Joseph Goebbels – Leiter des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda sowie der Reichskulturkammer

Joseph Goebbels (Lebensrune.png 29. Oktober 1897 in Rheydt, Mönchengladbach, Todesrune.png 1. Mai 1945 in Berlin) war einer der bedeutendsten deutschen Politiker während der Zeit des Nationalsozialismus. Neben zahlreichen anderen Staats- und Parteiämtern leitete er das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda sowie die Reichskulturkammer. Zum Kriegsende war er darüber hinaus auch kurzzeitig Reichskanzler des Deutschen Reiches. Verheiratet war er mit Magda Goebbels und hatte mit ihr sechs Kinder.

Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels (1897 – 1945)

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Herkunft und Kindheit

Paul Joseph Goebbels wurde 1897 in Rheydt (Rheinland) als dritter Sohn von Friedrich, gen. Fritz (Lebensrune.png 1867, Todesrune.png 1929) und Katharina (geb. Odenhausen) geboren. Mit seinen Geschwistern Konrad (Lebensrune.png 1895, Todesrune.png 1949), Hans (Lebensrune.png 1893, Todesrune.png 1947 in französischer Gefangenschaft), Elisabeth (Lebensrune.png1901, Todesrune.png 1915) und der jüngeren Schwester Maria Katharina (Lebensrune.png 1910) (verh. Kimmich und spätere Erbin von Goebbels) wuchs er in einfachen Verhältnissen auf und wurde katholisch erzogen. Sein Vater war zunächst Tagelöhner, Handlungsgehilfe und schließlich Prokurist einer Dochtfabrik, während seine Mutter in ihrer Jugend als Magd arbeitete.

Im Alter von vier Jahren erkrankte er an einer Knochenmarksentzündung, durch die sein rechter Unterschenkel verkümmerte und ein Klumpfuß entstand. Er war mit ca. 165 cm relativ klein, weshalb er im Volksmund auch Schrumpfgermane genannt wurde. Seine Behinderung und die in der Schulumgebung als nicht standesgemäß empfundene Herkunft stachelten seinen Ehrgeiz an.

Bei Kriegsausbruch 1914 meldete sich Goebbels als Freiwilliger, den Dienst im Felde konnte er jedoch wegen seiner Einstufung als militärungeeignet nicht antreten.

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Studium

1917 legte er als Jahrgangsbester sein Abitur ab. Er studierte in den Jahren 1917 bis 1921 Germanistik, Altphilologie und Geschichte in mehreren deutschen Städten. Sein Studium wurde teilweise von einem katholischen Förderprogramm finanziert. Danach begann er die Promotion in Germanistik an der Bonner Universität. Vorzugsweise studierte er in Heidelberg, weil er an diese schöne deutsche, romantische Stadt einige positive Erinnerungen hat – besonders an seine große Jugendliebe Anka Stalherm, die er auch in seinem Roman „Michael“ (1929) erwähnt. Goebbels schloss sein Studium mit der Note 1 ab und war der Beste seines Jahrgangs. Er ließ sich zeit seines Lebens mit seinem akademischen Grad anreden und unterschrieb als Paraphe mit „Dr. G.“.

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Weimarer Republik

Goebbels versuchte von 1921 bis 1924 vergeblich, eine Anstellung als Journalist oder Dramaturg zu erhalten; er wurde von zahlreichen Verlagshäusern abgelehnt. Von Januar bis August 1923 arbeitete Goebbels in der Kölner Filiale der Dresdner Bank. Die Arbeit als „Bürosoldat“ machte ihm jedoch keine Freude und brachte ihm keine innere Genugtuung. Im September 1924 arbeitete Joseph Goebbels als Sekretär des völkisch gesinnten Reichstagsabgeordneten Friedrich Wiegershaus erstmals auf politischem Sektor. Nach ersten Kontakten mit der nationalsozialistischen Partei im November 1924 als Mitarbeiter des NSDAP-Gauleiters von Rhein-Ruhr, Karl Kaufmanns und nach einer Einladung des Führers Adolf Hitler am 24. Januar 1926 in Bamberg wurde Goebbels auf dem NSDAP-Parteitag in Weimar im Juni 1926 zum ersten Mal einem größeren Publikum durch seine flammende Rede bekannt. Goebbels gründete in Mönchengladbach eine Ortsgruppe der Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung Großdeutschlands, einer Ersatzorganisation der seit dem Marsch auf die Feldherrnhalle verbotenen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP).

