Adolf Hitlers Rede am 8. November 1939 im Bürgerbräukeller in München vor dem Bombenanschlag durch Elser

In dieser Rede im Münchner Bürgerbräukeller geht Adolf Hitler auf die Kriegserklärung Englands an das Deutsche Reich ein. Die Rede ist eine schonungslose Abrechnung mit der aggressiven imperialistischen Kriegspolitik Englands. Kurz nach der Rede kam es zum Bürgerbräuattentat, bei dem am Ort der Rede eine Bombe explodierte.

In der Rede fällt auch der bekannte Ausspruch:

Der Krieg ist nur deshalb da, weil England ihn gewollt hat!

Plakat_Hitler_Bürgerbräurede

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Parteigenossen und -genossinnen!
Meine deutschen Volksgenossen!

Auf wenige Stunden bin ich zu Euch gekommen, um in Eurer Mitte wieder die Erinnerung an einen Tag zu erleben, der für uns, für die Bewegung und damit für das ganze deutsche Volk von großer Bedeutung war.

Es war ein schwerer Entschluß, den ich damals fassen mußte und mit einer Reihe anderer Kameraden auch zur Durchführung brachte, ein schwerer Entschluß, der aber gewagt werden mußte. Der scheinbare Fehlschlag ist trotzdem zur Geburt der großen nationalsozialistischen Freiheitsbewegung geworden, denn in der Folge dieses Fehlschlages kam ja jener berühmte Prozeß, der es uns ermöglichte, zum erstenmal vor aller Öffentlichkeit für unsere Auffassung, für unsere Ziele und für unseren Entschluß einzutreten, die Verantwortung zu übernehmen und damit große Massen unseres Volkes mit unserem Gedankengut vertraut zu machen.

Wenn in den vier Jahren vom Jahre 1919 bis 1923 die nationalsozialistische Bewegung so emporwachsen konnte, daß es ihr gelang, zum erstenmal immerhin in einem aufrüttelnden Ereignis die ganze Nation zu mobilisieren, dann war dies der allgemeinen Lage zuzuschreiben, in der sich Deutschland befand. Eine furchtbare Katastrophe war über unser Volk und in unser Land hereingebrochen. Nach einem fast 45jährigen Frieden hatte man Deutschland damals in einen Krieg getrieben. Es wurde viel über die Kriegsschuld gesprochen. Wir wissen heute ganz genau und wußten es damals schon, daß den Reichsregierungen vor dem Jahre 1914 und bis dorthin eigentlich nur eine einzige Schuld beigemessen werden konnte, nämlich die Schuld, erstens nicht alles getan zu haben, was im Dienste der nationalen Stärkung getan werden mußte und getan werden konnte, und zweitens, daß sie zahlreiche günstige Augenblicke vorübergehen ließen, daß sie sich aber im ungünstigsten dann zum Kriege haben hineinreißen lassen müssen. Und es war kein Zweifel, daß Jahre vorher für Deutschland, wenn es wirklich den Krieg gewollt hätte, daß Jahre vorher bessere Gelegenheiten gewesen wären. Dieselben Kräfte, die heute unsere Gegner sind, haben auch damals bereits den Krieg gegen das alte Deutschland angezettelt – und mit den gleichen Phrasen und mit den gleichen Lügen. Wir alle – soweit wir damals Kämpfer gewesen sind – wissen, daß uns Engländer und Franzosen nicht auf dem Felde niedergezwungen haben. Es hat einer großen Lüge bedurft, um unserem Volk die Waffen zu stehlen. Es gibt heute den einen oder den anderen, der sich vielleicht wundert im Ausland über mein großes Selbstvertrauen. Ich kann nur zur Antwort geben, daß ich dieses Selbstvertrauen im Felde selbst gewonnen habe. In den vier Jahren hatte ich niemals auch nur einen Augenblick die Überzeugung oder gar das bedrückende Bewußtsein, daß irgendein Gegner uns überlegen sein könnte. Weder Franzosen noch Engländer hatten mehr Mut, hatten mehr Todeskraft aufgebracht als der deutsche Soldat!

Was Deutschland damals zum Erliegen brachte, waren die Lügen unserer Gegner. Es waren die Lügen der gleichen Männer, die auch heute wieder lügen, weil es ja die gleichen Kriegshetzer sind, denn die Herren Churchill und Genossen haben ja damals schon am Krieg teilgenommen. Insofern ist ja alles gleichgeblieben. Nur etwas hat sich geändert: Damals hat Herr Churchill zum Kriege gehetzt, und in Deutschland war eine schwache Regierung. Heute hetzt Herr Churchill wieder zum Kriege, aber in Deutschland ist nun eine andere Regierung!

Denn die Regierung von heute lag damals den Engländern ja gegenüber. Und sie hat daher nicht mehr Respekt, als man vor irgendeinem anderen Soldaten Respekt zu haben braucht, aber nicht das geringste Gefühl einer Unterlegenheit, sondern eher im Gegenteil das Gefühl einer Überlegenheit. Die Lügen waren die gleichen wie heute. Womit ist damals England in den Krieg gezogen? Man sagte damals: Erstens: Großbritannien kämpft für die Freiheit der kleinen Nationen. Wir haben dann später gesehen, wie Großbritannien mit der Freiheit dieser kleinen Nationen umgesprungen ist, wie wenig sich vor allem diese sogenannten Staatsmänner um die Freiheit dieser kleinen Nationen bekümmerten, wie sie Minoritäten unterdrückten, Völker mißhandelten und wie sie das ja auch heute tun, sofern es zu ihren Zwecken stimmt und in ihr Programm paßt.

