30. Januar 1933: Tag der demokratischen Machtübertragung an die NSDAP unter Adolf Hitler

Mit den Begriffen Machtübernahme, Machtübertragung oder Machtübergabe benennt man im engeren Sinne den demokratischen Wahlsieg der NSDAP am 30. Januar 1933 unter ihrem Führer Adolf Hitler und dessen Ernennung zum Reichskanzler durch den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Der in der heutigen Zeit fast immer verwendete Begriff Machtergreifung, meistenteils gebraucht von Gesinnungs-Journalisten oder sonstigen publizierenden Personen im literarischen Bereich der Historie, aber auch der Politik, wird gänzlich als diffamierende Umschreibung benutzt.

In der Weimarer Republik war es vor 1933, im Zuge seiner zunehmenden Handlungsfähigkeit des Reichstags, gehäuft zu derartigen Machtübertragungen gekommen. Möglich war dies insbesondere mit dem in Artikel 48 der Weimarer Verfassung verankerten Notverordnungsrecht,  welches dem Reichspräsidenten weitreichende Regierungskompetenzen in Ausnahmezuständen gab. Verglichen mit der Ernennung der Reichskanzler Heinrich Brüning, Franz von Papen und Kurt von Schleicher durch Paul von Hindenburg erfolgte die Machtübertragung im Falle Adolf Hitlers zumindest nicht weniger demokratisch als es bei einigen seiner Vorgänger der Fall war.

Die unvoreingenommene Geschichtswissenschaft (Revisionismus) verwendet statt des heute zeitgeistmäßig verbreiteten und somit politisch korrekten Begriffes Machtergreifung, vielmehr den wirklich zutreffenden Begriff Machtübertragung, um darauf hinzuweisen, dass Adolf Hitler die Macht nach rechtmäßiger Reichstagswahl vom Reichspräsidenten übertragen wurde. Der eher umgangssprachliche und tendenziöse Begriff Machtergreifung fand bereits um die Zeit der nationalsozialistischen Revolution vor und nach 1933 Verwendung.

Fackelzug_30._Januar_1933

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Der Fackelzug zu Ehren des neuen Reichskanzlers Adolf Hitler bewegt sich durch die Wilhelmstraße in Berlin am Abend des 30. Januar 1933.
Der Fackelzug zu Ehren des neuen Reichskanzlers Adolf Hitler bewegt sich durch die Wilhelmstraße in Berlin am Abend des 30. Januar 1933

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Geschichtsverfälschung

Seit der gewaltsamen Zerschlagung des Nationalsozialismus wird dieser Begriff vorrangig zum Zweck einer diskreditierenden Propaganda verwendet, um den Anschein zu erwecken, die Nationalsozialisten hätten die Macht auf unrechtmäßigem, ja sogar gewaltsamem Wege ergriffen.

„Die nicht enden wollende hartnäckige Behauptung der ‚Machtergreifung‘ Hitlers ist irreführend, weil sie die Vermutung der Usurpation nahelegt. Hitler hat die Macht nicht ‚ergriffen‘, sondern er wurde am 30. Januar 1933 auf völlig legale, verfassungsmäßige Weise vom Staatsoberhaupt, Feldmarschall Paul von Hindenburg, in das Amt des Reichskanzlers berufen. Schon vor Hitler kamen andere in derselben Weise zu diesem Amt. Nur den Vertreter der stärksten Partei, der NSDAP, hatte man bisher vom Regieren ausgeschlossen.“

Urteil des BGH (BRD-Bundesgerichsthof)

„(…) So erschien es dem Gericht auch billig, daß es besonders ‚in der ersten Zeit‘ nach der Machtübernahme eine staatspolitische, im Interesse der Sicherheit des deutschen Volkes erforderliche, Notwendigkeit gewesen sei, mit gewissen schärferen Maßnahmen vorzugehen – um die ganzen Zusammenhänge aufzuklären und das Lügengewebe zu zerreißen, mit dem die KPD ihr hochverräterisches Treiben zu verdecken bemüht war.“

 — DER SPIEGEL 24/1974 vom 10.06.1974 zum Mord an Otto Blöcker: „Bundespräsident Heinemann feierte den […] Kommunisten Fiete Schulze als Widerstandskämpfer, die National-Zeitung bezeichnete ihn als ‚Mörder‘. Der BGH gab dem Rechts-Blatt recht. –

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Arthur_Kampf_Der_30._Januar_1933_(1939)
Arthur Kampf: Der 30. Januar 1933 (Gemälde von 1939)

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NSDAP-Anzeige
Zeitungsanzeige der NSDAP mit der Aufforderung, Quellen für die Geschichtsschreibung einzuschicken

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