Julius Streicher – Kampf dem Weltfeind – Reden aus der Kampfzeit, Teil 2

Ohne Lösung der Rassenfrage kein wahrer Sozialismus
13. November 1920 im Kurhaussaal in Bernburg

Schon im Jahre 1920 sprach Julius Streicher in vielen deutschen Städten über die völkische Idee. Am 13. November 1920 kam er in die Bergarbeiterstadt Bernburg in Anhalt. Hier hatte die kleine deutsche sozialistische Gruppe eine Versammlung einberufen. Unter den Anwesenden befanden sich 80 Prozent Gegner. Nachdem der Versammlungsleiter einige Worte der Begrüßung gesprochen hatte, verlangten die Marxisten, daß der Vorsitz einem Mehrheitssozialisten übertragen werde. Sie beabsichtigten damit, daß dem Redner nach kurzen Ausführungen das Wort wieder entzogen werden solle. Um ein vorzeitiges Sprengen der Versammlung zu verhindern, blieb dem Versammlungsleiter nichts anderes übrig, als sich zu fügen. Daraufhin nahm ein Mehrheitssozialist als Vorsitzender auf der Rednertribüne Platz. Dieser erteilte Julius Streicher das Wort. Streicher sprach so gewaltig und überzeugend, daß der Vorsitzende gar nicht dazu kam, ihn zu unterbrechen. So wurde die Bernburger Versammlung zu einem denkwürdigen Geschehnis jener Zeit, zu einem Geschehnis, das die Begeisterung und Entschlossenheit jenes noch einsam kämpfenden Mannes in ihrer ganzen Größe in Erscheinung treten ließ.


„Deutsche Volksgenossen und Volksgenossinnen! Es ist ungewöhnlich, daß in einer ordnungsgemäß einberufenen Versammlung der zu Recht bestehende Vorsitz einem aufgezwungenen den Platz räumt. Andererseits ist es ungewöhnlich, daß der Redner einer ordnungsgemäßen einberufenen Versammlung seinen Vortrag unter dem Vorsitz eines politischen Gegners hält. Es ist mir aber gleichgültig, ob Mehrheitssozialisten, Unabhängige oder Kommunisten den Vorsitz führen – nur: DEUTSCHE MÄNNER müssen es sein! Ich bin mir der Ehre vollkommen bewußt, unter dem Vorsitz einer anderen Partei als Deutschsozialist sprechen zu dürfen!

Am Anfang meiner Rede möchte ich mitteilen, wie meine Gegner gearbeitet haben, um diese Kundgebung zum Scheitern zu bringen. Ein gewifter Bardowski, der Schriftleiter des hiesigen Marxistenblattes „Bernburger Volkswacht“, schrieb über unser Kampfblatt „Deutscher Sozialist“, daß der Name des Schriftleiters – damit meinte er mich – so blöd sei wie der Inhalt seines Blattes! Ferner rief dieses Hetzblatt die Bevölkerung auf, mich von der Rednertribüne „herunterzuholen und aus dem Saale zu peitschen“. Man dürfe sich solche „Verhöhnung der Arbeiterschaft“ durch die „Partei der Hanswurste“ nicht gefallen lassen!

Herr Bardowski: dafür, daß mir mein Vater seinen Namen und nicht den viel schöneren Namen „Bardowski“ mit in die Wiege gegeben hat, kann ich nichts! Ich schätze aber die Bernburger Arbeiter höher ein, als die „Volkswacht“ es tut. Ich glaube, daß die ernsten Männer, die tagtäglich ins ewige Dunkel der Kalifschächte hinuntersteigen, einen Deutschsozialisten nicht deshalb zum Saale hinausprügeln, weil dieser etwas zu sagen hat, was der „Volkswacht“ vielleicht nicht erwünscht ist. Aber, deutsche Männer und Frauen: wenn Ihr am Schlusse meine Ausführungen als Verhöhnung der Arbeiterschaft empfindet, dann holt mich vom Podium herunter und peitscht mich zum Saale hinaus!

Wenn wir die heutige Knechtschaft des schaffenden Volkes verstehen wollen, dann müssen wir die jahrhundertelange Entwicklung in Deutschland verfolgen. Von einem Massenelend in der Arbeiterschaft kann man erst sprechen, seitdem die vom Land in das Industriegebiet abwandernden Bauernsöhne in den Fabriken der aufkommenden Großstädte ihr Brot verdienen mußten. Der einsetzende Bodenwucher und der ausbeutende Geldgeist machten aus dem Arbeiter und dem Angestellten einen Mietling. Damals nahmen sich BLUTSFREMDE des deutschen Arbeiters an. Die BLUTSGLEICHEN aber rückten von ihm ab. Die Sünde des Bürgertums von damals schreit heute noch blutigrot zum Himmel! Sie war ein fürchterliches Verbrechen! Mit dem Siegesjahr 1871 setzte in Deutschland eine Entwicklung ein, die in einem ebenso ungesunden wie unsozialen Volksleben zu keinem guten Ende führen konnte. Der letzte Hohenzoller war nicht mehr ein deutscher Kaiser, sondern ein deutscher „Sonnenkönig“. Er duldete in seiner Umgebung internationale jüdische Geldmenschen und wurde so seinem Volke immer fremder. Dieser unnatürlichen Entwicklung mußte der Zusammenbruch folgen. Er hat sich im unglücklichen Ausgang des Weltkrieges und in der darauf folgenden undeutschen Revolution geoffenbart. Wenn wir heute uns „entgottet“ finden und vor einem völkischen und staatlichen Trümmerhaufen stehen, wie ihn die Welt nur in ganz schicksalsschweren Zeiten gesehen hat, dann liegt das daran, daß wir die gottgegebenen Rassegesetze nicht beachtet haben. Die Erkenntnis dieser Tatsachen aber darf uns nicht veranlassen, an unserem Schicksal zu verzweifeln. Wir müssen uns alle zusammen aufraffen, unserem unklücklichen kranken Volk Arzt zu werden und ihm den rechten Weg zu einer glücklichen Auferstehung zu zeigen. Die Bewegung zum Deutschen Sozialismus zeigt uns den Weg zu dieser staatlichen und volkischen Wiedererneuerung.

