Des Führers Kampf um den Weltfrieden – Teil 3 – Der Wahlkampf beginnt. München am 14. März 1936

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In seiner Rede wies der Führer einleitend darauf hin, dass er nunmehr zum dritten Male seit der Machtübernahme das deutsche Volk zu einem Bekenntnis aufrufe. Ein unerhörter Beifallssturm der Hunderttausende schlug ihm entgegen bei den Worten:

„Das deutsche Volk selbst muß mir sein Vertrauen aussprechen, und ich werde dann sein mutiger und treuer Kämpfer sein.“

Als der Führer die schlimme Erbschaft schilderte, die der Nationalsozialismus bei der Machtübernahme antreten musste, begleiteten die Massen seine Feststellungen mit nicht enden wollenden Zustimmungskundgebungen. In jener Zeit des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verfalls habe niemand den Mut aufgebracht, neue Wege zu gehen. „Ich habe dem Mut gehabt“, so rief der Führer unter tosendem Beifall aus, „außerordentliche Maßregeln zu ergreifen, um der außerordentlichen Not zu begegnen.“

Mit beißendem Sarkasmus rechnete der Führer dann mit der Parteienwirtschaft des früheren Systems ab. „Ich bin nicht in die Geschichte eingetreten, um 47 Parteien verantwortlich zu sein, sondern ich will nur verantwortlich sein dem deutschen Volk!“ Und so wie der Führer gezwungen war, diese innere Reinigung vorzunehmen, so war er auch gezwungen, Deutschland der Welt gegenüber anders zu vertreten, als es unter der Parteienherrschaft geschehen war. Wenn man uns vorhält, früher Sympathien gehabt zu haben, die wir jetzt verloren hätten, dann erwidere er: „Wer sagt Ihnen denn, daß das Sympathien waren? Wenn ich mich auch leicht fremden Wünschen unterwerfen würde, könnte ich es leichter haben, ich lege aber mehr Wert auf Achtung! Das deutsche Volk hat nichts gemeinsam mit dem Novemberdeutschland, das deutsche Volk von heute ist ein anderes als das von gestern.“

„Seit drei Jahren hat das deutsche Volk eine Geschichte seines Lebens erlebt, deren es sich nicht zu schämen braucht!“ rief der Führer unter tosendem Beifall aus. Man hatte sich aber schon so sehr an den Zustand der deutschen Unfreiheit gewöhnt, daß man ihre Beseitigung allein als ein Unrecht bezeichnen würde.

In überzeugender Weise entwickelte dann der Führer die Grundsätze der Ehre, der Freiheit und der Kraft, die bisher der Leitstern auf dem Wege zur Wiedergewinnung der deutschen Nation gewesen sind. Das seien auch für die Zukunft die Richtlinien, in denen er das deutsche Volk zur Freiheitsliebe erziehen wolle.

„Weder Drohungen noch Warnungen werden mich von meinem Wege abbringen“, erklärte der Führer unter unbeschreiblichen Heilrufen der Massen, und neue Beifallsstürme durchbrausten die Halle bei den Worten:

„Ich gehe mit traumwandlerischer Sicherheit den Weg, den mich die Vorsehung gehen heißt. Mein Ziel ist der Friede, der auf der Gleichberechtigung der Völker begründet ist. Wir sind eine Großmacht Europas und wollen als Großmacht gewürdigt werden.“

Der Führer legte in klarer und eindringlicher Weise den deutschen Standpunkt zur außenpolitischen Lage dar und umriss meisterhaft die zwingenden Notwendigkeiten des deutschen Schrittes am Rhein. In diesem Zusammenhang ging er auch ein auf das Verlangen der anderen nach einer „Geste Deutschlands“. Die Massen stimmten ihm begeistert zu, als er erklärte, er habe mit seinen Vorschlägen die größte Geste gemacht, die je ein europäischer Staatsmann machte und machen konnte. Denn diese Vorschläge würden der Welt für 25 Jahre den Frieden sichern. Deutschland sei zu allem bereit, nur zu einem nicht: auf seine Ehre Verzicht zu leisten. Und zu dieser Ehre gehöre auch das Recht eines Volkes, über seinen Lebensraum selbst zu bestimmen und entscheiden zu können.

Zum Schluss seiner mitreißenden Rede erklärte der Führer:

„Das deutsche Volk soll nun urteilen.

Ich bin vor drei Jahren gerufen worden, getragen von dem Vertrauen des deutschen Volkes und berufen von dem alten Generalfeldmarschall.

Nun habe ich drei Jahre gearbeitet mit meinen Männern, meinen Gefährten und Kampfgenossen.

Und nun soll das deutsche Volk urteilen, ob ich in diesen drei Jahren fleißig gewesen bin, ob ich in diesen drei Jahren gearbeitet habe oder ob ich nicht gearbeitet habe.

Es soll urteilen, ob in diesen drei Jahren Deutschland schwächer geworden ist oder stärker, es soll urteilen, ob Deutschland ärmer geworden ist oder reicher, es soll urteilen, ob in diesen drei Jahren die deutsche Nation gesunken ist oder ob sie auferstanden ist – darüber soll jetzt das deutsche Volk urteilen!

Es soll weiter urteilen, ob ich seine Interessen der Welt gegenüber vertreten habe, ob ich sie mutig und tapfer vertreten habe oder ob ich sie preisgegeben habe.

Es soll endlich urteilen, ob es dieselbe Ehrauffassung besitzt von seinem Leben und von seiner Existenz, wie ich sie habe.

Dieses Urteil erwarte ich. Und ich weiß, es wird meine größte geschichtliche Legitimation werden.

Und ich werde dann vor die Welt hintreten und sagen können:

‚Nicht ich spreche, sondern das deutsche Volk hat gesprochen!'“

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Quelle: Zentralverlag der NSDAP., Franz Eher Nachf., München, 1936

(Das Ergebnis der Wahlen am 29. März 1936 ist bestens bekannt: 99 Prozent des deutschen Volkes legitimierten Adolf Hitler erneut zu ihrem Führer.)

Im Zuge der Machtübernahme im Deutschen Reich durch die NSDAP wird durch Erlass von Reichspräsident Hindenburg das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda gegründet

Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) war im Deutschen Reich während des Nationalsozialismus zuständig für die vermittelten Inhalte insbesondere von Presse, Rundfunk, Film, Theater, Literatur, bildender Kunst und Musik. Der Leiter dieses Reichsministeriums war Joseph Goebbels.

Das Propagandaministerium

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Geschichte des Dienstgebäudes

1727 wurde das Gebäude auf dem Wilhelmplatz 8/9 (Bezirk Mitte) als Johanniter-Ordenspalais von Jean de Bodt erbaut. 1827/28 wurde das Gebäude von Karl Friedrich Schinkel für den Prinzen Carl von Preußen, den Bruder von Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelms I. umgebaut und war zuletzt im Besitz des Enkels Friedrich Leopold von Preußen. Am 6. Januar 1919 schlug das Berliner Freikorps Reinhard von hier und der gegenüberliegenden Reichskanzlei aus spartakistische Angriffe blutig zurück. Im März 1933 wurde dieses Gebäude zum Sitz des „Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda“ bestimmt und wurde durch den Architekten Albert Speer umgebaut..

Gründung und Aufgaben

Am 13. März 1933 verfügte der Reichspräsident von Hindenburg per Erlass die Errichtung eines Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda (RGBl. I, S. 104). Das Ministerium bezog im Palais am Wilhelmplatz, das bereits von der nun eingegliederten „Vereinigten Presseabteilung der Reichsregierung“ genutzt wurde, seinen Berliner Dienstsitz. Am 25. März 1933 erläuterte Joseph Goebbels vor Intendanten und Direktoren der Rundfunkgesellschaften die zukünftige Funktion des Propagandaministeriums mit den Worten:

„Das Ministerium hat die Aufgabe, in Deutschland eine geistige Mobilmachung zu vollziehen. Es ist also auf dem Gebiet des Geistes dasselbe, was das Wehrministerium auf dem Gebiet der Wache ist. […] die geistige Mobilmachung [ist] ebenso nötig, vielleicht noch nötiger als die materielle Wehrhaftmachung des Volkes“.

Per Verordnung vom 30. Juni 1933 gingen zahlreiche Geschäftsbereiche anderer Ministerien in den Aufgabenbereich des neuen Ministeriums über. Die Aufgaben des Ministeriums werden in einer Verordnung Adolf Hitlers vom 30. Juni 1933 wie folgt beschrieben:

„Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda ist zuständig für alle Aufgaben der geistigen Einwirkung auf die Nation, der Werbung für Staat, Kultur und Wirtschaft, der Unterrichtung der in- und ausländischen Öffentlichkeit über sie und der Verwaltung aller diesen Zwecken dienenden Einrichtungen.“

Am 14. April 1936 wurden die Zuständigkeiten des Ministeriums offiziell so angegeben:

  • Nationale Feiertage
  • Staatsfeiern
  • Presse
  • Rundfunk
  • Nationalhymmne
  • bildende Künste
  • Musik
  • Theater
  • Lichtspiel
  • Schrifttum
  • Wirtschafts- und Verkehrswerbung
  • Ausstellungs-, Messe- und Reklamewesen.

Struktur des RMVP

Das RMVP wuchs stetig: war es 1933 mit fünf Abteilungen und 350 Beschäftigten gestartet, arbeiteten 1939 bereits 2.000 Angestellte in 17 Abteilungen. Von 1933 bis 1941 stieg der Etat des RMVP von 14 Millionen auf 187 Millionen Reichsmark. Dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels, unterstanden drei Staatssekretäre und die von ihnen geleiteten Abteilungen:

  • Staatssekretär I – Walther Funk (1933–1937), Otto Dietrich (1937–1945)
    • Deutsche Presse
    • Auslandpresse
    • Zeitschriftenpresse
  • Staatssekretär II – Karl Hanke (1937–1940), Leopold Gutterer (1940–1944), Werner Naumann (1944–1945)
    • Haushalt
    • Recht
    • Propaganda
    • Rundfunk
    • Film
    • Personal
    • Landesverteidigung
    • Ausland
    • Theater
    • Musik
    • Schrifttum
    • Bildende Kunst
  • Staatssekretär III – Hermann Esser (1935–1945)
    • Fremdenverkehr.

Abteilung Film

Mit der Eingliederung der Abteilung V (Film) wurde das Propagandaministerium zur wichtigsten Körperschaft für den deutschen Film neben der Reichskulturkammer und der Reichsfilmkammer. Die Führung der Abteilung übernahm 1933 Ernst Seeger. 1939 folgte Fritz Hippler und im April 1944 Hans Hinkel.

Die Abteilung hatte 5 Ressorts:

  • Filmwesen und Lichtspielgesetz
  • Filmwirtschaft
  • Filmwesen im Ausland
  • Filmwochenschauen
  • Filmdramaturgie

1938 kam als weiteres Ressort die Deutsche Filmakademie Babelsberg hinzu.

