Bruno Loerzer – deutsches Flieger-As im Ersten Weltkrieg und Generaloberst der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg

Bruno Loerzer (Lebensrune.png 22. Januar 1891 in Berlin; Todesrune.png 22. August 1960 in Hamburg) war ein Jagdflieger und Flieger-As (mit 44 bestätigten Luftsiegen) im Ersten Weltkrieg, Freikorpskämpfer, Hauptmann der Vorläufigen Reichswehr und Generaloberst der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

Bruno_Loerzer

General der Flieger Bruno Loerzer (1891-1960)

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Jugend

Zwar hat der am 22. Januar 1891 geborene Bruno Loerzer in Berlin das Königstädtische Realgymnasium besucht, seine Freizeit aber verlebte er mit seinem zweieinhalb Jahre jüngeren Bruder Fritz in der reizvollen märkischen Landschaft. Vielleicht war es darauf zurückzuführen, daß Bruno noch vor dem Abitur Landwirt werden wollte. Er kehrte dann aber doch noch einmal zur Schule zurück, um sein Abitur zu machen.

Im Winter 1909 rettete er einen Schlossergesellen unter persönlicher Lebensgefahr vor dem Tode des Ertrinkens. Nach der Reifeprüfung trat er als Fahnenjunker in das 4. Badische Infanterie-Regiment „Prinz Wilhelm“ Nr. 112 ein, in dem auch Hermann Göring stand, mit dem ihn bald eine herzliche Kameradschaft verband, die sich in seinem späteren Leben noch vertiefen sollte.

Während des Besuches der Kriegsschule in Potsdam machte er erstmalig einen Flug des bekannten Aviatikers Viktor Stöffler mit.

Erster Weltkrieg

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurde er zur Fliegerschule Holsheim bei Mülhausen abkommandiert, die nach Kriegsausbruch nach Freiburg i. Br. übersiedelte, wo der Leutnant Hermann Göring im Lazarett lag.

Mit Göring flog er tatendurstig zur Flieger-Abteilung 25 der kaiserlichen Fliegertruppe, wo sich beide, Loerzer als Flugzeugführer, Göring als Flieger-Beobachter, die ersten Lorbeeren holten. Im Sommer 1915 wurde Bruno Loerzer Jagdflieger, im März 1916 verbuchte er die ersten beiden Luftsiege.

Fritz Loerzer war nach 11 Abschüssen in Kriegsgefangenschaft geraten.

Nach einer schweren Verwundung wurde Bruno Loerzer im Januar 1917 mit der Bildung einer Jagdstaffel betraut, zu der natürlich auch Hermann Göring gehörte, der inzwischen auf schneidige, wenn auch eigenwillige Art zum Kampfflieger geworden war. Nach dem 20. Luftsieg wurde Bruno Loerzer Ritter des Ordens „Pour le Mérite“.

Als Führer der Jasta 26 und dreier anderer Jagdstaffeln war er sehr erfolgreich. Seine mit den technisch hochwertigen Fokker D.VII – einem der besten Flugzeuge des Ersten Weltkrieges – ausgestatteten Einheiten fügten den Alliierten schwere Verluste zu und waren deshalb besonders gefürchtet.

Vor Cambrai wagte er mit seiner Staffel Nachkämpfe gegen Panzer und herbeieilende Verstärkungen. Zu Kriegsende sah man ihn als Hauptmann, die Zahl seiner Abschüsse war bei unzähligen Feindflügen inzwischen auf 44 gestiegen. Er war damit einer der erfolgreichsten deutschen Jagdflieger.

