselter Verbrecher, unter der Versagung jeglicher Hilfe, der Trennung von meiner Familie (meine Frau durfte ich erstmals nach 16-monatiger Haft in Nürnberg sprechen) habe ich seelisch schwer gelitten und leide heute noch. Von körperlicher Mißhandlung oder Bedrohung in Nürnberg ist mir nur der Fall des früheren Standartenführers Maurer, eines meiner früheren Mitarbeiter, bekannt geworden. Einzelheiten hierüber sind in dem Hilfegesuch Maurers an den US-amerikanischen Gerichtspräsidenten in Nürnberg namens Thomas enthalten, der dieses Gesuch jedoch ignorierte.

Das dunkelste Kapitel bei der Durchführung der Nürnberger Prozesse bilden die auf Grund der von der Anklagebehörde durchgeführten Verhöre hergestellten berüchtigten Affidavits. Diese haben wohl nicht nur im Prozeß gegen das WVHA eine unheilvolle, düstere Rolle gespielt. Wo die echten Unterlagen (Akten, Dokumente u.ä.) der Anklagebehörde nicht in den Kram paßten oder zur Erreichung der von ihr erstrebten Verurteilung nicht genügten, wurden „Affidavita“ zusammengeschustert. Das Auffallende an diesen merkwürdigen Prozeßunterlagen ist, daß die Angeklagten in ihnen sich oft selbst beschuldigten. Verständlich ist das nur demjenigen, der die Technik des Zustandekommens solcher „Affidavits“ selbst erlebt und kennengelernt hat.

So wurden mir im April 1947 kurz vor Beginn meines Prozesses und auch sogar noch während meines Prozesses Affidavits zur Unterschrift vorgelegt, die nicht etwa von mir diktiert waren, sondern welche die Anklagebehörde aus den Protokollen meiner 10 Monate vorher begonnenen zahlreichen Vernehmungen zusammengestellt hatte! Ich wurde aufgefordert, diese sogenannten Affidavits zu unterschreiben. Ich habe mich gewehrt, so gut ich konnte, dies zu tun, weil ich auf Grund meines Dokumentenstudiums (die Dokumente wurden uns nach Erhebung der Anklage am 13.1.1947 allmählich zugänglich gemacht) erkannte, daß ich mich in vielen wesentlichen Punkten geirrt und unbewußt unwahre Angaben gemacht hatte. Der Verhörer aber ließ eine Berichtigung nur in für die Anklagebehörde unwesentlichen Punkten zu und zwang mich unter Hinweis darauf, daß ich vor Monaten so ausgesagt habe, zur Unterschrift.

In meiner damaligen seelischen Verfassung bin ich diesem Druck erlegen. Bei den letzten auf diese Weise erpreßten Affidavits nahm ich meinen Verteidiger zur Hilfe mit, der bezeugen kann, wie die Anklagebehörde operiert hat. Mein Hinweis, daß ich mich zur Zeit der zahlreichen Vernehmungen in einem anormalen seelischen Zustand befunden habe und durch damals nicht erkannte geschickte Suggestiv- und Führungsfragen zu den von der Anklagebehörde erstrebten Aussagen irregeführt worden sei, wurde geflissentlich übersehen. Der Gerichtshof tat das gleiche, als ich bei Vorlage dieser Prozeßunterlagen Einwendungen zu machen versuchte. Er beschränkte sich dabei auf die formale Feststellung, daß ich Gelegenheit gehabt hätte, Änderungen in den Affidavits vorzunehmen, ohne im geringsten darauf einzugehen, in welcher Weise mich die Anklagebehörde an der Wahrung meines Rechtes gehindert hatte.

Auf diese Weise sind Affidavits zustandegekommen und eingeführt worden, die tatsächlich erwiesene Unrichtigkeiten in wesentlichen Punkten enthalten und in denen sich – wie im Prozeßverlauf sich zeigte – Angeklagte mit z.T. gar nicht zutreffenden, also unwahren Aussagen selbst belastet haben!

Mit solcher Art Affidavits hat die Anklagebehörde die Angeklagten erschlagen. Dabei verfügte sie über einen unvorstellbaren Akten- und Dokumentenschatz, der in jedem korrekten Verfahren vollauf genügt hätte, die Wahrheit zu ermitteln. Welches Unheil aber mit diesen teuflischen Affidavits angerichtet worden ist und wie sie selbst dazu mißbraucht worden sind, die Wahrheit zu verdunkeln, das vermag nur der Eingeweihte zu erkennen.

Wo aber selbst dieses Machwerk nicht den von der Anklagebehörde erstrebten Erfolg sicherte, ließ sie ihre sogenannten „Kronzeugen“ (auf deutsch: gekaufte Zeugen) aufmarschieren. Es hat – zur Schande des deutschen Wesens muß es gesagt werden – auch in Nürnberg eine ganze Reihe dieser dunklen, traurigen Gestalten ihr erbärmliches Spiel getrieben. In ihren Reihen befanden sich hohe Regierungsbeamte, Generäle und Intellektuelle, ebenso wie Zuchthäusler, Geisteskranke und echte Schwerverbrecher. Diese Kreaturen, die durchweg genau so schuldig im Sinne des Siegers waren wie die von ihnen belasteten deutschen Kameraden, verkauften Ehre und Gewissen bedenkenlos gegen das Linsengericht, von einer Anklage freizukommen. Sie wurden nett behandelt, wie der Nutznießer Verräter zu behandeln pflegt, solange er sie gebraucht, konnten sogar zwischendurch auch mal auf Urlaub fahren.

Im Prozeß gegen das WVHA trat als „Kronzeuge“ ein gewisser Otto auf, der aus einem Irrenhaus entsprungen war und dessen Vorleben jedem zünftigen Verbrecher zur Ehre gereicht hätte. Das gleiche gilt von dem Anklagezeugen Krusial, der dem Gericht unter Eid die tollsten Schauermärchen auftischte und natürlich auch Glauben fand. Das hohe Gericht schien in diesem Glauben auch dann nicht erschüttert, als dieser „edle“ Zeuge, der das Gericht nach Strich und Faden belogen hatte, von einem deutschen Verteidiger auf Grund des Strafregisters als schwerer Krimineller im In- und Ausland wiederholt bestrafter Verbrecher und Zuchthäusler entlarvt wurde. Das Gericht nahm zwar den Strafantrag des deutschen Verteidigers gegen diesen Verbrecher wegen Meineides an, veranlaßte aber nichts, sondern entließ diesen „Zeugen“ in Ehren.

Damit ist die Reihe der von der Anklagebehörde gekauften Zeugen, welche im WVHA-Prozeß auftraten, keineswegs erschöpft. Diese beiden werden lediglich als Beispiel und Beweis dafür angeführt, was nach amerikanischen Rechtsbegriffen unter einem „ordentlichen“ Verfahren zu verstehen ist.

Daß die in den WVHA-Prozeß eingeführten Filme als Beweismittel, die zudem mit dem Gegenstand der Anklage gar nichts zu tun hatten und trotz des Einspruchs der deutschen Verteidigung vom Gericht angenommen wurden, zum Teil „gestellte“ Aufnahmen wiedergaben (woran auch die Versicherung des amerikanischen Filmoperateurs nichts zu ändern vermag!), sei nur am Rande vermerkt.

Wie weit die Anklagebehörde sich in ihrem jeder Sachlichkeit baren, blinden Haß hinreißen ließ, zeigt folgender Vorgang, der sich im WVHA-Prozeß abspielte. Nachdem die Anklagebehörde fast 2 Jahre lang in dem ihr zur Verfügung stehenden, viele Kisten umfassenden erbeuteten Dokumenten- und Aktenmaterial herumgewühlt hatte, drängten die deutschen Verteidiger fortgesetzt, daß ihnen das gleiche Recht eingeräumt werde. Die Anklagebehörde leugnete hartnäckig, daß sich dieses Material in ihren Händen befinde. Die deutschen Verteidiger blieben bei ihrer Behauptung, daß sich 6 – 8 Kisten sogar im Keller des Justizpalastes befanden. Das Gericht, das dem Drängen der Verteidigung nachgab, begab sich anerkennenswerterweise selbst in den Keller, um sich von der Richtigkeit der deutschen Behauptungen zu überzeugen. Mit ziemlich betretener Miene stellten die drei amerikanischen Richter nach der Rückkehr von der Kellervisite fest, daß die Anklagebehörde geschwindelt habe (!) und die Behauptung der deutschen Verteidigung richtig sei! Nunmehr konnte dieser nicht länger das Recht vorenthalten werden, ihrerseits dieses amtliche Material zu benutzen.

Leider (oder natürlich?) fiel diese Entscheidung erst gegen Ende des Prozesses, so daß die Sichtung und Ausbeute dieses umfassenden amtlichen Materials durch die deutsche Verteidigung im Interesse der Angeklagten nur ganz flüchtig und oberflächlich möglich war. In dieser Tatsache lag die stärkste, ja die ganze Lähmung und Behinderung der Verteidigung der Angeklagten, denn in diesen Kisten befand sich auch das entlastende Material, dessen Vorlage die Anklagebehörde somit verhindert hatte. – „Ordentliches“ Verfahren?

Wie par excellence in den Dachauer Prozessen, so kam auch in den Nürnberger Prozessen unverkennbar und schlecht verhohlen zum Ausdruck, daß nicht die Ermittlung der Wahrheit, sondern die Vernichtung möglichst vieler Gegner das Ziel der von blindem Haß und offensichtlicher Rachsucht getriebenen Anklagebehörde, in welcher jüdische Vertreter dominierten, gewesen ist. Der Gott, der den Sieger blendete, hat uns Besiegten die Augen geöffnet. Wenn diesem Haß nicht Einhalt geboten wird, werden sich die Gräberreihen der auch unschuldig gerichteten Deutschen noch mehren. Am 1. Juni 1948

gez. Oswald Pohl

Nachtrag

1. Der hier genannte Maurer wurde erst im Laufe des WVHA-Prozesses in Nürnberg verhaftet. Da man ihn also in den Nürnberger Prozeß nicht mehr hineinnehmen konnte, wurde er im Januar 1948 an die Polen ausgeliefert, um dort „fertig“ gemacht zu werden. Die Auslieferung entbehrte jeder rechtlichen und tatsächlichen Begründung, denn Maurer war nie im polnischen Territorium tätig und hat auch von Berlin aus keine Verbrechen an Polen begangen. Wehrlos geht er nun in Polen seinem Schicksal entgegen, nachdem er im Krieg durch feindliche Bomber seine ganze Familie (Frau und 3 Kinder) in einer Nacht verloren hatte.

2. Die hier geschilderten seelischen Einschüchterungsversuche amerikanischer Anklagebehörden entsprechen der hemmungslosen Lügenhaftigkeit, mit der nach 1945 das deutsche Volk diskriminiert worden ist. Zum Beweis gebe ich einige amtliche Zahlen an, die die Verleumder und Betrüger auf Grund und unter Vorlage bisher nicht veröffentlichter Akten und Dokumente entlarven werden:

a) Zahl der KZ im Reichsgebiet: 12
b) Zahl der Arbeitslager: 504 (als „Arbeitslager“ bezeichnete man die von und bei der Rüstungsindustrie für die bei ihr beschäftigten KZ-Insassen eingerichteten Unterkünfte, Diese waren durchschnittlich mit 500 – 1.000 Personen belegt).
c) Zahl der in allen KZ und allen Arbeitslagern Ende 1944 untergebrachten Personen betrug 700.000 maximal! Mitte 1942 waren es 45.000! Hier besonders ist die Öffentlichkeit mit hanebüchenen Zahlen betrogen worden. Unter vielen „Millionen“ tut es keiner. Kogon nannte erst 11 Millionen, jetzt (2. Auflage seines „Werkes“) ca. 7 Millionen. Es ist anzunehmen, daß er in etwaigen weiteren Auflagen zur Erde zurückkehrt. Ein französisches Dokument des Verlages „Mehr Licht“ (!), das sich „amtlich“ und „wissenschaftlich“ nennt und das im IMT-Prozeß vorgelegt wurde, nennt sogar 20 Millionen, mindestens aber 10 Millionen. Ein etwas weiter Spielraum für ein „amtlich“ sein wollendes Dokument!
d) die Zahl der Todesfälle in allen KZ und Arbeitslagern betrug für die Zeit von 1933 bis 1945 = 200.000 – 250.000. In dieser Zahl sind nicht die vernichteten Juden enthalten, welche der von Himmler unmittelbar beauftragte Höss im IMT-Prozeß mit 1,5 – 2 Millionen angegeben hat. Auerbach hat noch vor einiger Zeit von 11 Millionen Toten gefaselt. Die Zahl von 200.000 – 250.000 in den Jahren 1933 – 1945 erscheint prima facie sehr hoch. Es muß jedoch darauf hingewiesen werden, daß die Sterblichkeit in den KZ während dieser 12 Jahre nachweisbar nur unbedeutend über dem Reichsdurchschnitt gelegen hat.

Hierfür möge jetzt nur ein Beispiel dienen. Die Anklagebehörde hat im ersten Prozeß gegen das Personal des KZ Flossenbürg als Beweismittel die Original-Lagerbücher vorgelegt. Aus diesen ergab sich, daß von 1938 (Gründung des Lagers) bis zur Kapitulation 68.000 Häftlinge durch dieses Lager gegangen sind. Hiervon verstarben von 1938 bis Dezember 1944 insgesamt 2.000 (zweitausend) und von Januar 1945 bis zur Kapitulation 12.000 (zwölftausend). Erst die von Himmler befohlenen sinnlosen Evakuierungstransporte des Jahres 1945 haben die Sterblichkeit so ungeheuer erhöht, genau wie das bei den von den Alliierten nach der Kapitulation durchgeführten Massenausweisungen der Fall war.

Zu beachten ist ferner, daß die Toten in den Arbeitslagern von demjenigen KZ registriert wurden, welches die Häftlinge gestellt hatte. Das ist wichtig für die kritische Betrachtung der z.B. von Kogon genannten Zahlen. So hat z.B. das KL Buchenwald die Verstorbenen von über 100 Arbeitslagern registriert, von Häftlingen also, die gar nicht im KZ Buchenwald verstorben sind.

Es erscheint notwendig, der Zahl von 200.000 – 250.000 Toten aus 12 Jahren die Zahl derjenigen Kinder, Frauen und Männer entgegenzustellen, die in den Jahren 1943 – 1945, also in 2 – 3 Jahren, im Bombenhagel und Phosphorregen der alliierten Luftstreitkräfte umgebracht worden sind!

Da es sich hierbei nicht — wie von feindlicher Seite behauptet – um Angriffe auf militärische Anlagen (Brücken und Eisenbahnen) handelt, erhebt sich die Frage, wer die für diese „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ Schuldigen zur Verantwortung zieht.

Alle hier geschilderten Erlebnisse und Erfahrungen sowie die unter 2 a – d angegebenen Zahlen betrachte ich als unter Eid abgegeben.

Am 1. Juni 1948

gez. Oswald Pohl

In einem der letzten Briefe, am 5. Juni 1951, zwei Tage vor seiner Hinrichtung durch die Amerikaner, schreibt Pohl an Admiral a.D. Gottfried Hansen, den 1. Vorsitzenden des Bundes deutscher Soldaten:

Sehr verehrter Herr Admiral, durch einen Marinekameraden erhielt ich eine Abschrift Ihres Schreibens v. 17.5.51 an den Bundeskanzler. Sie werden sich kaum vorstellen können, welche Gefühle Ihr Eintreten für mich in mir ausgelöst hat. Zum ersten Male in den 5 Jahren meiner Einzelhaft (davon fast 4 Jahre in der Todeszelle) strecken sich helfende Hände durch das Gitterfenster. Ich konnte nur die Hände falten und dem Allmächtigen danken für dieses Zeichen Sei­ner Gnade. Ihnen aber meinen aus bewegtem Herzen kom­menden Dank zu sagen, ist mir drängendes Anliegen. Ich hörte auch von Ihrem Briefe an General Eisenhower. Auch für diese Hilfe seien Sie meines tiefgefühlten Dankes sicher. Und schließlich möchte ich hier auch meinen persönlichen Dank sagen für die große materielle Hilfe, die Sie meiner Frau und meinen 4 unmündigen Kindern (7 -17 Jahre alt) zugewendet haben. Meiner Frau als alter Soldatenfrau (ihr erster Mann war der Verstorbene Major a.D. Rütger v. Brüning) hat diese kameradschaftliche Nothilfe besonders wohl getan.

Nun hätten mich vor 14 Tagen unsere „Befreier“ doch beinahe zum zweiten Male aufgehängt! Und diese Gefahr bleibt akut. Über 30 Jahre habe ich als Berufssoldat meinem Vater­lande gedient, davon 22 Jahre bei der Marine (1912 – 1934).

Ich stehe im 60. Lebensjahre. Aus dieser langen Soldatenzeit haben die Ankläger und Richter in Nürnberg mir nicht einen einzigen Befehl und keinen Akt meines Willens und meiner Initiative nachweisen können, durch den irgendein Mensch verfolgt, eingesperrt, gequält oder gar umgebracht worden wäre; auch kein Jude! In Ermangelung dieses Tatbestandes hat mich das amerikanische Gericht in Zuständigkeiten hineingezaubert, die niemals meines Amtes waren, und daraus Verantwortlichkeit konstruiert, die ich nie getragen habe, nur weil man mir als Sündenbock für andere, die tot sind, den Strick drehen wollte oder mußte.

3 Jahre nach Beendigung des Prozesses (3.11.47) hat mich das Frankfurter Büro des amerikanischen Hochkommissars mit weiteren, frei erfundenen „Verantwortlichkeiten“ ausgeschmückt. Diese neuen Pseudo-Verantwortlichkeiten haben dann dem amerikanischen Hochkommissar dazu gedient, der deutschen Öffentlichkeit in dem „Dokumentarischen Bericht über Landsberg“ Anfang Februar 1951 weiszumachen, daß ihm die Aufhebung des Todesurteils gegen mich nach reiflicher Gewissensprüfung (!) nicht möglich sei.

Ihnen, Herr Admiral, als meinem ehemaligen Stationschef, melde ich hiermit:

1. Ich war von Beruf Marine-Zahlmeister bzw. Wirtschafts-Verwaltungsoffizier. Ich habe auch bei der Waffen-SS als „Chef des Wirtschaft-Verwaltungshauptamtes“ (W.V.H.A.) keine andere Tätigkeit ausgeübt wie der Chef des Verwaltungsamtes in der Marineleitung und wie der Chef des Heeresverwaltungsamtes. Meine einzige Tätigkeit im System der Konz.lager lag in dem Auftrag, „den Arbeitseinsatz der Häftlinge in die Rüstungsindustrie als ministerielle Instanz zu lenken“ (1942 – 44). Über das SS-Personal in den Konzentrationslagern und über die Häftlinge hatte ich weder Kommando- noch Strafgewalt (Feststellung des Nürnberger Gerichtes in meinem Urteil).

Zwischen mir als Chef des W.V.H.A. und den Verwaltungen der KZ bestand dieselbe Entfernung und das gleiche Dienstverhältnis wie zwischen dem Chef des Verw.Amtes in der Mr.Ltg. und der Kassen Verwaltung eines Schiffes oder dem Rechnungsamt eines Marineteils. In völliger Verkennung dieser Sachlage haben mich, den Verwaltungsmann, die Amerikaner für alle Mißstände in den KZ verantwortlich gemacht. Auf unsere alte Marine-Organisation übertragen heißt das: man hat den Chef des Verw-.Amtes in der Mr.Ltg. auch für militärische Versager an Bord eines Schiffes oder bei einem Marineteil verantwortlich gemacht.

Weil der Kommandeur (Himmler) durch Selbstmord ausgefallen ist, seine Vertreter (Daluege, Heydrich, Kaltenbrunner) tot sind, der „Chef des Persönlichen Stabes“ (Karl Wolff) sich durch Landesverrat freigekauft hat, der „Generalquartiermeister“ (Gen. Jüttner) bei den Amis arbeitet, die beiden „Inspekteure KZ“ (Gen. Eicke und Glücks, – militärische Dienstaufsicht!) ebenfalls tot sind, greift man sich den Zahlmeister! Nach deutscher militärischer Auffassung ist das grotesk.

2. Auf Grund meiner fachlichen Qualifikation als Wirtschafts-Verwaltungsoffizier kam ich für eine Verwendung als „Chef des Stabes der SS!“ nicht in Betracht. Ich habe deshalb eine solche Dienststellung nie innegehabt und nicht innehaben können, weil sie es nie gegeben hat.

3. Im April oder Mai 1943 meldete der deutsche Heeresbericht, daß Einheiten des Heeres und der Waffen-SS unter Führung des Gen. d. W.-SS Stroop das Warschauer Ghetto zerstört haben. Ich habe in meinem Leben weder das Warschauer noch ein anderes Ghetto gesehen, geschweige denn zerstört.

4. Die Deportationen und Vernichtungen der Juden sind organisiert und durchgeführt worden vom Reichssicherheitshauptamt, Chef: Heydrich, Kaltenbrunner (Geheime Staatspolizei, Sondergruppe Eichmann). Auf meine Initiative ist kein einziger Jude deportiert oder vernichtet worden.

5. Die sog. „Aktion Reinhardt“ ist organisiert und durchgeführt worden von dem SS- und Polizeiführer Lublin Gen. Lt.d.Pol. Globocnik. Dieser unterstand dem Reichssicherheitshauptamt und nicht mir.

Nach Beendigung der „Aktion Reinhardt“ und nachdem Glo. bereits abkommandiert war, ordnete Himmler eine Prüfung der Verwaltungsdienststelle des Glo. an. Der mit dieser Kassen- und Buchprüfung beauftragte Chef des Revisionsamtes, Oberst Voigt, der mir unterstellt war, hat die Prüfung bald nach Beginn auf meinen Befehl eingestellt, nachdem er mir gemeldet hatte, daß Glo. seine Verwaltungsdienststelle für die „Aktion R.“ mit eingesetzt hatte. Voigt ist auf Grund dieses Tatbestandes in Nürnberg freigesprochen worden!

6. Ich habe nicht nur keinen Häftling für ärztliche Versuche persönlich ausgesucht, sondern ich habe gegen die Verwendung von Häftlingen für diesen Zweck bei Himmler schriftlich protestiert (im Rahmen meines eingangs erwähnten Auftrags).

Das sind alles Tatsachen, die den amerikanischen Richtern und dem Frankfurter Büro des amerikanischen Hochkommissars seit Jahren bekannt sind. Wenn die amerikanische Justiz sie in dem sogenannten Fair Trial gegen mich fair gewürdigt hätte, wäre es nie zu diesem Schandurteil gekommen, in das man sich sinnlos kindisch verbissen hat. …

Es wird Sie noch dieses interessieren. Ich war mit 17 meiner ehemaligen Mitarbeiter (Verwaltungs- und Kaufleute) angeklagt. 3 wurden freigesprochen, 4 zum Tode verurteilt; die restlichen erhielten Freiheitsstrafen. Von den 4 Todesurteilen hob das Gericht, das sie verhängt hatte, selbst eines wieder auf; das zweite änderte Clay in lebenslänglich (inzwischen auf 20 Jahre reduziert) ab; der dritte Todeskandidat ist am 23. Mai 1951 entlassen worden, nachdem sein Todesurteil auf 9 Jahre herabgesetzt worden war!

So springt man mit Köpfen um. Als einziger Todverurteilter bin ich übriggeblieben. Von allen 15 Verurteilten befinden sich nur noch 7 in Haft; die übrigen sind bereits entlassen.

Man steht vor einer Chinesischen Mauer. Das Traurigste ist, daß die Öffentlichkeit sachlich unzulänglich, ja falsch unterrichtet ist, jedenfalls in meinem Fall. Zur Sache ist von richterlicher Instanz seit 1947 überhaupt nichts mehr bearbeitet worden. Alle Eingaben wurden vom Frankfurter Büro des Hochkommissars „wohlwollend betrachtet“. Das ganze Spiel vor den Gerichtshöfen in USA geht nur darum, die von uns erstrebte Voraussetzung einer richterlichen Überprüfung, d.h. die Gewährung einer echten Revision (2. Instanz) zu sabotieren.

In ergebenster Verehrung Ihr dankbarer

________gez. Oswald Pohl__________

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Quelle: Metapedia

Das aufdiktierte Staatsgefüge „Bundesrepublik Deutschland“ vom 23. Mai 1949

Die Bundesrepublik Deutschland (nichtamtlich abgekürzt BRD, als ehemalige West-BRD auch Bonner bzw. seit dem Anschluss Mitteldeutschlands an den Geltungsbereich des Grundgesetzes für die BRD, Berliner Republik oder Groß-BRD, selten Deutsche Bundesrepublik), ist ein am 23. Mai 1949 auf Separatbeschluss der Westalliierten mit Inkrafttreten des Grundgesetzes, zunächst auf dem Gebiete Westdeutschlands, als „Staatsfragment“ errichtetes Besatzungskonstrukt. Das von den Westalliierten eingesetzte und vom Parlamentarischen Rat ausgearbeitete Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland konstituierte die BRD nicht als einen neuen Staat, sondern als staatsähnliche Verwaltungseinheit in Form der Organisation der Modalität einer Fremdherrschaft,

um dem staatlichen Leben für eine Übergangszeit eine neue Ordnung zu geben“

(Präambel, Art. 146)

Abgesehen vom provisorischen Charakter des Teilstaates, dem bereits der Name der vorläufigen Verfassung („Grundgesetz“) Rechnung trug, blieb bei der Gründung der BRD in Ermangelung eines Friedensvertrages auch der Kriegszustand zwischen dem Deutschen Reich und den Alliierten unangetastet.

Im Jahre 1990 wurde die Bundesrepublik Deutschland im Zuge des Beitritts der DDR und der Angliederung Mitteldeutschlands erweitert. Der Status der erweiterten BRD ist in Artikel 133 im Grundgesetz festgehalten.

Zunächst war Bonn Regierungssitz der errichteten Bundesrepublik; Berlin wurde am 29. September 1990 zur Bundeshauptstadt erhoben, um einen voll souveränen Staat Bundesrepublik Deutschland vorzutäuschen. Berlin steht jedoch – entgegen offizieller Verlautbarung – weiterhin unter Sonderstatus und ist kein Bestandteil (konstitutiver Teil) der BRD.

Im Rahmen der westalliierten Vorgaben wurde die BRD Gründungsmitglied der Europäischen Union und ist mit 80,6 Millionen Einwohnern (Stand: 30. Juni 2013) das bevölkerungsreichste Gebiet der EU. Ferner ist die BRD Mitglied der Vereinten Nationen, der OECD, der NATO, der OSZE und der Gruppe der Acht (G8). Es wird bei allen genannten Organisationen der Versuch unternommen, durch einseitige Willenserklärungen dem Beitritt der BRD ebendieser selbst einen staatlichen Charakter zu verleihen. Die Verwaltungs- und Rechtsorganisation der Bundesrepublik steht nicht im Dienste des deutschen Volkes, sondern in demjenigen der westalliierten Besatzer; das Wirken der BRD ist im wesentlichen Ausfluss des politisch-militärischen Wollens der Fremdherrscher.

Die Bundesrepublik Deutschland erstreckt sich mit ihren 16 Bundesländern (Bundesstaat) über einen Teil des Deutschen Reiches. Die Regierungsform trägt Züge einer totalitären Demokratie.

