Das Dritte Reich

Drittes Reich war die Bezeichnung des nationalsozialistischen Deutschen Reiches von 1933 bis 1945 und zugleich eine uralte Prophetie. Im politischen Denken Deutschlands erfuhr diese eine reale Abwandlung. Nach nationalsozialistischer Überzeugung soll dieses Dritte Reich in seiner Verwirklichung der Einheit von Volk und Staat aus sozialistischer Haltung heraus die endgültige Gestaltung deutschen Schicksals und die Erfüllung „deutscher Sendung in die Welt“ sein. Als Völkerrechtssubjekt hat ein Drittes Reich jedoch nie bestanden, sondern ist in Kontinuität des Zweiten Reiches zu sehen, ebenso die Zeit der sogenannten Weimarer Republik.

Ladenschließung in Berlin. Wiedereröffnung im 3. Reich!

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Begriff

Mit „Drittes Reich“ sollte eine klare Abgrenzung zum Ersten Reich, dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (bis 1806), und dem Zweiten Reich, dem Kaiserreich von 1871 bis 1918, geschaffen werden. Bereits 1918 thematisierte der deutsche Philosoph Gottlob Frege den Terminus „Drittes Reich“ in seiner 1918 herausgegebenen Schrift Der Gedanke. Mit der Weimarer Republik wurde und wird diese Bezeichnung praktisch nicht assoziiert. Im Jahre 1923 wurde von Arthur Moeller van den Bruck in seinem Buch „Das dritte Reich“ der Begriff „Zweites Reich“ geprägt. Darin bezeichnete er das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, von 800 bis 1806, als Erstes Reich und das Deutsche Kaiserreich von 1871 bis 1918 als das Zweite Reich. Er erwartete, dass diesem ein Drittes Reich folgen werde. Das „Dritte Reich“ bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch die Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Die Verschwörer des Attentats vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler verwendeten bereits den Terminus des kommenden, Vierten Reiches. Am 3. Mai 1945 sendete der Reichssender Hamburg in Anschluss an den Wehrmachtbericht einen sogenannten „Nachruf auf das Dritte Reich“ durch Albert Speer.

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Führerstaat versus Diktatur

Die u.a. infolge der Umerziehung und BRD-Greuelpropaganda weit verbreitete Auffassung, der nationalsozialistische Führerstaat sei eine Diktatur gewesen, entspricht nicht der historischen Wahrheit:

– Die Regierung des Dritten Reiches kam nicht durch Militärstreich, Umsturz oder Staatsstreich zustande, sondern nach durchgeführten Wahlen.

– Gesetze und politische Fragen von grundsätzlicher Bedeutung wurden während des Dritten Reiches im Sinne einer Volkssouveränität mittels Volksabstimmungen legitimiert.

Die jeweiligen Fragestellungen waren allgemein verständlich abgefasst und konnten von den Stimmberechtigten in der Regel mit „Ja“ oder „Nein“ entschieden werden. Der nationalsozialistische Staat war ein Rechtsstaat, wenn auch nicht nach der heutigen kolportierten Aufassung im Sinne von Demokratismus; denn er handelte nach dem damaligen vom Volke legitimierten, geltendem Recht und gewährleistete allgemeinverbindliches Recht unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit. Gemäß Führergrundsatz fassten die jeweiligen Führer ihre Beschlüsse nicht in alleiniger Entscheidungsgewalt wie ein Diktator, sondern stets in Abstimmung mit den zuständigen sachkundigen Beratungsorganen (Verantwortlichkeit nach oben). Die sodann gefassten Beschlüsse wurden vom verantwortlichen Führer oder Leiter durch Erteilung entsprechender Anweisungen in die Praxis umgesetzt (Autorität nach unten).

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Oberste Reichsbehörden im Dritten Reich

Reichsministerien

Als Reichsministerium wurden ab 1933 folgende Behörden bezeichnet:

  • Reichsarbeitsministerium
  • Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft
  • Reichsfinanzministerium
  • Reichsjustizministerium
  • Reichspostministerium
  • Reichsverkehrsministerium
  • Reichswirtschaftsministerium
  • Reichsministerium des Auswärtigen (seit 1919 übliche Langbezeichnung neben dem weiterhin verwendeten Namen „Auswärtiges Amt“)
  • Reichsministerium des Innern
  • Reichskriegsministerium (zuvor Reichswehrministerium)

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Seit 1933 neu eingerichtet wurden folgende Ressorts:

  • Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda
  • Reichsluftfahrtministerium
  • Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung
  • Reichsministerium für die kirchlichen Angelegenheiten
  • Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
  • Reichsministerium für Bewaffnung und Munition (ab September 1942: Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion)

