Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe – ein echter Zeitzeuge, der die Wahrheit spricht!

Ich bin nicht würdig über Adolf Hitler mit lauter Stimme zu sprechen und zu irgendwelchen rührseligen Redereien laden sein Leben und sein Wirken nicht ein. Er war ein Kämpfer für die Menschheit und ein Verkünder der Botschaft vom Recht für alle Nationen. Er war eine reformatorische Gestalt von höchstem Range und sein historisches Schicksal war, dass er in einer Zeit beispielloser Niedertracht wirken musste, die ihn am Ende zu Boden schlug.

– Knut Hamsun –

……….

War Hitler ein Diktator?

Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe

Einleitung

Der amerikanische Soziologe Robert S. Lynd sagte.

„Es ist leichter, eine Lüge zu glauben, die man hundertmal gehört hat, als eine Wahrheit, die man noch nie gehört hat.“ 

Seit Beginn dieses Jahrhunderts (20. Jahrhundert) richtet sich eine Lügenkampagne nach der anderen gegen uns Deutsche. Wie oft auch die zahlreichen Unwahrheiten widerlegt werden konnten – es zeigt sich, dass es leider viel rentabler ist, Lügen zu verbreiten, als für die Wahrheit einzustehen, zumal, wenn der Lügner siegte. Ein Land, in dem es gefährlich ist, die Wahrheit zu verbreiten, ist auf dem falschen Weg. Ich jedenfalls ziehe es vor, in einem Lande zu leben, wo es vorteilhaft ist, die Wahrheit zu verkünden.

Aber – so sagt es der französische Schriftsteller Marquis de Vauvenargues in seinen „Reflexionen“:

„Nur wenige Menschen sind stark genug, um die Wahrheit zu sagen und die Wahrheit zu hören.“

Wenn ich schreibe, um der Wahrheit zum Siege zu verhelfen, dann ist es häufig unvermeidlich, Kritik zu üben. Oft ist beides miteinander verbunden und es geschieht dann ungewollt, dass man manchen Menschen weh tut. Es gibt jedoch keine noch so gute Revolution, Bewegung, Organisation oder sonstige Vereinigung, in denen Tun und Lassen nicht „recht“ und „schlecht“ gleichermaßen vorhanden wäre, sowie es ja allenthalben natürliche Gegensätze gibt, um das Leben lebendig zu halten.

Auch in der Bewegung Adolf Hitlers gab es Licht und Schatten und – wie überall – Menschen mit starken und schwachen Seiten.

Nur das Genie kann wirklich mit beiden rechnen, sie sehen, wie sie sind, und sie entsprechend ihren Talenten verwenden.

Wenn ich von Dr. Goebbels oder gar von Hitler selbst erfahren habe, welche der wesentlichen Männer an der Spitze nicht „in Ordnung“ waren, so darf das der Wahrheit wegen nicht verschwiegen werden, gleichviel, ob die Betreffenden an anderer Stelle ihre Verdienste aufzuweisen hatten, die ihren Aufstieg in hohe Stellungen erst ermöglichten.

Es geht darum, die sauberen, anständigen, ehrlichen Mitarbeiter und Mitkämpfer hervorzuheben, selbst wenn es mir verübelt werden sollte, dass dabei auch unerfreuliche Dinge beim Namen genannt werden müssen.

Es geht vor allem um die Wahrheit für das ganze deutsche Volk, nicht um einzelne Menschen.

Ich versuche, die maßgeblichen Menschen durch ihr Verhalten zu beschreiben, auch wenn es sich häufig um vergleichsweise belanglose Vorfälle handelt. Ich habe sie ausgewählt, um möglichst typisch menschliche Begebenheiten schildern zu können, die den Menschen und damit seine Gedanken und Taten verständlich machen.

Das deutsche Volk ist in seinem Grundcharakter so anständig, dass es auf seine Gegner oft hereingefallen ist, weil es ihnen das Schlechte einfach nicht zutrauen konnte – es einfach nicht für möglich hielt. 

Man schließt von sich auf andere – so war es, und so ist es auch bei den Verleumdern! Wo sie selbst in Erscheinung traten – in Aufständen und Kriegen – waren sie besonders grausam und unmenschlich. Es handelte sich dabei nie um die Völker, sondern immer um die „Macher“, die Einpeitscher. Ich erinnere an die französische Revolution, an die Vernichtung der Indianer, an den Kampf gegen die Buren, an die große Revolution der Chinesen und der Russen, an die Unterjochung Indiens usw.

Wir Deutschen unterscheiden uns von fast allen Großmächten dieser Erde vor allem dadurch, dass wir niemals in fremden Ländern, also auf internationaler Basis, Revolutionen entfachten und Bürgerkriege anzettelten oder auch nur fremde Völker durch groß angelegte, internationale Verhetzung mürbe zu machen versuchten.

Ich zähle jene „Deutschen“, die sich an der internationalen antideutschen Hetze beteiligten, natürlich nicht zu unserem Volk! Sie, die den Krieg dazu nutzten, durch Propaganda verlogenster Art unser Volk zu spalten und gegeneinander auszuspielen, sind die Gezeichneten unserer Epoche.

Als ich im Justizpalast zu Nürnberg vom Hauptankläger vernommen wurde, behauptete dieser, die im Ausland lebenden Deutschen seien alle zur „fünften Kolonne“ zu zählen – also Agenten Hitlers zum Zwecke der Revolutionierung der Welt – und diese gewaltige Organisation sei von Dr. Goebbels gesteuert worden.

Ich sagte ihm, eine solche Organisation – wie sie andererseits tatsächlich seit vielen Jahrzehnten gegen Deutschland existiere – sei doch unvorstellbar teuer. Allein schon das damit verbundene Aufkaufen der Presse fremder Länder erfordere gigantische Summen. Er bejahte diese Feststellung. Darauf erklärte ich ihm, dass ich genau wisse, wie groß der Etat des Reichspropagandaministeriums für Auslandspropaganda gewesen sei zu einer Zeit, als es noch möglich war, Auslandspropaganda zu machen – etwa bis 1943. Die höchste Etatsumme für ein Jahr betrug eine Million Reichsmark. Davon mussten finanziert werden: Vortragsreisen, die Reisen der großen Symphonie-Orchester und Theaterensembles sowie der großen Künstler und Künstlerinnen. Dazu kamen die Kosten sportlicher Veranstaltungen und – sozusagen „am Rande“ – auch Zuschüsse für Zeitungen, die für die kulturelle Werbung von Bedeutung waren. Insgesamt gesehen also eine lächerliche Summe, gerade eben besser als nichts.

Dazu bemerkte ich, dass der NSDAP jede Aktivität im Ausland – abgesehen im Kreise von Reichsdeutschen – strikt von Hitler selbst verboten war. Hitler sagte einmal in meiner Gegenwart wütend zu einem führenden Mann der Partei, der Nationalsozialismus sei keine „Exportware“ und er selbst sei kein Weltverbesserer sondern er sei lediglich bemüht, dem deutschen Volk zu helfen! 

Was die Feinde Deutschlands uns zum Vorwurf machten, taten sie selbst in weit größerem Umfang zu unserem Schaden und mit einem Aufwand, der sicher tausendfach größer war als der Etat unseres Propagandaministeriums.

Die Engländer haben sehr vieles von dem, was der damals berühmte Lord Haw-Haw ihnen über den Äther sagte, geglaubt – aber das änderte so gut wie nichts an ihrer nationalen Haltung.

Die Deutschen konnten nicht glauben, was sie bei sich durch das tägliche Leben widerlegt sahen – aber sie ließen ab März 1945 in ihrer nationalen Haltung nach. Und dieser Prozess ist noch immer nicht abgeschlossen.

Möge dieses Buch dazu beitragen, in unserem Volk das Gefühl wieder zu beleben und zu vertiefen, dass die so verlästerte und verleumdete Vätergeneration im Kampf um die Zukunft Deutschlands ihr Bestes gegeben hat, getreu guter alter Traditionen und in der Geschichte unseres Volkes den ihr gebührenden ehrenvollen Platz einnimmt.

Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe


Der Franzose Gustave le Bon (1841 – 1931) war einer der bedeutendsten Psychologen. Er wusste sehr viel über die Reaktionsfähigkeit der Menschen auszusagen. Darum zitiere ich ihn gleich zu Beginn:

„Die Masse wird leicht zum Henker, ebenso leicht aber auch zum Märtyrer.“

Wir werden uns noch des Öfteren seiner erinnern müssen, denn unser Volk ist seit langer Zeit einem grausamen Feind ausgeliefert, von dem es immer noch so gut wie nichts weiß. Schon darum müssen wir endlich die Karten auf den Tisch legen, damit wir Deutschen – alle zusammen – nicht durch eine nicht enden wollende Verleumdung langsam aber sicher entmenscht werden.

Unser Volk ist – ohne es wahrhaben zu wollen – längst zum Märtyrer geworden. Vielleicht gerade darum, weil es eben nicht die Eigenschaft hat, zum Henker zu werden. Die Deutschen sind seit eh und je zu gutgläubig, zu anständig und zu ehrlich gewesen, vor allem aber: zu offenherzig – besonders dann, wenn es ihnen gut ging. Dann erzählten sie allen von ihrem Glück. Und das hatte unabsehbare Folgen, denn es gibt nichts besseres, um sich Feinde zu schaffen. Bald nämlich fanden sich Menschen in der Welt, die auf dieser an sich harmlosen Tatsache ein politisches Geschäft größeren Umfangs aufzubauen begannen: die weltweite Verleumdung unseres Volkes.

Le Bon schreibt:

„…dass die Masse dem allein stehenden Menschen intellektuell stets untergeordnet ist. Hinsichtlich der Gefühle aber und der durch sie bewirkten Handlungen kann sie unter Umständen besser oder schlechter sein. Es hängt alles von der Art des Einflusses ab, unter dem die Masse steht.“

Wir Deutschen haben von jeher eine sonderbare Neigung dazu gehabt, im Unglück stets die Schuld bei uns zu suchen. Das öffnet der Verleumdung Tor und Tür.

Le Bon:

„Der Nimbus verschwindet immer im Augenblick des Misserfolges. Der Held, dem die Masse gestern zujubelte, wird morgen von ihr angespieen, wenn das Schicksal ihn schlug. Je größer der Nimbus, umso heftiger der Rückschlag. Die Masse betrachtet dann den gefallenen Helden als ihresgleichen und rächt sich dafür, dass sie sich einst einer Überlegenheit gebeugt hat, die sie nun nicht mehr anerkennt. Als Robespierre seinen Kollegen und einer ganzen Anzahl seiner Zeitgenossen den Hals abschneiden ließ, besaß er einen ungeheuren Nimbus. Die Verschiebung weniger Stimmen beraubte ihn augenblicklich dieses Nimbus, und die Masse folgte ihm mit ebenso vielen Verwünschungen zur Guillotine wie am Tag zuvor seinen Opfern. Die Gläubigen zertrümmern stets voller Wut die Bildwerke ihrer früheren Götter.

Durch Misserfolge aufgehoben, ist der Nimbus schnell verloren. Er kann sich jedoch auch abnutzen, indem man ihn diskutiert; das geht langsamer – aber sicherer. Der diskutierte Nimbus ist kein Nimbus mehr. Die Götter und die Menschen, die ihren Nimbus lange zu bewahren wussten, haben Erörterungen nie geduldet. Wer von der Masse bewundert sein will, muss sie stets in Abstand halten.“

Weil ich nunmehr eine vierte Epoche deutscher Geschichte erlebe, glaube ich, besonders viel gesehen zu haben und sehr wohl vergleichen zu können und zu dürfen. Bitte fassen Sie es, lieber Leser, nicht als anmaßend auf, wenn ich meine, hinsichtlich dieses Zeitabschnittes einer der ganz wenigen Menschen zu sein, denen es überhaupt zusteht und möglich ist, aus eigener Erfahrung zu schildern – und zu urteilen.

Sie werden vielleicht sagen: wenn das so ist, warum melden Sie sich dann erst nach über vierzig Jahren?

Aus zwei Gründen:

a) weil ich immer noch glaubte, andere wären dazu weitaus mehr berufen als ich, dies zu tun, da sie durch besonders verantwortungsvolle Positionen einen größeren Einblick gehabt haben müssten,

b) weil ich einfach nicht zu fassen vermochte, dass ein und dasselbe Volk so schrecklich verschieden sein kann. Leider muss ich zugeben, dass es sich nicht mehr um dasselbe Volk handelt. Sonst wäre heute sehr vieles ganz anders in deutschen Landen, und zwar besser für alle.

Also, so sagte ich mir, ist es meine „verdammte Pflicht und Schuldigkeit“, zur Feder zu greifen. Zu schreiben, was ich selbst erfahren und erlebt habe, und was ich aus eigener Erfahrung guten Gewissens gegen die Verleumder und für unser Volk auszusagen in der Lage bin der Wahrheit wegen.

Ich habe zu Zeiten der Monarchie gelebt, als Sohn eines regierenden Fürsten. Als Kind erlebte ich, wie eng, aufrichtig und treu unser Volk mit unserer Familie – und umgekehrt: unsere Familie mit unserem Volk sich verbunden fühlte. Der klarste Beweis dafür war die Tatsache, dass der schaumburg-lippische Landtag noch wenige Tage vor der Abdankung meines ältesten Bruders einstimmig seinen Landesherren bat, nicht abzudanken, sondern zu bleiben. Damals war die SPD im Parlament die stärkste Partei! Aber der Druck von Seiten des Kaisers sowie der Reichsregierung war zu stark – und unser Land zu klein – als dass ein Einzelgang denkbar gewesen wäre. Die Landesverteidigung wurde aufgegeben, das Militär und auch die Jägerei rückten ab. Aber ich fühlte mich mit unseren Schaumburg-Lippern nach 1928 dermaßen verbunden, dass ich allein mit meiner Frau ein Volksbegehren durchführen und gewinnen konnte, so dass der Landtag die unmittelbar vor dem Abschluss stehenden Abschlussverhandlungen mit Preußen abbrechen musste und das Land Schaumburg-Lippe bis nach 1945 ein Freistaat blieb.

Mitte der dreißiger Jahre bemühte sich Hitler, die Reichsreform durchzusetzen. Das hieß, die kleinen Staaten den großen einzuverleiben, damit die Verwaltung um vieles besser und billiger werde, um die Einheit des Reiches zu stärken. Ich bat, ihn sprechen zu dürfen und erzählte von dem, was ich 1928 mit größtem Erfolg für unser Schaumburg-Lippe getan hatte. Er war so begeistert davon, dass er sogleich den Reichsinnenminister bestellte und ihn – mit den Worten:

„Dieser junge Prinz ist der beste Demokrat von uns allen, ihm muss geholfen werden!“

aufforderte, schnellstens zu prüfen, ob die Eigenstaatlichkeit Schaumburg-Lippes aufrechterhalten werden könne.
Sehr bald darauf teilte mir Hitler persönlich mit, dass meine Heimat ein Freistaat bleiben würde, also selbständig im Rahmen des Reiches. Und unsere Schaumburg-Lipper waren sehr froh. Hitler hatte eine Ausnahme gemacht gegenüber seiner Reichsreform, gegen sein eigenes Prinzip – war das Diktatur? Ich glaube eher, das krasse Gegenteil.

Ein Ereignis wie dieses, wenn auch politisch nicht von besonderer Bedeutung – außer für das kleine Land und seine Menschen selbst – ist niemals nach 1945 zugunsten Hitlers erwähnt worden.

Was waren das überhaupt für Menschen, von denen die weltweiten Verleumdungen ausgingen und heute noch verbreitet werden? Man kommt den Dingen nur auf den Grund, wenn man fragt: was ist nötig, wenn man eine Verleumdung großen Stils machen will? Die Antwort kann leider nur lauten: Sehr viel Geld und Skrupellosigkeit sondergleichen.

Menschen mit sehr viel Geld und Skrupellosigkeit können niemals längere Zeit in ihrer Heimat leben. Sie würden bald bekannt werden, unangenehm auffallen und in Schwierigkeiten geraten. Warum sollten diese Leute ausgerechnet dort ihre Tätigkeit ausüben, wo sie am leichtesten überwacht werden können?

Nein, solche Tätigkeit wird von Menschen gemacht, die aus politischen Gründen ihre Heimat verlassen wollten – oder mussten – und die sich dadurch an den Menschen ihrer Heimat rächen, dass sie diejenigen, von denen sie sich trennen mussten und die sie heimlich beneiden, schlecht machen. Sie entdecken plötzlich, dass die alte Heimat eigentlich gar nicht ihre Heimat war. Und dann sind sie frei von irgendwelchen Bedenken.

Je mehr sie im Ausland über ihr Geburtsland herziehen, im Gespräch und bald schon in der Presse – um so mehr merken sie, dass solche „Politik“ auch rentabel für sie sein kann, vielleicht sogar sehr! – Es kommt nur darauf an, jene zu finden, denen gleichfalls daran liegen muss, das Volk, von dem sie kommen, zu diffamieren.

Wer war und ist am empfindlichsten dem deutschen Export gegenüber? Zweifellos England und die USA, früher auch Frankreich. – Also war nirgends eine antideutsche Propaganda so einträglich unterzubringen, ja zu verkaufen, wie in England und den USA. Dass von diesen beiden Staaten die USA in dem Zusammenhang viel interessanter waren und sind, versteht sich von selbst. Nur in den USA ist dafür genügend Geld zu haben, nur in den USA versteht man sich auf solche Geschäfte auf weltweiter Basis, und nur in den USA kann man die dazu nötigen, absolut skrupellosen Geschäftemacher finden. Und Emigranten gibt es in den USA wohl mehr als irgendwo sonst. Dazu kommt, dass wir Deutschen, vor allem seit dem Zweiten Weltkrieg, alles, was aus den USA zu uns kommt, in geradezu grotesker Übertreibung wichtig nehmen.

Einschränkend muss dabei aber gesagt werden, dass man allgemein deutscherseits heutzutage fast nur mit jenen Amerikanern sympathisiert, die mit den seit Bestehen der Vereinigten Staaten herausragenden Gesellschaftskreisen – also mit jenen, denen die USA ihren immensen Aufstieg und somit ihre Macht und ihr Ansehen in der Welt verdanken – fast nichts zu tun haben.

Aufgrund einiger Reisen nach drüben sind mir diese konservativen Kreise des Südens sehr gut bekannt – und ich schätze sie. Sie haben nichts gemein mit den Roosevelts und den Kennedys, den Schlesingers, den Kissingers und den Rockefellers – auch wenn diese noch so reich sind und bereits über längere Zeit auf ihre Art äußerst erfolgreich sind.

War es nicht General Eisenhower, der ein Vermögen einsetzte, um eine der gemeinsten antideutschen Hetzschriften aufzukaufen und an die Führung der Armee zu verteilen?

Als ich zuletzt für einige Wochen in den USA bei einigen sehr konservativen Amerikanern am Eriesee zu Besuch war, sagte ein angesehener Zeitungsverleger in seiner Tischrede anlässlich eines zu Ehren des berühmten Mr. Krips und mir gegebenen Lunches zu mir:

„Lieber Prinz, wenn Sie jetzt wieder nach drüben reisen, in Ihre Heimat, dann sagen Sie Ihren deutschen Landsleuten, dass wir Amerikaner niemals etwas gegen die Deutschen hatten. Wir haben sie nie gehasst – auch im Krieg nicht. Wenn Ihre Deutschen sich aber weiterhin so schrecklich verleumden lassen, wenn sie weiterhin nichts tun, all diese Lügen zu widerlegen und die Lügner zum Schweigen zu bringen, wenn sie also weiterhin nichts tun, um des deutschen Volkes Ehre zu wahren, dann werden die Deutschen bald keine Freunde mehr haben in der Welt!!!“

Und gelegentlich dieses gleichen Besuchs lud mich ein besonders beliebter Pfarrer, Oberhaupt einer großen Gemeinde – zur Zeit meiner Haft beim IMT (= Internationales Militär-Tribunal) Nürnberg dort Armeepfarrer – ein, in seiner großen, besonders stattlichen Kirche am folgenden Sonntag die Predigt zu halten. Die Gemeinde war – mit Hinweis auf meine Rede – bereits schriftlich eingeladen worden. Auf meine Frage, zu welchem Thema ich denn sprechen sollte, denn um in englischer Sprache frei reden zu können, müsse ich mich doch jedenfalls etwas vorbereiten, sagte er:

„Das Thema, das ich bekannt gegeben habe, lautet: „Das Unrecht von Nürnberg“.“

Ich hätte es nur mit Genehmigung der Botschaft meines Staates getan. Er, der Pfarrer, hatte das Erhängen unserer Kameraden im Justizpalast zu Nürnberg miterleben müssen und war stets gegen das Unrecht von Nürnberg gewesen. Seine Familie stammte aus Deutschland.