Bundesrepublik Deutschland
Flagge der Bundesrepublik Deutschland
Bundeswappen (BRD)
Flagge Wappen
Amtssprache Deutsch
Hauptstadt Keine, die BRD ist lediglich ein vereinigtes Wirtschaftsgebiet nach Art. 133 Grundgesetz, Hauptsitz der BRD ist inBerlin
Verfassung Keine, ersatzweise das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Staatsform Totalitäre Demokratie
Regierungssystem Parlamentarismus
Staatsoberhaupt Bundespräsident Joachim Gauck
Regierungschef Bundeskanzlerin Angela Merkel
Fläche 357.121,41 -68.- km²
Einwohnerzahl ≈ 80,6 Mio. -16.-
Bevölkerungsdichte 225 -38.- [2] Einwohner pro km²
Währung Euro (1 € = 100 ct)
Nationalhymne Lied der Deutschen (dritte Strophe)
Nationalfeiertag 3. Oktober (Deutsche Teilvereinigung)
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen D
ISO 3166 DE, DEU, 276
Weltnetz-TLD .de
Telefonvorwahl +49

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Charakterisierung

Die Charakterisierung der Bundesrepublik fängt bereits vier Jahre vor ihrer eigentlichen Ausrufung an. Als am 8./9. Mai 1945 die Streitkräfte des Deutschen Reiches vor den Westalliierten und der Sowjetunion kapitulierten, wurde Deutschland mit der Potsdamer Konferenz seiner östlichen Länder beraubt und die verbliebenen Länder in vier Verwaltungszonen der Siegermächte aufgeteilt. In den drei Verwaltungszonen der Westalliierten wurde auf Betreiben der Siegermächte der „Parlamentarische Rat“, bestehend aus ausgewählten Vertretern der Nachkriegsverwaltung, ins Leben gerufen, der nach Vorgaben und unter Überwachung der Alliierten in den Jahren 1948/49 das Grundgesetz für die nun entstehende Bundesrepublik Deutschland auszuarbeiten hatte. Dieser neue Staat Bundsrepublik sollte zunächst die drei westalliierten Verwaltungszonen ohne das Saarland umfassen.

Ein Grundgesetz ist laut geltendem Völkerrecht (Haager Landkriegsordnung, Art. 43 [RGBl. 1910]) ein:

„…besatzungsrechtliches Mittel zur Schaffung von Ruhe und Ordnung in einem durch Kriegshandlung besetzten Gebiet. Gegeben von der Siegermacht oder den Siegermächten, für das auf Zeit  angesetzte Verwaltungsorgan ……Provisorium zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung in einem militärisch besetzten Gebiet für eine bestimmte Zeit.“

Die Bundesrepublik Deutschland ist also nicht nur kein souveräner Staat, sie ist überhaupt kein Staat, sondern eine Verwaltungseinheit und als eben solche wurde sie 1949 auch durch das Inkrafttreten des Grundgesetzes ausgerufen. Staats- und Völkerrechtslehrer Carlo Schmid (SPD) betonte in seiner Grundsatzrede vor dem Parlamentarischen Rat am 8. September 1948 daher auch folgerichtig:

„Wir haben nicht die Verfassung Deutschlands oder Westdeutschlands zu machen, wir haben keinen Staat zu errichten. Wir haben hier etwas zu tun, gewisser Zustände besser Herr zu werden…“

Weiter wurde im Grundgesetz selbst der provisorische Charakter festgelegt. So steht auch heute noch in Artikel 146:

„Dieses Grundgesetz (…) verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“

Als jedoch im Jahre 1990 die sowjetische Verwaltungszone, die von 1949 bis 1990 als „DDR“ bestand, am 3. Oktober an die BRD angeschlossen wurde (von einer gesamtdeutschen Wiedervereinigung konnte ohnehin nicht die Rede sein), wurde das Grundgesetz als Instrument der Siegermächte weder in Frage gestellt, noch laut Artikel 146 GG durch eine vom deutschen Volk in freier Selbstbestimmung bestätigten Verfassung ersetzt.

In dem sogenannten „Zwei-plus-Vier-Vertrag“, der im Zuge der vermeintlichen „Wiedervereinigung“ am 12. September 1990 in Moskau unterzeichnet wurde und am 15. Mai 1991 in Kraft trat, wurde der außenpolitische Rahmen der Teilvereinigung der vier Besatzungszonen zu einer Bundesrepublik Deutschland festgelegt, dies bekräftigte die seit der Potsdamer Konferenz festgelegten Grenzen. Außerdem regelte er den Abzug der russischen Streitkräfte bis 1994 (die westalliierten Streitkräfte blieben im Land) und begrenzte die Bundeswehr auf maximal 370.000 Mann.

Das Grundgesetz wurde 1990 lediglich auf den ehemals sowjetischen Verwaltungsbereich ausgedehnt, jedoch nicht durch eine Verfassung ersetzt, die Deutschland die Souveränität hätte zurückgeben können. Im April 2009 forderte selbst der ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering die Einführung einer Verfassung für die gesamte Bundesrepublik. Ein Schritt, der einmal mehr zeigt, dass das Grundgesetz etwas anderes als eine Verfassung ist. Müntefering bemerkte:

„Eigentlich war doch vorgesehen, dass es nach der Einheit eine gemeinsam erarbeitete Verfassung gibt, deshalb hat die Bundesrepublik ja nur ein Grundgesetz…Grundgesetz einfach übergestülpt, anstatt eine gemeinsame Verfassung zu schaffen.“

Im November 2011 gab Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zu, daß die Bundesrepublik Deutschland zu keinem Zeitpunkt ein souveräner Staat war, also auch jetzt folglich kein souveräner Staat ist. Wörtlich sagte er zu Teilnehmern eines Bankenkongresses in Frankfurt am Main:

„Wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen.“

Die BRD ist auch weiterhin noch von fremden Truppen der Siegermächte besetzt. Frankreich, Großbritannien und die VSA verfügen über zahlreiche Militärstützpunkte im Bundesgebiet. Allein die VSA verfügen über 268 Militärstützpunkte in Deutschland mit etwa 70.000 Militärpersonen, so viel wie in keinem anderen Land außerhalb der VSA selbst. Für die Versorgung und Unterbringung der Besatzungstruppen muss die BRD selbst finanziell aufkommen (Artikel 120 GG). So finanzierte die BRD den Siegern etwa im Jahre 2005 mit 123,3 Millionen Euro den Unterhalt ihrer Streitkräfte auf deutschem Bodem. Jedoch lässt sich die tatsächliche Summe nicht genau ermitteln, weil sehr viele Ausgaben als Einzeltitel im Bundeshaushalt geführt werden. Die Stationierungskosten der VS-Besatzungstruppen betrugen nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung im Zeitraum 2003 und 2012 etwa eine Milliarde Euro.

Ebenso gilt bis heute das für die BRD rechtswirksame „Kontrollratsgesetz Nr. 4“. Nach den Bestimmungen des Kontrollratsgesetzes Nr. 4, das am 20. Oktober 1945 vom Alliierten Kontrollrat beschlossen wurde, ist es deutschen Gerichten untersagt, gegen Angehörige der Siegermächte zu ermitteln, selbst wenn diesen Verbrechen gegen die Menschlichkeit nachgewiesen werden, bzw. werden sollen. Wer meint, dies sei juristisches Werk aus der Geschichte, das in der vermeintlich souveränen BRD keine Bedeutung mehr hat, dem soll der Fall von Treuenbrietzen (Westbrandenburg) ins Bewusstsein gerufen werdem. Hier verübten 1945 Einheiten der Roten Armee ein Massaker an der deutschen Zivilbevölkerung, bei der nach Schätzungen etwa 1.000 unbewaffnete deutsche Zivilisten, Kinder, Frauen und alte Menschen, grausam ermordet wurden. Im Herbst 2008 ermittelte erstmals die Staatsanwaltschaft Potsdam gegen ehemalige Angehörige der sowjetischen Roten Armee. Das Verfahren wurde jedoch 2009 abgelehnt mit der Begründung, dass deutsche Gerichte unter Verweis auf das Kontrollratsgesetz Nr. 4 nicht ermächtigt seien, über Angehörige der Siegermächte zu urteilen.

Des Weiteren ist die BRD nicht im Besitz der eigenen nationalen Goldreserven, wie es bei souveränen Staaten der Fall ist. Von dem deutschen Goldbestand von 3.396 Tonnen, was einem Marktwert von etwa 133 Milliarden Euro entspricht, lagern 1.536 Tonnen (45 %) bei der VS-Notenbank Fed in Neu York, 450 Tonnen (13 %) bei der Bank of England in London und 374 Tonnen (11 %) bei der Banque de France in Paris. Lediglich 1.036 Tonnen, sprich 31 % (also nicht einmal 1/3), lagern selbst auf deutschem Boden. Die Bundesbank macht zum Verbleib des deutschen Goldschatzes fragwürdige Angaben.

Das gesellschaftspolitische Gesicht der Bundesrepublik

Die politische Achse in der BRD stellt eine Kuriosität und Einmaligkeit in der Welt dar. International gültige soziale und ethische Standards sehen sich in der Bundesrepublik teils auf den Kopf gestellt. Zunächst besteht die bundesdeutsche Nachkriegsordnung aus drei tragenden Säulen. Zum ersten aus der Säule der offiziellen und etablierten Politik, zum zweiten aus der Welt der etablierten Massenmedien und zum dritten aus der deutschen Gesellschaft selbst, auf die die beiden ersten Faktoren letztendlich maßgebend einwirken.

Als die verbliebenen deutschen Länder 1945 unter alliierte Verwaltung gestellt wurden und 1949 die Vasallenstaaten DDR und BRD ausgerufen wurden, fand sich die deutsche Gesellschaft im freieren Westteil der geteilten Nation zunächst im Wiederaufbau, der eine Renaissance der kirchlichen Bedeutung folgte.

68er Bewegung

1968 folgte schließlich ein durch kommunistisch gesinnte Teile der Studentenlandschaft betriebener Aufruhr, gegen die als „altmodisch“ empfundene Gesellschaftsordung, die sich unter Anderem für eine Verstärkung der Frauenrechte einsetzte. Jedoch begann diese 68er Bewegung, die vermeintlich schlimme Vergangenheit der eigenen Elterngeneration anzuprangern unter der Losung „Nie wieder Faschismus“. Ungeachtet der Tatsache, dass der „deutsche Faschismus“, den es so nie gab, wissenschaftlich selbst bei böswilliger Betrachtung, nicht als Alleinquelle zur Entstehung des Krieges und als alleinig schuldbehaftete Macht für Verbrechen herangezogen werden kann. Die 68er Bewegung huldigte zudem kommunistischen Massenmördern wie Mao Tse Tung.

In den folgenden Jahrzehnten schafften es die 68er, mittels der Strategie des ,,Marsches durch die Institutionen“, der Bundesrepublik zunehmend ihren Stempel aufzudrücken. Sei es in der parteipolitischen Arbeit, in Schulen, den Universitäten oder vor Allem auch in den Medien.

Nicht zuletzt im Zeichen des Siegeszuges der 68er, erlebten alte Werte, wie die Vaterlandsliebe, einen langwierigen Einbruch und letztendlich ein zunehmendes politischen Abebben, das bis heute fatale Auswüchse in sich birgt.

Ein großer Wurf zur Entnationalisierung der Deutschen war nicht primär der Siegeszug der politischen Linken oder die stückweise Verdrängung und Erstickung der Rechten, sondern der Gewinn der Antinationalen über die großen, ohnehin nicht gänzlich freien Medien und vor allem der Sieg über die Sprachhoheit und die Begriffsdeutung in der Bundesrepublik selbst. (→ Politische Korrektheit)

Absurde Wechsel

Die politischen Achsen in der BRD wurden stückweise verschoben. Die Linken übernahmen die antinationale Rolle. Auf der Gegenseite stand die unterdrückte politische Rechte, als alleinig für die nationale Richtung werbende Kraft. Spätestens seit den 1970er Jahren wurde die politisch rechte Seite medial zunehmend dämonisiert, was in den 1990er Jahren zu einem ausgerufenen „Kampf gegen Rechts“ entartete, der bis heute immer bizarrere Züge annimmt.

Selbsthass

Der gesellschaftsfähige Hass auf die deutsche Nation, ihre Geschichte, ihre Kultur und ihre bloße Existenz sowie die Duldung oder gar Hofierung antideutscher Einstellungen, sind ein weiteres unrühmliches Novum der BRD unter den Staaten in der Welt. Wegen der Schuldkultur, ihrer Dimensionen und Entartungen haben sich Millionen Deutsche emotional von dem vermeintlich negativ belasteten Deutschland entfernt, verkennen durch ständige subtile Abwertung und ständige Aufwertung des Fremden den Wert ihrer Kultur und haben nahezu jeden Patriotismus durch die gelebte und propagierte Schuldkultur verloren. Anstelle des Stolzes auf die deutsche Geschichte, deutsche Leistungen, Erfindungen, Traditionen, Werte und Siege tritt nicht nur die Gleichgültigkeit, subtile oder offene Ablehnung des Deutschtums, sondern bei vielen sogar eine „Scham, Deutscher zu sein“ ein.

Die Fokussierung des bundesdeutschen Schulunterrichts (besonders in den Fächern Deutsch, Politik/Gesellschaftslehre, Erdkunde und Geschichte) liegt nicht auf einer positiven, identitätsstiftenden und patriotischen Beeinflussung wie in anderen, souveränen und gesunden Ländern, sondern unterwirft sich vielmehr der Schuldreligion, einer zunächst subtilen, jetzt immer offeneren Geringschätzung und Abwertung des Eigenen, bei gleichzeitiger Überbewertung des Fremden.

Überblick

Am 23. Mai 1945 wurde der Reichspräsident Großadmiral Karl Dönitz mit der Geschäftsführenden Reichsregierung unter Reichskanzler („Leiter der Geschäftsführenden Reichsregierung“) Graf Schwerin von Krosigk durch britische Streitkräfte verhaftet. Damit endete jede Zentralgewalt des bis dahin souveränen Staates Deutsches Reich; unterdessen besitzt dieser Staat weiterhin Rechtsfähigkeit. Hingegen wird die Zentralgewalt im teilvereinigten Deutschland von der BRD zwar ausgeübt; eine staatsrechtliche Legitimation fehlt allerdings.

Die Bundesrepublik Deutschland steht seit ihrer Gründung unter Besatzungsstatut und ist aus staatsrechtlicher Sicht weder identisch noch teilidentisch mit dem handlungsunfähigen Staat Deutsches Reich. Die alliierten Besatzungsrechte bestehen in Ermangelung eines Friedensvertrages grundsätzlich weiterhin. Eine deutsche Volkssouveränität besteht nicht; in diesem Punkte bewirkten weder der Überleitungsvertrag noch der sogenannte 2+4-Vertrag von 1990 eine nennenswerte Änderung. Die BRD postuliert, die freiheitliche demokratische Grundordnung würde echt gelebt; dabei handelt es sich bei dem Mehrparteienparlamentarismus mehr um eine Schein-Demokratie.

„Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“

– Horst Seehofer, CSU, bei Pelzig am 29 Mai 2010 –

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Die BRD innerhalb des Deutschen Reiches (in seinen völkerrechtlichen Grenzen)

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Lange zögerten die Politiker der 1950er Jahre, von einem „Staat“ zu sprechen, obwohl sie de facto nichts anderes unternahmen, als einen Staat zu gründen – mit allen dazu nötigen Verfassungsorganen und einer komplexen rechtsstaatlichen Ordnung der Gewalten.

Dieses deutsche Besatzungskonstrukt ist im Prinzip eine Verwaltungsdiktatur und setzt die alliierten Vorgaben politisch um. Demnach ist es die Hauptaufgabe der BRD, das mit dem Zweiten Dreißigjährigen Krieg Geschaffene – auch auf europäischer Ebene (Europäische Union) – politisch und bürokratisch zu vollenden. Dieses Ansinnen bedeutet letztendlich die Zerstörung des deutschen Volkes, des Volkstums sowie der deutschen Kultur.

Auf die bundesdeutsche Politik nimmt eine Vielzahl global agierender und weitgehend geheim operierender Organisationen Einfluss, wie Trilaterale Kommission und Bilderberger, aber auch jüdische Vereinigungen wie der Zentralrat der Juden oder transatlantische (Atlantik-Brücke). Im Wesentlichen haben die politischen Gremien (Bundestag, Länder- und Kommunalparlamente) das zu beschließen, was vorher in verdeckt arbeitenden Gremien entschieden wurde. Mit Volksabstimmungen wird gelegentlich von BRD-Politikern kokettiert; Volksabstimmungen sind aber in der BRD nicht möglich, da das Deutsche Volk („Staatsvolk“) nicht der Bevölkerung der BRD entspricht.

Der oberste Repräsentant der BRD ist der Bundespräsident. Er schlägt dem Bundestag den Bundeskanzler vor, schließt völkerrechtlich unverbindliche Verträge mit Staaten, ernennt und entlässt Bundesminister und -beamte, fertigt von der Bundesregierung gegengezeichnete Gesetze aus und verkündet sie.

Die Streitkräfte sind die 1955 als „Verteidigungsarmee“ gegründete Truppenteile der Bundeswehr, die seit 1990 auch außerhalb der Bundesrepublik eingesetzt werden, meist unter dem Vorwand einer „humanitären Intervention“ der NATO. Im Jahre 1999 nahm die Bundeswehr zum ersten Mal an einem durch das Diktat der Siegermächte (Grundgesetz) nicht gedeckten und völkerrechtlich umstrittenen Krieg – dem Kosovo-Krieg – teil. Seit 2001 hält sie ein Heereskontingent in Afghanistan.

In der BRD werden die Medien zensiert (politische Korrektheit) und die Opposition unterdrückt.

Die Freiburger Zeitung vom 3. Juni 1942 prophezeite bereits, dass Deutschland im Falle einer Niederlage ein Protektorat der Alliierten werden würde

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 Organisation der Modalität einer Fremdherrschaft

Die BRD ist ein „Profitkonstrukt“, das die von ihrer Bevölkerung genommenen Steuern verwaltet. Beim Registergericht des Amtsgerichtes Frankfurt am Main ist eine BRD – Werbung- und Handels GmbH unter der Nummer HRB 50251, sowie unter der Nummer HRB 51411 die Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur Gesellschaft mit beschränkter Haftung eingetragen. Die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH ist ein ausgegliedertes Unternehmen, das die Schulden der BRD verwaltet. Die BRD ist bei Banken mit ca. 8,0 BillionenEuro verschuldet, die Tendenz ist steigend. Offiziell liegt die Verschuldung bei über zwei Billionen Euro (Stand: Januar 2014), jedoch sind in dieser Rechnung u.a. Versicherungen und „Rettungspakete“ nicht berücksichtigt. Letztere werden erst einberechnet, wenn sie nicht zurückgezahlt werden.

Der Staatsrechtslehrer und Gründungsvater des Grundgesetzes für die BRD Carlo Schmid hielt am 8. September 1948 eine Rede vor dem Parlamentarischen Rat zu Bonn, angesichts der Befugnisse der Besatzungsmächte:

„Diese Organisation als staatsähnliches Wesen kann freilich sehr weit gehen. Was aber das Gebilde von echter demokratisch legitimierter Staatlichkeit unterscheidet, ist, dass es im Grunde nichts anderes ist als die Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft; denn die trotz mangelnder Freiheit erfolgende Selbstorganisation setzt die Anerkennung der fremden Gewalt als übergeordneter und legitimierter Gewalt voraus.“

Die Bundesrepublik Deutschland ist kein Staat, sondern nur „die Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft“ (OMF-BRD), die unter Verstoß gegen geltendes Völkerrecht dem Deutschen Teilvolk in den westlichen Besatzungszonen von den Siegermächten VSA und Großbritannien aufgezwungen worden ist. Als völkerrechtswidriges Konstrukt äußert das „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“ keinerlei Rechtswirkungen, sondern hat nur angesichts der gegebenen Machtverhältnisse eine rein tatsächliche Bedeutung.

Reinhold Oberlercher bezeichnete die BRD einmal als

„Wachkoma des Dritten Reiches, in dem die Politik in der Weise vom Dritten Reich bestimmt ist, dass man immer genau das Gegenteil von dem zu tun versucht, was das Dritte Reich mutmaßlich tun würde“.

Horst Mahler merkt zur Problematik an:

„Die Bundesrepublik Deutschland ist kein Staat, sondern nur ein von den Siegermächten des 2. Weltkriegs eingerichtetes staatsähnliches Gebilde, durch welches das Deutsche Volk in völkerrechtswidriger Weise gehindert ist, seinen eigenen Willen zu bilden und durchzusetzen.“

Warum die BRD gezwungen ist, die Meinungsfreiheit zu unterdrücken, hat Patrick Bahners, der Feuilleton-Chef der FAZ, 1994 in einem Kommentar zum Prozess gegen den damaligen NPD-Vorsitzenden Günter Deckert vor dem Landgericht Mannheim in panischer Betroffenheit so formuliert:

„Wenn Deckerts Auffassung zum Holocaust richtig wäre, wäre die Bundesrepublik auf eine Lüge gegründet. Jede Präsidentenrede, jede Schweigeminute, jedes Geschichtsbuch wäre gelogen. Indem er den Judenmord leugnet, bestreitet er der Bundesrepublik ihre Legitimität.“

Laut Avram Kokhaviv ist die Bundesrepublik Deutschland die treuhänderische Abwicklungsstelle, gewissermaßen der Geldeintreiber der Alliierten bei der Inanspruchnahme des deutschen Volkes.

Der Dichter Uwe Lammla bezeichnet die Bundesrepublik Deutschland daher als „amerikanische Kolonie“. Edgar Julius Jung hatte das die Christenheit schirmende, ordnende, hierarchische Reich in der Mitte Europas, für die er sich eine Erneuerung ihrer Vormacht nach einer christlichen Gegenrevolution gegen 1789 erhoffte, als Aufgabe Deutschlands gesehen. Das nicht unbekannte Wort von der „deutschen Weltalternative“ meint Ähnliches: Gegenwehr gegen den Irrweg der abendländischen Menschheit in der Moderne, Neuaufbau aus der Mitte Europas heraus. Dies bliebe den Deutschen als Aufgabe gegeben.

„Keine Nation, die in diesen Zustand der Abhängigkeit herabgesunken, kann durch die gewöhnlichen und bisher gebrauchten Mittel sich aus demselben erheben. War ihr Widerstand fruchtlos, als sie noch im Besitze aller ihrer Kräfte war, was kann derselbe sodann fruchten, nachdem sie des größten Teiles derselben beraubt ist? Was vorher hätte helfen können, nämlich wenn die Regierung die Zügel kräftig und straff angehalten hätte, ist nun nicht mehr anwendbar, nachdem diese Zügel nur noch zum Scheine in ihrer Hand ruhen und diese ihre Hand selbst durch eine fremde Hand gelenkt und geleitet wird.“

– Johann Gottlieb Fichte, zitiert in: „Die Herrschaft der Minderwertigen“ –

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Bevölkerung

Einwohnerzahl

Die DDR hatte eine Bevölkerung von ca. 17 Millionen Einwohnern und die BRD von 61,5 Millionen (Stand 1990 lt. Knaurs Lexikon). Auf dem Gebiet der BRD lebten im Jahre 2013 80,6 Mio. Personen.

Staatsangehörigkeiten und völkische Situation

Im Jahre 2007 besaßen 91,8 % der Einwohner der Bundesrepublik einen Pass der BRD, 8,2 % waren rechtlich gesehen Ausländer. Von den 82.257.000 registrierten Einwohnern in der BRD waren 2007 „angeblich“ 66.846.000 Deutsche [nie und nimmer !], 15.411.000 Ausländer. Die BR-Deutschland fördert die Ansiedlung von Ausländern in Millionenzahl, insbesondere der Fremdländer, die sowohl in ihrer Erscheinung als auch ihrem Verhalten dem deutschen Volkswesen fremd sind.

Von den Ausländern waren 8.131.000 eingebürgert, 7.280.000 nicht. Der Anteil der ethnisch als deutsch zu Bezeichnenden in der BRD betrug 2005 geschätzt „angeblich“ etwa 85,7 % der Einwohner (einschließlich der Aussiedler).

Die größte ethnische Minderheit bilden die Türken, die 3,4 % der Bevölkerung stellen, gefolgt von den Südeuropäern mit 1,8 %, Angehörigen von Völkerschaften aus dem ehemaligen Jugoslawien (1,4 %), Einwanderern aus dem Fernen Osten (0,9 %) sowie dem Nahen Osten und Afrika mit jeweils 0,6 %; „offiziell“ 200.000 Juden [wahrscheinlicher 15 bis 20 Millionen!]. Bei den Unter-15jährigen betrug der Anteil der Deutschen an der Gesamtbevölkerung etwa 76 %.[31] Zu den Minderheiten mit Sonderrechten gehörten 60.000 Sorben in Brandenburg und Sachsen, 50.000 Dänen in Südschleswig, 10.000 Friesen in Nordfriesland und auf Helgoland, 2.000 Friesen im Saterland, ferner 70.000 Zigeuner.

Die gegenwärtige Lage des deutschen Volkstums (Deutschtum) erscheint als beunruhigend und verhängnisvoll, was u.a. negative Auswirkungen auf die deutsche Kultur beinhaltet. Das politische Personal des Besatzungskonstrukts hat das Verwaltungsgebiet der Überfremdung überantwortet.

Es ist das Ziel der BRD, die Volksgemeinschaft zugunsten einer völkisch inhomogenen Individualgesellschaft (Multikulturelle Gesellschaft) zu zerstören. Alle hierzulande lebenden Personen, die sich in diesem Sinne betätigen, werden politisch toleriert und gefördert. Deutsche Volksangehörige, die sich um die Erhaltung ihres Volkskörpers bemühen, werden hingegen zunehmend wie Menschen zweiter Klasse behandelt, insbesondere auch von der BRD-Justiz.

Illegale Bevölkerung

Zum 31. Dezember 2012 lebten nach „offiziellen“ Zahlen 86.042 Ausländer mit einer Duldung in der BRD. Hunderttausende früher Geduldete befinden sich heute unter den Ausländern mit Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis oder sind Inhaber von BRD-Personalausweisen geworden. Nach offiziellen Zahlen durften sich zum 31. Dezember 2012 außerdem mit Wissen der Behörden 721.858 Ausländer ohne Duldung, ohne Aufenthaltstitel und ohne Gestattung in der BRD aufhalten.

Familie_Deutschland
Planmäßig geförderte Vernichtung des deutschen Staatsvolkes durch die BRD-Regierung (2001)

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Konfessionen

2006 gehörten 25,69 (2012: 24,34) Millionen Einwohner der BRD der römisch-katholischen Kirche an, 25,39 Mio. waren in der Evangelischen Kirche, 3,30 Mio. Mohammedaner, der orthodoxen Kirche gehörten 1,43 Mio., der Neuapostolischen 0,37 Mio. an. Außerdem lebten 200.000 Juden [15 bis 20 Millionen!] und 165.000 Zeugen Jehovas auf dem Gebiet der BRD. Der Rest ist überwiegend konfessionslos. Der stark steigende Bevölkerungsanteil der Mohammedaner dürfte sich Schätzungen des Bundesamtes für Migration zufolge mittlerweile auf 3,8 bis 4,3 Millionen Einwohner belaufen. Davon haben 63 % türkische, 13 % südosteuropäische Wurzeln, 8 % kommen aus dem Nahen Osten. 36 % der in Deutschland lebenden Mohammedaner schätzen sich selbst als stark religiös ein.

