Der Blutorden

Medaille zur Erinnerung an den 9. November 1923

Die Medaille zur Erinnerung an den 9. November 1923 – später wurde der Begriff „Blutorden“ in die offizielle Sprachregelung übernommen – war eine Ehrenauszeichnung der NSDAP.

Medaille zur Erinnerung an den 9. November 1923 für die rechte Brusttasche, dafür nicht für die Ordensschnalle

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Geschichte

Der „Blutorden“ war die höchste Parteiauszeichnung der NSDAP.

Adolf Hitler verlieh aktiven Teilnehmern vom 8. und 9. November 1923 in München, soweit sie mindestens bis zum 31. Dezember 1931 wieder der NSDAP beigetreten waren, den Orden.

Außerdem wurde die Medaille an alle Mitstreiter des Wiener Juliputsches, zwischen dem 25. und dem 27. Juli 1934, verliehen. Bei der ersten Verleihungsvergabe am 10. Jahrestag des Umsturzversuches, dem 9. November 1933, gab es rund 1.500 Erstverleihungen mit Matrikelnummer, welche auch auf jedem Besitzzeugnis eingetragen und auf dem Ordensrevers eingestanzt war. Unter ihnen waren auch mehrere Dutzend Angehörige der Infanterieschule München. Unter den ersten Trägern dieser Auszeichnung war auch eine Frau, Eleonore Baur.

Ab Mai 1938 wurde die Medaille auch an verdiente Parteigenossen verliehen, die im Kampf um die Macht der Partei zum Tode verurteilt und schließlich zu lebenslanger Haft begnadigt wurden. Ferner wurden Parteiangehörige mit der Medaille ausgezeichnet, die Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr verbüßt hatten oder im Straßenkampf besonders schwer verletzt worden waren.

Noch im Januar/Februar 1942 wurde an SA-Sturmbannführer Hermann Martischnig (SA-Gruppe Sachsen), SA-Obertruppführer Hugo Ostendorp (SA-Gruppe Niederrhein), SA-Obertruppführer Edmund Pasternak (SA-Gruppe Alpenland), SA-Truppführer Willi Stegemeier (SA-Gruppe Niederrhein) und SA-Oberscharführer Hans Sturm (SA-Gruppe Niedersachsen) die Auszeichnung verliehen. Diese Medaille wurde am 4. Juni 1942 posthum an Reinhard Heydrich verliehen; er war der letzte der 436 Träger, denen die Medaille nachträglich verliehen wurde.

Außerdem erhielten alle ehemaligen Fahnenjunker des Jahrgangs 1923/24 der Kriegsschule München den Orden. Insgesamt wurden ungefähr 6.000 Medaillen ausgegeben. Der „Blutorden“ gehört zu den nationalsozialistischen Orden, deren Führung in Deutschland seit dem Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen von 1957 in keiner Form zulässig ist.

Interimspange des Blutordens der NSDAP (Medaille zur Erinnerung an den 9. November 1923)

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Trageweise

Der Blutorden wurde auf der rechten Seite am oberen Rand der oberen Rocktasche getragen. Auf dem Mantel durfte der Orden bzw. das Ordensband nicht getragen werden.

Exemplar mit Matrikelnummer 2087 des SS-Sturmbannführers Helmut Breymann:

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Feldjägeruniform der Waffen-SS: Trageweise des Blutordens mit heraushängender Medaille (rechts) und mit eingesteckter Medaille (links). Hier mit Ringkragen der Feldjäger und zwei Ärmelstreifen

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Bekannte Medaillenträger

Die ersten 15 Verleihungsnummern waren (ohne Gewähr, da sich diese wohl nach dem „Röhmputsch“ veränderte):

00. Adolf Hitler (seine Auszeichnung trug keine Nummer!)
01. Ernst Röhm
02. Rudolf Heß
03. Heinrich Himmler
04. Josef Seydel Bund
05. Fritz Krausser
06. Dr. Emil Ketterer
07. Wilhelm Brückner
08. Adolf Hühnlein
09. Josef Berchtold
10. Sepp Dietrich
11. Günther Korten
12. Wilhelm Röder
13. Ludwig Fürholzer
14. Helfer Wilhelm
15. Hanns Bunge

Weitere Träger:

  • Max Amann, deutscher Politiker und Publizist
  • Martin Bormann, Reichsminister und persönlicher Sekretär Hitlers
  • Philipp Bouhler, nationalsozialistischer Reichsleiter der NSDAP, Chef der Kanzlei des Führers, Publizist, SS-Obergruppenführer
  • Walter Buhné, alter Kämpfer der NSDAP und SA
  • Anton Drexler, war Mitbegründer der Deutschen Arbeiterpartei (DAP)
  • Wilhelm Frick, nationalsozialistischer Politiker. Er wurde vor dem Nürnberger Terrortribunal zum Tode verurteilt und hingerichtet.
  • Johann Frey, alter Kämpfer der NSDAP und SA
  • Rudolf Fruhtrunk, alter Kämpfer der NSDAP und SA
  • Ludwig Fuchs, alter Kämpfer der NSDAP und SA
  • Reinhard Heydrich, Leiter des Reichssicherheitshauptamts
  • Tobias Portschy, deutscher Jurist und nationalsozialistischer Politiker aus Österreich. Tobias Portschy war Gauleiter des Gaues Burgenland von 1935 bis zum 11. März 1938
  • Lorenz Steimer, alter Kämpfer der NSDAP und SA
  • Hans Zöberlein, nationalsozialistischer deutscher Schriftsteller und SA-Brigadeführer

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Quelle: Metapedia

4 Gedanken zu “Der Blutorden

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