Mit der Niederlage der letzten polnischen Truppen endet der 18-Tage-Feldzug des Deutschen Reiches gegen Polen am 6. Oktober 1939

Der Polenfeldzug war die deutsche Notwehr als begrenzter Konflikt gegen die zahlreichen vorhergegangenen militanten und später auch militärischen Überfällen Polens auf Deutschland, welches sich insbesondere durch die englisch-französische Garantieerklärung gestärkt gegenüber Deutschland sah. Wenige Tage zuvor war Adolf Hitlers 16-Punkte-Vorschlag an die polnische Regierung von Polen mit einerGeneralmobilmachung beantwortet worden, was einer Kriegserklärung gleichkam. Im Zuge der offiziellen Geschichtsschreibung wird nichts unversucht gelassen zu behaupten, daß an diesem Tage ein Zweiter Weltkrieg ausgebrochen sei. Dies ist allerdings mitnichten der Fall. Es handelte sich vielmehr um einen begrenzten Konflikt, der nach 18 Tagen beendet war.

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Polenfeldzug 1939
Die Schleswig-Holstein beim Beschuss der deutschen Westerplatte bei Danzig, mit ihrem polnischen Militärstützpunkt.Die Schleswig-Holstein beim Beschuss der deutschen Westerplatte bei Danzig, mit ihrem polnischen Militärstützpunkt.
Datum 1. September–6. Oktober 1939
Ort Ostdeutschland, Polen und die Freie Stadt Danzig
Ausgang Sieg der deutschen Truppen
Folgen Wiedereingliederung der polnisch annektierten deutschen Gebiete in das Deutsche Reich, vorübergehende Besetzung des polnischen Staates mit Aufteilung Polens in Besatzungszonen zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion, Wiedervereinigung Danzigs mit dem Deutschen Reich
Friedensschluss Am 6. Okt. 1939 letztes Gefecht mit regulären Truppen, Vorschlag der Wiederherstellung eines polnischen Staates
(von den westlichen Kriegsgegnern Deutschlands abgelehnt)
Konfliktparteien
Polen Polen
Deutsches Reich Deutsches Reich
Befehlshaber
Edward Rydz-Śmigły
(Oberbefehlshaber)
Walther von Brauchitsch
(Oberbefehlshaber des Heeres)
Truppenstärke
37 Divisionen,
12 Brigaden
4.300 Geschütze
750 gepanzerte Fahrzeuge
900 FlugzeugeGesamtstärke:
1.000.000 Polen
61 deutsche Divisionen,
6 deutsche Brigaden,
10.000 Geschütze
3.600 gepanzerte Fahrzeuge
1.929 FlugzeugeGesamtstärke:
1.600.000 Deutsche
Verluste
66.300 Tote,
133.700 Verwundete,
694.000 Gefangene,
16.376 umgekommene Zivilisten (Sept./Okt. 1939)
Heer:
16.843 Tote,
36.473 Verwundete,
320 Vermisste
Luftwaffe:
549 Tote,
407 Verwundete
Kriegsmarine:
77 Tote,
3 Vermisste,
115 Verwundete
Wehrmacht insgesamt:
17.469 Tote,
323 Vermisste,
36.995 Verwundete
Mehrere Tausend ermordeteVolksdeutsche

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Einleitende Betrachtung

Der polnische Historiker Pawel Wieczorkiewicz bestätigte in der renommierten polnischen Zeitung Rzeczpospolita, dass Adolf Hitler mit Polen keinen Krieg wollte, sondern den Nachbarstaat bis März 1939 als potentiellen Verbündeten ansah; dies wurde erst durch Polens Allianz mit Großbritannien untergraben. Briten und Franzosen hätten Polen mutwillig ins offene Messer laufen lassen.

Die militärische Operation begann am 1. September 1939 mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in das nach dem sogenannten Versailler Vertrag Polen zugeschlagene deutsche Reichsgebiet sowie mit Aktionen zum Schutze der Bevölkerung in der freien und Reichsstadt Danzig mit dem Ziel der Wiedervereinigung Danzigs mit dem Reich, nachdem zwei Tage zuvor, am 30. August 1939, (offiziell) die polnische Generalmobilmachung befohlen worden war. Er endete de facto am 6. Oktober mit der Kapitulation der letzten polnischen Feldtruppen; zwischenzeitlich hatte sich die polnische Regierung ins englische Exil abgesetzt.

Frankreich und das Vereinigte Königreich nahmen dies unter Verweis auf ihre Beistandsverträge mit Polen vom Frühjahr 1939 zum willkommenen Anlass, dem Deutschen Reich am 3. September den Krieg zu erklären und entfesselten somit den Zweiten Weltkrieg.

In Folge der im geheimen Zusatzprotokoll zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt vom 24. August 1939 gemachten Aufteilung der Interessengebiete, marschierte am 17. September auch die Rote Armee in ihren zuvor von Polen geraubten Gebieten, fälschlicherweise „Ostpolen” genannt, ein. Dieser Einmarsch in Revision des Polnisch-Sowjetischen Krieges von 1920 wird dem Begriff „Polenfeldzug” zugeordnet.

Der deutsche Außenminister von Ribbentrop am 27. August 1939 in einer letzten scharfen Warnung an Polen: (mp3) 

Adolf Hitler sagte zur polnischen Kriegsschuld in seinem Aufruf vom 1. September 1939 an die Wehrmacht:

„Der polnische Staat hat die von mir erstrebte friedliche Regelung nachbarlicher Beziehungen verweigert, er hat stattdessen an die Waffen appelliert. Die Deutschen in Polen werden mit blutigem Terror verfolgt, von Haus und Hof vertrieben. Eine Reihe von für eine Großmacht unerträglichen Grenzverletzungen beweist, daß die Polen nicht mehr gewillt sind, die deutsche Reichsgrenze zu achten. Um diesem wahnwitzigen Treiben ein Ende zu bereiten, bleibt mir kein anderes Mittel, als von jetzt ab Gewalt gegen Gewalt zu setzen. Die deutsche Wehrmacht wird den Kampf um die Ehre und die Lebensrechte des wiederauferstandenen deutschen Volkes mit harter Entschlossenheit führen. Ich erwarte, daß jeder Soldat, eingedenk der großen Tradition des ewigen deutschen Soldatentums, seine Pflicht bis zum letzten erfüllen wird. Bleibt Euch stets und in allen Lagen bewußt, daß Ihr die Repräsentanten des nationalsozialistischen Großdeutschlands seid! 
Es lebe unser Volk und unser Reich!”

Adolf Hitler ging in seiner Rede vom 1. September 1939 eingehend auf die Ursachen und Gründe dieser Notwehrmaßnahme des deutschen Staates ein. Anlässlich des Vollzugs der Wiedervereinigung Danzigs mit dem Deutschen Reich hielt der Führer in Danzig am 19. September 1939 eine Rede, in der er nochmals auf die Ursachen des begrenzten Feldzuges gegen Polen einging. Nach dem erfolgreichen Polenfeldzug richtete er in seiner Rede vom 6. Oktober 1939 einen eindringlichen Friedensappell an diejenigen Staaten, die Deutschland den Krieg erklärt hatten und schlug die sofortige Wiederherstellung des polnischen Staates in seinen rechtmäßigen Grenzen vor.

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Vorgeschichte

Das polnische Großmachtstreben nach dem Ersten Weltkrieg hatte für die Deutschen im Grenzland zu Polen und den durch Polen entrissenen deutschen Gebieten mit mehrheitlich deutscher Bevölkerung – auf Grundlage des sogenannten Versailler Vertrages – bis zu diesem Zeitpunkt unerträgliche Ausmaße angenommen. Die damals durch den polnischen Staat zensierte, Pilsudski nahestehende Zeitschrift „Mocarstwowiec“ – „Die Liga der Großmacht [sic!]“ , schrieb zum Beispiel im Jahre 1930:

„Wir sind uns bewußt, daß Krieg zwischen Polen und Deutschland nicht vermieden werden kann. Wir müssen uns systematisch und energisch für diesen Krieg vorbereiten. Die heutige Generation wird sehen, daß ein neuer Sieg bei Grunwald (Anspielung auf die Schlacht bei Tannenberg 1410) in die Seiten der Geschichte eingeschrieben wird. Aber wir werden dieses Grunwald in den Vorstädten von Berlin schlagen. Unser Ideal ist, Polen mit Grenzen an der Oder im Westen und der Neiße in der Lausitz abzurunden und Preußen vom Pregel bis zur Spree einzuverleiben. In diesem Krieg werden keine Gefangenen genommen, es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein. Wir werden die ganze Welt mit unserem Krieg gegen Deutschland überraschen.“

Die britische Zeitung Manchester Guardian schrieb am 14. Dezember 1931 über die Lage:

„Die Minderheiten in Polen sollen verschwinden. Die polnische Politik ist es, die dafür sorgt, daß sie nicht nur auf dem Papier verschwinden. Diese Politik wird rücksichtslos vorwärtsgetrieben und ohne die geringste Beachtung der öffentlichen Meinung der Welt, auf internationale Verträge oder auf den Völkerbund. Die Ukraine ist unter der polnischen Herrschaft zur Hölle geworden. Von Weißrußland kann man dasselbe mit noch größerem Recht sagen. Das Ziel der polnischen Politik ist das Verschwinden der nationalen Minderheiten, auf dem Papier und in der Wirklichkeit.“

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Polnische Kriegspläne

Polen hatte in den 1920-er Jahren den „Plan Foch” ausgearbeitet, mit Angriffshandlungen gegen Berlin und Danzig. 1933 beabsichtigte man eine gemeinsame „Präventivaktion” gegen Deutschland als „Polizeiaktion” durchzuführen, ohne ernsthaften deutschen Widerstand von seiten des abgerüsteten Deutschen Reiches erwarten zu müssen. Dieses Vorhaben scheiterte aber am fehlenden Einverständis der Westmächte. Später wurde ein „Plan West” auch Frankreichs General Gamelin unterbreitet und ab März 1939 weiter ausgearbeitet.

