Traudl Junge – Privatsekretärin Adolf Hitlers

Gertraud „Traudl“ Junge (Lebensrune.png 16. März 1920 in München als Gertraud Humps; Todesrune.png 11. Februar 2002 ebenda) war die vierte und jüngste Sekretärin Adolf Hitlers. Sie wurde einem breiteren Publikum aber erst durch den Spielfilm „Der Untergang“ ein Begriff, in welchem sie durch die junge Schauspielerin Alexandra Maria Lara dargestellt wurde.

Traudl Junge (1920 – 2002)

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Jugend

Traudl Junge wurde als Gertraud „Traudl“ Humps am 16. März 1920 als Tochter des Braumeisters Max Junge und dessen Ehefrau, der Generalstochter Hildegard Humps (geb. Zottmann) in München geboren. Wenige Wochen zuvor – am 24. Februar 1920 – hatte Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller die NSDAP gegründet.

Durch ihren Vater lernte die junge Traudl ein politisches Familienleben frühzeitig kennen. Vater Max war Teilnehmer des „Freikorps Oberland“, Teilnehmer am „Marsch auf die Feldherrnhalle“ und Blutordensträger.

Traudl wurde 1935 Mitglied im Bund Deutscher Mädel (BDM). Bald war sie sogenannte Mädelführerin und somit verantwortlich für sechs deutsche Mädchen. Weil sie Freude an Tanz und Kultur hatte, trat sie 1938 der BDM-Organisation „Glaube und Schönheit“ bei. Ebenfalls 1938 war sie als junge Schönheit bei der Münchner Veranstaltung „Nacht der Amazonen“ dabei. Ihr junger, wohlgeformter Körper diente dem Bildhauer Walter Oberholzer als Modell. Somit stand ihr Mädchenkörper – jedoch nicht ihr Gesicht – bei der großen deutschen Kunstausstellung 1937 im Haus der Deutschen Kunst in der bayrischen „Hauptstadt der Bewegung“.

1936 verließ Traudl mit dem Abschluss der Mittleren Reife das Münchner Lyzeum. Ihr damals sehnlichster Berufswunsch war, Tänzerin zu werden. Für ihre Ausbildung wollte sie jeden Pfennig sparen, um ihr Traumziel zu erreichen. Sie arbeitete zunächst als Kontoristin bei den Vereinigten Deutschen Metallwerken in München und danach als Assistentin des Chefredakteurs beim „Rundschau-Verlag“ in der Münchner Olmstraße. Nebenbei absolvierte sie von 1938 bis 1941 eine Tanzausbildung, welche sie im selben Jahr mit der Tanzprüfung bestand.

Hitlers Privatsekretärin

1941 wurde für Traudl Humps ein einschneidendes Jahr. Ihre Schwester Inge, welche als Tänzerin bei der Deutschen Tanzbühne in Berlin arbeitete, war befreundet mit einer Kollegin, welche mit Albert Bormann, dem Bruder von Martin Bormann, verwandt war. Traudl kam ins Gespräch, als eine Verwaltungsstelle in der „Kanzlei des Führers“ neu besetzt werden sollte. Somit zog Traudl 21jährig in die Reichshauptstadt und arbeitete in der „Kanzlei des Führers“, welche zur Reichskanzlei gehörte. Ihr oblag die Tätigkeit, Post entgegenzunehmen, diese zu sortieren und an entsprechende Dienststellen weiterzuleiten.

Eines Tages verbreitete sich das Gerücht, der Führer Adolf Hitler benötige eine weitere Sekretärin. Traudl meldete sich zu einem Wettschreiben an und geriet unter die Besten. Mit einem Kurierzug fuhr sie Ende November 1942 mit acht weiteren jungen Frauen zum Führerhauptquartier Wolfsschanze nach Rastenburg. Martin Bormann empfing die aufgeregte Mädchengruppe. Sie wurden dem Reichskanzler durch seinen Diener Linge mit den Worten

„Mein Führer, die Damen aus Berlin sind da“

vorgestellt. Am nächsten Morgen sollte ein Probediktat stattfinden, aber es dauerte einige Wochen, bis dieser Moment kam. Traudl und die acht anderen Mädchen waren während dessen als Hilfen für die drei anderen Sekretärinnen Adolf Hitlers tätig.