Soziales und Bildung

Die Entwicklung des Individuums zum Schaden der Volksgemeinschaft ist vorrangiges sozialpolitisches Ziel der BRD; das bedeutet gerade das Gegenteil des nationalsozialistischen Leitgedankens „Gemeinnutz vor Eigennutz“. Demgemäß stehen Gewohnheitskriminelle sowie mental, sozial und kulturell destruktiv veranlagte Menschen (Untermensch), die den deutschen Volkskörper nachhaltig schädigen, im BRD-Regime unter besonderem Schutz. Noch besser ist derlei Klientel gestellt, wenn sie Ausländer sind; in diesem Falle wird eine rasche Einbürgerung auf vereinfachtem Dienstweg ermöglicht. Bund, Länder und Gemeinden investieren 102,8 Milliarden Euro in die Bildung (2010). Die Gelder in den öffentlichen Etats fließen zum Beispiel in Kindergärten, Jugendarbeit, Schulen und Universitäten. Weitere Posten sind Bafög, Volkshochschulen und Berufs-Akademien. Die Ausbildung eines Schülers an öffentlichen Schulen kostete im Jahre 2010 durchschnittlich 5.800 Euro (Jahreskosten).

Studienberechtigte in der BRD: 2009 erwarben rund 447.000 Schüler die Hochschul- oder Fachhochschulreife.

230.000 Ausländer besuchten 2008 eine bundesdeutsche Hochschule. Davon hatten etwa 56.000 in der BRD bereits die Schulzeit absolviert. Damit hat die Bundesrepublik nach den USA und Großbritannien die meisten ausländischen Studenten. Ausländische Studenten zahlen nur 500 Euro pro Semester Studiengebühren in Deutschland, Deutsche zahlen mehr.

Asylpolitik

15 bis 20 % aller Asylbetrüger reisen über Berlin ein.

  • 1992 – Asylbetrügeraufnahmerekord mit rund 500.000 Asylanten
  • 2014 – Prognose: 200.000 neue Asylbetrüger

Kriminalität

Nach der EU-Osterweiterung wird alle vier Minuten in der BRD in eine Wohnung oder in ein Haus eingebrochen.

BRD als Waffenlieferant und internationaler Dienstleister für Israel

Die BRD finanziert größtenteils auf Kosten des deutschen Steuerzahlers U-Boote für Israel, um deren illegalen Atomwaffen zu größerer Reichweite zu verhelfen.

Aufgrund einer Regierungsverabredung vom Februar 2014 hat Israel der BRD die Aufgabe übertragen, seine Passinhaber konsularisch in jenen Ländern zu vertreten, die Israel nicht anerkennen. Es sind dies 34 Staaten, darunter die meisten arabischen Länder, aber auch Teile Lateinamerikas, Asiens und Afrikas. Im Gegensatz zu diplomatischer Vertretung (Vertretung von Landesinteressen) ist der konsularische Dienst den Interessen der Angehörigen des zu vertretenden Landes im sog. Empfangsstaat verpflichtet. Alle Personen mit israelischem Pass haben demnach in Zukunft die Möglichkeit, in Ländern, die nichts mit Israel zu tun haben wollen, eine deutsche Vertretung um Dienstleistungen und Hilfe zu bitten – zum Beispiel bei Brieftaschendiebstahl, wie die judäozentristische Zeitung Welt vermerkte.

„Schon in der Vergangenheit hat Deutschland in solchen Fällen immer wieder ausgeholfen. Nun soll diese Hilfe institutionalisiert werden.“ 

Da die Medien anlässlich der Beauftragung keine Andeutung über die Kostentragung machten, muss vermutet werden, dass die BRD als nun auch offizieller konsularischer Dienstleister Israels dem deutschen Steuerzahler die Kosten auferlegt.

Internationale Reputation

Die BR Deutschland ist Gründungsmitglied der EG-Europäische Gemeinschaft, der späteren EU (Europäische Union). Hier haben die Mitgliedsländer entsprechend ihrer Bevölkerungsanzahl das Stimmrecht. Jeweils nach Beitritt eines weiteren Landes werden diese Stimmrechte aktualisiert. Nach dem Beitritt der DDR (mit ca. 17 Millionen Bürgern) wartet das Volk immer noch auf die Anpassung der Stimmrechte für die BR Deutschland.

Deutschland ist Mitglied der Vereinten Nationen. Diese wurden von den VSA als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes in Genf initiiert. Das Deutsche Reich wird durch einschränkende Bestimmungen (z. B. militärisches Angriffsrecht auf Deutschland ohne vorherige Konsultation der VN) diskriminiert, womit sich die BRD und insbesondere ihre politischen Repräsentanten selbst deutlich als „Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft“ und somit Feindorganisation gegen das Deutsche Reich offenbaren.

VN-Kritik

Der Antirassismus-Ausschuss der VN kritisierte im April 2013 die Bundesrepublik Deutschland, da diese die Thesen Thilo Sarrazins nicht strafrechtlich verfolgt hat. Angeblich seien die Äußerungen auf völkerrechtlicher Ebene Rassismus gewesen und müssten rechtlich verfolgt werden. Das Nichtverfolgen dieser Äußerungen stelle einen Verstoß gegen ein VN-Abkommen dar, welches zum Abbau von Rassismus beitrage.

Zitate über die BRD

„Die BRD ist kein Staat. Sie stellt ein Relikt des fortbestehenden Deutschen Reiches dar und funktioniert faktisch als staatsähnliches Gebilde, ohne eine rechtliche Fundamentierung aufzuweisen. Die BRD konnte und kann daher keinen Friedensvertrag abschließen; sie existiert aufgrund des Besatzungsstatuts und unterliegt der Feindstaatenklausel. Sie ist weder demokratisch noch sonstwie staatsrechtlich legitimiert und hat nur Bestand, weil die westlichen Siegermächte diesen gewährleisten und weil alle innerstaatlichen Machthaber als Bevorteilte des gegenwärtigen Zustandes diesen mit allen Mitteln verteidigen.“

 – Klaus Sojka –

„Die Bundesrepublik Deutschland ist kein Staat, sondern ein Reichsvernichtungsregime, das Carlo Schmid zutreffend als Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft charakterisiert hat.“

– Horst Mahler –

Verfolgung von politisch Andersdenkenden durch die BRD-Justiz

Die von der BRD-Propaganda regelmäßig hochgelobte politische Toleranz und freiheitliche demokratische Grundordnung gelten offenbar nicht für jedermann. Dies hat sich in der Geschichte der BRD immer wieder bestätigt. Einmal als politisch andersdenkender Systemfeind gebrandmarkt, widerfährt derlei Klientel vielfach eine systematische und nachhaltige soziale Ausgrenzung oder sonstige menschenverachtende Behandlung bis hin zur strafrechtlichen Verfolgung und Inhaftierung.

Nationalgesinnte Personen

Die BRD-Verwaltung zeigt bezüglich politisch andersdenkender, insbesondere nationalgesinnter Personen praktisch keinerlei Toleranz. Vielfach wird derlei Klientel unter dem Vorwurf der Volksverhetzung strafrechtlich verfolgt. 1979 wurde aus humanitären Gründen die „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V.“ (HNG) ins Leben gerufen. BRD-Innenminister Hans-Peter Friedrich verbot den Verein am 21. September 2011 mit sofortiger Wirkung aus polit-ideologischen Gründen.

BRD-Justiz

Die Antifa und zahlreiche sonstige antinationale Verbände agieren regelmäßig mit Erfolg als Helfershelfer für antinational gesinnte, vielfach als linksextrem einzustufende, politische Gefangene, soweit sie von der BRD-Justiz strafrechtlich überhaupt verfolgt und/oder inhaftiert waren. Vor BRD-Gerichten haben Deutsche regelmäßig mit härteren Strafen zu rechnen als Ausländer, wobei wiederum Linksextremisten weit milder bestraft werden als national gesinnte Deutsche. Alleine dies macht den Feindcharakter des Besatzungskonstrukts BRD auf deutschem Boden mehr als deutlich.

Waffenexporte

Die Waffenexporte der BRD in die Golfstaaten steuern laut den Zahlen der Bundesregierung auf neue Rekordhöhen zu. Die Einnahmen der „deutschen“ Rüstungskonzerne aus den Geschäften mit den Golfstaaten sollten 2013 auf einen neuen Rekord klettern, nachdem bereits im Jahr davor mit 1,42 Milliarden Euro die Zahlen mehr als verdoppelt wurden.

Filmbeiträge

(Unter Vorbehalt – ich konnte mir die Filme aus Zeitmangel nicht vollständig ansehen)

Germany made in USA – Wie US Agenten Nachkriegsdeutschland steuerten

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Die deutsche Wahrheit 1.0 – Der Film

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Staatsanwältin Regina Bornstein spricht über Korruption und Rechtsbeugung im totalitären Staat

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Vortrag von Hr. Görlitz zur Rechtslage in Deutschland

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Quelle: (weitgehend nach) Metapedia

In Nürnberg beginnt mit der Verlesung der Anklage der Schauprozess gegen zwanzig führende Persönlichkeiten des Dritten Reiches

Der Gerichtshof ist an Beweisregeln nicht gebunden, er soll im weiten Ausmaß ein schnelles und nicht formelles Verfahren anwenden, und jedes Beweismaterial, das ihm Beweiswert zu haben scheint, zulassen.

– Artikel 19, Statut für den Internationalen Militärgerichtshof –

Der Gerichtshof soll nicht Beweis für allgemein bekannte Tatsachen fordern, sondern soll sie von Amts wegen zur Kenntnis nehmen …

– Artikel 21, Statut für den Internationalen Militärgerichtshof –

Die sogenannten Nürnberger Prozesse umfassen den Nürnberger Prozess gegen die angeblichen „Hauptkriegsverbrecher” sowie zwölf weitere „Nachfolge-Prozesse” vor einem amerikanischen Militärgerichtshof, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Nürnberg zwischen dem 20. November 1945 und dem 14. April 1949 gegen Regierungsmitglieder und hochrangige Vertreter des Deutschen Reichs zur Zeit des Nationalsozialismus durchgeführt wurden und bei denen elementarste Rechtsgrundsätze verletzt wurden. Das Tribunal, das durch das Londoner Statut „legitimiert“ wurde, fand im Schwurgerichtssaal in Nürnberg statt.

Die Angeklagten vor dem Tribunal von Nürnberg
Vordere Reihe:
Hermann Göring, Rudolf Heß, Joachim von Ribbentrop, Wilhelm Keitel, Ernst Kaltenbrunner, Alfred Rosenberg, Hans Frank, Wilhelm Frick, Julius Streicher, Walther Funk, Hjalmar Schacht
Hintere Reihe:
Karl Dönitz, Erich Raeder, Baldur von Schirach, Fritz Sauckel, Alfred Jodl, Franz von Papen, Arthur Seyss-Inquart, Albert Speer, Konstantin von Neurath, Hans Fritzsche

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Die sogenannten „Nürnberger Prozesse” waren ein Tribunal der Sieger des II. Weltkrieges, oder, wie der britische Historiker F.J.P. Veal sagte:

„Die Fortsetzung des totalen Krieges mit juristischen Mitteln und die Fortschreibung der bedingungslosen Kapitulation”.

Der Historiker Werner Maser kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass in Nürnberg kein

„Internationaler Gerichtshof“ stattgefunden habe, sondern ein „Tribunal der Sieger“.

Zugleich waren die sogenannten Prozesse das lange Zeit unantastbare Siegel einer angeblich deutschen Schuld. Das konnte nur so erfolgreich sein, weil man die bislang letzte deutsche Reichsregierung einsperrte und damit den Deutschen die Möglichkeit nahm, die möglicherweise tatsächlichen Verbrechen nach deutschem Recht zu verfolgen.

Damit war dann auch der Möglichkeit zur Legendenbildung und Greuelpropaganda jedweder Art Tür und Tor geöffnet. So konnte auch das Märchen von der zweiten deutschen Schuld weite Verbreitung finden. Die auferlegte Buß-Kultur führte darüber hinaus zu einem dauerhaften Ritual deutschen öffentlichen Auftretens, das wegen seiner pseudo-religiösen Verinnerlichung keiner Revision mehr zugänglich ist. Man kann diesen Vorgang durchaus auch als psychologischen Völkermord bezeichnen. Das bedeutendste und folgenreichste Ergebnis ist die riesige Zahl deutscher Kollaborateure, die das Geschäft der Sieger übernommen haben und es bis heute mit Inbrunst weiter betreiben. So war es auch im Sinne der geplanten Umerziehung von Anfang an beabsichtigt.

Robert Jackson, Der US-„Hauptankläger“ am 26. Juli 1946.
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„Als ein Militärgerichtshof stellt dieser Gerichtshof eine Fortsetzung der Kriegsanstrengungen der alliierten Nationen dar.“

Laut VS-Ankläger Thomas Joseph Dodd bestand der Angestelltenstab des Gerichtes zu 75% aus Juden. Der mehreren Verhandlungen der Nachfolgeprozessen als Richter vorsitzende VS-Amerikaner Charles F. Wennerstrum drückte es in einem Gespräch mit der Chicago Daily Tribune im Februar 1948 wie folgt aus:

„Die gesamte Atmosphäre hier ist ungesund. […] Es wurden Anwälte, Sachbearbeiter, Dolmetscher und Ermittler eingestellt, die erst in den vergangenen Jahren Amerikaner wurden und deren Hintergründe eingebettet waren in Europas Haß und Vorurteilen.“

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Links: Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Hess in seiner Gefängniszelle in Nürnberg. Man beachte den erbärmlichen Gesundheitszustand. Rechts: Der nicht in grausamer alliierter Haft sitzende, gesunde Rudolf Hess.
     https://i1.wp.com/www.historyplace.com/worldwar2/biographies/biogfx/hess.jpg

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Das Tribunal

Ebenso wie die sogenannten Wiedergutmachungszahlungen war auch das Nürnberger Tribunal lange vor Kriegsende von den jüdischen Juristen Jacob und Nehemiah Robinson, beide Vorsitzende des vom Jüdischen Weltkongress (WJC) gegründeten Institute of Jewish Affairs (Institut für jüdische Angelegenheiten), erdacht worden.

Zunächst hatten die Brüder Robinson große Schwierigkeiten, die Alliierten von einem Tribunal zu überzeugen, da man sich dagegen sträubte, einfache Soldaten für das Befolgen von Befehlen zu verurteilen, und sich höchstens vorstellen konnte, Hitler oder vielleicht noch Göring anzuklagen. So sprach sich US-Außenminister Cordell Hull noch im Oktober 1943 unter dem Beifall der sowjetischen Delegation für Standgerichte aus:

„Wenn es nach mir ginge, würde ich mit Hitler und Mussolini und Tojo und ihren Erzkomplizen vor einem Standgericht kurzen Prozess machen. Und bei Sonnenaufgang des nächsten Tages gäbe es einen historischen Zwischenfall.” Nachdem diese Äußerung übersetzt worden war, berichtet Hull in seinen Memoiren: „brachen Molotow und die Mitglieder seiner Delegation in laute Zustimmungsrufe aus.”

Letztlich setzten die Juden sich jedoch durch: Am 18. Januar 1945 einigten sich auf amerikanischer Seite der jüdische Richter Samuel Rosenman, Henry L. Stimson vom Kriegsministerium und der Justizminister Francis Beverley Biddle auf einen scheinbar ordentlichen Prozess. Auch der vormalige Prozessgegner Franklin D. Roosevelt änderte seinen Standpunkt und Winston Churchill lobte am 22. Oktober 1944 die Haltung Josef Stalins – der nach einem Meinungswandel auch einen vorgeblich ordentlichen Prozess wollte. Obwohl die Briten kurzzeitig wieder schwankten, ließen sie sich letztlich von den „Amerikanern“ überzeugen.

Die Sowjetunion wollte die Prozesse in Berlin durchführen, für Nürnberg sprach jedoch, dass der Justizpalast weitgehend unbeschädigt geblieben war und ein großes Gefängnis dazugehörte. Außerdem war Nürnberg die Stadt der NSDAP-Reichsparteitage gewesen, und somit war es auch von propagandistischer Bedeutung, den führenden Nationalsozialisten gerade an diesem Ort einen Schau-Prozess zu machen. Chefankläger war der US-Amerikaner Robert Jackson. Die sowjet-bolschewistische „Anklage“ arbeitete maßgeblich der jüdische Jurist Llja Pawlowitsch Trainin aus.

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Die missachteten Grundsätze

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  • Unabhängigkeit der Richter
  • Ablehnung von Richtern wegen Befangenheit
  • Ausreichende (nicht behinderte) Verteidigung
  • Freie Zeugenaussagen
  • Wertung von Beweisen
  • Gleichheit vor dem Gesetz
  • Keine Strafe ohne bestehendes Gesetz
  • Straffreiheit für Taten unter Befehl oder Zwang
  • Niemand darf seinem Richter entzogen werden
  • Niemand darf in eigener Sache richten
  • Niemand darf für die Taten anderer zur Rechenschaft gezogen werden
  • Kein Gefangener darf gefoltert oder erpresst werden
  • Möglichkeit der Berufung
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Die vier „Anklagepunkte” lauteten:

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„Gemeinsamer Plan oder Verschwörung”

  1. „Verbrechen gegen den Frieden”
  2. „Kriegsverbrechen”
  3. „Verbrechen gegen die Menschlichkeit”

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Der Ablauf

Der Prozess sollte den Anschein von Recht und Gerechtigkeit erwecken, wurde jedoch schon durch die elementarsten Grundlagen dieser Veranstaltung als reine Propagandaschau, zum Zwecke den geschlagenen Gegner auch noch als Verbrecher abzukanzeln („die Fortführung des Krieges mit anderen Mitteln”, Zitat Carl von Clausewitz), offenbar.

Bei der Auswahl der Angeklagten versuchten die Ankläger, stellvertretend einzelne Funktionsträger anzuklagen. Hierbei stellte sich ihnen zunächst das Problem, wer überhaupt in Frage käme. Adolf Hitler und Joseph Goebbels waren (offiziell) tot, ebenso wie Heinrich Himmler und Reinhard Heydrich. Martin Bormann war unauffindbar. Stellvertretend für Joseph Goebbels als Verantwortlichen für die Propaganda griff man im Fall von Hans Fritzsche auf eine Person zurück, deren Name der internationalen Öffentlichkeit wenig bekannt war. Mit Bedacht wählte man Personen aus, die repräsentativ für bestimmte Einrichtungen und Bereiche waren. Für die Anklagebank waren daher repräsentativ vorgesehen:

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Für die nationalsozialistische Führung:

  1. Reichsmarschall Hermann Göring (Anklagepunkte 1–4)
  2. Hitlers Stellvertreter in der NSDAP Rudolf Hess (Anklagepunkte 1–4)
  3. Leiter der Parteikanzlei Martin Bormann (Verbleib damals unbekannt) (Anklagepunkte 1, 3, 4)
  4. Außenminister Joachim von Ribbentrop (Anklagepunkte 1–4)
  5. Reichsorganisationsleiter der NSDAP Robert Ley (Anklagepunkte 1, 3, 4) – Angeblich Suizid vor Prozessbeginn
  6. der ehemalige Reichskanzler Franz von Papen (als „Wegbereiter” Hitlers) (Anklagepunkte 1–4)

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Für das Oberkommando der Wehrmacht (OKW):

  1. Der Chef des OKW Wilhelm Keitel (Anklagepunkte 1–4)
  2. der Chef des Wehrmachtführungsstabes Alfred Jodl (Anklagepunkte 1–4)

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Für die Kriegsmarine:

  1. Großadmiral Dr. Erich Raeder (Oberbefehlshaber bis 1943) (Anklagepunkte 1, 2, 3)
  2. Großadmiral Karl Dönitz (Oberbefehlshaber von 1943–1945) (Anklagepunkte 1, 2, 3)

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Für das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) – und damit auch für die Gestapo, Kriminalpolizei und SD:

  1. Der Chef der Sicherheitspolizei und des SD Dr. Ernst Kaltenbrunner (Anklagepunkte 1, 3, 4)

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Für die Kriegswirtschaft:

  1. Reichsminister für Bewaffnung und Munition Albert Speer (Anklagepunkte 1–4)
  2. der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz Fritz Sauckel (Anklagepunkte 1–4)
  3. Reichsbankpräsident (bis 1939) Dr. Hjalmar Schacht (Anklagepunkte 1, 2)
  4. Reichsbankpräsident (von 1939–1945) Walther Funk (Anklagepunkte 1–4)
  5. Unternehmer Dr. Gustav Krupp von Bohlen und Halbach (krankheitsbedingt prozeßunfähig).

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Für die „Verbrechen“ in den (ehemals) besetzten Gebieten:

  1. Der Generalgouverneur in Polen Hans Frank (Anklagepunkte 1, 3, 4)
  2. der Reichskommissar in den Niederlanden Dr. Arthur Seyß-Inquart (Anklagepunkte 1–4)
  3. Reichsminister für die besetzten Ostgebiete Alfred Rosenberg (Anklagepunkte 1–4)
  4. der Reichsprotektor für Böhmen und Mähren (bis 1943) Konstantin von Neurath (Anklagepunkte 1–4)
  5. der Reichsminister des Innern (1933 bis 1943) und Reichsprotektor für Böhmen und Mähren (1943–1945) Wilhelm Frick (Anklagepunkte 1–4)

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Für die nationalsozialistische Propaganda:

  1. Der Herausgeber der Wochenzeitung Der Stürmer Julius Streicher (Anklagepunkte 1, 4)
  2. der Leiter der Rundfunkabteilung im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda Hans Fritzsche (Anklagepunkte 1, 3, 4)
  3. (im weitesten Sinne dazugehörend) der Reichsjugendführer Baldur von Schirach (Anklagepunkte 1, 4)
Hermann Göring vor dem Sieger-Tribunal
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Auch hier zum Vergleich: Der nicht in grausamer alliierter Haft sitzende Hermann Göring

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Die Urteile

Nach fast einem Jahr Verhandlungsdauer wurden am 30. September und 1. Oktober 1946, 12 der 24 Angeklagten zum Tode verurteilt; sieben Angeklagte erhielten langjährige oder lebenslange Haftstrafen. In drei Fällen lautete das Urteil auf Freispruch. In den Fällen Schacht und von Papen führte eine Patt-Situation im Richterkollegium zum Freispruch, für eine Bestrafung des Angeklagten Fritzsche sprach sich nur der sowjetische Richter Nikitschenko aus.

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Die Vollstreckung

Jedermann im In- und Ausland dachte damals, die verurteilten Politiker und Militärs würden erschossen werden, wie dies bei Militärgerichtsurteilen üblich ist. Die Richter verkündeten gegen die Besiegten jedoch Tod durch Erhängen. In Form eines Gesuches beantragte Hermann Göring deshalb vor einem Erschießungskommando zu sterben. Nachdem dies vom Gericht abgelehnt wurde beging Göring ca. drei Stunden vor der geplanten Hinrichtung Suizid.

Die zehn Todesurteile wurden am 16. Oktober 1946 zwischen 1,00 und 2,57 Uhr in der Sporthalle des Nürnberger Gefängnisses vollstreckt. Die Hinrichtungen vollzog der US-amerikanische Henker John C. Woods, assistiert von Joseph Malta. Den Verurteilten wurden Hände und Füße gefesselt und eine schwarze Kapuze über den Kopf gezogen nachdem die Schlinge umgelegt wurde, öffneten die Henker die Falltür. Da Göring bereits tot war musste Joachim von Ribbentrop als erster sterben. Die Größe der Falltür und die Stricklänge wurden zu gering bemessen, so dass der Tod sehr qualvoll eintrat. Durch den zu kurzen Strick reichte die Fallgeschwindigkeit nicht aus um das Genick zu brechen. Die meisten Verurteilten mussten also einen langen Todeskampf durchmachen. Von Alfred Jodl ist überliefert, dass er erst nach qualvollen 16 Minuten verstorben ist. Joachim von Ribbentrop quälte sich 15 Minuten am Strick, Sauckel starb nach 13 Minuten. Noch während sich Joachim von Ribbentrop im Todeskampf befand, wurde Wilhelm Keitel zum Galgen geführt. Besonders an den bekannten Fotos der beiden blutüberströmten Getöteten Wilhelm Keitel und Wilhelm Frick sind deutlich die Spuren der zu engen Falltür, an der sich beide angeschlagen haben, zu erkennen. Die Hinrichtungen wurden von diversen Zuschauern verfolgt. Als Deutsche waren der bayerische Ministerpräsident , Wilhelm Hoegner und der Generalstaatsanwalt beim Oberlandesgericht Nürnberg, Friedrich Leistner anwesend.

Nach den Hinrichtungen wurden die 11 Leichen im Münchener Ostfriedhof kremiert. Ihre Asche wurde in München in der Nähe der Conwentzstraße in den Wenzbach gestreut. Die Stelle befindet sich in etwa 150 Meter vor der Einmündung des Baches in den Floßkanal. Nachdem US-Offiziere die Urnen im Wenzbach entleert hatten, zerschlugen sie die Urnen mit Äxten und traten das zerfetzte Blech mit ihren Stiefeln platt.

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Zitate

Der Deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop sagte vor dem Militärtribunal in Nürnberg in seinem Schlusswort:

„Dass Deutschland keine Angriffskriege geplant hatte, wird durch die Tatsache bewiesen, welche Stärke wir im Verlauf des Zweiten Weltkrieges entfaltet haben und wie schwach wir dagegen zu Beginn des Krieges waren. Die Geschichte wird es uns glauben, wenn ich (Ribbentrop) sage, dass wir einen Angriffskrieg ungleich besser vorbereitet haben würden … Was wir beabsichtigten, war, unsere elementaren Lebensbedingungen wahrzunehmen, genau so wie England sein Interesse wahrgenommen hat, um sich ein Fünftel der Erde untertan zu machen, wie die USA und Russland einen ganzen Kontinent unter ihre Hegemonie gebracht … Der einzige Unterschied der Politik dieser Länder zu der unsrigen lag darin, dass wir die gegen jedes Recht uns genommenen Länderpartikel wie Danzig und den Korridor beanspruchten, während jene Mächte nur in Kontinenten zu denken gewohnt sind.“

Ribbentrop wurde als erster hingerichtet. Da der Henker John C. Woods wahrscheinlich (absichtlich) die Länge der bei den Hinrichtungen verwendeten Stricke falsch berechnete, soll bei seiner Hinrichtung jedoch nicht der beabsichtigte Genickbruch eingetreten sein, weshalb Ribbentrop während eines 15-minütigen Todeskampfes langsam und qualvoll erstickte.

Hermann Göring sagte vor dem Nürnberger Tribunal über die „Bedingungslosen Kapitulation“:

„Solange Hitler Führer des deutschen Volkes war, bestimmte er ausschließlich die Kriegsführung. Solange mich ein Gegner damit bedroht, dass er nur eine bedingungslose und völlig bedingungslose Kapitulation fordert, kämpfe ich bis zum letzten Atemzug, weil mir doch nichts anderes übrigbleibt, als nur noch die Chance, unter Umständen das Schicksal zu wenden, selbst wenn es hoffnungslos erscheint. (…) Die Ermordung Hitlers hätte meine Nachfolge hervorgerufen. Wenn der Gegner mir die selbe Antwort gegeben hätte, bedingungslos zu Kapitulieren und zwar zu jenen furchtbaren Bedingungen, die angedeutet waren, hätte ich unter allen Umständen weitergefochten!”

Die anderen zu Haftstrafen Verurteilten blieben zunächst noch in Nürnberg und wurden 1947 in das Berliner Kriegsverbrechergefängnis in Spandau überführt.

Der Stellvertreter des Führers Rudolf Hess wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und ebenfalls in das alliierte Militärgefängnis Berlin-Spandau überführt.

Hess sagte vor dem Tribunal aus, dass

„ein bestimmter Anlass in England mich veranlasste, an die Berichte zu denken aus den damaligen Prozessen. Der Anlass war, dass meine Umgebung während meiner Gefangenschaft sich in einer eigenartigen und unverständlichen Weise mir gegenüber verhielt, in einer Weise, die darauf schließen ließ, dass diese Menschen irgendwie in einem geistig anormalen Zustand handelten. Diese Menschen und Personen meiner Umgebung wurden von Zeit zu Zeit ausgetauscht. Dabei hatten einige der Ausgetauschten und neu zu mir Kommenden eigenartige Augen. Es waren glasige und wie verträumte Augen. Dieses Symptom hielt aber nur wenige Tage an; dann machten sie einen völlig normalen Eindruck. Sie waren von normalen Menschen nicht mehr zu unterscheiden.”

