Der Fall „Barbarossa“ – der Präventivschlag der deutschen Wehrmacht gegen das stalinistisch-bolschewistische Regime

Unternehmen „Barbarossa“ (ursprünglich: Fall Barbarossa) war der Deckname für den Präventivschlag der deutschen Wehrmacht gegen das stalinistisch-bolschewistische Regime, welcher unter der Bezeichnung Russlandfeldzug im Zweiten Weltkrieg am 22. Juni 1941 begann. Veranlasst wurde dieser Befreiungskampf vom Bolschewismus durch das vorherige aggressive Vorgehen der Sowjetunion gegenüber Europa, unter anderem der Überfall auf Finnland 1939/40 (Winterkrieg) und der Angriff auf das östliche Staatsgebiet Rumäniens durch die Besetzung Bessarabiens am 28. Juni 1940.

„Barbarossa war daher kein „Überfall“, sondern ein Deutschland aufgezwungener Präventivschlag, der sich in der Folge als Beginn eines heroischen, aber für das damalige Deutschland vergeblich geführten Kampfes erweisen sollte.“

– Heinz Thomann, Von Sarajewo bis Nürnberg – Der zweite Dreißigjährige Krieg –

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Aufmarschplan der Roten Armee unmittelbar vor dem geplanten Überfall auf Europa

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Stalins verhinderter Erstschlag

Stalin hatte lange vor dem Einmarsch der deutschen Truppen die größte Invasionsarmee der Welt an der Grenze aufgestellt und war zum Angriff auf Europa fest entschlossen.

Der Entschluss zum Überfall auf Deutschland fiel bereits am 19. August 1939 in einer Geheimrede Stalins:

„In seinem neuen Buch ‚Der Tag M‘ (Klett-Cotta 1995) schreibt Viktor Suworow über die Folgewirkungen des 19. August: ‚Es war die heimliche Mobilmachung. Die sowjetische Führung bereitete die Rote Armee und das gesamte Land auf die Eroberung Deutschlands und ganz Westeuropas vor. Die Eroberung Westeuropas war das Hauptziel, weshalb die Sowjetunion den Zweiten Weltkrieg entfesselte. Der endgültige Entschluß, den Krieg zu beginnen, wurde von Stalin am 19. August 1939 gefaßt.‘“

– Staatsbriefe: Wolfgang Strauß: Der zweite Weltkrieg begann am 19. August 1939 –

Die Weichenstellung zur Konfrontation erfolgte im November 1940, als Außenminister Wjatscheslaw Molotow in Berlin weilte und unverblümt die sowjetischen Forderungen präsentierte: Gewinnung Finnlands und der restlichen Bukowina, Einbeziehung Bulgariens in die eigene „Sicherheitszone“ und Errichtung von Stützpunkten auf den Dardanellen. Außerdem meldete er Interesse an Ungarn, Jugoslawien, Griechenland, dem deutsch besetzten Teil Polens und an der freien Durchfahrt durch die Ostseeausgänge an. Da er sogar das geheime Zusatzprotokoll vom 23. August 1939 für obsolet erklärte, entstand bei Adolf Hitler der zwingende Eindruck, bei Erfüllung der Forderungen unausweichlich in die Abhängigkeit von Josef Stalin zu geraten. Mit dieser Aussicht konnte sich ein Staat, der um seine Machtstellung kämpfte, nicht abfinden. Es handelte sich also beim deutschen Angriff keineswegs um einen „Überfall“, und man war nicht mehr an das geheime Zusatzprotokoll vom 23. August 1939 samt der Interessengrenze zwischen beiden Staaten gebunden, da Molotow dieses Protokoll als hinfällig bezeichnet hatte. Obendrein hatte die Sowjetunion diese Interessengrenze durch die Besetzung der Nordbukowina im Juni 1940 selbst verletzt.