Endlich kam der herbeigefieberte Tag: Traudl schrieb eine mehrseitige Denkschrift für den Führer. Adolf Hitler war charmant, freundlich und verständnisvoll, als er bemerkte, dass die junge Traudl unendlich aufgeregt war. Mit den Worten

„Sie brauchen gar nicht aufgeregt zu sein, ich mache bei meinen Diktaten selbst so viele Fehler, wie Sie unmöglich machen können“

nahm er ihr das Lampenfieber. Traudl Junge wurde eingestellt – als vierte und damit mit ihren 22 Jahren jüngste Sekretärin Adolf Hitlers.

Von links nach rechts: Otto Günsche, Traudl Junge, Hans-Hermann Junge und Erich Kempka

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Traudls Wirkungskreis war von nun an das Führerhauptquartier Wolfsschanze und der zweite Regierungssitz, der „Berghof“ sowie auch die Wohnung Hitlers am Münchner Prinzregentenplatz. Sie war fleißig und kam mit allen anderen Mitarbeitern sehr gut aus. Sie lernte aufgrund ihrer Tätigkeit die gesamte NS-Prominenz kennen und verstand sich auch mit der Lebensgefährtin Hitlers – Eva Braun – sehr gut.

Am 20. April 1943 sah sie erstmals mit eigenen Augen an Adolf Hitlers Geburtstag die Liebe des deutschen Volkes zu ihrem Staatsoberhaupt. Unzählige Briefe, Pakete, Blumen, Liebesgaben und Geschenke zierten die Räume der Berliner Reichskanzlei in der Voßstraße.

Im April 1943 fand auch die Verlobung Traudl Humps mit Hans Junge, dem jüngsten Diener des Führers statt. In ihm hatte sie nun auch eine Herzensheimat gefunden. Als Adolf Hitler dies erfuhr, sprach er zu Traudl:

„Wollen Sie denn nicht lieber gleich heiraten, bevor er wieder zur Truppe geht?“.

Somit ging Traudl am 16. Juni 1943 mit ihrem Hans zum Traualter und hieß fortan Traudl Junge. Trauzeugen waren der persönliche Adjutant Adolf Hitlers, Otto Günsche und Hitlers Chauffeur Erich Kempka.

Hans-Hermann Junge und „Traudl“ frisch verheiratet, 1943

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Die Zeit verging für Traudl Junge mit viel Arbeit und mit dem Warten auf ihren Hans, welcher einige Zeit nach der Hochzeit an die Front mußte. Am 20. Juli 1944in der Mittagszeit fand das ruchlose Attentat von Stauffenberg in der Rastenburger „Wolfsschanze“ statt. Traudl Junge, welche sich einige hundert Meter entfernt befand, erfuhr es erschrocken.

Am 30. August 1944 teilte ihr der SS-Gruppenführer Fegelein, mit dem sie per Du war, mit, dass ihr Ehemann Hans an der Front in der Normandie gefallen ist. Adolf Hitler kondolierte ihr, indem er ihre beiden Hände in seine Hände nahm und tröstend zu ihr sagte:

„Ach Kind, es tut mir so leid. Ihr Mann war ein prächtiger Kerl!“

Die Lage an den deutschen Fronten wurde immer schlimmer und die alliierten Feinde rückten immer näher an die Grenze des deutschen Reiches. Ab Mitte Januar 1945 war Traudl Junge wieder in Berlin. Der Führer war wieder in der Reichshauptstadt, um von dort aus den Kampf um die deutsche Existenz zu leiten. Traudls Tätigkeitsorte waren die Reichskanzlei und der „Reichskanzleibunker“ (dessen heutige falsche Bezeichnung „Führerbunker“ lautet). Die Wochen vergingen mit vielen Sorgen und Gedanken.

Es brach der 22. April 1945 an. Adolf Hitler begab sich nun endgültig in den „Kanzleibunker“ und riet seinen engsten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, sich in Sicherheit zu bringen. Er sprach zu Traudl Junge:

„In einer Stunde geht ein Flugzeug, das Sie nach Süden bringt“.

Eva Braun, seine Lebensgefährtin, sprach aufrichtig und entschlossen zu ihm:

„Aber Du weißt doch, daß ich bleibe.“

Traudl Junge sprach mit ernsten Worten:

„Mein Führer, ich bleibe auch!“

Adolf Hitler war gerührt und antwortete:

„Ich wollte, meine Generale wären so tapfer wie Sie!“

In jenen Tagen schrieb Traudl in ihr Tagebuch:

„Ich hatte großes Mitleid mit Hitler. Ein grenzenlos Enttäuschter, ein von der höchsten Höhe gestürzter, gebrochener, einsamer Mensch.“

Die letzten Tage des Dritten Reiches brachen an. Gedrückte Stimmung, Tage des Hoffens, des Wartens und – des Endkampfes. Nichts stimmt von den „Festen, Orgien und Lustbarkeiten“, welche in der alliierten Presse und der Nachkriegsliteratur frei erfunden wurden.

