Der Kampf gegen die nationalsozialistische Weltanschauung in den 1930er Jahren

Die nationalsozialistische Staatsführung war sich der historisch-beispiellosen Wende in den Weltanschuungsproblemen auf allen Gebieten bewusst. Sie erkannte, dass sich dieser Umbruch, dieses Um- und Neudenken nicht von heute auf morgen, sondern nur in langer und zäher Arbeit der Besten vollziehen konnte. Es war der Führung vollkommen klar, dass die neue Zeit auch Erscheinungen zeitigen würde, wo von Unberufenen Dinge als „der neue Geist der Zeit“ vorgetragen und angepriesen würden, die sich in ihrem Kern nicht nur als das überwundene Gestrige, sondern als gefährliche Missdeutung des Neuen erweisen würden.

Was von den meisten Zeitgenossen von heute wegen der fortwährenden Hetze gegen die Hitlerzeit und wegen der Verdrehung der damaligen Sachverhalte nicht wahrgenommen wird, ist, dass nach der durch das deutsche Volk machtvoll bestätigten Reichsregierung die anti-nationalsozialistischen Publikationen sozusagen bis zum Ausbruch des Krieges erscheinen konnten.

Dieses Büchlein analysiert anhand von damals erschienenen Schlüsselpublikationen, wie offen gegen die nationalsozialistische Regierung agitiert wurde. Deshalb wurde offiziell der geistige Kampf um die Köpfe und Herzen der Deutschen auch nach den nach 1933 stattgefundenen Wahlen nicht aufgegeben, obwohl 99 Prozent des Volkes der Staatsführung ihre Zustimmung gaben. Zweifellos die großartigste innere Sicherung, die ein Staatsgefüge überhaupt erlangen konnte.

Genauso wie heute, fragten damals Ausländer wie auch Deutsche, warum die Nationalsozialisten immer noch von einem „Kampf“ sprachen, den sie zu führen hätten. Der Nationalsozialismus habe doch in beispielloser Weise die Macht in freien Wahlen und Abstimmungen übernommen, die Zustimmung zur Führung durch Adolf Hitler hätte, wie die Wahlergebnisse zeigten, praktisch überhaupt nicht mehr überboten werden können. Wozu also noch einen „Kampf“ führen? Wofür denn und gegen wen?, das waren damals die Fragen. Fragen, die sich auch heute viele Interessierte stellen.

Gewiss, diese Fragesteller hätten recht gehabt und würden auch heute noch zu recht diese Frage stellen, wenn der Nationalsozialismus nichts anderes als einen Machtstaat erstrebt hätte. In diesem Falle wäre tatsächlich mit der Übernahme des Staatsapparates, mit der Besetzung der Behörden, mit der Ausübung der gesetzgeberischen Gewalt, mit der machtmäßigen Sicherung all dieser Funktionen der Kampf abgeschlossen gewesen. Dann wäre der Nationalsozialismus bereits 1934 am Ziel angekommen.

Aber der Nationalsozialismus war eine Weltanschauung, die auf bestimmten, festen, unverrückbaren Grundwerten stand: diese waren Führertum, Gefolgschaft, Rasse, Volk, Gemeinschaft, Nationalismus, Sozialismus, Deutschtum. Als Weltanschauung steckte sich der Nationalsozialismus das Ziel, seinen Kampf nicht eher aufzugeben, bis von diesen Grundwerten her das deutsche Volk und der deutsche Staat in allen seinen Bereichen begriffen und akzeptiert würde; bis sein ganzes öffentliches und kulturelles Leben, Kunst, Theater, Film, Erziehung, Wissenschaften, Schule und Familie, aber auch sein wirtschaftliches Leben in allen Berufsständen und Berufsgruppen und nicht zuletzt die Lebensführung jedes einzelnen Deutschen von diesen Grundwerten her Gestalt erhielt und täglich neu gelebt würde. Aber nicht deswegen, weil dies „verlangt“ worden wäre, weil eine Parteiorganisation darüber gewacht hätte, weil irgendwelche Parteiführer in diesem Sinne anordneten, sondern weil jeder Deutsche an diese Grundwerte des Volkstums, des Führertums, der Gemeinschaft von innen heraus überzeugt sein müsste und nur dann Gültigkeit besäßen, wenn sie für das Volk zu selbstverständlichen, sittlichen Richtpunkten des eigenen Handelns und des Lebens würden.