Dann sagte man: England kämpft für die Gerechtigkeit! England hatte allerdings schon 300 Jahre lang für die Gerechtigkeit gekämpft und hat dafür als Lohn vom lieben Gott ungefähr vierzig Millionen Quadratkilometer bekommen auf der Erde und außerdem über 480 Millionen Menschen zu beherrschen. So lohnt Gott die Völker, die „nur für die Gerechtigkeit“ kämpfen! Besonders die Völker, die für die „Selbstbestimmung der anderen“ kämpfen; denn England hat damals im Jahre 1914 ja auch für das Selbstbestimmungsrecht gekämpft. Man erklärte: Der britische Soldat zieht überhaupt für keine eigennützigen Interessen in das Feld. Er kämpft für das Selbstbestimmungsrecht der Völker. – Man hätte nun erwarten können, daß sofort nach dem Krieg England wenigstens in seinem eigenen Weltreich das Selbstbestimmungsrecht proklamiert haben würde. Aber das spart man sich oder hat man sich für den nächsten Krieg wohl aufgespart!

Und dann kämpfte England damals für die „Zivilisation“, denn das gibt es nur in England. Nur in den englischen Bergarbeitergebieten gibt es Zivilisation, nur in den englischen Elendsgebieten gibt es Zivilisation, in Whitechapel und in den anderen Quartieren des Massenelends und der Verkommenheit! Und außerdem zog damals England – wie auch seit jeher – für die „Humanität“ in das Feld.

Man hat die Humanität zunächst allerdings als Sprengpulver in Granaten geladen. Aber man darf ja auch mit schlechten Waffen kämpfen, wenn man nur für ein edles, hohes Ziel streitet. Und das hat England immer getan!

Und man ging noch einen Schritt weiter. Man erklärte damals: Wir Engländer kämpfen überhaupt nicht gegen das deutsche Volk, im Gegenteil, das deutsche Volk, das lieben wir Engländer; wir, die Churchills, die Chamberlains usw., wir kämpfen nicht gegen das deutsche Volk. Wir kämpfen alle nur gegen das das deutsche Volk unterdrückende Regime. Denn wir Engländer haben nur eine Aufgabe: Deutschland von seinem Regime frei zu machen, um das deutsche Volk glücklich zu machen. Und zu dem Zweck kämpfen wir Engländer vor allem dafür, daß das deutsche Volk erlöst wird von den Lasten seines Militarismus. Es soll frei werden, es soll so weit kommen, daß es keine Waffe mehr zu tragen braucht. Und sollte es je selber einen Wunsch haben, dann wollen wir einen Schritt weitergehen. Wir wollen es verhindern, daß es noch jemals Waffen tragen kann, um es ganz frei zu machen, das deutsche Volk. Und man erklärte, es ist außerdem eine Gemeinheit, wenn man uns Engländern unterschiebt, daß wir etwa etwas gegen den deutschen Handel hätten. Im Gegenteil, wir wollen die Freiheit des Handels in der ganzen Welt herstellen. Wir haben daher auch nichts gegen die deutsche Handelsflotte. Das ist auch eine Lüge – erklärte damals Herr Churchill. Und weiter erklärte man, daß es eine noch infamere Verleumdung sei, wenn man etwa den Engländern als Kriegsziel unterstellen wollte, daß sie Absichten auf die deutschen Kolonien hätten, eine Gemeinheit, so etwas auch nur zu denken. So erklärte man 1914, 1915, 1916, 1917 und auch noch 1918.

Man ging noch einen Schritt weiter. Man kämpfte überhaupt gar nicht für einen Sieg, man kämpfte für einen Frieden der Verständigung, für einen Frieden der Versöhnung, vor allem für einen Frieden der Gleichberechtigung. Und dieser Frieden, der sollte es dann ermöglichen, daß man in der Zukunft überhaupt auf die Rüstungen würde verzichten können. Denn man kämpfte ja auch gegen den Krieg. England führte Krieg, so sagte man, um endlich den Krieg auszurotten. England hat ja immer nur Kriege geführt, um den Krieg auszurotten, nämlich den Krieg der Bekriegten, den Widerstand der Überfallenen. Man erklärte daher, es könne keine Rede davon sein, daß es etwa das Ziel der britischen Kriegspolitik wäre, Kriegsentschädigungen vom deutschen Volk zu holen, sondern im Gegenteil, man strebte nach einem Frieden ohne Entschädigungen, und als Bekrönung dieses Friedens dann nach einer allgemeinen Abrüstung und einem ewigen Völkerbündnis.

Und das alles hat dann der große Sekundant Woodrow Wilson in 14 Punkten zusammengefaßt und dann später noch durch drei weitere Punkte ergänzt, jene berühmten Punkte, in denen uns versichert wurde, daß wir erstens nicht befürchten dürften, etwa ungerecht behandelt zu werden, daß wir nur im Vertrauen auf das Wort Englands und der anderen Verbündeten die Waffen niederlegen müßten, um dann in eine wahre Völkergemeinschaft aufgenommen zu werden, in der es keine Sieger und keine Besiegten geben würde, in der nur Recht herrschen sollte. Man versprach uns, daß die Kolonien dann überhaupt erst gerecht verteilt werden würden, daß alle Rechtsansprüche und berechtigten Ansprüche auf die Kolonien ihre Berücksichtigung finden würden usw. Und das alles sollte dann im Völkerbund die letzte Bekrönung finden, die letzte Weihe, der Bund aller Nationen. Und damit sollte dann der Krieg endgültig beseitigt sein aus dieser Welt, und es sollte nun ein ewiger Friede kommen. Und das war ja vom englischen Standpunkt aus auch begreiflich. Wenn jemand mit ungefähr 46 Millionen Menschen 40 Millionen Quadratkilometer erobert hat, wenn jemand mit 46 Millionen Menschen ungefähr 480 Millionen andere unterworfen hat, dann ist es ja verständlich, wenn der Betreffende nun den Wunsch hat, jetzt aber soll endlich Ruhe herrschen. 300 Jahre lang haben wir die Welt bekriegt. 300 Jahre lang haben wir uns bereichert. 300 Jahre lang haben wir Land um Land unterjocht, Volk um Volk niedergeworfen. Jetzt aber haben wir die Welt, und jetzt soll Ruhe sein! – Das ist verständlich. Es war daher auch begreiflich, daß man nun wirklich im Völkerbund eine Art Sterilisierung des nunmehr eingetretenen Zustandes vornehmen wollte. Es ist dann allerdings anders gekommen.

