Hans Albin Rauter – SS- und Polizeiführer aus Österreich in den besetzten Niederlanden

Hans Albin Rauter, eigentlich Johann Baptist Albin (Lebensrune.png 4. Februar 1895 in Klagenfurt; Todesrune.png 25. März 1949 in Den Haag) war Höherer SS- und Polizeiführer (HSSPF) den besetzten Niederlanden und dortiger Generalkommissar für das Sicherheitswesen.

Hans Albin Rauter, eigentlich Johann Baptist Albin in der Uniform eines SS-Brigadeführers (seit 1939, April 1941 Ernennung zum SS-Gruppenführer)

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Das Attentat

In der Nacht vom 6. auf den 7. März 1945 wurde seitens des niederländischen Widerstandes ein Attentat auf seine Person verübt. An der Straße von Arnheim nach Appeldorn, in der Nähe des Ortes Wüsterhof, wurde wiederholt auf ihn geschossen. Der Fahrer seines Wagens wurde dabei getötet, er selbst wurde schwer verletzt in der nahe gelegenen Stadt Appeldorn medizinisch versorgt. Als Vergeltungsmaßnahme wurden im Auftrag des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD (BdS), Karl Eberhard Schöngarth, 263 Inhaftierte aus Gefängnissen und Lagern in Amsterdam, dem Haag, und Ammersfort erschossen. Die meisten von ihnen (117) wurden am 8. März in dem Ort Wüsterhof hingerichtet. Der Ort gilt seitdem als eine Art niederländisches Liditz. Nach dem Krieg wurde dort ein Denkmal errichtet, zudem wird dieser Vorgang in allen Schulbüchern im Bereich Vaterländische Geschichte behandelt und so den niederländischen Kindern schon früh bekannt gemacht. Zum Vergleich: es gibt keinen Unterricht zum Thema Niederländische Annexionsbestrebungen bis an die Weser, in den Jahren 1945 bis 1949.

Datei:Die alte Straße von Arnheim nach Appeldorn, bei der Ortschaft Wüsterhof.jpg
Die alte Straße von Arnheim nach Appeldorn, bei der Ortschaft Wüsterhof

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Sonderprozess mit Augenzeugenbericht

Hans Albin Rauter wurde nach Kriegsende an die Niederlande ausgeliefert. Am 4. Mai 1948 wurde er von einem Haager Sondergericht am Knöterdeich, im selben Saal, wo er einst den Führer der Niederländischen SS Feldmeijer installiert hatte, zum Tode verurteilt. Seine Berufung wurde am 12. Januar 1949 abgewiesen. Am 25. März desselben Jahres wurde er auf der Wahlsdorfer Fläche in der Nähe der niederländischen Residenzstadt von einem Erschießungskommando hingerichtet. Den Feuerbefehl soll er angeblich selbst gegeben haben. Seine Begräbnisstatt gilt als niederländisches Staatsgeheimnis, jedoch meinen viele Niederländer, er sei auf dem großen Deutschen Soldatenfriedhof in Ysselsteyn beerdigt worden. Sein Grab soll mit einem der Kreuze gekennzeichnet sein, welche die Aufschrift: Ein deutscher Soldat, tragen.

Das Grab eines Deutschen Soldaten
auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Ysselsteyn (Niederlande)

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Der Rauter-Sonderprozess ähnelte dem Verfahren gegen den NSB-Parteiführenden Mussert im Nachkriegsjahr 1945. Nicht nur wurde Mussert wie auch Generalkommissar Hans Rauter auf der benannten Wahlsdorfer Fläche hingerichtet, auch war bei beiden der Staatsanwalt Mr. J. Zaaijer am Prozess beteiligt. Es liegt ein Augenzeugenbericht aus dem Jahre 1948 vor, in dem der Zeuge Ton Elias berichtet, wie viele Niederländer schon vor Anfang des Verfahrens vor den Türen des Gerichtshofes standen, um den Angeklagten in seiner Erniederung sehen zu können, eine Haltung, die er verurteilt. Er beschreibt, wie Hans Rauter, der Tiran der Niederlande, das Gericht nicht anerkannte. Seine Persönlichkeit sei nach drei Tagen des Gerichtsverfahrens ungebrochen und könne nur mit eckigen deutschen Buchstaben beschrieben werden. Letzendlich bleibe er ein Lügner. Der Vorsitzende des Gerichtshofes, Jhr. Mr. Van Meeuwen, habe sich dem Angeklagten gegenüber freundlich verhalten, und eben der Staatsanwalt sei nicht so sarkastisch gewesen wie sonst bei ähnlichen Strafprozessen gegen NS-Verbrecher.

Der Zeuge schließt seine Zeilen mit:

„Am letzten Mittag des Prozesses gab Rauter dann überzeugt sein Schlusswort, über das er sich lange genug Gedanken machen konnte, kund. Man erinnerte sich dabei an die wüsten Redebeiträge, die von Nazis über das besetzte Europa herausgeschrien wurden. Aber auch an diesem Gerichtshof galt: jeder kann eine schöne Theorie aufstellen, um zu beweisen, daß Schnee schwarz sei. Fast möchte man ihm wegen seiner Argumente recht geben. Aber am Ende bleibt jedoch dies die Wahrheit: Schnee ist weiß.“

Der letzte Vorschlag Rauters war, sein Leben zu opfern, um die deutsch-niederländischen Verhältnisse aussöhnen zu können. Der Rauter-Prozess wurde auf Niederländisch geführt.

Hans Albin Rauter während des Prozesses in Den Haag im Jahr 1948

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Quelle: Metapedia

Die Operation „Gomorrha“ begann in der Nacht vom 24. Juli auf den 25. Juli 1943

Operation Gomorrha war der militärische Name für eine Serie von Luftangriffen, die von der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg, beginnend zum Ende des Juli im Jahre 1943, auf Hamburg ausgeführt wurden. Es waren die damals schwersten Angriffe in der Geschichte des Luftkrieges. Befohlen wurden diese Angriffe von Luftmarschall Arthur Harris, dem Oberbefehlshaber des Britischen Bomber-Command.

Im Alten Testament galten die Städte Sodom und Gomorrha als die Städte der Sünder und Verbrecher, die Gott mit Regen aus Feuer und Schwefel bis auf die Familie Lots vollständig vernichtete.

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Hamburg 1943

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Vorgeschichte

Den Luftangriffen ging eine Absprache zwischen den Westalliierten und Stalin voraus. Stalin hatte auf einer zweiten Front im Westen von Deutschland bestanden. Die Westmächte wollten diesen Angriff mit Bodentruppen allerdings noch nicht einleiten und hatten als Kompromiss die Bombardierung deutscher Städte angeboten.

Voraussetzung für die Operation Gomorrha waren die von den Alliierten erstmals eingesetzten Düppel aus Stanniolstreifen, die die deutschen Radaranlagen durch starke Reflexionen des ausgesendeten Radarstrahls „blendeten” und damit diese Funkaufklärungstechnik zu dem Zeitpunkt des Krieges nahezu wirkungslos machten.

Das Bombardement

Im Rahmen der Operation Gomorrha kam es zu fünf Nachtangriffen durch die Royal Air Force (im folgenden: RAF) und zwei Tagesangriffen durch die United States Army Air Forces.

Die Angriffe begannen in der Nacht vom 24. Juli auf den 25. Juli 1943 mit der Bombardierung Hamburgs durch 791 britische Bomber. Durch Fehlwürfe der Zielmarkierungen (Zielpunkt war die St.-Nikolai-Kirche im Stadtkern) erstreckten sich die Schäden über ein recht weites Gebiet. Trotzdem kam es in der Innenstadt, in Hoheluft, Eimsbüttel und Altona zu ausgedehnten Flächenbränden. Auch einige nordwestliche Vororte wurden getroffen. „Die Zahl der Toten schätzte die Luftschutzleitung auf etwa 1.500 […] Genauere Feststellungen für den ersten Großangriff hat es nicht gegeben.”

Am Nachmittag des 25. Juli griffen 40 amerikanische Bomber Ziele im Hamburger Hafen an. Es wurden mehrere Schiffe versenkt und einige Mineralölbetriebe getroffen.

Am Mittag des 26. Juli griffen 71 amerikanische Bomber erneut Ziele im Hamburger Hafen an. Dabei wurde auch das Kraftwerk Neuhof getroffen. Bei den beiden Tagesangriffen kamen etwa 150 Menschen ums Leben.

Bei dem vierten Angriff im Rahmen der Operation Gomorrha handelte es sich um einen Störeinsatz von sechs britischen Maschinen vom Typ Mosquito in der Nacht vom 26. zum 27. Juli, der nur unbedeutende Sachschäden anrichtete.

Beim zweiten Großangriff der RAF in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 1943 wurden 739 Bomber eingesetzt. Der Schwerpunkt der Bombenabwürfe lag in den östlich der Innenstadt gelegenen Stadtteilen. Aus den Flächenbränden bildete sich wegen der ungewöhnlichen Wetterumstände, die in dieser Nacht über Hamburg herrschten, ein Feuersturm. Die orkanartigen Winde, die am Boden auftraten, fachten die umliegenden Brände weiter an. Die Stadtteile Rothenburgsort, Hammerbrook und Borgfelde wurden fast völlig zerstört, auch in Hamm, Eilbek, Hohenfelde, Barmbek und Wandsbek gab es größere Zerstörungen. Etwa 30.000 Menschen verloren bei diesem Angriff ihr Leben.

Während des dritten Großangriffs der RAF in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli 1943 kamen 726 Bomber zum Einsatz. Die Bomben fielen hauptsächlich auf die Stadtteile Barmbek, Uhlenhorst und Winterhude. Trotz ausgedehnter Flächenbrände kam es nicht zur Bildung eines Feuersturms, obwohl Barmbek ein ebenso dicht besiedelter und bebauter Stadtteil war wie Hammerbrook. Die Zahl der Opfer kann nur geschätzt werden; eine Quelle geht hier von etwa 1.000 Toten aus.

Die RAF setzte für den siebten und letzten Angriff im Rahmen der Operation Gomorrha in der Nacht des 2. zum 3. August 1943 740 Bomber ein, die während eines schweren Gewitters Hamburg erreichten. Die Bombardierung erfolgte daher weitgehend ungezielt und es kam zwar zu mehreren Großfeuern (beispielsweise in der Hamburgischen Staatsoper), aber zu keinen Flächenbränden. Über die Zahl der Opfer dieses Angriffs ist nichts bekannt, sie dürfte aber deutlich geringer sein als beim ersten oder dritten Großangriff der RAF.

Angriffstechnik

Zur Bombardierung wurde eine Mischung von Luftminen, Spreng-, Phosphor- und Stabbrandbomben verwendet.

Die Luftminen und Sprengbomben deckten dabei durch ihre enorme Druckwirkung gezielt die Dächer der Häuser ab, ließen die Fensterscheiben zerspringen und unterbrachen – sofern sie auf einer Straße aufschlugen – oftmals die Wasserleitungen.

Die Phosphorbomben und Stabbrandbomben konnten die nun freiliegenden hölzernen Dachstühle entzünden, wobei sich die Brände über die fast ausschließlich aus Holz bestehenden Treppenhäuser auf die weiter unten liegenden Etagen ausbreiteten und, begünstigt durch die zerborstenen Fensterscheiben, auch genügend Sauerstoff erhielten. Letztendlich führte dies zum vollständigen Ausbrennen der Gebäude.

Die Angriffe beschränkten sich immer auf einen Sektor der Stadt. Zentraler Ausgangspunkt war der 147,3 Meter hohe Turm der Nikolaikirche, deren Ruine nicht wieder aufgebaut wurde und heute als Mahnmal und Dauerausstellung zur Operation Gomorrha dient.

Die vorhandenen Bunker zum Schutz der Bevölkerung konnten in dieser Phase des Krieges nur noch bedingt Schutz bieten, da während des Krieges immer größere Bomben eingesetzt wurden. Auch führte der Sauerstoffbedarf der Brände zum Erstickungstod vieler Eingeschlossener.

Auswirkungen

Es sprach sich in der Welt schnell herum, dass sich in und über Hamburg etwas bislang nie Dagewesenes ereignet hatte. Ob Ernst Jünger, Wehrmachtssoldat in Paris, oder Bertolt Brecht, Exilant in den USA – in ihren Tagebüchern ist die Erschütterung spürbar. In New York referiert der Schriftsteller Julien Green in seinem Tagebuch kommentarlos eine Meldung aus Stockholm, die er der New York Times vom 5. August 1943 entnommen hatte:

„Ein deutsches Kind, Flüchtling aus Hamburg, erreicht die Grenze nach der grauenvollen Bombardierung Hamburgs durch die RAF. Das Kind ist zwölf Jahre alt. Es trägt zwei Säcke, die es vor den Zöllnern öffnen muss; der erste enthält die Kaninchen des kleinen Jungen, der zweite den Leichnam seines zweijährigen Bruders.“

Die Anzahl der Opfer der Operation Gomorrha ist nicht genau festzustellen. Bis zum 30. November 1943 waren 31.647 Tote geborgen worden, von denen 15.802 identifiziert werden konnten. Die Hamburger Luftschutzleitung schätzte zu dieser Zeit die Gesamtzahl der Opfer auf 35.000, heutige Beiträge der Geschichtswissenschaft gehen von einer Zahl von etwa 34.000 Toten und 125.000 Verletzten infolge der Operation Gomorrha aus. Eine ausführliche Darlegung, die sich mit den häufig anzutreffenden höheren Angaben der Opferzahl anhand des vorhandenen Quellenmaterials auseinandersetzt, findet sich in dem Buch von Hans Brunswig.

Es zeigte sich, dass die vorhandenen Bunker und Schutzräume völlig unzureichend waren. Daher wurde eine Evakuierung eingeleitet, die in einigen Stadtteilen noch rechtzeitig durchgeführt werden konnte, beispielsweise in Barmbek. Alle Bewohner, die nicht unbedingt in der Rüstungsproduktion benötigt wurden, mussten die Stadt verlassen. Kinder wurden im Rahmen der Kinderlandverschickung weitestgehend auf dem Land in Sicherheit gebracht. Insgesamt flohen nach den Angriffen etwa 900.000 Hamburger aus der Stadt in die „Aufnahmegaue” in Bayern und Ostdeutschland bzw. Polen.

Nachwirkung

Der Feuersturm hat weite Teile der alten Hamburger Bebauung vollständig zerstört, ehemalige Stadtviertelzentren, wie die Altstadt Altonas, existieren, ebenso wie auch diverse Baudenkmäler, nicht mehr. Einstmals in Straßen voller Altbauten integrierte Gotteshäuser wie die St.-Nikolai-Kirche, St.-Michaelis-Kirche oder die St. Trinitatis-Kirche stehen heute weitgehend isoliert und wurden nach dem Krieg zum Teil nur notdürftig wieder instandgesetzt. Plätze, wie den Eimsbütteler Marktplatz, gibt es nur noch als Namen auf Erinnerungstafeln oder Straßenschildern, während breite Verkehrswege wie die Ludwig-Ehrhard-Straße oder die südliche Holstenstraße durch einstmals dicht bebaute Wohngebiete führen. Der Öjendorfer Park, eine hügelige Landschaft im östlichen Hamburger Stadtteil Billstedt, entstand auf den abgeladenen Kriegstrümmern.

In dem damals vollständig zerstörten Stadtteil Hammerbrook, vorher ein überwiegend von Hafenarbeitern bewohntes Viertel, sind praktisch keine Wohngebäude und Altbauten mehr vorhanden. Stattdessen befinden sich dort fast ausschließlich neu errichtete Gewerbebauten.

Die letzten Bombenbrachen der Operation Gomorrha wurden erst Ende der 1960er Jahre beseitigt, zahlreiche Fleete wurden mit Trümmerschutt gefüllt und ab den 1950er Jahren mit Straßen überbaut, insbesondere in der Innenstadt. Die Nachkriegsbauten stehen meist quer zur Straße und bilden keine zusammenhängenden Baublöcke mehr, damit sollte ein erneuter Flächenbrand verhindert werden.

