Das deutsche Passagierschiff „Steuben“ wird mit über 4.000 Flüchtlingen an Bord vor der pommerschen Ostseeküste vom sowjetischen U-Boot S-13 versenkt

Die General von Steuben war ein deutsches Schiff, das 1922 unter dem Namen „München“ bei der A. G. „Vulcan“ in Stettin vom Stapel lief. Nach dem Umbau 1931 wurde es nach dem deutschen General von Steuben benannt.

Die General von Steuben

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Rettungseinsatz

Im Zuge der Aktion „Heim ins Reich“ wurde es zur Heimkehr Baltendeutscher ins Deutsche Reich eingesetzt. Anschließend diente es als Lazarettschiff, selbstverständlich auch dementsprechend als solches gekennzeichnet. Es wurde während dem Unternehmen „Hannibal“ zur Rettung deutscher Frauen und Kinder aus Ostpreußen vor den sowjet-bolschewistischen Horden eingesetzt.

Kriegsverbrechen

Am 9. Februar 1945 lief die Steuben von Pillau in Richtung Kiel aus und wurde um 12,30 Uhr auf der Höhe von Stolpmünde vor der deutschen Ostseeküste von zwei Torpedos des sowjetischen U-Bootes S-13 unter Kapitän Alexander Marinesko getroffen und versank mit dem Bug voraus. Etwa 4.000 Flüchtlinge wurden in die Tiefe gerissen, denn das Schiff sank innerhalb von 15 Minuten. Überlebende berichteten später, aus dem Unterdeck seien immer wieder Schüsse zu hören gewesen, denn die an Bord befindlichen verwundeten Soldaten hätten sich gegenseitig erschossen oder Selbstmord begangen, weil sie nicht elend ertrinken wollten. Auf den Treppen zum Deck wurden Frauen und Kinder totgetrampelt. Nur etwa 600 Menschen konnten gerettet werden. Diese Überlebenden wurden nach Kolberg gebracht.

Das Schiffswrack wurde im Mai 2004 von Polen, die das deutsche Gebiet derzeit (2014) völkerrechtswidrig annektiert haben, aufgefunden.

Weitere Versenkungen

Das U-Boot S 13 versenkte am 30. Januar 1945 auch die Wilhelm Gustloff mit mindestens 9.000 Opfern. Ein anderes U-Boot, L 3, torpedierte am 16. April 1945 den Truppentransporter Goya, der ebenfalls zahlreiche Flüchtlinge an Bord hatte. Dabei starben mindestens 7.000 Menschen.

Marinesko, der Kapitän von S 13, wurde nach dem Krieg unehrenhaft aus der Marine entlassen!

1990 wurde ihm posthum der Orden „Held der Sowjetunion” verliehen und in Königsberg, dem derzeit umbenannten und russisch verwalteten sogenannten „Kaliningrad“, ein Ehrenmal am oberen Schlossteich errichtet.

[Stalin hatte damals mehr Anstand als die heutigen russischen Verantwortlichen!]

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Tod in der Ostsee – Der Untergang der Steuben (Dokumentation, 2005)

Die Steuben – ein Nachruf

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Quelle: Metapedia

Siehe auch:

Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk

Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk (auch Frieden von Brest-Litowsk) wurde am 3. März 1918 in Brest-Litowsk (heute: Brest, Weißruthenien), bereits mehr als acht Monate vor dem Ende des Ersten Weltkrieges, zwischen den Mittelmächten und Sowjetrussland abgeschlossen.

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Vorgeschichte

Nach dem Sturz des russischen Zaren in der Oktoberrevolution war die neue bolschewistische Regierung innenpolitisch stark geschwächt. So handelte sie 1917/18 mit den Mittelmächten den Friedensvertrag von Brest-Litowsk aus, um sich gegen die inneren Feinde wenden zu können. Der Vertrag wurde am 3. März 1918 zwischen zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn, Bulgarien sowie dem Osmanischen Reich auf der einen Seite und dem bolschewistischen Sowjetrussland auf der anderen Seite abgeschlossen. Die Verhandlungen waren geprägt von dem deutschen Wunsch, eine dauerhafte Friedensordnung in Europa zu schaffen. Und, gemäß dem Selbstbestimmungsrecht der Völker, den bis dahin russisch unterjochten Völkern die Unabhängigkeit zu gewähren.

Während die Verhandlungen über einen Friedensvertrag mit den russischen Bolschewiken jedoch am 20. Januar 1918 ergebnislos vertagt worden waren, verhandelten die Deutschen auch mit Vertretern der Ukraine über einen Sonderfrieden. Die Übereinkunft zwischen der deutschen und der ukrainischen Delegation sah als Gegenleistung die Anerkennung der ukrainischen Unabhängigkeit vor. Dieser Vertrag wurde am 9. Februar unterzeichnet und erhöhte den Druck auf die Bolschewiken. Einen Tag später erklärte Leo D. Trotzki als russischer Delegationsleiter zwar das offizielle Ende der Kriegsteilnahme Russlands, brach aber die Friedensverhandlungen ohne Beschluss ab. Die Oberste Heeresleitung (OHL) befahl deshalb am 19. Februar den weiteren militärischen Vormarsch im Osten. Kurz darauf kapitulierte die russische Regierung endgültig und kehrte an den Verhandlungstisch zurück.

