Der einzige Weg in eine deutsche Zukunft

NSDAP-Programm gegen Globalismus-Programm!

Sollte es für die Deutschen, und nicht nur für die Deutschen, kurz vor dem tödlichen Absturz in die brodelnde Finanzhölle noch eine Umkehr geben, dann nur durch die Kraft der Erkenntnis über die Zusammenhänge dieses galaktisch großen Menschheitsverbrechens – derzeit “Finanzkrise” genannt. Nur die geistige Kraft der Erkenntnis kann den Fall in den finanziellen Höllenschlund noch verhindern.

Ohne eine geistige Metamorphose dürfte geschehen, was Adolf Hitler mit folgenden Worten prophezeite:

“Siegt der Jude mit Hilfe seines marxistischen Glaubensbekenntnisses über die Völker dieser Welt, dann wird seine Krone der Totentanz der Menschheit sein, dann wird dieser Planet wieder wie einst vor Jahrmillionen menschenleer durch den Äther ziehen. Die ewige Natur rächt unerbittlich die Übertretung ihrerGebote. So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herren.” [1]

Warum in diesem Zusammenhang das Hitler-Zitat? Weil gerade jetzt eingetreten ist, was verschwiegen werden soll. Die jüdischen Machtzentren herrschen mit ihrem tödlichen Finanzsystem über die westliche Welt, lassen die Menschheit mit eisernem Krallengriff für ihren großen Plan zugrundegehen. Diese Tatsache wird mittlerweile sogar von Systemprominenten wie der SZ-Journalistin Franziska Augstein öffentlich im Fernsehen angeprangert:

“Die jüdische Israel-Lobby hat das Weiße Haus fest im Griff und will den Iran lieber heut als morgen vernichten.” [2]

Billionensummen, egal in welcher künftigen Währung, sollen als Zinstribut für die galaktischen Betrugskonzepte der geheimen Weltherrscher, die von ihren Vasallen über die Völker gestülpt wurden – genannt “Banken- und Euro-Rettung” sowie “IWF-Aufstockung” – von den kommenden 1000 Generationen aufgebracht werden.

Selbstverständlich ist vorgesehen, die immer noch “Fleißigsten und Dümmsten” (Lippman) für alle anderen bezahlen zu lassen, schließlich soll der Tribut sicher sein. Der jüdische Finanzmagnat George Soros, dessen Pläne später immer Gesetz werden in der BRD, sprach es unverblümt aus:

“Soros will Deutschland als Geldgeber für ganz Europa. … Deutschland würde zum Geldgeber eines ganzen Kontinents. … Sein Plan: Eine riesige Umverteilungsmaschine, hauptsächlich von Deutschland finanziert.” [3]

Aber die Rettung wird nicht allein dadurch geschehen, indem die Juden aus dem Volkskörper entfernt werden (des Landes und aus den Machtpositionen verwiesen). Viele Gutmenschen und Lügenanhänger werden schockiert sein zu erfahren, dass die folgende Auffassung von Adolf Hitler vertreten wurde:

“Würden die geistigen Grundlagen der heutigen Judenherrschaft: ‘Eigennutz vor Gemeinnutz’ und ihre stofflichen Machtmittel, das System der jüdischen Bank-, Anleihe- und Kreditwirtschaft bestehen bleiben, auch nach der Austreibung der Juden, so würden sich genug Judenbastarde oder auch ‘Normaldeutsche’ in ihrer elenden Rassenmischung finden – an die Stelle der Juden treten, und sie würden gegen das eigene Volk nicht geringer wüten, als es heute die artfremden Juden tun, – und vielleicht würden wir sogar manchen ‘Antisemiten’ dann an den Stellen sehen, wo vorher der Jude saß.” [4]

Nur aus der Metamorphose des Geistes kann die Erlösung des menschlichen Jammertals erfolgen, nicht aus der Anwendung von Gewalt. Die Menschenfeinde, die Bluthetzer und ewigen Lügner, versuchen seit der Entstehung des Phänomens “Hitler”, diesen wohl gewaltigsten Weltveränderer als gewalttätiges Monster zu diffamieren, um die von ihm eingeleitete geistige Erweckung der Völker im Keim ersticken zu können.

Adolf Hitler war Lichtjahre davon entfernt, ein Gewalttäter wie beispielsweise Josef Stalin zu sein – er war ein Geistestitan. Er wusste seit seiner verzweifelten Notwehr-Reaktion (November-Putsch 1923) gegen die damaligen Gewaltherrscher, dass die Veränderung der Welt hin zum Menschlichen nur auf der Grundlage der Schöpfungsordnung – und nicht durch Gewalt gegen Gewalt – geschehen könne. Also nur durch ein neues Denken. In der geistigen Kampfzeit nach seiner Landsberger Festungshaft und vor dem Münchener Tribunal 1924 lautete deshalb seine Parole:

“Für den, der Willens ist, mit geistigen Waffen zu kämpfen, haben wir den Geist, für den anderen die Faust!” [5]

Nur wenn die Menschheit erkennt, dass sie durch ein universales, in seinen Ausmaßen schier unvorstellbares Betrugsprogramm unterjocht und auch gemordet wird, kann das teuflische Welt-Bankster-System überwunden werden. Deshalb stellt das damalige Parteiprogramm der NSDAP ein einzigartiges Werk politischer Geisteskraft zur Befreiung der Menschheit dar.

Das ist übrigens der wahre Grund, warum Adolf Hitler von der unheimlichen Macht zum Feind der Menschheit erklärt wurde. Einfach weil er ihre Macht mit der Kraft der Erkenntnis gefährdete. Das Parteiprogramm der NSDAP zeigt den heute noch gültigen, politisch gehbaren Weg, der aus dem Sklavenelend führt. Kein anderes Parteiprogramm der Welt hat dies je so verständlich und nachvollziebar formuliert. Daher rührt der Hass und der weltweite Lügenaufwand, mit dem Adolf Hitler seither überzogen wird. Seine Gedanken sollen unter Verschluss bleiben. Aber das war zu Zeiten Jesu Christi nicht anders, wie in Johannes (7:13) überliefert wird:

“Aber niemand sprach offen von ihm (Jesus), aus Angst vor den Juden.”

Heute ist es Adolf Hitler, über den nicht offen gesprochen werden darf. Es sind die Mächtigen dieses Weltbankster-Systems, die die Lügen erfunden haben und diese auch noch vielfach vom Strafrecht schützen lassen. Jede Aufklärung fällt unter das Verfolgungsprogramm “Antisemitismus”, womit ihre Macht über die Menschheit gesichert werden soll.

Das Programm zur absoluten Unterjochung der Deutschen wurde bereits nach der Weltkriegsniederlage in den 1920er Jahren an den Besiegten ausprobiert. Damals handelte es sich ebenso um Tribut für die Weltgeld-Lobby wie heute. Es war damals Versklavung und es ist heute Versklavung. Was damals der “Dawes-Plan” und das “Young-Elend” waren, sind heute Banken- und Eurorettung sowie IWF-Aufstockung. Wie von Soros verlangt: Die Deutschen sollen bis in alle Ewigkeit bezahlen – für nichts weiter als für Tribut an diese menschenverachtende Lobby.

Adolf Hitler nannte das Todesprogramm, das heute von Soros und Konsorten formuliert wird, damals den “Dawestribut” und das “Young-Elend”. Deshalb spitzte sich sein Werk und Programm auf die Zerschlagung der “Zinsknechtschaft” zu, seit er im Jahre 1919 einen Vortrag von Gottfried Feder hörte.

“Als ich den ersten Vortrag Gottfried Feders über die ‘Brechung der Zinsknechtschaft‘ anhörte, wußte ich auch sofort, daß es sich hier um eine theoretische Wahrheit handelt, die von immenser Bedeutung für die Zukunft des deutschen Volkes werden wird … Der Kampf gegen das internationale Finanz- und Leihkapital ist zum wichtigsten Programmpunkte des Kampfes der deutschen Nation um ihre Unabhängigkeit und Freiheit geworden.” [6]

Im Programm der NSDAP wird klar beschrieben, was die Ursache des Leids der Menschheit ist und wer die Übeltäter sind:

“Der heutige Unstaat mit seiner Unterdrückung der arbeitenden Klassen, dem Schutz des Raubeigentums der Bank- und Börsenschieber ist der Tummelplatz rücksichtslosester privater Bereicherung, gemeinsten politischen Schieber- und Strebertums geworden; es gibt keine Rücksicht auf den Nächsten, den Volksgenossen, kein höheres sittliches Band; die brutalste Macht, die Geldmacht, herrscht schrankenlos und wirkt ihren verderblichen, zerstörenden Einfluß auf Staat, Volk, Gesellschaft, Kultur, Sitte, Theater, Schrifttum und alle sittlichen Unwägbarkeiten aus. In diesem Riesenkampf darf es natürlich kein Schwanken, keine Änderung, kein Zurückweichen geben, – hier gibt es eben nur Sieg oder Untergang.” [7]

Auch heute wird Adolf Hitler dahingehend aus berufenem Munde, zwar indirekt, aber umfassend bestätigt. Dr. Wolfgang Hetzer war Referatsleiter im Bundeskanzleramt, zuständig für die Aufsicht über den BND in den Bereichen Organisierte Kriminalität und leitete ab 2002 die Abteilung “Intelligence: Strategic Assesment & Analyisis” bei der EU (OLAF). Kein geringerer als Dr. Hetzer formuliert Adolf Hitlers damaligen Kernpunkt des NSDAP-Parteiprogramms gegen die Räuber aus dem Bank- und Börsenschiebergewerbe wie folgt neu:

“Die anhaltend verheerende weltwirtschaftliche Entwicklung ist kein unvermeidbares, schicksalhaftes Verhängnis, sondern das Produkt aus politischen Fehlentscheidungen, wirtschaftlicher Inkompetenz und krimineller Energie. Mit der Verwendung des Begriffs ‘Finanzkrise’ finden Täuschungen statt, die den Eindruck erwecken sollen, dass das System der globalen Kapitalmärkte nur einer vorübergehenden Störung ausgesetzt sei. So wird davon abgelenkt, dass Organisationen, Institutionen, Einzelpersonen und Gruppen – als übliche Bankgeschäfte getarnt – hemmungslos ihre eigenen Interessen verfolgen. Eine strafrechtliche Aufarbeitung findet allerdings nicht statt. Warum ist das so? Welche Straftatbestände könnten greifen? Höchste Zeit, dass das traditionell gegen die ‘Unterschicht’ eingesetzte Strafrecht auch endlich bei der ‘Oberschicht’ angewendet wird.” [8]

Dr. Wolfgang Hetzer stuft die derzeitige globalistische Finanzwirtschaft – wie seinerzeit Adolf Hitler – “als rasante Entwicklung des internationalen Verbrechens” ein. [9]

Im Parteiprogramm der NSDAP wird klipp und klar erklärt, um was es sich bei der “Zinsknechtschaft” handelt und wie sie zerschlagen werden kann. Vor allem weist Adolf Hitler im NSDAP-Parteiprogramm darauf hin, dass die Weimarer Republik dieser “internationalen Verbrecherbande” die Finanzmacht über das erarbeitete Geld der Menschen überlassen hatte. Im NSDAP-Programm hieß es dazu, was sehr an die heutigen Zustände erinnert:

“Das Sachverständigen-Gutachten und die darauf aufgebauten Dawesgesetze raubten Deutschland seine Finanzhoheit, diese wurde an eine Handvoll Großjuden, bzw. an aus- und inländische Großkapitalisten verschachert.” [10]

Und heute? Die Finanzhoheit der BRD wurde im Rahmen des ESM-Vertrages gerade an einen Geheimbund abgetreten, der immun ist gegen jede Strafverfolgung, der von keiner Regierung kontrolliert werden darf und der den Deutschen Schulden nach freiem Ermessen in unbezifferbarer Höhe aufzuladen ermächtigt ist, damit die kommenden tausend Generationen der Deutschen unvorstellbaren Tribut an das “internationale Verbrechen” (Dr. W. Hetzer) abliefern müssen. Die ESM-Kernpunkte lauten:

“Wenn der ESM-Rettungsschirm installiert ist, darf er über den Gouverneursrat Zugriff auf die deutschen Staatsfinanzen nehmen. Er steht außerhalb demokratischer Kontrolle. … Der ESM-Fonds kennt keine Veröffentlichungspflichten wie etwa bei der Europäischen Zentralbank (EZB), er kann daher in Geheimrunden Entscheidungen treffen. … Der Gouverneursrat kann mit einfacher Mehrheit, also gegen die Stimme Deutschlands, das nichteingezahlte Aktienkapital von vielen hundert Milliarden Euro jederzeit innerhalb von sieben Tagen ‘unwiderruflich und uneingeschränkt’ anfordern. Können andere Euro-Staaten nicht zahlen, wird auch Deutschland deren Anteil der Zuzahlung übernehmen müssen.” [11]

Nach der Niederlage des Deutschen Reiches im 1. Weltkrieg gingen die Reparationszahlungen nur in kleinerem Umfang an die Siegerstaaten Frankreich und England, diese raubten vorwiegend die Wirtschaftsgrundlagen und Industrieanlagen. Aber die großen Billionensummen mussten an das internationale Finanz-Lobbytum geleistet werden, darauf einigten sich die dieser Lobby dienenden Siegermächte. Bekannt wurden diese Tributleistungen, die in Deutschland über eine Million Hungertode forderte, als “Dawes-Tribut” und “Young-Elend”. Heute wird abgeliefert unter den Decknamen “Bank- und Euro-Rettung” bzw. “IWF-Aufstockung”.

Der sogenannte Internationale Währungsfonds (IWF) ist nur ein anderes Instrument dieser “internationalen Bande”, der unter der Lüge operiert, diese Institution würde Länder retten, wie jetzt die Euro-Länder. Verschwiegen wird, dass die zu rettenden Länder, am Ende nur die BRD, diese Rettungsmittel erst einmal dort einzahlen müssen, bevor sie etwas davon zurückerhalten. Sie leihen sich also ihr eigenes Geld zu Wucherzinsen zurück. Das ist immer das Grundkonzept dieser Bande, egal wie die “Rettungsprogramme” auch heißen mögen:

“Die Krisenkasse des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird um rund 325 Milliarden Euro aufgestockt und einen großen Teil davon wird Deutschland beisteuern. Überweisen wird das Geld die Bundesbank, das finanzielle Risiko aber tragen die Steuerzahler.” [12]

Interessant ist, dass die USA (und im Schlepptau Kanada) sich an den Einzahlungen nicht beteiligen, mit der wahren Begründung, die Aufstockung sei nicht notwendig:

“Die USA, der größte IWF-Anteilseigner, und Kanada beteiligen sich an der Aktion allerdings nicht, sie halten die Mittelaufstockung für nicht notwendig.” [13]

Natürlich sind Mittelaufstockungen nicht notwendig, denn die Hilfe, die angeblich den Staaten zukommen soll, müssen diese ja zuerst beim IWF einbezahlen. Mit anderen Worten bezahlt nicht nur jeder “hilfsbedürftige” Staat zuerst seine ihm zuzuteilende Hilfe selbst ein, sondern leistet für sein eigenes eingezahltes Hilfegeld dann bei der Zurückleihung auch noch horrende Zinsen an die Hyänen in Übersee. Der IWF wird letztlich von der FED (die private jüdische Notenbank der USA) kontrolliert.

Mit der Aufgabe der Finanzhoheit der Staaten zugunsten der geheimen Finanzmacht, des “internationalen Verbrechens” (Dr. Hetzer, Leyendecker), erstellen diese Finanzmächte ganz einfach Trillionensummen in ihren Computern, vergeben diese Kunstsummen an die Staaten, die dafür aber reale Zinsen bezahlen müssen, und das bis in alle Ewigkeit. Sie schaffen also durch einen Computer-Klick jede Summe, ohne dafür auch nur einen einzigen Cent an Kosten aufbringen zu müssen, ohne auch nur einen einzigen Cent an Risiko tragen zu müssen, und im Gegenzug erhalten sie dafür die Arbeitskraft aller kommenden deutschen Generationen sowie das Boden- und Betriebsvermögen der Deutschen zur vollständigen Ausraubung übereignet.

Die Rückzahlung der Grundsummen (Schuldsummen) ist nie beabsichtigt, da diese sowieso künstlich erzeugt wurden durch Inflations-Computer-Geld. Es geht allein um den ewigen Zinstribut, der aus dem Nichts entsteht (angebliche Finanzierungen von staatlichen Projekten, obwohl es sich um selbsterzeugte Kunstkredite des Finanzkapitals handelt), aber in wirklichen Leistungen zurückbezahlt werden muss. Im NSDAP-Parteiprogramm wird diese Tatsache verständlich gemacht und klar als zu beseitigendes Ziel definiert:

“Unser geltendes Recht schützt zwar ganz besonders das Eigentum des Einzelnen. Ein kleiner Diebstahl wird oft im Rückfall unmenschlich bestraft, dagegen bieten unsere Gesetze keine Handhabe, die Großgauner zu fassen, die mit ‘kapitalistischen Methoden’ die ganze Bevölkerung bestehlen. Wir denken hier in erster Linie an die Urheber und Nutznießer der Inflation: Aber zum Schaden der Allgemeinheit bedeuten die Obligationen eine ‘Verpfändung’ der neuen Werke an das Finanzkapital, das sich natürlich alle Rechte sichert, die Preise diktiert und allen Nutzen für sich nimmt. In Wirklichkeit ist somit das Finanzkapital um die ausgebauten nationalen Wasserkräfte bereichert worden, auf eine ‘Rückzahlung’ legt die Finanz gar keinen Wert, sie will eine dauernde Melkkuh aus derartigen Monopolstellungen sich schaffen. Die Bevölkerung muß teueren elektrischen Strom, teueren Luftstickstoff usw. bezahlen. Das Leihkapital hat wieder einen Teil des Volksvermögens sich zinspflichtig gemacht.” [14]

Für diese Ausraubung der Bevölkerung durch das Wucher- und Schiebertum sah das NSDAP-Programm folgendes vor:

“Wucher und Schiebertum, sowie die rücksichtslose Bereicherung auf Kosten und zum Schaden des Volkes wird mit dem Tode bestraft.”

Heute fordert Dr. Wolfgang Hetzer:

“Es ist höchste Zeit, dass das traditionell gegen die ‘Unterschicht’ eingesetzte Strafrecht auch endlich bei der ‘Oberschicht’ angewendet wird.” [15]

Adolf Hitler kam an die Macht und begann erfolgreich die Erkenntnis der Menschen gegenüber dem Übel in dieser Welt zu fördern, was ihn zum Feind Nummer eins dieser Menschenverachter machte. Denn mit der Reifung des Geistes und dem Erkenntnisgewinn verliert der Bankster seine Macht. Das uralte Programm der Finanzterroristen sieht schließlich vor, all jene zu töten, die Erkenntnis gewinnen, die Bescheid wissen über GUT und BÖSE. So steht es im Jüdischen Gesetz geschrieben:

“Gott der Herr gebot dem Menschen: ‘Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, nur vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn am Tage, da du davon issest, musst du sterben.” [16]

Adolf Hitler schaffte es am Ende mit der Kraft des Geistes, getragen vom Volkswillen, zum Führer und Reichskanzler aufzusteigen. Er leitete die Weltenwende ein, die bis zu dem ihm aufgezwungenen Weltkrieg so segensreich für das deutsche Volk verlief, wie nichts zuvor in seiner Geschichte. Die Welt erstarrte vor Neid, aber auch vor Anerkennung. Viscount Rothermere, der bis 1939 Direktor des britischen Ministeriums für Informationen war und nach 1945 im Direktorium von Reuters saß, drückte das so aus.

“Es gibt keine lebende Person auf der Welt, deren Versprechungen ich im Zusammenhang mit wichtigen Dingen eher glauben würde, als dem Wort von Adolf Hitler.” [17]

Und David Lloyd George (Britischer Premier Minister 1916-1922) sagte:

“Ja, Heil Hitler. Auch ich sage das, weil er wahrhaftig ein Großer Mann ist. … Zum ersten Mal seit dem Krieg hat sich ein allgemeines Gefühl der Sicherheit und des Friedens durchgesetzt. Die Menschen sind glücklicher. Im ganzen Land trifft man auf ein zufriedenes, lebensfrohes Volk. Es ist ein viel glücklicheres Deutschland. Ich beobachtete das überall. Und Engländer, die ich auf meiner Reise durch Deutschland traf, die mit Land und Leuten vertraut sind, waren ebenso stark beeindruckt von diesen großen Veränderungen. Dieses wunderbare Phänomen wurde von einem einzigen Mann geschaffen.” [18]

Wegen dieser Leistungen und wegen der Aufklärung über die ewige Finanz-Mafia wurde die ganze Welt damals in den Krieg gegen das blühende Deutsche Reich getrieben. Das Aufsichtsratsmitglied der südafrikanischen Notenbank, Stephen Goodson, erklärte kürzlich in einem Radio- und Fernsehinterview:

“Der Holocaust ist eine gewaltige Lüge, mit der viele Ziele verfolgt werden. Natürlich geht es dem Weltfinanz-Judentum im Prinzip darum, enorme Summen von Geld aus den Deutschen herauszuschinden … Das internationale Bankensystem stellt die Hitlerzeit immer wieder als die Zeit des Bösen dar, um die Menschen blind gegenüber ihren Machenschaften zu halten … Adolf Hitler kam 1933 an die Macht und in der kurzen Zeit von nur sechs Jahren verwandelte er Deutschland. Er reduzierte die Arbeitslosigkeit von 30 Prozent auf null. Allen Deutschen gab er schuldenfreie Wohnungen, schuf exzellente Arbeitsverhältnisse und gab den Deutschen Respekt und Ehre zurück. In diesen sechs Jahren schuf Adolf Hitler ein Arbeiterparadies. Die Inflation befand sich bei NULL-Prozent und Deutschland wurde das wohlhabendste und mächtigste Land in der Geschichte Europas. … Das war der wirkliche Grund für den 2. Weltkrieg. Der Krieg hatte nichts mit dem Schutz von Menschenrechten zu tun oder mit dem Schutz von Polen oder mit all den anderen in den Geschichtsbüchern vorgeschützten Gründen. Deutschland wurde damals klargemacht, nur dann Mitgliedschaft der internationalen Völkerfamilie werden zu können, wenn es sich den Regeln der internationalen Banker unterwerfen würde.” [19]

Im Gegensatz zu den Lobby-Politikern, die ihre Völker dem internationalen Bankstertum als Sklavenmaterial ausliefern und sich an ihre Lügenversprechungen aus Wahlkampfzeiten nur bei den nächsten Wahlen erinnern, verwirklichte Adolf Hitler sein Versprechen aus dem Programm der NSDAP. Die Folge war eine einzigartige wirtschaftliche Blüte und ein einzigartig glückliches Volk, wie wir aus berufenem Munde erfahren haben. Die segensreiche Verwirklichung des NSDAP-Parteiprogramms wurde von der Fachzeitschrift Wirtschafts-Woche wie folgt bestätigt:

“Das 3. Reich bietet nun zwei weitgehend verschiedene Ordnungen zum Vergleich. Von 1933 bis 1936 – etwa bis zum Rücktritt Hjalmar Schachts als Reichswirtschaftsminister – war Deutschland eine Marktwirtschaft, die sich deutlich von anderen Marktwirtschaften unterschied. So herrschte seit 1931 Devisenbewirtschaftung, seit 1932 Lohnstopp, seit 1933 Gewerkschaftsverbot. Ab 1936 wurde eine Planwirtschaft installiert, aber erst 1939 voll in Kraft gesetzt. Auch sie unterschied sich erheblich von sozialistischen Planwirtschaften: Das Privateigentum blieb erhalten, der Gewinn wurde nicht abgeschafft, das Gewinnstreben vielmehr in den Dienst der Wirtschaft gestellt. Die Arbeitslosigkeit ging von rund sechs Millionen im Winter 1932/33 auf 1,6 Millionen 1936 und hunderttausend 1939 zurück. Die Beschäftigung stieg um mehr als die Hälfte. Die Wachstumsrate des realen Sozialprodukts lag bei knapp zehn Prozent pro Jahr. Das Defizit im Staatshaushalt war minimal und lag selbst 1938 in der Zeit massiver Kriegsvorbereitungen, gemessen am Sozialprodukt, niedriger als heute. [Zur Zeit der] Kriegswirtschaft … lag die Produktion 1944 trotz Bombenkrieg und Rohstoffmangel höher als 1939. Diese Zahlen, die im Rest der Welt keine Entsprechung hatten, sind so aufregend, daß ihre Gründe aufgedeckt werden sollten … Können wir auf Erfolgsrezepte nur deshalb verzichten, weil Adolf Hitler sie angewandt hat?” [20]

Übrigens: All jene, die sich sehr danach sehnen, im NSDAP-Parteiprogramm einen Plan zur Judenvernichtung zu entdecken, würden bei der Lektüre schmerzlichst enttäuscht sein.

Quellen:

1

Mein Kampf, Kapitel 2, Band 1

2

Maybrit Illner, ZDF, 12.04.2012

3

Welt.de, 15.04.2012

4

Parteiprogramm der NSDAP

5

Adolf Hitler in der Prozeßrede 1924 (im Buch „Der Weg der NSDAP)

6

MEIN KAMPF, Kapitel 8, Band 1

7

NSDAP-Parteiprogramm

8

Rückseite Umschlag des Buches FINANZ-MAFIA, Wolfgang Hetzer, Westend-Verlag 2011

9

ebenda, Erklärung von Hans Leyendecker

10

Das Parteiprogramm der NSDAP

11

Welt.de 31.03.2012

12

Spiegel.de, 25.04.2012

13

ebenda

14

NSDAP-Parteiprogramm

15

Rückseite Umschlag des Buches FINANZ-MAFIA, Wolfgang Hetzer, Westend-Verlag 2011

16

Genesis, 2:16-17

17

V. Rothermere, “Warnings and Predictions”, S. 180 – 183

18

K. Hierl, “Im Dienst für Deutschland”, S 163 und Lloyd George’s Artikel im Daily Express, 17.9.1936

19

Mail and Guardian online, Apr 13 2012

20

WirtschaftsWoche, Nr. 29/1991, S.110

.

Quelle: National Journal

Fälschungen zur Auslandsfinanzierung Hitlers

Von Hermann Lutz

V o r b e m e r k u n g des H e r a u s g e b e r s : … Wenn im folgenden zunächst ein „negativer“ Ausschnitt aus dem genannten Problemkreis behandelt wird, so entspricht das der dem Historiker geläufigen Methode der Eliminierung. Sie sollte indessen nicht mißverstanden werden. Um es deutlich zu sagen: es geht in keiner Weise an, wie das in Papens Erinnerungen (Deutsche Ausg., S. 357 ff.) geschieht, mit dem Nachweis der Fälschung in einem Fall die Frage nach den finanziellen Subventionen überhaupt beiseite zu schieben. Es handelt sich zunächst nur um die Ausmerzung von einigem wildgewachsenen Gestrüpp, das noch immer weiterwuchert. Denn das ist allerdings zugleich festzustellen: es handelt sich im folgenden um Angaben, die trotz ihrer äußeren und inneren Unglaubwürdigkeit offenbar nicht ohne Nachspiel gewesen sind, als internationaler Störungsfaktor wie als Verführung für Anfällige. Auch hier ist es die Aufgabe verantwortungsbewußter Zeitgeschichte, sich auf einwandfreier wissenschaftlicher Grundlage von aller Legendenbildung abzusetzen, einerlei ob sie im nazistischen oder im kommunistischen Gewande einhergeht und ohne Rücksicht darauf, welcher Art von Apologetik sie etwa dient.

H. R.

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Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler Reichskanzler. Im Herbst jenes Jahres bot der Holländer J. G. Schoup dem angesehenen Amsterdamer Verlag Van Holkema & Warendorf N. V. eine Schrift an, die enthüllte, daß amerikanische Kapitalisten, mit englischer und holländischer Beteiligung, Hitler finanziell zur Macht gebracht hätten. Schoup erklärte, der Verfasser sei ein persönlicher Bekannter von ihm, Sidney Warburg, Sohn eines der größten Bankiers der USA. Zur Beglaubigung legte er ein Aktenbündel vor, das seinen Schriftwechsel mit Warburg enthielt. Die Briefbogen trugen den Aufdruck der Firma Warburg & Warburg, 5754 Fourth Avenue, New York. Das englisch geschriebene Manuskript wies die gleiche Handschrift auf wie die mit „Sidney Warburg” unterzeichneten Briefe. In einem davon wurde Schoup ermächtigt, die Schrift holländisch unter seinem Namen zu veröffentlichen, da Warburg nicht als Verfasser genannt sein wollte. Das Original sollte nach Drucklegung der Übersetzung vernichtet werden. Auf Grund dieser Unterlagen übernahm der Verlag die Veröffentlichung. Schoup überließ ihm den ganzen Schriftwechsel, der nach der deutschen Besetzung Hollands im zweiten Weltkrieg nebst allem, was mit der Schrift zusammenhing, auf deutsches Verlangen hin vernichtet wurde. (1


(1 Brief der Firma an den Verfasser, 9. April 1952; Angaben ergänzt durch das Rijksinstituut voor Oorlogsdocumentatie, Amsterdam, 2. Mai 1952, nach einem am 23. November 1933 in der Amsterdamer Tageszeitung „De Telegraaf” veröffentlichten Interview mit der Verlagsfirma.

Die Schrift gab sich als das Bekenntnis eines von Reue erfaßten Mannes jüdischer Konfession, der, im Auftrag anderer handelnd, für Hitlers Bewegung insgesamt 32 Mill. Dollar vermittelt hatte. Das 99 Druckseiten starke Büchlein erschien im Herbst 1933 unter dem Titel: De Geldbronnen van het Nationaal-Socialisme. Drie Gesprekken met Hitler door Sidney Warburg. Vertaald door J. G. Schoup. Sein Inhalt sei hier nach der deutschen Übertragung skizziert, die Rene Sonderegger 1947 bei der Schweizerischen Landesbibliothek, Bern, hinterlegt hat.

Im Juli 1929 forderte Mr. Carter, Präsident des Guaranty Trust, Sidney Warburg zu einer Beratung in New York auf, an der die Präsidenten der Federal Reserve Banken, fünf unabhängige Bankiers, „der junge Rockefeller” von der Standard Oil und Mr. Glean von der Royal Dutch teilnahmen. Die französische Politik machte Wall Street Sorge. Frankreich wollte Deutschland wirtschaftlich niederhalten, während andere Staaten, vor allem Amerika und Britannien, ein gedeihendes Deutschland brauchten. Eine nationale Revolution in Deutschland würde Frankreich einschüchtern, so dachte man, und den Wünschen der andern Mächte gefügig machen. Dafür schien Hitler der geeignete Mann zu sein. Da Sidney Warburg fließend deutsch sprach, sollte er bei Hitler erkunden, welche Summe er benötige, um die geplante Umwälzung durchzuführen. Durch Vermittlung von Oberbürgermeister Deutzberg in München hatte Warburg dort seine erste Besprechung mit Hitler. Dieser betonte sofort: „Frankreich ist unser Feind”. Durch seinen Finanzfachmann von Heydt errechnete er einen Geldbedarf von 100 Mill. Mark. Carter bewilligte 10 Mill. Dollar, auf deutschen Wunsch zahlbar durch Mendelssohn & Co., Amsterdam, wohin von Heydt den Mr. Warburg begleitete. Es wurden zehn Schecks zu je einer Mill. auf zehn verschiedene Namen ausgestellt.

Im September 1931 gab England den Goldstandard auf. Frankreich suchte London finanziell zu schwächen. Ministerpräsident Pierre Laval reiste nach den USA, um den Präsidenten Herbert Hoover zu veranlassen, seinen Moratoriumsplan aufzugeben. Um diese Zeit ließ Hitler bei Warburg anfragen, auf welchen weiteren Betrag er für seine Bewegung rechnen könne. Mr. Carter, wütend über das Verhalten Frankreichs, berief sogleich eine Versammlung ein, zu der auch der gerade in New York weilende Montagu Norman von der Bank of England hinzugezogen wurde. Auch Mr. Angell von der Asiatic Petroleum Co. Gehörte nun der Gruppe an. Rockefeller, Carter und Glean gaben sich als „Hitlerianer”. Vor Bewilligung weiterer Mittel sollte indes Warburg die Verhältnisse in Deutschland erkunden. Er stellte dort eine ungeheure Vermehrung von Hitlers Anhängerschaft fest. Sogar ein jüdischer Bankdirektor in Hamburg — der im folgenden noch eine Rolle spielen wird — erklärte zu Warburgs Erstaunen, Hitler sei der kommende starke Mann, den Deutschland brauche; er sei nur gegen die von Osten eingewanderten Juden, nicht gegen deutschstämmige Juden. Im Hause Fasanenstr. 28 in Berlin hatte Warburg seine zweite Unterredung mit Hitler, der große Zukunftspläne entwickelte. Es gebe für ihn zwei Wege: Revolution, mit einer halben Milliarde durchzuführen, oder legale Machtübernahme um den Preis von 200 Mill. Weitere Besprechungen folgten mit Göring, Streicher, von Heydt, Lütgebrun und Gregor Strasser. Carter bewilligte 15 Mill. Dollar. Auf Warburgs Namen wurden je 5 Mill. Dollar an Mendelssohn & Co., Amsterdam, an die Rotterdamsche Bankvereiniging und an die Banca Italiana in Rom überwiesen. Mit von Heydt, Gregor Strasser und Göring reiste Warburg nach diesen drei Orten. In Rom stellten sich Rossi und Balbo ein. Auf Wunsch Carters begab sich im Februar 1933 Warburg nochmals nach Deutschland. Dieser hatte inzwischen eine starke Abneigung gegen die NSDAP gefaßt und meinte, seine Freunde seien auf falschem Weg. Warburg erlebte in Berlin den Reichstagsbrand. Am Tage darauf bestellten Göbbels und Göring ihn auf den Abend zu Hitler in die Fasanenstraße. Hitler raste über die Kommunisten. Zur Sicherung seiner Stellung und zum Unterhalt der Arbeitslosen brauche er noch viel Geld. Er machte auf Warburg den Eindruck eines Krankhaften. Nach der Unterredung zeichnete Warburg auf:

„Wenn es wahr ist, daß die Hitler-Partei ihre Hand in dieser Reichstags-Brandstiftung hatte, dann ist Hitler der beste Schauspieler, den ich in den fünf Weltteilen kennengelernt habe.”

Carter gestand 7 Mill. Dollar zu. Davon wurden 2 Millionen Warburg durch die Rhenania AG, die deutsche Filiale der Royal Dutch in Düsseldorf, ausbezahlt, während die restlichen 5 Millionen wieder an die Banca Italiana gingen, wohin Göring Mr. Warburg begleiten sollte. Die Schlußworte der Niederschrift Warburgs lauten:

„Ich habe meinen Auftrag strengstens ausgeführt. Hitlers . . . Taten werden beweisen, ob er schlecht ist, wofür ich ihn halte . . . Die Welt leidet weiterhin unter einem System, das sich eines Hitler bedienen muß, um sich aufrechtzuerhalten. Arme Welt, arme Menschheit!” (2


(2 Diese Übertragung nebst einem Nachwort Sondereggers dazu und dessen 1936 erschienener Schrift „Finanzielle Weltgeschichte” wurde von der Schweizerischen Landesbibliothek dem Hoover Institute, Stanford, California, ausgeliehen.

Kurz nach Veröffentlichung des Büchleins wurde der Verlag benachrichtigt, daß es einen Bankier Sidney Warburg nicht gebe. J. G. Schoup mußte dies in der Folge zugeben; er habe sein Wissen um Hitlers finanziellen Hintergrund unter dem Schleier einer Übersetzung veröffentlicht. (3 Dem Rijksinstituut voor Oorlogsdocumentatie, Amsterdam, verdankt der Verfasser folgende Feststellungen: Im Juni 1932 stand J. G. Schoup in Rotterdam wegen Geldbetrugs und unrechtmäßiger Führung des Doktortitels vor Gericht; er bekannte sich schuldig. In den Akten des British Intelligence Service war über ihn vermerkt: „Versucht sich dadurch interessant zu machen, daß er allerhand Lügen auftischt . . .“ (4


(3 Brief des Sohnes Henri Schoup an den Verfasser, 23. April 1952.
(4 Brief vom 2. Mai 1952 auf Grund von Pressenotizen im „Nieuwe Rotterdamse Courant”, 21. Juni 1932, und in der Wochenschrift „De Haagse Post”, zitiert von der Amsterdamer Tageszeitung „Het Volk”, 27. November 1933. Der Herausgeber von „De Haagse Post” stand in verwandtschaftlichen Beziehungen zum damaligen britischen Militärattache in Den Haag.

Sobald der Verlag den Schwindel, dem er zum Opfer gefallen, erkannte, zog er alle erreichbaren Exemplare zurück und vernichtete sie. (5 Man mag sich fragen, warum nicht schon bei Durchsicht des Manuskriptes ernste Zweifel auftauchten. Aber dem Verlag war die Vergangenheit des Schoup nicht bekannt; er konnte nicht ahnen, daß die ihm vorgelegten Schreiben mit dem Aufdruck „Warburg & Warburg“ gefälscht waren und daß es jemand wagen würde, weltbekannten Männern wie Rockefeller and Montagu Norman Riesenfinanzierungen Hitlers anzudichten. Die Ausschmückung mit vielen in der obigen Skizze kaum angedeuteten Einzelheiten erweckte den Eindruck tatsächlichen Geschehens. Auch hatte das Ganze eine gewisse Grundlage. In der großen Wirtschaftskrise, die im Herbst 1929 begann, beherrschte der französische Franc weitgehend Europa und wurde die Finanz in bisher unbekanntem Maß ein Instrument der Politik. (6 Ferner war in jenen Jahren die Tatsache weithin bekannt, daß der anglisierte Holländer Sir Henry Deterding aus erbittertem Haß gegen die Bolschewiken die Hitler-Bewegung freigebig unterstützte, wie ja auch einflußreiche Kreise in England Hitler als Bollwerk gegen den Kommunismus schätzten. (7


(5 Brief des Verlags an den Verfasser, 30. Oktober 1951. „Het Volk” meldete am 30. Januar 1934 diesen Vernichtungsbeschluß des Verlags.
(6 Bertrand de Jouvenel, „D’une Guerre à l’autre”, Bd. I, Paris 1941, Kap. XXV, „Le Franc controle l’Europe”. Vgl. Sir Victor Wellesley, „Diplomacy in Fetters”, London-New York-Melbourne-Sydney 1944, S. 90. Wellesley war Stellvertretender Unterstaatssekretär im Foreign Office von 1925-36.
(7 Zahlreiche anglo-amerikanische Werke erwähnen Deterding als eifrigen Förderer der NSDAP. Näheres wird eine Sonderarbeit bringen.

Hätte der Amsterdamer Verlag Verdacht geschöpft, so wäre festzustellen gewesen: Es gab in New York keine Firma Warburg & Warburg; die Adresse 5754 Fourth Avenue konnte nicht stimmen, da diese Avenue bei Nr. 420 aufhört. (8 Ein Deutzberg war nie Oberbürgermeister von München. (9 Mit „von Heydt” war gewiß Eduard von der Heydt gemeint, seinerzeit Direktor der Thyssen-Bank. Zwar hatte Fritz Thyssen als einer der ersten Großindustriellen Deutschlands Hitler finanziert, aber E. von der Heydt war als Nazi-Gegner bald ausgewandert und schon 1937 Schweizer Bürger geworden. Alles, was Schoup über ihn behauptete, war Schwindel. (10 Das Haus Fasanenstr. 28 in Berlin war nie ein Nazi-Quartier, (11


(8 Chamber of Commerce, New York, an den Verfasser, 1. Juli 1952.
(9 Der Oberbürgermeister, München, an den Verfasser, 31. Oktober 1952.
(10 Briefe des Herrn E. von der Heydt an den Verfasser, 15. März 1952 und 1. Oktober 1952. Von einem „von Heydt” hat er nie gehört. Siehe auch Bella Fromm, „Blood and Banquets. A Berlin Social Diary”, Garden City 1944, S. 104.
(11 Feststellungen dem Verfasser übermittelt von Prof. Dr. Eugen Fischer-Baling, Berlin, Fasanenstr. 48, 1. April 1953.

Um der Schoup’schen Broschüre entgegenzuwirken, wurde von der nazistischen Mussert-Bewegung eine „Ersatzschrift” herausgebracht, „De geheime Geldbronnen der N. S. B.”, die die finanzielle Sauberkeit jener Bewegung darlegte. (12 Zum Abschluß der holländischen Seite der Sache sei vermerkt, daß J. G. Schoup sein Unterfangen anscheinend mit dem Leben bezahlen mußte. Er wurde 1944 getötet. (13


(12 Sonderegger, alias Severin Reinhard, hat diese Schrift als „Irreführung” charakterisiert: „Finanzielle Weltgeschichte”, Zürich 1936, S. 25; „Spanischer Sommer”, Affoltern a. A., 1948, S. 179, 2. Auflage, Buenos Aires 1952, S. 145, und in beiden Ausgaben im Abschnitt IV des Anhangs.
(13 Brief des Sohnes, 23. April 1952. Meine ihm gegenüber geäußerte Vermutung, daß die Nationalsozialisten seinen Vater umgebracht haben, blieb unbeantwortet.

So weit der Nachweis der ursprünglichen Fälschung. Sie hatte indessen ein fatales Nachspiel.

Rene Sonderegger hat 1948 berichtet, der österreichische Gesandte von Alexis (sic) in Den Haag habe zwei Exemplare des Schoup’schen Buchs nach Wien geschickt, „wo es vom Bundeskanzler und einigen Vertrauten der Regierung gelesen wurde”, und durch einen Vertrauensmann von ihnen sei ihm, als Verleger von Otto Strassers „Die Deutsche Bartholomäusnacht”, eines der beiden Exemplare ausgehändigt worden. (14

Im August 1951 zeigte Sonderegger einem Vertreter des Münchner Instituts für Zeitgeschichte eine Fotokopie des holländischen Büchleins, die Randstriche und Unterstreichungen aufwies. Diese stammten, so erklärte er, vom Bundeskanzler K. von Schuschnigg; von ihm habe er das Büchlein bekommen mit dem Auftrag, das Material deutsch zu publizieren. Diesen Auftrag habe er 1936 in seiner Schrift „Finanzielle Weltgeschichte” wenigstens teilweise erfüllt. (15

Eingehende Nachforschungen haben jedoch ergeben: Der frühere Bundeskanzler K. von Schuschnigg versteht Holländisch nicht und kann daher die Randstriche und Unterstreichungen nicht angebracht haben. In den Archiven des Wiener Bundeskanzleramtes, Auswärtige Angelegenheiten, war nichts über den Fall festzustellen; höchstwahrscheinlich hat der verstorbene Georg von Alexich die Schrift an die Abteilung Pressedienst des Bundeskanzleramts gesandt, der der ebenfalls verstorbene Oberst a. D. Walter Adam vorstand. Von ihm allein, und nicht von einem Mitglied der österreichischen Regierung, wird an Sonderegger die Anregung — keinesfalls ein „Auftrag” — gelangt sein, das Material der holländischen Schrift zu verwerten. (16


a. A., 1948, S. 179, 2. Auflage, Buenos Aires 1952, S. 145, und in beiden Ausgaben im Abschnitt IV des Anhangs.

(14 „Spanischer Sommer” — siehe Anm. 12 —, S. 180 bzw. 145—46.
(15 Schreiben des genannten Instituts an den Verfasser, 18. Januar 1952.
(16 Briefe an den Verfasser von Dr. Kurt von Schuschnigg, 2. März 1952; von Theodor Hornbostel, s. Zt. Chef der Politischen Abteilung im österreichischen Außenamt, 28. Mai 1952; von der Österreichischen Botschaft, Washington, für das Bundeskanzleramt, 2. Juni 1952; von zwei Mitgliedern des Pressedienstes, 11. März 1952 und 17. Juni 1952. In einer Erklärung von James P. Warburg — siehe Anm. 25 — ist Adam als Zusteller der „Geldbronnen”- Schrift bezeichnet. Ferner hat Dr. Otto Strasser in einem Brief an den Verfasser vom 17. Februar 1953 bekundet, daß Sonderegger mit dem Pressechef Adam bekannt war und, ohne es klar zu behaupten, angedeutet, daß er von ihm das Warburg-Material erhalten habe.

Es ist als sicher anzunehmen, daß Herr von Alexich dem Leiter des Pressedienstes mitgeteilt hat, daß die „Geldbronnen”-Schrift, da als Mystifikation erkannt, Anfang 1934 aus dem Handel zurückgezogen worden sei. Andererseits war 1933 in Wien ein Heftchen erschienen, „Hakenkreuzjudas und seine Silberlinge”, das von „rollenden Goldfranken, Gulden und Dollars” für die Hitler-Bewegung sprach. (17 Ferner wurde 1934 ein äußerlich getarntes Schriftchen verbreitet, (18 das „Glück und Ende des Dr. Georg Bell” schilderte.

