Der Befreier Mussolinis – Otto Skorzeny – starb am 5. Juli 1975

Otto Skorzeny (Lebensrune.png 12. Juni 1908 in Wien; Todesrune.png 5. Juli 1975 in Madrid) war ein deutscher Offizier der Waffen-SS, zuletzt im Range eines SS-Obersturmbannführers.

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Otto Skorzeny

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Ausbildung

Am 12. Juni 1908 wurde Otto Skorzeny in Wien geboren. Er entstammte einer alten Soldatenfamilie der k.u.k. Monarchie. Skorzeny erlebte als Zwölfjähriger den von allen relevanten politischen Kräften Deutschösterreichs, linker wie rechter, gewollten Anschluss Deutschösterreichs an das Deutsche Reich mit (Verfassung vom 23. März 1919). Erst im Oktober 1919 wurde das schon als vereint gesehene Land wieder von den alliierten Siegermächten unter Missachtung des zuvor von ihnen propagierten „Selbstbestimmungsrechts der Völker“ zerissen.

Skorzeny prägten die alljährlich auf dem Wiener Heldenplatz stattfindenden Demonstrationen für die Wiedervereinigung Deutsch-Österreichs mit dem Deutschen Reich, aber auch 1921 die Volksabstimmung in Tirol, bei deren Ausgang 98,8% für einen Anschluss an das Deutsche Reich stimmten.

1926 beginnt er ein Studium der Ingenieurswissenschaften an der Technischen Hochschule Wien. Dort wird er wird Mitglied der schlagenden „Burschenschaft Markomannia zu Wien“ und holt sich beim akademischen Fechtkampf seine auffällige „Schmisse“ auf der linken Gesichtshälfte, weshalb er später von den Alliierten „Scarface“ (deutsch Narbengesicht) genannt wurde. Nach dem Maschinenbaustudium wurde er 1931 Diplomingenieur.

In seiner Freizeit spielte er Fußball und freundete sich mit dem späteren Reichs- und Bundestrainer Sepp Herberger an.

1927 kam es zum sozialistischen Umsturzversuch des Republikanischen Schutzbundes in Wien, an dessen Bekämpfung Skorzeny durch die „Heimatwehr“ des Fürsten Ernst Rüdiger Starhemberg und den „Heimatschutz“ des Majors Emil Fey teilnahm.

Das Verbot selbst eines harmlosen Abkommens über gegenseitige Zollfreiheit zwischen Österreich und dem Deutschen Reich durch die Siegermächte des 1. Weltkrieges motivierte Skorzeny für seinen Kampf um die Wiedervereinigung beider deutschen Länder.

Skorzeny, der sich als Gerüstbauer durchschlug, lernte im Jahre 1932 Joseph Goebbels kennen, als dieser in Wien eine Propagandarede hielt. Dieser mitreißende Augenblick veranlasste Skorzeny, der NSDAP beizutreten.

1933 etablierte sich in Österreich eine christlich-autoritäre Diktatur unter Engelbert Dollfuß, der sämtliche Parteien verbot und das Parlament auflöste.

Der Aufstand im Juli 1934 gegen das Dollfuß-Regime hatte keinen Erfolg, obwohl Dollfuß selbst dabei umkam. Skorzeny befand sich zum Zeitpunkte des Aufstands in Italien auf einer Urlaubsreise. Dort lernte er Mussolini kennen. Dabei erfuhr er, dass der Duce fünf italienische Divisionen zum Einmarsch nach Österreich an der Grenze hatte aufmarschieren lassen für den Fall, dass der mit italienischem Geld finanzierte Aufstand gelungen wäre. Für Mussolini zählte das deutsche Österreich bis dahin zu seinem „römischen“ Interessensgebiet.

1935 wurde Skorzeny Mitglied des „Deutschen Turnerbundes“, der 60.000 militärisch geschulte Mitglieder hat, und wird dort Zugführer.

Auf Druck des Deutschen Reiches ernannte im März 1938 Bundespräsident Wilhelm Miklas den von Adolf Hitler geforderten Arthur Seyß-Inquart zum neuen Bundeskanzler. In der Nacht vom 10. auf den 11. März versuchte eine SA-Abteilung den Präsidentenpalast zu stürmen und Bundespräsident Miklas zu entführen, der aber von seiner Garde verteidigt wurde.

Skorzeny verhinderte durch sein Einschreiten als Zivilist ein Massaker. Seyß-Inquart bedankte sich persönlich bei Skorzeny.

Skorzeny machte nach dem Anschluss Österreichs einen selbst finanzierten Pilotenschein. Beruflich stieg er zum Teilhaber einer Gerüstebaufirma auf. Zu seinem Freundeskreise zählen Ingenieur Ferdinand Porsche und Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht, dessen Tochter er in zweiter Ehe heiratete.

Zweiter Weltkrieg

Skorzeny bewarb sich 1940 als Pilot bei der Luftwaffe, die ihn wegen seines zu hohen Alters von 31 Jahren ablehnte. Danach versuchte er es bei der Waffen-SS, die ihn als Ingenieur in einer Kfz-Instandsetzungskompanie einsetzte.

Skorzeny beim Führer Adolf Hitler

Den Westfeldzug durchlebte er in den Reihen des SS-Regimentes Germania. Am 30. Januar 1941 folgte seine Beförderung zum SS-Untersturmführer. Nachdem er im April 1941 in Serbien miteingerückt war, nahm er in den Reihen der SS-Division Das Reich am Ostfeldzug teil. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und kämpfte ostwärts von Kiew gegen eingeschlossene sowjetische Verbände. Danach stieß er mit seiner Division bis nach Moskau vor.

Im November 1941 wurde Skorzeny durch Stalinorgel-Raketen am Kopf verwundet, zog sich im Lazarett außerdem die Ruhr und Gallenkoliken zu.

Skorzeny wurde 1942 nach seiner Entlassung aus einem Wiener Lazarett nur noch „GvH“ geschrieben und zu einer Wachsoldateneinheit der „Leibstandarte Adolf Hitler“ nach Berlin versetzt. Der Dienst langweilte ihn dort, deshalb meldete sich Skorzeny zur Panzerwaffe. Vor seinem Fronteinsatz bei der SS-Division „Totenkopf“ erlitt Skorzeny einen Ruhrrückfall und wurde erneut zur Reserve der LAH nach Berlin zurückversetzt.

Im April 1943 bot man Skorzeny eine neue Verwendung: Für den Sonderlehrgang Oranienburg der Waffen-SS wurde ein neuer Chef gesucht, der gleichzeitig in Friedrichsthal bei Oranienburg eine Schule für den Agenteneinsatz hinter den feindlichen Linien aufbauen sollte. Skorzeny übernahm beide Aufgaben und wurde als SS-Obersturmführer der Reserve beim Amt VI, SD-Ausland (Auslandsnachrichtendienst) des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) kommandiert. Zusammen mit seinem Adjutanten, SS-Obersturmführer Karl Radl, zog er geeignete Soldaten für die neue Einheit heran und studierte gründlich alle Berichte über Ausbildung und Einsatz von Kommandotruppen. Zu den Aufgaben der Kommandotruppe gehörten Infanterie- und Pionierausbildung, der Umgang mit Granatwerfern, leichten Geschützen und Panzern, Fahrerausbildung an Motorrad, Auto, Motorboot und Lokomotive, sowie Sport und Reitunterricht.

Danach wurde er zum Hauptsturmführer (Hauptmann) d.R. befördert. Viele seiner von ihm geplanten Operationen sahen die verantwortlichen Vorgesetzten als „zu riskant“ an und lehnten sie ab. Er bezeichnete sie selbst als „Einsätze, die Wunschträume blieben“ – von denen jeder einzelne im Erfolgsfall den Krieg hätte entscheiden können.

Die Befreiung Mussolinis

Am 25. Juli 1943 wurde Benito Mussolini durch ein Komplott, das von hohen Funktionären der faschistischen Partei vorbereitet worden war, abgesetzt, verhaftet und an einem unbekannten Ort untergebracht. Skorzeny wurde daraufhin, zusammen mit fünf anderen Offizieren, ins Führerhauptquartier befohlen.

Adolf Hitler wählte ihn für eine Aufgabe aus, die er ihm unter vier Augen erläuterte. Er sei davon überzeugt, dass Italien unter einer – vom König eingesetzten neuen Regierung – bald aus dem Kriege ausscheiden und den Duce an die Alliierten ausliefern werde.

Ende 1943 erfolgte Adolf Hitlers Befehl, den nach dessen Sturz von Landsleuten festgesetzten Benito Mussolini zu befreien. General Kurt Student beauftragte den Kommandeur des Fallschirmjäger-Lehr-Bataillons Major Harald Mors mit der Durchführung. Skorzeny beteiligte sich mit einem kleinen SS-Trupp.
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Otto Skorzeny und Adolf Hitler

Skorzenys Aufgabe sei es gewesen, den Aufenthaltsort Mussolinis ausfindig zu machen und ihn aus seiner Gefangenschaft zu befreien. Der Einsatz sollte mit größter Geheimhaltung vorbereitet und durchgeführt werden. Nach Rücksprache mit General Student gab Skorzeny vom Führerhauptquartier aus seine Weisungen, für die Bildung einer Einsatzgruppe, nach Berlin durch. Bis zum nächsten Morgen mussten etwa 40 Mann mit Tropenuniformen, Zivilanzügen, Waffen, Sprengstoff, Funkgeräten, Fallschirmen und neuen Soldbüchern versehen werden, um in Italien die Anwesenheit von Angehörigen der Waffen-SS zu verbergen.

Es war vor allem das Verdienst des Polizeiattachés an der deutschen Botschaft in Rom, des SS-Sturmbannführers Herbert Kappler, dass die häufig wechselnden Aufenthaltsorte Mussolinis ermittelt werden konnten. Einer der Aufenthaltsorte, an denen Mussolini schwer bewacht wurde, war die nördlich von Sardinien gelegene Seefestung Maddalena. Skorzeny traf Vorkehrungen, Mussolini durch den Handstreich von Soldaten, die durch Schnellboote auf die Insel gebracht werden und die italienischen Wachen überwältigen sollten, zu befreien.

Die Aktion, die am 28. August 1943 durchgeführt werden sollte, musste jedoch gestoppt werden, nachdem bekannt geworden war, dass man Mussolini unmittelbar vorher weggebracht hatte. Die neue italienische Regierung war also über die geplante Aktion auf Maddalena scheinbar unterrichtet und konnte deshalb Mussolini, im letzten Augenblick, von der Insel bringen lassen. Später stellte sich heraus, dass der Abwehr-Chef und später als Hoch- und Landesverräter entlarvte Admiral Canaris, auch diese Aktion verraten hatte.

Der 1,96 m große SS-Sturmbannführer Otto Skorzeny mit Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und Stahlhelm als Kommandeur des SS-Sonderverbands z.b.V. „Friedenthal“

Glücklicherweise konnte der neue Aufenthaltsort Mussolinis schnell festgestellt werden. Es handelte sich um das Sporthotel am Gran Sasso im Abruzzen-Gebirge – in etwa 2.000 Metern Höhe. Skorzeny und Radl überflogen am 8. September 1943 das Gebiet und machten Aufnahmen vom Gran Sasso. Kurz darauf konnte auch die Entwaffnung der Italiener durch die deutschen Truppen durchgeführt werden. Da nach der Kapitulation der italienischen Armee die Auslieferung Mussolinis an die Alliierten zu erwarten war, musste dessen Befreiung in höchster Eile versucht werden. Ein Einsatz gegen das Hotel war nur möglich, durch eine Luftlandeoperation mit Lastenseglern.

Kurzfristig wurden aus Südfrankreich zwölf solcher Fluggeräte nach Italien befohlen. In ihnen konnten, außer dem Piloten noch neun Mann untergebracht werden. Als Landeplatz legte Skorzeny eine Wiese in der Nähe des Hotels fest. Gleichzeitig sollte ein Fallschirmjäger-Bataillon im Tal die Bodenstation einer Seilbahn besetzen welche zum Hotel führte. Karl Radl machte noch den Vorschlag, den Carabinierigeneral Soleti mitzunehmen, der den italienischen Wachmannschaften gut bekannt war, und durch ihn den Befehl erteilen zu lassen, nicht auf die deutschen Soldaten zu schießen. Am 12. September 1943 kam es zum Start. General Student verabschiedete 17 Männer der Waffen-SS und 90 Fallschirmjäger am Flugplatz Pratica di mare. Einmal über dem Landegebiet erkannte Skorzeny jedoch, dass die von ihm als Wiese angesehene Fläche, irrtümlicher Weise ein Skisprunghügel war. Eine Landung war dort also nicht möglich. Skorzeny befahl nun dem Piloten, in einer Art abgefangenem Sturzflug, möglichst nahe am Hotel zu landen. Sein Segler kam etwa 15 Meter vor dem Gebäude zum Stillstand.