Der Deutsche Sozialismus räumt mit dem Schwindel des marxistischen Scheinsozialismus auf und erstrebt ein soziales Zusammenarbeiten aller Stände und Berufe. Die Deutschen Sozialisten führen nicht den KLASSENKAMPF, sondern den RASSENKAMPF, den wir auf geistigem Gebiet austragen werden. Wir werden verhindern, daß eine rassisch minderwertige Minderheit unser Volk beherrscht und ausbeutet! Ohne die Lösung der Rassenfrage gibt es keinen wahren Sozialismus und kein wahres Gemeinschaftsleben!

Wir bekämpfen nicht das Kapital an sich, sondern nur den Mißbrauch mit dem Geld, wie er im Mammonismus in Erscheinung tritt. Den Leihkapitalismus, der durch mühelose Zinseinnehmerei zur Versklavung ganzer Völker führt, werden wir brechen. Der Sozialismus der Marxisten geht an der Lösung dieser Frage bewußt vorbei und leitet die Wut der gehetzten Massen auf das Werte schaffende Unternehmergeld, um dieses umso sicherer in die Polypenarme des weltumspannenden Leihkapitalismus zu treiben. Die Verstaatlichung des Geldwesens wird dem schaffenden Volk endlich sein Recht geben. Ohne freien Grund und Boden kann kein heimat- und vaterlandliebendes Volk bestehen. Der Marxismus braucht eine entwurzelte Arbeitermasse. Ihre Unzufriedenheit wird vom Weltkapitalismus mit fanatischer Planmäßigkeit gegen alles Ordnungsmäßige geschürt, und damit kann sich der Jude im Sattel halten. Man läßt das ganze Volk hungern, um demselben Zweck zu dienen. Ein Volk, das durch Hunger zermürbt und kraftlos gemacht ist, ist restlos dem Juden verfallen. Damit verlangen wir Deutsche Sozialisten die Sicherung unseres Währgutes! Währgut schafft Arbeitskraft! Arbeitskraft schafft Währgut! Diejenigen, die dem Volke die notwendigen Lebensmittel vorenthalten oder damit Wucher treiben, sind des Todes schuldig.

Dem Tüchtigen im Volke gehört freie Bahn. Es muß ihm die Möglichkeit geschaffen werden, sich selbständig zu machen. Durch allmählichen Abbau zur Bedarfswirtschaft muß die Verindustrialisierung unterbunden werden. Fabriken gehören aufs Land hinaus verlegt. Der Arbeiter braucht Licht und Luft! Durch Siedlungen müssen dem schaffenden Menschen gesunde Wohnungen und ein anständiges Leben gesichert werden. Wir wollen unser Volk nicht verproletarisieren, sondern entproletarisieren und ein deutsches Gemeinschaftsleben schaffen. Das kann aber nur auf der Grundlage eines neuen deutschen Rechtes zustande kommen. DAS HEUTIGE RECHT IST EIN UNRECHT SCHLIMMSTER ART! Es dient dem Eigensüchtigen und Gerissenen. Hätten wir wieder ein auf das deutsche Volksgewissen sich gründendes Recht, dann würde die Frage „Zinswucher – Lebensmittelwucher – Bodenwucher“ bald gelöst sein.

Zum Schlusse möchte ich Euch noch unsere Parole nennen: Sie heißt Kampf! Sie gilt für den Einzelmenschen wie für das gesamte Volk. Niemand darf sich der Pflicht seinem Volke gegenüber entziehen. Niemand kann sein eigenes Glück bauen, ohne in einer deutschen Volksgemeinschaft verwurzelt zu sein. Wer in dieser verzweifelten Lage nur an sich selbst denkt und dabei das Wohl der Volksgemeinschaft vergißt, ist ein geborener Verbrecher!

Meine Volksgenossen! Wenn wir uns auch in einer denkbar schlechten Lage befinden, so seht nicht schwarz in die Zukunft! Laßt Eure Köpfe nicht hängen und rafft Euch auf zum Kampf gegen die, die Euch bedrücken! VOM SKLAVENJOCH WERDEN WIR NUR ERLÖST, WENN WIR KÄMPFEN UND GLAUBEN. Unser deutsches Volk hat noch eine große Sendung. Das Abendland ist totgesagt worden. Es darf aber nicht sterben! Der deutsche Mensch wird, wenn er geläutert und zur Erkenntnis gekommen ist, der Welt die Rettung bringen und der Midgardschlange den Kopf zertreten!

„Deutscher Sozialist“, 1920, Folge 26.

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Quelle: 

Julius Streicher – Kampf dem Weltfeind
Reden aus der Kampfzeit
Gesammelt und bearbeitet von Dr. Heinz Preiß
Copyright 1938 by Verlag DER STÜRMER, Nürnberg

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