Angehörige der Jasta 26

Angehörige der Jasta 26 in Erihin, Nordfrankreich, im Mai 1918 v. l. n. r.: Buder, Klassen, Riemer, Zogmann, Weiß (z. b. V.), Fritz Loerzer, Hauptmann Bruno Loerzer, Mar

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Weimarer Republik

In der Heimat hielt es ihn nicht. Er hatte zunächst andere Aufgaben zu erfüllen, er trat bei der Eisernen Division ein und kämpfte in verschiedenen Freikorps im Baltikum, ehe er am 31. März 1920 als Hauptmann aus der Reichswehr entlassen wurde. In der Weimarer Republik war er Leiter des Reichsverbandes der deutschen Luftfahrzeughalter, einer zivilen Pilotenvereinigung. Dann war er bei einer Flugzeugfabrik tätig, für die er einen Luftverkehr im Osten organisierte.

1925 beteiligte er sich am deutschen Rundflug, den er mit einem von Hanns Klemm konstruierten Daimler-Hochdecker gewann. Nebenher war er an der Neuorganisation der deutschen Sportluftfahrt hervorragend beteiligt.

Drittes Reich

1933 wurde er zunächst Präsident des Deutschen Luftsportverbandes (sein Adjutant war Rudolf Bieber) und Reichsluftsportführer, ehe er 1935 als Oberst der Luftwaffe reaktiviert (ab März 1936 wurde er für ein Jahr beim Jagdgeschwader 132 eingesetzt) und am 1. März 1937 zum Kommodore eines Jagdgeschwaders (Jagdgeschwader 334 in Mannheim-Sandhofen ernannt) wurde. 1938 wurde er Inspekteur der Jagdflieger. Er trug den Weltkriegs-Erinnerungsärmelstreifen der Luftwaffe Jagdstaffel „Boelcke Nr. 2“.

Bei Kriegsbeginn war Loerzer Generalmajor und Kommandeur der 2. Fliegerdivision. Im Oktober 1939 zum Kommandierenden General des II. Fliegerkorps ernannt, wurde er am 1. Januar 1940 zum Generalleutnant und schon am 19. Juli desselben Jahres zum General der Flieger befördert.

„Am Verlauf dieser gewaltigen Schlacht waren die Armeen des Generalfeldmarschalls von Kluge und der Generalobersten Strauß und Freiherr von Weichs, die Panzergruppen der Generalobersten Guderian und Hoth sowie die Luftwaffenverbände der Generale der Flieger Loerzer und Freiherr von Richthofen ruhmreich beteiligt.“ 

– Wehrmachtbericht vom 7. August 1941 –

Im Februar 1943 wurde er dann von Göring unter Beförderung zum Generaloberst zum Chef des Luftwaffenpersonalamtes und Chef der personellen Rüstung und der NS-Führung der Luftwaffe ernannt, eine Stellung, mit deren Pflichten Loerzer weit überfordert war. Am 20. Dezember 1944 wurde er daher seines Kommandos enthoben, in die Führerreserve versetzt und schließlich am 29. April 1945 entlassen.

Bruno_Loerzer_in_der_Uniform_des_DLV

Bruno Loerzer in der Uniform des DLV

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Auszeichnungen (Auszug)

  • Militär-Flugzeugführer-Abzeichen (Preußen)
  • Ehrenbecher für den Sieger im Luftkampf
  • Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse
  • Königlicher Hausorden von Hohenzollern Ritterkreuz mit Schwertern
  • Pour le Mérite am 12. Februar 1918
  • Orden vom Zähringer Löwen Ritterkreuz II. Klasse mit Schwertern am 27. April 1915
  • Militär-Karl-Friedrich-Verdienstorden Ritterkreuz am 8. August 1918
  • Ehrenkreuz für Frontkämpfer
  • Wehrmacht-Dienstauszeichnung IV. und III. Klasse
  • Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 mit Spange „Prager Burg“
  • Wiederholungsspange (1939) zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse (1914)
  • Königlich Italienisches Flugzeugführer-Abzeichen
  • Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen in Gold mit Brillanten
  • Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes am 29. Mai 1940 als Generalleutnant und Kommandierender General des II. Fliegerkorps

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Quelle: Metapedia

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