Er war Anfang April 1933 in einem österreichischen Dorf bei Kufstein erschossen worden — ein Vorfall, der großes Aufsehen erregte. Dieser Bell wußte, wie es in dem Schriftchen hieß, als Mittelsmann zwischen der NSDAP und Sir Henry Deterding „von den Millionen-Subventionen, die aus London in die Kassen der NSDAP geflossen sind”. Kein Wunder, daß im Bundespressedienst „alle fest davon überzeugt waren, Hitler werde vom Ausland finanziert.” (19 Auch im Hinblick auf die nationalsozialistischen Umtriebe in Österreich, die in der scheußlichen Ermordung des Bundeskanzlers Dollfuß am 25. Juli 1934 gipfelten, ist es begreiflich, daß Oberst Adam schließlich bei Sonderegger die Auswertung der holländischen Schrift anregte.
Der Schweizer tat das in dem Heft „Finanzielle Weltgeschichte”, das den Untertitel trug „Das Dritte Reich im Dienste der Internationalen Hochfinanz”. (20 Sonderegger nannte außer den von Schoup angegebenen Geldgebern nun auch Deterding, dessen Beiträge er auf 50 bis 60 Mill. Mark schätzte, und John Pierpont Morgan. Von deutschen Geldgebern nannte er das Bankhaus Schroeder mit 14 Millionen und die Stuttgarter Allianz mit 10 Millionen. Als Neuheit behauptete er, die holländische Schrift sei durch Verwandte Warburgs zurückgezogen und von Nazionalsozialisten auf Befehl des deutschen Propagandaministeriums aufgekauft worden. (21 Beides hat der Amsterdamer Verlag als unwahr erklärt. (22

Von größerer Bedeutung ist, daß Sonderegger zur Rolle Sidney Warburgs angemerkt hat:

„Die läppischen Versuche, Sidney Warburgs Existenz zu verdunkeln, scheitern angesichts einer unbeabsichtigten freimütigen Zeugenschaft einer sehr hochgestellten amerikanischen Dame — deren Bruder Staatssekretär ist —, die eine Jugendgespielin Sidneys ist.“ ( 23

Das war der Beginn von Sondereggers Fälschungen und Erfindungen.


(17 Wiener Volksbuchhandlung, verantwortlich von dem Beamten Hans Philipp gezeichnet.
(18 „Von der Brandstiftung zum Fememord.” Als Elektrolux-Broschüre aufgemacht.
(19 Brief von Dr. Anton Klotz, von 1936 an im Pressedienst, jetzt Chefredakteur der „Tiroler Tageszeitung”, Innsbruck, 11. März 1952. Ähnlich auch Dr. Kurt von Schuschnigg im Brief vom 2. März 1952.
(20 Heft 8 der Kulturpolitischen Schriften des Resoverlags, Zürich 1936. Die österreichische Anregung zur Veröffentlichung ist darin nur angedeutet. Auf dem Umschlag ist der Titel der „Geldbronnen”-Schrift wiedergegeben. Nach Sonderegger ging die Wirkung der „Finanziellen Weltgeschichte” „in der Flut der politischen und anderen Enthüllungen” jener Zeit unter: „Spanischer Sommer”, S. 180 bzw. 146.
(21 Im „Spanischen Sommer”, S. 179 bzw. 145, weiter ausgeschmückt: „. . . was von einem jüdischen Rechtsanwalt in Amsterdam, im offensichtlichen Auftrag der Warburgfamilie nicht zurückgeholt werden konnte, wurde von den Geheimpolizisten der Hitlerbewegung in Holland erjagt . . . Auffallenderweise verzog sich auch der . . . Anwalt, welcher das Verschwinden des Buches geleitet hatte, nach den Vereinigten Staaten, wo er als Mitbewohner im Hause gesichtet wurde, das auch von Max. M. Warburg nach seiner Flucht aus Deutschland bewohnt worden ist.” Mit dem Anwalt war Dr. Hans J. Meyer gemeint, 1933 Teilhaber von Warburg & Co., Amsterdam, und später in der Firma E. M. Warburg & Co. Inc., New York, tätig. Seine Rolle hatte lediglich darin bestanden, den Amsterdamer Verlag davon in Kenntnis zu setzen, daß er offensichtlich einem Schwindel zum Opfer gefallen sei: Brief von Dr. Meyer an den Verfasser, 4. Mai 1953.
(22 Brief vom 30. Oktober 1951 an den Verfasser. Siehe auch Anm. 5.
(23 „Weltgeschichte”, S. 22—23. Sonderegger spielt da, wie sich zeigen wird, auf Mrs. Charles Bruggmann an, Gattin des derzeitigen Schweizer Gesandten in Washington. Sie ist eine Schwester von Henry A. Wallace.

Der deutschen Übersetzung der Schoup’schen Schrift, die Sonderegger 1947 der Schweizerischen Landesbibliothek einsandte, fügte er ein aufschlußreiches Nachwort bei. Danach wußte er im Oktober 1946, daß van Holkema & Warendorf selbst die Schrift, als „große Mystifikation”, zurückgezogen und vernichtet hatten und daß James P. Warburg bestritt, der verkappte Sidney zu sein, was nachzuweisen Sonderegger sich nun anheischig machte. Denn der Warburg-Bericht sei eines der wichtigsten Dokumente unserer Epoche, weil er

„scheinwerferartig in das Dunkel hineinzündet, in dem der zweite Weltkrieg und Hitler gemacht wurden”; er sei ferner ein politisches Lehrbuch ersten Ranges, weil er Einblick gebe in die innersten Geheimkammern der kapitalistischen Weltherrschaft; und er sei „ein erschütterndes Dokument, weil es zu klarem Bewußtsein bringt, daß die unerhörten Leiden und Opfer der Menschheit in den vergangenen fünfzehn Jahren im Interesse der internationalen und vor allem der amerikanischen Hochfinanz erlitten und gebracht wurden.”

Es sei daher Pflicht gegenüber dem allgemeinen Recht und der werktätigen Menschheit, die Wahrheit über diesen Bericht zu erforschen und bekannt zu geben.

Dieser Pflicht genügend, brachte Sonderegger unter dem Pseudonym Severin Reinhard 1948 sein Buch „Spanischer Sommer” und als Ergänzung zu den Quellenangaben darin 1949 den Privatdruck „Die letzte Frage” heraus. (24

Folgendes sind seine Behauptungen:

„Eine erste Abklärung über den wahren Verfasser des geheimnisvollen („Geldbronnen”-) Buches ergab sich aus einer zufälligen Unterhaltung, die der Verfasser mit dem gerade zum Minister ernannten schweizerischen Geschäftsträger in Prag, Dr. Bruggmann, im Kreise seiner Familie hatte. Nach Erwähnung des Namens und der Umstände bestätigte die Gattin des hohen Gastgebers, daß es sich um niemand anders handeln könne als einen Gespielen aus ihrer Jugendzeit, der auch ihr Schulkollege war, und sie gab eine Reihe von Feststellungen an, welche nicht nur auf die Angaben des Buches paßten, sondern die Persönlichkeit des Verfassers deutlich machten. Sidney ist ein naheliegendes Synonym für James, weil beide Namen im familiären Umgang mit „Shimmy” bezeichnet werden, und nach sorgsamen Prüfungen sowohl der im Buche erwähnten Umstände als auch der übrigen Charakterisierungen und Tatsachen konnte hinter dem Verfasser niemand anders zu suchen sein als James P. Warburg, der im Jahre 1896 geborene, einzige Sohn des früheren Staatssekretärs Paul M. Warburg, des Teilhabers von Kuhn Loeb & Co.”

Dazu hat James P. Warburg in einer eidesstattlichen Erklärung bekundet, daß er Mrs. Bruggmann nie gekannt habe; die Identifizierung seiner Person mit „Sidney” sei eine vollkommene Erdichtung. (25

Herr Charles Bruggmann, Gesandter der Schweiz in Washington, schrieb dem Verfasser der vorliegenden Arbeit dazu, Sonderegger habe Mrs. Bruggmann in Prag gefragt, ob ihr ein Mr. Warburg in New York bekannt sei. Sie erwiderte,

„Nein, aber sie sei mit einer Miss Warburg zur Schule gegangen, die vielleicht einen Bruder habe; seinen Namen kenne sie nicht.”

Dem fügte Herr Bruggmann in seinem Schreiben hinzu:

„Das ist alles, und was in Herrn Sondereggers Veröffentlichung über diese Tatsachen hinausgeht, ist frei erfunden”. (26

Als weiteren Beweis erzählt Sonderegger folgendes Erlebnis:

„Als der schweizerische Verleger und Publizist mit seiner geheimnisvollen Wahrheit und dem Wissen, das nirgends willkommen war, den bekannten Leiter der amerikanischen Liga für Menschenrechte, Roger N. Baldwin, in New York aufsuchte, nahm dieser lächelnd das Telefon und verband sich mit Warburg, der seiner radikalen Bewegung offenbar ebenso nahe stand, wie er ihm selber befreundet war. ,Hallo, Shimmy’, rief er in den Draht, ,ich habe diesen Schweizer neben mir, der sich um die Geschichte des Buches bekümmert . . . ‘ Aber er hatte kaum den Satz beendet, als ihm ein wütender Ruf das Wort verschlug: ,Zum Teufel mit diesem Schweizer, ich will nichts mit ihm zu tun haben!’ 

Die Verlegenheit überwindend, welche das Dabeisein des Betroffenen erzeugen mußte, fügte er seinen späteren Erklärungen lächelnd die Frage hinzu:

„Warum kümmern Sie sich denn um derlei Sachen, ist es denn verwunderlich und haben nicht alle Diktatoren Geld von uns erhalten, Lenin ebenso wie Hitler?”

James P. Warburg hat bezeugt, daß ein solches Telefongespräch nie stattgefunden hat. Ferner schrieb Mr. Roger N. Baldwin dem Verfasser:

„Ich erkläre kategorisch, daß die mir von Rene Sonderegger zugeschriebenen Äußerungen ganz und gar unwahr sind. Soweit ich mich erinnere, kannte ich nie einen Herrn solchen Namens und hatte nie eine Unterhaltung der geschilderten Art. Falls ein Herr unter anderem Namen mich wegen einer Wall-Street-Bankiers betreffenden Veröffentlichung ansprach, so habe ich bestimmt nicht James P. Warburg, noch irgendeinen anderen mit Wall Street verbundenen Herrn angerufen. Bis in die letzten zwei oder drei Jahre habe ich Herrn Warburg so selten angerufen, daß ich mich eines Gesprächs wie des vorgeblichen erinnern würde“. (27

Um eine zionistische Verschwörung zur Beherrschung Europas unter Leitung der Warburgs darzutun, hat Sonderegger auch einen Tagebucheintrag des Berliner amerikanischen Botschafters William E. Dodd der Zeit und dem Inhalt nach gefälscht. Max M. Warburg, ein in Hamburg ansässiger Onkel von James, soll im Juli 1938, kurz vor seiner Flucht aus Deutschland, dem Botschafter gestanden haben,

„wie meisterhaft er die Deutschen getäuscht und ihrem vorbereiteten Schicksal entgegengeführt”

habe. Dodd hat nichts dergleichen aufgezeichnet. (28


(24 Untertitel des „Spanischen Sommer”: „Die europäische Wandlung zwischen Osten und Westen. Zusammenfassung der Gegenwartsgeschichte. Errichtung des zionistischen Reiches Gottes. Dargeboten auf Grund schweizerischer Forschung und Dokumentensammlung”. — „Die letzte Frage. Zusammenfassung aus Darlegungen, Unterlagen und Dokumentationen”, Zürich 1949.
(25 Die Erklärung ist abgedruckt in den „Memoire” von Franz von Papen, London 1952, als Anhang I. In der deutschen Ausgabe „Der Wahrheit eine Gasse”, München 1952, ist die Schoup-Warburg Schrift auf den S. 257-59 behandelt.
(26 Brief, Washington, 16. Juni 1952. – Siehe Anm. 23.
(27 Brief, New York, 10. Mai 1952.
(28 „Ambassador Dodd’s Diary, 1933—1938″, herausgegeben von William E. Dodd, Jr., und Martha Dodd, New York 1941. Einen Eintrag vom 9. August 1934, S. 145, hat Sonderegger auf den 28. Juli 1938 verlegt und geändert: „im letzten Jahr” in „in den letzten Jahren”, und „steht jetzt in Gefahr” in „stand in Gefahr”. Vgl. Dodd, S. 145, mit Sondereggers „Dokumentar- und Quellennachweis” im Anhang des „Spanischen Sommer”, sowie mit S. 25 von „Die letzte Frage”. — Dodds letzter Eintrag über Max Warburg erfolgte am 27. November 1935, a. a. O. S. 280. — Im Kreise des Botschafters war die „Geldbronnen”-Schrift — ungenau — bekannt geworden, siehe bei Martha Dodd, „Through Embassy Eyes”, New York 1939, S. 312-13.

Aus Schoups ungenanntem Hamburger Bankdirektor, der sich 1931 für Hitler erklärte, hat Sonderegger, die angebliche Zeugenschaft des amerikanischen Botschafters anrufend, den Verschwörer Max Warburg gemacht. Sondereggers große These erhellt aus einigen Zitaten:

„Die gewaltigen Geldmittel, welche Hitler durch Warburg in den entscheidenden Phasen seines Aufstiegs vermittelt worden sind, haben ihre Wirkung getan. Der deutsche Riese Goliath ist, wie einst der zaristische Koloß, gefällt . . .”

„Um die führende Stellung Frankreichs endgültig zu brechen, aber auch um Europa einer dominierenden Macht zu unterwerfen, . . . wurde ein deutscher Nationalismus aufgezogen, und es kam eine Transaktion zustande, welche in ihrer Folge und weltgeschichtlichen Bedeutung die Finanzierung des Bolschewismus noch weit übertrifft. Die Ausführung war wiederum einem Mitglied der Warburgfamilie übertragen, als dieses in den Jahren 1929 bis 1933 von amerikanischen Bankiers in Wallstreet berufen war, Adolf Hitler durch Geldhilfen in großem Ausmaße die letzten Hindernisse aus dem Wege zu räumen, die ihm die Macht vorenthielten . . .” (29

Wie erklärt Sonderegger aber den Widersinn, daß sich die Zionisten ausgerechnet Hitler, einen der besessensten Judenhasser aller Zeiten, zum Werkzeug erkoren? Sehr einfach:

„Sein Antisemitismus erfüllte genau die auf ihn gesetzten Erwartungen der Bankleute in Wallstreet; ihr Zionismus schoß darauf hoch wie im Dunkeln die Pilze”

— die Juden gewannen Weltsympathie. (30

In seinem Dokumentarnachweis bezeichnet Sonderegger die „Geldbronnen”- Schrift von 1933 als „piece de resistance” für die Beweisführung. (31 Schoup hatte jedoch keinen Juden als Geldgeber genannt oder angedeutet. Sein erfundener Sidney Warburg spielte nur eine vermittelnde Rolle und beklagte schließlich die Machtergreifung Hitlers. Durch dreiste Erfindungen und krasse Fälschungen hat Rene Sonderegger aus Sidney Mr. James P. Warburg konstruiert. Sein ganzes Machwerk zerstiebt in nichts, ist aber nicht ohne Folgen geblieben.

Voreilig, aber in gutem Glauben hat ein anderer Schweizer, Werner Zimmermann, 1948 in seinem Buch „Liebet eure Feinde” Sondereggers Behauptungen über die anglo-amerikanische Finanzierung Hitlers übernommen, im Frühjahr 1953 jedoch einen ehrenhaften öffentlichen Widerruf erlassen. (32 Die Schriften der beiden haben indes in Deutschland üble Wirkungen ausgelöst.


(29 „Spanischer Sommer”, S. 182-83 bzw. 147-48, und „Letzte Frage”, S. 24-26.
(30 „Letzte Frage”, S. 31.
(31 „Spanischer Sommer”, S. 296 bzw. 231.
(32 „Liebet eure Feinde”, Thielle/Neuch. 1948, Abschnitt „Hitlers geheime Geldgeber”, S. 73—79. Widerruf in „Freisoziale Presse”, Lüdenscheid-Hagen, 27. Februar 1953, und in „Drei-Eichen-Blätter”, München, 1. April 1953.

So haben in den Spruchkammerverfahren namhafte „Betroffene” unter Berufung auf die Feststellungen der Schweizer geltend gemacht, daß ja die amerikanische und britische Hochfinanz Hitler zur Macht gebracht habe. Das wurde in der deutschen Presse vielfach aufgegriffen. Im Ausland, besonders in den USA, entstand der fatale Eindruck, daß anti-demokratische und chauvinistische Gruppen in Deutschland sich systematisch bemühten, die Schuld am Nationalsozialismus fremden Kapitalisten, und besonders einer jüdischen Verschwörung, zuzuschieben. [Die Gruppe „Larry Summers“ tut dies heute noch!] Dies veranlaßte James P. Warburg im Juli 1949 zur Niederschrift seiner oben erwähnten Darlegung und eidesstattlichen Erklärung, die er offiziell der Schweizer und der amerikanischen Regierung sowie dem britischen und dem französischen Hohen Kommissar in Deutschland zustellte.
Da immer wieder, und nicht bloß in Deutschland, vorgebracht wird, J. G. Schoup habe doch wohl bestimmte Unterlagen gehabt, sind neuerdings bei den angeblich Hauptbeteiligten Erkundigungen eingezogen worden.
Es ergab sich:
Mr. Carter war nie Präsident der Guaranty Trust Co. Dies war vielmehr Mr. William C. Potter von Juli 1929 an und über zehn Jahre hinaus. Carter gehörte der Firma J. P. Morgan & Co. an. In den Jahren 1929—33 und schon viele Jahre vorher war kein Mitglied der Rockefeller Familie mehr Direktor oder Beamter oder Angestellter der Standard Oil Co. Von allen ist nachdrücklich erklärt worden, daß Beratungen oder Transaktionen, wie sie Schoup behauptet und Sonderegger weiterverbreitet hat, nie stattgefunden haben. (33

René Sonderegger hat sich bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges als heftiger Gegner des Nationalsozialismus gezeigt. (34 In den Jahren 1940 und 1941 jedoch veröffentlichte er mehrere Schriften, die Hitler und seine Partei derart verherrlichten, daß sie von der schweizerischen Zensur unterdrückt wurden. (35 Fürchtete er im Falle einer deutschen Besetzung der Schweiz um sein Leben? Das Schicksal J. G. Schoups wäre ihm dann wohl auch kaum erspart geblieben. Im September 1946 bot Frau Sonderegger Mr. James P. Warburg brieflich das Warburg-Material ihres Mannes für 3000 Dollar an. Als ihr Schreiben unbeantwortet blieb, erneuerte René selbst dieses Angebot. Sonderegger war in wirtschaftliche Bedrängnis geraten. (36 


S. 73—79. Widerruf in „Freisoziale Presse“, Lüdenscheid-Hagen, 27. Februar 1953, und in „Drei-Eichen-Blätter“, München, 1. April 1953.

(33 Schreiben an den Verfasser von J. P. Morgan & Co., New York, 8. Dezember 1953; von der Standard Oil Co., New York, 15. Dezember 1953; und von William C. Potter, Albany, 17. Dezember 1953.
(34 Dies hinderte Sonderegger jedoch nicht, als Hitler in den 30er Jahren seinem erbitterten Feind Otto Strasser 400 000 Franken für die Einstellung des Kampfes gegen den Führer anbieten ließ, was Strasser entrüstet und verächtlich ausschlug, diesem zuzureden, das schöne Angebot anzunehmen, wobei er deutlich zu verstehen gab, daß man einem Verbrecher wie Hitler gegenüber eine Zusage, fortan zu schweigen, nicht zu halten brauche. Daraufhin trennten sich die Wege Strassers und Sondereggers. (Nach Briefen Dr. Otto Strassers an den Verfasser, 18. Juni 1952 und 28. April 1953. Hitlers Angebot ist in dem Sonderdruck „Gregor und Otto Strasser” von Reverend Father Bernhard Strasser, Primrose, Nebr., behandelt.)
(35 Sonderegger erblickte damals in Hitler „eine ausgesuchte Blume in der Gattung der europäischen Blumen”. Auf Grund solcher Huldigungen nannte der Journalist Dr. Fritz Heberlein Sonderegger im Januar 1951 einen „speichelleckenden Appenzeller”. Dessen Klage wurde kostenpflichtig abgewiesen („National-Zeitung “,Basel, 12. Nov. 1951; „Appenzeller Zeitung”, Herisau, 3. Jan. 1952; Brief Dr. Heberleins an den Verfasser, 5. Juni 1952). Kurz nach dem verlorenen Prozeß wanderte Sonderegger aus, um, wie er der „Appenzeller Zeitung” (Nr. vom 3. Jan. 1953) schrieb, „in freierer Luft den Kampf um die Aufklärung des Jahrhunderts fortzusetzen” !
(36 Mr. Warburg gewann den Eindruck eines Erpressungsversuches (s. seine Erklärung bei Papen, engl. Ausg., S. 590-91, 595). Von gut unterrichteter Seite wurde dem Verfasser mitgeteilt, daß Sonderegger sein Material bis ins Jahr 1950 anderweitig herumbot. Er glaubte, die Identität Sidneys mit James P. Warburg auch ohne dieses angebotene Material nachweisen zu können.

1952 ist er nach Spanien ausgewandert. Im gleichen Jahr hat er in Buenos Aires seinen „Spanischen Sommer” in zweiter Auflage herausgebracht. Er hat eine Studie „Die Rolle der Warburg in Deutschland und Europa” in Vorbereitung und will seine „Finanzielle Weltgeschichte” von 1936 in neuer Bearbeitung vorlegen.

Es ist daher dringend geboten, seine Fälschungen ins rechte Licht zu rücken.

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Quelle: Vierteljahreshefte der Zeitgeschichte 1954/4

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Siehe hierzu auch:

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Adolf Hitler führte damals wegen dieser und anderer Gräuelpropaganda (vor Weimarer Gerichten) bereits 123 Prozesse, welche er allesamt gewann und diese Verunglimpfungen und Diffamierungen vor Gericht als das beweisen konnte, was sie waren: Lügen und Fälschungen!

Tatsachen und Lügen um Hitler – Abschrift eines Buches von 1932!

Tatsachen und Lügen um Hitler
Verlag Frz. Eher Nachf., GmbH, München, 1932

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Der Führer als Mensch

Zwei Männer stehen heute im Vordergrund des Kampfes um die Macht in Deutschland, hinter denen in zwei mächtigen Säulen das deutsche Volk marschiert: der 85jährige Generalfeldmarschall Paul v. Hindenburg und der 43jährige Mann aus dem Volke und Frontsoldat Adolf Hitler. Hinter dem einen die geschlagenen Parteien des Systems und die Interessentenhaufen, denen der Mythus und Nimbus des greisen Heerführers ihre 14jährige Herrschaft noch einmal auf einige Jahre verlängern soll, hinter dem anderen die Millionenarmee des neuen Deutschlands, die nun nicht nur Rechenschaft fordert, sondern den Staat selbst.

Es ist wieder ein Stück deutscher Tragik, daß geradezu jene heute des Feldmarschalls Ehre und Ruhm in ihre Waagschale werfen, die ihn 14 Jahre lang schmähten, und daß die gegen den Mann anzutreten gezwungen sind, die seinen Mythus im Volke durch einen 14jährigen Kampf verankerten.

Einst waren Hindenburg, seine Offiziere und seine siegreiche Armee die Zielscheibe der Journaille und der roten Volksverräter. Vor ihnen aber stand Adolf Hitler, der namenlose Musketier, mit seinen Getreuen, wehrte die roten Giftpfeile ab und schlug sich herum und klärte auf, bis Deutschlands Heer und seine Führer wieder leuchtend dastanden, wie damals, als noch der Kanonen Mündungsfeuer die Nacht erhellten.

Jetzt gilt der Roten und Schwarzen Trommelfeuer Adolf Hitler, des jungen Deutschlands Führer zur Freiheit. Nun wird er verleumdet in Wort und Bild, zum Tyrannen und Schauspieler, zum Schlemmer und Prasser gestempelt, nur weil sein Kampfziel lautet: Tod dem Marxismus, auf daß Deutschland lebe!

Wir haben jahrelang zu diesen erbärmlichen Lügen geschwiegen. Weil uns die Gegner zu gemein und der Führer zu hoch war, als daß wir dazu Stellung genommen hätten. Nun aber, da das Volk antritt in seiner Gesamtheit und wählen soll zwischen zwei Menschen, wovon den einen es nur kennt im Zerrbild jüdischer und marxistischer Lügen, wollen wir auftreten und vor den Führer hin, den wir seit Anbeginn kennen, und wollen sprechen. Wollen reden von Adolf Hitler als Menschen, wie er sich uns gezeigt.

Das ist Wahrheit, wer anders spricht, der lügt!

Es war vor mehr als zwölf Jahren, als noch das erste Dutzend Nationalsozialisten um einen Tisch sich allwöchentlich traf und Adolf Hitler dann in glühenden Worten von der Zukunft sprach, die einmal uns gehören müsse, uns Nationalsozialisten. Wir hatten alle nicht viel. Der alte Kutscher Mayer nicht und der Schlosser Riedl, aber Adolf Hitler war sicher der ärmste unter uns. Er trug seinen Mitlitärentlassungsanzug und seine braunen Militärstiefel. Mittags aß er die billigste Mahlzeit, die der Wirt auf seiner Karte anpries. Nie aber habe ich Hitler je klagen hören, nie sprach er von seiner Not. Aber er kannte sie seit seiner Jugend, als er noch in Wien vater- und mutterlos hungerte, im Felde als einziger seiner Kompanie niemals ein Feldpostpaket erhieltund dann nach dem großen Ringen darbte wie vorher. Da die anderen an ihre Familien, an ihren Erwerb und ihren Geldsack dachten, predigte Adolf Hitler den Kampf um die Freiheit.

Millionen hat Hunger und Not zu Menschen gemacht, die kein Vaterland mehr kannten, Hitler wurde in dieser Not Nationalist, aber auch Sozialist, ein Wortsprecher der Enterbten unseres Volkes. So sagt der Führer:

„Die soziale Tätigkeit hat nie und nimmer in ebenso lächerlichen wie zwecklosen Wohlfahrtsduseleien ihre Aufgabe zu erblicken, als vielmehr in der Beseitigung solcher grundsätzlicher Mängel in der Organisation unseres Wirtschafts- und Kulturlebens, die zu Entartungen einzelner führen müssen oder wenigstens verleiten können.“

Ja, wird nun so mancher entgegnen, das war vor zwölf Jahren. Aber heute praßt und schlemmt er, trinkt Sekt und bestellt Gedecke zu 20 Mark. So wenigstens schreibt die Journaille. Und die roten Bonzen und Kreaturen denken wohl dabei, wie sie es machen. So sei denn auch hier verraten, wie der Mann lebt, der in wenigen Wochen der Nationalsozialistischen Partei eine halbe Million Mark durch seine Reden einbrachte: Suppe, Gemüseplatte und dazu eine Flasche Mineralwasser. Keinen Alkohol, kein Fleisch, keine Zigarre und keine Zigarette. Wer daran zweifelt, der möge bei den Hoteliers nachfragen, bei denen Adolf Hitler auf seinen Reisen wohnt und die den jüdischen und sozialdemokratischen Schmierfinken wohlbekannt sind. Spartanische Einfachheit kennzeichnet Adolf Hitlers Leben.

Zwischen den Fahrten durch deutsches Land, wenn einmal keine Versammlung drängt und kein SA-Appell und keine Besprechung, lernt man so richtig den Führer als als Künstler und Menschen enormen Wissens kennen. Hier zeigt er seinen Begleitern einen alten Torbogen, dort die himmelstrebenden deutschen Dome, hier ein grandioses Werk deutschen Brückenbaues, dort ein Denkmal deutscher Geistesheroen, erzählt von deutscher Geschichte und ihrer Nutzanwendung, von den neuesten Flugzeugmodellen und streichelt dann in irgendeinem Dorf den Buben eines nationalsozialistischen Arbeiters, den ihm die Mutter glückstrahlend entgegenhält.

Und so können selbst Hitlers Gegner nicht ableugnen, daß seine Parteigenossen nicht nur fanatisch an den Führer glauben, sondern ihn auch leidenschaftlich lieben und verehren, so sehr, daß Dutzende für ihn starben, lächelnd, und mit seinem Namen auf den Lippen. Denn Adolf Hitler steht wohl als Führer weit über uns allen, aber als Mensch so nah, wie Vater oder Bruder. Er kennt unsere Leiden und unsere Sorgen, fühlt menschlich mit, weil er selbst wohl durch die härteste Schule des Lebens ging und niemals die eigenen bitteren Notjahre vergaß.

Darum kommen sie alle zu ihm, die Hilfe suchen, und wie er einst Retter des ganzen Volkes sein wird und will, so hilft er heute jedem seiner Kämpfer. So hat sich das Verhältnis der Treue und der Kameradschaft zwischen Führer und Mann gebildet, das Herz mit Herzen verbindet, und keine Macht der Welt könnte es zerstören.

Wer die gewaltige neue Idee des Nationalsozialismus noch nicht ganz erfaßt, der suche und finde den Weg zum neuen Deutschland durch Hitler, den Menschen.

Wir danken dem Schicksal, das uns nicht nur in Hitler den Führer schenkte, sondern zugleich den Menschen, der uns sein Leben vorlebt als Deutscher.

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Was sind Hitlers Ziele?

Hitlers Ziele sind:

Erringung der Freiheit für das deutsche Volk,

Erringung der ihm gebührenden Stellung unter den Völkern,

Schaffung der Grundlagen für seine Lebensfähigkeit.

Hitler ist überzeugt, daß die Freiheit für das deutsche Volk und die ihm gebührende Stellung unter den Völkern errungen werden kann auf durchaus friedlichem Weg.Voraussetzung ist eine zähe und konsequente Leitung der deutschen Außenpolitik, die Hand in Hand mit einer entsprechenden Innenpolitik und wurzelnd in einem Volke, das wieder den Willen zur Selbstbehauptung besitzt, fremden Staaten das Vertrauen vermittelt zum Werke Deutschlands als Partner. Hitler zielt ab auf ein Zusammenwirken mit den Staaten, deren eigene Interessen ein Zusammenwirken mit Deutschland erlauben oder sogar gebieten. An Stelle von Gefühlspolitik hat zu treten eine Politik des Egoismus, unter Berücksichtigung des gleichen Faktors als Triebfeder für das Handeln aller Völker.

Aufbau der Organisation des inneren Lebens des Volkes nach den Grundsätzen, die es am meisten befähigen sich der übrigen Welt gegenüber zu behaupten und die zur Rettung notwendige Außenpolitik zu stützen. Ersatz des Systems der unverantwortlichen Führung auf Grund parlamentarischer Beschlüsse der in der Mehrheit stets Unsachverständigen durch ein System persönlich verantwortlicher befähigter Führer, deren Maßnahmen auf dem Rat jeweils Sachverständiger fußen. Ersatz der Majorität durch den Persönlichkeitswert. Erziehung des Volkes mit allen Mitteln. Weckung und Schärfung des Gefühls der Überlegenheit der eigenen Rasse. Ausmerzung der jüdisch-bolschewistischen Erscheinungen auf allen Gebieten der Kultur.

Höchstmögliche Förderung der Wirtschaft. Ergreifung aller geeigneten Mittel, die Arbeitslosen wieder in den Produktionsprozeß einzuführen und damit neue Kaufkraft und neue Absatzmöglichkeiten für den inneren Markt zu schaffen. Allmähliche Entlastung der Witschaft von dem Übermaß der Steuerlast, Rückführung des Steuersystems auf einige wenige, leicht übersichtliche Steuerarten. Weitere Entlastung von den übermäßigen Zinsen, vor allem auch hinsichtlich der Auslandsverschuldung. Möglichst stabile Preise, die ein Disponieren auf weitere Sicht erlauben. Schutz der heimischen Produktion, insbesonders der landwirtschaftlichen, denn die Landwirtschaft ist als Ernährungsgrundlage die Voraussetzung für die Unabhängigkeit und damit Freiheit der Nation: Sie ist der Quell der blutsmäßigen Erneuerung des Volkes, sie ersetzt, was die Großstädte an sich saugen und vernichten.

Kapital und Arbeit sind in ihrer Wechselbeziehung für die höherentwickelte Wirtschaft gleich unentbehrlich. Keiner der beiden Faktoren darf auf Kosten des anderen gedeihen – auf die Dauer würden beide darunter leiden. Daher muß der Klassenkampf unterbunden, müssen dieKlassengegensätze überbrückt werden. Voraussetzung hierzu ist eine gerechte Verteilung des wirtschaftlichen Erfolgs. Gemeinschaftsgeist und wechselseitiges Vertrauen, Hand in Hand mit dem nötigenfalls regulierenden Eingriff des Staates, schaffen die Gundlage für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung.

Angaben im einzelnen über die Wege zur Erreichung seiner Ziele heute schon zu machen, lehnt Hitler ab, da nach gemachter Erfahrung die derzeitige Regierung zumindest einen Teil der aufgezeigten Pläne übernimmt, meist in unvollkommener Weise in die Wirklichkeit umzusetzen versucht – unter Vermeidung eines wirklich tatkräftigen Anfassens der Wurzel-Übel, wie der Arbeitslosigkeit – sie so in Mißkredit bringend, da die gesundende und aufbauende Wirkung ausbleibt. Von Hitler aufgezeigte Wege, die die Regierung vorerst nicht zu gehen gedenkt, werden durch „Sachverständige“ in der Öffentlichkeit einer das Vertrauen untergrabenden Kritik unterzogen oder sogar der Lächerlichkeit preisgegeben. Es sei hier nur erinnert an dennationalsozialistischen Antrag im Reichstag vor 1 ½ Jahren auf allgemeine ZinsfußherabsetzungEine maßlose, vernichtende Kritik setzte von allen Seiten ein. Als dann nach langer Zeit die Regierung Brüning sich entschloß, gemäß dem nationalsozialistischen Antrag zu verfahren, stellte sich heraus, daß die Maßnahme durchaus durchführbar und gesund war, die „untragbaren Folgen“, die Sachverständige und Wissenschaftler anläßlich des nationalsozialistischen Antrags für den Fall der Durchführung voraussagten, nicht eintraten.

Man darf überzeugt sein, daß es sich mit den übrigen von Hitler ins Auge gefaßten Maßnahmen zur Rettung unzähliger Einzelexistenzen, der Wirtschaft und endlich der Nation in der Gesamtheit nicht anders verhält. Dies um so mehr, als Hitler nicht daran denkt, gewagte oder laienhafte Eyperimente zu machen, sondern sich die ersten und anerkanntesten Fachleute auf allen Gebieten hinzuzieht.

Der Mann, der infolge der Bereinigung von außergewöhnlichem Wissen und Können auf allen Gebieten es zuwege brachte, aus dem Nichts heraus sich seine heutige Stellung des Führers von Millionen in Deutschland zu erkämpfen, trotz unerhörtester Widerstände, hat vielleicht als einziger die Fähigkeit in sich, die ungeheuerliche Aufgabe zu meistern, in zwölfter Stunde die Nation aus beinah hoffnungsloser Lage zu retten. Wie vom Schicksal geleitet ging er seinen Weg. Es wäre nicht zum erstenmal in der Geschichte, daß Deutschland in der höchsten Not der rechte Mann erwuchs!

Jeder muß sich daher der Verantwortung bewußt sein, die er auf sich nimmt, wenn er –angesichts des Versagens der bisherigen Regierungen – mithilft, Hitler noch länger daran zu hindern, die Geschicke des Volkes in die Hand zu nehmen.

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Auslese von Lügen über Hitler

Nichts beweist mehr die Größe des Hasses der Parteien des deutschen Unglücks gegenüber Hitler, als eine Auslese der Lügen, die sie über ihn verbreiteten. Nichts spricht daher auch mehr für Hitler.

Zentrum und sein unter „Bayerischer Volkspartei“ gehender Ableger sagen: Adolf Hitler sei Angehöriger der „Los-von-Rom-Bewegung“. Als dies als Unwahrheit nachgewiesen wurde, log das Zentrum, dies treffe für den Vater zu. Weiter: Hitler habe als Kind die Hostie ausgespuckt. Er sei verkappter Bolschewist.

Die S.P.D. Log: Adolf Hitler halte „Sektgelage im Kreise schöner Frauen“ ab; Hitler werde für seine Tätigkeit vom Kaiser bezahlt; Hitler erhalte Gelder aus „Horthy-Ungarn“. Die Anhänger Hitlers seien nur „verkrachte Existenzen“, reaktionäre Offiziere und Studenten. Hitler sei ein „Kapitalistenknecht“.

S.P.D. Und Zentrum logen: Hitler habe Verrat an Südtirol verübt und sei dafür mit italienischen Geldern bezahlt worden.

Sie logen: Hitler habe Gelder von einer Reihe von Schwerindustriellen erhalten, damit er durch seine Leute Streikbrecherdienste verrichten lasse.

Sie logen: Hitler habe Gelder von Juden bekommen.

Sie logen: Hitler habe Gelder von Ford erhalten.

Die S.P.D. Und Zentrum logen: Hitler habe sich mit einer Jüdin verlobt.

Das Bayerische Zentrum (B.V.P.) ließ durch einen katholischen Priester wieder die Lüge verbreiten, Adolf Hitler habe als Kind die Hostie ausgespuckt, obwohl diese Behauptung bereits als unwahr nachgewiesen worden war.

Die S.P.D. Log: Adolf Hitler habe französische Gelder erhalten. Das dem Marxismus geistig verwandte „Berliner Tageblatt“ bemühte sich, dies in der ganzen Welt zu verbreiten.

Die „Münchener Telegrammzeitung“, welche der S.P.D. und dem Zentrum oft Waffen gegen Hitler zuspielte, behauptete Hitler habe Kronprinz Rupprecht ein Ultimatum gestellt.

Das Zentrum log: Hitler besitze eine luxuriöse 12-Zimmer-Wohnung; er besitze eine Luxus-Villa in Berchtesgaden.

S.P.D. Und Zentrum logen: Im „Braunen Haus“ befinde sich ein Teppich zu 80 000 M., ein Treppengeländer zu 30 000 M., Sessel, deren Schnitzerei 3000 M., koste. Das Arbeitszimmer Hitlers sei im Stile Mussolinis gehalten.

Die S.P.D. log: Hitler erhalte Gelder aus der Schweiz.

Die S.P.D. log: Hitler habe seinerzeit Verhandlungen mit dem Separatistenführer Heinz Orbis geführt.

S.P.D. Und Zentrum veröffentlichten in ihren Zeitungen, ebenso wie die „Münchener Telegrammzeitung“ unter Abdruck eines angeblichen Briefes die Behauptung, Hitler habe aus Rußland für die N.S.D.A.P. Für die Wahl 5 000 000 M. Erhalten. (Der Nachweis der Fälschung dieses angeblichen Dokuments war dem Umstande zu verdanken, daß sich eine Unterschrift darunter befand, die Hitler zu dem in Frage kommenden Zeitpunkt nicht mehr verwendete. Demzufolge mußte sogar die sowjetrussische Regierung von der Fälschung abrücken.)

Die S.P.D. log: Hitler habe wegen Desertation von der deutschen Armee eine Gefängnisstrafe erhalten, die durch Kurt Eisner amnestiert worden sei. (Der Verleumder erhielt 50 M. Geldstrafe!)

Die S.P.D. log: Hitler habe israelitische Friedhöfe schänden lassen. (Selbst der Polizeipräsident Bernhard Weiß in Berlin mußte, als er unter Eid stand, zugeben, daß ihm amtlich kein Fall von Grabschändung durch Nationalsozialisten bekanntgeworden sei.)

Das Zentrum log: Adolf Hitler habe in seinem Buch „Mein Kampf“ erklärt, die Lüge sei in jeder Hinsicht erlaubt. Die hierbei wörtlich angezogenen Stellen waren von Anfang bis Ende gefälscht.

Die S.P.D. log: Hitler habe einen seiner Abgeordneten mit dem Auftrag nach Paris geschickt, mit Frankreich wegen dem Abschluß eines deutsch-französischen Militärabkommens zu verhandeln.

S.P.D. Und Zentrum logen: Hitler habe erklärt, im Dritten Reich würden alle schwächlichen Kinder umgebracht.

Die S.P.D. log: S.A.-Leute würden bei der Industrie als Streikbrecher eingestellt.

Die S.P.D. log: Hitler lasse sich für jede Versammlung M. 2000 bezahlen.

Die S.P.D. log: Hitler wolle für alle Arbeitslosen die Zwangsarbeit einführen; die Nationalsozialisten aber würden befreit.

Die S.P.D. verbreitet gefälschte Totenlisten von angeblich durch Nationalsozialisten Ermordeten.

Die S.P.D. log: Hitler habe durch seinen Abgeordneten Göring sich in Berlin eine 16-Zimmer-Wohnung besorgen lassen.

S.P.D. und Zentrum logen: Hitler sei ein Tscheche. Als sich dies nicht mehr aufrechterhalten ließ, hieß es, Hitlers Mutter sei eine Tschechin gewesen; sie habe nur tschechisch gesprochen.

Der Deutschnationale Handlungsgehilfenverband (D.H.V.) log: Hitler wolle die Gewerkschaften vernichten.

Die S.P.D. log: Hitler habe nach seinem Vortrag in Düsseldorf an einem Festessen der Industriellen teilgenommen.

Die S.P.D. log: Schneider-Creuzot habe Hitler Gelder gegeben.

Zentrum und S.P.D. logen: Hitler glaube selbst nicht mehr an seine Sendung und an einen Erfolg bei der Präsidentschaftswahl.

Die S.P.D. log: Hitler sei aus dem österreichischen Heere desertiert.

Die S.P.D. log: Hitler sei gar nicht an der Front gewesen. Er habe sich stets von der Front gedrückt und sei „weit vom Schuß in bombensicheren Unterständen gesessen“.

Die S.P.D. log: Japan habe Hitler Geld gegeben.

Die S.P.D. lügt heute: Hitler würde als Reichspräsident alle Renten und Pensionen streichen.

Die S.P.D. lügt heute: Das Ausland, und vor allem Frankreich, würde eine Präsidentschaft Hitlers nicht dulden, der deutsche Kredit würde zerstört usw., das gleiche, was sie 1925 bezüglich Hindenburgs Präsidentschaft log.

Im Verein mit S.P.D. und Zentrum lügen die „bürgerlichen Blätter“: Hitler habe ursprünglich die Präsidentschaft Hindenburgs verlängern wollen, sei aber dem Einfluß Hugenbergs erlegen.

Ein „nationales“ Blatt macht sich die Fälschung eines französischen Blattes zu eigen, das Ausführungen eines angeblichen Vertreters Hitlers in Paris, der nie existierte, bringt.

Die S.P.D. lügt heute: Hitler erhalte Gewinnanteile aus dem Verlag des „Völkischen Beobachters“, einen Parteigehalt und Abgaben aus seinen Versammlungen. Insgesamt betrage sein Einkommen 433 200 M. jährlich.

Die S.P.D. lügt heute: Hitler würde alle Leute über 60 Jahre „aus Sparsamkeitsgründen“ umbringen lassen.

S.P.D. und Zentrum lügen heute: Hitler würde alle erwerbstätigen Frauen brotlos machen.

Die S.P.D. lügt heute: Hitlers Vater habe ursprünglich einen tschechischen Namen getragen und ihn erst später durch einen deutschen ersetzt.

Hitler hat während seiner politischen Tätigkeit 123 Prozesse gegen die Lügen geführt oder in seinem Auftrage führen lassen. Da sich allmählich zeigte, daß kein ernsthafter Mensch die Lügen mehr glaubte, beschränkte er sich darauf, von Zeit zu Zeit nur bei besonders krassen Fällen ein Exempel aufzustellen.

So bei den Behauptungen des Empfangs französischer Gelder, italienischer Gelder, des Verrats an Südtirol, der Hostien-Schändung, des Ultimatums an Kronprinz Rupprecht, der Besprechungen mit Heinz Orbis, der Schändung jüdischer Friedhöfe, der Fälschung angeblicher Auszüge aus seinem Buch, der Desertation aus dem österreichischen Heere. Des Drückens von der Front usw. Selbstverständlich fielen die Gerichtsentscheidungen alle zu seinen Gunsten aus. Die verhängten Geldstrafen und Freiheitsstrafen ergeben insgesamt beachtliche Zahlen, obwohl sie im einzelnen teilweise unverhältnismäßig gering waren.

Während des Reichspräsidenten-Wahlkampfes ergoß sich eine neue Lügenflut über Hitler und seine Umgebung. Gefälschte Briefe, gefälschte angebliche Polizeiverhör-Protokolle über seine Mitarbeiter wurden verbreitet. Mit Interesse, aber gelassen sehen Hitler und die Seinen dem Erscheinen der weiteren für den Wahlkampf bereitgestellten Lügen entgegen.

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Antworten auf die verbreitetsten Lügen

Hitler hat Südtirol verraten!

Neben dem Urteil des Gerichts gab die Antwort hierauf ein Südtiroler selbst. Graf Fedrigotti, ein Führer der Südtiroler Heimatverbände, Mitglied des Andreas-Hofer-Bundes, wandte sich Ende Januar ds.Js. an den nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten Hinkel in Berlin anläßlich der Rede des Pater Innerkofler in einer Berliner Reichsbannerkundgebung mit dem Thema „Hitlers Verrat an Südtirol“. Er erklärte, die Südtiroler Heimatverbände lehnten es ab, daß man die Südtiroler Frage zur parteipolitischen Hetze gegen den Nationalsozialismus benutze. Er zeigte Hinkel Telegramme, die er aus Innsbruck usw. als Antwort auf seine Anfragen erhalten hatte, und in denen die Führer von Südtiroler Heimatverbänden sich scharf gegen das Verhalten Innerkoflers in Berlin wandten. Auch die Südtiroler wüßten, daß außenpolitisch für Deutschland nur die Linie Berlin-Rom-London in Frage käme, und daß Hitler daraus die Konsequenzen für seine Haltung Italien gegenüber ziehen müsse. Sie müßten auch anerkennen, daß Mussolini als erster in so freundlicher Form gegen die Reparationen Stellung genommen habe. Sie wünschten lediglich, daß Südtirol nicht vergessen würde.