Der Einsatz von Psychodrogen wurde zur damaligen Zeit durch die VSA verstärkt durchgeführt, sodass sich damit auch die Gedächtnisstörungen von Hess vor dem Nürnberger Tribunal erklären ließen.

Konfrontiert mit den angeblichen KL-Grausamkeiten zeigte er sich keineswegs erschüttert. In seinem Schlusswort im Nürnberger Prozess sagte er:

„Ich verteidige mich nicht gegen Ankläger, denen ich das Recht abspreche, gegen mich und meine Volksgenossen Anklage zu erheben. Ich setze mich nicht mit Vorwürfen auseinander, die sich mit Dingen befassen, die innerdeutsche Angelegenheiten sind und daher Ausländer nichts angehen. Ich erhebe keinen Einspruch gegen Äußerungen, die darauf abzielen, mich oder das ganze deutsche Volk in der Ehre zu treffen. Ich betrachte solche Anwürfe von Gegnern als Ehrenerweisung. Es war mir vergönnt, viele Jahre meines Lebens unter dem größten Sohne zu wirken, den mein Volk in seiner tausendjährigen Geschichte hervorgebracht hat. Selbst wenn ich es könnte, wollte ich diese Zeit nicht auslöschen aus meinem Dasein. Ich bin glücklich, zu wissen, dass ich meine Pflicht getan habe meinem Volke gegenüber, meine Pflicht als Deutscher, als Nationalsozialist, als treuer Gefolgsmann meines Führers. Ich bereue nichts. Stünde ich wieder am Anfang, würde ich wieder handeln wie ich handelte, auch wenn ich wüsste, dass am Ende ein Scheiterhaufen für meinen Flammentod brennt. Gleichgültig was Menschen tun, dereinst stehe ich vor dem Richterstuhl des Ewigen. Ihm werde ich mich verantworten, und ich weiß, er spricht mich frei.“

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....Süddeutsche_Zeitung_zum_Nürberger_ProzeßEin Siegerlizenzblatt zum Mord an deutschen Regierungsmitgliedern
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Nach Meinung von Prozesskritikern haben jedoch auch die Alliierten Angriffskriege geführt und Kriegsverbrechen begangen. Auf sowjetischer Seite z. B. das Massaker von Katyn und das Massaker von Nemmersdorf, auf westalliierter Seite die Bombenangriffe auf Dresden, Hamburg und Königsberg, die keinerlei militärischen Zweck erfüllten, sondern als Flächenbombardements gegen die Zivilbevölkerung ebenfalls Kriegsverbrechen darstellten, denn seit der Haager Landkriegsordnung von 1907 sind Beeinträchtigungen von Zivilpersonen während kriegerischer Auseinandersetzungen verboten. Für Flächenbombardements sind daher vorsorglich auch keine Deutschen angeklagt worden, da der Bombenkrieg wegen der Beteiligung der alliierten Siegermächte daran gar nicht erst Eingang in die Anklage fand, weil andernfalls die Doppelzüngigkeit der Alliierten, die sich als Ankläger und Richter und Gesetzgeber gleichzeitig aufspielten noch offensichtlicher geworden wäre, als sie es ohnehin schon war.

Durch den Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt und das geheime Zusatzprotokoll, das eine Aufteilung Polens zwischen Deutschland und der Sowjetunion vorsah, sei die Sowjetunion ebenfalls an der Verschwörung zu einem Angriffskrieg auf Polen beteiligt, war ein weiterer Kritikpunkt. Hier wurde einem der Ankläger nicht nur vorgeworfen, gleichwertige Verbrechen wie der Angeklagte begangen zu haben, sondern er wurde sogar beschuldigt, an demselben Verbrechen, das er anklagte, der „Verschwörung gegen den Frieden“, mitgewirkt zu haben. Das Urteil des Prozesses ging über diesen Punkt hinweg und befolgte dabei eine bereits in London verabredete Linie, Diskussionen über alliierte Völkerrechtsverletzungen/Kriegsverbrechen im Prozeß nicht zuzulassen.

Zum Prozess schrieb die amerikanische „TIME“ im November 1945:

„Was immer für Gesetze die Alliierten für die Zwecke des Nürnberger Prozesses aufzustellen versuchten, die meisten dieser Gesetze haben zur Zeit, als die Taten begangen wurden, noch nicht existiert. Seit den Tagen Ciceros ist eine Bestrafung ex post De facto von den Juristen verdammt worden“.

Der portugiesische Völkerrechtler Joao das Regras veröffentlichte im Februar 1947 in Lissabon unter dem Titel „Um Nuovo Direito International, Nuremberg” (Nürnberg, ein neues Völkerrecht) eine Studie des Nürnberger Prozesses. In ihr sind folgende Bewertungen zu lesen (aus „Nürnberg oder die Falschmünzer”):

„In Wirklichkeit haben sich in Nürnberg zwei Welten gegenübergestanden, die sich nicht verstehen konnten. Die materialistische Welt des Mammons und der demokratischen Heuchelei gegen die idealistische und heroische Konzeption eines Volkes, das sein Lebensrecht verteidigte … Wie könnte diese gesättigte und materialistische Welt den unerschütterlichen und heroischen Lebenswillen eines Volkes verstehen, das trotz seines Unmutes über seinen eingeschränkten Lebensraum, den es innehatte, unserer Kultur seit Jahrhunderten unsterbliche Werke geschenkt hat und das vor dem zweiten Weltkrieg an der Spitze aller entscheidenden Fortschritte der Technik unseres Jahrhunderts gestanden hat? … Es ist der Kanaillenmentalität der internationalen Presse würdig, über die Führer des deutschen Volkes trotz ihrer würdigen Haltung, als man eine unanständige Behandlung und ein ungerechtes Todesurteil über sie verhängte, noch herzufallen … Mit einer wahrhaft heroischen und der höchsten Bewunderung würdigen Haltung sind die Verurteilten von Nürnberg als Vorboten einer auf nationaler Grundlage aufgebauten sozialen Gerechtigkeit mit einem glühenden Bekenntnis der Liebe zu ihrem Volk und Ideal gestorben.”

„Der Mangel an Berufungsmöglichkeiten für die Angeklagten gibt mir das Gefühl, dass die Gerechtigkeit nicht genügend beachtet worden ist.“

Mit diesen Worten kennzeichnete der amerikanische Richter Wennerstrum, der Präsident des Nürnberger Militärgerichtshofes V im Prozess gegen die Südostgenerale, einen Mangel der Kriegsverbrecherprozesse.

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Beurteilungen

...Nürnberger_Tribunal_AnklageschriftSeite aus der „Anklageschrift“ der alliierten Siegerjustiz

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Der amerikanische Senator Joseph McCarthy urteilte in der „Chicago Tribune”:

„Das Statut, in dessen Namen die Angeklagten abgeurteilt werden, ist eine eigenste Erfindung Jacksons und widerspricht dem Völkerrecht, so wie es in der zweiten Haager Übereinkunft definiert ist. Durch die Erfindung eines solchen Statuts verleiht Jackson der Lynchjustiz die Legalität.” Später sagte er dazu weiterhin: „Dass man Männer aufhängt, weil sie dieses angebliche ‚Gesetz‘ verletzt haben, ist in Wirklichkeit eine Handlung, die man unmöglich von einem Meuchelmord unterscheiden kann.”

Nach mehrmonatigem Dienst als Richter bei einigen der Nürnberger Prozesse warf der VS-Amerikaner Charles F. Wennerstrum in einem Gespräch mit der Chicago Daily Tribune den Siegermächten vor, die Prozesse zu nutzen, um sich selber freizusprechen und Deutschland die ganze Schuld für den Krieg aufzubürden. Die hohen Ideale, die als Motive für diese Tribunale angeführt wurden, seien nicht erkennbar, und die Anklage sei nicht in der Lage, frei von Rachsucht und persönlichen Ambitionen Objektivität aufrecht zu erhalten. Die ganze Atmosphäre wäre ungesund und es seien Anwälte, Sachbearbeiter, Übersetzer und Ermittler eingestellt worden, die erst in den letzten Jahren Amerikaner wurden und „eingebettet in Europas Hass und Vorurteilen“ wären (Juden). Auch bestünden die meisten Beweise aus Dokumenten, welche dazu noch von der Anklage ausgewählt würden, die gleichzeitig bestimmte, worauf die Verteidigung Zugriff hat. Als eine Regel eingeführt wurde, die besagt, dass wenn ein Auszug eines Dokuments eingeführt wird, das gesamte Dokument der Verteidigung zur Verfügung steht, habe die Anklage vehement protestiert und der Chef der Anklage, Telford Taylor, ein Treffen der präsidierenden Richter einberufen, um diese Regelung zurückzuziehen. Auch wären die langen Haftzeiten der Angeklagte von über zweieinhalb Jahren an sich schon eine Form der Nötigung und die die wiederholten Vernehmungen ohne die Anwesenheit eines Verteidigers würden dem „amerikanischen Gerechtigkeitssinn“ zuwiderlaufen.

Der englische Schriftsteller Montgomery Belgion bemerkte in seinem im Jahre 1947 geschriebenen Buch „Epitaph on Nuremberg“:

„… stelle ich fest, dass der Nürnberger Prozess (…) den Zweck hatte, die Illusion zu erwecken, man würde auf legalem Wege entdecken, was wir beweisen wollten, dass nämlich Deutschland für den Krieg verantwortlich war. Ich glaube, dass die Tatsache, diese unserer Beweisführung günstige Illusion herbeizuführen, genau der Plan der großen Politik war, den man dem Gericht anvertraute …“

Der VS-amerikanische Schriftsteller A.O. Tittmann urteilte im Hinblick auf das Siegertribunal:

„Man kann mit Bestimmtheit sagen, dass mit dem Ende dieses Krieges gleichzeitig auch das Ende des christlichen Zeitalters herangekommen ist. Alle Lehren über gutes Benehmen, die bis heute Geltung hatten, wurden beseitigt und an ihre Stelle trat der Rachegeist des mosaischen Gesetzes …“

Der portugiesische Völkerrechtler Prof. Dr. Joao das Regras fasst seine Darlegungen folgendermaßen zusammen:

„Der Inhalt des Beweismaterials, auf dem der Urteilsspruch beruht, stellt eine Fälschung der wirklichen Geschichte dar, die schwerlich überboten werden kann.“

Der Labour-Politiker Richard Crossman schrieb 1953:

„Die Zerstörung von Dresden war eines jener Verbrechen gegen die Menschlichkeit, deren Urheber in Nürnberg unter Anklage gestellt worden wären, wenn jener Gerichtshof nicht in ein bloßes Instrument alliierter Rache pervertiert worden wäre.“

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Resümee

Robert M. Kempner, Walter H. Rapp, Paul Niederman

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Die Botschaft, die diese pervertierte Justiz übermittelte, war ebenso abscheulich wie folgenschwer: Wer einen Krieg verliert, ist in jedem Fall ein „Verbrecher”, wer ihn gewinnt, kann jedes Verbrechen im rechtlichen oder ethischen Sinne begehen und ist sicher vor negativen Konsequenzen. (Alliierte Kriegsverbrecher wurden sämtlich mit Generalamnestie bedacht, für alle Verbrechen, deren Opfer zu den Achsenmächten zu rechnen waren. Viele wurden zusätzlich glorifiziert, wie Arthur „Butcher” oder „Bomber” Harris, der mit Adelstitel und Denkmal bedacht wurde, weil er hunderttausende Zivilisten mit militärisch sinnlosen und völkerrechtswidrigen Flächenbombardierungen ermordet hatte).

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Revision verboten

Bereits im Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen von 1954 verboten die Sieger der BRD, eine juristische Revision der Nürnberger Urteile zuzulassen oder Entscheidungen der „Schau-Prozesse” aufzuheben. 1990 wurde dieses, auch Überleitungsvertrag genannte Vertragswerk im Zuge der Ratifizierung des Zwei-plus-Vier-Vertrages bestätigt.

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Ausschnitte aus Tonbandaufnahmen von Dr. Ernst Kaltenbrunner während des Nürnberger Prozesses.

  1. Vernehmung Kaltenbrunners durch seinen Verteidiger Dr. Kurt Kauffmann zum Thema des Konzentrationslagers Mauthausen (11.04.1946)
  2. Vernehmung Kaltenbrunners durch den US-amerikanischen Befrager John H. Amen (mittels des deutschsprachigen Dolmetschers) zum Thema der Einsatzgruppen (13.04.1946)
  3. Schlusswort von Dr. Ernst Kaltenbrunner (01.09.1946)

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  1. Vernehmung Görings durch den britischen Staatsanwalt David Maxwell Fyfe zum Thema der Konzentrationslager (21.03.1946)
  2. Vernehmung Görings durch den sowjetischen Staatsanwalt Roman Rudenko (mittels der deutschsprachigen Dolmetscherin) zum Thema seiner Zuständigkeiten (21.03.1946)
  3. Schlusswort von Hermann Göring (31.08.1946)

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Filmausschnitte aus dem Nürnberger Prozess 1945/46 von Hermann Göring (Teil 1).

  1. Zu den Ereignissen vor dem Hitler-Putsch am 9. November 1923
  2. Zu der Zeit nach dem Hitler-Putsch
  3. Zu der Zeit vor der Machtergreifung 1933

Fragen durch seinen Verteidiger Dr. Otto Stahmer. Alle Aufnahmen vom 13. März 1946

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Filmausschnitte aus dem Nürnberger Prozess 1945/46 von Hermann Göring (Teil 2).

  1. Zur Zeit vor der Machtergreifung 1933.
  2. Zum Aufbau der Geheimen Staatspolizei (Gestapo).
  3. Zu den Anfängen der Konzentrationslager.
  4. Seine Einschätzung zur Revolution 1933

Alle Aufnahmen vom 13. März 1946

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Filmausschnitte aus dem Nürnberger Prozess 1945/46 von Hermann Göring (Teil 3).

  1. Göring zu der Befestigung der Macht nach 1933
  2. Göring zu Hitler als Staats- und Regierungsführer

Frage durch seinen Verteidiger Dr. Otto Stahmer. Alle Aufnahmen vom 13. März 1946

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Ausschnitte aus Tonbandaufnahmen von Albert Speer während des Nürnberger Prozesses.

  1. Speer zum Thema der Fremdarbeiter (20.06.1946)
  2. Vernehmung Speers durch seinen Verteidiger Dr. Hans Flächsner (20.06.1946)
  3. Schlusswort von Albert Speer (31.08.1946)

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Ausschnitte aus Tonbandaufnahmen von Rudolf Hess (und seinem Verteidiger Alfred Seidl).

  1. Frage des britischen Richters Lawrence, ob sich Rudolf Hess für „schuldig“ oder „nicht schuldig“ im Sinne der Anklage erklärt und seine Antwort darauf (12.11.1945)
  2. Erklärung von Alfred Seidl (30.01.1946)
  3. Persönliche Erklärung von Rudolf Hess (30.01.1946)
  4. Schlusswort von Rudolf Heß (31.08.1946)

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Ausschnitte aus Filmaufnahmen von Joachim von Ribbentrop während des Nürnberger Prozesses (Teil 1).

  1. von Ribbentrop zu seinem Werdegang (29.03.1946)
  2. Weitere Ausführungen von von Ribbentrop zu seinem Werdegang und dem Führungsstil von Adolf Hitler. Zum Schluß befragt ihn Dr. Alfred Seidl, Verteidiger von Rudolf Heß, zum geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Pakts. Dr. Seidl zielte mit seiner Frage darauf hin, daß wenn das Protokoll vom Gericht als aggressiver Akt angesehen werde, dann seien folgerichtig dafür beide Parteien verantwortlich. (30.03.1946)

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Ausschnitte aus Filmaufnahmen von Joachim von Ribbentrop während des Nürnberger Prozesses (Teil 2).

  1. von Ribbentrop zum Hitler-Stalin-Pakt, befragt durch den Vorsitzenden Richter, den Briten Geoffrey Lawrence (2. April1946)
  2. Der britische Staatsanwalt David Maxwell-Fyfe befragt von Ribbentrop zur Sudentenkrise. Dr. Martin Horn, Verteidiger von von Ribbentrop, versucht, die Befragung in dieser Sache zu beenden, wird aber vom Gericht zurückgewiesen. (2. April 1946)
  3. Ausschnitt des Schlusswortes von Joachim von Ribbentrop (31. August 1946)

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Quelle: Metapedia

“Polen will den Krieg mit Deutschland…”

Im Juni 1939 erklärte Marschall Rydz-Smigly vor polnischen Offizieren:

“Polen will den Krieg mit Deutschland und Deutschland wird ihn nicht verhindern können, selbst wenn es das wollte.”

Am 1.9.2009 reiste unsere Kanzlerin nach Polen. Sie hatte wahrheitswidrig die deutsche Alleinschuld heraufbeschworen und die ebenso wahrheitswidrige Opferrolle der Polen bestätigt. Gesine Schwan tönte:

„Polen muss sich nicht entschuldigen.“

Durch Verdrängen und Leugnen der unleugbaren historischen Fakten wird es keine Versöhnung geben. Unerträglich ist es, wenn deutsche Politiker die Verbrechen an Deutschen rechtfertigen, verharmlosen oder billigen. Um der Argumentation Redlichkeit zu verleihen, darf man nicht ausschließlich den Blick auf 1939 richten, man muss bei 1918 beginnen, denn nur so kann historisch korrekt diskutiert werden!

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Wussten Sie …

… dass am 5. November 1916 Deutschland Geburtshilfe leistete bei der Gründung eines selbständigen Polen (nach 120 Jahren)? Aus „Dankbarkeit” besetzte Polen schon ab November 1918 die deutsche Provinz Posen und Westpreußen bis hoch zur Ostseehalbinsel Hela. Es entstand der sog. Polnische Korridor.

… dass Polen 1918 die ersten europäischen KZ’s gründete und dass es ab 1944 für Deutsche im altpolnischen und im Oder-Neiße-Gebiet 1256 polnische Konzentrationslager gab?

… dass Polen seit 1918 alle Hebel ansetzte, die zu 97 Prozent von Deutschen bewohnte Stadt Danzig zu annektieren? Und im Sommer 1939 in Danzig zunehmend provozierte, die Wirtschaft strangulierte und die Deutschen terrorisierte?

… dass Polen mit keinem seiner Nachbarn in Frieden lebte (außer mit Lettland und Rumänien)?

… dass die Hansestadt Danzig am 15. November 1920 nach dem Beschluss der Siegermächte ohne Volksabstimmung vom Deutschen Reich getrennt worden ist und dass die Bürger Danzigs die deutsche Staatsbürgerschaft verloren haben?

… dass Polen ab 1920 schwere Menschenrechtsverletzungen an den 11 Millionen Menschen der nichtpolnischen Minderheiten (Deutsche, Juden, Ukrainer, Weißrussen) im Vielvölkerstaat begangen hat?

… dass man in Posen 1921 auf Plakaten und Flugblättern lesen konnte:

„Wer noch im Juli 1921 da ist von dem deutschen Gesindel, wird ohne Ausnahme niedergemacht. Jetzt kommt ihr alle dran… alle Ärzte, Pastoren, Rechtsanwälte, Doniänenpächter, Ansiedler, Besitzer aller Art, wer Deutscher oder Jude ist.”

… dass am 10. April 1923 der polnische Ministerpräsident Sikorski feststellte, dass „die deutsche Gefahr” nicht eher beseitigt sei, als bis alles deutsche Land in polnische Hände übergegangen sei?

… dass am 9. Oktober 1925 in der GAZETA GDANSK zu lesen war:

„Polen muß darauf bestehen, daß es ohne Königsberg, ohne ganz Ostpreußen nicht existieren kann. Wir müssen jetzt in Locarno fordern, daß ganz Ostpreußen liquidiert wird.“

… dass 1930 die Pilsudski-nahe Zeitschrift MOCARSTWOWIEC schrieb:

„Wir sind uns bewußt, daß Krieg zwischen Polen und Deutschland nicht vermieden werden kann. Wir müssen uns systematisch und energisch für diesen Krieg vorbereiten. In diesem Krieg werden keine Gefangenen genommen. Es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein. Wir werden die ganze Welt mit unserem Krieg gegen Deutschland überraschen.”

… dass am 14. Dezember 1931 der englische MANCHESTER GUARDIAN die polnische Nationalitätenpolitik als eine „Hölle” beschreibt?

… dass in „Nation”, einer der bedeutendsten Zeitschriften der USA, am 2. April 1938 William Zuckermann (selbst Jude) schrieb:

„In den letzten Jahren haben die Juden in Polen beinahe ständige körperliche Angriffe und Pogrome erdulden müssen… Dieser Ausbruch antisemitischer Bestialität findet nicht seinesgleichen in Europa, nicht einmal im Nazideutschland…”

… dass am 15. Juni 1932 Lord Noel-Buxton folgendes berichtet hat?

„.Aus dem Korridor und aus Posen sind bereits nicht weniger als 1 Million Deutsche seit der Annexion abgewandert, weil sie die Bedingungen dort unerträglich finden.”

… dass Polen unter Pilsudski ab Februar 1933 (!) drei Versuche unternahm, Frankreich zu einem gemeinsam Angriffskrieg gegen Deutschland zu bewegen?

… dass Polen Ausschreitungen gegen Deutsche ab Mai 1939 erneut forcierte? Auf dem Lande wurden deutsche Höfe in großer Zahl von Polen angezündet, die Bauern weggetrieben, Menschen in den Städten verprügelt, in vielen Fällen totgeschlagen?

… dass am 13./14. Mai 1939 in Tomaschow (42.000 EW) die Polen alle 3.000 Volksdeutschen aus den Fabriken, deutschen Geschäften und Handelsbetrieben jagten und ihre Wohnungen demolierten?

… dass die polnische Wochenzeitschrift NAROD W WALCE (Volk im Krieg) am 20. Juli 1939 forderte:

„Danzig muß polnisch bleiben und Deutschland muß gezwungen werden, den ostpreußischen Raum ohne Bevölkerung an Polen abzutreten.”

… dass die Deutsche Reichsregierung im Sommer 1939 Auffanglager einrichten musste, um des Stromes deutscher Flüchtlinge aus Polen Herr zu werden?

… dass auf die Teilmobilmachung am 30.8.1939 die Generalmobilmachung folgte, was damals einer Kriegserklärung gleichkam?

… dass in der heutigen Zeit die Polen bei der Aufrechnung ihrer eigenen Opferzahlen die von ihnen um Haus, Hof und Leben gebrachten vertriebenen Ostdeutschen hinzuzählen?

Eine juristische und moralische Aufarbeitung dieser Jahre vor dem zweiten Weltkrieg hat es bis heute nicht gegeben. Es darf nicht verschwiegen werden, was von 1918 bis 1939 in und durch Polen geschehen ist. Der Wille zur Vertreibung hat in Polen lange vor Adolf Hitler begonnen. Nach dem Völkerrecht ist Vertreibung verboten. Dieses Verbrechen wurde von den Polen begangen. Sie waren die Täter, da führt kein Weg vorbei.

Im April 1950 stellte Senator William Langer vor dem US-Senat fest:

“Die Massenvertreibung isi eines der größten Verbrechen, an welchem wir direkt Anteil haben… In der gesamten Geschichte findet sich nirgends ein so scheußliches Verbrechen aufgezeichnet wie in den Berichten über die Begebenheiten in Ost- und Mitteleuropa. Schon 15 bis 20 Millionen wurden von den Stätten ihrei Vorfahren entwurzelt, in die Qual einer lebendigen Hölle geworfen oder wie Vieh über die Verwüstungen Osteuropas getrieben. Frauen und Kinder, Alte und Hilflose, Unschuldige und Schuldige wurden Greueltaten ausgesetzt, die noch von niemandem übertroffen wurden.”

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Quelle: Paukenschlag

Polens Kriegsschuld – Die gezielte Provokation zu Beginn des Zweiten Weltkrieges

Wie es damals wirklich war – von Rudolf Trenkel

Der polnische Marschall Rydz-Smigly im Hochsommer des Jahres 1939:

„Polen will den Krieg mit Deutschland und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte.“

ALLEN DEUTSCHEN, DIE IM VERSAILLER POLEN 1920 – 1939 DURCH POLNISCHE HAND STERBEN MUSSTEN, ZUM IMMERWÄHRENDEN GEDENKEN.

Professor Barnes, der berühmte amerikanische Historiker, der seit einem halben Jahrhundert in der geschichtlichen Forschung steht, schreibt allen Tendenzforschern zum Trotz (und dieses Urteil ist gewichtiger als die journalistische, zeitgeschichtliche Meinung von heute):

„Obwohl unabwendbar auf dokumentarischer Grundlage bewiesen worden ist, daß Hitler nicht verantwortlicher – wenn überhaupt verantwortlich – für den Krieg von 1939 gewesen ist, als der Kaiser es 1914 war, stützte man sich nach 1945 in Deutschland auf das Verdikt der deutschen Alleinschuld, das von der Wahrheit genau so weit entfernt liegt wie die Kriegsschuldklausel des Versailler Vertrages.“

Derselbe Historiker schreibt in einem Aufsatz an die Deutschen gewandt:

„Das deutsche Kriegsschuldbewußtsein stellt einen Fall von geradezu unbegreiflicher Selbstbezichtigungssucht ohnegleichen in der Geschichte der Menschheit dar. Ich kenne jedenfalls kein anderes Beispiel in der Geschichte dafür, daß ein Volk diese nahezu wahnsinnige Sucht zeigt, die dunklen Schatten der Schuld auf sich zu nehmen an einem politischen Verbrechen, das es nicht beging, es sei denn jenes Verbrechen, sich selbst die Schuld am Zweiten Weltkrieg aufzubürden.“

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VORWORT

Wenn Oswald Spengler, seherisch und wie wohl kaum ein anderer, den uns heute schockierenden Verfall der kapitalistischen Demokratien treffend voraussagte und Leo Trotzki, der Gegenspieler Stalins, kurz vor seiner Ermordung im Jahre 1940 erklärte, „unser Zeitalter sei vor allem ein Zeitalter der Lügen“, so dürfte es – nach allem was wir seit 1945 selbst erlebt haben – gegen die Richtigkeit dieser Behauptungen keine Einwände mehr geben.

So wird in Verbindung mit der zum Glaubensartikel gemachten „Alleinschuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg“ immer noch die Behauptung verbreitet, Hitler habe die Volksdeutschen in Polen als Provokateure benutzt, um Polen überfallen zu können. Also müsse es für jedermann als selbstverständlich gelten, daß der Bromberger Blutsonntag letztlich nichts weiter als ein infamer Goebbelsschwindel gewesen sei. Ebenso wurde nach 1945 im Westen verschiedentlich behauptet, der Massenmord an den polnischen Offizieren im Walde von Katyn könne bedenkenlos der SS zugeschrieben werden. Zu dieser Strategie weltweiter Deutschenverleumdung gehört ebenso – wo passend – die Taktik des Totschweigens und Kaschierens. Von der 15-Millionenvertreibung der Ostdeutschen und den damit verbundenen Massenmorden und Massenvergewaltigungen haben diese „Wahrheitsverkünder“ offenbar nie etwas gehört. Sie werden nur dann übermäßig laut, wenn irgendein wahrheitsliebender Forscher ihr sorgfältig abgesichertes Politkonzept zu entlarven droht. Dann werden sogleich Massenmedien und Staatsanwälte in Bewegung gebracht, um aufgeschreckte Bürger dahingehend zu belehren, der „Wahrheitstempel unserer Zeit“ werde zum Angriffsziel bösartiger Faschisten gemacht.