Es tritt heute ein englischer Minister auf und sagt mit Tränen in den Augen: Oh, wie gerne würden wir doch mit Deutschland zu einer Verständigung kommen, wenn wir nur Vertrauen haben könnten in das Wort deutscher Regierungen. Genau das gleiche liegt mir auf der Zunge! Oh, wie gern möchten wir doch mit einem Engländer eine Verständigung herbeiführen, wenn wir nur Vertrauen haben könnten zum Wort seiner Führung! Denn wann ist jemals ein Volk niederträchtiger belogen und beschwindelt worden und betrogen worden als in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten das deutsche Volk durch die englischen Staatsmänner!

  • Wo ist die versprochene Freiheit der Völker geblieben?
  • Wo blieb damals die Gerechtigkeit?
  • Wo blieb der Friede ohne Sieger und Besiegte?
  • Wo blieb das Selbstbestimmungsrecht der Völker?
  • Wo blieb der Verzicht auf Kontributionen und Kriegsentschädigungen usw.?
  • Wo ist geblieben die versprochene gerechte Regelung des Kolonialproblems?
  • Wo ist geblieben die feierliche Erklärung, daß man Deutschland nicht die Kolonien wegnehmen wollte?
  • Wo ist geblieben die heilige Versicherung, daß man nicht die Absicht hätte, uns mit unerträglichen Lasten zu bebürden?
  • Wo sind endlich die Versicherungen geblieben, daß wir aufgenommen werden würden als gleichberechtigte Nation in den Schoß dieses sogenannten Völkerbundes?
  • Wo ist geblieben die Versicherung, daß eine allgemeine Abrüstung stattfinden würde?

Lauter Lügen!

Man hat uns unsere Kolonien genommen, man hat unseren Handel vernichtet, man hat unsere Kriegsflotte geraubt, man hat Millionen Deutsche von uns weggerissen, man hat sie mißhandeln lassen, man hat unser Volk ausgeplündert, man hat uns Kontributionen und Lasten aufgebürdet, die wir nicht in hundert Jahren hätten jemals abtragen können. Man hat uns in das tiefste Elend gestoßen. Und aus diesem Elend ist die nationalsozialistische Bewegung gekommen.

Man soll heute nicht so tun, als ob man etwa einem Deutschland, das nicht nationalsozialistisch wäre, als ob man dem etwa das goldene britische Herz öffnen wollte. Das Deutschland, das wir einst kennenlernten, war weiß Gott alles andere als nationalsozialistisch; das war demokratisch, das war weltbürgerlich, das glaubte blindlings an die Versicherungen britischer Staatsmänner. Dieses Deutschland hat damals Vertrauen gehabt, es hat sich selbst abgerüstet, es hat sich selbst entehrt. Und es ist nur betrogen worden! Und aus der Not, die daraus kam, ist unsere Bewegung gekommen! Aus dem größten Wortbruch aller Zeiten ist ein Spa gekommen und wurde später ein Versailles, jener Schandvertrag; denn Sie wissen es, meine alten Kampfgenossen, wie ich gerade von dieser Stelle aus hier hundert und hundert und hundertmal Ihnen dargelegt habe, Punkt für Punkt. Über 440 Artikel, in denen jeder Artikel teils eine Beleidigung, teils eine Vergewaltigung einer großen Nation ist und war. Die Folge davon war dann diese Zeit des Elends und der Verzweiflung, darunter auch die Zeit der Inflation, des Raubes an allen Sparguthaben, des Raubes an allen Lebensmöglichkeiten, die Zeit der großen Erwerbslosigkeit, des langsamen Verhungerns unseres Volkes, die Zeit der ungeheuren Selbstmorde in Deutschland. Denn immerhin hat dieses Deutschland damals in zwei Jahren mehr Selbstmorde bekommen, als Amerikaner inmitten des Krieges im Westen gefallen sind.

Aus dieser ganzen Not ist unsere Bewegung entstanden, und sie hat daher auch schwere Entschlüsse fassen müssen vom ersten Tage an. Und einer dieser Entschlüsse war der Entschluß zur Revolte vom 8./9. November 1923. Dieser Entschluß ist damals scheinbar mißlungen, allein, aus den Opfern ist doch erst recht die Rettung Deutschlands gekommen. 16 Tote! Allein, Millionen sind durch sie aufgerichtet worden. Die nationalsozialistische Bewegung hat damals ihren Siegeszug über Deutschland begonnen anzutreten.

Und seitdem ist nun Deutschland eine Weltmacht geworden – durch unsere Bewegung! Freilich, es war verständlich, daß der alte Feind sich in dem Augenblick wieder regen würde, in dem wir die Folgen der Niederlagen überwunden haben sollten. Es gibt nun ohne Zweifel zweierlei England. Wir wollen hier nicht ungerecht sein. Es gibt auch in England zahlreiche Menschen, denen dieses ganze heuchlerische Gehaben vielleicht innerlich verhaßt ist, die damit nichts zu tun haben. Allein, sie sind dort entweder mundtot gemacht, oder sie sind wortlos. Für uns ist entscheidend, daß wir diesen Engländer, den wir selber jahrelang suchten, nicht gefunden haben. Sie wissen es, wie ich mich bemühte fast zwei Jahrzehnte lang, um die Verständigung und für die Verständigung mit England zu ringen und zu kämpfen. Unsere ganze Zielsetzung war eine einzige Beschränkung der deutschen Politik im Sinne der Ermöglichung der Herbeiführung einer Verständigung mit England; desgleichen einer Verständigung mit Frankreich. Was haben wir hier nicht alles abgeschrieben, auf was haben wir nicht verzichtet! Eines allerdings war selbstverständlich: Einen Lebensverzicht kann keine deutsche Regierung aussprechen! Und die nationalsozialistische Regierung denkt gar nicht daran, einen Lebensverzicht auszusprechen! Im Gegenteil, aus Protest gegen den einstigen Lebensverzicht unserer demokratischen Welt sind wir ja gekommen. Ich denke gar nicht daran, einen Lebensverzicht auszusprechen, sondern im Gegenteil, ich werde das Leben und die Sicherheit des deutschen Volkes und Reiches durchsetzen!