Nachdem Adolf Hitler den immer anmaßender werdenden sowjetischen Forderungen auf territoriale Zugeständnisse in Europa entgegengetreten war, führte die UdSSR im Sommer 1940 die Kriegswirtschaft ein, indem sie u. a. durch die Verordnung vom 26. Juni 1940 den achtstündigen Arbeitstag und die siebentägige Arbeitswoche verbindlich vorschrieb. Die Sowjetpresse, das Radio, die Lehrer, die Wanderredner und Gewerkschafts-, Jugendverbands- und Parteifunktionäre trichterten der Bevölkerung in unzähligen Versammlungen ein, dass die seit Jahren vorbereitete „kapitalistische“ Attacke gegen die Sowjetunion unmittelbar bevorstehe. Der amerikanische Ingenieur John Scott, der selbst bis 1942 in der Sowjetunion arbeitete, beschrieb die russische Aufrüstung vor dem Krieg wie folgt:

„Das russische Verteidigungsbudget wurde fast in jedem Jahr verdoppelt. Unendliche Reserven an Kriegsmaterial, Maschinen,Brennstoffen, Lebensmitteln und Vorräten wurden aufgespeichert. Die Rote Armee wurde von rund zwei Millionen Mann im Jahre 1938 auf 6,5 Millionen bis zum Frühjahr 1941 verstärkt.“

Schon Anfang 1940 waren 150 Divisionen in den westlichen Wehrbezirken aufmarschiert, davon in den früheren polnischen Ostgebieten etwa 100 Divisionen gegenüber 6 (!) deutschen. Ende März 1941 wurden 500.000 Reservisten mobilisiert und in die grenznahen Wehrbezirke verlegt; diesen folgten weitere 300.000 Fachkräfte aus der Reserve. Damit wurde die Rote Armee in den Grenzgebieten kurz vor dem Krieg mit zusätzlichen 800.000 Mann verstärkt. General Schukow bestätigte später auch den Aufmarsch von 170 Divisionen und 2 Brigaden in den grenznahen Bezirken. Die sowjetischen militärischen Vorbereitungen nahmen ein Ausmaß an, dass der deutsche Chef des Generalstabs, Halder, laut Tagebucheintrag vom 6. und 7. April 1941 einen sowjetischen Angriff in Kürze für möglich hielt. Generaloberst Halder, übrigens ein Mitglied des Widerstandes, schrieb nach dem Krieg über Hitlers

„feste und nicht unbegründete Überzeugung, daß Rußland zum Angriff auf Deutschland rüste“

– Walter Sanning: Die Auflösung des osteuropäischen Judentums, S. 53 ff –

Die Befürchtungen der deutschen Führung und insbesondere Adolf Hitlers, die Sowjetunion werde 1941 oder spätestens 1942 das Deutsche Reich angreifen, war, wie wir heute wissen, keineswegs aus der Luft gegriffen. 1991-93 wurden in Moskau Dokumente des sowjetischen Generalstabes über seine Operationsplanungen in den Jahren 1940/41 veröffentlicht. Bereits am 18. September 1940 legten der Volkskommissar für die Verteidigung der UdSSR, Marschall Timoschenko, und Generalstabschef Merezkow, Stalin einen Operationsentwurf vor, der eine Offensive der Roten Armee aus der Westukraine quer durch Südpolen nach Schlesien vorsah, um Deutschland von den rumänischen Ölquellen abzuschneiden. Gleichzeitig sollten die deutschen Kräfte im Raum Lublin – Warschau durch einen Zangenangriff aus der Westukraine und aus Westweißrussland heraus vernichtet werden. Dieser Plan wurde von Stalin gebilligt; ihm wurde eine überarbeitete und erweiterte Fassung im Mai 1940 von Timoschenko und Armeegeneral Schukow vorgelegt. Der Aufmarsch der Roten Armee im Frühjahr 1941 orientierte sich exakt nach diesen Plänen. Das bedeutet, dass das Unternehmen „Barbarossa“, der deutsche Angriff auf die Sowjetunion, den Charakter eines Präventivkrieges hatte. Man kann deshalb argumentieren, es sei letztlich der Deutschen Wehrmacht zu verdanken, dass Westeuropa die ökonomischen Verwüstungen und seelischen Deformationen jahrzehntelanger kommunistischer Herrschaft erspart geblieben sind.

