Gegen das Vergessen: Atombombe in der Ukraine am 8. Februar 2015

Ukrainebombe.

Wie ist dieses Bild aus diesem Video bei 0:42 zustandegekommen?

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Grauschleierbild ohne sichtbare Explosion:

Ukrainebombe

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Sichtbare Explosion mit greller Lichtexplosion vom Explosionsort:

Ukrainebombe 2

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Das Ist “fast” ein ähnlicher Vorgang wie beim Damaskus-Grauschleierbild. Auch hier sieht man einen Grauschleier, aber noch viel heller. Beim nachfolgenden Bild sieht man bereits den Explosionsblitz.

Beim Damaskusbild handelte es sich um eine Höhenexplosion und die Bombe war noch nicht explodiert. Nur die dabei freigesetzte Röntgen- und Gammastrahlung, noch während der Explosion, konnte anhand der Bewirkung der Luftmoleküle das Leuchten hervorrufen.

Bei der Atombombe in der Ukraine handelt es sich hingegen nicht um eine Höhenexplosion, sondern eine in der Erde erfolgte Explosion, nach einem Raketeneinschlag.

Die Atombombe ist in vielleicht 2 oder 5 m Tiefe explodiert (es ist am Explosionsort auch ein Krater von behaupteten 50 m Durchmesser und 10 m Tiefe zu sehen).

Eine solche Explosion setzt natürlich “ordentlich” Energie frei. Aber selbst nach der Explosion dauert es eine “lange” Zeit, bis die Erde darüber weggeschleudert ist und der eigentliche Explosionsblitz, wie auf dem 2. Bild zu sehen ist, sichtbar wird.

Vorher jedoch hat die Atombombe das umliegende Erdreich bereits nicht nur verdampft sondern auch auf eine Temperatur von z.B. 10 oder 100 Mio Grad erhitzt. Und. So stark erhitztes Material sendet ebenfalls Röntgenstralen aus, welche das darüberliegende Erdreich leicht durchdringt und die Luftmoleküle ionisiert und zum Leuchten anregt.

Man sieht an der Kirchenfassade rechts, daß diese NICHT vom Explosionsblitz belichtet wird, sondern sozusagen vom Himmel oben oder dem Kamerastandort aus.

Der Kamerastandort ist ca. 3,7 km von der Explosion entfernt. Die Photonen waren daher mindestens 12 Mikrosekunden unterwegs. Eine Atombombendurchzündung dauert dagegen weniger als 1 Mikrosekunde. Aber wir sehen von dem Lichtblitz der Zündung noch gar nichts. Weil all dies immer noch in der Erde geschieht!

Die Schallgeschwindigkeit in der Erde liegt bei rund 3000 m/s. Bei angenommen 3 m Explosionstiefe dauert es also rund 1 Millisekunde oder 1000 Mikrosekunden, bis die Wirkung an der Erdoberfläche angekommen ist und das Erdreich aufreißt.

Daher kann in dieser Zeit vieeeel Röntgenstrahlung in die Landschaft abgegeben werden, welche dann die Luft ordentlich ionisieren kann und deshalb hat man dieses reine Röntgen-Blitzlicht so leicht mit der Kamera einfangen können.

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Roland

5 Gedanken zu “Gegen das Vergessen: Atombombe in der Ukraine am 8. Februar 2015

    • Hm, sieht mir nicht nach Atombombe aus. Dies dürfte eine Art Benzinbombe gewesen sein, also so eine Aerosolbombe mit vielleicht 5-10 Tonnen Masse, welche mit einem Bomber/Transportmaschine aus großer Höhe abgeworfen wurde. Die Abklingzeitkonstante der Strahlung ist viel zu groß und dies bedeutet auf eine sehr große beteiligte Masse hin, welche erhitzt wurde. Eine Tonne Brennstoff verbrennt mit ca. 15 t Luft und die Anfangstemperatur beträgt dann ca. 1800°C und es dauert einige Zeit, bis sich diese Masse abgekühlt hat.

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