Hitler vergißt die Südtiroler gewiß nicht. Ist er doch selbst im Grenzland geboren und aufgewachsen. Er ist aber überzeugt, daß seine Auffassung, wonach es die Mission der Südtiroler ist, eine Brücke zu Italien zu bilden und seine daraus sich ergebende Haltung ihnen mehr nutzt, als die groß organisierte Hetze der Presse in Deutschland gegen das faschistische Italien, unter Mißbrauch der Südtiroler.

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Ist Hitler „romhörig“?

Ein evangelischer Kirchenrat, der Hitler persönlich kennt und während eines Jahrzehntes in München sein Wirken beobachtete, beantwortet diese Frage wie folgt:

„Soweit ich darüber urteilen kann, ist es Unsinn, Hitler für „romhörig“ zu halten; warum würde er dann von Teilen der katholischen Geistlichkeit so stark bekämpft? Es wäre ihm dann ein leichtes, deren Gunst zu gewinnen! Hitler ist deutschgesinnt und ehrlich, aber nicht konfessionell, denn er ist Führer einer alle treuen Deutschen zusammenfassenden politischen Partei.“

H. Lembert

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Ein evangelisch-reformierter Pfarrer schrieb auf die gleiche Frage wie folgt:

„Sehr geehrter Herr!

Sie baten mich um eine Auskunft auf Grund meiner persönlichen Bekanntschaft mit Herrn Adolf Hitler:

Ich habe jahrelang in München Gelegenheit gehabt, Adolf Hitlers Wirken zu beobachten. Es ist für mich Gewissenspflicht, die Behauptungen, Hitler stehe „im Dienste Roms“, er sei „romhörig“, er befinde sich „unter jesuitischem Einfluß“, als Märchen und Verleumdungen zu bezeichnen. Die Verzerrungen von Hitlers Bild sind von politischen Gegnern in die Welt gesetzt worden, um ihm bei dem protestantischen Teil des deutschen Volkes zu schaden. Wenn ich diesen Verdacht teilen müßte, so wäre ich nicht eingeschriebenes Mitglied der NSDAP. Daß heute noch derartigen Gerüchten Glauben geschenkt wird, ist mir um so unverständlicher, als doch bekannt ist, daß katholische Würdenträger sich öffentlich gegen Hitler und seine Bewegung gewandt haben.

Hitler darf meines Erachtens nicht vom konfessionellen Gesichtspunkt aus betrachtet werden. Wie er über den „Parteien“ im landläufigen Sinne steht, steht er auch über dem Streit der Konfessionen. Er ist in seinem Wirken Christ! Ihm vor allem ist es zu verdanken – und ich teile diese Überzeugung mit vielen Einsichtigen – daß ein großer Teil Europas bisher vor dem Bolschewismus bewahrt wurde.“

München, den 27. März 1932.
Hans Wegener, Pfarrer der evangel.-reform. Gemeinde in München

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„Hitler ist ein Feind der katholischen Religion“

Ein katholischer Geistlicherder Hitler in all seinen Äußerungen genauestens überprüfte, bevor er sich vor seinem Gewissen entschließen konnte, für ihn Partei zu ergreifen, schrieb auf die Frage hin, ob er Hindenburg oder Hitler wähle, unterm 13. März 1932 folgendes:

“Sie wollen wissen, wen ich, der katholische Geistliche, zum Reichspräsidenten wähle. Ich wähle nicht Hindenburg, ich wähle Hitler. An alle Menschen kommt einmal der Tag, an dem ihre Kraft versagt, an dem sie für ihre Pflicht und Aufgabe zu alt sind, unbeschadet dessen, was sie in jüngeren und frischeren Tagen für ihre Nation geleistet haben. Dann tritt an sie die sittliche Verpflichtung heran, aus dem bisher innegehabten Amte auszuscheiden und die Obsorge für die Nation an jüngere und frischere Kräfte weiterzugeben. Deshalb wähle ich, um es noch einmal zu sagen, Hitler. Es hat selten einen Menschen gegeben, zu dem ich mit solchem Stolz aufgeblickt habe, wie Hindenburg; und die Leute, die nichts von ihm wissen wollten, sondern vor sieben Jahren andere Kandidaten für würdigere Reichspräsidenten hielten, haben mir diesen Stolz als eine besondere Art Schlechtigkeit angeredet. Aber ich schäme mich dieses Stolzes nicht, und auch heute ist er in mir in alter Stärke lebendig, einfach deshalb, weil ich nicht vergessen kann, was dieser Mann für mein Vaterland geleistet hat; und doch wähle ich, um es zum dritten Male zu sagen; Hitler; denn Alter ist Alter, und versagende Kraft ist versagende Kraft, und es würde mir furchtbar sein, wenn mit dem Manne, in dessen Lager in langen, schweren Kriegsjahren Deutschland gestanden hat, parteipolitische Manöver getrieben würden. Sie wissen, daß ich Ihrer Partei durchaus nicht unkritisch gegenüberstehe, aber doch werde ich mich auf den Tag freuen, der durch die Welt die Kunde trägt, daß Adolf Hitler zum Präsidenten des Deutschen Reiches erwählt worden ist.“

Köln-Delbrück, den 3. März 1932.
gez.: Dr.W. Engel

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Nach dem ersten Wahlgang fügte er unter dem 18. März dem obigen Schreiben u. a. Nachstehende Äußerungen hinzu:

„…Was jetzt den Leuten langsam zu dämmern beginnt, ist folgendes (und für Hitler bedeutet das einen sehr starken Antrieb zu weiterer Arbeit in gleicher Richtung): daß die NSDAP politisch am reinlichsten dasteht. Die Leute, die Hitler gewählt haben, sind die Leute seiner Gesinnung und Willensrichtung. Hindenburg aber hat sich von einem Mischmasch politischer Richtungen wählen lassen, der noch schlimmer ist als französische Suppe…

…Sie erinnern sich doch sicher noch des Herrn von Loebell, der vor sieben Jahren den Hindenburgausschuß auf die Beine stellte. Ich habe nachher festgestellt, daß er den dreiunddreißigsten schottischen Hochgrad der Freimaurerei besaß. Wie mag eigentlich Hindenburg zur Freimaurerei stehen? Sollte er auch Freimaurer sein, dann werden sie begreifen, daß es besonders nach dem letzten Erlaß des Papstes gegen die Freimaurerei für einen katholischen Geistlichen ein Ding der Unmöglichkeit ist, diesen Mann zu wählen, selbst dann, wenn der offenbar weniger unterrichtete höhere katholische Klerus Deutschlands ihn gewählt hat…“

gez.: Dr. W. Engel

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Wenn ein katholischer Geistlicher Hitler wählt, kann jeder gute Katholik, ohne in Gewissenskonflikte zu geraten, dies auch! Wenn er sich klarmacht, daß Hitler allein zu verdanken ist, daß Deutschland bisher vor dem die christliche Kultur zerstörenden, Kirchen und Altäre schändenden Bolschwismus verschont blieb, muß er sogar Hitler wählen.

Daran kann auch nichts ändern, daß von Hitler völlig unabhängige, private Arbeiten von Nationalsozialisten, oder gar dichterische Phantasien Dietrich Eckarts, über Gespräche mit Hitler, die nie stattgefunden haben, Hitler zugeschoben werden, um seine „Religionsbefindlichkeit“ zu beweisen.

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„Hitler – ein Tscheche“

Hitler wurde in Braunau am Inn geboren. Die Gegner, die die Lüge von dem „Tschechen Hitler“ in die Welt setzten, rechneten damit, daß Braunau am Inn mit Braunau in der Tschechoslowakei verwechselt würde. Braunau am Inn liegt an der bayerischen Grenze, nur der Inn fließt dazwischen. Bis zur tschechoslowakischen Grenze sind es demgegenüber 80 Kilometer Luftlinie, also mehr als doppelt so viel als die Entfernung von Dresden zur tschechischen Grenze. Noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gehörte Braunau zu Bayern.

Hitler ist demnach innerhalb des Gebietes von Groß-Deutschland geboren. Beide Eltern sind deutschen Blutes. Sie konnten nicht einmal tschechisch sprechen. (Viele Jahre seiner Jugend brachte Hitler mit den Eltern bereits auf reichsdeutschem Boden, in Passau, zu.) Formell wurde Hitler durch die nationalsozialistische Regierung in Braunschweig vor der Ausstellung zum Reichspräsidentschafts-Kandidaten in den deutschen Staatsverband aufgenommen. Er selbst hatte es stets abgelehnt, eine Reichsregierung um etwas zu bitten, das sie Zehntausenden von galizischen Juden ohne weiteres gewährte und das er selbst sich durch vierjährigen Frontdienst im deutschen Heere während des Krieges längst erworben hatte.

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„Hitler bedeutet Inflation, Streichung der Arbeitslosen-Unterstützung, der Renten und Pensionen, Bürgerkrieg und Chaos“

Diese Behauptungen entspringen der „Halte-den-Dieb“-Taktik der in den Hindenburg-Front vereinten Parteien. Sie wissen genau, daß bei Fortdauer ihres Regimes in gar nicht ferner Zeit der völlige finanzielle Zusammenbruch kommen muß, der seine Schatten in Form der Vorgänge bei den Banken schon vorauswarf. Denn sie wissen, daß eine finanzielle Gesundung nur die Folge einer allgemeinen wirtschaftlichen Gesundung und diese wieder nur die Folge erhöhter Arbeitsleistung der Gesamtheit sein kann. Sie wissen aber auch, daß unter Hindenburg und den von ihnen gestellten Regierungen die Arbeitslosigkeit von 736 000 im Jahre 1924 auf 6 250 000 heute stieg und daß bei Fortdauer dieses Systems der kleinlichen Notverordnungs-Herumdoktorei die ununterbrochene Zunahme der Arbeitslosigkeit anhalten wird. Sie wissen, daß i h r System den finanziellen Zusammenbruch über kurz oder lang nur durch Maßnahmen, die der Inflation verwandt sind, vorübergehend verschleiern kann. Und weil sie dies wissen und für sich selbst keinen Ausweg mehr sehen, versuchen sie abzulenken und dichten Hitler Inflations-Absichten an. Sie verschweigen hierbei wohlweislich, daß Hilferding von der eigenen SPD-Bundesgenossenschaft es war, der die Inflation seinerzeit herbeiführte, wodurch deren alter Programmpunkt im Kampf gegen das „Kapital“, die Enteignung der Besitzenden auf die einfachste Weise und so gründlich erfüllt wurde, daß selbst das bescheidene Mütterlein seinen letzten Spargroschen auf die alten Tage verlor. Zum Dank marschieren heute die „Bourgeois“ Arm in Arm mit den Genossen der SPD, das hierfür verantwortliche System mit der Irreführung durch den Namen Hindenburg zu retten. Sie verschweigen ebenso wohlweislich, daß Hitler es war, der die Inflation seinerzeit voraussagte, der prophezeite, daß die Maßnahmen der Regierung zur Inflation führen müßten und der den Weg wies, die Inflation zu vermeiden.

Die „Hindenburg-Parteien“ wissen, daß der finanzielle Zusammenbruch unter ihrem System die Einstellung der Arbeitslosen-Unterstützung, der Renten- und Pensionszahlungen im Gefolge haben muß, wie bereits die Gefahr des Zusammenbruchs die Kürzung im Gefolge hatte. Die Führer wissen, daß es heute schon Orte in Deutschland gibt, die nicht mehr in der Lage sind, Unterstützungsgelder aufzubringen und die Unterstützungsberechtigten daher mit Ausweisen versehen, wonach die Behörden ersucht werden, die Inhaber nicht wegen Bettelei zu bestrafen(!) Da sie dies wissen und für sich keinen Ausweg mehr sehen, versuchen sie wieder abzulenken und verbreiten die Mär, Hitler wolle die Arbeitslosen-, Renten- und Pensionszahlungen einstellen.

Die Führer der SPD in der „Hindenburg-Front“ wissen genau, daß der finanzielle Zusammenbruch mit der Einstellung der Unterstützungen zum Bürgerkrieg führen muß. Sie haben gar nicht die Absicht, den Bürgerkrieg zu vermeiden. Zur Tarnung verbreiten sie, Hitler habe Bürgerkriegs-Absichten, und die bürgerlichen Bundesgenossen in der „Hindenburg-Front“ helfen fleißig mit, diese Lüge zu verbreiten. Das rote Preußen aber inszeniert eine große Haussuchungs-Aktion gegen die Nationalsozialisten in der Hoffnung, dadurch das Bürgerkriegsmärchen stützen zu können.

Warum aber wollen die Führer der SPD den Bürgerkrieg, der nach dem finanziellen Zusammenbruch ihres Regimes kommen muß, gar nicht vermeiden? Weil der Bürgerkrieg eine Etappe darstellt auf dem Wege zur Verwirklichung ihrer Ziele. Daß diese sich nach wie vor gleich geblieben sind einerseits, beweist folgender Satz, der in dem Blatt „Eiserne Front“ für Mecklenburg vom 6. März 1932 gestanden hat:

„Diese Wahl ist nicht die Entscheidungsschlacht zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Die kann auf unserer Seite gewiß nicht mit der Hindenburg-Parole durchgeführt werden, für sie werden wir uns, wenn die Stunde kommt, einen a n d e r e n Namen wählen.“

Auf deutsch heißt das, der deutsche Bürger muß unter der „Hindenburg-Parole“ die SPD durch die Zeit ihrer höchsten Not retten. Ist die Gefahr, die ihr seitens Hitler droht überwunden, dann bekommt der „Bourgeois“ den verdienten Tritt. Die SPD kann endlich die Entscheidungsschlacht zwischen dem System der allgemeinen Enteignung, dem Marxismus und dem System auf der Grundlage des Privateigentums, des Wirkens der Persönlichkeit durchführen. Allgemeiner Hunger und allgemeine Zwangsarbeit nach russischem Muster wird nach dem Sieg des Marxismus in der „Entscheidungsschlacht“ der Lohn für diejenigen sein, die den Marxismus unter der „Hindenburg-Parole“ retteten.

Wer Scheidemann, Dittmann, Crispien und sonstigen Genossen der „Hindenburg-Front“ eine Freude bereiten will, helfe daher möglichst mit, das Märchen zu verbreiten, Hitler bedeute Inflation, Streichung der Arbeitslosen-Unterstützung, der Renten und Pensionen, Bürgerkrieg und Chaos. Er trägt dadurch bei, mit der Erhaltung des heutigen Systems dies alles herbeizuführen!

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„Hitler – ein österreichischer Deserteur“

Es wurde behauptet, Hitler habe sich in Österreich dem Kriegsdienst entzogen und habe nur deshalb in der bayerischen Armee Dienst getan.

Die Antwort gibt nachstehendes Dokument:

Amt der o.-ö. Landesregierung – Landesevidenzreferat, Zahl 786

Amtsbestätigung:

Es wird bestätigt, daß der am 20. April 1889 in Braunau am Inn geborene und in Linz, Oberösterreich, heimatberechtigte Adolf Hitler, Sohn des Alois und der Klara, geborenen Plötzl, laut Stellungsliste bei der Nachstellung in der 3. Altersklasse am 5. Februar 1914 zu Salzburg „zum Waffen- und Hilfsdienst untauglich, zu schwach“ befunden worden ist und der Beschluß auf „Waffenunfähig“ gefällt wurde.“

Linz, den 23. Februar 1932
gez.: Opitz, Oberst.

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Selbstverständlich meldete sich Hitler, als er bei Kriegsbeginn in München war, sofort als Kriegsfreiwilliger und machte auf Grund besonderer Genehmigung des Königs von Bayern den Krieg in der bayerischen Armee von Anfang bis Ende mit. Der Frontdienst wurde nur durch zweimalige Verwundung unterbrochen.

„Hitler – ein Drückeberger“

Die Partei, welche in der ersten Zeit nach der Revolution zusammen mit der wieder in ihren Reihen aufgegangenen USPD es als besondere Ehre bezeichnete, Drückeberger oder sogar Deserteur zu sein, erfand kurz vor der Reichspräsidentenwahl die Lüge, Hitler habe sich von der Front gedrückt. Besonders sei er immer in Fournes „weit vom Schuß“ gewesen. Gegen das betreffende Pamphlet der SPD wurde eine einstweilige Verfügung erwirkt. In der anschließenden Gerichtsverhandlung mußte der Richter auf Grund einer erdrückenden Zahl eidesstattlicher und direkter eidlicher Zeugen-Aussagen von Hitlers Mitkämpfern aller Dienstgrade feststellen, daß die Behauptungen unwahr sind.

Nachstehend Auszüge aus einigen der eidesstattlichen Aussagen:

„… Hervorheben möchte ich, als ich beim Sturm auf das beilförmige Waldstück (später Bayerwald genannt) aus dem Walde bei Wytschäte heraustrat, um den Verlauf des Angriffes besser beobachten zu können, sich Hitler und eine andere Gefechtsordonanz des Regimentsstabes, der Kriegsfreiwillige Bachmann, vor mich hinstellten, um mich mit ihrem Leibe vor dem Maschinengewehrfeuer, dem ich ausgesetzt war, zu schützen.“

gez.: Engelhardt,
Generalmajor a. D.,
früher Kommandeur des Bayer. R.-I.-R. 16 (List).

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„… Ich kann dem ehem. Gefreiten Hitler für seine hervorragenden Dienstleistungen nur das größte Lob aussprechen. Fournes war ein Ort hinter dem Gefechtsabschnitt des Regiments, welcher als Ruhequartier für das jeweils abgelöste Bataillon diente und auch zugleich der Sitz des Regimentstabs in ruhigen Perioden war. Der Ort lag immer in der Gefahrenzone und wurde häufig und ziemlich stark beschossen. Bei Kampfhandlungen wurde die Befehlsstelle des Regiments nach dem etwa ¾ Stunden weiter vorn gelegenen Ort Fromelles verlegt. Vom Sitz der Regimentsbefehlsstelle aus mußten die erwähnten Dienstleistungen nach vorne bis zu den Kampftruppen ausgeführt werden. Diese Gänge lagen oft im feindlichen Maschinengewehr- und Artilleriefeuer. Ich kann mich nicht erinnern, daß Hitler während meiner Regimentsführung irgendwann auf seinem Posten gefehlt hätte. Die erworbenen Auszeichnungen kann Hitler mit voller Berechtigung und stolz tragen…“

gez.: Spatny, Oberst a. D.,
früher Kommandeur des
Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

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„Herr Adolf Hitler war als Gefreiter Meldegänger im Regimentsstab und hat sich der schweren Pflicht eines solchen jederzeit nicht nur willig, sondern mit Auszeichnung unterzogen. Dabei wird hervorgehoben, daß das Regiment List, wie aus der Geschichte des Regiments zu ersehen ist, an den schwierigsten Stellen der Front und in häufigen Großkämpfen eingesetzt war…“

gez.: Baligand, Oberst a. D.,
letzter Kommandeur des
Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

„… Für besonders gefahrvolle Momente wurden von mir oft Freiwillige angefordert und als solcher hat sich bei jeder Anforderung Hitler regelmäßig und ohne Zögern gemeldet.

Jeden Auftrag hat Hitler mit Einsatz seiner ganzen Person und bis zu dessen vollständiger Durchführung ausgeführt…“

gez.: Bruno Horn,
Lt. d. R. u. Ord.-Off. Beim
Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

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„… Hitler hat niemals auch nur im geringsten gezögert, auch nur den schwersten Befehl auszuführen, er hat vielmehr oft und oft die gefährlichsten Meldegänge für seine Kameraden übernommen.

Die zum Regimentsstab als Meldegänger abgeordneten Soldaten wurden unter den zuverlässigsten Leuten ausgesucht, weil der Dienst des Meldegängers in den Schlachten und Gefechten des Regiments Männer mit eisernen Nerven und kühlem Kopf verlangten. Hitler hat immer und überall seinen Mann gestellt und hat nach seiner schweren Oberschenkelverwundung sich sofort beim Ersatzbataillon kurz nach der Rückkehr aus dem Lazarett freiwillig wieder zum Regiment gemeldet…“

gez.: Max Amann,
ehem. Vizefeldwebel beim
Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

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„… Der Gefreite Adolf Hitler ist mir auf dem Wege von und zu den Stellungen oftmals als Meldegänger begegnet. Wer den Dienst als Meldegänger kennt – und denselben kennt jeder an der Front gestandene Soldat -. weiß, was es heißt, täglich Tag und Nacht durch das Artilleriefeuer und nach rückwärtsgelegtes Machinengewehrfeuer hindurchzugelangen…“

gez.: Joseph Lohr,
Off.-Stellv. Beim Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

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„… Wahr ist, daß Hitler bei einem Meldegang trotz Gasmaske durch das schwere Gas-Granatfeuer vergiftet wurde, nahezu erblindete…“

gez.: Jakob Weiß,
Unt.-Off. Beim Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

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„… Das E.K. I erhielt Hitler im Frühjahr oder Sommer 1918 für seine hervorragenden Meldegängerleistungen bei der großen Offensive 1918, insbesondere für die persönliche Gefangennahme eines französischen Offiziers mit etwa 15 Mann, denen er auf einem seiner Meldegänge sich plötzlich gegenüber befand und die infolge seines geistesgegenwärtigen, entschlossenen Handelns die Waffen streckten.

Hitler galt bei den Meldegängern und weit darüber hinaus bei dem Regiment für einer der besten und tapfersten Soldaten.“

gez.: Ernst Schmidt,
vom Nov. 1914 bis Okt. 1918 beim Bayer. R.-I.-R. 16 (List)

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Die Sensation des Prozesses bildete die Aussage von Hitlers Regimentskameraden Michel Schlehuber, einem Sozialdemokraten, der seit 35 Jahren Gewerkschaftler ist und von der Gegenseite (!) als Zeuge angeführt wurde:

„Ich kenne Hitler seit Ausmarsch des Bayer. R.-I.-R. 16. Ich habe Hitler als einen guten Soldaten und tadellosen Kameraden kennengelernt. Ich habe nie beobachtet, daß Hitler sich irgendwie vom Dienst gedrückt oder der Gefahr entzogen hätte.

Ich war vom Ausmarsch bis zum Heimmarsch innerhalb der Division und habe ich (auch) später bis zum Schluß nie etwas Nachteiliges über Hitler gehört. Ich war erstaunt, später in den Zeitungen Ungünstiges über die Leistungen Hitlers als Soldat zu lesen.

Ich stehe Hitler politisch vollständig fern und gebe dieses Urteil nur ab, weil ich Hitler als Kriegskameraden hoch schätze.“

gez.: Michel Schlehuber

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„Hitler kann seine Versprechungen nicht halten!“

Hitler verspricht nichts und hat nie etwas versprochen. Eine Unzahl seiner Reden begann er damit, daß er erklärte, nicht in der glücklichen Lage der Redner anderer Parteien zu sein, die z. B. nur vor Bauern redeten und demgemäß diesen höhere Preise für ihre Produkte versprechen, oder nur vor Städtern reden und demgemäß niedrige Lebensmittelpreise in Aussicht stellen, die vor Beamten höhere Gehälter, vor Arbeitnehmern höhere Löhne, vor Arbeitgebern geringere Löhne, sämtlichen Steuersenkungen versprechen. Er habe Angehörige aller Stände und Berufe des deutschen Volkes in seinen Versammlungen, und er wisse obendrein, daß die Versprechungen der anderen doch nicht gehalten werden könnten, weil sie einander ausschlössen. „Ich stelle – so sagte er – für den neuen Staat nur eines in Aussicht: Arbeit, Arbeit und wieder Arbeit; denn wir sind ein armes Volk geworden! Allerdings solle dann auch jeder arbeiten können, der arbeiten will, und jeder soll wissen, wofür er arbeitet – das Ergebnis seines Schaffens soll jedem selbst wieder zugute kommen.“

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„Alle berufstätigen Frauen werden durch Hitler brotlos!“

Dieses wurde als besonders wirkungsvolle Wahllüge verbreitet, unter Fälschung des Ausspruchs eines nationalsozialistischen Redners. Selbstverständlich denkt Hitler gar nicht daran, die berufstätigen Frauen plötzlich auf die Straße zu setzen. Er weiß, daß volkswirtschaftlich genommen, die Wirkung sich ziemlich gleich bleibt, ob einige Millionen Männer oder einige Millionen Frauen mehr arbeitslos sind. Er weiß, daß es sogar der Wirtschaft und dem Staatsapparat nicht dienlich wäre, wenn geschulte, eingearbeitete weibliche Kräfte, die sich für einen Teil iher Berufe vielleicht sogar besser eignen als Männer, plötzlich ausschieden. Er weiß, daß bei der heutigen Wirtschaftslage die Männer nicht plötzlich Frauen ernähren können, die bisher ihr eigenes Brot verdienten. Er weiß, daß kinderreiche Familien, Kriegsinvalide mit einer Hungerrente und viele mehr nicht auf das ohnehin meist spärliche Einkommen der Frau heute verzichten können, wenn sie nicht als letzten Ausweg die ungeheure Zahl der freiwillig aus dem Leben Geschiedenen vermehren wollen.

Hitler wird nicht im Stile der 4-Pfennig-Notverordnungen an den Erscheinungen herumdoktern, sondern die Übel an der Wurzel fassen. Das heißt für die Wirtschaft der Gesamtheit wie der Einzelnen das Arbeitslosenheer wieder eingliedern in den Produktions-Prozeß.

„Hitler doch nur ein Dilettant“

Das sagen die gleichen Bürger und schreiben die gleichen „nationalen“ Zeitungen, die einst den ehemaligen Sattlermeister Friedrich Ebert als vollwertigen Präsidenten des Deutschen Reiches anerkannten und nicht genug von seiner „staatsmännischen Bedeutung“ erzählen konnten. Die gleichen, die Hindenburg für eines der größten Genies halten, das sich auf allen Gebieten sein eigenes Urteil zu bilden vermöge, während er selbst in seinen Lebenserinnerungen schreibt, daß er nie ein anderes Buch als ein militärisches gelesen habe.

Ein ehemaliger Kaiserlicher Gesandter, also gewiß kein politischer Laie, urteilt über Hitler wie folgt:

„Es war mir zweimal vergönnt, Adolf Hitler persönlich länger sprechen zu können. Diese beiden Unterredungen werden mir unvergeßlich sein.
Ich halte Hitler für einen politischen Kopf von ganz außergewöhnlicher Bedeutung. Was andere in mühsamen Arbeiten zu erringen erstreben, ist ihm angeboren.
Überraschend ist sein feines Fingerspitzengefühl für auswärtige Politik, das ihm instinktmäßig die richtige Entscheidung treffen läßt…“

Burg Rotenberg. Wiesloch-Land, Baden. 10. März 1932.
gez.: Franz von Reichenau,
Kaiserlicher Gesandter a. D., Wirkl. Geheimrat.

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Man lege sich doch die Frage vor, was von größerer politischer Begabung zeugt, wie Hindenburg einen Young-Plan unterschrieben und gleichzeitig vorausgesagt zu haben, daß dieser Besserung auf der ganzen Linie für Deutschland bringt, oder wie Hitler, unter Ablehnung dieses Planes in allen Einzelheiten die Folgen für Deutschland richtig prophezeit zu haben. Abgesehen von dem Befähigungsnachweis, den es bedeutet, als völlig Unbekannter, ohne Kapital, allen Widerständen und Verfolgungen zum Trotz, aus 7 Mann die anerkannt bestorganisierte politische Bewegung Deutschlands geschaffen zu haben, der heute über 11 Millionen, d. h. fast ein Drittel aller wahlberechtigten Deutschen die Stimme gaben, während in der sog. Hindenburg-Front 16 (!) Parteien aufgeboten werden mußten, um Hitlers Sieg zu verhindern.

Es dürfte bekannt sein, daß die einst ebenso „schwerwiegenden Bedenken“ des italienischen Bürgertums hinsichtlich des „Dilettanten“ Mussolini verstummt sind. Mussolini aber äußerte nach den Reichstagswahlen von 1930: „Hitler ein großer Führer, ein großer Organisator.“

Beantwortung stets wiederkehrender Fragen

Warum der Name „Nationalsozialisten“?

Hitler sagt:

Ihr könnt nicht wahre Nationalisten sein, ohne Sozialisten zu sein; Ihr anderen könnt nicht wahre Sozialisten sein, ohne Nationalisten zu sein.”

Nationalist sein heißt, sein eigenes Volk mehr lieben als alle übrigen Völker und sorgen, daß es sich ihnen gegenüber zu behaupten vermag. Damit sich dieses Volk aber der übrigen Welt gegenüber zu behaupten vermag, muß ich wünschen und sorgen, daß jedes Glied gesund ist, und es jedem einzelnen und damit der Gesamtheit so gut wie möglich geht. Dann aber bin ich Sozialist!

Und ich kann nicht Sozialist sein, ohne mich dafür einzusetzen, daß mein Volk sich gegenüber den Übergriffen der anderen Völker im Kampf um die Grundlagen des Lebens zu schützen vermag und ohne für die Größe meines Volkes einzutreten und somit Nationalist zu sein. Denn die Kraft und Bedeutung meines Volkes ist die Voraussetzung für das Wohlergehen des einzelnen.

Somit seid Ihr aber beide Nationalsozialisten.“

Warum wählen die Nationalsozialisten nicht Hindenburg?

Weil Hindenburg es durch seinen Minister Brüning verhindert, daß eine Regierung kommt, die es von Grund auf besser als die bisherigen macht und die dem derzeitigen Willen des Volkes entspricht.

Weil er es verhindert, daß ein neuer Reichstag gewählt wird, der eine solche Regierung ermöglichen würde.

Kurz, weil Hindenburg es verhindert, daß auf Grund von Neuwahlen eine nationalsozialistische Regierung ans Ruder kommt, obwohl die Nationalsozialisten heute die stärkste Partei Deutschlands sind.

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Was gibt uns die Gewähr, daß es unter einer nationalsozialistischen Regierung besser wird?

An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen! Bisher haben die Nationalsozialisten in der Stadt Koburg, und in den Ländern Thüringen und Braunschweig regiert.

Sie erlitten dort nicht Schiffbruch, wie die Gegner gehofft und vorausgesagt hatten.

Es entstand kein Bürgerkrieg, wie die Gegner gehofft und vorausgesagt hatten.

Die Finanzen brachen nicht zusammen, wie die Gegner gehofft und vorausgesagt hatten.

Im Gegenteil: In Thüringen wurde durch die nationalsozialistische Regierung der Staatshaushalt ausgeglichen – zum erstenmal und im einzigen Land Deutschlands seit der Revolution.

Die Leistungen der nationalsozialistischen Regierungen wurden demgemäß auch von denen anerkannt, die bisher nationalsozialistische Regierungen mit Mißtrauen betrachtet hatten. Der beste Beweis ist das unerhörte Ansteigen der nationalsozialistischen Wählerzahlen in den Gebieten nationalsozialistischer Regierungen.

Seit der Regierungsübernahme durch die Nationalsozialisten stiegen die nationalsozialistischen Stimmen in Koburg von 5143 (bereits absolute Mehrheit) auf 8345, in Thüringen von 90 236 auf 333 000, in Braunschweig von 67 900 auf 124 360.

Das war die Antwort der Wähler, die Gelegenheit hatten, das Regieren der Nationalsozialisten zu beobachten und zu prüfen.

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Hat Hitler genügend geschulte Kräfte, um alle wichtigen Stellen damit besetzen zu können?

Hitler denkt gar nicht daran, etwa in erster Linie nur Angehörige seiner Partei mit Posten zu betrauen. Er hat oft genug betont – nicht zuletzt Parteien und Verbänden gegenüber, die ihre „Ansprüche“ anmelden wollten -, daß er vor allem hervorragende Fachleute, Männer, die wirklich etwas von ihren Aufgaben verstehen, einsetzen wird, ohne Rücksicht darauf, welcher Partei sie angehören und angehört haben. Männer, die sich bisher schon bewährten, werden daher auch ruhig in ihrem Amte bleiben.

Hitler will nicht, daß mit dem deutschen Volk nochmals Experimente gemacht werden. Von den Experimenten der Hindenburg-Parteien, denen wir Inflation, Verarmung und Wirtschaftszusammenbruch verdanken, haben wir reichlich genug!

Historische Übersicht

Adolf Hitler

wurde geboren am 20. April 1889 zu Braunau am Inn, einem einst altbayerischen Städtchen.

Der Vater hatte sich als Waise vom armen Bauernjungen zum Zollbeamten emporgearbeitet. Die Mutter stammte ebenfalls aus einer deutschen Bauernfamilie. Mit 13 Jahren verliert er den Vater, mit 17 Jahren die Mutter. Adolf Hitler besucht damals nach der Volksschule die Realschule in Linz an der Donau. Er soll nach Wunsch des Vaters Staatsbeamter, will aber nach eigenem Wunsch Künstler werden. Der Tod der Mutter zwingt ihn, sofort selbst das tägliche Brot zu verdienen.

Hitler geht mit 17 Jahren nach Wien, versucht sich zum Architekten auszubilden und erwirbt sich dabei den Lebensunterhalt aus eigener Kraft, zunächst als Bauarbeiter, Betonmischer, später als Zeichner und Kunstmaler für Architekturen. Mit 18 Jahren nimmt er bereits Anteil am politischen Leben, wird Anti-Marxist, ohne aber irgendwie führend hervorzutreten. Hitler ist seit seiner Jugend fanatischer Nationalist und versucht die sozialen Erfahrungen seiner Arbeiterzeit mit seiner nationalistischen Überzeugung zu vereinen. Er leidet jahrelang in Wien schwere und bittere Not.

1912 übersiedelt er nach München, lernt und studiert. Er hat keine Jugend des Vergnügens gekannt, sondern seit dem Tage, da er mit 50 Kronen von zu Hause fortging, nur Arbeit und Entbehrungen.

1914 wird er im Februar bei einer Nachstellung endgültig vom österreichischen Heeresdienste befreit. 6 Monate später bricht der Weltkrieg aus.

Er meldet sich sofort zum Eintritt in die deutsche Armee und erhält durch ein Immediatgesuch an König Ludwig von Bayern die Erlaubnis, als Kriegsfreiwilliger in ein bayerisches Regiment einrücken zu dürfen. Am 10. Oktober 1914 marschiert das neue Regiment aus.

Am 2. Dezember 1914 erhält der 25jährige Kriegsfreiwillige schon das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

Infolge der bei dem Sturm auf den „Bayernwald“ und bei den übrigen Kämpfen in der Gegend von Wytschäte bewiesenen Tapferkeit erhält er den Befehl, Dienst als Meldegänger zu tun, der besondere Anforderungen an Mut und Zuverlässigkeit stellte, da die Meldungen oft durch schwerstes Feuer über freies Gelände getragen werden mußten. Bald ist sein Name im Regiment über den engeren Kreis seiner Kameraden hinaus bekannt.

Am 7. Oktober 1916 wird er durch Granatsplitter verwundet. Im März 1917 rückt er wieder zum Regiment ein. Er erhält eine Reihe weiterer Auszeichnungen, darunter ein Regiments-Diplom für hervorragende Tapferkeit in den Kämpfen bei Fontaines, endlich das Eiserne Kreuz 1. Klasse.

Am 14. Oktober 1918 wird er mit zahlreichen Kameraden seines Regiments durch das von den Engländern zum ersten Male angewendete Gelbkreuzgas schwer verletzt und verfällt vorübergehend der Erblindung. Während er im Lazarett liegt, bricht die Revolution aus.

Nun beschließt Hitler, Politiker zu werden.

1919 tritt er in einen kleinen Verein von 6 Mann ein und gründet aus ihm die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Er skizziert in großen Zügen das Programm der neuen Bewegung, legt ihre Ziele und ihr Wesen fest.

Der Anfang: S i e b e n M a n n.

Im September 1919 spricht Adolf Hitler zum ersten Male vor 7 Mann, dann vor 11 Zuhörern, vor 25, vor 47, im Dezember schon vor 111, im Jan. 1920 vor 270, bald vor 400; am 14. Nov. 1920 in der ersten wirklichen Massenversammlung vor 1700. Adolf Hitler organisiert die Propaganda der jungen Partei, die nach einjähriger Tätigkeit 64 Mitglieder zählt. Ein Jahr später – 1920 – ist diese Zahl schon auf 3000 angewachsen. Hitler steigert die Versammlungstätigkeit in München so, daß er endlich allwöchentlich dreimal in Massenversammlungen redet, jeden Montag einen Sprech- und Schulungsabend abhält. In erster Linie wendet er sich immer wieder

gegen den Wahnsinn von Versailles

und tritt schärfstens den Behauptungen der Marxisten, des Zentrums usw. entgegen, daß dieser Vertrag erfüllt werden könnte. Auch prangert er die Parole dieser Parteien, „liefert die Waffen ab, dann werden die anderen auch abrüsten“ an. Er sagt voraus, daß nach Ablieferung der Waffen die anderen erst recht rüsten werden – statt mit dem eigenen Gelde, mit den vom nun ganz wehrlosen deutschen Volk erpreßten Milliarden. Ebenso wie er sich gegen die Propaganda von S.P.D. und Zentrum für Unterzeichnung der Verträge wandte, weil sonst das Ruhrgebiet besetzt würde, mit der Prophezeiung, daß das Ruhrgebiet auf alle Fälle besetzt würde, ganz gleich, was wir unterzeichneten.

1921

Die ersten Ortsgruppen werden gegründet: in Rosenheim und Landshut. Hitler organisiert die erste Schutzabteilung der Partei und beginnt den Kampf gegen separatistische Bestrebungen in Bayern. 1921 spricht der Führer vor über 5000 Menschen im Zirkus zu München.

Er erklärt in seinen Versammlungen, das „Erfüllen“ der Verträge führe nicht dazu, daß, wie die S.P.D., Zentrum und Volkspartei behaupten, die deutsche Wirtschaft inzwischen in Ruhe wieder aufgebaut werden könnte, sondern die Folge des Erfüllungswahnsinns müsse eine Inflation größten Stils sein, mit unermeßlichen Schäden für die deutsche Wirtschaft. Hitlers Behauptung, die schwarz-rote Regierung plane die Entstaatlichung der Reichsbahn, wurde als „gewissenlose Lüge“ zurückgewiesen.

Der Versuch einer inneren Partei-Revolte scheitert. Hitler entwirft das neue Parteistatut und erhält daraufhin diktatorische Vollmacht.

Die Sozialdemokratie, die Hitlers Namen nicht mehr verschweigen kann, versucht nunmehr, den verhassten Mann durch Terror zu erledigen. Blutige Versammlungsschlachten, in denen die eisernen Nerven des Führers die Oberhand behalten. Eine unerschütterliche Garde bildet sich in ihnen und nennt sich von da ab Sturmabteilungen.

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1922

Die Eroberung Münchens schreitet weiter fort, während sich zugleich die Bewegung im übrigen Bayern auszubreiten beginnt. Adolf Hitler weist alle Versuche, auf dem Wege von Kompromissen Zusammenschlüsse mit anderen Parteien durchzuführen, zurück. Er zertrümmert langsam alle ähnlichen „völkischen“ Parteigebilde und verschafft der nationalsozialistischen Bewegung die Führung über sie.

Oktober 1922 marschiert Adolf Hitler mit 800 Mann nach Koburg und bricht dort in zweimal 24 Stunden zum ersten Male vollständig den roten Terror.

Adolf Hitler stellt in dieser Zeit öffentlich fest, daß wir uns mit Riesenschritten der von ihm lange vorausgesagten Inflation als Folge der Politik der schwarz-roten Koalition nähern. Er wird zum gefährlichsten und gehaßtesten Feind des Systems.

Sie Sozialdemokratie und das Zentrum beginnen die sachliche Diskussion mit dem Nationalsozialismus aufzugeben und werfen sich auf das Gebiet der Verleumdungen.

1923

Im Januar 1923 findet der erste große Parteitag statt, die ersten Standarten werden geweiht. Die S.A. Erhält ihre straffe Gliederung.

Die Propaganda der Partei wird erneut überprüft und verbessert, die Organisation erhält ihre auch heute noch gültigen Grundlagen. Um Adolf Hitler haben sich unterdes zahlreiche Mitkämpfer geschart, die zum großen Teil auch heute noch seine unerschütterlichen Kampfgenossen bilden. Hitler wird inzwischen immer schärfer verfolgt, wandert

zum ersten Male ins Gefängnis

wegen Störung gegnerischer Kundgebungen, erhält unausgesetzt Geldstrafen, ohne aber seinen Kampf gegen das System damit auch nur einen Augenblick aufzugeben.

Im Sommer 1923 beginnt Adolf Hitler den roten Terror in den meisten bayerischen Städten zu brechen. Regensburg, Hof, Bayreuth, Nürnberg, Fürth, Ingolstadt, Würzburg, Schweinfurt werden – zum Teil nach blutigsten Straßenkämpfen – den sozialdemokratischen und kommunistischen Terrortruppen abgerungen.

Der Kampf Hitlers gegen die unfähige Reichsregierung führt zu schärfsten Auseinandersetzungen. Er prophezeit die Zwecklosigkeit des von der Regierung schwächlich geführten Ruhr-Widerstandes, wendet sich unausgesetzt gegen die sinnlose Verständigungspolitik mit Frankreich und gegen die Erfüllungspolitik. Er weist ständig auf die Notwendigkeit einer Verständigung mit Italien und England hin.

November 1923 versucht Adolf Hitler das System zu stürzen. Die Erhebung mißlingt. Adolf Hitler wird verhaftet.

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1924

März 1924 findet in München der große Prozeß statt. Er endet mit der sachlichen Beurteilung des Führers, aber mit einer überwältigenden moralischen Rechtfertigung. Die Wirkung der Darlegungen Hitlers auf das Gericht ist derart, seine Erklärung der alleinigen ausschließlichen Verantwortlichkeit so eindrucksvoll, daß die Anklagerede des Staatsanwalts zu einer unerhörten Ehrenrettung wird, das Urteil der Richter aber Bewährungsfrist ausspricht.

Die nationalsozialistische Partei leidet unter dem Verlust ihres Führers. Die Gegner sind überzeugt, daß sie nunmehr vernichtet ist und unterzeichnen daher beruhigt den verbrecherischen Dawes-Pakt. Durch ihn wird die im Young-Plan auf die Spitze getriebene Ausplünderung Deutschlands systematisch eingeleitet. Sozialdemokraten und Zentrum triumphieren! Das Ziel der deutschen Versklavung scheint erreicht zu sein!

Vergeblich läßt Hitler durch seine in Freiheit befindlichen Gefährten gegen den Dawes-Pakt Front machen. Vergeblich läßt er die Versprechungen des Zentrums, der S.P.D. und der Volkspartei, die Wirtschaft käme durch die Auslandskredite des Planes in Schwung, die Arbeitslosigkeit würde nachlassen, die Löhne und Gehälter würden steigen, die Steuern gesenkt, die Landwirtschaft gerettet, als Volksbetrug bezeichnen. Vergeblich läßt er darauf hinweisen, daß der Dawes-Pakt das Elend erhöhen müsse, weil die Zinsen der Kredite die Wirtschaft lähmen, während die Kredite selbst ja doch nur zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen aus dem Plane dienten; Konkurse und Arbeitslosigkeit würden zunehmen, die Steuern erhöht, Gehälter und Löhne gesenkt. Die Preise würden weiter steigen, die Landwirtschaft durch Zwangsversteigerung dem völligen Ruin entgegengehen.

Am 20. Dezember verläßt Hitler die Festung.

1925

Schon am 27. Februar 1925 ruft Adolf Hitler zur Neugründung der Partei auf und spricht zum ersten Male nach seiner Haftentlassung wieder vor 4000 Menschen.

Da die nationalsozialistische Bewegung nach dem 9. November 1923 aufgelöst worden war, und ihr gesamtes Vermögen sowie ihre ganzen Werte konfisziert wurden, beginnt Adolf Hitler ohne die geringsten Mittel, die Partei wieder von unten auf auszubauen. Der „Vorwärts“ und die „Germania“ in Berlin lachen ob dieses Versuches und spotten über den durch die „Festungshaft verrückt gewordenen Narren“. Der Neuaufbau der Partei vollzieht sich aber unter Hitlers Führung in großer Schnelligkeit. Die alten Führer stellen sich ihm sofort wieder in Treue zur Verfügung. Hitler bringt die Parteipresse neuerdings zum Erscheinen.

Im Dezember 1925 zählt die Partei 27 000 Mitglieder.

Erschreckt verbieten nunmehr Zentrum und Sozialdemokraten dem Führer auf über zwei Jahre das Reden.

1926

Im Juni 1926 findet der erste Parteitag nach Hitlers Festungshaft statt.

Die bürgerliche Welt ist überzeugt, daß die Erfüllungspolitik Deutschland rettet, der Dawes-Pakt die Wirtschaft neu belebt. Die Marxisten sind überzeugt, daß ihre Herrschaft nicht mehr erschüttert werden kann.

Reichspräsident von Hindenburg trennt sich von seinen Wählern und marschiert ab nun mit Zentrum und S.P.D.

Die Partei steht im dauernden Kampf, zählt aber im Dezember 1926 über 49 000 Mitglieder.

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1927

Hitlers Redeverbot, das nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, wird wieder aufgehoben. Der Führer spricht in unzähligen Massenversammlungen. Die Partei konsolidiert sich von Monat zu Monat mehr.

Die allgemeine Entwicklung gibt Hitler immer schärfer recht. Der Dawes-Plan ist entlarvt, seine Folgen sind furchtbar. Sozialdemokraten und Zentrum versuchen durch Lügen und Verleumdungen zu retten, was zu retten ist.

Im August ruft Hitler zum Parteitag in Nürnberg auf, der mit einem großen Erfolge endet.

Im Dezember 1927 zählt die Partei 72 000 Mitglieder.