Ich habe mir niemals angemaßt, etwa in britische oder französische Interessen hineinzureden. Wenn es heute einen Engländer gibt, der nun aufsteht und sagt: Wir sind verantwortlich für das Schicksal der Völker in Mitteleuropa, wir sind verantwortlich für das Schicksal der Völker in Osteuropa, so kann ich diesem Herrn nur sagen: Genau so könnten wir erklären, wir sind verantwortlich für das Schicksal der Völker in Palästina, für das Schicksal der Völker in Ägypten, für das Schicksal der Völker meinetwegen in Indien.

Wenn ein Engländer sagt: Unsere Grenze liegt am Rhein, und der nächste kommt und sagt: Unsere Grenze liegt an der Weichsel, so kann ich ihm nur sagen: Herr, sehen Sie, daß Sie zurück zur Themse kommen, sonst werden wir Ihnen helfen, Ihre wirklichen Grenzen zu finden!

Das heutige Deutschland ist jedenfalls gewillt und entschlossen, seine Grenzen sicherzustellen und seinen Lebensraum zu wahren. Es ist das ein Raum, den auch nicht Engländer kultiviert haben, sondern wir! Wir sind nirgends hingegangen, wo die Engländer schon Kultur hingebracht hätten. Wenn Herr Lord Halifax nun in seiner gestrigen Rede erklärt, daß er für die Künste und für die Kultur eintritt, und zu dem Zweck müsste Deutschland vernichtet werden, so können wir nur sagen: Mein Herr, wir haben schon eine Kultur gehabt, da hatten Sie von Kultur noch keine Ahnung. Und in den letzten sechs Jahren ist in Deutschland mehr in und an Kultur geleistet worden als in den letzten 100 Jahren in England! Und wo wir bisher hingekommen sind, da haben wir nicht Kulturdenkmäler britischer Kulturapostel gefunden, sondern nur Kulturdenkmäler Deutscher. Ich habe vergebens gesucht in Prag, oder Posen, oder in Graudenz, oder in Thorn, oder in Danzig, oder in Wien, britische Kulturdenkmäler zu finden. Vielleicht stehen diese britischen Kulturdenkmäler wohl in Ägypten oder in Indien.

Jedenfalls haben wir die deutsche Nation wieder emporgehoben, und zwar von Jahr zu Jahr, beginnend mit dem Jahre 1933 über 1934, 1935 und 1936. Wir haben eine Etappe nach der anderen zurückgelegt und Deutschland frei gemacht Zug um Zug und es zugleich stark gemacht! Und hier allerdings verstehe ich auch die Bekümmernis dieser internationalen Kriegshetzer. Sie haben zu ihrem Bedauern gesehen, daß das neue Deutschland doch nicht mehr ganz das alte Deutschland ist.

Ich habe mich bemüht, nicht nur die kulturelle Seite unseres Lebens zu entwickeln, sondern auch die machtmäßige, und zwar gründlich!

Wir haben uns eine Wehrmacht aufgebaut – das kann ich ja ruhig heute aussprechen – wie es eine zweite in der Welt nicht gibt!

Und hinter dieser Wehrmacht steht ein Volk in einer Geschlossenheit, wie auch das in der deutschen Geschichte bisher noch nie der Fall war! Und über dieser Wehrmacht und über diesem Volk steht heute eine Regierung von einer fanatischen Willenskraft, wie auch das in den vergangenen Jahrhunderten in Deutschland noch nie da war!

Dieses neue Deutsche Reich hat, wie Sie alle wissen, gar kein Kriegsziel gegen England oder Frankreich besessen. Ich habe auch in meiner letzten Rede dazu Stellung genommen, als ich zum letzten Male England und Frankreich die Hand geboten hatte. Wenn man uns nun trotzdem angriff, dann kann das nichts zu tun haben etwa mit der Frage Österreich oder Tschechei oder Polen, denn die Fragen hat man ja im allgemeinen bei Bedarf sofort sehr schnell vergessen. Und außerdem, der Fall Polen zeigt ja, wie wenig England an sich an der Existenz von Staaten interessiert ist, denn es hätte ja sonst auch Sowjetrußland den Krieg erklären müssen, da ja Polen ungefähr halbiert wurde. Aber die Engländer sagen: Nein, das ist auch gar nicht mehr jetzt das Entscheidende, wir haben jetzt wieder ein anderes Kriegsziel. Erst war es die Freiheit Polens, dann – dann war es der Nazismus, dann waren es wieder die Garantien für die Zukunft. Es wird jetzt irgend etwas anderes sein. Sie werden eben Krieg führen, solange sie vor allem jemand finden, der bereit ist, mit ihnen Krieg zu führen, das heißt der bereit ist, sich selbst für sie auch mitzuopfern. Die Gründe sind die alten Phrasen. Wenn man nämlich erklärt, daß man nun für die Freiheit, für die Freiheit überhaupt und im besonderen eintreten wollte, dann könnte ja Großbritannien der Welt ein wunderbares Beispiel geben, indem es endlich einmal seinen eigenen Völkerschaften die volle Freiheit schenkt.