Der Leiter der Filmabteilung konnte, wie Goebbels selbst, Ideen und Themen vorschlagen, Drehbücher in Auftrag geben und Filme mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen. Der Leiter der Abteilung Film übernahm auch die Verantwortung für die Herstellung abendfüllender Dokumentarfilme. Ihm unterstand außerdem die Deutsche Wochenschau, deren Chef zunächst Hans Weidemann und ab 1939 ebenfalls Fritz Hippler war..

Filmprüfungen

Das damalige nationalsozialistische Deutschland hatte es sich zur kulturellen Aufgabe gemacht, auch den Film aus der Atmosphäre leichter oder seichter bloßer Unterhaltung zu befreien und ihn zu einem Instrument der kulturellen Erziehung zu machen. Die staatliche Förderung des deutschen Filmes, die Hebung seines Niveaus, die Erkenntnis des Wertes seines erzieherischen Charakters, der Wille, eine Filmkunst zu schaffen, die den anderen Künsten ebenbürtig und gleichberechtigt war, alle diese Erwägungen machten es nötig, jeden Film vor seiner öffentlichen Vorführung zu prüfen. Jeder Filminteressierte hat schon davon gehört, dass für die damaligen Filme Prädikate verliehen wurden. Diese Prädikate, beispielsweise „künstlerisch wertvoll“ oder „volksbildend“, hoben den Film heraus, sie kennzeichneten ihn als ein Werk besonderer Prägung. Andererseits war ein Film, der geprüft und zugelassen wurde, noch keineswegs im positiven Sinne legitimiert.

Die Zulassung besagte lediglich, dass für den betreffenden Film kein Verbotsgrund vorlag. Die Instanzen, die diese Filmprüfungen vornahmen, waren die Filmprüfstelle und die Filmoberprüfstelle.

Zu den Verbotsgründen zählten beispielsweise die Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit oder der lebenswichtigen Interessen des Staates, die Verletzung des nationalsozialistischen, religiösen, sittlichen oder künstlerischen Empfindens sowie die Feststellung einer verrohenden oder entsittlichenden Wirkung. Verschärfte Verbotsgründe galten für die Zulassung von Filmen, die auch vor Jugendlichen vorgeführt werden sollten. Wie notwendig schon allein diese Verbotsgründe waren, wird jeder zu würdigen wissen, der sich an eine Reihe von Filmen der Weimarer Republik sowie der BRD ansieht, in denen gerade die Jugendlichen in der übelsten Weise „verbildet“ oder verdorben werden.

Manche dieser übrigens darstellerisch wie technisch hervorragenden, meist aus Amerika kommenden Filme hatten eine zwar getarnte, aber desto gefährlichere Tendenz: das Verbrecherleben wurde mit moderner Romantik verbrämt, die Feinde der „Gesellschaft“ wurden als gehetzte Kreaturen geschildert, und es kam nicht selten vor, dass eine gewisse Zuschauerschicht in frenetischen Applaus ausbrach, wenn ein schwerer Junge wieder mal ein „Ding“ gelandet hatte. Von der moralischen Verwilderung durch solche Filme braucht nicht weiter gesprochen zu werden. Aber auch eine ganze Reihe von Filmen, die Anspruch auf ernsthafte Wertung erhoben, zeigten eine destruktive Tendenz. Der nationalsozialistische Staat prüfte also nicht etwa wie in der Weimarer Republik lediglich die Filme auf anstößige Szenen oder gewagte Bilder, sondern auch auf ihren Inhalt.

Der Prüfgang war immer der gleiche und begann damit, dass der Hersteller, sofern es sich um einen deutschen Film handelte, oder der Verleiher, wenn es ein ausländischer Film war, den Film bei der Filmprüfstelle mit einem Antrag auf Zulassung vorlegte, nachdem vorher bei der Kontingentstelle die Anerkennung als deutscher Film oder die Zulassung zur Vorführung in Deutschland erwirkt wurde. Die Filmprüfstelle entschied, wenn es sich um einen Lehr-, Kulturfilm oder um eine Aktualität (Wochenschau) handelte, durch einen ihrer Prüfbeamten. Eine solche Prüfung wurde ohne jede Verzögerung vorgenommen. Für die Prüfung von Spielfilmen trat eine sogenannte Prüfkammer zusammen, die aus dem beamteten Vorsitzenden und vier Beisitzern bestand. Von den Beisitzern musste einer dem Lichtspielgewerbe, einer dem Schrifttum und zwei weitere den Arbeitsgebieten angehören, die von der Reichskulturkammer betreut wurden. Die Beisitzer wurden von den Präsidenten der Reichsfilmkammer, der Reichsschrifttumskammer und der Reichsmusikkammer vorgeschlagen und vom Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda ernannt.

Nach Begutachtung des Filmes hatte der Antragsteller Gelegenheit, die Argumente vorzutragen, die für die Zulassung des Filmes sprachen. Der Antragsteller war sein eigener Fürsprecher, aber auch sein eigener Verteidiger, denn er konnte sofort zu Bedenken der Prüfer Stellung nehmen. Die Kammer zog sich zur geheimen Beratung zurück, sie beriet also in Abwesenheit des Antragstellers. Die Entscheidung lag entsprechend dem für das Prüfverfahren geltenden Führerprinzip beim Vorsitzenden der Prüfkammer, der jedoch seine Entscheidung in gewissem Sinne auch von der Einschätzung seiner Beisitzer abhängig machte, wie überhaupt in fast allen Fällen eine völlige Übereinstimmung erzielt wurde. Bei der Prüfung der Zulassung des Filmes wurde ebenfalls sofort festgestellt, ob der Film eine steuerliche Bevorzugung oder sogar Steuerbefreiung verdiente. Für diese Erleichterung oder Befreiung kamen die Prädikate „staatspolitisch wertvoll“, „künstlerisch“, „volksbildend“ und „kulturell wertvoll“ in Frage. Das höchste Prädikat, das die Prüfstelle verlieh und das ausschließlich für Spielfilme ausgesprochen wurde, war das Prädikat „besonders wertvoll“. Die Filme, die dieses Prädikat, die sogenannte „goldene Medaille“ des Filmes, bekamen, gehörten von diesem Augenblick an zu den wenigen Filmen, die für den Nationalpreis für den besten deutschen Film in Frage kamen. Zu diesen Filmen gehörten beispielsweise im Jahre 1935 „Das Mädchen Johanna“, „Der alte und der junge König“, „Hermine und die sieben Aufrechten“ und selbstverständlich der preisgekrönte Reichsparteitagsfilm „Triumph des Willens“, dessen dramatische und dramaturgische Geschlossenheit alle Anforderungen übertraf, die man an einen Spielfilm zu stellen gewohnt war.

Außer dem ordentlichen Prüfverfahren gab es noch das „Widerrufsverfahren“, das es ermöglichte, die bereits ausgesprochene Zulassung von Filmen, nach deren Vorführung sich Schwierigkeiten ergaben, wieder außer Kraft zu setzen. Dieses Verfahren spielte sich ausschließlich vor der Filmoberprüfstelle ab, die auf Anordnung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda die Nachprüfung jedes in Umlauf befindlichen Filmes vornehmen konnte. Handelte es sich bei diesem Verfahren um einen Film, dessen Vorführung bereits nachteilige Folgen gehabt hatte, so konnte der Minister gleichzeitig mit der Anordnung seiner Nachprüfung den Film mit sofortiger Wirkung verbieten. War ein Film nur in einzelnen Teilen, kurzen Szenenfolgen oder Dialogen zu beanstanden, so konnte die Filmprüfstelle die betreffende Szene herausschneiden, den Film aber zulassen.

Aber nicht nur der Filmstreifen selbst, sondern auch sämtliche für den Film produzierte Reklame war prüfungspflichtig, da ja gerade die Reklame von allen Jugendlichen gesehen und gelesen werden konnte – die Plakatsäulen sowie die Fotoauslagen der Lichtspielhäuser waren für jedermann sichtbar. So musste jeder reißerische Charakter der Reklame vermieden werden. Die Prüfung der Reklame wurde auf der selben Weise gehandhabt wie die Filmprüfung. Jedes zugelassene Foto und jedes nach dem zugelassenen Entwurf gefertigte Plakat bekam einen Zulassungsstempel. Kein Bild und kein Plakat durfte im Deutschen Reich ohne diesen Stempel erscheinen. Jede örtliche Polizeibehörde hatte das Recht, sich von der amtlichen Zulassung der Bilder und Plakate zu überzeugen.

Die Prüfstelle hat im Jahre 1934 insgesamt 2.761 Filme mit einer Gesamtlänge von 1.558.000 Metern geprüft. Ebenfalls in zwölf Monaten wurden 10.600 Fotos und 563 Plakatentwürfe geprüft, und rund 2,4 Millionen Plakate und Fotos wurden abgestempelt und somit für die Verwendung im öffentlichen Verkehr zugelassen. Jeder Film, egal ob Lehr-, Kultur-, Werbe- oder Spielfilm, bekam eine Zulassungskarte zum Ausweis für die Polizeibehörden. Im Jahre 1934 wurden insgesamt 376.000 Zulassungskarten erteilt, ein Beweis für die intensive und vielseitige Produktion der deutschen Filmindustrie, ein Beweis aber auch für die gewaltige Arbeit, die die Filmprüfstelle zu leisten hatte. Eine Arbeit, die umso wertvoller und bedeutsamer war, als dass sie nicht nur eine organisatorische Leistung in der zentralen Zusammenfassung der deutschen Filmkontrolle darstellte, sondern auch in Erfüllung ihrer kulturellen Aufgabe und Zielsetzung, produktive Mitarbeit an der Neugestaltung deutschen Kunstwillens zu leisten.

Die Deutsche Wochenschau

Der Abteilung Film des RMVP unterstand zudem Die Deutsche Wochenschau.

Liste unerwünschter Musikstücke

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Einfluss des RMVP auf Presse, Film und Rundfunk

Reichspressekonferenz

Hauptinstrument war die Reichspressekonferenz, die seit dem 1. Juli 1933 täglich im RMVP stattfand.

Weitere Pressekonferenzen:

  • Kulturpressekonferenz (einmal wöchentlich seit Juli 1936)
  • Glossenkonferenz (unregelmäßig seit Oktober 1938)
  • Wirtschaftspressekonferenz
  • Pressekonferenz für Korrespondenten der ausländischen Presse (zweimal täglich seit März 1938 vom RMVP, einmal täglich vom Auswärtigen Amt)

Rundfunk

Mit einer Verordnung vom 30. Juni 1933 wurden die regionalen Rundfunkanstalten aufgelöst und der dem RMVP unterstellten Reichs-Rundfunk-Gesellschaft angegliedert. Auf Veranlassung von Joseph Goebbels wurde zum 1. Januar 1939 für den Reichsrundfunk die Bezeichnung Großdeutscher Rundfunk eingeführt..

Überschneidungen der Kompetenzbereiche

Zahlreiche Aufgaben des Propagandaministeriums überschnitten sich mit den Kompetenzbereichen anderer Organisationen, die durch ein komplexes Personalgeflecht untereinander verbunden waren. Auf Parteiebene gab es zudem drei Reichsleiter mit Medienkompetenzen, deren Zuständigkeitsbereiche sich überschnitten: den Reichspropagandaleiter der NSDAP, Joseph Goebbels, den Reichsleiter für die Presse der NSDAP, Max Amann und den Reichspressechef der NSDAP, Otto Dietrich.