Vom 1. Oktober 1924 bis zum 20. Januar 1925 war er Schriftleiter der Wochenzeitung „Völkische Freiheit“. Goebbels kritisierte in den von ihm verfassten Artikeln vor allem prominente jüdische Verleger. Im März 1925 wurde er Mitglied des Vorstandes des Gaus Rheinland-Nord der NSDAP. In zahlreichen Reden argumentierte Goebbels gegen die Außenpolitik Gustav Stresemanns.

Im September wurde er Gaugeschäftsführer und Schriftleiter der „Nationalsozialistischen Briefe“, die als Organ des antikapitalistischen Flügels der NSDAP um Gregor Strasser und Otto Strasser die Parteiführung Adolf Hitlers kritisierten.

Seit der Bamberger Führertagung vom 14. Februar 1926 wandte sich Goebbels zunehmend Adolf Hitler zu, womit er sich gegen die Brüder Strasser richtete. Am 28. Oktober 1926 ernannte der Führer Goebbels zum Gauleiter von Berlin-Brandenburg. Am 7. November 1926 kam Goebbels auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin an. Im sogenannten roten Berlin zählte die NSDAP bisher 500 Mitglieder. Er soll sofort die Hälfte der Mitglieder, die entweder ihre Beiträge nicht zahlten oder ihre Pflichten nicht genaunahmen, aus der Partei hinausgeworfen haben. Er machte innerhalb weniger Jahre aus dieser kleinen Partei eine große mit Zehntausenden Mitgliedern. Am 4. Juli 1927 wurde die erste Ausgabe der von Goebbels gegründeten nationalsozialistischen Zeitung „Der Angriff“ gedruckt. Obwohl diese Zeitung wiederholt in finanzielle Schwierigkeiten geriet, konnte Goebbels eine regelmäßige Herausgabe dennoch gewährleisten. Goebbels kritisierte in diesem anfangs zweimal wöchentlich erschienenen Presseblatt u.a. den jüdischen Berliner Vizepolizeipräsidenten Bernhard Weiß.

Goebbels war von 1928 bis 1945 Mitglied des Deutschen Reichstages, wo er wiederholt durch sein Rednertalent überzeugen konnte.

Am 23. Februar 1930 starb der 23-jährige SA-Führer und Pfarrerssohn Horst Ludwig Wessel in Berlin an den Folgen einer Schussverletzung, die ihm Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands beigebracht hatten. Infolgedessen erfuhr Wessels Person durch Goebbels eine zunehmende öffentliche Wertschätzung.

Wenig später wurde der zwischenzeitlich zur Doktorwürde gelangte Goebbels zum Reichspropagandaleiter ernannt, sein Stellvertreter wurde Heinrich Himmler. Goebbels‘ Hauptaufgabe war die propagandistische Vorbereitung der Reichstagswahlen 1930 und 1932. Seit Oktober 1930 wurde die Zeitung „Der Angriff“ eine Tageszeitung.

Anlässlich der bevorstehenden Reichstagswahlen im Juli 1932 organisierte Goebbels die Deutschlandflüge Adolf Hitlers, die den Führer innerhalb eines Monates in über 50 Städte des Reiches führten. Die Art und Weise dieser Parteiveranstaltungen wurde von zahlreichen Reichsbürgern bewundert und führte zu einem weiteren Stimmenzuwachs zugunsten der NSDAP.

Goebbels übernahm den im August 1930 von der Deutschnationalen Volkspartei und vom „Stahlhelm“ gegründeten und seit März 1932 ausschließlich nationalsozialistisch beherrschten „Reichsverband Deutscher Rundfunkteilnehmer für Kultur, Beruf und Volkstum“. Dessen sogenannte Betriebszellen sollten in den Funkhäusern im Falle einer Machtübertragung an die Nationalsozialisten die wichtigsten Funktionen des Sendebetriebes übernehmen.

Auf Goebbels‘ Anordnung hin beteiligten sich die Nationalsozialisten am Streik der Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe, zu dem auch die kommunistische Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition aufgerufen hatte.

Josef Goebbels am Grabe von Professor Ernst Schwartz, ermordet am 19. Januar 1932

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Drittes Reich

Mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 änderte sich das Leben von Goebbels bedeutend. Trotzdem gelang es ihm, in seiner knapp bemessenen Freizeit einige Bücher zu verfassen. Das bekannteste war „Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei“ (1934). Darüber hinaus schrieb er regelmäßig und ausführlich seine Tagebücher, die heute als wichtige Dokumente seines Lebens und politischen Wirkens gelten.