Wie edel würde doch dieser britische Kreuzzug sofort aussehen, wenn er eingeleitet worden wäre mit der Proklamation der Freiheit für die 350 Millionen Inder oder eingeleitet worden wäre mit der Proklamation der Unabhängigkeit, des freien Abstimmungsrechtes aller anderen britischen Kolonien! Wie herrlich würde dann dieser britische Kreuzzug aussehen, und wie gern würden wir dann uns vor so einem England beugen! Zunächst aber sehen wir, wie dieses England selber Hunderte von Millionen Menschen unterdrückt, wie dieses gleiche England zugesehen hat, wie zahlreiche Millionen Deutsche unterdrückt worden sind. Es bewegt uns daher nicht im geringsten, wenn heute ein britischer Minister mit tränender Stimme ausruft, England habe überhaupt nur ideale Ziele, gar keine selbstsüchtigen. Die hat Britannien noch nie gehabt. – Ich sagte schon, daß noch niemals Britannien für selbstsüchtige Ziele gekämpft hat, sondern nur der liebe Gott dann im Vollzug der Kämpfe die Gebiete und die Menschen England als Lohn geschenkt hat dafür, daß es uneigennützig kämpfte. Also wenn sie heute nun wieder erklären, dass sie keine eigennützigen Ziele besitzen, dann ist das lächerlich. Das bewegt uns nicht, und das deutsche Volk kann darüber wirklich nur staunen, staunen über die Beschränktheit derer, die glauben, daß man knapp zwanzig Jahre nach einem so ungeheuren Weltbetrug mit dem gleichen Betrug wieder aufwarten kann.

Oder, wenn man sagt, daß man für die Kultur eintritt. England als Kulturschöpfer ist ein Faktor für sich. Wir haben wenige Spuren einer wirklichen britischen kulturellen schöpferischen Tätigkeit in anderen Ländern. Die kulturelle Tätigkeit Englands beschränkt sich fast ausschließlich auf das britische Mutterland selbst und auf jene Gebiete, die diesem britischen Mutterland praktisch unterworfen sind. Sonst können wir von einer kulturellen Tätigkeit nichts sehen. Überhaupt brauchen wir Deutschen uns von den Engländern auf dem Gebiet der Kultur nichts vormachen zu lassen. Unsere Musik, unsere Dichtung, unsere Baukunst, unsere Malerei, unsere Bildhauerkunst kann mit der englischen und den englischen Künsten schon absolut sich vergleichen. Immerhin glaube ich, hat ein einziger – na, sagen wir; Beethoven – musikalisch mehr geleistet als sämtliche Engländer der Vergangenheit und Gegenwart zusammen. Und die Pflege dieser Kultur, die nehmen wir auch besser wahr, als das die Engländer überhaupt können.

Wenn sie dann weiter sagen, daß es jetzt das Ziel sei, endlich dem Kriege ein Ende zu bereiten – sie hätten gar nicht anzufangen brauchen! Denn der Krieg ist nur deshalb da, weil England ihn gewollt hat!

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Wenn sie heute sagen: Es ist jetzt Krieg, wir – die Engländer – wollen das nicht, wir werden also jetzt Krieg führen, damit es in der Zukunft keine Kriege mehr gibt, so kann man ihnen nur sagen: Sie hätten gar nicht den Krieg anzufangen brauchen, dann gäbe es gar keinen Krieg! Wir sind überzeugt, daß es im übrigen solange Kriege geben wird, als die Güter der Welt nicht gerecht verteilt sind und als man nicht aus freiem Willen und aus Gerechtigkeit heraus diese Güterverteilung vornimmt.

Und das hätte man ja tun können! Wenn man heute sagt: Ja, dem nationalsozialistischen Deutschland, dem können wir die Kolonien nicht geben, obwohl sie uns selber geradezu schmerzen, denn wir Engländer sind bedrückt von dem Besitz dieser Kolonien, wir möchten gern die Rohstoffe der Welt verteilen, aber wir müssen das jemand geben, zu dem wir Vertrauen haben! – Oh, vor uns waren ja doch andere Regierungen. Das waren Regierungen von Englands Gnade; sie sind ja von England zum Teil besoldet worden. Dazu mußte man doch Vertrauen besitzen! Warum hat man denen nicht die Güter gegeben, auf die das deutsche Volk Anspruch hat? Auch hier brauchte man ja gar nichts zu verteilen, man brauchte uns nur vorher unser Eigentum nicht zu rauben!

Auch wir sind der Meinung, daß dieser Krieg ein Ende nehmen muß und daß nicht alle paar Jahre wieder einer kommen kann und kommen darf und kommen soll. Und wir halten es daher für notwendig, daß zu diesem Zweck sich die Nationen in ihren Einflußgebieten selbst beschränken, das heißt mit anderen Worten, daß der Zustand ein Ende nimmt, daß ein Volk sich anmaßt, den Weltpolizisten spielen zu wollen und überall dreinreden zu wollen. Zumindest, insoweit es sich um Deutschland handelt, wird dieses Mal die britische Regierung es noch erkennen, daß der Versuch, die Aufrichtung einer Polizeidiktatur zu unternehmen, scheitern muß und scheitern wird.

Wir haben die britischen Regierungsmänner weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart jemals als Kulturapostel kennengelernt – als Polizeibehörde ertragen wir sie aber überhaupt nicht! Das wissen sie im übrigen auch, daß das alles nicht die Gründe sind.