Wir waren uns darüber im Klaren, dass nicht „die Amerikaner“ daran schuld sind, sondern eine ganz bestimmte Art von amerikanischen Staatsbürgern. Es waren durchwegs Emigranten meist jüdischer Herkunft und zum erheblichen Teil aus Deutschland stammend. Viele von ihnen arbeiteten in den Büros des IMT als Vernehmer usw. Bei ihnen gingen die Verleumder ein und aus. Wenn Lügen einen amtlichen Charakter bekommen, werden daraus sehr leicht Urteile – und wenn es Todesurteile werden! Hören wir zum letzten Mal den guten le Bon:

„Die Geschichte der Verbrechen, die durch die Massen begangen wurden, läßt sich klar erkennen.
Als bezeichnendes Beispiel kann man die Ermordung des Gouverneurs der Bastille, du Launay, anführen. Nach der Eroberung dieser Festung hageln von allen Seiten aus der aufs äußerste gereizten Menge, die ihn umgibt, Hiebe auf den Gouverneur. Man schlägt vor, ihn zu hängen, zu enthaupten oder an den Schweif eines Pferdes zu binden. Bei dem Versuch, sich zu befreien, versetzte er einem der Umstehenden versehentlich einen Fußtritt. Da macht jemand den Vorschlag – dem die Menge sofort zujauchzt – der Getretene solle dem Gouverneur den Hals abschneiden.
Dieser, ein stellenloser Koch, der halb und halb aus Neugier nach der Bastille gekommen ist, um zu sehen, was dort vorgeht, meint, weil dies die allgemeine Ansicht war, die Tat sei patriotisch und glaubt sogar, eine Auszeichnung zu verdienen, wenn er ein Ungeheuer tötet. Man gibt ihm einen Säbel, mit dem er auf den bloßen Hals einschlägt. Da aber der schlecht geschliffene Säbel nicht schneidet, zieht er ein kleines Messer mit schwarzem Heft aus der Tasche und vollendet (da er als Koch Fleisch zu bearbeiten versteht) erfolgreich seine Operation.“ 

Die Gesamtzahl der Todesopfer der Inquisition in Spanien, Italien und Frankreich, der englischen Revolution, der französischen Revolution und der russischen Revolution sowie der marxistischen Aufstände in der Tschecho-Slowakei, in Ungarn, Österreich und Deutschland zu Zeiten der Weimarer Republik läßt sich nur ungefähr schätzen, dürfte aber neun Millionen übersteigen. Wenn wir dazu all jene Deutschen – Männer, Frauen und Kinder – rechnen, die von den verschiedenen Besatzungsmächten in Italien, Polen, Rumänien, der Slowakei, der Tschechei, Ungarn, des gesamten Reichsgebietes usw. umgebracht worden sind, dann dürfte es sich um weit mehr als 600.000 gehandelt haben.

Über 10.000 meist sehr junge Männer der Waffen-SS wurden nach Abschluss des Waffenstillstandes ohne jedes Gerichtsverfahren lediglich deshalb umgebracht, weil sie das Blutgruppenzeichen im Arm eintätowiert trugen, damit bei einer Verwundung sofort die richtige ärztliche Versorgung einsetzen konnte, Der „Oberste Richter der Waffen-SS und Polizei“ bestätigte mir schon in Nürnberg, wo ich ihn kennen lernte, dass die Zahl aller Wahrscheinlichkeit nach bei über 50.000 liege. Des Obersten Richters – Dr. Reinecke – Aussage beim IMT in Nürnberg war derart belastend für die Sieger, dass der Nürnberger Prozess ausgesetzt wurde, bis aus den USA die Weisung kam, weiterzumachen. Leider gab es in Nürnberg zu wenig „Reineckes“, sonst hätte der große Prozess und all seine Folgeprozesse niemals zu Ende geführt werden können, gingen sie doch zu einem erheblichen Teil von dem so genannten Belastungsmaterial deutscher Verräter aus, die alle nur den eigenen Kopf zu retten versuchten.

Wenn wir in Nürnberg zur Vernehmung geführt wurden, bekamen wir manchmal zufällig einige dieser „Herren“ zu sehen – frühere Offiziere und Diplomaten, die einst den Eid auf Adolf Hitler leisteten und ihre „Treue“ nicht genug unter Beweis stellen konnten.

Ich weiß aus etlichen von Hitler im kleinen Kreis seiner nächsten Freunde getanen Aussagen, dass er ganz außerordentlich viel von einer Eidesleistung hielt. Es war ihm unvorstellbar, dass deutsche Beamte oder Soldaten ihren Eid brechen könnten. Er hätte darum auch niemanden zu einer Eidesleistung gezwungen. Zudem wurde keiner darüber im Zweifel belassen, dass ein Eid auf den Führer stets unabänderlich verbunden war mit dem Eid auf das Deutsche Reich. Wer also später den Eid auf den Führer vorsätzlich brach, der brach zugleich auch seinen dem Deutschen Reich gegenüber geleisteten Eid. Dies entsprach der Tradition, dem ehemaligen Eid auf „Kaiser und Reich“.

Man wollte auch aus Sicherheitsgründen den Eid nicht an ein Menschenleben allein binden. Die Eidbrecher haben also auch das Reich verraten, und das hat meines Erachtens viel mit der erfolgten Teilung Deutschlands zu tun. – Es ist für alle Deutschen Zeit, sich daran zu erinnern und von diesem Standpunkt her der Verleumdung unseres Volkes entgegenzutreten.
Und damit sind wir beim Kern des Problems angelangt, denn die weltweite Verleumdung all dessen, was deutsch ist, hat keineswegs erst zu Zeiten Hitlers begonnen. Es ist nicht wahr, dass dies durch ihn, seine Partei, seine Pläne und Taten hervorgerufen worden ist. Wahr ist, dass die Verleumdung des Deutschen Reiches und Volkes bereits einsetzte, als der Reichsgedanke, durch Otto von Bismarck mit dem Preußentum verbunden, allen deutschen Menschen eine gewaltige Möglichkeit bot. Je mehr die Verleumder sich mit all ihrem Hass auf den Kaiser und seine Fürsten konzentrierten – und später dann auf Adolf Hitler und seine Bewegung – um so mehr war ihr großes und einziges Ziel die Vernichtung des Reiches und die völlige Entmachtung des deutschen Volkes.

Die Methodik der Verleumdung läßt das nur allzu deutlich und immer wieder von neuem erkennen. Warum sonst regen sich denn eben diese gleichen Kreise überhaupt nicht auf, wenn andere Staaten, andere politische Mächte, andere Völker viel, viel Schlimmeres tun als das, was unserem Volk angedichtet wird?!

Die Geschichte der Deutschen hat nichts aufzuweisen, was auch nur im Entferntesten zu vergleichen wäre mit der Inquisition, mit der englischen und der französischen Revolution, mit den russischen Revolutionen und mit allem, was uns Deutschen nach Abschluss des Waffenstillstandes von einigen Siegermächten angetan worden ist – wobei ich ausdrücklich erwähnen muss, dass meines Erachtens auch diese Siegermächte keineswegs die Schuldigen sind, sondern dass der Schuldige fast immer jene mehr oder weniger anonym kämpfende Macht ist, die ausschließlich mit Verleumdung und Hetze arbeitet – und zwar seit über hundert Jahren!

Eben diese Macht arbeitet systematisch nicht für ein Land und aus einem Land, sondern stets international Der grenzenlose Missbrauch der Demokratie in sehr vielen Staaten dieser Erde bietet jener internationalen Gangsterbande der Hetzer und Verleumder jede Möglichkeit, große Teile der Menschheit zu terrorisieren, damit es bald keine Völker mehr, sondern nur noch eine „Masse Mensch“ gibt, welche sich nach Belieben verschachern läßt.

Weil unser Volk so gut und tüchtig und angesehen war, steht es seit Jahrzehnten als die Nummer Eins auf der Abschussliste jener Verleumder. Ein Europa ohne das Deutsche Reich ist nicht mehr das „Abendland“. Und gerade die dem Materialismus immer mehr verfallende Menschheit braucht ein „Abendland“.

„Es ist möglich, dass der Deutsche doch einmal von der Weltbühne verschwindet; denn er hat alle Eigenschaften, sich den Himmel zu erwerben, aber keine einzige, sich auf Erden zu behaupten, und alle Nationen hassen ihn wie die Bösen den Guten. Wenn es ihnen aber wirklich einmal gelingt, ihn zu verdrängen, wird ein Zustand entstehen, in dem sie ihn wieder mit den Nägeln aus dem Grabe kratzen möchten.“ 

– Hebbel, Tagebücher, 4. Januar 1860 –

Und damit komme ich zum „Diktator“ Hitler. Heute gilt er – dank der Feindpropaganda – in der ganzen Weit als der Prototyp des Diktators, also des „Alleinherrschers“. Die Diktatur kann durch einen Einzelnen oder eine Gruppe (Parteidiktatur) ausgeübt werden, schreibt nach 1945 das große Bertelsmann-Lexikon. (Zitat:)

„Nach ihrem Ursprung aus der römischen Republik gilt die Diktatur als Auftrag zur Beseitigung gewisser Notstände (Krieg, Bürgerkrieg), ihre Dauer ist damit zeitlich begrenzt, ihre Ausübung an bestimmte Regeln gebunden. 

In der modernen Geschichte ist die Diktatur eng mit dem Aufkommen der modernen Verfassungen verbunden. Sowohl in der englischen Revolution von 1642/49 wie in der französischen von 1789/99 endete die ursprüngliche freiheitliche Volksbewegung in der Diktatur, die hier nicht von einzelnen, sondern von bestimmten Gruppen und nicht im Auftrag, sondern aus eigener Machtvollkommenheit unter Berufung auf religiöse Motive oder das Recht der Volkssouveränität ausgeübt wurde. Auch hier wurde die Diktatur als vorübergehende Maßnahme zur Heranbildung eines neuen Geschlechts und zur Ausrottung der alten, verderbten Generation angesehen, sie endete jedoch in der Alleinherrschaft eines Cromwell oder Napoleon. 

… dabei wird oft übersehen, dass auch das moderne Strafrecht die kommissarische Diktatur als Notstandsmaßnahme kennt, so die Weimarer Verfassung (§48) – auch Ermächtigungsgesetz…. 

… Eine Staatsform, in der die Ausübung der Staatsgewalt in oberster Zuständigkeit bei einem Staatsorgan zusammengefasst ist, (so) im Dritten Reich anfangs beim Staatskabinett, später beim Staatsoberhaupt, in der Sowjetunion beim Parlament, wobei wohl aus organisatorischen Gründen eine Gewaltentrennung durchgeführt, nicht aber der Grundsatz der Gewaltenhemmung verwirklicht ist… 

… Die Diktatur ist regelmäßig auch totalitärer Staat, dagegen in der Gegenwart nur selten absoluter Staat; vielmehr überwiegt die konstitutionelle Diktatur.“

Wenn im Falle Hitlers überhaupt von „Diktatur“ die Rede sein konnte, so meines Erachtens nur von einer konstitutionellen Diktatur, denn er handelte vor allem in wesentlichen Fragen niemals ganz allein, weitaus meistens in Rahmen der einschlägigen Gesetze und im Einvernehmen mit der Reichsregierung. In ganz besonderen Fällen hat er bekanntlich das Volk abstimmen lassen und sich danach gerichtet (Saarland, Nachfolge Hindenburgs, Ermächtigungsgesetz) – sei es durch Volksabstimmung, sei es durch den Reichstag.

Er hätte ganz sicher 1933 auch ohne Abstimmung im Reichstag zur Macht kommen können. Aber er stellte sich und seine Regierung unter die Entscheidung des alten Reichstages, wo mancher für ihn stimmte, der – wie der spätere Bundespräsident Theodor Heuss und der Bundeskanzler Adenauer – es bestimmt ehrlich meinte und ihm die Stimme gab, ohne der NSDAP anzugehören.

Hitler selbst hat sich niemals eingebildet die Macht eines Diktators zu haben. Sein im Krieg gemachtes Zugeständnis

„… wenn einer von uns die Macht eines Diktators hat, dann ist es Roosevelt – der hat in seinem Land viel mehr zu sagen als ich in meinem…“,

besagt meines Erachtens viel. Und Stalin hielt er für noch viel mächtiger als Roosevelt.

Als Hitler in das Palais des Reichspräsidenten einzog, beantragte er einige bauliche Verbesserungen. Vor allem passte ihm das entsetzlich altmodische Badezimmer Hindenburgs nicht. Er ließ also die Einrichtung modernisieren, ohne besondere Kosten zu verursachen. Da teilte ihm der Rechnungshof mit, er müsse die Kosten selber tragen und außerdem hätte er keine Genehmigung zu der Veränderung gehabt. – Hitler vertrat den Standpunkt, dass die uralte Einrichtung des Badezimmers ohnehin hätte verschwinden müssen. Außerdem sei er der Meinung, dass der Führer und Reichskanzler doch wohl über eine Badewanne allein entscheiden dürfe, damit nicht unnütze Zeit vergeudet werde. Er hat dann, soviel ich weiß, die Kosten aus seinem Privatvermögen bezahlt. Immerhin war das Palais Staatsbesitz. 

Es war ungefähr zu der gleichen Zeit, als Hitler meiner Frau und mir – auf unseren Wunsch – unter anderem auch sein Schlafzimmer zeigte. Es war ein etwas dunkles, recht schlicht eingerichtetes Zimmer mit einem ziemlich altmodischen, sicher nicht sehr bequemen Bett. Darüber hing ein Bild seiner Mutter, welches er sich – wohl nach einem Foto – hatte malen lassen. Er sagte, es sei sehr ähnlich und eines der ganz wenigen Andenken an seine Familie, die er habe; er hänge sehr daran und freue sich jeden Tag, es zu besitzen. Dieses eher spartanische Zimmer war ganz gewiss kein Rahmen für Ausschweifungen irgendwelcher Art, wie sie ihm von Geschäftemachern angedichtet worden sind.

In den Jahren 1932/35 waren meine Frau und ich oft mehrmals in der Woche, mindestens aber ein- bis zweimal abends bei ihm in seiner Privatwohnung in der so genannten Neuen Reichskanzlei. Die Wohnung war geräumig, aber unpersönlich. Er mochte sie nicht. Man saß zusammen um einen großen, niedrigen runden Tisch – in Sesseln oder auf Stühlen, bekam Tee serviert und Gebäck und kleine belegte Brote.

Es wird heute oft behauptet, er habe andere nicht zu Wort kommen lassen. Genau das Gegenteil war richtig. Er bat die anderen, etwas zu erzählen, aus ihrem Leben usw. Er machte Witze, um die Unterhaltung aufzulockern und andere zum Mitmachen zu bewegen. Aber wenn das absolut nicht glückte und er schließlich von allen gebeten wurde, doch selbst zu erzählen, da das doch in vieler Beziehung interessanter sei – dann gab er nach und erzählte stundenlang. Und ich muss sagen, es war sehr oft ein großes Erlebnis, denn der Mann hatte ein hochinteressantes Leben bereits hinter sich. Er sah rückblickend alles mit einer unwahrscheinlichen Objektivität und daher verblüffenden Bescheidenheit.

Ich weiß, viele werden mir das nicht glauben – ich kann es jedoch nicht ändern. Ich schreibe nicht, um irgendjemandem einen Gefallen zu tun, sondern um der Wahrheit zu dienen. Kann ich dafür, dass ich den schlechten Hitler niemals kennen gelernt habe? Müsste ich einen noch schlechteren erfinden? Wem würde ich damit helfen? Meinem Volk ganz sicher nicht, und auf die Dauer auch nicht seinen Feinden. 

Ich kannte sehr viele bekannte, und auch berühmte Künstler, Politiker, Staatsmänner, etliche regierende Monarchen – fast möchte ich sagen, „rund um die Erde“. Mit vielen von ihnen war ich befreundet – genauso gut befreundet wie mit sehr vielen völlig unbekannten Arbeitern, Bauern und Soldaten. Aber – so einen Mann wie Adolf Hitler hat es meines Erachtens auch nur annähernd kein zweites Mal gegeben. 

Es ist sehr schwer, darüber zu schreiben, ohne ausgelacht oder gar verdächtigt zu werden, wenn ich aber ganz ehrlich und wahr aussagen soll – und nur darum geht es mir ja, alles andere wäre nicht nur sinnlos, sondern auch schlecht – dann muss ich zugeben, dass er ganz bestimmt ein ganz außerordentlicher Mensch gewesen ist. Ich habe mich oft und allen Ernstes gefragt ob dieser Mann überhaupt mit anderen Menschen zu vergleichen ist – oder ob man ihn von einem gänzlich anderen Gesichtspunkt aus betrachten muss. 

In einer großen älteren Villa vor den Toren von Wien gibt es über den Weinbergen am Kahlenberg einen netten Keller, in dem sich nach dem Zweiten Weltkrieg die höheren amerikanischen Offiziere sehr gerne abends versammelten. Eine Trinkstube, hätte man auch sagen können rings herum zwischen dem Gebälk mit Ornamenten ausgemalt.

Die Besitzerin, die schöne Fürstin Wittgenstein, führte mich da hinein und bat mich, die Malereien kritisch zu betrachten und erst danach die kunstvoll dazwischen gemalten Sprüche zu lesen. Ich sah mir alles sehr genau an und sagte, ohne irgendwie informiert zu sein:

„Mir scheint, dass der Maler zugleich ein Gefühl für Architektur – besonders für gewisse Naturgesetze, zum Beispiel den „Goldenen Schnitt“, hat, denn das passt alles so großartig zusammen.“ – „Das ist sehr interessant“, sagte die Fürstin, „und nun sollst du die Sprüche lesen.“

Ich las – wörtlich kann ich es nicht mehr wiedergeben. aber sinngemäß ganz genau:

„Ich weiß, dass mein Leben ein ganz ungewöhnliches, außerordentliches sein wird, aber das Ende wird eine Katastrophe sein!“

Die Fürstin, übrigens keineswegs eine Nationalsozialistin, sagte mir nun:

„Das alles hat ein Lehrling gemalt und geschrieben. Auch die Worte, so erstaunlich sie sind, stammen ausschließlich von ihm. Und hier ist die quittierte Rechnung, die ich in den alten Akten gefunden habe, auf welcher geschrieben steht, dass alle Arbeiten von einem Malerlehrling namens Adolf Hitler ausgeführt wurden.“

Das waren Ornamente, Worte und Gedanken, welche nicht das geringste mit Gewalt zu tun haben – dass war der Ausdruck eines sehr tiefen Gefühlslebens, oder wenn wir es absolut beim rechten Namen nennen wollen: es war etwas Faustisches (faustisch: tief forschend; ringend; genial) in diesem letztlich immer rätselhaften Menschen.

Als einmal eine Unterhaltung zwischen ihm und Dr. Goebbels beiläufig in einem Disput über das „Faustische“ im deutschen Menschen mündete, da wurde Hitler äußerst ernst und, fast möchte ich sagen, etwa melancholisch, wie ich ihn sonst niemals erlebte. Ich musste an einen Ausspruch von Dr. Goebbels denken:

„Manchmal ist er mir unheimlich – als lebte er nicht in dieser Welt – und merkwürdigerweise ist er gerade dann am faszinierendsten. Ganz verstehen werde ich ihn nie – er ist mehr als ein Mensch. Es gibt niemanden, der ihn so studiert hat wie ich. Doch wer gibt sich schon Mühe, diesen Mann wirklich kennen zu lernen – wer denn? Wer weiß von seinen hervorstechenden Eigenschaften, von seiner Bescheidenheit gegenüber dem Schicksal, wer ahnt das? Nicht einer! Wenn sie merken würden, dass er nicht ihr Götze werden will, auch nicht ihr Gott, sondern dass er nur seiner Aufgabe lebt die nicht von ‚dieser Welt‘ allein ist – dann würden sie ihn fürchten, weil sie nichts Wirkliches wissen.“ 

Ich habe mir die größte Mühe gegeben, Goebbels Worte so genau wie möglich aus der Erinnerung wiederzugeben. Ich habe sie erst niedergeschrieben, als sie mir so nahe waren, dass ich ihn zu hören glaubte. Natürlich half mir dabei wesentlich die Tatsache, dass mich dieses Thema damals wie kaum ein anderes interessierte.