Dem polnischen Generalstab und der polnischen Führung war nur teilweise klar, dass Polens Streitkräfte inzwischen denen der Wehrmacht materiell und operativ unterlegen waren. So meinte der Kriegsminister Tadeusz Kasprzycki:

„Man rät uns zum Bau von Festungen und zur Vorbereitung eines Verteidigungskrieges, empfiehlt uns Rückzugsmanöver und Widerstand an unseren Flußläufen. Nichts davon werden wir tun. Wir kennen nur die Offensive, und im Angriff werden wir siegen.“

Die Devise lautete Marsz na Berlin! Marsz na Berlin! Polen verfügte über umgerechnet etwa 44 Divisionen gegenüber etwa 57 deutschen Divisionen, die noch dazu besser ausgerüstet und bewaffnet waren. 3.200 deutschen Panzern (davon ein großer Teil leichte Panzer und tschechische Fabrikate) standen ca. 800 leichte und veraltete Panzer gegenüber. Panzerdivisionen nach deutschem Muster gab es bis auf eine motorisierte Brigade nicht. Den deutschen Luftflotten 1 und 4 mit zusammen 1.929 einsatzbereiten, zum Teil modernsten Flugzeugen konnten die Polen nur 842 Maschinen entgegenstellen.

Polen plante im Westen eine Expansion seines Landes bis Berlin und Dresden. Im Sommer 1939 rechnete Polen mit einem schnellen Sieg über die deutsche Wehrmacht. Selbst der polnische Generalstab war sich eines schnellen Vormarsches bis Berlin sicher. Als der damalige französische Außenminister George Bonner dem polnischen Botschafter in Paris, Graf Julius Lukasiewicz, bei einer Unterredung am 15. August 1939 warnend vorhielt, dass Adolf Hitler die polnische Armee innerhalb von drei Wochen zu besiegen gedenke (was dann bekanntlich auch geschah), antwortete dieser entrüstet:

„Im Gegenteil, die polnische Armee wird vom ersten Tage an nach Deutschland eindringen.”

Diese völlig groteske und, wie sich zeigen sollte, tragische Verkennung der Wirklichkeit trug mit dazu bei, dass Warschau im August 1939, die einen Ausgleich der Spannung gewidmeten deutschen Vorschläge zur Lösung der Danzig- und Korridorfrage, brüsk ablehnte und im Lande eine Kriegshysterie und Kriegsbegeisterung erzeugte, die sich an vielen Beispielen zeigte.

Bezeichnend war ein Vorfall, den Ernst Riezler aus München in einem Leserbrief in der Quick erwähnte:

„Der polnische Marschall Rydz-Śmigły ließ sich bereits vor dem September 1939 ein Ölgemälde anfertigen, das ihn hoch zu Roß in voller Galauniform unter dem Brandenburger Tor zeigt.”

– Quick Nr 45, 1979 –

Und auch in einem fast ganzseitigen Bericht über „Polen 1939” in der FAZ heißt es:

„Diese Siegeszuversicht [Polens], die sich nicht zuletzt auf den Ausbruch eines ‚allgemeinen Krieges‘ stütze, entsprach im übrigen auch ein Gemälde, das der polnische Oberkommandierende, Marschall Rydz-Smigly, bereits im Sommer 1939 in Auftrag gab und das ihn hoch zu Roß in voller Gala-Uniform als Sieger unter dem Brandenburger Tor zu Berlin zeigte”.

– Dr Alfred Schickel „Polen 1939 – gesehen mit britischen Augen”, in Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 202 vom 31. August 1979 S. 5 f –

Im Mai 1939 – nach der englischen Garantie für Polen – fanden auch polnisch-französische Generalstabsbesprechungen in Paris statt. Der polnische Kriegsminister General Kasprzycki und sein Generalstabschef waren in Paris, um mit General Gamelin zu konferieren. Bei einem Frühstück wurde – in Anwesenheit des damaligen französischen Außenministers Georges Bonnet – der polnische Kriegsminister nach dem Zustand der Befestigungen an der deutsch-polnischen Grenze gefragt. Kasprzycki antwortete:

„Wir haben keine [Befestigungen], denn wir gedenken einen Bewegungskrieg zu führen und gleich zu Beginn der Operationen in Deutschland einzufallen.”

Edward Rydz-Śmigły erklärte:

„Polen will den Krieg mit Deutschland und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte.”

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Polnisches Expansionsstreben Juni 1939. Die dicke Linie zeigt die
„historische Westgrenze Polens”.
Das gewünschte polnische Territorium umfasst die Slowakei, die Tschechei, Schlesien, Pommern, Westpreußen und Ostpreußen und grenzt bis an Berlin und Dresden. Die dünne Linie markiert die „heutige Westgrenze Polens” (Juni 1939). Oben ein Zitat von Dichter Adam Mickiewicz:
„Und jeder von Euch trägt in seiner Seele den Samen künftiger Rechte und ein Maß künftiger Grenzen.”

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Polnisch-deutsche Spannungen (1919–1933)

Polen wurde am 11. November 1918 als unabhängige Republik neu gegründet. Es gehörte für die Siegermächte des Ersten Weltkrieges zum osteuropäischen Cordon Sanitaire, der Westeuropa vor dem bolschewistischen Russland schützen und auch mögliche Großmachtambitionen des deutschen Reiches eindämmen sollte, um englische und französische Interessen in Europa nicht gefährden zu können.

Der sogenannte Versailler Vertrag schlug das deutsche Westpreußen mitsamt dem mehrheitlich deutsch besiedelten Korridor Polen zu und trennte damit Ostpreußen vom übrigen Reichsgebiet. Danzig wurde als Freie Stadt mit einem polnischen Freihafen aus dem Reich ausgegliedert und unter die Kontrolle des Völkerbunds gestellt. Für die ethnischen Minderheiten in Polen – vor allem Ukrainer, Juden, Weißrussen und Deutsche – waren Sonderrechte vorgesehen. Mit den im sogenanntenVersailler Vertrag festgelegten Grenzen war weder die polnische noch die deutsche Seite einverstanden. Polen erweiterte sein Staatsgebiet nach Osten über die in den Pariser Friedensverhandlungen vorgeschlagene Grenze (Curzon-Linie) hinaus zu Lasten Litauens und Sowjetrusslands im Polnisch-Sowjetischen Krieg, einem aggressiven Angriffskrieg. Der genaue Grenzverlauf zwischen Deutschland und Polen wurde erst nach bürgerkriegsartigen Aufständen in Oberschlesien im Juli 1921 festgelegt und blieb dadurch auch weiterhin ein ständiger Streitpunkt.

Alle Regierungen der Weimarer Republik verfolgten im Sinne weiter Teile der Bevölkerung eine Revision der Ostgrenzen, um die 1919 verlorenen Gebiete zurückzugewinnen. So garantierte der Vertrag von Locarno 1925 zwar die neue reichsdeutsche Westgrenze, doch eine ähnliche Regelung für die Ostgrenzen lehnten die Reichsregierungen kategorisch ab. Statt dessen wurde ein ergebnisloser Zollkrieg gegen die polnische Wirtschaft eingeleitet. Gleichzeitig näherte man sich 1922 mit dem Vertrag von Rapallo und dem Berliner Vertrag 1926 politisch der UdSSR an, mit der die Republik auch militärisch zusammenarbeitete, um Restriktionen zu umgehen.

Die polnische Regierung reagierte darauf mit einer ebenso unnachgiebigen Haltung in den Grenzfragen und versuchte Polen zu einer Führungsmacht in Ostmitteleuropa zu machen, dies von der Ostsee bis zum Schwarzem Meer (Międzymorze). Unter Józef Piłsudski, dem Oberbefehlshaber der polnischen Streitkräfte, der seit 1918 der eigentliche Machthaber war, schloss das Land am 25. Juli 1932 schließlich einen Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion, um zunächst die – 1921 nach dem polnischen Angriffskrieg – erfolgte Grenzziehung abzusichern. 1932 schreibt der polnische Generalkonsul in Danziger Lalicky: 

„… auch die vom germanischen Haß geknechteten Ostpreußen kehren wieder in den Schoß des Vaterlandes zurück … Seit März 1932 entstand eine bedrohliche polnische Truppenkonzentration um Ostpreußen. Handelspolitische Maßnahmen Berlins beantwortete Pilsudski wiederholt mit militärischen Aufmärschen an der Grenze, was die Reichswehrführung einen Einfall in Schlesien oder Ostpreußen befürchten ließ.”

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Das erst durch den sogenannten Versailler Vertrag geschaffene Problem

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Deutsch-polnische Beziehungen seit Adolf Hitlers Amtsantritt

Nach der Wahl der NSDAP am 30. Januar 1933 war Polen militärisch stärker gerüstet als das Deutsche Reich mit seiner durch Versailles praktisch entwaffneten Reichswehr. Ab dem 30. Januar 1933 mobilisierte die polnische Regierung zunächst einen Teil ihrer Streitkräfte und sondierte wahrscheinlich in Paris die Möglichkeit einer gemeinsamen Militäraktion gegen Deutschland. Nach der Liebmann-Aufzeichnung vom 3. Februar 1933 sah Adolf Hitler Polen damals als Bedrohung. Nachdem Adolf Hitler den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund verfügt hatte, da dieser keinerlei Interesse an der Lösung der bestehenden Probleme zeigte, kündigte Piłsudski den vertraglichen Minderheitenschutz und begann eine Polonisierung der Minderheiten seines Landes.

Adolf Hitler signalisierte Polen Verhandlungsbereitschaft, u. a. indem er die Zusammenarbeit mit der UdSSR demonstrativ beendete. Am 26. Januar 1934 schlossen Polen und das Deutsche Reich den auf zehn Jahre befristeten deutsch-polnischen Nichtangriffspakt.

In den folgenden Jahren zerfiel das polnisch-französische Bündnis unter dem Eindruck der neuen Bündniskonstellationen. Der französisch-sowjetische Beistandspakt vom 2. Mai 1935 entfernte die ehemaligen Partner weiter voneinander, während Polen und das Deutsche Reich politisch und wirtschaftlich enger zusammenarbeiteten. Dies zeigte sich vor allem nach dem Münchner Abkommen vom 30. September 1938: Hatte sich die polnische Regierung von der deutschen „Besetzung” des Rheinlandes (7. März 1936) noch scharf distanziert, so nutzte sie die Lage nun für eigene Interessen aus. Polnische Truppen besetzten am 2. und 3. Oktober den tschechischen Teil der 1919 vom Reich getrennten Stadt Teschen sowie das Olsagebiet

Polnische Bevölkerungsmehrheiten um 1900

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Am 24. Oktober 1938 begann der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop Verhandlungen mit der polnischen Regierung zur Lösung aller strittigen Fragen. Er verlangte zu recht, die deutsche Stadt Danzig wieder in das Deutsche Reich einzugliedern, sowie Transitverkehr über eine exterritoriale Autobahn (Lückenschluss Reichsautobahn Berlin-Königsberg) und den Schienenweg (Preußische Ostbahn) durch den polnischen Korridor zur Exklave Ostpreußen. Zu dem Zeitpunkt benötigte Polen den Danziger Hafen längst nicht mehr, in Gdingen, (Gotenhafen) war ein neuer eigener errichtet worden. Dafür bot er die Anerkennung der übrigen deutsch-polnischen Grenzen, eine Verlängerung des deutsch-polnischen Nichtangriffspakts auf 25 Jahre, einen Freihafen in beliebiger Größe in Danzig sowie Polens Beitritt zum Antikominternpakt an.