Für die Stadt Hamburg war die Operation Gomorrha nach 1945 nicht nur städtebaulich von zentraler Bedeutung, der Hamburger Feuersturm von 1943 hat zudem einen besonderen Platz im Gedächtnis der Stadt. Die Erinnerung an den Luftkrieg hatte in der Hamburger Öffentlichkeit jahrzehntelang höchste Priorität, wie der Historiker Malte Thießen festgestellt hat:

„Wegen der bis heute sichtbaren Zerstörungskraft”, so schreibt Thießen in seiner Studie zum Gedenken an die Operation Gomorrha, „waren die Juli-Angriffe – im Gegensatz zu Ereignissen wie der Machtergreifung, dem Attentat vom 20. Juli 1944 oder der Novemberpogrome 1938 – von Anfang an als kollektiver Fixpunkt im städtischen Gedächtnis verankert.”

Bis heute gibt es zu großen Jahrestagen der Luftangriffe offizielle Kranzniederlegungen des Senats und umfangreiche Gedenkveranstaltungen, Ausstellungen in Museen oder Denkmalsetzungen. In den durch die vom Bombenkrieg getroffenen Hamburger Wohnvierteln findet man an vielen Nachkriegsbauten Tontafeln mit dem Hamburger Wappen und einer Inschrift mit dem Datum der Zerstörung und des Wiederaufbaus. Sie wurden von der Hamburger Baubehörde für Wohnungen gestiftet, die nach den Zerstörungen 1943 unter finanzieller Förderung der öffentlichen Hand wieder aufgebaut wurden. Sie sollten nicht zuletzt dem ungebrochenen Wiederaufbaugeist der Hansestadt Ausdruck geben.

Vor dem Einkaufszentrum an der „Hamburger Straße” befindet sich ein Denkmal, das an die 370 Opfer erinnert, die am 30. Juli 1943 in einem Schutzraum eines nahen Kaufhauses an Kohlenmonoxidvergiftung starben. Das Denkmal wurde am 8. Mai 1985 eingeweiht und befindet sich auf einer Verkehrsinsel inmitten einer viel befahrenen Kreuzung.

Auf dem Friedhof Ohlsdorf befindet sich das Massengrab der Bombenopfer mit dem Mahnmal von Gerhard Marcks. Dieses Denkmal wurde am 16. August 1952 unter starker Beteiligung der Bevölkerung und von politischen Vertretern, sowohl des Senats als auch des Bundes, eingeweiht und ist bis heute der Ort für die offiziellen Kranzniederlegungen des Senats.

„Ich wollte Held sein, aber ich bin Terrorflieger geworden. Ich kann dieses (Kriegsverbrechen) nicht verteidigen.“ 

– Harold Nash, Britisches Bombenkommando in „Der Bombenkrieg“, ZDF, 04.02.2003 –

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Typische Szene in Hamburg nach dem Brandbombenangriff. Beachten Sie die große Menge des Schuttes und Feuer eine Woche nach dem Angriff. Die Wahrscheinlichkeit des Entkommens war sehr gering.

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Mehrere Tage nach dem Angriff aufgefundene Bewohner eines Luftschutzraumes. Der Tod kam scheinbar ohne Kampf.

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Mann der den Auswirkungen von hoher Hitze auf der Straße erlag, während er Schutz suchte. Kleidung war verbrannt, während die Schuhe unversehrt waren. Position suggeriert, daß er versuchte aufzustehen und weiterzugehen.

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Beispiel eines Opfers der Hitze. Position des Haares zeigt deutlich Reißen und Rückzug der Haut vom Schädel und um die Augenhöhlen. Kleidung praktisch unversehrt.

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Effekt von trockener Hitze bei einer Gruppe von Bewohnern eines Luftschutzraumes. Reißen der Haut, des Kopfhaut und um die Augenhöhlen. Kleidung praktisch intakt.

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Ein weiteres nach der Brandbombardierung vom 27. und 28. Juli in den Straßen von Hamburg gefundenes Opfer; Auswirkungen der Hitze. Beachten Sie die Abwesenheit von Kleidung und Anwesenheit von Schuhen.

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Auf seinem Bauch liegenden gefundenes Opfer der Hitze, auf den Rücken gerollt, um die intakte Haut auf der Brust und dem Bauch zu zeigen. Genitalien stark geschwollen. Beachten Sie die starke Verkohlung.

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Körper einer jungen Frau; Hitzetod. Verhärtung der Haut und des unterliegenden Gewebes.

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Schutzraumbewohner. Fortgeschrittenes Stadium der Kremation durch trockene Hitze.

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Ein weiterer Schutzraumbewohner. Fast vollständig verkohlter Körper.

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Ein weiteres Beispiel eines Schutzraumbewohners im fortgeschrittenen Stadium der Verkohlung.

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Szene mit der Rettungsarbeiter konfrontiert werden, als sie einige Tage nach dem Angriff einen Schutzraum betraten. Opfer erlagen Kohlenmonoxidvergiftung.

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Quelle: Metapedia

Völkermord am Deutschen Volk – ein Jahrtausendverbrechen!

9,3 bis 13,7 Millionen Todesopfer · Anhaltender geistiger Völkermord
Von Mag. Rolf-Josef Eibicht

Einer der größten Völkermorde oder Holocaust aller Zeiten, nämlich den an unserem Deutschen Volk, wird aus nationaler Würdelosigkeit und Willfährigkeit, einem ganz und gar unglaublichen politischen Verbrechen an den Menschenrechten und dem Selbstbestimmungsrecht von Volk und Vaterland, weitgehend verschwiegen. Dieser verschwiegene Holocaust geschah weit überwiegend im sogenannten »alliierten Frieden«, nach dem 8. Mai 1945; nach der Niederlage, nicht nach der Befreiung unserer Nation. Denn eine Nation kann immer nur besiegt werden, nur der Einzelne kann sich befreit fühlen. Ich jedenfalls hätte mich nicht befreit gefühlt! Millionen und Abermillionen Deutsche hat man ganz einfach von ihrem Leben befreit! Auch findet bis auf den heutigen Tag ein permanenter geistiger Völkermord an unserem geschundenen und gedemütigten Volke statt.

Die ungeheuren Leiden der Deutschen

Die Vertreibungsverbrechen oder der schier unglaubliche Vertreibungsholocaust an den Ostdeutschen (Schlesien, Ost-Brandenburg, Ostpreußen, Danzig) und den Sudetendeutschen (aus den Randgebieten von Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien) sind nur ein geringerer Teil des Völkermordes oder Holocaust an unserem Volk. Heinz Nawratil behandelt dieses Thema in seinem Buch Schwarzbuch der Vertreibung 1945 – 1948.1 Seine Bilanz: er kommt in seriöser Art und Weise auf insgesamt 2,8 bis 3 Millionen Vertreibungs- und Deportationsopfer der deutschen Zivilbevölkerung im Osten bzw. in Mittelost-Europa (Ostdeutschland, Sudetenland und Osteuropa) und gibt einen Vergleich:

»Das entspricht etwa der seinerzeitigen Einwohnerzahl der Republik Irland.«

Eine Anzahl weiterer, nationaler und internationaler seriöser Publikationen bestätigen dies. So etwa Rhode in Völker auf dem Wege,2 oder Ploetz, Raum und Bevölkerung in der Weltgeschichte,3 oder dtv-Atlas zur Weltgeschichte.4 In dieser Zahl enthalten sind, nach den Berechnungen von Nawratil, mindestens 1.419.000 ostdeutsche Vertreibungstote, mindestens 272.000 sudetendeutsche Vertreibungstote. Ein unglaublicher Massenmord! Weit überwiegend handelt es sich beim Völkermord am deutschen Volk um einen Völkermord oder Holocaust im sogenannten »alliierten Frieden«, also nach der militärischen Kapitulation vom 8. Mai 1945. Mit dieser besonderen Art von Befreiung, der Befreiung durch diese Herren mit den feinen Instinkten für ideelle und materielle, humane und kulturelle Werte! Das statistische Bundesamt spricht somit auch von »Nachkriegsverlusten«. Nawratil hebt hervor:

»[…] im Sudetenland z.B., das sehr spät besetzt wurde, dürften die Todesfälle überhaupt zu 99% in der Nachkriegszeit liegen. Auch die Verbrechen der Roten Armee spielten sich im wesentlichen hinter der Front ab in Gebieten, für die der Krieg schon vorbei war.«

Mehr als 3 Millionen Sudetendeutsche wurden ohne Rücksicht auf Herkunft und politische Einstellung aus ihrer über Jahrhunderte angestammten Heimat vertrieben. Ihr privates und öffentliches Vermögen in einem Gesamtumfang von 265 Milliarden DM (Stand 1981!) wurde entschädigungslos enteignet. In den meisten Fällen wurden die Deutschen über Nacht und mit 30 Kilo Gepäck von Haus und Hof verjagt. Dabei kam es zu etwa 272.000 sudetendeutschen Vertreibungsopfern. Viele von ihnen wurden in offenen Massakern ermordet, haben aus Verzweiflung Selbstmord begangen, starben an Erschöpfung bei den Todesmärschen und in Lagern. Auf dem berüchtigten Todesmarsch von 20.000 Brünner Deutschen nach Niederösterreich zum Beispiel wurden mehrere tausend Personen erschlagen oder starben vor Erschöpfung. Rund 200.000 Menschen, darunter auch Tschechen und Slowaken, wurden auf Grund des sog. Volksgerichtsdekrets (»Retribution«) ab Mai 1945 interniert. Über 60.000 wurden nachträglich zu Kriegsverbrechern erklärt, rund 1000 von ihnen wurden gehängt. Die Verurteilten wurden teilweise bis zu 23 Jahren (bis 1968) zur Zwangsarbeit herangezogen. Unter anderem wurden sie in die Urangruben des Erzgebirges geschickt. Fast die ganze sudetendeutsche Volksgruppe wurde aus ihrer Heimat vertrieben. Die Vertreibungsverbrechen wurden durch Dekrete des tschechoslowakischen Präsidenten Dr. Beneš amnestiert! Zu den gigantischen Verbrechen an den Sudetendeutschen sei hier nur ein Völkermordfall von Tausenden und Abertausenden, herausgegriffen. Über das Massaker in Aussig am 30. Juli 1945 berichtet die Augenzeugin Therese Mager:

»Ich lief zur Elbebrücke und sah hier, wie Hunderte deutsche Arbeiter, die aus den Schichtwerken kamen, in die Elbe geworfen wurden. Auch Frauen und Kinder sowie Kinderwagen stießen die Tschechen in den Strom. Es waren meistens schwarz uniformierte Tschechen mit roten Armbinden. Sie warfen Frauen und Kinder, die sich nicht wehren konnten, von der 20 Meter hohen Brücke in die Fluten. Die Massenverfolgung der Deutschen dauerte bis in den späten Abend. Wir hörten aus allen Ecken und Straßen Schreie und Weinen. Weder eine Behörde noch die russische Besatzungsmacht schritten gegen diesen Massenmord ein. Zahlreiche Deutsche, die sich aus der Elbe schwimmend gerettet hatten, wurden durch Maschinengewehre beschossen. In Aussig schätzte man die Gesamtzahl der auf solche Weise ums Leben Gekommenen auf 800 bis tausend.«

In einem Leitartikel von Werner Friedmann in der Süddeutschen Zeitung vom 4. Juni 1946 hieß es zu den Massenaustreibungen:

»Zu Hunderttausenden werden sie über die Grenze gejagt, in Viehwagen gestopft, heimatlos geworden. […] Unser Mitarbeiter Joachim Slawik hatte nun eine große Anzahl dieser unglücklichen Menschen nach ihren Erlebnissen befragt und diesen Bericht wortgenau aufgeschrieben. Wir haben uns nach reiflicher Überlegung entschlossen, diese Schilderung nicht zu veröffentlichen, […] weil ihre grauenhafte Darstellung eine einzige Anklage gegen die Menschheit und Menschlichkeit ist.«

Dokumentiert sind die gigantischen Völkermorde an den Ostdeutschen und Sudetendeutschen etwa in dem 8 Bände umfassenden Werk Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa, 1957 herausgegeben vom Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte (Nachdruck 1984 durch den Deutschen Taschenbuch Verlag in München) oder in dem Werk Dokumente zur Austreibung der Sudetendeutschen, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft zur Wahrung sudetendeutscher Interessen, München 1951. Zum unverjährbaren Völkermord an den Ostdeutschen und Sudetendeutschen sei auch auf das folgende Werk verwiesen: Rolf-Josef Eibicht/Anne Hipp: Der Vertreibungsholocaust. Politik zur Wiedergutmachung eines Jahrtausendverbrechens.5 Zum Völkermord an den Ostdeutschen stellte Prof. Dr. Werner Frauendienst, Mannheim, treffend fest, was auch für die Sudetendeutschen und deren geraubte Heimatgebiete zutrifft:

»Wie die Hyänen sind Polen hinter den Russen hergezogen und haben sich ihre Opfer geholt, Männer, Frauen und Kinder, die in Gefängnisse und Lager verschleppt, dort zu Tode gequält und umgebracht wurden, um Raum für Polen zu schaffen, die nicht [wie auch die Tschechen in Bezug auf Sudetendeutschland] in einen menschenleeren Raum kamen, sondern der erst menschenleer gemacht wurde.«

Der Vertreibungsholocaust an den Ostdeutschen und Sudetendeutschen, die beabsichtigte und erhoffte osteuropäische »Endlösung der Deutschenfrage«, war fraglos einer der größten Völkermorde der Menschheitsgeschichte. Mehr noch: Der Vertreibungsholocaust an den Ost- und Sudetendeutschen, an den Deutschen aus Ost-, Mittelost- und Südosteuropa insgesamt, war fraglos das größte Vertreibungsverbrechen der Geschichte. Mit ca. 3 Millionen (3.000.000!) direkt bei der Vertreibung Ermordeten (darunter mindestens 1,5 Millionen Ostdeutsche und mindestens 272.000 bis 300.000 Sudetendeutsche) das größte Vertreibungsmassenmorden, der größte Vertreibungsholocaust in der Geschichte. Ganz überwiegend spielte sich dieser Vertreibungsholocaust in der Zeit nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 ab. Somit handelt es sich gleichzeitig um den größten Völkermord nach Beendigung der Kriegshandlungen, also im von den Alliierten uns gebrachten und zugedachten Befreiungs-»Frieden«. Millionen von Deutschen wurden also noch nach der militärischen Kapitulation vom 8. Mai 1945 von ihrem Leben »befreit«, ganz einfach »befreit«!

Friedensverbrechen

Die Massenaustreibungen der Deutschen aus ihren seit 2000 Jahren und länger (mit der germanischen Urbesiedlung!) angestammten Siedlungsgebieten Ostdeutschland (ein Viertel Deutschlands!) und Sudetenland (größer als mehrere Bundesländer zusammengenommen!) muß ohne Wenn und Aber als Friedensverbrechen bezeichnet werden. Da es sich zudem um einen weitgehend vergessenen, versteckten, verdrängten und verschwiegenen Vertreibungsholocaust handelt und zudem die Massenaustreibung und das Massenmorden an den deutschen Heimatvertriebenen bis auf den heutigen Tag keinerlei Wiedergutmachung, weder moralische noch finanzielle Würdigung ihrer Opfer erfahren hat, muß folglich auch diesbezüglich von ungesühnten Friedensverbrechen in gigantischem Ausmaß gesprochen werden. Im April 1950 stellte Senator William Langer vor dem US-Senat fest:

»Die Massenvertreibung ist eines der größten Verbrechen, an welchem wir direkt Anteil haben. […] In der gesamten Geschichte findet sich nirgends ein so scheußliches Verbrechen aufgezeichnet wie in den Berichten über die Begebenheiten in Ost- und Mitteleuropa. Schon 15 bis 20 Millionen (20.000.000!) wurden von den Stätten ihrer Vorfahren entwurzelt, in die Qual einer lebendigen Hölle geworfen oder wie Vieh über die Verwüstungen Osteuropas getrieben. Frauen und Kinder, Alte und Hilflose, Unschuldige und Schuldige wurden Greueltaten ausgesetzt, die noch von niemandem übertroffen wurden.«

Ostdeutschland war niemals vor dem Vertreibungsholocaust polnisch, wie das Sudetenland niemals vor dem Vertreibungsholocaust tschechisch war. Selbst die Verzichtspolitik der Regierung Kohl, etwa durch den »2+4-Vertrag« und die sich daran anschließenden polnischen und tschechischen Verträge und Erklärungen, kann hieran nichts ändern. Aus Unrecht kann niemals Recht werden. Nichts ist endgültig geregelt, solange es nicht gerecht geregelt ist. Die Geschichte kennt keinen Schlußstrich.