Skorzeny, die Männer seines Flugzeugs und der Carabinierigeneral Soleti rannten auf das Hotel zu. Karl Radl, dessen Segler unmittelbar hinter dem von Skorzeny landete, hat diesen Moment in seinem Buch „Befreier fallen vom Himmel“ beschrieben:

„Skorzeny nimmt seine Männer, sie laufen auf das Hotel zu. Da, ein italienischer Posten. General Soleti ruft ihn an: ‚Nicht schießen! Nicht schießen!’ Der Posten wird stehen gelassen, weiter auf das Hotel zu. Eine Tür fliegt auf. Das ist der Funkraum. Ein italienischer Soldat am Funkgerät. Er fliegt mit einem Ruck vom Stuhl. Ein, zwei Kolbenschläge mit der Maschinenpistole, und das Funkgerät ist unbrauchbar. Das wäre geschafft. Um Hilfe können die nicht mehr rufen. Doch keine Tür führt aus dem Kellerraum. Zurück, hinaus. Es geht um die Ecke am Vorbau. Wieder ein Posten. ‚Nicht schießen! Nicht schießen!’ ruft der General. Und auch dieser Posten schießt nicht. Da, eine zwei Meter hohe Betonmauer. Skorzeny steigt über die Schulter eines Mannes hinauf. Tritt ihn halb zusammen dabei. Der hilft den anderen aber auch noch hinauf. Sie stehen auf der Terrasse vor der Hausfront, wollen auf den Haupteingang zu, da fängt sich eben die 3, das ist mein Flugzeug, an der Fallschirmbremse in die Waagerechte vom Sturz auf, es ist vielleicht eine Minute vergangen. Alles zählt nur noch nach Sekunden. Meine Maschine schlägt auf, hebt sich nochmals, wird noch 50 Meter hinausgeschleudert und landet, zirka 100 Meter vor dem Hotel. Und schon eilen wir dem Chef zu Hilfe. Der sieht eben auch den Duce am Fenster. ‚Duce, treten Sie vom Fenster zurück, weg vom Fenster!’ ruft Skorzeny, er befürchtet doch noch das Entstehen einer Schießerei, und da kann leicht ein Unglück geschehen. Wir dringen weiter auf das Hotel vor… Noch bevor ich den Eingang erreiche, sind Skorzeny und Schwerdt eingedrungen, haben sich ohne Waffengebrauch einen Weg durch die Carabinieri gebahnt. Die sind völlig fassungslos und wollen aus dem Hotel heraus. Sie haben offenbar gerade Mittagsruhe gehalten. Zum Teil haben sie ihre Maschinenpistolen dabei, zum Teil sind sie ohne Waffen. Sie sehen ihren General, den viele kennen, und keiner schießt. Skorzeny und Schwerdt rasen eine Treppe in dem seinem Inneren nach vollkommen unbekannten Hotel hoch. Skorzeny reißt eine Tür auf im ersten Stock. Es ist die richtige. Drinnen steht Mussolini. Bei ihm sind zwei Offiziere und ein Mann in Zivil. Sie fliegen im Bogen heraus. Dann sind sie allein. Da erscheinen auch schon die Unteroffiziere Gföller und Gläsner in der Tür. Und als ich selbst durch die offene Tür trete, meldet Skorzeny gerade: ‚Duce, der Führer schickt uns, Sie zu befreien!’ Mussolini ist sehr bewegt. Er antwortet nur: ‚Ich wusste, daß mich der Führer nicht im Stich lassen würde.’ Drückt Skorzeny die Hand, umarmt ihn, küsst ihn auf die Wange, dasselbe geschieht mir, Schwerdt und Warger.“

Der italienische Kommandant des Hotels kapitulierte und wenig später konnte ein Fieseler Storch landen, der Mussolini und Skorzeny vom Gran Sasso zu einem Flugplatz brachte, von wo aus sie nach Wien flogen. Dort erhielt Skorzeny folgenden Anruf von Adolf Hitler:

„Skorzeny, Sie haben eine militärische Tat glücklich zu Ende geführt, die in die Geschichte eingehen wird. Mir haben Sie meinen Freund Mussolini wiedergegeben. Ich habe Ihnen das Ritterkreuz verliehen und sie zum SS-Sturmbannführer befördert. Ich möchte Ihnen meine Glückwünsche aussprechen.“

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Das Attentat vom 20. Juli

Skorzeny war in den folgenden Monaten mit der Verstärkung seiner Kommandotruppen und der Entwicklung neuer Waffen für ihre Einsätze voll ausgelastet. Aus seinem Sonderverband z.b.V. Friedenthal entstand der Jagdverband Mitte mit fünf Bataillonen, einem Lehrbataillon und anderen Einheiten. Durch Zufall musste er am 20. Juli 1944 wieder eine unvorhergesehene Aufgabe übernehmen. An diesem Tag brachte Oberst Stauffenberg während einer Lagebesprechung im Führerhauptquartier eine Sprengladung zur Explosion, die Adolf Hitler und seine engeren Mitarbeiter töten sollte. Nach der Ausschaltung des Führers sollte das Ersatzheer die Macht übernehmen. Das Attentat schlug aber fehl und Adolf Hitler wurde nur leicht verwundet. Skorzeny hatte am 20. Juli 1944 gerade einen Zug von Berlin nach Wien bestiegen, als er erfuhr, dass von den Verschwörern alarmierte Truppen auf Berlin vorrückten. Skorzeny rückte mit einer Kompanie seiner Soldaten gegen den Sitz des Befehlshabers des Ersatzheeres vor, in dem die Verschwörer jedoch schon von Offizieren des Heeres festgenommen und einige von ihnen erschossen worden waren. Der Befehlshaber des Ersatzheeres war inzwischen befreit, jedoch seines Postens enthoben worden. Skorzeny veranlasste daraufhin die Offiziere, ihre Arbeit wieder aufzunehmen, wärend er dafür sorgte, dass die für Rüstung, Nachschub und Ersatz zuständige Dienststelle des Heeres ihre Aufgaben wieder erfüllte.

Skorzeny in Ungarn

Im September 1944 erteilte der Führer Skorzeny einen neuen Auftrag. Der ungarische Reichsverweser Horthy hatte sowohl mit den West-Alliierten, wie auch mit den Sowjets Fühlung aufgenommen und bereitete die Kapitulation seines Landes vor.

Skorzeny sollte diesen Abfall verhindern. Er versammelte seine Einheiten im Raum Wien, veranlasste ihre Ausrüstung mit neuem Material und Fahrzeugen und begab sich in Zivil zur Erkundung nach Budapest. Fünf Wochen lang orientierte er sich über die örtlichen Verhältnisse. Es stellte sich heraus, dass als Beauftragter Horthys dessen Sohn Niklas über den jugoslawischen Partisanenführer Tito mit den Sowjets Kontakt aufgenommen hatte und die Waffenstillstandsverhandlungen vorbereitete. Am 15. Oktober 1944 wurde Niklas Horthy bei einem mit Titos Beauftragten geplanten Zusammentreffen von SS-Männern festgenommen. Wenige Stunden später verkündete der ungarische Rundfunk, dass Horthy mit den Sowjets einen Waffenstillstand abgeschlossen habe.

Skorzeny befahl daraufhin für die Morgenstunden des 16. Oktober 1944 die Besetzung der Budapester Burg, in der Horthy seinen Amtssitz hatte. Um Mitternacht umzingelte ein Teil seiner Truppen den Burgberg, den anderen stellte Skorzeny zu einer Marschkolonne zusammen, mit der er bis zur Burg vorrücken und so den Eindruck erwecken wollte, es handle sich um eine vereinbarte Maßnahme. Der Plan gelang; die aufgestellten Pak-Geschütze der Ungarn feuerten nicht und schließlich kapitulierte der ungarische General. Am nächsten Tag wurde die ungarische Armee auf eine neue Regierung vereidigt, die den Kampf gegen die Sowjets an deutscher Seite fortsetzte. Eine große Gefahr für die deutschen Truppen war somit durch Skorzeny und seine Männer beseitigt worden. Als Skorzeny dem Führer seinen Einsatz in Budapest schilderte, sagte der ihm:

„Das haben Sie gut gemacht, lieber Skorzeny. Ich habe Sie mit Wirkung vom 16. Oktober 1944 zum SS-Obersturmbannführer befördert und Ihnen das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.“

Darauf machte er Skorzeny mit seiner nächsten Aufgabe vertraut.

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Die Ardennenoffensive

Im Westen war der Vorstoß der Engländer und Amerikaner an der Reichsgrenze zum Stehen gebracht worden. Der Führer plante eine neue Offensive, die aus dem Raum zwischen Aachen und Luxemburg durch die Ardennen bis an die Kanalküste führen und danach die feindlichen Kräfte nördlich der Linie Bastnach – Brüssel – Antwerpen vernichten, sowie Antwerpen als Nachschubhafen der Alliierten ausschalten sollte. Skorzeny wurde im Rahmen der Operation Greif die Aufgabe übertragen, durch Soldaten in englischer und amerikanischer Uniform die Maasbrücken zwischen Lüttich und Namur in Besitz zu nehmen und sie bis zum Eintreffen der regulären Truppen vor Sprengungen zu schützen. Außerdem sollten kleine Kommandos in feindlicher Uniform hinter den amerikanischen Linien falsche Befehle erteilen, Nachrichtenverbindungen stören, alliierte Truppen irreleiten und in ihren Reihen Verwirrung stiften. Dieser Einsatz ist bestimmt wirkungsvoll gewesen. Bald liefen brauchbare Nachrichten ein über die Situation hinter den feindlichen Linien. Der Führer einer Gruppe schickte zum Beispiel ein amerikanisches Panzerregiment in eine falsche Richtung, ließ Fernsprechleitungen zerstören und Wegweiser der amerikanischen Truppen entfernen. Noch größer als diese Wirkung waren aber Konfusion und Spionagehysterie, die nun hinter den amerikanischen Linien ausbrachen.

Die Oderfront

Nach dem Zusammenbruch der Ostfront erhielt Skorzeny den Befehl, mit seinen Jagdverbänden, Friedenthaler (als Teil des SS-Jagdverbandes „Mitte“) und dem SS-Fallschirmjägerbataillon 500 (inzwischen zum SS-Fallschirmjägerbataillon 600 umbenannt) ostwärts der Oder um Schwedt einen Brückenkopf zu bilden und zu halten, der für spätere Offensiven gegen die Rote Armee gedacht war. Skorzeny sicherte das Gebiet wie befohlen, sammelte zurückgehende deutsche Soldaten und SS-Freiwillige des fehlgeschlagenen Unternehmens Sonnenwende und füllte mit ihnen seine vier Bataillone auf, die den Grundstock der Division Schwedt (Kampfgruppe/Sperrverband Skorzeny) bildeten. Er konnte auch zahlreiche Flüchtlinge sicher über die Oder bringen. Am 28. Februar 1945 sagte ihm der Führer:

„Skorzeny, ich muß Ihnen danken für Ihre Leistungen an der Oderfront. Ihr Brückenkopf war lange Tage der einzige Lichtblick. Ich habe Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen und werde es Ihnen in einigen Tagen aushändigen. Dann müssen Sie mir über Ihre Erfahrungen berichten.“

Bei Kriegsende geriet Skorzeny, am 20. April 1945 noch zum SS-Standartenführer befördert, in der Nähe von Salzburg in amerikanische Gefangenschaft.

Skorzeny sagte in einem Interview von 1953, daß er mit hundert zuverlässigen Männern und zwei Hubschraubern auch die Gefangenen aus dem Spandauer Kriegsverbrechergefängnis leicht hätte befreien können.

Nachkriegszeit

Im Jahre 1947 wurde er in Dachau wegen des Einsatzes von Soldaten in feindlicher Uniform im Zuge der Operation Greif angeklagt, jedoch freigesprochen. Bis zum Juli 1948 wartete er im Lager Darmstadt auf sein sogenanntes Entnazifizierungsverfahren, das aber immer wieder verschoben wurde um Skorzeny lange in Haft zu behalten. Deshalb wählte er von sich aus den Weg in die Freiheit. Er blieb noch zwei Jahre in Deutschland und Frankreich und ging 1951 nach Spanien, wo er sehr erfolgreich als Ingenieur tätig war. Auch hat er geholfen, einen ägyptischen Geheimdienst mit dem Namen Moukhabarat zu formieren. Ein schweres und unheilbares Lungenleiden führte ihn 1975 zur ärztlichen Behandlung nach Heidelberg. Dort waren die letzten Besucher vor seiner Rückkehr nach Spanien, acht Tage vor seinem Tod, Hans Ulrich Rudel und Waldemar Schütz. Otto Skorzeny berichtete ihnen bei dieser Gelegenheit von seinem Besuch im Führerhauptquartier im Herbst 1944, als der Führer erkrankt war und ihn an seinem Bett empfing. Der Führer sagte ihm an diesem Tag, er habe die Atombombe deshalb nicht bauen lassen, weil er nicht die Verantwortung dafür übernehmen wollte, dass die Menschheit durch ein solches „Teufelswerk“ vernichtet werde.

Am 5. Juli 1975 starb Otto Skorzeny in Madrid. Seine Urne wurde in Wien beigesetzt.

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Otto Skorzeny im Familiengrab in Wien mit Lebens- und Todesrunen (ᛉᛣ)

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Quelle: Metapedia

Zum Gedenken an Adolf Hitlers Mutter – Klara Hitler

Klara Hitler (* 12. August 1860 als Klara Pölzl (falsche Schreibweise: Pelzel) in Spital/Weitra; † 21. Dezember 1907 in Linz) war eine Deutsche aus Österreich und die Mutter Adolf Hitlers.

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Herkunft

Ihr Lebenslauf unterschied sich in nur wenigen Dingen von dem anderer Bauerntöchter dieser Zeit. Aus ihrer Jugendzeit ist nur wenig bekannt, sie wuchs wie tausende andere Bauernkinder im Waldviertel Oberösterreichs, in einer armen Gemeinde, in Spital auf. Klara Pölzl verlebte in dem ärmlichen, kinderreichen Haushalt eine kümmerliche, entbehrungsreiche Jugend. Klara, am 12. August 1860 geboren, war unter den zwölf Kindern eines der jüngsten. Ihre Eltern, Johann Baptist Pölzl und Johanna Pölzl geb. Hüttler, arme Kleinhäusler, wie viele andere, konnten ihr keine bessere Bildung finanzieren, wodurch sie schon von Kindesbeinen an gezwungen war als Haushaltshilfe und Stubenmädchen zu arbeiten. Darüber hinaus gab es für eine junge Frau ihres Standes kaum mehr Möglichkeiten, außer sie hatte das Glück durch Heirat ihre soziale Stellung in der Gesellschaft zu verbessern.

