Der Verräter Josef Wirmer

Josef Wirmer (* 19. März 1901 in Paderborn; † 8. September 1944 in Berlin-Plötzensee) war ein deutscher Jurist und gehörte der Opposition gegen den Nationalsozialismus an.

Josef Wirmer vor dem Volksgerichtshof

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Leben

Josef Wirmer studierte ab 1920 in Freiburg im Breisgau und Berlin Rechtswissenschaft. Nach dem Referendarexamen 1924 und dem Assessorexamen 1927 ließ er sich in Berlin als Rechtsanwalt nieder. Dort schloss er sich politisch der Zentrumspartei an, zu deren linken Flügel er sich zählte. Er setzte sich für eine große Koalition mit der SPD ein. Josef Wirmer stand seit der so genannten Machtergreifung aus demokratischer Überzeugung und Sorge um den Rechtsstaat in Gegnerschaft zu den Nationalsozialisten.

1936 kam er in Kontakt zu den gewerkschaftlichen Widerstandskreisen um Jakob Kaiser. Seit 1941 gehörte er zu dem Kreis um Carl Friedrich Goerdeler. Den Attentatsplan Claus Graf Schenk von Stauffenbergs auf Adolf Hitler unterstützte er von Anfang an.

Von ihm stammte der einzige selbständige Entwurf für ein neues Nationalsymbol: So entwarf er eine Flagge, die ein schwarzes, golden eingefasstes Kreuz mit leicht zum Mast verschobenem Querbalken auf rotem Grund als neue deutsche Nationalfahne vorsah, die Flagge des Vierten Reiches.

Nach dem gescheiterten Attentat und Umsturzversuch des 20. Juli 1944, bei dessen Gelingen Josef Wirmer als Reichsjustizminister eingeplant war, wurde er am 4. August verhaftet. Sein Auftreten im Prozess vor dem Volksgerichtshof ist durch Protokolle und den dabei gedrehten Film belegt. Am 8. September 1944 wurde Josef Wirmer durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Zwei Stunden nach der Urteilsverkündung wurde er im Zuchthaus Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Wirmers Flaggenentwurf des Vierten Reiches

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Man vergleiche hierzu die absolut identische Flagge eines neuzeitlichen Josef Wirmer, welcher unter dem Synonym „Adolf Bermpohl“ in verschiedenen Blogs schreibt:

2014/04/geschichte-der-deutschen-reichsfarben.pdf

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Filmbeiträge

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Quelle: Metapedia

(Vielen Dank für den Hinweis an den Kommentator „Neu-Schwabenland“.)

3 Gedanken zu “Der Verräter Josef Wirmer

  1. „Deutschland ist die Gesamtheit aller deutsch empfindenden, deutsch denkenden, deutsch wollenden Deutschen: jeder Einzelne von uns ein Landesverräther, wenn er nicht in dieser Einsicht sich für die Existenz, das Glück, die Zukunft des Vaterlandes in jedem Augenblicke seines Lebens persönlich verantwortlich erachtet, jeder Einzelne ein Held und Befreier, wenn er es tut.“
    (Paul de Lagarde)

    Verräter des 20. Juli 1944

    AUS:

    Verschwörung und Verrat um Hitler

    Urteil des Frontsoldaten (Otto-Ernst Remer)

    Der hochausgezeichnete Frontoffizier des Zweiten Weltkrieges, Generalmajor Otto Ernst Remer, der als Kommandeur des Wachregiments in Berlin den Umsturzversuch des Widerstandes am 20. Juli 1944 auf Befehl seines obersten Kriegsherrn Adolf Hitler schon im Anfangsstadium unterband, hat nicht nur dieses bedeutsame historische Geschehen in seinem Werk aufgezeichnet, sondern setzt sich auch als Zeuge des dramatischen Kriegsverlaufs mit den vielfältigen Vergehen und Verbrechen, den Verrats- und Sabotagehandlungen der Angehörigen jenes Kreises auseinander, der nicht nur für den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, sondern auch ganz entscheidend für die Niederlage Deutschlands mitverantwortlich zu machen ist.