Die Frage Ostdeutschlands und des Sudetenlandes kann nicht durch einen unverantwortlichen und unlegitimierten deutschen Totalverzicht, ohne jeden historischen Ausgleich und Kompromiß mit den Vertreiberstaaten, aus der Welt geschafft werden. So tief kann ein Volk nicht sinken und in Ketten liegen, um dies für alle Zeiten hinzunehmen. Ein schamloses Verbrechen an der Freiheit und dem Selbstbestimmungsrecht des deutschen Volkes, an seinen vitalen nationalen Interessen, Lebens und Überlebensrechten! Deshalb gilt für uns unumstößlich und bleibt glasklar festzustellen: Die ostdeutschen und sudetendeutschen Fragen sind nach wie vor politisch, historisch und völkerrechtlich offen. Diese Fragen sind solange offen, solange Selbstbestimmung, das Recht auf die Heimat und die vermögensrechtlichen Probleme offene und ungelöste Fragen sind. Die Deutsche Frage ist nicht gelöst, nur weil das Brandenburger Tor offen ist; so etwa Herr und »Herrenreiter« »von und zu« Weizsäcker, Teilhaber der herrschenden politischen Klasse, jener Klasse, die an den deutschen Heimatvertriebenen einen anhaltenden Verrat betreibt, sie über Jahrzehnte nur als Wahl-Stimmvieh kräftig mißbraucht und ihre Menschenrechte verhökert.

Die polnischen und tschechischen Vertreiberstaaten sollten endlich ihre Raubsicherungspolitik beenden und zu einem historischen Ausgleich und Kompromiß bereit sein. 60 Jahre nach Flucht und Vertreibung sollten wir Deutschen nun endlich die offenen Fragen um Ostdeutschland und das Sudetenland anpacken und zu lösen trachten.

In den Vertreibungs- und Deportationsgebieten lebten kurz vor Kriegsende 20 Millionen Deutsche. 18 Millionen dort beheimatete und ansässige und 2 Millionen kriegsbedingt zugezogene Deutsche, d.h. Luftkriegsevakuierte und Zugezogene aus den westlichen und mittleren Landesteilen des Deutschen Reiches. Allein aus Berlin wurden insgesamt 1,5 Millionen evakuiert, in den Oder-Neiße-Gebieten zählte man 825.000 Evakuierte (so das Bundesministerium für Vertriebene im Jahre 1962). Allein 5 Millionen Kinder wurden 1940 aufs Land evakuiert.6 Nach Alfred Bohmann7 hielten sich allein 400.000 Reichsdeutsche im »Protektorat Böhmen und Mähren« auf, bis 1940 zogen allein zusätzlich 200.000 ins Sudetenland, in Danzig lebten 460.000 Reichsdeutsche.

Unbestreitbar ist, vom Vertreibungsholocaust wurden 20 Millionen Deutsche betroffen. Treffend stellt Heinz Nawratil als Resümee fest:8

»Als Fazit des historischen Tatbestands ist festzuhalten: Die Vertreibung der Deutschen aus Ostdeutschland und Osteuropa in den Jahren 1945–1948 war die größte und konsequenteste Völkervertreibung der Weltgeschichte; für über 20 Millionen Menschen bedeutet sie Flucht, Vertreibung oder Verschleppung, Mißhandlung oder Diskriminierung. 2,8 bis 3 Millionen verloren dabei ihr Leben. Das Geschehen in den Vertreibungsgebieten ist als [unverjährbarer] Völkermord zu bezeichnen.«

Nawratil weiter:

»Noch niemals in der Geschichte ist eine so große Bevölkerung liquidiert und mit einem einzigen Federstrich aus Atlanten und Geschichtsbüchern getilgt worden – ›Unperson‹ im Sinne von George Orwell. […] Es kann kein Zweifel daran bestehen, daß die Liquidation der deutschen Stämme und Volksgruppen im Osten die größte Völkervertreibung der Weltgeschichte darstellt.«

Zum weiteren Holocaust

Nach Ermittlungen des Statistischen Bundesamtes in Koblenz wurden auf dieselbe Weise (wie in Ostdeutschland und im Sudetendeutschland) 135.000 der im damaligen Jugoslawien lebenden Deutschen nach Kriegsende hauptsächlich von Tito-Partisanen ermordet, das entsprach 25 Prozent der Bevölkerung. Die Inhaftierung, Mißhandlung und Vertreibung der Überleblenden unterschied sich nicht vom Schicksal der östlich von Oder und Neiße sowie im Sudetenland ansässigen Deutschen.

Deutsche Kriegsgefangene kamen nicht nur in der Sowjetunion in Millionenhöhe um. Für die Sowjetunion schätzt Hellmut Diwald 9,2 Millionen Todesfälle. In Jugoslawien wurde etwa jeder zweite der rund 200.000 Gefangenen umgebracht. Nach Ermittlungen des kanadischen Historikers und Journalisten James Bacque 10 fanden nach Kriegsende auch in amerikanischen und französischen Lagern etwa eine Million (1.000.000!) deutsche Kriegsgefangene den Tod. Auf Befehl des amerikanischen Oberbefehlshabers Eisenhower wurde ihnen nach der Kapitulation der ihnen zustehende Status von Kriegsgefangenen aberkannt, um sie als so bezeichnete »entwaffnete feindliche Kräfte« (disarmed enemy forces) nicht nach den Bestimmungen der Genfer Konvention behandeln zu müssen. Gleichfalls als Folge von Eisenhowers Befehlen wurden sie in den Lagern Lebensbedingungen ausgesetzt – primitive oder keine Unterbringung, Hunger sowie mangelhafte medizinischer Betreuung und Hygiene – die Todesfälle in großer Zahl zur Folge hatten. Daß dies gewollt war, ist nicht nur dadurch bewiesen, daß die Amerikaner aufgrund von eigenen und deutschen Lebensmittelvorräten zu einer völlig ausreichenden Versorgung der Kriegsgefangenen in der Lage gewesen wären. Sie haben auch jene Hilfe unterbunden, die vom Roten Kreuz oder anderen Organisationen angeboten worden war.

Aber Hunger und Verhungern beschränkte sich nicht auf Kriegsgefangene. Die Deutschen erhielten nach Kriegsende Lebensmittelrationen, die nach den Feststellungen von Bacque zwischen Oktober 1946 und September 1950 in allen vier Besatzungszonen den Tod von mindestens 5,7 Millionen Menschen (5.700.000!) zur Folge hatten. Sie wurden von den Besatzungsmächten daran gehindert, selbst ausreichend für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, und sie blieben zu einer Zeit von jeder internationalen Wohlfahrtshilfe ausgeschlossen, als die Welt-Nahrungsmittelproduktion schon wieder anstieg. Zum Holocaust an unserem Volk gehören auch die etwa 300.000 Toten durch den Einmarsch der Roten Armee in Mitteldeutschland und in den anderen von ihnen besetzten Landesteilen. Ganz zu schweigen von den etwa 550.000 Zivilisten, die zuvor dem alliierten Terrorbombardement zum Opfer fielen. Nach den Berechnungen von Bacque fanden durch Vertreibung, Tod in Kriegsgefangenenlagern und Verhungern der ansässigen Bevölkerung bis 1950 mindestens 9,3 Millionen, maximal 13,7 Millionen Deutsche den Tot, also unvergleichlich mehr als durch Kampfhandlungen.

Nawratil, anerkanntermaßen einer der Experten auf dem Gebiet Vertreibung, Vertreibungsverluste und sonstiger Gewaltverbrechen, kommt bezüglich des Völkermordes oder Holocaust an den Deutschen, auf die Zahl von mindestens 6 bis 10 Millionen. Er schreibt:11

»Addiert man alle genannten Zahlen und die Vertreibungsopfer, so ergibt sich, daß 1945 und später 6 bis 10 Millionen unschuldiger Menschen sterben mußten. Damit liegen die Nachkriegsverluste sogar über den deutschen Diktatur- und Kriegsopfern 1933–1945.«

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Anhaltender geistiger Mord an unserem Volk

Zum permanenten geistigen Völkermord an den Deutschen durch die Zerstörung ihrer Geschichte schreibt Diwald:

»Für Arnold Gehlen reichte die Kunst, jemanden geistig wehrlos zu machen, von der Lüge bis zur Diffamierung. Deshalb hatte die internationale Konvention über die Verhinderung und Unterdrückung des Verbrechens des Völkermordes vom 9. Dezember 1948 auch einen geistigen Völkermord anerkannt und in Art. II b definiert als »schweren Angriff auf die physische und geistige Integrität einer Gruppe«. Dieser Begriff, so ergänzte Gehlen, »umfaßt natürlich die Traditionen und Überlieferungen eines Verbandes ebenso wie ihre Ehre, und ein Volk gewaltsam von seiner Geschichte abzutrennen oder zu entehren, bedeutet dasselbe, wie es zu töten.«

Das nationale Elend und die nationale Verrottung der Deutschen bis auf den heutigen Tag ist u.a. das Resultat ihrer beispiellosen Zerrissenheit und Uneinigkeit. In dem großartigen Werk Geschichte der Deutschen stellte Diwald diesen Sachverhalt wie folgt dar:

»Wenn es überhaupt bestimmende Merkmale der Deutschen gibt, dann gehört die Fähigkeit dazu, sich gegenseitig zu hassen, zu verachten, zu bekämpfen bis aufs Blut. Unsere Geschichte ist bis zum Rand gefüllt von Streit, Feindschaft, Brudermord.«

Und an anderer Stelle:

»Die Selbstzerfleischung ist ein grandioser Kehrreim unserer Geschichte. Hemmungslos, mit mörderischer Lust, haben wir immer wieder den anderen gejagt, der uns zwar am nächsten gestanden hat, der aber nicht derselben Meinung war. Kaum jemals war unser Griff so unerbittlich, als wenn wir uns gegenseitig an der Gurgel hatten. Das gehört zu unseren Besonderheiten, zu unseren Mängeln, so wie alles andere – weniger Kummervolle – auch, das mit vorschneller Völkerpsychologie dem allgemeinen Charakter der Deutschen zugeschrieben wird. Defekte sind zu beklagen, zu bekämpfen…«

In dem von mir herausgegebenen Werk Unterdrückung und Verfolgung deutscher Patrioten – Gesinnungsdiktatur in Deutschland? stellte Dr. Alfred Ardelt unübertreffbar zum anhaltenden geistigen Genozid an unserem Volke fest:12

»Arnold Gehlen hat in seinem Buch ›Moral und Hypermoral‹ bereits 1969 darauf hingewiesen, ein Volk von seiner Geschichte abzuschneiden, das bedeutet Völkermord. Der Vorgang ist inzwischen weitergegangen. Nicht nur aus der Geschichte, aus dem geistigen und kulturellen Seinszusammenhang werden die Deutschen ebenso verdrängt wie aus dem biologischen. Der während und nach Beendigung der Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg eingeleitete Genozid wurde nach einer knappen Unterbrechung, als die Deutschen für Hilfsdienste im kalten Krieg notwendig waren, wieder aufgenommen und mit großem Schwung weitergeführt. Zuerst Zerschlagung der geistigen und kulturellen Substanz, die biologische und physische folgte dem zwangsläufig. Das muß zur Kenntnis genommen werden. Die Deutschen haben während des Zweiten Weltkrieges keinen Vernichtungskrieg gegen andere geführt, sie haben um ihr Überleben, um ihr Sein gekämpft. Sie haben diesen Krieg schon gar nicht begonnen. Ideologien haben sie bekämpft, die ihnen gefährlich wurden. Dieses muß eingesehen werden, wie immer einer zu dem Regime von 1933 bis 1945 stehen mag. Erst von da aus sind Überlegungen, wie dem Genozid begegnet werden kann, sinnvoll und möglich. Die Deutschen müssen anfangen, sich die Gedankenfreiheit zu nehmen!«

Dem ist nichts, absolut nichts mehr hinzuzufügen.

Kämpfen wir!

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Anmerkungen:

1 Schwarzbuch der Vertreibung 1945 bis 1948. Das letzte Kapitel unbewältigter Vergangenheit, Universitas, München 2001.
2 Kiel, 1952
3 Bd. 2, Würzburg, 1955
4 Bd. 2, München, 1979
5 Riesa, 2000
6 C. Larass, Der Zug der Kinder, München 1983
7 Menschen und Grenzen, Köln 1975
8 Schwarzbuch der Vertreibung
9 Geschichte der Deutschen, Frankfurt, Berlin, Wien 1978
10 Verschwiegene Schuld, Berlin 1995
11 Schwarzbuch der Vertreibung 1945–1948, München 1999, Seite 76
12 Viöl 1997

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Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 9(1) (2005), S. 8-11

Das „Völkerrechtsverbrechen“ der Vertreibung von Deutschen aus ihrer Heimat

Der Begriff Vertreibung bezeichnet alle Maßnahmen gegenüber einer rassischen, religiösen, sozialen oder politischen Gruppe, die sie zum Verlassen ihrer Heimat zwingen.

Die Vertreibung aus Ostdeutschland und dem deutschen Sudetenland ist die größte nationale Tragödie Deutschlands. Sie ist zugleich in der gesamten Menschheitsgeschichte in Ausmaß und Opferzahl beispiellos.

„Sofern das Gewissen der Menschheit jemals wieder empfindlich werden sollte, wird diese Vertreibung als die unsterbliche Schande aller derer im Gedächtnis bleiben, die sie veranlaßt oder die sich damit abgefunden haben. Die Deutschen wurden vertrieben, aber nicht einfach mit einem Mangel an übertriebener Rücksichtnahme, sondern mit dem denkbar höchsten Maß an Brutalität.“-

Viktor Gollancz, 1946 zur Vertreibung der Deutschen –

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Definitionen

Vertreibung beinhaltet erzwungenes Verlassen aufgrund von Verfolgung und Diskriminierung, erzwungene Flucht aufgrund von Androhung von Gewalt oder Androhung der Ausweisung, organisierte Deportation innerhalb eines Staatsgebietes, wie auch über die Staatsgrenzen hinaus, Abschiebung in einen anderen Staat, Ausweisung aufgrund staatlicher Anordnung bei Verhinderung der Rückkehr, staatlich erzwungene Umsiedlung von einem Gebiet in ein anderes zum Zweck der Sesshaftmachung.

Flüchtlinge verlassen ihre Heimat, um einer drohenden existentiellen Gefahr zu entgehen. Im Unterschied zu Vertriebenen werden sie nicht unmittelbar zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen. Geschieht die Flucht auf Anordnung der Behörden des eigenen Landes, spricht man von Ausweisung. Falls Flüchtlingen oder Ausgewiesenen die Rückkehr in ihre Heimat verwehrt wird, unterscheidet sich ihre Lage nicht mehr von der Lage von Vertriebenen. Deshalb werden sie in diesem Falle ebenfalls als Vertriebene bezeichnet.

