Die Schlacht um Ofen-Pest (Budapest) begann am 25. Dezember 1944

Als Schlacht um Ofen-Pest werden die Kämpfe in und rund um das belagerte Ofen-Pest (Budapest) zwischen der sowjetischen Roten Armeeund der deutschen Wehrmacht in Waffenbrüderschaft mit der ungarischen Armee vom 25. Dezember 1944 bis 13. Februar 1945, in der Endphase des Zweiten Weltkrieges, bezeichnet.

SS-Sturmbannführer Karl-Heinz Keitel und der ungarische Kriegsminister Karoly Beregfy bereiten sich auf die Schlacht vor, Dezember 1944

.
Seit September war die 8. Armee der Heeresgruppe Süd unter dem Kommando General Wöhlers auf ungarischen Gebiet in Rückzugsgefechte verstrickt. Nach dem Fall von Debrecen brachen die Sowjets Ende November zwischen den Flüssen Donau und Drau durch mehrere Verteidigungslinien durch und besetzten den südlichen Teil Westungarns, ohne dort auf wesentlichen Widerstand zu stoßen. Nachdem Reserven aus der Ost-Slowakei und Ungarn für die Ardennenoffensive an der Westfront abgezogen worden waren, mussten sich die vier Armeen der Heeresgruppe auch im Norden Ungarns langsam nach Westen zurückziehen. Die Befehlshaber der Sowjetische Truppen waren Rodion Malinowski, und Fyodor Tolbuchin.

Mitte Oktober 1944

Mitte Oktober entschied sich der Reichsverweser Ungarns, Miklós Horthy, die deutschen Verbündeten zu entwaffnen, um mit den Sowjets einen separaten Waffenstillstand schließen zu können. Dieses Vorhaben scheiterte am verwegenen Unternehmen „Panzerfaust“, und die Partei der nationalen und asemitischen Pfeilkreuzler (Hungaristische Bewegung) wurde ab November neuer politischer Verbündeter Deutschlands. Die monarchistisch eingestellte Armee verhielt sich loyal, aber der Luftterror der Alliierten über Westungarn und Budapest schwächte den Widerstandswillen der Zivilbevölkerung. Dieser Zeitpunkt markiert den Beginn der Judenkennzeichnung und -ghettoisierung im bislang liberalen Ungarn. Dies hat aber nicht verhindern können, daß Juden den Sowjets nachts mit Lichtsignalen Nachrichten sendeten, und tagsüber vereinzelt aus Häusern auf Fußgänger geschossen haben. Anfang Dezember erklärte Adolf Hitler die Stadt zur Festung.

25. Dezember 1944

Am 25. Dezember war Budapest völlig eingeschlossen. Im entstandenen Kessel befanden sich neben nurmehr 800.000 verbliebenen Einwohnern, ca 20.000 deutsche – unter ihnen die beiden SS-Kavallerie-Divisionen Florian Geyer und Maria Theresia – und ca. 20.000 ungarische Soldaten der 3. ungarischen Armee unter dem Befehl des SS-Obergruppenführers und Generals der Polizei Karl Pfeffer-Wildenbruch und General Ivan Hindy. Die 156.000 Belagerer Budapests waren die 2. Ukrainische Front Marschall Malinowskis, die kurz zuvor dazugestoßenen Truppen der 3. Ukrainischen Front Tolbuchins, die rumänische Armee und ungarisch und russisch sprechende jüdische rote Freiwilligeneinheiten.

Auch das erfolgreiche Unternehmen „Forelle“ brachte nur wenig Entlastung.

Januar 1945

Im Januar 1945 scheiterten die Entsatzversuche Konrad I bis III (u. a. der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“) und der Mangel an Munition und Verpflegung wurde immer bedrohlicher. Am 20. Januar schloß die von den Sowjets eingesetzte ostungarische Regierung (Regierungchef: Nagy Ferenc) mit der Sowjetunion einen Waffenstillstand und setzte im östlichen Landesteil kämpfende Armeeteile in den Krieg gegen das Deutsche Reich ein.