    Konsequent und erbarmungslos wertet er die Handlungen der Verschwörer, die in der Heimat, in der Etappe und auch an der Front durch Wehrkraftzersetzung, durch ihren abscheulichen Landesverrat und die teuflische Sabotage in allen Bereichen der Kriegführung der kämpfenden Truppe und damit den eidgetreuen Soldaten in gemeinster Weise in den Rücken fielen.

    In ihrer Verblendung und Verirrung erkannten sie nicht, daß Deutschlands Feinde, die mit ihrer Hilfe den Weltenbrand entfesselt hatten, nicht nur Adolf Hitler und den Nationalsozialismus stürzen wollten, sondern vielmehr das Ziel von Anfang an verfolgten, mit allen nur erdenklichen Mitteln das gesamte deutsche Volk und sein eben erst entstandenes Reich zu zerschlagen.

    Der Verfasser analysiert die entscheidenden Schlachten des Krieges unter besonderer Berücksichtigung des verräterischen Einwirkens der Verschwörer, die sich überwiegend in einflußreichen Spitzenstellungen des Oberkommandos des Heeres und einigen Heeresgruppen der Front befanden. Er durchleuchtet die verschiedenen Verräter- und Agentenkreise, wie die »Rote Kapelle“, die „Rote Drei“ und die Gruppe „Hirse“ mit Dr. Richard Sorge, die in Moskaus Diensten standen und mit den 20.-Juli-Verschwörern Verbindung unterhielten. Er befaßt sich mit den Verratshandlungen bestimmter Kernphysiker in der Umgebung des Nobelpreisträgers Professor Werner Heisenberg, die unter dem Einfluß der Verschwörung standen und die Entwicklung der deutschen Atombombe sabotierten.

    Er setzt sich ferner mit den führenden Politikern und Staatsorganen der Nachkriegszeit auseinander, soweit diese die Verherrlichung des Widerstandes nicht nur dulden, sondern auch selbst betreiben.

    Der Verfasser berücksichtigt bei der Beurteilung aller Verrats- und Sabotageakte der Verschwörung die neuesten Ergebnisse der derzeitigen geschichtlichen Forschung, die man um der geschichtlichen Wahrheit willen zur Kenntnis nehmen muß, um die Ursachen der deutschen militärischen Niederlage des Jahres 1945 ermessen zu können.
    VERLAG K.W. SCHÜTZ KG PREUSSISCH OLDENDORF

    Unter dem angeblichen „Naziterror“ des „Dritten Reiches“, das sich zur Wehr setzte wie jedes andere System auch, besonders die „wehrhafte Demokratie“ der heutigen BRD, muß es einfacher und ungefährlicher gewesen sein Widerstand zu leisten, als in der „freisten Demokratie der dt. Geschichte“ im tiefsten Frieden. Warum gibt es kein Widerstand heute, da das deutsche Volk in viel größerer Gefahr schwebt als je zuvor? Der tausendjährige „Sturm aus Asien“ bricht über Deutschland herein, und die Kirchen, im Einkland mit der internationalen Politik der „Menschlichkeit“, öffnen Europas Türen und Tore um das asiatische Blut in die Völker Europas zu mengen. Oder beweist es nur, das die „Widerständler“ nicht aus Überzeugung heraus Widerstand leisteten, sondern vom Ausland finanziert, unterstützt und angetrieben wurden? Wollten sie lieber Knechte des Auslands werden, anstatt sich zu wehren, um ihre dekadente Lebensform zu erhalten? Wo sind die „Idealisten“, die vielgepriesenen „Widerständler“ der Wehrmacht, Kirche und Politik heute – in Deutschlands größter Not?