Ähnliche antideutsche Manöver sind bekanntlich in der Welt Legion. Um diese Schlammflut nicht versiegen zu lassen, hat Pan T. Jaszowski als Kommentator des Bromberger „IL. Kurjer Polski“ in der Ausgabe seines Blattes vom 1. 9. 1973 erneut das Ammenmärchen von der „fünften Kolonne“ der Volksdeutschen in Polen ausgebreitet. Wie eh und je wird behauptet, die von Berlin ferngesteuerten aufständischen Deutschen wären den Polen in den Rücken gefallen und somit an allem schuldig geworden. In diesem Reigen neueuropäischer „Enthüllungen“ fehlt auch der „Spiegel“ des Herrn Augstein nicht. Aus seiner Ausgabe Nr. 39/73 ist gleichfalls zu erfahren, daß „fanatische Volksdeutsche“ damals die Initiatoren von Bromberg waren. Nun, da heute noch zehntausende von ehemaligen Volksdeutschen leben, die im September 1939 in Polen dabei waren und die Wirklichkeit der blutigen Geschehnisse aus eigenem Erleben kennen, bedarf es unsererseits keiner propagandistischen Antithese. Auch der Verfasser dieser Schrift war wenige Tage nach dem Massaker in Bromberg und er stand wenig später inmitten einer großen Trauergemeinde vor den Särgen ermordeter Volksdeutscher auf dem Altstädtischen Markt in Thorn. Er hatte darunter zahlreiche Freunde und Bekannte zu beklagen. Seitdem hat er sich mit den Septembergeschehnissen des Jahres 1939 gründlichst befaßt. In der Erfüllung der Forderung Leopold von Rankes und unseres unvergeßlichen Dr. Hans W. Hagen, Geschichte darzustellen, „wie sie sich wirklich ereignet hat“, möge daher diese Schrift dazu beitragen, die Geschehnisse von damals in klärendem Licht zu sehen.

Der Verfasser

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Zur politischen Situation im Versailler Polen in den Jahren von 1920 – 1939

Als nach dem ersten Weltkrieg das unheilverheißende Polen der Clemenceau, der Woodrow Wilson, Paderewski, Roman Dmowski und Korfanty wiedererstanden war, begann sogleich ein Krieg nach dem Kriege, ein Genocidium gegen Deutsche und Ukrainer, ein unerbittlicher Kampf gegen alle Minderheiten in Polen. Damals schrieb der italienische Ministerpräsident und Polenfreund:

„Nicht die polnische Nation hat sich konstituiert; man hat einen polnischen Militärstaat geschaffen, dessen Hauptaufgabe darin liegen soll, auf Deutschlands Zerfall hinzuarbeiten. Nicht das polnische Polen ist entstanden, sondern ein riesiger Staat, der so wie er da ist, nicht lange leben kann.“

Es kann daher nicht deutlich genug gesagt werden, daß mit der Schaffung dieses unsinnigen polnischen Nationalitätenstaates ein osteuropäischer Krankheitsherd geschaffen wurde, der 1939 Europa zum Verhängnis werden sollte. Da in dieser kurzen Betrachtung nur andeutungsweise gesagt werden kann, was sich damals in Polen tat, dürfte es angebracht sein, die beiden Hauptfiguren der Versailler Polenzeit skizzenhaft dem Leser vorzustellen. Es war zunächst der polnische Marschall Josef Pilsudski, der den in den ersten sechs Jahren durch innere Machtkämpfe sowie eine beispiellose Mißwirtschaft zerrütteten polnischen Staat zu retten versuchte. Durch einen gewagten Staatsstreich im Jahre 1926 gelang es Pilsudski und seinen Freunden an die Macht zu kommen. Im Gegensatz zu den bisherigen chauvinistischen Machthabern war sich der realdenkende Pilsudski durchaus dessen bewußt, daß das neue Polen nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Bluttaufe einer halben Million bei der Niederringung der zaristischen Armeen gefallener deutscher Soldaten entstanden war, indem er 1922 vor seinen Legionären wörtlich sagte:

„Ich bin tief demütig und still, wenn ich daran denke, daß nicht wir, nicht die Polen und nicht unsere Bemühungen diese gewaltige Umwälzung herbeigeführt haben. Aber was habt ihr aus diesem Staat gemacht? Ein Gespött habt ihr daraus gemacht!“ 

Gemäß seiner Forderung:

„Es darf nicht zuviel Unrecht in unserem Staate geben“

begann sich das Leben vielerorts in neuen Bahnen zu bewegen, zumal Pilsudski nicht zögerte, verschiedentlich mit harter Hand durchzugreifen. Doch blieb die bis in das letzte Dorf hineinpraktizierte Entdeutschungspolitik (sprich: Vernichtungspolitik) auf der politischen Tagesordnung aller Chauvinisten. Während in den ehemaligen deutschen Provinzen Posen und Westpreußen bis 1920 1.200.000 Deutsche gelebt hatten, sank diese Zahl nach 10-jähriger Polenherrschaft auf 350.000. Die ländliche deutsche Bevölkerung dieser Gebiete hatte 55 Prozent ihres Bestandes, die städtische 85 Prozent verloren. Die Beschlüsse des allslawischen Kongresses von Prag 1848 – wonach in hundert Jahren die slawische Volksgrenze Stettin-Triest erreicht werden sollte – näherte sich bereits damals ihrer Verwirklichung. Unaufhörliche und geradezu wahnsinnige Gebietsforderungen auf Kosten Deutschlands und anderer Nachbarn waren das A und O der polnischen Chauvinisten. Als Pilsudski während seiner Regentschaft (1926 – 1935) mit dem ihm eigenen politischen Spürsinn die in den westlichen Demokratien schon damals vorhandenen abgründigen Kräfte erkannt hatte, drängte ihn dies zu einer politischen Neuorientierung. Daher ist die Annahme berechtigt, daß sein versuchter Ausgleich mit Deutschland durch Abschluß eines Nichtangriffspaktes i. J. 1934 nicht ausschließlich taktischen Erwägungen entsprach, sondern ebenso auf eine echte Sorge um das Schicksal der europäischen Länder zurückzuführen war. Denn rückschauend kann gesagt werden:

Pilsudski war in seiner europäischen Zielsetzung allen westlichen Verrätern, die Osteuropa vor und nach 1945 an den Bolschewismus verschenkt und verraten haben, in jeder Hinsicht turmhoch überlegen. Bezeichnend für den Russenhaß Pilsudskis ist eine Äußerung, die er im März 1935 gegenüber dem in Warschau weilenden Außenminister Anthony Eden machte. Als dieser erklärte, er werde in Moskau auch mit Stalin sprechen, sagte Pilsudski:

„Ich gratuliere Ihnen, daß Sie sich mit diesem Banditen unterhalten wollen!“

Nur in der Todfeindschaft dieser beiden Männer (Pilsudski und Stalin) können die i. J. 1940 verübten Massenmorde an den polnischen Offizieren in Katyn ihre letzte Deutung finden, wobei interessanterweise der rachsüchtige Bolschewikenhäuptling viele Einzelheiten jener Mordszenen filmen ließ, nicht nur um sich selbst daran zu ergötzen, sondern um diesen Mordfilm mit einer Laufdauer von neun Stunden – in einer schwachen Stunde – an die Chinesen weiterzugeben, die diesem – nach Erkaltung der Freundschaft mit den Sowjets – in den 60er Jahren in ihren Botschaften des Westens einem ausgewählten westlichen Publikum vorführen ließen.

Der Tod Pilsudskis i. J. 1935 ließ alle bis dahin gehegten Hoffnungen auf einen vernünftigen und konstruktiven Ausgleich zwischen Deutschland und Polen zunichte werden. Eine beinahe greifbare Sternstunde für Europa fand nicht mehr statt. Seine unwürdigen Nachfolger hatten in wenigen Jahren das Erbe des Marschalls restlos vertan.

Pilsudskis Nachfolger Edward Rydz-Smigly wurde 1886 im galizischen Brzezany geboren. Von Beruf war er Kunstmaler. Als einer der ersten Legionäre wurde er General und 1935 Generalinspektor der polnischen Armee. Im November 1936 wurde er Marschall von Polen und der maßgebende Mann auf der politischen Bühne seines Landes. Sich gern mit Napoleon vergleichend, hatte er in den 30er Jahren großsprecherisch erklärt, er werde dem deutschen Erbfeind endgültig die Giftzähne ausbrechen. Aufgrund präziser Forschungsergebnisse der Nachkriegszeit steht vor der Geschichte unumstößlich fest, daß Rydz-Smigly sowie sein Außenminister Josef Beck sich nach Pilsudskis Tod als hemmungsloser Kriegstreiber gegen Deutschland betätigt haben. Die Verderber Europas verrieten als ferngesteuerte Vasallen westlicher Kriegstreiber das Erbe Pilsudskis, indem sie mit fanatischem Eifer die Weichen für den Zweiten Weltkrieg zu stellen bemüht waren. Zu dieser Strategie gehörte vor allem die systematische und provokatorische Vernichtungspolitik gegenüber der deutschen Volksgruppe in Polen (1,2 Mill.), die für das Deutsche Reich Grund und Anlaß hätte geben können, Polen zur Rechenschaft zu ziehen. Die blutigen Deutschenverfolgungen des Sommers 1939 führten schließlich dazu, daß für das Deutsche Reich damals ein echtes Notwehrrecht bestand. Dies ist eine unleugbare historische Tatsache, die der Leser dieser Schrift vermutlich in keinem Zeitungsartikel oder Buch der Umerzieher jemals gefunden hat oder künftig finden wird.

Als Rydz-Smigly sein Kriegsziel erreicht hatte, ließ er bereits am zweiten Kriegstage (2. 9. 1939) seine zusammenbrechenden Armeen im Stich und begab sich auf die Flucht nach Rumänien. Infolge Desertion und Feigheit vor dem Feinde ehrlos geworden, war ein Verbleiben für ihn in Rumänien – inmitten tausender internierter polnischer Soldaten und Offiziere – nicht möglich, nachdem mehrere Attentatsversuche von seiten polnischer Offiziere gegen ihn fehlgeschlagen waren. Auf Schleichwegen kehrte Rydz-Smigly aus Rumänien über Ungarn nach Polen zurück. Hier tauchte er in Warschau in die Illegalität unter. Vielleicht hätte die Nachwelt nie etwas von dem Ende dieses gescheiterten Mannes erfahren, hätte nicht der von allen Gejagte auf dem Sterbebett seiner Wirtin gegenüber bekannt, daß er der ehemalige Marschall Polens sei. Rydz-Smigly starb am 2. Dezember 1941 in Warschau und wurde in einem Armenbegräbnis auf dem Friedhof Powazki als Adam Zawisza beigesetzt. Sein ehemaliger Außenminister Josef Beck starb wenig später – völlig dem Alkohol verfallen – in Rumänien.

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Die polnische Provokationsstrategie im Jahre 1939

Im Rahmen der sattsam bekannten und vielfach ans Pathologische grenzenden Schuldbezichtigungen geistert durch alle Gefilde der Propaganda die Behauptung, das Reich habe 1939 das friedliebende Polenvolk willkürlich überfallen und damit schuldhaft den Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Da diese Verleumder des deutschen Volkes die seelisch-geistige Unterwerfung der militärischen von 1945 folgen ließen und diese unentwegt bis zum heutigen Tage weiterpraktizieren, wurden auch die wirklichen Kriegsursachen durch ein Trommelfeuer von Propaganda genau ins Gegenteil verkehrt und mit Hilfe deutscher Helfershelfer den immermehr verwirrten und beinahe gänzlich hilflosen Deutschen als bare Münze angeboten. Als Erwiderung auf diese völlige Verwirrung jeder geschichtlichen Wahrheit bedarf es zunächst der historischen Richtigstellung, daß das Versailler Polen als Produkt der Versailler Friedensmacher während seiner 20jährigen Existenz der wahrscheinlich größte Unruheherd in Europa war. Die Polen lebten nachweisbar mit allen Nachbarn – wie auch mit ihren Minderheiten – in Zank und Feindschaft. Mit den Russen und Ukrainern ebenso wie mit den Litauern, mit denen es 1938 fast zu einem Krieg gekommen wäre. Streitigkeiten gab es mit den Tschechen im Olsagebiet und schließlich richtete sich der Polnische Haß gegen die in Polen lebenden Juden. In den polnischen Westgebieten aber war es der Deutschenhaß, den man zu einer zweiten Staatsreligion hätte erklären können.

Da im Sommer 1939 für eine Million Deutsche in Polen infolge eines unmenschlichen und nicht mehr aufzuhaltenden Terrors Gefahr für Leib und Leben bestand, müssen die militärischen Aktionen Deutschlands gegen Polen zunächst nur unter dem Aspekt des Eingreifens im letzten Augenblick gesehen werden. Genau genommen war dieser deutsche Einmarsch in Polen eine POLIZEIAKTION GEGEN TERRORISTEN, die ganz sicher zehntausenden von Volksdeutschen das Leben gerettet hat. Während damals – wie auch vorher schon – der polnischen Minderheit im Reich kein Haar gekrümmt wurde, benutzten die Warschauer Machthaber die in Polen lebende Million Deutscher als eine Art Geiseln, um das Reich auftragsgemäß in provokatorischer Weise in den Zweiten Weltkrieg hineinzuzwingen. Diese Machenschaften waren wohlbedacht und ein wesentlicher Bestandteil der polnischen Gesamtstrategie. Der amerikanische Historiker Stefan S. Possony hat einer solchen Provokationsstrategie in seinem Buch: „Zur Bewältigung der Kriegsschuldfrage“ ein Kapitel unter dem Titel: „Die hehre Kunst der Provokation“ gewidmet und schreibt darin u. a. folgendes:

„Provokation ist die Kunst, ein falsches Alibi zu schaffen und die Verantwortung für Entscheidungen anderen Staaten aufzuzwingen. Provokationen werden nur selten untersucht, weil die Quellen fast stets ungenügend und verfälscht sind und weil den meisten Historikern die operative Kenntnis fehlt, ohne welche sie die Knäuel der falschen Angaben nicht zu entwirren vermögen. Durch die Vernachlässigung dieses wesentlichen Themas entsteht aber eine gefährliche Verzerrung des Geschichtsbildes …“

Diesen vollendeten Tatbestand polnischer Provokationen des Jahres 1939, die ihren Ausdruck in einer von März bis September 1939 andauernden Terrorwelle fanden, wird daher kein objektiver Historiker mehr in Frage stellen können.

Bereits im Jahre 1929 schrieb der „Mocarstwowiec“, das Blatt der „Liga für Großmacht“, in seiner Ausgabe Nr. 3:

„Im Krieg mit den Deutschen wird es keine Gefangenen geben und keinen Raum für menschliche Gefühle. Da werden wir die Welt staunen machen durch die ungewöhnlichen, das menschliche Maß übersteigenden blutigen Opfer, mit denen wir die Schmach der Kränkungen abwaschen, die wir von den Deutschen erfahren haben. Wir müssen in die polnische Armee den Geist eines unversöhnlichen, bis zur Grausamkeit gesteigerten Kampfes tragen.“

Im März 1939 wurde zwecks wirtschaftlicher Ausschaltung der stets loyalen deutschen Volksgruppe in fast allen polnischen Zeitungen dieser Boykottaufruf veröffentlicht:

„Die Deutschen in Polen heben den Kopf. Aufgrund dieser Provokation muß die polnische Allgemeinheit den illoyalen Bürgern eine entsprechende Abfuhr erteilen.

1.) Diejenigen Polen, die in deutschen Geschäften kaufen oder deutsche Lokale aufsuchen, werden öffentlich gebrandmarkt.

2.) Alle polnischen Firmen müssen ausschließlich polnische Jugend und polnische Arbeiter beschäftigen.

3.) Alle Schreiben, die an die Behörden, Büros und Firmen in deutscher Sprache abgefaßt werden, müssen unbeantwortet bleiben.

4.) Wir streben an:
a)  Das Verbot des Erwerbs von Grundstücken oder von Konzessionen durch Deutsche;

b)  die Aberkennung aller Staatsaufträge und Aufträge der Kommunalbehörden an deutsche Firmen.

Mitte April 1939 veranstaltete der polnische Westverband eine deutschfeindliche Hetzwoche, während der u. a. ein Flugblatt folgenden Inhalts verbreitet wurde:

,,In den Reihen des Westverbandes kannst du den Panzer Polens auf seinem Westgürtel bauen helfen. Denke an die polnischen vom Mutterlande abgetrennten Gebiete: Marienburg, das Ermland, an die Masuren, an die Kaschubei, an das Posener Grenzgebiet und das Oppelner Schlesien!“

Am 11. Mai 1939 schrieb eine Frau Zofja Zelska Mrozowicka drohend im ,,Dziennik Bydgoski“:

„Sollte es unter den Volksdeutschen in Polen Anhänger eines ausländischen Regimes geben, so wissen sie mit Bestimmtheit: Der Führer ist weit, aber der polnische Soldat ist nahe und in den Wäldern fehlt es nicht an Ästen.“

Aus der Berichterstattung einer einzigen deutschen Zeitschrift, der Augustausgabe 1939 des ,,Thorner Ordenskreuzes“ ist ersichtlich, welches wütende Inferno im Sommer 1939 über die Volksdeutschen hereingebrochen war, das in Anbetracht seiner Ausmaße als Beginn eines Genocid betrachtet werden kann.

Diese Überschriften werden die Untaten von damals in der Geschichte niemals zum Erlöschen bringen:

„Offener Terror … deutsche Schulen und Ferienkolonien geschlossen … deutsches Kirchengut beschädigt … deutsche Betriebe geschlossen … Verbote … Verhaftungen … Entlassungen … ein ganzes deutsches Dorf ausgesiedelt … Kirchenglocken mundtot gemacht … Friedhofsfrevel … Steine gegen die Kirche …“

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Professor Wladislaw Studnicki – Nationalpole und Deutschenfreund

Tragisch war die Lage jener Polen, die Vernunft und Einsicht walten ließen. Ja, es gab solche Polen! Zu ihnen gehörte Professor Wladislaw Studnicki, der sich zusammen mit dem Herausgeber des Wilnaer ,,Slowo“, Stanislaw Mackiewicz, den Machenschaften der chauvinistischen Hydra entgegenstellte. Als echter Nationalpole vertrat er in seinem 1936 erschienenen Buch „Polen im politischen Systems Europas“ die politische Konzeption eines mitteleuropäischen Blocks bei einem gleichzeitigen Bündnis zwischen Polen und Deutschland. In einem solchen Militärbündnis sah Studnicki die sichere Garantie dafür, daß der Besitzstand Polens gewahrt bleibt. Bezeichnenderweise hatte Molotow gegen die Schaffung eines solchen mitteleuropäischen Blockes protestiert und diesen als eine „gefährliche Erscheinung“ bezeichnet. Ebenso mutig widersetzte sich Studnicki der von den Chauvinisten praktizierten Vernichtungspolitik der deutschen Volksgruppe. Auch der infamen und unentwegt in die Welt hinausposaunten Lüge von der „Unterdrückung von 2 Millionen Polen in Deutschland“ trat Studnicki entgegen. Der polnische Politiker wußte, daß bei einer gegenseitigen Zerfleischung der europäischen Völker der Bolschewismus der lachende Erbe sein würde, und es ist sicher, daß – falls er und seine Anhänger größeren politischen Einfluß in Polen gehabt hätten – es niemals zum deutsch-polnischen Kriege gekommen wäre.

In seinem vom Göttinger Arbeitskreis 1951 herausgegebenen Buch „Irrwege in Polen“ berichtet Studnicki über seinen Kampf um die polnisch-deutsche Annäherung:

„Im Jahre 1936 lud die Nationalsozialistische Partei aus vielen Staaten je zwei oder drei Personen als Ehrengäste zum Reichsparteitag ein: Aus Polen Stanislaw Mackiewicz, Professor Lempicki und mich. Auf einer Abendgesellschaft für einen ausgewählten Kreis wurde ich Hitler vorgestellt. Ich lernte Goebbels kennen; ich hatte eine zweistündige Unterredung mit Ribbentrop. Hitler hatte erklärt, man könne einem 30-Millionen-Volk nicht den Zugang zum Meere verwehren … Seit dem Herbst 1938 hatte England um Polen geworben … Dieser sich aus dem englisch-polnischen Bündnis ergebende Konflikt wurde weder um den Korridor noch um Danzig, sondern um die Entscheidung geführt, auf wessen Seite sich Polen im Zweiten Weltkrieg schlagen werde.“

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Eine Stärkung Polens – und Deutschlands

„Ich schrieb an Beck, er würde in die Geschichte eingehen, wenn er den Krieg verhüten würde, der für uns Polen mit einer Katastrophe enden müsse. Am 5. Mai 1939 sandte ich eine Denkschrift an alle Minister und einflußreichen Persönlichkeiten in Polen und beschwor diese, einen Krieg mit Deutschland zu vermeiden. Ich bewies darin, daß wir diesen Krieg nicht führen können. Ich schrieb ein Buch „Angesichts eines Zweiten Weltkrieges“ und gab es im Juni 1939 in Druck. Im letzten Kapitel schrieb ich auf Seite 108: „Aus einem Krieg Westeuropas gegen Mitteleuropa wird allein Rußland als Sieger hervorgehen!“ das Buch wurde konfisziert. Ich klagte bei Gericht gegen die Konfiszierung. Die Verhandlung wurde im Juli 1939 bei geschlossenen Türen geführt. Ich verteidigte ein Kapitel nach dem anderen; als ich an dem Abschnitt „Die Folgen einer Unterstützung durch Sowjetrußland“ kam, versagten meine Nerven und ich brach in Tranen aus.

Es war vielleicht die schwerste Zeit meines Lebens. Wenn nachts der Widerhall marschierender (polnischer) Truppen zu mir herauftönte, bekam ich Herzbeklemmungen, denn ich fühlte schmerzhaft das Herannahen der Katastrophe. In meiner Phantasie spiegelten sich Niederlagen, die uns erwarteten; aber ich muß gestehen, die Wirklichkeit übertraf alles, was die schwärzeste Phantasie sich auszumalen vermochte.

Wir wissen, welche Folgen unsere Politik im Jahre 1939 nach sich zog; ich hatte diese Politik bekämpft und ihr die Konzeption einer bewaffneten Neutralität während des Krieges Deutschlands gegen den Westen gegenübergestellt. Eine bewaffnete Neutralität – um keinen Durchmarsch russischer Truppen durch unser Gebiet zuzulassen.

Diese, unsere Haltung, lag im deutschen Interesse, und zur Wahrung dieser Neutralität hätte Deutschland uns seine Hilfe zukommen lassen. Ich sprach es aus und schrieb es nieder:

„Unsere polnische Armee im Kampfe mit der deutschen – sie würde keinem Angriff von zwei Wochen standhalten; jedoch unsere polnische Armee, im Falle einer Nichtachtung unserer Neutralität durch Rußland gemeinsam mit der deutschen kämpfend, mit fachlicher deutscher Führung, mit von Deutschland gelieferten Panzern und Flugzeugen, mit deutschen Instruktoren – welch eine gewaltige Macht, die den Sieg im Osten sichern würde. Ein besiegtes Sowjetrußland! Ein vereintes Europa!“

Während des Zweiten Weltkrieges war Studnicki unaufhörlich bemüht, den deutschen Behörden Wege aufzuzeigen, die Europa vor dem bolschewistischen Verhängnis bewahren sollten. Er wurde 1945 nach Italien, dann nach London verschlagen, wo er im Exil verstarb. Seiner großartigen Konzeption eines deutsch-polnischen Ausgleichs ist er bis an sein Lebensende treu geblieben.

Sein letztes Buch „Wiederaufbau Deutschlands oder Sowjetisierung Europas. Die deutsche Frage.“ – bleibt ein Vermächtnis für Polen und Deutsche, ein Aufruf zur Tat, zum gemeinsamen politischen Handeln.

„Denn“, so schreibt Studnicki, „ich bin der Ansicht, daß von der deutschen Frage das Schicksal Europas abhängt. Die Annullierung von Jalta und Potsdam ist eine geopolitische Notwendigkeit. Die heute ganz auf Rußlands Vorteil abgestimmte Lage bedarf einer Änderung. Deutschland muß gegen Rußland gestärkt werden, indem Polen seine Ostgebiete und Deutschland die annektierten deutschen Ostprovinzen zurückerhält. Beide Annexionen sind historisch und funktionsmäßig miteinander verknüpft.“

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Berlin baute „Goldene Brücken“

Während Deutschland sich seit 1934 ernsthaft um eine für beide Seiten sinnvolle Lösung aller strittigen Probleme bemüht hatte, glaubte Polen mit Hilfe Englands den deutschen Machtfaktor in Mitteleuropa auslöschen zu können. Das waren die wichtigsten Angebote an Warschau, mit denen Polen „tausend goldene Brücken“ gebaut wurden:

1) Aufnahme Polens in den Antikominternpakt und militärischer Schutz für Polen im Falle eines Angriffes seitens der Sowjetunion;

2) Rückkehr Danzigs zum Deutschen Reich und Bau einer exterritorialen Autobahn durch den Korridor;

3) endgültiger Verzicht auf den Korridor zugunsten Polens;

4) Garantie der polnischen Grenzen;

5) der deutsch-polnische Vertrag wird von 10 auf 25 Jahre verlängert.

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Und die Antwort der Polen?

Sie bestand – wie alle Welt weiß – in einer nie dagewesenen Deutschenhetze und in unerhörten, bewußt provozierten Herausforderungen in unbekannter Zahl. Wer Zeuge jener Wahnsinnszeit in Polen selbst gewesen ist, konnte dies erkennen:

DIE ZERSTÖRUNG DEUTSCHLANDS WAR 1939 EINE BESCHLOSSENE SACHE.

Die Planungen der britischen Vansittarts finden auch ihre Bestätigung in den Erinnerungen des polnischen Publizisten Studnicki:

„Seit dem Herbst 1938 hatte England um Polen geworben. Am 3. April 1939 gab Chamberlain dem englischen Parlament die an Polen erteilte Garantie bekannt. Der nach London eingeladene Außenminister Josef Beck fand sich bereit, diese Garantie in ein Bündnis umzuwandeln. Es war der Wunsch Englands, denn in Erwartung eines kommenden bewaffneten Konflikts mit Deutschland wollte es Polen auf seiner Seite wissen.

DIESER KRIEG WURDE WEDER UM DEN KORRIDOR NOCH UM DANZIG, SONDERN UM DIE ENTSCHEIDUNG GEFÜHRT, AUF WESSEN SEITE SICH POLEN IM ZWEITEN WELTKRIEG SCHLAGEN WERDE …

Als ich am 3. November 1939 in Warschau eintraf, traf ich häufig auf Antipathie, ja Haß gegen England … „England hat uns in den Krieg hineingezogen und keine Unterstützung gewährt.“ – „Möge London so aussehen wie unser Warschau!“

Hierfür gibt es keinen besseren Zeugen der Geschichte als Winston Churchill selbst, der in seinen Memoiren I. Bd., 1. Buch, Kapitel XII S. 162 u. 163 freimütig bekannte:

„Vierhundert Jahre bestand die Außenpolitik Englands darin, die stärkste, aggressivste, vorherrschendste Macht auf dem Kontinent zu bekämpfen.
Die Frage ist nicht, ob es Spanien ist oder die französische Monarchie oder das französische Kaiserreich, das deutsche Kaiserreich oder das Hitler-Regime. Es hat nichts zu tun mit Herrschern oder Nationen, sondern es richtet sich allein danach, wo der stärkste oder möglicherweise vorherrschendste Tyrann ist.“

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Die Todesfahrten der Volksdeutschen in die polnischen KZs

Für die Zeit der polnischen Gewaltverbrechen von April bis September 1939 gibt es keinen besseren und vor allem glaubwürdigeren Zeugen als den unvergessenen Posener Volkstumsforscher Dr. Kurt Lück, der den damals in Polen hingemordeten Volksdeutschen in seinen Büchern „Marsch der Deutschen in Polen“ und „Volksdeutsche Soldaten unter Polens Fahnen“ ein bleibendes Denkmal gesetzt hat.