„Schon der Friede von Brest-Litowsk trug an sich den Charakter eines unzulänglichen Provisoriums. Damals standen einander zwei Partner gegenüber, von denen keiner so recht wußte, ob es denn wirklich zu einem Frieden kommen könne. Jeder hatte zum Begriff „Friede“ eine ganz entgegengesetzte geistige Einstellung. Der eine Partner, Rußland, wollte nur einen Fetzen Papier unterschreiben, um besser und ungestörter revolutionäre Innenpolitik treiben zu können und um gleichzeitig in der Außenpolitik den revolutionären Kräften des Weltkrieges Nachhilfe gewähren zu können. Für Lenin war der Brester Friede nur ein taktisches Kriegsmittel zur Förderung der proletarischen kommunistischen Weltrevolution. Deutschland verhielt sich dieser Revolutionsstrategie Lenins gegenüber durchaus passiv. Der Sieger ließ sich taktisch schieben. (…) So entstand der Brest-Litowsker Friede, diktiert durch die realen Mächte der Kriegsauslösung, während die kurzsichtigen Berechnungen der deutschen Regierung, des deutschen Parlaments und der deutschen Obersten Heeresleitung sich insgesamt als irrig erwiesen.“

– Eduard Stadtler: „Diktatur der sozialen Revolution“, S. 62 f., Kapitel 4: Der Friede von Versailles, eine Gefahr für die siegreiche Entente –

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Der Separatfrieden mit der Ukraine

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Inhalt

„Als Inhalt eines völkerrechtlichen Vertrages ist das Selbstbestimmungsrecht der Völker erstmals in den Friedensvertrag von Brest-Litowsk vom 3. März 1918 zwischen dem damals noch siegreichen Deutschen Reich und der Sowjetregierung und noch im selben Jahr in den Waffenstillstands-Vorvertrag vom 5. November 1918 zwischen den nunmehr siegreichen Westmächten und dem Deutschen Reich ausdrücklich aufgenommen worden. Der Vertrag von Brest-Litowsk entsprach auch in seinem übrigen Inhalt diesem Recht. Das Deutsche Reich hatte ausdrücklich auf gewaltsame Landaneignungen (Annexionen) verzichtet.“

Im Artikel 9 heißt es darüber hinaus:

„Die vertragschließenden Teile verzichten gegenseitig auf den Ersatz ihrer Kriegskosten, d. h. der staatlichen Aufwendungen für die Kriegführung sowie auf den Ersatz der Kriegsschäden, d. h. derjenigen Schäden, die ihnen und ihren Angehörigen in den Kriegsgebieten durch militärische Maßnahmen mit Einschluß aller in Feindesland vorgenommenen Requisitionen entstanden sind.“

In einem Zusatzvertrag vom 3. März 1918 wurde vereinbart, dass die Russlanddeutschen die Möglichkeit erhalten sollten unter Mitnahme ihrer Habe und ihres Vermögens innerhalb von 10 Jahren in das deutsche Reich zurückzusiedeln.

Die Unterschriften zum Friedensabkommen mit der Ukraine

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Verhandlungsverlauf

Ottokar Graf Czernin, der Leiter der österreichisch-ungarischen Delegation erinnerte sich später:

„Der Führer der russischen Delegation ist ein erst vor kurzem aus Sibirien entlassener Jude namens Joffe […] nach dem Essen hatte ich meine erste lange Unterredung mit Herrn Joffe. Seine ganze Theorie basiert darauf, das Selbstbestimmungsrecht der Völker auf breitester Basis in der ganzen Welt einzuführen und diese befreiten Völker zu veranlassen, sich gegenseitig zu lieben […] Ich machte ihn aufmerksam, dass wir eine Nachahmung der russischen Verhältnisse nicht unternehmen würden und uns jede Einmengung in unsere internen Verhältnisse kategorisch verbitten. Wenn er weiter an diesem utopischen Standpunkt, seine Ideen auch auf uns zu verpflanzen, festhalte, dann sei es besser, er würde gleich mit dem nächsten Zug wieder abreisen, denn dann sei der Friede nicht zu machen. Herr Joffe blickte mich erstaunt mit seinen sanften Augen an, schwieg eine Weile und sagte dann in einem für mich immer unvergeßlichen freundlichen, fast möchte ich sagen bittenden Ton: „Ich hoffe doch, dass es uns gelingen wird auch bei Ihnen die Revolution zu entfesseln.“

– Sebastian Haffner: Der Teufelspakt. Mannesse Verlag, Zürich 1988 –

Am 7. Januar 1918 wurde Adolf Abramowitsch Joffe von Leo Trotzki als Delegationsführer abgelöst. Nachdem die Verhandlungen unter Joffe für die Bolschewiki bisher zu schnell vorangeschritten waren, hatte Trotzki eindeutig die Aufgabe, den Fortgang der Gespräche zu verlangsamen. Trotzki selbst schrieb über das Vorgehen der bolschewistischen Delegation:

„In die Friedensverhandlungen traten wir mit der Hoffnung ein, die Arbeitermassen Deutschlands und Österreich-Ungarns wie auch der Ententeländer aufzurütteln. Zu diesem Zweck war es nötig, die Verhandlungen möglichst in die Länge zu ziehen, damit die europäischen Arbeiter Zeit hätten, die Tatsache der Sowjetrevolution und im besonderen ihre Friedenspolitik gehörig zu erfassen (…) Die Hoffnung auf eine rasche revolutionäre Entwicklung in Europa gaben wir selbstverständlich nicht auf.“

– Leo Trotzki: Über Lenin. Material für einen Biographen, Kapitel Brest-Litowsk –

Trotzki versuchte auf Zeit zu spielen, da er revolutionäre Unruhen bei den Mittelmächten erhoffte. Lenin war die Gefahr einer Intervention der Mittelmächte für den Fortbestand der bolschewistischen Revolution bewusst. Er setzte deswegen eine Annahme der deutschen Forderungen unter Androhung seines Rücktrittes von allen Ämtern bei den Bolschewiki durch. Er forderte das Ende der „Politik der revolutionären Phrase“, die auch er selbst zuvor eifrig betrieben hatte. Lenin spekulierte auf einen baldigen Zusammenbruch der Mittelmächte oder den Sieg einer sozialistischen Revolution in Deutschland.

Karl von Bothmer sollte die Belange der Obersten Heeresleitung vertreten, um die Gefangenenrückführung (deren Modalitäten im Friedensvertrag nur ungenau umrissen waren) in einer „Gemischten Kommission“ konkret auszuhandeln.

Wiederankunft der russischen Delegation

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Folgen

Litauen, Lettland, Finnland und Estland verdanken ihre Existenz als selbständige Staaten dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk. In Folge wurden ebenso Polen, Georgien und auch die Ukraine von Russland unabhängig. Für Deutschland beendete der Frieden den Zweifrontenkrieg.

„Die unerhörten Verwüstungen, die russische Truppen 1914 in Ostpreußen angerichtet hatten, blieben in der Nachkriegszeit ebenso ohne strafrechtliche Verfolgung wie irgend eine strafbare Handlung deutscher Truppen auf russischem Boden. Es wurde anerkannt, daß Kriegszeiten außerordentliche Taten auch im negativen Sinn hervorbringen können, ohne daß dies in moralische Vernichtungsurteile zu künftigem politischen Nutzen umgemünzt wurde.“

Durch die ukrainische Unabhängigkeit wurde es Deutschland möglich, von dort Getreide einzukaufen, was die Folgen der feindlichen Hungerblockade etwas abmilderte.

Die Freiburger Zeitung zu den Ereignissen:

11. Februar 1918: Ende des Kriegszustandes mit Russland!

12. Februar 1918: Wortlaut des Friedensvertrages mit der Ukraine

4. März 1918: Friede mit Russland!

5. März 1918: Zum deutsch-russischen Frieden

6. März 1918: Zum Friedensvertrag und den Zusatzverträgen

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Polen

Für Polen bedeutete der Friedensvertrag die Herstellung eines polnischen unabhängigen Staates abermals mit deutscher Hilfe. Anfang des Jahres 1918 gewann Polen zusammen mit anderen Ländern durch den Friedensvertrag von Brest-Litowsk seine endgültige Unabhängigkeit von Russland, nachdem bereits im Jahre 1916 unter deutscher Hilfe das Königreich Polen ausgerufen wurde. Ein Jahr später annektierte Polen dann — obwohl durch den Versailler Schandvertrag bereits mehr als begünstigt — dennoch, trotz der zuvor durch deutsche Hilfe erlangten staatlichen Souveränität, große Teile Ostdeutschlands. Kurze Zeit darauf überfiel es auch seine östlichen Nachbarn im Polnisch-Ukrainischen Krieg und im Polnisch-Sowjetischen Krieg und raubte diesen ebenfalls große Gebiete, die sie dann „Ostpolen“ nannten.

Freiburger Zeitung, 8. März 1918, S. 1: Die deutschen Sozialdemokraten im Bunde mit den Bolschewisten!

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Antideutsche Propaganda

Auffällig ist, dass der Friedensvertrag meist als „Diktat“ bezeichnet wird, während das Versailler Diktat, an welchem das Deutsche Reich keinerlei Beteiligung hatte, meist durchgehend als „Vertrag“ bezeichnet wird.

Im Sinne der derzeitigen politischen Korrektheit wird ebenso auch gerne behauptet, dass das spätere Versailler Diktat gegen Deutschland in etwa dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk ähnlich gewesen sei. Allein ein Vergleich der beiden Vertragswerke entlarvt diese Lüge. Darüber hinaus soll Russland angeblich 27% nutzbares Land und 25% seiner Einwohner verloren haben. Auch dies ist blanker Unsinn, da es sich bei den unabhängig gewordenen Staaten nicht um Russland und bei deren Bewohnern somit auch nicht um Russen gehandelt hatte, sondern um Völker, die nach Unabhängigkeit strebten. Dennoch hält sich dieses bolschewistische Propaganda-Märchen bis heute hartnäckig.

Weiterhin verzichteten die siegreichen Mittelmächte auf Demütigung oder gar Ausplünderung Russlands, wie dies im späteren Versailler Schandwerk der Fall war.

