Arthur Axmann – HJ-Reichsjugendführer

Arthur Axmann ( Lebensrune.png 18. Februar 1913 in Hagen, Westfalen; Todesrune.png 24. Oktober 1996 in Berlin) war ein nationalsozialistischer Funktionär und Reichsjugendführer während der Zeit des Nationalsozialismus.

Arthur Axmann (1913-1996)

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Familie und Jugend

Axmann entstammt einer Familie, in der stets der Grundsatz der Boden- und Werkverbundenheit in Vordergrund stand. Sein Vater hatte sich aus einfachen Verhältnissen emporgearbeitet, starb jedoch sehr früh und ließ Frau und fünf Kinder zurück. Als Ältester wurde Arthur Axmann am 18. Februar 1913 in Hagen/Westfalen geboren. Nach dem Tode seines Vaters ging seine Mutter nach Berlin und arbeitete hier vierzehn Jahre lang in einer Fabrik, um für ihre fünf Kinder zu sorgen. So bekam Arthur Axmann schon in seiner frühesten Jugend am eigenen Leibe die bitterste Not zu spüren. Die Tätigkeit seiner Mutter ermöglichte es ihm, unter den größten Entbehrungen und Opfern die Oberrealschule zu besuchen und das Abitur zu bestehen.

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Politische Karriere

Schon als Fünfzehnjähriger kam er, weil er die verzweifelte Lage der Jungarbeiter im Norden Berlins erkannte, zur Hitler-Jugend und wurde bald Führer. Er tat schon 1928 in der damals noch kleinen HJ seinen Dienst, und es ist bezeichnend, dass aus seiner Gefolgschaft die meisten Hitler-Jungen gefallen sind: Herbert Norkus, Gerhard Liebsch und Walter Wagnitz. Aus dem Berufskampf seiner Mutter und seiner eigenen täglichen Anschauung kam er zu der Überzeugung, dass der Kampf um die Jugend in erster Linie in den Betrieben und Fachschulen geführt werden müsse. Deshalb zog Arthur Axmann noch als Pennäler mit seiner Gefolgschaft in die großen Betriebe des Berliner Nordens und hielt Betriebsversammlungen ab. Dass er sich als Gymnasiast in erster Linie um die Jungarbeiter kümmerte, täglich unter ihnen zu finden war und auch, wenn es darauf ankam, vor einer handgreiflichen Auseinandersetzung nicht zurückschreckte, ließ ihn immer mehr die Herzen der Jugend gewinnen. Er gründete den Berufsschülerbund, aus dem sich dann später die Nationalsozialistischen Jugendbetriebszellen entwickelten. Der damalige Reichsleiter der Hitler-Jugend, Dr. von Renteln, berief ihn Anfang 1932 als Organisator der Jugendbetriebszellen in die Reichsleitung der HJ. Gleichzeitig ernannte ihn der Reichsleiter der NSDAP, Walter Schumann, zum Referenten für die Fragen der Jungarbeiter. Nachdem er schon in Berlin auf hunderten Versammlungen gesprochen hatte, bereiste er weite Teile Mitteldeutschlands, Westdeutschlands und Schlesiens und gründete zahlreiche neue Jugendbetriebszellen.

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Drittes Reich

Nach der Machtübernahme und der Unterstellung der gesamten deutschen Jugend unter den Reichsjugendführer Baldur von Schirach ernannte ihn dieser zum Obergebietsführer und machte ihn zum Leiter des Sozialen Amtes der Reichsjugendführung. Zu seinen Aufgabengebieten gehörten alle Fragen der Jugendpflege wie Jugendrecht, Arbeitsdienst, Landjahr, Landhilfe, Siedlungsfragen, die zusätzliche Berufsschulung, die Überwachung der Gesundheitspflege und weitere die deutsche Jugend berührende soziale Fragen. Ab Mai 1933 war Axmann Gebietsführer und Leiter des Sozialen Amtes der Reichsjugendführung, im November 1934 übernahm er die Führung der HJ in Berlin, im Juli 1936 wurde er Leiter des Reichsberufswettkampfes. 1939/40 nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verlor Axmann als Soldat den rechten Arm. Am 1. Mai 1940 wurde er Stellvertreter des Reichsjugendführers Baldur von Schirach und am 8. August 1940 dessen Nachfolger. Er trieb die militärische Organisation der HJ voran, widmete den HJ-Streifendienst zu einer Nachwuchs- und Rekrutierungsorganisation für die Waffen-SS um. Seit Oktober 1941 war er Mitglied des Reichstages, Wahlkreis Ostpreußen.