Am 14. März 1939 schloss das Deutsche Reich einen Schutzvertrag mit der in Loslösung begriffenen Slowakei und unterstützte die Trennung von der „Rest-Tschechei”, in die bereits am Tag darauf deutsche Truppen einmarschierten. Damit hatte Adolf Hitler einen Punkt im erst wenige Monate alten Münchner Abkommen missachtet und die anderen beteiligten Regierungen durch effektives Machtkalkül ausmanövriert. Mit der Wiedereingliederung des 1920 abgetrennten und später von Litauen annektierten deutschen Memellandes am 23. März war Adolf Hitlers Kurs weiterhin von unblutigen Erfolgen auf friedlichem Wege gekrönt. Deutschland hatte endlich zurück, was den Regierungen vor 1933 noch versagt worden war. Nun stand nur noch der strittige Korridor samt Danzig aus. Dieses „Problem” war mit dem sogenannten Versailler Vertrag erst geschaffen worden.

Zwischen Mai und August 1939 rollte eine schwere Terrorwelle gegen die deutsche Minderheit im polnisch besetzten deutschen Gebiet. Allein in dieser kurzen Zeit werden über 15.000 Deutsche ermordet, die Minderheit wendete sich wiederholt sowohl an die deutschen Konsulate als auch direkt an den polnischen Staatspräsidenten und an den Völkerbund.

Korridor durch deutsches Gebiet und die von Adolf Hitler vorgelegten Lösungsvorschläge (bei mehrheitlich deutscher Volksabstimmung: polnische exterritoriale Straße und der Verlauf des Flusses Netze als Grenzvorschlag, bei mehrheitlich polnischer Volksabstimmung: deutsche exterritoriale Straße)

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Der Weg in den Krieg

Dem Polenfeldzug war eine Vielzahl von deutschen Verständigungsvorstößen gegenüber Polen vorausgegangen, die jedoch allesamt zurückgewiesen wurden. Die Ursache der ablehnenden Haltung Polens lag vorrangig in der britischen Garantieerklärung Polen gegenüber, „in jedem Fall“ dem Staat beizustehen. Diese Beistandserklärung war an keinerlei Voraussetzungen gebunden und beinhaltete somit nicht nur den Verteidigungsfall, sondern auch einen möglichen zuerst geführten polnischen Angriff auf Deutschland.

„Polen konnte demnach nämlich selbst frei bestimmen, was seine ‚Unabhängigkeit‘ bedrohen würde. Das konnten auch Dinge sein, die sich außerhalb der polnischen Grenzen ereigneten, etwa in Danzig, in Litauen, ja sogar in Deutschland selbst. Der englisch-polnische Vertrag wurde in diesem Sinn genau ausformuliert und er richtete sich ausdrücklich ausschließlich gegen Deutschland. Wenn die deutsche Regierung irgend etwas unternahm, was aus Warschauer Sicht bedrohlich war, oder so dargestellt werden konnte, dann konnte Polen gegen Deutschland den Krieg eröffnen und England war (ebenso wie Frankreich) automatisch gezwungen, an polnischer Seite in den Krieg zu ziehen. Dies war eben keine Garantie für den Fall eines drohenden oder gar stattfindenden deutschen Angriffs auf Polen, sondern eine Ermächtigung zum polnischen Angriff auf Deutschland aus fast beliebigem Grund.“

Am 26. März 1939 wies Polen das deutsche Angebot einer Volksabstimmung und die Schaffung eines Transitweges für Deutschland endgültig zurück und leitete seit dem 23. März eine Teil-Mobilmachung seiner Streitkräfte ein. Die Warschauer Regierung stellte klar, dass sie jede einseitige territoriale Veränderung des durch Polen geraubten deutschen Gebietes als Kriegsgrund behandeln würde. Der Weg zu Verhandlungslösungen war somit auch aufgrund der englischen Garantieerklärung endgültig verbaut.

Ab März 1939 weiteten sich zudem die Ausschreitungen gegen die Angehörigen der Volksdeutschen in Polen aus.

Vorschlag Adolf Hitlers aus der deutschen Presse zur geplanten Korridorabstimmung

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Die Westmächte wichen nun von ihrer bisher verfolgten sogenannten Appeasement-Politik ab. Der Begriff Appeasement war ein Kampfbegriff der britischen Presse zur Diffamierung verhandlungsbereiter britischer Politiker. Er war von vornherein darauf ausgelegt, im Falle einer beabsichtigten kriegerischen Auseinandersetzung dem Deutschen Reich die Schuld zuzuschieben. Er zielte darauf ab, der Weltöffentlichkeit vorzutäuschen, die Briten seien dem postulierten deutschen Aggressor im Vorfeld stets beschwichtigend gegenübergetreten. Dabei war Großbritannien durch seine Kriegstreiberpolitik in Wirklichkeit Hauptagressor und Kriegstreiber. Am 31. März sicherte der britische Premierminister Neville Chamberlain Polen militärische Unterstützung zu, falls es sich bedroht fühle. Die Einbeziehung der Frage des Aggressors wurde auf Verlangen von Lord Halifax abgelehnt. Polen hatte es somit selbst in der Hand, das britische Weltreich in den Krieg zu zwingen. Dem folgte am 6. April die Unterzeichnung eines förmlichen Beistandspaktes zwischen Polen und Großbritannien und am 13. April eine Wiederbelebung der polnisch-französischen Allianz. Die Reaktion Adolf Hitlers bestand in der Kündigung des deutsch-polnischen Nichtangriffspaktes und des deutsch-britischen Flottenabkommens am 28. April 1939. Józef Beck erkärte daraufhin, dass für Polen Frieden weniger wichtig als Ehre sei:

„Wir in Polen kennen nicht den Begriff des Friedens um jeden Preis. Es gibt nur eine Sache im Leben des Menschen, der Nationen und Staaten, die von unschätzbarem Wert ist. Diese Sache ist die Ehre.“

Aufgrund der geographischen Lage war nur Frankreich imstande, gegen Deutschland kurzfristig zu Lande militärisch effektiv zu agieren, wobei die Deutschen jedoch auf den Westwall vertrauten. Um die Polen auch in Polen unterstützen zu können, begannen die Westmächte im Sommer 1939 Verhandlungen über eine Militärkonvention mit der Sowjetunion. Diese verlangte jedoch ein Durchmarschrecht durch Polen für die Rote Armee für ihren geplanten Angriff auf Deutschland. Der polnische Außenminister lehnte diese Bedingung am 15. August 1939 jedoch endgültig ab, da er und die polnische Regierung befürchteten, dass die Sowjets eine solche Genehmigung benutzen würden, um die 1921 durch Polens Angriffskrieg besetzten Gebiete zurückzugewinnen. Noch während dieser Gespräche handelte der sowjetische Außenminister Molotow mit Ribbentrop in Moskau zuerst den Deutsch-Sowjetischem Wirtschaftsvertrag aus, der die Kriegsführung auch unter Blockadebedingungen durch sowjetische Rohstofflieferungen ermöglichte, und am 23. August 1939 den deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt aus, dessen geheimes Zusatzprotokoll die Einteilung von Interessengebieten vorsah, wobei der durch Polen annektierte östliche Teil Polens und das Baltikum wieder an die Sowjetunion zurückfallen sollten.

Der Krieg brach genau dort aus, wo es der französische Generalfeldmarschall Foch 20 Jahre zuvor bei Abschluss des sogenannten Versailler Vertrages prophezeit hatte. Seit Ende des Ersten Weltkrieges stand die seit dem Jahre 1237 deutsche Stadt Danzig unter dem Protektorat des Völkerbundes, und Polen versuchte ständig, Danzig mit fast 100 % deutscher Bevölkerung unter seine Kontrolle zu bringen. Das Warschauer Abkommen von 1921 erlaubte Polen sogar den Aufbau eines Munitionslagers auf der strategisch wichtigen Danziger Westerplatte. Die Hälfte der Kosten mussten die Deutschen in Danzig dafür aufbringen. Diese Munitionslager wurden vertragsbrüchig von polnischer Seite ständig weiter ausgebaut und zusätzlich wurde völkerrechtswidrig polnisches Militär darauf stationiert mit dem Ziel, Danzig endgültig unter polnische Kontrolle zu bekommen. Der polnische Korridor durch Westpreußen war ein auf Dauer auch aus wirtschaftlichen Gründen unhaltbarer Zustand.

In seinem Buch „Widerstand im Dritten Reich“ geht Heinz Roth von einem gezielten Verrat durch die „Abwehr“ unter Wilhelm Canaris aus:

„Nicht genug damit, war auch Polen, – vor allem seine Militärpartei, – über die deutsche Militärverschwörung im Bilde. Kein geringerer als sein Berliner Botschafter, Josef Lipski, glaubte bereits am 30./31. August 1939 sicher zu wissen, daß ,bei Kriegsbeginn in Deutschland ein Militärputsch ausbrechen‘ und ,Adolf Hitler beseitigt würde‘. Seine Hoffnung, daß ,die polnische Armee in spätestens sechs Wochen in Berlin sein werde‘, bestätigt sich durch die eigenartige Anlage der polnischen Operationspläne. Ihr unsinniger, für jede Defensive wertloser Aufmarsch, der die stärkste Armee ausgerechnet im Posener Raum, – also auf Berlin ziehend, – versammelte, der ferner keine über die ersten zwei Wochen hinausgehende Direktiven enthielt, läßt sich nur mit einer Spekulation auf Ausnutzung einer durch einen Putsch in Deutschland hervorgerufenen Bürgerkriegssituation hinreichend erklären. Die polnischen Nationalisten hatten sich durch diese Hoffnungen dazu verleiten lassen, ihrer Gier auf Ostpreußen und die Odergrenze freien Lauf zu lassen.“

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Der deutsche Vorschlag zur Korridorabstimmung und weitgehenden deutschen Landverzicht in einer französischen Zeitung

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Eskalation durch polnische Grenzprovokationen

Zahlreiche deutsche Polizeiberichte schilderten Zwischenfälle, wie etwa den Beschuss von Flugzeugen (auch zivilen; es existiert der Bericht eines Kapitäns der damaligen „Luft Hansa” in den Akten des Auswärtigen Amtes), sowie insbesondere eine lange Reihe von Grenzzwischenfällen, diese auch mit Todesopfern bei der Landbevölkerung.