Sir Houston Chamberlain schrieb in seinen „Grundlagen des zwanzigsten Jahrhunderts“ – 1. Band/Kapitel Erben – unter anderem:

„Denn die Askese steigert die intellektuellen Fähigkeiten und gipfelt, wenn mit eiserner Konsequenz durchgeführt in der vollen Bewältigung der Sinne; diese mögen dann immerhin weiter, gleichsam als Material für die Phantasie, der mystischen Andacht einer heiligen Therese oder der mystischen Metaphysik eines Chandogya dienen, fortan sind es dem Willen dienstbar gemachte, durch die Gewalt des Gemütes gehobene und geläuterte Sinne, was der indische Religionslehrer auszudrücken sucht, indem er schreibt: ‚Der Wissende ist schon bei Lebzeiten körperlos.'“

An anderer Stelle schreibt Chamberlain zu dem gleichen Thema:

„Denn nicht in dem was er tun wollte, sondern in dem was er hat tun müssen, liegt die Größe jedes außerordentlichen Mannes.“

Wer veranlasste den jungen Malerlehrling Hitler, jene Worte in dem Keller der Villa Kahlenberg zwischen die Ornamente zu malen? Es wäre sinnlos gewesen, das zu tun, wenn er es nicht hätte tun müssen. Nur eine höhere Kraft konnte ihm den Mut und die Entschlusskraft dazu geben. Dass er, – der junge Hitler – die Arbeit machte, steht, ausdrücklich durch den Meister bestätigt, auf der Rechnung.

Und diese Gedanken, die so nahe liegen in dem gegebenen Fall, machen uns darauf aufmerksam, dass jedes wirkliche Genie etwa zumindest ein Universalgenie gewesen ist.

Ich selbst habe erlebt, dass Hitler in rein technischen Gesprächen mit führenden Männern der Mercedes-Benz-Werke dominierte, also einer Elite von Technikern absolut überlegen war. 

Ich habe erlebt, wie er in einem Gespräch mit dem italienischen Justizminister, als dieser das Panthenon genau beschreiben wollte, dessen architektonische Angaben bestritt. Es handelte sich darum, dass Hitler die Gesetzmäßigkeit der Schönheit unter Beweis zu stellen wagte und der Minister den Griechen dies nicht gönnte. Schließlich bat Hitler mich, ihm einen Zeichenblock, Lineal und Stifte zu besorgen – Radiergummi lehnte er ab.

Kurze Zeit später unterbrach er das Gespräch mit dem Minister und zeichnete sehr schnell eine genaue Ansicht vom Parthenon. Aus dem Kopf, ohne jede Hilfe und völlig unvorbereitet, denn niemand ahnte, dass das Gespräch mit dem Italiener zu diesem Thema führen würde. Als die Zeichnung fertig war, wurde ein Lexikon geholt, in dem die Maße angegeben waren. Sie stimmten – umgerechnet natürlich – haargenau mit denjenigen der Hitler’schen Zeichnung überein, Und dann war es Hitler ein Leichtes, nunmehr dem italienischen Minister nachzuweisen, in welcher Beziehung das Naturgesetz vom „Goldenen Schnitt“ als das Gesetz der Schönheit in dem herrlichen Bau seinen Ausdruck findet.

Dienstlich oder politisch war ich für Hitler sicher nichts Besonderes. Aber gesellschaftlich gesehen glaube ich, mochte er uns, meine erste Frau Alexandra Gräfin zu Castell-Rüdenhausen und mich, sehr gern – bis andere uns von ihm fernhielten.

Ich war nicht häufig in München. – Eines Tages aber, als ich dort zu tun hatte, ging ich am „Braunen Haus“ vorbei. In eben diesem Augenblick trat Hitler ohne jede Begleitung auf die Straße heraus. Er sah mich, begrüßte mich und fragte, ob ich mitkommen wolle. Er sei eben im Begriff, den großen Neubau nebenan zu besichtigen, da müsse etwas geändert werden. Ich freute mich und begleitete ihn gern.

Wir trafen auf dem Bau einige wenige Arbeiter, die ihn behandelten, als sei er einer der Ihren nur eben besonders beliebt. Seine Beziehung zum Menschen schlechthin schien mir immer eine besondere. Hören wir doch gerade hier einmal Oswald Spengler, über den er nicht gerne sprach, zum Abschluss des zweiten Bandes seines „Untergang des Abendlandes“:

„Der letzte Schluss faustischer Weisheit, wenn auch nur in ihren höchsten Momenten, ist die Auflösung des gesamten Wissens in ein ungeheures System morphologisch-historischer Verwandtschaften. Dynamik und Analysis sind dem Sinne, der Formensprache, der Substanz nach identisch mit den Bildungen der gotischen Architektur und des dynastischen Staates, den Tendenzen unseres mehr und mehr sozialistischen Wirtschaftslebens und unserer impressionistischen Ölmalerei, der Instrumentalmusik und der christlich-germanischen Dogmatik. Ein und dasselbe Weltgefühl redet aus allen. Sie sind mit der faustischen Seele geboren und alt geworden. Sie stellen ihre Kultur als historisches Phänomen in der Welt des Tages und des Raumes dar.

Die Vereinigung der einzelnen wissenschaftlichen Aspekte zum Ganzen wird alle Züge der großen Kunst des Kontrapunktes tragen. Eine infinitesimale (hier: unendlich große) Musik des grenzenlosen Weltraumes – das ist immer die tiefe Sehnsucht dieser Seele im Gegensatz zur antiken mit ihrem plastisch-enklidischen Kosmos gewesen. Das ist, als Denknotwendigkeit des faustischen Weltverstandes auf die Formel einer dynamisch-imperativischen Kausalität gebracht, zu einer diktatorischen Naturwissenschaft gestaltet, ihr großes Testament für den Geist kommender Kulturen – ein Vermächtnis von Formen gewaltiger Transzendenz, das vielleicht niemals eröffnet werden wird. Damit kehrt eines Tages die abendländische Wissenschaft, ihres Strebens müde, in ihre seelische Heimat zurück.“

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gab es das ausgezeichnete Buch Kurt Pfisters über Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen, den man zu seiner Zeit schon den „Verwandler der Welt“ nannte. Dieses Buch, so wusste ich, hat Hitler sehr gefallen und beschäftigt. Meine Frau kaufte es 1945 für mich – buchstäblich mit den letzten Groschen – um es mir ins Lager zu schicken. Da wir Gefangenen dort in jeder Beziehung menschenunwürdig zu leben gezwungen waren, musste sie es unter größter Gefahr in das Lager hineinmogeln. Und ich durfte es nur ganz heimlich lesen. Es war – das wusste sie – für mich sicher von entscheidender Bedeutung. Später, Jahre danach, sagte sie mir einmal, ihr seien in dem Buch so viele Parallelen aufgefallen und sie habe gewusst, dass diese mir sehr helfen würden am Leben zu bleiben. Und so war es dann auch. Es gibt tatsächlich Parallelen nicht nur im Politischen – Reichsidee Abendland – sondern auch im rein Menschlichen.

Bosshart hat einmal geschrieben:

„Das Genie hat etwas vom Instinkt der Zugvögel.“

Es besagt gar nichts, wenn manche dann entgegnen:

„Ja, aber Hitler endete in der größten Katastrophe!“

Wir Menschen sind offenbar nicht geschaffen zu wissen, warum wir leben und was in Wahrheit hinter uns liegt. Vielleicht würde uns das nur verrückt machen. Unsere Aufgabe ergibt sich aus unserer Pflicht und unsere Pflicht geht zurück auf die der Natur innewohnenden ethischen Gesetze. Diese sind in uns und überall um uns zu erkennen, für jeden. Und die Wunder der Natur sollen uns Anreiz sein, den rechten Weg zu gehen, nämlich den der ewigen Ordnung der Natur.

Man ist heutzutage mit der Beurteilung sogar der genialsten Menschen geradezu verbrecherisch leichtfertig. Man lügt und betrügt nicht einmal um der Ideale, sondern nur um der klingenden Münze willen. Tiefer geht es nicht mehr. Die Ebbe ist am tiefsten Punkt angekommen, es ist höchste Zeit, dass die Flut über sie hinwegrast, sie niederzwingt, den ganzen Dreck an Land schwemmt, auf dass er in der Sonne verbrennt und das Wasser wieder so klar macht, dass wir wenigstens da wo wir stehen, wieder auf den Grund sehen können.

Nicht Kritiken und Wissenschaft halfen mir den Menschen Hitler zu erkennen, sondern die Beobachtung seines Denkens. Ich hatte das Glück, ihn ohne dienstliche Verpflichtungen und ohne jede Voreingenommenheit erleben zu können. Der Herkunft nach war ich von ihm wohl das krasseste Gegenteil. Jeder von uns hat das dem anderen gegenüber ganz offen zugegeben. Diese Tatsache war wahrscheinlich der Schlüssel zum späteren Verstehen, welches ebenfalls auf Gegenseitigkeit beruhte. Ich war für ihn meiner Herkunft wegen interessant, und zwar, weil er in mir, wie er mir später einmal sagte, einen revolutionären Menschen entdeckte. Für ihn war ich zunächst ein Rätsel – wie er für mich. Vertrauen zu mir gewann er auf eine für ihn typische Weise: Dadurch nämlich, dass er sah, wie ausgezeichnet meine Ehe funktionierte. Gerade das hatte er bei einem Menschen meiner Herkunft wohl nicht erwartet.

Er freute sich immer über glückliche Ehen. Das hatte, glaube ich, irgendwie mit seiner Mutterliebe zu tun. Wenn er bei seinen Freunden und Kameraden eine unglückliche Ehe sah, dann ruhte er nicht, bis er die Eheleute wieder miteinander versöhnen konnte. So auch bei der Goebbel’schen Ehe. Ich habe das in vielen Fällen erlebt und manchmal waren die Betreffenden meines Erachtens diese Mühe des Staatsoberhauptes gar nicht wert. Im Falle Goebbels jedoch war es ein Segen, dass er es tat. – Immer ging ihm das Menschliche vor dem Politischen – oder besser gesagt: das Politische galt ihn als solches nur soweit, wie es vom Menschlichen her berechtigt erschien. 

Und hier kommen wir zu seinem Mangel an Menschenkenntnis. Wobei ich einschränkend festellen muss, dass das Wort „Menschenkenntnis“ in diesem Zusammenhang vielleicht nicht ganz das Richtige ist oder zumindest einer Erklärung bedarf. Er wusste wohl einen treuen von einem untreuen Menschen zu unterscheiden, einen arbeitsamen von einem faulen, einen ehrlichen von einem unehrlichen usw. Aber es gab Eigenschaften bei ihm, welche ihn bei der Beurteilung von Menschen ablenkten. So neigte er dazu, bei Menschen, die ihm in schwersten Zeiten treu zur Seite gestanden hatten, später auftretende schlechte Eigenschaften und Taten allzu leicht zu übersehen, zu vergeben.

Einer der eklatantesten Fälle in diesem Zusammenhang war der Gauleiter von Mittelfranken Julius Streicher – der sich immer schlechter, schließlich geradezu skandalös benahm. Hitler stellte ihn oftmals zur Rede und zog ihn sogar ganz aus dem Verkehr, um ihn nach Jahren dann doch wieder sozusagen zu rehabilitieren, was niemand von uns, auch nicht Dr. Goebbels, verstehen konnte. Julius Streicher hatte immerhin jahrelang mit seiner Zeitschrift „Der Stürmer“ einen antisemitischen Feldzug geführt, der grundsätzlich mit der öffentlichen Einstellung der NSDAP nicht nur nichts mehr zu tun hatte, sondern darüber hinaus uns alle in ein falsches Licht brachte.

Goebbels hat bei Hitler oftmals das Verbot des „Stürmer“ verlangt – bis er aber damit bei Hitler endlich Erfolg hatte, verging eine lange Zeit großer Fehler. Ein Mann wie Streicher hätte gerade deswegen, weil er zu den ersten Mitgliedern gehört hatte und früher ein treuer Gefolgsmann Hitlers gewesen war, besonders schwer bestraft werden müssen. Er wurde zwar als Gauleiter abgesetzt, aber das genügte nicht.

Mit dem Führer der „Deutschen Arbeitsfront“ (DAF) – Dr. Robert Ley – war es nicht viel besser. Als ich Hitler persönlich schon im Jahre 1929 sagte, dass Ley mich und eine Reihe anderer Menschen in übelster Weise um unser Geld betrogen habe, uns so der größten Not aussetzte – da antwortete Hitler:

„Ich habe Ihnen nie geraten, Ley Geld zu leihen – ich habe nur mit dem Gauleiter, nicht mit dem Geschäftsmann Ley zu tun – tut mir leid, ich kann Ihnen nicht helfen!“

Ich wandte ein:

„Ich habe aber Ley nur vertraut, weil ich annahm, ein Gauleiter ist kein Strolch“,

da sagte Hitler,

„er sei nicht imstande, das Privatleben all seiner Unterführer zu kontrollieren. „Sehen Sie sich die anderen Parteien an – jede der großen Parteien hat mehrere Ley’s in ihrer Führung – das ist schlimm, aber leider sehr schwer und nur allmählich zu ändern. Ich werde auf Ley Acht geben, das verspreche ich Ihnen – aber Ihr Geld müssen Sie sich alleine von ihm zurückholen“

Es ist mir Jahre später zu einem geringen Teil gelungen.

Der dritte Fall, den ich selbst erlebt habe war der Balte Alfred Rosenberg, Leiter des Außenpolitischen Amtes der NSDAP. Er machte auf Kosten der deutschen Politik Adolf Hitlers baltische Politik nach eigenen Vorstellungen, welche mit denen Hitlers zum Teil überhaupt nicht übereinstimmten. Wie konnte nur ein Balte deutsche Außenpolitik machen?

Er war in der „Kampfzeit“, also vor 1933, der Chefredakteur des „Völkischen Beobachters“ gewesen, der größten der Parteizeitungen. Im Kriege war er der „Reichskommissar für die besetzten Ostgebiete“ und damit verantwortlich für die entsetzlichen Fehler, welche man mit den uns so außerordentlich zugetanen Ukrainern machte.

Dr. Goebbels sagte mir damals, er glaube zu wissen, dass Rosenberg ein russischer Spion sei – dessen Freundin sei es mit Sicherheit. Goebbels wollte während des Krieges auf keinen Fall, dass zwischen den Herren der Auslandsabteilung seines Ministeriums und dem so genannten „Amt Rosenberg“ Verbindungen bestanden.

Rosenberg hingegen hielt engste Verbindung mit Martin Bormann, welcher zunächst unter Rudolf Hess der Stabsleiter beim „Stellvertreter des Führers“ war. Bemerkenswerterweise wurde anlässlich des Englandfluges von Hess der politisch völlig unwichtige Adjutant von Hess eingesperrt, der politisch aber sehr exponierte Stabsleiter von Hess, Herr Martin Bormann, in die Reichskanzlei berufen und dann zum Chef der „Parteikanzlei des Führers und Reichskanzlers“ – mit Sitz in der Reichskanzlei – gemacht. „Reichsleiter“ Bormann war in den Jahren 1943 bis 1945 der mächtigste Mann nach Hitler. Dies weiß ich aus eigener, trüber Erfahrung und auch persönlich von Dr. Goebbels.

Goebbels bezeichnete Anfang 1945 in meiner Gegenwart Bormann und den Leibarzt Hitlers, Professor Morell, als „die Verbrecher in der Reichskanzlei“. Auch Bormann hatte aus zurückliegenden Zeiten meines Wissens Beziehungen zur UdSSR – nach Dr. Goebbels Ansicht aber „genau die falschen“.

Professor Morell hat meines Wissens vor dem Internationalen Militär Tribunal (IMT) in Nürnberg zugegeben, dass er Hitler umbringen wollte. Ich hingegen glaube eher, dass er ihn durch seine Injektionen zu einem gehorsamen Werkzeug einer bestimmten Clique von maßgebenden Politikern machen wollte.

Dass Hitler in der Reichsregierung Dönitz – neben Goebbels – ausgerechnet Martin Bormann unterbrachte, hat meines Erachtens mit Hitlers letztem großen Vorhaben zu tun: Bündnis mit der UdSSR gegen die USA. Hitler telegrafierte in letzter Stunde an die Heeresgruppe Kesselring:

„Unter allen Umständen noch durchhalten, Vereinigung mit den Russen gegen die Amerikaner steht unmittelbar bevor.“

Dass eine solche Vereinigung schlagartig ein vollkommen anderes Bild geschaffen hätte, erscheint mir sicher. Deutsche und Russen zusammen hätten im Handumdrehen ganz Europa in ihre Hand bekommen. Zumindest würde es heute noch ein Deutsches Reich geben und keine Verleumdung unseres Volkes – niemand würde das wagen. 

Deutschland – Europa wären heute dominierend auf dieser Erde – das Dritte Reich hätte das Erbe des Ersten Reiches antreten können und der internationale Kapitalismus hätte ausgespielt. Goebbels muss noch ein wenig begründete Hoffnung gehabt haben, sonst hätte er nicht kurz vor seinem Tode noch fast eine Stunde lang mit dem russischen Marschall Schukow telefoniert. 

Wir ersehen daraus ganz deutlich, dass eben derselbe Hitler, welcher im Verlaufe des Krieges viermal den Feinden einen äußerst fairen Friedensvertrag anbot und nicht einmal eine Antwort bekam – sogar in allerletzter Stunde noch die Kraft aufbrachte, total umzuschwenken und das Äußerste zu wagen. Das wird es wohl gewesen sein, als er in seiner letzten ganz großen Rede zum deutschen Volk sagte, er hoffe vom Volk verstanden zu werden, wenn er etwas ganz Außerordentliches zu wagen gezwungen sei. 

Im Krieg hängt logischerweise zu viel vom Feind und dessen Haltung ab, als dass man den eigenen Staatsmann wirklich mit Recht erschöpfend beurteilen könnte. Ganz gewiss war der Gefreite Hitler auch als Feldherr ein Genie. Keiner seiner vielen Generale, unter ihnen viele von großer Begabung und reicher Erfahrung, hat ihn als solchen abgelehnt, die meisten haben ihn bewundert. Er wusste auch in diesem Zusammenhang sehr vieles, was er niemals gelernt haben konnte. Wie oft habe ich Generale sagen hören:

„Woher hat er eigentlich all die Voraussetzungen dazu? Ist das nur Instinkt?“

Hitler hasste es, gepriesen zu werden. Er mochte es gar nicht, wenn man ihn sozusagen vergötterte. Aber die politische Propaganda wollte mit ihm werben. Und die Bedeutung dieser Werbung zur Verbreitung seiner Idee des nationalen Sozialismus konnte er nicht bestreiten. Von Lao Tse stammt diese Aussage, welche – so meine ich – ausgezeichnet zu Hitler passt:

„Der Weise stellt sein Selbst hintan und siehe: Es tritt hervor. Er gibt auf sein Selbst – und siehe: Es wird bewahrt.“

Tatsächlich wurden ihm jene zum Verhängnis, denen er half, ohne ihnen helfen zu müssen. Und in dieser Beziehung ist sein Schicksal das alter wirklich Großen, wie Friedrich Nietzsche 1885 an seine Schwester schrieb:

„Es scheint mir, dass ein Mensch beim allerbesten Willen unsäglich viel Unheil stiften kann, wenn er unbescheiden genug ist denen nützen zu wollen, deren Geist und Wille ihm verborgen ist.“ 

Hitler hat doch ganz zweifellos dem deutschen Volk und Reich ganz außerordentlich viel Gutes getan. Jeder ernsthafte, gerechte Kritiker muss das sehen und zugeben. Es wäre sinnlos und nur sehr nachteilig für alle, dies zu leugnen. Seine Idee der Verbindung von Nationalismus und Sozialismus war gewiss eine neue und sehr gute. Dadurch gelang es ihm, die größten Gegensätze im Volk auszugleichen und so einen inneren Frieden herzustellen, wie es ihn in keinem Volk dieser Erde vorher oder nachher gegeben hat. Dieser wohl einzigartige Zustand dauerte in etwa von 1933 bis zur Olympiade 1936. Von da an begann sich eine Veränderung einzuschleichen, die sich sehr viel später, gegen Ende des Krieges, öffentlich bemerkbar machte.