Weitere Reichsbehörden und Spitzenämter

Zu den obersten Reichsbehörden und Spitzenämtern, die keinem Reichsministerium, aber direkt der Reichskanzlei unterstellt waren oder wurden, zählten:

  • die Dienststelle Stellvertreter des Führers (Parteikanzlei, ab Juni 1933)
  • die Reichsgerichte
  • der Rechnungshof des Deutschen Reiches
  • der Reichsbauernführer (Richard Walther Darré, später in Personalunion mit dem Ernährungsminister)
  • das Reichsforstamt (Hermann Göring, Personalunion mit dem Amt des Reichsjägermeisters)
  • das Reichsamt für Wirtschaftsausbau und Reichsstelle für Wohnungs- und Siedlungswesen (1939–1940)
  • der Reichskommissar für sozialen Wohnungsbau
  • der Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen (Fritz Todt, ab Juni 1933), (Albert Speer, ab Februar 1942)
  • der Generalbauinspekteur für die Reichshauptstadt (Albert Speer, ab Januar 1937)
  • das Rasse- und Siedlungshauptamt
  • das Reichsamt für Wetterdienst (Februar 1933 bis November 1934: Reichsamt für Flugsicherung)
  • das Statistische Reichsamt (bis 1940)
  • das Reichsversicherungsamt (bis 1944)
  • die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte (bis 1935)
  • das Reichsaufsichtsamt für das Versicherungswesen (bis Juni 1943: Reichsaufsichtsamt für Privatversicherung)
  • das Reichsgesundheitsamt (bis 1938)
  • die Reichsanstalt für Vitaminprüfung und Vitaminforschung (ab 1941/42)
  • die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung (Präsident bis Ende 1938: Friedrich Syrup, ab Januar 1939 Staatssekretär unter dem Reichsarbeitsminister)
  • der Reichsarbeitsdienst (Konstantin Hierl, ab 1935 bis 1943; danach Teil des Innenministeriums)
  • der Generalbevollmächtigte für die Wirtschaft (1935; später für Kriegswirtschaft)
  • der Chef des Technischen Amtes des Reichsministeriums für Rüstung und Kriegsproduktion, Hauptdienststellenleiter Karl-Otto Saur (1945 testamentarisch Rüstungsminister in spe)
  • die Reichsstelle für Raumordnung (1935)
  • das Reichsamt für Landesaufnahme
  • der Reichswohnungskommissar (1942–1945)
  • das Reichspatentamt
  • die Reichsjugendführung (Baldur von Schirach, ab 1936)
  • der Reichskommissar für Preisbildung (Carl Friedrich Goerdeler, ab November 1936)
  • der Reichssportführer (ab 1936)
  • der Beauftragte für den Vierjahresplan (Staatssekretär Erich Neumann, ab 1936)
  • der Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei (Chef der Sicherheitspolizei und des SD; Heinrich Himmler, ab 1936)
  • der Generalgouverneur (Hans Frank, seit 1941 auch dessen ständiger Stellvertreter Staatssekretär Josef Bühler)
  • der Generalbevollmächtigte für die Reichsverwaltung (ab 1938)
  • der Ministerrat für die Reichsverteidigung (ab 1938)
  • die Reichsbank (ab Juni 1939)
  • die Reichshauptkasse (bis 1939)
  • die Reichsschuldenverwaltung (bis 1938)
  • die Reichsdruckerei
  • der Reichsprotektor in Böhmen und Mähren (ab März 1939)
  • der Reichsarbeitsführer (Konstantin Hierl, ab 1943)
  • der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz (Fritz Sauckel, ab März 1943)

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Zitat

„Die andere zum Grundsatz des Dritten Reiches dazugehörende Gefahr betraf dessen festen Glauben, daß, solange es Güter gab, die zwischen Nationen getauscht werden konnten, es keinen Grund gab, auf internationale Kreditbanken zurückzugreifen, um den Handel zu finanzieren. Statt dessen sollte es sich um ein reines Tauschgeschäft handeln. Es ist nicht schwierig zu erkennen, daß der Erfolg eines solchen Tauschhandels, wenn er im Weltmaßstab angewendet worden wäre, das Ende für die meisten praktischen Vorhaben des internationalen Finanzsystems und die große Macht, die es auf dessen Betreiber überträgt, bedeutet hätte. Als ob dies in den Augen der internationalen Kreditinstitute nicht Beleidigung genug war, machte sich das Dritte Reich unermüdlich daran, seine Außenverschuldung zu tilgen, um die Herrschaft über die eigene ökonomische Zukunft wiederzuerlangen. Nur eines konnte einen Aufstand solchen Ausmaßes unterdrücken: Krieg. Hätte Hitler fortgeführt, Deutschland auf einer autarken Grundlage zu entwickeln, überschüssige Erzeugnisse für notwendige Importe tauschend, hätte er möglicherweise der Menschheit das größte Geschenk gemacht seit Prometheus dem Himmel das Feuer entriß.“