In Deutschen Wochenschauen vom September 1939 wurden brennende deutsche Bauernhöfe im Korridor, Artilleriebeschuss der deutsch-schlesischen Stadt Beuthen sowie die Beerdigung eines erschossenen Mannes aus Danzig gezeigt.

Deutsche zivile „Lufthansa”-Maschinen wurden auf dem Weg nach Ostpreußen mehrfach von polnischen Schiffen und vom Festland aus beschossen.

Am 31. August 1939 wurden der Eisenbahnverkehr nach Ostpreußen durch die von Polen veranlasste Sprengung der Dirschauer Brücke unterbrochen, Beuthen (Oberschlesien) von polnischer Artillerie unter Feuer genommen und der deutsche Generalkonsul in Krakau ermordet, was damals allein für sich bereits ein völkerrechtlich anerkannter Kriegsgrund war. Deutschland beantwortete am 1. September die andauernde polnische Aggression mit dem Einmarsch der Wehrmacht und dem Beschuss der durch Polen völkerrechtswidrig zur Festung ausgebauten Westerplatte am Danziger Hafen durch das Linienschiff Schleswig-Holstein.

In Anbetracht der von Polen an Deutschen verübten zahlreichen militanten und militärischen Übergriffe war der Einmarsch deutscher Truppen am 1. September 1939 auch kein „Überfall”, sondern im wortwörtlichen Sinne tatsächlich ein „Zurückschießen”; denn polnische Truppen und zivile polnische Banden waren, insbesondere seit Inkrafttreten der britischen Garantieerklärung vom 31. März 1939, immer wieder mordend und brandschatzend durch die deutschen Grenzgebiete gezogen.

Wie später behauptet wurde, sollen u. a. als polnische Freischärler verkleidete SD- und SS-Angehörige sowie dazu genötigte KZ-Häftlinge mehrere „Grenzzwischenfälle” vorgetäuscht haben. Für diese postulierten Vorfälle ist jedoch bis auf die spätere Gleiwitz-Lüge nicht einmal der Versuch einer Beweisführung begonnen worden. Als der im nachhinein bekannteste Vorfall gilt darum der angebliche Überfall auf den Sender Gleiwitz. Auf „Gleiwitz” wird in Adolf Hitlers Rede vom 1. September 1939 oder gar anderweitig propagandistisch kein Bezug genommen, was nahegelegen hätte, wenn dieser Vorfall von deutscher Seite vorgetäuscht gewesen wäre. Im Film Feuertaufe, dem offiziellen Dokumentarfilm zum Polenkrieg, der 1940 fertiggestellt wurde, wird ein angeblicher Überfall auf Gleiwitz ebenso überhaupt nicht erwähnt. Statt dessen ist die Rede von einem der zahlreichen polnischen Terrorüberfälle auf die deutsche Stadt Beuthen, bei dem von polnischen Terroristen zwei Deutsche ermordet wurden. Dies sei dann letztendlich einer der Auslöser für die deutsche Gegenwehr gewesen.

Deutscher Vorschlag über eine Volksabstimmung im Korridor

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Deutsche militärische Vorbereitungen

Das Oberkommando des Heeres (OKH) schloss seine Planung bis zum 15. Juni 1939 ab. Die Vorbereitungen wurden als Manöverübungen, Bau von Grenzbefestigungen u. a. verdeckt durchgeführt. So wurde bspw. zur 25-Jahr-Feier der Schlacht bei Tannenberg in Ostpreußen eine Infanterie- und Panzerdivision aus dem Reich abgeordnet. Die eigentliche Generalmobilmachung begann jedoch verdeckt erst am 25. August 1939.

Da das deutsche Hoheitsgebiet Polen von drei Seiten her umfasste, befanden sich die deutschen Streitkräfte in einer vorteilhaften Lage. Für den Angriff wurden sie in zwei Heeresgruppen unterteilt: Die Heeresgruppe Nord (630.000 Mann unter Generaloberst Fedor von Bock) sollte zunächst die polnischen Streitkräfte im polnischen Korridor zerschlagen, um eine Verbindung zwischen Ostpreußen und dem Hauptgebiet des Deutschen Reiches herzustellen. Danach sollte sie direkt auf Warschau vorstoßen, um damit den Hauptangriff, der im südlichen Polen stattfinden sollte, zu entlasten. Die Heeresgruppe Süd (886.000 Mann unter Generaloberst Gerd von Rundstedt) verfügte über drei Armeen. Die 14. Armee sollte von Schlesien und der Slowakei aus die polnischen Grenzbefestigungen in Ostoberschlesien einnehmen, danach die deutschen Operationen nach Galizien hin mit Angriffen decken und auf den Fluss San vorrücken. Die 10. Armee unter Artilleriegeneral Walter von Reichenau sollte den Hauptangriff auf Warschau führen. Dazu wurden ihr die meisten motorisierten Verbände zugeteilt. Auf ihrer linken Flanke sollte die 8. Armee die Operationen nach Posen hin abschirmen. So hoffte die deutsche Führung, die Masse des polnischen Heeres noch westlich der Weichsel zu umfassen und zu vernichten.

Polnischer Truppenaufmarsch im Danziger Korridor und an der deutschen Ostgrenze

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Polnische Teilmobilmachung am 23. März 1939 und Generalmobilmachung am 30. August 1939

Nachdem das polnische Außenministerium dem Deutschen Reich schon am 10. August erstmals offen mit einem Angriff gedroht hatte, erfolgte die Generalmobilmachung in Polen bereits am 24. August 1939, wurde aber erst am 29. August 1939 öffentlich zugestellt.

„Bemerkenswert bei dieser Entwicklung ist, daß Polen die ersten Aufmarschschritte für die Kriegseröffnung eingeleitet hatte. Die neuen Armeehauptquartiere waren bereits an ihren späteren Kriegsstandorten aufgeschlagen und wurden bis zum Kriegsbeginn auch nicht mehr abgerüstet. Zudem hatte Polen den größten Teil der einberufenen 330.000 Reservisten bis zum Kriegsanfang nicht mehr entlassen. Die Mobilmachung setzte sich im Mai und später in kleinen Schritten fort, wie auch die Verlegung von Truppenteilen an ihre späteren Einsatzorte. Der polnische Aufmarsch war damit drei Monate vor dem deutschen eingeleitet. Die deutschen Mobilmachungs- und Aufmarschvorbereitungen begannen erst am 26. Juni 1939 mit der Verlegung von neun Infanteriedivisionen an die polnisch-deutsche Grenze.“

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Letzte deutsche Friedensoffensive am Vorabend des Polenfeldzuges

Am 30. August übermittelte die deutsche Reichsregierung einen letzten Maßnahmenkatalog zur Abwendung des Krieges. Dies war Adolf Hitlers 16-Punkte-Vorschlag an die polnische Regierung. Polen beantwortete den deutschen Friedensvorschlag mit einer umgehenden Mobilmachung, was nach der damaligen Kriegsgepflogenheiten einer Kriegserklärung glich. Der Daily Telegraph berichtete in seiner Abendausgabe vom 30. August über diesen Umstand. Da die Meldung nicht im Sinne der anglo-amerikanischen Kriegstreiber war, wurde diese Abendausgabe umgehend beschlagnahmt und eine veränderte, gegen Deutschland gerichtete politisch korrekte Fassung herausgegeben.

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Vorkommnisse um den Beginn des Polenfeldzuges

Der deutsche Außenminister von Ribbentrop am 27. August 1939 in einer letzten scharfen Warnung an Polen: (mp3)  

Polnische Maßnahmen in den letzten Stunden vor dem deutschen Gegenschlag:

„30. August 1939: Einstellung des Zugverkehrs von und nach Ostpreußen durch Polen, 31. August 1939: Ermordung des deutschen Konsuls in Krakau, Generalmobilmachung Polens, Sprengung der Eisenbahnbrücke bei Dirschau durch Polen, Einfall polnischer Truppen im Freistaat Danzig.“

Die Generalmobilmachung in Polen erfolgte bereits am 24. August 1939, wurde aber erst am 29. August 1939 öffentlich zugestellt.

Völkischer Beobachter vom 23. August 1939

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Völkischer Beobachter vom 27. August 1939

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Ständige polnische Aggressionen führten letztendlich zur deutschen Gegenwehr, dem Polenfeldzug.

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Die Nordwestdeutsche Zeitung mit der Meldung vom Beginn des Feldzugs der 18 Tage gegen Polen

Die Hohenloher Rundschau vom 1. September 1939

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Am 1. September 1939 um 4.45 Uhr (Adolf Hitler sprach in seiner Rede vom 1. September 1939 allerdings von 5.45 Uhr) begann dann als Gegenwehr der Beschuss der Westerplatte bei Danzig mit dem Ziel der Wiedervereinigung Danzigs mit dem Deutschen Reich. Die Westerplatte war deutsches Territorium, das nach dem sogenannten Versailler Vertrag der Kontrolle des Völkerbundes unterstellt und somit dem neu geschaffenen Freistaat Danzig unterstellt wurde. Im Jahre 1920 besaß dieser – aus deutschem Reichsgebiet herausgelöste und künstlich gebildete sogenannte Freistaat – etwa 380.000 Einwohner, davon waren ca. 368.000 (96,8 %) Deutsche. Die ständigen polnischen Provokationen und verübten Greueltaten an der deutschen Bevölkerung führten schließlich am 1. September 1939 zu der durch Adolf Hitler befohlenen Verteidigungsmaßnahme, die bis heute fälschlich als Ausbruch des Zweiten Weltkrieges postuliert wird. Bereits am Tage zuvor war jedoch schon durch Polen die Dirschauer Brücke gesprengt worden, um Danzig und Ostpreußen endgültig vom Reich abzuschnüren. Militärhistoriker sehen die ersten Kampfhandlungen des Polenfeldzuges daher auch an den Dirschauer Brücken und nicht an der Westerplatte vor Danzig. Der Zweite Weltkrieg begann jedoch tatsächlich erst am 3. September 1939 mit den einseitigen Kriegserklärungen Frankreichs und Englands gegen Deutschland.

