Umwelt- und Naturschutz im nationalsozialistischen Deutschland

Umweltschutz bezeichnet den Schutz der Umwelt vor störenden Einflüssen wie Umweltverschmutzung, Lärm, globale Erwärmung, Flächenversiegelung bzw. Flächenverbrauch. Ausgangspunkt des Umweltschutzes ist die Erhaltung des Lebensumfeldes der Menschen und ihrer Gesundheit. In gewissem Umfang schließt dies auch die den Menschen umgebende Natur ein. Trotz dieser unterschiedlichen Perspektiven haben Umwelt- und Naturschutz im konkreten Zusammenhang oft identische Ziele, aber auch Zielkonflikte.

Der Autobahnbau unter Fritz Todt schonte vorhandenen Baumbestand. Auf der Aufnahme wurde der mächtige Baum sorgfältig erhalten

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Naturschutz im Nationalsozialismus

Viele Deutsche lasteten den Juden – wurzellos und ohne jegliche Bindung oder Liebe zur Natur – die Zerstörung von Landschaften durch Reklametafeln an.

Die nationalsozialistische Blut-und-Boden-Rhetorik war ein Versprechen für eine Rückkehr zur Natur beziehungsweise zu etwas Ursprünglicherem als dem Materialismus der Weimarer Republik.

Das nationalsozialistische Deutschland bot Naturschützern eine Umsetzungsmöglichkeit ihrer Ideen. Viele von ihnen engagierten sich bei der Umsetzung von Richtlinien des Reichsnaturschutzgesetzes oder der umfangreichen Gesetze zur Jagd beziehungsweise zum Tier- und Waldschutz. Lina Hähnle, die beliebte Vorsitzende des Reichsbundes für Vogelschutz, bezeichnete sich selbst als „unpolitisch“, während sich jedoch ihre Organisation unter dem Nationalsozialismus ausdehnte.

Anna Bramwell bezeichnet den nationalsozialistischen Landwirtschaftsminister Richard Walther Darré als „Stammvater der Grünen“.

1935 erließen die Nationalsozialisten ein Naturschutzgesetz, das bis 1976 nahezu unverändert in Kraft blieb. Erstmalig in der deutschen Geschichte war der Gesetzeserlass, der Enteignungen zur Einrichtung von Naturschutzgebieten vorsah.

Reichsnaturschutzgesetz

Das Reichsnaturschutzgesetz (RNatSchG) vom 26. Juni 1935 (RGBl. I. S. 821) bildete bis zum Inkrafttreten des Bundesnaturschutzgesetzes im Jahr 1976 die Grundlage für das staatliche Naturschutzhandeln in Deutschland. Ebenfalls wurde der Artenschutz damit erstmals gesetzlich geregelt. Die Verabschiedung des Gesetzes geht maßgeblich auf den Einfluss des Reichsforstmeister und Reichsjägermeister Hermann Göring zurück. Das Reichsnaturschutzgesetz war de jure der Durchbruch für den deutschen Naturschutz. 1940 gab es in Deutschland laut Reichsnaturschutzbuch über 800 eingetragene Naturschutzgebiete und es waren mehr als 50.000 Naturdenkmale in den Naturdenkmalbüchern der Kreise aufgeführt. Aufgrund des Gesetzes wurde die Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege 1936 in die Reichsstelle für Naturschutz umgewandelt.

In den 1950er Jahren erklärte das Bundesverwaltungsgericht, dass „das Gesetz in seinen Anliegen und Regelungen nicht von nationalsozialistischer Weltanschauung geprägt“ sei. Das Bundesverfassungsgericht entschied 1958 über das Fortgelten des Reichsnaturschutzgesetzes von 1935 als jeweiliges Landesrecht. Ausgenommen hiervon war u.a. § 24 RNatSchG, welcher entschädigungslose Eigentumsbeschränkungen nach dem NS-Grundsatz „Gemeinnutz vor Eigennutz“ vorsah.

Alwin Seifert

Die schillerndste Figur des Naturschutzes, während und nach der Zeit des Nationalsozialismus, war Alwin Seifert, Protegé des obersten Autobahnbauers Fritz Todt, der sich als „Reichslandschaftsanwalt“ für eine Professionalisierung der Grünplanung einsetzte. Landschaftsarchitekt Seifert verband beim Entwurf von Autobahnprojekten in vorbildlicher Weise Landschaftsaspekte und moderne Technik.