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1928

Adolf Hitler führt die Partei in immer schärferem Kampf gegen das heutige System. Der Nationalsozialismus ist der grimmigste Feind der Zerstörer Deutschlands innen und außen geworden. Hitler wendet sich vor allem gegen die irrsinnige Vernichtung des Bauernstandes und des Mittelstandes. Er prophezeit daraus katastrophale Folgen für den Binnenmarkt. In Hunderten von Versammlungen erklärt er wieder und wieder die Erfüllungspolitik für Wahnsinn, ihre Folgen als zerstörend und vernichtend für die deutsche Wirtschaft! Sozialdemokratie und Zentrum spotten, lachen oder höhnen und versuchen sich durch eine steigende Zahl von Lügen und Verleumdungen persönlicher Art zu rächen.

Im Dezember 1928 beträgt die Mitgliederzahl 108 000. Im Deutschen Reichstag besitzt die junge Partei nunmehr 12 Abgeordnete.

1929

Adolf Hitler setzt den Kampf gegen das System unermüdlich fort, die Presse wird ausgebaut, die S.A. dauernd vergrößert, S.S.-Formationen werden verstärkt, die Propaganda wird vertieft. Die Vergeistigung der nationalsozialistischen Lehre macht große Fortschritte.

Am 4. August findet der zweite Parteitag in Nürnberg in riesigen Ausmaßen statt. Hitler führt den Kampf gegen das schwarz-rote System mit immer mehr Schärfe und gilt unumstritten als der prägnanteste Führer der Anti-Demokratie. Alle Versuche, ihm die Führung der Partei aus den Händen zu winden, scheitern.

Dezember 1929 zählt die Partei 178 000 Mitglieder.

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1930

Es tobt der Kampf gegen den Young-Plan. Hindenburg tritt in entschiedenster Weise für den Youngplan ein, von dem er behauptet, daß durch ihn Deutschland gerettet wird, die deutsche Wirtschaft aufblühen werde, die Arbeitslosigkeit zurückginge, der Bauer aufatmen würde und die Steuern erleichtert werden könnten.

Adolf Hitler bezeichnet diese Auffassungen als unwirklich und verhängnisvoll, er prophezeit das Gegenteil. Seine Partei hat in ungeheuren Massenkämpfen die Aufklärung der Nation übernommen.

Die Gegner antworten mit einer ungeheuren Lügenflut.

Am 14. September 1930 finden die Reichstagswahlen statt. Die Partei erhält übe 6 ½ Millionen Wähler und 107 Abgeordnete. Die innere Organisation ist fester geworden denn je, von außen hineingetragene Versuche kleiner Rebellionen werden von Hitler blitzschnell unterdrückt und die nicht bedingungslos Gehorchenden ausgeschlossen.

Das Zentrum, das sich unterdes der S.P.D. auf Gedeih und Verderb ausgeliefert hat, beginnt die Kirche gegen Adolf Hitler mobil zu machen. Zentrums-Priester und Zentrums-Bischöfe führen einen fanatischen Kampf gegen die nationalsozialistische Bewegung, schließen ihre Mitglieder von den Sakramenten aus, ja, verweigern ihnen am Ende sogar das christliche Begräbnis. Hitler verharrt unerbittlich bei seiner Überzeugung, daß das Zentrum Deutschlands Verderben ist und führt den Kampf dagegen mit noch größerer Entschlossenheit als vorher. Er weist jeden Versuch, von ihm eine Erklärung zu erpressen, schroff zurück.

Im Dezember 1930 zählt die Partei 389 000 Mitglieder.

1931

Der Kampf gegen den Youngplan wird fortgeführt. Die von Hitler vorhergesagten Folgen treten indes ein.

Die Regierung beginnt mit Notverordnungen zu arbeiten, sie glaubt, durch sie die Wirtschaft retten zu können. Es folgen schärfste Auseinandersetzungen, in denen Adolf Hitler die verhängnisvollen Folgen dieser Politik wieder genauestens vorhersagt und nach wenigen Monaten, ja oft schon nach wenigen Wochen, recht behält.

Unzählige nationalsozialistische Zeitungen sind unterdes gegründet worden, der Zentralverlag der Partei hat sich allmählich zu einem der größten Unternehmen seiner Art entwickelt. Die Organisation ist im Laufe der Zeit gewaltig ausgebaut worden, die S.A. hat sich progressiv entwickelt. Die Gegner überschlagen sich in Lügen; man läßt sich sogar bestellte Arbeit aus Frankreich liefern.

Am Ende des Jahres 1931 beträgt die Mitgliederzahl der Hitlerpartei 806 000, einen Monat später 862 000, wieder einen Monat später 920 000. Sie wird wohl am Tag der Wahl rund eine Million Mitglieder und ungezählte Millionen Wähler umfassen.

Der einst arme, mittellose Arbeiter und spätere deutsche Frontsoldat hat damit in knapp 13 Jahren die größte politische Organisation aufgebaut, die Deutschland je besaß. Die Gegner aber haben gegen diesen Mann kein anderes Kampfmittel mehr, als Lügen und Verleumdungen! So wie dieser Mann aber trotz aller Lügen bisher immer siegte, wird auch dieses Mal der Sieg mit ihm sein!

Denn wer hat jemals in Deutschland in 12 Jahren aus nichts gegen alle Widerstände der Parteien, der Hochfinanz, des Kapitals, der Presse, der öffentlichen Meinung, der Bürokratie, gegen Lüge, Terror und blutige Verfolgung ein ähnliches Werk geschaffen?

Dieser Mensch ist kein Kind einer Protektion, sondern seit seinen Knabenjahren im höchsten Sinn des Wortes ein Mann aus eigener Kraft!

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Verlag Frz. Eher Nachf., GmbH, München,
Druck: Münchener Druck- und Verlagshaus, G. m. b. H., beide in München.

Hier das Original in PDF

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Es wurden bei der Abschrift nach Möglichkeit die Original-Rechtschreibung und alle Original-Hervorhebungen beibehalten.

Annette

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 Aufruf an alle Leser: Bitte unbedingt lesen, entweder das Original in PDF oder hier online!

Dieses Büchlein ist mit Sicherheit eine der wertvollsten, uns heutigen Nationalsozialisten, erhalten gebliebene Dokumentation über den damaligen Kampf Adolf Hitlers und die Entwicklung seiner Partei!

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Historische Tatsachen – Nr. 6 – Hans Kehrl – Realitäten im Dritten Reich

Das komplette Heft „Historische Tatsachen“ Nr. 6 von 1979 inklusive Fotos kann hier heruntergeladen und abgespeichert werden:

Historische Tatsachen – Nr. 6 – Hans Kehrl – Realitäten im Dritten Reich

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Hans Kehrl – Realitäten im Dritten Reich
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Aus den “Regeln für die politisch-psychologische Subversion”, die der Chinese Sun Tsu etwa 500 v. Christi Geburt aufgestellt hat:Die höchste Kunst besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne Kampf auf dem Schlachtfeld zu brechen. Nur auf dem Schlachtfeld ist die direkte Methode des Krieges notwendig; nur die indirekte kann aber einen wirklichen Sieg herbeiführen und festigen.

  • „Die höchste Kunst besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne Kampf auf dem Schlachtfeld zu brechen. Nur auf dem Schlachtfeld ist die direkte Methode des Krieges notwendig; nur die indirekte kann aber einen wirklichen Sieg herbeifuh ren und festigen.
  • Zersetzt alles was im Lande des Gegners gut ist!
  • Verwickelt die Vertreter der herrschenden Schichten in verbrecherische Unternehmungen; unterhöhlt auch sonst ihre Stellung und ihr Ansehen; gebt sie der öffentlichen Schande vor ihren Mitbürgern preis!
  • Nutzt die Arbeit der niedrigsten und abscheulichsten Menschen!
  • Stört mit allen Mitteln die Tätigkeit der Regierungen!
  • Verbreitet Uneinigkeit und Streit unter den Bürgern des feindlichen Landes!
  • Fordert die Jungen gegen die Alten!
  • Zerstört mit allen Mitteln die Ausrüstungen, die Versorgung und die Ordnung der feindlichen Streitkräfte!
  • Entwendet alte Überlieferungen und ihre Götter!
  • Seid großspurig mit Angeboten und Geschenken, um Nachrichten und Komplizen zu kaufen!
  • Bringt überall geheime Kundschafter unter!
  • Spart überhaupt weder mit Geld noch mit Versprechungen, denn es bringt hohe Zinsen ein!”

……….

So begann der Frieden

Ministerpräsident von Frankreich, George Clemenceau, am 7. Mai 1919 vor den Delegierten aller alliierten und assoziierten Staaten im Palasthotel „Trianon“ zu Versailles:

“Meine Herren Delegierten des Deutschen Reiches! Es ist weder Zeit noch der Ort für überflüssige Worte. Sie sehen vor sich die bevollmächtigten Vertreter der kleinen und großen Mächte, die sich vereinigt haben, um den schrecklichen Krieg, der ihnen aufgezwungen worden ist, zu Ende zu führen. Die Stunde der schweren Abrechnung ist gekommen. Sie haben uns um Frieden gebeten. Wir sind geneigt, ihn Ihnen zu gewähren. Wir überreichen Ihnen hiermit das Buch, das unsere Friedensbedingungen enthält ..“

Der deutsche Reichsaußenminister Graf Brockdorff-Rantzau darauf:

“Wir täuschen uns nicht über den Umfang unserer Niederlage, den Grad unserer Ohnmacht. Wir wissen, daß die Gewalt der deutschen Waffen gebrochen ist; wir kennen die Wucht des Hasses, die uns hier entgegentritt, und wir haben die leidenschaftliche Forderung gehört, daß die Sieger uns zugleich als Überwundene zahlen lassen und als Schuldige bestrafen sollen.

Es wird von uns verlangt, daß wir uns als die allein Schuldigen bekennen; ein solches Bekenntnis wäre in meinem Munde eine Lüge. Die öffentliche Meinung in allen Ländern unserer Gegner hallt wider von den Verbrechen, die Deutschland im Kriege begangen habe. Auch hier sind wir bereit, getanes Unrecht einzugestehen. Aber auch in der Art der Kriegführung hat nicht Deutschland allein gefehlt. Jede europäische Nation kennt Taten und Personen, deren sich die besten Volksgenossen ungern erinnern. Die Hunderttausende von Nichtkämpfern, die seit dem 11. November (1918) an der Blockade zugrunde gingen, wurden mit kalter Überlegung getötet, nachdem für unsere Gegner der Sieg errungen und verbürgt war. Daran denken Sie, wenn Sie von Schuld und Sühne sprechen.”

Im Kriegsschuldartikel § 231 des Versailles Friedens hieß es:

“Die alliierten und assoziierten Regierungen erklären und Deutschland erkennt an, daß Deutschland und seine Verbündeten als Urheber für alle Verluste und Schäden verantwortlich sind, die die alliierten und assoziierten Regierungen und ihre Staatsangehörigen infolge des Krieges, der ihnen durch den Angriff Deutschlands und seiner Verbündeten auf gezwungen wurde, erlitten haben.”

Zu den wichtigsten Bedingungen des Vertragswerkes gehörten die Deutschland aufgezwungenen Landabtretungen, die Reparationsforderungen und die damit verbundenen wirtschaftlichen Eingriffe in das geschlagene Deutschland. Abgetreten wurden:

Nordschleswig an Dänemark (mit Abstimmung) –
Eupen und Malmedy an Belgien –
Elsaß-Lothringen an Frankreich –
Saargebiet für 15 Jahre wirtschaftlich Frankreich ausgeliefert –
Posen und Westpreußen, Teile von Ostpreußen und Hinterpommern an Polen
Danzig – problematischer Freistaat unter Völkerbundmandat mit polnischen Rechten
Memelgebiet, Teil Oberschlesiens an Polen –
Sudetenland an die Tschecho-Slowakei- 3,5 Millionen Deutsche
Anschlußverbot für das verkleinerte Österreich
Süd-Tirol an Italien –
Sämtliche Kolonien –

Die Reparationssumme wurde im Januar 1921 erstmalig definiert:

226 Milliarden Goldmark in 42 Jahresraten, jährlich von 2 bis 6 Milliarden ansteigend. Die Reparationskommission reduzierte auf 223,5 Milliarden, schließlich wurden 132 Milliarden ultimativ unter Androhung der Besetzung des Ruhrgebietes gefordert.

Das Ruhrgebiet wurde schließlich besetzt. Zwischenzeitlich glitt Deutschland in eine ungeheure Inflation:

Im Januar 1922 zahlte man für einen Dollar 200 Mark, im Juli = 500, im Januar 1923 = 18.000 Mark, im Juli 1923 = 350.000, im August 1923 = viereinhalb Millionen, im September fast 100 Millionen, im Oktober 25 Milliarden, am 15. November 1923 (Ende der Inflation) = 4,2 Billionen. Und “clevere ausländische Geschäftsleute” nutzten diese Zeit, um sich in Deutschland kräftig einzukaufen. – Welche Probleme haben gerade diese Tatbestände angereichert! Die mit dem V e r s a i l l e r F r i e d e n verbundenen Abrüstungsbedingungen usw. schienen demgegenüber harmlos.

Der chronische Ohnmachtszustand Deutschlands diesen Entwicklungen gegenüber auf der einen Seite und der hierdurch noch stärker angefachte Hochmut auf der anderen, der sich insbesondere bei Polen und Tschechen in einem fatalen Volkstumskampf entlud, haben – ganz abgesehen von der kommunistischen Revolution in Rußland und in anderen Ländern – Verhältnisse geschaffen, die bei Beibehaltung “der Ordnungsgrundlagen von Versailles” nicht friedlich regelbar waren.

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Wirtschaftswunder im Dritten Reich

Es ist in den letzten Jahren üblich geworden, in Zeitungen, Zeitschriften, im Rundfunk und im Fernsehen von der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg als den “goldenen zwanziger Jahren” zu sprechen. Das muß bei denen, die diese Zeit nicht miterlebt haben, einen falschen Eindruck erwecken. Die zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts waren furchtbare Jahre, von Anfang bis Ende für den größten Teil des deutschen Volkes. Entstanden ist dieser Begriff aus dem Wiedererwachen von Kunst; Literatur und Musik, die im Kriege und in der unmittelbaren Nachkriegszeit erloschen schienen. Die Wiederbelebung des geistigen Lebens fand vornehmlich in der Hauptstadt Berlin statt oder in Städten wie München, Hamburg und Frankfurt. Die zwanziger Jahre in Deutschland allgemein als die “goldenen” zu bezeichnen, ist eine groteske Geschichtsfälschung.

Die ersten vier Jahre wurden durch den Verfall der Reichswährung in einer Inflation ohne Beispiel bestimmt. Im Januar 1923 wurde der Dollar noch mit 18.000 Mark notiert, Banknoten über eine Million Mark waren aber schon zum Zahlungsmittel geworden. Bis zum 25. Oktober 1923 war der Kurs der Mark neu auf 40 Milliarden Mark für einen Dollar gestiegen. Am 15. November 1923 endete der Spuk.

Finanzpolitisch und volkswirtschaftlich gesehen gelang der Regierung Stresemann während ihres kurzen Bestehens mit Hilfe von Schacht als Reichswährungskommissar und Luther als Reichsfinanzminister die Durchsetzung einer neuen, stabilisierten Währung. Nach zehn Jahren Weltkrieg, Bürgerkrieg und Verfall war ein neuer Anfang gesetzt. Aber wer nicht über Sachwerte verfügte, war verarmt und mittellos. Das gesamte Geldkapital wurde ausgelöscht, denn für eine Billion – 1.000 Milliarden Papiermark gab es nur eine Rentenmarke. Auch das Kapital der meisten vor der Inflation gut finanzierten Firmen war durch die Geldentwertung radikal zusammengeschmolzen. Jahrelang schwand das Umlaufvermögen dahin, weil zu lange mit wertvollen Devisen eingekauft und zu Papermark verkauft werden mußte. Der gewaltige Geldstrom aus rasch ansteigender Auslandsverschuldung vernebelte zunächst die Wirklichkeit. Es schien dann ein kurzes Zwischenhoch zu geben, aber es gelang dem demokratisch-parlamentarischen System der Weimarer Republik nicht, eine Regierung auf die Beine zu stellen, die die soziale, finanzielle und wirtschaftliche Lage in den Griff bekam.

Da der Reichstag lebensfähige, d.h. effiziente Regierungen nicht zustande brachte, berief Reichspräsident Hindenburg am 29. März 1930 das erste Präsidial-Kabinett. Brüning versuchte, die Inflation durch Deflation abzulösen, aber das hieß letztlich, den Teufel durch Beelzebub austreiben. 1932 war fast ein Drittel der arbeitenden Bevölkerung arbeitslos, das Einkommen der Arbeiter war von 23,9 Milliarden RM im Jahre 1929 auf 11 Milliarden 1932 gesunken.

Nach der Steuerstatistik verdienten von rund 31 Millionen sogenannten Einkommensbeziehern 69,2 Prozent unter 1.200 Mark im Jahr, 21,7 Prozent zwischen 1.200 und 3.000 Mark pro Jahr und nur 7,1 Prozent darüber. Auf zehn Beschäftigte entfielen 4,3 Arbeitslose.

Als am 30. Januar 1933 Reichspräsident Hindenburg Herrn Hitler mit der Bildung einer neuen Reichsregierung beauftragte, war ein unvorstellbarer Tiefpunkt der wirtschaftlichen und sozialen Lage erreicht. Von insgesamt 18 Millionen “vorhandenen” Arbeitern und Angestellten gingen nur ca. 12 Millionen einer Beschäftigung nach. Von den ca. 6 Millionen Arbeitslosen war über ein Drittel aus der Arbeitslosenversicherung und Krisenfürsorge ausgesteuert; sie erhielten als “Wohlfahrtserwerbslose” im Durchschnitt nur 55 RM pro Monat Unterstützung.

Die Vergütung der bessergestellten Arbeitslosenlag etwa 15 bis 20 RM im Monat höher. Trotzdem mußten 1932 für die Arbeitslosen insgesamt 4 Milliarden RM aufgewandt werden. Das waren 16 Prozent der Summe aller Löhne und Gehälter, 9 Prozent des gesamten Volkseinkommens und 57 Prozent der gesamten jährlichen Einnahmen von Reich und Ländern. Das “Einkommen je Kopf der Bevölkerung” war von 1929 mit 1.187 RM bis 1932 auf 627 RM zurückgegangen.

Um das Ausmaß der Verelendung zu ermessen, muß man wissen, daß z.B. in der Bundesrepublik Deutschland 1968 dieselbe statistische Größenordnung 8.759 DM betrug. Im Februar 1933 bestand eine Auslandsverschuldung von ca 19 Milliarden RM. Um einen Begriff davon zu geben, was 19 Milliarden RM damals bedeuteten: Die Auslandsverschuldung in Beziehung gesetzt zur Jahresausfuhr entsprach etwa 3,3 Jahren Warenausfuhr. Mit der Bundesrepublik von 1969 verglichen, würden 3,3 Jahre Ausfuhr 374 Milliarden DM bedeuten! Begriffe wie “Tiefstand der Konjunktur” oder “Arbeitslosigkeit” charakterisieren die geschilderte Lage nur ganz unzulänglich. Nach dem spektakulären Aderlaß durch die Inflation, den Zusammenbrüchen im Bankwesen und der sich immer mehr verschärfenden Arbeitslosigkeit war der größte Teil der Industrie am Ende seiner finanziellen Kräfte.

Die Landwirtschaft verelendete durch Preisverfall und Absatzrückgang und wurde nur durch Moratorien und Pfändungsstops mühsam am Leben erhalten. Mehr als zwei Drittel des Volkes vegetierten ohne Hoffnung weit unter einem normalen Existenzminimum. Die Regierungen der letzten fünf Jahre hatten ihre Unfähigkeit in der Wirtschafts- und Sozialpolitik durch Ideenlosigkeit und antiquierte Wirtschaftsvorstellungen bis zum Staatsbankrott unter Beweis gestellt. Verelendung und Verzweiflung der Bevölkerung und Erbitterung gegen ein Regierungssystem, daß das nicht zu ändern vermochte, waren die zwangsläufige Folge.

In dieser Lage konnte es für die nationalsozialistische Regierung nur eine Wirtschaftspolitik geben: Kampf gegen die Arbeitslosigkeit sowie Arbeitsbeschaffung um jeden Preis. Vor 1932 hatte der Fraktionsvorsitzende der NSDAP-Reichstags-Fraktion, Gregor Strasser, in einer großen, der Wirtschaftspolitik gewidmeten Rede sich entschieden gegen die Deflationspolitik und die Tatenlosigkeit der Regierung gewandt, die vorgebe, wegen Mangel an Kapital und Abhängigkeit von der Weltkonjunktur aus eigener Kraft keinen Ausweg aus der wirtschaftlichen und sozialen Katastrophe finden zu können. Strasser sagte damals u.a.:

“Je ärmer ein Volk ist, desto mehr muß es arbeiten, denn: nicht Kapital schafft Arbeit, sondern Arbeit schafft Kapital!”

Am 1. Februar 1933 kündigte Adolf Hitler im Reichstag an:

“Die nationale Regierung wird das große Werk der Reorganisation der Wirtschaft unseres Volkes mit zwei großen Vierjahresplänen lösen: Rettung der deutschen Bauern zur Erhaltung der Ernährung – und damit Lebensgrundlage der Nation. Rettung des deutschen Arbeiters durch einen gewaltigen und umfassenden Angriff gegen die Arbeitslosigkeit.”

Hitler rief zur “Arbeitsschlacht” auf. Nicht nur Regierung und Partei, sondern jeder Staatsbürger sollte mit Ideen und Anregungen zur Arbeitsbeschaffung beitragen. Die Regierung wollte durch große öffentliche Arbeiten einen ersten Anstoß geben, aber auch die Wirtschaft wurde aufgefordert, Initiativen zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit zu ergreifen. Diese Aktion lief unter dem Motto: “Erst jedem einen Arbeitsplatz, dann jedem seinen Arbeitsplatz!”

Hitler war überzeugt, daß die furchtbare Lage nur zu überwinden sei, wenn eine gewaltige Welle der Mitwirkung des ganzen Volkes erreicht werden könnte. Er setzte daher alle Kräfte der Parteiorganisationen, sowie den Propaganda-Apparat von Josef Goebbels konzentriert auf das eine Ziel ein: “Wir müssen und wir werden wieder Arbeit für alle schaffen.” Das Wirtschaftswunder wurde Wirklichkeit, weil es gelang, einen aktivistischen Optimismus im ganzen Lande zu wecken und ein Klima allgemeiner Solidarität zu schaffen.

Im Frühjahr 1937, d.h. nach vier Jahren seit Beginn der “Arbeitsschlacht“, waren die 33 Prozent der Arbeitslosen auf nur noch 6,5 Prozent zurückgegangen und im Frühjahr 1938 (vor dem Anschluß Österreichs) gab es nur noch 507.000 statistisch gezählte Arbeitslose – 2,7 Prozent. Die Vollbeschäftigung war unter Berücksichtigung der Fluktuation fast erreicht und wurde Anfang 1939 Wirklichkeit. Die Zahl der zur Arbeit zur Verfügung stehenden Kräfte hatte sich außerdem in den fünf Jahren von 18 Millionen auf 20,5 Mill. erhöht. Von diesem Zuwachs entfielen allein 700.000 auf Frauen, die sich der Berufsarbeit neu zuwenden konnten.

In diesen fünf Jahren hatte sich die Zahl der gebauten Wohnungen gegenüber 1932 verdoppelt, die Investitionen der Verkehrswirtschaft waren bis 1938 mit 3,8 Milliarden RM gegenüber 1932 auf das 4,5 fache gestiegen. Von diesen Investitionen entfielen 1938 allein 45 Prozent auf den Straßenbau (davon schon 1934 jene 178 Millionen RM für die Reichsautobahnen). Für 1938 lauteten die Zahlen 15 Millionen bzw. 50%. Die größte Steigerung erreichten die Industrie-Investitionen. Sie waren nach 2,6 Milliarden RM 1928 auf ein Tief von nur 439 Millionen 1932 abgesunken. Ein Betrag von 2,6 Milliarden wurde schon 1937 wieder überschritten und 1939 ein Industrieinvestitionsvolumen erreicht, das dem Zehnfachen von 1932 entsprach. Die Zahl der Personenkraftwagen und Lastkraftwagen hatte sich seit 1933 verdreifacht. Die Beschäftigung der Industrie (Altreichsgebiet) steigerte sich nach den Indexzahlen (1928 = 100) in den sieben Jahren von 1932 bis 1938 um 112 Prozent, das sind etwa 13 Prozent im Jahr. Die Gesamtumsätze der Wirtschaft stiegen (geschätzt nach Umsatzsteuerzahlungen) von 1932-1938 um das 2,6fache. Das deutsche Volkseinkommen (Altreich) – in etwa dem heutigen Sozialprodukt vergleichbar – betrug 1939 ziemlich genau das Doppelte von 1932, nämlich 90 Milliarden RM. Das Jahreseinkommen der Arbeiter hatte sich seit 1932 gleichfalls mehr als verdoppelt. Dabei blieben die Preise fast stabil: Die Reichsindexziffern für Ernährung, Wohnung, Heizung, Bekleidung, Beleuchtung und diverse Gebrauchs- und Verbrauchsgüter stiegen in den gleichen Jahren insgesamt nur um 5,6 Punkte, d.h. Um ca. 0,8 Prozent im Jahresdurchschnitt. Die Bruttoverdienste pro Woche stiegen von 1932 bis 1939 in absoluten Zahlen um 30 Prozent und in realer Kaufkraft um 22,6 Prozent, also um über 3 Prozent im Jahr.

Diese Zahlenreihen lesen sich wie eine Bilderbuchillustration zum Thema “Wachstum und Stabilität”. Entgegen einer weitverbreiteten Ansicht spielten für diese Wirtschaftsentwicklung die Aufwendungen für die Rüstung in den Jahren 1933/35 eine nur geringe, 1936/37 etwa eine normale und erst 1938/39 eine große Rolle. Sie blieben aber auch dann noch als Motor wirtschaftlichen Wachstums weit hinter den Investitionen für den nicht rüstungsbedingten Bereich zurück. Für Industrie, Landwirtschaft, Verkehr, Wohnungsbau, Energiewirtschaft und öffentliche Verwaltung wurden von 1933 bis 1939 rund 100 Milliarden RM investiert.

Die Ausgaben für Wehrmacht und Rüstung dagegen betrugen:
1933/34 = 1,9 Mrd. RM = 4% des Volkseink.
1934/35 = 1,9 Mrd. RM = 4% des Volkseink.
1935/36 = 4 Mrd. RM = 7% des Volkseink.
1936/37 = 5,8 Mrd. RM = 9% des Volkseink.
1937/38 = 8,2 Mrd. RM = 11% des Volkseink.
1938/39 = 18, 4 Mrd. RM = 22% des Volkseink.

Nach den Berechnungen des Instituts für Konjunkturforschung betrug 1934 der Anteil der Rüstungsausgaben am Volkseinkommen in Großbritannien 3,0%, in Frankreich (1932) 8,1 %, in Japan 8,4%, und in Sowjetrußland 9,0%. Ein ‘normales’ Maß an Ausgaben für Wehrmacht und Rüstung wurde erst überschritten, als die Arbeitslosigkeit nahezu beseitigt war. Wie war ein solcher “Aufschwung nach Maß” finanzpolitisch überhaupt möglich? Erst im Jahre 1936 hat der englische Nationalökonom Keynes damit begonnen, seine bahnbrechenden Gedanken über eine aktive Konjunkturpolitik zu veröffentlichen. Die Finanzierung des Wirtschaftsaufschwungs im “Dritten Reich” beruhte auf ähnlichen Gedankengängen (Gregor Strasser: “Arbeit schafft Kapital”), wenn auch nicht auf so exakt angestellten wissenschaftlichen Überlegungen basierend. Der Aufschwung wurde durch “produktive Geldschöpfung” ermöglicht. Ausgesprochene Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wurden wie schon unter Brüning und Papen, wenn auch damals im “Miniformat” – durch Zwischenschaltung verschiedener Trägergesellschaften von der Reichsbank auf Wechselbasis bei mehrfacher Prolongation finanziert. Die Gesamtaufwendungen für diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen beliefen sich in den Jahren 1933/36 auf ca. 5 Milliarden RM, von denen bis 1939 ca. 4 Milliarden durch Wechseleinlösungen über den ordentlichen Etat abgedeckt wurden.

Die bedeutenden Wirtschaftsinvestitionen für Österreich, das Sudetenland und das “Protektorat” wurden ganz überwiegend auf normalen wirtschaftlichen Kreditwegen mit “Reichsbürgschaften” finanziert. Für Rüstungsgüter wurden durch Sonderfinanzierung (Mefowechsel, Lieferschatzanweisungen, Steuergutscheine, Reichsbürgschaften und ähnliche Finanzierungsmittel) bis 1939 höchstens 20-25 Milliarden RM aufgewandt. Die Investitionen der die Rüstungsgüter erzeugenden Werke wurden durch vereinbarte Abschreibungen über den Preis finanziert und sind daher in den Kosten der Rüstungsgüter enthalten. Aufwendungen für den laufenden Bedarf der im Aufbau befindlichen Wehrmacht (Personalkosten, Baukosten und Inventar) konnten ganz überwiegend aus dem ordentlichen Etat bestritten werden, hatte sich doch das Aufkommen aus Steuern und Zöllen durch die Wirtschaftsbelebung von 6,8 Milliarden RM 1932 auf 23,5 Milliarden 1939 erhöht und damit mehr als verdreifacht! Allein aus dem Zuwachs von Steuern und Zöllen über das Niveau von 1933 hinaus standen in diesen sieben Jahren über 40 Milliarden RM zusätzlich im Etat zur Verfügung (natürlich keineswegs nur für den Wehrmachtsetat).

Die Notenpresse wurde zur Finanzierung nicht herangezogen. Der Geldumlauf stieg vom 31.Dezember 1932 bis zum 28. Februar 1939 (letzte Zahl vor Kriegsausbruch) von 5,6 Milliarden nur auf 10,9 Milliarden, d.h. die Umlaufmenge stieg um ca. 100 Prozent bei einer Zunahme des Wirtschaftsvolumens um mehr als 100 Prozent und einer Vergrößerung des Währungsbereichs nach Kopfzahl gemessen (Österreich, Sudetenland) um mehr als 15 Prozent. Die deutsche Auslandsverschuldung ging von 19 Milliarden im Februar 1938 zurück. Einem “Kapitalverzehr” von 2.894 Millionen RM im Jahre 1932 stand eine Geldkapitalbildung von 7.000 Millionen RM im Jahre 1938 gegenüber.

Wirtschaftskrise und Wirtschaftselend waren bis 1938 beseitigt. Ebenso war aber auch der zweite Vierjahresplan zu einem erfolgreichen Abschluß gekommen: Die Rettung des deutschen Bauern zur Erhaltung der Ernährungs- und Lebensgrundlage der Nation war in fünf Jahren gelungen. Das Preisniveau der aus der deutschen Landwirtschaft zum Verkauf gelangenden Erzeugnisse wurde von 1932/33 bis 1938/39 -stark differenziert im Gesamtdurchschnitt um 35 Prozent heraufgesetzt. Aber die Reichsindexziffern der Lebenshaltungskosten für die Ernährung der Bevölkerung stiegen nur um 6,5%. Die Handelsgewinne wurden nämlich stark gekürzt. Es wurde durch die Preispolitik die wichtige Verlagerung vom Getreide weg zu Kartoffeln, Schlachtvieh und Milch erreicht. Die Betriebsabgaben stiegen von 1932/33 bis 1938/39 um 33 Prozent, die Verkaufserlöse in der gleichen Zeit um 72 Prozent. Der für die gesamte Landwirtschaft (Altreich) statistisch errechnete Betriebsüberschuß stieg in einer kontinuierlichen Linie von 766 Millionen·RM in 1932/33 auf 3.480 Millionen RM in 1938/39, also auf über das Vierfache.

Die hier kurz geschilderte Entwicklung bedeutete für die Mehrheit des deutschen Volkes einen Ausweg aus Not, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zu einem anscheinend gesicherten lebenswerten Dasein und verschaffte bei der überwiegenden Mehrheit des Volkes einen Vertrauensfundus, der bis weit in die Kriegsjahre hinein erhalten blieb.

Adolf Hitler hatte das deutsche Volk aus einer ausweglosen Lage gerettet. Daneben verblaßte für den einzelnen, was immer an Fehlentwicklungen personeller oder anderer Art in Partei und Staat, an Mißbräuchen, Übertreibungen durch die Propaganda und Verhetzung gegen Andersdenkende bekannt, geflüstert oder offenkundig wurde. Ihm, Hitler, schrieb man es nicht zu; er würde auch dies eines Tages zu bereinigen wissen, so tröstete man sich. Das selbst erlebte Wirtschaftswunder wirkte als beherrschendes Erlebnis noch lange nach.

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Hitlers außenpolitische Ziele

Diese mir von Historikern nahegelegte Thematik bringt mich etwas in Verlegenheit, denn sie setzt voraus, daß es außenpolitische Ziele Hitlers gegeben hat, die von Anfang an endgültig und unabänderlich feststanden oder – nach allgemeinem Konsensus -jetzt feststehen. So vermag ich das nach meinem überblick nicht zu sehen. Hitler ging nach seiner ganzen Denk- und Arbeitsweise bei wichtigen Problemen nie von einem festgefügten ‚Plan aus, sondern brachte Entwicklungen durch eigene Aktivitäten oder Anstöße in Gang, verfolgte ihren Fortgang, kam oft sehr zögernd zu endgültigen Entschlüssen und trieb sie dann, wenn er die Entwicklung ftir reif hielt, entweder dynamisch vorwärts, gab ihnen eine andere Wendung oder blies sie ganz ab, wenn er zu anderen Erkenntnissen gekommen war. Das betraf sicher auch einen Teil der außenpolitischen Ziele, die wohl weder als zur Gänze feststehend, noch gar als weithin bekannt angesehen werden können, wie viele Historiker meinen. Dies gilt m.E. besonders für das Leitmotiv in seinem Buch Mein Kampf: „den Gewinn von Lebensraum“.

Von 1934 bis 1938 war ich engster und vertrauter Mitarbeiter von Wilhelm Keppler, damals „Wirtschaftsbeauftragter des Führers“. Er hatte schon viele Jahre vor 1933 engen Umgang mit Hitler, hatte über Baron v. Sehröder die Verbindung mit v. Papen hergestellt und Hitler auch v. Ribbentrop zugeführt, bei dem er später Staatssekretär im Auswärtigen Amt wurde. In den Jahren enger Zusammenarbeit mit Keppler und bei gemeinsamen Reisen wurde ich nicht müde, Keppler über alles, was er über Hitlers Zukunftspläne wußte oder zu wissen glaubte, auszufragen (Keppler war nicht der Mann strikter Diskretion). Zu keinem Zeitpunkt war zwischen ihm und Hitler oder ihm und v. Ribbentrop, mit dem sich Keppler duzte, in deb ganzen Jahren von „Lebensraum im Osten“ oder gar einem „Ostimperium“ als politischem Ziel die Rede gewesen, wohl aber von einer Revision, der Grenzziehung des Versailler Vertrages, der die preußischen Provinzen Posen, Westpreußen und Teile von Oberschlesien dem neu gebildeten polnischen Staat zugeschlagen hatte. Hitler wußte spätestens 1939 sehr wohl, daß wir weiteren „Siedlungsraum“ im Osten, von dem er in den zwanziger Jahren geträumt hatte, weder benötigten noch hätten besiedeln können. In einem v. Neurath, dem damaligen „Reichsprotektor von Böhmen und Mähren“, selbst diktierten Bericht an das Auswärtige Amt über eine Besprechung mit Hitler im Dezember 1939 heißt es:

„Es wird davon abgesehen, das Land (Protektorat) in größerem Umfang mit Deutschen zu besiedeln, denn die Verdeutschung des neu-deutschen Ostens (Westpreupen, Posen, Oberschlesien) ist vordringlich und schon hierfür reicht die Zahl der deutschen Siedler kaum aus.

Rückblickend glaubt man vielfach, daß alle außenpolitischen Ziele Hitlers aus seinem 1924/25 geschriebenen Buch „Mein Kampf“ hätten abgelesen werden können.

Nun, ich habe als politisch hochinteressierter Staatsbürger „Mein Kampf“ einmal auf einer Geschäftsreise nach den USA im Jahre 1929 auf dem Schiff gelesen; seitdem nicht wieder. Schließlich war es keine Bibel, an die man hätte glauben sollen. Der Gefreite des Ersten Weltkrieges hatte den I. Teil des Buches mit 35 Jahren im Gefängnis geschrieben, fünf Jahre nach dem Zusammenbruch des Reiches; zu der Zeit also, als die Inflation große Teile des deutschen Volksvermögens zerstört hatte. Es war keine Zeit, in der man geneigt war, Utopien nachzuträumen. Damals waren Österreich und die Tschechosloswakei – künstlich neu konstruierte Staatsgebilde – kaum fünf Jahre alt: Österreich ein „Staat wider Willen“, denn seine Bevölkerung hatte den Anschluß an das Reich gewollt, und die Tschechoslowakei (zu einem bedeutenden Teil die alten Reichslande Böhmen und Mähren) bestand aus fünf Nationen, von denen die herrschenden Tschechen nicht ganz die Hälfte der Bevölkerung darstellten. Es bestand damals kein Anlaß anzunehmen, daß es sich bei diesen Gebilden um geschichtlich endgültige Lösungen handeln müßte.

(Wenn Hitlers Buch eine Revision der territorialen Bestimmungen des Versailler Vertrages verlangte (ohne Elsaß-Lothringen, das Hitler ausgenommen sehen wollte), so brauchte man daraus noch keine Hitler’schen „Kriegsziele“ abzuleiten. Die Welt tat das damals nicht, und wir auch nicht. Schließlich haben ja die Ergebnisse bis Ende 1938 gezeigt, daß Revisionen tatsächlich ohne Blutvergießen möglich waren: Österreich, Sudetenland und 1939 sogar Böhmen und Mähren.)

Dreierlei konnte allerdings jeder über die außenpolitischen Ziele Hitlers wissen:

Er Würde zur gegebenen Zeit eine Revision der territorialen Bestimmungen der Verträge von Versailles, St. Germain und Trianon betreiben. Er würde die Gleichberechtigung des Reiches auch be­züglich der Stärke und Rüstung der Reichs­wehr verlangen. Außerdem schwebte ihm damals – ziemlich vage – die Ausdehnung des „deutschen Lebensraumes“ – was immer das heißen mochte – vor.

Nach dem Anschluß Österreichs, des Sudetenlandes, der Bildung des Protektorates und der Wiederangliederung der alten preußischen Provinzen Posen, Westpreußen und Oberschlesien schien diese Problematik wohl den meisten abgeschlos­sen und vom Tisch.

Aber wir befanden uns im Kriegszustand mit Frankreich und England als Garantiemächten des besiegten Polen, und dieser Krieg hatte bestimmt nicht zu den außenpolitischen Zielen Hitlers gehört! Wir waren auch auf diesen Krieg mit zwei Großmächten zugleich sicher nicht vorbereitet, und Hitler hatte ihn zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt erwartet oder gewollt. Weder die Wirtschaftsadministration noch die Großindustrie hatten die Möglichkeit gehabt, sich zu den bisher geschilderten außenpolitischen Aktivitäten Hitlers vorab eine eigene Meinung zu bilden. Niemand hatte sie unterrichtet oder nach ihrer Meinung befragt.

Mein damaliger Chef, Reichswirtschaftsminister Funk, erfuhr von dem Einmarsch in Österreich, von der Konfliktentwicklung um das Sudetenland und von der Planung des Protektorates so gut wie nichts. Auch Funk war weder nach seiner Meinung gefragt noch angewiesen worden, Vorbereitungen zu treffen. Er war auf die Zeitungen und die öffentlichen Verlautbarungen angewiesen wie wir alle.

Es muß klar gesagt werden: Wir hatten formell, aber nicht tatsächlich ein Reichskabinett, das Beschlüsse faßte. Von den Reichsministern wurde außer v. Ribbentrop nur Göring als quasi Hitler-Stellvertreter, und auch das nicht immer, in frühen Planungsstadien zu Rate gezogen oder in Aktionen eingeweiht. Nicht konkrete Informationen, sondern Gerüchte bestimmten deshalb die „außenpolitische“ Szenerie, die z.B. in der Wirtschaftsadministration und der Industrie vom Kenntnisstand über die Aufrüstung abgeleitet werden konnte. Das Thema der Aufrüstung wird daher in einem späteren Abschnitt dieses Beitrages gesondert behandelt.

Zunächst aber erscheint es notwendig, generell etwas über das Verhältnis der Wirtschaft und insbesondere der Industrie und Großindustrie zu Partei und Regierung im Dritten Reich zu sagen, da hier zum Teil selbst bei Historikern abenteuerliche Vorstellungen zu bestehen scheinen.

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Partei und Wirtschaft im Dritten Reich

Man kann und darf hier nicht von der Wirtschaft als einer Art monolithischem Gebilde mit gleichgelagerter Denkweise, gleichgelagerten Interessen und gleichgelagerten politischen Oberzeugungen und Zielen sprechen. So etwas hat es weder im Kaiserreich noch in der Weimarer Republik noch im Dritten Reich gegeben, und so etwas gibt es ja auch heute nicht; man muß also differenzieren. Wenn ich im folgenden eine entsprechende Kurzskizze entwerfe, so möchte ich mich für ein solches Vorhaben in aller Gedrängtheit legitimieren:

Bereits vor 19 33 habe ich in einer Reihe von Wirtschaftsverbänden mitgearbeitet; 1933 bis 1942 war ich Präsident
der Industrie- und Handelskammer für die Niederlausitz und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Berlin- Brandenburg.

Etwas später gehörte ich auch dem Präsidium der Reichswirtschaftskammer an. Sehr viele Präsidenten und Geschäftsführer der Kammern im Reichsgebiet waren mir über ein Jahrzehnt hinweg dienstlich und z. T. auch persönlich gut bekannt. In der NSDAP war ich von 1933 bis 19 42 Gauwirtschaftsberater sowie Mitglied der Kommission für Wirtschaftspolitik und kannte aus parteiinternem Verkehr, von Tagungen, Kameradschaftsabenden und anderen Anlässen etwa zwei Drittel der Gauleiter, dazu alle Gauwirtschaftsberater im Reichsgebiet.

Seit meiner ausschließlichen Tätigkeit im und für den Staat in mannigfachen, zuletzt führenden Positionen lernte ich die wichtigsten Persönlichkeiten innerhalb und außerhalb der Wirtschaftsorganisationen dienstlich und viele persönlich zum Teil gut kennen. Ich war also „Mitarbeiter“ und „Tatzeuge“ zugleich und weiß, wovon ich rede, wenn ich hier folgende Feststellungen treffe:

a) Bauern und Landvolk gehörten zu den ersten und eifrigsten Anhängern Hitlers und stimmten schon zeitig in ihrer Mehrheit für die NSDAP. Schon vor der Machtergreifung wurden viele Spitzenstellungen in den landwirtschaftlichen Organisationen mit Nationalsozialisten besetzt. Gleichzeitig wurden ab 1933 die verbliebenen Groß-Agrarier deutschnationaler Prägung, die zu Zeiten Hindenburgs über und durch ihn politischen Einfluß besessen hatten, fast vollständig aus den Organisationen verdrängt. In dem für das landwirtschaftliche Geschehen nächst dem Reichsernährungsministerium tonangebenden Reichsnährstand, dem alle Landwirte qua Gesetz als Mitglieder angehörten, spielten die Nationalsozialisten die entscheidende Rolle. Der Reichsnährstand und seine Führung identifizierten sich mit Ausnahme der meisten Großagrarier mit Partei und Staat und standen der für ihre Begriffe „kapitalistischen“ gewerblichen Wirtschaft eher mit Skepsis gegenüber. Unter anderem hatten sie das Gefühl, zu einer fast vollkommenen Preisstabilität für ihre Produkte angehalten zu werden, obwohl Preisstabilität für ihre Betriebsmittel von der gewerblichen Wirtschaft zunächst nicht zugebilligt wurde. Der Reichsnährstand galt in der „Partei“ als ‚weltanschaulich gefestigt‘ und fachlich hervorragend. Die Agrarwirtschaft und ihre Organisation erfüllten ihre „Pflicht für Volk und Staat“, wie sie sie sahen, optimal bis zum bitteren Ende.

b) Der gewerbliche Mittelstand, also Handwerk, Einzelhandel und Klemmdustrie, aber auch ein sehr hoher Prozentsatz der Angehörigen freier Berufe gehörten wie die Landwirtschaft frühzeitig zu den Anhängern Hitlers. Als Nebenorganisation der Partei spielte der „Kampfbund für den gewerblichen Mittelstand“ bei Wahlen und Propaganda vor 193 3 eine bedeutende Rolle. Das „Gesetz zum Schutze des Einzelhandels“ gehörte 1933 mit zu den ersten Gesetzen der neuen Regierung.

c) Das Sparkassen- und Genossenschaftsbankwesen fügte sich bei semer regionalen Verankerung schnell und ohne Reibungen in den NS-Staat ein. Privatbanken und vor allem Großbanken wurden im großen und ganzen als anti-nationalsozialistisch eingestellt beargwöhnt, denn die Partei empfand sich durchaus und eindeutig als „anti-kapitalistisch“, was immer man darunter verstehen mochte. Ein Vorstandsmitglied der reichseigenen Großbank „Reichskreditgesellschaft“ wurde als Leiter der Reichsgruppe Banken präsentiert, und Vorstände und Aufsichtsräte der Großbanken wurden nach Ausscheiden jüdischer Mitglieder teilweise mit Anhängern und Sympathisanten des Nationalsozialismus oder solchen, die dafür galten, besetzt, aber die Beziehungen zwischen Partei und Banken waren allgemein mindestens kühl.

