In der BRD wird die Sozialistische Reichspartei (SRP) am 23. Oktober 1952 wegen ihrer angeblichen Nähe zur NSDAP verboten

Die Sozialistische Reichspartei (SRP) war eine deutsche Partei, die am 2. Oktober 1949 in der Bundesrepublik Deutschland von Generalmajor a. D. Otto Ernst Remer und dem völkischen Schriftsteller Dr. Fritz Dorls gegründet wurde. Weitere der neun Mitbegründer waren Wolfgang Falck, August Finke, Bernhard Gericke, Gerhard Heinze, Helmut Hillebrecht, Gerhard Krüger und Wolf Graf von Westarp. Diese bildeten (außer Remer und von Westarp, die verzichteten) auch den ersten Parteivorstand. Die Partei zählte zeitweise annähernd 40.000 Mitglieder. Da sie das Gedankengut der NSDAP – wenn auch in notwendigerweise abgeschwächter Form – vertrat, wurde sie 1952 dennoch von der BRD mit all ihren Unterorganisationen (Reichsjugend, Reichsfront) verboten und das gesamte Parteivermögen entzogen. Ein prominenter Unterstützer der SRP war der ehemalige Luftwaffenoberst Hans-Ulrich Rudel.

Sozialistische Reichspartei
Sozialistische reichspartei.PNG
Partei­vorsitzender Otto Ernst Remer
Gründung 2. Oktober 1949
Gründungs­ort Hannover
Verbot 23. Oktober 1952
Jugend­organisation Reichsjugend

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Regionale Hochburgen

Die Partei hatte ihr Hauptverbreitungsgebiet in Niedersachsen und errang bei den Wahlen zum Landtag im Mai 1951 11,0 % der Stimmen. Ihren größten Erfolg erzielte sie mit 21,5 % der Stimmen im Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirks Stade. Im Wahlkreis Verden lag sie mit 27,7 % der Stimmen sogar noch um 6,2 % über dem Regierungsbezirksdurchschnitt. Nur sechs Jahre nach dem gewaltsamen Ende des Nationalsozialismus war damit in zwei von drei Dorfgemeinden wieder eine nationale Partei stärkste politische Kraft geworden.

Datei:Bundesarchiv Bild 183-15845-0010, Sozialistische Reichspartei, Dorls, Remer, Westarp.jpg

Die Führer der SRP:
1. Vorsitzender Dr. Fritz Dorls, Generalmajor Otto Ernst Remer, 2. Vorsitzender Wolf Graf von Westarp

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Unterorganisationen

Die Reichsjugend war der Jugendverband der SRP und die Reichsfront der Ordnerdienst.

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Reichsjugend

Die Reichsjugend war die Jugendorganisation der 1952 verbotenen Sozialistischen Reichspartei.

Die Reichsjugend wurde im Januar 1950 von Herbert Münchow und Walter Matthaei in Flensburg gegründet.

Aufbau

Die Reichsjugend richtete sich an Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 21 Jahren, bis Mitte 1951 sollten ältere Mitglieder in die Reichsfront, den Ordnungsdienst der Sozialistischen Reichspartei, wechseln.

Mitte 1951 existierten Gruppen der Reichsjugend hauptsächlich in ländlichen Regionen der BRD-Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Inhalte

Hauptziel der Reichsjugend war die weltanschaulische Schulung ihrer Mitglieder entsprechend dem nationalsozialistisch geprägten Parteiprogramm der Sozialistischen Reichspartei. Ergänzt wurde dies durch Programmelemente wie Zeltlager oder Volkstanz. Daneben beteiligte sich die Reichsjugend an Veranstaltungen der Mutterpartei und an antikommunistischen Kundgebungen.

Organisationen gleichen Namens

Die Bezeichnung Reichsjugend wurde mehrfach von anderen Jugendorganisationen aufgegriffen:

  • Reichsjugend (Höller), am 8. Juni 1957 in Nordrhein-Westfalen verboten
  • Deutsche Reichsjugend (auch Reichsjugend-Korps) um Herbert Münchow (überparteilich, der Deutschen Reichspartei nahestehend); 1950 von der Reichsjugend abgespalten, Mitglied imKameradschaftsring Nationaler Jugendverbände
  • Deutsche Reichsjugend der Deutschen Liga für Volk und Heimat; gegründet 1990

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Quelle: Metapedia

3 Gedanken zu “In der BRD wird die Sozialistische Reichspartei (SRP) am 23. Oktober 1952 wegen ihrer angeblichen Nähe zur NSDAP verboten

    • Genau! Und nun die Preisfrage: Warum ist die NPD noch nicht verboten?

      a) Weil sich die Dinge seit den 50er Jahre änderten und Deutschland souverän und demokratischer geworden ist.
      b) Weil die NPD eine Teil des Systems ist für die Aufrechterhaltung des „Kampfes gegen Rechts“ gebraucht wird.
      c) Nichts von den beiden, sondern weil…

      Meine endgültige Antwort: a) 🙂

      Gefällt 1 Person

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