    Die deutsche Substanz geht mit der Einwanderung fremden Blutes unweigerlich unter. Der Justizterror, zum Schutze jüdischen Blutes, erlaubt keine völkische Regung der Deutschen. Mit äußerster Brutalität werden Andersdenkende ihrer Existenz, ihrer Freiheit und oft ihres Lebens beraubt. Und das mitten im Frieden!

    Verräter am eigenen Volk wurden seit jeher vernichtet. Dieser Volksverrat ist nicht mit Sabotageagenten fremder Nationen zu verwechseln. Das „menschliche“ Amerika vernichtete ebenfalls seine Verräter ; Ethel und Julius Rosenberg. England seinen Lord Haw Haw. Sowjetrußland General Lassow und Norwegen Widkun Quisling. Die Liste ist bei weitem nicht vollständig, aber sie zeigt, daß Volksverräter nichts weiter als den Tod zu erwarten haben. Somit haben auch diese „Helden der BRD“ ihren Tod verdient und können keinesfalls als Vorbilder dem deutschen Volk dienen. Sie sind bei den Deutschenfeinden nur ein Genuß deutscher Zwietracht und Zersetzung.

    Liste der 161 durch Selbstmord, Hinrichtung und Erschießung
    aufgeführten Verschwörer des 20. Juli 1944.

    Liste hier: http://ip-klaeden.dyndns.org/webseiten/hitler/berlin/remer02.htm

    Hier fällt auf, daß von den obigen Hingerichteten 70 Offiziere waren. 55 Verschwörer gehörten dem Adel an, darunter 10 Gutsbesitzer. Der Hauptverschwörerkreis saß im Oberkommando des Heeres, weitere sieben im Oberkommando der Wehrmacht. Insgesamt wurden von den heute bekannten 30 Offizieren innerhalb beider Dienststellen 26 wegen Hoch- und Landesverrats zum Tode verurteilt und hingerichtet. Trotzdem konnten bis zum Schluß des Krieges weitere Verschwörer ihren Verrat fortsetzen, die dann mit hohen Posten in der „jüdischen BRD“ bedacht wurden.
    Quelle: http://ip-klaeden.dyndns.org/webseiten/hitler/berlin/remer02.htm

    Verschwörung und Verrat um Hitler

    SCHLUSSBEMERKUNGEN
    von O.E. Remer Seite 302

    Nach dem 20. Juli ging mein Name durch Presse und Rundfunk. Die damalige Darstellung ließ mich als ein Vorbild deutscher Treue und Pflichterfüllung erscheinen. In der Gefangenschaft nach Kriegsschluß hatte ich wegen meiner Rolle am 20. Juli keinen Ärger oder irgendwelche Schwierigkeiten. Man betrachtete dies mit Recht als eine innerdeutsche Angelegenheit und respektierte mein Verhalten als Soldat, zumal man feststellte, daß ich aus der bündischen Jugend kam und niemals der Partei angehört hatte. Die Sieger schätzten damals keineswegs Widerständler, die sich als Mitsieger fühlten und gebärdeten. Sie wollten allein gesiegt haben.

    Nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft wurde ich des öfteren von den Massenmedien und Parteileuten als Bluthund, Massenmörder und Nazi-General beschimpft. Doch wurde ich bei meiner Entnazifizierung in Gruppe V und, auf meine Beschwerde hin, als „vom Gesetz nicht betroffen“ eingestuft. Dann hieß es eine Zeitlang, ich hätte am 20. Juli gar nichts getan und schlüge nur Propaganda aus meinem Verhalten. Zuletzt mußte ich mich gerichtlich dagegen wehren, ich sei ursprünglich Mitverschwörer gewesen und sei dann umgefallen. Wie alles, so war auch dies falsch.