Dr. Goebbels prüft den Volksempfänger auf der Funkausstellung

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Quelle: Metapedia

Des Führers Kampf um den Weltfrieden – Teil 2 – Der Wahlkampf beginnt. Karlsruhe am 12. März 1936

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Drei Jahre geht der Kampf der nationalsozialistischen Bewegung jetzt in Deutschland. Ein beispielloses Ringen ging diesem Kampf voraus. Wir haben damals keine reiche Erbschaft übernommen, sondern einen vollkommen verfallenen Staat und eine verfallene Wirtschaft. Auf allen Gebieten einen Zusammenbruch. Niemand hatte mehr den Glauben, daß es noch einmal gelingen würde, die deutsche Wirtschaft wieder in Gang zu setzen. Allein schlimmer noch als dies war der Verfall der deutschen Arbeitskraft. Fast sieben Millionen Erwerbslose. Und noch schlimmer als das: Millionen Deutsche, die ihren Beruf nicht mehr ausüben konnten, und Millionen junger Deutscher, die heranwuchsen, ohne einen ordentlichen Beruf zu lernen.

Es war die Zeit, in der das deutsche Volk aufhörte, ein Volk der gelernten Arbeiter zu sein, und begann, ein Volk von Hilfsarbeitern zu werden. Jeder Mensch konnte voraussehen, daß diese Entwicklung, durch drei, vier, fünf Jahre fortgesetzt, zu einer Katastrophe führen mußte. Dieser wirtschaftlichen Entwicklung entsprach auch unser innerpolitischer Verfall. 47 Parteien versuchten damals, das deutsche Volk zu vertreten. Lauter Fähnchen und nicht eine einzige deutsche Fahne. Deutschland befand sich im Zustand vollkommener Auflösung! Keine großen politischen Gedanken, keine großen Ideale und keine Triebkraft – außer bei einer einzigen Bewegung – bei unserer nationalsozialistischen Partei! Wir sehen weiter in dieser Zeit nicht nur den Parteienzerfall, sondern den Zerfall des Volkes an sich in zahllose Gruppen, in Stadt und Land, in Arbeiter und Bauern, in Angestellte und Beamte, in Proletarier und Akademiker, in Katholiken, Protestanten, Monarchisten, Republikaner usw. Deutschland hatte damals aufgehört, von einem Volk bewohnt zu sein, und war statt dessen Heimstätte geworden für einander widerstrebende und widerstreitende Interessengruppen.

Und dem entsprach auch die Stellung Deutschlands in der Welt. Das Jahr 1918 war nicht nur ein Zusammenbruch, der die deutsche Nation in ihrem inneren Leben traf, nein, ein Zusammenbruch, der ihre Stelle auf viele Jahre der Außenwelt gegenüber festlegte. Deutschlands Fall war aber nicht der Fall eines Volkes allein oder eines Staates, er war auch der Fall Europas. Denn seit diesem deutschen Fall sehen wir in Europa eine Periode ewiger Krisen, fortgesetzter Spannungen und laufender Katastrophen. Dieses Europa und die ganze Welt, sie sind seitdem nicht ruhiger, die Gegensätze sind nicht geringer geworden. Im Gegenteil, sie sind stärker und krasser als je zuvor. Mißtrauen erfüllt heute die Völker. Auf der einen Seite Haß, auf der anderen Seite Neid oder Furcht. So wie unser deutsches Volk im Inneren verfallen war, erleben wir es auch bei den anderen.

In diesem Zustand traten wir am 30. Januar 1933 die Macht an. Damals hatte ich nichts weiter hinter mir als diese eine Bewegung, aber auf sie stützte ich mich, denn auf sie konnte ich mich blind verlassen, und meinen Glauben, der mich selbst nie verlassen hat! Mit dieser Kraft begann ich den Kampf um ein neues Deutschland. Ich hatte mir damals einige Punkte vorgenommen und mir heilig geschworen, von diesen Punkten nie zu lassen.

Ich bin eingetreten für die deutsche Ehre in der Überzeugung, daß, wie ein einzelner Mensch nicht ohne Ehre zu bestehen vermag, auch ein Volk nicht ohne Ehre leben kann.

Nur charakterlose Menschen können glauben, daß solche Ehrbegriffe für das Vaterland nicht nötig sind. Ich bin überzeugt, daß, wenn das deutsche Volk nicht bewußt zu dieser Ehre erzogen wird und gewillt ist, für sie einzustehen, ihm auf die Dauer das tägliche Brot auf dieser Welt nicht gesichert sein wird. Zweitens: Ich trat daher von diesem Augenblick an ein für das gleiche Recht des deutschen Volkes.

So wie ich im Innern des Reiches den Standpunkt vertrete, daß es nicht zwei- und dreierlei Recht gibt, so konnte ich mich auch nicht abfinden mit einer Stellung Deutschlands, die zweiten oder dritten Rechts ist. Ich habe mir damals geschworen, für dieses gleiche Recht Deutschlands einzutreten, mutig und tapfer bis zum Äußersten.

Und ich war drittens überzeugt, daß die nationale Ehre und das gleiche Recht nur bestehen können auf der Grundlage der eigenen Kraft. So wie ich im Einzelleben des Menschen sagen muß, daß seine Existenz abhängig ist von seiner Tatkraft, von seiner Entschlossenheit, von seinem Mut, von seinem Fleiß und nicht von der Hilfe anderer, so bin ich auch überzeugt, daß zuerst jedes Volk nur bauen darf auf seine eigene Kraft.

Und viertens war ich entschlossen, dafür zu sorgen, daß diese Kraft sich äußert durch einen Willen, durch eine Tat! Ich habe das gegen diejenigen durchgesetzt, die in der Vielzahl des Lebensausdruckes eine Bereicherung des Lebens sehen wollten. Ich habe mich gegen die gewendet, die dem Volke einreden wollten, daß die sogenannte „Freizügigkeit der Meinungsäußerung“ eine Stärkung der Lebenskraft sei. Ich habe demgegenüber die heilige Überzeugung verfochten, daß die Kraft eines Volkes in derZusammenfassung seines Willens in einem Interesse liegen muß, in seiner Entschlossenheit zu einem Entschluß und in der Zusammenfassung seines Handelns zu einer Tat!

Fünftens: Ich war damals entschlossen, im Innern Deutschlands den Frieden herzustellen, einen Frieden gegen die, die glaubten, durch Partei- und ewige Wirtschaftskämpfe ihre Interessen wahrnehmen zu können. Ich habe mich in diesen Jahren unentwegt zu dem Glauben bekannt, daß ein Volk nur dann zu gedeihen vermag, wenn es seine inneren Differenzen so weit meistert und überwindet, daß nicht durch diese Differenzen sein gemeinsamer Lebenskampf gelähmt und am Ende gehindert wird. Auch ich sehe natürlich und sah die verschiedenen Interessen, die in einem Volk bestehen. Auch ich sehe den Städter, den Handwerker, den Bauern, den Angestellten, den Unternehmer, und ich verstehe, daß sie alle glauben, ihre besonderen Interessen auch besonders vertreten zu müssen. Allein, ich weiß, daß, wenn diese Interessenvertretungen in Zügellosigkeit ausarten, sie alle am Ende doch nicht ihre Interessen finden können, sondern nur gemeinsam ihre Interessen vernichten werden. Ich habe mich demgegenüber auf den Standpunkt gestellt, daß ein Regime unabhängig sein muß von solchen Interessen. Es muß vor und entgegen den Interessen einzelner das Interesse der Gesamtheit vor Augen halten.

Ich kenne kein Regime der Bürger und kein Regime der Arbeiter, kein Regime der Städter, des Handwerks oder des Handels. Ich kenne auch kein Regime der Industrie, sondern nur ein Regime des deutschen Volkes!

Wie auch diese Menschen sich im einzelnen stellen zu müssen glauben, sie sindunlösbar miteinander verbunden, und ein Schicksal hebt sie alle empor, schweißt sie zusammen oder zerbricht sie. Ich habe daher versucht, diesen inneren Frieden Deutschlands wiederherzustellen. Es ging nicht immer leicht, und die heilige Einfalt und Unvernunft hat sich mit allen Mitteln dagegen gewendet. Jetzt nach drei Jahren werden sie zugeben: Langsam sind alle deutschen Interessen dabei nun gut vertreten worden und zu ihrem Recht gekommen! Nicht einzelnen in der deutschen Wirtschaft ist das zugute gekommen, sondern dem ganzen deutschen Volk. Und wenn der eine oder andere glaubt, daß er zu kurz gekommen ist, so sage ich ihm: Mein lieber Freund, ich habe in drei Jahren so viel getan, wie überhaupt ein Mensch nur tun konnte.

Wenn meine Vorgänger alle in all den Jahren soviel geleistet hätten wie ich in diesen letzten dreieinhalb Jahren, so stände ich gar nicht hier. Im allgemeinen sagt man, daß das Einreißen viel schneller geht als der Aufbau. In diesem Falle, glaube ich, ging der Aufbau schneller vor sich, als früher sogar der Abbruch sich vollziehen konnte. Ich habe mich bemüht, dem deutschen Volk den inneren Frieden zu bringen. Heute nach drei Jahren darf ich sagen: Das deutsche Volk ist das innerlich zufriedenste Volk der Welt. Daß es heute dem deutschen Volk weit besser geht als damals, daran wird das Kopfschütteln derer nichts ändern, die immer glauben, alles kritisieren zu müssen. Diese Leute können sich selber gar nicht einmal vorstellen, wie es denn heute anders sein sollte. Denn es kann sich doch heute keiner einbilden, daß es in Deutschland noch denkbar wäre, wieder 47 Parteien aufzumachen oder wieder den Klassenkampf zu beginnen oder die einzelnen Gruppen und Stände gegeneinander auszuspielen. Nein, das ist vorbei.

Diese Neuordnung im besten Sinne nimmt von Jahr zu Jahr zu im Dienste unseres Volkes und seiner Interessen. Wir sind noch im Aufbau begriffen, die Zeit aber wird weiter schreiten. Die Bewegung wird bleiben! Je mehr aber diese Zeit fortschreitet, um so stärker wird die Arbeit fortgesetzt, und am Ende wird es doch noch gelingen, das ganze Volk in eine große Familie zu verwandeln.

Wenn gesagt wird, das seien blasse Ideale, so antworte ich: Meine Herren, wenn ich nicht ein grenzenloses Ideal gehabt hätte, dann stünde ich jetzt nicht hier! Ich habe an meine Ideale geglaubt, weil ich an mein Volk glauben wollte! Ich kann mich in Zukunft nicht von diesen Idealen lösen und mich von ihnen trennen. Sie werden bleiben, weil nur so der Lebensweg unseres Volkes zum Nutzen des ganzen Volkes gefunden werden kann und weil ich nur so, von diesen Idealen ausgehend, die richtige Beantwortung finde der großen Fragen, die uns außerhalb des deutschen Volkes berühren.

