Werner Beumelburg – Deutscher Schriftsteller. Er gehörte zu den bekanntesten Autoren des Dritten Reiches

Werner Beumelburg (Lebensrune.png 19. Februar 1899 in Traben-Trarbach/Mosel; Todesrune.png 9. März 1963 in Würzburg) war ein deutscher Schriftsteller. Er gehörte zu den bekanntesten Autoren des Dritten Reiches.

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Werner Beumelburg (1899-1963)

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Jugend

Werner Beumelburg wurde am 19. Februar 1899 in Traben-Trarbach/Mosel als Sohn des Superintendenten Eduard Beumelburg geboren. Die Mutter stammte aus einer alten rheinisch-westfälischen Familie. Er war ein Bruder von Walter Beumelburg (1894–1944), dem späteren Intendanten des Reichssenders Berlin. Werner Beumelburg wuchs in seiner Geburtsstadt auf und besuchte dort das Gymnasium, das er im Frühjahr 1916 nach erfolgreichem Bestehen des Notabiturs verließ.

Erster Weltkrieg

Sogleich trat er als Fahnenjunker in ein Pionier-Bataillon in Koblenz-Ehrenbreitstein ein und kam nach kurzer Ausbildung an die Front. Die Erlebnisse der Schlachten vor Verdun und beim Fort Douaumont prägten ihn nachhaltig. Noch während des Krieges, im Jahre 1917, beförderte man ihn zum Offizier. Bis zum Ende des ersten Weltkrieges war er Soldat an der Westfront. Er erhielt mehrere soldatische Ehrungen, unter anderem das Eiserne Kreuz II. und I. Klasse.

Weimarer Republik

In den Jahren nach dem ersten Weltkrieg studierte Beumelburg in Köln Staatswissenschaften. Ab 1921 bekleidete er das Amt des Schriftleiters der „Deutschen Soldatenzeitung“ im Reichswehrministerium in Berlin und arbeitete danach als politischer Schriftleiter bei der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“. 1924 wechselte er zu den „Düsseldorfer Nachrichten“, die er 1926 jedoch wieder verließ, um sich nun seiner Laufbahn als freier Schriftsteller ganz zu widmen. Ab 1932 wohnte er in Berlin.

Drittes Reich

Im Jahr 1933 wurde Werner Beumelburg in die Dichter-Akademie als deren Schriftleiter berufen. Im Jahre 1936 erhielt er den Literaturpreis der Stadt Berlin, ein Jahr darauf wurde ihm der „Kunstpreis der Deutschen Westmark“ verliehen. Von der Gemeinde Winningen/Mosel wurde ihm die Auszeichnung als Ehrenbürger zuteil, die er am 12. November 1937 verliehen bekam. Die ehemalige evangelische Volksschule in Winningen trug schon zu einem früheren Zeitpunkt den Namen „Werner-Beumelburg-Schule“, sie behielt diese Benennung auch nach der Umstrukturierung in die „Deutsche Gemeinschaftsschule“ bei. Laut Rückantwort der Gemeinde auf eine Anfrage der Autoren im März 1990 ergeben sich keine näheren Eintragungen aus den Gemeindeakten hinsichtlich des Datums der Benennung der Schule nach dem Dichter sowie der offiziellen Übergabe des Ehrenbürgerbriefes. Auch ist nicht bekannt, ob und wann die Ehrenbürgerschaft Beumelburgs in Winningen nach 1945 aufgehoben wurde. Die Geburtsstadt Beumelburgs verlieh dem Dichter 1938 ebenfalls die Ehrenbürgerrechte. Die meisten Werke Werner Beumelburgs sind historische Romane. Jene, welche vom Ersten Weltkrieg handeln, thematisieren vor allem das Fronterlebnis, die soldatische Kameradschaft und die nationale Selbstbehauptung. Während des zweiten Weltkrieges tat Werner Beumelburg als Major Dienst. Kurz vor Kriegsende wurde Beumelburg noch Leiter einer Kriegsschule der Luftwaffe. Nachdem diese sich schließlich von der Tschechoslowakei nach Bayern abgesetzt hatte, geriet er in VS-amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Werner_Beumelburg

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Nachkriegszeit

Nach kurzer Inhaftierung im KZ Dachau wurde er wieder freigelassen und lebte zunächst in Faistenhaar bei München, später in Würzburg. Er war weiterhin schriftstellerisch tätig, wobei er seinen deutsch-nationalen Standpunkt beibehielt. Einem Entnazifizierungsverfahren musste er sich nicht unterziehen.

In der Sowjetischen Besatzungszone sowie später in der Deutschen Demokratischen Republik wurden viele seiner Bücher auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt. Seine ersten neuen Bücher, in renommierten Verlagen erschienen, waren durchaus wieder erfolgreich. Der Spiegel beklagte aber Beumelburgs „Nachkriegsflucht in den historischen Roman.“ 1952 erschien Jahre ohne Gnade, seine „Chronik“ des 2. Weltkrieges. Dennoch wurde er politisch weiter diskreditiert, auch weil er weiterhin an den 1934 von Hans Grimm gegründeten national-konservativen Lippoldsberger Dichtertagen teilnahm.

Jahre ohne Gnade wurde vom Publikum nicht angenommen, auch die Verkaufszahlen seiner anderen Werke sanken rapide. Seine Nachkriegskarriere war damit bereits in den 1950er Jahren beendet. Von den großen Verlagen jetzt aus Opportunitätsgründen zurückgewiesen, veröffentlichte er in Nationalgerichteten Kleinverlagen noch zwei Romane, die als konventionelle Unterhaltungsware ohne größere Resonanz blieben. Nach 1958 erschienen keine neuen Auflagen seiner Bücher mehr, er war „ins geistige und literarische Niemandsland geraten.“ Seine Bücher fanden sich aber noch lange in den Soldatenbüchereien der Bundeswehr. 1962 schrieb der Stern einen „Deutschen Erzählpreis“ aus, für den sich Beumelburg anonym bewarb. Im Oktober 1963 erhielt er einen der 17 „Förderpreise“ zugesprochen. Aber da war Beumelburg schon seit Monaten tot. Er wurde in seiner Heimatstadt Traben-Trarbach beigesetzt.

Auszeichnungen und Ehrungen

  • 1936 Literaturpreis der Stadt Berlin
  • 1937 Kunstpreis der Deutschen Westmark
  • 1963 Förderpreis des Erzählerpreises der Zeitschrift Stern für König Nobels letzte Reise
  • Ehrenbürger der Stadt Traben-Trarbach

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Quelle: Metapedia

Werner_Beumelburg_-_Österreich_und_das_Reich_der_Deutschen

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