„Das besiegte Russland hatte 1918 im Frieden von Brest-Litowsk überhaupt keine Reparationen an die Sieger Deutschland und Österreich-Ungarn zahlen müssen.“

Nach dem Dolchstoß und dem folgenden Diktat von Versailles wird der Friedensvertrag von Brest-Litowsk für nichtig erklärt, die gerade unabhängig gewordenen Völker geraten wieder in den sowjet-bolschewistischen Machtbereich. Wilson selbst hatte zwar noch kurz zuvor vom „Selbstbestimmungsrecht“ geschwatzt, das jedoch offenbar nur, insofern es den VSA auch dienlich war. Gleichwohl wird die sowjetische Regierung nicht zu den Friedensverhandlungen in Versailles geladen, denn die Siegermächte verweigern Lenins Regime die Anerkennung.

Bereits Adolf Hitler schrieb zu dieser völligen Entstellung der Geschichte durch eine angebliche Vergleichbarkeit des Friedens von Brest-Litowsk und dem späteren Versailler Schandwerk in seinem Buch „Mein Kampf“:

„(…) Das war der Grund, weshalb ich schon nach meinem ersten Vortrag über den »Friedensvertrag von Versailles«, den ich noch als sogenannter »Bildungsmensch« vor der Truppe gehalten hatte, den Vortrag insofern änderte, als ich nunmehr über die »Friedensverträge von Brest-Litowsk und Versailles« sprach. Denn ich konnte schon nach kürzester Zeit, ja schon im Verlauf der Aussprache über diesen meinen ersten Vortrag, feststellen, daß die Leute über den Friedensvertrag von Brest-Litowsk in Wirklichkeit gar nichts wußten, daß es aber der geschickten Propaganda ihrer Parteien gelungen war, gerade diesen Vertrag als einen der schändlichsten Vergewaltigungsakte der Welt hinzustellen. Der Beharrlichkeit, mit welcher der breiten Masse diese Lüge immer wieder vorgetragen wurde, war es zuzuschreiben, daß Millionen von Deutschen im Friedensvertrag von Versailles nur mehr eine gerechte Vergeltung für das zu Brest-Litowsk von uns begangene Verbrechen sahen, somit jeden wirklichen Kampf gegen Versailles als Unrecht empfanden und in manches Mal ehrlichster, sittlicher Entrüstung verblieben. Und dies war auch mit die Ursache, weshalb sich das ebenso unverschämte wie ungeheuerliche Wort »Wiedergutmachung« in Deutschland einzubürgern vermochte. Diese verlogenste Heuchelei erschien Millionen unserer verhetzten Volksgenossen wirklich als Vollzug einer höheren Gerechtigkeit. Entsetzlich, aber es war so. Den besten Beweis dafür lieferte der Erfolg der nun von mir eingeleiteten Propaganda gegen den Friedensvertrag von Versailles, der ich eine Aufklärung über den Vertrag von Brest-Litowsk vorausschickte. Ich stellte die beiden Friedensverträge gegeneinander, verglich sie Punkt für Punkt, zeigte die in Wirklichkeit geradezu grenzenlose Humanität des einen Vertrages im Gegensatz zur unmenschlichen Grausamkeit des zweiten, und das Ergebnis war ein durchschlagendes. (…)“

– Adolf Hitler in: Mein Kampf, 22. Auflage 1944, S. 523/524 –

Selbst der nun wahrlich nicht parteiische Lenin urteilte über die Unsinnigkeit eines Vergleiches zwischen dem Versailler Schanddiktat und dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk:

„Ihr wißt, daß die alliierten Imperialisten – Frankreich, England, Amerika und Japan – nach der Vernichtung Deutschlands den Versailler Vertrag geschlossen haben, der jedenfalls viel brutaler ist als der berüchtigte Vertrag von Brest, der so viel Geschrei auslöste.“

– Hermann Lutz: Verbrechervolk im Herzen Europas, Tübingen 1959, S.88 –

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Literatur:

Friedensvertrag von Brest-Litowsk vom 3. Maerz 1918 – Politischer Hauptvertrag

Stadtler, Eduard – Die Diktatur der sozialen Revolution

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Quelle: Metapedia

Die Friedensverträge von Brest-Litowsk und Versailles

DER BETRUG IM SCHULBUCH

In dem Unterrichtsbuch GESCHICHTLICHE WELTKUNDE Band 3 – Verlag Moritz Diesterweg Frankfurt – Berlin – München 2. Auflage, wird der deutsch-russische Friedensvertrag von Brest-Litowsk vom März 1918 im Fettdruck als „Gewaltfrieden im Osten“ hervorgehoben.

Das Friedensdiktat von Versailles wird brav nur ganz einfach „Vertrag“ genannt. Hier wird gleichsam im Vorbeigehen in hinterhältiger Weise der Eindruck erweckt, daß wir Deutsche wieder einmal recht brutal vorgegangen seien, im Gegensatz zu den viel korrekteren und “menschlicheren” Siegern im Weltkrieg l.

Zunächst: Ein „Vertrag“ wird immer zwischen mehreren Parteien abgeschlossen. Die deutsche Seite wurde aber zu den Verhandlungen in Versailles überhaupt nicht zugelassen, sondern „wie Tiere im zoologischen Garten behandelt“.