Die Gründe liegen auf einem anderen Gebiet. Im Grunde genommen hassen sie das soziale Deutschland! Denn was haben wir ihnen denn getan? Gar nichts! Was haben wir ihnen genommen? Gar nichts! Haben wir sie bedroht? Nicht einmal! Waren wir etwa nicht bereit, mit ihnen Abkommen zu treffen? Jawohl! Wir taten das auch. Haben wir uns nicht verpflichtet, selbst Begrenzungen unserer Rüstungen vorzunehmen? Wir haben das sogar vorgeschlagen. Nein, das hat sie alles nicht interessiert. Was sie hassen, das ist Deutschland, das ein „schlechtes“ Beispiel bietet, es ist in erster Linie das soziale Deutschland, das Deutschland unserer sozialen Arbeitsgesetzgebung, das sie schon vor dem Weltkrieg haßten und das sie auch heute hassen. Das Deutschland der Fürsorge, das hassen sie, das Deutschland des sozialen Ausgleichs, das Deutschland der Beseitigung der Klassenunterschiede, das hassen sie! Das Deutschland, das sich im Laufe von sieben Jahren jetzt bemüht hat, seinen Volksgenossen ein anständiges Leben zu ermöglichen, das hassen sie! Das Deutschland, das die Arbeitslosigkeit beseitigt hat, die sie nicht beseitigen konnten mit ihrem Reichtum, das hassen sie! Das Deutschland, das auf seinen Schiffen den Arbeitern, den Schiffsleuten anständige Quartiere gibt, das ist es, was sie hassen, weil sie das Gefühl haben, daß dadurch ihr eigenes Volk „angesteckt“ werden könnte! Und sie hassen daher auch das Deutschland der sozialen Gesetzgebung, das Deutschland, das den 1. Mai als den Tag der nationalen Arbeit feiert, das hassen sie! Sie hassen das Deutschland, das den Kampf gegenüber den Klassen aufgenommen hat. Dieses Deutschland, das hassen sie in Wirklichkeit. Sie hassen daher auch das gesunde Deutschland in erster Linie, das volksgesunde Deutschland, das Deutschland, das sich um seine Volksgenossen kümmert, das die Kinder wäscht, bei dem die Kinder nicht verlaust sind, das nicht Zustände einreißen läßt, wie sie es in ihrer eigenen Presse jetzt zugeben. Dieses Deutschland hassen sie! Es sind ihre Geldmagnaten, ihre jüdischen und nichtjüdischen internationalen Barone, Bankbarone usw., die sind es, die uns hassen, weil sie in diesem Deutschland ein schlechtes Vorbild sehen, das andere Völker – ihr eigenes – vielleicht aufreizen könnte. Sie hassen das Deutschland unserer jungen, gesunden, blühenden Generation, das Deutschland der Fürsorge für diese Generation. Und sie hassen selbstverständlich damit auch das starke Deutschland, das Deutschland, das marschiert, das Deutschland, das freiwillig Opfer auf sich nimmt.

Wie sie uns hassen, das haben wir ja gesehen. Wir machten einen Vierjahresplan, um uns zu helfen. Wir haben durch diesen Vierjahresplan niemand etwas genommen. Denn wenn wir aus unserer Kohle Benzin machen oder Gummi, oder wenn wir uns mit anderen Ersatzstoffen behelfen, was nehmen wir den anderen damit weg? Nichts, gar nichts! Im Gegenteil, sie sollten froh sein, sie hätten sagen können: Dann entlasten sie damit unsere Märkte, Gott sei Lob und Dank, wenn sie sich selber ihr Benzin verschaffen, dann brauchen sie nicht zu exportieren, damit sie importieren können. – Um so besser für uns, bleibt das Weltbenzin uns vorbehalten. – Nein, sie haben gegen den Vierjahresplan gekämpft. Sie sagten: Der Plan muß weg! – Weshalb denn? Weil er Deutschland gesund macht! Das ist der einzige Grund.

Es ist der Kampf gegen das freie, gegen das unabhängige, gegen das gesunde, gegen das lebensfähige Deutschland. Das ist nun ihr Kampf!

Und dem steht nun unser Kampf gegenüber. Und dieser Kampf ist unser ewig nationalsozialistischer und gleichbleibender, der Kampf für die Aufrichtung einer gesunden, starken Volksgemeinschaft, für die Überwindung und Beseitigung der Schäden in dieser Gemeinschaft und für die Sicherung dieser Gemeinschaft der anderen Welt gegenüber. Dies ist das Ziel: Wir kämpfen für die Sicherheit unseres Volkes, für unseren Lebensraum, in den wir uns nicht von anderen hineinreden lassen!

Wenn man nun in England erklärt, daß dieser Kampf, der jetzt nun ausgebrochen ist, der zweite Punische Krieg sei, so steht in der Geschichte nur noch nicht fest, wer in diesem Fall Rom und wer Karthago ist. Im ersten war jedenfalls England noch nicht Rom, denn im Punischen Krieg hat wirklich Rom gesiegt; im ersten Weltkrieg hat nicht England gesiegt, sondern andere waren die Sieger. Und im zweiten – das kann ich Ihnen versichern – wird England erst recht nicht der Sieger sein! Diesmal tritt diesem England des Weltkrieges ein anderes Deutschland entgegen; das werden sie wohl in absehbarer Zeit noch ermessen können. Ein Deutschland, das von einem unbändigen Willen erfüllt ist und das auf die Blödeleien britischer Phrasenmänner nur mit Gelächter reagiert. Wenn heute ein Engländer kommt und sagt: Wir kämpfen für die Freiheit der Welt, wir kämpfen für die Demokratie, wir kämpfen für die Kultur, wir kämpfen für die Zivilisation, wir kämpfen für die Gerechtigkeit – dann löst das in Deutschland nur ein schallendes Gelächter aus.

Dazu lebt noch die Generation, die die „Aufrichtigkeit“ solcher britischer Kriegszieldarlegungen ja persönlich kennengelernt hat. Und wenn wir selbst nichts dazugelernt hätten, dann hätten wir auf alle Fälle auch nichts vergessen! Aber wir haben nicht nur nichts vergessen, sondern wir haben dazugelernt!