Das Linienschiff Schleswig-Holstein erhielt zum Schutz der deutschen Bevölkerung in und um Danzig den Auftrag, die Westerplatte bei Danzig zu beschießen, auf der sich völkerrechtswidrig ein polnisches Munitionsdepot befand und polnisches Militär stationiert war. Vom Völkerbund war lediglich eine kleine polnische Wachmannschaft erlaubt. Die Erlaubnis war auf zwei polnische Offiziere, 20 Unteroffiziere und ein kleineres Mannschaftskontingent beschränkt. Die Westerplatte war darüber hinaus kein polnisches Staatsgebiet.

In seiner bekannten Rede vom 1. September 1939 vor dem Reichstag sagte Adolf Hitler demzufolge auch:

„[…] Polen hat heute Nacht zum ersten Mal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen. Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten. […]“.

Die persönliche Weisung Adolf Hitlers (Geheime Kommandosache Nr. 170/39) vom 31. August 1939 enthielt folgende Passagen:

„Der Angriff gegen Polen ist nach den für Fall Weiß getroffenen Vorbereitungen am 1.9.39 um 4 Uhr 45 zu führen. […] Im Westen kommt es darauf an, die Verantwortung für die Eröffnung von Feindseligkeiten eindeutig England und Frankreich zu überlassen. […] Eröffnet England und Frankreich die Feindseligkeiten gegen Deutschland, so ist es Aufgabe der im Westen operierenden Teile der Wehrmacht unter möglichster Schonung der Kräfte die Voraussetzung für den siegreichen Abschluß der Operation gegen Polen zu erhalten. […] Auf die uns von Holland, Belgien, Luxemburg und der Schweiz zugesicherte Neutralität ist peinlich zu achten. […] Die Ostsee ist gegen feindlichen Einbruch zu sichern. Die Entscheidung, ob zu diesem Zweck die Ostsee-Eingänge mit Minen gesperrt werden dürfen, trifft Ob.d.M. […] Die Kriegsmarine führt Handelskrieg mit dem Schwerpunkt gegen England. […] Die Angriffe gegen das englische Mutterland sind unter dem Gesichtspunkt vorzubereiten, daß unzureichender Erfolg mit Teilkräften unter allen Umständen zu vermeiden ist.“

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Die „Schleswig-Holstein“ beschießt die deutsche Westerplatte bei Danzig, mit dem sich darauf widerrechtlich befindenden polnischen Stützpunkt

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Verlauf der militärischen Operation

Militärisches Kräfteverhältnis

Quelle: Militärgeschichtliches Forschungsamt

Das militärische Kräfteverhältnis beim Polenfeldzug im September 1939.

Nation Soldaten Schiffe gepanzerte Fahrzeuge Flugzeuge
Deutsches Reich 1,5 Mio. 40 3600 1929
Nation Soldaten Schiffe gepanzerte Fahrzeuge Flugzeuge
Polen 1,3 Mio. 50 750 900

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Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass dies nahezu die gesamte mobile Streitmacht des Deutschen Reiches umfasste. 1939 erreichte das Heer eine Gesamtstärke von knapp 2,75 Millionen Soldaten. Aufgrund der englischen Garantieerklärung an Polen und auch eines erwarteten französischen Überfalls auf Deutschland mithin ein gewagtes Unternehmen, das dennoch aufgrund der Blitzkriegsstrategie von Erfolg gekrönt war. Adolf Hitler sagte später dazu, dass das Reich einer englisch-französischen Offensive im Westen nicht hätte standhalten können.

Polens Angriffsaufstellung

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Die Gegenwehr

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Kämpfe bis zum 6. September

Am 1. September um 4.45 griff die deutsche Luftwaffe mit 87 Sturzkampfbombern Wielun an. Zugleich beschoss das Linienschiff Schleswig-Holstein die durch polnisches Militär besetzte deutsche Westerplatte in Danzig und hob polnische Widerstandsnester im Postamt der deutschen Stadt aus.

Adolf Hitler vermied in seiner Rede vor dem Reichstag im Rundfunk absichtlich das Wort Krieg, da es sich um eine deutsche Verteidigungsmaßnahme gegen die ständigen polnischen Übergriffe handelte. Frankreich und Großbritannien forderten ultimativ den sofortigen Rückzug aller deutschen Truppen aus Polen. Als Adolf Hitler dies ablehnte, erklärten beide Staaten dem Deutschen Reich am 3. September den Krieg. Eine große Offensive der Westmächte blieb aber – trotz der Zusagen gegenüber Polen – aus; an der deutschen Westgrenze kam es zum „Sitzkrieg” (Drôle de guerre bzw. Phoney War). Zu erwähnen ist, dass alle deutschen Lösungsvorschläge im Vorfeld durch England und Polen abgelehnt worden waren.

Der schnelle Vorstoß der deutschen Verbände überholte die polnische Strategie, so dass das polnische Oberkommando schon nach fünf Tagen den Rückzug hinter die geplante Verteidigungslinie an den Flüssen befahl. Die polnische Regierung setzte sich nach Brest-Litowsk ab. Der Rückzugsbefehl erfolgte für die polnischen Infanterieverbände aber zu spät, um die Flüsse noch vor den Wehrmachtspanzern erreichen zu können. Das deutsche OKH wiederum glaubte, die Masse des polnischen Heeres nicht mehr westlich der Weichsel zerschlagen zu können. Es befahl deshalb der 3. Armee und 14. Armee, ihre Kräfte östlich der Weichsel für eine Umfassungsschlacht zu konzentrieren.

Das mit Polen verbündete Rumänien erklärte sich angesichts des raschen deutschen Vorrückens und ausbleibender Angriffe der Westmächte am 6. September für neutral, so dass Polen militärisch vollständig isoliert blieb.

Danzig 1939: Der kommandierende General der deutschen Truppen, Eberhard, salutiert vor Polens Major Sucharski in Anerkennung der Tapferkeit der polnischen Verteidigung der besetzten Westerplatte

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Kämpfe vom 7. bis zum 17. September

Von Kriegsbeginn an besaß die deutsche Luftwaffe völlige Luftüberlegenheit. Die deutschen Flugzeuge nutzten dabei den sowjetischen Sender Minsk als Funknavigationspunkt, der auf eine Bitte Hermann Görings hin seine Sendedauer verlängerte. Die Heeresgruppe Süd nutzte ihren Durchbruch, um ein Panzerkorps auf die polnische Hauptstadt anzusetzen. Dieses erreichte schon am 8. September die Vorstädte von Warschau. Dort stießen sie auf starken Widerstand der polnischen Verteidiger. Um einen verlustreichen Häuserkampf zu vermeiden, stoppten die Panzer ihren Vormarsch.

Am 9. September gelang dem rechten Flügel der 10. Armee das Überholen und Einkesseln starker polnischer Kräfte, die sich über die Weichsel zurückzuziehen versuchten. Hieraus entwickelte sich die Schlacht bei Radom. Zeitgleich griff die polnische Armee Posen, die unbemerkt von der deutschen Aufklärung herangerückt war, nördlich von Kutno überraschend den linken Flügel der 8. deutschen Armee an (siehe: Schlacht an der Bzura). Dieser einzige polnische Gegenstoß zwang die Heeresgruppe Süd, bei Radom, vor Warschau und an der Bzura gleichzeitig zu kämpfen. Sie wehrte den Flankenangriff unter schweren Verlusten ab.

Die Heeresgruppe Nord stand schon östlich der Weichsel am Narew und am Bug und musste nun gemäß dem Umfassungsbefehl des OKH große Teile der 4. Armee durch Ostpreußen an ihren linken Flügel verlegen, was einige Tage dauerte. Danach schloss sie am 9. September die Festung Modlin und Warschau von Norden her ein.

Am 12. September kapitulierten die polnischen Truppen im Kessel bei Radom (60.000 Gefangene). Am 13. September wurde die Kleinstadt Frampol nahe Lublin durch einen deutschen Luftangriff vollständig zerstört. Danach befahl die polnische Armeeführung allen verbliebenen Truppen, sich eigenständig nach Südosten zurückzuziehen. Man hoffte, sich dort in unwegsamem Gelände noch länger halten zu können, bis Nachschub der Westalliierten über Rumänien geliefert würde.

Im Südosten kämpfte bis dahin nur die deutsche 14. Armee. Diese schwenkte nun aber nach Nordosten, um sich hinter dem Fluss Bug mit der Heeresgruppe Nord zu vereinen. Mit den freigewordenen Verbänden konnte die Heeresgruppe Süd nun auch die Armee Posen einschließen und bis zum 17. September aufreiben (170.000 Gefangene). Das zerschlug die polnische Hoffnung, wenigstens den Südosten des Landes verteidigen zu können. Östlich des Bug stießen starke Panzerkräfte nach Süden vor und vereinigten sich südlich von Brest-Litowsk am 18. September mit den Truppen der 14. Armee. Damit war die Masse der polnischen Kräfte umfasst worden.

Gefangenenlager Arnswalde. Bildmitte: Polnischer Major Henry K. Sucharski, der Kommandant der Besatzungstruppen auf der Westerplatte

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Kämpfe vom 18. bis zum 6. Oktober

Nach Frankreichs und Großbritanniens Kriegserklärung marschierte die Sowjetunion wie vereinbart ihrerseits in Polen ein. Die Regierung in Moskau wollte jedoch erst nach einem vollständigen Zusammenbruch des polnischen Staates eingreifen, da sie befürchtete, in einen Krieg mit den beiden Westmächten hineingezogen zu werden, die ja die Unabhängigkeit Polens angeblich garantierten. Erst am 17. September eroberte die Rote Armee ihr Territorium im fälschlich „Ostpolen” genannten Gebiet zurück, das bis auf das Grenzschutz-Korps militärisch entblößt war. Die Regierung in Warschau, die gerade ihre Flucht nach Rumänien organisierte, war auf den sowjetischen Einmarsch nicht vorbereitet und konnte dem Grenzschutz-Korps keine Instruktionen geben, wie es sich zu verhalten hatte. In Tarnopol, Stanislau, Luzk und Rowno wurde die Rote Armee von den kommunalen Behörden freundlich begrüßt.

Die Kämpfe zwischen Wehrmacht und polnischer Armee konzentrierten sich nun auf das Gebiet zwischen Weichsel und Bug, wo die Reste des polnischen Heeres eingeschlossen waren. Südöstliche polnische Truppen, die sich nach Rumänien zurückziehen wollten, wurden in den Schlachten um Lemberg und Rawa Ruska aufgerieben. Mit der Niederlage des größten Teils der übrigen polnischen Streitkräfte in der Schlacht bei Lublin am 23. September endete der organisierte Widerstand der polnischen Armee.