Einen ins Gewicht fallenden wirtschaftlichen oder gar wirschaftspolitischen Einfluß hatte die Bankenwelt nicht. Sie erholte sich nur langsam von der Bankenkrise 1931/32 (Zusammenbruch von Darmstädter und Dresdner Bank). Nach zwei bis drei Jahren rascher Vollbeschäftigung im Dritten Reich gewannen sie an Kraft und Unternehmungsgeist und waren sehr aktiv in der Ausbreitung ihres {auch industrielle ) Interessenbereiches auf Österreich, das Sudetenland und das Protektorat und die wiedergewonnenen Ostprovinzen des Reiches. Erstrebte Aktivitäten auch in den besetzten Westgebieten mußten gebremst werden.

Dr. Hjalmer Schacht wurde gewiß nicht von den Banken als Reichsbankpräsident und später als Reichswirtschaftsminister präsentiert oder auch nur begünstigt sondern Schacht startete als Einzelgänger in der Harzburger Front und suchte Anschluß an Kepplers Freundeskreis und Hitler selbst. Als geschäftsführender Reichswirtschaftsminister von 1934 bis 1937 wurde er von der Großindustrie als Schutzherr aufgebaut und zum Teil – z.B. im Streit mit der Stahlindustrie über die Errichtung der Reichswerke „Hermann Göring“ – politisch mißbraucht.

Er gerierte sich bald bewußt, beinahe parteifeindlich. Seine Abneigung wurde in der „Partei“ kräftig erwidert. Der mit Göring 1937 entbrennende Streit um dessen Weisungsbefugnisse als Beauftragter für den Vierjahresplan gegenüber Schacht als Reichswirtschaftsminister war aber die eigentliche Ursache seines Sturzes als Reichswirtschaftsminister.

d) Bereits vor dem Machtwechsel im Jahre 1933 gab es in den Reihen der Unternehmer aus derKlein- und Mittelindustrie eher vereinzelt überzeugte Anhänger der NSDAP und in größter Zahl Sympathisanten. Der rasche Erfolg der Arbeitsbeschaffungspolitik der NS-Regierung, die etwa ab 1937 in Vollbeschäftigung mündete, die nationalsozialistische Sozialpolitik (Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit und Aktivitäten der Arbeitsfront) und die Festigung des Nominallohnniveaus (die Nebenleistungen stiegen erheblich) beseitigten anfängliche Skepsis und veranlaßten bald zahlreiche Industrielle zu vertrauensvoller und engagierter Zusammenarbeit und zur Bereitschaft zu umfassender ehrenamtlicher Tätigkeit in den Wirtschaftsorganisationen. Die Industrie- und Handelskammern und ihre Spitzenorganisationen wurden daher bald ganz überwiegend von aktiven Nationalsozialisten geleitet, die auch das Vertrauen der örtlichen Parteiorganisationen besaßen. Ebenso fanden sich für die Leitung und die Beiräte der zentralen Wirtschaftsgliederungen, wie Fachgruppen, Wirtschaftsgruppen und Reichsgruppen, eine Fülle von Unternehmerpersönlichkeiten zu intensiver Mitarbeit und großem Kräfteeinsatz bereit. Das alles gilt für die Kreise
der Klein- und Mittelindustrie, also vor allem die Unternehmer der Verbrauchs- und Gebrauchsgüterindustrie und der Produktionsgüterindustrie im weitesten Sinne. Sie waren es schon im Kaiserreich und in der Weimarer Republik nicht gewöhnt, etwa über die politischen Parteien ins Gewicht fallenden Einfluß auf die Wirtschaftspolitik nehmen oder gar die „große Politik“ beeinflussen zu können. Dazu reichte z.B. selbst das Gewicht der „Deutschen Volkspartei“, die in der Weimarer Republik der Industrie besonders nahestand, nicht aus.

e) Eine besondere Rolle außerhalb und neben der allgemeinen Industrie hatte politisch schon in der Weimarer Republik die „Schwer- oder Großindustrie“ gespielt, zu der man im allgemeinen etwa die eisenschaffende Industrie, den Bergbau, die Großchemie, die Großelektroindustrie und Teile des Schwermaschinenbaus zählte, schließlich auch Großwerften und den Rüstungssektor, der aber in der Weimarer Republik quantitativ nur eine eher bescheidende Rolle spielte. Klar abzugrenzen war der Begriff „Großindustrie“ nicht so leicht.

Es waren eben die „Großen“, die man mehr an ihren Familiennamen als den Firmennamen kannte: Krupp, Thyssen, Röchling, Stumm, Klöckner, Pönsgen, Vögler, Siemens, Bosch, Helfferich, Schaffgotsch, Friedrich Flick und natürlich die IG-Farben AG und manche andere. Sie verschafften sich vor 1933 durch besonders organisierte und gepflegte direkte Beziehungen zu Regierungskreisen im weitesten Sinne, zu Diplomaten, Ministerialbeamten, Großbanken und Reichswehrdienststellen Informations- und Einflußmöglichkeiten auch außerhalb des Verbandswesens, über die andere Industrielle nicht verfügten. Dieses Informations- und Einflußnetz wurde dadurch untermauert, daß mit Hilfe von ansehnlicher finanzieller Unterstützung der „wirtschaftsfreundlichen“ Parteien wie der Deutschnationalen Volkspartei und der Deutschen Volkspartei (DVP) Gewährsmänner als Abgeordnete lanciert wurden oder einige Industrielle sich gar selbst als Abgeordnete im Reichstag aufstellen ließen, wie Hugenberg, Helfferich, Vögler und andere.

Ich habe in den zwanziger Jahren selbst in der DVP, deren Mitglied ich damals war, beobachtet, wie hinter den Kulissen agiert wurde: nüchtern, sachbezogen, eher harmlos und naiv als raffiniert oder gar diabolisch. Auch an Presseorganen besaß man Beteiligungen oder unterstützte sie finanziell. Hugenberg gar schuf für die Deutschnationale Volkspartei ein eigenes Presseimperium und erwarb die UFA als Filmmedium. Bei dem verhältnismäßig engen Kreis der in der Weimarer Zeit in Politik und Regierung wirklich echten Einfluß ausübenden Persönlichkeiten stellte die Großindustrie vor allem in Wirtschafts-, Finanz-, Steuer-, Handels- und Rüstungspolitik
(nicht in der Außenpolitik) einen Einfluß ausübenden Block dar, wenn er auch bei der parlamentarischen Stärke von Sozialisten, Kommunisten und Zentrum beileibe nicht die Macht und den Einfluß hatte, den die Kommunisten ihnen als angeblich hinter den Kulissen herrschendem „Monopolkapital“ andichteten. Sie erstrebten – außer vielleicht Hugenberg – auch nicht politische Macht. Sie wollten die Geschäftsinteressen ihrer Großunternehmen im In- und Ausland und bei Staatsaufträgen sichern und fördern und allzu große Steuer- und Soziallasten abwehren. Sie konnte auch parlamentarisch vielleicht manches verhindern und umbiegen, aber bewirken konnten sie wirklich Wichtiges nicht.

Vor dem Nürnberger Gericht hat Friedrich Flick bekannt:

Ein Unternehmen müsse mit jeder Regierung leben und arbeiten können. Er habe daher auch in der Weimarer Zeit alle parlamentarischen Parteien – und deren gab es viele – immer mit Geld unterstützt, „mit Ausnahme der Kommunistischen Partei“. Aber der politische Einfluß der „Großindustrie“ reichte nicht soweit, daß in der Zeit der Weimarer Republik auch nur eine einzige Regierung auf die Beine gestellt wurde, die die Kraft und Fähigkeit besessen hätte, die finanziellen und industriellen Probleme der deutschen Wirtschaft nach dem Währungszusammenbruch einer Lösung entgegenzuführen, die im vollen Gange befindliche Verelendung des deutschen Volkes zu stoppen und eine neue Vertrauensbasis zu schaffen.

Im März 1930 beauftragte der Reichspräsident v. Hindenburg Heinrich Brüning, ein erstes „Präsidialkabinett“ zu bilden. Die Weimarer parlamentarische Republik als solche war damit am Ende.

Der in jeder Beziehung Respekt verdienende Dr. Brüning hatte den in den letzten Jahren der parlamentarischen Demokratie verlorengegangenen Mut zum Regieren. Ihn umgab jedoch von Anbeginn an die Aura einer gewissen Weltfremdheit; es war wahrscheinlich auch seine asketische Gesinnung und die auf den Reichshaushalt fixierte Betrachtungsweise, die ihm den Einblick in die tatsächliche wirtschaftliche und soziale Lage des deutschen Volkes versperrte und ihn auf den völlig unlogischPn Weg führte, eine in rapidem Abschwung befindliche kranke Wirtschaft durch massive Deflation heilen zu wollen.

Auf den Kampf um die Beseitigung der Reparationen fixiert und der Außenpolitik zugewandt, kam es ihm nicht ausreichend zum Bewußtsein, daß er ein Volk und eine Wirtschaft regierte, die durch ständige steigende Arbeitslosigkeit einer totalen Hoffnungslosigkeit und Verelendung verfielen.

Der letzte Reichskanzler der Weimarer Republik, der in wirtschaftlichen Dingen ahnungslose Reaktionär v. Papen, war an sich vielleicht ein Mann nach dem Herzen von Großagrariern und Großindustrie. Sie hatten Einfluß auf ihn, nur er selbst hatte auf niemanden und nichts Einfluß und verschwand so schnell wie er gekommen war. Hitler wurde Reichskanzler.

Für die Großindustrie kündigte sich eine neue Ära schon 1930 an, als 107 Nationalsozialisten in den Reichstag gewählt wurden.

Man muß es ganz drastisch sagen: für die Großindustrie brach mit der Machtübernahme Hitlers am 30. Januar 1933 die politische Informations- und Einflußposition, die sie sich in den 15 Weimarer Jahren geschaffen hatte, ersatzlos zusammen. Die bisherigen parlamentarischen Stützpunkte und Beziehungen im Reichstag verloren ihren Wert, Presse- und Filmbeeinflussung waren nicht mehr möglich, die befreundeten Deutschnationalen verschwanden sehr bald aus der Regierung von Reich und Ländern. Die Diplomatenkreise wurden durchforstet. Kaum ein altbekannter Landrat, Oberbürgermeister, Regierungspräsident oder Oberpräsident blieb auf seinem Posten. Wohin man sah: neue Leute. Nur die Verbindungen zur mittleren Ministerialbürokratie blieben bestehen, aber ihr Einfluß war stark gemindert. Für die fachlichen Industrieverbände, die Präsidenten der Industrie- und Handelskammern und für die Reichsgruppe „Industrie“ waren die bisherigen Exponenten der Großindustrie nicht mehr gefragt und nur wenige geduldet. Denn die NSDAP war in ihrem Selbstverständnis zweifellos antikapitalistisch. Die Großindustrie stand politisch vor einem Vakuum. Man muß dies alles mit aller Deutlichkeit sagen, um die ganze Unsinnigkeit der Behauptungen klarzulegen, die ursprünglich von kommunistischer Seite lanciert und von zahlreichen „Historikern“ der „DDR“ schnell aufgegriffen wurde:

Die Wirtschaft oder die Großindustrie hätten Hitler an die Macht gebracht bzw. vor und nach der Machtergreifung finanziert. Das hat mit den Tatsachen nichts gemein. Natürlich konnten im Jahre 1932 und Anfang 1933 die Großindustriellen nicht wissen, wie das alles 1933/34 kommen würde. Aber sie begannen es zu ahnen, als Papen für sie zum ‚Fehlschlag‘ wurde. Erst ab 1932 wurden neue Verbindungen zur NSDAP geknüpft (die wirkliche Bezeichnung „nationalsozialistische Arbeiterpartei“) war ihnen fatal.

Es war schwer genug und geschah – von weniger bedeutenden regionalen Kontakten abgesehen – zentral für das Reichsgebiet als Ganzes im wesentlichen auf vier Wegen. Hitler gab seinem damaligen Wirtschaftsberater Wilhelm Keppler, einem sehr erfolgreichen badischen Fabrikanten, die Anregung, zur Erweiterung seines Gesichtsfeldes und zur Vorbereitung seiner gesamtwirtschaftlichen Informationen und Beziehungen informelle Berater um sich zu scharen, und so entstand der „Keppler-Freundeskreis“. zu dem später Himmler Beziehungen aufnahm. Keppler gewann Persönlichkeiten seines Bekanntenkreises zunächst aus der mittelständischen Industrie dafür. Je näher die Stunde X rückte, um so leichter ging es. Aber es wurden dafür keine Leute präsentiert, sondern höchstens akzeptiert und sie mußten von Kepplers Art sein, große wirtschaftliche Erfahrung sowie einen gesunden Menschenverstand besitzen, eher bieder, weder ehrgeizig noch großspurig sein. Schacht gehörte lose dazu und führte seinen Mitarbeiter Blessing ein. Aus dem Reichsfinanzministerim gehörte dazu Ministerialdirektor Olscher, ferner ein HelferichBruder, der ein erfolgreicher Textilindustrieller war, der Bankier Baron v. Schröder, der ehemalige U-Boot-Kommandant Steinbrink aus der Flick-Gruppe, sowie Bosch und Oetker; zu Siemens bestanden Beziehungen.

All das ist mehr oder weniger bekannt. Ich habe sie später nach 1933 alle gekannt, und es ist viel darüber geschrieben worden. Von der Gestaltung der Zukunft war die Rede, von der Oberwindung der Arbeitslosigkeit, aber wenig von Geld: dazu war Keppler zu schüchtern und ungelenk – nicht der richtige Mann . Aber in der Zeit knappen Geldes wurden auch aus diesem Kreis Mittel flüssig gemacht für die Reichsleitung der NSDAP. Gauleitungen, Kreisleitungen, Ortsgruppen mußten sich selbst finanzieren . Verständlicherweise flossen die Gelder ab 1933 etwas reichlicher . Eine weitere Verbindung lief über „Bürgermeister Winkler“ und über Walter Funk, damals in der Industrie, vor allem in der Schwerindustrie, als höchst fähiger Chefredakteur der „rechten“ Berliner Börsenzeitung und Wirtschaftskenner bekannt und angesehen. 1933 wurde er Staatssekretär bei Goebbels und 1938 Reichswirtschaftsminister . Er verstand sich schon mehr aufs Geld und machte manchen Scheck locker, nicht ohne seine Geldgeber – darunter auch „Staatsrat“ v. Stauss von der Deutschen Bank – lobend herzustellen. Er brachte seine Freunde und Gönner mit Hitlers rechter Hand, Hermann Göring, zusammen, der eine geschickte Art hatte, der Spendenwilligkeit nachzuhelfen. Göring war schließlich für Funks Freunde endlich einmal „aus unserer Kiste“ – so sagte man damals -, mit dem man reden konnte: Jagdflieger aus dem Ersten Weltkrieg und Pour-le-meriteTräger. Schließlich war da noch der große Thyssen, der das „berühmte“ Industriellentreffen in Düsseldorf arrangiert e und Hitler Gelegenheit zu einer Rede vor diesem „erlauchten“ Kreis der echten Großindustrie gab und auch für Zahlungen an die Partei sorgte.

Aber das waren keine Riesensummen (sie wuchsen später mit den Erfolgen):

100.000 bis 150.000 RM pro Unternehmen – einer soll sogar einen Scheck über 250.000 RM ausgestellt haben; in den Zeiten der Wirtschaftskrise war das auch für Unternehmer viel Geld.

Für die NSDAP aber waren das damals nur Tropfen auf einen heißen Stein des Geldbedarfs, der durch die politische Propaganda und die mit großer Kraft geführten Wahlkämpfe und die Herausgabe von Parteizeitungen entstand. Ortsgruppen, Kreisleitungen und Gauleitungen, die vor 1933 ganz überwiegend mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und freiwilligen Helfern arbeiteten , finanzierten sich aus den Monatsbeiträgen und Spenden ihrer Mitglieder , die damals schon die Millionengrenze überschritten hatten, und die Flut von Versammlungen und der große Druckaufwand wurden durch die Millionenscharen von Wählern finanziert (Hitler erhielt bei der Reichspräsidentenwahl 1932 = 11,3 Millionen Stimmen), die bei allen Kundgebungen, Wahlveranstaltungen und Straßensammlungen „für den Kampfschatz der NSDAP“ in die überall entgegengehaltenen Sammelbüchsen ihr Geld steckten oder die offen oder diskret ihre nicht immer kleinen Scherflein bei der Ortsgruppe ablieferten.

Die Reichsleitung wurde innerhalb der Partei durch eine Art Matrikularbeiträge finanziert (wie die Länderbeiträge an das Reich heißen ). Aber die Aufwendungen für die überallhin zu Veranstaltungen fahrenden oder – wie Hitler – im Flugzeug reisenden führenden Nationalsozialisten, die im ganzen Lande sprachen, waren groß. Da kamen die Zahlungen der Ind ustrie natürlich äußerst gelegen, aber lebenswichtig für Kampf und Sieg Hitlers waren sie ganz gewiß nicht, sondern eine angenehme Beigabe, mehr nicht. Die Finanzierung der Großindustrie hat Hitler bestimmt nicht zur Macht verholfen! Für die Relationen ein Beispiel:

Für das erste Winterhilfswerk 1933 (!), also noch zur Zeit großer Not, wurden vom Volk damals – man muß das in Beziehung zu der damaligen hohen Kaufkraft des Geldes sehen – 350 Millionen RM gespendet! Nach damaligen Schätzungen entfielen davon auf Großspenden nicht mehr als 50 bis 75 Millionen Mark. Der größere Teil wurde in Form von Mittel- und Kleinbeträgen aufgebracht!

……….

Großindustrie und Staat im Dritten Reich

Um es gleich hier zu sagen:

Weder hat sich die Großindustrie als Gruppe Einfluß erkauft, noch hat sie zu irgendeiner Zeit wirklich ins Gewicht fallenden Einfluß besessen.

Vor 1933 und nach 1933 waren die Großindustriellen als Gruppe, als Einzelpersonen und als Unternehmensleiter unsicher, was sie von einer nationalsozialistischen Regierung halten und von ihr erwarten sollten. In ihrer Mehrzahl und als Gruppe verhielten sie sich daher eher abwartend, skeptisch oder auch besorgt. Das gilt besonders für die Zeit bis zum Röhm-Putsch, zum Tod Hindenburgs und bis zum Ausscheiden Bugenbergs aus der Regierung. Danach wirkte das Regime konsolidiert , kraftvoll und zielbewußt. Hitler hatte Partei und Staat vollends im Griff, der soziale Friede schien stabilisiert, dem Elend der Arbeitslosigkeit war das Rückgrat gebrochen, die Kaufkraft wuchs, Produktion und Volkseinkommen stiegen stetig, Erfolge der Landwirtschaftspolitik und der landwirtschaftlichen Marktordnung wurden sichtbar. Der revolutionäre Sturm war vorüber. Man konnte wieder hoffen, so schien es.

Die Fülle der öffentlichen Investitionen und die ersten Auswirkungen der Remilitarisierung machten sich in Bauwirtschaft und Schwerindustrie bemerkbar, und große Investitionen in der Rohstoffwirtschaft standen vor der Tür. Die ersten Rüstungsaufträge wurden erteilt, eine Luftfahrtindustrie ins Leben gerufen, die Werften erhielten Aufträge ; die Wirtschaftsbelebung war unverkennbar. Zugleich war der politische Horizont weniger umwölkt. Die außenpolitischen Aktivitäten Hitlers erschienen allerdings äußerst gewagt, aber der Austritt aus dem Völkerbund, die militärische Besetzung des linksrheinischen Gebietes gingen ohne besonderen Eklat vorüber, mit Großbritannien wurde ein Fl ottenabkommen geschlossen, mit Polen eine Art Nichtangriffspakt, zu Italien entwickelten sich freundschaftliche Beziehungen, beiderseitig nützliche Warenaustauschverträge mit den Staaten Südosteuropas kamen hinzu; die Olympischen Spiele in Berlin 1936 waren auch ein internationaler Erfolg; der überraschende, sensationelle Anschluß Osterreichs wurde akzeptiert.

Da folgte ein entsetzlicher Rückschlag:

Die Ereignisse der „Reichskristallnacht“ (9.11.1938) und die völlig unerwartete und unlogische Verschärfung der antisemitischen Maßnahmen schufen im Inneren Empörung und Unsicherheit zugleich. Sie verschlechterten aber auch das außenpolitische Klima in aller Welt und brachten schwere Einbrüche im Export. Die Industrie war wieder schockiert und verunsichert. Sie erhob, wohl hauptsächlich mit dem Hinweis auf die Schädigung der außenwirtschaftliehen Beziehungen, Vorstellungen, fühlte sich aber mehr oder weniger hilflos – und war es auch. Hatte man doch nicht einmal die Möglichkeit gehabt, das Ausscheiden Schachts als Reichswirtschaftsminister, das die Großindustrie schockierte, zu verhindern. Trotz vieler guter persönlicher Beziehungen, vor allem zu vielen Wehrmachtsdienststellen, zu Göring und seinem Stabe, konnte von politischem Einfluß keine Rede sein. Zu mehr als der Möglichkeit persönlicher Vorstellungen im Interesse der eigenen Unternehmungen, in Fragen staatlicher Aufträge oder gewünschter Beteiligungen an Neuinvestitionen (leider auch an Arisierungen) oder Problemen minderen Ranges hinaus reichten Beziehungen und Einfluß nicht. Der einzige frühere Versuch der Stahlindustrie, 1936 gegen die Gründung der Stahlwerke in Salzgitter auf der Basis deutscher Eisenerze anzugehen, scheiterte gänzlich.

Außenminister von Ribbentrop unterhielt kaum Beziehungen zur Industrie; er gerierte sich ziemlich unnahbar. Beziehungen zum Auswärtigen Amt nützten nichts, da von Ribbentrop selbst zu seinem eigenen Ministerium eher lose Beziehungen unterhielt. Am Entscheidungsprozeß in wichtigen politischen Fragen war das AA schon aus Gründen der Gehehrthaltung viel weniger beteiligt als früher; daneben gab es keine Organisation, die es einer noch so wichtigen Gruppe ermöglicht hätte, auf außenpolitische Entscheidungen oder sonst auf die Außenpolitik einzuwirken. Der Führungsstil Hitlers ließ das einfach nicht zu. Bekanntlich wurde nicht einmal das Reichskabinett zu Rate gezogen, geschweige denn an der Entscheidungsfindung beteiligt. Hitler war offenbar bei seinen außenpolitischen Aktivitäten der Meinung, daß nur äußerste Geheimhaltung erfolgreiches Handeln ermögliche.

Insoweit war also der Regierungsstil rein diktatorisch. Das galt aber nur für die Angelegenheiten, die Hitler selbst an sich zog.

Es gab auch keine Organisationszentrale, keinen allumfassenden Befehlsfluß von oben nach unten, keinen Informationsprozeß von unten nach oben. Hitler wollte nur auf ausdrückliches Verlangen informiert oder um Weisungen angegangen werden. Göring, jeder Reichsminister und alle etwaigen Sonderbevollmächtigen in allen Ebenen hatten freie Entscheidungsbefugnis in ihrem Arbeitsbereich. Zu übergeordneten wirtschaftlichen oder rüstungspolitischen Problemen wurden – wenn auch selten – Einzelpersönlichkeiten – nicht Gruppen – als Sachverständige von Göring, oder im Kriege von Hitler selbst hinzugezogen. Die Wehrmachtsteile bedienten sich zwar im breiten Umfang der Mitarbeit sachverständiger Persönlichkeiten der Wirtschaft und in technischen Fragen der Rüstung, aber das alles hatte mit Politik und mit politischem Einfluß nichts zu tun. Die Wirtschaft trat nicht als Partner oder gar gleichberechtigter Partner des Staates auf, sondern eher als nachgordnetes Organ, etwa als Diener des Staates, wie die Beamtenschaft oder auch die Wehrmacht.

Das Wesen des Führerstaates, der Diktatur manifestierte sich hauptsächlich darin , daß Staat und Regierung eine höhere Ebene einnahmen als z.B. in der Weimarer Republik; denn – so die Staatsphilosophie – allein die NSDAP und ‚der Führer‘ repräsentierten den Volkswillen und vollstreckten ihn. Es gab keine Parteien neben der NSDAP; die früheren waren aufgelöst worden. Es gab keine wirtschaftlichen, sozialen oder „gesellschaftlichen“ Kräfte, die als Partner der Regierung hätten auftreten oder sich als solche fühlen können oder die Forderungen von Gruppen hätten annehmen können. Als in völliger Verkennung dieses Prinzips ein gewisser Kessler sich 1933 als „Führer der Wirtschaft“ etablieren und als solcher dem Reichswirtschaftsminister gegenüber als gleichberechtigter Partner zu agieren beginnen wollte, wurde er mit Zustimmung Hitlers von dem damals amtierenden beamteten Staatssekretär des Reichswirtschaftsministeriums Posse sofort abberufen. Der Nicht-Nationalsozialist Dr. Schacht war es dann, der 1934 durch das Gesetz zur Vorbereitung des organischen Aufbaus der deutschen Wirtschaft und die Folgegesetze eine sehr logische und gekonnte lückenlose Wirtschaftsorganisation aufbaute, die den Weisungen des Reichswirtschaftsministers, d.h. des Staates unterstand und die auch in Personalfragen seiner Zustimmung bedurfte.

Diese Wirtschaftsorganisation sollte den Grundsatz verwirklichen:

Staatliche Direktive, wirtschaftliche Exekutive. Die NSDAP als Partei hatte so gut wie keinen Einfluß auf diese Wirtschaftsorganisation, die sich im Frieden z.B. vor allem auch in der Organisat ion der Außenwirtschaft und im Kriege in der Mitwirkung an der Kriegswirtschaft außerordentlich als Instrument des Staates bewährte. Außer dieser Wirtschaftsorganisation gab es noch andere Verzahnungen des Staates in der Wirtschaft. Etwa in der von Schacht initiierten „Pflichtgemeinschaft der deutschen Braunkohlenindustrie“ als finanzieller Basis der Treibstoffhydrierung aus Braunkohle oder in der von Hitlers Wirtschaftsbeauftragtem Wilhelm Keppler forcierten Heranziehung von Wirtschaftlern für die staatliche Exekutive. Professor Krauch (IG- Farben) wurde zum Vorsitzenden des Vorstandes der von der „Pflichtgemeinschaft“ getragenen Braunkohlen-Benzin-AG berufen und brachte viele Mitarbeiter aus den „IG-Farben“ mit. Er wechselte über in Görings „Amt für Deutsche Roh- und Werkstoffe“ und wurde später auch Leiter der Reichsstelle für Wirtschaftsausbau und Görings „Generalbevollmächtigter für Sonderaufgaben der Chemie“. Die breite Beteiligung der IG-Farben AG war beinahe selbstverständlich, denn der größte Teil der Erfindungen synthetisch erzeugter Rohstoffe beruhte auf jahrelangen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der IG. Für die anderen Rohstoffarten berief Keppler in seinen Rohstoffstab Pleiger und mich als Wirtschaftler.

Das Prinzip: Wirtschaft durch Wirtschaftler führen zu lassen, dehnte sich im Frieden und Krieg bis in die Ära Speers hinein immer mehr aus. Aber alle, die so berufen wurden, schieden damit sozusagen automatisch aus den Reihen der Wirtschaft aus und wurden wegen ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten im Nebenberuf Staatsbeauftragte und hatten sich dessen bewußt zu sein; sie waren es ganz überwiegend auch. Im Prinzip konnte man sagen:

nicht die IG-Farben hatten über Krauch Einfluß auf den Staat, sondern der Staat hatte über Krauch Einfluß auf die IG. Und nicht die Stahlindustrie gewann über Pleiger Einfluß auf den Ausbau der Stahlkapazitäten, sondern umgekehrt.

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Die Speer – Ära

Und in der Speer-Ära: Die zahlreichen Ausschuß- und Ringleiter aus der Wirtschaft in Speers Rüstungsministerium regierten für Speer die Wirtschaft und nicht etwa Speer für die Wirtschaft . Nicht die Kohlenindustrie hatte durch die spätere Reichsvereinigung Kohle (RVK) Einfluß auf den Staat, sondern die RVK vollstreckte – exekutiv selbständig – die Direktiven des Staat es. Daß bei der außerordentlichen Breite, die dieses Prinzip gewann, nicht alle Wirtschaftler sich schnell genug in die Rolle von Nur-Staatsbeauftragten finden konnten und es so zu Interessenkonflikten kam, soll nicht verkannnt werden. Aber jede Regelung und jedes Prinzip ist beinahe vollko mmen, wenn es zu 80% funktioniert, und das war damals sicher der Fall . Im Kriege identifizierten sich Hunderte von Wirtschaftlern mit dem Staat, der ja uneingeschränkt – ob wir es wollten oder nicht – Wohl und Wehe seiner Bevölkerung in den Händen hielt. Die Frage einer Opposition oder gar Revolution der Wirtschaft stellte sich zu keinem Zeitpunkt, auch nicht bei denen, die ihr Vertrauen zum Staat verloren hatten oder ihn mißbilligten. Die auch von Historikern gestellte Frage, warum „unternahm“ die Wirtschaft nichts, ist irreal. Sie hatte keine Macht, sie hatte niemanden, auf den sie sich bei Staatsstreich-Gedanken hätte stützen können. Sie saßen in einem Boot in schwerem Sturm:
Schaukeln versprach keine Rettung. Auch die Offiziersverschwörung des 20. Juli hatte ja niemanden hinter sich. Sie wußten es nur nicht.

Bis zu welcher Groteske „Historiker“ der „DDR“ das Verhältnis zwischen Staat und Wirtschaft verzerren können, zeigt die Behauptung, daß Kehrl als „Beauftragter des Monopolkapitals“ in der zentralen Planung der eigentliche Macher war und die Mitglieder der Zentralen Planung nur Staffage. Es hat sicher niemanden in der Großindustrie gegeben, der auch nur für einen Augenblick ausgerechnet mich mittleren Industriellen als „Beauftragten der Großindustrie“ angesehen hätte, zumal ich auch noch als Nationalsozialist bekannt war.

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Wirtschaft und Aufrüstung im Dritten Reich

In einem früheren Abschnitt dieses Beitrages wurde bereits dargelegt, daß weder die Wirtschaftsadministration noch die Industrie über die beabsichtigten außenpolitischen Aktivitäten Hitlers und über seine langfristigen außenpolitischen Ziele, wenn es solche überhaupt gegeben haben sollte, unterrichtet waren. Eine Aussöhnung mit Frankreich wurde auf den verschiedensten Ebenen auch in der Parteiorganisation betrieben:

Ein endgültiger Verzicht auf Elsaß- Lothringen, nicht aber auf das Saargebiet wurde propagandistisch vorbereitet. Großbritannien, Belgien und Holland galten außenpolitisch und militärisch, so viel man wußte, als tabu. Den einzigen echten, weil nicht zu verheimlichenden Hinweis auf Möglichkeiten künftiger kriegerischer Verwicklungen gaben Remilitarisierung und Aufrüstung. Jeder aufmerksame Beobachter in Wirtschaftsadministration und Industrie konnte aus Kasernen- und Flugzeugbau, aus der Garnisonvermehrung, aus den neuerrichteten Flugzeugwerken und ihrem Ausstoß sowie aus den Bestellungen von Bekleidung und Ausrüstung einerseits und aus Waffenaufträgen andererseits seine Schlüsse ziehen.

Der durch das 100.000 Mann-Heer bedingte Nachholbedarf bei allen Waffengattungen war so groß, daß mindestens bis 1938 nichts Auffallendes in Erscheinung trat , was auf weit gesteckte Ziele hätte schließen lassen. Wohl wurde Dr. Schacht 1936 in seiner Eigenschaft als Reichswirtschaftsminister „für den Fall drohender Kriegsgefahr“ – so genannter MOB-Fall (Mobilisierungsfall) – zum „Generalbevollmächtigten für die Wirtschaft“ (GBW) (inklusiv Agrar-, Finanz- und Arbeitsressort) bestellt und ein System von Mobilmachungsvorbereitungen in allen Ministerien institutionalisiert, doch war dies nicht Aufsehen erregend. Das 100.000 Mann-Berufsheer hatte Mobilmachungsvorbereitungen nicht nötig gehabt: es war ein Kader-Heer gewesen. Als Funk in der Nachfolge von Schacht 1938 Reichswirtschaftsminister wurde, wurde auch er GBW; Funk war sicher keine martialische Gestalt, wie man sich einen Generalbevollmächtigten im Kriege vorstellen konnte. In seiner Eigenschaft als GBW wurde ihm ein Staatssekretär nur für die Mobvorbereitungen zunächst mit dem beamteten Staatssekretär Dr. Posse beigegeben. Im RWM und in militärischen Dienststellen witzelte man, daß diese beiden Personalentscheidungen „ein überzeugender Friedensbeweis“ Hitlers wären. Beide waren als „Krisenmanager“ im Kriege schwer vorstellbar.

Im Programm des Vierjahresplanes, der mir in seiner Gesamtheit, auch des militärischen Sektors, damals bekannt wurde, war nichts enthalten, was nicht sinnvollerweise auch in denselben Größenordnungen ohnehin aufgrund des Devisenmangels und des Rohstoffeinfuhrbedarfs unserer Industriewirtschaft hätte getan werden müssen, wenn auch gleichzeitig die im Amt für Deutsche Roh- und Werkstoffe und im Wirtschafts- und Rüstungsstab des Generals Thomas tätigen Offiziere nicht müde wurden, sogenannte „Forderungen der Wehrmacht“ auf allen Gebieten als vordringlich zu repräsentieren. Aber eigentlich wären nur die Kapazitäten für Flugtreibstoff und Sprengstoffe und ihre Vorprodukte und vielleicht Aluminium für die Luftwaffe für die erwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Friedensfall in dieser Größenordnung nicht nötig gewesen. Von einem echten methodischen Gesamtplan für die Wehrmacht, die einen großen Krieg hätte führen sollen, war damals nichts wahrnehmbar. Es gab viele, oft nicht zusammenhängende Einzelplanungen zahlreicher Dienststellen (nach dem bewährten militärischen Grundsatz: zuviel fordern schadet nie, Unterdeckung macht Ärger). Von einer durchdachten, auf einen großen Krieg abgestellten Planung aber konnte überhaupt keine Rede sein. Noch nicht einmal über den echten Bedarf war man sich auch nur einigermaßen klar. In dem über Erwarten kurzen Polenkrieg 1939 hatte sich z. B. die Luftwaffe an Bomben total verworfen, d.h. man war am Ende des Krieges fast ohne Bestände. Für den Frankreichkrieg aber war das Vielfache des Munitionsbedarfes der Artillerie vorhanden. (im „Blitzkrieg“ kam die Artillerie weniger zum Schießen, als man errechnet hatte).

(Aus den Rüstungsplanungen konnte weder die Wirtschaftsadministration noch die Rüstungsindustrie das Bevorstehen eines großen  Krieges, geschweige denn eines Weltkrieges ablesen oder auch nur erahnen. Nicht zuviel ist behauptet, wenn ich sage: die eigentliche echte Aufrüstung für den Krieg begann erst im Kriege!
Auch militärische Tatsachen beweisen das eindeutig!)

Ende August 1939, vor Ausbruch des Polen-Krieges, wurden in großer Breite über Nacht Angehörige der Jahrgänge 1896-1900 zur Wehrmacht eingezogen, um die aktive Truppe mit Soldaten aufzufüllen, die aus dem Ersten Weltkrieg über Kriegserfahrungen verfügten. Die Mannschaften, Unteroffiziere und Feldwebel sollten die aktiven Einheiten sozusagen durch ein Korsett Kriegserfahrener abstützen. Diese Jahrgänge wurden bald nach Beendigung des Polen-Krieges wieder entlassen.

Bei Beginn des Krieges im August 1939 waren die Nachbarn des Deutschen Reiches ihm an militärischen Einheiten und Zahl der kriegsbereiten Soldaten weit überlegen, auch wenn man nur Frankreich und Polen berücksichtigt. Nach dem Aufmarsch gegen Polen verbleiben für die Westfront ganze 18 Reservedivisionen, acht aktive Divisionen und keine einzige Panzerdivision. Ihnen standen 110 französische Divisionen gegenüber! Unsere Treibstoffvorräte deckten bei Kriegsausbruch einen angenommenen Bedarf von 4 bis 5 Monaten bei voller Mobilisierung.

Remilitarisierung und Rüstung waren bei Ausbruch des Weltkrieges zwar in vollem Umfang angelaufen, hatten aber bei weitem noch nicht die Stärke der uns umgebenden Streitkräfte erreicht. Es war daher nur natürlich, daß Wirtschaftsadministration und Industrie rein gefühlsmäßig, ohne Kenntnis der exakten militärischen Zahlen, die Entwicklung seit dem Münchener Abkommen mit großer Sorge und tiefer Skepsis verfolgten. Hier war die Entwaffnung der Tschechoslowakei durch militärische Erpressung der eigentliche Wendepunkt. Hitler hatte in München eine Garantie für die Rest-Tschechei zwar nicht schriftlich abgegeben, aber eindeutig in Aussicht gestellt; erstmalig wurden Nichtdeutsche der Souveränität des Reiches unterstellt. Beides mußte uns – so unsere Meinung – das Vertrauen der Welt kosten. Die Eröffnung des Krieges gegen Polen und die Kriegserklärung Englands und Frankreichs stießen dann die Tore zu einer gefahrdrohenden Zukunft weit auf.

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Krieg als Ausweg?

War die Aufrüstung für die Besserung der wirtschaftlichen Binnenstruktur des Reiches notwendig?

Hat gar die gesamtwirtschaftliche Situation 1938/39 Hitler zum Kriege getrieben, um seine Popularität mit neuen Erfolgen vor dem Sinken zu bewahren oder weil die Wirtschaftslage ihn zu dieser expansionspolitischen Ersatzhandlung zwang?

Beide Thesen kann man nur als völlig aus der Luft gegriffen, ja absurd bezeichnen.

1. Hitlers Popularität war, wie schon geschildert, 1938/39 auf einem kaum noch zu überschreitenden Höhepunkt angelangt. Politisch war die volle Einbeziehung des linksrheinischen Gebietes in die Souveränität des Reiches erreicht, die Eingliederung Österreichs und des Sudetenlandes, die vom ganzen Volk gebilligt wurde, war ohne einen Schwertstreich gelungen. Das Saargebiet gehörte wieder voll zum Reich. Die diskriminierenden Einschränkungen des Versailler Vertrages auf dem militärischen Gebiet (100.000 Mann-Berufsheer, keine Luftwaffe, keine Kriegsflotte) waren beseitigt. Das Deutsche Reich war gleichberechtigt auf allen Gebieten.

2. Die Wirtschaft und Volk vernichtende Arbeitslosigkeit war, wie geschildert, überwunden, Vollbeschäftigung ab Ende 1938 erreicht, dabei sogar noch in der gleichen Zeit die deutsche Auslandsverschuldung von 19 Mrd. RM im Februar 1933 auf 9 Mrd. RM 1938 reduziert.

Nein, die Aufrüstung war 1938/39 nicht ein notwendiger Motor der Volkswirtschaft, sie behinderte im Gegenteil eine gleichberechtigte Entwicklung aller Bereiche der Industrie, da z.B. die Gebrauchsgüter- und Verbrauchsgüterindustrie durch mangelnde Devisen- und Rohstoffkontingentzuteilung gegenüber der an der Rüstung beteiligten Industrie benachteiligt und bei Maschineninvestitionen behindert war.

3. Leys Arbeitsfront plante umfassende soziale Investitionen und das Ernährungsministerium hatte ein großes Programm der Mechanisierung und Motorisierung der Landwirtschaft auf Lager, ja der Aufbau einer kompletten Kühlkette vom Produzenten bis zum letzten Verbraucher für leicht verderbliche landwirtschaftliche Produkte – damals noch eine ganz neue Idee – wurde vorbereitet! Die Motorisierung stand für heutige Begriffe erst am Anfang, die Reichsbahn hatte große Investitionspläne und sogar der Export, insbesondere nach Südosteuropa und Südamerika, hätte wesentlich gesteigert werden können, wenn nur die notwendigen Kontingente verfügbar gewesen wären. Bauten für die Handelsflotte hätten anstelle der bevorzugten Kriegsflotte begünstigt werden können. Überall hatte es an Investitions- und Produktionsideen nur so gesprudelt bei der Dynamik, die die Wiederbelebung der Industrie aus der Erstarrung der Krisenjahre freigesetzt hatte. All das wurde durch die Präferenz für Rüstungsgüter und Rüstungsinvestitionen verhindert. Ohne Krieg und ohne neuen „Lebensraum“ hätten Wirtschaft und Volk volkswirtschaftlich einer erfolgreichen Zukunft entgegengehen können.

4. Einige Autoren scheinen noch andere „innenpolitische Motive“ Hitlers zu vermuten oder für möglich zu halten.

Ich zitiere nur einige Hinweise aus den Beiträgen zum Sammelwerk. Forstmeier/Volkmann „Wirtschaft und Rüstung am Vorabend des zweiten Weltkrieges“!

Timothy W. Mason spricht u.a. von „Krisenerscheinungen im Inneren, von einer inflationären Zerrüttung der deutschen Geld- und Kreditwirtschaft“ oder davon, daß „die Staatsfinanzen aus den Fugen geraten wären“, davon daß „DAF (Deutsche Arbeitsfront) völlig versagte“, von einer „Exportmüdigkeit“, von „einer schweren sozialen Spannung“, ja sogar „vom Abbau der sozialpolitischen Errungenschaften“ (Seite 189) – ohne klarzumachen, was er damit meint. Und schließlich „Opferbereitschaft der Beherrschten war nicht gegeben“.

Allan S. Milward spricht gar von „einer extremen Anti-Arbeiterpolitik“, Hans-Erich Volkmann von einer „unüberwindbaren Krisensituation 1938/39“.

Hier sind anscheinend aus mir nicht bekanntem und von den Verfassern auch nicht erwähntem Quellenmaterial viel zu weitgehende Schlüsse gezogen worden. General Thomas z.B. übernahm vielfach kritiklos die absichtliche Schwarzmalerei von Schacht oder auch des Preiskommissars Wagner oder vielleicht auch der von mir sehr häufig gelesenen Wochen- oder Monatsberichte des S.D. Ihnen allen fehlte es nur allzu oft am Verständnis für Größenordnungen und Zusammenhänge.

Eines kann ich als zeitgenössischer, vollorientierter Betrachter und Mittäter mit aller Entschiedenheit sagen:

„Von schweren sozialen Spannungen“, von „einer extremen Anti-Arbeiterpolitik“ oder davon, daß die „DAF völlig versagte“, konnte 1938/39 nicht die Rede sein. Und daß eine „hohe Opferbereitschaft der Beherrschten“ gegeben war, das hat der Verlauf des Krieges doch wohl unwiderlegbar bewiesen. Zu dieser Problematik möchte ich ausnahmsweise aus meinem Buch „Krisenmanager im Dritten Reich“ zitieren. (S. 45)

„Vor einiger Zeit las ich in einem Artikel der Gräfin Dönhoff in der ‚Zeit‘:

‚Eigentlich ist es verblüffend, daß bei der vielfältigen Repräsentanz, die dem Bürger vom Elternbeirat bis zum Parlament zur Verfugung steht, das Gefühl, nicht beteiligt zu sein, sich heute zu so unerträglicher Bedrückung auswächst – während in der Hitlerzeit, als die individuelle Meinung überhaupt nicht zählte, die Mehrzahl das Gefühl hatte, unendlich viel zu bewirken.‘
—————–
Es war damals einfach das Gefühl, daß nicht ‚die‘ etwas be wirkten, sondern daß ‚wir‘ etwas bewirkten. Je der war dabei oder konnte dabei sein, wenn er wollte. Ich befürchte, die Geschichte der für die Arbeitsfront, die Frauenschaft, die Volkswohlfahrt, für ‚Kraft durch Freude‘, für ‚Mutter und Kind‘ arbeitenden Hunderttausenden von Idealisten wird nie geschrie benwerden. Für die aber, die sich der damaligen Zeit erinnern, war das ein wichtiger – wenn nicht der wichtigste – Inhalt der Zeit des Dritten Reiches, der erst mit dem Kriegsbeginn mehr in den Hintergrund trat.

Ausgehend von den Gedanken des Gesetzes ‚zur Ordnung der nationalen Arbeit‘ wurde die soziale Gesinnung und Verantwortung der Unternehmer auf breitester Front geweckt und mobilisiert. Jahrelange  erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Vertrauensräten und der Arbeitsfront bewirkten, daß der Hauptsinn, die Überwindung des Klassenkampfdenkens und die Ausschaltung des Streiks als mögliches Kampfmittel in überraschendem Ausmaß gelang.“

Nur eins habe ich diesem Zitat jetzt hinzuzufügen: Ich habe begründete Hoffnung, daß von in hohem Maße kompetenter Seite die Geschichte der Sozialpolitik des Dritten Reiches bald geschrieben werden wird.

Zutreffender wird vielfach die wirtschaftliche Entwicklung historisch behandelt. Sie ist z.B. in „Außenhandel und Aufrüstung in Deutschland 1933 bis 1939“ auf den Seiten 81 bis 111 (nicht 112) vollkommen zutreffend nachgezeichnet worden.

5. Auch Timothy W. Mason kann nicht widersprochen werden, daß „eine gewaltige Inflation in Gang gekommen war“ – nur nach den Erfahrungen aus Vergangenheit und Gegenwart ist das Wort „gewaltig“ allerdings bei weitem zu hoch gegriffen -, und die „Finanzen (auch 1938/39) kritisch zu werden begannen“, zumal gerade in diesen beiden Jahren (aber erst dann !)“der internationale Rüstungsboom“ sich auszuwirken begann.