Schon seit Juni/Juli 1940 beschäftigte sich Adolf Hitler mit dem Gedanken, dass ein Krieg mit der UdSSR unvermeidlich werden würde. Er ließ daher entsprechende Pläne vom OKW ausarbeiten. In diesen Monaten ging es noch darum, dem geschwächten England den letzten noch verbliebenen Bündnispartner auf dem europäischen Kontinent auszuschalten. Denn England hatte bereits im Vorfeld des Polenfeldzuges versucht, mit der Sowjetunion einen Bündnisvertrag abzuschließen. [siehe dazu auch das neuerliche Bündnis: Verteidigungsbündnis zwischen England und Russland] Dieser Gefahr galt es präventiv zu begegnen. Der sich immer weiter verstärkende Aufmarsch der Roten Armee an der Grenze des Generalgouvernements war es schließlich, der die Pläne schneller zur Ausführungsreife brachte.

Durch geheimdienstliche Mittel wusste Deutschland von diesem Plan ab Anfang des Jahres 1941 ganz konkret. Bereits zuvor war die aggressive Sowjetunion wortbrüchig gegenüber Deutschland geworden. Nur durch die offensive Aufstellung der Roten Armee als Angriffsarmee war es der Deutschen Wehrmacht möglich, das sowjetische Territorium in den ersten Kriegstagen zu überrennen.

„Bedrohlichkeit des russischen Aufmarsches läßt weiteres Zögern nicht zu.“

– Im Kriegstagebuch des OKW in einer Kurznotiz, 19. Juni 1941 –

„Eindeutig wurde, daß die Sowjetunion zu einem ganz großen Schlag ausholte — und der Führer angreifen mußte, um bei Minsk, und nicht bei Breslau, kämpfen zu können …

– Alfred Rosenberg: Adolf Hitler – Letzte Aufzeichnungen. Nürnberg 1945 – 1946] –

Interessieren sollte der Umstand, dass der damalige NKWD-Chef Lawrenti Beria zwei Wochen vor Kriegsausbruch für zehn Tage die deutsch-sowjetische Grenze bereiste und wegen der vorgefundenen Lage Erkundungsflüge sowjetischer Luftaufklärer über dem deutschen Grenzgebiet veranlasste. Der Präventivschlag Deutschlands in seinem fast abgeschlossenen Aufmarsch habe Stalin, so Viktor Suworow, „zutiefst erschüttert“. Die von Nikita Chruschtschow in Umlauf gebrachte Version, Stalin sei am 22. Juni völlig gebrochen gewesen, ist falsch. Wie die Besucherlisten des Kreml zeigen, hatte er die ganze folgende Woche über gearbeitet und die wichtigsten Leute empfangen. Aber dann folgten zwei Tage, in denen er völlig abwesend schien.

Stalins Kriegswille ist durch die Aufrüstung und Inmarschsetzung der Armee, aber auch durch konkrete Äußerungen belegt. In seiner berühmten und inzwischen völlig unangezweifelten Rede vor den Absolventen der Kriegsakademien am 5. Mai 1941 sagte Stalin:

„Die Ära der Ausweitung der Grenzen der Sowjetunion mit Waffengewalt hat begonnen. Der Plan des Krieges ist bei uns fertig [ … ] Es ist Zeit einzusehen, daß nur eine entscheidende Offensive, nicht aber eine Defensive zum Sieg führen kann. Es lebe die aktive Kriegspolitik des Sowjetstaates. [ … ] Der Plan des Krieges ist bei uns fertig. Flugplätze sind gebaut. Landeplätze und Flugzeuge der 1. Linie befinden sich schon dort. Alles zur Bereinigung des rückwärtigen Gebietes ist getan, alle fremden Elemente sind entfernt. Folgerung: Im Laufe der nächsten zwei Monate können wir den Kampf mit Deutschland beginnen.“

Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen wurde bei sowjetischen Soldaten ein verbreitetes Wörterbuch gefunden, in dem Fragen und Aussagen auch für der deutschen Sprache Unkundige in kyrillisch abgedruckt waren. Es brauchte nur die kyrillische Lautschrift nachgelesen werden. Die Fragen waren so bezeichnend wie:

„Wo ist hier der nächste Flugplatz“, „welcher Fluß ist dies“, „sofort alle Waffen auf den Marktplatz schaffen“, „gibt es in der Nähe Befestigungen“

usw. Nicht gerade ein Indiz für eine völlig ahnungslos „überfallene“ Armee. Der Druck und die Verteilung der Wörterbücher dürften sicher zuvor einige Wochen in Anspruch genommen haben.

