Hans Albin Rauter – SS- und Polizeiführer aus Österreich in den besetzten Niederlanden

Hans Albin Rauter, eigentlich Johann Baptist Albin (Lebensrune.png 4. Februar 1895 in Klagenfurt; Todesrune.png 25. März 1949 in Den Haag) war Höherer SS- und Polizeiführer (HSSPF) den besetzten Niederlanden und dortiger Generalkommissar für das Sicherheitswesen.

Hans Albin Rauter, eigentlich Johann Baptist Albin in der Uniform eines SS-Brigadeführers (seit 1939, April 1941 Ernennung zum SS-Gruppenführer)

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Das Attentat

In der Nacht vom 6. auf den 7. März 1945 wurde seitens des niederländischen Widerstandes ein Attentat auf seine Person verübt. An der Straße von Arnheim nach Appeldorn, in der Nähe des Ortes Wüsterhof, wurde wiederholt auf ihn geschossen. Der Fahrer seines Wagens wurde dabei getötet, er selbst wurde schwer verletzt in der nahe gelegenen Stadt Appeldorn medizinisch versorgt. Als Vergeltungsmaßnahme wurden im Auftrag des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD (BdS), Karl Eberhard Schöngarth, 263 Inhaftierte aus Gefängnissen und Lagern in Amsterdam, dem Haag, und Ammersfort erschossen. Die meisten von ihnen (117) wurden am 8. März in dem Ort Wüsterhof hingerichtet. Der Ort gilt seitdem als eine Art niederländisches Liditz. Nach dem Krieg wurde dort ein Denkmal errichtet, zudem wird dieser Vorgang in allen Schulbüchern im Bereich Vaterländische Geschichte behandelt und so den niederländischen Kindern schon früh bekannt gemacht. Zum Vergleich: es gibt keinen Unterricht zum Thema Niederländische Annexionsbestrebungen bis an die Weser, in den Jahren 1945 bis 1949.

Datei:Die alte Straße von Arnheim nach Appeldorn, bei der Ortschaft Wüsterhof.jpg

Die alte Straße von Arnheim nach Appeldorn, bei der Ortschaft Wüsterhof

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Sonderprozess mit Augenzeugenbericht

Hans Albin Rauter wurde nach Kriegsende an die Niederlande ausgeliefert. Am 4. Mai 1948 wurde er von einem Haager Sondergericht am Knöterdeich, im selben Saal, wo er einst den Führer der Niederländischen SS Feldmeijer installiert hatte, zum Tode verurteilt. Seine Berufung wurde am 12. Januar 1949 abgewiesen. Am 25. März desselben Jahres wurde er auf der Wahlsdorfer Fläche in der Nähe der niederländischen Residenzstadt von einem Erschießungskommando hingerichtet. Den Feuerbefehl soll er angeblich selbst gegeben haben. Seine Begräbnisstatt gilt als niederländisches Staatsgeheimnis, jedoch meinen viele Niederländer, er sei auf dem großen Deutschen Soldatenfriedhof in Ysselsteyn beerdigt worden. Sein Grab soll mit einem der Kreuze gekennzeichnet sein, welche die Aufschrift: Ein deutscher Soldat, tragen.

Das Grab eines Deutschen Soldaten
auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Ysselsteyn (Niederlande)

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Der Rauter-Sonderprozess ähnelte dem Verfahren gegen den NSB-Parteiführenden Mussert im Nachkriegsjahr 1945. Nicht nur wurde Mussert wie auch Generalkommissar Hans Rauter auf der benannten Wahlsdorfer Fläche hingerichtet, auch war bei beiden der Staatsanwalt Mr. J. Zaaijer am Prozess beteiligt. Es liegt ein Augenzeugenbericht aus dem Jahre 1948 vor, in dem der Zeuge Ton Elias berichtet, wie viele Niederländer schon vor Anfang des Verfahrens vor den Türen des Gerichtshofes standen, um den Angeklagten in seiner Erniederung sehen zu können, eine Haltung, die er verurteilt. Er beschreibt, wie Hans Rauter, der Tiran der Niederlande, das Gericht nicht anerkannte. Seine Persönlichkeit sei nach drei Tagen des Gerichtsverfahrens ungebrochen und könne nur mit eckigen deutschen Buchstaben beschrieben werden. Letzendlich bleibe er ein Lügner. Der Vorsitzende des Gerichtshofes, Jhr. Mr. Van Meeuwen, habe sich dem Angeklagten gegenüber freundlich verhalten, und eben der Staatsanwalt sei nicht so sarkastisch gewesen wie sonst bei ähnlichen Strafprozessen gegen NS-Verbrecher.

Der Zeuge schließt seine Zeilen mit:

„Am letzten Mittag des Prozesses gab Rauter dann überzeugt sein Schlusswort, über das er sich lange genug Gedanken machen konnte, kund. Man erinnerte sich dabei an die wüsten Redebeiträge, die von Nazis über das besetzte Europa herausgeschrien wurden. Aber auch an diesem Gerichtshof galt: jeder kann eine schöne Theorie aufstellen, um zu beweisen, daß Schnee schwarz sei. Fast möchte man ihm wegen seiner Argumente recht geben. Aber am Ende bleibt jedoch dies die Wahrheit: Schnee ist weiß.“

Der letzte Vorschlag Rauters war, sein Leben zu opfern, um die deutsch-niederländischen Verhältnisse aussöhnen zu können. Der Rauter-Prozess wurde auf Niederländisch geführt.

Hans Albin Rauter während des Prozesses in Den Haag im Jahr 1948

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Quelle: Metapedia

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