–  Arthur Kenneth Chesterton  In: The New Unhappy Lords (1965) S. 23 –

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Bücher aus dem Dritten Reich über das Dritte Reich

Sozialismus im Dritten Reich – Heft 8 – Der Leistungskampf der deutschen Betriebe (1938)

Bade, Wilfrid – Der Weg des Dritten Reiches – Band 2 (1935, 164 S., Scan, Fraktur)

Bruck, Arthur Moeller van den – Das Dritte Reich (1933, 190 S., Text)

Maenner im Dritten Reich (1934, 242 S., Scan, Fraktur)

Gedenkhalle fuer die Gefallenen des Dritten Reiches

Goebbels, Joseph – Wege ins dritte Reich (1927)

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Zitat Adolf Hitlers

Die Männer, von denen diese Blätter reden,
sind als Soldaten der nationalsozialistischen
Revolution im Kampfe um Deutschlands
Befreiung und Neugestaltung gefallen.
Ihre große Sehnsucht ist heute Erfüllung
geworden. Aus ihrem Blute ist die Saat
einer besseren Zukunft aufgesprossen, ihr
Opfertod wurde zu einem Bollwerk, das
ihr einstiges Symbol als Fahne des Dritten
Reiches trägt.

– Adolf Hitler in der Widmung des Buches
„Gedenkhalle für die Gefallenen des Dritten Reiches“,
und von ihm persönlich unterschrieben –

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Quelle: In Anlehnung an Metapedia

5 Gedanken zu “Das Dritte Reich

  1. Führerstaat/Führergrundsatz … die einzige funktionierende Gesellschaftsform im Zusammenleben der Menschen nach der‘ großen Katastrophe‘. Uns teilweise übermittelt, erhalten geblieben von den Ureinwohnern Amerikas bzw. bei den wenigen noch heute lebenden indigenen Völkern. Dies war auch die Gesellschaftsform unserer Ahnen, nicht, wie beschrieben in den vorhandenen Blättern der Fälschungsaktion durch die römisch-jüdische Kurie im Mittelalter.
    Nur dieses Zusammenleben ermöglichte es, dass die fähigsten, weisesten, ethischsten Mitglieder der Gemeinschaft im Laufe der Zeit durch eine natürliche Auslese die Führung übernahmen. Weil nur durch vorgelebte Erfahrung und Übernahme der Verantwortung für das eigene Tun diese Selektion ein ganz natürlicher Prozeß in der Entwicklung einer Volksgemeinschaft ist.

    Nicht, wie in der heute, ach so angepriesenen Dämon-(Demo-)kratie. Wo organisierte Verantwortungslosigkeit die niedrigsten Triebe im menschlichen Zusammenleben hervor schiessen lässt und die Gemeinschaft zerstört.
    Schon im alten Hellas wurde erkannt, dass parlamentarische Demokratien als Werkzeug zur Durchsetzung eines besonderen Willens entgegen dem allgemeinen Willen dienen. Diese Durchsetzung eines besonderen entgegen dem allgemeinen Willen ist Unrecht. Parlamentarische Demokratien sind somit ein Unrechtsstaat. (Ohne jetzt auf die Umsetzung des Begriffes ‚Recht‘ in der Führergemeinschaft im Gegensatz zur Dämonkratie einzugehen)
    Mit der im Parlamentarismus funktionierenden organisierten Verantwortungslosigkeit, können sich hierin die eigentlichen Drahtzieher im Hintergrund versteckt halten.

    “Gemäß Führergrundsatz fassten die jeweiligen Führer ihre Beschlüsse nicht in alleiniger Entscheidungsgewalt wie ein Diktator, sondern stets in Abstimmung mit den zuständigen sachkundigen Beratungsorganen (Verantwortlichkeit nach oben). Die sodann gefassten Beschlüsse wurden vom verantwortlichen Führer oder Leiter durch Erteilung entsprechender Anweisungen in die Praxis umgesetzt (Autorität nach unten).“ ….. für uns die übermittelte Erfahrung, in welch kurzer Zeit es möglich ist, eine Volksgemeinschaft neu zu organisieren….

    Am Ende steht der Sieg!

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