Der erste Anstoß dazu war die Entmachtung der SA, die am 30. Juni 1934 begann. Sie war ein entscheidender Schlag gegen die nationalsozialistische Revolution. Ich habe dies am Abend des 30. Juni 1934 zum ersten Mal zu spüren bekommen. Ich war mit meiner Alexandra beim Ehepaar Goebbels zu Besuch, als Hitler, eben in Berlin angekommen, uns eingehend und genau berichtete, wie dieser fatale Tag für ihn verlaufen war. Er wusste, dass ich Truppführer der SA war und einer von drei Adjutanten des SA-Obergruppenführers der SA-Gruppe Berlin-Brandenburg, allerdings nur pro forma – dispensiert vom SA-Dienst als Adjutant des Ministers.

Während dieses Gesprächs am Abend jenes erschütternden Tages fragte mich Hitler ganz unvermittelt:

„Wo sind Sie eigentlich heute gewesen – der Obergruppenführer Ernst, Ihr Vorgesetzter, war doch auf der Flucht gefasst worden – und ist inzwischen erschossen!“

Ich antwortete, ich habe im Ministerium wie immer Dienst getan.

„Da haben Sie aber Glück gehabt. Wenn Sie mit Ernst zusammen geschnappt worden wären, hätte ich Sie wohl kaum retten können.“

Diese Antwort traf mich wie ein Strahl eiskalten Wassers. Auch meine Frau war empört, sie hat ihm diese Antwort niemals verziehen.

Es war ohne Zweifel richtig, dass er gegen Röhm und die Korrupten unter den höheren SA-Führern mit aller Schärfe vorging, insbesondere dass er das in höchster Gefahr persönlich tat. Aber er durfte keinesfalls zulassen, dass seine SA – das Rückgrat der Revolution – die er zu einmaliger Selbstdisziplin erzogen hatte, nun politisch ausgeschaltet wurde. Er gab damit die Revolution frei für ganz andere Kräfte – und das war der Anfang vom Ende.

Unter den Erschossenen – und zwar zu Unrecht Erschossenen – waren zwei meiner besten Freunde: Gruppenführer Schneidhuber und Freiherr von Wechmar, Brigadeführer.

Natürlich haben wir uns – mehr als irgendjemand sonst – jahrelang gefragt, warum Hitler so handelte. Drei Faktoren haben ihn dazu gedrängt: Die Partei (später unter Einfluss von Bormann), der Reichsführer SS Heinrich Himmler, welcher eine eigene Macht aufzubauen im Begriff war, und der einstige Stabschef der SA, Hermann Göring, der nun glaubte, eine nationalsozialistische Luftwaffe als Hausmacht aufbauen zu können. Als am 30. Juni 1934 nachmittags gegen 17 Uhr Adolf Hitler aus München kommend in Tempelhof landete, war zum ersten Mal eine Kompanie der Luftwaffe zum Ehrensalut angetreten. Hitler sollte dadurch überrascht und erfreut werden. Hitlers Gesicht verfinsterte sich jedoch, er nahm von der Luftwaffe so gut wie keine Kenntnis, und Goebbels war wütend.

Als ich am Vormittag dieses gleichen Tages in meinem Büro am Wilhelmplatz saß und auf meinen Minister wartete, erschien Göring plötzlich bei mir. Er begrüßte mich und ging sofort zum großen Fenster, trommelte mit seinen Fingern an die Fensterscheibe und sagte, ohne mich anzusehen:

„Wissen Sie eigentlich, was los ist?“

Ich antwortete, dass ich fast nichts wisse. Da sagte er, für mich völlig unverständlich:

„Der Stabschef Röhm wird heute erschossen.“

Röhm, der außerdem Reichsminister war, hat sich selbst erschossen, und das zu Recht, weil er nämlich als Stabschef der SA völlig unmöglich, obendrein menschlich verkommen und daher ein Verräter war. Die Wehrmacht scheint mir eine Doppelrolle gespielt zu haben. 

Der Ausfall der SA brachte automatisch eine Zurücksetzung der „Alten Garde“ der NSDAP mit sich, denn die meisten Angehörigen der „Alten Garde“ gehörten schon seit vielen Jahren auch der SA an. Somit führte der 30. Juni 1934 langsam aber sicher zur Ausschaltung der Revolution. Sie fand fortan nur noch sozusagen, „im Saale“ statt.

Und damit war der Weg frei für all jene, welche nun so bald wie möglich der Partei beitreten wollten, um auf irgendeine Weise am äußeren Erfolg dieses Staates und Volkes mitzuverdienen. Diese Menschen wurden von den eigentlichen Nationalsozialisten verächtlich die „Nazis“ genannt. Mit ihnen und durch sie wurde die Partei immer bürokratischer. Die „Alten Kämpfer“ fühlten sich in ihr nicht mehr wohl und verkrochen sich in der SA oder der „Alten Garde“.

Dies empfanden wir um so tragischer, als jetzt die Jahre kamen, in denen der eigentliche Aufbau einsetzen konnte, denn Hitler hatte Ordnung geschaffen, das Volk war glücklich und einig wie nie, die Industrie entwickelte sich mächtig, der Export wuchs beachtlich, und im Mittelpunkt der ganzen Entwicklung stand der deutsche Arbeiter der Stirne und der Faust – angesehen, geachtet und frohgemut.

Was erstreben Menschen wohl, die frei und glücklich leben und stolz sein können auf ihren und ihres Volkes Fortschritt? Eine Familie, ein Heim, Kinder! Das ist immer und überall so gewesen. Ein Blick in die Statistiken der dreißiger Jahre beweist mehr als alle Wahlresultate, dass das deutsche Volk damals sehr zufrieden war und mit einem langen Frieden rechnete. Wenn einer behauptet, es hätte vor 1944 einen nennenswerten Widerstand im Volk gegen Adolf Hitler und seine Regierung gegeben, dann fehlen ihm entweder jegliche grundlegende Kenntnisse über die damalige Zeit – oder er ist ein ganz gemeiner Lügner!

Millionen deutsche Menschen haben 1945/46 geglaubt, sich nur durch Lügen retten zu können. Täglich wurden ihnen – gratis vom Feind – die raffiniertesten Lügen entweder auf Umwegen oder direkt frei Haus geliefert. So entstand jenes grauenhafte Unwesen des „Persilscheinhandels“, durch den sich Millionen auf Kosten der Wahrheit und Ehre des ganzen Volkes „retteten“.

Es ist wohl nirgends in der Welt so viel und so phantasievoll gelogen worden wie im Deutschland der Nachkriegszeit – ich glaube, vor allem in Westdeutschland. Da mehr oder weniger alle Deutschen, vor allem während der Kriegsjahre, sich in irgendeiner Form für das nationalsozialistische Reich eingesetzt hatten, war ein Wiederaufbau nach 1945 völlig undenkbar ohne diese mehr als 90%tigen des ganzen Volkes.

Ganz sicher hatten all jene, welche beim Wiederaufbau des neuen Staates, die sowohl beruflich als auch politisch notwendige Mitarbeit erbrachten, ihre Leistungsfähigkeit zuvor im Hitlerreich erlernt und eingesetzt. Es ist daher keineswegs übertrieben, wenn wir sagen, dass der Mut, die Entschlossenheit, der Zusammenhalt und vor allem der Glaube an Deutschland, alles Eigenschaften, ohne die der Wiederaufbau aus Trümmern niemals möglich gewesen wäre – aus genau jenem Deutschland stammte, das nunmehr auf das übelste verleumdet wurde.

Den Wiederaufbau Deutschlands verdanken wir einem deutschen Volk, welches die dreißiger Jahre erlebte und somit die damit verbundene Einstellung zu Volk und Staat, zum Leben überhaupt und der daraus resultierenden Erziehung mitbrachte. Wenn sich die heutige Generation vor der gleichen Aufgabe gestellt sähe wie damals, von 1945 bis 1952, die Hitlergeneration, dann würde aus dem Wiederaufbau wohl so gut wie nichts geworden sein. Ohne die großen, ewigen Ideale kann eben niemals etwas wirklich Wesentliches für Volk und Staat entstehen!

Der erste Nachkriegsbundeskanzler, Dr. Konrad Adenauer – mir seit meiner Studienzeit persönlich gut bekannt – gehörte ja selbst dazu. Er bemühte sich unter Hitler außerordentlich, wieder Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt (Köln) zu werden. Hitler zweifelte nicht an Adenauers Fähigkeiten, glaubte aber, ihn wegen dessen Haltung zur Zeit des rheinischen Separatismus jetzt keinesfalls so bevorzugt einsetzen zu können. Er ordnete aber an, dass Dr. Adenauer von ihm eine jährliche Pension von RM 40.000,- bekam. Das erzählte mir Reichsminister Dr. Lammers nach dem Kriege. Er war selbst deswegen bei Hitler vorstellig geworden und somit der beste Zeuge.

Sowohl Bundeskanzler Dr. Adenauer als auch sein Nachfolger Dr. Kurt Georg Kiesinger – seinerseits Verbindungsmann des Reichsaußenministers von Ribbentrop zum Reichspropagandaminister Dr. Goebbels – wussten sicher genug der Dinge, um der Verleumdung des Deutschen Volkes vor aller Welt energisch entgegenzutreten – unterließen dies aber wohlweislich!

Die Persilscheine waren die Voraussetzung für das Heer der Verleumder. So entstand nicht aus Überzeugung oder gar aus Treue zu Volk und Staat und um des Friedens mit den ehemaligen Feindmächten willen eine Klarstellung der Vergangenheit – sondern aus millionenfachen Ängsten hinsichtlich der Abhängigkeit von den Feindmächten und der scheinbaren Aussichtslosigkeit auf den Friedensschluss – eine fast allgemeine, höchst demoralisierende Lügerei, welche jede wirklich deutsche Außenpolitik. Ich konnte noch im Kriege allein mit dem Reichsminister Dr. Goebbels in Berlin-Mitte, auf der Wilhelmstraße und Unter den Linden spazieren gehen, ohne dass wir auch nur einem Menschen begegneten, der uns nicht mit freundlichem Gesicht gegrüßt hätte.

Im Februar 1945 habe ich im Stabsquartier der „Feldherrnhalle“ vier junge Soldaten gesehen, die vor Wut heulten, weil man sie geschnappt hatte, als sie ohne Erlaubnis auf dem schnellsten Weg an die Front wollten, um endlich für Deutschland kämpfen zu „dürfen“.

Eines der erschütterndsten und zugleich großartigsten Erlebnisse war mir die Weihnachtsnacht 1945, in der wir gefangenen Nationalsozialisten – etwa 6.000 an der Zahl – umgeben von mit amerikanischen Maschinengewehrschützen besetzten Wachtürmen, ohne vorherige Verabredung plötzlich gemeinsam das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ sangen. Alle amerikanischen Offiziere und viele Tausende Deutsche liefen zusammen, um uns zu sehen, zu hören und mitzusingen – und der amerikanische Lagerkommandant, ein Frontoffizier, hatte Tränen in den Augen.

Im Nürnberger Justizpalast stürzte sich ein General des Heeres aus dem dritten Stockwerk auf den Steinflur des Erdgeschosses hinunter. Dort, wo die Zentralstelle des großen Zuchthauses war, blieb er tot vor unseren Augen liegen. Bald darauf fingen einige in ihren Zellen an zu singen und immer mehr und mehr schlossen sich ihnen an, bis wir alle – die eingesperrten Nationalsozialisten und die Nicht-Nationalsozialisten und sogar einige Ausländer – mitsangen, bis es mächtig durch die riesigen Gewölbe schallte – jenes Lied, das früher so leicht über unsere Lippen gegangen war und nun noch einmal im Leben aus tiefster Seele kam:

„Dir, Adolf Hitler, haben wir’s geschworen …!“

Das sangen deutsche Soldaten, Offiziere, Generale, Professoren, Geistliche, Juristen, Richter, Ärzte usw., von denen Dutzende schon wussten, dass sie gehängt würden – weil niemand von allen so gewesen war, wie die „Nichtwissenden“ ganz einfach behaupteten. 

Schwerbewaffnete US-Infanterie rückte in Massen ein, alliierte Panzer umstellten das Zuchthaus – während im „Zuchthaus der Ehre“ die Nacht einbrach. – Gewiss, es sind nur kleine Ausschnitte. Eben nur das, was ich aus eigenem Erleben sagen kann. Aber es zeigt, so meine ich – vielleicht gerade darum – wie die Menschen in Wahrheit waren, vor – und gleich nach dem 8. Mai 1945. Ich könnte nur allein aus meinem eigenen Erleben noch sehr viel Ähnliches berichten – was unser Volk und alle, die dazu gehörten, in viel besserem Lichte zeigt, als fast all jene es gezeigt haben, die sich nach dem Krieg an der Hetze und an der Verleumdung beteiligten.

Ein einzelner Mensch kann ein Verbrechen begehen. Bestialische Kindesmörder werden heute mit größter Nachsicht behandelt. Einer der schlimmsten (Jürgen Bartsch) durfte sogar im Zuchthaus unter Assistenz des Pfarrers mit Hochzeitstafel, Gästen und Sekt heiraten.

Aber ein 60-Millionen-Volk, das in einen Zweiten Weltkrieg von mehr oder weniger anonymer Seite hineingedrängt wurde, mitten aus seiner friedlichen Revolution, seiner Aufbauarbeit, seiner endlich erreichten Gemeinschaft und Zufriedenheit heraus, das muss man jahrzehntelang „verbrecherisch“ nennen, das darf man immer wieder beschimpfen und erpressen, wie es einem gerade passt, um Riesengeschäfte zu machen – ein Volk, dem die Menschheit ganz besonders viel Gutes verdankt seit tausend und mehr Jahren!!! Nein – das ist weiter so nicht möglich! Das darf nicht sein! Niemandem auf der Welt ist damit gedient – es sei denn den Lumpen.

Es gibt eigentlich keine schlechte Eigenschaft, die man unserem Volk nicht bereits nachgesagt hat. Schon allein diese Tatsache ist Beweis dafür, dass hauptsächlich Lügen über unser Volk verbreitet werden, denn ein Volk, das nur schlechte Eigenschaften hat, gibt es nicht, hat es nie gegeben, ist in der Ordnung dieser Welt nicht vorgesehen und würde auch nicht hineinpassen.

Wir haben uns bemüht – schon während der zwanziger und der dreißiger Jahre – zu erfahren, aus welchen Kreisen all die Gehässigkeit und Verlogenheit kommt. Sehr bald entdeckten wir, dass System dahinter steckt. Es fiel uns auf, dass sich die Angriffe im Allgemeinen hauptsächlich gegen bestimmte Personen richten und im Besonderen gegen ganz bestimmte Eigenschaften jener Menschen. Eigenschaften, welche oftmals gar nicht vorhanden waren oder sind; die man aber gerade diesen Menschen andichtete, weil man anders anscheinend nicht an sie herankommt.

Zum Beispiel hat man Adolf Hitler ganz einfach einen Tschechen genannt. Diese Masche war so erfolgreich, dass sogar der Reichspräsident, Generalfeldmarschall von Hindenburg, noch an dem Tage, als er Hitler zum ersten Mal empfing, von der Wahrheit dieser Behauptung fest überzeugt war. Erst im Laufe des Gesprächs wurde Hindenburg stutzig und fragte Hitler gerade heraus. Der Fall war ganz einfach zu klären: Es gibt nicht nur in Oberösterreich eine Stadt namens Braunau, sondern auch in der Tschecho-Slowakei. So machte man Adolf Hitler zum geborenen Tschechen.

Das Braunau im so genannten „Braunauer Ländchen“ heißt auf tschechisch Broumov und hatte unter seinen 8.000 Einwohnern immer schon sehr viele Deutsche. – Das Braunau in Oberösterreich zählt hingegen über 12.000 Einwohner und ist eine sehr alte deutsche Stadt. Selbst wenn Hitler aus Broumov gebürtig gewesen wäre, hätte er sehr wohl deutscher Herkunft sein können, zumal sein Name absolut nichts Tschechisches an sich hat, sondern ausgesprochen österreichisch klingt. Diese eine, geradezu absurde Lüge hat aber bis heute Jahrzehnte hindurch dem Ansehen Hitlers und des deutschen Volkes, das sich angeblich einem „Tschechen“ verschrieben habe, sehr geschadet.

Vor ungefähr drei Jahren brachte eine große deutsche Tageszeitung, der „Wiesbadener Kurier“, auf der ersten Seite eine Meldung mit Bild, dass die Deutsche Reichsregierung für die Versenkung des riesigen englischen Passagierschiffes „Queen Mary“ während des Zweiten Weltkrieges eine Prämie von 60.000,- Mark ausgesetzt habe. Ich war empört über eine solche Lüge und verlangte zu wissen, woher die Meldung kommt. Der „Wiesbadener Kurier“ ließ mich wissen, dass die Meldung von BBC (British Broadcasting Corporation) kam und zwar über dpa (Deutsche Presse Agentur). Ich bat den höchsten Offizier der Bundesmarine, den leitenden Offizier der Abteilung Kriegsmarine im Bundeswehrministerium und den Großadmiral Dönitz um Stellungnahme. Alle drei versicherten mir brieflich, dass in der Deutschen Marine niemals Geldprämien zu irgendeinem Zweck ausgesetzt worden sind. Alle drei Offiziere lehnten diese Meldung als empörend ab. – Eines besseren Beweises bedurfte es für mich nicht. Ich teilte dieses Resultat dem „Wiesbadener Kurier“ mit und forderte die Redaktion auf, nunmehr aber sofort und an gleicher Stelle die besagte Meldung zurückzuziehen und die Wahrheit zu veröffentlichen. Die Redaktion antwortete, sie würde bereit sein, auf meine Verantwortung einen Leserbrief von mir zu veröffentlichen. Selbst würde sie zusätzlich nichts unternehmen, da die Meldung von BBC über dpa gekommen sei.

Ein dem Dienstrang nach hoher deutscher Diplomat erzählte mir im Ausland einmal in Gegenwart meiner Frau lang und breit, wie schrecklich er unter der Tyrannei Hitlers habe leiden müssen, bis er sich in einem bestimmten Jahr auszuwandern entschloss und – Gott sei Dank – somit vor dem Schlimmsten bewahrt geblieben sei. Wir glaubten ihm nicht und rechneten später nach, wie alt der Mann zu dieser Zeit war, als er so furchtbar unter Hitler leiden musste: Er war damals ungefähr sechs Jahre alt! – Es war in der zweiten Hälfte des Krieges, als ich mich beim Stabschef der SA in der Reichskanzlei melden musste. Ich wurde gebeten, in der Adjutantur zu warten. Ich unterhielt mich gerade mit dem Chef der Adjutantur, dem SA-Gruppenführer Girgensohn, als ein gutaussehender Offizier hereinkam und vom Gruppenführer freudigst begrüßt wurde. Dann wurde der Offizier mir vorgestellt und ich erfuhr, dass er bereits vor 1933 als junger Reichswehr-Offizier verwarnt wurde, weil er in Uniform – eine Hakenkreuzflagge schwenkend – an der Spitze eines Demonstrationszuges der SA marschiert war. Als dieser Offizier beim Stabschef war und ich noch warten musste, erfuhr ich, dass er für die Adjutantur des Führers vorgesehen sei, weil er als der nationalsozialistischste der jüngeren Offiziere gelte!