Am 13. März 1933 wurde Goebbels Leiter des „Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda“ und war damit jüngster Minister im Kabinett. Zunächst bestand seine Hauptaufgabe darin, die Bevölkerung über tagesaktuelle Vorkommnisse politisch aufzuklären. Er förderte auch die Produktion des preisgünstigen „Volksempfängers“, den der Volksmund „Goebbels-Schnauze“ nannte.

Da am 23. März 1933 die Juden durch hervorstechende Artikel in VS-amerikanischen Zeitungen sowie durch Boykott deutscher Waren in Amerika das erste Mal dem nationalsozialistischen deutschen Reich den Krieg erklärten, boykottierten die Nationalsozialisten ihrerseits am 1. April 1933 jüdische Geschäfte im ganzen Reich, u.a. durch die SA; dieser Judenboykott dauerte nur 24 Stunden.

Am 23. April besuchte Goebbels seine Geburtsstadt Rheydt, die ihn in einem Festakt zum Ehrenbürger ernannte. Am 24. April fand eine Rede des neuen Ehrenbürgers auf dem Marktplatz von Rheydt vor einer riesigen Menschenmenge statt.

Am 10. Mai fand die bekannte Bücherverbrennung in Berlin auf dem Opernplatz statt, wo Goebbels die Feuerrede hielt.

Weitere wichtige Daten im Jahre 1933 sind: 22. September (Gründung der Reichskulturkammer), 4. Oktober (Schriftleitergesetz). Im Dezember unterstützte er die Ausarbeitung des beliebten Kulturprogrammes der vom DAF-Führer Robert Ley gegründeten Freizeitorganisation „Kraft durch Freude“. Nach dem Umzug in eine repräsentative Dienstvilla am Berliner Wannsee in Schwanenwerder im Jahre 1934, sowie in ein weiteres Haus in Lanke („Haus am Bogensee“), erwarb Goebbels eine weiße Yacht und den dazugehörigen Bootsführerschein. Außerdem hatte er eine teils dienstliche, teils private Wohnung in der Hermann-Göring-Straße 20 im Regierungsviertel, in der Nähe des Brandenburger Tores. Im Februar 1934 setzte Goebbels das neue Reichsfilmgesetz in kraft. Damit sollte den jugendgefährdenden Filmen der Weimarer Republik ein Ende bereitet werden.

1936 verfügte Goebbels den Ausschluss von Personen aus der Reichskulturkammer, deren einer Eltern- oder Großelternteil als jüdisch eingestuft wurde. Goebbels organisierte 1937 die Beschlagnahmung von entarteter Kunst in Museen und ließ einige der Kunstwerke in einer gleichnamigen Ausstellung in München zeigen. Ebenfalls 1937 brachte Propagandamininster Goebbels nach langen Verhandlungen mit Alfred Hugenberg den führenden Filmkonzern Universum-Film AG (Ufa) in Staatsbesitz.

Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 intensivierte Goebbels die Nachrichtenübermittlung mit den „Sondermeldungen“ im Rundfunk und mit den vor dem Hauptfilm laufenden Wochenschau-Programmen. Am 26. Mai 1940 erschien die erste Ausgabe der von Goebbels gegründeten Wochenzeitung „Das Reich“. Als Reichspropagandaminister verfasste er zahlreiche Leitartikel, die sich vor allem an die gebildeten Schichten des In- und Auslands wandten. Spätestens mit dem Beginn des Russlandfeldzuges im Juni 1941 arbeitete Goebbels verstärkt an der Propaganda auf filmischem Gebiete. Er ließ z.B. einen Teil der sinfonischen Dichtung „Les Préludes“ von Franz Liszt zur bekannten Russland-Fanfare umschreiben. Er änderte auch Dialoge von Ufa-Spielfilmen persönlich um, indem er sich selbst dem Drehbuch widmete. Als bestes Beispiel kann hierzu der faszinierende Farbfilm „Kolberg“ genannt werden, der in einer langen Drehzeit zwischen 1942 bis 1944 entstand und am 30. Januar 1945 – dem 12. Jahrestag der Machtübernahme – in Berlin uraufgeführt wurde. Die bedeutendsten Schauspieler agierten unter der Regie von Veit Harlan in diesem Monumental-Film, dessen Drehbuch zu ca. 50 % von Goebbels selbst verfasst bzw. umgeändert worden war. Deshalb war die Bezeichnung „Filmminister“ mehr als zutreffend. Ebenfalls unter dem Einfluss von Goebbels entstand 1940 der bekannte Film „Jud Süß“ mit Ferdinand Marian in der Hauptrolle.