In der Nacht vom 28. April auf den 29. April 1945 heiratete Adolf Hitler seine langjährige Lebensgefährtin Eva Braun, mit welcher er 14 Jahre befreundet war. Es fand eine kleine, bescheidene Hochzeitsfeier statt. Ein Berliner Standesbeamter namens Wagner kam durch das Kampfgebiet in den Bunker der Reichskanzlei.

Nach der Trauungszeremonie diktierte der Reichskanzler seiner Sekretärin Traudl Junge zuerst sein politisches Testament, anschließend sein privates Testament. Der endgültige Abschied rückte immer näher. Am nächsten Vormittag schenkte Eva Hitler Traudl Junge ihren Silberfuchsmantel, den Traudl beim Ausbruch aus der Reichskanzlei nicht mitnehmen konnte.

Der Nachmittag des 30. April 1945: Es war gegen 16 Uhr, als der persönliche Adjutant Hitlers, Otto Günsche, Traudl Junge mitteilte, dass sich der Führer erschossen hat und er ihn nun im Garten der Reichskanzlei verbrennen werde. Traudl war fassungslos und unfähig, die Situation in ihrer ganzen Tragweite zu erfassen. Sie betrat letztmalig das Arbeitszimmer Adolf Hitlers, sah sein Blut auf der Couch und auf dem Teppich. Auf dem Boden lag die Pistole Hitlers. [Anm.; In anderen Versionen heißt es, Eva Braun lag auf der Couch und Adolf Hitler saß gegenüber in seinem Sessel, die Hand mit der Pistole wohlgeordnet auf seinen Beinen liegend und KEIN Blut!]

Am Nachmittag des 1. Mai 1945 verließ die Ausbruchsgruppe das Gebäude der Reichskanzlei. Traudl Junge mit den drei weiteren Sekretärinnen Adolf Hitlers, Otto Günsche, der Diplomat Walter Hewel und der SS-Brigadeführer Mohnke – der Kampfkommandant des Regierungsviertels – machten sich auf den Weg vom U-Bahnhof Kaiserhof bis zur Friedrichstraße. Von dort aus begab sich die Gruppe zur Schultheiß-Brauerei. Dort war für sie der Weg von der Reichskanzlei zu Ende – und auch der Krieg. Die Männer mussten einige harte Jahre in sowjetischer Kriegsgefangenschaft erleben und erdulden.

Traudl Junge

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Nachkriegszeit

Traudl Junge lebte zunächst unter dem Pseudonym Gerda Alt. Sie wurde von den Alliierten als Mitläuferin eingestuft. Sie musste nicht, wie Otto Günsche, Erich Kempka oder Rochus Misch, in langjährige sowjetische Kriegsgefangenschaft.

1947 regte sie ein Bekannter an, sie solle ihre Aufzeichnungen als Buch veröffentlichen. Dies geschah allerdings erst im Februar 2002, kurz vor ihrem Tod.

In der Nachkriegszeit arbeitete Traudl Junge als Sekretärin beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege, später bei der Zeitschrift „Quick“. Ebenso war sie als freie Journalistin tätig.

Sie wird in der Literatur über die Zeit des Nationalsozialismus öfters erwähnt, auch in verschiedenen Dokumentarfilmen wie „Hitler – eine Bilanz“ oder anderen geschichtlichen Filmen über Adolf Hitler und die Zeit im „Führerbunker“ ist sie laufend zu sehen. In ihren Aussagen berichtet sie sachlich und objektiv über ihre Zeit bei Adolf Hitler. Immer wieder gibt sie zur Auskunft, dass er sie sehr nett, freundlich und verständnisvoll als seine Mitarbeiterin behandelt habe.

Erst in dem Dokumentarfilm „Im toten Winkel – Hitlers Sekretärin“, welcher in ihrer Todesnacht in deutschen Kinos uraufgeführt wurde, hört man Worte von ihr, welche sie nie in den Mund genommen hatte und in welchen sie Adolf Hitler auch als „Monster“ tituliert. Sie war damals schon sehr krebskrank und wohl auch unter dem negativen Einfluss des jüdischen Künstlers aus Österreich André Heller.

Traudl Junge starb am 11. Februar 2002 in München an ihrer schweren Krebserkrankung.

