Operation „Hannibal“

Die Operation „Hannibal“ war eine militärische Rettungsoperation am Ende des Zweiten Weltkrieges im Endkampf um Deutschland 1945, welche die Evakuierung der deutschen Zivilbevölkerung aus Ostpreußen vor den herannahenden sowjet-bolschewistischen Truppen zum Ziel hatte. Am 21. Januar 1945 wurde durch Großadmiral Karl Dönitz die „Rettungsaktion Ostsee”, die sogenannte Operation „Hannibal“, eingeleitet, bei der die Evakuierung von mehr als zwei Millionen Menschen aus Ostpreußen, die sich auf der Flucht vor der heranrückenden Roten Armee befanden, über die Ostsee mit sämtlichen verfügbaren Schiffen organisiert wurde. Dies war die größte Evakuierungsoperation in der Geschichte der Menschheit.

Das letzte Bild der „Wilhelm Gustloff“, aufgenommen in Gotenhafen am 30. Januar 1945

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Die Operation

Nach der Einkesselung Ostpreußens und der Bildung des Heiligenbeiler Kessels durch die Rote Armee gab Großadmiral Dönitz am 21. Januar die verschlüsselte Nachricht „Hannibal” an seine U-Boot-Besatzungen heraus. Dönitz erkannte die tatsächliche, hoffnungslose Lage und nutzte die Gelegenheit, so viele Deutsche wie möglich zu evakuieren – einschließlich der Flüchtlinge. Am 22. Januar 1945 begann die „Gustloff“ in Gotenhafen mit den Vorbereitungen, um tausende von Flüchtlingen aufzunehmen. Schiffe aller Bestimmungen und Größen wurden umgerüstet und für die Fahrt nach Westen vorbereitet. Neben der Gustloff wurden auch andere Schulschiffe und eine Vielzahl weiterer Handelsschiffe für die Evakuierung eingeteilt. Alle diese Schiffe unterstanden dem direkten Kommando von Dönitz, um absoluten Vorrang zu gewährleisten.

Die Operation dauerte insgesamt 15 Wochen bis zum 8. Mai 1945. Rund 30.000 deutsche Flüchtlinge kamen dabei ums Leben, andere Quellen sprechen von bis zu 40.000 Opfern, an die zweieinhalb Millionen konnten über die Ostsee ins Kernreich oder nach Dänemark verbracht werden. 98 Prozent aller Flüchtlinge gelang somit die Flucht – eine logistische Meisterleistung der Kriegsmarine samt Marine-Infanterie.

Insgesamt gingen 245 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 738.735 BRT verloren, auf 190 davon waren keine Menschenverluste zu beklagen. Am 30. Januar 1945 fand während des Unternehmens die größte Schiffskatastrophe der Menschheitsgeschichte, der Untergang der „Wilhelm Gustloff“, statt. Am 10. Februar 1945 wurde die „General Steuben“ (14.660 BRT) versenkt, am 16. April die „Goya“ (5.230 BRT). Am 3. Mai 1945 wurden die „Cap Arcona“ (27.571 BRT) und die „Thielbek“ (2.815 BRT) vom Feind versenkt.

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Quelle: Metapedia

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