Im Jahre 1875, als Klara Pölzl 15 Jahre alt war, rief sie ihr Verwandter, der Zollbeamte Alois Schicklgruber in Braunau/am Inn, zu sich, damit sie seine Gattin im Haushalt unterstütze. Alois Schicklgruber, der erst im darauffolgenden Jahr den Namen Hiedler annahm, den er in Hitler änderte, war damals mit Anna Glasl-Hörer verheiratet. Diese erste Ehe Alois Hitlers mit der 14 Jahre älteren Frau blieb kinderlos und wurde schließlich geschieden. Als seine Frau 1883 starb, heiratete Alois Hitler Franziska Matzelsberger, eine Frau, die 24 Jahre jünger war als er. Aus dieser Ehe stammen die beiden Halbgeschwister Adolf Hitlers, Alois und Angela. Klara hatte während der ersten, teilweise getrennten Ehe Alois Hitlers im Haushalt gearbeitet. Nach der zweiten Verehelichung aber verließ sie das Haus ihres Verwandten und ging nach Wien. Als jedoch Franziska, die zweite Frau Alois Hitlers, bald nach der Geburt des zweiten Kindes schwer erkrankte, rief Alois Hitler seine Nichte wieder nach Braunau zurück. Franziska starb am 10. August 1884 nach kaum zweijähriger Ehe. Am 7. Januar 1885, also ein halbes Jahr nach dem Tode seiner zweiten Frau, heiratete Alois Hitler seine Nichte Klara, die bereits ein Kind von ihm erwartete, den ersten Sohn Gustav, der am 17. Mai 1885, also nach kaum fünfmonatlicher Ehe, zur Welt kam und im frühen Kindesalter am 9. Dezember 1887 an Diphtherie starb.

Ehe mit Alois Hitler

Wenn auch Klara Pölzl nur eine Nichte zweiten Grades war, bedurften die beiden Brautleute doch einer kirchlichen Dispens, um heiraten zu können. Das bischöfliche Ordinariat in Linz erklärte, zur Erteilung dieser Dispens nicht ermächtigt zu sein, und leitete das Ansuchen nach Rom weiter, von wo es durch ein päpstliches Parere bewilligt wurde. Die Ehe Alois Hitlers mit Klara wurde von verschiedenen Bekannten, die in Braunau, Passau, Hafeld, Lambach und Leonding in der Familie verkehrten, als durchaus glücklich geschildert, was wohl auch auf ihr fügsames und anpassungsfähiges Wesen zurückzuführen war.

Hinzu kam aber auch die schwere seelische und physische Belastung dieser zarten Frau durch die rasch nacheinander geborenen Kinder: noch im Jahr der Eheschließung, 1885, wurde der Sohn Gustav geboren, 1886 eine Tochter Ida, die gleichfalls nach zwei Jahren an Diphtherie starb, 1887 wieder ein Sohn Otto, der drei Tage nach der Geburt verschied, am 20. April 1889 abermals ein Sohn Adolf. Fünf Jahre später wurde das Herz dieser Mutter noch einmal vom Schicksal schwer geprüft. Am 24. März 1894 hatte sie ein fünftes Kind, einen Sohn, namens Edmund, geboren, der gleichfalls in jungen Jahren, am 28. Februar 1900 in Leonding an Masern starb. Nach weiteren zwei Jahren kam als sechstes und letztes Kind am 21. Januar 1896 ein Mädchen namens Paula zur Welt.

Von ihren sechs Kindern hatte Klara Hitler also vier durch frühen Tod verloren.

  • Gustav (* 10. Mai 1885; † 8. Dezember 1887)
  • Ida (* 23. September 1886; † 2. Januar 1888)
  • Otto (* 1887; † 1887)
  • Adolf (* 20. April 1889; † 30. April 1945)
  • Edmund (* 24. März 1894; † 28. Februar 1900)
  • Paula (* 21. Januar 1896; † 1. Juni 1960)

Tod

Das Herz dieser leidgeprüften Frau mag unter diesen furchtbaren Belastungen zerbrochen sein, ihr blieb am Ende nur eines, die Sorge um die beiden noch lebenden Kinder, eine Sorge, die sie nach dem Tode ihres Mannes 1903 allein zu tragen hatte. Unterstützung bekam sie in dieser Zeit vor allem von ihrer Stieftochter Angela Raubal, die sie als Mutter betrachtete und auch so ansprach. Ihre wirkliche Mutter, Franziska Matzelsberger, war im Jahr nach der Geburt gestorben. Angela war für Klara Hitler wie eine zweite Tochter und daher sehr oft zu Gast bei ihr. Sie wohnte mit ihrem Mann ganz in der Nähe, wodurch ihr der Kontakt zu Klara Hitler leicht fiel.

Anfang 1907 verschlechterte sich der Gesundheitszustand ihrer Stiefmutter zusehends und Frau Hitler musste sich für eine Operation in Spitalsbehandlung begeben. Trotz dieses Eingriffs wurde sie zusehends schwächer und musste auch in der Zeit danach immer wieder das Bett hüten. Auch wenn sie sich zwischenzeitlich von ihrer Krankheit scheinbar erholte, war sie von ihrem Leiden bereits sichtlich gezeichnet. In einem Brief an ihren Sohn Adolf erfuhr dieser vom Ernst der Lage, um daraufhin seinen Aufenthalt in Wien abrupt abzubrechen und notgedrungen den Haushalt seiner Mutter zu führen. Diese Hilfe brachte für sie nicht nur eine physische, sondern auch eine in höchstem Maß mentale Entlastung, auch die kleine Tochter Paula wurde nun von ihrem Bruder versorgt. In dieser Zeit lebte Frau Hitler noch einmal richtig auf, sie genoss die Pflege durch ihren Sohn nun regelrecht. Noch nie war das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn so innig wie in diesen letzten Wochen ihres kurzen Lebens.

Noch am Vorabend ihres Todes nahmen all ihre Verwandten und Freunde von ihr Abschied, sie wussten alle, wie sehr Klara Hitler in den letzten Tagen gelitten hatte, ein Priester hatte ihr kurz zuvor die letzte Ölung gespendet. Wie schwer musste es ihren Kindern fallen, hier die richtigen Worte zu finden, kein tröstendes Wort konnte in diesem schicksalsschweren Augenblick die düstere Stimmung heben. Selbst Linz war in diesem kalten Dezember 1907 in ständige Dunkelheit getaucht und eine feuchte Kälte lag über der ganzen Stadt, dichter Nebel zog von der Donau herüber. Dieser Advent war nicht wie sonst von Frohsinn begleitet, die Umstände drückten nun zu schwer auf das Gemüt. Klara Hitler verstarb in den frühen Morgenstunden des 21. Dezembers im Kreis ihrer Familie, sie wurde gemäß ihres letzten Wunsches auf dem Friedhof in Leonding neben ihrem Mann beigesetzt. Wie könnten ihre Angehörigen jemals das anschließende Weihnachtsfest vergessen haben, das so sehr vom Ableben dieser großartigen Frau überschattet wurde.

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Das Grab der Eltern Adolf Hitlers in Leonding

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Das Grab der Eltern Adolf Hitlers

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Erstes NS-Wohlfahrtshaus Deutschlands:
Klara-Hitler-Haus-Düsseldorf

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Quelle: Metapedia

Hans-Ulrich Rudel – Fliegeras und Offizier der Luftwaffe

Hans-Ulrich Rudel (Lebensrune.png 2. Juli 1916 in Konradswaldau, Landkreis Schönau, Schlesien; Todesrune.png 18. Dezember 1982 in Rosenheim) war ein Stuka- und Schlachtflieger und Offizier der deutschen Luftwaffe. Er war der einzige Träger der höchsten Verleihungsstufe des Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit goldenem Eichenlaub, Schwertern und Brillanten und damit der höchstdekorierteste Soldat der deutschen Wehrmacht. Nach Kriegsende betätigte er sich als Fluchthelfer für durch die BRD verfolgte Nationalsozialisten, als Militärberater und unterstützte die Deutsche Reichspartei (DRP).

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Hans-Ulrich Rudel (1916-1982)

Frühe Jahre

Hans-Ulrich Rudel trat 1933 der Hitler-Jugend bei und stieg dort zum Jungscharführer auf. Nach seinem Schulabgang und Leistung des Reichsarbeitsdienstes trat er am 4. Dezember 1936 als Fahnenjunker in die Luftwaffe ein.

Am 1. Januar 1939 wurde er zum Leutnant befördert.

Zweiter Weltkrieg

Als Beobachter nahm Rudel zunächst in einer Aufklärungs-Gruppe am Polenfeldzug teil. Im September 1940 wurde er zum Stuka-Geschwader 2 „Immelmann“ versetzt und mit ihm nach Beginn des Russlandfeldzuges an der Ostfront eingesetzt. Bereits am ersten Tag des Unternehmens Barbarossa flog er vier Einsätze. Im Hafen von Kronstadt konnte er mit einer 1000kg-Bombe das sowjetische Schlachtschiff Marat durch einen Volltreffer in die Munitionskammer versenken. Nach der Vernichtung von fast 30 Panzern am 27. und 28.3.1943 wurde er zweimal namentlich im Wehrmachtbericht erwähnt, daraufhin am 1. April 1943 zum Hauptmann befördert und ab 18. September führte er als Kommandeur die dritte Gruppe des Geschwaders.

Als Oberst und Kommodore des berühmten Stukageschwaders „Immelmann“ wurde Hans-Ulrich Rudel als einzigem Soldaten des Zweiten Weltkrieges die höchste deutsche Tapferkeitsauszeichnung – das Goldene Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes – verliehen, sowie auch die höchste ungarische Dekorierung, welche mit einem Rittergut verbunden war.

Rudel – hier mit all seinen Auszeichnungen, jeweils fast in den höchsten Verleihungsstufen

Erfolge

Mit seinen einmaligen Leistungen und Erfolgen steht er mit Abstand an der Spitze der ruhmreichen Fliegerasse der Welt. Mit seinem Kanonenvogel, einer Junkers Ju 87 G mit zwei 3,7cm-Kanonen unter den Tragflächen, vernichtete er 519 Sowjetpanzer – davon 17 an einem Tage. Auf der Erfolgsliste reihen sich aneinander: ein Schlachtschiff, ein Kreuzer, ein Zerstörer, siebzig Landungsboote, neun Luftsiege, zahlreiche Artillerie-, Pak- und Flakstellungen, vier Panzerzüge, Hunderte von Feindfahrzeugen und die Zerstörung zahlreicher wichtiger Flussübergänge und Bunker.

Sechs Stukabesatzungen konnte er vor sowjetischer Gefangenschaft oder sogar deren Tod bewahren. Beim Rettungsversuch einer weiteren notgelandeten Besatzung geriet er selbst in Gefangenschaft, flüchtete jedoch und konnte trotz eines Steckschusses in der Schulter die etwa fünfzig Kilometer durch das sowjetische Hinterland zu den eigenen Linien überwinden. Bei seinen tollkühnen Einsätzen wurde Hans-Ulrich Rudel dreißigmal abgeschossen durch Flak und Infanteriewaffen, kein einziges Mal durch Jäger, und fünfmal verwundet und verlor durch Flaktreffer im Februar 1945 den rechten Unterschenkel, der amputiert werden musste. Mit oft blutendem Beinstumpf kämpfte der „Tapferste der Tapferen“, wie ihn die Ostfrontkämpfer nannten, weiter und war so bis zum letzten Kriegstage im Einsatz.

Namentliche Nennung im Wehrmachtbericht

  • 27. März 1944: Major Rudel, Gruppenkommandeur in einem Schlachtgeschwader, vernichtete im Süden der Ostfront an einem Tage 17 feindliche Panzer.
  • 28. März 1944: Zwischen Dnjestr und Pruth griffen starke deutsche Schlachtfliegergeschwader in die Kämpfe ein. Sie zerstörten zahlreiche feindliche Panzer und eine große Zahl motorisierter und bespannter Fahrzeuge. Dabei vernichtete Major Rudel wiederum neun feindliche Panzer. Er hat damit in mehr als 1.800 Einsätzen allein 202 feindliche Panzer vernichtet.
  • 3. Juni 1944: Major Rudel, mit dem höchsten deutschen Tapferkeitsorden ausgezeichnet, flog an der Ostfront zum 2000. Male gegen den Feind.
  • 6. August 1944: 27 weitere Panzer wurden durch Schlachtflieger vernichtet. Hiervon schoss Major Rudel allein 11 Panzer ab und erzielte damit seinen 300. Panzerabschuß durch Bordwaffen.
  • 10. Februar 1945: Oberst Rudel schoss in den letzten Tagen 11 sowjetische Panzer ab und erhöhte damit seine Abschusserfolge auf 516 Panzer.

Bilanz

Hans-Ulrich Rudel in seiner JU 87 G beim Start

Bilanz aus 2530 Feindflügen:

  • 519 russische Panzer
  • 1 Schlachtschiff
  • 1 Zerstörer
  • 70 Landungsboote
  • 800+ motorisierte Fahrzeuge
  • 150+ Artillerie-, Pak- und Flakstellungen
  • 9 Luftsiege (7 Jäger, 2 Schlachtflugzeuge Il 2)
  • …und viele Bunker, Brücken und Nachschublinien.

