Arthur Schopenhauer – deutscher Philosoph

Arthur Schopenhauer (geb. 22. Februar 1788 in Danzig; gest. 21. September 1860 in Frankfurt) war ein deutscher Philosoph und gilt als der bedeutendste Vertreter des Pessimismus. Das wichtigste Thema seines Denkens veröffentlichte er in seinem Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ (1819).

Arthur Schopenhauer, 1788 – 1860

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Arthur Schopenhauer wurde am 22. Februar 1788 in der Freien Hansestadt Danzig geboren, verbrachte seine weitere Jugendzeit aber in Hamburg. Seine Eltern waren Heinrich Floris Schopenhauer, ein angesehener und wohlhabender Bürger aus einer Danziger Kaufmannsdynastie[1], und Johanna Schopenhauer, eine in ihrer Zeit erfolgreiche Schriftstellerin, durch welche er auch in Kontakt mit dem von ihm verehrten Johann Wolfgang von Goethe und dessen Farbenlehre sowie den Brüdern August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel kam.

Das Geburtshaus Schopenhauers in Danzig (Heiligengeistgasse)

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Seine Schwester war die Schriftstellerin Adele Schopenhauer, zu der er – im Gegensatz zu seiner Mutter – zeitlebens ein gutes Verhältnis hatte.

In seinen Hamburger Jugendjahren absolvierte er anfänglich eine Kaufmannslehre, die er aber nach dem frühen Tode des Vaters im Jahre 1805 abbrach und sich für die akademische Laufbahn entschied. Im Jahre 1809 begann Schopenhauer in Göttingen sein Studium und setzte dieses von 1811 bis 1813 schließlich in Berlin fort. Nach einem unvollendeten Studium der Medizin, studierte Schopenhauer die Philosophie, sein besonderes Interesse galt dabei den Werken von Immanuel Kant – namentlich dessen „Kritik der reinen Vernunft“ – und der altgriechischen Philosophie, im besonderen Plato. Seine Dissertation und erste Veröffentlichung „Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde“ erschien 1813.

Schopenhauer in seinen Jugendjahren

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Nach einer Italienreise begann er 1820 eine kurze Dozententätigkeit in Berlin. Schopenhauers eigentliches und berühmtes Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ veröffentlichte er Anfang 1819. Es verkaufte sich in den folgenden drei Jahrzehnten nur schlecht und wurde erst mit Beginn der 1850er Jahre zunehmend bekannter. Dessen ungeachtet veröffentlichte er 1844 hierzu einen zweiten, ergänzenden Band. Sein letztes Werk, eine Sammlung von Abhandlungen und Aphorismen, „Parerga und Paralipomena“ (1851), förderte seine Bekanntheit, nicht zuletzt aufgrund der darin enthaltenen, populärer und bewusst eudämonologisch geschriebenen Abhandlung „Aphorismen zur Lebensweisheit“.

Als junger Mann, 1815 nach einem Gemälde von Ludwig Sigismund Ruhl

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Universitätsphilosophie und zeitgenössische Philosophen

Den zeitgenössischen Philosophen sowie der Universitätsphilosophie, namentlich in Gestalt der Philosophieprofessoren, stand Schopenhauer entschieden ablehnend gegenüber[2]. Vor allen Hegel, aber auch Schleiermacher, Fichte und Schelling bezeichnete er in zahlreichen Polemiken und Schriftwechseln immer wieder als Scharlatane, Philister und Brotphilosophen

Schopenhauer, sich auf die antiken Philosophen berufend, machte der Universitätsphilosophie im Ganzen zum Vorwurf, dass sie – im Gegensatz zur freien und damit eigentlichen Philosophie – niemals unabhängig vom jeweils herrschenden Staatssystem und dessen Interessen sein könne, wenn sie sich gleichzeitig von diesem bezahlen ließe; ein Umstand, der sich auch in der heutigen Zeit nicht geändert hat. Entsprechend lehnte er auch die ihm kurz vor seinem Tode angetragene Mitgliedschaft in der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin ab.

Daguerreotyp vom 22. August 1845

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Einsiedlerleben in Frankfurt am Main

Ab 1833 übersiedelte Schopenhauer im Alter von 45 Jahren nach Frankfurt am Main und entschied sich für ein zurückgezogenes Leben, dessen Unterhalt er durch finanzielle Rücklagen bestritt, die größtenteils noch aus dem stattlichen Erbteil seines Vaters stammten.

Erst in den letzten Frankfurter Jahren wurde er das Ziel vermehrter Aufwartungen seiner langsam anwachsenden Anhängerschaft; zeitlebens aber hatte sich Schopenhauer dennoch alleine und unverstanden in einer ihm unverwandten und ihn ignorierenden Menschheit gefühlt. Diese, bis an sein Lebensende anhaltende Einsamkeit unter Fremden hat der Philosoph selbst zum Ausdruck gebracht in seinem kleinen (unvollendeten) Gedicht An Kant, welches er mit dreizehn weiteren Gedichten an das Ende seines Gesamtwerkes stellte:

„Ich sah Dir nach in Deinen blauen Himmel,
Im blauen Himmel dort verschwand Dein Flug.
Ich blieb zurück in dem Gewimmel,
Zum Troste mir Dein Wort, zum Trost Dein Buch.-
Da such‘ ich mir die Oede zu beleben
Durch Deiner Worte geisterfüllten Klang:
Sie sind mir alle fremd, die mich umgeben,
Die Welt ist öde und das Leben lang.“

Arthur Schopenhauer starb am 9. September 1860 an den Folgen einer Lungenentzündung.