Aber von einer echten Krise oder gar einer bedrohlichen Krise kann zu diesem Zeitpunkt nach meiner Kenntnis keinesfalls gesprochen werden.

Es trifft zwar auch zu, daß anzunehmen war, daß „der Finanzbedarf der öffentlichen Hand weiter wachsen“, daß „permanenter Devisenmangel“ sich verstärken würde. Aber krisenhaft war die Lage trotz alledem zu diesem Zeitpunkt nicht. Die von Mason geschilderte Problematik war ja auch einer der Streitpunkte, derentwegen Dr. Schacht 1938 als Reichswirtschaftsminister und im Januar 1939 als Reichsbankpräsident ausschied.

Funk ersetzte ihn in beiden Funktionen. Er, die Männer seines Reichsbankdirektoriums und gar der Reichsfinanzminister Schwerin-Krosigh waren kenntnis- und ideenreiche Persönlichkeiten und sicher eher vorsichtige Naturen. Sie traten natürlich alsbald zur Bestandsaufnahme zusammen. Zur Panik war kein Anlaß. Man würde die Finanzen und die inflationäre Entwicklung im Griff behalten, ohne daß spektakuläre Maßnahmen notwendig wären.

Man hatte beides noch immer im Griff, als das Jahr 1940 zu Ende ging und die besetzten Gebiete sowie die wirtschaftliche Lage Italiens schwierige Probleme aufwarfen.

Geldsteuerung, strikte Devisenbewirtschaftung, Rohstoff- und Produktionssteuerung sowie Preiskontrollen waren in den letzten Jahren zu einem Instrumentarium entwickelt worden, das sich sehen lassen konnte und eine beachtliche Flexibilität ermöglichte. Allerdings, weder der von einigen Historikern als Zeuge zitierte Darre noch General Thomas und sein Wirtschafts- und Rüstungsstab waren mit Wesen, Arbeitsweise und Ineinandergreifen dieses Instrumentariums vertraut.

Auch die pessimistischen Voraussagen Schachts bewahrheiteten sich mindestens bis zum Ausbruch des Rußland- Krieges so gut wie nicht.

6. Timothy W. Mason schreibt in seinem wiederholt erwähnten Beitrag (auf Seite 165):

„Auch im Sommer 1939 war ein Raubkrieg ganz gewiß nicht der einzige Ausweg aus dieser Sackgasse.“

Sehr richtig! Ein Raubkrieg wurde auch garnicht geplant, vielleicht aus dem einfachen Grunde, weil niemand im Reich zu wissen schien, daß in den niederländischen, belgischen und französischen Häfen gewaltige Mengen von Rhstoffen zur Kriegsvorbereitung angehäuft lagerten. Und man hätte es wissen können! Denn die „BI Z“ in Basel. „Bank für internationalen Zahlungsausgleich“, hatte treu und brav über diese Sonderimporte und Einlagerungen laufend berichtet. Aber diese Berichte wurden wohl von den ressortmäßig Zuständigen nicht gelesen, vielleicht weil sie zu geheim waren! Als ich in der ersten Juniwoche 1940 im Auto die neuen besetzten Gebiete Niederlande, Belgien und Nordfrankreich besuchte, besichtigte ich u.a. auch die Häfen Rotterdam, Antwerpen und Calais, die mit Importen auch oder gerade an Rohstoffen aller Art vollgestopft waren (fast ausschließlich vorsorgliche Einkäufe der Regierungen selbst).

Niemand hatte sich bis dahin für den Inhalt der Lagerhallen interessiert. Sie waren durch Wachen des OKW und der Marine „gesichert“. Die militärischen Dienststellen stritten sich darüber, wem die Kriegsbeute zustände. Dafür, daß der Hafeninhalt und dazu tief gestaffelte Läger im Inland durch mögliche Luftangriffe und daraus entstehende Flächenbrände aufs äußerste gefährdet waren, schien bei uns niemand zuständig zu sein, so wie offenbar bei Englands und Frankreichs Streitkräften niemand zuständig war für solche leicht durchführbaren Zerstörungen durch Luftangriffe.

Ich hatte die eingelagerten Mengen verschiedenster Rohstoffe über den Daumen geschätzt und General von Hanneken bei meiner Rückkehr unterrichtet. Weder er als Rohstoffzuständiger im RMW noch General Thomas hatten davon gehört oder sich jedenfalls auch nur dafür interessiert. Mit dem OKW vereinbarte ich eine sofortige Abtransportaktion durch zivile Stellen. (Die Intendantur wäre zu langsam gewesen). Die Vereinnahmung dieser Bestände, die dann zügig weitergeführt wurde, war im übrigen völkerrechtlich völlig einwandfrei, da es sich fast zur Gänze um Staatseigentum handelte, das nach der Haager Landkriegsordnung als „Beute“ einzustufen war. Durch zähe Verhandlungen mit dem OKW wurde schließlich festgelegt, daß alle Rohstoffbestände der Dispositionsgewalt des Reichswirtschaftsministeriums unterlägen.

……….

„Autarkie“ – Teil der NS – Weltanschauung?

Im Jahre 1968 hat Dieter Petzina – wohl als erster – eine gründliche Arbeit vorgelegt, die unter sorgfältiger Auswertung aller damals verfügbaren Quellen und vor allem auch Statistiken die Landwirtschaftspolitik, die Rohstoffpolitik, die Devisenpolitik und zum Teil die Außenhandelspolitik des Dritten Reiches in den Jahren 1933- 1939 im großen und ganzen durchaus zutreffend nachzeichnet.

Dazu möchte ich aber mit einigen kurzen Ergänzungen und zusätzlichen Betrachtungen beitragen:

1. Mir ist keine Führungspersönlichkeit im Dritten Reich bekannt, die „Autarkie“ als Schlagwort propagiert oder als unverzichtbaren Teil einer NS-Lebensraumpolitik ausgegeben hätte.

2. Einige beiläufige Bemerkungen von Herrn Petzina könnten den Eindruck erwecken, als ob Autarkiepolitik Teil irgendwelcher Bestrebungen gewesen wäre, „ein antiliberales Wirtschaftssystem zu errichten“ (Seite 10). An anderer Stelle heißt es kurz : “ . . . daß der Vierjahresplan Deutschland aus dem weltwirtschaftliehen Verbund herauslösen sollte“ (Seite 18). Die Lockerung eines weltwirtschaftlichen Verbundes – wenn von einem solchen nach der katastrophalen Wirtschaftskrise überhaupt in dieser konkreten Form in den Dreißiger Jahren die Rede sein konnte – war höchstens die zwangsläufige Folge von Devisenmangel und Exportrückgang, nicht aber ein etwa angestrebtes Ziel.

3. Petzina weist selbst darauf hin, daß die mangels anderen Dokumentenmaterials „wichtige Quelle seiner Untersuchungen“ Material des ehemaligen Wehrwirtschafts- und Rüstungsamtes gewesen sei, das Oberst Thomas leitete. Dieses Material darf für historische Untersuchungen nur mit einer gewissen Vorsicht benutzt werden. Mir war Oberst Thomas persönlich gut bekannt, zumal er verwandtschaftlich mit der Niederlausitzer Tuchindustrie verbunden war, daher weiß ich auch zuverlässig, daß er damals und später eng mit Schacht liiert war. Das erklärt vielleicht zum Teil, daß Thomas in seinen umfangreichen Ausarbeitungen, Vermerken und Protokollen vieles einfach durch die Brille Schachts sah, und Schacht neigte – vorsichtig ausgedrückt – beileibe nicht zu großer Objektivität, wenn er argumentierte.

4. Mindestens in drei wichtigen Punkten hatte Schacht eindeutig völlig Unrecht.

a) Er maßte sich mit übergroßer Überheblichkeit und in einem unmöglichen Stil an, die Landwirtschaftspolitik des Reichsernährungsministers Darres zu kritisieren und Abänderungen zu verlangen, obwohl Darre ihm keinesfalls unterstellt, sondern gleichgestellt war. Ich erhielt zur damaligen Zeit laufend Kopien der gewechselten Briefe über diese Zusammenhänge von beiden Seiten.

b) Schacht verweigerte die Zuteilung von Devisen an das REM, die diese zu Recht angefordert hatte, um den ihm, Schacht, unterstellten Wirtschaftsbereich mit Devisen ausreichender versorgen zu können. Er wollte also als Richter in eigener Sache fungieren.

c) Die Tatsache, daß Schacht als Reichsbankpräsident die Devisen verwaltete, bedeutete keineswegs den Besitz einer Verfügungsgewalt. Einigten sich zwei Ressorts nicht, so stand die Entscheidung nur dem Reichskanzler zu. Hitler übertrug daher auch folgerichtig die Entscheidungsbefugnis über die Devisen für die Zukunft Göring als seinem (quasi Reichskanzler-Stellvertreter).

d) Gegenüber Keppler und später auch Göring nahm Schacht den Standpunkt ein, die Herstellung von Ersatzstoffen (wie er das zu nennen beliebte, obgleich diese Bezeichnung verpönt war) wäre nur „wirtschaftlich vertretbar“, wenn sie nicht teurer wären als ausländische Rohstoffe. Diese Behauptung war ebenso willkürlich wie unlogisch. Sie richtete sich vorwiegend gegen Buna, gegen deutsches Eisenerz und chemische Fasern. Wenn wir nicht genug Devisen zur Verfügung hatten, um unseren Bedarf an diesen Rohstoffen decken zu können, so konnte unmöglich daraus der Schluß gezogen werden,  kein teures Buna oder teure chemische Fasern zu verwenden.

Es wäre etwa ebenso logisch gewesen, wenn Schacht sich auf den Standpunkt gestellt hätte: Wenn wir nicht gewinnbringend exportieren könnten, müßte eben der Export unterbleiben, weil ein Exportverlust wirtschaftlich „nicht vertretbar“ wäre.
Hier nahm aber Schacht eine völlig andere Stellung ein. Im „neuen Plan“ wurde u.a. der Export massiv durch Exportzuschüsse gefördert, die bis zu 60% der erzielbaren Verkaufspreise gingen. Die Motive Schachts waren also offensichtlich andere als „wirtschaftliche Vertretbarkeit.“

5 . Petzina schreibt über die Zeit der Devisenkrise 1936 u.a.:

„Göring versuchte zunächst einer Entscheidung auszuweichen, indem er die Erfassung aller „in deutschem Besitz befindlichen ausländischen Wertpapiere, sowie die beschleunigte Eintreibung deutscher Warenaußenstände und die mögliche Realisierung deutscher Auslandsbeteiligungen anordnete.“

Es wird hier verkannt, daß die „Devisenkrise „ganz überwiegend darauf zurückzuführen war, daß die exportierende Wirtschaft, besonders in deh letzten zwölf Monaten, eine Tendenz an den Tag gelegt hatte, nicht auf schnelle Bezahlung der Außenstände zu drängen; ihr war es vielfach lieber, auf alle Fälle frei verfügbare Devisenguthaben im Auslande zu wissen und daher auf ihre prompte Bezahlung nicht nur nicht zu drängen, sondern – wie es schien – sie in manchen Fällen sogar ….?

Ich selbst hatte diesen Tatbestand durch Stichproben in meinem Handelskammerbezirk ermittelt und Keppler eine entsprechende Aktion der Reichsbank angeraten, die auch prompt ausreichenden Erfolg hatte. Es handelte sich daher keineswegs um die „Ausschöpfung der letzten Ressourcen“, wie Petzina meint, sondern um die Beseitigung einer Fehlentwicklung.

Was hatte es also mit der Autarkie tatsächlich auf sich? Petzina weist mit Recht darauf hin, daß der Begriff Autarkie eine weit zurückreichende Geschichte hat . Im „Ploetz – Auszug aus der Geschichte -“ wird das Wort „Autarkie“ im Sachregisterverzeichnis auf fünf Seiten aufgeführt, zum ersten Mal in archaischer Zeit, zum zweiten Mal wird das Wort erwähnt in der ägyptischen Geschichte unter den Ptolomäern, dann im Rahmen der Wirtschaftspolitik Mexikos während des zweiten Weltkrieges und schließlich im Zusammenhang mit der Wirtschaftspolitik Argentiniens zwischen 1944 und 1946. Der Brockhaus 1921 definiert Autarkie „als Wirtschaftsform eines Staates, der infolge des Besitzes von fruchtbarem Boden, Bodenschätzen und Kraftquellen (Kohle und Wasser) vom Ausland wirtschaftlich unabhängig ist“. Das alles waren wir leider nicht. Was fälschlicherweise als Autarkiepolitik angegriffen wird oder wurde, war nichts anderes als durchdachtes, intensives, umfassendes, pragmatisches Handeln in einer wirtschaftlichen Krisenlage. Das hatte mit Weltanschauung oder nationalsozialistischem Gedankengut überhaupt nichts zu tun.

Dies ist vielleicht der geeignete Platz, noch einigen anderen Irrtümern entgegenzutreten:

Ich bin z.B. von Historikern gefragt worden, ob die Wirtschaftsadministration in ihrem Handeln durch nationalsozialistische Philosophien oder weltanschauliche Zielsetzungen beeinflußt oder behindert wurde. Das wurde sie nicht. Politische Begriffe wie Rassismus, Lebenraumerweiterungen oder gar Germanisierung, waren im wirtschaftspolitischen Bereich einfach nicht vorhanden. Die Germanisierung war eher eine Privatphilosophie Himmlers im SS-Bereich, von der verschwommenen Idee ausgehend, daß germanische Erbrassen wertvoller wären als andere Rassen und daher Beziehungen zu Völkern germanischen Ursprungs besonders eng geknüpft werden müßten. In der Wirtschaftspolitik hatten solche Träume keinen Platz. Es wurde auch in keiner Weise an die in der Wirtschaftspolitik Tätigen herangetreten, um Einfluß zu gewinnen. Die Wirtschaft und die Wirtschaftspolitik hatten im Dritten Reich auch in der Außenpolitik nichts zu suchen. Wir wurden an der Gestaltung der Außenpolitik in keiner Weise beteiligt. Wenn Entscheidungen getroffen waren, wurden wir nur spät und unvollkommen informiert.

Zuständig für die Außenpolitik war natürlich theoretisch das Auswärtige Amt, aber das war mehr Theorie. Denn die echte Außenpolitik spielte sich im kleinsten Kreise auf hoher Ebene ab:

Hitler, Reichsaußenminister, sein Staatssekretär, einige Ministerialdirektoren des AA und wichtige Botschafter. Das Auswärtige Amt war in seiner Ministerialbürokratie etwa in gleicher Weise besetzt wie eh und je. Daran hat auch von Ribbentrop nichts geändert, obwohl er mit drastischen Plänen umging. Es gab nur einen Teil der Außenpolitik, auf dem die Bürokratie des Auswärtigen Amtes eine Priorität beanspruchte und weitgehend durchsetzte, und das war
der Abschluß von Außenhandelsverträgen. Hier wachte die Leitung und Büro kratie des Auswärtigen Amtes eifersüchtig darüber, daß sie die Richtlinien der Außenhandelsverträge zu bestimmen hätten, was immer man sich darunter vorstellte. Die Richtlinien ergaben sich fast zwangsläufig aus dem Klima, das mit den einzelnen Staaten bestand, aber im übrigen ist die Aushandlung von Außenhandelsverträgen ja eine ganz pragmatische Sache. Das Auswärtige Amt konnte beim Wirtschaftsministerium zwar darauf drängen, daß die nie endenwollenden Wünsche Italiens einigermaßen befriedigt oder Spanien bedeutende Zusagen für Lieferungen gegeben würden, falls es auf unserer Seite in den Krieg einträte (was nicht möglich war) oder daß schließlich die Handelsvertragswünsche Südeuropas möglichst pfleglich behandelt werden sollten. Hier aber endete schon der politische Einfluß.

Wenn ich im vorhergehenden von „Wirtschaftsadministration“ gesprochen habe, so meine ich damit nicht nur das Reichswirtschaftsministerium, sondern auc h die ministerielle Organisation des Vierjahresplanes. Sie war nicht sehr umfangreich, und ich kannte so ziemlich alle dort Tätigen. Aber ich kann mich an keinen einzigen entsinnen, der behauptet hätte, er wäre aus Überzeugung Anhänger des Nationalsozialismus, oder dem es, hätte er dies behauptet, geglaubt worden wäre. Auch im Reichswirtschaftsministerium waren engagierte Nationalsozialisten eine absolute Minderheit. Es ist schon möglich, daß neu eintretende Assessoren oder Regierungsräte ein Parteibuch hatten, aber eine Rolle spielte das eigentlich nicht, denn wir waren ja nicht im eigentlichen Sinne mit Politik befaßt. Die Unterschiede lagen mehr im Temperament: Wir Nationalsozialisten legten weniger Vorsicht, weniger Ängstlichkeit, weniger Bürokratismus an den Tag und wir besaßen möglicherweise mehr Verantwortungsfreudigkeit, mehr Durchsetzungsfähigkeit, mehr Tempo, vielleicht auch mehr sachliches Engagement.

Schließlich und wohl hauptsächlich waren wir Nationalsozialisten optimistisch, die Bürokratie von eh und je und jetzt noch mehr eher pessimistisch und skeptisch.

Der Bewegungsspielraum für die Wirtschaftsadministration war gering. Alles drehte sich um die „Ressourcen“, ihre Vergrößerung so weit es in unserer Möglichkeit lag, das sparsame Umgehen mit ihnen, das sinnvolle Verteilen in der Gegenwart und Vorbereitung für eine schwärzer werdende Zukunft. Über die zuständigen Militärbefehlshaber berieten wir die Administration in den besetzten Gebieten 1943 fuhr ich mit meinem Minister Funk nach Italien, um unseren Bundesgenossen zu beraten, wie er mit seinen Ressourcen besser haushalten könnte. Im Laufe der letzten Kriegsjahre war natürlich immer das Hauptproblem, Ressourcen für die Rüstung frei zu machen und trotzdem das Wirtschaftsleben aufrecht zu erhalten, so gut es ging.

Für uns war das nicht Politik. Es war Krisenmanagement im wahrsten Sinne des Wortes. Deswegen habe ich auch mein Buch „Krisenmanager im Dritten Reich“ genannt.

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Machtstrukturen

Eike Henning nimmt in einem Beitrag zu dem Sammelband „Wirtschaft und Rüstung am Vorabend des Zweiten Weltkrieges“ an einer Stelle daran Anstoß, daß für Ernst Nolte“ in der Führerbewegung nur der Führer verbindliche Aussagen machen kann“. Das war aber in der Tat so. Hitlers Macht drückte sich darin aus, daß er Partei und Staat total regierte. Personelle Entscheidungen in der obersten Führungsregion von Partei und Staat konnten nur von ihm und wurden nur von ihm getroffen. Das galt für Reichsminister, Reichsstatthalter und Botschafter im Staat ebenso wie für die höchsten SA- und SS-Führer sowie Reichsleiter und Gauleiter in der Parteiorganisation. Jeder dieser Machtträger konnte zu jedem Zeitpunkt abberufen werden, ohne daß es vorstellbar gewesen wäre, daß er je Widerstand geleistet oder sich gar damit durchgesetzt hätte. Das gilt ganz merkwürdigerweise auch noc h für die Zeit des letzten halben oder dreiviertel Jahres des Krieges, als Hitler – meiner Meinung nach – gar nicht mehr regierungsfähig war. Es erstreckt sich auch auf die ranghöchsten Machtausübenden, wie z.B. Göring oder Himmler (oder auf Gauleiter); sie alle besaßen gewissermaßen nur eine abgeleitete Macht.

Es wäre nicht vorstellbar gewesen, daß die Macht, die einer der Großen hatte, von ihnen gegen Hitler hätte eingesetzt werden können. Natürlich gab es aber Per sönlichkeiten, die großen Einfluß hatten. Aber Macht und Einfluß sind ganz verschiedene Kategorien. Der Führungsstil Hitlers, über den ich noch getrennt schreiben will, war in allen Bereichen darauf abgestellt, daß er selbst so „wenige Entscheidungen wie möglich“ treffen wollte. Er wollte auch nicht laufend ohne Not über alles Geschehen oder auch das wichtigste Geschehen in allen Bereichen informiert oder gar um Weisungen gebeten werden. Hitler bildete für sich zeitlich und sachlich Entscheidungsschwerpunkte, auf die er sich ausschließlich konzentrierte. Es kam allerdings auch vor, daß er – eher selten – Entscheidungen zu Einzelproblemen an sich zog.

Aber generell galt, daß z.B. jeder Gauleiter, Reichsminister oder „Reichskommissar“ in besetzten Gebieten alles nach eigenem Ermessen entscheiden konnte, es sei denn, er traute sich selbst in einem bestimmten Fall eine eigene Entscheidung nicht zu. Dasselbe Prinzip galt auch für Sonderbevollmächtigte auf allen Stufen.

Es mußte von niemandem, der Vollmachten oder Befugnisse besaß, mit Gremien oder Personen „Übereinstimmung“ herbeigeführt werden. Auf diesem – gefährlichen – System beruhte die Schlagfertigkeit und Schnelligkeit, mit der eine Riesenorganisation zeitweise über weite Teile Europas unbürokratisch funktionierte.

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„Faschismus“  im Dritten Reich – kommunistischer Etikettenschwindel

Schlägt man den „Ploetz“, Auszug aus der Geschichte, Ausgabe 1968, auf, so liest man in der Zusammenfassung zu Neueste Geschichte auf Seite 1211 u .f. .

„Während sich die bolschewistische Herrschaft mit aller Rücksichtslosigkeit innerpolitisch durchsetzt und Rußland sich zur gewaltigen Industriemacht entwickelt, krankt Europa an den Gegensätzen, die im Jahre 1919 nicht beseitigt, sondern vervielfacht worden sind. Verfassungspolitisch ist dies begleitet von einer allgemeinen ‚Krise der Demokratie‘, wirtschaftspolitisch von einem Zurückbleiben des Potentials der europäischen Staaten gegenüber der Entwicklung der großen Weltmächte. Der heraufkommende Gegensatz zwischen dem weltrevolutionären bolschewistischen Rußland einerseits, den Vereinigten Staaten von Amerika und Westeuropa andererseits wird in den Dreißiger Jahren überdeckt durch die Expansionspolitik der im Gegensatz zu den anderen großen Völkern eingeengten Deutschen, Italienern und ]apanern. In Italien und Deutschland werden im Faschismus und Nationalsozialismus neue politische Ideologien und Verfassungsformen entwickelt, in denen die Krise der Demokratie überwunden und die militante Abwehr gegen den Bolschewismus  ausgedrückt sein soll.“

In historischen Beiträgen zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Dritten Reiches stößt man vor allem bei „Historikern“ in der „DDR“ darauf, daß „Nationalsozialismus“ generell durch „Faschismus“ ersetzt wird. Die in der „DDR“ heranwachsenden Generationen sollen gar nicht erfahren, daß es National s o z i a 1 i s t e n gab oder gar, daß die NSDAP eine „Arbeiter-Partei“ war. Gleichzeitig soll dadurch offenbar der „Kapitalismus“ als mit schuldig – oder gar Hauptschuldiger – am Kriege einbezogen und abgestempelt werden, in dem die Unternehmer einer „faschistischen Machtstruktur“ bezichtigt werden. Diese Verfremdung wird auch erstaunlich unbekümmert von nicht wenigen „Historikern“ und „Historiographen“ in der Bundesrepublik Deutschland übernommen, obwohl sie wissen müßten, daß es sich um echte Geschichtsfälschung handelt.

Es hat nun einmal im Dritten Reich keine Faschisten, keine faschistischen Machtstrukturen und keine faschistische Organisation gegeben. Der Name „Faschismus“ oder „faschistisch“ wurde auch von Gegnern des Nationalsozialismus im Dritten Reich nie gebraucht, und noch nicht einmal von den Siegern, als sie das Deutsche Reich besetzten. Sie sprachen schlicht von „Nazis und Nazismus“.

In seinem Buch „Die deutsche Diktatur – Entstehung, Struktur und Folgen des Nationalsozialismus“ hatte der Historiker Karl Dietrich Bracher als Erster eine staatspolitisch relevante deutsche Gesamtdarstellung des Nationalsozialismus gegeben. Erfreulicherweise hat er diese Arbeit jetzt ergänzt durch das Buch „Zeitgeschichtliehe Kontroversen zum Faschismus, Totalitarismus, Demokratie“ (Serie Piper, Band 142).

Das Wort „Totalitarismus“ führt Bracher als einen Oberbegriff ein, in dem sich alle Bedrohung der Freiheit“ vereinigt. Er definiert komprimiert die Merkmale des Totalitarismus – mögen sie nun rechts oder links sein – so:

„Ausschließlicher Führungsanspruch einer Partei und Ideologie, volle Kontrolle aller Kommunikationsmittel und aller Mittel des Zwanges.“

Bracher weist darauf hin, daß auch wenn das totalitäre System, wie der sowjetische Kommunismus, mit kollektiver Führung beginnt, die Tendenz zum „Führerkult“ immanent ist: Stalin, Mao, Castro.

Der Begriff „Faschismus“ oder „faschistisch“ hat in den letzten Jahren zunehmend seinen ursprünglichen Sinn verloren, wenn er je einen hatte. In einer Betrachtung über Brachers Buch schreibt Joachim Besser, früher Chefredakteur des Kölner Stadt-Anzeiger, u.a.:

„Wer ist eigentlich ein Faschist? Darauf ließe sich, wenn man eine Summe aus vielen politischen Diskussionen ziehen will, antworten: jeder, der mir nicht paßt.
In der Tat ist die Faschismus-Diskussion ins Ideologische entartet. Sie hat völlig den historischen Boden unter den Füßen verloren.
Jedes nicht westlich-demokratische System wird so schlagwortartig anqualifiziert, obwohl es vielleicht nur einige wenige `faschistische´ Elemente in sich trägt, wenn überhaupt. Strauss wird als Faschist bezeichnet. Linke Studenten erhielten den gleichen Vorwurf von Günter Grass zugespielt und die radikalen Linken wiederum nennen simplifizierend alle, die nicht ihrer Meinung sind, Faschisten.
Die Moskauer Propaganda läuft auf gleichen Touren. Wer dem Kreml widerspricht, ist ein Faschist, und Sozialdemokraten sind der Einfachheit halber `Sozialfaschisten´. Ein so verwendeter Begriff wird sinnlos, man schämt sich, ihn noch zu gebrauchen.“

Eins steht jedenfalls fest, wer mit dem Wort „faschistisch“ in der Geschichte des Dritten Reiches um sich wirft, will nicht geschichtliche Tatbestände klären, sondern vernebeln oder verfälschen.

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Hitlers Führungsstil

Als ich Ende 1934 vom „Beauftragten des Führers und Reichskanzlers für Wirtschaftsfragen“, Wilhelm Keppler, nach Berlin berufen wurde, stürzte ich mich nicht nur in die mir zugedachte spezielle Arbeit. Als Provinzler wollte ich auch von vornherein möglichst viel über die politische Landschaft in Erfahrung bringen, in der ich arbeiten sollte: über die wichtigsten Persönlichkeiten in der neuen Ära und ihre Eigenheiten, über die wirtschaftspolitischen Ziele der Partei, über die beabsichtigte Regierungsorganisation, über Hitlers Arbeitsweise, über Informationsfluß und über Entscheidungsprozesse und vieles mehr.

Die wichtigste Informationsquelle war für mich damals zunächst Keppler selbst, der Hitler seit Jahren gut kannte. Bald lernte ich viele Persönlichkeiten aus Partei und Staat kennen und begann, mir selbst ein gewisses Bild zu machen. Meine Erkenntnisse wurden noch vertieft und überwiegend bestätigt, als ich später im Wilhelm-Straßen-Prozeß über ein Jahr lang auch täglichen Umgang mit Lammers und Meissner hatte, die die Reichskanzlei bzw. die „Präsidialkanzlei“ geleitet hatten. Sie bestätigten nachträglich fast in allem das Bild, das ich schon früher über das gewonnen hatte, was ich als „Hitlers Führungsstil“ bezeichnen möchte.

Keppler hatte mir in den Anfangswochen unserer Zusammenarbeit einmal gesagt:

„Sie als präziser und in Ordnungskategorien denkender Preuße (noch dazu aus Brandenburg an der Havel) werden sich schwer tun die Denk- und Arbeitsweise Hitlers nachzuvollziehen. Denn erhat in vielem doch eher das Temperament und vielleicht auch die Denkweise eines österreichischen Künstlers.“

Als Keppler ihn bedrängt hatte, das noch aus dem Jahre 1923 stammende, äußerst unzulängliche und kleinkarierte so genannte Programm der NSDAP, das z.B. für die Wirtschaft überhaupt keinen Aussagewert habe, zu revidieren, lehnte Hitler das strikt ab. Seiner Meinung nach war die Arbeit an Parteiprogrammen schädlich, weil die Diskussion darüber die Einheit der Partei durch Meinungsverschiedenheiten unterhöhlt, und außerdem zwecklos, da fortlaufend neue Probleme auftreten, deren Lösung nicht durch abstrakte theoretische Festlegungen behindert werden dürfe. Hitler habe sich – so Keppler auch immer wieder entschieden gegen Staatswirtschaft gewandt, weil sie zu „unschöpferischem Bürokratismus“ führen müsse. Die größten Leistungen gingen in der Wirtschaft – wie auch sonst im Leben – von Einzelpersönlichkeiten aus. Diese müßten auch als Unternehmer genügend Bewegungsfreiheit haben, dürften aber nicht – z.B. durch Interessenverbände – Einfluß auf die Wirtschaftspolitik als Ganzes gewinnen. Dieses sei ausschließlich Sache des Staates als Treuhänder des ganzen Volkes.

Eine Entwicklung zum Ständestaat hin, wie er von Mussolini mit den Korporationen eingeleitet worden war, lehnten Keppler und Hitler strikt ab. Die Wirtschaft dürfe kein Staat im Staate werden. Aus dieser Einstellung folgte in etwa, daß der Staat sich in der Wirtschaftspolitik auf eine Art Richtlinienkompetenz beschränken und nach Möglichkeit die Durchführung im einzelnen Organisationen der gewerblichen Wirtschaft überlassen sollte, mit Pflichtmitgliedschaft ausgestattet, aber nicht nur mit gewissen Rechten, sondern vor allem auch Pflichten.

Hitler hatte auch eine hohe Meinung von „preußischer Verwaltung“. Die preußischen Beamten wären stets integer, pflichtbewußt, fleißig und auch nicht ungeschickt gewesen, wenn auch sehr konservativ beharrend und Veränderungen abhold. Er brauche daher in die eigentliche Verwaltung nicht einzugreifen. Aber Regierung und Politik bestehen keineswegs nur aus Verwaltung. Schnelle, gekonnte Reaktionen auf neue Entwicklungen könne man von der Beamtenschaft nicht erwarten. Schnelle Entscheidungen wären mcht ihre Sache. Bei den folgenden Betrachtungen klammere ich den militärischen Bereich ganz aus. Über ihn ist sehr viel geschrieben worden, und David Irving hat in seinem Buch „Hitler und seine Feldherren“ durch die undoktrinäre und wirklichkeitsnahe Darstellung erst vor kurzem einen hervorragenden Beitrag geleistet.

Aus der oben geschilderten Sicht zog Hitler – so sehe ich das – folgende Konsequenzen, die u.a. seinen Führungsstil bestimmten:

1. Er wollte selbst so wenig Zeit wie möglich mit verwaltender Regierungsarbeit verbringen. Die Reichskanzlei leitete Staatssekretär, später Reichsminister, Lammers, der früher im Reichsinnenministerium für Verfassung zuständig war – von Haus aus Jurist. Er erwies sich als Meister bei der Abfassung und Begründung von Gesetzen, Verordnungen, Erlassen und Regierungsverlautbarungen aller Art.

Die Präsidialkanzlei war – wie bekannt – zuständig für die Aufgaben Hitlers als Staatsoberhaupt, die Reichskanzlei für seine Tätigkeit als Reichskanzler. Als Leiter der Präsidialkanzlei wurde Staatssekretär, später Staatsminister, Meissner von Hindenburg übernommen. Beide Kanzleichefs hatten keine Macht, aber auf ihrem Gebiet Einfluß, insbesondere bestimmte Lammers, was Hitler in seiner Eigenschaft als Reichskanzler vorgelegt werden sollte und machte meist akzeptierte Vorschläge für erforderliche Reaktionen oder Antworten. Hitler unterschrieb sehr bald ziemlich alles, was Lammers ihm zur Unterschrift vorlegte; er vertraute ihm.

2. Besprechungen im größeren Kreise waren nach Hitlers Auffassungen Zeitverschwendung. Sie produzierten vor allem Bedenken, brachten Zeitverzögerung und behinderten zügiges Handeln. Richtige Informationen oder Aufklärung ohne Diskussionen waren, wenn überhaupt, besser und schneller durch Besprechungen unter vier Augen oder im kleinsten Kreise zu erzielen. Daher auch seine Abneigung gegen Kabinettssitzungen, aber auch z.B. gegen Tagungen und Besprechungen mit den Gauleitern in ihrer Gesamtheit. Auch den „Notenaustausch“ zwischen den Ministerien mißbilligte Hitler. Den Ministerbesprechungen sollte aber in jedem Falle Lammers beiwohnen, um – sofern er das für nötig hielte – Hitler orientieren zu können.

3. Im allgemeinen seien Ministerien und andere Verwaltungseinheiten nach ihrer Struktur, Arbeitsweise und Denkweise ungeeignet, neu auftauchende Probleme und Aufgaben zügig und wirkungsvoll zu lösen, besonders dann, wenn sie – was häufig der Fall war – auf Versäumnissen der Vergangenheit beruhten. In letzterem Falle würde jeder zuständige Minister natürlich geneigt sein, zur Selbstrechtfertigung gegen die Behauptungen einer Fehlentwicklung anzukämpfen oder die Lösung verzögerlich zu behandeln.

4. Aus alldem ergibt sich Hitlers besondere Bevozugung von Sonderaufträgen und Sondervollmachten aller Art. Für die Ministerialbürokratie waren sie natürlich allgemein äußerst lästig, zumal oft Abgrenzungsschwierigkeiten auftraten. Hitler blieb aber dabei und Göring ahmte ihn darin nach – übertrieb es aber -, eintretende Krisen oder neu auftretende Probleme außerhalb der üblichen Regierungsmaschinerie bearbeiten zu lassen. Hitler war dabei der Meinung, daß ideenreichen und tatkräftigen Einzelpersönlichkeiten, denen man zeitlich dringende und auch zeitlich begrenzte Aufgaben stellte, ein zügiges Arbeiten durch ausreichende Vollmachten ermöglicht werden müsse. Reibungen und Überschneidungen mit bestehenden oder sich zuständig fühlenden Organisationen oder Dienststellen
mußten dann eben notfalls in Kauf genommen werden. Eine frustrierte Behörde könne leichter ertragen werden als eine frustrierte unentbehrliche Persönlichkeit.

Dazu einige Beispiele:

Als Hitler sich zum großzügigen Ausbau der Autobahnen entschloß, wurde nicht das Verkehrsministerium, sondern Fritz Todt beauftragt. Als die Devisenlage eine Verbreiterung der Rohstoffbasis erforderte, wurde nicht das Reichswirtschaftsministerium, sondern Wilhelm Keppler beauftragt, „alle diejenigen wirtschaftlichen Maßnahmen durchzuführen, welche in Anbetracht der Devisenlage erforderlich sind, um ausländische Rohstoffe durch solche aus inländischer Erzeugung zu ersetzen.“

Als dies sich als unzureichend erwies, erhielt Göring (nicht Schacht) wegen seiner bewährten Durchschlagskraft eine umfassende Vollmacht auf diesem Gebiete. Als inflationäre Erscheinungen das Preisniveau 1936 in Bewegung brachten, wurde nicht das Reichswirtschaftsministerium und Reichsernährungsministerium angewiesen, dem in ihren Bereichen entgegenzuarbeiten, sondern Gauleiter Josef Wagner wurde „Preiskommissar“ mit weitreichenden Vollmachten, weil die zuständigen Ministerien die Entwicklung verschlafen hatten.

5. Alles, was bis hierher geschildert wurde, hat eine stark formalistische Komponente. Der Führungsstil Hitlers beschränkte sich aber darauf keineswegs.

Hitler empfand sich – mit vollem Recht – als plebiszitärer Führer. Das Volk hatte sich für ihn entschieden, nicht in erster Linie für die NSDAP. Und er hielt die Durchführung seiner Ziele, die er anstrebte, nur für gesichert, wenn seine Autorität in Volk und P a r t e i völlig unangefochten war.

Partei- „Nebenregierung“ war für ihn unakzeptabel, ja unvorstellbar. Nach dem Röhm-Putsch – der entgegen manchen Behauptungen von Historikern und solchen, die es sein möchten, ein echter Putsch war (ich habe im Gau Kurmark regional Einblick in ihn gehabt) – war sein Führungsstil darauf gerichtet, hier ganz klare Verhältnisse zu schaffen.

„Machtstrukturen“ sollte es nicht geben. Nach dem Putsch wurde die SA hinsichtlich ihrer Aufgaben sowie personell entmachtet und führte nur noch ein Schattendasein; darüber hinaus wurde den Gauleitern – soweit noch notwendig – unübersehbar klar gemacht, daß sie nur regionale Aufgaben und Befugnisse und keinen darüber hinausgehenden Einfluß hätten. Es gab kein NSDAP-„Politbüro.“

6. Die Geschichte der Gauleiter, ihrer Funktionen und ihrer Arbeitsweise ist in einer hervorragenden zeitgeschichtlichen Forschungsarbeit festgehalten worden: Peter Hüttenherger „Die Gauleiter – Zum Wandel des Machtgefüges in der NSDAP“.

Diese Arbeit ist von besonderer Qualität und gibt m.E. die Wirklichkeit des Dritten Reiches zutreffend wieder. Die Zusammenfassung und der Gesamtüberblick auf der Rückseite des in der Schriftenreihe der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte herausgegebenen Artikels ist m.E. formal und tatsächlich optimal.

7. Es gehörte auch zu Hitlers Führungsstil, daß er aus den Reihen der Gauleiter immer wieder Leute seines Vertrauens mit Sonderaufgaben im Staat betraute, wie Bürckel, Sauckel, Lohse, Josef Wagner, Koch, Kube, und daß er ihnen – oft über die Grenze des Möglichen und Einträglichen hinaus – die in der Gemeinsamkeit alter Tage gewachsene Treue hielt.

Erteilte aber Hitler solche Aufträge, so waren die betreffenden Persönlichkeiten nicht in ihrer Funktion als Gauleiter tätig, sondern als Staatskommissare, die Hitler in seiner Eigenschaft als Reichskanzler und nicht in seiner Eigenschaft als Parteiführer unterstanden.

Abschließend muß eindeutig festgehalten werden:

Es gab niemanden in Partei und Staat, den Hitler nicht in jedem Augenblick aus seiner Position hätte abberufen können: Diese Gesamtkonstruktion schloß es aus, daß Hitler mit Querelen aller Art hätte kämpfen müssen. Insoweit war dieser Zustand eine wichtige Voraussetzung für seinen Führungsstil; er brauchte weder Arbeitskraft noch Zeitaufwand zu verschwenden, um mit Widerständen in Partei oder Regierung zu kämpfen. Und dieser Zustand der Omnipotenz dauerte – ganz unverständlicherweise – auch dann noch fort, als Hitler längst die Schwelle der Regierungsfähigkeit überschritten hatte, was nach meinen Beobachtungen und Vorstellungen spätestens im Juni 1944 der Fall war.

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„Deutscher Sozialismus“ im Dritten Reich

Als die NSDAP unter dem Namen „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“ gegründet wurde, geschah das zweifellos im bewußten Gegensatz zum internationalen Marxismus und besonders auch unter scharfer Ablehnung von dessen Grundidee, nämlich der Notwendigkeit des Klassenkampfes. An seine Stelle sollte der „Deutsche Sozialismus“ treten, der keine Apparatur, kein Programm, sondern eine Gesinnung war.

Im Brockhaus 123 ist das Stichwort „Sozialismus“ wie folgt formuliert:

„Der Inbegriff der weltanschaulichen und ökonomischen Theorien und praktischen Maßnahmen, die eine neue Lebens- und Wirtschaftsordnung unter stärkster Betonung der Wirtschaftsidee erstreben, im Gegensatz zu den individualistischen Auffassungen von Wirtschaft und Gesellschaft.“

Genau das war die vage Idee des deutschen Sozialismus. Hitler rief nicht zum Kampf aller gegen alle auf, sondern zur Volksgemeinschaft „aller Deutschen“. Dem Klassenkampf von rechts und links galt sein politischer Kampf. Das bald eingeführte Wort vom „Arbeiter der Stirn und der Faust“ sollte eine Kluft zwischen Handarbeitern und geistig Arbeitenden schließen und das soziale Empfinden des Volkes ansprechen. Staat und Partei aber sollten die Aufgabe und die Pflicht haben, im Auftrag des Volksganzen den Schwachen im Volke zu helfen, sich selbst zu helfen. Mit dieser Zukunftsvision, gepaart mit der Forderung nach der Befreiung vom Versailler Diktat, wurde Hitler Führer einer Massenbewegung und schließlich Kanzler des deutschen Reiches. Von Gregor Strasser, dem Fraktionsvorsitzenden der NSDAP im Reichstag, stammt dazu das Wort von der „antikapitalistischen Sehnsucht des deutschen Volkes“ (so Gauleiter Jordan in seinem Buch „Im Zeugenstand der Geschichte“). Diese „antikapitalistische Sehnsucht“ erfüllte nach meiner Kenntnis auch die überwältigende Mehrheit der für das innenpolitische Geschehen stark bestimmenden Gauleiter sowohl nach ihrem Werdegang als auch nach ihren Lebenserfahrungen. Insoweit würde man sie nach heutigen Vorstellungen zweifellos als „Linke“ einstufen, mindestens als „links von der Mitte“ eingruppieren. In der Zeit zwischen der Machtübernahme und der ersten Reichstagswahl im Dritten Reich, im März 1933, stellte Keppler an Hitler die Frage, ob es nicht an der Zeit sei, den Namen der Partei zu ändern, nachdem doch jetzt von der Partei das ganze deutsche Volk angesprochen würde und die Mitglieder zu einem sehr hohen Anteil aus der Landwirtschaft und dem kleinbürgerlichen Mittelstande stammten. Hitler wies das ohne Besinnen zurück. Der Name der Partei solle und müsse so bleiben, wie er jetzt laute: Arbeiterpartei (nicht Partei der Arbeiter). Das bedeutete f ü r die Arbeiter – und das sei gut so. Es müßten sich alle Nationalsozialisten immer wieder einprägen, daß die Arbeiter am meisten der Hilfe der Partei bedürften. Die übrigen Berufsgruppen könnten sich schon eher selbst helfen.

Nach dem 30. Januar 1933 wurde nur wenig Zeit verloren, um die Grundgedanken einer Beendigung des Klassenkampfes durchzusetzen. Die Organe des Klassenkampfes, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, wurden aufgelöst. Der traditionelle Feiertag der Werktätigen, der 1. Mai, wurde am 1. Mai 1933 als Tag der „nationalen Arbeit“ zu einem Feiertag des ganzen Volkes erklärt.

Die Beziehungen zwischen Unternehmern und Betriebsangehörigen wurden sehr bald durch das „Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit“ auf eine ganz neue Basis gestellt und ein staatlicher Schutz für die Arbeiter durch das „Gesetz über die Treuhänder der Arbeit“ geschaffen.

Da heißt es in § 3:

„Bis zur Neuordnung der Sozialverfassung regeln die Treuhänder anstelle der Vereinigungen von Arbeitnehmern, einzelnen Arbeitgebern oder der Vereinigung von Arbeitgebern für die beteiligten Personen die Bedingungen über den Abschluß von Arbeitsverträgen… Im übrigen sorgen die Treuhänder für die Aufrechterhaltung des Arbeitsfriedens. Sie sind zur Mitarbeit un einer neuen Arbeitsverfassung berufen.“

Die Treuhänder der Arbeit wurden im wesentlichen nicht als Berufsbeamte bestellt, sondern als Persönlichkeiten von bewährter sozialer Gesinnung und Vergangenheit.

Im folgenden Jahr wurde das „Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit“ und auch das „Treuhändergesetz“ geschaffen. Im übrigen wurde die Durchführung des deutschen Sozialismus, so möchte ich das nennen, von Adolf Hitler Robert Ley, dem Reichsorganisationsleiter der NSDAP, übertragen, indem er ihn mit der Schaffung der deutschen Arbeitsfront als Nebenorganisation der NSDAP beauftragte. „Betriebsführer“ und „Arbeitnehmer“ sollten in gleicher Weise Mitglied der DAF sein.

Über Robert Ley schreibt Joachim C. Fest in seinem Buch  „Das Gesicht des Dritten Reiches“:

“Die Erscheinung Robert Leys hingegen in ihrem zugleich schwächlichen, verstiegenden und derben, insgesamt aber dürftigen Zuschnitt legte den Verzicht auf einen zusätzlichen Beitrag um so eher nahe, als die persönlichen Strukturen sich in diesem Falle sich mit denen einiger Partner aus dem Gefolge Hitler weitgehend decken.“

Die Bemerkung zeugt von einer völligen Unkenntnis der Wirklichkeit des Dritten Reiches, und wahrlich nicht nur in diesem Falle. Robert Ley war eine der bedeutendsten, eigenständigsten Persönlichkeiten im Dritten Reich; von großem Ideenreichtum, großer motorischer, schwer zu bremsender Durchsetzungskraft und einem nie erlahmenden Idealismus und Willen, dem deutschen Arbeiter in seiner Gesamtheit zu einem besseren Leben zu verhelfen, so weit es nur irgendwie in seiner Macht stand. Insoweit war er der Ideenträger des „deutschen Sozialismus“ schlechthin.