Jeder britische Ballon, der in unsere Linien baumelt und hier ein paar „geistreiche“ Flugblätter herunterbringt, beweist uns, daß in dieser anderen Welt alles stillgestanden ist seit zwanzig Jahren. Aber jedes Echo aus Deutschland müßte denen beweisen, daß hier eine Bewegung stattfand, und zwar eine Bewegung von ungeheurem dynamischem Ausmaß und einer ungeheuren Kraft und Wirksamkeit.

England will nicht den Frieden! Wir haben das gestern wieder gehört. Ich habe schon in meiner Reichstagsrede erklärt, daß ich persönlich nichts mehr dazu zu sagen hätte. Das Weitere werden wir mit den Engländern in der Sprache reden, die sie wahrscheinlich schon verstehen werden!

Es tut uns nur leid, daß sich Frankreich in den Dienst dieser britischen Kriegshetze stellte und daß es seinen Weg mit dem Weg Englands zusammenkoppelte. Was Deutschland betrifft, so haben wir niemals Angst gehabt vor einer Front. Wir haben einst zwei Fronten erfolgreich verteidigt. Wir haben nur mehr eine Front, und wir werden an dieser Front erfolgreich bestehen, dessen kann man überzeugt sein!

Ich habe es nicht als einen Erfolg der deutschen Politik, sondern als einen Erfolg der Vernunft angesehen, daß es uns gelungen ist, mit Rußland zu einer Verständigung zu kommen. Einmal haben die beiden Völker sich gegenseitig bis zum Weißbluten bekriegt. Keines der beiden Völker hatte davon einen Gewinn. Wir sind übereingekommen, den Herren in London und Paris diesen Gefallen ein zweites Mal nicht mehr zu erweisen!

So stehen wir jetzt in einer großen historischen Sendezeit. Aus dem Kampf ist der Nationalsozialismus einst entstanden. Soldaten sind wir damals alle gewesen. Ein großer Teil hat heute wieder den grauen Rock angezogen. Aber auch die anderen sind Soldaten geblieben. Deutschland hat sich durch und durch verwandelt. So wie Preußen in den Jahren 1813 und 1814 nicht mehr verglichen werden konnte mit dem Preußen von 1806, so kann das Deutschland von den Jahren 1939, 1940, 1941 oder 1942 nicht mehr verglichen werden mit dem Deutschland von 1914, 1915, 1916 oder 1917 oder 1918.

Was es damals geben konnte, ist in der Zukunft unmöglich! Wir werden – und dafür bürgt mir vor allem die Partei – dafür sorgen, daß Erscheinungen, wie wir sie im Weltkrieg leider erleben mußten, daß solche Erscheinungen nicht mehr in Deutschland auftreten können. Wir sind, meine nationalsozialistischen Kämpfer, mit diesen Erscheinungen fertig geworden, als wir als eine lächerliche Minorität noch in Deutschland kämpften.

Damals hatten wir nur unseren Glauben. Und wir haben diese Erscheinungen niedergezwungen und haben sie beseitigt. Heute haben wir außerdem noch die Macht. Und niemals mehr werden solche Erscheinungen über Deutschland kommen. Unser Wille ist genauso unbeugsam im Kampfe nach außen, wie er einst unbeugsam war im Kampfe um die Macht im Innern.

So wie ich Ihnen damals immer sagte: Alles ist denkbar, nur eines nicht, daß wir kapitulieren, so kann ich das als Nationalsozialist auch heute nur der Welt gegenüber wiederholen: Alles ist denkbar, eine Kapitulation niemals! Man soll sich das ja aus dem Kopf schlagen! Wenn man mir dann erklärt: dann wird der Krieg drei Jahre dauern – wie lange er dauert, spielt keine Rolle, kapitulieren wird Deutschland niemals, niemals, jetzt nicht und in drei Jahren auch nicht. Man sagt mir, England hat sich auf einen dreijährigen Krieg vorbereitet. Ich habe am Tage der britischen Kriegserklärung dem Feldmarschall Göring den Befehl gegeben, sofort die gesamten Vorbereitungen auf die Dauer von fünf Jahren zunächst zu treffen, nicht weil ich glaube, daß dieser Krieg fünf Jahre dauert, aber weil wir auch in fünf Jahren niemals kapitulieren würden, und zwar um keinen Preis der Welt.

Wir werden aber nun diesen Herren ja zeigen, was die Kraft eines 80-Millionen-Volkes vermag, unter einer Führung, mit einem Willen, zusammengefügt zu einer Gemeinschaft. Und hier wird die Partei in Erinnerung an die einstigen Toten erst recht ihre große Mission erfüllen müssen. Sie wird die Trägerin sein dieses Willens, der Geschlossenheit, der Einheit und damit unserer deutschen Volksgemeinschaft. Was immer auch im einzelnen uns an Opfern zugemutet wird, das wird vergehen, es ist belanglos. Entscheidend ist und bleibt nur der Sieg!

Wir werden dank unserer Vorbereitungen diesen Kampf unter viel leichteren Bedingungen führen wie etwa im Jahre 1914. Damals taumelte Deutschland blind in diesen Kampf hinein. Wir haben seit vielen Jahren die Nation seelisch, aber vor allem auch wirtschaftlich gerüstet. Wir haben durch unsere großen Planungen dafür gesorgt, daß dem deutschen Flieger kein Benzin abgeht.

Wir haben durch unsere Planungen vorgesorgt, daß nicht im ersten Kriegsjahr verwüstet oder gewüstet wird und kostbares Gut verwirtschaftet wird, sondern daß am Tage der Kriegserklärung sofort jene Rationierung eintritt, die zum Durchhalten auf längste 2eit sogar die Voraussetzungen bietet.

Wir haben aber auch auf allen anderen Gebieten unsere deutschen Möglichkeiten auf das äußerste entwickelt, so daß Ich Ihnen heute nur die eine Versicherung geben kann: Sie werden uns weder militärisch noch wirtschaftlich auch nur im geringsten niederzwingen können.