Von den verschiedenen Frankfurter Häusern, in denen er lebte, hat keines die alliierte Bombenbarbarei des Zweiten Weltkrieges überstanden.

Schopenhauer gilt als einer der einflussreichsten deutschen und weltweiten Philosophen und hatte enormen Einfluss auf zeitgenössische und spätere Philosophen, Künstler und Politiker, so z.B. Friedrich Nietzsche, Oswald Spengler, Richard Wagner, Adolf Hitler (Siehe Abschnitt „Aussagen bekannter Persönlichkeiten über Schopenhauer“), Wilhelm Busch, Ernst Wiechert, Hans Pfitzner. Diesen künftigen Einfludd vorausahnend setzte Schopenhauer als Schlusswort seiner letzten Verse und seines Schaffens folgenden Vers:

Finale

„Ermüdet steh‘ ich jetzt am Ziel der Bahn,
Das matte Haupt kann kaum den Lorbeer tragen:
Doch blick‘ ich froh auf das was ich gethan,
Stets unbeirrt durch das, was Andere sagen.“

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Fotografie von 1854

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Philosophie

Schopenhauer verstand sich als einzig wirklicher Fortführer des philosophischen Systems von Immanuel Kant. Wie dieser ging er davon aus, dass die Welt primär Vorstellung ist.

„Die Welt ist meine Vorstellung“,

lautet auch der erste Satz in seinem Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“. Dem reflektierenden Menschen

„wird deutlich und gewiß, daß er keine Sonne kennt und keine Erde; sondern immer nur ein Auge, das eine Sonne sieht, eine Hand, die eine Erde fühlt“.

Es besteht demnach kein Objekt ohne ein erkennendes Subjekt und umgekehrt.

Grundanschauungen

Karikatur von Schopenhauer (mit Pudel[16]), gezeichnet von Wilhelm Busch

Schopenhauer beschränkte sich jedoch nicht auf dieses erkenntnistheoretische Modell, sondern er erkannte darüber hinausgehend, dass Kants „Ding an sich“, welches er kurz als „Wille“ bezeichnete, noch weitergehend bestimmt werden könnte: Als innerstes Wesen und einzige Wurzel des menschlichen und letztlich allen Daseins, als nur sich selbst kennender Trieb zum Leben und zum Dasein.

Dieser Wille erscheint in der Welt auf verschiedenen Stufen der Objektivation (Wahrnehmbarkeit). Er ist kein Resultat der Erkenntnis, sondern von dieser grundverschieden und völlig unabhängig. Erst auf der Stufe des Tierreichs versieht sich der Wille mit einem Intellekt, und nun erst steht auch die Welt als eine objektive, d. h. vorgestellte, dem erkennenden Subjekt gegenüber. In der gesamten Natur, von der tierischen abwärts, wirkt der Wille erkenntnislos. Im Unorganischen werden seine Äußerungen in Bewegung gesetzt durch bloße Ursachen, im vegetativen Leben der Pflanze und des Tieres durch Reize, erst bei animalischen, d. h. erkennenden Wesen, durch Motive, und zwar bei den Tieren durch anschauliche, bei Menschen überdem durch begriffliche (abstrakte) Motive. Doch dieser Unterschied betrifft bloß die Erscheinung des Willens; an sich ist er auf allen Stufen, von der niedrigsten bis zur höchsten, Einer, ist Wille zum Leben, immer wieder aufs Neue erscheinend in endlosen Reihen von ephemeren (vorübergehenden) Individuen.

Ästhetische und ethische Lehre

An diese Grundanschauungen knüpfte Schopenhauer seine Lehre zur Ästhetik und Ethik, jene auf Platonischer Grundlage, diese vermöge ihres pessimistischen Charakters mit dem Brahmanismus und besonders dem Buddhismus verwandt. Schopenhauer sah den Willen als solches auf ewig angekettet an das Leiden und an den ewigen Wechsel von Geburt und Tod. Hoffnung und letzlich Erlösung aus dieser misslichen Lage könne einzig die beim Menschen sich zur Vernunft steigernde Erkenntnis – die Welt der Vorstellung – geben. Sie ist nach Schopenhauer das alleinige erlösende Prinzip, denn in ihr kann sich das in der Erscheinung des Menschen zum Bewusstsein gekommene Individuum zwar auch immer wieder zur Bejahung des Lebens, aber auch – in Gestalt der Heiligen, also in Form von Mitleid und Selbstlosigkeit – für die Verneinung des eigenen Willens zum Dasein entscheiden. Diese erlösende Erkenntnis (Verneinung des Lebens) ist aber keinesfalls als rationale, sondern vielmehr als schauende Erkenntnis in Verbindung mit einem in moralischer Hinsicht sehr gutartigen, geläuterten Willen (also Kants „Ding an sich“) zu verstehen.

