Julius Streicher – Kampf dem Weltfeind – Reden aus der Kampfzeit, Teil 3

Der Jude ist ein Fremder
23. November 1922 im Kolosseum (Zentralsälen) Nürnberg

Am 20. Oktober 1922 unterstellte sich Julius Streicher mit seiner Bewegung „Deutsche Werkgemeinschaft“ und seinem Kampfblatt „Deutscher Volkswille“ Adolf Hitler. Die Bewegung Adolf Hitlers wurde durch die selbstlose Tat Julius Streichers verdoppelt. Julius Streicher begann den Kampf in der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei mit einer Versammlungsschlacht, wie sie Nürnberg noch nie gesehen hatte. Woche für Woche sprach er in den größten Sälen der Stadt. Ungeheuer war die Begeisterung der Volksgenossen. Damals schien Deutschland mit tödlicher Sicherheit einem baldigen Ende entgegenzugehen. Von Tag zu Tag stieg die Teuerung, sank der Geldwert. Inflation und Arbeitslosigkeit standen wie Todesschatten über dem deutschen Volk. Tausende strömten hilfesuchend und verzweifelt in die Versammlungen Julius Streichers, um sich Kraft und Stärke zu holen. Von diesen glühenden Kampfreden aus der ersten Zeit der Bewegung ist nur eine erhalten. Der Kriminalkommissar Hans Hösl faßte über die Versammlung vom 23. November 1922 folgenden Polizeibericht ab:

„Öffentliche Plakatanschläge kündigten für 23.11.1922 eine Versammlung der NSDAP im Nürnberger Kolosseum an. Saaleröffnung war um 19 Uhr 30 vorgesehen. Um 19 Uhr fand ich jedoch vor dem Eingang zum Kolosseum ein Menschenknäuel vor, daß sich noch bemühte, im Saale unterzukommen. Dieser war mit Rücksicht auf den großen Andrang bereits geöffnet worden. Es herrschte ein beängstigendes Gedränge … Um 19 Uhr 15 war der Saal bereits gefüllt. Was der Raum an Menschen fassen konnte, nahm er in sich auf. Die Versammelten mochten über 2000 zählen. Sie setzten sich zum größten Teil aus Arbeitern und Angehörigen des Mittelstandes, soweit von einem solchen überhaupt noch gesprochen werden kann, zusammen. Gegen 19 Uhr 30 erschien Julius Streicher, von der Versammlung mit Händeklatschen begrüßt. Alsbald wurde die Versammlung eröffnet und dem Redner das Wort erteilt. … Das, was die Ausführungen Streichers belebte, war die von warmer Vaterlandsliebe getragene Leidenschaftlichkeit, die den Sprecher beseelte und die sich auf den größten Teil seiner Zuhörer, wie durch eine unsichtbare Macht vermittelt, fortpflanzte. Es besteht kein Zweifel darüber, daß sich unter der Zuhörerschaft eine nicht geringe Unzahl Kommunisten befanden. Umso bemerkenswerter ist es, daß die Versammlung einen nahezu ungestörten Verlauf nahm. Die Gegner unterließen bis auf wenige Aufnahmen jegliche Zwischenrufe.“

„Meine lieben deutschen Volksgenossen! Abends gehe ich gerne durch die belebten Straßen unserer Stadt und mache meine Beobachtungen. Ich sehe Tausende von Arbeitern in dürftiger Kleidung nach anstrengender Tagesarbeit mit ihrem Suppentopf in der Hand an mir vorübergehen. Oft erhasche ich etwas von ihrer Unterhaltung. Sie sprechen von ihrem sorgenvollen Leben und ihrer unerträglichen Not. Es gehen aber auch Leute an mir vorüber, die nichts arbeiten, in kostbare Pelzmäntel gehüllt, mit feistem Genick und dicken Bäuchen. Es sind die Juden, die ihren Abendspaziergang machen. Sie sprechen vom Gewinn und vom Gewinn. Welcher Gegensatz zwischen dem deutschen Arbeiter und dem Juden! Ich frage mich immer wieder: Warum ist der Jude kein Arbeiter? Warum steht er nicht in der Gemeinschaft der ehrlich Schaffenden? Warum kommt er mühelos zu Gewinn und Reichtum? Der Jude ist zum Feilschen, Handeln und Nichtstun geboren. Meine Volksgenossen! Ein Volk, das zum Schachern geboren ist, hat kein Recht, in einem Volke zu leben, das sich seit Jahrtausenden durch ehrliche Arbeit redlich ernährt. Das ganze deutsche Volk arbeitet, die Juden aber leben auf Kosten der Deutschen! 

Der Jude hat niemals an den Geschicken unseres Volkes Anteil genommen. Während des Krieges sollte die prozentuale Beteiligung der Juden am Weltkrieg statistisch festgestellt werden. Als die Juden von dieser Absicht erfahren hatten, wandten sie sich an den deutschen Kaiser und drohten im Falle der Durchführung mit der Einstellung der Zeichnung der Kriegsanleihe. Tatsächlich wurde von der Feststellung der Anteilnahme der Juden am deutschen Lebenskampf Abstand genommen. Es ist mir heute möglich, Ihnen eine Aufstellung mitzuteilen: von hundert deutschen Soldaten sind drei, von hundert jüdischen Soldaten ist einer gefallen. Wundern wir uns nicht darüber! Ebenso wie ein Deutscher, der sich zu Geschäftszwecken in China aufhalten würde, gar kein Interesse hätte, an einem Krieg des chinesischen Volkes mit einem anderen Staate teilzunehmen, so hat auch der Jude als Angehöriger eines fremden Stammes keine Veranlassung, für Deutschland in den Krieg zu ziehen. Der Jude ist ein Fremder, deshalb muß er auch als Fremder behandelt werden. Der Jude ging aber nicht nur in Deutschland aus dem Kriege wohlhabend hervor, sondern auch in den anderen Ländern. Es ist deshalb unrichtig zu sagen, Frankreich, England und die übrigen Alliierten hätten den Weltkrieg gewonnen. GESIEGT HAT EINZIG UND ALLEIN DER INTERNATIONALE JUDE! Dieser ist auf der ganzen Welt der Gleiche und hat überall, wo er sich auch aufhält – ob in Deutschland, England, Frankreich oder in anderen Staaten – gleiche Ziele. JUDE BLEIBT JUDE!