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Quelle: Metapedia

8 Gedanken zu “Traudl Junge – Privatsekretärin Adolf Hitlers

  1. Bei dieser Frau fallen mir die Worte Jesu an Petrus ein: „Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen“. Sie hat ihren Führer mehr als dreimal verleugnet und ihn „ein Monster“ genannt, dabei gehörte sie einst zu seinen engsten Vertrauten, und hätte es eigentlich besser wissen müssen.

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    • Hans-Christian, sie hat das NICHT gesagt. Sie hat immer nur neutral oder gut über den Führer gesprochen. Sieh doch, der Film wurde in ihrer Todesnacht uraufgeführt. Die Juden wussten, dass sie stirbt und sie hatten sicher zwei Versionen des fertigen Films. Eine Version, die korrekte, kannte Traudl Junge, doch die Version, die dann gezeigt wurde, kannte sie nicht und hat sie auch nie mehr kennengelernt. Die Juden haben ihr diese Worte in den Mund gelegt, denn Tote klagen nicht mehr.

      Dasselbe haben sie doch mit dem sogar noch lebenden Helge Schneider gemacht bei seinem Hitler-Film. Er war mit dem ihm gezeigten End-Ergebnis zufrieden, doch als der Film dann wirklich raus kam war alles verdreht, umgestellt, gekürzt und völlig sinnentstellt. Die komplette Handlung – die ER eigentlich gespielt hatte – war eine völlig andere geworden. Er war recht sauer und zornig darüber, dass man ihn so missbraucht hatte. Was daraus geworden ist weiß ich leider nicht.

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      • Dein Beitrag war noch nicht da und das wollte ich auch noch schreiben, hab es dann aber beim Filmesuchen doch wieder vergessen:

        „Die Juden haben ihr diese Worte in den Mund gelegt, denn Tote klagen nicht mehr.“

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    • @Hans-Christian

      Das ist richtig. Es zeigt, wie der Jude einem die Festplatte löschen und mit neuen Inhalten versehen kann!

      Schade, daß sie sich nicht über den Holocaust ausgelassen hat. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß sie die Nachkriegspropaganda übernommen hat. Und genau damit hat man sie wie praktisch alle Deutsche umgedreht!

      Es ist ein fieser Trick. Jeder kann ohne Zusatzinformationen nur über das sicheres Wissen haben, was er selbst erlebt hat. Das weiß er.

      Er weiß aber nicht, was in Auschwitz los war. Er weiß darüber nur das, was ihm erzählt wurde. Wenn dies ihm glaubhaft vom Juden erzählt wird, wird er dies als Wahrheit annehmen müssen. Insbesonders dann, wenn ihm keine anderen Informationen zur Verfügung stehen.

      Beim IMT war es genauso. Den Angeklagten wurden Filme von Auschwitz vorgeführt. Jeder der 20 Angeklagten wußte anschließend, daß da offensichtlich ein furchtbares Verbrechen stattgefunden hat, von dem er nichts geahnt hat.

      Aber nach der Filmvorführung wußte jeder der 20 auch, daß er selbst daran nicht beteiligt war. Aber wußte er, was die anderen 19 Angeklagten die ganze Zeit getan haben, mit denen er nur ab und zu zusammen war?

      Und schon ist das Mißtrauen gegen 19 seiner Kameraden gesät. Er kann deren Schuld NICHT ausschließen.

      Genauso erging es JEDEM Deutschen, welcher von diesen Dingen keine eigenen direkten Kenntnisse hatte. Noch dazu, wo viele Deutsche tatsächlich gesehen haben, daß die Juden abtransportiert wurden. In meiner Heimatstadt wurden sie von der Bevölkerung sogar mit Blaskapelle zum Bahnhof begleitet!

      Und dann hat man die Juden nie wieder gesehen. Nur manchmal erlebte jemand, daß ein englischer Offizier ihm plötzlich bekannt vorkam. So erging es auch meinem Fahrlehrer, SS-Offizier. Nach einigen Minuten mit einem Klassenkameraden, der ihn mit frischer Unterhose im Büro verhörte: „Mensch, du bist doch der Starks Jud“ 🙂

      Zu

      „…welcher in ihrer Todesnacht in deutschen Kinos uraufgeführt wurde, hört man Worte von ihr, welche sie nie in den Mund genommen hatte und in welchen sie Adolf Hitler auch als „Monster“ tituliert.“

      Zu: “ [Anm.; In anderen Versionen heißt es….]“

      Wenn es andere Versionen gibt, ist ein Widerspruch vorhanden. Nur eine Version oder auch gar keine kann wahr sein!

      Jetzt ist mir ALLES klar, VOLL hirgewaschen:

      Hätte ich nicht die Temperatur in der Gaskammer gemessen, wäre ich auch noch hirngewaschen!

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