Kriegsgefangenschaft

Im Mai 1945 geriet er in VS-amerikanische Kriegsgefangenschaft, wo ihm seine Orden gestohlen aber nach Intervention von Offizieren zurückgegeben wurden.

Nachkriegszeit

Nachdem er 1946 aus der amerikanischen Gefangenschaft entlassen wurde, setzte sich Hans-Ulrich Rudel sogleich wieder für sein Volk und Vaterland ein.

1948 flüchtete er über die Schweiz nach Italien. In Rom gelangte er an einen gefälschten Pass des Roten Kreuzes mit dem Decknamen „Emilio Meier“ und landete mit einem Flug aus Rom am 8. Juni 1948 in Buenos Aires, wo er als Luftwaffenberater des argentinischen Staatschefs Juan Perón tätig war.

In Argentinien setzte er sein militärisches Wirken und seine nationalsozialistischen Aktivitäten fort. Rudel gründete in Buenos Aires das „Kameradenwerk“, eine Hilfseinrichtung für Nationalsozialisten. Im „Kameradenwerk“ versammelten sich neben dem SS-Mann Ludwig Lienhardt auch weitere Nationalsozialisten wie Kurt Christmann (Gestapo) und der österreichische Nationalsozialist Fridolin Guth. Sie unterhielten engen Kontakt zu, von der westlichen Siegerallianz gesuchten, Faschisten wie Ante Pavelić, Carlo Scorza sowie Nachfahren bekannter faschistischer Persönlichkeiten wie Vittorio Mussolini und Konstantin Freiherr von Neurath. Die Gruppe versorgte neben diesen nach Argentinien geflüchteten Nationalsozialisten auch in Europa inhaftierte Nationalsozialisten wie Rudolf Hess und Karl Dönitz unter anderem mit Lebensmittelpaketen aus Argentinien und durch die Übernahme von Anwaltskosten.

ZHans-Ulrich Rudel2.jpgusammen mit Willem Sassen schützte Rudel die Identität von Josef Mengele und sorgte für dessen Sicherheit. Nach Uki Goñi vermittelte Rudel für Mengele den Kontakt zu Perón. Rudel schrieb in Argentinien regelmäßig für das Monatsmagazin „Der Weg“, das sich an NS-Flüchtlinge richtete und von dem deutschen Militärgeheimdienstexperten und späterem NS-Fluchthelfer Reinhard Kopps, alias Juan Maler, herausgegeben wurde. Über seine Kriegserfahrungen schrieb Rudel mehrere Erfolgsbücher und verschaffte sich dabei eine Rolle in der Öffentlichkeit. In den folgenden Jahren machte Rudel Karriere als Militärberater und Waffenhändler für mehrere lateinamerikanische Länder. Durch Juan Perón erhielt er offiziell eine Anstellung im argentinischen Luftfahrtinstitut und kam schnell zu finanziell lukrativen Importlizenzen und Regierungsaufträgen. Gemeinsam mit Sassen wurde er als Militärberater und Waffenhändler für Generäle in Bolivien und für Augusto Pinochet (Chile) und Alfredo Stroessner (Paraguay) tätig.

Nach Peróns Sturz im Jahre 1955 verlegte Rudel seinen Wohnsitz nach Paraguay. Wie zu Juan Perón unterhielt er hier enge Kontakte zu Alfredo Stroessner. In der Bundesrepublik Deutschland unterstützte Rudel die Aktivitäten verschiedener nationaler Gruppierungen und Parteien. Im Bundestagswahlkampf 1953 trat er als Spitzenkandidat der „Deutschen Reichspartei“ (DRP) an, war in rastlosem Einsatz für die deutsche Sache und sollte bis zu seinem Tode auf zahlreichen Versammlungen des nationalen Lagers sprechen.

Ob in Deutschland, Südamerika oder anderswo, überall erhob Rudel seine Stimme für Volk und Vaterland. Im Jahr 1960 führte der Generalbundesanwalt Ermittlungen wegen „Geheimbündelei“ gegen Rudel. Nach dem Putsch von Pinochet von 1973 ließ sich Rudel in der Colonia Dignidad in Chile nieder. Er unterhielt weiterhin gute Kontakte zu Juan Perón, mit dem er sich noch Mitte der 1970er-Jahre fotografieren ließ.

In Südamerika bewegte sich Rudel „vor Allem in der Welt der Hochfinanz“ und war „Auslandsvertreter für mehrere deutsche Firmen“, so auch für den Siemens-Konzern. Dabei betätigte er sich 1973 auch als Vermittler bei Wirtschaftsprojekten zwischen Argentinien und Paraguay. Hierbei ging es um das Staudammprojekt Yacyretá. Am Bau dieses Wasserkraftwerks war auch die Firma Lahmeyer beteiligt, die laut argentinischer Polizeiberichte in Argentinien vom NS-Fluchthelfer Carlos Fuldner vertreten wurde. Fuldner war Leiter der „Reiseagentur Vianord“, einer Tarnorganisation. Laut Uki Goñi warb die Firma Lahmeyer Rudel als Lobbyisten an.

Hans-Ulrich Rudel3.jpgZum politischen Skandal kam es, als Rudel 1976 auf Einladung ranghoher Bundeswehroffiziere an einem Traditionstreffen des Sturzkampfgeschwaders 2 „Immelmann“ der Wehrmacht auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Bremgarten/Eschbach teilnahm. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesvertei­digungsministerium, Hermann Schmidt (SPD), hatte die Durchführung des Treffens im Fliegerhorst unter der Auflage, Rudel dürfe keine Rede halten, genehmigt. Als seitens einschlägiger Kreise Kritik aufkam, versetzte der Bundesminister der Verteidigung Georg Leber die Luftwaffengeneräle Karl-Heinz Franke und Walter Krupinski im Oktober 1976 in den Ruhestand, da sie die Einladung an Rudel ausgesprochen und darauffolgende Anfeindungen bezüglich der nationalsozialistischen Weltanschauung Rudels mutig und treffend mit der realen linkstotalitären KP-Vergangenheit des Sozialdemokraten Herbert Wehner konfrontiert und entlarvt hatten.

Von kirchlicher Seite erhielt Rudel für seine Aktivitäten zu Gunsten der Nationalsozialisten die Unterstützung durch den antijudaistisch ausgerichteten Bischof Alois Hudal, der ihm – nach Rudels Darstellung – später seinen Dank bekundete. Hudal war selbst maßgeblich an der Flucht von Nationalsozialisten durch Unterstützung des Vatikan beteiligt. Rudel bekräftigte wiederum die Leistung Hudals und „Roms“, indem sie „Zuflucht“ vor der Verfolgung der flüchtigen Nationalsozialisten geboten hätten.

Hans Ulrich Rudel und seine Frau Ursula (geb. Dämisch) hatten einen Sohn Namens Johannes-Christoph, der am 26. März 1969 geboren wurde.

Am 18. Dezember 1982 verstarb Hans Ulrich Rudel in Rosenheim. Über den Tod hinaus hasste das BRD-System diesen Vorzeige-Soldaten des Deutschen Reiches und verbot Angehörigen der Bundeswehr, ihm am Grab die letzte Ehre zu erweisen. Trotzdem ließen es sich zwei Flugzeugführer nicht nehmen, mit Düsenmaschinen über den Friedhof zu fliegen und Rudel so zu ehren. Tausende Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder, aus Deutschland, Europa und anderen Teilen der Welt, begleiteten diesen einzigartigen Helden auf seinem letzten Weg. Auf dem Friedhof standen die Fahnen- und Standarten-Träger Spalier, als seine sterblichen Überreste zu Grabe getragen wurden. Mit dem Lied der Deutschen wurde Hans-Ulrich Rudel zur letzten Ruhe gebettet.

Auszeichnungen

  • Eisernes Kreuz (1939) II. und I. Klasse
    • II. Klasse am 10. November 1939
    • I. Klasse am 18. Juli 1941
  • Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg am 20. Oktober 1941
  • Deutsches Kreuz in Gold am 8. Dezember 1941
  • Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern, Brillanten und Goldenem Eichenlaub
    • Ritterkreuz am 6. Januar 1942
    • Eichenlaub am 14. April 1943 (229. Verleihung)
    • Schwerter am 25. November 1943 (42. Verleihung)
    • Brillanten am 29. März 1944 (10. Verleihung)
    • Goldenes Eichenlaub am 1. Januar 1945 (einzige Verleihung)
  • Verwundetenabzeichen (1939) in Gold
  • Frontflugspange für Schlachtflieger mit Anhänger 2.000 in Gold mit Brillanten am 3. Juni 1944
  • Ungarische Goldene Tapferkeitsmedaille am 14. Januar 1945 (insgesamt nur sieben Mal verliehen, davon an Rudel als einzigen Ausländer)
  • Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen in Gold mit Brillanten

Zitate von Hans-Ulrich Rudel

„Verloren ist nur wer sich selbst aufgibt.“

„Es ist nicht wichtig, daß wir heute Erfolg haben, wichtig ist, daß wir unsere Pflicht tun.“

„Das einzige, was mich an meiner Verwundung eigentlich erheblich stört, ist die Tatsache, daß ich im Augenblick in dieser kritischen Situation selbst nicht fliegen kann und meine Kameraden, mein Geschwader eben allein fliegen lassen muss.“ 

– Während er nach einer schweren Verwundung seines Beines im Fliegerlazarett lag, 9. Februar 1945 –

„Entscheidend ist nie der augenblickliche Erfolg, sondern immer nur das Festhalten an der einmal gewonnen Überzeugung.“ 

– 1969 Widmung in seinem Buch „Trotzdem“ –

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Hans-Ulrich Rudel (links) mit Isabel und Juan Perón in Buenos Aires

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Von links bis rechts: Freda Jones, Ursula Rudel, Oberst a. D. Hans-Ulrich Rudel, John Tyndall, Beryl Cheetham, Savitri Devi und Joe Jones, September 1968, München

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Hans-Ulrich Rudel mit Juan Perón, seiner Frau Ursula und seinem Sohn Johannes-Christoph, ca. 1973

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Quelle: Metapedia

Der unvergessene Adler der Ostfront: Oberst Hans-Ulrich Rudel

„Verloren ist nur, wer sich selbst aufgibt!“

Hans-Ulrich Rudel war der einzige Träger der höchsten deutschen Tapferkeits- Auszeichnung, des Goldenen Eichenlaubs mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Zur Verleihung an Rudel hieß es in einer Meldung des Deutschen Nachrichtenbüros (DNB) vom 2.Januar 1945:

Verleihung„FHQ- Der Führer hat durch Verordnung vom 29.12.1944 das Goldene Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes als höchste deutsche Tapferkeitsauszeichnung gestiftet. Sie wird im Ganzen höchstens zwölfmal verliehen. Als erster Soldat der deutschen Wehrmacht erhielt am 1. Januar Oberstleutnant Hans-Ulrich Rudel, Kommodore des Schlachtgeschwaders „Immelmann“, diese höchste Auszeichnung aus der Hand des Führers. Gleichzeitig beförderte der Führer Oberstleutnant Rudel in Würdigung seines unablässig bewiesenen höchsten Heldenmutes, seiner einmaligen fliegerischen und kämpferischen Erfolge zum Oberst.“

Wie vollzog sich nun Rudels Weg vom schlesischen Pfarrersohn zum Adler der Ostfront?

Hans-Ulrich RudelGeboren am 2. Juli 1916 in Konradswaldau am Fuße des schlesischen Riesengebirges, hat Rudel schon als Junge nur einen Wunsch: er will Flieger werden. In der Schule ist er mit seinen sportlichen Leistungen der Beste seiner Schule, mit den übrigen Schulleistungen sind die Lehrer des jungen Rudel nicht unbedingt zufrieden. Der Sport soll ihm aber zeitlebens eine seiner liebsten Beschäftigungen sein, und Sport ist für ihn mehr als ein Steckenpferd, ja er ist zeitlebens ein Hochleistungssportler, sowohl im Schwimmen als auch bei der Leichtathlethik, im Tennis und Skifahren erzielt er herausragende Erfolge. Im Zehnkampf zählt er zu den erfolgreichsten Athleten in seinem Heimatgau Schlesien, sodass ihm eine Olympische Karriere vorhergesagt wird. Doch er will noch immer Flieger werden. Nach Abitur und Arbeitsdienst tritt er als freiwilliger Offiziersbewerber 1936 in die neugegründete Luftwaffe ein. Nach der  Ausbildungszeit in der Luftkriegsschule in Berlin-Werder kommt der jetzige Oberfähnrich Rudel zur Stuka-Waffe.

Mit den legendären Sturzkamfbombern des Typs JU 87 wird er während des Krieges seine einmaligen Erfolge erringen. Auch während seiner Dienstzeit ist Rudel dem Sport verschrieben. Er raucht und trinkt nicht, und während der knapp bemessenen Freizeit trainiert er Leichtathletik, Schwimmen und macht Wanderungen in der Umgebung der Fliegerstandorte. Da er aber nicht von Anfang an die erwarteten Fähigkeiten als Stukaflieger zeigt, wird er zunächst zu den Luftaufklärern versetzt.

JU 87

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Seine ersten Kriegseinsätze erlebt Rudel als Beobachter in einem Fernaufklärer während des Polenfeldzuges. Seine erste sichtbare Anerkennung ist für die gezeigte Tapferkeit das Eiserne Kreuz II. Klasse. Immer wieder versucht der am 1.Septenber 1940 zum Oberleutnant beförderte Rudel, zur Stukafliegerei zurückversetzt zu werden. Endlich, im Frühjahr 1941, geht sein Wunsch in Erfüllung, und er kommt zur I. Stukagruppe des Geschwaders „Immelmann“.