Durch seine umfangreiche publizistische Tätigkeit konnte er auch nach dem Krieg noch erheblichen Einfluss entfalten, obwohl sein Plan, in der neugegründeten BRD sein Amt analog zur Zeit des Nationalsozialismus als „Bundeslandschaftsanwalt“ fortzusetzen, scheiterte. Statt dessen übernahm er das Amt des Vorsitzenden des Naturschutzbundes Bayern. Sein Buch „Gärtnern, Ackern ohne Gift“ wurde ungeachtet seiner politischen Geschichte zu einer Art Bibel der grünen Bewegung. Nach den Ausführungen in seiner 1962 erschienenen Autobiographie formulierte er bereits vor dem Beginn des „Dritten Reichs“ die Grundsätze für den Autobahnbau, die er als Reichslandschaftsanwalt versuchte durchzusetzen, die noch weit bis in die Nachkriegszeit gelten sollten:

„Wer immer mit Hilfe öffentlicher Mittel neue Ödflächen schafft in Form von Böschungen an Straßen, Bahnen, Kanälen, Bächen, Flüssen, ist gehalten, sie mit der jeweils bodenständigen und standortgemäßen Laubholzgesellschaft aufzuforsten, damit von den so entstehenden Feldhecken eine Wiedergesundung der nebenan liegenden ausgeräumten Kultursteppen ausgehen kann.”

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Umweltschutz und Bevölkerungswachstum

Bei aller vielschichtigen Problematik zum Thema Umweltschutz darf jedoch nicht vergessen werden, dass die weltweite Bevölkerungsexplosion die Ursache und die eigentliche Katastrophe für unseren Planeten ist. Das unkontrollierte rasante Anwachsen der Menschheit insbesondere in den sog. Drittländern geht auf Kosten von Natur und Umwelt. Seit 1950 ist die Weltbevölkerung von 2,5 Milliarden auf heute 7,3 Milliarden Menschen angestiegen und bis 2050 werden 9,3 Milliarden Menschen prognostiziert. Obwohl Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten vor den Folgen des ungebremsten Weltbevölkerungswachstums warnen, findet diese brisante Thematik als Ursache der Vernichtung von Lebensräumen und Arten sowie von Hunger und Elend auch bei den derzeitigen „Klimaschutz“-Debatten sowohl in der Politik als auch bei namhaften Umweltverbänden und Medien kaum Beachtung.

Hochwasserschutz

Im Zusammenhang mit dem Hochwasser im Sommer 2013 in Süd- und Mitteldeutschland wurde der Vorwurf der Vetokratie gegen (grüne) Bürgergruppen und Umweltverbände erhoben, deren Obstruktionshaltung bei der Errichtung von Hochwasserschutzbauten nach Ansicht von Vertretern der CDU, FDP, SPD sowie des BDI eine Mitschuld an der Hochwasserkatastrophe trage.

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Ewiger Wald – Bedeutung der Natur im Dritten Reich. Ein Dokumentarfilm aus dem Jahre 1936

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Quelle: Metapedia

6 Gedanken zu “Umwelt- und Naturschutz im nationalsozialistischen Deutschland

  1. Hm. Mein Kontingtent ist leider nur ein Physiker. Deutscher Doofkopp, der demnnächst vor vielleicht 10 oder 1000 Physikern einen Vortrag hält. Natürlich sagt er nicht das, was sein blöder Papa ihm sagt, den er auch nicht widerlegen kann.

    Er sagt auch, niemand hat einen solch blöden Papa. Ich weiß daher, daß ich trotz meiner Blödheitr nicht falsch liege. Die Kollegen wissen das auch, da sie auch nix dagegen sagen konnten. Junggemüse, welches gegen die Erfahrung von 10000 Jahren nix entgegenhalten kann.

    Die Geburtstagspartie, aufgrunddessen ich mich in den letzten Tagen hier etwas zurückgehalten habe, war hochkarätig und gibt Hoffnung.

    Mein Sohnemann stimmt mit mir auch überein, daß Wanzen getötet werden müssen. Bei Motten haben wir noch Meinungeverscheidenheiten. Die trägt er noch hinaus.

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