    Zu der Behauptung, ich hätte mir durch mein Verhalten am 20. Juli 1944 persönliche Vorteile verschafft, habe ich folgendes zu sagen. Goebbels hatte mich für die höchste Kriegsauszeichnung vorgeschlagen. Auf meine ausdrückliche Bitte hin hat Adolf Hitler von der beabsichtigten Verleihung dieser Auszeichnung abgesehen. Ich hielt die „Brillanten“ für eine Tapferkeitsauszeichnung höchsten Grades und wollte sie daher nicht für eine Heimataktion erhalten, bei der von mir und meiner Truppe nicht ein einziger Schuß abgegeben werden mußte. Ich habe diese meine Auffassung dem Führer persönlich mitgeteilt, der sie voll respektierte. Im übrigen hielt ich den Aufstand vom 20. Juli, der in Wahrheit nur eine unbedeutende Revolte war, für einen Schandfleck auf dem Ehrenschild des deutschen Offizierskorps, an den ich nicht durch eine Auszeichnung erinnert sein wollte.

    Desgleichen habe ich die Dotation eines Landgutes in Mecklenburg, meiner Heimat, mit dem Hinweis abgelehnt, daß ich Soldat sei und es in Zukunft auch zu bleiben hoffe. Ansonsten schien es mir unangemessen, für eine erfüllte Pflicht mit materiellen Gütern belohnt zu werden.

    Ich wurde gebeten, die goldene HJ-Nadel anzunehmen. Ich sagte zu und erhielt vom Reichsjugendführer, Baldur v. Schirach, der im übrigen in meinem alten Bataillon „Großdeutschland“ den Frankreichfeldzug mitgemacht hatte, persönlich die goldene Hitlerjugendnadel, da ich der heranwachsenden Jugend ein Vorbild für Tapferkeit, Treue und Pflichterfüllung sei. Diese Ehrung habe ich dankend und aus Überzeugung angenommen.

    Meine Beförderung zum Oberst erfolgte, da auf Grund meiner Regimentsführertätigkeit, wie damals üblich, meine Beförderung zum Oberstleutnant schon vor dem 20. Juli vorlag.

    Bereits vier Wochen nach dem 20. Juli bat ich um erneute Frontverwendung. Meinem diesbezüglichen Gesuch wurde stattgegeben. Ich sollte das Füsilierregiment „Großdeutschland“ übernehmen, das in Memel kämpfte. Doch auf dem Wege dorthin wurde ich vom Führer aufgehalten und von ihm persönlich beauftragt, als Kampfkommandant das Hauptquartier in Rastenburg zu übernehmen. Dazu sollte ich einen der modernsten Verbände, die Führer-Begleitbrigade, aufstellen. Man brauchte, wie mir der Führer sagte, einen zuverlässigen und erfahrenen Frontoffizier im Rahmen des Festungsbereiches Lötzen, zumal nach Agentenmeldungen mit einem Absprung zweier feindlicher Fallschirmdivisionen gerechnet werden mußte. Zudem war der Russe bis an die Grenze Ostpreußens vorgedrungen, und der Führer war entschlossen, in Frontnähe zu bleiben. Meine spätere Beförderung zum Generalmajor erfolgte am 30. Januar 1945 in der Reichskanzlei durch Hitler persönlich, als ich, mit meiner Brigade vom erfolgreichen Einsatz während der Ardennenoffensive kommend, über Berlin an die Ostfront fuhr, um mit der inzwischen zur Panzerdivision, der Führer-Begleit-Division, aufgestockten Truppe als Feuerwehr im Osten eingesetzt zu werden.

    Wenn früher oft das Gerücht verbreitet wurde, nur durch mein Eingreifen sei ein an sich aussichtsreiches Unternehmen am 20. Juli gescheitert, und ich sei daher für alles verantwortlich, was sich seit jenen Tagen bis zum Kriegsschluß abgespielt habe, so tut man mir gewiß zuviel Ehre an. Ich persönlich bin sehr viel bescheidener und nehme nur das Verdienst in Anspruch, einen bereits von Anfang an mißlungenen Putsch so nachhaltig gedämpft zu haben, daß es zu keinem Bruderkampf mehr kam und der Welt das jämmerliche Schauspiel eines Ausbruchs der altgewohnten deutschen Zwietracht in höchster gemeinsamer Not erspart blieb. Denn man mag im Lager der westlichen und östlichen „Sieger“ die Kämpfer des inneren Widerstands auch offiziell feiern und dies zu Pflichtübungen machen: im Grund des Herzens verachtet man sie doch, wie ich während unserer Gefangenschaft aus dem Munde alliierter Offiziere oft genug erfahren konnte. Auch die Bundeswehr kann sich mit diesem Thema nur oberflächlich abfinden.