Der spätere Außenminister der USA, John Fester Dulles, schrieb als damaliges Mitglied der US-Delegation von 1918/19:

„Ich erinnere mich lebhaft, wie dort die Mitglieder der deutschen Friedensdelegation in ein mit Stacheldraht eingefaßtes Gehege verwiesen wurden, den Blicken wie Tiere in einem zoologischen Garten ausgesetzt und ihnen jede persönliche Berührung mit alliierten Delegierten versagend …“ 1

Solches erfährt die deutsche Schuljugend aus ihren Schulbüchern natürlich nicht, denn diese zeigen durchgängig das unverkennbare Bestreben, die eigene Geschichte abstoßend zu zeichnen und die Gegner musterknabenhaft reinzuwaschen.

Und was forderte der „Gewaltfrieden“ von Brest-Litowsk?

Es sollten souverän werden: Die baltischen Staaten, Finnland, Polen, Georgien, Ukraine. Landstriche im Kaukasus sollten an die Türkei zurückgegeben werden, sowie eine Kriegsentschädigung von sechs Milliarden Mark bezahlt werden. Die Landabtretungen bedeuteten im wesentlichen nichts anderes als die Erfüllung der Forderungen des US-Präsidenten Woodrow Wilson nach Selbstbestimmung der Völker, denn all diese Völkerschaften wollten los vom russischen Joch. Die Forderung von sechs Milliarden Mark vergleiche man aber mit der Forderung der Sieger an Deutschland, die im Londoner Abkommen von 1921 mit 132 Milliarden beziffert wurde!

Wie die Unterwerfung der so in Brest-Litowsk befreiten Gebiete vor sich ging, mag ein Bericht beleuchten, den der Heerführer des Zaren Peter d. Gr., General Scheremetjew, an seinen obersten Befehlshaber erstattete:

„Vieh und Enten haben wir eine Menge gefangen. Kühe sind jetzt für 3 Altynen zu haben, Schafe für 2 Dengen, kleine Kinder für 1 Denga, größere für ein Griwna, 4 Stück kauft man für 1 Altyne. Ich habe Dir zu melden, daß der allmächtige Gott und die allergnädigste Gottesmutter Deinen Wunsch erfüllt haben: im feindlichen Lager gibt es nichts mehr zu verheeren, alles ist verwüstet, nichts steht aufrecht… von Reval bis Riga ist alles mit Stumpf und Stil ausgerottet.“ 2

Was es mit dem „GEWALTFRIEDEN“ des Schulbuchs auf sich hat, kann uns der am besten unterrichtete Zeuge anschaulich machen: Wladimir lljitsch Uljanow = Lenin. Im Verlauf einer Rede über den russisch-polnischen Krieg von 1920 sagte dieser:

„Ihr wißt, daß die alliierten Imperialisten – Frankreich, England, Amerika und Japan – nach der Vernichtung Deutschlands den Versailler Vertrag geschlossen haben, der jedenfalls viel brutaler ist als der berüchtigte Vertrag von Brest, der so viel Geschrei auslöste.“ 3

In dem Schulbuch darf natürlich der Hinweis auf die Bezeichnung „Untermenschen“ durch Hitler nicht fehlen. Aber es fehlt der Hinweis darauf, dass Adolf Hitler diese Bezeichnung von Herrn Churchill übernommen hat, der 1919 von der russischen „Doktrin des Untermenschen“, vom Bolschewismus als „Krankheit“ und „Seuche“ sprach. 4 Das war in den Tagen, als am 25. Juli 1919 der Londoner „Daily Herald“ aus einer Rede Churchills zitierte:

„Die Bolschewisten haben ihre Reden mit dem grausamsten und niederträchtigsten Auftreten verbunden, das es jemals unter Menschen gegeben hat, und mit Taten, die der Steinzeit und den Hottentotten Zentral-Afrikas zur Schande gereichen würden.“ 5

Der „Gewaltfrieden“ von Brest-Litowsk hat demnach eine Reihe von Völkern vor der „grausamsten und niederträchtigsten“ Gewalt bewahrt!

Am 11. Januar 1919 erklärte Churchill im Aldwych- Club:

„Von allen Tyranneien der Geschichte ist die der Bolschewisten die schlimmste, die vernichtendste, die erniedrigendste.“ 6 Wir fragen: „Ist es das Merkmal von einem „Gewaltfrieden“, daß er Völker vor der „vernichtendsten“ Gewalt befreit?“

Den Schulbuchhistorikern zufolge wurde dagegen in Versailles 1918 ein ganz normaler Friedensvertrag geschlossen. Nun, dieser war ja auch frühzeitig gründlich vorbereitet worden. Schon 1915 erklärte der große Europäer Winston Churchill dem Pariser „Matin“, man werde die „bedingungslose Kapitulation“ Deutschlands erzwingen, indem man es solange an der Kehle würge, bis sein Herz aussetze! 7

Deutschland wurde durch die Kapitulation wehrlos und völlig hilflos. Dennoch – trotz 800.000 Hungertoten bis zum Waffenstillstand wurde Deutschland weiter an der Kehle gewürgt!