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Auszug aus dem bei sowjetischen Soldaten gefundenen Wörterbuch mit Fragen, die eine unmittelbare Angriffsabsicht belegen. (Quelle: Viktor Suworow: „Stalins verhinderter Erstschlag“)

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Die Prawda vom 22. Juni 1989 gestand ein, dass die Zahl der Rotarmisten an der sowjetischen Aufmarschlinie im Westen

„fast doppelt so hoch war, wie die der Gegner.“

– zitiert in: Historische Tatsachen – Nr. 40 – Udo Walendy – 14 Tage zuvorgekommen, S. 32 –

Der russische Oberst Dr. Walerij Danilow hat im Heft 1/1993 der „Österreichischen Militärischen Zeitschrift“ den strategischen Aufmarschplan veröffentlicht, den General Wassilewski verfasst hatte und der, unterzeichnet vom damaligen Volkskommissar für Verteidigung, Marschall Timoschenko und dem Chef des Generalstabes, Schukow, Stalin im Mai 1941 vorgelegt worden war. Wie es die Praxis des Jahres 1941 gezeigt hat, erfolgte der Aufmarsch tatsächlich exakt nach diesem Dokument. Es war eine reine Angriffsaufstellung. Dies geht auch aus zahlreichen Memoiren führender Militärs aus dieser Zeit hervor.

Viktor Suworow kommt in seinem Buch Der Eisbrecher zu dem Ergebnis, dass der Tag, an dem Stalins Invasion Europas beginnen sollte, mit hoher Wahrscheinlichkeit der 6. Juli 1941 gewesen sein soll. Der Deckname des geplanten Angriffskrieges lautete „Gewitter“.

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Vormarsch der deutschen Truppen

Am 22. Juni 1941 verfügte die Rote Armee gegenüber der Wehrmacht über die fünffache Anzahl an Flugzeugen und über die siebenfache Menge an Panzern.

„Mitte Juni wurden die Anzeichen drohend, und so in der zweiten Hälfte des Juni konnte es keinen Zweifel mehr geben, daß es sich hier um eine Frage von vielleicht Tagen, von vielleicht Wochen noch handeln würde. Und so gab ich denn den Befehl für den 22. Juni, nun unsererseits sofort anzutreten. Glauben Sie mir, meine alten Parteigenossen, es war das der schwerste Entschluß meines ganzen bisherigen Lebens, ein Entschluß, von dem ich wußte, daß er uns in einen sehr schweren Kampf verwickeln würde, von dem ich aber hoffte, daß die Chancen, ihn zu gewinnen, um so größer wären, je schneller wir dem anderen zuvorkommen würden.

– Adolf Hitler, Rede vom 09. November 1941 –

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Weisung Nr. 21 des Führers zum Fall Barbarossa

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In den frühen Morgenstunden des 22. Juni 1941 begann der Vormarsch von 149 Divisionen (darunter alle motorisierten und gepanzerten deutschen Kräfte) über die sowjetische Grenze. Zwei Divisionen operierten von Finnland aus, acht Divisionen waren in Norwegen stationiert, eine Division stand in Dänemark, 38 verblieben im Westen. Zwei Divisionen kämpften in Nordafrika und sieben Divisionen standen am Balkan. Außerdem traten Truppen Rumäniens und Finnlands gegen die stalinistische Sowjetunion an, beides Staaten, denen kurz zuvor Gebiete durch den Einmarsch der „Roten Armee“ entrissen worden waren. Später kämpften auch Verbände Ungarns, Italiens und Kroatiens auf deutscher Seite im Osten, sowie Freiwillige aus fast ganz Europa, inklusive der Russischen Befreiungsarmee. Trotz vieler Hinweise war die untere und mittlere Führung der Sowjetunion nicht auf eine Verteidigung eingestellt, da der Aufmarsch der sowjetischen Truppen zuvor der Vorbereitung eines Angriffskrieges gegen Deutschland diente. Viele der sowjetischen Soldaten, deren Truppen in Angriffsformationen aufgestellt waren, ergaben sich an der Grenze ohne nennenswerten Widerstand, die motorisierten deutschen Truppen konnten zügig vorstoßen.

Nach den Erfahrungen mit dem ersten russischen Winter wurde für den Winter 1942/43 eine neue Uniform in Auftrag gegeben. Aufgrund von Verrat wurde die Auslieferung dieser Opanol-Uniform verzögert, so dass die Wehrmachtsangehörigen erneut dem Wetter weitgehend schutzlos ausgeliefert waren.