Die DAF vermochte mit der Autorität einer Parteiorganisation das an Lohn für die Arbeiter zu erkämpfen, was im Frieden betrieblich, gesamtwirtschaftlich und im Rahmen der erstrebten Preisstabilität irgend möglich war. Dabei nahmen zunehmend neben der Lohnhöhe selbst im Laufe der Jahre umfangreiche Nebenleistungen der verschiedensten Art einen besonderen Raum ein.

Im folgenden soll nur ein kurzer Überblick gegebenwerden durch ein Zitat aus der Schriftenreihe der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte Nr. 19 von Peter Hüttenherger „Die Gauleiter“ – eine in jeder Beziehung sorgfältig recherchierte und objektiv wertende historische Arbeit:

„Die Übernahme der Gewerkschaftsvermögen und das Einkommen der Mitgliedsbeiträge machten die DAF zu einer außerordentlich finanzstarken Organisation. Als „angeschlossener Verband“ der NSDAP besaß sie im Gegensatz zu den Gliederungen der NSDAP eigenes Vermögensrecht. Der Reichsschatzmeister der NSDAP hatte nur bestimmte Aufsichts- und Revisionsvollmachten, war aber nicht Verwalter des DAF – Vermögens. Mit ihren (1938) rund 23 Millionen Mitgliedern war die DAF zahlenmäßig fast fünfmal so stark wie die NSDAP und während viele NSDAP-Gaue in den ersten Jahren des Dritten Reiches noch immer verschuldet waren, konnte die DAF eigene Banken und po tente wirtschaftliche Organisationen errichten und ihren Einfluß kontinuierlich ausdehnen. Ley, dem  Gauleiter Wahl „krankhafte Organisationswut“ nachsagte und der tüchtige Organisatoren wie Selzner zur Seite hatte, baute ab Januar 1934 das Reichsheimstättenamt auf, das bis 1936 über 200.000 Bauprojekte in Angriff nahm. Die DAF errichtete zahlreiche Schulen und Werkstätten für Berufserziehung und Umschulung, in denen nach Aussagen Leys bis 1936 250.000 Lehrkräfte beschäftigt und 2,5 Millionen Arbeitnehmer geschult wurden. Sie organisierte die Reichsberufswettkämpfe und gab in eigenen Verlagen 88 Fach- und Berufszeitschriften mit einer Gesamtauflage von I0 Millionen Exemplaren, außerdem eine Reihe von politisch propagandistischen Zeitschriften heraus (‚Arbeitertum‘, ‚Schönheit der Arbeit‘, ‚Der Aufbau‘). Sie überwachte und leitete Einrichtungen zur Förderung der Volksgesundheit, das Riesenunterneh men ‚Kraft durch Freude‘, baute Tausende von Grünanlagen, Hunderte von Sportplätzen und Schwimmbädern, unterhielt  igene Theater, ein Reichssymphonieorchester usw. , besaß ein Volksbildungswerk und einen sogenannten ‚Arbeiterdank‘ zur Betreuung von Wehrmachtsreservisten. Zur Schulung der eigenen Funktionäre betrieb die DAF 9 Reichsschulen und 40 Gauschulen. Sie finanzierte auch die Parteischulen in den ‚Ordensburgen‘ Vogelsang, Sonthofen und Grössinsee, die Ley in seiner Eigensechaft als Reichsorganisationsleiter der NSDAP unterstanden. Letztere waren ein Beispiel dafür, daß die Mittel und der Apparat der DAF auch dem Reichsorganisationsleiter zugute kam und dessen Stellung stärkten.“

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Motor der Außenpolitik Hitlers: Furcht vor dem Bolschewismus

Zwei Jahre war ich nach dem Kriege in alliierten Internierungslagern, zwei Jahre im Justizpalast in Nürnberg und zwei Jahre im Zuchthaus in Landsberg. Ich hatte damals ausreichend Zeit, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachzudenken. In bezug auf die Vergangenheit beschäftigte mich dabei natürlich und immer wieder die Frage: was war die Motivation für Hitlers Außenpolitik? Seitdem sind 40 Jahre vergangen und ich habe einen großen Teil des historisch Relevanten über die 6 Jahre Frieden und 6 Jahre Krieg des Dritten Reiches gelesen. In bezug auf die Motivation von Hitlers Außenpolitik bin ich im wesentlichen bei der Überzeugung geblieben, die ich mir schon im Justizpalast in Nürnberg gebildet hatte:

Der alles andere überschattende Leitstern von Hitlers Außenpolitik war die Furcht vor dem Bolschewismus.

1. Im August 1936 verfaßte Hitler eine Denkschrift über die Aufgaben des Vierjahresplanes. Sie war damals nur in drei Exemplaren vorhanden. Göring war es von Hitler untersagt worden, aus ihr vorzulesen oder sie gar weiterzugeben. Sie war also zweifellos nicht für Propagandazwecke bestimmt. Sie sollte auch nicht Dritte beeinflussen. Soweit ich daraus im folgenden zitiere, sind Unterstellungen aus dem Original übernommen. Die Zitate stammen sämtlich aus dem ersten Teil der Denkschrift, der die Unterüberschrift trägt:

Die politische Lage

„Politik ist die Führung und der Ablauf des geschichtlichen Lebenskampfes der Völker. Das Ziel dieser Kämpfe ist die Behauptung des Daseins. Auch die idealistischen Weltanschauungskämpfe besitzen ihre letzten Ursachen und erhalten ihre tiefsten Antriebe aus völkisch gegebenen Lebenszwecken und Zielen. Religionen und Weltanschauungen vermögen aber solchen Kämpfen stets eine besondere Härte zu geben und verleihen ihnen daher auch eine große geschichtliche Eindringlichkeit. Sie prägen dem Inhalt von Jahrhunderten ihren Stempel auf. Es ist dann nicht möglich, für Völker und Staaten, die im Bannkreis solcher weltanschaulicher oder religiöser Auseinandersetzungen leben, sich von den Ereignissen abzusondern oder auszuschließen. 

Christentum und Völkerwanderung bestimmten den geschichtlichen Inhalt von Jahrhunderten. Der Mohammedismus erschütterte den Orient und zugleich das Abendland ebenfalls auf die Dauer von einem halben Jahrtausend. Die Reformation zog ganz Mitteleuropa in den Bereich ihrer Folgen. Es war einzelnen Staaten dabei nicht möglich, sich – sei es durch Klugheit oder durch gewollte Teilnahmslosigkeit – von den Ereignissen auszunehmen. Seit dem Ausbruch der Französischen Revolution treibt die Welt in immer schärferem Tempo in eine neue Auseinandersetzung, deren extremste Lösung Bolschewismus heipßt, deren Inhalt und Ziel aber nur die Beseitigung und Ersetzung der bislang führenden Gesellschaftsschichten der Menschheit durch das international verbreitete Judentum ist. Kein Staat wird sich dieser geschichtlichen Auseinandersetzung entziehen oder auch nur fern halten können.

Seit sich der Marxismus durch seinen Sieg in Rußland eines der größten Reiche der Welt als Ausgangsgebiet für seine weiteren Operationen geschaffen hat, ist diese Frage zu einer bedrohlichen geworden. Einer in sich selbst weltanschaulich-zerrissenen demokratischen Welt tritt ein geschlossener, autoritär weltanschaulich fundierter Angriffswille gegenüber.

Die militärischen Machtmittel dieses Angriffswillens steigern sich dabei in rapider Schnelligkeit von Jahr zu Jahr. Man vergleiche mit der heute tatsächlich geschaffenen Roten Armee die Annahmen des Militärs vor 10, 15 oder 20 Jahren, um sich ein Bild der dann eintretenden Verhältnisse zu machen.

Deutsc hland wird wie immer als Brennpunkt der abendländischen Welt gegenüber den bolschewistischen Angriffen anzusehen sein. Ich fasse dies nicht als eine erfreuliche Mission auf, sondern als eine leider durch unsere unglückliche Lage in Europa bedingte Erschwerung und Belastung unseres völkischen Lebens. Wir können uns aber diesem Schicksal nicht en ziehen.

Unsere politische Lage ergibt sich aus folgendem:

Europa hat zur Zeit nur zwei dem Bolschewismus gegenüber als standfest anzusehende Staaten: Deutschland und Italien. Die anderen Länder sind entweder durch ihre demokratische Lebensform zersetzt, marxistisch infiziert und damit in absehbarer Zeit selbst dem Zusammenbruch verfallen oder von autoritären Regierungen bcherrscht, deren einzige Stärke die militärischen JMachtmittel sind, d. h. aber: sie sind infolge der Notwendigkeit, die Existenz ihrer Führung den eigenen Völkern gegenüber durch die Brachialgewalt der Exekutive zu sichern, unfähig, diese Brachialgewalt zur Erhaltung der Staaten nach außen anzusetzen. Alle diese Länder wären unfähig, jemals einen aussichtsvollen Krieg gegen Sowjetrußland zu führen.

Wie denn überhaupt außer Deutschland und Italien nur noch Japan als eine der Weltgefahr gegenüberstehende Macht angesehen werden kann. Es ist nicht der Zweck dieser Denkschrift, die Zeit zu prophezeien, in der die unhaltbare Lage in Europa zur offenen Krise werden wird. Ich möchte nur in diesen Zeilen meine Überzeugung niederlegen, daß diese Krise nicht ausbleiben kann und nicht ausbleiben wird, und daß Deutschland die Pflicht besitzt, seine eigene Existenz dieser Katastrophe gegenüber mit allen Mitteln zu sichern und sich vor ihr zu schützen und daß sich aus diesem Zwang eine Reihe von Folgerungen ergeben, die die wichtigsten Aufgaben betreffen, die unserem Volk jemals gestellt worden sind.

Denn ein Sieg des Bolschewismus über Deutschland würde nicht zu einem Versailler Vertrag führen, sondern zu einer endgültigen Vernichtung, ja Ausrottung des deutschen Volkes.

Das Ausmaß einer solchen Katastrophe kann nicht abgesehen werden. Wie denn überhaupt der dicht bevölkerte Westen Europas (Deutschland inbegnffen) nach emem bolschewistischen Zusammenbruch wohl die grauenhafteste Völkerkatastrophe erleben würde, die seit dem Verlöschen der antiken Staaten die Menschheit heimgesucht hat.

Gegenüber der Notwendigkeit der Abwehr dieser Gefahr haben alle anderen Erwägungen als gänzlich belanglos in den Hintergrund zu treten! …

Die militärische Auswertung soll durch die neue Armee erfolgen. Das Ausmaß und das Tempo der militärischen Auswertung unserer Kräfte können nicht groß und nicht schnell genug gewählt werden!

Es ist ein Kapitalirrtum zu glauben, daß über die Punkte irgendein Verhandeln oder ein Abwägen stattfinden könnte mit anderen Lebensno twendigkeiten. So sehr auch das gesamte Lebensbild eines Volkes ein ausgeglichenes sein soll; so sehr müssen doch in g wissen Zeiten einseitige Verschiebungen zuungunsten anderer, nicht so sehr lebenswichtiger Aufgaben vorgenommen werden. Wenn es nicht gelingt, in kürzester Frist die deutsche Wehrmacht in der Ausbildung, in der Aufgabenstellung der Formationen, in der Ausrüstung und vor allem auch in der geistigen Erziehung zur ersten Armee der Welt zu entwickeln, wird De utschland verloren sein!“

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2. Dieselben Gedankengänge wurden von Hitler in einer parteiinternen Rede wiederholt, die ich selbst Ende April 1937 auf einer „Schulungstagung“ auf der Ordensburg Sonthofen hörte. Ich habe darüber in meinem Buch „Krisen manager im Dritten Reich“ berichtet:

“Durch eine zielbewußte, aber auch rücksichtslose Politik des Kommunisms habe Stalin in den letzten Jahren aus dem Bauernvolk des früheren Rußland und aus einem Volk mit einer hohen Quote von Analphabeten ein Industrievolk wirtschaftlicher Potenz in nicht weniger als 15 Jahren geschaffen. Ausgehend von der hohen Begabung und dem Fleiß des russischen Volkes, der unverbrauchten Kraft undder starken Bevölkerungszunahme werde dieser Prozeß sich beschleunigen und in einem weiteren Jahrzehnt spätestens daraus eine wirtschaftliche und militärische Kraft entstehen lassen, der Europa nichts Gleichwertiges en tgegenzusetzen habe.

`Das ist für uns eine tieftragische Situation, aber unvermeidlich. Das Reich, sagte Hitler, ist nun einmal geographisch Europas Sperre gegen den Osten. Die Aufgabe, eine Überflutung politischer, militärischer und völkischer Art abzuwehren, ist uns vom Schicksal auferlegt, und wir können der Aufgabe nicht ausweichen.´ Er habe daher im Vierjahresplan alle Schritte vorbereitet, um uns durch Aufbau einer Rüstung und einer starken, schlagkräftigen Wehrmacht Möglichkeiten zu verschaffen, dieser Drohung mit Erfolg widerstehen zu können. Für ihn sei sicher, daß die Zeit nicht für uns, sondern für den Osten arbeitete.“

3. Die Teilmobilisierung der tschechoslowakischen Streitkräfte am 20. Mai 1938 und die Erwartung des hohen Wahlsieges Konrad Henleins, des Führers der Sudetendeutschen, am 22. Mai 1938 entschied über das Schicksal der Tschecho-Slowakei. Hitler wurde schlagartig klar, daß ohne die Ausschaltung der tschechoslowakischen Streitkräfte und Flugplätze, auf denen die Sowjetunion generelle Landeerlaubnis hatte, die Sowjetunion uns jederzeit in eine militärisch hoffnungslose Lage bringen könnte. Im Zusammenhang damit fiel das Wort „die Tschecho-Slowakei als Fulgzeugmutterschiff im offenen Leibe des Reiches“ . Die dramatischen Maitage 1938 sind von Gauleiter Jordan als Tatzeuge dieser Tage (Hitler war bei ihm in Dessau) in seinem Buch ‚Im Zeugenstand der Geschichte‘ geschildert.

4. Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt am 23. August 1939 und das gleichzeitig abgeschlossene Geheimabkommen über die Aufteilung Ost-Mittel – Europas in Interessensphären besiegelten auf Grund des hierdurch unbeeindruckten britischen Kriegswillens das Schicksal Polens. Nie wieder würde die Möglichkeit bestehen, mit Zustimmung der Sowjetunion die Ostgrenze des Deutschen Reiches so weit ostwärts vorzuschieben.

5. Die Besprechungen Hitler’s mit Molotow, dem Außenminister der Sowjetunion, am 12. und 13. November 1940 entschiedend ie Frage endgültig, ob es eventuell möglich sein würde, den Expansionsdrang der Sowjetunion nach Asien abzuleiten. Molotow bestand darauf, daß Rumänien, Bulgarien und die Dardanellen eindeutig zur Interessensphäre Sowjetrußlands gehören müßten. Als Molotow Berlin verlassen hatte, wurde von Hitler die Vorbereitung der Aktion „Barbarossa“ angeordnet.

Während die Führung der Wehrmachtsteile gegen die Aggression gegen Dänemark und Norwegen und den Westfeldzug schwerste Bedenken geltend gemacht hatte, wurden solche Bedenken gegen einen Rußland-Feldzug kaum geltend gemacht. Man glaubte, wiederum einen Blitzkrieg erfolgreich durchführen zu können. Dann zeigte sich aber, daß dabei von falschen Voraussetzungen ausgegangen worden war. Trotz des hohen Lobes, das damals und auch noch von manchen Leuten heute dem deutschen Militärattacbe in Moskau und einem Teil des Nachrichtendienstes „Fremde Heere Ost“ unter Gehlen gespendet worden ist, zeigte sich, daß rüstungsmäßig, militärisch und politisch von vollkommen falschen Voraussetzungen ausgegangen wurde.

Hitlers Furcht vor dem Bolschewismus erwies sich als voll begründet.

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Albert Speer`s  „Erkenntnisse“

Albert Speer
Schriftliche, beeidete Erklärung vom 15. Juni 1977

„Ich, Albert Speer, kenne die Bedeutung einer Eidesstattlichen Versicherung und erkläre hiermit wie folgt an Eides Statt:

Heute in Heidelberg, Schloß-Wolfsbrunnenweg 50, wohnhaft, habe ich das Studium eines Architekten an der Technischen Universität Berlin-Charlottenburg mit dem akademischen Grad eines Diplom-lngenieurs abgeschlossen. Ich wurde nach 1933 Hitlers Architekt, ab 1942 der für die Rüstung in der Regierung Hitlers verantwortliche Minister. Im Prozeß des lnternationalen Militärtribunals in Nürnberg zu zwanzig Jahren Haft verurteilt, wurde ich am 1. Oktober 1966 entlassen. Danach schrieb ich zwei Bücher „Erinnerungen“ und „Spandauer Tagebücher“.

Der Judenhaß war der Motor und Zentralpunkt Hitlers, vielleicht sogar das eigentliche ihn bewegende Element. Das deutsche Volk, die deutsche Größe, das Reich, das alles bedeutete ihm letzten Endes nichts. Daher wollte auch der Schluß-Satz seines Testaments uns Deutsche nach dem apokalyptischen Untergang auf einen erbärmlichen Judenhaß festlegen.

Ich war in der Reichstagssitzung vom 30. Januar 1939 anwesend, als Hitler versicherte, daß bei einem Krieg nicht die Deutschen, sondern die Juden vernichtet würden. Dieser Satz war mit derartiger Bestimmtheit gesagt, daßich an der Absicht, sie durchzuführen, nicht hätte zweifeln dürfen. Er hat diese Ankündigung seiner Absichten am 30. Januar 1942 in einer Rede, die mir ebenfalls bekannt war, wiederholt: Der Krieg würde nicht enden, wie die Juden es sich vorstellen, durch die Auslöschung der europäisch-arischen Völker, sondern das Ergebnis des Krieges würde die Vernichtung der Juden sein. Diese Wiederholung seiner Worte vom 30. Januar 1939 war nicht einmalig. Oft pflegte er seine Umgebung an die Bedeutung dieses Satzes zu erinnern.

Wenn er auf die Opfer der Bombenangriffe zu sprechen kam, besonders nach den schweren Angriffen auf Harnburg im Sommer 1943, wiederholte er ein ums andere Mal, daß er diese Opfer an den Juden räche ganz als käme ihm der Luftterror gegen die Zilvilbevölkerung gerade recht und liefere ihm ein spätes Ersatzmotiv für ein lang beschlossenes und aus ganz anderen Persönlichkeitsschichten stammendes Verbrechen. Ganz, als wollte er mit diesen Bemerkungen das eigene Massenmorden rechtfertigen.

Bei temperamentvollen Haßausbrüchen konnte bei Hitler eher auf eine Änderung in gemäßigtere Bahnen gehofft werden.

Es war daher die Bestimmtheit und Kälte, die seine Haßausbrüche gegen die Juden so glaubhaft machten. Wenn er auf anderen Gebieten mit kalter und leiser Stimme grauenhafte Entschlüsse bekanntgab, so wußte seine Umgebung urtd ich, daß es nun ernst geworden war. Und gerade eben mit dieser kalten Überlegenheit stellte er, auch bei der gemeinsamen Mittagstafel fest, daß er die Juden in Europa vernichten will.

Der Gauleiter von Niederschlesien, Karl Hanke, besuchte mich im Sommer 1944. Hanke hatte sich im polnischen und französischen Feldzug durch seine Tapferkeit ausgezeichnet. Er war sicher kein Mann, der ohne weiteres in Schrecken versetzt wurde. Daher hatte es besonderes Gewicht, als er mir damals erschüttert sagte, daß sich in einem Konzentrationslager seines Nachbargaues Oberschlesien ungeheuerliche Dinge ereignen. Er sei dort gewesen, und nie könne er verrgessen, was er an Furchtbarem dort gesehen habe. Er erwähnte zwar keine Namen, aber es muß sich um das in Oberschlesien gelegene Auschwitz gehandelt haben. Aus der Erregung dieses kampferprobten Soldaten konnte ich entnehmen, daß etwas Unerhörtes geschah, wenn es selbst diesen alten Parteiführer Hitlers fassungslos machte.

Es gehörte zur Arbeitsweise Hitlers, daß er auch wichtige Befehle an seine Vertrauten mündlich weitergab. Auch in den Führerprotokollen meiner Besprechungen mit Hitler, die im deutschen Bundesarchiv lückenlos enthalten sind, gibt es zahlreiche Befehle auch auf wichtigen Gebieten, die Hitler mir offensichtlich nur mündlich gab. Es ist daher der Arbeitsweise Hitlers entsprechend und darf nicht als eine Lücke angesehen werden, daß kein schriftlicher Befehl zur Vernichtung der Juden vorliegt.

Die Ermordung der Juden in den Vernichtungslagern wurde vor Gericht (l. M. T.) von Zeugen und durch Dokumente vorgebracht und von keinem der Angeklagten ernstlich bestritten. Die Rede Himmlers am 4. Oktober 1943 vor den SS-Führern in der er deutlich machte, was in den Vernichtungslagern geschah, wurde durch die Verteidigung nicht als Fälschung in Mißkredit gebracht, wie es beispielsweise mit dem Hossbach-Protokoll geschah.

Frank hat die Echtheit seines Tagesbuchs, das er nach eigener Angabe bei seiner Verhaftung den Amerikanern übergab, nie betritten. In ihm sind Bemerkungen enthalten, die beweisen, daß die Juden in Polen, bis auf einen Rest von 100.000, ausgelöscht seien. Auch diese Äußerungen Franks wurden von den Angeklagten ernst genommen, Kritik beschränkte sich auf die Dummheit, dieses diskriminierende Tagebuch den „Gegnern“ überlassen zu haben.

Schirach bestätigte im vertraulichen Gespräch, schon während des Prozesses, daß er bei einer Rede Himmlers an die Gauleiter in Posen anwesend gewesen sei (am 6. Oktober 1943), in der Himmler klar und unmißverständlich die Tötung der Juden als ein zum größten Teil durchgeführtes Programm verkündete. Er kam auf dieses Ereignis, das ihn seelisch belastete, auch während der Spandauer Gefängniszeit zurück.

Göring hat in seinem Schlußwort von den schweren Verbrechen gesprochen, die im Prozeß bekanntgeworden seien, er verurteilte darin die furchtbaren Massenmorde, für die ihm jedes Verständnis fehle. Streicher verdammmte in seinem Schlußwort Hitlers Massentötungen der Juden. Für Fritzsche war, ebenfalls in seinem Schlußwort, der Mord von 5 Millionen eine grausige Warnung für die Zukunft. Die Worte dieser Angeklagten unterstützen meine Feststellung, daß die Angeklagten und die Verteidiger während des Nürnberger Prozesses die Massenmorde an den Juden als geschehen anerkannten.

Der Nürnberger Prozeß bedeutet für mich noch heute einen Versuch, zu einer besseren Welt vorzustoßen. Die Begründung meines Urteils durch dns Internationale Militärgericht erkenne ich auch heute noch als im allgemeinen korrekt an. Ich halte es aber darüberhinaus heute noch für richtig, die Verantwortung und damit die Schuld für alles auf mich zu nehmen, was nach meinem Eintritt in die Hitler-Regierung am 8. Februar 1942 an Ve rbrechen, in generellem Sinne, begangen wurde. Nicht die einzelnen Fehler belasten mich, so groß sie auch sein mögen, sondern mein Handeln in der Führung. Daher habe ich mich für meine Person im Nürnberger Prozeß zur Gesamtverantwortlichkeit bekannt und tue dies auch heute noch. Meine Hauptschuld sehe ich immer noch in der Billigung der Judenverfolgungen und der Morde an Millionen von ihnen.

gez. Albert Speer“

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Eine gebührende Antwort

Der „kleine Parteigenosse“, vornehmlich jener, der schon in der Weimarer Republik der NSDAP beigetreten war, wurde vom Sieger 1945 kriminalisiert, einer „verbrecherischen Organisation“ beigetreten zu sein. Und dieser Vorwurf bezieht sich auf eine Zeit, da wirklich niemand erkennen konnte, was die Jahre 1933 bis 1945 bringen würden. Die überwältigende Mehrheit des deutschen Volkes – also auch die Parteilosen -, aber auch die Regierungen und Völker der Welt, die Hitler innen- und außenpolitische Basis, Anerkennung und Aufwertung verschafft hatten, wußten offensichtlich nicht, daß „Hitlers Motor und Zentralpunkt der Judenhaß „gewesen war und daß ihm „das deutsche Volk , die deutsche Größe, das Reich letzten Endes nichts bedeutete“ und daß „ihm der Luftterror gegen die Zivilbevölkerung gerade recht käme und ihm ein spätes Ersatzmotiv für ein lang beschlossenes Verbrechen liefere“.

Wenn die ganze Welt das nicht wußte mit Ausnahme des Mannes Albert Speer, der sich freiwillig und engagiert in die Ministerriege Adolf Hitlers, ja an die entscheidungsvolle Position des Verantwortlichen für die Kriegsrüstung begab und dort in der kurzen Zeit seines zentralen Wirkens unmöglich Erscheinendes für Hitler möglich gemacht hat, dann muß das doch um den Charakter eines solchen Mannes grauenerregend bestellt sein!

Seit wann will Albert Speer das wissen? Seit dem 30. Januar 1939, als Hitler erklärte, daß, falls es dem internationalen Judentum gelingen sollte , die europäischen Völker in einen neuen Weltkrieg zu verstricken, dies nicht die Vernichtung der arischen Rasse, sondern der jüdischen zur Folge haben würde. Hitler hatte die Möglichkeitsform verwendet, wenn also andere als er einen Krieg erzwingen sollten, daß dann Entwicklungen eintreten würden, deren sich die Kriegstreiber bewußt sein sollten. Die Juden könnten sich in einem solchen Fall nicht als Unbetroffene betrachten. Zweifellos konnte eine solche Äußerung Hitlers auch als Drohung aufgefaßt werden und sollte es gewiß auch sein, doch sind in der Politik aller Zeiten jegliche Mittel der Abschreckung, zumal verbale Abschreckungsmittel, als legitim angesehen worden und sind es heute noch. Nicht nur Albert Speer hat diese
Reichstagsrede gehört, sondern die Welt hat sie gehört, Tonaufnahmen sind geschichtlich festgehalten. Auch Albert Speer hatte seinerzeit nicht jene Folgerungen aus diesen Sätzen gezogen, wie er dies nach dem Zweiten Weltkrieg tat. Seltsam nur, daß Albert Speer vom Handeln der anderen, das Hitler zu Reaktionen zwang, überhaupt nicht spricht! Denn er müßte sich ja auch überlegen, ob nicht vielleicht gerade jenen eine solche Äußerung Hitlers „gerade recht kam“, um ihn immer weiter in internationale Konflikte zu zwingen in der Erwartung, daß man nach einem Sieg über Hitler auf seinen Vernichtungswillen gegenüber den Juden verweisen und alle anderen Zusammenhänge verschweigen könne. Wenn nun Hitler im Verlauf des Krieges des öfteren darauf zurückkam, so ist das eine Folge der Tatsache, daß der im Weltjudenkongreß organisierte Weltzionismus Deutschland den Krieg erklärt hat, somit Kriegsgegner war und dieser Kriegsgegner an allen Fronten auch gegen Frauen und Kinder ungeachtet jeglicher Kriegsregeln kämpfte, – mit dem Ziel der Vernichtung Deutschlands. Er war selbst nach dem ausgebrochenen Krieg eine treibende Kraft, jegliche ‚Friedensinitiativen Hitlers scheitern zu lassen! Daran erinnerte sich Albert Speer bedauerlicherweise im Jahre 1977 nicht mehr.

Welches Verbrechen wiegt schwerer, ein Verbrechen im Verlauf eines Vernichtungskrieges oder eine Politik, „die zum Niedermetzeln von Millionen von Menschen führen muß“, wie sie selbst der britische Kriegspremier Winston Churchill in seinen Nachkriegsmemoiren allein bereits der britischen Garantie an Polen vom 31. März 1939 nachsagte? („Der Zweite Weltkrieg“ 1. Buch, Bd . 1 „Der Sturm zieht auf“ S. 421/423)

An dererseits gibt Albert Speer zu, daß – „als Hitler mit leiser Stimme grauenhafte Entschlüsse bekanntgab“ – er und seine Umgebung „wußten, daß es nun ernst geworden war“. Er wußte also um „grauenhafte Entschlüsse“ und „daß es ernst war“. Dennoch mobilisierte er die Rüstung weiter, anstatt den von ihm als „Verbrecher erkannten Führer“ und seine offenbar dann doch wo hl auch „verbrecherische Umgebung“ umzubringen! Warum wohl tat er dies noch nicht einmal in Ansätzen?

Konkretes jedoch über die von ihm zitierten „grauenhaften Entschlüsse“ (Mehrzahl), die auch noch vielerlei Personen gehört haben, hat er leider nicht genannt. Ein von allen Gegnern „mit allen grauenhaften Mitteln“ geführter Vernichtungskrieg relativiert nämlich Vielerlei. Es muß wiederholt werden: Leider wußte Albert Speer im Jahre 1977 von den Gegnern Deutschlands nichts Nachteiliges zu berichten. Das alles macht seine Aussage so unrealistisch und unglaubwürdig.

Denn daß es nur einen Verbrecher mit seinen Helfershelfern gab und ansonsten nur „Friedensfreunde“ und Humanisten, das kann doch wohl Albert Speer einer aufgeklärten Menschheit nicht glauben machen wollen!

Selbst der von ihm erwähnte Gauleiter von Niederschlesien, Karl Hanke, hatte ihm offenbar nichts Konkretes berichtet, wo doch Speer’s Stellung als Rüstungsminister eine solche war, daß er, wenn er wollte, Aufklärung hätte fordern können!

Daß Hitler Befehle auch mündlich gegeben hat, ist gewiß nicht zu bestreiten, doch der Beleg, den Albert Speer hierfür anführt, lautet doch, daß solche Befehle offensichtlich in den „Führerprotokollen“ festgehalten worden waren, die zudem noch alle im Bundesarchiv Koblenz erhalten sind. Tatbestand aber ist doch, daß ausgerechnet der oder die angeblich mündlich erteilten Vernichtungsbefehle gegenüber den Juden n i c h t in irgendwelchen „Führerprotokollen“ oder auch anderweitigen Protokollen vorliegen.

Daß Angeklagte im IMT-Prozeß von „Zeugen und vorgelegten Dokumenten“ behauptete Vernichtungen „nicht ernstlich“ bestritten haben, liegt in der Natur der Sache. Zum einen hat der völkische Vernichtungskampf im Osten naturgemäß auch auf deutscher Seite chaotische Auswüchse gebracht, die von keinem Angeklagten bestreitbar waren, und zum andern war von den Angeklagten des IMT-Prozesses niemand konkreter Sac hkenner oder Tatzeuge, um Behauptungen anderer konkret bestreiten zu können. Göring, Streicher, Fritzsche verurteilten die furchtbaren Massenmorde, „die im Prozeß bekannt geworden seien“. Hier nun müßte man ansetzen, ob die im IMT-Verfahren vermittelten Informationen wirklich zutrafen oder nicht. Daß in jenem Prozeß mit unter Todesdrohung stehenden Zeugen, unwahren Behauptungen, Dokumentenfälschungen und vielerlei anderen Rechtsbeugungen gearbeitet wurde, ist inzwischen allzu sehr bekannt, als daß ein Historiker die „im Prozeß bekanntgewordenen Fakten“ ohne Prüfung für bare Münze ausgeben könnte. Hinzu käme der Vorbehalt, Aussagen der Angeklagten in jenem Prozeß unter dem Gesichtspunkt ihrer Verteidigung zu werten. Ein derartiges Verhalten als eine Art Beweis für geschehene systematische Vernichtungen auszugeben, ist unsachlich.

Zum Tagebuch Hans Frank ist zu sagen, daß es sich aus 42 Bänden (rund 12.000 Seiten) zusammensetzt. Hans Frank hat die stenografischen Niederschriften und sonstige niedergelegte Einzelheiten nicht jeweils überprüft und bestätigt. Im übrigen besteht ein großer Unterschied zwischen dem, was gesagt worden ist und jenem, was durchgeführt worden ist. Hierbei wird nicht bestritten, daß Frank großes Unrecht, grauenhafte Auswüchse im polnischen (Partisanen-) Kriegsgebiet zugegeben hat, das zu vereiteln nicht in seiner Macht stand. Das Tagebuch Hans Frank enthüllt aber gleichermaßen, daß sein Auftrag den ganzen Krieg hindurch dahingehend lautete, im Generalgouvernement eine im Rahmen des Kriegsgeschehens mögliche wirtschaftliche Wiederaufbau- und Zusammenarbeit mit Deutschland zu ermöglichen. Es enthüllt auch weiterhin, daß die Gegner Deutschlands mit ihren Vernichtungszielen und -methoden eine solche Aufgabe von Anfang an zu vereiteln versucht und schließlich gänzlich vereitelt und schreckenerregende Reaktionen ausgelöst haben. Krieg schafft unvorhersehbare Motivationen
und grauenerregende Verhältnisse! Solche nach Beendigung des Krieges nur auf der einen Seite als vorliegend gewesen darzustellen, wird den historischen Fakten nicht gerecht. Werden schließlich noch Ursachen und Wirkungen miteinander vertauscht, so ist die Gesamtdarstellung wertlos.

Die berüchtigte Rede Himmlers vom 6. Oktober 1943 ist nach wie vor umstritten, ihre angebliche Tonaufnahme unglaubwürdig. Wenn es einen zentralen Geheimplan zur Vernichtung von Juden gab, hätte ihn Himmler nicht vor einem großen Gremium politischer Führungskräfte des ganzen Reichsgebietes enthüllen dürfen, auch nicht können, ohne selbst in Regreß genommen zu werden. Wenn es aber dennoch stimmen sollte, daß Himmler am 6. Okt. 1943 dort die Vernichtung der Juden „als ein zum größten Teil durchgeführtes Programm verkündete“, so verbliebe als Zeitraum, innerhalb dessen dies mit allen seinen technischen Vorbereitungen hätte durchgeführt werden können, nur die Zeit zwischen Herbst 1942 und 1943, d.h. ein Jahr. Was aber ist in einem Jahr unter härtesten Kriegsbedingungen für die deutsche Seite überhaupt technisch, rohstoffmäßig usw. möglich gewesen? Und schließlich: Wo sind die Funde? Bis heute gibt es sie nicht! Der Historiker fordert diese und andere Indizien, – Albert Speer hat sie nicht geliefert! (Vergl. zu Dokumentenfälschungen und „Funden“ aus der Zeitschriftenreihe „Historische Tatsachen“ Nr. 2 und Nr. 5).

Ohne leugnen zu wollen, was Grauenhaftes im Verlauf des Krieges auf allen Seiten geschehen ist, so bleibt doch Vieles, was die Siegermächte nach dem von ihnen gewonnenen Krieg der deutschen Seite anlasten, außerordentlich merkwürdig, widerspruchsvoll und jedenfalls soweit unbelegt, wenn man die Strenge der Indizien- und Faktenbeweise anlegen würde, die in normalen Strafverfahren angelegt werden.

Am Beispiel der stets zitierten „Ereignismeldungen UdSSR“ (Bundesarchiv Koblenz – R 58/221) mag dies kurz erläutert werden. Diese Ereignismeldungen sind auf Grund von Fernschreib-Berichten der Einsatzgruppen und -Kommandos zusammengestellt worden und wurden im April 1942 (letzte Meldung) in 75 Ausfertigungen versandt. Sie enthalten sehr detaillierte Einzelheiten, künden auch ständig von der Schwere der Partisa­neneinsätze und enthalten lediglich für das Jahr 1941 Za hlen von Massenliquidationen, d.h. zu einer Zeit, als eine sog. „Endlösung der Judenfrage“ noch gar nicht zur Debatte stand. Merkwürdig bleibt, daß diejenigen, die in Berlin auf Grund von Fernschreibe n (die nicht mehr vorliegen) jene Zahlen niedergeschrieben haben,

a) entgegen allen Rücksichten und Befehlen auf Geheimhaltung publizierten, ohne je zur Rechenschaft gezogen zu werden,

b) an Empfänger publizierten, von denen sie wissen mußten, daß sie über solche Informationen zutiefst schockiert sein mußten,

c) nach Kriegsende von den Sowjets die doch nicht wegzuzaubernden Funde der Weltöffentlichkeit niemals beweiskräftig vorgeführt wurden.

Gerade der fehlende Nachweis nach Kriegsende, da die siegreiche Sowjetmacht Jahrzehnte Zeit hatte zu suchen und zu finden (die Positionen der vor Kriegsbegin  angelegten Panzergräben kannte sie ja zudem!), wird von der Geschichtsforschung als untrüglicher Beweis dafür gewertet werden müssen, daß die diesbezüglichen Seiten der nach dem Krieg aus dem Reichssicherheitshauptamt vorgelegten Papiere fragwürdig bleiben.

Am Beispiel der Autobiographie des Chefs der „Roten Kapelle“, der größten kommunistischen Spionageorganisation während des Zweiten Weltkrieges, Leopold Trepper, läßt sich wohl am beispielhaftesten nach den Gründen des Hasses fragen, der jene Leute angetrieben hat, gegen das nationalsozialistische Deutschland Sturm zu laufen. Leopold Trepper hat dies bei Verwendung von 440 Seiten für seine Lebenserinnerung mit keinem Satz begründet, sondern er hat wie selbstverständlich dargetan, daß dieser Haß – allgemein anerkannt – berechtigt war. Zitieren wir ihn in seinem Buch „Die Wahrheit“ (Kindler Verlag, München 1 975) selbst:

„Von den Pogromen im zaristischen Rußand bis zur Dreyfus-Affäre hatte ich mich mit den Erscheinungsformen des Antisemitismus, seinem Ursprung und seinen Mechanismen beschäftigt, und das Nazitum schien mir im zwanzigsten Jahrhundert seine schlimmste Ausprägung zu sein. Je schneller das unreine Tier heranwuchs, desto mehr beunruhigte mich die Sorglosigkeit der Welt . . . . . .

Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt – die Welt las es auf den Titelseiten ihrer Tageszeitungen. Auf mich als Kommunisten wirkte dieses Ereignis wie ein Alarmsignal. Die Tür zur Barbarei war aufgestoßen . . . . (S. 73)

Die Welt hatte versäumt, die braune Pest im Keim zu ersticken, die Krankheit grassierte, die Ansteckungsgefahr nahm zu. Als ich im Zusammenhang mit meiner ersten Mission am I. Mai 1937 nach Frankreich fuhr und in Berlin Station machte, traute ich meinen Augen nicht! Unerträglich der Anblick, der sich mir auf den Straften bot: Tausende von Arbeitern mit Schirmmütze, Tausende von Jugendliehen marschierten hin ter den Fahnen und Standorten der Nazis her und sangen laut die hitlerischen Hymnen. Gebannt stand ich am Straßenrand, unfähig zu begreifen, was ich sah. Welcher Massenwahn hatte die Deutschen befallen? In diesem Augenblick, unter dem Eindruck der schmetternden Gesänge, die bald ganz Europa hören sollt, gewann ich die Überzeugung, daß der Nazismus nur in eine Katastrophe, in einen Weltenbrand münden konnte, und ich beschloß, in diesem unerbittlichen Kampf, bei dem die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel stand, meinen Platz einzunehmen. In vorderster Linie … „(S. 74)

Was würde wohl Herr Trepper sagen, wenn ein Deutscher am Straßenrand in Jerusalem stehen und gleichermaßen über den Israelischen Staat urteilen würde? Hätte er nicht besser getan, sich um seine eigenen Belange zu kümmern, als sich in die inneren Angelegenheiten eines fremden Volkes einzuschalten? Woher nahm er das Recht, den demokratischen Willensvollzug des deutschen Volkes zu bekämpfen?

Für wen aber setzte sich Leopold Trepper denn nun ein, für wen arbeitete, kämpfte er in vorderster Front? Er schreibt selbst über dieses „Sowjetparadies“:

„Freilich, wenn der Weg mit Arbeiterleichen übersät war, dann würde, dann konnte er nicht zum Sozialismus führen. Unsere Genossen verschwanden, die besten von uns kamen um in den Kellern des NKWD, das stalinistische Regime entstellte den Sozialismus bis zur Unkenntlichkeit. Zehn mal,  hundertmal mehr Kommunisten als Hitler hat Stalin, der große Totengräber, liquidiert . . . .

… als staatenloser polnischer Jude, der in Palästina gelebt hatte und in Moskau an einer jüdischen Tageszeitung arbeitete, war ich für das NKWD zehn mal verdächtig ….. .

Sie hben noch ungefähr zwei Jahre bis Kriegsausbruch‘ meinte er (der später ebenfalls von Stalin liquidierte sowjetische General Bersin).‘ Verlassen Sie sich in erster Linie auf sich selbst. Ihre Aufgabe ist einzig und allein der Kampf gegen das Dritte Reich, nichts sonst. Bis Kriegsbeginn muß Ihre Geheimorganisation in Ruhestellung bleiben . . . . . . . ‚ (S. 9o – das Gespräch fand im Herbst 1937 statt)

Wieso hatten sie mich verschont ? (gemeint waren Stalins Leute in Moskau)

Es kamen die Schauprozesse. Gegen verdiente Bolschewiki, treue Kampfgefährten Lenins, erhob man die unwahrscheinlichsten Anklagen, stempelte sie zu englischen, französischen, polnischen Spionen – die Nationalität spielte keine Rolle! Beweise wurden notdürftig zusammengeschustert. In jedem Prozeß zählte man Namen von Mitgliedern des Politbüros auf, die angeblich um Haaresbreite einem Attentat der Angeklagten entgangen seien. Die Liste wechselte. Manchmal saßen im nächsten Prozeß Leute auf der Anklagebank, die noch vor wenigen Monaten selbst von einem Komplott ‚bedroht‘ waren – nun ihrerseits als Terroristen gebrandmarkt. Dieses traurige Schauspiel, grobschlächtig inszeniert, daß selbst die blindesten Augen hätten sehend werden müssen, sollte die Sowjetbürger in Angst und Schrecken versetzen. Eine unvorstellbare Massenpsychose, die vom gesamten Staatsapparat geschürt wurde, erfaßte das Land. Überall Maßlosigkeit und Ungeist ….. (S. 56)

Es wäre … zu sprechen von den körperlichen und seelischen Folterungen und der systematischen Erpressung der Beschuldigten durch Androhung von Repressalien gegen ihre Familien. Auch darf das ungerechte Schicksal einer begrenzten Zahl von Prozeßopfern uns nicht verleiten, die Unterdrückung von Millionen Sowjetbürgern zu übersehen, für die man keine Geständnisse brauchte.

Der Stalinismus scheiterte auf der ganzen Linie, der Wirtschaftsentwicklung, der Zwangskollektivierung, der Industrialisierung. Nur der Kadervernichtungsplan wurde mit Übersoll erfüllt. Die von Stalin verfügte ‚Rotation der Kader‘ sah vor, jeden, der ein Amt bekleidet hatte, zu liquidieren. Mit wissenschaftlicher Akribie wurde die Säuberung durchgeführt, Kategorie für Kategorie, Viertel für Viertel, Ministerium für Ministerium, Fach für Fach. Jedes Opfer riß seine Kollegen, Freunde und Bekannte mit in die Tiefe . . . . . (S. 57-58)

Damals lebten in der sowjetischen Hauptstadt mehrere tausend ausländische Kommunisten, die in der Komintern, der Profitern, der Bauern-Internationale, der Jugend-Internationale und der Frauenorganisation tätig waren: Neunzig Prozent davon wurden liquidiert! Damit nicht genug, fanden Tausende politischer Flüchtlinge aus der ganzen Welt in der Sowjetunion eben jene Folterkammern und Hinrichtungskommandos wieder, vor denen sie in ihren Heimalländem geflohen waren . . . . . . (S. 59)

Nachdem XX. Parteitag 1956 tat dann jeder so, als fiele er aus allen Wolken; angeblich enthüllte die Rede Chruschtschows einen nie geahnten Vorgang. Dabei waren sie in Wirklichkeit Mitwisser und Komplizen der Liquidationen gewesen, selbst in Fällen, wo es sich um ihre eigenen Parteifreunde handelte!
Ich habe Erinnerungen an diese finstere Zeit, die ich nie mehr los werde . . . . . (S. 61)

Die Angst vor dem Morgen, die Angst, vielleicht die letzten Stunden in Freiheit zu leben, bestimmte all unser Tun, wurde uns zur zweiten Natur, machte uns vorsichtig und unterwürfig. Ich wußte, daß meine Freunde verhaftet waren und schwieg. Warum sie? Warum nicht ich? Ständig in der Erwartung, selbst an die Reihe zu kommen, bereitete ich mich innerlich auf dieses Nachspiel vor . . . . (S. 62)

Selber Teilchen des Appartes und vom Terror fast in den Wahnsinn getrieben, schufen wir die Instrumente unserer eigenen Unterwerfung. Alle, die sich nicht gegen die stalinistische Todesmaschinerie aufgelehnt haben, trifft Schuld, eine kollektive Schuld. Ich nehme mich selbst von diesem Richterspruch nicht aus.

Wer hat denn damals protestiert? Wer ist denn aufgestanden und hat seinen Ekel hinausgeschrien?“ (S. 63)

Adolf Hitler zum Beispiel! Herr Trepper!

Brechen wir hier ab. Können Leute wie Leopold Trepper uns Deutschen Ratschläge geben, uns Moral predigen, Vorbilder sein, können solche Leute uns davon überzeugen, „auf der besseren Seite gestanden zu haben?“ Können wir sie überhaupt verstehen in ihrem politischen Einsatz, in ihrem Haß gegen Deutschland? Kann hier Vernunft und Logik überhaupt noch einen Zugang haben? –
Dem Leser sei die Antwort überlassen.