Das seit dem 9. September eingeschlossene und von polnischen Truppen verteidigte Warschau wurde, da es jedes Kapitulationsangebot ablehnte, belagert, heftig beschossen und bombardiert. Dabei kam eine Vielzahl von Zivilisten ums Leben. Am 28. September kapitulierten die Verteidiger der Hauptstadt. Am 29. September kapitulierte auch die Festung Modlin und am 1. Oktober die Besatzung der Halbinsel Hel.

Polens letzte Feldtruppen kapitulierten am 6. Oktober nach der Schlacht bei Kock. Dies gilt seither als Ende des Polenfeldzugs. Nur Bruchteile der polnischen Armee und die polnische Regierung entkamen der deutsch-russischen Umklammerung nach Ungarn und Rumänien. Eine offizielle Kapitulation des polnischen Oberkommandos, Staates oder der Regierung blieb aber aus.

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Seekrieg

Stoßtrupps der Marine-Infanterie vor der Westerplatte, September 1939

Ebenso wie die Landstreitkräfte war die polnische Marine der deutschen Kriegsmarine auch zahlenmäßig unterlegen. Das polnische Marineoberkommando unter Konteradmiral Józef Unrug erkannte diese Tatsache an und evakuierte im Rahmen der Operation Peking schon Ende August drei Zerstörer nach Großbritannien. Bei Beginn der Kampfhandlungen standen zwei deutschen Linienschiffen, drei leichten Kreuzern, zehn Zerstörern, vier Tendern, 30 Minensuchbooten, zehn U-Booten und diversen U-Jägern auf polnischer Seite lediglich ein Zerstörer, ein schwerer Minenleger, fünf U-Boote und mehrere kleinere Einheiten wie Kanonenboote und Minensucher entgegen. (siehe: Kräfteverhältnis der Seestreitkräfte zu Beginn des Krieges)

Zu ersten Kampfhandlungen kam es am 1. September, als deutsche Stuka die verbliebenen beiden großen polnischen Einheiten ORP Gryf und ORP Wicher in der deutschen (!) Danziger Bucht angriffen. Das erste Seegefecht fand am 3. September vor Hel statt. Die Kriegsmarine musste dabei die beiden eingesetzten Zerstörer Z 1 Leberecht Maass und Z 9 Wolfgang Zenker zurückziehen, nachdem Z 1durch einen Artillerietreffer einer Landbatterie beschädigt worden war. Am selben Tag wurden die Reste der polnischen Überwasserstreitkräfte im Hafen von Hel mehrfach bombardiert und vernichtet.

Alle fünf polnischen U-Boote sollten ursprünglich die polnische Ostseeküste verteidigen (→ Operation Worek) und konnten später entkommen, erzielten aber, wenn man von einer erfolgreich verlegten Seemine des U-Bootes ORP Żbik, auf die am 1. Oktober der deutsche Minensucher M 85 lief, absieht, keine Kampferfolge gegen feindliche Schiffe. Die zwei U-Boote ORP Wilk und ORP Orzeł konnten sich nach Großbritannien absetzen. Die restlichen drei U-Boote ließen sich in Schweden internieren. Die Marinebasis auf der Halbinsel Hel verteidigte sich noch bis zum 1. Oktober und fiel als eine der letzten polnischen Stellungen.

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Sonstige Aspekte des Polenfeldzuges

Am 5. September 1939 wurde im Reich eine scharfe Strafverordnung gegen „vorsätzliche Ausnutzung der durch den Kriegsverlauf verursachten außergewöhnlichen Verhältnisse” erlassen, um die polnische Zivilbevölkerung zu schonen. Darüber hinaus wurde eine Hungersnot abgewendet, indem man Polen mit Lebensmitteln versorgte.

Nach Erkenntnissen des VS-amerikanischen Historikers Alfred de Zayas erschossen Polen deutsche Kriegsgefangene. Er stützte sich auf Akten der Wehrmacht-Untersuchungsstelle.

Polen ermordeten nach Kriegsbeginn mindestens 5.437 Angehörige der deutschen Minderheit.

Viele Kriegstagebücher deutscher Soldaten berichteten über Aktivitäten von „Banden” und „Freischärlern”, die deutsche Trossabteilungen überfallen hätten. Dies waren oft versprengte reguläre Einheiten der polnischen Armee, die schnell vorrückende Wehrmachtseinheiten von ihren Verbänden abgeschnitten hatten.

The Deseret News vom 27. September 1939:
„Deutsches Brot kommt zu den Hungernden in Polen. Eine ältere Frau betrachtet fragend einen Brotlaib, den ihr ein deutscher Soldat ‚irgendwo in Polen‘ gegeben hat.“

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Weiteres Vorgehen mit Polen

Am 8. Oktober teilten das Deutsche Reich und die Sowjetunion im Abkommen von Brest-Litowsk das polnische Gebiet durch eine Demarkationslinie unter sich auf. Die bis zu dieser Linie eroberten Gebiete Ost- und Südpolens wurden deutsches Generalgouvernement, die in Versailles 1919 geraubten deutschen Ostgebiete und große Teile Mittelpolens wurden im Sinne der von Adolf Hitler angestrebten „Arrondierung” dem Reiche wieder zugeschlagen. Damit war die sowjetische Seite einverstanden. Molotow sagte am 31. Oktober 1939 nach einem Moskauer Zeitungsbericht:

„Ein einziger Schlag gegen Polen, erst seitens der deutschen, dann seitens der Roten Armee, und nichts blieb übrig von dieser Mißgeburt des Versailler Vertrags, die ihre Existenz der Unterdrückung nichtpolnischer Nationalitäten verdankt hatte.“

Zum Ende des Polenfeldzugs reiste der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop erneut nach Moskau, um über Polens Zukunft zu verhandeln. Adolf Hitlers Vorstellung und Ziel zu diesem Zeitpunkt war, das rein polnisch besiedelte Territorium zwischen Deutschlands Osten und Russlands Westen als selbständiges Rumpfpolen etwa in der Größe Kongresspolens von 1815 entstehen zu lassen. Von Ribbentrop bot der Sowjetunion dazu das der deutschen Interessensphäre zugehörende Litauen im Tausch gegen die sowjetisch besetzten, polnisch besiedelten Gebiete östlich von Warschau an. So konnte Adolf Hitler den Westmächten die Gründung eines selbständigen Restpolen und den Rückzug der Wehrmacht von dort als Preis für einen Friedensschluss anbieten. Deutschland sollte bei dieser Neugestaltung Polens die Freie Stadt Danzig und den deutsch besiedelten Teil Westpreußens, die Sowjetunion ihre ehemaligen Gebiete in Weißruthenien und in der Ukraine zurückbekommen. Adolf Hitler machte dieses Angebot auch in seiner Rede am 6. Oktober 1939. Der Preis, den Adolf Hitler dafür nannte, war der Abschluss eines Friedensvertrages zwischen Frankreich, Großbritannien und dem Deutschen Reich. Es gab keine Antworten aus London und Paris.

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Quelle: Metapedia

3 Gedanken zu “Mit der Niederlage der letzten polnischen Truppen endet der 18-Tage-Feldzug des Deutschen Reiches gegen Polen am 6. Oktober 1939

  1. Wie Polen im September 1939 Deutschland eroberte und den Krieg gewann:

    PROLOG:

    Also wer es immer noch nicht wußte, daß die Polen anno 1939 über unsere Wehrmacht hinwegfegten wie ein Wirbelsturm, der sollte einfach polnische Quellen bemühen; denn in Wahrheit hat Hitler sich sofort nach Elba abgesetzt als die unschlagbare polnische Luftwaffe Berlin in Schutt und Asche bombte, und polnische Ulanen bis an der Spree vorrückten. Darauf hat Italien Deutschland den Krieg erklärt, die Franzosen setzten sich am Rheinufer fest und im Deutschen Reich kam es zu Meutereien. Die flüchtende feige Wehrmacht aber, die bei ihrem hinterhältigen Angriff gen Osten tatsächlich einige Kilometer über die polnische Grenze gelangt war, die hat sich dann nur noch an hilflosen polnischen Zivilisten ihr Mütchen gekühlt und in Polen furchtbare Verbrechen begangen, bevor sie sich auflöste und fluchtartig nach Westen über die Oder absetzte. Aber leset selbst!

    ERSTES PLAGIAT:

    Als Polen den Krieg gewann

    Brandenburger Tor 1945 Unsere Flieger bombardieren Berlin, Hitler nach Elba geflohen, auch Italien erklärt Deutschland den Krieg – meldete die polnische Presse im September 1939. Der damalige Radiohörer und Zeitungsleser glaubte, dass Polens Soldaten sich tapfer schlugen und diese an allen Fronten gegen die Deutschen siegten. Man bekam schon nach wenigen Tagen nach Ausbruch des Krieges den Eindruck vermittelt, dass dieser bereits so gut wie gewonnen war und die siegreichen polnischen Armeen nun Hitler nur noch vor sich hertrieben. Wer die polnischen Medien damals mit solchen Falschinformationen speiste will keiner mehr genau wissen, mal sollen es „wahnsinnige Redakteure“, Politiker der Opposition, oder sogar die Regierungspresse gewesen sein. Alles klang aber offenbar sehr glaubhaft, was heute noch in Archiven vorhandene Tagebucheinträge von einzelnen „nicht informierten“ Politikern beweisen. Die Erfindungsgabe der Verantwortlichen kannte jedenfalls keine Grenzen, was Sie den nachfolgenden Zeitungsauschnitten aus jener Zeit entnehmen können.

    Berlin in Trümmern

    Eines der Lieblingsthemen der Medien waren schwere Angriffe polnischer Flugzeuge auf die deutsche Hauptstadt. Nach Angaben der Krakauer Zeitung gab es diese täglich. Regelmäßig kehrten die „Bomber“ ohne eigene Verluste nach Polen zurück, obwohl einzelne Piloten sich später auch schon mal beklagten von Scheinwerfern deutscher Flaggeschütze geblendet worden zu sein. Die Standardmeldung sah in etwa so aus: „Unsere Piloten kehrten gesund und mit heiler Haut zu ihren Basen zurück, nur ein Korporal wurde am Bein verletzt“. Gleichartige Meldungen über deutsche Verluste lasen sich so: „Die Deutschen waren wie gewöhnlich überrascht vom plötzlichen Auftauchen unserer Flugzeuge und schossen ziellos durch die Gegend. Neben der Reichshauptstadt bombardierten unsere Flugzeuge heute auch Frankfurt/Oder, Danzig und vernichteten einen Stützpunkt der deutschen Luftwaffe in Posen sowie einen Flughafen in Breslau“ – schrieb die „Krakauer Zeitung“ am 11.9.1939. Die Zeitung „Morgen-Express“ berichtete am 8.9.39, dass polnische Bomber nun auch den Briten zur Hilfe geeilt seien in ihrem Kampf um die Zerstörung deutscher Industrieanlagen. Der bedeutende Teil Berliner Industrieanlagen sei vernichtet worden, hierunter auch diese von Krupp nach zwei schweren Angriffen.