Axmann baute das staatliche Berufsbildungswerk auf und gründete den Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend. Er hatte, auch als Mitglied der Deutschen Akademie für Recht, maßgeblichen Anteil am Jugendschutzgesetz (1938) und am Jugendgerichtsgesetz (1943), die im wesentlichen von der BRD übernommen worden sind und selbst NS-Feinden als „progressiv“ gelten. Axmann machte sich um die Organisierung der Kinderlandverschickung verdient, durch die Millionen Kinder aus bombenbedrohten Großstädten in Sicherheit gebracht worden sind.

Auf eine Idee Axmanns ging die Aufstellung der 12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“ zurück, die 1943 aus Freiwilligen der Hitlerjugend, mehrheitlich 17 Jahre alt, gebildet wurde. In den letzten Kriegswochen kommandierte Axmann improvisierte Einheiten der HJ als Teil des Volkssturmes zum Einsatz gegen die sowjet-bolschewistischen Invasoren beim Endkampf um Berlin. Am 30. April 1945 verließ er zusammen mit Martin Bormann den Kanzleibunker. Er schaffte den Ausbruch und fiel in westalliierte Gefangenschaft.

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Nachkriegszeit

Nach dem Krieg wurde Axmann offiziell für tot erklärt, lebte jedoch unter dem Decknamen Erich Siewert unerkannt in Mecklenburg-Vorpommern, bis er im Dezember 1945 in Lübeck verhaftet wurde, nachdem er Kontakt zu ehemaligen Funktionären der HJ und der NSDAP aufgenommen hatte. Im Oktober 1946 wurde Axmann kurzzeitig aus der Haft entlassen, im Juli 1947 jedoch erneut inhaftiert und verhört. Im April 1949 wurde er im Entnazifizierungsverfahren als Hauptschuldiger zu über drei Jahren Arbeitslager verurteilt, auf die jedoch die Untersuchungshaft angerechnet wurde. Am 19. August 1958 verurteilte ein Berliner Gericht Axmann wegen „Verhetzung der Jugend“ zu einer Geldstrafe von 35.000 DM, die Axmann durch den Verkauf mehrerer Berliner Grundstücke aufbringen konnte.

Ein von ihm gegründetes Handelsunternehmen musste 1960 wegen schlechter Auftragslage schließen. Von 1971 bis 1976 plante er auf Gran Canaria für ein spanisches Unternehmen ein Freizeitzentrum.

Axmann HJ.jpgNach 1976 lebte er in Berlin, zog sich ab 1985 aus dem Berufsleben zurück und arbeitete an seinen Memoiren, die 1995 unter dem Titel „Das kann doch nicht das Ende sein“ erschienen, die sehr begrüßt wurden, weil er sich „nicht der Radikalumerziehung angebiedert“ habe. In dem Buch schildert er seine Jugenderlebnisse in der Weimarer Republik, die Aufbauarbeit der HJ im Dritten Reich und den Einsatz der Jugend im Krieg an der Front und in der Heimat.

Gegen Ende seines Lebens kam Axmann noch einige Male in mehreren TV-Dokumentarsendungen zum Themenbereich Zweiter Weltkrieg und Drittes Reich als Zeitzeuge zu Wort.

Am 24. Oktober 1996 starb er im Alter von 83 Jahren in Berlin.

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Quelle: Metapedia

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