Die Reden Hitlers für Gleichberechtigung und Frieden – Hindenburgs Aufruf

Am Vorabend der Volksabstimmung über den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund und der Reichstagswahl vom 12. November 1933 richtete der Reichspräsident, Generalfeldmarschall von Hindenburg, nachfolgenden Aufruf an das deutsche Volk:

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Deutsche Männer! Deutsche Frauen!

Lassen Sie auch mich in dieser Stunde, da es um Lebensfragen deutscher Gegenwart und Zukunft geht, einige Worte der Mahnung an Sie richten.

Ich und die Reichsregierung, einig in dem Willen, Deutschland aus der Zerrissenheit und Ohnmacht der Nachkriegsjahre emporzuführen, haben das deutsche Volk aufgerufen, morgen selbst über sein Schicksal zu entscheiden und vor aller Welt zu bekunden, ob es die von uns eingeschlagene Politik billigen und zu seiner eigenen Sache machen will.

Lange Jahre schwächender Uneinigkeit liegen hinter uns. Dank der mutigen, zielbewußten und kraftvollen Führung des am 30. Januar d. J. von mir berufenen Reichskanzlers Hitler und seiner Mitarbeiter hat Deutschland sich selbst wiedergefunden und die Kraft gewonnen, den Weg zu beschreiten, den ihm seine nationale Ehre und seine Zukunft vorschreiben. Zum ersten Male nach langen Jahren der Zersplitterung soll morgen das deutsche Volk als geschlossene Einheit vor die Welt hintreten, einig in der Bekundung seines Willens zum Frieden, einig aber auch in seiner Forderung nach Ehre, Gleichberechtigung und Achtung der anderen. Arbeit und Neuaufbau im Innern, Friede, Ehre und Gleichberechtigung nach außen, das sind die Grundpfeiler, auf denen Deutschland sein staatliches Leben fest errichten will. Wir wollen unsere Ehre wahren, aber wir wünschen und ersehnen dabei einen wahrhaften Frieden. Es ist Lüge und Verleumdung, wenn man uns im Ausland kriegerische Absichten unterstellt. Niemand in Deutschland verspürt den Drang nach gewaltsamer Auseinandersetzung. Wer, wie ich, in drei Feldzügen die Schrecknisse des Krieges selbst erlebt hat, wird keinen neuen Krieg wünschen können und die Erhaltung des Friedens als ernsteste Pflicht gegenüber dem deutschen Volke und der ganzen Welt ansehen. Die Reichsregierung hat durch den Mund des Reichskanzlers feierlich vor den anderen Völkern versichert, daß wir aufrichtig die Verständigung wünschen; er hat wiederholt unsere Bereitwilligkeit ausgesprochen, jeder tatsächlichen Abrüstung der Welt freudig zuzustimmen, und sich auch zur vollständigen Entwaffnung bereiterklärt, insofern sich die anderen Völker zum gleichen entschließen. Mit unserem ganzen Herzen wollen wir den Frieden, aber einen Frieden in Ehren und Gleichberechtigung. Wir haben die Abrüstungskonferenz und den Völkerbund verlassen, nicht um damit gegen den Gedanken der friedlichen Verständigung unter den Völkern zu demonstrieren, sondern um der Welt zu zeigen, daß es mit der bisherigen Methode der Unterscheidung zwischen Siegern und Besiegten, zwischen gerüsteten und abgerüsteten Staaten, zwischen freien und unfreien Völkern nicht weitergehen kann, und um zu bekunden, daß eine wirkliche Verständigung und ein wahrer Frieden nur auf dem Boden der Gleichberechtigung möglich ist.

An Euch, deutsche Volksgenossen, ist nun der Ruf ergangen, zu dieser unserer Politik der Ehre und des Friedens Euch selbst zu erklären. Morgen soll das ganze deutsche Volk das Bekenntnis ablegen, daß es einig ist in dem Gefühl der nationalen Ehre, der Forderung nach gleichem Recht und zugleich nach einem wahren, wirklichen und dauerhaften Frieden. Laut und eindringlich sollen morgen alle Deutschen, in einem Willen zusammengeschlossen, bekunden, daß Deutschland künftig niemals mehr als Nation zweiter Klasse behandelt werden darf.

Deshalb richte ich an alle deutschen Männer und Frauen in dieser Stunde den Appell: Zeigt morgen geschlossen Eure nationale Einheit und Eure Verbundenheit mit der Reichsregierung. Bekennt Euch mit mir und dem Kanzler zum Grundsatz der Gleichberechtigung und für den Frieden in Ehren und zeigt der Welt, daß wir wiedergewonnen haben und mit Gottes Hilfe festhalten wollen die deutsche Einigkeit!

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Quelle: Die Reden Hitlers für Gleichberechtigung und Frieden, Zentralverlag der N.S.D.A.P. Frz. Eher Nachf. München, 1934

3 Gedanken zu “Die Reden Hitlers für Gleichberechtigung und Frieden – Hindenburgs Aufruf

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