In Deutschland werden unter „Vertreibung“ die Ausweisung und die Flucht der deutschen Bevölkerung aus den deutschen Ostgebieten, also aus Ostdeutschland durch Polen und die damalige Sowjetunion, aber auch aus dem Sudetenland durch die Tschechei und aus dem damals entstandenen Jugoslawien ab 1945 verstanden. In diesem Zusammenhang ist der Begriff der Vertreibung auch eng mit dem Begriff der Heimat verwoben.

„Vertreibung“ ist weder juristisch noch historisch klar und unmissverständlich definiert, es ist vielmehr ein Terminus der politischen Sprache (Siehe auch: Fremdherrschaft). Mit der Weiterentwicklung des Völkerstrafrechts hat sich bei Juristen und Historikern der Begriff der Ethnischen Säuberung eingebürgert, der weitgehend dieselbe Bedeutung wie „Vertreibung“ hat.

Vertreibungen werden aus dem Blickwinkel des Vertreiberlandes und anderer, nicht betroffener Länder oft als gerechtfertigt angesehen, weil sie Reaktion auf möglicherweise zuvor widerfahrenes Unrecht seien. Möglich werden sie zum Beispiel durch die faktische Machtsituation nach einem verlorenen Krieg. Jedoch ist zu beachten, dass auch dem Vertreiberland zuvor widerfahrenes Unrecht es nicht rechtfertigt, wenn dieses Land seinerseits Unrecht begeht. Vertreibungen werden in den verantwortlichen Ländern häufig legalisiert, davon ist die moralische und völkerrechtliche Berechtigung, die in aller Regel nicht gegeben ist, zu unterscheiden.

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Ausschnitt aus der Bildzeitung

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Vertreibung Volksdeutscher

Nach dem Ersten Weltkrieg

Nach dem Ersten Weltkrieg gab es Maßnahmen unterschiedlicher Härte, mit denen Minderheiten die Aussiedlung nahegelegt wurde, insbesondere von Deutschen aus den gemäß Versailler Vertrag polnisch gewordenen gemischten Siedlungsgebieten. Dieser auch „kalte Vertreibung“ genannte Vorgang dauerte von 1918/19 bis 1939 und betraf rund 1,5 Millionen Deutsche aus Ostoberschlesien, Westpreußen beziehungsweise dem Polnischen Korridor, der ehemaligen Provinz Posen und weiteren Teilen Polens.

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Siedlungsgebiete Volksdeutscher um 1910

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Vertreibung von Deutschen 1944 bis 1948

Planung

Seit 1939 forderten nicht nur die polnischen Kommunisten erhebliche deutsche Gebiete ohne ihre angestammte Bevölkerung, sondern auch die bürgerlich-polnische Exilregierung in London.

Ab Sommer 1941 forderten die polnische und tschechoslowakische Exilregierung in London Grenzkorrekturen nach dem Sieg über das nationalsozialistische Deutschland. Dies sollte ausdrücklich die Entfernung der deutschen Bevölkerung aus den eroberten Gebieten wie auch aus dem restlichen Staatsgebiet einschließen.

In der vom polnischen Institut „Weststudium“ publizierten „Kleinen Bibliothek der Westgebiete” [biblioteczka ziem zachodnich] wurde der Krieg bereits 1942 dargestellt als

[…]Krieg um die politische Größe Polens. Polnisches Kriegsziel ist eine Ostseeküste von Klajpeda (Memel) nach Stettin und eine Grenze an der Oder […]”.

Die neue polnische „Westgrenze“ sollte wenn nötig auch ohne internationales Mandat erzwungen werden. In einem 1943 erstellten Memorandum wurde die Schaffung vollendeter Tatsachen nach dem Krieg noch vor einer Friedenskonferenz gefordert, um so die Möglichkeit der Durchführung von Volksabstimmungen auszuschließen. Zu diesem Zeitpunkt wurde demnach die vollständige völkerrechtswidrige Vertreibung der deutschen Bevölkerung als unabdingbare Voraussetzung einer erfolgreichen Errichtung einer neuen polnischen „Westgrenze” angesehen.

Von großer Bedeutung war schließlich eine Gemeinschaftsarbeit „Über das linke Oderufer“. Sie stellt den Versuch dar, zu belegen, dass die neue polnische Westgrenze auch das linke Oderufer und damit auch Städte wie Görlitz und Frankfurt mit einschließen müsse. (Westrundschau Zygmunt Wojciechowski u.a. „O lewy brzeg srodkowej i dolnej Odry [Über das linke Ufer der mittleren und unteren Oder]. Przeglad Zachodni 1 (1945), 2/3: 61-87)

Am 13. Dezember 1944 erklärte der britische Premierminister Winston Churchill vor dem Unterhaus in London sein Einverständnis zur Vertreibung:

„Natürlich würde ein Bevölkerungsaustausch im Osten und Norden die Folge sein. Die Umsiedlung von mehreren Millionen Menschen müßte vom Osten nach dem Westen oder Norden durchgeführt werden, ebenso die Vertreibung der Deutschen – denn das wurde vorgeschlagen: völlige Vertreibung der Deutschen – aus den Gebieten, die Polen im Westen und Norden gewinnt. Denn die Vertreibung ist, soweit wir in der Lage sind es zu überschauen, das befriedigendste und dauerhafteste Mittel.“

Auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 setzte die Sowjetunion die Abtrennung der bereits 1939 bis 1941 sowjetisch besetzten polnischen Ostgebiete an die Sowjetunion durch, die ihrerseits im Ergebnis des polnisch-sowjetischen Krieges (1920–1921) von Polen annektiert worden waren.

Die begonnene Vertreibung der Deutschen östlich von Oder und Neiße wurde auf der sogenannten Potsdamer Konferenz abgesegnet, wobei die deutschen Ostgebiete vorübergehend bis zum Abschluss eines Friedensvertrages mit dem Deutschen Reich unter polnische bzw. sowjetische Verwaltung gestellt werden sollten.

https://i1.wp.com/de.metapedia.org/m/images/4/48/Stalins_Grenzpl%C3%A4ne.jpg
Stalins ursprüngliche Grenzpläne mit weitgehend deutsch verbliebenem Schlesien entlang der Glatzer Neisse (Die blauen Linien wurden eigenhändig von Stalin gezeichnet)

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https://i0.wp.com/de.metapedia.org/m/images/3/3e/Verbreitungsgebiet_der_deutschen_Sprache_nach1945.jpg
Siedlungsgebiete Volksdeutscher nach der Vertreibung 1945

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Datei:Bundesarchiv Bild 175-S00-00326, Flüchtlinge aus Ostpreußen auf Pferdewagen.jpg
Verzweifelte Flucht aus der deutschen Heimat in Ostpreußen

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Datei:Flucht und Vertreibung.jpg
Die gewaltsame Vertreibung, bis heute ungesühnt (bei Braunsberg)

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Datei:Vertreibung Ziviltrecks.jpg
Chaos auf den Straßen

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Datei:Bundesarchiv Bild 146-1989-033-35, Pillau, Hafen, Marinesoldaten, Flüchtlinge.jpg
Pillau Hafen, Januar 1945. Am Ufer wartende Flüchtlinge in eisiger Kälte

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Durchführung

Bei den Vertreibungsgebieten handelte es sich um:

  • an Polen durch die Alliierten unter vorübergehende Verwaltung gestellte Teile des Deutschen Reiches wie das südliche Ostpreußen, Danzig-Westpreußen, Pommern und die Neumark Brandenburg sowie Schlesien;
  • den nördlichen Teil Ostpreußens, von Stalin der russischen Teilrepublik angegliedert;
  • das zwischen Deutschland und Litauen lange umstrittene Memelland;
  • Gebiete, die seit 1919 dem Deutschen Reich abgesprochen wurden, in denen aber nach wie vor viele Deutsche lebten (beispielsweise Westpreußen und das östliche Oberschlesien);
  • weitere deutsche Siedlungsgebiete in den baltischen Staaten (bereits 1939/40 mit der Sowjetunion vertraglich vereinbart);
  • das Sudetenland sowie Südböhmen und Südmähren, also die nördlichen, südlichen und westlichen Randgebiete der Tschechoslowakei;
  • Prag und die deutschen Sprachinseln in Zentral-Böhmen und -Mähren;
  • Gebiete der damaligen Sowjetunion, neben einer weitläufigen Streubesiedlung vor allem die von deutschstämmigen Staatsangehörigen besiedelte „Wolga-Republik“
  • mehrere Regionen in Südosteuropa, vor allem in Ungarn, Rumänien (Siebenbürgen, Banat), Kroatien (Slawonien), Serbien (Wojwodina) und Slowenien (Marburg a.d. Drau), Laibach, Cilli, Gottschee, s.a. Jugoslawien).

In Stettin wurde die Vertreibung noch im Jahre 1946 fortgesetzt, um diese deutsche Stadt ebenfalls völkerrechtswidrig in polnischen Besitz zu nehmen.

https://i2.wp.com/de.metapedia.org/m/images/d/d7/Polnische_Hetze_in_Schlesien_und_Brandenburg.jpg
Polnisches Hetzplakat zur Vertreibung der deutschen Bewohner aus ihrer Heimat

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Vertreibung aus Ost- und Südosteuropa

Die Vertreibung der Deutschen aus Ost- und Südosteuropa ist die größte „ethnische Säuberung“ in der neueren europäischen Geschichte.

  • Etwa 12-13 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene;
  • Rund zwei Millionen Tote.
Darunter sind:
  • Über 500.000 deutsche Zivilisten, die 1945 aus den östlichen Provinzen Deutschlands in sowjetische Arbeitslager deportiert wurden.
  • Bis zu 160.000 deutsche Zivilisten, die bereits schon ab 1944 aus den deutschen Minderheitsgebieten in Ungarn, Jugoslawien und Rumänien als „lebende Reparationen“ oft für Jahre zur Zwangsarbeit in die Industriereviere der UdSSR verschleppt wurden.
  • etwa 200.000 deutsche Zivilisten, die weit nach Kriegsende in Arbeits- und Internierungslager in Polen, Jugoslawien oder der Tschechoslowakei gebracht wurden

In dieser Aufstellung sind die rund 280.000 Deutschen aus Rußland nicht berücksichtigt (sogenannte Administrativ-Umsiedler), die während des Krieges aus der Sowjetunion nach Deutschland kamen und nach 1945 in die UdSSR zwangsrepatriiert wurden. Auch die Deutschen aus Rußland sind hier nicht mitgezählt, die – innerhalb der Sowjetunion – zwischen 1941 und 1945 aus ihren europäischen Siedlungsgebieten in andere Teile der UdSSR deportiert bzw. in sowjetische Arbeitslager verbracht wurden.[2][3]

Die Zivilbevölkerung in den Ostprovinzen des Deutschen Reiches bekam die volle Härte des Kriegsendes besonders zu spüren. Dort war die Zahl der Zivilisten seit 1943 noch stark angewachsen, weil viele Frauen, Mütter und Kinder wegen der Bombenangriffe auf die deutschen Großstädte in den vermeintlich sicheren Osten des Reiches evakuiert worden waren.

Sie erlebten zum Ende des Krieges als erste die sogenannten Vergeltungs- und Strafmaßnahmen der Roten Armee. In den östlichen Provinzen gingen in diesen Monaten Hand in Hand:

  • flächendeckende Verhaftungen vermeintlicher Kriegsverbrecher
  • willkürliche Erschießungen angeblicher „Diversanten“ und „Terroristen“
  • Zwangsrekrutierung und Deportation männlicher und weiblicher Arbeitskräfte – darunter auch 12jährige Mädchen und 70jährige Greise – sowie brutalste Gewalt gegen Frauen als sogenannte „Kriegsbeute“.

Vertreibung der Sudetendeutschen

Die wohl umfangreichsten Gewaltverbrechen an deutschen Zivilisten sind an den Sudetendeutschen begangen worden. Politisch und programmatisch von der sogenannten tschechischen Exilregierung lange vorbereitet erreichte die Drangsalierung der deutschen Zivilbevölkerung nach Kriegsende eine ungeahnte Brutalität.

Den Startschuß für die brutalen Vertreibungen gab der Prager Aufstand 1945, in dessen Folge es zu den ersten Übergriffen auf deutsche Zivilisten kam. In den nächsten Monaten häuften sich diese Vorfälle. Eine unrühmliche Rolle spielten dabei die sogenannten „Revolutionsgarden“, die sich in ihrer Rücksichtslosigkeit und Grausamkeit besonders hervortaten. Diese, selbst von den Tschechen als „Räubergarden“, „Goldgräber“ und „Fünf-Minuten-Partisanen“ bezeichneten Banditen, waren aus ehemaligen Widerstandkämpfern hervorgegangen. Zu den wenigen Partisanen, die schon während der deutschen Okkupation aktiv waren, gesellten sich jetzt Abenteurer und Glückssucher, die ihre patriotischen Gefühle erst nach der deutschen Kapitulation entdeckt hatten. So schrieb eine tschechische Zeitung: „Heute ist jedermann >Partisan<. Der eine deshalb, weil er einen Partisanen gesehen hat, der andere deshalb, weil er von ihnen etwas gehört hat, der dritte deshalb, weil er sie angeblich unterstützt hat, der vierte erhielt im Mai eine Flinte in die Hand gedrückt, der fünfte arbeitete den ganzen Krieg über gegen die Deutschen usw.“ Es waren überwiegend Mitglieder der Revolutionsgarden, die jetzt, auf zum Teil grausame Art, in den einzelnen Regionen die öffentliche Macht ausübten. Dokumentiert sind Fälle von Plünderungen, Folter und Massenerschießungen. Deutsche Zivilisten konnten wahllos aus der flüchtenden Menge herausgegriffen und erschossen oder bei lebendigem Leib angezündet werden, an früheren Vertretern des Naziregimes rächte man sich, indem man sie u.a. lebendig einmauerte oder ihnen brennende Hölzchen unter die Fingernägel trieb. Gemeinsam war allen Opfern, daß sie Nemec – Deutsche waren.[4] Alle deutschen Bürger in Böhmen und Mähren mußten eine Armbinde mit einem „N“ für Nemec (Deutscher) tragen. Mit gezielten Gewaltaktionen wie dem „Todesmarsch von Brünn“ oder dem Massaker in Aussig sollten sie mürbe gemacht, zum „freiwilligen“ Verlassen ihrer Heimat gezwungen werden. Exil-Präsident Edvard Benes befahl: „Werft sie aus ihren Wohnungen. Kein Bauer darf auch nur einen Quadratmeter Boden behalten.“ Dafür schaffte er auch die juristische Basis: jene Enteignungsdekrete, die heute noch in der Debatte sind. Die brutalen Ausschreitungen, teils wie in Aussig offiziell initiiert, hatten das gewünschte Ergebnis. Zahlreiche der Verfolgten gingen von selbst. Der entsetzliche Zustand, in dem sie in den westlichen Besatzungszonen eintrafen, veranlaßte schließlich die Alliierten im Herbst, von Prag einen Stopp der „wilden Vertreibungen“ zu verlangen. Aber die Exzesse dauerten an. Erst im Frühling 1946 kam es zu „geregelten“ Massendeportationen in Güterwaggons. Doch auch diese Bevölkerungstransfers verliefen keineswegs unter „humanen Bedingungen“. Die Vertreibungen der Sudetendeutschen waren mit Gewalt und Mord verbunden. Zu den Orten der größten Massaker im wilden Vertreibungssommer 1945 gehören:

  • Brünn (Brünner Todesmarsch), 30. – 31. Mai 1945: Vertreibung von 20.000 bis 35.000 Deutschen. Wahrscheinlich etwa 5.000 Tote, davon 459 im tschechischen Todeslager Pohrlitz, etwa 250 Tote auf dem Marsch bis zur österreichischen Grenze und weitere 1.062 Tote auf dem Weg weiter nach Wien. Die meisten kamen infolge schlechter Versorgung und Krankheiten um.
  • Postelberg, KZ, 31. Mai – 15. Juni 1945: 763 Ermordete, davon 5 Frauen und 1 Kind.
  • Duppau, Juni 1945: 24 Ermordete.
  • Totzau, 5. Juni 1945: 32 Ermordete.
  • Podersam, 7. Juni 1945: 68 Ermordete.
  • Komotau, 9. Juni 1945: 12 Menschen wurden zu Tode gemartert. Am Todesmarsch starben weitere 70 Menschen. Im Todeslager Sklárna wurden dann weitere 40 Menschen ermordet. Außerdem wurden zehn Menschen von Soldaten aus dem Lager gebracht und an einer anderen Stelle hingerichtet. Insgesamt wurden etwa 140 Menschen ermordet.
  • Prerau (Massaker von Prerau), Nacht von 18. auf 19. Juni 1945: 265 Ermordete, davon 71 Männer, 120 Frauen und 74 Kinder. Der älteste Ermordete war 80 Jahre alt, das jüngste war ein achtmonatiger Säugling. Durch Flucht retteten sich 7 Menschen.
  • Jägerndorf; Erste Wilde Vertreibung am 22. Juni 1945. Fußmarsch vom KZ-Lager am Burgberg über Würbenthal, Gabel, Gabel-Kreuz, Thomasdorf, Freiwaldau, Weigelsdorf, Mährisch-Altstadt bis Grulich. Dann im offenen Eisenbahnwaggon bis Teplitz-Schönau. Anschließend wieder Fußmarsch bis zur Grenze nach Sachsen bei Geising im Erzgebirge.
  • Aussig (Massaker von Aussig), 31. Juli 1945: Etwa 80 – 100 Ermordete. Verschiedene Quellen geben von 30 bis zu 700, selten sogar über 2.000 Ermordete an, wobei die Zahl 30 sehr wahrscheinlich ganz untergewichtet ist und die Zahl 2.000, vermutlich auch 700, im Gegenteil eher überhöht ist.
  • Taus: Etwa 200 Ermordete.
  • Landskroner Blutgericht, 17. bis 21. Mai 1945: Strafgericht an den deutschen Einwohnern der Stadt mit am ersten Tag 24 Ermordeten und am Ende um die 100 Todesopfern

Alle im Sommer 1945 durchgeführten Pogrome und Straftaten wurden nachträglich unter Straffreiheit gestellt. Insgesamt kann davon ausgegangen werden, daß ca. 2,8 Millionen Sudetendeutsche (praktisch fast 100 %) aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Umstritten ist die Zahl der Opfer, die im Verlaufe der Vertreibungen und Exzesse ihr Leben lassen mußten. Heinz Nawratil gibt die deutschen Todesopfer in der Tschechoslowakei mit ca. 272.000 an. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, daß in den sudetendeutschen Gebieten etwa 1.000 Ortschaften verfallen oder sogar gänzlich vom Erdboden verschwunden sind. Die ehemalige Stadt Duppau beispielsweise ist heute Teil eines Truppenübungsplatzes.

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Kundmachung aus:
Dokumente zur Austreibung der Sudetendeutschen

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Vertreibung im Kern jahrzehntelang vorbereitet

In einem ausführlichen Beitrag unter dem Untertitel „Einblicke in den von langer Hand vorbereiteten »Abschub« der Sudetendeutschen“, weist Karl Peter Schwarz in der Besprechung des 2. Bandes von „Odsun. die Vertreibung der Sudetendeutschen“ von Roland J. Hoffmann, Kurt Heißig und Manfred Kittel (Hg.) deutlich darauf hin, dass die Vertreibung aus Böhmen und Mähren schon vor dem Zweiten Weltkrieg geplant und kein „Racheakt“ für vorgebliche „deutsche Verbrechen“ war.

https://i1.wp.com/de.metapedia.org/m/images/5/5a/Lager_mit_sudetendeutschen.jpg
Lager mit sudetendeutschen Vertriebenen 1945

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https://i0.wp.com/de.metapedia.org/m/images/9/99/Vertriebene_Deutsche_aus_Pilsen.jpg
vertriebene Deutsche aus Pilsen 1945

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Gesamtzahl der Todesopfer

Heinz Nawratil behandelt das Thema in seinem Buch Schwarzbuch der Vertreibung 1945 – 1948. Er kommt auf insgesamt 2,8 bis 3 Millionen Vertreibungs- und Deportationsopfer der deutschen Zivilbevölkerung. Das entspricht etwa der seinerzeitigen Einwohnerzahl der Republik Irland.

Eine Anzahl weiterer nationaler und internationaler seriöser Publikationen bestätigt dies. So etwa Rhode in Völker auf dem Wege (Kiel, 195), oder Ploetz, Raum und Bevölkerung in der Weltgeschichte (Bd. 2, Würzburg, 1955), oder dtv-Atlas zur Weltgeschichte (Bd. 2, München, 1979). In dieser Zahl enthalten sind nach den Berechnungen von Nawratil mindestens 1.419.000 ostdeutsche und mindestens 272.000 sudetendeutsche Vertreibungstote.

Eine noch höhere Zahl nennt der erste Bundeskanzler der BRD, Konrad Adenauer. Von den 13,5-17 Millionen deutschen Vertriebenen nach 1945 trafen laut Adenauer nur etwa 7,5 Millionen in Restdeutschland ein. Er schrieb dazu:

„Nur 7,3 Millionen sind in der Ostzone und in den drei Westzonen angekommen. Sechs Millionen Deutsche sind vom Erdboden verschwunden. Sie sind verdorben, gestorben.“

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Datei:Bundesarchiv Bild 146-1990-001-30, Flüchtlingstreck.jpg
Verzweifelter Versuch, das Eis des Frischen Haffs zu überqueren, um auf der Nehrung von Schiffen aufgenommen zu werden. Unzählige Deutsche starben dabei.
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Völkerrechtliche Bewertung

Vertreibungen sind in jedem Falle völkerrechtswidrig. Sie verstoßen unter anderem gegen die Haager Landkriegsordnung von 1907, gegen das Verbot von Kollektivausweisungen, gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker und gegen das Eigentumsrecht. Alle historisch belegten Vertreibungen waren mit Blutvergießen und Enteigungen verbunden. Doch selbst eine Vertreibung ohne Enteignung würde das Eigentumsrecht der Vertriebenen verletzen, weil dieses Recht das Recht der Nutzung einschließt. Ein Vertriebener kann aber seine Immobilien nicht mehr nutzen.

Dem Regensburger Völkerrechtler Otto Kimminich gelang in den 1950er Jahren der Nachweis, daß das seit jeher geltende Völkerrecht das Recht auf die Heimat einschließt, auch wenn dieses Recht lange nicht explizit niedergeschrieben (positiviert) wurde. Vor allem das Selbstbestimmungsrecht der Völker setzt das Recht auf die Heimat voraus, denn es bezieht sich regelmäßig auf diejenigen Gebiete, in denen eine bestimmte Nation oder Volksgruppe unangefochten und rechtmäßig die Mehrheit der Bevölkerung stellt. Letzteres setzt aber das Recht auf die Heimat voraus.

Soweit Vertreibungen eine hinreichend klar definierte Gruppe betreffen und mit der Absicht durchgeführt werden, diese Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören, erfüllen sie außerdem den Tatbestand des Völkermordes im Sinne der UN-Konvention von 1948.

BRD-Bundespräsident Richard von Weizsäcker sollte später die Vertreibung von 15 Millionen Deutschen aus Ostdeutschland und deren Millionenfache Ermordung in nicht zu überbietendem Zynismus eine „erzwungene Wanderschaft“ nennen.

Zur völkerrechtswidrigen Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus Ostdeutschland sagte der spätere Vorsitzende der Deutschen Partei, Heinrich Hellwege, am Vorabend der Moskauer Außenministerkonferenz am 10. März 1947:

„Es bleibt nun noch im Rahmen der Gebietsforderungen einen Punkt zu erwähnen, der über unsere Wxistenz als Nation entscheiet! Ich meine die Regelung der deutschen Ostgrenze. Die Rechtslage ist klar! Auch durch das Potsdamer Abkommen ist die deutsche Ostgrenze nicht festgelegt worden. Die Überlassung des dortigen Gebietes an Polen bedeutet keine Übertragung der Gebietshoheit, sondern nur eine vorläufige Übertragung der Verwaltung! Auch nicht der Schatten eines historischen Rechtes steht für den polnischen Anspruch. Polen ist auch nicht in der Lage, diese Gebiete so zu besiedeln und zu nutzen, wie sie von Deutschland besiedelt und genutzt waren. Polen kann auch ohne diese Gebiete leben, Deutschland aber kann es nicht!“

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Polnisches Hetzplakat zur Vertreibung der deutschen Bewohner aus ihrer Heimat

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Recht auf Heimat

Das Recht auf Heimat ist ein Menschenrecht. Es besteht unabhängig von zwischenstaatlichen Vereinbarungen, durch die es auch nicht abgeschafft werden kann. Das Recht auf Heimat ist das wichtigste der kollektiven Menschenrechte und die Grundlage für die Erhaltung des Friedens. Der Heimatbegriff wird weltweit in räumlicher, ethnischer und kultureller Hinsicht verstanden. Dadurch werden das Heimatland, die historisch über Jahrhunderte ansässigen Volksgruppen sowie ihre kulturellen Traditionen, Leistungen und Errungenschaften zu Schutzobjekten. Volkstum und Kultur sind wesentliche Grundlagen für die Würde des Menschen.

Bewältigung und Integration

Im restlichen Deutschland verlangte die Vertreibung von allen Beteiligten in den 1940er, 1950er und 1960er Jahren eine große Integrationsleistung. Durch die Bevölkerungsverschiebungen im großen Maßstab verdoppelten einige Länder, zum Beispiel Mecklenburg ihre Einwohnerzahl, vormals konfessionell homogene Regionen mit starken eigenen Traditionen, zum Beispiel Oberbayern und die Lüneburger Heide, besaßen nun große Bevölkerungsgruppen mit einem anderen Lebensstil und fremder konfessioneller Prägung. Zuweilen kam es zu ganzen Stadt- und Ortsneugründungen wie Espelkamp, Waldkraiburg, Traunreut, Geretsried oder Kaufbeuren-Neugablonz.

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Infolge der Zerstörungen des Krieges und der ungeheuren Flüchtlingsströme wurden seelenlose Wohnviertel errichtet, die Deutschland bis heute verschandeln und ihm seinen ursprünglichen Charakter rauben. Polen, das seit dem Gebietsraub an Deutschland derzeit etwa die gleiche Fläche wie die Rest-BRD besitzt, hat jedoch nur die Hälfte der durchschnittlichen Einwohnerzahl pro Quadratkilometer. Allein daran läßt sich schon die Absurdität des Landraubes erkennen.

In den von Deutschen verlassenen Gebieten wurden unter anderem ebenfalls umgesiedelte Polen aus dem ehemaligen, im Polnisch-Sowjetischen Krieg (1920–1921) annektierten sogenannten Ostpolen (der seit 1945 wieder litauischen Region Vilnius, dem westlichen Drittel des heutigen Weißrußland (Weißruthenien) und der westlichen Ukraine (Wolhynien und Galizien) angesiedelt. Viele dieser nun umgesiedelten ca. 1,2 Millionen Polen hatten sich dort ihrerseits erst im Ergebnis des Krieges und nach der Vertreibung eingesessener deutscher Bewohner niedergelassen. Den größten Teil der Neusiedler in den Oder-Neiße-Gebieten bildeten Polen aus den traditionell polnischen Gebieten („Zentralpolen“). Hinzu kamen rund 400.000 Ukrainer und eine etwas kleinere Anzahl Weißrussen. Die Ursache dafür ist, daß auch westlich der heutigen polnischen Ostgrenze von jeher eine bedeutende weißrussische und ukrainische Minderheit lebte und lebt, insbesondere in den Regionen Bialystok (Weißrussen) und Przemysl (Ukrainer). Diese Gruppen galten der polnischen Regierung nach 1945 als potenziell unzuverlässig beziehungsweise als mögliche Argumente für neue sowjetische Forderungen an Polen. Deswegen wurde ein Teil von ihnen in Richtung Osten vertrieben (also aus dem heute polnischen Gebiet in die in der Zwischenkriegszeit zu Polen gehörenden Gebiete östlich des Flusses Bug), ein anderer Teil jedoch nach Westen, vor allem nach Niederschlesien und Hinterpommern. Diese innerpolnische Umsiedlung dauerte von Ende April bis Ende Juli 1947, die verantwortlichen Politiker und Militärs nannten sie „Aktion Weichsel“.

Verteilung der 11.935.000 angekommenen Vertriebenen in der BRD und DDR (1950)
Land Anzahl % der Vertrieb. (in D) % der Wohnbev.
Bayern ABZ 1.937.000 16,2 % 21 %
Niedersachsen BBZ 1.851.000 15,5 % 27 %
Nordrhein-Westfalen BBZ 1.332.000 11,2 % 10 %
Mecklenburg-Vorpommern SBZ 981.000 8,2 % 45 %
Sachsen-Anhalt SBZ 961.000 8,1 % 23 %
Baden-Württemberg FBZ/ABZ 862.000 7,2 % 13,5 %
Schleswig-Holstein BBZ 857.000 7,2 % 33 %
Sachsen SBZ 781.000 6,5 % 14 %
Hessen ABZ 721.000 6 % 16,5 %
Thüringen SBZ 607.000 5,1 % 20,5 %
Brandenburg SBZ 581.000 4,9 % 23 %
Rheinland-Pfalz FBZ 152.000 1,3 % 5 %
West-Berlin ABZ/FBZ/BBZ 148.000 1,2 % 6,9 %
Hamburg BBZ 116.000 1 % 7,2 %
Bremen ABZ 48.000 0,4 % 8,6 %

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Das sind 1950 zusammen 11.935.000, davon 3.911.000 in der DDR und 8.024.000 in der Bundesrepublik Deutschland
(später als 1950 gekommene Vertriebene und SBZ/DDR-Flüchtlinge sind nicht enthalten).

Das Saarland war 1950 noch autonome französisch verwaltete Region und wird daher nicht aufgelistet.

Baden-Württemberg war 1950 noch nicht gegründet; dieses Gebiet bestand aus den vorherigen Bundesländern Württemberg-Baden (ABZ), Südwürttemberg-Hohenzollern (FBZ) und Südbaden (FBZ).

Die niedrigen Zahlen in den französisch besetzten Gebieten rühren daher, daß dort zunächst keine Vertriebenen aufgenommen wurden; das änderte sich erst mit der Gründung der Bundesrepublik 1949.

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Bei Grünhagen. Wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche. Oktober 2009.

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Regreßforderungen nach Friedensvertrag

Neben der Rückgabe des gestohlenen Gebietes und der Entschädigung für die begangenen Verbrechen kommen noch Kosten für den Nutzungsausfall auf die Vertreiberstaaten zu. Da dem deutschen Volk der von ihm kultivierte Raum über Jahrzehnte der eigenen Nutzung entzogen wurde, sind mittlerweile Schäden in gravierender Höhe entstanden. Dies betrifft z.B. Umwelt, Landwirtschaft, Wohnraum und die zwischenzeitlich geplünderten Bodenschätze.

Für solche Zahlungen gibt es Beispiele: Um Indianerstämme in North und South Dakota sowie Montana und Oklahoma für entgangene Einnahmen aus Bodenschätzen in gestohlenen Indianerterritorien zu entschädigen, hatte sich nach einem 13 Jahre währenden Rechtsstreit die VS-amerikanische Regierung im Jahre 2009 mit den Indianern geeinigt, 3,4 Milliarden US-Dollar zu zahlen.

Neben den finanziellen Kosten besteht die Möglichkeit, daß die Vertreiberstaaten unentgeltlich über den Zeitraum von einigen Jahren dem deutschen Volk Arbeitskräfte zur Verfügung stellen, um Ostdeutschland und das Sudetenland wieder aufzubauen.