Doch die Frontflüge von Rudel beginnen erst nach Beginn des Russlandfeldzuges. Bereits im September 1941 erzielt er einen spektakulären Erfolg: In Kronstadt, dem russischen Marinehafen an der Ostsee, versenkt Rudel das 23.600- Brutto-Register-Tonnen- Schlachtschiff „Marat“. Die Luftwaffenflieger nennen Kronstadt wegen der starken bolschewistischen Luftverteidigung  nur die Flakhölle. Während des Angriffs mit einer 1000 kg- Bombe stürzt sich Rudel in seinem Stuka bis zum allerletzten Augenblick auf die „Marat“ und fängt seine Maschine erst im allerletzten Moment ab. Die Bombe trifft, und das Schiff explodiert in zwei Teile. Im weiteren Verlauf der Angriffe gelingt es Rudel  wenige Tage später, einen russischen Zerstörer und einen Kreuzer zu versenken, und bringt so der vor Leningrad schwer ringenden deutschen Infanterie spürbare Erleichterung, da nun die sowjetische Schiffsartillerie nicht mehr in die Erdkämpfe eingreifen kann.

Stuka JU 87Für seine überragenden Erfolge bekommt Rudel am 15.Januar 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Im September 1942 macht Rudel seinen fünfhundersten Feindflug. Nur vier Monate später startet Rudel mit seinem schneidigen Bordschützen, dem Oberfeldwebel Erwin Henschel zum tausendsten Feindflug. Da dies ein außergewöhnliches Ereignis ist, wird darüber in der Luftwaffenzeitung „Der Adler“ groß berichtet. Der Reporter des „Adlers“ rechnet seinen Lesern vor, was 1000 Feindflüge in Zahlen sind: eine Gesamtflugstrecke von 300.000 km, zwanzig Tankwagen voll Treibstoff verflogen, drei Güterwaggons voll Maschinengewehrmunition verschossen und fünfunddreißig Güterwaggons mit 500.000 kg Bomben abgeworfen.

Ab dem Frühjahr 1943 werden erstmalig Stukas mit  zwei 3,7-Zentimeter- Flak-Geschützen ausgerüstet (je eine unter jeder Tragfläche), um der sowjetischen Panzermassen Herr zu werden. Diese „Kanonenvögel“ sollen zu einem großartigen Erfolg werden. Doch zuerst sollen sich die Kanonenvögel bei der Zerschlagung eines sowjetischen Angriffs bewähren. Im Kubanbrückenkopf vernichtet alleine Rudel siebzig Sowjet-Landungsboote, so daß die roten Angriffe dort eingestellt werden müssen. Als Anerkennung dieses unglaublichen Einsatzwillens erhält der inzwischen zum Hauptmann beförderte Rudel am 14.Aril 1943 als 229. Wehrmachtssoldat das Eichenlaub zum Ritterkreuz.

100. PanzerabschussIm Juli 1943 wird er Gruppenführer des Stuka-Geschwaders „Immelmann“ und macht  bereits drei Monate später seinen 1500 Frontflug. An manchen Tagen startet Rudel mehrfach mit seinem treuen Bordschützen Henschel und schießt bis zu sieben Sowjetpanzer täglich ab. Bis Ende November 1943 erhöht sich seine Panzerabschußzahl auf 107. Am 26. November 1943 wird er vom Obersten Befehlshaber mit den Schwertern zum Eichenlaub des Ritterkreuzes ausgezeichnet.

Anfang März 1944 zum Major befördert, erlebt Rudel ab dem 20. März einen dramatischen Einsatz: Er versucht eine hinter den russischen Linien notgelandete deutsche Flugzeugbesatzung zu retten, doch seine eigene Maschine kommt nicht wieder hoch, sodass den vier Stukafliegern nur die Flucht zu Fuß übrig bleibt. Von Russen verfolgt und gejagt, müssen die vier Soldaten den Dnjestr durchschwimmen, der in diesem Bereich dreihundert Meter breit ist und noch Eisschollen trägt. Dabei ertrinkt, trotz Rudels verzweifeltem Rettungsversuch, der Bordschütze Oberfeldwebel Erwin Henschel, mit dem Rudel ungefähr 1400 gemeinsame Feindflüge machte. Bereits am 25. November 1943 ist Henschel mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet worden. Doch trotz aller Widrigkeiten gelingt es Rudel schließlich, die deutschen Linien zu erreichen. Bereits zwei Tage nach diesen dramatischen Ereignissen fliegt Rudel wieder mit seinem Stuka !

Der Wehrmachtsbericht meldete am 27.März 1944:

„…Major Rudel, Gruppenkommandeur in einem Schlachtgeschwader, vernichtete an einem Tage 17 feindliche Panzer“.

Und am 28.März :

„Zwischen Dnjestr und Pruth griffen starke deutsche Schlachtfliegerverbände in die Kämpfe ein. Sie zerstörten zahlreiche feindliche Panzer und eine große zahl motorisierter und bespannter Fahrzeuge. Dabei vernichtete Major Rudel wiederum neun feindliche Panzer. Er hat damit in mehr als 1800 Einsätzen  202 feindliche Panzer vernichtet.“

Daraufhin erhält Rudel am 29.März 1944 die Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern verliehen. Es ist zu diesem Zeitpunkt die höchste deutsche Tapferkeitsauszeichung. Als zehntem Soldaten der deutschen Wehrmacht werden Rudel die Brillanten vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht, Adolf Hitler, auf dem Berghof überreicht.

Während der schweren Kämpfe um Targul Frumos und Jassy in Rumänien fliegt Rudel  bei seinem Geschwader „Immelmann“ pausenlos Einsätze zur Unterstützung der schwer ringenden deutschen Erdtruppen. Dabei hat Major Rudel am 1.Juni 1944 seinen 2000. Frontflug. Rudels Kampfgeist ist unübertrefflich. Am 6. August meldet der Wehrmachtsbericht, dass Rudel weitere elf Feindpanzer abschoss und damit durch Bordwaffenbeschuss seinen 300. Panzerabschuss erzielte.

Der am 1.September 1944 zum Oberstleutnant beförderte Rudel übernimmt am 1.Oktober 1944 die Führung des Sturzkampf-Geschwaders „Immelmann“. Trotz einer Mitte November erlittenen schweren Beinverwundung fliegt Rudel sofort wieder Einsätze, und das mit Gipsverband !

Einen Tag vor Weihnachten, am 23. Dezember 1944, vernichtet Rudel seinen 463. Feindpanzer beim 2400. Feindflug. Daraufhin wird Rudel als erstem (und einzigem) deutschen Soldaten am 1. Januar 1945 das Goldene Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Damit verbunden ist die Beförderung zum Oberst.

Während der Übergabe der Auszeichnung spricht Adolf Hitler ein Flugverbot aus, worauf Rudel ihm antwortet :

„Mein Führer, ich nehme die Auszeichnung und Beförderung nicht an, wenn ich nicht weiter mit meinem Geschwader fliegen darf !“

Nach einer kurzen Überlegung sagt Adolf Hitler lächelnd:

„Na gut, dann fliegen Sie, aber passen sie auf sich auf, das deutsche Volk braucht Sie!“

Rudel mit BeinverwundungÜber ein später erneut erlassenes Flugverbot setzt sich Rudel hinweg und fliegt weiter. Um nicht aufzufallen, werden seine Panzerabschüsse nun auf der Abschussliste des Geschwaders verbucht. Der Endkampf um den Bestand des Reiches und um die Sicherheit der deutschen Zivilbevölkerung lässt Rudel schier unglaubliche Leistungen vollbringen. Am 8. Februar 1945 schießt Oberst Rudel im Kampfraum Küstrin an der Oder trotz heftigstem bolschewistischen Flakfeuer weitere dreizehn Feindpanzer ab. Doch hier ereilt ihn das Schicksal: ein russischer Flaktreffer zerreißt ihm seinen rechten Unterschenkel, und nur unter Anspannung aller seelischen und körperlichen Kräfte gelingt es ihm, eine  Bruchlandung hinter den eigenen Linien zu machen. Sein Bordschütze, Ritterkreuzträger Stabsarzt Dr. med. Ernst Gadermann (Gruppenarzt III./ Stuka-Geschwader „Immelmann “) schafft es in letzter Minute Rudels Leben durch abbinden des Beines zu retten. Doch der rechte Unterschenkel muss auf einem Hauptverbandsplatz der Waffen-SS bei Seelow amputiert werden.

Aber selbst nun kennt Oberst Rudel keine Ruhe oder Erholung für sich. Bereits sechs Wochen nach der schweren Verwundung fliegt Rudel mit nur noch einem Bein und blutendem Beinstumpf wieder Einsätze! Rudels Bodenpersonal muss nach den Frontflügen das Blut aus der Kabine wischen.

Bis zur Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8.Mai 1945 ist Oberst Rudel ununterbrochen an der Spitze seines Geschwaders geflogen. Nach der Kapitulation fliegt das Geschwader die Maschinen nach Kitzingen und legt dort Bruchlandungen hin, um die Stukas nicht unzerstört in Feindeshand fallen zu lassen. In amerikanischer Gefangenschaft werden die deutschen Flieger erst einmal von  Wertgegenständen und Auszeichnungen  „befreit “.

Gleich nach der Entlassung aus der Gefangenschaft setzte sich Rudel wieder für Volk und Vaterland ein. Er kümmerte sich um Kriegsgefangene und deren Familien. Natürlich war auch der Sport nach wie vor für ihn sehr wichtig. Bei unzähligen Versehrten- Wettkämpfen im Schwimmen, Tennis und beim Skifahren erzielte Rudel überragende Erfolge. Aber damit nicht genug: auch als Bergsportler bezwang er in den südamerikanischen Anden mehrere siebentausend Meter hohe Gipfel.

Trotz dieser auf vielen Gebieten überragenden Leistungen blieb Rudel immer bescheiden und kameradschaftlich. Er sagte zu alledem immer nur:

„Als Soldat habe ich nur meine Pflicht getan.“

Nachdem es wieder möglich war, setzte Oberst Rudel sich auch politisch ein, um der Wiederherstellung des  Reiches zu dienen. Als Bundestagskandidat der Deutschen Reichspartei ( DRP ) war er in rastlosem Einsatz für die deutsche Sache. Bis zu seinem Tode sollte Oberst Rudel auf ungezählten Versammlungen des nationalen Lagers sprechen. Besonders aber lag ihm die Jugend am Herzen, und es gab kaum ein Pfingstlager der volkstreuen Jugendbewegung (Wiking- Jugend (WJ) und Bund Heimattreuer Jugend (BHJ)), bei dem Rudel nicht anwesend war. Ob in Deutschland, in Südamerika oder in anderen Teilen der Welt, überall und immer wieder erhob Rudel seine Stimme für Volk und Vaterland. Rudel stand mit an der Spitze all derjenigen, die sich dem zusehenden Verfall aller unserer heiligen Werte entgegenstemmten und weiterhin entgegenstemmen. Man hatte ihn nicht biegen oder brechen können, und er blieb sich selbst und Deutschland immer treu.

RudelAm 18. Dezember 1982 wurde der unvergessene Adler der Ostfront zur Großen Armee abberufen. Doch über den Tod hinaus hasste diesen großen Deutschen das Bonner System. So war es Angehörigen der Bundeswehr verboten, Oberst Rudel am Grabe die letzte Ehre zu erweisen. Trotzdem ließen es sich zwei Flugzeugführer nicht nehmen, mit Düsenmaschinen über den Friedhof zu fliegen und so Rudel zu ehren. Tausende Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder jeden Alters und jeder denkbaren Herkunft aus Deutschland, Europa und anderen Teilen der Welt ließen es sich nicht nehmen, diesen einzigartigen Helden auf seinem letzten Weg zu begleiten. Auf dem Friedhof standen die Träger von Fahnen und Standarten Spalier, als seine sterblichen Überreste zu Grabe getragen wurden. Mit dem Deutschlandlied wurde dieser großartige Soldat und Kämpfer für das Deutsche Reich dann zur letzten Ruhe gebettet.

Aber Oberst Rudel ist nicht tot! Als unsterbliches Vorbild für die deutsche Jugend wird er weiterleben, und sein Name wird noch bekannt sein, wenn von denjenigen, die ihn hassten und verfolgten, nichts mehr übrig sein wird. Wer kennt heute noch den Namen jenes Bundesverteidigungsministers, der Rudel das Betreten von Kasernen verbot und von Rudel als „einem solchen Kerl“ sprach ?

Für den höchstausgezeichneten deutschen Soldaten Oberst Hans-Ullrich Rudel aber gilt:

„Wer seinem Volk so die Treue gehalten hat, wird selbst in Treue unvergessen sein!“

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von unserem Kameraden Ralph Tegethoff

Quelle: NPD-Göttingen

In Erinnerung an Adolf Hitlers Mutter – Klara Hitler

Klara Hitler (* 12. August 1860 als Klara Pölzl (falsche Schreibweise: Pelzel) in Spital/Weitra; † 21. Dezember 1907 in Linz) war eine Deutsche aus Österreich und die Mutter Adolf Hitlers.