„Die Welt als Wille und Vorstellung“ (Erstausgabe von 1819)

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Merkmale des Schopenhauer’schen philosophischen Systems

Im Gegensatz zu anderen nachkantischen philosophischen Systemen, welche die Welt a priori konstruieren, bemüht sich Schopenhauer, die gegebene Welt zu entziffern, ihren Sinn und ihre Bedeutung zu ergreifen. Daher beruhen seine Sätze nicht auf langen Schluss- und Begriffsketten, sondern sind unmittelbar aus der anschaulichen Welt selbst, aus der äußeren und inneren Erfahrung, geschöpft. Nächst dem reichen Inhalt seiner Werke ist auch die sprachliche Darstellung höchst anziehend, so dadd er zu den besten deutschen Prosaikern gezählt werden darf. Seine Philosophie zeichnet sich zudem durch eine genaue und tiefschürfende Systematik aus, deren Meisterung letztendlich nur durch ein eingehendes Studium derselben – Schopenhauer selbst empfahl sogar dringlich das zweimalige Lesen seiner Werke – möglich wird.

Schopenhauer kann mit seiner Philosophie als der Erschaffer des grundlegenden Systems des philosophischen Pessimismus‘ angesehen werden.

Verhältnis der Schopenhauer’schen Philosophie zur Religion

Bestätigung seiner Philosophie fand Schopenhauer vor allem im – erst in späteren Jahren entdeckten – Buddhismus[3], aber auch im Hinduismus und im eigentlichen, dem Entsagungsgedanken zugewandten und vom jüdischen Geist – dem „foetor Iudaicus“ (übersetzt in etwa „übler Geruch des Judentums“) – befreiten Christentum. Das Judentum dagegen lehnte er als primitiv-monotheistische Lehre ohne Erlösungsgedanken ab und sprach ihr sogar den Religionsstatus ab, da er in der jüdischen Lehre keinerlei metaphysische Wahrheit erkennen konnte; mit Ausnahme der jüdisch-alttestamentarischen Schöpfungsgeschichte vom Sündenfall, die er als zumindest allegorische metaphysische Wahrheit gelten ließ. Den „abscheulichen“[4] Islam lehnte er aus ähnlichen Gründen beinahe ebenso stark ab[5].

Kurze Einführung in Schopenhauers Philosophie

Quelle: Johannes Rehmke: „Grundriss der Geschichte der Philosophie zum Selbststudium und für Vorlesungen“, 1896, S. 276ff. [6]

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Schopenhauers politische und gesellschaftliche Ansichten

Schopenhauer betrachtete politische Themen für sich selbst als Nebensache. Dennoch sind zahlreiche seiner politischen Überzeugungen und auch einige seiner Ansichten zu den politischen Entwicklungen seiner Epoche überliefert.

Monarchistische Grundhaltung

Als aus grundsätzlichen Erwägungen heraus überzeugter Monarchist stand er dem zu seiner Zeit modern werdenden republikanisch-demokratischen Gedanken strikt ablehnend gegenüber.
Ganz in diesem Sinne schreibt Schopenhauer (in Parerga und Par. II §126):

„ …Allerdings also ist das Volk souverain; jedoch ist es ein ewig unmündiger Souverain, welcher daher unter bleibender Vormundschaft stehn und nie seine Rechte selbst verwalten kann, ohne gränzenlose Gefahren herbeizuführen; zumal er, wie alle Unmündigen, gar leicht das Spiel hinterlistiger Gauner wird, welche deshalb Demagogen heißen.“

und im selben Buch (§127), seine Sympathie mit dem Führerprinzip ausdrückend, sagt er weiter:

„Überhaupt aber ist die monarchische Regierungsform die dem Menschen natürliche; …“ und weiter „…überall muß Ein Wille der leitende seyn.“, weiterhin im Text: „…Hingegen ist das republikanische System dem Menschen so widernatürlich, wie es dem höhern Geistesleben, also Künsten und Wissenschaften, ungünstig ist.“.

Märzrevolution von 1848

So verwundert es nicht, dass Schopenhauer ganz folgerichtig der Märzrevolution von 1848 feindlich gegenüber stand. Während der Revolutionswirren und Barrikadenkämpfe im selben Jahr, gewährte er einem österreichischen Trupp von monarchistischen Soldaten freudig Einlass in sein Haus, um von dort „die souveräne Kanaille“ besser beschießen zu können[7].

Einen der Anführer der Revolution, den von dem heutigen BRD-Fernsehhistoriker Guido Knopp (in einem Blum eigens gewidmeten Fernsehbeitrag) hochgeschätzen, demokratischen (jüdischen) Paulskirchen-Abgeordneten Robert Blum, beschrieb Schopenhauer als einen

„knotigen Kerl“ der sich „unterstanden hätte, das Deutsche Reich instandsetzen zu wollen. …“,

wobei er den Fürsten Windisch-Grätz lobte, von welchem er nur bedauerte, dass er Blum hatte erschießen lassen, anstatt ihn zu hängen[8] (Blum wurde 1848 auf Veranlassung des österreichischen Feldmarschalls Windisch-Grätz durch standrechtliche Erschießung hingerichtet, anstatt durch – nach damaligen Begriffen ehrloses – Erhängen).