Gedenktag für Vertriebene

Nach jahrelangem Hinauszögern hat 2013 als erstes Bundesland der BRD Bayern beschlossen, jeden zweiten Sonntag im September zukünftig als Gedenktag für die Vertriebenen zu begehen.

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Ostoberschlesien fällt am 17. Juni 1922 durch das Versailler Diktat an den Raubstaat Polen

Flucht.jpg Oberschlesien befindet sich seit 1945 unter polnischer Fremdherrschaft. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde entweder ermordet oder vertrieben.

Oberschlesien ist der Ostteil des Landes Schlesien in Ostdeutschland. Nach dem sogenannten „Versailler Vertrag“ (in damaligen Deutschland allgemein als Versailler Diktat bezeichnet) ging der Ostteil von Oberschlesien an Polen. Diese Aufteilung Oberschlesiens fand auf Betreiben Frankreichs und Polens statt, obwohl 60 % in der Abstimmung gegen den Anschluss Oberschlesiens an Polen gestimmt hatten. Die Teilung Oberschlesiens stand aber schon vor der Volksabstimmung fest. Die Reichsregierung protestierte hiergegen bei den Alliierten, doch diese qualifizierten den deutschen Protest als „nichtig“ ab.

„Unsere Rechtsverwahrung wird dadurch nicht beseitigt, daß sie zurückgewiesen wird; sie bleibt vor der Geschichte aller Zeiten bestehen.“ 

– Joseph Wirth, Der Reichskanzler vor dem Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Reichstages am 7. November 1921 –

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Volksabstimmung und Teilung 1922

Nach dem Ersten Weltkrieg sollten nach dem Versailler Diktat Teile des Grenzverlaufs zwischen Polen und Deutschland über Volksabstimmungen geregelt werden. Die interalliierte Kommission, der die Leitung der Volksabstimmung oblag, hatte laut Vertrag die Aufgabe, die gemeindeweisen Ergebnisse dem alliierten Obersten Rat mitzuteilen und einen Vorschlag über die Linie einzureichen,

„die in Oberschlesien unter Berücksichtigung sowohl der Willenskundgebung der Einwohner als auch der geographischen und wirtschaftlichen Lage der Ortschaften als Grenze Deutschlands angenommen werden soll“.

Die letzte Entscheidung über den festzusetzenden Grenzverlauf sollte dem Obersten Rat vorbehalten bleiben. Zwischen Kriegsende und Abstimmung kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen polnischen Einwohnern, die den Anschluss an Polen forderten, und deutschen Polizeieinheiten sowie Freikorps während der Aufstände in Oberschlesien. Am Abstimmungstag, dem 20. März 1921, stimmten – bei einer Wahlbeteiligung von 97,5 Prozent, die das Ausmaß der Polarisierung in der Bevölkerung widerspiegelt – 707.045 Oberschlesier (59,4 Prozent) für Deutschland und 479.232 (40,6 Prozent) für Polen.

Datei:Oberschlesier wählt deutsch.jpg
Plakat zur Volksabstimmung durch den sogenannten Versailler Vertrag

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Die Bedeutung dieses, trotz widriger Bedingungen und massiver polnischer Propaganda, für Deutschland unerwartet positiven Votums wurde durch die Tatsache noch erhöht, dass das Abstimmungsgebiet nur denjenigen Teil Oberschlesiens darstellte, in dem bei Volkszählungen ein hoher Anteil slawischsprachiger Bevölkerung ermittelt worden war. So umfasste das Abstimmungsgebiet zusätzlich einen kleinen Teil des niederschlesischen Landkreises Namslau; dagegen blieben die Landkreise Falkenberg O.S., Grottkau, Neisse und der Westteil des Landkreises Neustadt O.S., die weiterhin dem Deutschen Reich angehörten, sowie der bereits 1920 an die Tschechoslowakei abgetretene Südteil des Kreises Ratibor, das Hultschiner Ländchen, von der Abstimmung ausgeschlossen. Das Ergebnis ließ folglich den Rückschluss zu, dass auch viele, die in Volkszählungen Polnisch als Muttersprache angegeben hatten, für Deutschland gestimmt hatten.

Aufgrund der angespannten Situation in Oberschlesien sowie zwischen deutschem und polnischem Staat trug das Ergebnis zunächst mehr zur Verschärfung der Fronten als zur Klärung der Lage bei. Auf deutscher Seite wurde es als „Rettung Oberschlesiens“ gefeiert; nur wenige Stimmen wiesen schon im Vorhinein darauf hin, daß selbst

„wenn die […] Abstimmung eine gewaltige Mehrheit für Deutschland ergeben sollte, noch immer ein Teil Oberschlesiens den Polen zugesprochen werden könnte“.

Von polnischer Seite her kam es als Reaktion auf das als ungünstig erachtete Abstimmungsergebnis und auf den englisch-italienischen Teilungsvorschlag hin im Mai zum dritten Aufstand in Oberschlesien und damit zur militärischen Eroberung derjenigen Gebietsteile, die einen hohen Stimmenanteil für Polen aufzuweisen hatten.

Nach der Volksabstimmung waren von der Interallierten Kommission verschiedene Teilungspläne erarbeitet worden. Während diejenigen englischer und italienischer Vertreter nur verhältnismäßig geringe Gebietsabtretungen, außerhalb des Industriereviers, vorsahen, wollten französische Pläne durch die Zuteilung der wirtschaftlich bedeutenden Gebiete an Polen die deutsche Volkswirtschaft schwächen. Die Städte und Industrieorte Königshütte, Kattowitz, Myslowitz, Schwientochlowitz, Laurahütte, Siemianowitz, Bismarckhütte, Lipine, Friedenshütte und Ruda wurden polnisch. Bilder der Grenzziehungen unter Tage und durch Industriekomplexe oder Siedlungen wurden zum Symbol der von deutscher Seite zumeist als ungerecht betrachteten Teilung, die von der deutschen Regierung nie anerkannt wurde.

Nachkriegszeit

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Oberschlesien 1945 von der Roten Armee erobert und kam bis auf das Hultschiner Ländchen, welches wieder zur Tschechoslowakei kam, unter polnische Verwaltung.

Anders als beispielsweise in Niederschlesien, wo rund 90 Prozent der ehemaligen deutschen Bevölkerung vor und nach Ende des Krieges vertrieben wurden, blieben annähernd 60 Prozent der deutschen Bewohner in Oberschlesien, lange nachdem die letzten Flüchtlingstrecks die vorübergehende Oder-Neisse-Linie passierten, dauerhaft dort wohnen. Viele von ihnen waren Ingenieure, Fach- und Bergarbeiter. Für die Volksrepublik Polen, die sich im Aufbau befand, waren sie geradezu unverzichtbar, um die brachliegenden Industrieanlagen rund um Kattowitz mit ihren reichhaltigen Steinkohle- und Eisenerzvorkommen wieder in Schwung zu bringen.

Datei:Flucht.jpg
Flüchtlinge aus Oberschlesien

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Wer einen mehr oder weniger streng gehandhabten polnischen Sprachtest bestand und als „autochthon“ eingestuft wurde, erhielt ein Bleiberecht. Auch Oberschlesier, die als (allein) deutschsprachig eingestuft wurden, erhielten ein Bleiberecht, wenn sie in wichtigen Industrien arbeiteten. Schließlich wurden von der oberschlesischen Bevölkerung etwa 40% und nicht, wie in Niederschlesien, mehr als 90%, vertrieben. Insbesondere um Oppeln und Kattowitz blieb daher bis heute eine deutsche Minderheit zurück, die weder vertrieben wurde noch aussiedelte.

Die zurückgebliebenen gut 700.000 Oberschlesier waren in der Folge vielfach Repressalien ausgesetzt. So bestritt die polnische Regierung über Jahrzehnte die Existenz der Deutschen in Oberschlesien. Deutsch zu sprechen stand unter Strafe, alles Deutsche wie etwa Inschriften wurden von den Polen systematisch entfernt. Der polnische Staat machte es sich zum Ziel die Oberschlesier zu polonisieren. So wurde der Gebrauch der deutschen Sprache sowohl im öffentlichen Leben, in Kirchen und Schulen, als auch im Privatleben verboten.

Um den Kontakt mit der deutschen Sprache zu vermeiden, wurde in sämtlichen oberschlesisch bewohnten Gegenden deutsch auch nicht als Fremdsprache unterrichtet. Die Ausübung der deutschen Sprache konnte also nur heimlich, unter der Angst erwischt zu werden, ausgeübt werden. Deutsch war mit einem Mal verboten und Nichteinhaltung wurde mit einem Jahr Gefängnis „bestraft“. Trotz der zunehmenden Repressalien zogen Familien eine Flucht nach Westdeutschland zunächst nicht in Erwägung.

Bereits 1952 vermeldete die polnische Regierung, es gebe im von Polen verwalteten Gebiet nun keine Deutschen mehr. Zu diesem Zeitpunkt war eine systematische Welle der „Entdeutschung“ in Oberschlesien bereits in vollem Gange. Neben dem Verbot Deutsch zu sprechen, wurden nach und nach sämtliche Spuren der mehr als 800-jährigen deutschen Vergangenheit aus dem öffentlichen Raum getilgt. Inschriften auf deutschen Grabmälern, Marienbildnissen, Kirchen und Denkmälern verschwanden, ebenso wie deutsche Straßen-, Städte- und Ortsnamen. Selbst deutsche Vor- und Nachnamen blieben von der Polonisierung nicht verschont. Sie erhielten zumeist slawisch klingende Endungen.

Durch die lange Zeitspanne hatten eine bis drei Generationen nicht die Möglichkeit die Muttersprache ihrer Vorfahren zu erlernen. Auch der Gebrauch des polnisch-schlesischen Dialekts, der viele deutschstämmige Wörter enthielt, wurde ungern gesehen. Erst 1988, nach 43 Jahren des Verbots, wurde erstmals wieder eine deutsche Messe in Oberschlesien auf dem Annaberg abgehalten, jedoch noch illegal. Die Deutschen im polnisch besetzten Gebiet wurden jahrzehntelang unterdrückt und erst 1991 anerkannt. Es stellten einzelne Gemeinden erstmals zweisprachige Ortsschilder auf. Die Schilder mussten mittlerweile wieder entfernt werden, da die Polen wenig Verständnis für die Hinweise auf die deutschen Wurzeln des Landes haben.

Erst mit dem sogenannten Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrag vom 17. Juni 1991 erhielt die überwiegend in Oberschlesien ansässige deutsche Minderheit in Polen offiziell ihre vollen Rechte als nationale Minderheit nach dem KSZE-Standard. Vertreten wird sie durch den im August 1991 gegründeten „Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen“ mit Sitz in Oppeln.

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Quelle: Metapedia

Hermann Göring – der Löwe von Nürnberg

Verbrecher saßen über ihre Opfer zu Gericht

Der amerikanische Präsident Truman war einer der größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte. Er ließ zwei Atombomben zu Testzwecken auf die japanischen Städte Hiroshima und Nakasagi werfen.  Derselbe Truman beauftragte den juristisch korrupten US-Staatsanwalt Robert Jackson (Jude), in Nürnberg den Chefankläger zu spielen und die unterlegenen Deutschen an den Galgen zu bringen:

„Präsident Harry Truman, der Jackson mit dem Job in Nürnberg beauftragt hat.“

– (Spiegel, 43/2006, S.162) –

Die Besiegten wurden von einer Bande gerichtet, die das alte Kriegsvölkerrecht verhöhnte und einer perversen Massenmordlust freien Lauf ließ, um am Ende eine Weltordnung unter Führung der Israellobby errichten zu können:

„In diesem Krieg verlor das alte Kriegsvölkerrecht seine einhegende Kraft. Es konnte nicht verhindern, dass britische Bomber die Zivilbevölkerung Dresdens umbrachten. Es konnte nicht verhindern, dass am 6. August 1945 von einer Insel im Südpazifik der Bomber Enola Gay aufstieg, um seine Atombombe über dem längst besiegten Japan abzuwerfen.“ 

– (Spiegel, 42/2006, S. 78) –

Wie juristisch „edel“ und „unparteiisch“ das Terror-Tribunal funktionierte, vermittelt die Tatsache, dass US-Präsident Truman als Hochgradkriegsverbrecher von seinem Ankläger den Kopf eines deutschen Industriellen forderte. Dieser Wunsch hatte bei Truman nichts damit zu tun, ob es sich um jemand handelte, der vielleicht ein Verbrechen begangen hätte. Nein, er wollte einfach nur einen Industriellen hängen sehen, um der Bevölkerung einreden zu können, die Deutschen sind in ihrer Gesamtheit Verbrecher. Eine repräsentative Auswahl der Gesellschaft (vom Geschäftsmann bis zum Politiker) hängt an unseren Galgen, so die Vorstellung Trumans. Es sollte den 75-jährigen Gustav Krupp treffen, war die einhellige Meinung der Sieger. Doch Krupp war quasi schon klinisch tot, er gab für einen Schauprozess nichts mehr her. Gut, dachte Jackson, wenn nicht der Alte, dann soll der Sohn halt hängen, Hauptsache ein Industrieller stirbt:

„Wieso eigentlich Gustav? Alfried, den Sohn, wollte Jackson anklagen.“ 

– (Spiegel, 42/2006, S. 82) –

Doch die Liste mit den Namen der Angeklagten war schon offiziell erstellt, nicht mehr änderbar:

„Auf der offiziellen Liste aber stand Gustav, die Briten hatten das geschrieben, und Jackson hatte es nicht bemerkt.“ 

– (Spiegel, 42/2006, S. 82) –

Was, Jackson sollte keinen Industriellen an den Galgen bekommen? Das hatte er dem Großkriegsverbrecher Truman doch versprochen: 

„Der Ankläger tobte. Er habe dem Präsidenten versprochen, dass er einen deutschen Industriellen finden werde, den er vor Gericht bringen könne, und der ‚Präsident hat es der amerikanischen Öffentlichkeit versprochen‘.“ 

– (Spiegel, 42/2006, S. 82) –

So sah die Rechtsstaatlichkeit von Nürnberg aus. Schuld interessierte nicht, die Befriedigung niedrigster Blutgelüste sollten mit Deutschen am Galgen befriedigt werden.

Die deutschen Angeklagten durften sich nicht verteidigen. Alles, was ihnen von den über sie Gericht haltenden Kriegsverbrechern vorgeworfen wurde, musste gemäß den eigens für dieses Terror-Tribunal geschaffenen Statuten als „offenkundige Tatsachen“ hingenommen werden. Der angebliche Angriffskrieg wurde zum größten Menschheitsverbrechen aller Zeiten hochstilisiert. Aber nur gegen Deutschland.

Amerika führte in seiner blutigen Geschichte immer nur Angriffskriege. Stalin fiel in Polen ein, mordete annähernd 30.000 polnische Soldaten und Offiziere in Katyn, und saß dennoch als Sieger mit am Richtertisch über die Opfer. Sieben Deutsche wurden für Stalins Katyn-Holocaust unschuldig aufgehängt.