Am 10. Dezember 1918 gab der spätere US-Präsident Herbert Hoover einen Bericht nach Washington, in dem festgestellt wurde, dass seit dem Waffenstillstand

„die Kindersterblichkeit um 30 % und die Sterblichkeit der Menschen über 70 Jahre um 33 Prozent zugenommen habe.“ 8 (in Deutschland)

Der britische Premier Lloyd George verlas am 8. März 1919 – also 4 Monate nach der Entwaffnung – aus einem Bericht:

„Die Fischereiflotten, die ein paar Heringe hätten fangen wollen, wären sogar am Auslaufen verhindert worden.“ 9 (die deutsche Fischereiflotte)

Warum? Winston Churchill hat es in schamloser Offenheit vor dem Unterhaus zugegeben:

„Wir halten unsere Zwangsmittel in vollem Umfang aufrecht, sie sind ständig im Einsatz oder zu sofortigem Einsatz bereit. Die Blockade führen wir energisch durch … Deutschland steht am Rande einer Hungersnot. Unsere Berichte zeigen zweitens, die große Gefahr eines Zusammenbruches der gesamten Struktur des sozialen und nationalen Lebens unter dem Druck des Hungers und der Unterernährung. Nun ist der Augenblick einer Regelung gekommen.“ 10

Aber die Herren Schulbuchverfasser meinen wohl, der Hunger schleiche seine Todesopfer lautlos an und daher sei es keine „Gewalt“. Der mit dem Hungertod von Millionen Deutschen erpreßte „Frieden“ sei also kein „Gewaltfrieden“!

So schleicht die Verfälschung der Geschichte auf Taubenfüßen ins Klassenzimmer.

Franz Joseph Strauß forderte am 30. November 1965 im Bundestag,

„daß die gewohnheitsmäßigen, fahrlässigen, absichtlichen und manchmal bewußt in den Dienst der Auflösung der westlichen Gemeinschaft gestellten Verzerrungen der deutschen Geschichte und des Deutschlandbildes von heute bekämpft und beseitigt werden.“

Wir sind diesem Aufruf gefolgt und hoffen, dass die deutsche Jugend die Wahrheit nicht wegwirft wie einen Zigarettenstummel.

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Quellenverweise:

1) Lutz Hermann VERBRECHERVOLK IM HERZEN EUROPAS,
Tübingen 1959 S. 43

2) Rimscha, Hans v. Geschichte Rußlands, Darmstadt
1970 S. 288

3) Lutz S. 88

4) Aigner, Dietrich CHURCHILL Göttingen 1975 S. 73

5) Churchill MEIN BUNDESGENOSSE Berlin 1942 S. 10

6) Hughes Emrys, CHURCHILL – EIN MANN IN SEINEM WIDERSPRUCH Tübingen 1959 S. 93

7) Aigner CHURCHILL S. 64

8) Hoover, Herbert MEMOIREN Mainz 1951 Bd. l S. 302

9) Hoover Bd. l S. 307/308

10) Hoover Bd. l S. 305

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Quelle: Unabhängige Nachrichten, Bochum 1983/Emil Maier-Dorn

Gertrud Scholtz-Klink – Reichsfrauenführerin im Dritten Reich

Gertrud Scholtz-Klink (Lebensrune.png 9. Februar 1902 in Adelsheim, Großherzogtum Baden als Gertrud Emma TreuschTodesrune.png 24. März 1999 in Bebenhausen, Baden-Württemberg) war Reichsfrauenführerin im Nationalsozialismus.

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Gertrud Scholtz-Klink

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Leben

Gertrud Treusch wurde als Tochter eines Vermessungsbeamten geboren. Nach der mittleren Reife absolvierte sie eine Ausbildung und war zunächst als Journalistin tätig. Sie heiratete 1920 den Schweizer Hauptlehrer Eugen Klink, der 1930 auf einer Parteiveranstaltung der NSDAP an einem Herzinfarkt starb. Zwei Jahre später heiratete sie den Arzt Günther Scholtz. Die Ehe bestand bis 1937.

Nach der Scheidung von Günther Scholtz folgte im Dezember 1940 die Ehe mit dem SS-Obergruppenführer August Heißmeyer (1897–1979), den sie dienstlich kennengelernt hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits vier Kinder aus der Ehe mit Eugen Klink. Ihr dritter Mann brachte sechs Kinder mit in die Ehe. Ihr letztes Kind, das von August Heißmeyer stammte, wurde 1944 geboren.

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Reichfrauenführerin Scholtz-Klink im Kreis ihrer Familie

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Politisches Wirken im Nationalsozialismus

Gertrud Klink wurde 1930 Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer: 210.782). Seit 1930 war sie Leiterin einer nationalsozialistisch ausgerichteten Frauenorganisation in Baden. Am 1. Januar 1934 wurde sie Leiterin des weiblichen Arbeitsdienstes (Reichsarbeitsdienst), am 24. Februar 1934 Reichsführerin der NS-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes. In dieser Funktion stand sie auch dem Deutschen Roten Kreuz vor. Seit November 1934 führte sie den Titel „Reichsfrauenführerin“.

Im November 1936 erhielt sie das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP. Scholtz-Klink galt als Vorbild der deutschen Frau, die britische Presse bezeichnete sie 1939 als The Perfect Nazi Woman (Die perfekte Nazifrau). Sie wurde wegen ihres Vorbildes von elf eigenen Kindern mit dem goldenen Mutterkreuz ausgezeichnet.