Der Völkische Beobachter vom 23. Juni 1941: Der Rußlandfeldzug hat begonnen!

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Massive Hilfe aus den VSA

Scheinbar unaufhaltsam rückte die Wehrmacht im Sommer und Herbst 1941 vor und trieb die Rote Armee vor sich her.

„Deutschland wird Rußland in maximal drei Monaten schlagen“,

prophezeite VS-Kriegsminister Henry L. Stimson kurz nach Beginn des „Unternehmens Barbarossa“. Doch gleichzeitig mit dem Blitzvormarsch der deutschen Armeen brachten die Sowjets, geführt von einem Evakuierungskomitee unter dem Stalin-Getreuen Lasar Kaganowitsch, im zweiten Halbjahr 1941 mindestens 2.600 kriegswichtige Fabriken in Sicherheit. Wichtige Maschinen und Vorräte wurden in Windeseile demontiert und per Eisenbahn ins ebenso sichere wie rohstoffreiche Sibirien transportiert.

„Die sowjetische Kriegsmaschinerie wurde nur durch diesen höchst bemerkenswerten Exodus von Maschinen, Menschen und Ausrüstung gerettet“,

urteilte der englische Historiker Richard Overy in seiner Studie „Rußlands Krieg“. Das Panzerwerk Nummer 183 aus dem ukrainischen Charkow landete in Nischny Tagil und nahm schon Anfang 1942 die Produktion der wichtigen T-34-Panzer wieder auf. Die Leningrader Kirow-Werke wurden samt ihrer 15.000 Mann starken Belegschaft nach Tscheljabinsk oder Omsk verfrachtet oder ausgeflogen. Sechs Flugzeugfabriken aus Kiew, Moskau und Leningrad (heute: St. Petersburg) zogen ins Tschkalow-Flugzeugwerk in Nowosibirsk um – und produzierten bis Kriegsende 15.550 Jak-Kampfflugzeuge. Schon in der zweiten Jahreshälfte 1942 stellten die Sowjets über 13.000 Panzer und 15.000 Flugzeuge her – mehr als das Deutsche Reich mit seiner viermal größeren Industriekapazität. Es war nicht nur ein industrieller, sondern auch menschlicher Exodus. Bis zu 25 Millionen Arbeiter und Familienangehörige zogen samt den Fabriken um, oft im gleichen Zug. Am neuen Ort erwarteten sie oft höllische Bedingungen. Der Maschinist Michail Ananjew fuhr mit einem demontierten Flugzeugwerk aus Moskau in den Ural.

„Dort herrschten minus 45 Grad Frost – und wir sollten Flugzeuge bauen!“

Die Umsiedler lebten in Schulen und Kulturzentren, hastig zusammengezimmerten Baracken und oft genug auch nur in Kellern oder notdürftig überdachten Erdlöchern.

Jedoch ohne die Hilfe der westlichen Alliierten wäre die sowjetische Kriegsindustrie zusammengebrochen. Allein die VSA lieferten den Sowjets über 14.000 Flugzeuge und 6.200 Panzer, 363.000 Lastwagen, 75.000 Jeeps und Motorräder. Aus Amerika kamen fast zwei Drittel des sowjetischen Flugbenzins und die Hälfte des Sprengstoffs. Ohne 435.000 Radios und Feldtelefone Made in USA wäre die militärische Kommunikation ebenso zusammengebrochen wie die Lebensader Eisenbahn, die unter häufigen deutschen Bombardements litt: Die Amerikaner ergänzten die magere sowjetische Produktion von 92 Lokomotiven durch 1.900 Lokomotiven und lieferten 11.000 Waggons und mehr als die Hälfte aller Schienen.

„Hätten wir Deutschland allein gegenübergestanden, wären wir nicht mit ihnen fertig geworden“

gab Diktator Stalin zu – freilich nur im privaten Kreis. Als der sowjetische Veteran Witali Belikow 1947 nach Moskau zurückkehrte, las er in einem Buch über den Krieg mit Verwunderung, „was der Westen uns alles geliefert hatte“. Mit Beginn des Kalten Krieges verschwanden solche Bücher aus den Regalen und die Hilfe der Alliierten aus der offiziellen „Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges“. Stalins Eingeständnis wurde erst in den 90er Jahren durch die erweiterten Memoiren Nikita Chruschtschows bekannt. Die meisten Russen freilich glauben immer noch, dass sie den Krieg gegen Hitler ohne Hilfe gewonnen haben.