Büste Schopenhauers (1935), von Wilhelm Neuhäuser (1885-1960)

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Haltung zum damaligen Nationalismus

Der aufkommende damalige republikanische Nationalismus wurde – als Verfechter des Parlamentarismus und Gegner der monarchischen Systeme – von Schopenhauer im Wesentlichen abgelehnt. In diesem Zusammenhang machte er auch folgende, heutzutage gerne von linken Kreisen zitierte Aussage:

„Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.“

Allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, dass zu Schopenhauers Zeit die besagten nationalgesinnten „erbärmlichen Tröpfe“ fast ausnahmslos in den Reihen des revolutionär-demokratischen Pöbels zu finden waren, die den Nationalismus dazu benutzten, die Massen gegen das monarchische System zu mobilisieren. Erst nach Schopenhauers Zeit begann die zunehmende Internationalisierung der Massen und ansteigende Nationalisierung der Eliten.

Testament

Schopenhauer bestimmte in seinem Testament eine bedeutende Summe an eine private Stiftung für die Hinterbliebenden der Soldaten, die 1848 in Berlin gefallen waren. Darüber empörten sich nach seinem Tode weite Teile innerhalb des linksliberalen Literatentums unter Führung des Salonschriftstellers Karl Ferdinand Gutzkow, welchen die Unterstützung dieser Opfer der Revolution nicht in ihr ideologisches Konzept passte[9][10].

Nach der ersten Schäferschen Fotografie vom April 1859

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Schopenhauers Meinung zum Judentum

Schopenhauers Urteile über das Judentum sind als ablehnend bis feindlich zu bezeichnen. Er beschrieb es

„als großen Meister der Lüge“

und äußerte sich an mehreren Stellen[11] seiner Schriften recht deutlich:

„Der ewige Jude Ashaversus ist nichts Anderes, als die Personifikation des ganzen jüdischen Volkes. Weil er an dem Heiland und Welterlöser schwer gefrevelt hat, soll er von dem Erdenleben und seiner Last nie erlöst werden und dabei heimathlos in der Fremde umherirren. …“ und weiter: „…Bis dahin lebt es (Anmerkung: das jüdische Volk) parasitisch auf den anderen Völkern und ihrem Boden, ist aber dabei nichtsdestoweniger vom lebhaftesten Patriotismus für die eigene Nation, den es an den Tag legt durch das festeste Zusammenhalten, wonach Alle für Einen und Einer für Alle stehen; so daß dieser Patriotismus sine patria (ohne Vaterland) begeisternder wirkt, als irgendein anderer. Das Vaterland des Juden sind die übrigen Juden: daher kämpft er für sie, wie pro ara et focis (für Heimat und Haus), und keine Gemeinschaft auf Erden hält so fest zusammen, wie diese. Daraus geht hervor, wie absurd es ist, ihnen einen Antheil an der Regierung oder Verwaltung irgend eines Staates einräumen zu wollen. ….“[12]

Zum jüdischen Glauben äußerte Schopenhauer sich u. a. in Folgendem:

„…Ihre Religion, von Hause aus mit ihrem Staate verschmolzen und Eins, ist dabei keineswegs die Hauptsache, vielmehr nur das Band, welches sie zusammenhält, der point de ralliement (Sammelpunkt) und das Feldzeichen, daran sie sich erkennen. …“

und weiter:

„ …Demnach ist es eine höchst oberflächliche und falsche Ansicht, wenn man die Juden bloß als Religionssekte betrachtet: wenn aber gar, um diesen Irrthum zu begünstigen, das Judenthum, mit einem der Christlichen Kirche entlehnten Ausdruck, bezeichnet wird als ‚Jüdische Konfession‘; so ist Dies ein grundfalscher, auf das Irreleiten absichtlich berechneter Ausdruck, der gar nicht gestattet sein sollte. Vielmehr ist ‚Jüdische Nation‘ das Richtige. Die Juden haben gar keine Konfession: der Monotheismus gehört zu ihrer Nationalität und Staatsverfassung und versteht sich bei ihnen von selbst.“

und als letztes Beispiel:

„Während alle anderen Religionen die metaphysische Bedeutung des Lebens dem Volke in Bild und Gleichnis beizubringen suchen, ist die Judenreligion ganz immanent und liefert nichts als ein bloßes Kriegsgeschrei der Bekämpfung anderer Völker … Übrigens ist der Eindruck, den das Studium der Septuaginta bei mir nachgelassen hat, eine herzliche Liebe und innige Verehrung des großen Königs Nabuchodonosor (Nebukadnezar), wenn er auch etwas zu gelinde verfahren ist mit einem Volke, welches sich einen Gott hielt, der ihm die Länder seiner Nachbarn schenkte und verhieß, in deren Besitz es sich dann durch Rauben und Morden setzte, und dann dem Gott einen Tempel darin baute. Möge jedes Volk, das sich einen Gott hält, der die Nachbarländer zu ‚Ländern der Verheißung‘ macht, rechtzeitig seinen Nebukadnezar finden und seinen Antiochos Epiphanes dazu, und weiter keine Umstände mit ihm gemacht werden!“[13]

Schopenhauer fasste allerdings das Judentum noch als eine bloße Geisteshaltung und kaum in einem rassischen Zusammenhang auf, womit er eine zu seiner Zeit weit-geläufige Betrachtung vertrat.