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Dringender Aufruf an alle Leser: Bitte unbedingt lesen, entweder im Original als PDF oder hier online!

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Die tiefdüstere Analyse des (Juden) Larry Summers

Markus Diem Meier am Mittwoch den 27. November 2013

Ökonom Larry Summer. (Reuters/Jonathan Ernst)

Sieht keine rosige Zukunft für die Weltwirtschaft: Ökonom Larry Summer (Jude), 23. September 2011. (Reuters/Jonathan Ernst)

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In bloß einer Viertelstunde hat der einstige Finanzminister und beinahe Notenbankchef der USA die ganze Ökonomengilde in Aufregung versetzt. Ist seine Analyse zutreffend, hat das für die Weltwirtschaft und auch die Schweiz schwerwiegende Konsequenzen.

«Krisen – Gestern und Heute»: Unter diesem Titel hielt der Internationale Währungsfonds am 7. und 8. November seine jährliche Forschungstagung ab. Geladen hat er dazu eine ganze Reihe der Topstars der Ökonomenzunft, wie aus dem Programm der Tagungdeutlich wird. Den Abschluss bildete dann eine Gesprächsrunde mit kurzen Vorträgen einer besonders illustren Runde: Kenneth RogoffStanley FisherBen BernankeOlivier Blanchard und Larry Summers. (Hier das ganze Video dieser Schlussveranstaltung).

Keiner hat aber auch nur annähernd so viel Aufmerksamkeit erregt, wie Larry Summers in seiner viertelstündigen Rede. Was er gesagt hat, dominiert seither wie kein zweites Thema die Auseinandersetzungen auf den Ökonomenblogs.

Damit gleich unten zum Videoausschnitt von Summers Rede (hier auch die Niederschrift). Wer erst mehr zur Person Larry Summers, zu den Hintergründen und den wichtigsten Aussagen erfahren will, liest mit Vorteil unten weiter.

(Video bitte auf der Originalseite ansehen.)

Larry Summers hat immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Er galt als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Ben Bernanke an der Spitze der US-Notenbank. Das verdankt er seinen engen Beziehungen zum Establishment der demokratischen Partei: Unter Bill Clinton war er Finanzminister der USA, unter Barack Obama führender Wirtschaftsberater. Aber er hat auch vehemente Kritiker, weil er als besonderer Freund der Finanzbranche gilt, deren stärkere Regulierung er in den 1990er und 2000er Jahren verhindert hat. Mehr dazu in diesem Blogbeitrag.

In diesem Blogbeitrag habe ich ausserdem eine damals ebenfalls viel beachtete Studie von ihm und Bradford DeLong vorgestellt, in der die beiden gezeigt haben, dass Sparmaßnahmen durch Regierungen mitten in der Krise die Staatsschulden erhöhen können.

Nun zum Kern von Summers viertelstündiger Rede:

Die Krise, die in den Jahren 2007 und 2008 die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrunds gebracht hat, könnte laut Summers nur eine besonders dramatische Episode in einem länger währenden Trend sein, der sich mit dem Begriff der «säkulären Stagnation» zusammenfassen lässt.

Der Begriff wurde Ende der 1930er Jahren vom amerikanischen Ökonomen Alvin Hansen geprägt. Hansen kam damals zur Überzeugung, dass die große Depression dieser Jahre weit mehr als eine besonders dramatische Konjunkturkrise sei. Hansen glaubte damals, dass die Treiber des vormaligen Wachstums schlicht verschwunden waren, weil produktive Innovationen fehlen würden, vor allem aber auch das Bevölkerungswachstum. Hansens Pessimismus wurde allerdings durch das starke Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum nach dem Zweiten Weltkrieg widerlegt. Summers mutmaßt, dass die Analyse von Hansen hingegen für die aktuelle Wirtschaftsentwicklung zutreffen könnte.

Ausgangspunkt seiner Analyse sind die folgenden beiden Beobachtungen:

  • Obwohl ein anfänglich schlimmerer Absturz der Weltwirtschaft als im Fall der Grossen Depression durch entschiedene politische Maßnahmen aufgehalten werden konnte, hat sich die Lage in den USA und in anderen entwickelten Volkswirtschaften der Welt auch vier Jahre seit dem Ausbruch der Krise nicht in einem Ausmass gebessert, wie das zu erwarten gewesen wäre. Die Beschäftigung hat seither praktisch stagniert, das Bruttoinlandprodukt ist weiter vom Potenzial entfernt als damals und die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor viel zu hoch.

«You would expect that there would be a lot of catch up, that all the stuff where inventories got run down would get produced much faster – I would kind of expect that as things normalised you’d get more GDP than you otherwise would have had, not that four years later you’d still be having substantially less than you had before. So there is something odd about financial normalisation – if that was what the whole problem was – and then continued slow growth.»

  • Nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung nach der Krise war aussergewöhnlich, ebenso jene zuvor. Die Geldpolitik war auch im Vorfeld schon locker – einige machen sie sogar für die Blase an den Immobilienmärkten verantwortlich -, die Ausgaben eilten den Einkommen voraus und die Verschuldung der Privaten stieg stark an. Doch trotz all diesen Zutaten für eine deutliche Überhitzung der Wirtschaft haben die üblichen Symptome gefehlt: Kein deutlicher Anstieg der Inflation war auszumachen, kein Unterschiessen unter die «natürliche» Arbeitslosigkeit (das heißt jener, die bei einer ausgelasteten Wirtschaft verbleibt) und keine übermäßige Auslastung der übrigen Wirtschaftskapazitäten.

«Many people believe that monetary policy was too easy. Everybody agrees that there was a vast amount of imprudent lending going on. Almost everybody agrees that wealth, as it was experienced by households, was in excess of its reality. Too easy money, too much borrowing, too much wealth. Was there a great boom? Capacity utilisation wasn’t under any great pressure; unemployment wasn’t under any remarkably low level; inflation was entirely quiescent, so somehow even a great bubble wasn’t enough to produce any excess in aggregate demand.»

Beide Beobachtungen würden laut Summers durch eine «säkuläre Stagnation» à la Hanson erklärt – eine tieferliegende grundlegende Schwäche, die nicht erst mit der Krise ihren Anfang genommen hat. Summers stellt bei seinen Überlegungen den so genannten «natürlichen Gleichgewichtszinssatz» in den Mittelpunkt. Das ist jener Satz, der eine Vollbeschäftigung der Gesamtwirtschaft sicherstellt. Nur dann wird ausreichend investiert, um diese zu gewährleisten. Wie Summers argumentiert, würde ein negativer «natürlicher Gleichgewichtszinssatz» eine Erklärung für die beobachteten Entwicklungen vor und nach der Krise liefern:

Selbst tiefe Leitzinsen wie vor der Krise wären dann noch zu hoch, um Vollbeschäftigung sicherzustellen. Dann ist es kein Wunder, dass Exzesse wie durch private Verschuldung und Blasen auf Immobilienmärkten die Wirtschaft insgesamt nicht überhitzt haben. Ohne Exzesse und Blasen wäre aber die Arbeitslosigkeit zu hoch und die Wirtschaft zu wenig ausgelastet gewesen. Das würde auch die Entwicklung seit der Krise erklären. Denn genau diese anhaltende Wirtschaftsschwäche zeigt sich seither. Obwohl die Leitzinsen sich bereits bei Null befinden, sind sie noch zu hoch, doch auf die notwendigen Negativraten können sie nicht gesenkt werden.  Summers:

«Suppose that the short-term real interest rate that was consistent with full employment had fallen to -2% or -3% sometime in the middle of the last decade. Then what would happen? That even with artificial stimulus to demand coming from all this financial imprudence you wouldn’t see any excess demand. And even with a relative resumption of normal credit conditions you’d have a lot of difficulty getting back to full employment.»

Dass eine solche Analyse, von einem ernstzunehmenden Ökonomen vorgetragen unter den führenden Makroökonomen der Welt, sofort eine heiße Debatte auslöst, ist wenig verwunderlich. Denn wenn sie zutrifft, wirft das fundamentale Fragen auf und hätte schwerwiegende Folgen für die Wirtschaftspolitik.

Die fundamentale Frage betrifft vor allem die Ursachen für eine solche «säkuläre Stagnation»: Summers selbst hält sich damit nicht auf. In den Debatten auf den Ökonomenblogs herrscht darüber keine Einigkeit: Im Vordergrund als Faktor für die zu geringe Gesamtnachfrage stehen zu wenige Investitionen. Mit Blick auf Strukturprobleme (angebotsseitig) werden folgende Gründe genannt: ein einbrechendes Bevölkerungswachstum, eine geringere Produktivität und geringere produktiv nutzbare Innovationen sowie die Bonuskultur der Unternehmen, die dazu führt, dass Manager immer weniger unternehmerische Wagnisse eingehen. Das genauer anzuschauen, müssen wir aber auf später verschieben. Dieser Beitrag hat das Thema schon einmal gestreift.

Damit zu den Folgen für die Politik – und für Länder wie die Schweiz:

  • Die führenden Notenbanken müssten ihre Leitzinsen noch sehr lange in der Nähe des Tiefstwerts von Null halten, denn selbst dann sind sie noch zu hoch. Eine Liquiditätsfalle mit allen Konsequenzen würde zu einem anhaltenden chronischen Problem. Summers:

«But imagine a situation where natural and equilibrium interest rates have fallen significantly below zero. Then conventional macroeconomic thinking leaves us in a very serious problem, because while we all seem to agree that whereas you can keep the federal funds rate at a low level forever, it is much harder to do extraordinary measures beyond that forever, but the underlying problem may be there forever.»

  • Anhaltende Tiefstzinsen sind aber ein Problem für alle Sparer, was wachsenden politischen Widerstand provozieren dürfte. Weitere außergewöhnliche Maßnahmen wären auch mit der Gefahr verbunden, gefährliche Blasen in einzelnen Bereichen der Wirtschaft zu befördern. Das wäre besonders problematisch für Länder wie die Schweiz, wo das Risiko von Immobilienblasen durch lang anhaltende Tiefzinsen besonders akut würde.
  • Vielversprechender als die Geldpolitik würde (wie immer in einer Liquiditätsfalle – und nur dann) die Fiskalpolitik. Der Staat könnte mit öffentlichen Investitionen (zum Beispiel in die Infrastruktur) die Wirtschaft anzuschieben versuchen. Je tiefer die Zinsätze unter den so erreichten Wachstumsraten verbleiben, je höhere Defizite kann ein Staat dann in Kauf nehmen, ohne dass die Verschuldungsquote ansteigt. (Die Erklärung für Freunde der Mathematik: Die Quote ist der Bruch der Verschuldung über dem Bruttoinlandprodukt BIP. Der Zinssatz ist das Wachstum der Verschuldung bei einem ausgeglichenen Budget. Übersteigt daher das BIP-Wachstum (der Nenner) den Zinssatz (den Zähler), sinkt die Verschuldungsquote.)
  • Wie schon die bisherige Entwicklung zeigt, dürften solche Politikmaßnahmen – sowohl über das Staatsbudget wie die Notenpresse – auf wachsende Opposition stoßen. Die Folge ihres Ausbleibens wäre aber, dass die Wirtschaftslage sich dann weiter verschärfen würde.

Weitere Beiträge zu dieser meiner Ansicht sehr spannenden und kontrovers geführten Debatte finden sich hierhierhierhierhier oder hier.

Ob die Analyse von Summers zutrifft, kann niemand belegen oder verwerfen. Selbst Summers selbst formuliert sie bloß als Hypothese, die für seine Beobachtungen der Entwicklungen von vor und nach der Krise ein stimmiges Bild ergibt. Allein die Möglichkeit, dass die Hypothese der «säkulären Stagnation» die wirtschaftliche Entwicklung richtig analysiert, ist beunruhigend genug, um sich mit ihr und ihren Konsequenzen ausgiebig auseinanderzusetzen.

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Quelle und Original: tagesanzeiger.ch

Der einzige Weg in eine deutsche Zukunft

NSDAP-Programm gegen Globalismus-Programm!

Sollte es für die Deutschen, und nicht nur für die Deutschen, kurz vor dem tödlichen Absturz in die brodelnde Finanzhölle noch eine Umkehr geben, dann nur durch die Kraft der Erkenntnis über die Zusammenhänge dieses galaktisch großen Menschheitsverbrechens – derzeit „Finanzkrise“ genannt. Nur die geistige Kraft der Erkenntnis kann den Fall in den finanziellen Höllenschlund noch verhindern.

Ohne eine geistige Metamorphose dürfte geschehen, was Adolf Hitler mit folgenden Worten prophezeite:

„Siegt der Jude mit Hilfe seines marxistischen Glaubensbekenntnisses über die Völker dieser Welt, dann wird seine Krone der Totentanz der Menschheit sein, dann wird dieser Planet wieder wie einst vor Jahrmillionen menschenleer durch den Äther ziehen. Die ewige Natur rächt unerbittlich die Übertretung ihrer Gebote. So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.“ [1]

Warum in diesem Zusammenhang das Hitler-Zitat? Weil gerade jetzt eingetreten ist, was verschwiegen werden soll. Die jüdischen Machtzentren herrschen mit ihrem tödlichen Finanzsystem über die westliche Welt, lassen die Menschheit mit eisernem Krallengriff für ihren großen Plan zugrundegehen. Diese Tatsache wird mittlerweile sogar von Systemprominenten wie der SZ-Journalistin Franziska Augstein öffentlich im Fernsehen angeprangert:

„Die jüdische Israel-Lobby hat das Weiße Haus fest im Griff und will den Iran lieber heut als morgen vernichten.“ [2]

Billionensummen, egal in welcher künftigen Währung, sollen als Zinstribut für die galaktischen Betrugskonzepte der geheimen Weltherrscher, die von ihren Vasallen über die Völker gestülpt wurden – genannt „Banken- und Euro-Rettung“ sowie „IWF-Aufstockung“ – von den kommenden 1000 Generationen aufgebracht werden.

Selbstverständlich ist vorgesehen, die immer noch „Fleißigsten und Dümmsten“ (Lippman) für alle anderen bezahlen zu lassen, schließlich soll der Tribut sicher sein. Der jüdische Finanzmagnat George Soros, dessen Pläne später immer Gesetz werden in der BRD, sprach es unverblümt aus:

„Soros will Deutschland als Geldgeber für ganz Europa. … Deutschland würde zum Geldgeber eines ganzen Kontinents. … Sein Plan: Eine riesige Umverteilungsmaschine, hauptsächlich von Deutschland finanziert.“ [3]

Aber die Rettung wird nicht dadurch geschehen, indem die Juden aus dem Volkskörper entfernt werden (des Landes und aus den Machtpositionen verwiesen). Viele Gutmenschen und Lügenanhänger werden schockiert sein zu erfahren, dass die folgende Auffassung von Adolf Hitler vertreten wurde:

„Würden die geistigen Grundlagen der heutigen Judenherrschaft: ‚Eigennutz vor Gemeinnutz‘ und ihre stofflichen Machtmittel, das System der jüdischen Bank-, Anleihe- und Kreditwirtschaft bestehen bleiben, auch nach der Austreibung der Juden, so würden sich genug Judenbastarde oder auch ‚Normaldeutsche‘ in ihrer elenden Rassenmischung finden – an die Stelle der Juden treten, und sie würden gegen das eigene Volk nicht geringer wüten, als es heute die artfremden Juden tun, – und vielleicht würden wir sogar manchen ‚Antisemiten‘ dann an den Stellen sehen, wo vorher der Jude saß.“ [4]

Nur aus der Metamorphose des Geistes kann die Erlösung des menschlichen Jammertals erfolgen, nicht aus der Anwendung von Gewalt. Die Menschenfeinde, die Bluthetzer und ewigen Lügner, versuchen seit der Entstehung des Phänomens „Hitler“, diesen wohl gewaltigsten Weltveränderer als gewalttätiges Monster zu diffamieren, um die von ihm eingeleitete geistige Erweckung der Völker im Keim ersticken zu können.

Adolf Hitler war Lichtjahre davon entfernt, ein Gewalttäter wie beispielsweise Josef Stalin zu sein – er war ein Geistestitan. Er wusste seit seiner verzweifelten Notwehr-Reaktion (November-Putsch 1923) gegen die damaligen Gewaltherrscher, dass die Veränderung der Welt hin zum Menschlichen nur auf der Grundlage der Schöpfungsordnung – und nicht durch Gewalt gegen Gewalt – geschehen könne. Also nur durch ein neues Denken. In der geistigen Kampfzeit nach seiner Landsberger Festungshaft und vor dem Münchener Tribunal 1924 lautete deshalb seine Parole:

Für den, der Willens ist, mit geistigen Waffen zu kämpfen, haben wir den Geist, für den anderen die Faust!“ [5]

Nur wenn die Menschheit erkennt, dass sie durch ein universales, in seinen Ausmaßen schier unvorstellbares Betrugsprogramm unterjocht und auch gemordet wird, kann das teuflische Welt-Bankster-System überwunden werden. Deshalb stellt das damalige Parteiprogramm der NSDAP ein einzigartiges Werk politischer Geisteskraft zur Befreiung der Menschheit dar.

Das ist übrigens der wahre Grund, warum Hitler von der unheimlichen Macht zum Feind der Menschheit erklärt wurde. Einfach weil er ihre Macht mit der Kraft der Erkenntnis gefährdete. Das Parteiprogramm der NSDAP zeigt den heute noch gültigen, politisch gehbaren Weg, der aus dem Sklavenelend führt. Kein anderes Parteiprogramm der Welt hat dies je so verständlich und nachvollziebar formuliert. Daher rührt der Hass und der weltweite Lügenaufwand, mit dem Adolf Hitler seither überzogen wird. Seine Gedanken sollen unter Verschluss bleiben. Aber das war zu Zeiten Jesu Christi nicht anders, wie in Johannes (7:13) überliefert wird:

„Aber niemand sprach offen von ihm (Jesus), aus Angst vor den Juden.“

Heute ist es Adolf Hitler, über den nicht offen gesprochen werden darf. Es sind die Mächtigen dieses Weltbankster-Systems, die die Lügen erfunden haben und diese auch noch vielfach vom Strafrecht schützen lassen. Jede Aufklärung fällt unter das Verfolgungsprogramm „Antisemitismus“, womit ihre Macht über die Menschheit gesichert werden soll.

Das Programm zur absoluten Unterjochung der Deutschen wurde bereits nach der Weltkriegsniederlage in den 1920er Jahren an den Besiegten ausprobiert. Damals handelte es sich ebenso um Tribut für die Weltgeld-Lobby wie heute. Es war damals Versklavung und es ist heute Versklavung. Was damals der „Dawes-Plan“ und das „Young-Elend“ waren, sind heute Banken- und Eurorettung sowie IWF-Aufstockung. Wie von Soros verlangt: Die Deutschen sollen bis in alle Ewigkeit bezahlen – für nichts weiter als für Tribut an diese menschenverachtende Lobby.

Adolf Hitler nannte das Todesprogramm, das heute von Soros und Konsorten formuliert wird, damals den „Dawestribut“ und das „Young-Elend“. Deshalb spitzte sich sein Werk und Programm auf die Zerschlagung der „Zinsknechtschaft“ zu, seit er im Jahre 1919 einen Vortrag von Gottfried Feder hörte.

„Als ich den ersten Vortrag Gottfried Feders über die ‚Brechung der Zinsknechtschaft‘ anhörte, wußte ich auch sofort, daß es sich hier um eine theoretische Wahrheit handelt, die von immenser Bedeutung für die Zukunft des deutschen Volkes werden wird … Der Kampf gegen das internationale Finanz- und Leihkapital ist zum wichtigsten Programmpunkte des Kampfes der deutschen Nation um ihre Unabhängigkeit und Freiheit geworden.“ [6]

Im Programm der NSDAP wird klar beschrieben, was die Ursache des Leids der Menschheit ist und wer die Übeltäter sind:

„Der heutige Unstaat mit seiner Unterdrückung der arbeitenden Klassen, dem Schutz des Raubeigentums der Bank- und Börsenschieber ist der Tummelplatz rücksichtslosester privater Bereicherung, gemeinsten politischen Schieber- und Strebertums geworden; es gibt keine Rücksicht auf den Nächsten, den Volksgenossen, kein höheres sittliches Band; die brutalste Macht, die Geldmacht, herrscht schrankenlos und wirkt ihren verderblichen, zerstörenden Einfluß auf Staat, Volk, Gesellschaft, Kultur, Sitte, Theater, Schrifttum und alle sittlichen Unwägbarkeiten aus. In diesem Riesenkampf darf es natürlich kein Schwanken, keine Änderung, kein Zurückweichen geben, – hier gibt es eben nur Sieg oder Untergang.“ [7]

Auch heute wird Adolf Hitler dahingehend aus berufenem Munde, zwar indirekt, aber umfassend bestätigt. Dr. Wolfgang Hetzer war Referatsleiter im Bundeskanzleramt, zuständig für die Aufsicht über den BND in den Bereichen Organisierte Kriminalität und leitete ab 2002 die Abteilung „Intelligence: Strategic Assesment & Analyisis“ bei der EU (OLAF). Kein geringerer als Dr. Hetzer formuliert Hitlers damaligen Kernpunkt des NSDAP-Parteiprogramms gegen die Räuber aus dem Bank- und Börsenschiebergewerbe wie folgt neu:

„Die anhaltend verheerende weltwirtschaftliche Entwicklung ist kein unvermeidbares, schicksalhaftes Verhängnis, sondern das Produkt aus politischen Fehlentscheidungen, wirtschaftlicher Inkompetenz und krimineller Energie. Mit der Verwendung des Begriffs ‚Finanzkrise‘ finden Täuschungen statt, die den Eindruck erwecken sollen, dass das System der globalen Kapitalmärkte nur einer vorübergehenden Störung ausgesetzt sei. So wird davon abgelenkt, dass Organisationen, Institutionen, Einzelpersonen und Gruppen – als übliche Bankgeschäfte getarnt – hemmungslos ihre eigenen Interessen verfolgen. Eine strafrechtliche Aufarbeitung findet allerdings nicht statt. Warum ist das so? Welche Straftatbestände könnten greifen? Höchste Zeit, dass das traditionell gegen die ‚Unterschicht‘ eingesetzte Strafrecht auch endlich bei der ‚Oberschicht‘ angewendet wird.“ [8]

Dr. Wolfgang Hetzer stuft die derzeitige globalistische Finanzwirtschaft – wie seinerzeit Adolf Hitler – „als rasante Entwicklung des internationalen Verbrechens“ ein. [9]

Im Parteiprogramm der NSDAP wird klipp und klar erklärt, um was es sich bei der „Zinsknechtschaft“ handelt und wie sie zerschlagen werden kann. Vor allem weist Adolf Hitler im NSDAP-Parteiprogramm darauf hin, dass die Weimarer Republik dieser „internationalen Verbrecherbande“ die Finanzmacht über das erarbeitete Geld der Menschen überlassen hatte. Im NSDAP-Programm hieß es dazu, was sehr an die heutigen Zustände erinnert:

„Das Sachverständigen-Gutachten und die darauf aufgebauten Dawesgesetze raubten Deutschland seine Finanzhoheit, diese wurde an eine Handvoll Großjuden, bzw. an aus- und inländische Großkapitalisten verschachert.“ [10]

Und heute? Die Finanzhoheit der BRD wurde im Rahmen des ESM-Vertrages gerade an einen Geheimbund abgetreten, der immun ist gegen jede Strafverfolgung, der von keiner Regierung kontrolliert werden darf und der den Deutschen Schulden nach freiem Ermessen in unbezifferbarer Höhe aufzuladen ermächtigt ist, damit die kommenden tausend Generationen der Deutschen unvorstellbaren Tribut an das „internationale Verbrechen“ (Dr. W. Hetzer) abliefern müssen. Die ESM-Kernpunkte lauten:

„Wenn der ESM-Rettungsschirm installiert ist, darf er über den Gouverneursrat Zugriff auf die deutschen Staatsfinanzen nehmen. Er steht außerhalb demokratischer Kontrolle. … Der ESM-Fonds kennt keine Veröffentlichungspflichten wie etwa bei der Europäischen Zentralbank (EZB), er kann daher in Geheimrunden Entscheidungen treffen. … Der Gouverneursrat kann mit einfacher Mehrheit, also gegen die Stimme Deutschlands, das nichteingezahlte Aktienkapital von vielen hundert Milliarden Euro jederzeit innerhalb von sieben Tagen ‚unwiderruflich und uneingeschränkt‘ anfordern. Können andere Euro-Staaten nicht zahlen, wird auch Deutschland deren Anteil der Zuzahlung übernehmen müssen.“ [11]

Nach der Niederlage des Deutschen Reiches im 1. Weltkrieg gingen die Reparationszahlungen nur in kleinerem Umfang an die Siegerstaaten Frankreich und England, diese raubten vorwiegend die Wirtschaftsgrundlagen und Industrieanlagen. Aber die großen Billionensummen mussten an das internationale Finanz-Lobbytum geleistet werden, darauf einigten sich die dieser Lobby dienenden Siegermächte. Bekannt wurden diese Tributleistungen, die in Deutschland über eine Million Hungertode forderte, als „Dawes-Tribut“ und „Young-Elend“. Heute wird abgeliefert unter den Decknamen „Bank- und Euro-Rettung“ bzw. „IWF-Aufstockung“.

Der sogenannte Internationale Währungsfonds (IWF) ist nur ein anderes Instrument dieser „internationalen Bande“, der unter der Lüge operiert, diese Institution würde Länder retten, wie jetzt die Euro-Länder. Verschwiegen wird, dass die zu rettenden Länder, am Ende nur die BRD, diese Rettungsmittel erst einmal dort einzahlen müssen, bevor sie etwas davon zurückerhalten. Sie leihen sich also ihr eigenes Geld zu Wucherzinsen zurück. Das ist immer das Grundkonzept dieser Bande, egal wie die „Rettungsprogramme“ auch heißen mögen:

„Die Krisenkasse des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird um rund 325 Milliarden Euro aufgestockt und einen großen Teil davon wird Deutschland beisteuern. Überweisen wird das Geld die Bundesbank, das finanzielle Risiko aber tragen die Steuerzahler.“ [12]

Interessant ist, dass die USA (und im Schlepptau Kanada) sich an den Einzahlungen nicht beteiligen, mit der wahren Begründung, die Aufstockung sei nicht notwendig:

„Die USA, der größte IWF-Anteilseigner, und Kanada beteiligen sich an der Aktion allerdings nicht, sie halten die Mittelaufstockung für nicht notwendig.“ [13]

Natürlich sind Mittelaufstockungen nicht notwendig, denn die Hilfe, die angeblich den Staaten zukommen soll, müssen diese ja zuerst beim IWF einbezahlen. Mit anderen Worten bezahlt nicht nur jeder „hilfsbedürftige“ Staat zuerst seine ihm zuzuteilende Hilfe selbst ein, sondern leistet für sein eigenes eingezahltes Hilfegeld dann bei der Zurückleihung auch noch horrende Zinsen an die Hyänen in Übersee. Der IWF wird letztlich von der FED (die private jüdische Notenbank der USA) kontrolliert.

Mit der Aufgabe der Finanzhoheit der Staaten zugunsten der geheimen Finanzmacht, des „internationalen Verbrechens“ (Dr. Hetzer, Leyendecker), erstellen diese Finanzmächte ganz einfach Trillionensummen in ihren Computern, vergeben diese Kunstsummen an die Staaten, die dafür aber reale Zinsen bezahlen müssen, und das bis in alle Ewigkeit. Sie schaffen also durch einen Computer-Klick jede Summe, ohne dafür auch nur einen einzigen Cent an Kosten aufbringen zu müssen, ohne auch nur einen einzigen Cent an Risiko tragen zu müssen, und im Gegenzug erhalten sie dafür die Arbeitskraft aller kommenden deutschen Generationen sowie das Boden- und Betriebsvermögen der Deutschen zur vollständigen Ausraubung übereignet.

Die Rückzahlung der Grundsummen (Schuldsummen) ist nie beabsichtigt, da diese sowieso künstlich erzeugt wurden durch Inflations-Computer-Geld. Es geht allein um den ewigen Zinstribut, der aus dem Nichts entsteht (angebliche Finanzierungen von staatlichen Projekten, obwohl es sich um selbsterzeugte Kunstkredite des Finanzkapitals handelt), aber in wirklichen Leistungen zurückbezahlt werden muss. Im NSDAP-Parteiprogramm wird diese Tatsache verständlich gemacht und klar als zu beseitigendes Ziel definiert:

„Unser geltendes Recht schützt zwar ganz besonders das Eigentum des Einzelnen. Ein kleiner Diebstahl wird oft im Rückfall unmenschlich bestraft, dagegen bieten unsere Gesetze keine Handhabe, die Großgauner zu fassen, die mit ‚kapitalistischen Methoden‘ die ganze Bevölkerung bestehlen. Wir denken hier in erster Linie an die Urheber und Nutznießer der Inflation: Aber zum Schaden der Allgemeinheit bedeuten die Obligationen eine ‚Verpfändung‘ der neuen Werke an das Finanzkapital, das sich natürlich alle Rechte sichert, die Preise diktiert und allen Nutzen für sich nimmt. In Wirklichkeit ist somit das Finanzkapital um die ausgebauten nationalen Wasserkräfte bereichert worden, auf eine ‚Rückzahlung‘ legt die Finanz gar keinen Wert, sie will eine dauernde Melkkuh aus derartigen Monopolstellungen sich schaffen. Die Bevölkerung muß teueren elektrischen Strom, teueren Luftstickstoff usw. bezahlen. Das Leihkapital hat wieder einen Teil des Volksvermögens sich zinspflichtig gemacht.“ [14]

Für diese Ausraubung der Bevölkerung durch das Wucher- und Schiebertum sah das NSDAP-Programm folgendes vor:

„Wucher und Schiebertum, sowie die rücksichtslose Bereicherung auf Kosten und zum Schaden des Volkes wird mit dem Tode bestraft.“ Heute fordert Dr. Wolfgang Hetzer: „Es ist höchste Zeit, dass das traditionell gegen die ‚Unterschicht‘ eingesetzte Strafrecht auch endlich bei der ‚Oberschicht‘ angewendet wird.“ [15]

Adolf Hitler kam an die Macht und begann erfolgreich die Erkenntnis der Menschen gegenüber dem Übel in dieser Welt zu fördern, was ihn zum Feind Nummer eins dieser Menschenverachter machte. Denn mit der Reifung des Geistes und dem Erkenntnisgewinn verliert der Bankster seine Macht. Das uralte Programm der Finanzterroristen sieht schließlich vor, all jene zu töten, die Erkenntnis gewinnen, die Bescheid wissen über GUT und BÖSE. So steht es im Jüdischen Gesetz geschrieben:

„Gott der Herr gebot dem Menschen: ‚Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, nur vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn am Tage, da du davon issest, musst du sterben.“ [16]

Adolf Hitler schaffte es am Ende mit der Kraft des Geistes, getragen vom Volkswillen, zum Führer und Reichskanzler aufzusteigen. Er leitete die Weltenwende ein, die bis zu dem ihm aufgezwungenen Weltkrieg so segensreich für das deutsche Volk verlief, wie nichts zuvor in seiner Geschichte. Die Welt erstarrte vor Neid, aber auch vor Anerkennung. Viscount Rothermere, der bis 1939 Direktor des britischen Ministeriums für Informationen war und nach 1945 im Direktorium von Reuters saß, drückte das so aus.

„Es gibt keine lebende Person auf der Welt, deren Versprechungen ich im Zusammenhang mit wichtigen Dingen eher glauben würde, als dem Wort von Adolf Hitler.“ [17]

Und David Lloyd George (Britischer Premier Minister 1916-1922) sagte:

„Ja, Heil Hitler. Auch ich sage das, weil er wahrhaftig ein Großer Mann ist. … Zum ersten Mal seit dem Krieg hat sich ein allgemeines Gefühl der Sicherheit und des Friedens durchgesetzt. Die Menschen sind glücklicher. Im ganzen Land trifft man auf ein zufriedenes, lebensfrohes Volk. Es ist ein viel glücklicheres Deutschland. Ich beobachtete das überall. Und Engländer, die ich auf meiner Reise durch Deutschland traf, die mit Land und Leuten vertraut sind, waren ebenso stark beeindruckt von diesen großen Veränderungen. Dieses wunderbare Phänomen wurde von einem einzigen Mann geschaffen.“ [18]

Wegen dieser Leistungen und wegen der Aufklärung über die ewige Finanz-Mafia wurde die ganze Welt damals in den Krieg gegen das blühende Deutsche Reich getrieben. Das Aufsichtsratsmitglied der südafrikanischen Notenbank, Stephen Goodson, erklärte kürzlich in einem Radio- und Fernsehinterview:

„Der Holocaust ist eine gewaltige Lüge, mit der viele Ziele verfolgt werden. Natürlich geht es dem Weltfinanz-Judentum im Prinzip darum, enorme Summen von Geld aus den Deutschen herauszuschinden … Das internationale Bankensystem stellt die Hitlerzeit immer wieder als die Zeit des Bösen dar, um die Menschen blind gegenüber ihren Machenschaften zu halten … Adolf Hitler kam 1933 an die Macht und in der kurzen Zeit von nur sechs Jahren verwandelte er Deutschland. Er reduzierte die Arbeitslosigkeit von 30 Prozent auf null. Allen Deutschen gab er schuldenfreie Wohnungen, schuf exzellente Arbeitsverhältnisse und gab den Deutschen Respekt und Ehre zurück. In diesen sechs Jahren schuf Adolf Hitler ein Arbeiterparadies. Die Inflation befand sich bei NULL-Prozent und Deutschland wurde das wohlhabendste und mächtigste Land in der Geschichte Europas. … Das war der wirkliche Grund für den 2. Weltkrieg. Der Krieg hatte nichts mit dem Schutz von Menschenrechten zu tun oder mit dem Schutz von Polen oder mit all den anderen in den Geschichtsbüchern vorgeschützten Gründen. Deutschland wurde damals klargemacht, nur dann Mitgliedschaft der internationalen Völkerfamilie werden zu können, wenn es sich den Regeln der internationalen Banker unterwerfen würde.“ [19]

Die alte Welt vergeht,
eine neue entsteht!
Die Zeit der Nationalstaaten, der Freiheit, der völkischen Harmonie bricht mit dem Untergang dieses Systems an. Wir müssen helfen, den aufklärerischen Weg zu bereiten.

Im Gegensatz zu den Lobby-Politikern, die ihre Völker dem internationalen Bankstertum als Sklavenmaterial ausliefern und sich an ihre Lügenversprechungen aus Wahlkampfzeiten nur bei den nächsten Wahlen erinnern, verwirklichte Adolf Hitler sein Versprechen aus dem Programm der NSDAP. Die Folge war eine einzigartige wirtschaftliche Blüte und ein einzigartig glückliches Volk, wie wir aus berufenem Munde erfahren haben. Die segensreiche Verwirklichung des NSDAP-Parteiprogramms wurde von der Fachzeitschrift Wirtschafts-Woche wie folgt bestätigt:

„Das 3. Reich bietet nun zwei weitgehend verschiedene Ordnungen zum Vergleich. Von 1933 bis 1936 – etwa bis zum Rücktritt Hjalmar Schachts als Reichswirtschaftsminister – war Deutschland eine Marktwirtschaft, die sich deutlich von anderen Marktwirtschaften unterschied. So herrschte seit 1931 Devisenbewirtschaftung, seit 1932 Lohnstopp, seit 1933 Gewerkschaftsverbot. Ab 1936 wurde eine Planwirtschaft installiert, aber erst 1939 voll in Kraft gesetzt. Auch sie unterschied sich erheblich von sozialistischen Planwirtschaften: Das Privateigentum blieb erhalten, der Gewinn wurde nicht abgeschafft, das Gewinnstreben vielmehr in den Dienst der Wirtschaft gestellt. Die Arbeitslosigkeit ging von rund sechs Millionen im Winter 1932/33 auf 1,6 Millionen 1936 und hunderttausend 1939 zurück. Die Beschäftigung stieg um mehr als die Hälfte. Die Wachstumsrate des realen Sozialprodukts lag bei knapp zehn Prozent pro Jahr. Das Defizit im Staatshaushalt war minimal und lag selbst 1938 in der Zeit massiver Kriegsvorbereitungen, gemessen am Sozialprodukt, niedriger als heute. [Zur Zeit der] Kriegswirtschaft … lag die Produktion 1944 trotz Bombenkrieg und Rohstoffmangel höher als 1939. Diese Zahlen, die im Rest der Welt keine Entsprechung hatten, sind so aufregend, daß ihre Gründe aufgedeckt werden sollten … Können wir auf Erfolgsrezepte nur deshalb verzichten, weil Adolf Hitler sie angewandt hat?“ [20]

Übrigens: All jene, die sich sehr danach sehnen, im NSDAP-Parteiprogramm einen Plan zur Judenvernichtung zu entdecken, würden bei der Lektüre schmerzlichst enttäuscht sein.

Quellen:

1

Mein Kampf, Kapitel 2, Band 1

2

Maybrit Illner, ZDF, 12.04.2012

3

Welt.de, 15.04.2012

4

Parteiprogramm der NSDAP

5

Adolf Hitler in der Prozeßrede 1924 (im Buch „Der Weg der NSDAP)

6

MEIN KAMPF, Kapitel 8, Band 1

7

NSDAP-Parteiprogramm

8

Rückseite Umschlag des Buches FINANZ-MAFIA, Wolfgang Hetzer, Westend-Verlag 2011

9

ebenda, Erklärung von Hans Leyendecker

10

Das Parteiprogramm der NSDAP

11

Welt.de 31.03.2012

12

Spiegel.de, 25.04.2012

13

ebenda

14

NSDAP-Parteiprogramm

15

Rückseite Umschlag des Buches FINANZ-MAFIA, Wolfgang Hetzer, Westend-Verlag 2011

16

Genesis, 2:16-17

17

V. Rothermere, „Warnings and Predictions“, S. 180 – 183

18

K. Hierl, „Im Dienst für Deutschland“, S 163 und Lloyd George’s Artikel im Daily Express, 17.9.1936

19

Mail and Guardian online, Apr 13 2012

20

WirtschaftsWoche, Nr. 29/1991, S.110

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Quelle: National Journal

Die Hakenkreuz-Lüge – Das Verbrechen am deutschen Volk

Mit der Vernichtung der Kultur vernichten sie das Volk

„Kostbarkeiten für den Export. Der Fund auf dem Meeresgrund umfasst rund 60.000 Teile, vor mehr als einem Jahrtausend für den Export bestimmt – es ist der älteste Schatz, den Taucher je dem Meer in Asien entrissen.“ (Der Spiegel, 13/2004, S. 170) Das Hakenkreuz, kunstvoll als Laubzierde in einen Teller graviert, war vor mehr als tausen Jahren ein erfolgreicher Exportartikel aus Asien. Jahwes Juden erstarren vor Angst vor dem Symbol ihres Gegenspielers, des arischen Gottes Marduk.

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Die Zerstörung des arischen Kulturerbes ist die Begleitmusik zur Auslöschung des deutschen Volkes. Während sich die vielen Abteilungen der Vereinten Nationen mit ihrer Arbeit brüsten, die Kulturgüter bedrohter Völker zu bewahren, unternehmen selbige Organisationen alle Anstrengungen, das arische Kulturerbe zu kriminalisieren und zu zerstören.

Nicht nur, dass man z.B. im ehemals arischen Deutschland systematisch die deutsche Sprache verhunzt, die deutsche Geschichte kriminalisiert und die Deutschen als Kreaturen mit Killer-Gen jedwedem Weltenmob zur Sonderbehandlung preisgibt, zerstört man ganz gezielt die kulturellen Wurzeln der arischen Deutschen. Allen Ernstes haben es die Fremden geschafft, das Zeigen des Hakenkreuzes (richtig: Swastika) als Verbrechen verfolgen zu lassen.

Das Hakenkreuz stammt noch nicht einmal von unseren direkten Vorfahren. Es handelt sich vielmehr um das kulturelle Symbol aller arischen Menschen zwischen Südamerika und den Azoren. Es ist Zehntausende von Jahren alt und hat im Raum des indischen Subkontinents seinen Ursprung. Jesus Christus verbrachte viele Jahre in Nordindien, kam zurück nach Palästina und kämpfte unter dem Hakenkreuz gegen den „Teufel“, wie er die führenden Juden nennt. Zu diesem Schluss kommen viele Religionsforscher, da die Qumran-Rollen über die Kampfzeit Jesu unter Verschluss gehalten werden. Um die Wahrheit über Jesus, Sohn der arischen Götter, zu vernichten, entstand die Legende, er sei Jude gewesen. Der Mann „aus Galiläa“ war Arier, gehörte zu den Galliern, die dort siedelten.

In Tibet, in Indien, in Pakistan usw. wird das sogenannte Hakenkreuz – heute wie vor Tausenden von Jahren – traditionell als Heiligtum gepflegt. Die Perversion ist nicht mehr zu beschreiben. Tibeter oder Inder, die in Deutschland heiraten, dürfen, da sie keine Deutschen sind, selbstverständlich ihren Ehebund unter dem Hakenkreuz segnen lassen, was fast immer bei Hochzeiten dieser Kulturvölker geschieht. Aber, was ist, wenn Deutsche Freunde zu solchen Feierlichkeiten eingeladen werden? Wenn die Deutschen auf den Speisen- und Glückwunschkarten das Hakenkreuz sehen und nicht sofort die Feier verlassen, können sie mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden.

Den Deutschen will man Glauben machen, Adolf Hitler sei der Erfinder des Hakenkreuzes gewesen, weshalb man dieses Sonnen- und Jahreszeitensymbol heute verbieten müsse. Die Wahrheit ist, das Hakenkreuz war das Banner Marduks, Gott der Arier, unter dem er in Mesopotamien (heute Irak) gegen seinen Widersacher Jahwe kämpfte. Deshalb die Angst vor dem Heiligtum der Arier. Vielleicht entscheidet sich im Irak sogar das Schicksal der Arier und der Juden. Für Amerikas „Neokons“ und Israel wurde der Krieg nämlich nicht alleine wegen der finanziellen Pfründe geführt. Vielmehr spielten dabei kabbalistische Gründe eine maßgebliche Rolle. Bagdad war die Heimstätte Marduks und das altertümliche Mesopotamien wurde schon vor 4000 Jahren von den Assyrern (Arier, Marduks Völker) regiert. Saddam Hussein, der nicht nur das einzigartige Kulturerbe Marduks und Mesopotamiens pflegte, sondern das jüdische Gesetz sehr genau kannte, zog deshalb schon frühzeitig den Hass Israels auf sich.

Das Hakenkreuzverbot hat also gar nichts mit Adolf Hitler zu tun. In Wirklichkeit steht dahinter der ewige Antigermanismus orientalischer Minderheiten gegenüber dem arbeitsfreudigen Teutonentum als Kernvolk der Arier. Die Leistungskraft, der Idealismus und die Urgewalt seines schöpferischen Geistes macht den Germanismus zum verhassten Objekt, den es von der Erdoberfläche zu tilgen gilt, wie die zwei gegen Deutschland entfesselten Weltkriege beweisen.

Wie ist die Vernichtung des Germanismus am einfachsten zu erreichen? Indem sich die Germanen selbst erledigen. Dies wiederum kann nur gelingen, wenn man ihnen ihre Kultur, ihre Geschichte, ihre Heiligtümer und ihre Selbstachtung raubt.

Und warum wurde Adolf Hitler zur Symbolfigur des Antigermanismus‘? Dieser Volksdiktator hatte sich angemaßt, den Deutschen ihr kulturelles Erbe zurückzugeben und unter dem Banner Marduks und aller arischen Völker Widerstand gegen Jahwes Weltversklavung (Globalismus) zu leisten.

„Der eigentliche Kriegsgrund war die Hitlerische Störung einer funktionsfähigen Weltwirtschaft.“
(Hitlers Tischgespräche, Ullstein Verlag, Frankfurt 1989, S. 21)

Als wäre Adolf Hitler gar nicht weg, geht der Kulturkampf gegen den Germanismus tagtäglich in eine neue politische und mediale Hassrunde. Immer neue „Enthüllungen über von Deutschen unter Hitler verübte Verbrechen“ werden von der Gehirnwaschmaschine Fernsehen in die Köpfe der Jüngsten gepresst. Damit auch gar nichts schiefgehen kann, haben sich die Berufsenthüller aus Politik und Medien vorsichtshalber ihre „Enthüllungen“ mit dem sogenannten Volksverhetzungsparagraphen (§ 130 StGB) schützen lassen. D.h., wenn jemand die phantastischen Killergeschichten nicht zu glauben imstande ist, wandert er in den Kerker.

Deutschlands kultureller Herbst ist bereits vorbei, der Winter hat Einzug gehalten.

Das Hakenkreuz (Swastika)
Steht für „Güte und das Gute“. Verbunden mit der Sonnensymbolik. Das nach rechts zeigende Hakenkreuz hat die Bedeutung von vielverheißend, es symbolisiert den nördlichen Kurs der Sonne und das Erwachen der Natur im Frühling und Sommer. Das Hakenkreuz erscheint im Buddhismus, Jainismus und Hinduismus. Im Hinduismus ist es verbunden mit Vischnu, einer Sonnengottheit. Hakenkreuze werden üblicherweise an Häuser, auf Wagen und an Stallungseingängen angemalt, um das Böse abzuwenden. Das unheilverheißende nach links zeigende Hakenkreuz symbolisiert den südlichen Kurs der Sonne im Herbst und Winter und das zurücksterbende Leben.

Dictionary of Hindu, Thames & Hudson, London 2002, ISBN 0-500-28402-04, Seite 185

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Quelle: National Journal