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Der Mythos vom „Faschistischen Überfall“

Die Präventivschlagthese zum deutschen Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 ist von Revisionisten seit Jahrzehnten vertreten worden, in Deutschland unter anderem von Werner Maser („Der Wortbruch“, 1994) und Dr. Joachim Hoffmann, der schrieb:

„Als Abschluß (…) sei noch eine Aussage des wissenschaftlichen Direktors des ‚Militärgeschichtlichen Forschungsinstitutes‘ in Berlin aus seinem Buch ‚Stalins Vernichtungskrieg‘ (Anm.: von Dr. Joachim Hoffmann, 1995) zitiert, der dort zum ‚Unternehmen Barbarossa‘ sagt“:

„Die Geschichtslegende vom ‚heimtückischen, faschistischen Überfall auf die friedliebende Sowjetunion‘ ist nachweislich unwahr und hat heute keinen Bestand mehr. Wer daher heute noch den ‚Überfall‘ auf die Sowjetunion als gesicherte historische Wahrheit darstellt, ist nicht ernst zu nehmen.“

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Viktor Suworow: Der letzte Mythos: (Ausschnitt aus der Dokumentation)

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Milovan Djilas schreibt in seinem Buch „Gespräche mit Stalin“:

„Die Russen wissen auch genauestens, wie der 2.Weltkrieg entstanden ist. Stalin hat sogar seine Urheberschaft am deutsch-sowjetischen Krieg eingestanden, als er Djilas ankündigte: ‚Der Krieg wird bald vorbei sein. In fünfzehn oder zwanzig Jahren werden wir uns erholt haben, und dann werden wir es noch einmal versuchen.‘“

Weitere Historiker überprüften die These:

„Jetzt aber melden sich gleich neun Historiker russischer Sprache zu Wort, um die zentrale These Suworows zu unterstützen: ‚Es ist wahr, Stalin plante im Sommer 1941 einen Angriffskrieg gegen den Westen, in dessen Verlauf er zunächst ganz Europa besetzen wollte, um von dieser Bastion aus die Weltrevolution durchzusetzen.‘ In Rußland findet im Gegensatz zu Deutschland ein freier wissenschaftlicher Dialog zu diesem Thema statt, und was bei uns als Außenseitermeinung diskriminiert wird, hat sich in der russischen Historikerzunft längst durchgesetzt.“

– Überfall auf Europa: Plante die Sowjetunion 1941 einen Angriffskrieg? Neun russische Historiker belasten Stalin“ –

Der Historiker Stefan Scheil konstatiert in seinem Werk „Präventivkrieg Barbarossa – Fragen, Fakten, Antworten“:

„Wenn das Unternehmen Barbarossa nicht als Präventivkrieg eingestuft werden kann, hat der Begriff Präventivkrieg seinen Sinn überhaupt verloren.“

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Historische_Tatsachen_Nr.40

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Rassenideologischer Vernichtungskrieg?

Obwohl die Präventivkriegsthese weltweit aufgegriffen, diskutiert und Gegenstand von Forschungen ist, gilt das Unternehmen Barbarossa in der bundesdeutschen Geschichtsschreibung weiterhin als ein angeblicher „rassenideologischer Vernichtungskrieg“, bei dem Lebensraum im Osten für die Arterhaltung erobert werden sollte.

Zentraler Anklagepunkt gegen Deutschland ist der Vorwurf eines „rassenideologischen Vernichtungskrieges“ gegen die Sowjetunion. Dieser Begriff wurde allerdings erst in den 60er Jahren durch den BRD-„Historiker“ Andreas Hillgruber geprägt; in den zeitgenössischen Dokumenten existiert nichts dergleichen; diese zeigen vielmehr, dass der Feldzug gegen die Sowjetunion von der deutschen Führung aus einem Bündel realpolitischer Motive heraus geplant wurde:

  • Die Kenntnis der aggressiven außenpolitischen Doktrin Moskaus und des gewaltigen Rüstungsprogramms der 30er und frühen 40er Jahre.
  • Die Notwendigkeit, die für die deutsche Wehrwirtschaft lebenswichtigen Ölquellen in Rumänien und Nickelgruben in Finnland vor dem drohenden Zugriff Moskaus oder Angriffen der sowjetischen Luftstreitkräfte zu schützen.
  • Die Notwendigkeit, angesichts der Blockade des von Deutschland beherrschten europäischen Wirtschaftsraumes durch die angelsächsischen Seemächte und der drohenden Konfrontation mit der Sowjetunion sich die benötigten Rohstoffquellen und Getreideanbaugebiete der Ukraine zu sichern.
  • Die Strategie, die drohende Einkreisung Deutschlands durch Großbritannien, die VSA und die Sowjetunion durch die militärische Zerschlagung letzterer zu verhindern.
  • Das Scheitern der Verhandlungen mit dem sowjetischen Volkskommissar Molotow in Berlin im November 1940; Hitler hatte einen neuen Interessenausgleich zwischen dem Reich und der Sowjetunion vorgeschlagen, aber Molotow hatte abgelehnt und statt dessen Ansprüche auf Skandinavien und den Balkan angemeldet.
  • Die Unverlässlichkeit Russlands als Bündnispartner. Stalin hatte nicht nur mit Hitler einen Pakt geschlossen, sondern auch mit anderen europäischen Staaten und diese gebrochen.
  • Die Kenntnis des zunehmend bedrohlicher werdenden Aufmarsches der Roten Armee ab März/April 1941.

Nach Aussage des damaligen Generalstabschefs des Heeres, Franz Halder, hat Hitler sich erst sehr spät endgültig dazu entschlossen, Unternehmen „Barbarossa“ durchzuführen. Ideologische Motive spielen in den Dokumenten kaum eine Rolle, der Begriff „Lebensraum im Osten“ bleibt unklar und kann alles mögliche bedeuten. In den Richtlinien des Oberbefehlshabers des Heeres zur weltanschaulichen Erziehung vom 7. Oktober 1941 heißt es:

„Ziel des Krieges: Sicherung des deutschen Lebens-(Wirtschafts)raumes, nicht Unterjochen der Nachbarvölker. ‚Autarkie‘ = Einfuhrunabhängigkeit für lebensnotwendige Güter. Die kleinen im Schutz der großen Völker.“

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Zitate

Erst als ich von Woche zu Woche mehr empfand, daß Rußland nunmehr die Stunde gekommen sah, gegen uns vorzugehen, als in einem Augenblick, da wir knappe drei Divisionen in Ostpreußen besaßen, zweiundzwanzig russische sich dort ansammelten, als ich allmählich die Unterlage erhielt, wie an unserer Grenze Flugplatz um Flugplatz entstand, wie eine Division nach der anderen aus dem ganzen riesenhaften Weltreich hier zusammengezogen wurde, da war ich ja nun verpflichtet, auch meinerseits besorgt zu sein. Denn es gibt in der Geschichte keine Entschuldigung für ein Versehen, eine Entschuldigung, die etwa darin besteht, daß man nachträglich erklärt: Ich habe das nicht bemerkt, oder ich habe es nicht geglaubt“

– Adolf Hitler, Rede vom 3. Oktober 1941

„Am 22. Juni hat sich uns ein Tor geöffnet, von dem wir nicht wußten, was dahinter liegt. Wir mußten mit einem Gas- und Bakterienkrieg rechnen, und die Ungewißheit lastete wie ein Grauen auf mir.“ 

– Adolf Hitler –

„Vier Jahre lang hat Deutschland in einem Heldenkampf ohnegleichen unter Aufbietung seiner letzten Kraft das Bollwerk Europas und damit zugleich der Welt gegen die rote Flut gebildet. Es hätte Europa vor dem Bolschewismus bewahren können, wenn es den Rücken frei gehabt hätte.“

– Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk in seiner Rundfunkrede als deutscher Außenminister vom 3. Mai 1945

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Adolf Hitler sprach am 3. Oktober 1941 über die Gründe für den Russlandfeldzug. (mit englischem Untertext)

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Literatur

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Quelle: Metapedia

4 Gedanken zu “Der Fall „Barbarossa“ – der Präventivschlag der deutschen Wehrmacht gegen das stalinistisch-bolschewistische Regime

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