Denkmal in den Frankfurter Wallanlagen

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Sonstiges

Schopenhauer übersetzte im Jahre 1832 aus dem Spanischen das bekannte „Hand-Orakel“ von Baltasar Gracián und gab ihm als „Kunst der Weltklugheit“ die im Deutschen bis heute gültige Form. Er begründete damit in Deutschland den Ruhm des Spaniers, obwohl die Übersetzung erst nach Schopenhauers Tod veröffentlicht wurde.

Aussagen bekannter Persönlichkeiten über Schopenhauer

„Lieber Freund, ‚gut schreiben‘ berechtigt doch wahrhaftig nicht, eine Kritik des Schopenhauerschen Systems zu schreiben: im übrigen kannst Du Dir von dem Respekt, den ich vor diesem ‚Genius ersten Ranges‘ habe, gar keine Vorstellung machen, wenn Du mir die Fähigkeit zutraust, jenen besagten Riesen über den Haufen zu werfen.“

– Friedrich Nietzsche –

„In der großen Innenhalle in der Bibliothek in Linz werden später einmal Kant, Schopenhauer und Nietzsche stehen, unsere größten Denker, denen die Engländer, Franzosen oder Amerikaner nichts, aber auch gar nichts Gleichwertiges an die Seite stellen können… …Auf seiner (Kants) erkenntnistheoretischen Grundhaltung baute Schopenhauer auf, dem wir außerordentlich viel verdanken. Er war es, der die reine Zweckphilosophie eines Hegel überwand, so daß von ihr nichts mehr übrigblieb. Den ganzen Weltkrieg (Anmerkung: Gemeint ist hier der Erste Weltkrieg) über habe ich die fünf Bände der Werke Schopenhauers im Tornister mit mir herumgeschleppt. Ich habe viel von ihm gelernt.“

– Adolf Hitler[14] –

„Schopenhauer hat jedenfalls die ernstliche Absicht deutlich zu sein, sonst wäre seine Schreibeweise nicht so bündig, wie sich’s ein Mathematiker nur wünschen könnte. Zudem ist er, mein‘ ich, immer intereßant, obgleich er stets daßelbe Thema variirt; denn dieses Thema ist ja unser Fleisch und Blut“

– Wilhelm Busch –

„Geistvoll, interessant und anregend“

– Theodor Fontane –

„Wissen Sie, was der diesjährige Sommer für mich bedeutet hat? Ununterbrochene Begeisterung für Schopenhauer und eine Reihe geistiger Genüsse, die ich niemals zuvor erfahren habe… …Ich weiß nicht, ob ich meine Meinung einmal ändern werde, jetzt jedenfalls bin ich überzeugt, daß Schopenhauer der genialste aller Menschen ist… …Wenn ich ihn lese, ist mir unbegreiflich, weshalb sein Name unbekannt bleiben konnte. Es gibt höchstens eine Erklärung, eben jene, die er selber so oft wiederholt, nämlich daß es auf dieser Welt fast nur Idioten gibt.“

– Leo Tolstoi –

„Schopenhauer hat die Menschheit mit dem Kainsmal seiner Verachtung gezeichnet…er hat das Ungeheuerlichste an Skeptizismus vollendet, das jemals unternommen worden ist. Er hat mit seinem Hohn alles durchpflügt und alles ausgehöhlt. Und heute noch leben im Geist selbst derer, die ihn schmähen, seine Gedanken fort.“

– Guy de Maupassant –

„Kennen Sie Schopenhauer? Ich lese zwei Bücher von ihm. Idealist und Pessimist. Das paßt mir.“

– Gustave Flaubert –

„Sprachliche Änderungen vorzunehmen sind nur die größten Denker eines Volkes berufen! In der Zeit vor uns wäre ein einziger zuständig gewesen: Schopenhauer! Inwieweit man einem Gedankenflug mit den vorhandenen Worten noch gerecht wird, das kann nur ein Genie abwägen!“

– Adolf Hitler[15]  –

„Er war ein tiefsinniger Mann, vielleicht der tiefsinnigste von allen. Er durchschaute das Elend des Lebens und die Nichtigkeit des Erdenlebens“

– August Strindberg –

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Grabstelle von Arthur Schopenhauer auf dem Hauptfriedhof Frankfurt am Main