11.-13. Februar 1945

Am 11. Februar versuchten 17.000 Eingeschlossene einen verzweifelten Ausbruchsversuch, nur etwa 300 (nach anderen Quellen 700) erreichten die Entsatztruppen der Wehrmacht. Der Ausbruchsplan war wahrscheinlich an die Sowjets verraten worden.

Am 13. Februar kapitulierten die letzten Einheiten. Das Oberkommando der Wehrmacht begründete die Kraftanstrengung in Budapest mit der strategischen Mission, dort Wien zu verteidigen. Der Kampf um Budapest kostete alleine 100.000 Wehrmachtssoldaten das Leben. 20 Divisionen und fast 1.000 Flugzeuge der Roten Armee wurden aber 51 Tage lang gebunden, da die sowjetische Führung die Einnahme Budapests als Voraussetzung für dem weiteren Vormarsch ansah.

Sowjetischer Humanismus

Nach der Eroberung haben sowjetische Soldaten in die Räume des Lazaretts auf dem Budaer Burgberg Benzin gegossen, und das Lazarett mit Patienten und Personal angezündet. Sie haben ausserdem die Bevölkerung gezwungen, verwundete Soldaten nackt auszuziehen und in die Donau zu werfen. Wer sich weigerte, wurde sofort erschossen.

Datei:Budamarch1945.jpg

Budapest nach der Eroberung durch die sowjetischen Truppen, März 1945

……….

Identifizierung der Gefallenen

Von 150.000 Toten beider Seiten im Budapester Stadtgebiet konnten nur etwa 5.000 Soldaten und Zivilisten namentlich festgestellt werden. Tausende Leichen trug die Donau fort und Zehntausende liegen noch heute in den Parks, im Stadtwald und in den Budaer Bergen verscharrt.

Plattenseeoffensive

Trotz der erfolgten Verstärkung durch die 6. SS-Panzerarmee – die nach dem Scheitern der Ardennenoffensive im Februar rasch wieder zurück nach Ungarn verlegt worden war – gelang es nicht die Stadt freizukämpfen. Auch die darauffolgende Plattenseeoffensive vom 6.– 14. März konnte die sowjetische Offensive nach Nordwesten ab 16. März, das Überschreiten der Grenze des Deutschen Reichs imBurgenland am 29. März, und ab 3. April die Schlacht um Wien nicht verhindern. Bei der Plattenseeoffensive war Treibstoffmangel mit ein Grund des Scheiterns.

.

Magna Hungaria – Kitörés

Magna Hungária: Kitörés; (Ausbruch).
Kehrreim

Es gibt keine Hoffnung mehr, doch aufgeben kannst du nicht
Du hast nichts mehr, außer deine Ehre.
Lieber bist du Held für einen Augenblick,
Als Sklave ein Leben lang.
Nincs már remény, feladnod mégsem lehet.
Nem maradt más, egyedül becsületed.
Inkább vagy hõs egyetlen pillanatig,
Mint rabszolga, egész életen át.
Sei Ihr Gedenken gesegnet!
Legyen emlékük áldott!

.

Siege of Budapest / Budapest Ostroma 1944

.
Quelle: Metapedia

5 Gedanken zu “Die Schlacht um Ofen-Pest (Budapest) begann am 25. Dezember 1944

  1. Im Andenken an die deutschen und ungarischen, beim Ausbruch aus dem Kessel von Budapest gefallenen Soldaten, findet jedes Jahr am 12. Februar eine Gedenkveranstaltung statt, der “ Tag der Ehre „. Eine sehr feierliche und bewegende Zusammenkunft mit mehreren hundert Teilnehmern aus dem ganzen Land. Umrahmt wird das Ereignis durch einen Gedenkmarsch über 50 km, der den Ausbruchsweg nachzeichnet. Im Jahre 2013 durfte ich dort als Gastredner auftreten. Es war sehr bewegend !

    Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s