    Schlachtschiff „Gneisenau“ versenkt

    Das „Lodscher Echo“ meldete schon am 4 September die erste große Niederlage der deutschen Luftwaffe in Polen: „64 allerneuste Flugzeuge des Eindringlings wurden abgeschossen, über 180 Piloten werden nicht mehr nach Deutschland zurückkommen“. Deutsche Bomber sind ein leichtes Ziel sowohl für die Flugzeugabwehrartillerie, als auch für unsere Jagdflugzeuge die mit einer Geschwindigkeit von über 450 km/h den Feind stellen und dann vernichten“ – schrieb ein Journalist „des Echos“. Am 14. September liess auch der „Morgenexpress“ seiner Einbildungskraft freien Lauf und behauptete, dass die deutsche Luftwaffe nun wegen Mangels am Benzin garnicht mehr angreife, denn den notwendigen Kraftstoff habe man irrtümlich an die Westfront geschickt. Viele historische Indizien weisen daraufhin, dass sogar Regierungsmitglieder den Lügen der Medien und anderer Politiker auf den Leim gingen. Der damalige Vize- Ausenminister Polens an der Seite von Józef Beck, Jan Szembek, trug in seinem Tagebuch am 4. September 1939 ein: „In der Kaserne behaupten Offiziere, dass die Engländer Hamburg bombardieren, und die Franzosen in Deutschland einmarschiert sind. Eine Reihe von Nachrichten sind diesbezüglich auch im Ministerium eingegangen, so sollen 60 polnische Flugzeuge Berlin bombardiert haben und alle unversehrt zurückgekehrt sein. Auch Kiel wurde angegriffen und das Schlachtschiff „Gneisenau“ versenkt“.

    Hunderte polnische Jagd- Geschwader bereit

    Die polnischen Luftstreitkräfte und die Kavallerie wurden damals von fast allen Medien besonders verherrlicht. Das Flugwesen nahm sogar schon vor dem Beginn des Krieges den wichtigen Platz in der Großmachtkampagne Warschaus ein. Die Polen glaubten den Lügen der Politiker und wähnten gleich Hunderte von Geschwadern der polnischen Luftstreitkräfte zum Einsatz gegen Deutschland bereit (1.9.1939 Krakauer Zeitung IKC). Effekte der Handlungen solcher Masse von Flugzeugen mussten natürlich zumindest dann auch in der Presse erscheinen. Am 19. September versicherte die Tageszeitung „Morgenexpress“, dass die Deutschen in Polen schon über 300 Flugzeuge verloren haben, wobei über tausend Mann Besatzung den Tod fanden. Diese Informationen, obgleich stark übertrieben, waren allerdings dann nicht so ganz abstrakt im Verhältnis zur Kriegswirklichkeit. Im ganzen September soll die deutsche Luftwaffe in Polen 285 Flugzeuge verloren haben, 279 wurden beschädigt und 400 Piloten wurden getötet oder vermisst. Nach Medienberichten fuhr die polnische Armee aber auch zu Lande und Wasser nur bedeutsame Erfolge ein. „Die Deutschen können dem Tempo des polnischen Angriffes nichts entgegensetzen“ – Schrieb „ABC“ am 5. September 1939, also zu einem Zeitpunkt als große Teile der polnischen Armee bereits an der Weichsel von der Wehrmacht in die Zange genommen worden und floh.

    Betrunkene Kinder in deutschen Panzern

    Die Redakteure der Warschauer Zeitung „ABC“ waren besonders einfallsreich in ihren Erfindungen. Deutsche Soldaten stellten sie oft lächerlich wie z.B. in viel zu kleinen Uniformen dar. „Beim Anblick polnischer Ulanen mit ihren Bajonetten sind die Deutschen in Panik geflohen“ – hiess es regelmäßig. Die Zeitung nahm in ihren Berichten jeweils Bezug auf Kriegsberichterstatter, die es aber im September 1939 überhaupt nicht gab. Auch verbreitete man das Gerücht, dass in deutschen Panzern nur Kinder saßen, was die rasenden Angriffe dieser „Monster“ unterstrich, denn man hatte ihnen Alkohol verabreicht. Schon am 8. September waren deutsche Flugzeuge ständig über Warschau zu sehen. ABC beruhigte ihre Leser mit dem Hinweis, dass dies selbstmörderische Manöver der Deutschen seien. Die Maschinen hätten kaum noch Benzin und keine Munition mehr an Bord und seien damit wehrlose Opfer. Am 12.9.1939 meldete man sensationell dass die deutschen Panzer sogar schutzlos gegen Gewehrkugeln seien, da die Schützentürme nicht aus Stahl, sondern Blech produziert worden seien. Erst ab dem 19. September gaben einige polnische Zeitungen zu, dass die polnischen Heere bei Kutno, Lodsch und ?owicz müde seien und verzweifelt gegen ihre Einkreisung durch die Wehrmacht kämpften.

    Ritterliche Polen

    Nicht schlimmer als polnische Reiter und Piloten taten sich die Matrosen hervor. Die erste Geige spielte hierbei der polnische Zerstörer „Wicher“, der am 18. September 1939 mit der Vernichtung des deutschen U-Bootes U-37 den Untergang der deutschen Kriegsmarine eingeleitet haben soll. Nach jedem erfolgreichen Angriff auf deutsche Schiffe verhielten sich die Polen ritterlich und nahmen die Besatzungen versenkter Schiffe des Gegners an Bord. Die Heldentaten der „Wicher“ waren unerhört, besonders wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass dieses Schiff bereits seit dem 3. September auf dem Grund der Ostsee im Hafen von Hel lag, nachdem es durch drei deutsche Fliegerbomben versenkt worden war. Weniger mediales Glück hatten die Verteidiger der Danziger Westerplatte, deren letzter Mann laut „Dziennik Nowy“ am 10. September sein Leben verloren haben soll, nachdem er und sein Kommandant sich selbst und die Westerplatte in die Luft gesprengt hatten. In Wahrheit waren aber kaum 16 von 182 Beschützern der Westerplatte umgekommen. Die gleiche Zeitung berichtete auch vom Einmarsch der Sowjets in Ostpolen am 17. September 1939: „Die rote Armee hat einen Teil des polnischen Gebietes an des Grenze liegend eingenommen. Die polnische Armee führt keine Kriegshandlungen gegen die sowjetische Armee aus“.

    Frankreich patrouilliert an den Grenzen

    Auch über die Ereignisse im Ausland während der ersten Tage des zweiten Weltkrieges berichten polnische Medien in ähnlicher Manier. Das „Lodscher Echo“ druckte am 4. September 1939 sogar einen angeblich amtlichenen Bericht ab, in dem vom Beginn eines Angriffes der französischen Streitkräfte zu Land, Wasser und in der Luft gegen Deutschland zu lesen war. Man versah dieses Kommunique mit dem suggestiven Titel: „Frankreich hat alle seine Streitkräfte in den Kampf gegen die Deutschen geworfen“. Von einem orkanartigen Angriff auf die Siegfried-Linie und der Bombardierung deutscher Städte wird berichtet. Mit Bezug auf den „Pariser Rundfunk“ meldeten auch andere polnische Zeitungen von siegenden französischen Truppen an Fronten zwischen Mosel und Rhein. Bekanntlich beschränkten die Franzosen aber ihren Beistand zu Polen damals auf das Patrouillieren an den eigenen Grenzen. Berichtet wurde durch polnische Medien auch über die Aktivitäten deutscher Kriegsgegner in Berlin und andererorts. Von Großdemonstrationen („wir wollen keinen Krieg, wir wollen Brot“) ist zu lesen, Strassenschlachten mit der Polizei und unzähligen explodierten Bomben die Hitler gewidmet gewesen seien. „Pazifistische Flugblätter wurden sogar durch Bomber der Luftwaffe über großen Städten abgeworfen“ – meldete „ABC“ Warschau.

    Mörderischer Journalismus

    Bei der damaligen Masse propagandistischer Lügen war nur schwerlich herauszufischen welche Meldung denn wirklich echt war. Die verantwortlichen polnischen Zeitungen haben sich niemals für ihre damalige Berichterstattung entschuldigt, oder sogar frei erfundene Ereignisse revidiert. Blieb also nur moralische Gunst, dieser aber auch durch die dreiwöchige wütende Verteidigung Genüge getan worden war. Die letzte Warschauer Zeitung wurde noch am 29. September herausgegeben. Gedruckt wurde sie von zwei Männern mit einer Kurbel-Handpresse. In ersten Tagen des Krieges waren Gott sei Dank schon die Rundfunksender in Kattowitz, Lodsch, Posen und Krakau verstummt. Im September 1939 sollten Zeitungen vor allem für den Durchhaltewillen der Gesellschaft sorgen, aber auch mörderischen Hass gegen die Deutschen aufbauen. So wurden durch Journalisten barbarische Gräueltaten der deutschen Wehrmacht in den ersten Tagen des Krieges einfach erfunden. Solche Meldungen lebten dann aber nach dem Kriege wieder auf und dienen heute sogar dubiosen Journalisten, Historikern und Politikern als Vorlage zur Schürung antideutscher Ressentiments oder gar Geschichtsbüchern. Ein krasses Beispiel für Folgen derartigem mörderischem Journalismuses war eine Meldung der Warschauer ABC Tageszeitung, welche wider der Wahrheit, vor aus deutschen Flugzeugen abgeworfenen Diversanten warnte. Erst als dann die Lynchaktionen verdächtiger Unschuldiger bereits epidemische Ausmaße angenommen hatten, widerrief die Zeitung diese Aufforderung zu Mordaktionen.