Es handelte sich dabei um den Grafen Stauffenberg, der später versuchte, Hitler in seinem Quartier „Wolfsschanze“ durch eine Bombe zu töten. Hitler blieb bekanntlich am Leben, aber mehrere hohe Offiziere und Zivilangestellte wurden verletzt oder getötet. Hitler hat durch den General der Polizei, Obergruppenführer Dr. Martin, Führer des SS-Oberabschnittes Mittelfranken, der Witwe oder Mutter des Grafen Stauffenberg, ich glaube, es war die Mutter, kondolieren Lind (?) einen großen Blumenstrauß überreichen lassen. Und da im Volk eine große Empörung gegen den Grafen Stauffenberg herrschte, hat Hitler die Familie obendrein schützen lassen. Dies hat mir Dr. Martin später im Lager Hersbruck eingehend geschildert.

Die Feindpropaganda im Kriege und die Verleumdung unseres Volkes nach dem Krieg bis heute hat wohl niemandes Ansehen derartig mit Dreck beworfen wie das der SA. Ausgerechnet also jener Organisation, welche zu äußerster Selbstdisziplin erzogen worden war und Millionen Männer aus der Arbeiterschaft, in besonderem Ausmaße Sozialdemokraten und Kommunisten, durch persönliche Überzeugung, eigene Opfer und saubere Anständigkeit aus Feinden zu Kameraden machte. Ich darf das offen und ehrlich sagen, weil ich das selbst jahrelang miterlebt habe. Ich weiß daher genau, dass diese SA – bis auf verschwindend wenige Mitläufer, Spitzel und Provokateure des Feindes – mit der Judenverfolgung des Jahres 1938 so gut wie nichts zu tun hatte. Und diejenigen, welche nachweislich damit zu tun hatten, sind auf Befehl Hitlers besonders schwer bestraft worden.

Es war für mich besonders eindrucksvoll, anlässlich des Parteitages der NSDAP im Jahre 1929 zu Nürnberg die Beispielhaftigkeit dieser SA in ganz besonderem Maße zu erleben. Hitler war gerade im Kulturvereinshaus mitten in seiner programmatischen Rede vor etwa 1500 Mitgliedern der Partei und der SA, als wir draußen einen mächtigen Lärm hörten. Wenige Minuten später sahen wir, dass die große, schwere Eingangstür mit Gewalt aufgebrochen wurde. Die meisten Menschen im Saal standen auf, um in großer Erregung zu sehen, was hinter ihnen geschah. Hitler rief in auffallender Ruhe:

„Parteigenossen – was da hinten geschieht, ist nicht annähernd so wichtig wie das, was ich Ihnen in meiner Rede zu sagen habe. Nehmen Sie bitte wieder Platz, hören Sie mir zu und überlassen Sie alles Übrige unserer SA.“

Tatsächlich setzten sich alle wieder hin und Hitler sprach weiter, als sei nichts gewesen. Eingedrungen waren mehrere hundert Kommunisten, die mit dem berüchtigten Verbrecher Max Hölz an ihrer Spitze eigens aus Berlin gekommen waren, um – wie sie selbst gar nicht laut genug verkünden konnten – den ganzen Parteitag der NSDAP in

„ein einziges großes Blutbad“

zu verwandeln! Die SA aber bildete eine Mauer, die so fest war, dass sie alle Kommunisten langsam aber sicher aus dem Saal und schließlich aus dem ganzen Hause hinausdrängen konnten.

Es wäre ein Leichtes gewesen, die Kommunisten zusammenzuschlagen – aber das war der SA verboten. Sie musste sich schlagen lassen, jedoch umso entschlossener den Gegner hinausdrücken. – Anschließend schickte Hitler seinen Dr. Goebbels mit dem Auto durch die Straßen Nürnbergs, damit er überall die SA an die unbedingt notwendige Disziplin erinnere. Es gab einen Toten und mehrere Verwundete – allerdings ausschließlich auf seiten der SA! 

Bei der Beisetzung des von den Marxisten ermordeten Hitlerjungen Herbert Norkus 1932 in Berlin erlebte ich es, wie die Kommunisten uns – speziell auf Dr. Goebbels und seine Begleitung gerichtet – aus nächster Nähe von einer hohen Mauer aus mit schweren Steinen bewarfen. Goebbels biss die Zähne zusammen und raunte uns unauffällig zu:

„Stehen bleiben, keine Miene verziehen, nur nicht provozieren lassen!“

Und jeder von uns gab die Parole weiter. Alle richteten sich danach, es hätte sonst ein Blutbad sondergleichen gegeben. Als wir – unsere Kampflieder singend – nachher durch die Massen der rotesten Gegend Berlins abmarschierten, schlossen sich viele der Kommunisten uns an, marschierten „im gleichen Schritt in unseren Reihen mit!“

Hitlers Revolution war zwar eine umfassende, wenn nicht eine der größten überhaupt, im Politischen wie im Geistigen – aber einmalig durch ihre Disziplin. Nur so nämlich kam sie zur Macht. So nämlich unterschied sie sich am meisten von ihren Gegnern. Darum ist die Verleumdung unserer deutschen Vergangenheit in keiner Beziehung so brutal wie dort, wo sie alles versucht, diese Disziplin voll und ganz aus der Erinnerung der deutschen Menschen einfach wegzuwischen, auszuradieren. Solche Disziplin – das wissen die Verleumder sehr wohl – setzt einen unüberwindlich starken Glauben voraus. Diesen Glauben könnte es sehr wohl, auch ohne Hitler und Nationalsozialismus – allein bezogen auf die Gesetzmäßigkeit der Natur zum Beispiel – noch einmal geben.

Als Graf Helldorf, der Polizeipräsident von Groß-Berlin, nach der so genannten „Kristallnacht“ dem Gauleiter von Groß-Berlin über die Vorkommnisse genau berichtete, war ich zufällig Zeuge, ohne dass sie es wussten. Er meldete, dass nur sehr wenige Parteigenossen sich an den Plünderungen jüdischer Geschäfte und Misshandlungen von Juden beteiligt hätten. Und auch diese hätten es zum großen Teil nur getan, weil sie dazu aufgehetzt wurden, und zwar durch als SA-Männer verkleidete Kommunisten. Goebbels‘ Antwort lautete:

„Helldorf – das sage ich Ihnen – dieser Wahnsinn kostet uns noch mal eine Million tote Soldaten!“

Dass die „Kristallnacht“ von Hitler gewollt gewesen wäre, ist nicht wahr. Im Gegenteil, er und Goebbels haben deswegen mehrfach in jener Nacht miteinander lange und sehr erregt telefoniert, damit um Himmels Willen irgendwelche Gewaltakte, Misshandlungen oder Plünderungen auf alle Fälle verhindert werden. Dies weiß ich von einem Herrn der Presseabteilung des Reichspropagandaministeriums, der in jener Nacht Dienst in der Telefonzentrale hatte und aus begreiflicher Neugier mithörte. Er hat sich entsprechende Notizen gemacht. – Ganz abgesehen von diesen Beweisen steht ja wohl fest, dass Hitler, Goebbels, Göring usw. zumindest klug genug waren, um zu wissen, dass es einfach selbstmörderisch gewesen wäre, sich das Weltjudentum zum Feind Nr.1 zu machen – noch dazu wenn man nichts so sehr brauchte wie einen langen, möglichst sicheren Frieden. Eine Revolution kann man bekanntlich auf keinen Fall im Krieg durchführen! Und die Revolution war Hitlers ein und alles – sollte sie doch sowohl das deutsche Volk retten als auch das Reich! Sie war doch aus den furchtbaren Folgen – aus dem Protest gegen die Folgen des Ersten Weltkrieges hervorgegangen. Das wäre ja „den Bock zum Gärtner machen“ gewesen, wenn er nun mitten in der Verwirklichung der Revolution einen neuen Krieg riskiert hätte. Sein oberstes Prinzip war doch, alles zu erreichen, soweit es ohne Kriegsgefahr zu erreichen ist! Ein Mann wie Julius Streicher dachte sicher anders in diesem Punkt, aber deswegen kann man weder die Partei noch vor allem das Volk verantwortlich machen – und zu allerletzt Adolf Hitler.

Institutionen sind so viel wert wie die Menschen, durch die sie vertreten werden! Wer Geschichte schreiben will, muss nicht von den Taten auf die Menschen – sondern von den Menschen auf die Taten schließen. Je mehr aber der Materialismus sich durchsetzte, umso weniger achtete man die Menschen – und umso mehr ihre „Erfolge“. Wer aber von den Menschen auf die Taten schließen will, der muss die in Betracht kommenden Menschen persönlich gut kennen und als souveräner Betrachter erlebt haben. Er darf nicht einer Absicht oder gar einer politischen Taktik wegen urteilen wollen, sondern einzig und allein deswegen, damit der Wahrheit die Ehre gegeben wird!

Die Vorkriegs-, Kriegs- und vor allein die Nachkriegsverteufelung des deutschen Volkes und seiner Vergangenheit hat mit Wahrheit so wenig zu tun wie mit Ehre – sie diente und dient ausschließlich der Vorbereitung eines Dritten Weltkrieges, für den Fall, dass es wiederum nicht gelingen sollte, diesem deutschen Volk für immer das Rückgrad zu brechen. 

Gerade in diesem Zusammenhang ist das Problem „Vernichtung der Juden in den Konzentrationslagern“ wohl das erschütterndste in jeder Hinsicht – und zwar für alle Beteiligten – ganz gleich auf welcher Seite sie standen oder stehen.

Ich war in der Gefangenschaft gleich nach dem Krieg mit vielen Männern zusammen, die während der letzten Kriegsjahre in den verschiedensten großen deutschen Konzentrationslagern eingesperrt gewesen waren. Ich habe mir so viel wie möglich von ihnen erzählen lassen. Tatsächlich habe ich nicht einen einzigen erlebt unter allen, die mir bestätigen konnte, dass in einem der damaligen KLs jemals ein Mensch vergast worden ist. Dass Leichen von Opfern der zuletzt ausgebrochenen Epidemien verbrannt wurden, weil man sie nicht begraben konnte – und dass dies auch noch, als bereits die Besatzungsmächte das Kommando über alles hatten – war schon allein aus hygienischen Gründen eine Selbstverständlichkeit. Am Schluss des Krieges war es trotz größten und tapfersten Einsatzes nicht mehr möglich, Arzneien, Verpflegung usw. heranzuschaffen. – Inzwischen ist längst erwiesen, dass es beispielsweise im Lager Dachau niemals eine Einrichtung zur Vergasung von Menschen gegeben hat.

Ich habe zuvor berichtet, dass nach der amtlichen Statistik zur fraglichen Zeit höchstens 3,7 % der Juden insgesamt – also aller Juden in sämtlichen Ländern, fehlten. Es sind nicht nur aus Deutschland Juden ausgewandert, sondern auch aus den Balkanländern, aus Frankreich, Griechenland und Italien.

Als die Amerikaner während des Krieges in Casablanca gelandet waren, verließen allein aus der Stadt Marakesch 5.000 Juden Marokko. Warum sollten nicht aus den weit größeren Städten Marokkos – Casablanca, Rabat, Tanger usw. viel mehr Juden geflüchtet sein – ebenso wie aus anderen arabischen Ländern?

Wie viele Juden waren so schlau, in den Ländern, in denen sie sich niederließen – z. B. in der Tschecho-Slowakei, in Polen, Ungarn, Rumänien usw., sich nicht mehr als Juden anzumelden? Und die Zahl der Juden, die in der UdSSR verschwanden bzw. untertauchten, soll über eine Million betragen haben.

Warum sind die Meinungsmacher von heute eigentlich so böse, wenn sich herausstellt, dass keine acht Millionen, sondern höchstens kaum eine halbe Million Juden aus der fraglichen Zeit fehlen? Man sollte doch froh sein, wenn möglichst wenige vermisst werden! Allein die Zahl jener Juden in Deutschland, die während und nach dem Krieg aus Deutschland oder aus von Deutschen besetzten Gebieten über neutrale Länder nach den USA flüchten konnten, muss groß gewesen sein, denn es gab in den USA nach dem Krieg weit mehr Juden als zuvor.

Selbstverständlich ist es grauenvoll, wenn Menschen umgebracht werden. Aber wenn man die einen zählt, muss man auch die anderen zählen. Es geht nicht an, dass man Deutschland anklagt, weil es den Krieg verloren hat und sich kaum noch wehren kann, während man so gut wie alles verschweigt, was die Gegenseite in entsprechender Weise zu verantworten hat.

Wieso darf ungestraft nunmehr seit Jahrzehnten rings um die Erde von sechs Millionen vergaster Juden gesprochen werden – und niemals erfährt die Menschheit, was einem schon wehrlosen Deutschland in den letzten Tagen des Krieges und dann nach Abschluss des Waffenstillstandes angetan wurde? Warum weiß die Menschheit heute noch nicht, wie viele Zehntausende deutscher SS-Soldaten nur deswegen erschossen wurden, weil sie das Zeichen ihrer Blutgruppe unter dem Arm eintätowiert trugen, damit sie in großer Gefahr schnellstens die richtige Blutzufuhr erhalten konnten?

Warum wurde der Menschheit bis jetzt verheimlicht, welch unvorstellbar grauenhaftes Blutbad die anglo-amerikanischen Bomber in der Lazarettstadt Dresden anrichteten, genau zu dem Zeitpunkt, als die riesigen Massen flüchtender Schlesier sich durch die überfüllte Stadt hindurchquälen mussten? In Dresden hat man Hunderttausende von armen und ärmsten Zivilisten getötet, die keinen einzigen Schuss abgegeben hatten.

Warum verschweigt man der Menschheit das infernalische Ende der Deutschen in Prag, wo deutsche Soldaten wie Fackeln brennend den Weg säumten, wo Zehntausende, großenteils barfuss, bespuckt und geprügelt über Scherben gehetzt wurden? Warum berichtet man nie, was in Aschaffenburg von amerikanischen Negersoldaten mit den 300 deutschen Mädchen gemacht wurde, die dort als Nachrichtenhelferinnen des Heeres kaserniert waren?

Warum schweigt man seit Jahrzehnten über die zahllosen und zum großen Teil besonders schlimmen Folterungen, denen Tausende deutscher Soldaten, Offiziere und auch Zivilisten – nach dem Krieg! durch die Besatzungsmächte ausgesetzt waren? Gerade daran muss ich so oft zurückdenken, wenn ich in der heutigen bundesdeutschen Presse lese, mit welcher Empörung man über angebliche Folterungen in Chile, Spanien oder Griechenland schreibt – als ob das in den so genannten demokratischen Ländern des Westens niemals vorkäme.

Wieso durfte erst kürzlich der Papst von einem „verbrecherischen Deutschland der Vergangenheit“ sprechen, wenn er offenbar tatenlos nun schon bald seit mehr als einem Jahrzehnt zusieht, wie seine Kirche in Nordirland mit den Protestanten einen immer weitere Kreise ziehenden, schon längst auf die englische Insel übergreifenden, höchst verbrecherischen Bürgerkrieg kämpft?

Sind denn nicht die Kriege in Korea und Vietnam um vieles grausamer gewesen als das Kämpfen der Deutschen im Zweiten Weltkrieg?

Verleumdet werden eigentlich immer nur die Deutschen. Und hauptsächlich immer wieder von den gleichen Kreisen. Denn das größte Geschäft auf dieser Erde war immer noch der Krieg! Nicht etwa für den Kämpfenden, sondern für die Waffenlieferanten, und die böseste Waffe ist und bleibt die Verleumdung.

Das Deutsche Reich hat nicht nur keinen Krieg gewollt, sondern ganz auf dauerhaften Frieden gesetzt. Der Krieg ist ihm aufgezwungen worden. 

Und eben die gleichen Kreise, die das fertig brachten, haben dafür gesorgt, dass der Krieg kein Ende nimmt. Diese weltweite Verleumdung ist nämlich nichts anderes als ein Teil des immer noch währenden Kriegszustandes, darum kann sich die deutsche Regierung nicht so ohne weiteres dagegen wehren. Die Bundesrepublik Deutschland befindet sich durch viele sehr schwerwiegende Verträge in Abhängigkeit von den Siegermächten, insbesondere durch den „Deutschlandvertrag“. Sie hat sich darüber hinaus aber auch noch freiwillig in internationale Abhängigkeiten begeben, deren Bedingungen sie nur als souveräner Staat gerecht werden könnte. Sie kann aber nur entweder die bisherige Abhängigkeit haben oder ein souveräner Staat sein. Beides zusammen ist auf jeden Fall verhängnisvoll.

Ein zuversichtliches, selbstbewusstes deutsches Volk würde der Regierung den Rückhalt geben, die entsprechende, notwendige Politik zu betreiben, nicht mehr nur Befehlsempfänger der USA zu sein und endlich einen Friedensvertrag zu bekommen. Abhängige hingegen können niemals frei verhandeln.

Die Voraussetzung für das so notwendige Selbstvertrauen unseres Volkes – in Ost und West – ist aber die absolute Wahrheit in Bezug auf des Volkes Vergangenheit, sein Schicksal, sein „Ich“. Und wenn diese Wahrheit noch so bitter, noch so schlimm wäre, so würde sie doch unter allen Umständen in zwar für uns unvorstellbarer Weise Schicksal sein, Bestimmung, aber auch unbestreitbar ein Ablauf im Zuge der deutlich spürbaren naturgemäßen Ordnung dieser Welt.

So lange die weitaus meisten Deutschen leider Gottes „Vogel-Strauß-Politik“ betreiben, um sich immer ungestörter ihrem persönlichen Wohlergehen widmen zu können – solange führt unser Weg ständig abwärts, vor allem in seelischer Beziehung, und das bedeutet letztendlich den völligen Zerfall. Dieses Volk ist schon so weit gesunken, dass es bereit ist, auf die Wahrheit über sich selbst zu verzichten und daher kritiklos jene zu wählen, welche die angenehmsten Lügen und Schönfärbereien verbreiten.

Ein Volk, welches sich dazu erziehen läßt, sich nur noch für das jeweilige Fernsehprogramm zu interessieren, verzichtet eines Tages bedenkenlos auf jegliche Gemeinschaft, auf seinen Staat schlechthin, auf das einst so große Ansehen in der ganzen Welt, und endlich auf den Nachwuchs. Wir brauchen keine Beweise mehr aus der Politik, sie stehen uns mehr als genug aus dem täglichen Leben schlechthin zur Verfügung:

a) aus einem bekannt sauberen Volk – insbesondere der dreißiger Jahre – ist eine geradezu erschütternd schmutzige „Konsumgesellschaft“ geworden. Der Prozentsatz der Jugendlichen, die sich nie die Zähne putzen und gar jener, die nie baden, liegt bereits über 12 Prozent;

b) die Syphilis, während der dreißiger Jahre fast ausgerottet, ist jetzt wieder dermaßen verbreitet, dass sie die Existenz des Volkes bedroht;

c) die Zahl der Gewaltverbrechen ist ständig im Steigen. Es sind heute bereits Terrorakte denkbar, die – im Rahmen des Programms international organisierter Terroristen Komplotts durchgeführt – binnen weniger Tage in der Lage sind, ganze Völker und deren Regierungen, z. B. durch völlige Sperrung des Wassers, der Elektrizität oder durch den Einsatz von Bakterien, bis zum Äußersten erfolgreich zu erpressen.

Eine lückenlose Herrschaft der programmatischen Anarchie ist in zwei bis drei Tagen in den maßgeblichen Staaten Europas gleichzeitig absolut möglich. Auch nur ein groß angelegter Versuch dieser Art würde das unbeschreibliche Chaos zur Folge haben. Alle politisch einigermaßen versierten Menschen des Abendlandes sowie der USA und vor allem der UdSSR wissen das längst und ganz genau.

Viele Ausländer setzen noch Hoffnung in das deutsche Volk – aber sie täuschen sich, denn das Volk der dreißiger Jahre und gar jenes des tapferen Durchhaltens im Krieg gibt es nicht mehr. Sein Selbstvertrauen ist dahin und damit auch seine seelische Kraft. Das Selbstvertrauen, welches Weltkriege durchhalten konnte – ja sogar nach allem noch die Kraft zur Schaffung des „Wirtschaftswunders“ aufbrachte – dieses Selbstvertrauen wurde durch die infame, ja teuflische Verleumdungsschlacht seiner eigentlichen Feinde, die niemals in Ehren eine Uniform getragen haben, zerstört und vernichtet. Mit der Wahrheit starb auch die Ehre aus und mit der Ehre die Liebe in diesem Volk.