Wir wissen, daß Deutschland frei sein wird, wenn der Jude aus dem Leben des deutschen Volkes ausgeschaltet ist. Wir haben den festen Glauben, daß die Völkerversöhnung dann zustande kommt, wenn die Völker sich von der jüdischen Fremdherrschaft frei gemacht haben. Ihr Kommunisten, die Ihr an die jüdische Internationale glaubt, seht doch endlich ein, daß diese Euch nicht das Glück bringen wird! Werdet wieder Deutsche! Denkt wieder national! Wenn alle Völker das jüdische Joch abgeschüttelt haben, dann ist der Weg zu einer neuen Internationale, zu einem wirklichen Völkerbund frei.

Wie aber werden wir gegen die jüdischen Ausbeuter vorgehen? Unsere Gegner verbreiten das Gerücht, daß wir einen Putsch vorbereiten. Die gesamte Judenpresse trieft von solchen Greuelnachrichten. Meine Volksgenossen! Wir werden die Judenfrage nicht mit Gewalt lösen! Wir haben es gar nicht nötig, einen Putsch zu machen. Wir werden aber das deutsche Volk solange aufklären, bis es die jüdische Gefahr endlich erkannt hat. WENN UNSER VOLK WIEDER DEUTSCH IST, DEUTSCH DENKT, DEUTSCH HANDELT, DANN HABEN WIR UNSER ZIEL ERREICHT. Dann ist für manche Herrschaften im Stadtrat und in den Parlamenten die Zeit gekommen, möglichst rasch die Koffer zu packen und zu verschwinden. Dieser Zeitpunkt wird nicht mit Gewalt herbeigeführt, sondern aus sich selbst herausgeboren.

Weiters sagt man, unser Ziel sei die Monarchie. Ja, man will sogar wissen, daß wir den deutschen Kaiser wieder auf den Thron erheben wollen. Was sind das für lächerliche Gerüchte! Wir denken gar nicht daran! WIR HABEN UND HATTEN NIEMALS EINEN DEUTSCHEN KAISER! Wilhelm II. war von den Juden Ballin und Rathenau umgeben. Diese übten auf den Kaiser größten Einfluß aus und halfen mit, den Kaiser von seinem Volk zu entfremden. Wir erstreben weder die Monarchie noch die Republik. Unser Ziel ist der vom Juden gesäuberte Volksstaat!

Während viele Deutsche unwissend dahinleben, erkennt der Jude die Bedeutung des gegenwärtigen WELTGESCHICHTLICHEN Augenblicks. Mit den niedrigsten Mitteln bekämpft er die nationalsozialistische Bewegung. Durch persönliche Verunglimpfung der nationalsozialistischen Führer versucht der Jude unserer Bewegung Schaden zuzufügen. In diesen Tagen hat man die Nachricht verbreitet, ich sei wegen Sittlichkeitsverbrechen vorbestraft. Ich bitte Sie, mir diese Verleumder zu nennen, damit ich sie dem Gericht übergeben kann! Als ich kürzlich wegen „Vergehens gegen die jüdische Religion“ zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt wurde, da konnte nicht rasch genug die jüdisch geleitete Nürnberger Presse mit Wollust meine Strafe veröffentlichen. Als aber im Revisionsverfahren die Freiheitsstrafe in eine Geldstrafe umgewandelt wurde, da dauerte es lange, bis dieselbe Presse davon der Öffentlichkeit Kenntnis gab. Wie würden sich meine Gegner freuen, wenn ich eingesperrt und aus meinem Beruf entlassen würde! „Die Fränkische Tagespost“ hat es ja bereits gefordert, daß man mich meines Berufes entheben und in eine Irrenanstalt bringen sollte.

In der Öffentlichkeit verbreitet man das Gerücht, ich empfange für meine politische Tätigkeit „Gelder“. Ich erkläre hier, daß sich leider keine deutschen Männer finden, die für die Wiedererneuerung Deutschlands Mittel übrig haben. Die Juden sind, was ihre Ziele betrifft, lange nicht so engherzig. Ich erhalte für meine Tätigkeit keinen Pfennig. Ich glaube aber sagen zu können, daß ich genug persönliche Opfer gebracht habe.

Mag man mich hetzen und treten: ich kämpfe bis zum Sieg. Diesen werden wir erlangen, wenn auch die anderen jetzt noch die Macht haben! Mein Glaube ist, daß das deutsche Volk, über das soviel Unglück gebracht worden ist, eines Tages wieder auferstehen wird!“

Aus dem Polizeibericht des Kriminalkommissars Hans Hösl der Polizeidirektion Nürnberg-Fürth.


Quelle: 

Julius Streicher – Kampf dem Weltfeind
Reden aus der Kampfzeit
Gesammelt und bearbeitet von Dr. Heinz Preiß
Copyright 1938 by Verlag DER STÜRMER, Nürnberg

2 Gedanken zu “Julius Streicher – Kampf dem Weltfeind – Reden aus der Kampfzeit, Teil 3

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