    Der Aufstand – besser gesagt die Revolte – des 20. Juli 1944 scheiterte nicht an meinem Eingreifen, sondern an der inneren Ziel- und Konzeptionslosigkeit seiner heterogenen Veranstalter, sichtbar nur eine überwundene privilegierte Adelsschicht, die sich wohl in der Ablehnung Hitlers einig, in allen übrigen Fragen aber völlig uneins war. Der Putsch scheiterte, weil er mit unklaren Vorstellungen begonnen, mit unzureichenden Mitteln vorbereitet und mit einer geradezu erschütternden Hilflosigkeit durchgeführt worden war. Auch wußte man, daß außenpolitisch keinerlei Erleichterungen zugesagt waren und nur die bedingungslose Kapitulation als Ergebnis offen blieb.

    Die Ursache dieses technischen wie menschlichen Versagens aber liegt – es läßt sich leider nicht verschweigen – in dem Mangel an persönlichem Mut, der bei allen Beteiligten zutage trat. Selbst ein Mann wie der Oberst Stauffenberg, der kurze Zeit an der Front war, hat in dieser Angelegenheit jegliche persönliche Einsatzbereitschaft, die zum Gelingen eines solchen Vorhabens mindestens doch beim Attentäter selbst vonnöten gewesen wäre, vermissen lassen. Kein geringerer als Stauffenberg selbst hat durch sein Verhalten – wie schon erwähnt – seine Mitverschwörer und sich selber ans Messer geliefert. Statt wenigstens in der Nähe des Beratungszimmers die Explosion seiner Bombe abzuwarten und sich persönlich von der Wirkung zu überzeugen, hat er es vorgezogen, sich baldmöglichst vom Tatort zu entfernen und nach seiner Ankunft in Berlin seinen Mitverschwörern und Vorgesetzten eine Meldung zu erstatten, von deren Richtigkeit er sich nicht persönlich überzeugt hatte und die – wie sich später herausstellte – eine Falschmeldung war.

    Was mit einem Stabsoffizier unter völlig normalen Umständen geschehen wäre, der sich in einer so bedeutenden Angelegenheit eine derartige Fahrlässigkeit mit unabsehbaren schwersten Folgen hätte zuschulden kommen lassen, ist unschwer zu ermessen. Wahrscheinlich wäre sein Ende nicht wesentlich anders gewesen als das des Obersten Stauffenberg. Denn erst infolge seiner Falschmeldung wurden die Mitverschworenen in Berlin und anderswo veranlaßt, aus ihrer bisherigen Tarnung hervorzutreten und ihre Regierungstätigkeit aufzunehmen, was sie wohlweislich unterlassen hätten, wenn sie um den tatsächlichen Ausgang des Attentats gewußt hätten. Zumindest hätten sie nun, wenn sie sich schon entdeckt glaubten, ganz andere Maßnahmen ergriffen. Denn noch bestand die Möglichkeit, das mißlungene Attentat unter Ausnutzung der allgemeinen Verwirrung sofort durch ein neues zu ersetzen. Das alles hätte geschehen können, wenn Oberst von Stauffenberg bis zur Detonation der Bombe am Tatort verblieben wäre und sich selbst vom Erfolg seines Unternehmens überzeugt hätte.