Denn so wie im Innern alle meine Entscheidungen getragen wurden von der Überzeugung, für den Frieden der Nation, für die innere Verständigung, für eine gegenseitige Rücksichtnahme und damit für die praktische Erziehung zum Nationalsozialismus zu wirken, so habe ich mich auch bemüht, das deutsche Volk der Umwelt gegenüber einzustellen. Auch dort ging ich von dem großen Ideal des Friedens in der Überzeugung aus, daß nur in und unter diesem Ideal auf die Dauer die europäischen Völker und darüber hinaus die Welt glücklich sein können.

Es ist mein Wunsch, auch die großen Gegensätze im Völkerleben genau so wie im Innern des Landes nach den Gesichtspunkten des Rechts, der Billigkeit und damit der Vernunft zu lösen.

Man könnte ja auch sagen: Das sei nicht möglich, das sei phantastisch, das seien Ideologien. Nun, ich glaube an diese Ideologien, und es ist schon Wunderbares auf diesem Gebiet gelungen! Ich trete ja nicht an das deutsche Volk als ein Schwätzer heran. Ich kann sagen: Diese Gedanken haben mich drei Jahre lang geleitet, und sie haben mich gut geleitet.

Als ich vor drei Jahren die Regierung übernahm, war das deutsche Volk in Europa nur von Feindseligkeiten umgeben. Und das schlimmste war hierbei, daß dieser Mentalität so wenig Überlegung auf allen Seiten zugrunde zu liegen schien; weder hier noch anderswo wurden die Probleme mit der genügenden Nüchternheit durchdacht. Man ließ sich hineintreiben in Haß, Mißgunst, Furcht und Eifersucht.

Ich habe mich bemüht, in die Beziehung Deutschlands zur Umwelt die Vernunft zu bringen. Ich habe mich bemüht, die Beziehungen aufzubauen auf ewig als richtig erwiesenen Grundsätzen menschlicher Zusammengehörigkeit und menschlicher Gemeinschaftsarbeit.

Ich habe versucht, der Welt und dem deutschen Volk klarzumachen, daß Europa ein kleiner Begriff ist, daß in diesem kleinen Europa seit Jahrhunderten tiefe Verschiebungen nicht mehr stattgefunden haben, daß es sich hier in Europa um eine Völkerfamilie handelt, daß die einzelnen Mitglieder dieser Familie in sich aber unendlich gehärtet sind. Daß sie Nationen darstellen, erfüllt von Traditionen, zurückblickend auf eine große Vergangenheit, eine eigene Kultur sich ihr eigen nennen und mit Stolz auf die Zukunft hoffen. Ich habe mich bemüht, unserem Volk und darüber hinaus auch den anderen begreiflich zu machen, daß jede haßerfüllte Auseinandersetzung nur ganz vorübergehend kleine Erfolge zeitigt.

Die europäischen Grenzen der Staaten können wechseln – ihre Völker bleiben stabil! Staatsgrenzen kann man verändern, Volksgrenzen sind geradezu unveränderlich geworden!

Es gibt keine leeren Räume in Europa, in die die Massen in Europa hineinströmen können. Es gibt keine ungehärteten Völker in Europa, die ohne weiteres ihrem Wesen entfremdet werden könnten. Es gibt aber auch keine Notwendigkeit, und es ist daher ohne Sinn, zu versuchen, Völker ihrer Eigenart zu entkleiden, um ihnen eine fremde aufzuzwingen. Ich habe mich bemüht, von dieser ganz nüchternen Erwägung aus dasVerhältnis Deutschlands zu seiner Umgebung zu bessern, und es war nicht erfolglos.

Vor drei Jahren, als Deutschland im tiefsten Gegensatz zu Polen stand, gelang es mir, diese Spannungen allmählich zu mildern, und dank des tiefen Verständnisses eines anderen großen Führers und Staatsmannes ist es gelungen, langsam zwei Völker einander zu nähern. [Scriptorium merkt an: Pilsudski.]

Aus dieser Annäherung kam allmählich eine Verständigung und aus der Verständigung die Überzeugung der Notwendigkeit eines freundschaftlichen Nebeneinanderlebens und daraus wieder langsam eine gegenseitige Rücksichtnahme. Ich bin der Überzeugung, daß man einmal nach einer gewissen Zeit nicht mehr verstehen wird, wieso zwei Völker in der Sphäre einer sich bildenden sogenannten „traditionellen Erbfeindschaft“ leben konnten. Ich habe mich bemüht, dieses Verhältnis zwischen den beiden Völkern, soweit es Deutschland betrifft, zu normalisieren. Es ist zum Nutzen beider Völker gelungen. Ich habe versucht, diesen selben Gedanken vom Osten nach dem Westen zu übertragen. Auch hier bemühte ich mich, zum ersten Male glaube ich, als deutscher Nationalsozialist zu zeigen, daß die Fortsetzung dieser sogenannten „Erbfeindschaftslehre“ für beide Völker unvernünftig, weil sinnlos, sein muß und auch ist. Gewiß, auch hier werden vielleicht viele sagen, das sei ein Ideal. Ich glaube aber an dieses Ideal und glaube, daß einmal die Vernunft auch hier triumphieren wird! Jedenfalls glaube ich, daß es notwendig sein wird, alles zu tun, um dieser Vernunft zum Siege zu verhelfen.

Davon geht meine Verständigungspolitik aus, nämlich von dem Gedanken, daß es nur zwei gleichberechtigte Partner oder keine geben kann. Nur aus dieser Gleichberechtigung kann eine gegenseitige Achtung kommen, und nur aus der gegenseitigen Achtung kann der Respekt voreinander kommen, und nur aus dem Respekt voreinander kann auch die gegenseitige Rücksichtnahme erwachsen.

Beide Völker haben unzählige Male die Schlachtfelder mit dem Blut ihrer Besten getränkt. Die Grenzen wanderten bald 50 – 100 Kilometer nach der einen oder anderen Seite. Ein Endergebnis würde auf diesem Wege nie zustande kommen, wohl aber würden die beiden Völker immer wieder ihr bestes Blut verlieren und in der Zwischenzeit unter Sorge und Mißtrauen, unter der Furcht und dem Haß auch ihre Wirtschaft leiden lassen. Ich glaube, daß eine ruhige Erwägung auch diesen beiden Völkern einmal den Weg zueinander zeigen muß. Und das bringe ich für die Verständigung mit als der Sprecher von über 67 Millionen Menschen! Dann gibt es viele, die sagen, die Vernunft sei nicht das Entscheidende, sondern da gebe es andere Imponderabilien zu beachten. Ich glaube, daß es nichts Wertvolles geben kann, was nicht am Ende auch der Vernunft faßbar ist.

Ich wende mich dagegen, daß man in der Staatskunst Auffassungen als richtig hinstellen will, die nicht in der Vernunft zu verankern sind. Man sagt mir manchmal: Aber das war noch nicht da, und die bisherige Staatskunst beweist, daß auf die Dauer das doch nicht möglich ist. Nein, die Staatskunst lehrt umgekehrt, daß auf die Dauer das bisherige Verfahren zu keinem Erfolg geführt hat, und daher lehne ich auch diese Art von Staatskunst ab. Man sagt mir, aber wenn Sie deutscher Nationalist sind, so müssen Sie doch militärische Triumphe wollen. Ich kann nur sagen, mein Ehrgeiz ist nach ganz anderen Triumphen gerichtet. Ich bin deutscher Nationalist und werde mein Volk vertreten mit dem ganzen Fanatismus eines Soldaten der großen Armee von einst.

Ich habe den Ehrgeiz, mir einmal im deutschen Volk ein Denkmal zu setzen. Aber ich weiß auch, daß dieses Denkmal besser im Frieden aufzustellen ist als in einem Krieg. Mein Ehrgeiz geht dahin, daß wir in Deutschland die besten Anstalten für die Erziehung unseres Volkes schaffen. Ich will, daß wir in Deutschland die schönsten Stadien erhalten, daß unsere Straßen ausgebaut werden, daß unsere Kultur sich hebt und veredelt, ich will, daß unsere Städte verschönert werden, ich will auf allen Gebieten des menschlichen Kulturlebens und -strebens Deutschland mit an die Spitze stellen. Das ist mein Ehrgeiz!

Ich will, daß die Arbeitskraft meines Volkes nicht brachliegt, sondern daß sie ausgenützt wird, um uns wieder neue Werte zu schenken. Ich will diese Arbeitskraft umsetzen in Schönheit für unser Volk, in Leben und Freude für unser Volk. Ich will dafür eintreten, daß dieses Volk ein möglichst sorgenfreies Dasein führen kann. Ich werde eintreten dafür, daß seine Lebensgüter möglichst vernünftig verteilt werden! Allein, ich will nicht, daß ein anderer sich hier einmischt und glaubt, uns irgend etwas nehmen zu können!

Ich lebe nur meinem Volke, und die nationalsozialistische Bewegung denkt nur an dieses Volk.

Ich lebe nur dem Gedanken an die Zukunft dieses Volkes, sehe vor mir diese unzähligen Millionen Menschen, die schwer arbeiten und so wenig zum Leben besitzen, die oft so viel mit Sorgen zu ringen haben und denen das Glück so selten zuteil wird. Die nationalsozialistische Bewegung will nur diesen Menschen helfen, sie will versuchen, ihr Leben zu erleichtern, es schöner zu gestalten. Sie will zu dem Zweck alle Kräfte der Arbeit, der Genialität, der Organisationskunst in den Dienst dieser Lebenserhaltung stellen.

So bitte ich Sie, gehen Sie an diesem kommenden Wahltag zur Urne. Erfüllen Sie Ihre Pflicht und vergessen Sie nicht: Deutschland wird nicht getragen von nur einem Mann, sondern vom ganzen deutschen Volk. Und ein Mann kann nur so lange Sprecher dieses Volkes sein, solange dieses Volk selbst Mann für Mann und Weib für Weib hinter diesem Manne steht. Nicht meinetwegen bitte ich sie, an diesem 29. März ihre Pflicht zu erfüllen, sondern um unseres Volkes und seiner Zukunft wegen. Denn wir sind vergänglich, aber Deutschland wird bestehen! Wir können sterben, aber Deutschland muß leben, jetzt und immerdar!

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Quelle: Zentralverlag der NSDAP., Franz Eher Nachf., München, 1936

Des Führers Kampf um den Weltfrieden – Teil 1, Vorwort

Vorwort

Die unerhörten Erfolge der Politik Adolf Hitlers sind vielen Menschen bis auf den heutigen Tag ein Rätsel geblieben, um dessen Lösung sie sich vergeblich bemühen. Und doch ist es so einfach, dieses Geheimnis zu entschleiern, weil es nämlich in Wirklichkeit gar kein Geheimnis ist. Wie überall im Leben nur das einfache, natürliche und sittlich Gute wahren Erfolg verspricht, so auch in der Politik. Und so hat Adolf Hitler aus dieser elementaren Erkenntnis heraus neue Wege in der Politik beschritten und neue Begriffe in das politische Denken und Handeln gebracht, die man bisher vergeblich dort gesucht hätte. Unbedingte Ehrlichkeit, Offenheit, Geradlinigkeit und klare Zielsetzung, das sind die Hauptmerkmale jeglichen politischen Tuns bei Adolf Hitler. Sie gaben ihm in Verbindung mit der unantastbaren Lauterkeit seines Wollens die turmhohe Überlegenheit über seine inneren Gegner und den schließlichen Sieg über sie.

