Freie Kameradschaften

Freie Kameradschaften, Freie Kräfte oder Freie Nationalisten ist die Selbstbezeichnung von unabhängigen Säulen des Nationalen Widerstandes, die im Gegensatz zu eingetragenen Vereinen bzw. Parteien keine Mitgliederlisten führen. Dies ist eine Strategie, um sich vor den staatlichen Repressionsorganen zu schützen.

Die Gruppen sind autonom, aber gut und kameradschaftlich miteinander vernetzt. In der BRD gibt es nach Einschätzungen des „Bundesamtes für Verfassungsschutz“ etwa 150 regional und überregional agierende Kameradschaften mit einer Mitgliederzahl von je fünf bis zwanzig Personen.

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Erkennungszeichen der „Freien Kräfte“

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Konzept und Geschichte

Das Konzept der „freien Kameradschaften“ oder auch „autonomen Kameradschaften“ bildete sich in der Mitte der 1990er Jahre heraus, als durch Verbote mehrerer sogenannter rechtsextremer Parteien und Organisationen, wie der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP), eine Basis im nationalen Lager weggebrochen war.

Die Kameradschaften sind – anders als Parteien oder eingetragene Vereine – freie Zusammenschlüsse, bei denen Aktivisten kein Parteibuch bekommen und in keinem Mitgliederverzeichnis festgehalten werden. Neue Mitglieder werden aus dem Bekanntenkreis und über zufällige Bekanntschaften etwa auf Rechtsrock-Konzerten rekrutiert.

Eine wesentliche Rolle bei der Entstehung und Weiterentwicklung der „freien Kameradschaften“ spielte Christian Worch. Sein Freund und Mitstreiter Thomas Wulff entwickelte Mitte 1996 das Konzept der „Freien Nationalisten“; bei dem Konzept sollen regionale Kameradschaften zu überregionalen Bündnissen zusammengeschlossen werden. Im Gespräch mit dem Blatt Zentralorgan erläuterte er:

„Es ist eine Bündnisstruktur, die immer dann zum Tragen kommt, wenn im norddeutschen Raum verschiedenste Aktionsgruppen und Parteien zu nationalen und sozialen Fragen aktiv werden. Der Name soll vor allem deutlich machen, daß unter diesem Aktionsnamen alle anderen nationalen Kräfte ein Bündnis eingehen können, ohne daß sie ihre Selbständigkeit aufgeben müssen.“

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Weltanschauung

Die Weltanschauung der freien Kameradschaften beruft sich hauptsächlich auf den Nationalen Sozialismus und den sogenannten linken Flügel der NSDAP.

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Teilnehmer einer Demonstration, hauptsächlich aus freien Kameradschaften in Dortmund

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Organisation

In der BRD bestehen derzeit folgende überregionale Bündnisse:

  • Nationales und Soziales Aktionsbündnis Norddeutschland (NSAN) in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen und Teilen von Hessen
  • Widerstand West in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz
  • Nationales und Soziales Aktionsbündnis Mitteldeutschland (NSAM) in den Bundesländern Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen
  • Widerstand Süd in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern
  • Aktionsbündnis Mittelhessen (ABM) rund um Marburg, bis nach Gießen
  • Aktionsbüro Süd Bayern (rund um München)
  • Aktionsbüro Rhein-Neckar Südhessen, Nordbaden und Pfalz
  • Aktionsbüro Saar Saarland bis nach Rheinland-Pfalz
  • Aktionsbüro Mitte Thüringen

Verhältnis der Freien Kameradschaften zur NPD

Insbesondere in Mitteldeutschland sind zahlreiche Kader der „freien Kräfte“ zugleich Mitglied der NPD oder ihrer Jugendorganisation JN. Die NPD wiederum unternimmt derzeit Aktivitäten, um Mitglieder der „freien Kameradschaften“ einzubinden. Der Kameradschaftsaktivist Thorsten Heise wurde Mitglied im Bundesvorstand der NPD und betreut dort ein eigens eingerichtetes „Referat Freie Kameradschaften“. Der Bundesgeschäftsführer der NPD Frank Schwerdt war vor seinem Eintritt in die NPD aktiv an der Gründung mehrerer Kameradschaften im Raum Berlin-Brandenburg beteiligt.

Grundsätzlich lehnen Kameradschaftsaktivisten Parteien jedoch ab.

Zitate

Wenn man sich überprüft und der Moment eintritt, in welchem man sich dabei ertappt, mehr und mehr Handlungen zu begehen oder bei anderen wahrzunehmen, die den eigentlichen Idealen und Zielen widersprechen, dies aber ohne das Ziehen von Konsequenzen hinnimmt, dann ist man bereits schleichend zum Teil eines Systems geworden, dem man vorher noch ablehnend gegenüberstand. Man neigt dann vielleicht plötzlich dazu, die ‚Partei‘ rosiger zu schildern, als sie ist, gewisse charakterliche Mängel bei den Mitstreitern und üble Zustände in der Organisation zu übersehen oder schönzureden, unbedeutende Wahlergebnisse als bedeutend hinzustellen, Mitgliederzahlen und Prozentergebnisse als das Wichtigste im politischen Leben zu sehen und hält all das zuletzt für grundrichtig. […] Wer die inneren Zustände der Systemparteien kennt, kann niemals den Eindruck gewinnen, daß die dort vertretenen Gestalten und halben Menschen willens und in der Lage sind, einen zermürbenden Opfergang durchzustehen. Wer nur als politisch-sozialer Verein oder Partei ohne weltanschauliche Grundlage auftritt, wird immer nur eine Interessenvertretung bleiben und kann nicht erwarten, daß die besten Menschen zu ihm stoßen.“

– Spreelichter, Der „Nationale Widerstand“ und der „gute Wille“. 13. April 2010 –

Die neue politische Strömung, die ursprünglich von einer Begeisterung für hohe systembefreiende Ziele getragen wurde, verstrickt sich in systemgemäße Verhaltensweisen und endet nicht in Befreiung und schöpferischem Aufbau, sondern in einer als ‚Reform‘ auftretenden Neuanpassung des Systems, was praktisch aber nichts anderes darstellt als eine Festigung des Systems.“

– Roland Bohlinger über die Notwendigkeit einer weiteren Grundentscheidung, 1992 –

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Quelle: Metapedia

5 Gedanken zu “Freie Kameradschaften

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