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Werke

  • Ueber die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde (1813, Dissertation Schopenhauers; zweite, sehr verbesserte Auflage 1847); (PDF-Datei)
  • Ueber das Sehen und die Farben (1816; zweite, verbesserte und vermehrte Auflage 1854) (PDF-Datei)
  • Theoria colorum (1830, lateinische Fassung der überarbeiteten Farbenlehre)
  • Die Welt als Wille und Vorstellung, erster Band (1819; zweite, vermehrte Auflage 1844; dritte, verbesserte und beträchtlich vermehrte Auflage 1859, zweiter Band (1844) Gesamtausgabe 1859 (PDF-Datei, 11MB)
  • Ueber den Willen in der Natur (1836; zweite, verbesserte und vermehrte Auflage 1854)
  • Die beiden Grundprobleme der Ethik: Ueber die Freiheit des menschlichen Willens, Ueber das Fundament der Moral (1841; zweite, verbesserte und vermehrte Auflage 1860)
  • Parerga und Paralipomena, zwei Bände (1851, enthalten die Aphorismen zur Lebensweisheit, Ueber die Universitäts-Philosophie, Ueber Schriftstellerei und Stil u. v. a. m.): Band 1 (PDF-Datei), Band 2 (PDF-Datei)

Darüber hinaus wurde Schopenhauers handschriftlicher Nachlaß herausgegeben von Arthur Hübscher und Volker Spierling:

  • Der handschriftliche Nachlaß in fünf Bänden. Vollständige Ausgabe in sechs Teilbänden. Hrsg. von Arthur Hübscher. München: DTV 1985; unveränderter Nachdruck der historisch-kritischen Edition, Frankfurt a. M.: Waldemar Kramer 1966–75. (Im Einzelnen: Frühe Manuskripte 1804–11, Kritische Auseinandersetzungen 1809–18, Berliner Manuskripte 1818–30 (inkl. Eristische Dialektik und Kunstgriffe der eristischen Dialektik), Die Manuskriptbücher der Jahre 1830–52, Letzte Manuskripte/ Gracians Handorakel (inkl. Ueber die, seit einigen Jahren, methodisch betriebene Verhunzung der deutschen Sprache), Randschriften zu Büchern)
  • Philosophische Vorlesungen, 4 Bde. Aus dem handschriftlichen Nachlaß. Hrsg. und eingel. von Volker Spierling. Piper, München 1987–90. (Im Einzelnen: Theorie des gesammten Vorstellens, Denkens und Erkennens, Metaphysik der Natur, Metaphysik des Schönen, Metaphysik der Sitten)
  • Ludger Lütkehaus (Hrsg.): Das Buch als Wille und Vorstellung. Arthur Schopenhauers Briefwechsel mit Friedrich Arnold Brockhaus. C.H. Beck, München 1996, ISBN 3-406-40956-3

Sekundärliteratur

  • Karl Johann Baehr: Die Schopenhauer’sche Philosophie in ihren Grundzügen (1857); PDF-Datei
  • Oskar Friedrich Damm: Schopenhauers Rechts- und Staatsphilosophie; Darstellung und Kritik (1900); PDF-Datei
  • Kuno Fischer: Schopenhauers Leben, Werke und Lehre, 1898 (PDF-Datei)
  • Julius Frauenstädt: Schopenhauer-Lexikon: Ein philosophisches Wörterbuch (1871); PDF-Dateien: Band 1, Band 2
  • Julius Frauenstädt: Arthur Schopenhauer: Lichtstrahlen aus seinen Werken. Mit einer Biographie (1888); PDF-Datei
  • Wilhelm Gwinner: Schopenhauers Leben (1910); PDF-Datei
  • W. & C. Gwinner: Arthur Schopenhauer aus persönlichem Umgang dargestellt. Ein Blick auf sein Leben, seinen Charakter und seine Lehre (1922); PDF-Datei
  • Max Joseph: Der Primat des Willens bei Schopenhauer: Eine kritische Untersuchung (1897); PDF-Datei
  • Raphael Koeber: Schopenhauers Erlösungslehre. Duncker, Berlin 1882.
  • Arnold Kowalewski: Arthur Schopenhauer und seine Weltanschauung (1908); PDF-Datei
  • Ferdinand Laban: Die Schopenhauer-Literatur. Versuch einer chronologischen Uebersicht derselben (1880); PDF-Datei
  • Rudolf Lehmann: Schopenhauer: Ein Beitrag zur Psychologie der Metaphysik (1894); PDF-Datei
  • Ernst Otto Lindner: Arthur Schopenhauer. Von ihm. Ueber ihn. Ein Wort der Vertheidigung. Und: Memorabilien, Briefe und Nachlassstücke (von Julius Frauenstädt).
  • Jürgen Bona Meyer: Arthur Schopenhauer als Mensch und Denker (1872); PDF-Datei
  • Jakob Mühlethaler: Schopenhauer und die abendländische Mystik (1910); PDF-Datei
  • Rudolph Penzig: Arthur Schopenhauer und die menschliche Willensfreiheit (1879); PDF-Datei
  • Rudolf Presber: Arthur Schopenhauer als Aesthetiker verglichen mit Kant und Schiller (1892) (PDF-Datei)
  • Raymund Schmidt: Schopenhauer-Brevier. Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1938. Sammlung Dieterich Bd. 37.
  • Ernest Seilliere: Arthur Schopenhauer als romantischer Philosoph (1912); PDF-Datei
  • Rudolf Seydel: Schopenhauers philosophisches System (1857); PDF-Datei
  • Johannes Immanuel Volkelt: Arthur Schopenhauer. Seine Persönlichkeit, seine Lehre, sein Glaube (1900); PDF-Datei
  • Paul Wiegler: Schopenhauer. Briefe, Aufzeichnungen, Gespräche; Verlag Ullstein&Co, Die Fünfzig Bücher. Band 10, Berlin u.Wien, vor 1926