Kurt Lück berichtet:

,,In den Monaten vom März bis September 1939 überkugelte sich die polnische Presse in Polen geradezu in ihren Haßpredigten gegen das altansässige Deutschtum und gegen das Deutsche Reich. So flogen bald Steine in deutsche Fensterscheiben und Häuser, bald wurden friedliche Bürger und Bauern von Banden überfallen und deutschsprechende Frauen und Kinder geschlagen. Zu Tausenden wanderten unsere Volksgenossen in die Kerker, unschuldig und unter den fadenscheinigsten Gründen. Tausende von Strafmandaten schneiten in die deutschen Wohnungen, Ausweisungsbefehle, anonyme Drohungen usw. Die Enteignung des deutschen Eigentums und die Verdrängung des Deutschtums wurden mit einer schon hysterisch anmutenden Hast und Leidenschaft betrieben. Schließlich steigerte sich die Gier nach deutschem Eigentum und Blut zu einem Rausch, der in den Septembertagen seinen Höhepunkt erreichen sollte.“

1) Allen in der Volkstumsarbeit tätig gewesenen Deutschen Spionage und Verschwörung anzudichten, um sie verhaften und erschießen zu können.

2) alle Internierten, die auf dem Marsch nach Osten wegen Erkrankung oder aus Schwäche nicht mehr weiterkonnten, niederzuschießen, sobald ihr Transport Schwierigkeiten für die Begleitmannschaften verursachen würde;

3) im Falle des Anrückens deutscher Truppen ganze Arbeit zu leisten, d. h. alle Internierten zu erschießen;

4) den Erschossenen und Erschlagenen alle Erkennungsgegenstände abzunehmen.

Unsere mit Hilfe von zahlreichen Mitarbeitern allerorts durchgeführten Nachforschungen haben ergeben, daß die Gesamtzahl der in Polen internierten und verschleppten Deutschen die Zahl 50.000 weit überschreitet.


Aus OBERSCHLESIEN transportierten die Polen ungefähr 180 Männer und 20 Frauen auf der Bahn bis Wadowice. Von dort marschierten diese über Myslenice, Bochnia, Tarnow und Zamosc und dann gings weiter auf der Bahn bis Zapytow in Wolhynien, wo sie von deutschen Truppen befreit wurden.

Aus OSTSCHLESIEN und dem Gebiet bei Biala ging ein Transport von 500 Männern und Frauen, darunter 13 Männer und eine Frau aus dem Dorfe Alzen, nach dem berüchtigten KONZENTRATIONSLAGER BEREZA KARTUSKA.

Aus dem POSENER LAND gingen sieben große Internierungszüge nach dem Osten:

Der Zug eins, der die Internierten von Samter, Birnbaum, Neutomischel, Wollstein usw. in Posen zusammenfaßte, und der sich über Wreschen, Stralkowo, Sompolno, Kutno bis Zychlin und Gombin zu Fuß ostwärts bewegte, zählte rund 300 Mann, von denen nach und nach in Schwersenz, Wreschen, Schlesin, Wierzbin, Klodawa und Kutno etwa 120 Mann erschlagen wurden.

Der erste der Züge zwei bis vier, die die Internierten von Lissa, Schmiegel, Kosten, Moschin, Schrimm, Schroda, von Rawitsch, Gostin und von Jarotschin zusammenfaßte, zog am 2. September ostwärts über Peisern bis Warthbrücken (Kolo) und Turek. Die anderen beiden zogen am 3. und 4. September von Schroda über Peisern nach Warthbrücken, Kutno, Lowitsch und Gombin. Diese drei Züge zählten insgesamt 1.200 Mann, von denen nach und nach in Schrimm, Gora, Tulischkow, Tarnowa, Wladyslawow rund 400 Mann ermordet auf der Strecke blieben. Der Rest entging mit Mühe und Not dem gleichen Schicksal.

Der Zug fünf umfaßte die Internierten aus Obornik, Scharnikau, Kolmar, Wongrowitz, Rogasen, Schokken, Murowana, Goslin, Gnesen, usw. In einer Stärke von ungefähr 600 Mann zog er über Konin, Warthbrücken, Kutno, Lowitsch bis vor die Tore Warschaus. Von diesem Zuge sind rund 440 tot und vermißt.

Der Zug sechs mit Internierten aus Jarotschin und Umgebung hatte in Viehwagen auf der Eisenbahn einen qualvollen Transport bis in das berüchtigte KONZENTRATIONSLAGER BEREZA KARTUSKA durchzumachen. Dort kamen ebenfalls viele ums Leben.

Der Zug sieben bewegte sich auf der Eisenbahn, dann zu Fuß kreuz und quer in östlicher Richtung nach Warschau. Es handelte sich um Volksgenossen, die schon vor Ausbruch des Krieges unter den lächerlichsten Vorwänden verhaftet worden waren. Auch dieser Trupp hatte Verluste. Wenn nicht die deutsche Wehrmacht die Reste der Züge befreit hätte, dann wären auch diese noch niedergeschossen worden.

Ein zahlenmäßig kleinerer Zug aus Gnessen wurde auf der Bahn über Hohensalza, Kruschwitz, Kutno, Zychlin gebracht und marschierte dann zu Fuß weiter nach Lowitsch und Ilow. In dem deutschen Dorf Golowka Dolna wurden die Verschleppten von deutschen Truppen befreit. Eine zweite größere Gruppe aus der Gnesener Gegend hatte entsetzliche Verluste. Von ungefähr 700 Internierten sind nur ein Zehntel zurückgekehrt.

Aus WESTPREUSSEN UND BROMBERG mündeten fast alle Verschlepptenzüge bei Lowitsch.

Aus der WEICHSELNIEDERUNG im ehemals kongreßpolnischen Gebiet führten die Polen vier verschiedene Transporte nach Osten. Den ersten nach Bereza Kartuska, den zweiten bis nach Wolhynien in die Gegend von Kostpol, den dritten nach Sochatschew und Blonia, den vierten ebenfalls nach Sochatschew.

Aus LODSCH gingen zwei große Transporte, teils auf der Bahn, teils zu Fuß über Warschau, Minsk und Stoczek, wo deutsches Militär sie befreite.

Aus WOLHYNIEN UND GALIZIEN gingen mehrere Transporte nach Bereza Kartuska.

Außer den großen Transporten gab es unzählige kleinere, die wir nicht alle aufzählen können. Tausende von Todesopfern hat der Polenterror in den Heimatorten der Deutschen und auf den Verschleppungswegen gefordert. Bleibt noch zu vermerken, daß viele der Verschleppten nach der Rückkehr an den Folgen der Mißhandlungen verstorben sind.“

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Augenzeugenberichte vom Bromberger Massaker

Aus einer Vielzahl von Augenzeugenberichten sollen im vorliegenden Falle ein deutscher Offizier und ein ungarischer Journalist zu Wort kommen, deren Erlebnisse in dem Buch von Ernst Kabisch: „Deutscher Siegeszug in Polen“ 1940 veröffentlicht wurden. Der Offizier der deutschen Wehrmacht schilderte damals seine Bromberger Eindrücke der Presse in folgender Weise:

„Was ich Ihnen zu sagen habe, ist das Ungeheuerlichste und Grausigste, was ich je bisher in meinem Leben gesehen und gehört habe. In Bromberg und um Bromberg ist eine systematische Menschenschlächterei betrieben worden, für die mir jede Vergleichsmöglichkeit fehlt und bei der in der viehischsten und unvorstellbarsten Weise die Mehrzahl der Deutschen, deren man am letzten Blutsonntag hat habhaft werden können, ermordet worden ist.

Es war beim Betreten der Stadt Bromberg, beim Einzug der ersten Infanteristen, aber auch am darauffolgenden Tage noch so, daß, wo man auch ging, durch Straßen und Gärten, in den Häusern und über die Höfe, man überall auf Leichen stieß, die vielfach zu ganzen Gruppen von 8, 10, ja bis zu 18 umherlagen. Allein bis zum Donnerstagmittag sind von der Truppe, die in Bromberg stand, 140 bestialisch Ermordete festgestellt worden, wobei hinzugefügt werden muß, daß die Bevölkerung von sich aus sofort nach dem Einmarsch der deutschen Truppen begann, die Leichen zu bergen. Zum Teil haben die Mörder durch ihre Opfer selbst vorher die Gräber schaufeln lassen und die Leichen verscharrt. Unablässig aber haben sich noch weitere Opfer gefunden, vor allem in der Umgegend von Bromberg, in den Wäldern, die sich westlich der Weichsel bis Thorn erstrecken. Wie viele Opfer tot oder auch noch lebend in die Netze oder die Weichsel geworfen wurden, wie viele verschleppt und irgendwo anders ermordet wurden, das wird vielleicht in späteren Zeiten aufgeklärt werden können.“

Daß es unter den Polen auch anständige Elemente gibt, die dieses furchtbare Treiben mit Entsetzen erfüllte, erfuhr ein deutscher Augenzeuge, der bei einem Polen Unterschlupf fand, obwohl sich dieser völlig darüber klar sein mußte, daß er selbst umgebracht würde, wenn seine polnischen Landsleute davon erfuhren. Ein anderer Pole, der den Mut aufbrachte, das Blutbad in Bromberg verhindern zu wollen, wurde gleich mit an die Wand gestellt.

„Ich bin heute“, schreibt ein UNGARISCHER JOURNALIST, „am Freitag mittag (gemeint ist der 8. September 1939) aus dem Operationsgebiet nach Berlin zurückgekehrt und habe den gestrigen Tag in Bromberg verbracht. Was ich in Bromberg gesehen habe, und wie sich alles nach meinen Untersuchungen abgespielt hatte, das will ich jetzt kurz und nüchtern erzählen, ohne dabei ein Urteil fällen zu wollen. Ich will nur betonen, daß ich es aufrichtig bedaure, gestern in Bromberg gewesen zu sein, denn diese Bilder, die sich mir darboten, verfolgen mich noch immer, und ich habe Angst davor, daß ich diese Bilder auch niemals mehr loswerden kann.

Es ist vielleicht am besten, wenn ich zu allererst in kurzer Zusammenfassung die Ereignisse schildere, welche sich Sonntagabend (3. September 1939), in der Nacht von Sonntag auf Montag und Montag morgens in Bromberg abspielten. Deutsche Frauen und Männer haben mir diese Ereignisse mosaikartig auf der Straße in Bromberg mitgeteilt – ich hörte aber auch eine zusammenfassende Schilderung des katholischen Pfarrherrn von Bromberg, seiner Hochwürden Kaluschke. Laut diesen Aussagen begann die Hölle in Bromberg in jener Stunde, als die polnischen Zivilbehörden die Stadt verlassen hatten und die Macht von den polnischen Militärbehörden übernommen wurde. Die polnische Bürgerwehr, welche aus bewaffneten Zivilisten mit weißroter Armbinde bestand, und die polnischen Truppen haben am Sonntagnachmittag nach einer fertigen Liste und unter Anführung des Pöbels Hunderte von Deutschen, darunter Frauen, Greise und Kinder, zusammengetrieben und durch die Straßen gejagt.

Sämtliche wurden mit Gewehrkolben und Stöcken geprügelt und nach einem langen Umhertreiben massenweise auf den Straßen hingemordet. Selbst der katholische Pfarrer Kaluschke wurde samt seinen Schwestern in den Straßen herumgejagt, mißhandelt und endlich zum kommandierenden Oberst geschleppt, der ihn allerdings freiließ. Vorher aber hat man ihn auf der polnischen Militärkommandantur auch noch gepeinigt. Man beschuldigte ihn, daß auf dem Kirchturm seiner Kirche ein deutsches Maschinengewehr aufgestellt wäre. Diese Anklage bewies sich zwar sofort als Lüge. Trotzdem wollte man ihn nach seiner Freilassung wieder verhaften, und er mußte beim polnischen Dompropst ein Versteck suchen, von wo er erst nach dem Einmarsch der deutschen Truppen hervorkam.

In der Nacht von Sonntag auf Montag früh wurden einzelne Aktionen durchgeführt in folgender Form: Der Pöbel durchkämmte die Straßen nach Deutschen und rief überall die Bürgerwehr oder das polnische Militär hin, wo Deutsche wohnten. Die Bürgerwehr und die polnischen Soldaten drangen dann in die Häuser und Gehöfte ein, und entweder ermordeten sie dann die vorgefundenen Deutschen an Ort und Stelle oder schleppten sie mit sich und ermordeten sie auf der Straße oder in einem Garten. Laut Aussage verschiedener Augenzeugen und nach Schätzungen des Herrn Kaluschke und auch anderer Herren sind insgesamt rund 1.000 Personen ermordet worden. Diese Zahl kann auch nach meinen Schätzungen stimmen… Die grausamsten Mordtaten sind vermutlich von Zuchthäuslern und Strafgefangenen verübt worden, die man kurz vor Ankunft der deutschen Truppen bewaffnet und auf die Deutschen losgelassen hatte. Sie haben wie wilde Tiere die Deutschen geschunden und geschlachtet.“

Seherisch hatte der englische Staatsmann Lloyd George im Jahre 1919 vor dem Rat der Großen Vier in höchster Erregung ausgerufen:

„Der Vorschlag der polnischen Kommission, daß wir 2.100.000 Deutsche der Autorität eines Volkes unterstellen sollen, das im Laufe seiner Geschichte niemals gezeigt hat, daß es sich zu regieren versteht, dieser Vorschlag würde uns FRÜHER oder SPÄTER zu einem neuen Krieg im Osten Europas führen.“

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Von den Greueltaten in Bromberg

Entnommen aus dem Buch: „Schreckenstage in Polen“ – Schwestern-Erleben im September 1939; ersch. im Spener-Verlag in Marburg/Lahn 1940.

„Schwester E. S. Bromberg, den 10. Dezember 1939

Als eine dem Tode Entronnene grüße ich Dich und Euch alle, meine lieben Schwestern.

Aus den Zeitungen werdet Ihr gewiß Verschiedenes erfahren haben, wie es hier zuging. Hätte es noch länger gedauert, so wäre kein Deutscher mehr übriggeblieben. Voll Dank, aber auch zugleich in tiefer Trauer sammelte sich heute das übrige Häuflein im Gottesdienst, um Gott für seine Errettung zu danken.

Unbeschreibliches Elend und Grausamkeiten sind ringsherum angerichtet worden! Wir vermissen noch unsere Geschwister K., den 75jährigen Vater und seine Tochter, ferner Frau L. aus Wilhelmsort und ihre Tochter, die als Flüchtlinge bei ihnen waren, sowie Familie B. und zwei ältere Damen aus demselben Hause. Sie alle wurden wie Vieh weggetrieben. Der Bruder von Frau B. hat nicht gleich das „Hände hoch!“ verstanden und wurde auf der Stelle erschossen. An der Friedhofsmauer in der Grunwaldska habe ich ihn liegen gesehen. Herr S. und Sohn aus Jägerhof sowie seine Tochter aus Schwedenhöhe sind auch erschlagen worden. Ihr Bruder aber machte sich durch Bewegungen mit dem Fuß bei Vorübergehenden bemerkbar, die sich dann seiner annahmen, und auf diese Weise ist er vom Tod errettet worden. Geschwister A. sind ebenfalls ums Leben gekommen und viele, viele um uns her. Unser H. Sch., 14 Jahre alt, ist auch unter den Erschlagenen. 51 Deutsche wurden allein in Jägerhof an einem Tag in Massengräbern bestattet. Darunter befand sich auch der bis zur Unkenntlichkeit zugerichtete Pfarrer K. Am Tage darauf wurde auch Herr F. beerdigt. Frau B. ist auch vermißt. Zwei Vettern von mir liegen auch unter den Erschlagenen.“

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Neun Tage Misshandlung, Qual und Tod

Von Gotthold Starke, dem früheren Chefredakteur der Bromberger „Deutschen Rundschau“

(Aus dem Buch „Auf den Straßen des Todes“ – Leidensweg der Volksdeutschen in Polen; von Dr. Fritz Menn, ersch. im Verlag v. Hase u. Koehler (Leipzig) i. J. 1940

„Von Xenophons Anabasis angerechnet kennt die Geschichte viele Gewaltmärsche, in denen die Menschen ihre letzte Energie zur Erreichung des Zieles hergegeben haben. Und doch steht dieser Marsch von Bromberg bis über Lowicz hinaus, von dem ich hier als Teilnehmer spreche, in der Geschichte fast beispiellos da, so grausam waren seine Begleiterscheinungen, so niederträchtig seine Beweggründe, so verhängnisvoll seine Folgen. Der Marsch ging über rund 240 Kilometer. Er begann am 2. September 1939 in Bromberg und endete am 9. September nachmittags in Lowicz. An ihm nahmen Frauen und Männer, Greise von mehr als achtzig Jahren, und Säuglinge von wenigen Wochen teil. Die Zahl der mitmarschierenden Deutschen wird auf 4000 geschätzt; von Tag zu Tag war die lange Heersäule größer geworden. Die im Stadt- und Landkreis Bromberg verhafteten Deutschen waren das erste Glied in der langen Kette der Gefangenen, die aus dem ganzen Korridorgebiet durch das nördliche Kongreßpolen bis vor die Tore Warschaus getrieben wurden. Noch hallen in unseren Ohren die Schüsse wider, mit denen die Kameraden niedergestreckt wurden, die den Weg durch Durst und Hitze nicht mehr fortsetzen konnten. Und auch das wissen wir: Daß ein beträchtlicher Teil von denjenigen Volksgenossen, die wie durch ein Wunder gerettet wurden, so schwere Störungen an ihrer Gesundheit mit nach Hause bringen, daß ihr Leben auch in Zukunft noch unter dem nachhaltigen Einfluß jenes Höllenmarsches nach Lowicz stehen dürfte.“

Der seinerzeit über die Grenzen Polens hinaus bekannte Generalsuperintendent D. Blau sagte damals – im Spätherbst 1939 – in einem Geleitwort hierzu folgendes:

„Die Septembertage des Jahres 1939 sind in das Buch der Geschichte unserer evangelischen Kirche mit Blut und Tränen geschrieben. Diese Schrift ist freilich nicht neu. Wer die Geschichte des Evangeliums in Polen kennt, der weiß, daß auch das 17. und 18. Jahrhundert Zeit der Verfolgung war. Bromberg hat schon einmal am 22. April 1654 ein Blutbad erlebt, bei dem alle Evangelischen niedergemetzelt wurden! Auch damals waren die Pfarrer besonders Gegenstand des Hasses, so daß ein Bericht um 1680 sagt: „Unsere Pastoren sind wie Schlachtschafe. In Orten gemischter Bevölkerung müssen sie Schläge hinnehmen. In ihren Häusern sind sie nicht einmal sicher, sondern darinnen überfallen und mit Prügeln und Peitschen fast zu Tode geschlagen worden.“ Und auch damals schon fand man die Vermißten als Opfer polnischer Grausamkeit, wie in einem kleinen Gehölz bei Posen 1769 dreizehn Gehenkte gefunden wurden, und ein Reisender am 12. Dezember 1767 berichtet, daß an einer wiederausgegrabenen Leiche eines Kandidaten der Theologie „die eingeschlagene Hirnschale, der zerbrochene Arm und viele andere Kennzeichen der verübten Grausamkeit den gewaltsamen Tod zur Genüge an den Tag legten.“ Man fühlt sich um Jahrhunderte zurückversetzt, wenn man von den grauenhaften Ermordungen unserer Volks- und Glaubensgenossen in der Gegenwart hört.

Noch können wir nicht die ganze umfassende Größe der unseren Kirchengemeinden zugefügten Verluste an Gut und Blut übersehen. Die nachfolgenden Blätter geben nur EINZELBILDER aus dem ungeheuren Material, das uns vorliegt, aber sie sind ANTWORT auf viele an uns ergangene Fragen und Aufforderungen, über das Geschehene zu berichten.

Wir haben uns nur auf Bilder aus dem Kreise unserer Glaubensgenossen, Pfarrer und Gemeindemitglieder beschränkt. Mit Recht. Nicht nur, daß der bei weitem größere Teil der Ermordeten und Umgekommenen evangelischen Bekenntnisses war, so müssen wir leider auch feststellen, daß der Grund für ihre Ermordung nicht zum kleinsten Teil ihre evangelische Glaubenshaltung gewesen ist. Die polnische Öffentlichkeit, vielfach von katholischer Seite verhetzt und aufgewiegelt, sah von jeher in unserer evangelischer Kirche und ihren Pfarrern die LANDESVERRÄTER und VOLKSFEINDE. Sie wußte, in welcher engen Verbundenheit bei uns Volkstum und Kirche standen, wie das Volk an der Kirche seinen stärksten Halt und im Evangelium seine beste Kraft besaß, und wie in der Zeit, in der die führende Schicht unseres deutschen Volkes immer mehr vermindert und einflußlos gemacht worden war, die geistliche und geistige Führung bei der Kirche und ihren Pfarrern lag. Wer die Herde zerstreuen will, muß die Hirten schlagen. Hierin finden wir die Erklärung für den starken Blutverlust unserer Kirche, aber auch das Recht, von einem MÄRTYRERTUM zu sprechen, das nicht nur um des Volkstums, sondern auch um des Glaubens willen die beklagenswerten Opfer jener Tage traf.“

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Wie sich die Bilder gleichen …
Ein Dokumentarfoto aus der Zeit des dritten Aufstandes in Oberschlesien –
Mai/Juni 1921. Von den Polen verstümmelte Deutsche (Stock, von Bracken, Skriba), die von dem englischen Kapitän Riddle (links) und dem italienischen Leutnant De Martino bei Malapane gefunden wurden.

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Massenhaft erschlagene und erschossene Volksdeutsche vor Warschau.
Verstreut an Straßen, auf Feldern und in Wäldern. Aufgefundene werden
am Sammelort rekognosziert.

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Deutsche Bauernfrau aus Langenau bei Bromberg.
Ihr wurde der rechte Fuß abgeschlagen und dann der Unterschenkel vom
Oberschenkel nach Schlachterart abgetrennt.

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Der deutsch-katholische Pfarrer von der Herz-Jesu-Kirche in Bromberg
beim stillen Gebet vor den Leichen ermordeter Bromberger Volksdeutscher

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Ausländische Pressevertreter überzeugen sich an Ort und Stelle von den
polnischen Greueltaten an den Volksdeutschen (links im Hintergrund Herr
Oechsner von der United Press).

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https://i1.wp.com/vho.org/D/Kritik/50/S32.jpg

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Ausländische Ärzte hören den Augenzeugenbericht der 14jährigen Dora
Radler aus Kl. Bartelsee bei Bromberg über die Ermordung ihres Vaters
und ihrer beiden Brüder.
Von links nach rechts: Dr. Espinosa (Chile); Dr. Karellas (Griechenland);
Dipl. Ing. Santoro (Italien); Dr. Faroqhi (Indien); Dr. Ohanian (Persien).

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Grab reiht sich an Grab …
Der Bromberger Ehrenfriedhof mit 649 Gräbern legte – vor seiner Zerstörung nach 1945 – Zeugnis ab vom Opfergang der Bromberger Volksdeutschen.

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Das polnische Konzentrationslager Chodzen – eine ehemalige Zuckerfabrik zwischen Wloclawek und Kutno – in dem in den ersten Septembertagen 1939 ca. 7.000 verschleppte Volksdeutsche – darunter Frauen und Kinder, Greise und Krüppel – inhaftiert waren.

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Polen waren entschlossen, bereits im März 1939 allein loszuschlagen

An diesen systematisch hochgezüchteten Verfolgungsmaßnahmen gegenüber den Volksdeutschen trifft den Deutschenhasser Rydz-Smigly und seine intellektuelle Beraterclique die denkbar größte Schuld. In den vom Auswärtigen Amt in Berlin i. J. 1939, Band 2, herausg. „DOKUMENTEN ZUR VORGESCHICHTE DES ZWEITEN WELTKRIEGES“ kann der Leser auf Seite 400 nachlesen, daß Polen bereits im März 1939 entschlossen war, allein loszuschlagen. Rydz-Smigly hatte in einem vom „New Chronicle“ am 19. Juli 1939 veröffentlichten Interview der amerikanischen Journalistin Mary Heaton Vorse zur DANZIGFRAGE folgendes gesagt:

„Sofern die Deutschen weiter bei ihren Anschlußplänen beharren werden, wird Polen den Kampf aufnehmen, sogar wenn es allein und ohne Bundesgenossen sich schlagen sollte … Die Einnahme Danzigs durch die Deutschen wäre eine Handlung, die uns an die Teilung Polens erinnert. Aus diesem Grunde habe ich vor vier Monaten die Mobilisierung angeordnet … Glauben Sie mir bitte, daß die Mobilisierung nicht nur eine Demonstration war. Wir waren damals zum Kriege bereit, wenn das notwendig gewesen wäre …“

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Die Bromberger „Deutsche Rundschau“ als aufschlussreicher Zeitspiegel und Zeuge der Geschehnisse um den Bromberger Blutsonntag

Bei der Erforschung der mit großem provokatorischen Aufwand betriebenen polnischen Kriegsvorbereitungen seit März 1939 ergibt sich eindeutig, daß – außer dem geplanten „Marsch nach Berlin“ – ein umfassender Evakuierungsplan bestand, der die „Reinigung“ von Volksdeutschen vornehmlich in den alten Reichsprovinzen Schlesien, Posen und Westpreußen zum festen Ziele hatte. In der Praxis enthielt dieser Plan nichts anderes als das endgültige Todesurteil über die deutsche Volksgruppe in Polen. Darum dürfte die hypothetische Feststellung berechtigt sein: Im Falle eines polnischen Sieges i. J. 1939 wäre die als Fremdkörper verhaßte deutsche Volksgruppe ausgelöscht worden, und zwar schon so wie es nach 1945 mit der in Polen und in den deutschen Ostgebieten verbliebenen deutschen Volkssubstanz geschehen ist. Beweise hierfür? Nun, aus der Art der im Frühjahr und Sommer des Jahres 1939 praktizierten Maßnahmen, wobei weit über 50.000 Volksdeutsche verhaftet und verschleppt wurden, – während mehr als 70.000 Volksdeutsche in höchster Bedrängnis und Todesnot ins Reich flüchteten – geht eindeutig hervor, daß dieser Vernichtungsplan in die polnische Gesamtstrategie miteinbezogen war. Am 1. September 1939, am Tage des Kriegsausbruches, gab die polnische Regierung in Warschau über alle polnischen Sender den Geheimbefehl Nr. 59 an die polnischen Wojewoden durch, der die sofortige Durchführung sorgfältig geplanter Verhaftungs- und Verschleppungsaktionen an den Volksdeutschen zum Inhalt hatte. Daß es ausgerechnet in Bromberg zu dem fürchterlichen Massaker kommen mußte, war nicht zuletzt auf die Aktivitäten des Bromberger Hetzjournalisten Stanislaw Strombski zurückzuführen, der als Redakteur des berüchtigten „Dziennik Bydgoski“ einer der gefährlichsten Einpeitscher war. Mit zahllosen Namenslisten und ähnlichen Unterlagen, die später gefunden wurden, erbrachten die polnischen Sicherheitsorgane den unwiderlegbaren Beweis, wie und in welchem Umfange das Deutschtum ausgemerzt werden sollte. Daß diese den Tatbestand des Verbrechens gegen die Menschlichkeit erfüllenden Pläne 1939 nur teilweise verwirklicht werden konnten, war allein dem schnellen Vormarsch der deutschen Truppen zu verdanken.