Natürlich gibt es noch ein paar Millionen Deutsche, die wissen, worum es geht – aber auch diesen fehlt zum großen Teil die Kraft dazu. Die Lüge ist zu raffiniert, zu allumfassend, für deutsche Menschen einfach unbegreiflich. Eine Tatsache, die allein schon außerordentlich für unser Volk sprechen sollte, die aber – so glaube ich – wohl noch nie erwogen wurde.

Dass deutsche Menschen und deutsche Politiker es dreißig (siebzig) Jahre hindurch fertig brachten, sich zum Schaden des eigenen Volkes und Staates fortgesetzt vom Ausland erpressen zu lassen, Milliarden über Milliarden zu zahlen, ganze Teile des Reiches zu verschenken, ohne überhaupt einen Friedensvertrag in Händen zu haben – das war nur möglich, weil dieses Volk durch die fortgesetzten, ja sogar immer mehr gesteigerten Verleumdungen ein dermaßen schlechtes Gewissen hat, sodass es eben alles tut, um „wiedergutzumachen“, ohne auch nur annähernd tatsächlich und absolut wahrheitsgetreu zu wissen, was denn nun wirklich geschah.

Einige hundert Deutsche – „Gerechtigkeitsfanatiker“ und wahre Sozialisten – denen das eigene Volk die wesentlichste Aufgabe immer gewesen ist, haben nicht geruht, sondern trotz aller nur denkbaren Schwierigkeiten die absolute Wahrheit festzustellen versucht. – Sie haben unbestreitbare Tatsachen festgestellt, welche an sich schon reichlich genügen sollten, der Masse der Lügen mit größtem Misstrauen zu begegnen. Sie wissen von unzähligen falschen Zeugen, von zahllosen betrügerischen Aussagen, von ungeheuer vielen Erpressungen, von einer großen Zahl von Selbstmorden, von sehr erheblichen Bestechungen, Fälschungen, Meineiden usw. 

Wir wissen heute jedenfalls, dass weitaus der größte Teil aller gegen unser Volk – im Zusammenhang mit zwei Weltkriegen, der Kaiser-, Weimarer und der Hitlerzeit – verbreiteten Verleumdungen frei erfunden oder zumindest maßlos übertrieben gewesen sind.

Die Verleumder verstehen es sehr wohl mit raffinierten kleinen Tricks große Wirkungen zu erzielen. Hunderte von Millionen Menschen rund um die Erde kennen Adolf Hitler nur mit einer Peitsche in der Hand, einem sehr grimmigen Gesicht und einer großen, über die Stirn reichenden dunklen Haarsträhne. Wer nur dieses Bild kennt, muss annehmen, dass er es mit einem blutrünstigen, martialischen und äußerst unsympathischen Menschen zu tun hat, der sehr wohl der Initiator größter Verbrechen sein könnte.

Ich sagte schon, dass ich Adolf Hitler seit 1928 persönlich kannte, in den Jahren 1933 bis 1935 zeitweise täglich mit ihm – meist ganz privat – zusammen war, sehr oft von 21 Uhr bis etwa 2 Uhr. Das war die ruhige Zeit seines Tages, die er gerne nur mit guten Freunden zusammen verbrachte. In den Jahren 1936/37 sah ich ihn nur noch selten, vor dem Kriegsausbruch kaum noch und während des Krieges überhaupt nicht mehr.

Ich kann nur sagen, dass ich Hitler niemals mit einer Peitsche in der Hand erlebte. Auch sah ich ihn – es sei denn, ihm war einmal bei einer Rede etwas Haar in die Stirn gerutscht – kein einziges Mal mit einer Haarsträhne über der Stirn. Er hatte stets ein sehr gut liegendes, tadellos geschnittenes und frisiertes Haar. Ein grimmiges Gesicht habe ich wohl – aber äußerst selten – bei ihm erlebt, verständlicherweise dann, wenn er sich über etwas sehr ärgerte. Wenn das in Anwesenheit von Damen vorkam, entschuldigte er sich anschließend sofort bei den Damen. Aber eine sehr ausgeprägte Eigenschaft von ihm, welche sonderbarerweise auch damals nicht sehr bekannt war, wird heute von fast niemandem erwähnt: sein äußerst ausgeprägter Sinn für Humor.

Niemand kannte Hitler so gut wie Dr. Goebbels. Wenn dieser mit einer unangenehmen Botschaft zu ihm gehen musste, nahm er stets ein paar wirklich gute Witze mit, die für Hitler wie eine harmlose, aber ausgezeichnete Medizin wirkten. Allerdings verstand es Dr. Goebbels auch, die Witze besonders gut zu erzählen.

Vor zwei Jahren las ich zu meiner größten Überraschung, dass man in München den berühmten Karl Valentin als „Verfolgten des Naziregimes“ feierte. Ich habe der Valentin-Gesellschaft geschrieben, dass Hitler ein besonders begeisterter Anhänger Valentins war und uns des Öfteren im kleinen Kreise seiner Freunde die bekanntesten Valentingeschichten sogar auswendig vortrug – und das ausgezeichnet. Dem Valentin hätte Hitler – glaube ich – alles verziehen. Dass er ihn politisch verfolgen ließ, halte ich für eine gemeine Lüge.

Irgendein Nachkomme des berühmten Sängers Leo Slezak – ich glaube, es war sein Sohn – behauptete nach dem Krieg, Slezak habe so unter Hitler leiden müssen. Ja, sogar die Margarete Slezak – ohne Zweifel eine große Künstlerin – habe es schwer gehabt zu Zeiten Hitlers. Tatsache ist, dass Hitler die Slezaks zu seinen privaten Freunden zählte. Ich habe die Margarete dutzende von Malen bei Hitler erlebt, immer waren sie sehr vergnügt und lustig miteinander und vom alten Slezak wurde stets nur in Bewunderung seiner großartigen Stimme, seines schattspielerischen Könnens und seiner Menschlichkeit gesprochen.

Hitler wusste, dass Slezaks Mutter eine Tochter des Bankiers Wertheim war, also jüdischer Herkunft. Als Slezak 59 Jahre alt war, schied er ausdrücklich „auf eigenen Wunsch“ – wie er selbst im Lexikon „Wer ist’s“, angegeben hat, als Sänger bei der Staatsoper aus. Er hatte bis zuletzt große Erfolge in Amerika gehabt, vor allem aber auch bei den Wagner und Mozartfestspielen in Bayreuth und Salzburg. Ich habe seine Tochter, die Margarete Slezak, nach dem Krieg des Öfteren in ihrem schönen Haus in Egern am Tegernsee besucht, sie war immer noch eine große Anhängerin Hitlers und machte daraus auch keinen Hehl.

Während der letzten zwanzig Jahre haben viele bekannte Schauspieler und Schauspielerinnen, vor allem jene vom Film, mehr oder weniger politische Memoiren geschrieben. Die meisten von ihnen habe ich persönlich gekannt und weiß deshalb ziemlich genau, wie sie „damals“ über Hitler und Goebbels dachten und was sie „danach“ alles erfunden haben, um sich im heutigen Regime ebenso Liebkind zu machen, wie sie es seinerzeit mit größtem Erfolg bei Hitler und dem für Theater und Film zuständigen Reichsminister taten.

Mir war diese Methode jener Leute schon aus den zwanziger Jahren und von 1930 bis 1932 bekannt. In ihren Memoiren scheinen etliche von ihnen ihre Erlebnisse aus den zwanziger Jahren mit denen aus den dreißiger Jahren verwechselt zu haben, denn in den dreißiger Jahren wurden sie meiner Meinung nach viel zu gut behandelt. Von etlichen „Damen“ dieser Branche kann ich nur sagen, dass ihre Anwanzerei geradezu schamlos war. Oftmals flüchteten wir buchstäblich vor ihnen, wenn sie im Ministerium anrückten, um wieder einmal in überschwenglichster Art und Weise zu erklären, wie ganz außerordentlich sie von Hitler und Goebbels begeistert seien und welch ein Segen der Nationalsozialismus für das ganze Volk sei.

Wenn aber Hitler wollte, dass der deutsche Film in der Welt bekannt und beliebt wurde – bis dahin war er nämlich unbekannt – dann musste er sich mit diesen Menschen arrangieren. Ihre Aufdringlichkeit allein war noch kein Grund, um deshalb auf gute Schauspielerinnen zu verzichten.

Es hat auch bescheidene und anständige Künstler gegeben, die sogar dann große Karriere machten, wenn sie politisch – sagen wir einmal – unbequem waren. Ich weiß von genialen Schauspielern, die keinen Hehl daraus machten, Kommunisten zu sein. Sie gehörten trotzdem bis zuletzt zu den Anerkanntesten. Ein Heinrich George, ein Eugen Klöpfer, ein Emil Jannings, ein Werner Kraus, ein Matthias Wiemann, ein Gustav Gründgens, ein Alexander Golling – abgesehen von den Sängern – waren zum großen Teil keine Nationalsozialisten, einige sogar als Gegner bekannt.

Hitler und Goebbels waren sich darin völlig einig: Man darf Schauspieler nicht nach politischen Maßstäben messen, sonst hört das echte, gute Theater als solches auf – und das wiederum darf man dem Volk nicht antun. Zuerst kommt das Volk! Ich glaube heute noch: das war recht so. 

Eins ist sicher: Politiker verstehen mehr vom „Theater“ als die Schauspieler von der Politik. Und das ist wohl zu allen Zeiten und bei allen Völkern so gewesen.

Die Schauspieler jedenfalls hatten alle – als solche – nicht den geringsten Grund, unzufrieden zu sein. Sie hatten größte Erfolge, sie waren nicht nur im Inland, sondern zum Teil sogar im Ausland sehr populär und das Theater hatte gewiss, ebenso wie der deutsche Film, einen nie wieder erreichten Erfolg, ein großes Ansehen. Der deutsche Film ist erst unter Hitler zur Weltgeltung gekommen. Einer der letzten Filme des Dritten Reiches, „Kolberg“, war noch lange Zeit nach dem Kriege im Ausland ein gewaltiger Erfolg. Aber in Deutschland ist er während des Krieges kaum und nach dem Krieg überhaupt nicht mehr gezeigt worden!

Der Deutsche Rundfunk bekam einen so hohen Rang in der Welt, dass Deutschland den Vorsitz im Weltrundfunkverein bekam. Die deutschen Symphoniker haben nie zuvor auch nur annähernd so viele Freunde im Ausland gehabt wie zu Zeiten Hitlers.

Der deutsche Sport ist erst unter Hitler wirklich zu seiner großen Weltgeltung gekommen, was sich am deutlichsten bei der Berliner Olympiade zeigte. Die deutsche Jurisprudenz (Rechtswissenschaft) errang gerade unter Hitler ein solches Ansehen in der Welt, dass eine Welttagung der Richter nach Deutschland verlegt wurde. Leiter dieser Tagung und sozusagen Gastgeber war der später von den Verleumdern ganz besonders angegriffene Dr. Roland Freisler.

Deutsche Lokomotiven, deutsche Automobile, deutsche Schiffe wurden erstmals in der Welt außerordentlich bewundert und gekauft bzw. bestellt.

Deutsche Ärzte fingen an, international eine bedeutende Rolle zuspielen.

Aus allen Teilen der Welt kamen ausländische Experten, um sich Hitlers Autobahnen anzusehen und nachzuahmen.

Als mustergültig galt auch bald sowohl die Organisation der deutschen Landwirtschaft als auch die deutsche Lösung der Gewerkschaftsfragen in Form der „Deutschen Arbeitsfront“(DAF). Hitler selbst wollte sie nicht „nationalsozialistische Arbeitsfront“ nennen!

Als die Amerikaner sich nach dem Krieg die Organisation, der Aufbau und die Funktionsfähigkeit der „Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt“ (NSV) und des „Winterhilfswerkes“ (WHV) erklären ließen, äußerten sie – ich weiß es von Zeugen – dass es keine zweite so intakte und hervorragende Organisation in der Welt gegeben habe.

Ich kann diese Liste nicht abschließen, ohne Arno Breker, einen der größten Künstler jener Epoche, zu erwähnen. Er wurde im Ausland von weiten Kreisen geradezu vergöttert, obwohl er doch – wie allgemein bekannt – ebenso wie Graf Plettenberg und Josef Thörak von Hitler persönlich berufen wurde. Große Künstler fast aller Länder kamen besonders gerne nach Deutschland. 

Und als dann Hitler auch noch eine Flotte aufbaute, damit seine Arbeiter die Welt kennen und andere Völker schätzen lernen konnten und dadurch Brücken geschlagen würden von Mensch zu Mensch – da traf er unbewusst den Nerv der Feinde und Verleumder, denn gerade das sollte und durfte nicht sein. Die Organisation „Kraft durch Freude“ (KdF) war die weitaus größte aller sozialen Taten des Dritten Reiches. Sie allein schon war eine Revolution des wahren – nämlich des vom Kapital unabhängigen – Sozialismus. Immer wieder sah man Tausende von Männern und Frauen aus allen Schichten des deutschen Volkes in Madeira und anderen „Traumgegenden“ dieser Erde – damals ein großes Ereignis für die ganze Menschheit! 

Das einzige, mit dem dieses Deutsche Reich keine Bewunderung auszulösen imstande war, ist seine Wehrmacht gewesen, denn sie war noch – der Not gehorchend – viel zu klein für einen so großen und so beachtlichen Staat. Die Marine brauchte dringend mindestens das Fünffache an U-Booten, mindestens das Zehnfache an Transportschiffen jeder Art sowie mindestens eine Verdoppelung der Anzahl der großen Kriegsschiffe verschiedenen Typs und dazu noch etliche Überraschungen. (ach Herr Schaumburg-Lippe, da hätten Sie einmal ihren „Zeitgenossen“ Herrn Wilhelm Landig fragen sollen, der hätte Ihnen gegenüber bestimmt „richtig“ gestellt, dass das, was Sie da sagen gar nicht stimmt, sondern Deutschland, durch sein „extremes“ Hochrüsten die Alliierten erst dazu zwang dasselbe zu tun – um die „Weltwirtschaft-“ anzuzkurbeln!)

Noch viel ärger als bei der Marine sah es bei der Luftwaffe aus, die eigentlich kaum existierte. Es fehlten damals mindestens 3.000 Kampfflugzeuge verschiedenster Art. Heer, Marine und Luftwaffe dermaßen auszubauen und auszubilden, kostete sehr viel Geld und brauchte nach Angaben der Fachleute fünf bis acht Jahre Zeit! Dies alles wusste auch Hitler ganz genau, daher ist es schon von dieser Sachlage her völlig ausgeschlossen, dass er den Krieg wollte. Da auch die Verräter dies wussten, ist ganz klar, wer den Krieg begann und dass der ganze Verleumdungsfeldzug ausschließlich von jenen gelenkt worden ist, die das „Made in Germany“ ein für allemal gründlich vernichten wollten. Fünf bis acht Jahre noch – das bedeutete; maximaler Rüstungsstand des Deutschen Reiches auf keinen Fall vor 1946!

Hitler brauchte aber nicht nur Zeit für die Wehrmacht, sondern noch viel mehr für die Festigung des Reiches im Innern. In diesem Zusammenhang wollte er mindestens zehn bis zwölf Jahre mehr – also war der erforderliche Rüstungsstand der Deutschen Wehrmacht keineswegs vor 1950 zu erreichen! Hitler war der Ansicht, dass zu dieser Zeit bereits keinerlei Kriegsgefahr mehr bestünde. Bis dahin würde er ganz sicher längst ein Bündnis mit England haben, zumal er ja für das Deutsche Reich auf jeglichen Kolonialbesitz verzichtet hatte. Wer außer ihm hätte so etwas damals schon getan?

Glaubt man denn wirklich, dass das Deutsche Reich einen Flottenvertrag mit England, Verträge mit Italien, Rumänien und Japan, ja sogar mit Sowjetrussland hätte abschließen können, wenn auch nur einige der verbreiteten Lügen der Wahrheit entsprochen hätten? Niemals!

Glaubt man etwa, dass die beiden Großkirchen zwölf Jahre lang – nicht nur in Deutschland! – für Hitler und seine Regierung beteten, weil sie ihn und seine Regierung in Wirklichkeit für teuflisch gehalten haben? Ich halte das für ausgeschlossen.

Ich habe den Päpstlichen Nuntius, Orsenigo, der viele Jahre hindurch ein sehr geachteter Botschafter des Heiligen Stuhls in Berlin war, von 1932 an persönlich gut gekannt. Er sprach stets anerkennend, ja sogar manchmal bewundernd von Hitler. Er hat sich in meiner Gegenwart nie ablehnend verhalten. Ganz gut kannte ich auch die Botschafter Alfien (Italien), Fröhlicher (Schweiz), den Gesandten Irlands, welcher bis zuletzt durchhielt, den Botschafter Japans (Oshima), Spaniens und die Gesandten Ungarns, Rumäniens und Bulgariens.

Alle diese Herren hörten ganz selbstverständlicherweise die ausländischen Rundfunksender ebenso wie die deutschen, um sie miteinander zu vergleichen. Ihnen war das erlaubt. Sie erfuhren also ständig, was uns Deutschen von seiten der Verleumder vorgeworfen wurde. Es war ihr gutes Recht, von der Regierung, bei der sie akkreditiert waren, Auskunft zu verlangen. Also wussten sie Bescheid. Auch stand ihnen frei, informierte Mitarbeiter zur Berichterstattung in ihre Herkunftsländer zu schicken.

Kein einziger von all den vielen Diplomaten fremder Mächte, die ich in Berlin im Laufe von mehr als zehn Jahren kennen lernte, hielt das Hitlerregime für „verbrecherisch“. Sie übten Kritik, wo sie glaubten, Missstände zu erkennen – das war ihr gutes Recht und ihre Pflicht zugleich. Aber alle haben sie, ohne Ausnahme, die Volksgemeinschaft der Deutschen als größten Erfolg Hitlers bewundert. Sie alle gaben zu, dass Hitler nicht nur Deutschland, sondern darüber hinaus ganz Europa vor dem Kommunismus bewahrte. Und viele von ihnen bewunderten Hitler als einen höchst genialen Mann, dessen Existenz ein großes Glück sei – nicht nur für Deutschland.

Ganz besonders erinnere ich mich des englischen Diplomaten Sir Ivon Kirkpatrick. Mit ihm und seiner Familie waren wir befreundet. Er kam sogar einmal in eine Versammlung der NSDAP, die im rotesten Teil Berlins stattfand und ich der einzige Redner war. Als er mir nachher gratulierte, bemerkte er, es sei sehr schade, dass die wenigsten Ausländer, die neugierig nach Deutschland kommen, solch eine Versammlung erleben. In dieser Versammlung habe er eigentlich erst wirklich erkannt, dass sich in Deutschland eine vor allem sozialistische Revolution vollzieht (Wilhelm Landig war da aber anderer Meinung, er beharrte auf dem angeblichen Auspruch Röhms, dass die „soziale“ Revolution in Deutschland noch ausstünde!), die für alle Völker – natürlich ihren besonderen Eigenschaften entsprechend – doch von ungeheurem Wert sein könnte.

Gelegentlich eines Tanzfestes, welches er in seiner Wohnung für seine Freunde gab, nahm er mich zur Seite, um mir zu sagen, ich möge doch am nächsten Tage – also einen Tag vor Dr. Goebbels‘ Abreise nach Ägypten – meinem Minister im Namen Kirkpatrick’s ausrichten, er solle in Ägypten daran denken, dass schon einmal ein höchst genialer Staatsmann furchtbar scheiterte, als er nach seinem Krieg in Ägypten auch noch nach Russland hineinmarschierte! Ich habe es Dr. Goebbels gesagt – er antwortete nicht, aber den sehr eigenartigen Blick, mit dem er mich ansah, werde ich niemals vergessen können.

Kirkpatrick meinte es damals sicher gut mit uns. Er war nach dem Krieg hoher Kommissar der Königin von England im britisch besetzten Teil des Reiches. Zu Kirkpatrick’s Berliner Zeit war Henderson der englische Botschafter. Im Gegensatz zu mir hielt Hitler ihn für einen Freund.