    Es blieb aber auch eine andere Möglichkeit. Der im Führerhauptquartier anwesende Inspekteur der Nachrichtentruppe, General Fellgiebel, hatte von den Verschworenen die Anweisung erhalten, unmittelbar nach dem Attentat die Nachrichtenzentrale zu sprengen, um zunächst das gesamte Hauptquartier von der Außenwelt abzuschneiden und jegliche Einwirkung irgendwelcher Persönlichkeiten aus der Umgebung des Führers zu verhindern. Im Gegensatz zu Stauffenberg wartete Fellgiebel zunächst den Ausgang des Unternehmens ab. Als er jedoch sah, daß das Attentat gescheitert und Hitler am Leben war, ergriff er nicht – die Verwirrung ausnutzend – seine Waffe, um den von ihm so gehaßten Diktator niederzustrecken, sondern begab sich eilends an die Stätte der Katastrophe, um dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht zur Lebensrettung zu gratulieren.

    Man wird sich erinnern, daß der ursprüngliche Plan der Verschworenen dahin ging, die Bombe, die übrigens aus England stammte, im Sturmgepäck eines Obergefreiten unterzubringen, der dem Führer eine neue Feldausrüstung vorführen sollte und der im Falle der Durchführung dieser Absicht unweigerlich in Stücke gerissen worden wäre. Lediglich die Verschiebung der geplanten Vorführung hat dem völlig ahnungslosen Mann mit seinen vier Begleitern das Leben gerettet. Hier war glatter Mord an unschuldigen Frontsoldaten eingeplant, eine von Etappenkriegern beabsichtigte Ungeheuerlichkeit!

    An dieser Stelle aber wird die entscheidende Problematik des 20. Juli 1944 sichtbar. Seit Menschengedenken sind Offiziere und Soldaten der bewaffneten Macht in besondere Verpflichtung genommen worden. Der Träger der Waffen bedarf einer festeren Bindung als der zivile Staatsbürger, nicht zuletzt zum Schutz der nichtkämpfenden Bevölkerung. Denn allzu leicht kann der Soldat als Waffenträger ohne die Klammer der Disziplin, deren letzte Bindung im Fahneneid liegt, zum Marodeur, zum Räuber werden, der seiner Obrigkeit selbst die Stirn zu bieten wagt. Die Weltgeschichte ist erfüllt von Beispielen, was aus einer Truppe wird, der die bindende Kraft des Eides nicht mehr gegenwärtig ist. Auch die Bundeswehr und der Bundesgrenzschutz werden des Eides nicht entbehren können. Nur stellt man sich die Frage, wie ernst dieser einmal genommen wird, wenn immer noch die Meinung gelten soll, daß Eidestreue des deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg Dummheit, wenn nicht noch Schlimmeres gewesen sei, während dem Eidbruch jegliches Lob gebühre.

    Die Störungen und Krawalle der Anarchisten bei den jüngsten Vereidigungen, aber auch die Reaktion der Verantwortlichen sind Folgen dieser Geistesverwirrung. Entweder wir haben eine Armee mit bewährten Grundsätzen, oder wir schaffen sie ab. Wird sie aber für den Schutz des Vaterlandes für notwendig befunden, sollte es keine Diskussion um Vereidigungsformalitäten geben. Wäre ich verantwortlicher Kommandeur bei solchen unwürdigen Krawallen gewesen, ich hätte, ohne die verantwortlichen Politiker zu fragen, die Vereidigung unterbrochen und mit den Rekruten mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln die Krakeele so vom Platz getrieben, daß sie für alle Zukunft belehrt worden wären. Die Vereidigung wäre anschließend um so überzeugender und nachhaltiger ausgefallen.