„Wir sind die Schrift der kommenden Zeit“
Mit diesen Worten leitete der Dichter Hanns Johst, der Präsident der Reichsschrifttumskammer, ein von 67 deutschen Dichtern handgeschriebenes Buch ein, das Reichsminister Goebbels bei der Eröffnung der Buchwoche in Weimar überreicht wurde.

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Propagandaleiter

Ansprache nach der Wahl der NSDAP 1933:

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In seiner legendären Sportpalastrede im Berliner Sportpalast vom 18. Februar 1943 rief Goebbels das deutsche Volk zum gemeinsamen Durchhaltewillen auf, um der bolschewistischen Bedrohung Deutschlands und der englischen Kriegshetze, die maßgeblich zur Eskalation des Krieges beigetragen hatte, die Stirn bieten zu können.

In den letzten Kriegstagen im April 1945 bezog Goebbels mit seiner Familie mehrere Räume im Bunker unter der Reichskanzlei, dem sogenannten „Führerbunker“.

Am 21. April wandte er sich ein letztes Mal über den Rundfunk an das Volk, insbesondere an die Berliner:

„Verteidiger Berlins! Auf Euch sind die Blicke Eurer Frauen, Eurer Mütter und Eurer Kinder gerichtet. Sie haben Euch ihr Leben, ihr Glück, ihre Gesundheit und ihre Zukunft anvertraut. Ihr kennt jetzt Eure Aufgabe, und ich weiß, Ihr werdet sie vorbildlich erfüllen. Die Stunde Eurer Bewährung ist da. Mit der militärischen Verteidigung der Reichshauptstadt wurde Generalleutnant Reymann beauftragt. Er ist Träger des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Seiner in diesem Kriege oft bewährten Führung können sich alle Soldaten und Volkssturmmänner bedingungslos anvertrauen. Ich bleibe mit meinen Mitarbeitern selbstverständlich in Berlin. Auch meine Frau und meine Kinder sind hier und bleiben hier. Mit allen Mitteln (lauter Artillerieeinschlag im Hintergrund) werde ich die Verteidigung der Reichshauptstadt aktivieren. Mein Denken und Handeln gilt Eurem Wohl und der Abwehr unseres gemeinsamen Feindes. An den Mauern unserer Stadt wird und muss der Mongolensturm gebrochen werden. Unser Kampf wird das Fanal sein für den entschlossensten Kampf der ganzen Nation. Von dem fanatischen Willen erfüllt, die Hauptstadt des Reiches nicht in die Hände der Bolschewisten fallen zu lassen, sind wir solidarisch zu Kampf und Arbeit angetreten. Unser Ziel ist die Freiheit unseres Volkes und ein Reich der sozialen Gerechtigkeit in einer kommenden glücklichen Zukunft.“

Goebbels war am 29. April 1945 Trauzeuge, als Adolf Hitler kurz vor dem eigenen Freitod Eva Braun heiratete. Adolf Hitler bestimmte seinen Propagandaminister in seinem [angeblichen] Politischen Testament zu seinem Nachfolger als Reichskanzler. Goebbels hingegen diktierte kurz danach um 5.30 Uhr folgenden „Zusatz zum Testament Adolf Hitlers“:

„Der Führer hat mir den Befehl gegeben, im Falle des Zusammenbruchs der Verteidigung der Reichshauptstadt Berlin zu verlassen und als führendes Mitglied an einer von ihm ernannten Regierung teilzunehmen. Zum ersten Mal in meinem Leben muß ich mich kategorisch weigern, einem Befehl des Führers Folge zu leisten. Meine Frau und meine Kinder schließen sich dieser Weigerung an. Im anderen Falle würde ich mir selbst – abgesehen davon, daß wir es aus menschlichen Gründen und solchen der persönlichen Treue niemals über das Herz bringen könnten, den Führer in seiner schwersten Stunde allein zu lassen – für mein ganzes ferneres Leben als ein ehrloser Abtrünnling und gemeiner Schuft vorkommen, der mit der Achtung vor sich selbst auch die Achtung seines Volkes verlöre, die die Voraussetzung eines weiteren Dienstes meiner Person an der Zukunftsgestaltung der Deutschen Nation und des Deutschen Reiches bilden müßte. In dem Delirium von Verrat, das in diesen kritischen Tagen des Krieges den Führer umgibt, muß es wenigstens einige geben, die bedingungslos und bis zum Tode zu ihm halten, auch wenn das einem formalen, noch so begründeten Befehl, den er in seinem politischen Testament zum Ausdruck bringt, widerspricht. Ich glaube, damit dem deutschen Volk für seine Zukunft den besten Dienst zu erweisen, denn für die kommenden schweren Zeiten sind Vorbilder noch wichtiger als Männer. Männer werden sich immer finden, die der Nation den Weg ins Freie zeigen. Aber eine Neubildung unseres völkisch-nationalen Lebens wäre unmöglich, wenn sie sich nicht auf der Grundlage klarer und jedem verständlicher Vorbilder entwickelte. Aus diesem Grunde bringe ich mit meiner Frau und im Namen meiner Kinder, die zu jung sind, um sich selbst äußern zu können, die sich aber, wenn sie das nötige Alter besäßen, vorbehaltlos diese Entscheidung anschließen würden, meinen unverrückbaren Entschluß zum Ausdruck, die Reichshauptstadt, auch wenn sie fällt, nicht zu verlassen und eher an der Seite des Führers ein Leben zu beenden, das für mich persönlich keinen Wert mehr besitzt, wenn ich es nicht im Dienst für den Führer und an seiner Seite zum Einsatz bringen kann. Gegeben zu Berlin, den 29. April 1945, 5.30 Uhr, Dr. Goebbels“

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Joseph Goebbels

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Die Familie

Am 19. Dezember 1931 heiratete er seine liebgewonne politische Kampfgefährtin Magda Quandt standesamtlich in Goldenbow und am selben Tag kirchlich in Severin (Mecklenburg), Trauzeugen waren Franz Ritter von Epp und Adolf Hitler. Die Ehe von Joseph und Magda Goebbels wurde bald, besonders nach der nationalsozialistischen Machtübernahme im Januar 1933, als Musterbeispiel im ganzen Reich bekannt. Die Wohnung der Goebbels in Berlin war ein beliebter Treffpunkt der Parteigrößen.

Im August 1938 plante seine Ehefrau die Scheidung, da Goebbels eine Affäre mit der tschechischen UfA- Schauspielerin Lida Baarova unterhielt. Die Trennung scheiterte jedoch daran, dass der Führer nach einem langem Gespräch auf dem Berghof in Berchtesgaden die beiden Ehegatten wieder zusammenbrachte, was zu einer Versöhnung und zu einem Neubeginn der Ehe führte. Die Familie Goebbels hatte sechs Kinder:

  • Helga Susanne, genannt Helga, Lebensrune.png 1. September 1932
  • Hildegard Traudel, genannt Hilde, Lebensrune.png 13. April 1934
  • Helmut Christian, genannt Helmut, Lebensrune.png 2. Oktober 1935
  • Holdine Kathrin, genannt Holde, Lebensrune.png 19. Februar 1937
  • Hedwig Johanna, genannt Hedda, Lebensrune.png 5. Mai 1938
  • Heidrun Elisabeth, genannt Heide, Lebensrune.png 29. Oktober 1940

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Joseph Goebbels mit seinen Kindern

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Tod der Familie Goebbels

Am 1. Mai 1945 wurden durch den Arzt Helmut Kunz auf Veranlassung der Eltern die sechs Kinder mit einem süßen Getränk betäubt, und dann von Magda Goebbels und Adolf Hitlers Leibarzt Ludwig Stumpfegger mit Blausäurekapseln getötet.

Am gleichen Tag gegen 20.30 Uhr rief Goebbels seinen Adjutanten zu sich und verpflichtete ihn, seinen Körper zu verbrennen, sobald er sich entleibt habe. Er begab sich in einer Feuerpause in den Garten hinauf. Daraufhin töteten sich Goebbels und seine Frau Magda vermutlich mit Blausäure. Laut Aussage von Goebbels‘ Sekretär Schwägermann soll sich Goebbels erschossen haben, während sich Magda Goebbels vergiftete.

Obduktionsergebnisse der nur unvollständig verbrannten Leichen, durchgeführt von der Roten Armee, widersprechen diesen Angaben, wobei denselben allerdings, aufgrund der erfahrungsgemäßen Unzuverlässigkeit sowjetischer Forschungsergebnisse, nur ein sehr eingeschränkter Wert eingeräumt werden kann.