Datei:Klara Hitler.jpg

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Herkunft

Ihr Lebenslauf unterschied sich in nur wenigen Dingen von dem anderer Bauerntöchter dieser Zeit. Aus ihrer Jugendzeit ist nur wenig bekannt, sie wuchs wie tausende andere Bauernkinder im Waldviertel Oberösterreichs, in einer armen Gemeinde, in Spital auf. Klara Pölzl verlebte in dem ärmlichen, kinderreichen Haushalt eine kümmerliche, entbehrungsreiche Jugend. Klara, am 12. August 1860 geboren, war unter den zwölf Kindern eines der jüngsten. Ihre Eltern, Johann Baptist Pölzl und Johanna Pölzl geb. Hüttler, arme Kleinhäusler, wie viele andere, konnten ihr keine bessere Bildung finanzieren, wodurch sie schon von Kindesbeinen an gezwungen war als Haushaltshilfe und Stubenmädchen zu arbeiten. Darüber hinaus gab es für eine junge Frau ihres Standes kaum mehr Möglichkeiten, außer sie hatte das Glück durch Heirat ihre soziale Stellung in der Gesellschaft zu verbessern.

Im Jahre 1875, als Klara Pölzl 15 Jahre alt war, rief sie ihr Verwandter, der Zollbeamte Alois Schicklgruber in Braunau/am Inn, zu sich, damit sie seine Gattin im Haushalt unterstütze. Alois Schicklgruber, der erst im darauffolgenden Jahr den Namen Hiedler annahm, den er in Hitler änderte, war damals mit Anna Glasl-Hörer verheiratet. Diese erste Ehe Alois Hitlers mit der 14 Jahre älteren Frau blieb kinderlos und wurde schließlich geschieden. Als seine Frau 1883 starb, heiratete Alois Hitler Franziska Matzelsberger, eine Frau, die 24 Jahre jünger war als er. Aus dieser Ehe stammen die beiden Halbgeschwister Adolf Hitlers, Alois und Angela. Klara hatte während der ersten, teilweise getrennten Ehe Alois Hitlers im Haushalt gearbeitet. Nach der zweiten Verehelichung aber verließ sie das Haus ihres Verwandten und ging nach Wien. Als jedoch Franziska, die zweite Frau Alois Hitlers, bald nach der Geburt des zweiten Kindes schwer erkrankte, rief Alois Hitler seine Nichte wieder nach Braunau zurück. Franziska starb am 10. August 1884 nach kaum zweijähriger Ehe. Am 7. Januar 1885, also ein halbes Jahr nach dem Tode seiner zweiten Frau, heiratete Alois Hitler seine Nichte Klara, die bereits ein Kind von ihm erwartete, den ersten Sohn Gustav, der am 17. Mai 1885, also nach kaum fünfmonatlicher Ehe, zur Welt kam und im frühen Kindesalter am 9. Dezember 1887 an Diphtherie starb.

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Ehe mit Alois Hitler

Wenn auch Klara Pölzl nur eine Nichte zweiten Grades war, bedurften die beiden Brautleute doch einer kirchlichen Dispens, um heiraten zu können. Das bischöfliche Ordinariat in Linz erklärte, zur Erteilung dieser Dispens nicht ermächtigt zu sein, und leitete das Ansuchen nach Rom weiter, von wo es durch ein päpstliches Parere bewilligt wurde. Die Ehe Alois Hitlers mit Klara wurde von verschiedenen Bekannten, die in Braunau, Passau, Hafeld, Lambach und Leonding in der Familie verkehrten, als durchaus glücklich geschildert, was wohl auch auf ihr fügsames und anpassungsfähiges Wesen zurückzuführen war.

Hinzu kam aber auch die schwere seelische und physische Belastung dieser zarten Frau durch die rasch nacheinander geborenen Kinder: noch im Jahr der Eheschließung, 1885, wurde der Sohn Gustav geboren, 1886 eine Tochter Ida, die gleichfalls nach zwei Jahren an Diphtherie starb, 1887 wieder ein Sohn Otto, der drei Tage nach der Geburt verschied, am 20. April 1889 abermals ein Sohn Adolf. Fünf Jahre später wurde das Herz dieser Mutter noch einmal vom Schicksal schwer geprüft. Am 24. März 1894 hatte sie ein fünftes Kind, einen Sohn, namens Edmund, geboren, der gleichfalls in jungen Jahren, am 28. Februar 1900 in Leonding an Masern starb. Nach weiteren zwei Jahren kam als sechstes und letztes Kind am 21. Januar 1896 ein Mädchen namens Paula zur Welt.

Von ihren sechs Kindern hatte Klara Hitler also vier durch frühen Tod verloren.

  • Gustav (* 10. Mai 1885; † 8. Dezember 1887)
  • Ida (* 23. September 1886; † 2. Januar 1888)
  • Otto (* 1887; † 1887)
  • Adolf (* 20. April 1889; † 30. April 1945)
  • Edmund (* 24. März 1894; † 28. Februar 1900)
  • Paula (* 21. Januar 1896; † 1. Juni 1960)

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Tod

Das Herz dieser leidgeprüften Frau mag unter diesen furchtbaren Belastungen zerbrochen sein, ihr blieb am Ende nur eines, die Sorge um die beiden noch lebenden Kinder, eine Sorge, die sie nach dem Tode ihres Mannes 1903 allein zu tragen hatte. Unterstützung bekam sie in dieser Zeit vor allem von ihrer Stieftochter Angela Raubal, die sie als Mutter betrachtete und auch so ansprach. Ihre wirkliche Mutter, Franziska Matzelsberger, war im Jahr nach der Geburt gestorben. Angela war für Klara Hitler wie eine zweite Tochter und daher sehr oft zu Gast bei ihr. Sie wohnte mit ihrem Mann ganz in der Nähe, wodurch ihr der Kontakt zu Klara Hitler leicht fiel.

Anfang 1907 verschlechterte sich der Gesundheitszustand ihrer Stiefmutter zusehends und Frau Hitler musste sich für eine Operation in Spitalsbehandlung begeben. Trotz dieses Eingriffs wurde sie zusehends schwächer und musste auch in der Zeit danach immer wieder das Bett hüten. Auch wenn sie sich zwischenzeitlich von ihrer Krankheit scheinbar erholte, war sie von ihrem Leiden bereits sichtlich gezeichnet. In einem Brief an ihren Sohn Adolf erfuhr dieser vom Ernst der Lage, um daraufhin seinen Aufenthalt in Wien abrupt abzubrechen und notgedrungen den Haushalt seiner Mutter zu führen. Diese Hilfe brachte für sie nicht nur eine physische, sondern auch eine in höchstem Maß mentale Entlastung, auch die kleine Tochter Paula wurde nun von ihrem Bruder versorgt. In dieser Zeit lebte Frau Hitler noch einmal richtig auf, sie genoss die Pflege durch ihren Sohn nun regelrecht. Noch nie war das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn so innig wie in diesen letzten Wochen ihres kurzen Lebens.

Noch am Vorabend ihres Todes nahmen all ihre Verwandten und Freunde von ihr Abschied, sie wussten alle, wie sehr Klara Hitler in den letzten Tagen gelitten hatte, ein Priester hatte ihr kurz zuvor die letzte Ölung gespendet. Wie schwer musste es ihren Kindern fallen, hier die richtigen Worte zu finden, kein tröstendes Wort konnte in diesem schicksalsschweren Augenblick die düstere Stimmung heben. Selbst Linz war in diesem kalten Dezember 1907 in ständige Dunkelheit getaucht und eine feuchte Kälte lag über der ganzen Stadt, dichter Nebel zog von der Donau herüber. Dieser Advent war nicht wie sonst von Frohsinn begleitet, die Umstände drückten nun zu schwer auf das Gemüt. Klara Hitler verstarb in den frühen Morgenstunden des 21. Dezembers im Kreis ihrer Familie, sie wurde gemäß ihres letzten Wunsches auf dem Friedhof in Leonding neben ihrem Mann beigesetzt. Wie könnten ihre Angehörigen jemals das anschließende Weihnachtsfest vergessen haben, das so sehr vom Ableben dieser großartigen Frau überschattet wurde.

Datei:Leonding Grab der Eltern Hitlers.jpg

Das Grab der Eltern Adolf Hitlers in Leonding

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https://i0.wp.com/de.metapedia.org/m/images/f/fa/Grab_der_Eltern_Hitlers.jpg

Das Grab der Eltern Adolf Hitlers

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Datei:Erstes NS-Wohlfahrtshaus Deutschlands - Clara-Hitler-Haus-Düsseldorf.jpg

Erstes NS-Wohlfahrtshaus Deutschlands:
Klara-Hitler-Haus-Düsseldorf

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Quelle: Metapedia

Generalfeldmarschall – Albert Kesselring – deutscher Offizier in beiden Weltkriegen gegen Deutschland

Albert Kesselring (Lebensrune.png 30. November 1885 in Marktsteft, Unterfranken; Todesrune.png 16. Juli 1960 in Bad Nauheim) war ein deutscher Heeres- und Luftwaffenoffizier und seit 1940 Generalfeldmarschall.

Albert Kesselring (1885–1960)

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Albert Kesselring zählte zu den großen Persönlichkeiten der Deutschen Wehrmacht. Die Schlachten insbesondere auf italienischem Gebiet tru­gen den Stempel seiner Führungskunst. Seine genialen strategischen Fähigkeiten, sein herausragendes Einfühlungsvermö­gen sowie seine beispielhafte Tapfer­keit ließen ihn zu einem besonders belieb­ten und vorbildlichen Vorgesetzten wer­den.

Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant und Adjutant bei der bayerischen Artillerie. Zum Hauptmann befördert, war er dann als Generalstabsoffizier tätig. Nach dem Zusammenbruch durch die Novemberrevolte wurde er in die Reichswehr übernommen. Nach dem Wahlsieg der Nationalsozialisten war er ab 1933 am Aufbau der neuen deutschen Luftwaffe beteiligt.

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Zweiter Weltkrieg

Nach dem Polenfeldzug erhielt er am 30. September 1939 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Nach dem Frankreichfeldzug wurde er am 19. Juli 1940 zum Generalfeldmarschall befördert. 1941 kam er an die Ostfront. Dort unterstützte seine Luftflotte die Bodentruppen. Am Ende des Jahres wurde er „Oberbefehlshaber Süd“ und war für Nordafrika und den Mittelmeerraum verantwortlich.

Erwin Rommel, Albert Kesselring und Ugo Cavallero

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Ab 1942 wurde sein Befehlsbereich auf alle Luftwaffenverbände in Italien und Tunesien erweitert. In der letzten Phase des Krieges gegen Deutschland erhielt Kesselring als Nachfolger Gerd von Rundstedts die Befehlsgewalt über die Westfront. Bei der Landung der Alliierten auf Sizilien leistete Kesselring mit seiner Heeresgruppe C den Angreifern erbitterten Widerstand. Mit Rücksicht auf die historische Bedeutung des Kulturdenkmals bei der Schlacht um Monte Cassino hatte der deutsche Oberbefehlshaber in Italien, Albert Kesselring, die Miteinbeziehung des Klosters in die Verteidigungsstellungen im Dezember 1943 ausdrücklich verboten. Dafür und für seinen heldenhaften Abwehrkampf erhielt er am 19. Juli 1944 als einer von nur 27 Empfängern das Ritterkreuz mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten. Kesselring wurde mehrfach im Wehrmachtbericht erwähnt.

Kesselring kam der Funktion eines modernen Befehlshabers integrierter Streitkräfte näher als irgend ein anderer Befehlshaber der Wehrmacht. Er schuf einen gemeinsamen Stab aller drei Teilstreitkräfte und einen multinationalen Stab (die Italiener einschließend), wobei einige Positionen mit Bedacht besetzt wurden, um sicherzustellen, dass er voll über die Bedürfnisse, Möglichkeiten und Grenzen aller ihm zur Verfügung stehenden Land-, See- und Luftstreitkräfte unterrichtet war.

Nach Kriegsende erfolgte seine Gefangennahme. 1947 wurde er von einem britischen „Militärgericht“ zum Tode verurteilt – angeblich wegen „Verbrechen“ gegen die italienischen Partisanen. Die Todesstrafe wurde dann in lebenslange Haft umgeändert und später noch auf 20 Jahre Haft verkürzt. Im Oktober 1952 wurde er aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes auf Parole entlassen. Danach wurde er Führer des Stahlhelmbundes in der Rest-BRD. Er veröffentlicht daraufhin in einem zweiteiligen Werk seine Memoiren. Bis zuletzt ein aufrechter Deutscher geblieben, erfolgte in den Publikationen keinerlei Distanzierung gegenüber seinem Kampf im Zweiten Weltkrieg und seiner völligen Loyalität gegenüber dem Führer Adolf Hitler.

In seinen Erinnerungen schrieb er zur Unvermeidbarkeit des Russlandfeldzuges:

„Mußte man Rußland angreifen? Hitler erklärte schon früher und auch in seiner Schlußansprache an die Generale am 14. Juni 1941, daß der Ostfeldzug unvermeidlich sei, daß jetzt angegriffen werden müsse, wenn man sich einem russischen Angriff zur Unzeit entziehen wolle. Dabei wurden nochmals die Punkte in Erinnerung gebracht, die eine Freundschaft zwischen Rußland und Deutschland auf die Dauer unwahrscheinlich erscheinen ließen, die nicht wegzuleugnenden ideologischen Gegensätze, die auf beiden Seiten beiseitegeschoben, aber nicht beseitigt waren, die mobilmachungsartigen Maßnahmen an der Ostseeküste und der russischen Westgrenze, zunehmendes aggressives Verhalten russischer Soldaten gegen die Bevölkerung in den Randgebieten, Kräfteverschiebungen in den grenznahen Raum, verstärkter und beschleunigter Aufbau der russischen Rüstungsindustrie usw. (…) Die These Hitlers, daß der Russe uns im ersten, ihm günstig scheinenden Augenblick angreifen würde, hielt ich für indiskutabel richtig.“

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Kesselring mit Marschallstab

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Auszeichnungen

  • Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse
  • Bayerische Prinzregent Luitpold-Medaille
  • Bayerischer Militärverdienstorden IV. Klasse mit Schwertern und mit Krone
  • Ritterkreuz II. Klasse des Albrechts-Orden mit Schwertern
  • Wehrmacht-Dienstauszeichnung IV. bis I. Klasse
  • Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938
  • Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse
  • Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten
    • Ritterkreuz am 30. September 1939
    • Eichenlaub am 25. Februar 1942 (78. Verleihung)
    • Schwerter am 18. Juli 1942 (15. Verleihung)
    • Brillanten am 19. Juli 1944 (14. Verleihung)
  • Ärmelband „Afrika“
  • Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen in Gold mit Brillanten
  • Frontflugspange für Zerstörer in Gold mit Anhänger Einsatzzahl „400“
  • Großkreuz des Ordens der Krone von Italien
  • Italienisches Flugzeugführer-Abzeichen

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links, als Oberbefehlshaber Südwest in Italien 1944

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Quelle: Metapedia

Der Befreier Mussolinis – Otto Skorzeny – starb am 5. Juli 1975

Otto Skorzeny (Lebensrune.png 12. Juni 1908 in Wien; Todesrune.png 5. Juli 1975 in Madrid) war ein deutscher Offizier der Waffen-SS, zuletzt im Range eines SS-Obersturmbannführers.