Fußnoten

  1. ↑ Der Name Schopenhauer/Schopenhouwer stammt aus Münster (Ende des 14. Jahrhunderts) und bezeichnete einen Verfertiger von Schöpfkellen; aber auch andernorts einen Holztroghauer. Vgl. auch: genealogienetz.de
  2. ↑ Vgl. auch: Ueber die Universitäts-Philosophie. In: Parerga und Paralipomena I, Erster Teilband
  3. ↑ „Ich bin ein Buddhaist, ein Mensch, an dem auch nicht ein jüdisches Haar aufzufinden ist und noch dazu ein Heide […]“ – Zitiert in: Franco Volpi u. Ernst Ziegler (Hrsg): Artur Schopenhauer: Senilia. Gedanken im Alter. München: C.H.Beck 2010, S. 82, ISBN 978 3 406 59645 2
  4. ↑ Vgl.: Hinweisung auf die Ethik. In: Arthur Schopenhauer. Kleinere Schriften. Band III, S. 477 (Suhrkamp 1986)
  5. ↑ „Man betrachte z. B. den Koran: dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfniß zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus. Viel mag durch die Übersetzungen verloren gehn; aber ich habe keinen einzigen werthvollen Gedanken darin entdecken können.“ – Die Welt als Wille und Vorstellung II, Erster Teilband, Kapitel 17, S. 188 ff. (Ausgabe Diogenes 1977 ISBN 3 257 20430 2)
  6. (PDF-Datei) Für Nicht – VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  7. ↑ In einem Brief an Julius Frauenstädt vom 2. März 1849 schreibt Schopenhauer u.a.: „…denken Sie sich, am 18. September eine Barrikade auf der Brücke und in der Fahrgasse, dessen Gegenstücke das Haus erschüttern: plötzlich Stimmen und Geboller an meiner verschlossenen Stubenthüre: ich, denkend, es sei die souveräne Kanaille, verrammle die Thür mit einer Stange: jetzt geschehn gefährliche Stöße gegen dieselbe: endlich die feine Stimme meiner Magd: »es sind nur einige Oesterreicher!« Sogleich öffne ich diesen werthen Freunden: 20 blauhosige Stockböhmen stürzen herein, um aus meinen Fenstern auf die Souveränen zu schießen; besinnen sich aber bald, es gienge vom nächsten Hause besser. Aus dem ersten Stock rekognoscirt der Officier das Pack hinter der Barrikade: sogleich schicke ich ihm den großen doppelten Opernkucker, mit dem Sie einst den Ballon sahn; – …“ (Briefauszug, Schreibung im original. Veröffentlicht in: Arthur Hübscher: Arthur Schopenhauer. Gesammelte Briefe, 2., verbesserte und ergänzte Auflage, Seite 234, Bouvier Verlag Herbert Grundmann, Bonn 1987
  8. ↑ Unterhaltungen mit Robert von Hornstein 1855-59
  9. ↑ Oswald Spengler in: Jahre der Entscheidung, 45.-60. Tsd., C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München, Seite 86 unten
  10. ↑ Spengler: „Aus dem selben Geist stammt das Mitleid mit dem bolschewistischen Massenmörder Trotzki, als ihm die »bürgerlichen« Regierungen Westeuropas den staatlichen Schutz für den Besuch eines Kurortes verweigerten.“
  11. ↑ Alle Zitate Schopenhauers zum Judentum aus: Parerga u. Paralipomena II, §132
  12. ↑ vgl. auch: Alfred Rosenberg: Tradition und Gegenwart. Reden und Aufsätze 1936-1940. Blut und Ehre, IV. Band (1941); PDF-Datei
  13. Parerga und Paralipomena II, Zweiter Teilband, S. 395 , § 174 (Ausgabe Diogenes 1977)
  14. ↑ In: Adolf Hitler – Monologe im Führerhauptquartier 1941-1944 – die Aufzeichnungen Heinrich Heims, herausgegeben von Werner Jochmann, Wilhelm Heyne Verlag, München 1980; Gespräch vom 19. Mai 1944, ISBN 3-453-01600-9
  15. ↑ In: Adolf Hitler – Monologe im Führerhauptquartier 1941-1944, – die Aufzeichnungen Heinrich Heims, herausgegeben von Werner Jochmann, Wilhelm Heyne Verlag, München 1980; Gespräch vom 07. März 1942
  16. ↑ Schopenhauer wählte sich als Haustier einen Pudel, dem er den Namen Atman (Bedeutung in Sanskrit soviel wie „Lebenshauch“, „Weltatem“, in der Tradition der Upanishaden die Essenz des Selbst, bzw. die Einzelseele als Teil des Brahman, der „Weltseele“) gab. Meistens rief er den Hund bei seinem Spitznamen „Butz“. Wenn der Hund starb, erwarb er jeweils einen ähnlich aussehenden Pudel und nannte ihn ebenfalls Butz, seiner philosophischen Auffassung folgend, daß im Kern jedes Wesen immerfort da ist, – vor allem auch die Tiere, die mehr in ihrer Gattung, als in ihrer schwach ausgeprägten jeweiligen Individualität existieren.