Neben schlimmster Folter und Gewaltexzesse gegenüber den deutschen Gefangenen, wie z.B. Gesichter und Hoden zerschlagen sowie keine vitaminhaltige Nahrung verteilen, um die Denkfähigkeit zu drosseln, waren Routine. Jetzt gibt das Systemhetz-Medium SPIEGEL zum ersten Mal einen Teil der Folterwahrheit zu:

„Schlafen nur auf dem Rücken. Hände auf die Bettdecke. Morgens Zelle fegen und putzen. Im Promi-Flügel der Haftanstalt hinterm Justizpalast verloren Staatsmänner sehr schnell an Gewicht und Umfang.“ 

– (Spiegel, 43/2006, S.164) –

Der Gerechtigkeitsschänder Robert Jackson wurde während seines Kreuzverhörs mit Hermann Göring, dem „Löwen von Nürnberg“, richtiggehend vorgeführt. Jackson fragte z.B.:

„Und der Krieg? War das auch nur konsequent, Verträge und humanitäre Konventionen zu verletzen?“

Göring lächelte geradezu mitleidsvoll:

„Ach wissen Sie,` zu diesem Vorwurf kann ich einen unserer größten, wichtigsten und stärksten Gegner zitieren, den britischen Premierminister Winston Churchill, der sagte: Wenn es um Leben und Tod geht, kommt es auf Legalität nicht mehr an.“ 

– (Spiegel, 43/2006, S.164) –

Ganz Deutschland lachte und jubelte, denn das Kreuzverhör mit Göring wurde im Radio übertragen. Die Mörder von Nürnberg glaubten, sie hätten Idioten vor sich und könnten den deutschen Überlebenden zeigen, wie dumm und kriminell ihre Führung gewesen sei. Doch sie wurden von Göring deklassiert. Nach Görings Hinweis auf den Kriegsverbrecher Churchill geriet Jackson in Panik:

„Punkt für Göring, aufgeregtes Telefonieren der englischen Ankläger hinter den Kulissen. Wann zum Teufel hat Churchill das gesagt? Antwort aus London: So ähnlich hat er das tatsächlich gesagt, in einer Rede 1940.“ 

– (Spiegel, 43/2006, S.164) –

Hermann Göring war dem intellektuell schlicht ausgestatteten Jackson turmhoch überlegen. Jeder erkannte das im Gerichtssaal und die Drahtzieher des Terror-Tribunals verfluchten während des Schlagabtausches Jacksons Idee, Göring ins Kreuzverhör zu nehmen. Jackson, mittlerweile völlig verunsichert, fragte:

„Sie sind sich vielleicht darüber im Klaren, dass Sie der einzige lebende Mensch sind, der uns die wahren Ziele der Nationalsozialistischen Partei und das Funktionieren seiner Führerschaft erklären kann.“

„Darüber bin ich mir im Klaren“,

antwortet Göring. Sein väterliches Lächeln hätte man fast als Mitleid mit seinem Inquisitor deuten können..

Jackson:

„Haben Sie die Nürnberger Gesetze proklamiert?“

Göring:

„Jawohl.“ 

– (Spiegel, 43/2006, S.164) –

„Die Nürnberger Gesetze“ als Verbrechen, das mit der Todesstrafe geahndet wurde, anzuklagen, spricht jedem Gerechtigkeistssinn Hohn. Israel hat sogar die Nürnberger Gesetze übernommen, weil darin das Judentum ethnisch definiert wird. „Die Nürnberger Gesetze“ haben heute in Israel Gültigkeit, aber die Deutschen wurden dafür gehenkt.

„Das israelische ‚Gesetz zur Rückkehr nach Israel‘ basiert tatsächlich auf den Nürnberger Rassegesetzen Adolf Hitlers, die klar darlegten, wer Jude ist.“ 

– (haaretz.com, Tageszeitung Israel, 24.5.2003) –

Nach dem jüdischen Gesetz dürfen sich Juden nicht mit Nicht-Juden vermischen. Jude ist man weniger dem Glauben, sondern in erster Linie dem Blut nach. Nur wer eine jüdische Mutter hat, ist Jude. Wer noch nie in der Synagoge war, noch nie im Talmud gelesen hat, aber von einer jüdischen Mutter stammt, der ist Jude. Eine klare Sache von Rasse also, nicht von Glauben.

Die Reichsregierung unter Adolf Hitler wollte mit den Nürnberger Gesetzen sicher stellen, dass auch die Deutschen einen solchen Schutz ihrer völkischen Eigenheit in Anspruch nehmen können. Dazu sagte Wilhelm Frick, ehemaliger Reichsinnenminister, vor dem Tribunal:

„Mein Gesetz von 1935 hieß nicht Gesetz zur Unterdrückung des jüdischen Volkes, sondern lediglich Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes. Es ging darum, die besondere Qualität der Rasse zu erhalten, denn es ist eine durchaus wissenschaftlich begründete Wahrheit, dass das Produkt einer Mischehe gewisse Mängel aufweist, es hat mit Selbstschutz des Volkes zu tun.“ 

(Spiegel, 42/2006, S. 76)

Graf Koudehove-Calergi, der im Auftrag der Machtjuden die Vermischung der weißen Rasse propagierte, bezeichnete schon 1923 rassisch vermischte Menschen als „schwache, willenlose“ Geschöpfe. Von den Juden, die sich nach ihrem Gesetz nicht vermischen dürfen, redete der Graf als „reingebliebene Adelsrasse“, die über die „Vermischten“ herrschen sollte.

Jackson liest im Prozess stotternd einen Erlass von Göring vor, indem dieser angeordnet haben soll,

„alle notwendigen Vorbereitungen bezüglich Organisierung und Finanzierung zum Zweck einer Endlösung der jüdischen Frage“ zu treffen. 

– (Spiegel, 43/2006, S.164) –

Doch Göring stellt richtig:

„Für eine Gesamtlösung. Nicht für eine Endlösung!“ 

– (Spiegel, 43/2006, S.164) –

Jackson wollte den Begriff „Endlösung“, den der jüdische Präsidentenberater Nathan Kaufman für die Ausrottung der Deutschen erfand, den Deutschen als kriminelle Absicht unterschieben. Doch Göring ließ Jackson auflaufen, er stellte klar:

„Wir wollten die Juden aus ihren Stellungen in der Wirtschaft und Regierung entfernen, vielleicht auch woanders hinbringen – von umbringen hat nie jemand gesprochen.“ 

– (Spiegel, 43/2006, S.164) –

Auf die Frage, ob er auch für den „Holocaust“ verantwortlich sei, beeidete Hermann Göring, die Gerichts-Farce zu Gunsten einer späteren Geschichtsschreibung noch ernst nehmend:

„Ich versichere Ihnen, wir hatten so etwas nie im Sinn.“ 

(Spiegel 42/2006, S. 75)

Göring wusste, dass die ganze Terror-Veranstaltung in Nürnberg nur darauf hinauslief, eine großjuristische Rechtfertigung für die Schaffung eines Staates „Israel“ zu veranstalten. Seinen außergewöhnlichen Intellekt und Scharfsinn bemerkte der britische Richter Norman Birkitt und machte Notizen darüber:

„Göring erweist sich als ein sehr fähiger Mann, der die Intention jeder Frage fast sofort erkennt, nachdem sie formuliert worden ist. Er verfügt über beträchtliches Wissen und hat in dieser Hinsicht der Anklagebehörde einiges voraus.“

DER SPIEGEL vermerkt zum Verlauf von Jacksons Kreuzverhör mit Göring:

„Es läuft alles furchtbar schief.“ 

– (Spiegel, 43/2006, S. 166) –

Als Jackson, wie ein Kind mit dem Fuß auf den Boden stampfend, hilflos stotterte:

„Aber es ist doch geschehen,“

veralberte der Chef der Luftwaffe die Hauptakteure der Schauveranstaltung nur noch:

„‚Wissen Sie‘, lächelte der Reichsmarschall selbstsicher. ‚Das ist doch unsportlich, Kinder umzubringen, das ist nicht die Art eines Gentleman‘.“ 

– (Spiegel 42/2006, S. 75) –

Die besiegten Menschen in ihrem dem Erdboden gleichgemachten Land jubelten über den letzten großen Kampf des „Löwen von Nürnberg“ vor dem Schau-Tribunal der Sieger. Als Jackson nicht mehr weiter wusste, ließ er den berühmten „Schrumpfkopf“ anschleppen, um den Angeklagten die „KZ-Bestialität“ vor Augen zu führen. „Schrumpfköpfe“, „Seife aus Judenfett“, sind heute als „Holocaust-Beweise“ sogar offiziell eingestanden. So ist es eben, wenn Verbrecher über ihre Opfer zu Gericht sitzen.

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Quelle: National Journal

Heil dem „Löwen von Nürnberg“ – Heil Dir Hermann Göring!

Hermann Görings letzte Worte

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Der „D-Day“ am 6. Juni 1944 – Beginn der „Operation Overlord“ und der anglo-amerikanischen Invasion Europas

Die anglo-amerikanische Invasion Europas am 6. Juni 1944, englisch als „Operation Overlord“ (dt.: „Unternehmen Oberherr“, „Unternehmen Platzhirsch“ oder „Operation Übergott“) bezeichnet, war nach der zwei Jahre zuvor gescheiterten Operation Jubilee der zweite Versuch der westlichen Alliierten im Zweiten Weltkrieg, den deutschen Atlantikwall in Nordfrankreich zu durchbrechen und dort selbst eine feste Basis aufzubauen. Dazu gehörten die Invasion in der Normandie unter dem Decknamen Operation Neptune sowie mehrere Folgeoperationen. Der militärische Überfall auf die „Festung Europa“ dauerte vom 6. Juni 1944, dem „D-Day“, bis zum 25. August 1944, als die Alliierten am Ende der Schlacht um Paris Frankreichs Hauptstadt einnahmen.

Generalfeldmarschall_Erwin_Rommel_inspiziert_Truppen_der_21._Panzer-Division_in_Frankreich,_30_Mai_1944
Generalfeldmarschall Erwin Rommel inspiziert Truppen der 21. Panzer-Division unter Generalleutnant Edgar Feuchtinger am Atlantikwall in Frankreich wenige Tage vor dem Einfall des Feindes, 30. Mai 1944

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Planung

Der Stab des SHAEF nahm den Grundriss des von Frederick E. Morgan entwickelten Plans und formte ihn in die Endversion, der Operation Overlord, die am 6. Juni 1944 von General Dwight D. Eisenhower und dem Landstreitkräftekommandanten für den Anfangsteil der Invasion, General Sir Bernard Montgomery, gestartet wurde. Die Planung umfasste im wesentlichen folgende Operationen:

  • verschiedene Übungsoperationen für die beteiligten See- und Landtruppen, zur Landung an den Strandabschnitten, darunter die Operation Tiger
  • Operation Fortitude zur Ablenkung und Desinformation des deutschen Geheim- und Aufklärungsdienstes
  • Operation Neptune – Sturmangriff auf die Befestigungen in der Normandie und die Etablierung eines Brückenkopfes inklusive der Errichtung zweier Nachschubhäfen (Mulberry-Hafen)
  • Eroberung von Cherbourg mit seinem Tiefseehafen
  • Erringung der Luftherrschaft über die Normandie und später über das gesamte Frankreich
  • Eroberung der kompletten französischen Ärmelkanalküste mit ihren Häfen
  • Vorrücken der Truppen auf Paris mit dem Ziel, die Stadt zu besetzen
  • Besetzung ganz Frankreichs
  • Planung einer strategischen Bombardierung deutscher Ziele auf deutschem Boden
  • Bildung einer alliierten Westfront

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Der Völkische Beobachter zum VS-amerikanischen Überfall auf Europa.

Völkischer_Beobachter_vom_7._Juni_1944_-_Invasion_Normandie

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Die Offensive der Sowjetunion – Bindung deutscher Kräfte an der Ostfront

Durch die große Sommeroffensive der Sowjetunion im Mittelabschnitt der Ostfront, die Operation Bagration, die am dritten Jahrestag des deutschen Feldzuges gegen die vorrückende Sowjetunion am 22. Juni des Jahres 1944 begann, wurden die deutschen Verbände enorm geschwächt.

Aufgrund der alliierten Invasion in der Normandie waren deutsche Verbände von der Ostfront abgezogen worden, weshalb weniger Truppen an den deutschen Frontlinien im Osten zur Verfügung standen. Vier sowjetische Fronten (Armeegruppen), zusammen mit mehr als 120 Divisionen und 2,15 Millionen Soldaten, rückten gegen die mit etwa 600.000 Soldaten stark unterlegenen und inzwischen materialgeschwächten deutschen Truppen der 9. und 4. Armee sowie der 3. Panzerarmee vor.

Die Rote Armee nutzte ihre vorübergehende Überlegenheit und erzielte auf ganzer Linie Durchbrüche, in die dann Panzerkeile vorstießen. Operativ wendete sie damit zum ersten Mal die von den Deutschen drei Jahre zuvor gegen sie verwendeten Verfahren des Blitzkriegs an. Begünstigt wurde dies durch Adolf Hitlers Befehle, zu halten und „Feste Plätze“ zu bilden, anstatt zur beweglichen Verteidigung überzugehen. So kam es zu Kesseln und letztlich zur Vernichtung der Heeresgruppe Mitte mit drei deutschen Armeen (insgesamt 25 deutsche Divisionen).

Es folgte ein deutscher Rückzug von 500 Kilometern in Richtung Westen, wo die Front erst Mitte August vor der deutschen Reichsgrenze zum Stehen kam. Die Heeresgruppe Nord wurde von allen Landverbindungen abgeschnitten, hielt sich jedoch heldenhaft bis zur Kapitulation im Mai 1945 in Kurland. Nach neuesten Schätzungen verloren die Deutschen bei der Operation, die bis zum 19. August andauerte, über 670.000 Mann, die Rote Armee ungefähr 765.000 Mann. Die Verluste der Wehrmacht konnten nicht wieder ausgeglichen werden, zumal Deutschland zu diesem Zeitpunkt in einem Dreifrontenkrieg stand. So wurden auch die Nachschübe für deutsche Truppen an der Invasionsfront in Nordfrankreich immer weniger, was den Vormarsch der alliierten Truppen Richtung Osten begünstigte.

Der_Koreaner_Yang_Kyongjong_(links)_als_Freiwilliger_der_Wehrmacht_in_der_Normandie,_6._Juni_1944
Yang Kyongjong (links), ein ausländischer Freiwilliger der Wehrmacht mit seinen deutschen Kameraden nach der Gefangennahme (Utah Beach) am 6. Juni 1944. Die Männer werden von Angehörigen einer Luftlandedivision der United States Army verhört und registriert

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Der Verrat

In seinem Buch „Widerstand im Dritten Reich“ geht Heinz Roth von einem gezielten Verrat durch die „Abwehr“ unter Wilhelm Canaris aus:

„Am Vorabend der Invasion unternahmen die Verschwörer den vielleicht folgenschwersten Eingriff des ganzen Krieges. Wie Chester Wilmot bezeugte, fälschten die ,Fremden Heere West‘ unter der Leitung des extra von Stauffenberg dorthin kommandierten Oberst i. G. Frhr. v. Roenne und des Oberst i. G. Michael ,einige dreißig Divisionen‘ mehr auf die Landkarte, als tatsächlich auf der britischen Insel für Angriffszwecke verfügbar waren. Vermittels dieser Verdoppelung der feindlichen Truppenstärke führten die Verschwörer, – wie beabsichtigt, – eine totale Zersplitterung und Lähmung der gesamten deutschen Invasionsabwehr herbei. [Anmerkung: Diese ,Gespensterdivisionen‘ haben tatsächlich das OKW im Zusammenhang mit den irreführenden Meldungen Speidels verführt, auf die ,eigentliche‘ Invasion im Pas de Calais zu warten, und damit verhindert, die ersten Brückenköpfe der Alliierten in der Normandie durch massierte Gegenangriffe ins Meer zu werfen.]“

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Fallschirmjäger des FJR 6 an der Invasionsfront, 21. Juni 1944

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Die Landung in der Normandie

Am 6. Juni 1944 landeten die feindlichen Alliierten dennoch in der Normandie. Der Plan für die Operation Overlord fußte auf ab 1941 ausgearbeiteten Invasionsplänen und war vom englischen Generalleutnant Frederick E. Morgan in seiner endgültigen Fassung erarbeitet worden. Er sah vor, mit vier Armeen zu landen und dann schnell ins Landesinnere vorzustoßen. Die deutsche Wehrmacht war schlecht auf die Invasion eingestellt. Der deutsche Planungsstab und Adolf Hitler erwarteten die Landung immer im Pas de Calais, der engsten Stelle des Ärmelkanals. Das Gebiet von Calvados, wo die Alliierten schließlich an Land gingen, wurde stellenweise nur mit einigen Metern Stacheldraht und ein paar MG-Nestern verteidigt. Aber nicht überall, denn trotz der falschen Erwartungen des OKW über den Ort der Invasion war die Normandieküste insgesamt jedoch recht stark befestigt. Das Invasionsgebiet war in fünf Landungsabschnitte aufgeteilt mit den Decknamen Juno, Gold, Sword (britisch/kanadische Landungsabschnitte), sowie Utah und Omaha (US-amerikanische Landungsabschnitte). Die Bombardierungen der Küste aus der Luft und von See verliefen planmäßig, verfehlten bei Omaha jedoch die erste deutsche Linie, und das führte, zusammen mit der Tatsache, dass die Wehrmacht in Unkenntnis der Alliierten eine zweite Division dort hatten, zu sehr schweren Verlusten der ersten Welle (ca. 70 %).