Datei:Skorzeny Porträt.jpg

Otto Skorzeny

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Ausbildung

Am 12. Juni 1908 wurde Otto Skorzeny in Wien geboren. Er entstammte einer alten Soldatenfamilie der k.u.k. Monarchie. Skorzeny erlebte als Zwölfjähriger den von allen relevanten politischen Kräften Deutschösterreichs, linker wie rechter, gewollten Anschluss Deutschösterreichs an das Deutsche Reich mit (Verfassung vom 23. März 1919). Erst im Oktober 1919 wurde das schon als vereint gesehene Land wieder von den alliierten Siegermächten unter Missachtung des zuvor von ihnen propagierten „Selbstbestimmungsrechts der Völker“ zerissen.

Skorzeny prägten die alljährlich auf dem Wiener Heldenplatz stattfindenden Demonstrationen für die Wiedervereinigung Deutsch-Österreichs mit dem Deutschen Reich, aber auch 1921 die Volksabstimmung in Tirol, bei deren Ausgang 98,8% für einen Anschluss an das Deutsche Reich stimmten.

1926 beginnt er ein Studium der Ingenieurswissenschaften an der Technischen Hochschule Wien. Dort wird er wird Mitglied der schlagenden „Burschenschaft Markomannia zu Wien“ und holt sich beim akademischen Fechtkampf seine auffällige „Schmisse“ auf der linken Gesichtshälfte, weshalb er später von den Alliierten „Scarface“ (deutsch Narbengesicht) genannt wurde. Nach dem Maschinenbaustudium wurde er 1931 Diplomingenieur.

In seiner Freizeit spielte er Fußball und freundete sich mit dem späteren Reichs- und Bundestrainer Sepp Herberger an.

1927 kam es zum sozialistischen Umsturzversuch des Republikanischen Schutzbundes in Wien, an dessen Bekämpfung Skorzeny durch die „Heimatwehr“ des Fürsten Ernst Rüdiger Starhemberg und den „Heimatschutz“ des Majors Emil Fey teilnahm.

Das Verbot selbst eines harmlosen Abkommens über gegenseitige Zollfreiheit zwischen Österreich und dem Deutschen Reich durch die Siegermächte des 1. Weltkrieges motivierte Skorzeny für seinen Kampf um die Wiedervereinigung beider deutschen Länder.

Skorzeny, der sich als Gerüstbauer durchschlug, lernte im Jahre 1932 Joseph Goebbels kennen, als dieser in Wien eine Propagandarede hielt. Dieser mitreißende Augenblick veranlasste Skorzeny, der NSDAP beizutreten.

1933 etablierte sich in Österreich eine christlich-autoritäre Diktatur unter Engelbert Dollfuß, der sämtliche Parteien verbot und das Parlament auflöste.

Der Aufstand im Juli 1934 gegen das Dollfuß-Regime hatte keinen Erfolg, obwohl Dollfuß selbst dabei umkam. Skorzeny befand sich zum Zeitpunkte des Aufstands in Italien auf einer Urlaubsreise. Dort lernte er Mussolini kennen. Dabei erfuhr er, dass der Duce fünf italienische Divisionen zum Einmarsch nach Österreich an der Grenze hatte aufmarschieren lassen für den Fall, dass der mit italienischem Geld finanzierte Aufstand gelungen wäre. Für Mussolini zählte das deutsche Österreich bis dahin zu seinem „römischen“ Interessensgebiet.

1935 wurde Skorzeny Mitglied des „Deutschen Turnerbundes“, der 60.000 militärisch geschulte Mitglieder hat, und wird dort Zugführer.

Auf Druck des Deutschen Reiches ernannte im März 1938 Bundespräsident Wilhelm Miklas den von Adolf Hitler geforderten Arthur Seyß-Inquart zum neuen Bundeskanzler. In der Nacht vom 10. auf den 11. März versuchte eine SA-Abteilung den Präsidentenpalast zu stürmen und Bundespräsident Miklas zu entführen, der aber von seiner Garde verteidigt wurde.

Skorzeny verhinderte durch sein Einschreiten als Zivilist ein Massaker. Seyß-Inquart bedankte sich persönlich bei Skorzeny.

Skorzeny machte nach dem Anschluss Österreichs einen selbst finanzierten Pilotenschein. Beruflich stieg er zum Teilhaber einer Gerüstebaufirma auf. Zu seinem Freundeskreise zählen Ingenieur Ferdinand Porsche und Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht, dessen Tochter er in zweiter Ehe heiratete.

……….

Zweiter Weltkrieg

Skorzeny bewarb sich 1940 als Pilot bei der Luftwaffe, die ihn wegen seines zu hohen Alters von 31 Jahren ablehnte. Danach versuchte er es bei der Waffen-SS, die ihn als Ingenieur in einer Kfz-Instandsetzungskompanie einsetzte.

Skorzeny beim Führer Adolf Hitler

Den Westfeldzug durchlebte er in den Reihen des SS-Regimentes Germania. Am 30. Januar 1941 folgte seine Beförderung zum SS-Untersturmführer. Nachdem er im April 1941 in Serbien miteingerückt war, nahm er in den Reihen der SS-Division Das Reich am Ostfeldzug teil. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und kämpfte ostwärts von Kiew gegen eingeschlossene sowjetische Verbände. Danach stieß er mit seiner Division bis nach Moskau vor.

Im November 1941 wurde Skorzeny durch Stalinorgel-Raketen am Kopf verwundet, zog sich im Lazarett außerdem die Ruhr und Gallenkoliken zu.

Skorzeny wurde 1942 nach seiner Entlassung aus einem Wiener Lazarett nur noch „GvH“ geschrieben und zu einer Wachsoldateneinheit der „Leibstandarte Adolf Hitler“ nach Berlin versetzt. Der Dienst langweilte ihn dort, deshalb meldete sich Skorzeny zur Panzerwaffe. Vor seinem Fronteinsatz bei der SS-Division „Totenkopf“ erlitt Skorzeny einen Ruhrrückfall und wurde erneut zur Reserve der LAH nach Berlin zurückversetzt.

Im April 1943 bot man Skorzeny eine neue Verwendung: Für den Sonderlehrgang Oranienburg der Waffen-SS wurde ein neuer Chef gesucht, der gleichzeitig in Friedrichsthal bei Oranienburg eine Schule für den Agenteneinsatz hinter den feindlichen Linien aufbauen sollte. Skorzeny übernahm beide Aufgaben und wurde als SS-Obersturmführer der Reserve beim Amt VI, SD-Ausland (Auslandsnachrichtendienst) des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) kommandiert. Zusammen mit seinem Adjutanten, SS-Obersturmführer Karl Radl, zog er geeignete Soldaten für die neue Einheit heran und studierte gründlich alle Berichte über Ausbildung und Einsatz von Kommandotruppen. Zu den Aufgaben der Kommandotruppe gehörten Infanterie- und Pionierausbildung, der Umgang mit Granatwerfern, leichten Geschützen und Panzern, Fahrerausbildung an Motorrad, Auto, Motorboot und Lokomotive, sowie Sport und Reitunterricht.

Danach wurde er zum Hauptsturmführer (Hauptmann) d.R. befördert. Viele seiner von ihm geplanten Operationen sahen die verantwortlichen Vorgesetzten als „zu riskant“ an und lehnten sie ab. Er bezeichnete sie selbst als „Einsätze, die Wunschträume blieben“ – von denen jeder einzelne im Erfolgsfall den Krieg hätte entscheiden können.

……….

Die Befreiung Mussolinis

Am 25. Juli 1943 wurde Benito Mussolini durch ein Komplott, das von hohen Funktionären der faschistischen Partei vorbereitet worden war, abgesetzt, verhaftet und an einem unbekannten Ort untergebracht. Skorzeny wurde daraufhin, zusammen mit fünf anderen Offizieren, ins Führerhauptquartier befohlen.

Adolf Hitler wählte ihn für eine Aufgabe aus, die er ihm unter vier Augen erläuterte. Er sei davon überzeugt, dass Italien unter einer – vom König eingesetzten neuen Regierung – bald aus dem Kriege ausscheiden und den Duce an die Alliierten ausliefern werde.

Ende 1943 erfolgte Adolf Hitlers Befehl, den nach dessen Sturz von Landsleuten festgesetzten Benito Mussolini zu befreien. General Kurt Student beauftragte den Kommandeur des Fallschirmjäger-Lehr-Bataillons Major Harald Mors mit der Durchführung. Skorzeny beteiligte sich mit einem kleinen SS-Trupp.
Skorzeny mit Hitler.jpg

Otto Skorzeny und Adolf Hitler

Skorzenys Aufgabe sei es gewesen, den Aufenthaltsort Mussolinis ausfindig zu machen und ihn aus seiner Gefangenschaft zu befreien. Der Einsatz sollte mit größter Geheimhaltung vorbereitet und durchgeführt werden. Nach Rücksprache mit General Student gab Skorzeny vom Führerhauptquartier aus seine Weisungen, für die Bildung einer Einsatzgruppe, nach Berlin durch. Bis zum nächsten Morgen mussten etwa 40 Mann mit Tropenuniformen, Zivilanzügen, Waffen, Sprengstoff, Funkgeräten, Fallschirmen und neuen Soldbüchern versehen werden, um in Italien die Anwesenheit von Angehörigen der Waffen-SS zu verbergen.

Es war vor allem das Verdienst des Polizeiattachés an der deutschen Botschaft in Rom, des SS-Sturmbannführers Herbert Kappler, dass die häufig wechselnden Aufenthaltsorte Mussolinis ermittelt werden konnten. Einer der Aufenthaltsorte, an denen Mussolini schwer bewacht wurde, war die nördlich von Sardinien gelegene Seefestung Maddalena. Skorzeny traf Vorkehrungen, Mussolini durch den Handstreich von Soldaten, die durch Schnellboote auf die Insel gebracht werden und die italienischen Wachen überwältigen sollten, zu befreien.

Die Aktion, die am 28. August 1943 durchgeführt werden sollte, musste jedoch gestoppt werden, nachdem bekannt geworden war, dass man Mussolini unmittelbar vorher weggebracht hatte. Die neue italienische Regierung war also über die geplante Aktion auf Maddalena scheinbar unterrichtet und konnte deshalb Mussolini, im letzten Augenblick, von der Insel bringen lassen. Später stellte sich heraus, dass der Abwehr-Chef und später als Hoch- und Landesverräter entlarvte Admiral Canaris, auch diese Aktion verraten hatte.

Der 1,96 m große SS-Sturmbannführer Otto Skorzeny mit Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und Stahlhelm als Kommandeur des SS-Sonderverbands z.b.V. „Friedenthal“

Glücklicherweise konnte der neue Aufenthaltsort Mussolinis schnell festgestellt werden. Es handelte sich um das Sporthotel am Gran Sasso im Abruzzen-Gebirge – in etwa 2.000 Metern Höhe. Skorzeny und Radl überflogen am 8. September 1943 das Gebiet und machten Aufnahmen vom Gran Sasso. Kurz darauf konnte auch die Entwaffnung der Italiener durch die deutschen Truppen durchgeführt werden. Da nach der Kapitulation der italienischen Armee die Auslieferung Mussolinis an die Alliierten zu erwarten war, musste dessen Befreiung in höchster Eile versucht werden. Ein Einsatz gegen das Hotel war nur möglich, durch eine Luftlandeoperation mit Lastenseglern.

Kurzfristig wurden aus Südfrankreich zwölf solcher Fluggeräte nach Italien befohlen. In ihnen konnten, außer dem Piloten noch neun Mann untergebracht werden. Als Landeplatz legte Skorzeny eine Wiese in der Nähe des Hotels fest. Gleichzeitig sollte ein Fallschirmjäger-Bataillon im Tal die Bodenstation einer Seilbahn besetzen welche zum Hotel führte. Karl Radl machte noch den Vorschlag, den Carabinierigeneral Soleti mitzunehmen, der den italienischen Wachmannschaften gut bekannt war, und durch ihn den Befehl erteilen zu lassen, nicht auf die deutschen Soldaten zu schießen. Am 12. September 1943 kam es zum Start. General Student verabschiedete 17 Männer der Waffen-SS und 90 Fallschirmjäger am Flugplatz Pratica di mare. Einmal über dem Landegebiet erkannte Skorzeny jedoch, dass die von ihm als Wiese angesehene Fläche, irrtümlicher Weise ein Skisprunghügel war. Eine Landung war dort also nicht möglich. Skorzeny befahl nun dem Piloten, in einer Art abgefangenem Sturzflug, möglichst nahe am Hotel zu landen. Sein Segler kam etwa 15 Meter vor dem Gebäude zum Stillstand.

