Des Führers Kampf um den Weltfrieden – Teil 4 – Der Wahlkampf beginnt: Frankfurt, am 16. März 1936

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„Vom ersten Tage meines Ringens um Deutschland an habe ich um die Zustimmung und das Vertrauen meines Volkes gekämpft!“

Mit diesen Worten hatte der Führer bereits zu Beginn seiner großen Rede die Massen erfasst.

„Ich habe nicht die Demokratie beseitigt, sondern sie vereinfacht, indem ich mich nicht zur Zuständigkeit der 47 Parteien, sondern zur Zuständigkeit des deutschen Volkes selbst bekannte! Dort liegt die Quelle meiner Kraft! Und aus ihr allein soll unserem Regime die Stärkung kommen, die es benötigt, um seine Aufgabe zu meistern!“

Frankfurt, die alte Kaiserstadt, die Traditionsstätte so viele erfolgloser Anstrengungen um die Reichseinheit, jubelte dem Führer zu, als er feststellte:

„Ich habe diese 16 oder 17 Länderfahnen beseitigt und eine einzige an ihre Stelle gesetzt, um damit Deutschland zu geben, was alle Völker der Welt besitzen.“

Dieses zur Einheit geschmiedete Volk verstand seine Worte, als er vor den Illusionen auf fremde Hilfe warnte und ausrief:

„Baue auf deine Kraft und hoffe nicht auf die Hilfe der anderen! Du verdienst sie dann gar nicht, du mußt in dir selbst verankert sein und mußt dich mit festen Füßen auf diese wankende Erde stellen. Dann erst kannst du dich zu deinem Gott erheben und ihn bitten, deinen Mut, deine Arbeit, deine Ausdauer, deine Kraft, deine Beharrlichkeit und damit deinen Lebensanspruch auf dieser Welt zu unterstützen und zu segnen!“

Der Führer sprach von den sittlichen Kräften, von dem Glauben, von dem Vertrauen und der Zuversicht, die aus dieser Einheit und Geschlossenheit dem deutschen Volke erwachsen.

„Nicht äußere Lippenbekenntnisse machen die Kraft einer Nation aus, sondern die innere Gläubigkeit, mit der sich ein Volk einer Idee ergibt, die lebensgestaltend ist.“

Dass diese Gemeinschaft nur durch einen neuen Geist ihre innere Kraft erhalten konnte, durch den Begriff gemeinsamer Ehre und Pflicht, das kam den begeisterten Massen in der Festhalle tief zum Bewusstsein bei den herrlichen Worten des Führers:

„Ich glaube nicht an die Kraft eines Menschen, wenn sie sich nicht verbindet mit einem lebendigen Gefühl für seine Ehre! Ich glaube nicht an die Kraft einer Nation zur Bezwingung der Widerstände des Lebens, wenn diese Kraft nicht einen sichtbaren und stolzen Ausdruck findet in dem allgemeinen Bewußtsein der Ehre! Nicht nur der Ehre nach innen, sondern auch der Ehre nach außen! Und zu dieser Ehre gehört als nicht von ihr zu trennende Erscheinung die Freiheit!“

Der Führer sprach unter jubelnder Zustimmung der Massen von den harten Entschlüssen, die notwendig waren, Deutschland vor aller Welt wieder das Ansehen und die Ehre zurückzugeben.

„Hier stoßen zwei Auffassungen hart aufeinander: Auf der einen Seite der Buchstabe des abgepreßten Vertrages, und auf der anderen Seite die ewige Moral des Lebens! Auf der einen Seite hohles Prestige, und auf der anderen Seite die wahrhafte Liebe zum Frieden! Zu einem Frieden, der sich nur aufbauen kann auf gleichberechtigten Partnern und ihren freien Übereinkünften. Wenn ich dieses schwerste Problem angegriffen habe, meine Volksgenossen, dann geschah es, weil auf einem anderen Weg eine wirkliche Beruhigung Europas nicht zu erreichen ist. Denn es ist klar: Jeder Vertrag, der seine Wurzel in der Gewalt hat, in der Drohung oder in der Erpressung, wird geschichtlich nur eine gewisse Zeit geduldet werden.