Die gleichen geraden und naturgegebenen Wege, die Hitler in der Innenpolitik geht, geht er auch in der Außenpolitik. Sein hehres, leuchtendes Ziel steht auch hier von allem Anfang an unverrückbar fest:

Ein freies und starkes Deutschland, gleichberechtigt mit den übrigen Völkern Europas, das in Frieden mit seinen Nachbarn lebt zum Nutzen und zum Glücke aller.

Und dieses Ziel verfolgt der Führer mit der gleichen unerbittlichen kompromißlosen Konsequenz, mit der er 14 Jahre lang um Deutschland gerungen hat, und mit der er seit Erringung der Macht im Staate Gigantisches an Aufbauarbeit auf allen Gebieten geleistet hat. Alles, was er je in außenpolitischen Dingen geschrieben oder gesprochen hat, [4] war durchdrungen vom Geiste der Versöhnung und der friedlichen Zusammenarbeit der Nationen untereinander. Kein Wort von Revanche, von Haß gegen irgendein fremdes Volk ist je aus des Führers Mund gekommen. Dagegen fehlt es nicht an zahlreichen konkreten und durchaus annehmbaren Vorschlägen zur Entgiftung der europäischen Atmosphäre und zur Schaffung einer festen Grundlage für einen dauerhaften Frieden unter den Völkern Europas.

Adolf Hitler hat die Welt niemals über sein Denken und Wollen im unklaren gelassen. Seine großen außenpolitischen Reden vom Mai und Oktober 1933 lassen schon ganz klar die große Linie erkennen, von der er bis heute noch keinen Schritt abgewichen ist. In der gleichen Linie lag auch die Rede, die der Stellvertreter des Führers, Rudolf Hess, am 8. Juli 1934 von Königsberg aus an die Frontkämpfer aller Nationen richtete, und die in den fundamentalen Sätzen gipfelte:

„Die Frontkämpfer wollen den Frieden. Die Völker wollen den Frieden. Deutschlands Regierung will den Frieden.“

Als eine Fortsetzung dieser Politik sind auch die große Reichstagsrede vom 7. März 1936 und die darauffolgenden Reden des Wahlkampfes zu werten, die auszugsweise und aus der Stimmung der Versammlungen heraus wiedergegeben sind.

Adolf Hitlers Rede am 7. März 1936 anlässlich der Befreiung des Rheinlandes – Die historische Reichstagsrede

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Quelle: Zentralverlag der NSDAP., Franz Eher Nachf., München, 1936

Der Anschluss Österreichs ans Reich

Der Beitritt Österreichs (oder auch Anschluss Österreichs ans Reich) bezeichnet die Vereinigung Deutsch-Österreichs mit dem Deutschen Reich nach dem 13. März 1938. Dies entsprach dem „Zusammenschluss zu einem Großdeutschland“.

Die österreichische Bundesregierung beschloss am 13. März 1938 ein Bundesverfassungsgesetz über die „Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“. Anschließend wurde das Bundesverfassungsgesetz als Reichsgesetz übernommen. Gauleiter Josef Bürckel, zuvor bereits „Reichskommissar für die Rückgliederung des Saargebietes“, wurde am 23. April 1938 „Reichskommissar für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“.

Flugblatt zum Anschluss

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Erläuterung.

Nach 1918 wurde die Zusammenfassung der deutschen Ostmark mit dem Altreich von den alliierten Siegermächten verwehrt, nachdem die österreichische Regierung die Republik Deutsch-Österreich in ihrer Verfassung als Teil des Deutschen Reiches bezeichnet hatte. Volksabstimmungen wurden von den Siegermächten ignoriert und weitere einfach verboten. Am 12. März 1938 marschierten schließlich deutsche Wehrmachtstruppen unter dem Jubel der Bevölkerung friedlich in Österreich ein, am 13. März beschlossen dann die deutsche und die österreichische Regierung das Gesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich, das bereits wenige Tage später in Kraft trat. Dieses Gesetz wurde am 10. April durch eine Volksabstimmung bestätigt. Im Deutschen Reich sprachen sich 99 % der Bevölkerung, in Österreich 99,7 % für die Vereinigung der beiden deutschen Staaten aus. Die Wilhelm Gustloff fuhr auf ihrer ersten Fahrt nach England, um den dort lebenden Deutschen die Möglichkeit der Teilnahme an der Volksabstimmung zum Anschluss zu ermöglichen.

Stimmzettel zur Volksabstimmung für den Anschluss Österreichs

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Selbst die gegenwärtige Forschung im Sinne der politischen Korrektheit geht davon aus, dass mindestens zwei Drittel der Deutsch-Österreicher für den Anschluss stimmten. Ursprünglich sah Adolf Hitlers Plan vor, Österreich nicht sofort anzuschließen, sondern langsam an das Reich anzupassen, die Begeisterungswelle in der österreichischen Bevölkerung ließ ihn jedoch seinen Plan spontan ändern.

Diese großdeutsche Lösung wurde bereits 1848 in der Frankfurter Paulskirche auf der Nationalversammlung diskutiert, jedoch wieder verworfen, da Österreich zum damaligen Zeitpunkt als Vielvölkerstaat kein rein deutsches Staatsgebilde war. In der Schlacht bei Königgrätz wurde im Jahre 1866 durch Preußens Sieg über Österreich endgültig zuungunsten der großdeutschen Lösung entschieden.

1945 wurde die Einheit wiederum durch die alliierten Siegermächten aufgehoben.

Wiedervereinigungsbestrebungen werden in Österreich nach alliiertem Siegerrecht bis heute bestraft.

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Vorgeschichte

Bis zur von Frankreich erzwungenen rechtswidrigen Niederlegung der deutschen Kaiserkrone 1806 war das Gebiet des heutigen Österreich, innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, Teil der Erblande der Habsburgerdynastie, die mehr Deutsche Kaiser stellte als jedes andere Herrschergeschlecht, und war somit ein selbstverständlicher Teil des alten Deutschen Reiches. Da jedoch die römisch-deutsche Kaiserwürde seit dem 17. Jahrhundert zunehmend an Einfluss verlor, begannen die Habsburger ihre Machtposition innerhalb der Erblande auszubauen.

Während der napoleonischen Kriege zu Beginn des 19. Jahrhunderts brach das Heilige Römische Reich endgültig zusammen und löste sich schließlich selbst auf.

Am 6. August 1806 verkündete der letzte Kaiser des Heiligen Römisches Reiches, Franz II., dessen Auflösung. Zuvor hatte er jedoch, um die Ranggleichheit mit Napoleon zu wahren, die habsburgischen Erblande 1804 zum Kaisertum Österreich erhoben.

Nach dem Zusammenbruch der französischen Vorherrschaft über Europa 1815 beschloss der Wiener Kongress unter Federführung des österreichischen Staatskanzlers Metternich, das alte Reich nicht mehr wiederherzustellen, sondern es durch den Deutschen Bund zu ersetzen. Dieser lose Zusammenschluss 41 deutscher Einzelstaaten wurde jedoch den Bestrebungen nach einem einheitlichen Staat nur unzureichend gerecht, sodass zur Erreichung dieses Zieles unterschiedliche Lösungsansätze entstanden: die Großdeutsche Lösung unter der Vorherrschaft Österreichs oder die Kleindeutsche Lösung unter der Vorherrschaft Preußens. Ebenso gab es als dritte Möglichkeit noch die sogenannte großösterreichische Lösung, die das gesamte durch das Haus Habsburg kontrollierte Gebiet beinhaltet hätte. Jedoch fand dieser Gedanke wenig Zustimmung, da man einen Vielvölkerstaat vermeiden wollte. Zudem hätte es wohl in einem solchen Staat eine starke innere Dualität zwischen Preußen und Österreich gegeben, die zu politischer Instabilität geführt hätte.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts begann sich diese Frage weiter zuzuspitzen und führte schließlich 1866 zum militärischen Konflikt zwischen den beiden deutschen Großmächten. Der Kampf wurde zugunsten Preußens entschieden, das Österreich in der Folge aus Deutschland ausschloss und schließlich 1871 die Kleindeutsche Lösung verwirklichte, sodass es zur Gründung des Deutschen Kaiserreiches unter preußischer Vorherrschaft kam. Trotz der Tatsache, dass Österreich und das Deutsche Reich von nun an zwei voneinander getrennte Staaten waren, blieben die Beziehungen der beiden Staaten aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit in den folgenden Jahren trotzdem eng. Schließlich schlossen sich Österreich und das Deutsche Reich 1879 zum Zweibund, einem Militärbündnis, zusammen und kämpften Seite an Seite im Ersten Weltkrieg gegen die Staaten, die zuerst Österreich und dann dem Deutschen Reich den Krieg erklärt hatten.

Sowohl die katholischen als auch die evangelischen Bischöfe Österreichs forderten das Volk zu einem Bekenntnis zum Anschluss Österreichs ans deutsche Reich auf.

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Anschlussbestrebungen nach dem Ersten Weltkrieg und während der Zwischenkriegszeit

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns 1918 wurde von der deutschen Mehrheit Österreichs die Republik Deutschösterreich als Teil des Deutschen Reiches ausgerufen. 1919 wurden diese Anschlussbestrebungen durch die alliierten Siegermächte im Diktat von Versailles verwehrt.

Bereits 1919 kam es in Österreich zu Forderungen nach einem Anschluss an das Deutsche Reich

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Trotzdem ließen im April 1921 sowohl der Salzburger als auch der Tiroler Landtag Abstimmungen über eine Vereinigung mit dem Deutschen Reich abhalten. Diese endeten mit einer Zustimmung von 98,8 % bzw. 99,3 % für eine Wiedervereinigung, blieben aber wegen der Bestimmungen des sogenannten Versailler Vertrages ohne praktischen Effekt. Sie zeigten aber die starke Befürwortung eines Anschlusses durch die österreichische Bevölkerung. Weitere Abstimmungen wurden durch Druck der Feindmächte, insbesondere der französischen Regierung, unterbunden. Für den Fall, dass weitere Bundesländer folgen sollten, wurde mit der Verhinderung von Auslandskrediten an das wirtschaftlich geschwächte Österreich gedroht. 1931 versuchten beide deutsche Staaten noch einmal, sich enger aneinander zu binden und eine gemeinsame Zollunion zu schaffen, was aber wiederum am energischen Entgegentreten Frankreichs scheiterte.

Karte zur Volksabstimmung 1921

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Nach dem Wahlsieg der NSDAP unter der Führung des gebürtigen Österreichers Adolf Hitler in Deutschland 1933 änderte sich die Situation grundlegend. Durch die Nationalsozialisten rückte ein möglicher Anschluss wieder auf die politische Tagesordnung.