Skorzeny, die Männer seines Flugzeugs und der Carabinierigeneral Soleti rannten auf das Hotel zu. Karl Radl, dessen Segler unmittelbar hinter dem von Skorzeny landete, hat diesen Moment in seinem Buch „Befreier fallen vom Himmel“ beschrieben:

„Skorzeny nimmt seine Männer, sie laufen auf das Hotel zu. Da, ein italienischer Posten. General Soleti ruft ihn an: ‚Nicht schießen! Nicht schießen!’ Der Posten wird stehen gelassen, weiter auf das Hotel zu. Eine Tür fliegt auf. Das ist der Funkraum. Ein italienischer Soldat am Funkgerät. Er fliegt mit einem Ruck vom Stuhl. Ein, zwei Kolbenschläge mit der Maschinenpistole, und das Funkgerät ist unbrauchbar. Das wäre geschafft. Um Hilfe können die nicht mehr rufen. Doch keine Tür führt aus dem Kellerraum. Zurück, hinaus. Es geht um die Ecke am Vorbau. Wieder ein Posten. ‚Nicht schießen! Nicht schießen!’ ruft der General. Und auch dieser Posten schießt nicht. Da, eine zwei Meter hohe Betonmauer. Skorzeny steigt über die Schulter eines Mannes hinauf. Tritt ihn halb zusammen dabei. Der hilft den anderen aber auch noch hinauf. Sie stehen auf der Terrasse vor der Hausfront, wollen auf den Haupteingang zu, da fängt sich eben die 3, das ist mein Flugzeug, an der Fallschirmbremse in die Waagerechte vom Sturz auf, es ist vielleicht eine Minute vergangen. Alles zählt nur noch nach Sekunden. Meine Maschine schlägt auf, hebt sich nochmals, wird noch 50 Meter hinausgeschleudert und landet, zirka 100 Meter vor dem Hotel. Und schon eilen wir dem Chef zu Hilfe. Der sieht eben auch den Duce am Fenster. ‚Duce, treten Sie vom Fenster zurück, weg vom Fenster!’ ruft Skorzeny, er befürchtet doch noch das Entstehen einer Schießerei, und da kann leicht ein Unglück geschehen. Wir dringen weiter auf das Hotel vor… Noch bevor ich den Eingang erreiche, sind Skorzeny und Schwerdt eingedrungen, haben sich ohne Waffengebrauch einen Weg durch die Carabinieri gebahnt. Die sind völlig fassungslos und wollen aus dem Hotel heraus. Sie haben offenbar gerade Mittagsruhe gehalten. Zum Teil haben sie ihre Maschinenpistolen dabei, zum Teil sind sie ohne Waffen. Sie sehen ihren General, den viele kennen, und keiner schießt. Skorzeny und Schwerdt rasen eine Treppe in dem seinem Inneren nach vollkommen unbekannten Hotel hoch. Skorzeny reißt eine Tür auf im ersten Stock. Es ist die richtige. Drinnen steht Mussolini. Bei ihm sind zwei Offiziere und ein Mann in Zivil. Sie fliegen im Bogen heraus. Dann sind sie allein. Da erscheinen auch schon die Unteroffiziere Gföller und Gläsner in der Tür. Und als ich selbst durch die offene Tür trete, meldet Skorzeny gerade: ‚Duce, der Führer schickt uns, Sie zu befreien!’ Mussolini ist sehr bewegt. Er antwortet nur: ‚Ich wusste, daß mich der Führer nicht im Stich lassen würde.’ Drückt Skorzeny die Hand, umarmt ihn, küsst ihn auf die Wange, dasselbe geschieht mir, Schwerdt und Warger.“

Der italienische Kommandant des Hotels kapitulierte und wenig später konnte ein Fieseler Storch landen, der Mussolini und Skorzeny vom Gran Sasso zu einem Flugplatz brachte, von wo aus sie nach Wien flogen. Dort erhielt Skorzeny folgenden Anruf von Adolf Hitler:

„Skorzeny, Sie haben eine militärische Tat glücklich zu Ende geführt, die in die Geschichte eingehen wird. Mir haben Sie meinen Freund Mussolini wiedergegeben. Ich habe Ihnen das Ritterkreuz verliehen und sie zum SS-Sturmbannführer befördert. Ich möchte Ihnen meine Glückwünsche aussprechen.“

……….

Das Attentat vom 20. Juli

Skorzeny war in den folgenden Monaten mit der Verstärkung seiner Kommandotruppen und der Entwicklung neuer Waffen für ihre Einsätze voll ausgelastet. Aus seinem Sonderverband z.b.V. Friedenthal entstand der Jagdverband Mitte mit fünf Bataillonen, einem Lehrbataillon und anderen Einheiten. Durch Zufall musste er am 20. Juli 1944 wieder eine unvorhergesehene Aufgabe übernehmen. An diesem Tag brachte Oberst Stauffenberg während einer Lagebesprechung im Führerhauptquartier eine Sprengladung zur Explosion, die Adolf Hitler und seine engeren Mitarbeiter töten sollte. Nach der Ausschaltung des Führers sollte das Ersatzheer die Macht übernehmen. Das Attentat schlug aber fehl und Adolf Hitler wurde nur leicht verwundet. Skorzeny hatte am 20. Juli 1944 gerade einen Zug von Berlin nach Wien bestiegen, als er erfuhr, dass von den Verschwörern alarmierte Truppen auf Berlin vorrückten. Skorzeny rückte mit einer Kompanie seiner Soldaten gegen den Sitz des Befehlshabers des Ersatzheeres vor, in dem die Verschwörer jedoch schon von Offizieren des Heeres festgenommen und einige von ihnen erschossen worden waren. Der Befehlshaber des Ersatzheeres war inzwischen befreit, jedoch seines Postens enthoben worden. Skorzeny veranlasste daraufhin die Offiziere, ihre Arbeit wieder aufzunehmen, wärend er dafür sorgte, dass die für Rüstung, Nachschub und Ersatz zuständige Dienststelle des Heeres ihre Aufgaben wieder erfüllte.

……….

Skorzeny in Ungarn

Im September 1944 erteilte der Führer Skorzeny einen neuen Auftrag. Der ungarische Reichsverweser Horthy hatte sowohl mit den West-Alliierten, wie auch mit den Sowjets Fühlung aufgenommen und bereitete die Kapitulation seines Landes vor.

Skorzeny sollte diesen Abfall verhindern. Er versammelte seine Einheiten im Raum Wien, veranlasste ihre Ausrüstung mit neuem Material und Fahrzeugen und begab sich in Zivil zur Erkundung nach Budapest. Fünf Wochen lang orientierte er sich über die örtlichen Verhältnisse. Es stellte sich heraus, dass als Beauftragter Horthys dessen Sohn Niklas über den jugoslawischen Partisanenführer Tito mit den Sowjets Kontakt aufgenommen hatte und die Waffenstillstandsverhandlungen vorbereitete. Am 15. Oktober 1944 wurde Niklas Horthy bei einem mit Titos Beauftragten geplanten Zusammentreffen von SS-Männern festgenommen. Wenige Stunden später verkündete der ungarische Rundfunk, dass Horthy mit den Sowjets einen Waffenstillstand abgeschlossen habe.

Skorzeny befahl daraufhin für die Morgenstunden des 16. Oktober 1944 die Besetzung der Budapester Burg, in der Horthy seinen Amtssitz hatte. Um Mitternacht umzingelte ein Teil seiner Truppen den Burgberg, den anderen stellte Skorzeny zu einer Marschkolonne zusammen, mit der er bis zur Burg vorrücken und so den Eindruck erwecken wollte, es handle sich um eine vereinbarte Maßnahme. Der Plan gelang; die aufgestellten Pak-Geschütze der Ungarn feuerten nicht und schließlich kapitulierte der ungarische General. Am nächsten Tag wurde die ungarische Armee auf eine neue Regierung vereidigt, die den Kampf gegen die Sowjets an deutscher Seite fortsetzte. Eine große Gefahr für die deutschen Truppen war somit durch Skorzeny und seine Männer beseitigt worden. Als Skorzeny dem Führer seinen Einsatz in Budapest schilderte, sagte der ihm:

„Das haben Sie gut gemacht, lieber Skorzeny. Ich habe Sie mit Wirkung vom 16. Oktober 1944 zum SS-Obersturmbannführer befördert und Ihnen das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.“

Darauf machte er Skorzeny mit seiner nächsten Aufgabe vertraut.

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………..

Die Ardennenoffensive

Im Westen war der Vorstoß der Engländer und Amerikaner an der Reichsgrenze zum Stehen gebracht worden. Der Führer plante eine neue Offensive, die aus dem Raum zwischen Aachen und Luxemburg durch die Ardennen bis an die Kanalküste führen und danach die feindlichen Kräfte nördlich der Linie Bastnach – Brüssel – Antwerpen vernichten, sowie Antwerpen als Nachschubhafen der Alliierten ausschalten sollte. Skorzeny wurde im Rahmen der Operation Greif die Aufgabe übertragen, durch Soldaten in englischer und amerikanischer Uniform die Maasbrücken zwischen Lüttich und Namur in Besitz zu nehmen und sie bis zum Eintreffen der regulären Truppen vor Sprengungen zu schützen. Außerdem sollten kleine Kommandos in feindlicher Uniform hinter den amerikanischen Linien falsche Befehle erteilen, Nachrichtenverbindungen stören, alliierte Truppen irreleiten und in ihren Reihen Verwirrung stiften. Dieser Einsatz ist bestimmt wirkungsvoll gewesen. Bald liefen brauchbare Nachrichten ein über die Situation hinter den feindlichen Linien. Der Führer einer Gruppe schickte zum Beispiel ein amerikanisches Panzerregiment in eine falsche Richtung, ließ Fernsprechleitungen zerstören und Wegweiser der amerikanischen Truppen entfernen. Noch größer als diese Wirkung waren aber Konfusion und Spionagehysterie, die nun hinter den amerikanischen Linien ausbrachen.

……….

Die Oderfront

Nach dem Zusammenbruch der Ostfront erhielt Skorzeny den Befehl, mit seinen Jagdverbänden, Friedenthaler (als Teil des SS-Jagdverbandes „Mitte“) und dem SS-Fallschirmjägerbataillon 500 (inzwischen zum SS-Fallschirmjägerbataillon 600 umbenannt) ostwärts der Oder um Schwedt einen Brückenkopf zu bilden und zu halten, der für spätere Offensiven gegen die Rote Armee gedacht war. Skorzeny sicherte das Gebiet wie befohlen, sammelte zurückgehende deutsche Soldaten und SS-Freiwillige des fehlgeschlagenen Unternehmens Sonnenwende und füllte mit ihnen seine vier Bataillone auf, die den Grundstock der Division Schwedt (Kampfgruppe/Sperrverband Skorzeny) bildeten. Er konnte auch zahlreiche Flüchtlinge sicher über die Oder bringen. Am 28. Februar 1945 sagte ihm der Führer:

„Skorzeny, ich muß Ihnen danken für Ihre Leistungen an der Oderfront. Ihr Brückenkopf war lange Tage der einzige Lichtblick. Ich habe Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen und werde es Ihnen in einigen Tagen aushändigen. Dann müssen Sie mir über Ihre Erfahrungen berichten.“

Bei Kriegsende geriet Skorzeny, am 20. April 1945 noch zum SS-Standartenführer befördert, in der Nähe von Salzburg in amerikanische Gefangenschaft.

Skorzeny sagte in einem Interview von 1953, daß er mit hundert zuverlässigen Männern und zwei Hubschraubern auch die Gefangenen aus dem Spandauer Kriegsverbrechergefängnis leicht hätte befreien können.

……….

Nachkriegszeit

Im Jahre 1947 wurde er in Dachau wegen des Einsatzes von Soldaten in feindlicher Uniform im Zuge der Operation Greif angeklagt, jedoch freigesprochen. Bis zum Juli 1948 wartete er im Lager Darmstadt auf sein sogenanntes Entnazifizierungsverfahren, das aber immer wieder verschoben wurde um Skorzeny lange in Haft zu behalten. Deshalb wählte er von sich aus den Weg in die Freiheit. Er blieb noch zwei Jahre in Deutschland und Frankreich und ging 1951 nach Spanien, wo er sehr erfolgreich als Ingenieur tätig war. Auch hat er geholfen, einen ägyptischen Geheimdienst mit dem Namen Moukhabarat zu formieren. Ein schweres und unheilbares Lungenleiden führte ihn 1975 zur ärztlichen Behandlung nach Heidelberg. Dort waren die letzten Besucher vor seiner Rückkehr nach Spanien, acht Tage vor seinem Tod, Hans Ulrich Rudel und Waldemar Schütz. Otto Skorzeny berichtete ihnen bei dieser Gelegenheit von seinem Besuch im Führerhauptquartier im Herbst 1944, als der Führer erkrankt war und ihn an seinem Bett empfing. Der Führer sagte ihm an diesem Tag, er habe die Atombombe deshalb nicht bauen lassen, weil er nicht die Verantwortung dafür übernehmen wollte, dass die Menschheit durch ein solches „Teufelswerk“ vernichtet werde.

Am 5. Juli 1975 starb Otto Skorzeny in Madrid. Seine Urne wurde in Wien beigesetzt.

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Otto Skorzeny im Familiengrab in Wien mit Lebens- und Todesrunen (ᛉᛣ)

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Quelle: Metapedia