    Hitlers Armee konnte 1939 niemand besiegen

    Gewissenlose Journalisten haben schon immer für schlimme Tragödien und Verbrechen in dieser Welt gesorgt. Auch Deutsche und Polen können hiervon zur Genüge berichten. Bestraft werden derartige Schreibtischtäter aber leider nur in den allerseltesten Fällen. Neben Hitler, Stalin und Churchill waren es vor allen Dingen auch polnische Nationalisten ,unter der Führung von Aussenminister Jozef Beck („Ein notwendiger Krieg zur Wiederherstellung der nationalen Einheit“), die diesen grausamen Krieg gewollt und bekommen haben. Warschau und London hatten aber den Siegeswillen und vor allen Dingen die Stärke und Flexibilität der deutschen Streitkräfte dramatisch unterschätzt. Ehe die Briten und Franzosen, in einem Beistandspakt Polen verpflichtet, überhaupt reagierten, war Polen schon besiegt. Die gefälschten Siegesmeldungen polnischer Medien haben dann noch unzähligen tapferen Soldaten das Leben gekostet, die zuletzt noch im guten Glauben gegen den nicht zu schlagenden Feind angerannt sind.

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    Quelle: http://polskaweb.eu/polnische-medien-lu … 42342.html

    ZWEITES PLAGIAT:

    Polnische Medien: Hitler nach Elba geflohen

    Zeitung Rassisten Die beschämend unzureichende Aufarbeitung der Geschichte und auch vieler ihrer bekannten Halbwahrheiten, welche eben darum heuer immer mehr zu internationalen Politiken werden, dient vor allen Dingen denjenigen, die in den schlimmsten Zeiten der Menschheit zahlreiche, bisher ungesühnte, Verbrechen begangen hatten. Viele der damaligen Täter und Mittäter wie z.B. in Mittel- und Osteuropa, die bis 1950 noch gemordet hatten, laufen derweil immer noch frei rum und werden teilweise sogar heute noch als Helden verehrt. Zu den schlimmsten Verbrechern der Geschichte des letzten Jahrhunderts zählen natürlich nicht nur viele Politiker und Uniformierte, sondern vor allen Dingen auch Journalisten und deren Arbeitgeber, welche durch Hetze, Kriegstreiberei und Lügen Ursache für zahlreiche Tragödien jener Zeit waren. Aber nur ein einziger solcher grausamer Schreibtischtäter wurde bisher nachhaltig bestraft, der Herausgeber der antisemitischen- und antibolschewistischen Hetzschrift „der Stürmer“, Julius Streicher, den die Allierten nach dem zweiten Weltkrieg in Nürnberg hinrichteten.

    Haben Sie schon einmal von der gefälschten Kriegs-Berichtserstattung des ehemaligen stellvertretenden irakischen Ministerpräsidenten Tarik al-Aziz oder von der „deutschen“ Hetz Gazette „Bild Zeitung“ gehört ? Dann wissen Sie sicherlich schon was Propaganda der niederträchtigsten Art bedeutet und bewirken kann. Während Aziz noch Soldaten mit falschen Siegesmeldungen der längst geschlagenen irakischen Armee in den Tod trieb, hatte die „Bild Zeitung“ bereits lange Zeit versucht das deutsche Volk auf einen notwendigen Krieg gegen den Irak einzuschwören. Durch die Blume fordete das Blatt sogar ultimativ eine Zusage der Bundesregierung zur Beteiligung an dem gigantischen Raubüberfall. Das Berliner Verlagshaus unterlegte diese Forderung selbst noch nach dem Angriff der USA und seinen Verbündeten mit Berichten angeblicher Greueltaten an amerikanischen GIs durch irakische Soldaten. Man schuf Hass im Auftrage politischer Hintermänner aus dem Ausland, um diesen Angriffskrieg und die Zerstörungen und den Raub von jahrtausendalten Kulturgütern zu rechtfertigen. Doch welche Verbrechen sich heutzutage noch Verleger und Journalisten leisten ist nichts gegen die tödliche Propaganda aus der Zeit vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg.

    Wenn die „Kriegsberichterstattungen“ polnischer Zeitungen und des Radios im September 1939 wahrheitsgemäß gewesen wären, dann hätte es den Holocaust wohl nie gegeben und kein Rotarmist oder US Soldat hätte jemals in Hitlerdeutschland Flagge gezeigt, denn nach diesen Meldungen waren die deutschen Angreifer schon nach einer Woche Krieg nur noch auf der Flucht, polnische Jagdbomber zerstörten Berlin, Hitler floh nach Elba und die deutsche Großindustrie lag in Schutt und Asche. Neben solchen Siegesmeldungen wurde aber auch sehr umfangreich über angebliche Greueltaten durch die deutsche Wehrmacht verbreitet, welche an den beschriebenen Orten niemals stattgefunden hatten, dennoch aber sogar heute noch in „historischen Büchern“ dubioser Journalisten und Historikern Berücksichtigung finden, welche diese Schwindel aus Zeitungen in alten Archiven entnahmen. Jüngere krasse Beispiele geben auch Auskunft über die heutige „Qualität“ von Journalisten und Historikern, die wie z.B. FAZ Journalist Konrad Schuller und der in Warschau lebende Historiker Jochen Böhler, über angebliche Verbrechen der deutschen Wehrmacht berichten, die nach unseren Recherchen zwar stattfanden, aber in den von uns geprüften Fällen, ohne jegliche deutsche Beteiligung.

    Wie polnische Medien am 3. September 1939 berichteten, also am dritten Tage des Polenfeldzuges, mussten sich die angreifenden Deutschen unter riesigen Verlusten schon weitestgehend zurückziehen. „Soldaten der Wehrmacht vergingen sich daher in ihrer Schmach an der polnischen Zivilbevölkerung, vergewaltigten Frauen und töteten sie dann mit ihren Kindern in dem man sie mit Panzern überrollte“ – solche oder ähnliche Horror Meldungen findet man selbst heute noch in den Online- Archiven britischer Tageszeitungen, welche aus Gründen der Glaubwürdigkeit aber nur die angeblichen Verbrechen an der polnischen Zivilbevölkerung publizierten, die Erfolgsmeldungen der Polen erschienen selbst den Briten ein wenig zu weit hergeholt. FAZ Journalist Konrad Schuller zeigt mit seinem jetzt veröffentlichen dubiosen Buch „Der letzte Tag von Borów“, wie einfach es schon damals war auch mit Unwahrheiten, die politisch Hass und Gewalttaten fördern sollten, noch großes Geld zu verdienen. So berichtet er von einem Massaker der deutschen Wehrmacht im Februar 1944 im Bereich des ostpolnischen Dorfes Borów, was wohl niemals stattgefunden hatte.

    Ein ähnliches Verbrechen aber, fand tatsächlich bei Borów statt. Dies aber bereits 6 Monate vorher, nämlich im August 1943. Die Täter waren auch keine Deutschen, sondern Einheiten der polnisch-nationalistischen NSZ *, welche sich in dieser Gegend grausame Schlachten mit Truppenteilen der Armia Ludowa und sowjetischen Partisanen lieferten, wobei auch die Zivilbevölkerung teilweise dezimiert wurde. Man muss hierzu auch wissen, dass der größte Teil des polnischen Widerstandes gegen die deutschen Besatzer sich in dieser Region in Ostpolen aufhielt. Hier gab es kaum jemanden der nicht mit irgendwelchen Partisanengruppen zusammenarbeitete. Frauen und Kinder der wurden sogar zu Spionagetätigkeiten und zur Postverteilung eingesetzt, die hierbei ihre Freiheit oder sogar ihr Leben riskierten. Die polnischen Heimatarmee und andere Gruppen formierten sich von hier aus auch für den Aufstand in Warschau. Wer wirklich Partisan oder Zivilist in dieser Gegend war, dass wurde jeweils nach dem Tode einzelner, medienwirkend entschieden. Zum Massaker von Borów liegt „Polskaweb“ u.a. der glaubhafte Lebenslauf eines ehemaligen AK Kämpfers vor, der im Ausland lebt und dieses Verbrechen und andere von Polen an Polen bereits vor Jahren in einem Buch zusammenfasste.

    Konrad Schullers Buchinhalt muss aber nicht von ihm frei erfunden worden sein, denn zumindest hat er ja angeblich Zeitzeugen befragt. Doch für viele Nachfahren von osteuropäischen Opfern des Krieges ist es auch sehr wichtig, dass bei den Tätern oder deren Nachfahren noch was zu holen ist, worunter die Qualität der Aussagen von Zeugen natürlich erheblich leidet. Stutzig gemacht hat uns aber in diesem Zusammenhang, dass es ausgerechnet der polnische Botschafter in Berlin Marek Prawda ist, der dieses jetzt erschiene Buch des aus Rumänien stammenden Autors Schuller über das Massaker von Borow im „Tagespiegel“ promotet und in höchsten Tönen lobt. Staatspräsident Lech Kaczy?ski hatte Prawda im August 2006 zum Botschafter in Deutschland ernannt, dies aber höchstwahrscheinlich wegen diplomatischen Kompetenz und nicht wegen seiner politischen Einstellung. Während es bei Jochen Böhler in seinem Buch „Auftakt zum Vernichtungskrieg“ wohl eher finanzielle Motive zu sein scheinen die ihn antreiben, die Vorfahren von heute über 50 Millionen Deutschen pauschal durch den Dreck zu ziehen, weist die Biographie Schullers wohl eher auf einen poltischen Hintergrund hin.

    Lesen Sie am Mittwoch mehr bei „Polskaweb“ aus polnischen Zeitungen des Septembers 1939, mehr über Hitlers Flucht nach Elba und die siegreichen Franzosen und Polen.

    * Am 9. August 1943 wurde in der Nähe von Borów als Vergeltung für die Ermordung einiger NSZ-ZJ (Zwi?zek Jaszczurczy) Soldaten durch sowjetische Partisanen eine Einheit der Armia Ludowa entwaffnet und hingerichtet. Die Armia Ludowa war eine kommunistische Untergrundorganisation in Polen im Zweiten Weltkrieg. Sie wurde von der Sowjetunion im Kampf gegen die deutschen Besatzer unterstützt, um nach dem Sieg eine sozialistische Ordnung in Polen herzustellen. Sie wurde sowohl von den Deutschen wie auch von den polnisch-nationalistischen NSZ bekämpft. Vereinzelt kam es auch zu Zusammenstößen mit der AK. Alle diese militärischen Gruppen hatten auch Frauen und Kinder in ihre Untergrundsysteme integriert. Die NSZ hatte etwa 70 000 Mitglieder. Raubüberfälle und Morde an Zivilisten oder untereinander wurden meist den deutschen oder sowjetischen Besatzern angehangen, auch noch nach dem offiziellen Ende des zweiten Weltkrieges.

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    Quelle: http://polskaweb.eu/polnische-zeitungen … 54563.html

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