Bereits 1934 kam es im Juliputsch zu einer Erhebung der österreichischen Nationalsozialisten, bei der der österreichische Bundeskanzler Engelbert Dollfuß versehentlich durch Otto Planetta erschossen wurde. Die Erhebung scheiterte schließlich vor allem an der Haltung Italiens, das damals eine Wiedervereinigung zwischen Deutschland und Österreich energisch ablehnte. Umstritten ist bis heute, ob der Aufstand auf Veranlassung Berlins geschah oder ob es sich um eine selbständige Aktion der österreichischen Nationalsozialisten handelte, wobei eher zweiteres anzunehmen ist. So lehnte auch Adolf Hitler selbst in der Folgezeit jede Verantwortung für den Aufstand ab.

1936 und im Februar 1938 kam es im Juliabkommen und im Berchtesgadener Abkommen noch einmal zu einer kurzfristigen Verbesserung der Beziehungen der Regierungen in Wien und Berlin.

Österreich bekannte sich am 11. Juli 1936 grundsätzlich als deutscher Staat.

Nachdem der österreichische Bundeskanzler Kurt von Schuschnigg im März 1938 plötzlich überfallartig eine offensichtlich manipulierte Volksabstimmung ansetzen wollte, begann sich die Lage wieder zuzuspitzen. Am 11. März trat Schuschnigg auf Druck Berlins schließlich von seinem Amt zurück, und der Führer der österreichischen Nationalsozialisten Arthur Seyß-Inquart wurde vom Bundespräsidenten zum neuen österreichischen Bundeskanzler ernannt. Noch am selben Abend schickte Seyß-Inquart auf Veranlassung Hermann Görings und auf Befehl Adolf Hitlers ein Telegramm nach Berlin mit der Bitte um die Entsendung reichsdeutscher Truppen nach Österreich. Noch am selben Tag erhielten die deutschen Truppen den Befehl zum Einmarsch unter dem Deckwort „Unternehmen Otto“.

Am 13. März beschloss die österreichische Bundesregierung den Anschluss an das Reich.

Aufruf für den „Anschluß Österreichs“ von Luis Trenker

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Der Anschluss Österreichs – Wille des Volkes

VS-Präsident Woodrow Wilson hatte in seiner Kongressrede vom 12. Februar 1918 das Selbstbestimmungsrecht (der Völker) zur Grundlage des kommenden Friedens erklärt. Als die Österreicher und Sudetendeutschen dieses Recht wahrnahmen, indem sie sich 1919 an das Reich anschließen wollten, wurde ihnen dieser Wunsch verwehrt.

„Die Eingliederung Österreichs in das Reich (13. März 1939) war nur eine Frage der Zeit. […] Die bisherigen Machthaber in Österreich wurden gezwungen, sich den Wünschen der großen Mehrheit des österreichischen Volkes zu unterwerfen, die eine engere Bindung mit dem Deutschen Reiche leidenschaftlich wünscht.“ 

– Lord Londonderry, 1938 –

„Das Volk Österreichs erlebte […] den Einmarsch der deutschen Truppen […] mit tiefster Ergriffenheit.“ 

– „Neue Zürcher Zeitung“ am 14. März 1938 –

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Vollzug des Anschlusses und Abstimmungen

Am 12. März 1938 marschierten auf Weisung Adolf Hitlers deutsche Wehrmachtstruppen unter dem Jubel der Bevölkerung friedlich in Österreich ein. Über alle deutschen und österreichischen Rundfunksender verlas Joseph Goebbels eine Proklamation des Führers, in der die Rettung Österreichs aus „schwerster Not“ begründet wird.

Die Reichsregierung wies die Intervention Frankreichs und Englands gegen die Einmischung in Österreich zurück. Telegraphisch beruhigte Hitler Benito Mussolini („Der Brenner ist die Grenze!“), der sich einer englisch-französischen Intervention in Berlin nicht ausgeschlossen hatte.

Am 13. März beschlossen dann die deutsche und die österreichische Regierung in Linz das Reichsanschlussgesetz („Gesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“), das bereits wenige Tage später in Kraft trat. Das Deutsche Reich wurde vertreten durch Adolf Hitler, Reichsinnenminister Wilhelm Frick, Außenminister Joachim von Ribbentrop und den Stellvertreter des Führers Rudolf Hess. Der österreichische Bundespräsident Wilhelm Miklas trat zurück und die Regierung Seyss-Inquart löste sich auf. Adolf Hitler versuchte am selben Tag in der Presse England zu beruhigen. Schuld an der Entwicklung trage allein Schuschnigg, der sich über die Mehrheit der Menschen in Österreich hinwegsetzte. Die Welt solle den Anschluss als Friedenswerk würdigen.

Der Führer am 15. März auf dem Wiener Heldenplatz

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In einer Ansprache am 15. März verkündete der deutsche Kanzler auf einer Massenkundgebung am Wiener Heldenplatz vor 250.000 Menschen vom Balkon der Wiener Hofburg die Vollzugsmeldung:

„Als Führer und Reichskanzler der Deutschen Nation und des Reiches melde ich vor der Geschichte nunmehr den Eintritt meiner Heimat in das Deutsche Reich!“

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Das Gesetz über die Wiedervereinigung wurde am 10. April des gleichen Jahres durch eine Volksabstimmung bestätigt. Im Deutschen Reich sprachen sich 99 % der Bevölkerung für die Vereinigung der beiden deutschen Staaten aus. Am 10. April 1938 stimmten die Deutschösterreicher dann noch einmal offiziell über den Anschluss ab. Auf die Frage:

„Bist Du mit der am 13. März 1938 vollzogenen Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich einverstanden und stimmst Du für die Liste unseres Führers Adolf Hitler?“

gab es in Österreich 4.453.772 (= 99,73 %) Ja-Stimmen, 11.929 Nein-Stimmen und 5.776 ungültige Stimmzettel. Der national unverdächtige Rolf Steininger, Leiter des Institutes für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, schrieb zum Abstimmungsergebnis am 7. März 2008 in der Wiener Zeitung:

„Dabei ist davon auszugehen, dass es Wahlfälschungen […] nicht gab – sie waren unter den gegebenen Umständen auch nicht nötig.“ 

In der Erklärung des österreichischen Episkopats hieß es:

„Am Tag der Volksabstimmung ist es für uns Bischöfe selbstverständlich nationale Pflicht, uns als Deutsche zum Deutschen Reich zu bekennen.“

Der von 1918 bis 1920 amtierende Staatskanzler Deutschösterreichs sowie von 1945 bis 1950 österreichische Bundespräsident Karl Renner sagte zum Anschluss:

„Ich müßte meine ganze Vergangenheit als Vorkämpfer des Selbstbestimmungsrechts der Nationen wie als deutschösterreichischer Staatsmann verleugnen, wenn ich die große geschichtliche Tat des Wiederzusammenschlusses der deutschen Nation nicht freudig begrüßte. […] Als Sozialdemokrat und […] erster Kanzler der Republik Deutschösterreich […] werde ich mit ‚Ja‘ stimmen.“

Vor dem Reichstag begründete Adolf Hitler am 18. März die Heimholung Österreichs, das als Rumpfstaat vollkommen lebensunfähig gewesen sei. Dies sei die Verantwortung der Herren „Demokraten in London und Paris“. Der Reichstagspräsident Hermann Göring löste das Parlament auf und setzte Neuwahlen für das Großdeutsche Reich am 10. April an.

Wagenkolonne des Führers

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Über alle Parteigrenzen hinweg gab es Einigkeit über die Richtigkeit der Vereinigung. Weder im Volk noch innerhalb der Eliten gab es spürbare Opposition gegen die völkerrechtlich legitimierte Vereinigung der deutschen Stämme. Percy E. Schramm, der international angesehene Göttinger Mediävist und kein Anhänger des Nationalsozialismus, schrieb:

„80 Millionen Deutsche – ohne Blutvergießen. Das konnte weder Bismarck noch die Jungfrau von Orleans, sondern nur jemand, der beide Fähigkeiten vereinte. Nun ist 1938 also doch das große Jahr unseres Lebens, über das kein weiteres uns hinausheben kann.“

Und Leni Riefenstahl, die sich zu diesem Zeitpunkt zur Erholung nach der Arbeit an ihrem Olympiafilm in Österreich befand, berichtete:

„Meine österreichischen Mitarbeiter waren vor Freude wie von Sinnen. […] Was ich in Tirol erlebt habe, mag heute unglaubhaft klingen, selbst wenn ich die Schilderung sehr abschwächen würde. Die Innsbrucker befanden sich wie in einem Taumel. In fast religiöser Ekstase streckten sich Arme und Hände Hitler entgegen. Ältere Männer und Frauen weinten. Der allgemeine Jubel war schlechthin unvorstellbar.“

Die Westmächte beließen es am 13. März bei diplomatischen Protesten und akzeptierten die Vereinigung vorerst als vollendete Tatsache. Am 2. April 1938 folgte schließlich die Anerkennung der meisten europäischen Staaten mit England und Frankreich an der Spitze. Sie wandelten ihre Botschaften in Wien in Generalkonsulate um. Dies geschah u.a. durch Belgien, Polen, die Tschechoslowakei und die VSA.

Mit der Errichtung Großdeutschlands war die Zeit der bürokratischen Vaterländer für das deutsche Volk vorbei und das Reich der Deutschen auch in Österreich angebrochen.

Heldenplatz am 15. März: Adolf Hitler wird von einer Sudetendeutschen Abordnung gegrüßt. Auch das deutsche Sudetenland sollte in Erinnerung behalten werden. Rechts der Reichsstatthalter Dr. Arthur Seyß-Inquart.

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Österreich als Teil des Großdeutschen Reiches

Nach dem Anschluss Österreichs wurde das Gebiet der früheren Republik Österreich wie auch zuvor schon der Rest des Reiches in Reichsgaue unterteilt, die hier Reichsgaue hießen.

Die österreichischen Reichsgaue 1941

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Wien, seit dem 1. Januar 1922 eigenständiges Bundesland, aber dennoch bis zum 10. Juli 1986 gleichzeitig auch Landeshauptstadt von Niederösterreich, erhielt als eigenständiger Reichsgau von Niederdonau das Wiener Umland. Niederösterreich gab das Wiener Umland an Wien ab, erhielt das nördliche Burgenland und wurde in Niederdonau umbenannt mit Sitz der Gauleitung in Krems/Donau. Oberösterreich erhielt von der Steiermark das Ausseer Land und wurde in Oberdonau umbenannt. Der Reichsgau Salzburg entsprach genau dem vorherigen Bundesland. Die Steiermark gab das Ausseer Land an Oberdonau ab und erhielt das südliche Burgenland. Dadurch wurde das Burgenland ganz aufgelöst. Kärnten erhielt den Landesteil Osttirol. An den Gau Schwaben gab Vorarlberg das Kleine Walsertal ab, da dieses ohnehin nur von dorther zu erreichen ist, und wurde mit Nordtirol zum Reichsgau Tirol-Vorarlberg zusammengeschlossen.

Die offizielle Geschichtsschreibung weiß zu berichten, dass diese Aufteilung Österreichs in Reichsgaue dazu diente, den Begriff „Österreich“ für immer aus der Geschichte zu tilgen und – in völliger Verdrehung der Tatsachen – den Österreichern ihre „Nation“ zu rauben. Damit soll auch deutlich gemacht werden, es habe sich nicht um einen friedlichen Zusammenschluss, sondern um eine „Vergewaltigung Österreichs“ gehandelt.

