Der Hitler-Ludendorff-Prozess

Der Hitler-Ludendorff-Prozess bzw. Hitler-Prozess war ein politischer Prozess im Jahr 1924 in München gegen Adolf Hitler und weitere Angeklagte nach dem gescheiterten Hitler-Ludendorff-Putsch. Mit diesem versuchte das Machtgefüge der Weimarer Republik, seine von Anfang an auf schwachen Füßen stehende Machtbegründung zu festigen und die Angeklagten als Hochverräter darzustellen.

Die Angeklagten des sogenannten Hitler-Ludendorff-Prozesses, von links nach rechts: Heinz Pernet, Friedrich Weber, Wilhelm Frick, Hermann Kriebel, Erich Ludendorff, Adolf Hitler, Wilhelm Brückner, Ernst Röhm und Robert Wagner am 1. April 1924

.
Adolf Hitler entgegnete hierauf, gegen die Landesverräter des Jahres 1918, als Deutschland von innen heraus durch zersetzende Bestrebungen geschwächt wurde (was letztlich zur Kriegsniederlage führte), gebe es keinen Hochverrat. Entsprechend fiel das Urteil mit 5 Jahren Festungshaft (nach 9 Monaten zur Bewährung ausgesetzt) vergleichsweise milde aus.

Adolf Hitler äußerte sich später wie folgt über den Prozess:

„Wie mir der Mufti [der Landsberger Gefängnisdirektor] – nach einigen Umschweifen – stockend erklärt hat, Sie sind frei!, ach, ich habe das gar nicht glauben können: Es sollten doch sechs Jahre werden! Die Freilassung verdanke ich dem Laienrichter Herrmann, einem bärtigen Kerl, der immer ganz grimmig dreingeschaut hat. Ich hielt ihn für Bayerische Volkspartei – die Regierung würde sich da schon die richtigen Laienrichter zusammengeholt haben! Er hat mir später einen Brief gezeigt, in welchem er der Regierung gedroht hatte: Sie, die drei Laienrichter, würden sich, wenn man mich nicht augenblicklich freilasse, an die Öffentlichkeit wenden mit einer Mitteilung, wie das Urteil zustande gekommen ist. Die Laienrichter hatten in der geheimen Beratung meine Freisprechung gewünscht, weil sie auf Grund meiner Verteidigung zu der Ansicht gekommen waren, gerechterweise müßten Kahr, Lossow und Seißer auch vor dem Richter stehen. Man hatte ihnen entgegengehalten: Sprechen wir ihn jetzt frei, dann kommt es zu einer zweiten Verhandlung in Leipzig; wer weiß, dachten die Laien, was da geschieht! In Wahrheit war in dieser Richtung nichts zu fürchten, weil Leipzig keinen Grund gehabt hätte, Kahr, Lossow und Seißer zu schonen; nach einem halben Jahr, hat man dann weiter gesagt, bekommt er Bewährungsfrist für den Strafrest! Auf diese Zusage hat sich Herrmann dann berufen.“

– Heinrich Heim: Monologe im Führerhauptquartier S. 223 –

.
Quelle: Metapedia

Ein Gedanke zu “Der Hitler-Ludendorff-Prozess

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s