Auf solchen Fundamenten kann man keine ewigen Gesetze, keine ewigen Bindungen und keine ewigen Verträge aufrichten!“

Die Beifallsstürme steigerten sich zum Orkan, als der Führer erklärte:

„Über allen Paragraphen steht das von Gott den Menschen gegebene natürliche Lebensrecht und die Freiheit des Lebensrechtes! Die Völker sind ewiger, als schlechte Verträge es sein können. Die Völker leben länger, als unvernünftige Verfügungen oder Erpressungen zu leben vermögen. Einmal muß zwischen dieser Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft ein Strich gezogen werden.

Dies kann nicht als böse Tat fortzeugend Böses neu gebären! Einmal muß endlich dieser Zustand, der nur zu Haß und Verbitterung führt, zu Unfrieden, Angst und Furcht, seine Beendigung finden! Einmal muß er seine Ablösung erhalten durch einen neuen Zustand, der sich aufbaut auf dem freien Entschluß einsichtiger Staatsmänner, freier Nationen.“

Unter tosender Zustimmung rief der Führer seine alten Kampfgenossen zu Zeugen auf, dass er niemals etwas anderes als die wirkliche Versöhnung und Verständigung gepredigt habe. Diese Erziehungsarbeit sei nicht vergeblich gewesen.

„Ich würde jederzeit bereit sein, mit der französischen Regierung einen Akkord einzugehen. Wir rufen die beiden Völker auf. Ich lege dem deutschen Volke die Frage vor:

‚Deutsches Volk, willst du, daß zwischen uns und Frankreich nun endlich das Kriegsbeil begraben wird und Friede und Verständigung eintritt? Willst du das, dann sage Ja.‘ (Ein vieltausendstimmiges Ja und minutenlange stürmische Heil-Rufe tosen nach diesen Worten des Führers durch die riesige Halle.) Und man soll dann auch auf der anderen Seite dieselbe Frage an das französische Volk richten. Und ich zweifle nicht: es will genau so die Verständigung, und es will genau so die Versöhnung.

Ich werde das deutsche Volk dann weiter fragen: ‚Willst du, daß wir das französische Volk unterdrücken oder minderberechtigen sollen?‘ Und es wird sagen: ‚Nein, das wollen wir nicht!‘

Dann sollen sie drüben ebenfalls die Frage an das Volk stellen, ob es will, daß das deutsche Volk weniger Recht haben soll in seinem eigenen Hause als jedes andere. Und ich bin der Überzeugung, auch das französische Volk sagt: ‚Nein – das wollen wir nicht!'“

Eingehend behandelte der Führer dann den deutschen Standpunkt in der gegenwärtigen Situation. Er brachte überzeugend zum Ausdruck, dass wir nicht mehr tun können, als der Welt die Hand zur Versöhnung und Verständigung zu reichen.

„Ich habe gehandelt, wie ich als Mann von Ehre handeln mußte. Würde ich nicht so handeln, würde ich weder Ehre noch Wert besitzen. Dann aber würde ich auch nicht an diesem Platze stehen, und nie hätte ich die Nation gewinnen können! Ich weiß, daß die Nation mich nicht anders kennt.“

Am Schluss seiner mitreißenden Rede appellierte der Führer an das Verantwortungsbewusstsein des Volkes:

„Ich warte auf deine Entscheidung, und ich weiß, sie wird mir recht geben! Ich werde deine Entscheidung annehmen als des Volkes Stimme, die Gottes Stimme ist.

Gehen Sie hinein in diesen 29. März in der tiefinneren, heiligen Überzeugung, ein geschichtliches Votum abgeben zu müssen, für das jeder einzelne von uns einst geprüft und gerichtet werden wird.

Ich habe meine Pflicht jetzt dreieinhalb Jahre lang getan. Deutsches Volk, tue jetzt du die deine!“

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Quelle: Zentralverlag der NSDAP., Franz Eher Nachf., München, 1936