Mit dem Anschluss des Sudetenlandes im selben Jahr wurden den Reichsgauen Ober- und Niederdonau sudetendeutsche Gebiete zugesprochen, im Laufe des Zweiten Weltkrieges kam es auch im Süden der Steiermark und Kärntens zu Gebietsgewinnen.

Im Falle eines 1944 geglückten Staatsstreiches hätte man von Seiten der Anti-NS-Opposition – wie man anhand der Reichsreformpläne sehen kann – an der Aufteilung Österreichs festgehalten. Tirol-Vorarlberg wäre mit Kärnten und Salzburg zu einem Reichsgau Alpenland vereinigt worden, Ober- und Niederdonau hätten zusammengeschlossen mit der Steiermark den Namen Österreich getragen.

Die Gebietszuwächse im Süden wären wieder rückgängig gemacht worden, die sudetendeutschen Gebiete Deutsch-Österreichs jedoch Teil des Reichsgebietes geblieben. Somit wären auf dem Gebiet der früheren Republik Österreich nur noch drei Reichsgaue bzw. -länder geblieben.

Der Völkische Beobachter vom 15. März 1938 berichtete über die große Begeisterung, die Adolf Hitler bei dem Einzug in die Ostmark entgegenschlug.

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Nachkriegszeit

Nach der Niederlage der Wehrmacht und der Zerschlagung des Großdeutschen Reiches im Zweiten Weltkrieg 1945 wurden die beiden deutschen Länder wiederum durch die alliierten Siegermächte getrennt mit dem Ziel der dauerhaften Spaltung und nachhaltigen politischen und wirtschaftlichen Schwächung Deutschlands.

Im Österreichischen Staatsvertrag vom Mai 1955 wurde das Anschlussverbot wieder verankert. Dass man sich in Österreich darauf einließ, muss nicht zwingend bedeuten, dass man sich somit von Deutschland losgesagt habe; es ist wahrscheinlich, dass man vor allem darum bestrebt war, die Besatzer aus dem Land zu kriegen und so das Beitrittsverbot für diese Freiheit in Kauf nahm.

In Folge dieser Entwicklung begann man auch eine Geschichtsverfälschung und bezeichnete die Vereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich von 1938 nicht mehr als Erfüllung eines von beiden Seiten lange gehegten Wunsches, sondern als einen Akt der Grausamkeit: das Deutsche Reich habe Österreich überfallen, annektiert und in diverse Reichsgaue zerschlagen. Damit versucht man in Österreich jede Schuld an der nationalsozialistischen Epoche von sich zu weisen und gar Österreich als „erstes Opfer Hitlers“ darzustellen. Die Tatsachen, dass vor 1938 bereits in Österreich eine faschistische Diktatur errichtet wurde und dass sich vor allem Deutsch-Österreicher bei deutschen Kriegsverbrechen – wenn überhaupt – überdurchschnittlich hervortaten, wird dabei meist nicht erwähnt. Dieses Bild von einer „Vergewaltigung Österreichs“, obwohl völlig falsch, hält sich bis heute tapfer sowohl in Teilen der Bevölkerung als auch in vielen Publikationen. Von einer „Hinrichtung Österreichs“ sprach der im Exil lebende jüdische Schriftsteller Joseph Roth in der Pariser Tageszeitung am 11. März 1938. In letzterer wird der Begriff „Anschluss“ daher meist in Anführungszeichen gesetzt, um zu betonen, dass es sich um eine Annexion und nicht um eine friedliche Vereinigung gehandelt habe.

In der wiedererrichteten Republik Österreich (der „Zweiten Republik“) war das Bestreben der Politik groß, eine eigene „österreichische Identität” zu schaffen – man sollte sich nicht mehr als Deutsche bezeichnen. Heute hat sich in der Ostmark eine Schein-Identität als Österreicher gefestigt und viele Bürger verleugnen ihre deutsche Abstammung und ihre Zugehörigkeit zu Deutschland – außer deutschnational denkende Personen und Gruppierungen. Die Idee des Kulturdeutschtums wird – ebenso wie der großdeutsche Gedanke – dank der Umerziehung sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in Österreich als nationalsozialistisches Gedankengut gesehen und ist daher mehr oder weniger gesellschaftlich geächtet.

Wiedervereinigungsbestrebungen werden in Österreich nach alliiertem Siegerrecht bis heute bestraft. Österreich ist jedoch nach wie vor völkerrechtlich Bestandteil des Deutschen Reiches, da die Vereinigung von 1938 bereits im Sinne des Selbstimmungsrechtes der Völker erfolgt ist. Die Festlegung der Alliierten, die gültigen Grenzen des Deutschen Reiches seien die vom 31. Dezember 1937, ist reine Willkür und hat keine ernsthafte Grundlage.

Churchills Teilungsplan Deutschlands auf der Konferenz von Teheran im Jahre 1943

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Schlusszitat

„Unter den österreichischen Widerstandskämpfern hat es sicher Demokraten gegeben. Als solche können jedoch nur jene bezeichnet werden, die niemals Gewalt- oder Verratshandlungen gegen den Anschlußgedanken ausgeübt haben. Denn wer vor der nationalen Begeisterung von 97 Prozent seiner Mitbürger keine Achtung zeigt, muß aus historischer Sicht als Verbrecher gegen die Idee der Demokratie schlechthin bezeichnet werden.“ 

– Gerd Honsik –

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Österreichs Anschluss an das Deutsche Reich 1

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Der Anschluss Österreichs in Farbe Ostlandlied Wach auf 1

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Hitlers Krieg – Was Guido Knopp verschweigt (2-10)

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Quelle: Metapedia

Handbuch der Judenfrage

Das Handbuch der Judenfrage ist ein Werk von Theodor Fritsch. Es ist eine aktualisierte und erweiterte Fassung seine Buches „Antisemiten-Katechismus”.

Fritschs Antisemiten-Katechismus erschien erstmalig 1887 im Verlag von Herrmann Beyer. Eine aktualisierte und erweiterte Fassung gab Fritsch unter dem Titel Handbuch der Judenfrage ab 1907 heraus. Das Buch erlebte bis 1945 insgesamt 49 Auflagen und gilt heute noch als wichtige Publikation zur Thematik der Judenfrage.

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Weitere Versionen

Vom Hoheneichen-Verlag sollte ebenfalls ein „Handbuch der Judenfrage“ herausgebracht werden. Nach einem Schreiben vom 1. Februar 1944 hat „Pg. Klaus Schickert, der Leiter unseres Instituts […] mir die Herausgabe anvertraut …“, so Herwig Hartner-Hnizdo (Unterschrieben mit Jn oder Iu?). Kriegsbedingt sollte dieses Handbuch im normalen Lexikonformat nur einbändig sein. Das projektähnliche Handbuch der Romfrage des Herausgebers Alfred Rosenberg sollte es auf drei Bände bringen, von denen aber nur der Band A-K 1940 herauskam.

Ausgabe von 1944

In der Ausgabe des Handbuches von 1944 findet sich im Abschnitt „Juden in der Statistik“ eine Schätzung der tatsächlichen Anzahl der Juden auf der Welt. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 1935. Die Anzahl der Juden wird darin noch als eher zu niedrig als zu hoch geschätzt angegeben. Im Handbuch wird zwischen Glaubens- und Rassejuden unterschieden. Demnach zählen getaufte Juden und deren Nachkommen weiterhin als Juden. Der Anzahl der Glaubensjuden von 15 Millionen weltweit werden dort 37 Millionen Rassejuden gegenübergestellt. Demnach lebten im Gebiet des Großdeutschen Reiches, auch wenn es 1935 noch nicht bestanden hat, 4,3 Millionen Rassejuden. Die Anzahl der Rassejuden in Österreich wurde als besonders hoch geschätzt. Nach den Angaben im Handbuch machten die Rassejuden allein in Wien fast die Hälfte der Einwohnerzahl aus. In den VSA lebten demnach 10 Millionen Rassejuden. Da sich die Einwohnerzahl der VSA und der Erde seit dieser Zeit mehr als verdreifacht hat, kann geschätzt werden, dass es 30 Millionen Rassejuden allein in den VSA und weltweit 120 Millionen geben müsste. [Nach eigenen Angaben der Juden liegt die heutige – 2017 – weltweite Anzahl der Juden bei ca. 1 Milliarde!] Ob das Dritte Reich diese Zahlen bei seinen Maßnahmen zur Bekämpfung des jüdischen Einflusses in Deutschland berücksichtigte, ist nicht bekannt. Im sogenannten Wannsee-Protokoll, das, wenn es um die darin angegebene Anzahl der Juden geht, die bis 1941 aus Deutschland ausgewandert sind, als teilweise authentisch angesehen werden muss, spielen diese Zahlen keine Rolle. Es ist daher davon auszugehen, dass sie nicht berücksichtigt worden sind. Im Handbuch wird ferner darauf hingewiesen, dass es laut dem Jüdischen Gesetz untersagt ist, Israel – also die Gesamtheit der Juden in der Welt – zu zählen.

Antisemitenpetition 1880/81

Diese Petition war laut Fritsch handzahm. Die vollständige Rückgängigmachung der Judenemanzipation war dadurch nicht vorgesehen. Diese Petition ging demnach eigentlich gar nicht weit genug und stellte selbst einen Kompromiss dar, wahrscheinlich weil man glaubte, dass noch weitergehende Vorstellungen überhaupt keine Möglichkeit auf Realisierung gehabt hätten. Aber selbst dieser Kompromiss wurde verworfen. Die vollständige Gleichstellung der Juden erfolgte im Jahr 1869 im Norddeutschen Bund durch Gesetz und galt dann nach der Reichsgründung von 1871 für das ganze Deutsche Reich.

Eingabe an die Behörden von 1890

Im Jahre 1890 erfolgte eine Eingabe an die Staatsbehörden dergestalt, dass dieselben die jüdischen Gesetzbücher durch eine unparteiische Sachverständigenkommission prüfen lassen sollten. Auf diese Eingabe erging ein ablehnender Bescheid des preußischen Kultusministeriums, dass es „untunlich“ sei, dem Antrag Folge zu leisten. Daher kann die Frage aufgeworfen werden, ob die Staatsführung des Bismarckreiches seinerzeit noch in deutschen oder schon in jüdischen Händen lag.

Zitatesammlung

Seit seiner ersten Veröffentlichung, über alle Neuauflagen hinweg, enthielt das Handbuch der Judenfrage eine umfangreiche Zitatesammlung, die mit der Behauptung eingeleitet wurde, dass dem deutschen Volk die Aussagen seiner Geistesgrößen über die Juden systematisch vorenthalten worden seien. Daher sei es notwendig, eine solche zusammenzustellen und zu veröffentlichen, um diesem Missstand Abhilfe zu leisten.