Gelegentlich eines Abends im Hause des Stabschefs Lutze lief ein Dackel des Hausherrn an uns vorbei und Henderson sagte:

„Sehen Sie, lieber Prinz, dieses Tier hat typisch deutsche Eigenschaften – ein großes Maul und einen langen Schwanz.“

Ich antwortete:

„Die Bulldogge ist, soviel ich weiß, der für England typische Hund – er beißt von unten, Exzellenz.“

Ich erwähne diese beiden kurzen Episoden deshalb, weil ich sie selbst erlebte und weil sie mir zeigten, wie grundverschieden jene Engländer dachten, die beide zu jener Zeit der englischen Botschaft angehörten und beide danach eine große Rolle spielten.

Ich verkehrte besonders gern in der französischen Botschaft bei dem Botschafter Francois Poncet. Hitler schätzte ihn sehr als einen „ganz besonders klugen und taktvollen Mann“. Auf Grund vieler privater Äußerungen hatte ich den Eindruck, dass Francois Poncet deutschfreundlicher war, als es dem Herrn von Ribbentrop passte. Ribbentrop setzte auf Henderson. Genau das Umgekehrte wäre richtig gewesen, wie die Geschichte beweist. Aber ich konnte mich unmöglich einmischen, zumal Alfred Rosenberg 1929/30 meinen Ausschluss aus der Partei herbeiführte, wobei die Unterschrift Hitlers gefälscht wurde – weil ich zusammen mit Baron Lersner Hitler vorschlug, seinen Standpunkt gegenüber Frankreich zu überprüfen und ein Bündnis mit den Franzosen anzustreben. Hitler ging darauf ein und Rosenberg meldete Hitler, der Baron Lersner sei nicht ganz arisch. Aufgedeckt wurde Rosenbergs unerhörtes Benehmen erst 1936, als Hitler erklärte, von meinem Ausschluss nie erfahren zu haben, sonst würde er mich ja wohl auch nicht all die Jahre hindurch immer wieder zu sich gerufen haben.

Dies sei nur nebenbei erwähnt, weil es zeigt, wie groß die Gefahren für Hitler und seinen Kampf innerhalb der Parteiführung waren, und dass es ein Wahnsinn ist, ihn einen Diktator zu nennen. Wäre er es nur gewesen, dann würde wahrscheinlich alles gut gegangen sein, zumal er ja nie die Absicht hatte, bis an sein Lebensende an der Spitze zu bleiben.

„Sobald ich das Fundament des Reiches fertig habe, werde ich mich zurückziehen und mich nur noch dem Ausbau unserer Ideologie widmen“,

habe ich ihn öfters sagen hören. Auch dies spricht dafür, dass er niemals einen Krieg gewollt hat.

„Warum sagen Sie das alles erst heute?“ wird vermutlich mancher fragen. – Erstens deswegen, weil es viele gab, die viel mehr Material zum Beweise hatten und haben, die außerdem einen weitaus höheren Rang bekleideten als ich – denen es allerdings aber auch an dieser wohl einzigartigen persönlichen Verbindung zu Hitler fehlte. Der einzige, der Hitler persönlich vortrefflich schilderte, lebte aber leider nicht in Berlin. Er ist ein großer Künstler, war aber niemals in der Politik tätig – Dr. Hans Severus Ziegler, Generalintendant der Thüringischen Theater. Sein Buch ist wahr – das ist das höchste Lob, das man heutzutage einem Buch zollen kann.

Etliche der einst hohen Funktionäre der Partei oder des Staates haben sich bemüht, die Wahrheit zu verkünden. Manch gutes Buch ist dabei. (Aber Herr Schaumburg-Lippe, wie können Sie denn so etwas sagen? Der „Zeitzeuge“ Wilhelm Landig als auch ein gewisser Larry Summers „beweisen“ uns doch geradezu durch ihre „Behauptungen“, dass sich ALLE hohen Funktionäre der Partei NUR um Geld bemühten und intensiv mit der Hochfinanz „verstrickt“ waren!) Aber die Tatsache, dass jemand nur dienstlich mit Hitler zu tun hatte, ist hinderlich. Es hätte nie einen Nationalsozialismus ohne Hitler gegeben. Weil es ihn gab, musste es den Nationalsozialismus geben und weil es nach langem, zähem Ringen dann schließlich beide gab, entstand die Gemeinschaft des deutschen Volkes. Es kann also eigentlich nur jemand über diese Zeit schreiben, der über Hitler schreiben kann – und zwar über den Menschen Hitler. Ich hatte das große Glück, ihn nur in jenen Zeiten zu erleben, in denen er noch ganz der Echte war, frei von allen Zwängen, die von außen kamen, als es rentabel wurde, sich auf die Revolution zu berufen.

Ich kannte den revolutionären Staatsmann Hitler, der noch ganz identisch war mit dem Menschen Hitler. Und mein zweites Glück war, dass ich mich ihm gegenüber unabhängig fühlen konnte – ich war weder auf ein Gehalt noch auf einen Rang angewiesen und erst recht nicht auf irgendeine Gesellschaft. Er wusste das, hat selbst mit mir darüber gesprochen. Darum wage ich zu sagen: Ich habe Hitler gekannt. Und darum fühlte ich mich zu dieser Schrift verpflichtet. Denn solches Wissen bedeutet meines Erachtens auch, dass man die Verpflichtung hat, es dem Volk und allem voran der Nachwelt weiterzugeben. Unser Volk hat ein Anrecht auf jedes Wort der Wahrheit, welches ihm endlich hilft, wieder zu einem gesunden Selbstvertrauen zu kommen. Und ich meine, jede deutsche Regierung muss mir zustimmen, wenn ich sage: Nur die Wahrheit kann uns helfen, unter uns – und nach außen!

„Der Glaube an die Erbsünde hat die wahre Erbsünde geschaffen. Das Christentum predigte so lange die Bosheit der menschlichen Natur, bis sie wirklich böse wurde.“

– Coudenhove-Kalergi, in „Held und Heiliger“ –

Das Deutsche Reich besteht noch – aber leben kann es erst wieder mit der Wahrheit – denn diese zeigt gerade in der größten Not ihre eigentliche Stärke.

Der Sorgen um die Zukunft unseres Deutschland gibt es entsetzlich viele. Die größte aber ist der Verfall unseres Volkes – wie er leider in mehrfacher Hinsicht erschreckende Formen annimmt. Die eigentliche Ursache davon ist die Tatsache, dass einem stolzen Volke das Selbstvertrauen genommen wurde. Dieses Volk ist noch in der Lage, zu leben, nicht aber zu kämpfen. Dass eine solche Tatsache von den Gegnern dieses Volkes ausgenutzt wird, ergibt sich von selbst.

Wo die Ehre nichts mehr gilt, kann es auch kein Vertrauen mehr geben. Wo es kein Vertrauen mehr gibt, sind auch keine Freunde und Kameraden mehr zu finden. Da wird der Mensch langsam aber sicher zum Raubtier. Ob der Staat die Verbrecher „behandelt“ oder bestraft, kommt auf eins heraus: Ihre Zahl nimmt erschreckend zu, auch dann, wenn sie weniger in Erscheinung treten. Dies ist seit eh und je – bei etlichen großen Völkern der Menschheitsgeschichte – immer der gleiche Werdegang gewesen, welcher nach einem Leben in Genuss und Verschwendung in schauerlicher Selbstvernichtung endete. Am Anfang dieser Entwicklung stand in allen Fällen die Vernichtung des Selbstvertrauens. Wer sich nämlich nicht mehr selbst vertrauen kann, der vertraut auch keinem anderen mehr und wer keinem mehr traut, ist damit schon verloren.

Noch könnten wir unser Volk retten, wenn wir ohne Rücksicht auf Parteien, Konfessionen, Klassen und Stände uns alle nur noch als deutsche Menschen sehen, die ein neues Leben miteinander beginnen, indem sie zunächst zur absoluten Wahrheit vor sich selbst und dann vor anderen zurückkehren. Wir bitten unsere Regierungen, uns dabei zu helfen. Vergangenheit muss Vergangenheit bleiben – aber in Wahrheit! In unbedingter, uneingeschränkter Wahrheit. Die Wahrheit ist die Voraussetzung für die Ehre. Wahrheit plus Ehre ergibt Treue – und diese drei zusammen ergeben das wesentlichste aller Ideale: die wahre Liebe. So will es die ewige ethische Gesetzmäßigkeit der Natur – und sie bedarf nicht unserer Zustimmung.

Die Wahrheit ist eines der größten Ideale der Menschheit. Sie steht in Abhängigkeit zu den anderen großen Idealen: Treue, Liebe und Recht. Alle gehören sie zu den ewigen ethischen Naturgesetzen. Sie sind daher unabdingbar und niemals teilbar. Man darf und kann nicht sagen: Wahrheit, Recht – ja! Aber nicht für Hitler, denn er war ein furchtbarer Verbrecher, er war an allem schuld.

Die Jurisprudenz legt heute in ganz besonderem Maße Wert darauf, den Verbrecher als Menschen zu sehen, zu behandeln und zu beurteilen. Das ist ein großartiger Standpunkt! Er hat die restlose Anerkennung der ewigen ethischen Gesetze der Natur zum Inhalt! Das sehr wandelbare „Gut“ und „Böse“ – „Engel“ und „Teufel“ – „Abgott und Satan“ gründet sich mehr auf kirchlichen denn auf religiösen – und schon gar nicht auf wirklich naturgemäßen Ordnungsfundamenten.

Fast zweitausend Jahre mussten vergehen, bis die Menschen langsam damit beginnen, Christus als einmaligen Menschen zu sehen, nicht mehr und nicht weniger. Wer die „Teufel“ abschaffen will, muss auch die „Engel“ vergessen, und zwar aus einem einzigen Grund: des wahrhaftigen Menschen wegen, jenes Menschen, der von allein, was seine Seele betrifft – als Teilchen der ewigen Ordnung dieser Welt eine große, geheimnisvolle, wesentliche Rolle und damit Aufgabe und Verantwortung hat Zeiten, in denen Deutsche in Deutschland „Verbrecher“ genannt , während aus den gleichen Gründen Franzosen in Frankreich oder Engländer in England als Helden gefeiert wurden – solche Zeiten darf es nicht mehr geben. An Stelle des sehr verschiedenen „gut“ und „böse“ muss das „richtig“ oder „falsch“ – „verantwortungsvoll“ oder „verantwortungslos“ menschlichen Verhaltens – im Rahmen der ewigen Ordnung der Natur – gesehen werden, damit die Menschheit endlich frei werde aus dem entsetzlichen Kreislauf, den Diderot schilderte, als er schrieb:

„Das Böse ist das was mehr Nachteile als Vorteile – und das Gute, was mehr Vorteile als Nachteile bringt.“

„Von Natur gibt es weder Gutes noch Böses, sondern den Unterschied hat die menschliche Meinung gemacht.“ –

Sextus Empiricus –

Zu den größten Gefahren für die Menschheit zählt zweifellos jene Großmannssucht der internationalen Machtergreifung, denn sie ist der verheerendste Vorstoß gegen das Gesetz der Vielfalt der Natur. Alle Internationalität wirkt sich am Ende gegen die Freiheit der naturgemäßen Ganzheiten aus. Nicht nur das. Sie ist zudem die sicherste Voraussetzung zur Anonymität in der Politik. Und das ist die Basis für die größten Verbrechen, umso mehr, als der so genannte Fortschritt der Technik einer solchen Entwicklung mehr und mehr alle Voraussetzungen zu ihrer Ausdehnung bietet.

Es ist geradezu grotesk, wenn heute eine internationale Macht, die über die ganze Erde mit einem groß angelegten Netz von Computersystemen arbeitet, es wagt, irgend einen international nicht gebundenen Staatsmann „Diktator“ zu nennen, weil er als ehrlicher Mensch versucht, in direkter Beziehung zu seinem ihm anvertrauten Volk zu handeln, ohne Zwischenschaltung von gewissenlosen Maschinen! (Ach, Herr Schaumburg-Lippe, ER war doch „schrecklich“ gebunden an die „Hochfinanz“, das „behaupten“ doch schließlich Wilhelm Landig und Larry Summers!)

Gerade diese internationalen Mächte aber sind es, von denen konzentrierte Verleumdungsfeldzüge gegen das geschlagene Deutschland mit wachsender Intensität geführt wird. Eine dermaßen breit angelegte und nur aus dem Dunkel der Anonymität heraus durchführbare Offensive der Lüge und des Betruges ist erst möglich, seitdem die Menschheit von den verhältnismäßig nur wenigen Machthabern im Bannkreis der internationalen Mächte beherrscht wird.

Auf dem Internationalen Militärtribunal (IMT) zu Nürnberg hat man zwischen 1945 und 1949 Menschen verurteilt, die – ganz gleich wie – sicherlich das Beste für ihr Volk wollten und nur darum so gehandelt haben. Da diese sich alle angegriffen fühlten, denn sie alle standen mitten im größten Aufbauprozess ihres Volkes und konnten nichts weniger gebrauchen als einen Krieg, so haben sie sich – allerdings erst viel zu spät – zu einem totalen Krieg entschlossen, nachdem die Gegner diesen schon längst führten.

Der ganze Nürnberger Prozess war ein Unglück für beide Seiten, weil unser Gegner nicht Frankreich, England, Russland, Amerika usw. hieß, sondern die Summe der diese Länder beherrschenden internationalen Macht. Unzählige – sehr aufrichtige – Gespräche mit höheren Frontoffizieren solcher Mächte in deren Ländern haben mir immer wieder bewiesen, dass es so und nicht anders war, keines jener Völker wollte Krieg mit Deutschland – und erst recht wollte das Reich so lange wie irgend möglich mit ihnen allen in Frieden leben. Hitler und sein Werk wurden nicht zuletzt von den meisten Völkern und sogar von den bedeutendsten ihrer Politiker – wie z. B. Winston Churchill, Pierre Laval usw. – bewundert. 

Wer hat denn die erste und bis heute bedeutendste aller Internationalen geschaffen? Die Internationale des Proletariats! Karl Marx! Er war der Mann, der die Welt erobern wollte Und zwar nicht für ein Volk oder alle Völker – sondern lediglich und ganz betont nur für das Proletariat auf Kosten aller anderen. Er hat selbst geschrieben, dass er, wenn nötig, bereit ist, das ganze Bürgertum zu vernichten. Und in der großen russischen Revolution haben seine Gefolgsleute entsprechend gehandelt, sie haben Millionen umgebracht! Warum haben es die Historiker und Politiker fast aller Länder unterlassen, Karl Marx öffentlich einen Diktator zu nennen? Ist die Internationale des Proletariats nicht der bisher bei weitem stärkste Aufmarsch zur Weltdiktatur?

Die große Revolution während des Ersten Weltkrieges in Russland ging nicht in erster Linie von den Russen aus, ebenso wenig wie die Aufstände der Marxisten in Deutschland während der zwanziger Jahre in erster Linie von Deutschen ausgingen, die in Österreich nicht von Österreichern die in Ungarn nicht von Ungarn, die in Spanien nicht von Spaniern und die in Italien nicht von Italienern – sie alle zusammen kosteten Europa mehrere Millionen Tote. Das Ziel war überall das gleiche. die „Diktatur des Proletariats!“ Wo es ihnen nur durch Anwendung brutalster Gewalt irgend möglich war – ganz gleich in welchen Ländern – handelten sie als Diktatoren: Die Trotzki, Adler, Luxemburg, Liebknecht, Radek usw. und allen voran – Karl Marx!

Vergessen wir nicht, dass im Hof des Residenzschlosses zu München 1919 auf Anordnung des Juden Eisner etwa 300 Geiseln – zum großen Teil um die Verteidigung des Vaterlandes verdiente Männer – ohne Gerichtsurteil hingeschlachtet wurden, Dass Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts Aufstände in Berlin, Hannover und Hamburg, in Sachsen, Hessen und im Ruhrgebiet zusammen weit mehr als 50.000 Tote kosteten, dass der von der Diktatur des Proletariats angezettelte und zunächst für Spaniens Existenz höchst bedrohliche Aufstand im Jahre 1936 dem spanischen Volk mehr als eine Million Tote kostete.

Damals beteiligten sich auf seiten der Roten Internationale unter anderem auch Togliatti, Hemingway, Willi Brandt und viele andere führende Marxisten aus den verschiedensten Ländern, von denen manche heute in Deutschland politisch sehr aktiv sind. Es waren fast nie Menschen aus dem Lande selbst, welche das Blutbad anrichteten, um diktatorisch zu herrschen, sondern Fremde, sozusagen legitimiert durch die „Internationale des Proletariats“, die notfalls laut Karl Marx die Vernichtung des Bürgertums beabsichtigte.

Wer wagt es zu bestreiten, dass der Gedanke der „Diktatur des Proletariats“ rings um unsere Erde unzählige, zum Teil sehr blutige Revolutionen auslöste und zahlreiche Diktaturen schuf. Dazu müssen auch jene Revolutionen gezählt werden, die naturgemäße Gegenkräfte auslösten und entsprechende Gegenrevolutionen.

In diesem Zusammenhang sind die beiden Weltkriege zu verstehen. In beiden Fällen ging es um die Auslösung der marxistischen Weltrevolution und die dementsprechenden Reaktionen. Kein Wunder, dass die feindliche Propaganda und Verleumdung nicht erst bei Hitler und seinem Aufstieg ansetzte, sondern bereits zu Zeiten Kaiser Wilhelms II. Daraus ersehen wir, dass sie primär weder Kaiser noch Hitler galt, sondern dem Deutschen Reich und dem deutschen Volk. Wenn das nicht so wäre, würde der riesige Aufwand der antideutschen Verleumdung heutzutage, 32 (70) Jahre nach Hitlers Ende, vom Standpunkt der Gegner aus völlig sinnlos und unverständlich sein.

Die Diktatur des Proletariats hatte aus der Natur der Sache heraus und der Art der Menschen – für und wider – nach Ansicht der führenden Marxisten keinen größeren Feind als das Reich der Deutschen. Es ist daher der Diktatur des Proletariats um nichts mehr zu tun als darum, dieses Reich zu zerstören, für immer auszuschalten, es zumindest zu einem ohnmächtigen Staatswesen dritten Ranges herabzusetzen.

Der Marxismus kann weder als demokratische noch gar als sozialistische Bewegung gelten – er ist von Marx und all seinen treuesten Verfechtern in äußerst bezeichnender Weise als die Diktatur des Proletariats ausgerufen und immer wieder dementsprechend gefeiert worden. Eine Revolution aber, die ausschließlich nur für einen bestimmten Teil des Volkes kämpft und darum die anderen Teile dieses Volkes möglichst auszuschalten trachtet, eine solche Revolution ist der schlimmste Feind der Gesamtheit des Volkes, also der wahrhaft sozialistischen Gemeinschaft. Wer so eine Revolution „sozialistisch“ oder „demokratisch“ nennt, der betrügt sein eigenes Volk!

Dies festzustellen ist sehr wesentlich, denn die Marxisten haben gerade dadurch eine solche Machtposition gewonnen. Mit ihrem Godesberger Programm haben sie obendrein noch Stimmen aus dem „bürgerlichen“ Lager dazubekommen und zwar von jenen, denen noch der echte Sozialismus – der sich auf die naturgemäße Ganzheit des Volkes bezieht – in den Knochen steckte.

Wenn Hitler das deutsche Volk und Reich aus der verzweifelten Lage der zwanziger Jahre retten wollte, musste er einen Weg finden, den jeder Deutsche gehen konnte. Er musste eine Partei schaffen, in der sich alle Deutschen – ohne Unterschied, nur als Deutsche eben – wohlfühlen konnten. Eine solche Partei konnte nicht durch blutige Auseinandersetzungen an die Macht kommen. Mit Blutopfern kann man Siege erringen, nicht aber eine Gemeinschaft herbeiführen. Mit Blutopfern kann man Schrecken einjagen, nicht aber echte Kameradschaft gewinnen – vielleicht ein Bündnis, niemals aber die Gemeinschaft, die Ganzheit. Dies hat Hitler von Anfang an klar gesehen und auch stets von neuem verkündet. 