Auch über die blutigen Geschehnisse in der Stadt Bromberg wurde der Nachweis erbracht, daß – laut Zitat der Bromberger „Deutschen Rundschau“ vom 12.9. 1939 –

„es keinem Zweifel unterliegt, daß der Mord am Blutsonntag und die Mißhandlungen und Mordanschläge auf deutsche Soldaten den Charakter einer zentral organisierten Aktion getragen haben. Es steht fest, daß die Verantwortung für diese Greuel ausschließlich zu Lasten der intellektuellen Führung des Polentums geht. Gegen die Behauptung, daß ausgebrochene Verbrecher die Täter sind, spricht allein die Tatsache, daß es in Bromberg so gut wie gar keine Plünderungen und Diebstahlshandlungen vorgekommen sind.“

Der Verfasser dieser Schrift hat erst kürzlich durch Einsichtnahme in die September- und Oktober-Ausgaben des Jahres 1939 der zur Polenzeit größten Volksdeutschen Tageszeitung, der Bromberger „Deutschen Rundschau“ in der Bibliothek des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, bestätigt erhalten, daß die ehrenwerten und stets sachlichen Redakteure dieser Zeitung, Gotthold Starke und Marian Hepke, wie zuvor auch unter reichsdeutschen Verhältnissen der geschichtlichen Wahrheit die Ehre zu geben unablässig bemüht waren. Daher kann ihre sachliche Darstellung herausragender politischer Ereignisse von damals – insbesondere des Bromberger Blutsonntags – ganz erheblich zur Aufklärung dieses Massakers beitragen. So veröffentlichte diese Bromberger Zeitung in ihrer Ausgabe vom 12. September 1939 die geradezu sensationelle Nachricht unter der Überschrift:

„Englischer Geheimdienst Anstifter der Bromberger Greuel“

Bromberg, d. 11. September 1939

„Das Verhör der an der Bartholomäusnacht in Bromberg beteiligten Verhafteten hat ergeben, daß die jeder Beschreibung spottenden Grausamkeiten von zwei britischen Agenten des Secret Service planmäßig vorbereitet und durchgeführt wurden.“

Ähnliche Hinweise auf eine Beteiligung englischer Agenten am Bromberger Blutsonntag waren nur noch zweimal festzustellen, und zwar in der Ausgabe vom 14. 9. 1939 und 17. 9. 1939 der gleichen Zeitung. In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, daß aus bis heute nicht geklärten Gründen die zuständigen reichsdeutschen Propagandastellen hierzu fast gänzlich geschwiegen haben. Ebenso wurde in Berlin von einer Veröffentlichung der grausamsten Bromberger Mordfotos Abstand genommen, – im Gegensatz zu Katyn 1943, wo Goebbels den blutbefleckten Sowjetbolschewisten eine verheerende Propagandaniederlage zufügte, die sie bis heute nicht verkraftet haben.

Fazit: Die besagte Meldung von der englischen Mittäterschaft in Bromberg im Sommer 1939 ist im Dunkel der Geschichte geblieben. Wer heute noch mehr darüber wissen sollte, wende sich vertrauensvoll an den Verfasser dieser Schrift!

Allerdings können heute noch lebende Zeugen bestätigen, daß dieses Thema in jener Zeit zum Tagesgespräch unter Deutschen und Polen gehörte. Der Verfasser selbst hat in Gesprächen mit reichsdeutschen Sicherheitsleuten, Volksdeutschen Dolmetschern und anderen Personen, die damals in die Ermittlungen nach dem Bromberger Massenmord eingespannt waren, erfahren, daß während der Vernehmungen mordverdächtige Polen übereinstimmend erklärt hatten, sie selbst seien letztlich das Opfer der in Bromberg agierenden englischen Geheimagenten geworden. Da eine Festnahme der beschuldigten Engländer nicht erfolgte und somit beweiskräftige Einzelheiten vermutlich nicht sichergestellt werden konnten, wird voraussichtlich auch dieser Agentenkomplex weiterhin zu den „ungeklärten Fällen“ des Zweiten Weltkrieges gehören.

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Seit der ersten Stunde des Krieges Greuelhetze gegen Deutschland

Es ist bezeichnend für die Kriegsbrandstifter und ihre Helfershelfer jener Zeit, daß sie sich sogleich nach den blutigen Geschehnissen in Bromberg und andernorts in Polen mit Kriegsgreuellügen zu Wort meldeten, die vergleichbar waren mit jenen Greuelmeldungen aus dem ersten Weltkrieg, da „marodierende Preußen belgischen Kindern die Köpfe abgehackt haben sollten“. So berichtete die „Bromberger Rundschau“ am 24. 9. 1939 von einem amerikanischen Publizisten Westbrook-Pegler, der in den Blättern des Scripps Howard-Konzerns bereits am 11. 9. 1939 behauptet hatte,

„die Opfer von Bromberg könnten ebenso von deutschen Soldaten oder Zivilisten getötete Polen sein oder auch Deutsche, die von deutschen Truppen unterschiedslos getötet und auf Befehl des deutschen Propagandaministeriums verstümmelt worden seien.“

Diese infame Lüge wurde in den USA ohne Rücksicht darauf verbreitet, daß zahlreiche ausländische Pressevertreter die Folgen des Massakers in Bromberg mit eigenen Augen gesehen hatten, darunter auch Mister Oechsner von der United Press (s. Foto). Die von Mister Pegler lancierte Falschmeldung wurde nach 1945 von der kommunistischen Propaganda in einen „konkretisierten Tatsachenbericht“ umgemünzt, wobei der Leser ausdrücklich gebeten wird, den obigen Peglerschen Text mit dem jetzt folgenden der Engländerin Miß Baker-Beall zu vergleichen. Die nur wenig umfrisierte Version läßt unschwer erkennen, daß beide Texte inhaltlich weitgehend übereinstimmen. So hat die im Sommer in Bromberg weilende und später als kommunistisches Sprachrohr benutzte Baker-Beall in der 1959 in Leipzig erschienenen Schrift: „SEPTEMBER 1939“ die gleichermaßen verlogene Aussage gemacht:

„Tatsächlich wurden Hunderte solcher Leichen gefunden. Das waren aber Leichen von Polen, unter ihnen viele Frauen und Kinder, die beim Herannahen der Deutschen aus der Stadt (Bromberg) geflohen waren, von deutschen Flugzeugen gejagt und mit Maschinengewehren zusammengeschossen waren. Die Verstümmelung der Leichen ist offensichtlich später durch die deutschen Faschisten erfolgt.“

Eine andere damals im Zuge der beginnenden Weltgreuelhetze gegen Deutschland lancierte Falschmeldung war die von den „mehr als 20.000 von den Nazis in Bromberg ermordeten Polen“, die am 15. 9. 1939 vom Radiosender Lemberg und kurz darauf vom Sender Straßburg verbreitet wurde.

Diese als Vertuschungsmanöver eigener Schandtaten von der polnischen Propaganda benutzte Version der „20.000“ geisterte immer wieder durch die Propagandagefilde der letzten Jahrzehnte und fand sogar noch im Jahre 1973 in einem Schriftwerk des Westens ihren Niederschlag, mußte aber aufgrund zahlreicher Proteste in einer Neuauflage korrigiert werden.

EIN ZEUGENBERICHT DER ERSTEN STUNDE

Einen interessanten Einblick in die seelisch-geistige Verfassung der Bromberger Polen gleich nach dem Massaker – womit die Barbarisierung des Zweiten Weltkrieges eingeleitet wurde – gibt die „Bromberger Rundschau“ vom 14. 9. 1939 in einem Bericht eines Korrespondenten des „Deutschen Nachrichtenbüros“ wieder:

„Tausende würden heute noch leben, wenn nicht eine planmäßige Hetze den Haß der Polen auf den Siedepunkt gebracht hätte. Ich habe mich selbst mit den angesehensten Polen der Stadt Bromberg unterhalten, die wörtlich zugaben, daß ihre Landsleute die Deutschen bestialisch geschändet und rücksichtslos gemordet haben. Wie konnte es nur zu einer so schrecklich sich auswirkenden Verhetzung kommen? Das habe ich Polen aller Berufe gefragt, bei denen die vielen viehischen Mordtaten ebenfalls Entsetzen und tiefste Empörung hervorgerufen haben. Ich erhielt in Gefangenenlagern von Offizieren und Soldaten, aber auch von vielen Zivilisten stets die gleiche Antwort: „Hätte England uns nicht so aufgeputscht, sicher gemacht und zum Kriege ermuntert, wäre bestimmt ein friedlicher Weg gefunden worden. Hier spricht man übereinstimmend von der BLUTSCHULD ENGLANDS!“

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Eingeständnisse von Moscicki und Rydz-Smigly nach der Niederlage Polens

Ähnliche bezeichnende Eingeständnisse nach der polnischen Katastrophe sind auch von seiten des ehemaligen polnischen Staatspräsidenten Moscicki sowie des ehemaligen Marschalls Rydz-Smigly während ihrer Internierung in Rumänien abgegeben worden. Nach einem Bericht der „Bromberger Rundschau“ vom 26. 9. 1939 hatte ein hoher geistlicher Würdenträger in Rumänien Unterredungen mit beiden.

„Rydz-Smigly wurde gefragt, ob er nicht gewußt habe, daß die Polen den Deutschen nicht Stand halten könnten. Er antwortete, er habe schon am zweiten Tage gesehen, daß der Krieg verloren sei, denn alle Verbindungen seien abgebrochen gewesen. Jede Armeegruppe habe für sich selbst gekämpft. An diesem zweiten Tage sei er fest entschlossen gewesen, Frieden zu machen. Die Engländer hätten ihm jedoch erklärt, das dürfe er auf keinen Fall tun! Sie würden den Polen zu Lande, zu Wasser und in der Luft zu Hilfe kommen! Die polnische Regierung habe (wahrheitswidrig) von englischen Stellen die Nachricht erhalten, daß die Engländer bereits auf der Westerplatte mitkämpften.“

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Professor Hoggan über die Folgen der englischen Kriegspolitik

Über die grauenhaften Folgen der englischen Kriegspolitik im Zweiten – völlig unnötigen – Weltkrieg sagte der weltbekannte amerikanische Historiker Prof. D. L. Hoggan in seiner Rede am 17. März 1967 im Germania Klubhaus in Chikago abschließend folgendes:

„Hitler warnte Polen i. J. 1939, daß nur der Kommunismus von einem Konflikt zwischen Deutschland und Polen profitieren könnte. Heute ist Polen eine kommunistische Diktatur. Hitler warnte England und Frankreich i. J. 1939, daß ein neuer europäischer Krieg das Ende des alten Europas bedeuten könnte. Heute ist Europa politisch und militärisch gesehen, ein Fußball zwischen der Sowjetunion und Amerika. Aber Amerika ist nicht glücklich dabei. Herbert Hoover warnte Präsident Roosevelt i. J. 1941, daß ein kommunistischer Sieg in Europa den Weltfrieden auf unbestimmte Zeit gefährden könnte. Heute gibt es immer wieder begrenzte Kriege und der allgemeine Weltfrieden ist ständig bedroht. Englands beide Angriffe auf Deutschland haben die gesamte Weltsicherheit untergraben. Heute muß man diese Tatsache einsehen, um die Weltsicherheit wieder herzustellen.“

Warnend hatte der seinerzeit bekannte polnische Professor Wladislaw Studnicki lange vor dem polnisch-deutschen Krieg seine Stimme erhoben und für eine bewaffnete Neutralität Polens plädiert. Am 5. Mai 1939 hatte er in einer Denkschrift die polnische Regierung wie auch die polnische Öffentlichkeit beschworen, einen Krieg mit Deutschland zu vermeiden. In seinem im Juni 1939 veröffentlichten Buch: „ANGESICHTS EINES ZWEITEN WELTKRIEGES“ schrieb er im letzten Kapitel, Seite 108: „Aus einem Krieg Westeuropas gegen Mitteleuropa wird allein Rußland als Sieger hervorgehen!“

Diese und andere warnenden Stimmen in Polen verhallten in der von England entfachten und von den polnischen Chauvinisten hemmungslos betriebenen Kriegshetze gegen Deutschland. Der Bromberger Blutsonntag wurde zum ersten entscheidenden Schritt auf dem Marsch in den Untergang des alten Europas.

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Der von A – Z erfundene Partisanenkampf in Bromberg

Um sich posthum ein Alibi für die grauenvollen Mordtaten an den Volksdeutschen in Polen im Jahre 1939 vor der Weltöffentlichkeit zu verschaffen, hat die polnische Propaganda nach 1945 einer ohnehin unwissenden Menschheit weiszumachen versucht, der Bromberger Blutsonntag sei letztlich das Werk Volksdeutscher Provokateure und Partisanen gewesen. Zu den dienstbeflissenen Mitverkündern dieser polnischen „Wahrheiten“ gehörte in der BRD ein gewisser E. Philipp Schäfer, der auf Seite 337 seines Buches: „13 Tage Weltgeschichte“ folgendes schrieb:

„Aber an diesem Tag (3. 9. 1939) ereignet sich auch das erste schreckliche Blutbad. Um 10.15 Uhr beginnt in Bromberg zwischen Polen und Angehörigen der deutschen Volksgruppe ein fanatisches Massaker. Bei dem Gemetzel kommen 238 Polen und 223 Deutsche ums Leben. Der Blutsonntag von Bromberg läßt die Welt erschauern, als sie davon hört.“

Groteskerweise versichert dieser Herr Schäfer im Vorwort seines Buches ausdrücklich, daß seine Arbeit von „wissenschaftlicher Seite gründlich geprüft wurde.“

Hierzu muß – allein um der geschichtlichen Wahrheit willen – mit aller Deutlichkeit gesagt werden, daß ein solches Massaker zwischen Polen und Deutschen damals in Bromberg niemals stattgefunden hat, da sich zu jener Zeit weder in Bromberg noch anderswo Volksdeutsche den Polen zum Kampf gestellt haben. Auch die genannten Gefallenenzahlen sind völlig frei erfunden, so daß diese jeder Grundlage entsprechende Tatsachenbehauptung als Musterbeispiel einer abgrundtief verlogenen Geschichtsklitterung bezeichnet werden muß. Die besondere Niedertracht dieser manipulierten Meldung besteht vornehmlich darin, anhand dieses Volksdeutschen „Partisaneneinsatzes“ die „deutsche Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges“ unter Beweis zu stellen.

Der in diesem ,,Offenen Brief“ im Jahre 1967 angesprochene Buchautor E. Philipp Schäfer hat damals geschwiegen und er schweigt bis heute dazu. In den Bibliotheken aber stehen solche und ähnliche Elaborate und „belehren“ mit Hilfe von Propaganda die nach uns Kommenden.

Ergänzend zu diesem „Partisanenkomplex“ muß noch hinzugefügt werden, daß es weder im Generalstab der deutschen Wehrmacht vor 1939 Überlegungen oder Pläne, sich – im Falle eines Krieges mit Polen – Volksdeutscher Partisanen zu bedienen, gegeben hat, noch hat es jemals bei den Volksdeutschen in Polen zwischen 1920 und 1939 Pläne gegeben, im Falle eines deutschen Einmarsches in Polen, der deutschen Wehrmacht zu Hilfe zu kommen. Alle diesbezüglichen Behauptungen hatten – und dies muß hier deutlich gesagt werden – allein ihren Ursprung in den Bereichen deutschfeindlicher Propaganda.

Der im Jahre 1971 verstorbene ostdeutsche Dichter Friedrich Karl Kriebel hat in einer Stellungnahme zum Bromberger Blutsonntag, die im Frankfurt-(Oder)-Sternberger Kurier Nr. 10, Oktober 1973 veröffentlicht wurde – hierzu folgendes gesagt:

„Mit Beginn des Jahres 1939 machte sich in Polen ein immer stärker werdender Haß gegen die Deutschen bemerkbar, der im September zu einer Raserei sich auswuchs.“

Am 29. März 1966 erschien in der „Süddeutschen Zeitung“ ein Bericht, in dem es heißt:

„Am 3. und 4. September 1939 hatten in Bromberg Unruhen stattgefunden, bei denen sich die polnische Bevölkerung gegen die DEUTSCHEN MACHTHABER auflehnte.“

Diese Behauptung ist eine LÜGE, denn von „deutschen Machthabern“ konnte in dieser Zeit überhaupt nicht gesprochen werden, eine Auflehnung oder Erhebung der Deutschen fand weder in Bromberg noch in ganz Polen statt. Die polnischen Machthaber hatten gewollt und bewußt die blutigen Ausschreitungen gegen die Deutschen heraufbeschworen.

Wie uferlos dieser dämonische Deutschenhaß wirklich war, hat kein geringerer als der damals polnische Staatschef eindeutig bestätigt. In der argentinischen Zeitung LA PLATA RUF, Seite 19, (17/2, 222) finden wir hierzu folgendes:

„Als der polnische Diktator Marschall Pilsudski (1867 – 1935) die Vorschläge des deutschen Botschafters in Warschau über eine friedliche Regelung der deutsch-polnischen Probleme entgegennahm – so erinnert der „Deutsche Anzeiger“ (Dez. 1969) – erwiderte der polnische Staatsmann wörtlich:, ,Ich glaube fest an die ehrliche Absicht Ihres Führers, aber sagen Sie ihm, er möge nicht übersehen: DER URALTE HASS MEINES VOLKES GEGEN ALLES DEUTSCHE IST ABGRUNDTIEF.“

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Die Wahrheit über den Bromberger Blutsonntag

Da die Grundtendenz polnisch-kommunistischer Darstellungen zur Geschichte der polnischen Gewalttaten an den Volksdeutschen in Polen im Jahre 1939 im wesentlichen darin besteht, der Nachwelt fälschlicherweise zu überliefern, daß die Volksdeutschen in Polen seinerzeit das Opfer reichsdeutscher Provokationen geworden sind, erhebt sich deshalb immer noch die Frage, WIE ES DAMALS WIRKLICH WAR und welches die tieferen Gründe dieses ungeheuerlichen Massakers waren.

Zunächst bedarf es der Feststellung, daß nach 1945 ganze Heerscharen von Umerziehungsaposteln und historisierenden Skribenten auch die Geschehnisse des Bromberger Blutsonntags in ihrem – meist deutschfeindlichen Sinne – umzufälschen versuchten, wobei die Zahl der 58.000 Toten und Vermißten als Beleg dafür herhalten mußte, daß das Massaker an den Volksdeutschen in Polen nichts weiter als ein infamer Goebbelsschwindel gewesen sei.

Bekanntlich hat sich dies die polnisch-kommunistische Propaganda, hauptsächlich forciert vom Posener West-Institut, nicht zweimal sagen lassen und folgerichtig nun ihrerseits ein die konformistischen Bewältigungsthesen ihrer westlichen Helfershelfer „ergänzendes Geschichtsbild“ zum Bromberger Blutsonntag vorgelegt, dessen Aufgabe vor allem darin bestand, – und zwar nach echt marxistischer Manier – die polnischen Untaten an den Volksdeutschen weitgehend zu leugnen, und zwar ohne Rücksicht darauf, daß der Bromberger Blutsonntag längst zu einem unauslöschlichen Tatbestand der europäischen Geschichte geworden ist. Seitdem versucht die äußerst rührige polnische Propaganda mit einer Unzahl von Pamphleten unaufhörlich der Weltöffentlichkeit einzureden, daß eine sagenhafte fünfte Kolonne im Auftrage Berlins die Verluste der Volksdeutschen durch eine raffinierte Partisanentätigkeit in Polen allein heraufbeschworen habe.

Um diesen längst widerlegten polnischen Propagandaschwindel der Weltöffentlichkeit auch optisch zu verdeutlichen, ist in Bromberg ein polnischer Film mit dem Titel „Nachbarn“ gedreht worden, in dem als Kernstück der manipulierten Handlung gezeigt wird, wie „deutsche Diversanten“ von der Paulskirche am Bromberger Weltzienplatz auf polnische Soldaten schießen.

Parallel hierzu versuchte die polnische Propaganda unter dem Motto:

„JENSEITS DER ELBE HERRSCHT SCHWEIGEN“

der Öffentlichkeit weiszumachen, daß die polnisch-historische „Beweisführung“ so durchschlagend sei, daß die schuldbeladenen Deutschen genötigt seien, ihre Bromberger „Untaten“ schamvoll zu verschweigen. Hierzu sei kurz angemerkt, daß es ein solches Schweigen in der BRD tatsächlich gibt; allerdings nur im Kompetenzbereich konformistischer Hilfsdiener, denen das obligatorische Schweigen polnisch-kommunistischer Apparatschiks – beispielsweise über den russischen Massenmord an polnischen Offizieren im Walde von Katyn – ebenbürtig zur Seite gestellt werden kann. Dies ändert jedoch nichts an der feststehenden Tatsache, daß trotz dieser Täuschungsmanöver die Völker selbst sehr genau wissen, WER an den Gewaltverbrechen von Bromberg und Katyn tatsächlich beteiligt war.

Als absoluter Höhepunkt dieser völkerverhetzenden Geschichtsklitterung muß jedoch die „umfunktionierte“ Meldung des Warschauers „Express Wieczorny“ vom 10. Oktober 1968 gewertet werden, wonach vor dem Bromberger Rathaus ein Denkmal zu „Ehren der am 3. September 1939 in Bromberg ermordeten Polen“ errichtet werden sollte, eine Nachricht, in der wahrheitswidrig gesagt wurde, daß am 3. 9. 1939 in Bromberg nicht Deutsche vom polnischen Mob, sondern Polen von deutschen Diversanten ermordet wurden.

Also wissen wir es seitdem ganz genau:

NICHT DIE POLNISCHEN MÖRDER, SONDERN DIE ERMORDETEN DEUTSCHEN SIND DIE SCHULDIGEN VON BROMBERG!

Trotz vorliegender Dokumentarbände, trotz zahlloser Zeugenberichte und heute noch lebender Augenzeugen jener Greueltaten, überschlagen sich die polnisch-kommunistischen Geschichtsverdreher, um die Wahrheit zum Verstummen zu bringen. Ihre hierbei angewandten Methoden und „Argumente“ sind so düster, daß diese Lügendünste aus der Hölle tiefstem Schlund dem Durchschnittsdeutschen kaum noch faßbar erscheinen werden. In diesem Sinne verfuhr auch die in Polen erscheinende Monatszeitschrift „Polen“, die in polnischer, deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache herausgegeben und in aller Welt verbreitet wird.

Diese weltweite Leserschaft von „Polen“ bekam in Nr. 8 (144), Ausgabe 1966, Seite 17, über die Vorgänge in Bromberg 1939 folgende „Wahrheiten“ vorgesetzt:

,,… Etwa um 10 Uhr (Sonntag, den 3. 9. 1939) erklärten polnische Staatsbürger deutscher Volkszugehörigkeit … entschlossen und solidarisch den Zweiten Weltkrieg. Sic wirkten als fünfte Kolonne, indem sie auf polnische Soldaten und die – polnische – Zivilbevölkerung schießen. Sie traten in verschiedenen Stadtteilen gleichzeitig auf … Unmittelbar vor Kriegsausbruch begannen unter der deutschen Minderheit in Bromberg auch Spionage-und Diversionsagenturen des Dritten Reiches zu wirken … Auch in den deutschen Landgütern, ja sogar in den Gärten von Bydgoszcz fanden militärische Übungen (der Volksdeutschen) statt, … In den ersten Tagen des Krieges drangen Dutzende Fallschirmspringer, Agenten SOWIE WAGEN MIT WAFFEN UND MUNITION (!!!) nach Bydgoszcz (Bromberg) ein. DIE ZAHL DER ANGREIFER AM 1. SEPTEMBER 1939 WIRD AUF ca. 1.000 GESCHÄTZT. Sic wurden von der deutschen Minderheit unterstützt. Besetzt wurden die Türme einiger evangelischer Kirchen, Gärten und Fabriken, die Deutschen gehörten. Deutsche Kaufleute, Handwerker und Rentner stellten ihre Fenster, Keller und Dächer zur Verfügung. In der ganzen Stadt Bromberg gab es etwa 50 Diversionspunkte. Die Feuerstellungen waren gut gewählt und getarnt, mit Schlupfwinkeln und Rückzugswegen versehen. Die Bewaffnung bestand aus Gewehren, Maschinenpistolen und Handgranaten.

… Überrascht vom konzentrierten und gezielten Feuer, schlagen die polnischen Truppen sich durch und ersticken die Diversion. Hinterlist und Verrat beantworten sie mit Kampf. Deutsche, die mit der Waffe in der Hand oder während der Flucht ergriffen worden sind, werden an Ort und Stelle erschossen … Die bewaffnete Aktion endete mit einer Niederlage und wurde sicher aus diesem Grunde von den deutschen Faktoren als nicht existierend anerkannt.

Die Beteiligung der Fallschirmspringer ist in den militärischen Befehlen (der Deutschen) nicht erwähnt … Die Polen ihrerseits schafften es nicht mehr, entsprechende Untersuchungen durchzuführen. Wir (Polen) kennen daher die Vorbereitungen, den Verlauf, die Anführer und – was das Wichtigste ist – die Ziele jener deutschen Diversion nicht genauer!“

Soweit dieser VÖLLIG FREI ERFUNDENE polnische „Tatsachenbericht“ – dargeboten ohne jede Spur von Scham vor der Weltöffentlichkeit.

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Der „Volksdeutsche Aufstand“ des Herrn Fritz Hesse

Unter den zahllosen Historien-Schreibern nach 1945, die sich berufen fühlten, u. a. die Geschehnisse des Bromberger Blutsonntages zu „bewältigen“, ist auch ein gewisser Bundesrepublikaner namens Fritz Hesse vertreten. In seinem 1953 im Paul List-Verlag in München erschienenen Buch: „DAS SPIEL UM DEUTSCHLAND“ tischt dieser problematische Zeitberichter dem Leser die ihn selbst desavouierende Story vorn „Volksdeutschen Aufstand gegen die Polen“ i. J. 1939 auf. Ihr Inhalt ist jedoch so primitiv erdacht, daß selbst die polnisch-kommunistische Propaganda auf diesen „erleuchtenden Geschichtseffekt“ offenbar verzichtet hat. Was Herr Hesse an hanebüchener Geschichtsklitterung anzubieten hat, sieht auf Seite 207 so aus:

„Als nämlich der erste Einmarschbefehl am 26. August 1939 gegeben worden war, war gleichzeitig mit diesem Einmarschbefehl den deutschen Minderheiten in Polen über den Rundfunk ein Zeichen gegeben worden, das für diese das Signal zum Losschlagen war … Sicher ist jedenfalls, daß die Minderheiten in Polen (offensichtlich wußte dieser Herr Hesse nicht einmal, daß es in Polen nur eine deutsche Minderheit gab!!) – das Spielen eines bestimmten Musikstückes im Rundfunk (des Deutschlandliedes um Mitternacht am 26. August 1939) als das Zeichen für den Aufstand ansahen, sich bewaffneten und bestimmte strategische Punkte in Polen besetzten.“

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Augenzeugen berichten neutralen Journalisten

Zehntausende heute noch lebender ehemaliger Volksdeutscher aus Bromberg und den übrigen Teilen des ehemaligen Versailler Polens, die 1939 Zeugen wie Betroffene der polnischen Mordwelle waren, haben das polnische Lügenmärchen vom „provozierten Überfall deutscher Saboteure auf durchziehende polnische Truppen“ längst als das entlarvt, was dies allein sein sollte, nämlich: DER VERSUCH EINER VERSCHLEIERUNG DER POLNISCHEN GEWALTVERBRECHEN VOR DER WELTÖFFENTLICHKEIT!