Diese Zitatesammlung umfasste Textstellen aus den Werken u. a. von Immanuel Kant, Adolph Knigge, Moltke dem Älteren und auch von Theodor Mommsen. Im Fall der letzten Drei wurde darauf verwiesen, dass ihre Äußerungen über die Juden in späteren Ausgaben ihrer Werke fehlten. Dies wurde auf die Geldmacht der Juden zurückgeführt, durch die es ihnen gelungen sei, für sie nachteilige Bemerkungen in der Literatur erfolgreich zu zensieren.

Aus dem Jahr 1848 finden sich darin auch Auszüge aus einer Rede eines Abgeordneten der damaligen Nationalversammlung aus Württemberg, der als einer der wenigen Abgeordneten seinerzeit eine Eingabe gegen die Judenemanzipation eingereicht hatte; in diesem Zusammenhang berief er sich auch auf den Fall Joseph Süß Oppenheimers. Der damalige Verfassungsentwurf sah vor, dass die Bürgerlichen Rechte unabhängig von der Konfession vergeben werden sollten, was bedeutete, dass auch ungetaufte Juden in den Genuss derselben hätten kommen können. Obwohl er während seiner Rede mehrfach unterbrochen wurde, konnte er sie fortsetzen, da der Parlamentspräsident darauf bestand, dass auch die Ansichten dieses Abgeordneten gehört werden müssten, was wiederum auf den allgemeinen liberalen Zeitgeist damals zurückzuführen ist.

In der Ausgabe, die noch unter der Bezeichnung „Antisemiten-Katechismus“ veröffentlicht wurde, finden sich zahlreiche Stellen, in denen steht, dass aufgrund eines Gerichtsbeschlusses der Abdruck der eigentlich an der entsprechenden Textstelle vorgesehenen Äußerungen nicht möglich war. Auf die Aussagen Martin Luthers bezogen erfolgte der Hinweis, dass dessen Aussagen vielfach zu derb seien, um sie abdrucken zu können, aber auch der, dass zu seinen Lebzeiten eine solche Ausdrucksweise nichts Ungewöhnliches gewesen sei.

Die Zitatesammlung enthält auch Aussagen von Juden sowie Textstellen aus dem Talmud, dem Schulchan Aruch, dem Alten Testament und auch aus dem Neuen Testament.

Lösung der Judenfrage

Das Handbuch beschäftigte sich auch mit Lösungsmöglichkeiten für die Judenfrage. In diesem Zusammenhang wurde das Auftreten des Zionismus grundsätzlich begrüßt. Als eine Möglichkeit der Lösung der Judenfrage wurde dementsprechend die Errichtung eines Judenstaates gesehen, in dem die Juden allein unter sich leben konnten. Bis es zu einer solchen Lösung kommen konnte, sollte die Gleichstellung der Juden mit den einheimischen Deutschen aber wieder rückgängig gemacht werden. Dies sollte auf dem selben Weg erfolgen, auf dem die Judenemanzipation seinerzeit auch eingeführt wurde: durch Gesetze und Verordnungen. Im Dritten Reich geschah dies dann schließlich auch.

Noch in der Ausgabe von 1907 hieß es jedoch dazu, dass eine solche Entwicklung – mangels geeigneter Staatsmänner nicht zu erwarten sei. Daher sei man zunächst auf „private Initiative“ angewiesen. In diesem Sinne wurden dann auch im Handbuch Empfehlungen abgegeben, z. B. darüber, von welchen Firmen man als Deutscher bedenkenlos Waren beziehen konnte, welche Zeitungen als Informationsquellen wirklich geeignet waren usw. So ist im Handbuch auch zu lesen, dass angeblich antijudaistisch eingestellte „deutsche“ Zeitungen dennoch Anzeigen von jüdischen Firmen in ihren Blättern abdruckten. Das wirtschaftliche Überleben wäre zwar schwer gewesen, wenn man sich den Juden offen entgegenstellte, aber eine solche Handlungsweise wurde darin als „Halbheit“ verurteilt.

Zitate

„Das nachgiebige, anpassungsfähige bildsame Naturell des Deutschen, in Verbindung mit der deutschen Schwäche, alles Fremde zu bewundern und nachzuahmen, hat sich der starren Eigenart des Hebräertums gegenüber nicht widerstandsfähig genug erwiesen. Der Deutsche, der mehr als jeder Andere in der Welt geneigt ist, Theorien und Phantome ernst zu nehmen, hat sich seit einem halben Jahrhundert eifrig bemüht die Stimme seiner Instinkte zu ersticken und sein Bestes zu verleugnen, um die Anpassung an den neuen hebräischen Volks-Typus zu ermöglichen. Er hat die größten Anstrengungen gemacht, sein eigenes Wesen abzutun, ein Anderer zu werden, sich selbst zu entdeutschen – alles dem Fremdling zu gefallen er hat viel dabei eingebüßt – soviel, daß wir heute erschrocken vor dem Bild des Durchschnitts-Deutschen stehen und Mühe haben ihn noch vom Fremdlinge zu unterscheiden. Er hat seine Begriffe von Ehre und Tugend, von Recht und Pflicht, von Anstand und Sitte preisgegeben und ist bemüht, alle Dinge des Lebens nur noch mit dem Maßstabe des Hebräers zu messen. Die Verwirrung ist um so vollkommener, als unsere geistig führenden Klassen seit Geschlechtern einer bodenlosen Ideologie verfallen sind. Geblendet von Schlagworten und falschen Freiheits-Idealen haben sie sich nur zu oft zu Genossen und Wortführern jüdischer Tendenzen gemacht. Wer darf der naiven Masse des Volkes ihrer Verirrung wegen zürnen, wenn selbst die herrschenden Klassen dem Trug der Phrase zum Opfer fielen? Jedoch, die Hebräer sind nicht nur die bedenklichen Vorbilder unseres Volkes geworden, sie haben sich auch die Wortführung in unseren nationalen Angelegenheiten angemaßt. In Presse, Parlament und Gesellschaft drängen sie mit der ihnen eigenen Lautheit in den Vordergrund, verwirren überall den Volksgeist und durchsetzen ihn mit jüdischen Tendenzen. Ihre kluge Taktik besteht darin, überall Mißtrauen zu säen, überall trennend und zersplitternd zu wirken – getreu dem Grundsatz: Divide et impera! So hetzen sie den Städter auf gegen den ‚Agrarier‘, den Arbeiter gegen den Unternehmer, den Kaufmann gegen den Beamten, und in der allgemeinen Verwirrung fischen sie im Trüben.“

„Die Lieblings-Vorstellung vieler Humanitäts-Freunde, in der Verschmelzung aller Arten und Rassen das Heil der Menschheit zu suchen und so eine Art neuen Normal-Menschentums zu züchten, hat sich als verhängnisvoller Wahn erwiesen. Es hat sich gezeigt, daß die Rassen nicht unter allen Umständen verschmelzbar sind, daß die Mischlinge häufig ein leiblich wie geistig entartetes Geschlecht darstellen und gewöhnlich nur die Fehler beider Rassen vereinigen. Hier läßt sich die ernste Gesetzmäßigkeit der Natur nicht durch menschlich-eitle Theorien meistern. Und das gilt nicht bloß von der körperlichen Artung. Auch das geistige Wesen ist einer ewigen Ordnung unterworfen, die sich nicht ungestraft durchbrechen läßt. Es war eine kranke Phantasie, die alle sittlichen Schranken verleugnen und ‚jenseits von Gut und Böse‘ eine neue Welt errichten wollte.“

„Das Unterliegen der großen Nationen vor dem kleinen Volk der Juden ist nicht lediglich eine Wirkung jüdischer Geistes-und Willens-Überlegenheit, als vielmehr zunächst eine Folge der völligen Verkennung der Sachlage seitens der arischen Völker. Der Jude steht seinerseits bewußt als Feind unter uns; sein Sippschafts-Gesetz beruht darauf, in uns Fremdlinge und Feinde zu sehen, in deren Mitte er unerkannt sich zu bewegen hat, um sie zu überlisten und auszurauben. Er führt einen bewußten Krieg gegen alle, jedoch – wie sein Gesetz ihm gebietet – ‚gedeckt durch falsche Flagge‘.“

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Quelle: Metapedia

Das Preußische Judenedikt von König Friedrich Wilhelm III. verfügt auf französischen Druck die Gleichstellung von Juden in Preußen

Das Preußische Judenedikt von 1812 (offizieller Titel Edikt betreffend die bürgerlichen Verhältnisse der Juden in dem Preußischen Staate) kam auf Druck der Besatzungsmacht Frankreich zustande. Es sollte die Judenemanzipation in Deutschland ermöglichen, hatte jedoch eine Fülle weiterer Forderungen zur Folge, ohne dass die überwiegende Zahl der Juden in Preußen auch nur ansatzweise die Absicht hatte, sich zu assimilieren.

Angepasst wurde dieses Edikt mit dem Preußischen Judengesetz von 1847, in welchem die Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit der Juden beschlossen wurde. Mit dem 1935 erlassenen Blutschutzgesetz der Nationalsozialisten wurde die seit 1812 beschrittene Entwicklung kurzzeitig wieder rückgängig gemacht.

Preußisches Judengesetz von 1847

Das Preußische Judengesetz vom 23. Juli 1847 regelte die Stellung der Juden in Preußen neu.

Das Gesetz schuf eine weitgehende Vereinheitlichung des bis dato geltenden Rechts. Nur die Provinz Posen mit ihrer dichten jüdischen Bevölkerung blieb davon ausgenommen.

Das Gesetz wurde zuvor im Vereinigten Landtag beraten. Eine wichtige Rolle spielte die Frage der Staatsämter. Die Neuregelung wurde schließlich ein Kompromiss zwischen Konservativen und Liberalen. Sie ermöglichte Juden die Übernahme von Staatsämtern, sofern diese nicht „richterliche, polizeiliche oder exekutive Gewalt“ beinhalteten und eröffnete ihnen den Zugang zu ordentlichen Professuren für die Fächer Medizin, Mathematik, Naturwissenschaften, Geographie und Sprachwissenschaft.

Das Gesetz ermöglichte eine dezentralisierte Verwaltung des jüdischen Gemeindewesens und gewährte den Gemeinden die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Ihnen wurden also gewisse Hoheitsrechte zugestanden, insbesondere der sogenannte Parochialzwang, d. h. die Verpflichtung aller im Gemeindebezirk lebenden Juden, der Gemeinde anzugehören, das Recht der Gemeinde, Steuern zu erheben mit Beitreibungszwang sowie eine ordnungsgemäße Verwaltung mit dem Recht, ihre religiösen Angelegenheiten frei zu gestalten und ihre Amtspersonen selbst zu bestimmen. Zugleich verpflichtete das Gesetz dazu, Religionsunterricht zu leisten:

„Eine jede Synagogen-Gemeinde ist […] verbunden, solche Einrichtungen zu treffen, daß es keinem jüdischen Kinde während des schulpflichtigen Alters an dem erforderlichen Religionsunterricht fehlt.“

Außerdem bestimmte das Gesetz die Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit der Juden.

 Veit, Moritz – Der Entwurf einer Verordnung über die Verhältnisse der Juden in Preußen und das Edikt vom 11. März 1812 (1847, 61 S., Scan, Fraktur)

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Quelle: Metapedia