Die Leichen des Ehepaares Goebbels wurden am Morgen des 2. Mai von Goebbels‘ Adjutant, der am Fuße der Bunkertreppe gewartet hatte, im Garten der Neuen Reichskanzlei flüchtig mit Benzin übergossen und nur unvollständig verbrannt.

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Zitate

Es ist durchaus nicht an dem, als machten wir den Juden zum alleinigen Hauptschuldigen an der deutschen Geistes- und Wirtschaftskatastrophe. Wir kennen alle die anderen Ursachen, die zum Verfall unseres Volkes führten. Aber wir haben auch den Mut, seine Rolle in diesem Prozeß zu erkennen und beim Namen zu nennen.“

– Auf dem Reichsparteitag 1933 –

Wenn nun einer glaubt, besonders nationalsozialistisch zu sein, wenn er erklärt, ‚man darf einem Juden nichts verkaufen‘. – oder: ‚Juden sind hier überall unerwünscht.‘ Sie sind in Dörfern unerwünscht, in Städten unerwünscht, sie sind in Provinzen unerwünscht, in Seebädern und in Gebirgsbädern und – ja wo sollen sie denn hingehen? Sie müssen doch irgendwo bleiben! […] Denn wir können ja die Juden nicht weg schieben. Sie sind ja da. Sie besitzen ja keine Insel, auf die wir sie transportieren könnten.“

– Nürnberger Gesetze 1935 –

„Es mag gut sein, Macht zu besitzen, die auf Gewehren ruht, besser aber und beglückender ist es, das Herz eines Volkes zu gewinnen und es auch zu behalten.“

– Rede auf dem Reichsparteitag 1934 in Nürnberg –

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Joseph Goebbels beim Reichsparteitag

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Werke

Joseph Goebbels war auch als Autor einer Reihe von Büchern tätig:

  • Michael. Ein deutsches Schicksal in Tagebuchblättern, 1929
  • Signale der neuen Zeit – 25 ausgewählte Reden von Joseph Goebbels, Zentralverlag der NSDAP, München, 8. Auflage, 1934
  • Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei, 1934
  • Kampf um Berlin, Zentralverlag der NSDAP, München, 1934
  • Wesen und Gestalt des Nationalsozialismus, 1934
  • Der Kongress zur Nürnberg 1934, Zentralverlag der NSDAP, München, 1934
  • Der Angriff. Aufsätze aus der Kampfzeit, Zentralverlag der NSDAP, München, 1935
  • Der Angriff. Das kleine abc des Nationalsozialisten
  • Georg-Wilhelm Müller (Hrsg.): Wetterleuchten, Zentralverlag der NSDAP, München, 1943
  • Die Zeit ohne Beispiel, Reden und Aufsätze aus den Jahren 1939–41, Zentralverlag der NSDAP, München, 1941
  • Der Nazi-Sozi
  • Das eherne Herz – Reden und Aufsätze 1941–1942, Zentralverlag der NSDAP, München, 1942
  • Ralf Georg Reuth (Hrsg.): Tagebücher 1924–1945, Piper-Verlag ISBN 978-3492252843
  • Der steile Aufstieg, 1944
  • Das Buch Isidor – Ein Zeitbild voll Lachen und Haß, 1931
  • Den Müttern und Frauen unserer Gefallenen zum Muttertag, 1944
  • Wege ins Dritte Reich, 1927
  • Revolution der Deutschen, 1933

Aufsätze:

  • Der Jude (21. Januar 1929)
  • Quo vadis, Polonia? (5. Mai 1939)
  • Aus Churchills Lügenfabrik (12. Januar 1941)
  • Wann oder wie? (9. November 1941)
  • Die Juden sind schuld! (16. November 1941)
  • Der Gefangene des Kreml (23. August 1942)
  • Die Urheber des Unglücks der Welt (21. Januar 1945)

Bühnenwerke:

  • Der Wanderer
  • Die Blutsaat

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Bei einem Empfang in der Wiener Hofburg am 30. März 1938, v.l.n.r. Joseph Goebbels, Gertrud Seyß-Inquart, Kaj Mühlmann, Paula Wessely

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Quelle: Metapedia

2 Gedanken zu “Joseph Goebbels – Leiter des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda sowie der Reichskulturkammer

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