Des Führers Kampf um den Weltfrieden – Teil 5 – Der Wahlkampf beginnt: Königsberg, am 18. März 1936

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Lange dauerte es, bis der Jubel abebbt und der Führer beginnen kann. Und wieder und immer wieder wird er vom stürmischen Beifall der Massen unterbrochen, wenn er zu ihnen mit ernsten Worten von den gewaltigen Aufgaben spricht, die zu bewältigen waren und die heute noch vor ihm als Führer des Volkes und dem Sprecher der Nation stehen. Scheinwerfer beleuchten andächtige Gesichter Tausender von Menschen, die mit Ergriffenheit hören, wie der Führer von dem großen Wandel nach dem einmaligen geschichtlichen Zusammenbruch spricht, diesem Zusammenbruch, der unzählige Existenzen vernichtete.

Die Gedanken der Menschen gehen zurück zu den Zeiten der Erwerbslosigkeit, der Verelendung des deutschen Volkes und man fühlt, wie sie bei den Worten des Führers diese fast vergessenen Dinge wieder in ihr Gedächtnis zurückrufen, jene Zeiten des politischen Verfalls mit 47 Parteien und 16 oder 17 Länderfahnen.

Und als dann der Führer erklärt, dass er die Zersplitterung der deutschen Kraft beseitigen musste, ohne Rücksicht darauf, ob es für den einzelnen schmerzlich sei oder nicht, da will der Beifall wieder kein Ende nehmen. Die Menschen verstehen ihn, wenn er sagt:

„Wir hatten nicht die Zeit, auf Gutachten zu warten. Sieben Millionen Menschen schrien nach Brot. Die Schornsteine rauchten nicht, die Kommunen waren verschuldet“, und so habe er, erklärte der Führer, handeln müssen.

Zum Verhandeln sei keine Zeit gewesen. Er sei den Weg gegangen, einen politischen Willen, eine Führung an die Stelle der vielen zu setzen. Es dauert eine Weile, bis der Führer weitersprechen kann bei der jubelnden Zustimmung der Massen.

In diesen drei Jahren habe eine Aufgabe die andere abgelöst, und er habe nicht gezögert, jede in Angriff zu nehmen. Großer Ernst klingt aus den Worten des Führers, als er von dem tiefen Glauben dieser Generation spricht, diesem neuen Glauben, der aus dem ganzen deutschen Volk strahle, diesem fanatischen Glauben: Deutschland lebt und wird nicht zugrunde gehen!

Und dann werden viele Tausende erneut aufgerüttelt von den Worten des Führers, der an die Zeit erinnert, da Ehre und Freiheit nichts galten, diese beiden Begriffe, die er dem deutschen Volk neu geschaffen habe und die er erhalten werde. Man wolle nicht hurra-patriotische Unbesonnenheiten, erklärte der Führer, man wolle nur erreichen, dass andere Völker die Realität des deutschen Volkes zur Kenntnis nehmen.

Die Bedeutung des Völkerbundes, so fuhr der Führer fort, hätte darin liegen sollen, mit vernünftigen Methoden die Gegensätze unter den Völkern zu beseitigen. Aber ein Bund der Nationen, dessen Völker in verschiedene Klassen eingeteilt sind, sei unmöglich gewesen. Es gebe entweder nur gleiches Recht oder Unterdrückung mit Haß und Furcht. Der Haß müsse ersetzt werden durch höhere Vernunft.

Als nun der Führer erklärt, er habe gehandelt, wie er nicht anders habe handeln können, da jubeln ihm die Tausende zu und der Jubel will kein Ende nehmen.

Es gebe nur eine Instanz, bekannte der Führer, der er sich verantwortlich fühle: Das sei das deutsche Volk selbst!

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Quelle: Zentralverlag der NSDAP., Franz Eher Nachf., München, 1936