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Quelle: Metapedia

2 Gedanken zu “Arthur Schopenhauer – deutscher Philosoph

  1. Schopenhauer. Während meines Studiums macht mich ein Komilitone auf Schopenhauer aufmerksam, den ich unbedingst lesen sollte. Er war regelrecht begeistert davon. Ich habe ihn dennoch niemals gelesen. Und Hegel nur deshalb, weil ich diesen Unsinn auch einmal im Original wenigstens für zwei Seiten lesen wollte. Dann hatte ich bereits von dem Geschwätz genug.

    Schopenhauer wurde mir eigentlich nur durch seine Analysen zur Gesprächsführung bekannt, die mir aber „auch so“ durch normalen Umgang mit Judentaktiken bekannt waren. Nur hatte ich deren Systematik nicht nummeriert.

    Natürlich freuten mich seine Aussagen zum Judentum, welche ich auch sehr gerne wie auch Goebbels rezitiere. Weil sie mit meinen Erkenntnissen übereinstimmen.

    Dennoch, und das hat natürlich nichts mit Schopenhauer zu tun, bin ich kein Freund der sogenannten Philosophie, wobei ich natürlich durchaus ein Freund der Weisheit bin.

    Philosophiie hat bei mir immer den Geruch von Kneipenhinterzimmergeschwätz nach 7 Holocaustbier oder erstzweise nach 2 Flaschen Wodka. Also solange unnütz, bis man es auskotzen kann. Wertlos!

    In der Zeit, wo sich ein paar Philosophen über den Begriffsinhalt „Sein“ definierend einig geworden sind, haben Andere zwanzig Städte erbaut und eine echte Landung auf dem Mond fertiggebracht! Oder zwischenzeitlich eingekauft oder sogar aufgeräumt.

    Ich sehe also keinen nennenswerten Unterschied zwischen einem Philosophen oder einem Psychologen. Stammtischniveaugeschwätz genügt vollauf. JEDER kann „mitreden“.

    Im Falle von Schopenhauer, dessen Aufzählungen zur Geprächsführungstaktik durchaus anerkenneswert sind, habe ich aber noch eine Kritik vorzubringen. Er leugnet den freien Willen. Das ist im Prinzip sogar doppelt gemoppelt, da ein Wille von Natur aus nur frei sein kann und es einen unfreien Willen gar nicht geben kann. Er leugnet also tatsächlich den Willen!

    Damit degradiert er das menschliche Leben auf das Niveau eines Automaten. Auch die Juden haben Kühe und Goldhamster nur als Automaten betrachtet und juristisch als „Sachen“ wie Tisch und Stuhl ohne Gefühl bewertet und daraus resultiert auch die Erlaubnis zum Schächten!

    Aus persönlicher Erfahrung ist mir aber bekannt, daß sogar ein kleiner Käfer, zumindest wenn er besoffen ist, ein sehr starkes Ichbewußtsein entwickeln kann. Wäre ein Baum in seiner Reichweite gewesen, hätte er ihn wollend ausgerissen. So stark fühlte er sich zumindest bis zu dem Augenblick, wo er auf dem Rücken liegend mit seinen strampelnden Beinen nur noch die Luft bekämpfen konnte. Die Reichweite war in diesem Fall auf 10 cm vom Schnapstropfen entfernt begrenzt. Dann kehrte er zum Schnapsnippeln wieder um.

    Von größeren Lebewesen will ich gar nicht reden. Wenn ich die Meersau von meinem Sohn streichelte, war auch ohne psychologisches Gutachten erkennbar, daß sie sich dabei wohlfühlte.

    Heute weiß ich auch, daß dies sogar auf Menschen zutrifft 🙂

    In diesem Sinne hat Schopenhauer sozusagen Darwin den Weg mit bereitet. Und, wie ich gerade nachforschend lese, damit meine „gefühlsmäßige“ Aussage auch richtig ist, war Schopenhauer logischerweise Atheist.

    Nee, und nun geht es los. Auch Kant hat sich zweifelnd darüber geäußert, ob die Dampfmaschine vielleicht nicht doch durch einen Wirbelsturm rein zufällig dem James Watt in die Bude geweht wurde. Kann schließlich einmal vorkommen.

    Nein, das kann eben nicht zufällig vorkommen, daß der Daimler einfach so ohne Schöpfer in unserer Garage steht, welche das wirbelwindverursachende Erdbeben hingestellt hat! In aller Regel müssen wir sowohl den Schöpfer des Daimlers als auch den Garagegenschöpfer bezahlen.

    Soweit zu den Garagendichtern. In Aldis Weinflaschen ist immer noch nicht mehr drin. Nur am Mangel hagelts im Überfluß 🙂

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