Die Dichterin Agnes Miegel widmete ihr die Hymne „An die Reichsfrauenführerin Scholtz-Klink“:

Laß mit den andern Schwestern heute mich kommen, 
Dir zu danken für diese Jahre des Wirkens, 
Dir zu danken, daß Du so weise uns alle  
Eingebaut in das Werk, das alle vereinte!

Haus, das der Führer für uns wie ein Vater erbaut hat  
Das für uns Frauen dann Du, die Frau, so wohnlich gestaltet  
Allen zum Heil und jeder einzeln zum Segen!

Nicht als Jugend mit Jugend – mit Jungen und Alten
Hast Du’s gefügt und hast das Schwerste gemeistert. 
Die noch nie so Vereinten einmal zu einen,
Daß sie freudig dem großen Gedanken dienen, 
Wie Du es vorlebst. Und leicht ist das Lernen, 

Wenn Verehrung uns lehrt. Und tief ist die Freude, 
Dann zu wissen, wie Du das eigene stille 
Walten der Mütter ehrst und ihnen die erste 
Würde wiedergegeben, die einst sie besaßen. –

Aber dies danke ich Dir und mit mir die Meinen, 
Die Kunstfertigen, die Dichtung und Teppiche weben, 
Und die sinnenden, weisen und heilenden Schwestern!

Daß Du Mutter, es fühltest, auch wir sind Mütter, 
Glühend danach, für das Leben des Volkes zu leben, 
Und zu verströmen dafür und freudig zu dienen, 
In dem Werk, das Du für uns alle gefügt hast.
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Am 4. Dezember 1944 verfasste sie zusammen mit der Reichsreferentin des Bundes Deutscher Mädel „Jutta Rüdiger“ einen Aufruf, worin sie die Frauen zur verstärkten Kriegshilfe aufforderte:

„Heute nun, wo jeder wehrfähige deutsche Mann sich seinem Vaterlande stellt, wollen wir Frauen und Mädels alles tun, um Soldaten des Heimatgebietes restlos den Fronteinsatz zu ermöglichen.“

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Auf einer Veranstaltung der NSDAP

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Nach Kriegsende

Sie tauchte gemeinsam mit ihrem Mann in Leitzkau unter und erhielt falsche Papiere, ausgestellt auf den Namen Maria Stuckenbrock. Auf Vermittlung der Fürstin zu Wied meldete sich Gertrud Scholtz-Klink in Bebenhausen bei Tübingen an, wo sie sich entnazifizieren ließ.

1948 wurde sie von der französischen Besatzungspolizei verhaftet und im April 1948 vom Mittleren Französischen Militärgericht in Reutlingen wegen Führung einer falschen Identität zu 18 Monaten Haft verurteilt. Im November wurde sie von der Spruchkammer in Tübingen als „Hauptbelastete“ während des Nationalsozialismus eingestuft und zu einer Strafe von 18 Monaten Internierungslager verurteilt, die sie aber nicht verbüßte. Wegen Protesten gegen das Urteil kam es 1950 zu einem Revisionsverfahren, bei dem sie zu zwei Jahren und 6 Monaten Internierungslager und dem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt wurde. Nach Auffassung des Gerichtes hatte man ihr keine verbrecherische Handlung nachweisen können. Sie sei in ihrer politischen Arbeit mit den „hauswirtschaftlichen, sozialen und karitativen Aufgaben der Frauen“ befasst gewesen. (zitiert nach Annette Kuhn 1996)

Nach einem Gnadengesuch wurde die Strafe erlassen. Noch in ihren Memoiren (Die Frau im Dritten Reich) bewertete sie 1978 die nationalsozialistischen Ideen positiv.

Datei:Scholtz-Klink.jpg

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Quelle: Metapedia

Von Arbeit und Kampf – Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz Klink

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Die Schlacht bei Preußisch Eylau

Preußisch Eylau ist eine Kreisstadt im Regierungsbezirk Königsberg in Ostpreußen. Am 7. und 8. Februar 1807 fand dort die Schlacht bei Preußisch Eylau zwischen Napoleon und dem General in russischen Diensten Levin August von Bennigsen statt. Anton Wilhelm von L’Estocq, ein preußischer General hugenottischer Abstammung, befehligte ebenso in der Schlacht gegen die französischen Okkupanten und wurde durch seinen entscheidenden Angriff in der Schlacht bekannt.

Plan_zur_Schlacht_bei_Preußisch-Eylau_8._Februar_1807_0139

Plan zur Schlacht bei Preußisch-Eylau, 8. Februar 1807

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Die Schlacht bei Eylau war eine der blutigsten. 45.000 Soldaten blieben verletzt oder getötet auf dem Schlachtfeld zurück. Allein die Russen, die an der Seite der Preußen gegen die napoleonische Gefahr ankämpften, zählten 26.000 Tote. Dennoch endete die Schlacht nur unentschieden. Wäre den preußisch-russischen Soldaten nicht ein Schneesturm zu Hilfe gekommen, hätte Napoleon wahrscheinlich sogar einen weiteren Sieg errungen. Denn noch immer steckten den preußischen Soldaten die verheerenden Niederlagen bei Jena und Auerstedt in den Knochen, selbst vier Monate nach der Niederlage brachten sie zum Schutz Königsbergs gerade einmal 8.000 Mann zusammen. Es waren die einzigen einsatzfähigen Feldtruppen, die Preußen noch zur Verfügung standen. Der Eilmarsch der Preussen nach Preussisch-Eylau und ihr Eingreifen im Brennpunkt der Schlacht waren vom Stabschef des Korps, Oberst Gerhard von Scharnhorst durchgesetzt worden. Ohne die Russen an ihrer Seite, die immerhin 70.000 Mann in die Schlacht schickten – ebensoviele wie Napoleon auf der anderen Seite – wäre Königsberg dennoch verloren gewesen. Mit der Schlacht bei Eylau wurde trotzdem die lange Siegesserie der Franzosen erstmals unterbrochen und stellt somit ein wichtiges psychologisches Element für die späteren gemeinsamen deutsch-russischen Siege in den Befreiungskriegen dar.