Daraus ergab sich ganz logisch sein Opfergang an der Feldherrnhalle, bei dem seine Partei das Feuer der Polizei nicht erwiderte. Hitler, Hess, Göring und General Ludendorff marschierten aufrecht und ohne zu zögern in die Salven. Vierzehn Tote gab es und viele Verwundete – unter letzteren auch Göring. Dieser Marsch war dann – symbolisch gesehen – für die Revolution von größter Bedeutung. Hitlers und seiner Männer Haltung in jenen Minuten blieb Vorbild für die späteren Millionen, die sich nicht provozieren lassen durften. Sich nicht provozieren lassen steigert die Disziplin und den Glauben. Eines bedingt das andere. Nichts sonst schafft so gute Kameradschaft. Nichts anderes macht so guten Eindruck auf den Gegner. Viele ehemalige Gegner haben mir das nach dem Krieg im Lager bestätigt. 

Im Jahre 1932 war ich nur einfacher SA-Mann. Ich fuhr mit meiner Frau durch Hangelar bei Bonn, als der damalige Kreisleiter der KPD aus seinem Haus auf mich schoss. Die Kugel traf die Tür neben mir, genau zwei Handbreit unter meinem Kopf. Ich verzichtete auf Strafverfolgung, und Hitler dankte mir dafür. – Zu Weihnachten 1933 ließ Dr. Goebbels im rotesten Stadtteil Groß-Berlins längs einer der Hauptstraßen im Kommunistenviertel einen riesigen Gabentisch aufstellen. Nationalsozialistische und kommunistische Familien wurden gemeinsam beschert. Während dieser sehr zu Herzen gehenden Stunde erschien einer der führenden Kommunisten. Er war soeben aus dem Gefängnis entlassen worden, obwohl er eine Anzahl böser Gewalttaten auf dem Gewissen hatte. Ich sah ihn kommen, denn man hatte ihn vom Gefängnis direkt bis an den Gabentisch gefahren. Dort sah er seine Familie im Kreise seiner alten Kameraden – zugleich aber seinen größten Gegner, Dr. Goebbels, und dessen Männer. Diese Minuten gehören heute noch zu den schönsten meines Lebens.

„Schöner könnte dieses Weihnachten nicht sein“,

sagte Goebbels, und er hatte Recht.

Es waren übrigens die Russen, die 1946 beim IMT in Nürnberg dafür sorgten, dass die SA im Ganzen freigesprochen wurde, somit nicht zu den so genannten „verbrecherischen Organisationen“ zählte.

Wo hat es jemals ein 70-Millionen-Volk höchster Zivilisation und Kulturstufe gegeben, das bei einer Wahl 98% seiner Stimmen einem einzigen Mann gab? Nirgends!

„Für mich gibt es keine Gegner mehr in diesem Volk“,

sagte Adolf Hitler in meiner Gegenwart, als er gefragt wurde, ob er jene 2% kenne.

Während der Berliner Olympiade 1936 erlebte ich, wie Hitler sagte, man müsse versuchen, so traurig es sei, den Medaillensegen für die deutschen Sportler zu bremsen – es werde sonst den ausländischen Gästen gegenüber langsam peinlich.

D e r Mann war wirklich kein Diktator – aber die Verleumder haben stets versucht, ihn als solchen hinzustellen. Und die Menschen sind nun einmal so, sie glauben lieber das Böse als das Gute, lieber das Falsche als das Richtige – vor allem dann, wenn sie vermuten, auf diesem Weg möglichst viel zu profitieren, was sich auf Dauer jedoch stets als Irrtum erweist.

Adolf Hitler hat ganz gewiss niemals den Krieg gewollt, ganz im Gegenteil hoffte er, einen sehr langen Frieden vor sich zu haben. All seine tatsächlichen Interessen waren nämlich ausschließlich im Frieden zu verwirklichen. Unter denen, die ihn und das ganze deutsche Volk bis heute verleumden, ist und war so gut wie keiner, der ihn wirklich persönlich, als unabhängiger Mensch erlebte, und zwar lange genug, um gerecht urteilen zu können.Seine Pläne für die Nachkriegszeit waren gewaltig – von der Bekämpfung der Krebskrankheiten bis hin zu den riesigen Werken, welche er zusammen mit den Staaten Afrikas in der Sahara bauen wollte, um die Sonnenenergie zu nutzen.

„Man braucht nicht mit allen verbündet oder gar verschworen zu sein – ohne die internationalen Bindungen kann man allen viel besser helfen“

das war seine Meinung. Höchst interessante Pläne lagen schon vor – wir alle wollten so bald wie möglich Frieden. Hitler bot ihn vier- oder fünfmal an und bekam – keine Antwort! Kann man ihn trotzdem schuldig nennen, verbrecherisch – einen Diktator?

Der Leser möge selbst entscheiden, sich aber darüber im Klaren sein, dass Unwahrheit stets zum Nachteil für alle ist. Gerade das Vergangene sollte für den Beschauer klar sein bis ins Innerste, wie ein wertvoller Diamant, ebenso natürlich und fest.

Und nun noch ein Wort an die Verleumder selbst. Ein Wort aus der Feder Friedrich Nietzsche’s, der wohl einer der markantesten Denker, der mutigsten, der ernstesten war:

„Und dies ist die Erzählung von Zarathustras Gespräch mit dem Feuerhunde: Die Erde, sagt er, hat eine Haut; und diese Haut hat Krankheiten. Eine dieser Krankheiten heißt zum Beispiel: ‚Mensch‘. Und eine andere dieser Krankheiten heißt ‚Feuerhund‘: über d e n haben sich die Menschen viel vorgelogen und vorlügen lassen. 

Dies Geheimnis zu ergründen ging ich über das Meer, und ich habe die Wahrheit nackt gesehen, wahrlich! Barfuss bis zum Halse.
Was es mit dem Feuerhund auf sich hat, weiß ich nun, und insgleichen mit den Auswurf- und Umsturz-Teufeln, vor denen sich nicht nur alte Weibchen fürchten.

Heraus mit dir, Feuerhund, aus der Tiefe! rief ich, und bekenne, wie tief diese Tiefe ist! Woher ist das, was du da heraufschraubst? Du trinkst reichlich am Meere: das verrät deine versalzte Beredsamkeit! Fürwahr, für einen Hund aus der Tiefe nimmst du deine Nahrung zu sehr von der Oberfläche!

Höchstens für den Bauchredner der Erde halte ich dich; und immer, wenn ich Umsturz- und Auswurfteufel reden hörte, fand ich sie gleich dir: gesalzen, lügnerisch und flach.

Ihr versteht zu brüllen und mit Asche zu verdunkeln! Ihr seid die besten Großmäuler und lerntet sattsam die Kunst, Schlamm zu heiß zu sieden.

Wo ihr seid, da muss stets Schlamm in der Nähe sein, und viel Schwammichtes, Höhlichtes, Eingezwängtes: das will in die Freiheit.

‚Freiheit‘ brüllt ihr alle am liebsten; aber ich verlernte den Glauben an ‚große Ereignisse‘, sobald viel Gebrüll und Rauch um sie herum ist.

Und glaube mir nur, Freund Höllenlärm! Die größten Ereignisse – das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillesten Stunden. 

Nicht um die Erfinder von neuem Lärme: um die Erfinder von netten Werten dreht sich die Welt, unhörbar dreht sie sich …“ 

……….

Schlusswort 

Es ließe sich zu dem Thema noch ungeheuer viel sagen. Ich habe mich möglichst auf das beschränkt, was ich aus eigener Erfahrung weiß. Mir lag es nicht daran, mit früheren Gegnern abzurechnen – das haben wir nicht nötig. Mir ging es eigentlich um zweierlei:

a) festzustellen, wie abscheulich und gemein gegen uns Deutsche seit Jahrzehnten gelogen wird und

b) darauf hinzuweisen, wer das tut und warum es geschieht.

Die Kreise, von denen die weltweite Verleumdung unseres Volkes seit Jahrzehnten betrieben wurde, sind selbst in jeder Beziehung das krasseste Gegenteil von uns Deutschen. Sie sind mehr oder weniger der Abklatsch ihres Propheten Karl Marx. Sie verraten sich immer deutlicher dadurch, dass sie nicht nur uns Deutsche durch Lügen vernichten wollen, sondern auch andere Völker. Zum Beispiel die Chilenen, die Spanier, die Südafrikaner, die Araber. Auch ihnen werfen sie die schlimmsten Verbrechen vor, auch gegen sie hetzen sie fortgesetzt auf internationaler Ebene, ja sogar unter Inanspruchnahme internationaler Mammutorganisationen.

Wer sie durch ihre Taktik kennen lernte, der weiß genau, dass ihnen die Lügerei nur Mittel zum Zweck ist im Kampf um die Weltmacht. Sonst würden sie nämlich den Mut haben, auch die Mächtigen zu verleumden: Russland, China und die USA. Jenen wird kein Haar gekrümmt! Was haben diese Staaten allein nur in ihren eigenen Ländern, ihren eigenen Menschen gegenüber auf dem Kerbholz? Darüber wird kein Wort veröffentlicht.

Man versucht sogar, sich mit jenen geistig gegen uns zu verbünden – was im Falle USA nicht schlecht gelungen ist. Wenn ich mich nur daran erinnere, welch abscheuliche Hetzpropaganda ein General Eisenhower gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in riesigen Mengen an seine Offiziere verteilen ließ!

Und wer weiß noch, dass die Polen sich 1945 in Deutschland dermaßen grauenhaft benahmen, dass die russischen Truppen sich teilweise gegen die Polen schützend vor die deutsche Bevölkerung stellten? Was veranlasst die Verleumder, über das Schicksal der Juden sowohl in der UdSSR als auch in den USA zu schweigen? 1961 habe ich in Buffalo (USA) eine der größten Synagogen mitten in der Stadt gesehen, die soeben abgebrannt war und anscheinend nicht wieder aufgebaut wurde. Ich habe daraufhin viele angesehene Amerikaner gefragt, wie das zu verstehen sei. Sie zuckten lediglich mit den Schultern und lachten ein wenig hämisch, das war alles. Dann fragte ich gezielt:

„Wann wird sie wieder aufgebaut?“

Antwort:

„Wir wissen nicht, ob sie wieder aufgebaut wird!“ 

Obwohl in den USA die Hetze gegen unser Volk und seine Geschichte weitaus am stärksten und widerlichsten betrieben wird, ist – meine ich – der größere Teil des Volkes nicht bereit, das alles zu glauben.

Die verbrecherischen Verleumder, die die ganze Menschheit gegen unser deutsches Volk und seine Geschichte aufhetzen – und ähnlich auch gegen ganz bestimmte andere Völker verfahren – sagen aber nichts dagegen, wenn von seiten des internationalen Kapitalismus/Marxismus eine Entwicklung gefördert wird, die auf lange Sicht gesehen mit absoluter Sicherheit alles Leben auf dieser Erde zerstört und vernichtet. Ich brauche nur auf jenes grauenhafte Thema „Atommüllvernichtung“ hinzuweisen.

Man weiß nicht wohin mit diesem mörderischen Stoff, dessen Ausmaß unaufhaltbar wächst. Weil sich die Lagerung auf dem Meeresgrund schon jetzt als viel zu gefährlich erweist, sieht man nur noch die eine Möglichkeit, ihn in besonders tiefen Meeresspalten zu deponieren. Dort wird dieser Abfall – so hofft man – erst in etwa 10.000 Jahren aktiv werden. Wenn sich die inzwischen angesammelte Abfallmenge jedoch bereits in nur 1.000 Jahren nicht mehr bändigen läßt, dann dürfte das reichlich genügen, alles Leben auf unserer Erde in kürzester Zeit total zu vernichten!

Ich frage: Wer sind jene internationalen Diktatoren, die mit einem Höchstmaß an Rohheit und Rücksichtslosigkeit sowie Verantwortungs- und Gewissenlosigkeit es wagen, weiterhin Atommüll zu erzeugen, obwohl sie genau wissen, dass die ungeheuren Gefahren für alles Leben mit jeder zusätzlich versenkten Abfalltonne ins Gigantische wachsen und nie mehr aufzuhalten sind!

Wer so etwas duldet, wer dagegen nicht auftritt, wer jene Diktatoren der Wirtschaft und des Mammons nicht als die weit schlimmsten Verbrecher aller Völker und Zeiten brandmarkt, der hat weiß Gott nicht das mindeste Recht, Vergangenem gegenüber Kritik zu üben.

Jene, welche uns Deutsche und unsere Geschichte verleumden, waren und sind die eigentlichen Schuldigen an den großen Kriegen gewesen – und sie sind zugleich die Wegbereiter jener hier besonders erwähnten Diktatoren des Weltkapitals. So schließt sich der Kreis, und verständlicher wird, was uns so unbegreiflich schien.

Und gerade darum, weil wir jetzt wissen, was wir damals höchstens zu ahnen vermochten, muss ich diese Gelegenheit wahrnehmen, um jener Zehntausende – wahrscheinlich sogar Hunderttausende (es sind bis zum heutigen Tage viele, viele Millionen!) guter deutscher Menschen zu gedenken, die vom 8. Mai 1945 ab langsam und in großem Schmerz dahinstarben, weil ihre Heimat- und Vaterlandsliebe, ihr Anstand und ihre Treue zu Volk und Reich all diese gemeine Lügerei einfach nicht ertragen konnte. Viele von ihnen sah ich schon im Lager an dieser seelischen Not sterben – und nicht wenige von ihnen gaben sich in ihrer Verzweiflung selbst den Tod.

Ich weiß, dass ich als Deutscher geboren wurde, um als Deutscher zu leben und meine Pflicht zu erfüllen. Dies entspricht der ewigen Ordnung dieser Welt, in der wir leben. Wer bewusst gegen diese Ordnung handelt, kann nur ein Verräter sein, ein Lump! Er schadet allen anderen. Keine Philosophie, keine Religion, keine Mathematik kann jemals stärker sein als die ewige ethische Gesetzmäßigkeit der Natur!

„Dies über alles: Sei dir selber treu!
Und daraus folgt so wie die Nacht dem Tage,
du kannst nicht falsch sein gegen irgendwen.“ 

– Shakespeare, Hamlet I,3 (Polonius) –

Nachtrag 

Ob einleuchtend oder nicht – es ist eine unleugbare und täglich neu bewiesene Tatsache, dass Adolf Hitler heute nach Jesus Christus der bekannteste Mensch auf dieser Erde ist. Insbesondere bei den Großmächten ist er heute noch – politisch gesehen – sehr lebendig, denn er wird immer wieder und weltweit als Zeuge zitiert und fortgesetzt geschildert und beschrieben. Zeitschriften, Bücher, Filme, Rundfunk, Fernsehen, Parlamente und zahllose Redner aller Völker benutzen 31 Jahre nach seinem Tod jede sich bietende Gelegenheit, diesen Mann auszunutzen, an ihm zu verdienen. Das krasseste Beispiel, das ich selbst erlebte, muss ich hier noch erwähnen:

In einer freien Rede, die ich in Ulm/Donau hielt, wollte ich feststellen, dass es in der Politik nie hundertprozentige Urteile geben kann. Je naturgemäßer eine Lehre ist, umso mehr menschliche Disziplin brauchen ihre Anhänger. Je mehr Opfer infolgedessen gefordert werden müssen, umso kleiner ist die Zahl der echten Anhänger, Kämpfer und Gläubigen.
Ich sagte:

„Es soll ja niemand glauben, jeder, der früher einmal das Braunhemd trug, sei heute mein Freund. Im Gegenteil – mein Urteil in dieser Beziehung ist besonders streng, weil ich weiß, dass die Zahl der Nationalsozialisten umso kleiner wurde, je rasanter die Zahl der Parteigenossen zunahm! Wenn heute jemand mit dem Finger auf einen Bundesminister oder Parteivorsitzenden zeigt, der früher einen Posten in der NSDAP hatte, dann interessiert mich das nicht, denn ich weiß, der kann niemals ein Nationalsozialist gewesen sein. Er ‚tat nur so‘ – und wird daher sein Leben lang immer wieder nur ’so tun‘.“ 

Und zum Schluss sagte ich:

„Sehr schlimm war es, dass z. B. Ribbentrop und Bormann – zwei äußerst verschiedene Menschen – beide keine Nationalsozialisten waren. Eine falsche politische Einstellung ist schon verhängnisvoll, aber eine angeblich positive politische Einstellung zeigen, sie dann jedoch zu missbrauchen und zu verraten, das ist katastrophal.“

In diesem Zusammenhang erwähnte ich, dass ich nach dem Krieg – 1948/49 – Herrn Bormann in Buchloe auf dem Bahnhof gesehen hätte. Diese Bemerkung löste eine Lawine aus und eine führende deutsche Illustrierte bat mich um eine Unterredung. Ich erklärte mich dazu bereit, wenn zuvor eine eindeutige Antwort auf folgende, mich damals ganz besonders interessierende Frage gegeben würde:

„Ist es richtig, wenn ich annehme, dass die offizielle Version von Hitlers Ende teilweise der Wahrheit nicht entspricht? Unter ‚teilweise‘ verstehe ich ‚zu einem wesentlichen Teil‘.“

Die Herren der Illustrierten-Redaktion zogen sich zu einer kurzen Beratung zurück und erklärten dann, es sei so, sie sei in wesentlichen Teilen unzutreffend. Darauf sagte ich, es sei mir völlig unerfindlich, wieso eine große Illustrierte sich ein solch enormes Verdienst entgehen lassen und jahrelang schweigen könne. Die Antwort lautete:

„Jedes Ding zu seiner Zeit, lieber Prinz!“ 

Diese Unterredung blieb mir als besonders aufschlussreich und interessant in Erinnerung. Und das ist a u c h ein Grund dafür, dass ich dieses Büchlein schrieb, obwohl es mir als Versuch einer Deutung der Persönlichkeit Adolf Hitlers aus meiner Sicht ein wenig unvollständig erscheint.

Gerade zu diesem Zeitpunkt erhielt ich unverhofft die wohl interessanteste und wertvollste Ergänzung, die sich denken läßt: Adolf Hitlers letzte Äußerungen kurz vor Kriegsende – eine bisher unbekannte Niederschrift.

Der Leser wird sich fragen, ob diese Aufzeichnungen echt sind. Auch wir haben das naturgemäß oft und ernsthaft überlegt. Ich kann nur sagen:

Es ist Hitlers Stil, es sind zweifellos seine Gedanken, die Stimmung jener Tage kommt in verblüffender Weise zum Ausdruck, und sie wurde von zuverlässiger Stelle übergeben – um der Wahrheit willen – nur darum!

Die im Folgenden * wiedergegebenen Darlegungen Adolf Hitlers wirken auf mich, der ich ihn bis 1936 persönlich gut kennen lernte, wie ein Bekenntnis des bald für immer Scheidenden. Ganz offen sagt er, wie e r die Dinge sah – gerade das zu lesen ist für uns alle von großer Bedeutung, denn:

Verschwiegene Wahrheit bringt Unheil! 

– Friedrich Nietzsche –

* siehe KRITIK-Folge Nr.70: „Adolf Hitler — ein Leben für Deutschland und Europa“

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Anm.: Die in Klammer gesetzten Anmerkungen sind selbstverständlich NUR ironisch gemeint, da es damals wie heute noch immer dieselben Hochverräter gibt, welche die Worte dieses wahrhaft verdienten, ehrenwerten und aufrechten Mannes – Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe – regelrecht auf den Kopf stellen und mit Füßen treten und sich dabei sogar noch als aufrechte Deutsche oder noch viel schlimmer – als Nationalszialisten – bezeichnen und sich unverhohlen in unseren Reihen tummeln.

Ich persönlich verneige mein Haupt ehrfürchtig vor diesem großartigen Manne und mutigen Verkünder der Wahrheit!

Heil Dir – Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe

5 Gedanken zu “Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe – ein echter Zeitzeuge, der die Wahrheit spricht!

  1. Ich persönlich verneige mein Haupt ehrfürchtig vor diesem großartigen Manne und mutigen Verkünder der Wahrheit!

    Heil Dir – Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe

    dem schließe ich mich vorbehaltslos an!!!

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