Es kann hier überhaupt nur einer siegen, und das sind wir! Daß das Herr Churchill nicht glaubt, das rechne ich seinem hohen Alter zugute. Auch andere haben das nicht geglaubt. Sie sind vorerst von Herrn Churchill, Herrn Chamberlain, Herrn Halifax usw. belehrt worden, unsere polnischen Gegner. Sie wären niemals in diesen Krieg gezogen, wenn sie nicht von englischer Seite hineingetrieben worden wären. England hat ihnen den Nacken gestärkt und hat sie aufgeputscht und aufgehetzt. Der Kriegsverlauf hat vielleicht zum erstenmal gezeigt, welches Instrument sich unterdes das Deutsche Reich geschmiedet hat.

Es war nicht so, meine Volksgenossen, daß etwa der Pole feige gewesen wäre oder daß er nur gelaufen wäre, so war es nicht! Er hat sich an vielen Stellen sehr tapfer geschlagen. Trotzdem ist ein Staat mit über 36 Millionen Menschen, mit rund 50 Divisionen, ein Staat, der einen durchschnittlichen Rekrutenjahrgang von nahezu 300.000 besaß gegenüber zur Zeit 120.000 französischen Rekruten pro Jahr – trotzdem ist dieser Staat in sage und schreibe 10 Tagen militärisch geschlagen, in 18 Tagen vernichtet und in 30 Tagen zur restlosen Kapitulation gezwungen worden!

Wir sind uns auch dabei bewußt, wie sehr die Vorsehung uns geholfen hat. Sie hat uns so viel dabei ermöglicht. Sie hat unsere Pläne richtig gestalten lassen, und sie hat die Durchführung sichtbar gesegnet. Ohne dem hätte dieses Werk nicht gelingen können, nicht in dieser Zeit. Wir sind daher auch des Glaubens, dass die Vorsehung das, was geschah, so gewollt hat! Genau so wie ich Ihnen früher oft erklärte, dass die Niederlage des Jahres 1918 verdient war, für uns verdient, weil wir nicht die großen Siege richtig und würdig zu bewahren vermocht hatten. Diesen Vorwurf soll man uns in der Zukunft nicht mehr machen.

In tiefer Dankbarkeit verbeugen wir uns vor allen unseren Helden, vor den tapferen Soldaten, unseren toten Kameraden und den vielen Verwundeten. Sie haben durch ihr Opfer mitgeholfen, daß der erste Feind, der diesen Krieg zur Auslösung brachte, in kaum 30 Tagen überwunden wurde. Es möge sich jeder Deutsche dessen bewußt sein, daß das Opfer dieser Männer genau soviel wert war, als das Opfer jedes anderen in der Zukunft wert sein wird, daß keiner ein Recht hat, sein Opfer in der Zukunft als schwerer einzuschätzen. Das, was wir Nationalsozialisten als Erkenntnis und als Gelöbnis vom Totengang des 9. November in die Geschichte unserer Bewegung mitgenommen haben, nämlich daß das, wofür die ersten 16 gefallen sind, wert genug war, auch viele andere, wenn notwendig, zum Sterben zu bringen – diese Erkenntnis soll uns auch in der Zukunft nicht verlassen.

Für unser deutsches Volk sind im Laufe von vielen Jahrhunderten, ja Jahrtausenden zahllose Millionen gefallen. Millionen anderer haben ihr Blut dafür gegeben, keiner von uns weiß, ob es ihn nicht auch trifft. Allein jeder muß wissen, daß er damit nicht mehr an Opfern bringt, als andere vor ihm auch gebracht haben und andere nach ihm einst wieder werden bringen müssen. Was die Frau an Opfern auf sich nimmt, indem sie der Nation das Kind schenkt, nimmt der Mann an Opfern auf sich, indem er die Nation verteidigt.

Wir Nationalsozialisten sind immer Kämpfer gewesen. Und es ist jetzt die große Zeit, in der wir uns als Kämpfer bewähren wollen! Damit feiern wir auch am besten den Gedenktag der Erinnerung an den ersten Opfergang unserer Bewegung.

Ich kann den heutigen Abend nicht schließen, ohne Ihnen, wie immer noch, zu danken für Ihre treue Anhänglichkeit die ganzen langen Jahre hindurch, und ohne Ihnen zu versprechen, daß wir auch in der Zukunft die alten Ideale hochhalten wollen, daß wir für sie eintreten wollen, und daß wir nicht scheuen werden den Einsatz, wenn notwendig, auch des eigenen Lebens, um das Programm unserer Bewegung zu verwirklichen, das Programm, das nichts anderes besagt, als unserem Volk Leben und Dasein auf dieser Welt sicherzustellen.

Das war der erste Einleitungssatz unseres nationalsozialistischen Glaubensbekenntnisses, und das wird der letzte Satz sein, der über jedem einzelnen Nationalsozialisten geschrieben steht, dann, wenn er am Ende seiner Pflichterfüllung von dieser Welt scheidet.

Parteigenossen!

Unsere nationalsozialistische Bewegung, unser deutsches Volk und über allem jetzt unsere siegreiche Wehrmacht.

Sieg Heil! Sieg Heil! Sieg Heil!

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Quelle: Reichsleiter Philipp Bouhler (Hrsg.), Der großdeutsche Freiheitskampf, Reden Adolf Hitlers vom 1. September 1939 bis 10. März 1940, Zentral-Verlag der NSDAP, München 1940

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Der Bombenanschlag im Bürgerbräukeller (unmittelbar nach der Rede des Führers)

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Die in der Freiburger Zeitung veröffentlichte Rede:

Frz.1939-11-09.01

Frz.1939-11-09.02

Frz.1939-11-09.03

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2 Gedanken zu “Adolf Hitlers Rede am 8. November 1939 im Bürgerbräukeller in München vor dem Bombenanschlag durch Elser

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