Die Feinde agitierten in ihren Publikationen genau gegen diese neu entdeckten Werte einer Lebensordnung, die einen beispiellosen geistigen wie wirtschaftlichen Aufstieg bei einer noch kurz vorher im Sterben liegenden Nation bewirkte. Mit immer neuen Wortglaubereien und Begriffsverfälschungen, insbesondere mit der Verfälschung des Begriffs „Nationalsozialismus“ betrieben vor allem Emigranten, überstaatliche Mächte, wissenschaftliche Einzelgänger und Intellektuelle eine höchst bezeichnende Verdrehung der Werte, die der Nationalsozialismus mit dem Begriff „Deutschtum“ erfasste. Als Ziel verfolgten die Feinde des neuen Deutschlands die Begriffe „Deutschtum“ und „Nationalsozialismus“ gegeneinander auszuspielen, sich selber als die Vertreter und Künder des „wahren Deutschland“ anzupreisen, das es in Europa vor der Barbarei des Nationalsozialismus zu retten gelte.

Der Nationalsozialismus hätte nach diesen Propheten mit „echtem Deutschtum“ nichts gemein. Denn die Hüter und Anwälte des „wahren Deutschtums“, des „überstaatlichen deutschen Geistes“ befänden sich außerhalb der Reichsgrenzen in der Emigration.

Eine tragende Säule der nationalsozialistischen Weltanschauung war der Rassengedanke. Folgerichtig fielen alle Feinde des neuen Reiches über diese Grundlagenpolitik her. Dabei waren nicht nur sogenannte Intellektuelle in Deutschland führend, sondern auch die Emigranten waren hyperaktiv, verbreiteten ihre Anti-Ideen im Rahmen ihrer im Reich hergestellten oder ins Reich gelieferten Publikationen. Auch die Juden, die von der Rassengesetzgebung bereits betroffen waren sowie alle, die glaubten, dass durch diesen Rassengedanken ihr Dogmen- und Lehrgebäude erschüttert und ihre Macht dadurch geschmälert würde, hetzten nach Kräften. Dazu gehörten auch der politische Katholizismus, verschiedene protestantische Eiferer und wissenschaftliche Einzelgänger.

Weil diese Gegner des nationalsozialistischen Rassengedankens nicht begriffen oder nicht begreifen wollten, dass nämlich in der „Rasse eines Menschen“ sehr wohl dessen Geist, seine charakterliche Eigenart, seine sittlichen Werte mitgemeint waren und zusammen mit dem menschlich Triebhaften, mit den Gefühls- und Instinktmäßigkeiten als geschlossene, lebendige ganze Persönlichkeit aufgefasst wurden. Die umwälzende, revolutionäre Kraft der nationalsozialistischen Rassenidee im abendländischen Denken beruhte neben zahlreichen bevölkerungspolitischen Auswirkungen aber wesentlich auf der Überwindung dieser alten Gegensatzlehren von Materie und Geist, von Leib und Seele.

Interessant war, dass nicht nur die Evangelische Kirche, sondern in ungekannter Klarheit auch die Katholische Kirche die neue Geistesrevolution, getragen von der Rassenidee und des Führerprinzips, bestätigten. Dahinter stand natürlich die Absicht, die Menschen weiterhin an die Kirche zu binden, denn zum erstenmal in der Geschichte schaffte es ein neues Staatsprinzip, dem Volk einen geistigen Lebensinhalt zu geben, der stärker als jede Religion wirkte. Der Nationalsozialismus entfachte im Menschen die Sehnsucht nach einem Leben gemäß der göttlichen Schöpfungsordnung. Auf diesen Zug musste die Kirche aufspringen, wollte sie nicht „abgehängt“ werden.