Zahlreiche ausländische Journalisten haben sich 1939 an Ort und Stelle in ausführlichen Gesprächen mit den Überlebenden der Todesmärsche, den Überlebenden der polnischen Bartholomäusnacht davon überzeugen können, daß es damals keine Volksdeutschen Provokateure in Polen gegeben hat.

Diesen polnischen Geschichtslügen stehen die folgenden unwiderlegbaren Tatsachen gegenüber:

1) Es ist ein reines Phantasieprodukt polnischer Geschichtsfälscher, wonach Volksdeutsche in Bromberg am 3. September 1939 „entschlossen und solidarisch den Polen den Krieg erklärt haben.“

Denn : An diesem Tage bangten Tausende von Volksdeutschen in oder außerhalb Brombergs in Todesnot um ihr Leben, waren inhaftiert oder befanden sich bereits auf den Todesmärschen oder wurden gerade vom polnischen Mob in durchweg bestialischer Weise umgebracht.

2) Eine aus Volksdeutschen bestehende fünfte Kolonne, die auf polnische Soldaten und Zivilisten geschossen hätte, hat es damals in Bromberg nicht geebeng;

3) Weder vorher noch unmittelbar nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hat es in Bromberg Diversionsagenturen des Dritten Reiches gegeben;

4) Weder auf deutschen Landgütern noch in den Gärten von Bromberg hat es jemals militärische Übungen Volksdeutscher gegeben;

Denn: Bereits Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges waren den Volksdeutschen sämtliche Jagdgewehre und sonstigen Waffen entzogen worden. Auf Waffenbesitz stand bei Volksdeutschen die Todesstrafe.

5) Über Bromberg sind seinerzeit KEINE DEUTSCHEN FALLSCHIRMSPRINGER im Einsatz gewesen, so daß es auch folglich keine „tausend deutschen Angreifer“ gegeben haben kann. Da Bromberg und alle anderen Städte und Ortschaften durch polnisches Militär abgeriegelt waren, können auch keine deutschen Munitionswagen nach Bromberg eingedrungen sein.

Um seine grotesken Lügen etwas abzuschwächen, um unliebsamen Fragen ausweichen zu können, tröstet der phantasiebegabte Skribent den möglicherweise neugierigen Leser mit dem Hinweis, daß ihm „Verlauf, Ziele und Anführer jener deutschen Diversion nicht genauer bekannt seien.“

Ein gleiches Übersoll an frei erfundenen „Tatsachen“ über den Bromberger Blutsonntag bietet das Institut für Geschichte der europäischen Volksdemokratien in Leipzig mit dem von Prof. Dr. Basil Spiru 1959 herausgegebenen Buch „September 1939“ an. Ohne Umschweife muß dieses entsetzliche Machwerk als ein Musterbeispiel bolschewistischer Verdrehungskunst bezeichnet werden, denn die darin enthaltenen Lügen sind so ungeheuerlich, daß man als objektiver Zeitbetrachter geneigt sein könnte anzunehmen, nicht einmal das Gegenteil davon könne richtig sein. Auf den Seiten 70 – 74 dieses Buches wird dem Leser folgendes geboten:

„Eine Reihe von Publikationen haben den eindeutigen Beweis erbracht, daß die deutsche Minderheit zu einem nicht geringen Teil als fünfte Kolonne des Faschismus tätig gewesen ist.

Bereits eine Woche vor Kriegsbeginn erhielten die deutschen Organisationszellen in Pommerellen den Befehl, ihre Hauptkräfte in der Gegend von Bydgoszcz (Bromberg) zu konzentrieren. Eine Kopie dieses Befehls wurde in Pruszcz gefunden. In der Nacht vom 1. zum 2. September fuhren durch die Straßen Brombergs mehrere schwer beladene Lastkraftwagen, deren Begleiter Panikgerüchte über die nachdringenden Deutschen ausstreuten. Die Fahrzeuge fuhren zu deutschen Fabriken, die Zentren der späteren Diversion waren und in denen sich DEUTSCHE DIVERSANTEN AUS DEM REICH (!!!), die mit Fallschirmen abgesetzt worden waren, verbargen.“ … Es heißt dann weiter: „Am Sonntag, den 3. 9. um 4.00 Uhr, zogen sich polnische Artillerieverbände über Bydgoszcz zurück. Ihnen folgten am frühen Morgen Infanterieabteilungen und Trainkolonnen. Gleichzeitig … begannen auf den Straßen von Bydgoszcz Schüsse zu fallen, die von den Dächern, Balkonen und Fenstern DEUTSCHER PRIVATWOHNUNGEN UND AUS EVANGELISCHEN KIRCHEN abgegeben wurden. Auf die sich zurückziehenden polnischen Truppen wurde aus schweren und leichten Maschinengewehren gefeuert. Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen ließ das polnische Platzkommando ca. 260 deutsche Aufständische erschießen, die mit der Waffe in der Hand ergriffen worden waren. Die Angaben dieses Berichts werden auch durch das neutrale Zeugnis einer englischen Lehrerin am Bromberger Mädchengymnasium, Miß Baker-Beall, bestätigt. Die Engländerin bringt aus eigener Beobachtung auch Angaben, die die über den „Bromberger Blutsonntag“ von der Goebbelspropaganda verbreiteten und heute im Westen Deutschlands noch geglaubten Lügen widerlegen. So wurde von den Nazis behauptet, daß in einem Walde bei Bromberg Hunderte verstümmelter deutscher Leichen mit ausgestochenen Augen und herausgerissenen Zungen gefunden worden wären. Fotografien dieser angeblichen Opfer polnischer Mordlust wurden auch ausländischen Zeitungskorrespondenten gezeigt.“ … Tatsächlich wurden Hunderte solcher Leichen gefunden“, bemerkte Miß Baker-Beall. „Das waren aber Leichen von Polen, unter ihnen viele Frauen und Kinder, die beim Herannahen der Deutschen aus der Stadt geflohen waren, von deutschen Flugzeugen gejagt und mit Maschinengewehren zusammengeschossen worden waren. Die Verstümmelung der Leichen ist offensichtlich später durch die Faschisten erfolgt.“

SOWEIT DIESER BERICHT AUS DEN GEFILDEN ULBRICHTSCHER VERDREHUNGSDIALEKTIK!

Diesen eingefleischten Geschichtsfälschern von Moskaus Gnaden, die sich bekanntlich nach 1945 eifrigst – wenn auch erfolglos – bemüht hatten, den im Jahre 1940 von der stalinistischen GPU vollzogenen Massenmord an kriegsgefangenen polnischen Offizieren im Walde von Katyn DEUTSCHEN Sicherheitsorganen in die Schuhe zu schieben, hatten sich auch in der BRD wie in anderen westlichen Ländern gleichgesinnte Geschichtsmanipulanten hinzugesellt. Nachdem diese Sorte historisierender Skribenten hier im Westen – wohl in stillem Wissen um die Anrüchigkeit ihrer Bromberg-Berichte – auffällig seit Jahren schweigt, war es umso erstaunlicher, daß posthum ausgerechnet der Schriftsteller Edwin Erich Dwinger in seinem 1966 erschienenen Buch ,,Die 12 Gespräche – 1933 – 1945“ eine weitere „Enthüllungskomponente“ zum Thema des Bromberger Blutsonntags beisteuerte.

So erfährt der Leser auf Seite 34 dieses Buches hierüber folgendes:

„Wie es aber zu diesen aufgeputschten (polnischen) Horden kam, das habe ich leider zu spät, erst nach dem Erscheinen meines Buches (gemeint ist das 1940 erschienene Buch „Der Tod in Polen“) beweiskräftig erfahren. Die SS-Abwehr hat schon vor Kriegsausbruch SS-Männer hinübergeschleust, die in polnischer Verkleidung Sabotage trieben. Der Verdacht für alle diese Sprengungen, die Schüsse auf marschierende (polnische) Truppen, die Inbrandsetzung von Militärlagern, mußte zwangsläufig auf die Volksdeutschen fallen. Haben wir nicht immer friedlich mit ihnen gelebt, fragten die polnischen Nachbarn sich, jetzt aber begehen sie solche Gemeinheiten gegen uns? So richtete sich schließlich die Empörung auf sie (die Volksdeutschen) – DAS IST EINES DER GEHEIMNISSE DES BROMBERGER BLUTSONNTAGS! Und für diese von uns geschickten Saboteure – schreibt Dwinger weiter – mußten mindestens 3.000 Deutsche sterben! Was übrigens Hitler den Vorwand einbrachte, diese Greuel nicht länger mit ansehen zu können, deren Provozierung jedoch Hauptaufgabe dieser Saboteure war.“

Diese Behauptung erhält einen besonderen Beigeschmack dadurch, daß Dwinger nicht irgendwer, sondern der Mann ist, der 1939 ohne jeden Zwang selbst an den Mordstätten weilte und sich in ausführlichen Gesprächen mit den Rückkehrern von den Todesmärschen davon überzeugen konnte, daß es damals keine Volksdeutschen Provokateure in Polen gegeben hatte. In seinem – aufgrund aller vorhandenen Unterlagen – im Jahre 1940 veröffentlichten Buch „Der Tod in Polen – Die Volksdeutsche Passion“ –, das in hunderttausenden von Exemplaren verbreitet wurde, schrieb Dwinger damals einleitend WAHRHEITSGEMÄSS folgendes:

„Dieses Buch war die schwerste von allen Aufgaben, die mir unsere Zeit bisher als Chronist stellte: ES ENTHÄLT LEDIGLICH DIE NACKTE WAHRHEIT, JEDER NAME IST DER SEINES WIRKLICHEN TRÄGERS, JEDE SCHILDERUNG BERUHT AUF EINER EIDLICHEN AUSSAGE.

Am 3. September 1939 nach Christi Geburt, am dritten Tage des polnischen Krieges, verkündete Warschau einen Rundruf. Es hieß darin nur kurz, daß Anweisung Nr. 59 sofort durchzuführen sei, es war in Wirklichkeit die geheime Aufforderung dazu, schon lange bestehende Proskriptionen durchzuführen. Nach diesem Rundruf stürzte sich das polnische Volk, von seinen Soldaten samt ihren Offizieren dazu angetrieben, auf alle Deutschen. Nur wenige von ihnen wurden erschossen, die meisten wurden tierisch erschlagen, auch Leichenschändungen kamen in großer Zahl vor. Unter welchem Namen wird diese Tat in die Geschichte eingehen, wie wird die Menschheit sie einstmals nennen?“

Überblickt man die bisher vorliegende ,,Enthüllungsliteratur“ zum Bromberger Blutsonntag, so wird daran deutlich, daß ein Konsortium internationaler Geschichtsfälscher in geschicktem Zusammenspiel die Verantwortung am Bromberger Blutsonntag imaginären und posthum erfundenen Volksdeutschen Saboteuren anzulasten versucht, die es – in der Art völkerrechtswidriger Partisanen – weder 1939, noch in der Zeit von 1920 – 1939 in Polen jemals gegeben hat.

Wenigen Einsatzkommandos der deutschen Abwehr, die zur Sicherung wichtiger Objekte im schlesischen Raum eingesetzt wurden und – dies muß ausdrücklich betont werden – IN KEINEN KAUSALZUSAMMENHANG mit den polnischen Gewaltverbrechen an den Volksdeutschen gebracht werden können – standen bereits Wochen vor Kriegsausbruch zahlreiche polnische Kommandounternehmen aggressiver Art gegenüber, über die der bekannte Abwehr-Experte Oscar Reile in seinem aufschlußreichen Buch: „GEHEIME OSTFRONT“, Seite 279 – 280, folgendes schreibt: „Am 7. August 1939 ereignete sich ein Vorfall, der schwerwiegende Folgen zeitigte. Der „Ilustrowany Kurjer“ in Krakau, die größte polnische Zeitung, brachte einen Artikel, in dem mit PROVOKATORISCHER UNVERSCHÄMTHEIT geschildert wurde, wie polnische Einheiten fortlaufend Vorstöße über die Grenzen hinweg in deutsches Gebiet unternähmen, um militärische Anlagen zu zerstören und Waffen und Geräte der deutschen Wehrmacht nach Polen mitzunehmen. – Tatsächlich hat sich das Deutsche Reich in jenen Tagen eine Reihe von groben Grenzverletzungen durch Polen gefallen lassen.“

Während sich die Sowjets damit abgefunden haben, daß ihr Massenmord von Katyn nicht mehr abgeleugnet werden kann, hat die polnische Propaganda nach 1945 die Flucht nach vorn angetreten und begeifert seitdem in nicht mehr zu überbietender Weise alles, was zur Aufklärung und zur historischen Richtigstellung beitragen könnte.

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Wie aber war es wirklich?

Zunächst muß gesagt werden, daß die Zahl der im Spätherbst 1939 ermittelten 5.437 Opfer NICHT VOLLSTÄNDIG WAR und auch nicht vollständig sein konnte, weil es – infolge des völligen Zusammenbruchs des polnischen Staates, insbesondere auch infolge der Besetzung Ostpolens durch die Russen – unzweifelhaft in den ersten Wochen und noch in Monaten danach ZEHNTAUSENDE UNGEKLÄRTER VOLKSDEUTSCHER SCHICKSALE gab, die bis heute nicht restlos geklärt werden konnten. Darum können die am 17. November 1939 und am 1. Februar 1940 genannten Opferzahlen reichsdeutscher Ermittlungsstellen nur aus den Wirren dieser turbulenten Zeit selbst verstanden werden, deren endgültige Klärung durch die Ausweitung des Krieges nicht mehr möglich war.

Außer der damals schwer betroffenen Volksdeutschen Zivilbevölkerung in Polen, hat es auch über die wirklichen Verluste der damaligen Volksdeutschen Soldaten in der polnischen Armee keine genauen Zahlen gegeben,

„doch kann mit Sicherheit gesagt werden“, – schreibt Dr. Kurt Lück in seinem Dokumentarbuch: „Volksdeutsche Soldaten unter Polens Fahnen“, – daß der größte Teil der Wehrpflichtigen einer Volksgruppe von 1.200.000 Köpfen in der polnischen Armee 1939 eine wahre Hölle durchmachen mußte, und das waren nicht Hunderte, sondern Zehntausende.

Leider ist den Toten selbst der Mund verschlossen, und wir können daher bei den meisten kaum feststellen, ob sie von einer deutschen oder polnischen Kugel gefallen sind.

Weiterhin sind ungeklärt geblieben zahlreiche Schicksale unter den ca. 100.000 in den Ostgebieten Polens beheimatet gewesenen Volksdeutschen, von denen 1939 viele in die polnischen Konzentrationslager Bereza Kartuska und Brest-Litowsk verschleppt wurden. Einwandfreie Zeugenaussagen bzw. eidesstattliche Erklärungen von biederen deutschen Kolonisten aus Wolhynien, Galizien und anderen Gebietsteilen Ostpolens, die nie im Traum daran gedacht hatten, den polnischen Staat zu vernichten, beweisen eindeutig, daß auch an diesen Deutschen tausende von Gewaltverbrechen verübt worden sind.“

Unter genauer Berücksichtigung aller dieser Tatbestände kann daher gesagt werden, daß die Zahl der im Jahre 1939 ermordeten, vermißten oder an den Folgen von Mißhandlungen später verstorbenen Volksdeutschen zwischen 6.000 und 12.000 liegen dürfte. Eine Zahl also, die jener von 1939 und 1940 durchaus nahe kommt. Für eine spätere Geschichtsforschung bleibt diese Feststellung von besonderer Bedeutung:

DER BROMBERGER BLUTSONNTAG WAR NICHT EIN DURCH DEUTSCHE SCHULD – ODER AUCH NUR DURCH DEUTSCHE MITSCHULD – VERURSACHTES EREIGNIS,
sondern
DER HÖHEPUNKT DES 20JÄHRIGEN POLNISCHEN VERNICHTUNGSKAMPFES GEGEN DIE DEUTSCHE VOLKSGRUPPE.

Diesen Bromberger Blutsonntag aber aus dem Gesamtkomplex des 20jährigen polnischen Terrors geschickt herauszulösen und alles andere dieser 20 Jahre sorgfältig zu verschweigen, hat mit einer objektiven Analyse nichts mehr zu tun. Denn jeder wirkliche Kenner der Verhältnisse im Versailler Polen weiß, daß – angefangen mit dem blutigen Mordterror der Korfanty-Banden in Oberschlesien, mit den Grenzschutzkämpfen in Posen und Westpreußen, mit der Errichtung des ersten polnischen Konzentrationslagers in Szczypiorno nach 1918, den brutalen Ausweisungen von über EINER MILLION DEUTSCHER OPFERZAHLEN ERRECHNET WERDEN KÖNNTEN, DIE DIE VERMEINTLICHE ZAHL VON 58.000 BEI WEITEM ÜBERSCHREITEN DÜRFTEN.

In einer seinerzeit herausgegebenen Verlustliste des Deutschtums in Polen geht hervor, daß die Zahl der Deutschen in Polen in den Jahren

1919/20 auf ca. 2,5 Millionen zu beziffern war,
während sie
1931 nur noch etwas über eine Million betrug.

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Hätte sich dagegen die deutsche Volksgruppe UNGESTÖRT entwickeln können, so hätte sie im Jahre 1931 annähernd

DREI MILLIONEN BETRAGEN

müssen, d. h., die Polen haben es mit ihrer Vernichtungspolitik fertiggebracht, das Deutschtum in ihrem Lande in 11 Jahren um etwa ZWEI DRITTEL ZU DEZIMIEREN!

Zehntausende heute noch lebender Optanten aus jener Zeit werden sich noch daran erinnern können, wie sie in den 20er Jahren unter Aufsicht karabinerbewaffneter, meist kongreßpolnischer Polizisten, wie lästiges Ungeziefer ins Reich abgeschoben wurden. Wer Näheres über jene Volksdeutsche Tragödie erfahren möchte, möge das aufschlußreiche 1931 ersch. Buch von Dr. Hermann Rauschning: „DIE ENTDEUTSCHUNG WESTPREUSSENS UND POSENS – 10 JAHRE POLNISCHER POLITIK“ einsehen. Für unsere heutigen Humanitätsapostel aber scheint dies „sehr lange her zu sein“ und es dürfte von diesen Geschichtsakrobaten nicht eine Zeile geben, aus der erkennbar wäre, daß bereits in den 20er und 30er Jahren unseres Jahrhunderts im christlichen Europa eine Volksvernichtung besonderen Ausmaßes stattgefunden hat, die ganz gewiß einer der Hauptgründe für den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war.

Wer aber das Problem des Kriegsausbruches im Jahre 1939 aus dieser Sicht betrachtet, wird nicht umhin können, das konformistische Propagandamärchen vom „brutalen deutschen Überfall auf Polen“ einer gründlichen Revision zu unterziehen. Es beinhaltet in Wahrheit nichts anderes als eine Propagandalüge von allergrößtem Ausmaß.

Heute, nach mehr als 30 Jahren, kann jeder objektive Zeitbetrachter unschwer selbst erkennen, daß die weltweit lancierten polnischen und internationalen Verdunklungs- und Verneblungsversuche um die Geschehnisse des Bromberger Blutsonntags gescheitert sind und daß – trotz der blindwütigen Vernichtung des Bromberger Ehrenfriedhofs nach 1945 durch die Polen und ihrer lautstark vorgetragenen Propaganda – der blutige Opfergang der Volksdeutschen in Polen für alle Zukunft ein unauslöschliches Mahnmal in der Geschichte des Deutschen Ostens bleiben wird.

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Polens Schicksal – Eine Warnung an Europa

Angesichts der seit 1945 währenden kommunistischen Tyrannei in Osteuropa erhebt sich die Frage: Was blieb von Polens Größe, Ruhm und Freiheit? Nach 200 Jahren polnischer Teilungen, polnischer Kriege und polnischer Greuel sieht sich das Volk der Polen, beherrscht von einer Clique marxistischer Tyrannen, deren Regime wiederum der russischen Bajonette im Rücken bedarf, zurückgeworfen in den Abgrund der Hoffnungslosigkeit, Resignation und inneren Anklage.

Anläßlich des polnischen Millenniums veröffentlichte der polnische Exiljournalist Julius Mieroszewski in der Pariser polnischen Zeitschrift „Kultura“ Heft 7, 1966, einen Beitrag unter dem Titel „Tausend Jahre und was weiter?“. Ein polnischer Patriot zieht einen vorläufigen Schlußstrich:

„Die tausendjährige politische Bilanz Polens ist deprimierend und gibt keinen Anlaß zum Jubel. Nach zehn Jahrhunderten befinden wir uns am Ausgangspunkt unserer Geschichte. Wir haben alles verloren, was man verlieren kann. Von der „Res publica“ zweier Völker, von der „Jagiellonischen Idee“, von der Mission der „Vormauer“ verblieb weder eine Spur noch Asche. Wir haben nicht nur große territoriale Verluste hinnehmen müssen, wir verloren auch den historischen Sinn der polnischen Staatlichkeit. Unsere starken Nachbarn konnten wir weder schlagen, noch haben wir es zu guten nachbarlichen Beziehungen mit ihnen gebracht. Wir sind ein Pufferstaat im sowjetischen System, der Rußland vor dem Westen schützt.“

Als Folge dieser verfehlten polnischen Politik steht der Bolschewismus seit 1945 im Herzen Europas. Der bekannte Schriftsteller Lothar Greil, Verfasser der weithin bekannt gewordenen Aufklärungsdokumentation „SLAWEN-LEGENDE“, zweite Auflage, Schildverlag, 8 München 60, Federseestraße 1, hat im Schlußkapitel seines empfehlenswerten Buches die uns alle in Westeuropa bedrohende Wirklichkeit mit diesen warnenden Worten deutlich gemacht:

„Lenin, der sich als Inkarnation Tschingis-Chans verstand, restaurierte das Tatarentum unter neuzeitlicher Verbrämung, verwob marxistisch-kommunistische Lehrvorstellungen mit dogmatischen Prinzipien der traditionellen Orthodoxie und stellte den Bolschewismus in den Dienst des uralten Weltherrschaftstraumes. Als Zukunftsvision schwebte dem Mann von der Lena die Verwandlung der Weltmenschheit in eine riesige, frei von persönlichem oder nationalem Initiativstreben als Roboter organisierte, nivellierte und geschichtslose Sklavenarmee unter der Herrschaft einer Minderheit auserwählter moskowitischer Bolschewiki und ihrer Statthalter vor.

Was den „weißen Zaren“ noch versagt geblieben war, wußte der Bolschewismus kraft unnachgiebiger Konsequenz und dank eines Heeres abartiger Hilfswilliger im Westen zu erreichen: Niederringung des Deutschen Reiches als wahrhaft schützende Ordnungsmacht Europas, Zerschlagung und Inbesitznahme der dämmenden Bollwerke sowie Verlegung der imperialen Grenzen unter panslawistischer Flagge bis zur Oder-Neiße- und Böhmerwald-Linie.“

In ähnlichem Sinne schrieb der österreichische General Heinrich von Jordis-Lohausen, ein international anerkannter Experte, 1971 über die Bedeutung der sowjetischen Präsenz in Mittelosteuropa:

„Jede Schwächung dieser beiden Bollwerke – des altösterreichischen und preußischen – mußte, gleichgültig, woher sie kam und zu welchem Zweck sie erfolgte, eines Tages unabwendbar zugunsten Rußlands ausschlagen. Jahrelang hielten sie sich gegen den vereinten Druck fast der gesamten übrigen Welt. Es bedurfte des Opfers von 40 Millionen Menschen und unzähliger Milliarden amerikanischen Geldes, sie beide zu zerstören. Der erste große Waffengang zerschlug Österreich, der zweite Preußen und trug die mitsiegenden Russen in einem Zug bis knapp an den Rand der nächsten größeren Einschnürung des europäischen Festlandes, der zwischen Adria und Nordsee, und damit an die Pforten des europäischen Kerngebietes. Nach dem Willen der siegreichen Amerikaner wurden die Sowjets hier zu alleinigen Erben.

Was die Zaren erträumt hatten, war nun Wirklichkeit: Das Vorfeld war bereinigt, die strategisch beherrschende Stellung an Oder, Neiße, Böhmerwald dank der Vertreibung gesichert und davor in Gestalt der „Zone“ ein neues Sprungbrett gewonnen. Koexistenzselig, entspannungssüchtig und vorleistungsbeflissen steht noch weiter westlich die Bundesrepublik heute im Begriff, sich aus einem letzten Schutzwall des Westens in ein strategisches Niemandsland zu verwandeln.

Heute stehen die bolschewistisch-panslawistischen Erben Tschingis-Chans im Herzstück Europas und bereiten sich auf den nächsten Sprung bis an den Rhein vor. Während ihre Statthalter das Menschenpotential des sogenannten Ostblocks mobilisieren, sorgen im wehrmüden und dem Verfall zusteuernden Westen entartete Emporkömmlinge für den Tag der absoluten Unterwerfung.“

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Die wichtigsten heute noch in ostdeutschen Bibliotheken und Archiven vorhandenen Dokumentarbände sind hier titelmäßig aufgeführt, um – bis auch in fernste Zeiten – nachweisen zu können, wie es damals im Sommer 1939 wirklich war und wer Europa in den Abgrund stieß. Das Deutsche Reich aber wird das Urteil der Geschichte nicht zu fürchten brauchen.

1) Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges; Berlin 1939, 2. Band/488 Seiten,
482 Dokumente. Herausg. vom Auswärtigen Amt
2) 26 Urkunden zur letzten Phase der deutsch-polnischen Krise
Herausg. 1939 vom Auswärtigen Amt in Berlin
3) Polnische Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges; Band 3
Herausg. vom Auswärtigen Amt 1940 in Berlin
4) Die polnischen Greueltaten an den Volksdeutschen in Polen
Erste Ausgabe der Dokumentensammlung; Stichtag der 17. Nov. 1939
Herausg. vom Auswärtigen Amt in Berlin
5) Dokumente polnischer Grausamkeit / 456 Seiten
Herausg. 1940 vom Auswärtigen Amt
6) Marsch der Deutschen in Polen
115 Seiten, zusammengestellt von Dr. Kurt Lück. Ersch. 1940 in Berlin.
Volksdeutsche berichten über Erlebnisse in den Septembertagen 1939
7) Volksdeutsche Soldaten unter Polens Fahnen
150 Seiten, 1940 Berlin, von Dr. Kurt Lück
8) Der Tod in Polen – Von Edwin Erich Dwinger
Die Volksdeutsche Passion, 173 Seiten
9) „Er hilft uns frei aus aller Not“
Erlebnisberichte aus den Septembertagen 1939. Im Auftrage des Evangelischen
Konsistoriums in Posen. Herausg. von Liceat Dr. Richard Kammel.
1940 ersch. im Lutherverlag, Posen; – 142 Seiten
10) Höllenmarsch der Volksdeutschen in Polen
Nach ärztlichen Dokumenten zusammengestellt von Dr. Hans Hartmann
Verlag Neues Volk / Berlin-Wien; 106 Seiten
11) Auf den Straßen des Todes
Leidensweg der Volksdeutschen in Polen
Herausg. von Dr. Fritz Menn, – 126 Seiten
V. Hase u. Koehler-Verlag, Leipzig 1940
12) Schreckenstage in Polen
Schwestern-Erleben im September 1939 / 48 Seiten;
Herausg. von Th. Krawielitzki
Ersch. im Spener-Verlag, Marburg/Lahn, 1940
13) Der Marsch nach Lowitsch
Von Erhard Wittek / Ersch. 1942; 104 Seiten

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Quelle: Kritik – Die Stimme des Volkes, Folge Nr. 50, April 1981