Zu Beginn der alliierten Invasion in der Normandie hat Alexis von Roenne als Chef der Abteilung Fremde Heere West durch falsche Lagemeldungen zu einer verhängnisvollen Täuschung der deutschen Führung und damit zum militärischen Erfolg der Alliierten wesentlich beigetragen..

Der D-Day

Am so genannten D-Day waren während der Operation Neptune, dem eigentlichen Invasionsunternehmen, fast 6.700 Schiffe und über 13.000 Flugzeuge beteiligt. Am frühen Morgen des 6. Juni starteten mehrere Luftlandeeinheiten (die 82. und 101. US-Luftlandedivision) zu ihren Einsätzen im Hinterland. Wegen Navigationsfehlern und überraschend starkem deutschen Flakfeuer erreichten viele Maschinen nicht die vorgesehenen Absprungzonen, so dass die Fallschirmjäger über weite Teile der Halbinsel Cotentin verteilt wurden.

Obwohl die Alliierten gewaltige Kräfte aufgeboten hatten, kamen sie stellenweise nur schleppend voran. Doch nicht zuletzt durch die alliierte Luftüberlegenheit und die selbst zerstörten französischen Bahngleise gelang es der deutschen Seite nicht, schnellstmöglich zusätzliche Einheiten in das Kampfgebiet der Normandie zu verlegen. Cherbourg im Norden der Cotentin-Halbinsel unter Festungskommandant Karl-Wilhelm von Schlieben fiel am 26. Juni nach starkem amerikanischen Artilleriebeschuss und heftigen Straßenkämpfen (in der Schlacht von Cherbourg).

Die Einnahme von Caen, ein Primärziel des ersten Landungstages, erwies sich für die alliierten Truppen der Briten und Kanadier an der Ostseite des Normandie-Brückenkopfes als ungleich schwieriger (Schlacht um Caen). Erst nach sechs Wochen verlustreicher Kämpfe konnte die Stadt am 19. Juli vollständig besetzt werden.

Ein weiterer Buchauszug von Heinz Roth: „Widerstand im dritten Reich“

DIE FÄLSCHUNG DER ,FREMDEN HEERE‘

Am Vorabend der Invasion unternahmen die Verschwörer den vielleicht folgenschwersten Eingriff des ganzen Krieges. Wie Chester Wilmot bezeugte, fälschten die ,Fremden Heere West‘ unter der Leitung des extra von Stauffenberg dorthin kommandierten Oberst i. G. Frhr. v. Roenne und des Oberst i. G. Michael, einige dreißig Divisionen‘ mehr auf die Landkarte, als tatsächlich auf der britischen Insel für Angriffszwecke verfügbar waren. Vermittels dieser Verdoppelung der feindlichen Truppenstärke führten die Verschwörer, — wie beabsichtigt, — eine totale Zersplit- terung und Lähmung der gesamten deutschen Invasionsabwehr herbei.
(Anmerkung: Diese ,Gespensterdivisionen‘ haben tatsächlich das OKW im Zusammenhang mit den irreführenden Meldungen Speidels verführt, auf die ,eigentliche‘ Invasion im Pas de Calais zu warten, und damit verhindert, die ersten Brückenköpfe der Alliierten in der Normandie durch massierte Gegenangriffe ins Meer zu werfen.)

Weitere nachrichtentechnische Manipulationen des Oberst i. G. Hansen, — eines alten Vertrauten Canaris‘, dem es gelungen war, den Kern der ,Abwehr‘ unversehrt in das ,Amt Mil‘ des SD zu überführen —, überschütteten Hitler und das OKW mit falschen und irreführenden Informationen. Churchill gibt einen dieser Berichte wie- der, indem er Rommels Lagebericht vom 19. Juni 1941 zitiert.

In der Vorbereitungsphase verstärkten die Verschwörer ihre bestehenden Verbindungen mit dem nordamerikanischen Geheimdienst (OSS) in der Schweiz über Gisevius, Strünck und Wätjens, sowie zu dem englischen Gegenstück in Madrid über Dr. Otto John. Den Höhepunkt dieser Zusammenarbeit bildeten zwei militärische Hilfsangebote. Generaloberst Beck hatte sie ausgearbeitet und ließ sie den Nordamerikanern übermitteln. A. W. Dulles schreibt darüber: ,Anfang April konnte ich auf Grund von Meldungen von Gördeler und Generaloberst Beck, die Gisevius und Wätjens überbracht hatten, Washington die folgende Zusammenfassung über die Ein- stellung der Verschwörer senden:

,. . . Nach dem Sturz der Nazis wären die deutschen Generäle, die jetzt das Kommando an der Westfront haben . . . bereit, den Widerstand aufzugeben und die Landung der alliierten Truppen zu erleichtern‘.

Und an anderer Stelle: ,Anfang Mai bekam Gisevius aus Berlin einen Plan, der von der militärischen Gruppe der Verschwörung verfaßt war, und zwar immer noch in der Annahme, daß die Deutschen vor dem Westen allein kapitulieren könnten. Der Hauptinhalt des Plans war, daß die antinazistischen Generale den nordamerikanischen und britischen Truppen den Weg für die Besetzung Deutschlands freimachen würden.‘

Inhalt des Planes war es also, eine ,Westlösung‘ zu suchen, indem man den Alliier- ten versprach, die Landung zu ,erleichtern‘. Im Rahmen einer solchen Teilkapitula- tion, die, — wie General Speidel zugab, — in Form eines ,Mobilmachungskalenders‘ ausgearbeitet worden war, sollte eine Rückführung des Westheeres vorgenommen werden. Die Vorstellungswelt dieser Generalstäbler war offenbar durch ihre Erin- nerung an den Herbst 1918 beflügelt worden, als ihre Vorgänger Gröner und Schleicher den Kaiser abschoben und durch ein Bündnis mit den neuen Machthabern ihre Position retteten. Zusätzlich hatten die Verschwörer bewirkt, daß der Hauptteil der deutschen Treibstoff- und wahrscheinlich auch Munitionsdepots im östlichen Frankreich, dem Pas de Calais, angelegt worden waren, so daß die künftige Inva- sionsfront sich von nahezu allen Vorräten entblößt sah.

Die Hauptrolle dieser Aktion fiel dem Stabschef Rommels, General Dr. Speidel, zu.9) Seit Jahren eng mit Beck befreundet, sympathisierte er ebenso lange mit den Zielen der Verschwörung. Er wurde der ihm zugedachten Aufgabe mit dem Können und der Routine des langjährigen Generalstäblers gerecht.

Das Rezept kann als einfach, aber ungeheuer wirksam und dabei nahezu ungefähr- lich für den Anwendenden angesprochen werden. Ihm oblag es bloß, sich ,dumm zu stellen‘ und die Normandielandung in den ersten Stunden als bedeutungsloses Täuschungsmanöver hinzustellen, um das Zustandekommen eines rechtzeitigen Gegenschlages zu verhindern. Die Fälschung der,Fremden Heere West‘ bot ja sämtli- che Voraussetzungen zu diesem Spiel.

Von Oberst v. Roenne ist bekannt geworden, daß er wußte, daß die Invasion im Juni kommen würde. Wahrscheinlich besaßen auch andere maßgebende Verschwö- rer dies Wissen. Seltsamerweise fiel überdies das Angriffsdatum mit dem Geburtstag von Rommels Frau zusammen. Vermutlich bestehen hier tiefere Zusammenhänge, zumal Rommel seine Reise auf Veranlassung Strölins, der sich noch am 27. Mai mit Speidel besprochen hatte, unternahm. Und last not least: sogar Winston Chur- chill war, — wie Harry Hopkins festhält, vor der Invasion über die Vorbereitungen zum Staatsstreich unterrichtet.

Die Taktik des Oberst Hansen fügte sich in diesen Rahmen ein. Nachdem sein Amt den ganzen Mai hindurch wider besseres Wissen mehrfach ,der Wolf geschrien hatte, legte es Anfang Juni auf einmal eine Kunstpause ein. (Vgl. Shulman). Sie genügte, um die Wachsamkeit im Westen einzuschläfern und Rommel seine verhängnisvolle Ulmfahrt antreten zu lassen.
(Anmerkung: Oberst Georg Alexander Hansen, zunächst Abteilungschef im Amt Abwehr unter Canaris, übernahm nach der Verhaftung des Admirals dessen Amt, soweit nicht der SD eine Reorganisation vornahm. Hansen wurde aber bald entlarvt, zum Tode verurteilt und hingerich- tet. Auch unter Hansen setzte Gisevius seinen Landesverrat in Zürich fort.)

Neben anderen ist auch ein aufschlußreicher Eingriff der Heeresgruppe sichtbar. Die bei Caen in strategischer Schlüsselstellung stehende 21. Panzer-Division erhielt kurz vor der Landung ein Angriffsverbot. Es rettete die in unmittelbarer Nachbarschaft gelandete 6. englische Fallschirmdivision vor der Vernichtung.

Des weiteren bewirkten die Verschwörer, — wahrscheinlich im Einvernehmen mit General Dollmann, dem 0. B. der an der Invasionsfront stehenden 7. Armee, — daß Dollmann die Einsatzbereitschaft seiner Truppen dadurch reduzierte, daß er am Tage vor der Landung einen großen Teil seiner Kommandeure nach Rennes zu einem Kriegsspiel befahl. Unvermeidlich mußte daher die alliierte Landung, wie Eisenhower später sagte, zu einer faktischen Überraschung‘ werden.

Das Führungschaos der ersten Nacht wurde durch das Verhalten General Speidels noch vertieft. Jedermann gegenüber beharrte er auf der, — unzutreffenden, — Auffassung, daß es sich nur um ein feindliches Ablenkungsmanöver handele. Speidel informierte Jodl und das OKW und zunächst auch Rommel. Noch morgens um 6.30 erzählte er diesem fernmündlich, daß es lediglich ein Täuschungsmanöver sei. Auf Grund dieser Falschmeldungen unterließ daher das OKW die rechtzeitige Freigabe der in Reserve stehenden Panzer-Divisionen. Irregeführt durch die falschen Angaben der ,Fremden Heere‘ glaubte er, mit einer zweiten Landung im Pas de Calais rechnen zu müssen. Noch größere Knüppel warf unterdessen General Dollmann seiner schwer ringenden 7. Armee zwischen die Beine. Einen ganzen Tag zögerte er, seine in der Bretagne stehenden Infanterie-Reservedivisionen in Marsch zu setzen.
(Anmerkung: Dollmanns Stabschef war der bereits erwähnte Generalmajor von Gersdorff.)

Zu spät alarmiert, — General Blumentritt erwähnte bei Liddell Hart als Uhrzeit die vierte Morgenstunde, — ihrer Führung beraubt, durch verspäteten Einsatz der Armeereserven im Stich gelassen, erlagen die deutschen Küstenverteidiger einem Ansturm, der nur unter diesen Umständen übermächtig wurde. Die Reserve, durch irrsinnige Befehle General Dollmanns zum Tagesmarsch gezwungen, verblutete durch feindliche Fliegerangriffe. Trotz deutscher zahlenmäßiger Überlegenheit (59 : 37 Divisionen) gelang es daher den Angloamerikanern dank dieser ,Erleichterungen‘, sich auf dem Kontinent festzusetzen. Die durch die Manipulationen der Verschwörer hervorgerufene Zersplitterung und Verspätung der Reserven, der Mangel an Treibstoff und Munition, das örtliche Führungschaos der ersten Stunden hatten dazu geführt, daß die deutsche Stellung nicht gehalten werden konnte. Binnen zweier Monate bezahlte die Front die Eingriffe mit Hunderttausenden von Toten und Verwundeten. Adolf Hitler, der durch Bindung und vorgeschriebene Anweisungen diese Situation zu meistern versuchte, bekam zum Schaden auch noch den Hohn, indem ausgerechnet ihm die Schuld zugemessen wurde, die von rechts wegen das Konto der Verschwörer belastet. Erst von diesem Zeitpunkt an kann mit einigem Recht behauptet werden, daß der Krieg fortan für das Reich aussichtslos war. Die Alliierten durften die Entscheidungsschlacht des ganzen Krieges mit Hilfe der Verschwörer als eigenen Sieg verbuchen.

Die Ursachen der deutschen Niederlage liegen demnach in ihren Grundzügen fest. Nachdem die bisherige Geschichtsdarstellung es sich besonders angelegen sein ließ, tatsächliche oder vermeintliche Fehler Adolf Hitlers groß herauszustellen, erschien es dringend geboten, der Wahrheitsfindung einen besonderen Dienst zu leisten und den Anteil des deutschen ,Widerstandes‘, — genauer gesagt: der seit 1933 wühlen- den Militärverschwörung, — einmal deutlicher herauszuarbeiten.

Inwieweit die Verschwörer den Verlauf des Krieges beeinflußt haben, läßt sich heute mit ausreichender Genauigkeit nachzeichnen. Damit ergibt sich die Möglich- keit einer ernsthaften Schätzung, welche Chancen sie verschütteten.

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Landung im Feindesland: US-Truppen gehen am D-Day in der Normandie an Land. Es sei „ziemlich hart zur Sache gegangen“, beschrieb William E. Jones, US-Soldat in der 4. Infanteriedivision, später das blutige Gefecht

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Am Morgengrauen des 6. Juni 1944 hatten die Alliierten und ihre Verbündeten mit der Operation „Overlord“ begonnen, dem größten Landungsunternehmen der Geschichte. Das Foto zeigt US-amerikanische Infanteristen, die an der Küste der Normandie an Land gehen.

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Teil des US-amerikanischen Landungsabschnitts im Raum Cherbourg – Blick auf einen Teil der Invasionsflotte und bei Ebbe anlandende Kräfte, darüber Sperrballons (Foto von Juni 1944). Zunächst an den Stränden, dann in der normannischen Landschaft lieferten sich die Alliierten und die deutschen Truppen am 6. Juni 1944 einen der erbittertsten Kämpfe des Zweiten Weltkrieges.

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Britische Truppen bei der Landung am 6. Juni 1944 im Abschnitt „Gold“ an der Küste der Normandie

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US-amerikanische Fallschirmjäger üben in England in Vorbereitung der Landung in der Normandie. Foto von März 1944

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Ein US-Zerstörer wirft am 6. Juni 1944 vor dem Landungsabschnitt in der Normandie Wasserbomben gegen ein geortetes deutsches U-Boot.

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Britische Truppen, Royal Marine Commandos der „4. Special Services Brigade“, verlassen am D-Day im Abschnitt „Sword“ ihre Landungsschiffe.

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US-Infanteristen nehmen Deckung vor deutschen Scharfschützen. Alliierte Soldaten haben in einem größeren Ausmaß als bisher angenommen Kriegsverbrechen in der Normandie begangen

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Britische Kriegsgefangene unter der Bewachung von Angehörigen der Waffen-SS, aufgenommen im Juni 1944 in der Normandie.

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Quellen: Metapedia –  Heinz RothWahrheitskrieg

Literatur:

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