Hermann Rudolph vom Theosophischen Kulturverlag Leipzig feierte 1933 den Nationalsozialismus, wohl mit dem Hintergedanken, den Rassenbegriff wieder zu theoretisieren, in eine nicht gelebte Kultur zurückzuverwandeln. Rudolph wollte den Nationalsozialismus, der die Deutschen damals zu glücklichen Menschen machte, zu einer internationalen Theosophie machen. Er schrieb:

„Der Nationalsozialismus und die Theosophie sind die befreienden Kräfte der Menschheit. Die Theosophie ist die zweitgrößte Macht der Gegenwart … Theosophie und Nationalsozialismus sind beide eins, sie sind nur dem Grade nach verschieden. Der Theosoph besitzt den Nationalsozialismus von seiner Geburt an auf Grund seines Wirkens im früheren Erdenleben …, während der Nationalsozialist von unten aufgestiegen ist … Der Nationalsozialist steigt durch Dienst am Volk zur Theosophie, denn das Niedere ist nicht schon das Höhere… Auch die NSDAP ist keine Partei, sondern ein deutscher Volksbund … Das Ziel jeder Volksgemeinschaft ist der theosophische Staat. Die Verbrüderung des deutschen Volkes wird einst den theosophischen Staat schaffen. Die Theosophie wird eine neue geistige Internationale schaffen, eine Kultur in höherem, rein geistigem Sinn … Die Theosophie reinigt den Nationalsozialismus von jedem Eigennutz … und ist die Überwindung des nationalen Fanatismus.“

Der Generalsekretär der Theosophischen Gesellschaft Adyar, Prof. Verweyen, argumentierte ähnlich, aber deutlicher zugunsten des neuen nationalsozialistischen Weltbildes.

„Heil ihm, dem Erretter unseres Vaterlandes aus Wirrsal und Not! Heil den guten, göttlichen Mächten, die ihn führen! Heil allen, die unter seinem äußeren Schutze nach göttlicher Weisheit streben, wissend, dass die scheinbaren Gegensätze sich in höherer Einheit auflösen und begegnen: Nationalsozialismus und Theosophie.“

Der Wiener Franziskanerpater Zyrill Fischer, der mit Leidenschaft immer wieder vor zionistischen Organisationen sprach, hetzte auch in Deutschland offen im Auftrag der Zionisten gegen den neuen Wohlfühlstaat Adolf Hitlers. Er redete von

„einem verständigen Nationalismus als bindende und versöhnende Kraft. Fanatischer Nationalismus aber ist die Quelle gegenseitiger Verachtung und des Völkerhasses; ist überdies Zerreißung des übernatürlichen Bandes, das sie alle einigen soll, als Kinder derselben Kirche, als Brüder in Christo, als Erben und Förderer der christlichen Kultur,“

eiferte Fischer in der Broschüre „Die Hakenkreuzler“. Im Dezember 1934 hielt er im Ring der Alt-Herren-Verbände der Zionistischen Vereinigung in Wien einen Vortrag, worin er ausführte, dass der Nationalsozialismus nicht bloß eine Häresie, wie der Papst es sage, sei, sondern eine von den Völkern selbst geflochtene Peitsche und Geißel, und das Judentum leide in diesem Fegefeuer bittere Pein.

Anders der Jesuit P. Horstmann, der in der Rassenpolitik Adolf Hitlers das göttliche Gesetz verwirklicht sah und so für die Kirche hoffte, nicht wegen einer schöpfungsgerechten politischen Lebensordnung die eigene Verankerung im Volk zu verlieren, Er überschrieb 1934 in seiner Zeitschrift „Die Jungschar“ einen Abschnitt mit dem Titel „Der rassige Jungschärler“ und führte darin aus:

„Unser natürliches Jungentum hat ‚Rasse‘, unsere jungkatholische Art hat auch ‚Rasse‘, beides zusammen wird unsere Kerle prägen … Wie es z. B. unter den Pferden besondere Rassen gibt …, so wird unter den Jungen der katholische durch seine Haltung und Art hervorstechen … Treu, wahrhaft, ehrlich, fleißig, kühn und entschlossen, aber auch mit tiefgläubig, ehrfürchtig … das ist unsere Rasse.“