Beschreibung der Schlacht aus Meyers Konversations-Lexikon, 1888:

„Als Napoleon Anfang Februar dem geplanten russischen Angriff zuvorgekommen, war Bennigsen mit der russischen Armee, einer Schlacht ausweichend, bis „Eylau“ zurückgegangen, blieb aber hier stehen, um nicht Königsberg preiszugeben. Er selbst stand 7. Febr. mit 60,000 Mann hinter „Eylau“ bei Schloditten um Serpallen; vor „Eylau“ stand P. I. Bagration, um die Stadt zu halten, bis die Hauptmacht gehörig vorbereitet wäre. Noch am Abend entspann sich ein blutiges Gefecht um den Besitz der Stadt, welche von den Franzosen genommen, von den Russen wiedererobert, zuletzt aber wieder verlassen wurde. Für den 8. Febr. war der rechte Flügel der Russen bei Schloditten, das Zentrum bei „Eylau“ bis Sausgarten und Serpallen, links davon der linke Flügel und die Reiterei aufgestellt; die Artillerie stand vor der Linie. Auf französischer Seite standen Soult und Murat vor „Eylau“, rechts die Garde unter Bessières, links Augereau; Ney war noch im Anmarsch begriffen, Davout im Anrücken gegen den linken russischen Flügel.

Die Franzosen zählten im ganzen 70,000 Mann. Napoleons Plan war, den linken Flügel der Russen durch Davout auf das Zentrum zu werfen, um dann auf letzteres mit aller Macht einzudringen; Ney sollte den Rückzug des Feindes nach Königsberg abschneiden. Allein die Bewegungen Davoûts wurden durch heftiges Schneegestöber aufgehalten; Augereau, der ihn unterstützen sollte, kam ganz vom Weg ab und erlitt im Kampf mit dem russischen Zentrum großen Verlust. So drangen die Russen im Zentrum vor, wurden aber durch Murat (unter großem Verlust der Franzosen) aufgehalten.

Erst um Mittag erreichte Davout den linken Flügel des Feindes; letzterer wurde in der That über Serpallen gegen Sausgarten zurückgedrängt, und hier konzentrierte sich nun der Kampf mit aller Heftigkeit. Schon wichen die Russen über Auklappen und Kutschitten zurück, schon war ihre Rückzugslinie bedroht, als dem Kampf durch das Erscheinen des „preußischen“ Korps unter L’Estocq eine andre Wendung gegeben wurde. Dieser war nach einem schwierigen und langen Marsch unter heftigem Schneegestöber um Mittag (trotz Neys Versuch, ihn aufzuhalten) mit 5500 Mann in der Nähe von „Eylau“ angelangt und richtete sich sogleich auf Kutschitten, wo die Russen in großer Bedrängnis waren. Die ebenfalls schon erschöpften Franzosen mußten wieder aus Kutschitten und Auklappen zurückweichen, und mit Mühe hielt Davout die Ordnung aufrecht. So stand die Sache, als Ermüdung und Dunkelheit dem Kampf ein Ende machten. Eine Entscheidung war eigentlich nicht herbeigeführt; da aber Napoleon mehr frische Kräfte in der Nähe hatte, so zog sich Bennigsen nach Königsberg zurück, doch ohne verfolgt zu werden. Infolge dieses Rückzugs konnten die Franzosen sich den Sieg zuschreiben. Der Verlust der Russen und Preußen betrug im ganzen gegen 20,000 Mann; kaum geringer kann der Verlust der Franzosen gewesen sein, obwohl dieser nach französischen Berichten nur 10,000 Mann betragen haben soll.“

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Scharnhorst_Schlacht_bei_Preußisch-Eylau_0151

Die von Scharnhorst befehligten Truppen des L’Estocqschen Korps führen am Birkenwäldchen bei Kutschitten die Entscheidung herbei

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Der Generalfeldmarschall Friedrich Karl zu Dohna und der Graf Friedrich Ernst Heinrich von Wrangel nahmen ebenso an der Schlacht bei Preußisch-Eylau teil. Ihnen zu Ehren wurden in Königsberg der Dohnaturm und der Wrangelturm benannt.

Zar Alexander I. stiftete in Erinnerung an die Schlacht das St. Georgskreuz am 13. Februar 1807 (altrussischer Zeitrechnung). Nach der Schlacht schlossen Preußen und Russland am 26. April den Vertrag von Bartenstein, in dem sie sich verpflichteten, bis zum Tod gegen Napoleon zu kämpfen.

Literatur

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Quelle: Metapedia