Mit noch dickeren Farben trug der Pfarrer Worlitschek auf, der in seiner Broschüre „Heiligkeit und Nationalität“ (1934) für die katholischen Heiligen Propaganda auf folgende Weise zu machen versuchte:

„Die Heiligen sind vor allen Dingen keine Nummern und Klischees von Menschen, abseits und jenseits der bestimmenden Wirkungen ihres Blutes, Bodens, ihres Klimas, ihrer Rasse, die zwangsläufig jeden Staubgeborenen erfassen … Jeder Heilige ist hier mehr, dort weniger Fleisch vom Fleisch, Blut vom Blut, Art von Art, Rasse von Rasse seiner Landsleute und Volksgenossen. Und die Rasse des herben und knorrigen, grüblerischen und gründlichen Deutschen ist verkörpert in einer langen Galerie von Heiligen … Lauter echte und kerndeutsche Gestalten. Angehörige der arisch-nordischen Rasse, welche ihre … rassischen Besonderheiten hemmungslos entfaltet und herausgestellt haben. Lauter deutsche Menschen, an denen jeder Liebhaber des deutschen Namens und Stammes vom rein rassischen Standpunkt aus seine helle Freude haben muß.“

Gerade heute, vor dem Hintergrund der multikulturellen Elendszustände, erkennen die Menschen wie fortschrittlich die Rassenpolitik des Dritten Reiches ausgerichtet war. Die Rasse als Schöpfungsgeschenk zu begreifen, ohne andere Rassen aus ihren Heimatlanden wegzulocken, sie geringzuschätzen und mit ihnen das eigene Volk im eigenen Land an den Rand zu drücken, leuchtete allen ein. Es war die vielleicht gewaltigste Idee der Menschheitsgeschichte, die sich da Bahn brach. Man fühlte, dass dies der richtige Weg sei, denn sonst hätte es wohl kaum eine Million Freiwillige aus quasi allen Erdteilen gegeben, die für Adolf Hitler aufopferungsvoll in der Waffen-SS kämpften.

Angriff auf die nationalsozialistische WeltanschauungDie Angst in den Kirchenführungen ging tatsächlich um, ein schöpfungsorientiertes Staatssystem könnte einer dem Menschen wesensfremden Religion den Rang ablaufen. Plötzlich verstanden die Kirchenfürsten wie wenig der nationalsozialistische Reichsbegriff nur auf ein blasses, schemenhaftes, „geistiges Reich“ gerichtet war, sondern vielmehr kraftvoll in das Diesseits eingefügt, aber gleichzeitig vollkommen idealistisch und anti-materialistisch ausgerichtet war.

Die NSDAP mit ihren richtungweisenden weltanschaulichen Grundwerten gestaltete also Staat und Reich. Niemals konnte so der Staat ein von der Partei und der Volksgemeinschaft losgelöstes Dasein um seiner selbst willen führen. In diesem sich gegenseitigen Sich-Tragen von Partei, Staat und Reich lag eine Wurzel nationalsozialistischer Kraft. Die Gegner hatten dies genauso begriffen und ihrerseits die Begriffe von Staat und Reich umzudeuten versucht, womit sie diese nationalsozialistische Einheit auf alle Fälle sprengen und unmöglich machen wollten.

Dieses Büchlein beeindruckt mit einer beispielhaften Quellensammlung der unterschiedlichsten Angriffe der Feinde des Reiches in den Jahren nach Adolf Hitlers Wahl zum Reichskanzler.

Es ist höchst aufschlussreich, mit welchen Mitteln und Argumenten der Kampf gegen das neue Reich geführt wurde, ohne dass dagegen von den neuen Machthabern gewaltsam vorgegangen worden wäre. Im Gegensatz zum heutigen BRD-System brauchte es damals keine Publikationsverbote, denn die Argumente der neuen Politik sprachen den Menschen aus dem Herzen – deshalb musste nicht gelogen, die Lüge nicht mit dem Strafgesetz den Menschen aufgezwungen werden.

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Quelle; National Journal

2 Gedanken zu “Der Kampf gegen die nationalsozialistische Weltanschauung in den 1930er Jahren

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