    Eid ist Eid, daran wird schwerlich etwas zu deuteln sein. Wer am Eid rüttelt, rüttelt an den Grundfesten der Welt, und er muß sich klar darüber sein, daß er an die letzten Bande rührt, an die sich ein Mensch in verworrenen Zeiten zu klammern vermag. Gewiß hat es in der Geschichte nicht an entschlossenen Persönlichkeiten gefehlt, die aus letzter Verantwortung einen entscheidenden Schritt gewagt haben. Aber sie besaßen nur dann das moralische Recht zu ihrem Handeln, wenn sie bereit waren, mit ganzer Person für ihre Sache einzutreten und notfalls sich selbst zu opfern. An dieser Bereitschaft aber hat es den Veranstaltern des 20. Juli total gefehlt, und daran sind sie auch gescheitert. Dies ist der Grund, weshalb bereits am 20. Juli 1951 von Oberst Teske im „Rheinischen Merkur“ festgestellt werden konnte: „Die Tat des 20. Juli 1944 und ihre Träger sind heute in weiten Kreisen unpopulär.“ Daran hat sich bis zum heutigen Tag wenig geändert. „Die Öffentlichkeit hat schon Mühe genug, den 20. Juli als Heldentag zu werten.“ So formulierte es Dr. Arthur Radtke (CDU) am 15. Juli 1966 in der Züricher „Weltwoche“.

    Mehr noch: Die Hauptakteure waren sämtlich Offiziere. Es ist nicht anzunehmen, daß ihre Pläne dahin gingen, entsprechend den Absichten der Sieger, Deutschland für immer wehrlos zu halten. Aus ihrer Tat sollte also ein erneuertes Offizierskorps hervorgehen. Wie aber sollte dieses Offizierskorps und die erneuerte Wehrmacht bestehen, wenn der Ausgang ihrer Existenz ein Eidbruch war? Mußte nicht dieser Eidbruch auch das Denken nachfolgender Soldatengenerationen vergiften und damit die Armee nach dem Bilde der spätrömischen Legionen zum Spielball ehrgeiziger Usurpatoren machen? Die Zukunft wird sich ohnehin nach Nürnberg, Landsberg und Tokio noch oft genug vor dieses Problem gestellt sehen.

    Ein Offizier, der es unternimmt, die Waffe gegen den Eidträger zu erheben, dem er selbst gleich dem jüngsten Rekruten vor Gott den Eid der Treue und des Gehorsams geschworen hat, vermag sich und seine Kameraden, vor allem aber die zukünftigen Soldatengenerationen nur dadurch vor den unvermeidlichen Folgen seiner Tat bewahren, daß er seinem eigenen Leben ein Ende setzt und damit den Makel des Eidbruchs mit sich ins Grab nimmt.

    Das mögen harte Grundsätze sein, schwerlich jedoch wird je eine bewaffnete Macht solche Prinzipien entbehren können, denn es geht hier um ernstere Dinge, als sie das Hirn eines Zeitungsschreibers oder Fernsehkommentators eilfertig zu erfassen vermag; Dinge, von denen letztendlich die Sicherheit des menschlichen Daseins abhängt. Weil keiner unter den Verschworenen den Mut fand, das Attentat mit eigener Hand zu vollziehen und sich dann selbst im Namen aller zu opfern, blieb der 20. Juli eine Revolte, ein bloßer Akt der Verneinung ohne die Spur einer positiven Konzeption, was das äußere Bild anbetraf, eine verfehlte Köpenickiade. Bis zum 20. Juli 1944 konnte jeder Besucher bei Hitler mit umgeschnallter Pistole erscheinen, so daß es wirklich nicht schwer war, die Pistole zu ziehen.

    Mir blieb nur die undankbare Aufgabe, die verlöschenden Flammen vollends auszutreten. Daß dies ohne Gewaltanwendung geschehen konnte und daß es vor allem das Heer selbst war, das ohne Heranziehung anderer Wehrmachtsteile die zu dieser Stunde notwendige Bereinigung selbst vornahm, erfüllt mich allerdings noch heute mit Stolz. In gleicher Situation würde ich heute das gleiche noch einmal tun. Ich bereue nichts.

    Im Zusammenhang mit dem 20. Juli 1944 wurden vor und nach dem Geschehen wegen Hoch- und Landesverrats, Sabotage und Wehrkraftzersetzung 114 Personen hingerichtet, 28 erschossen, 14 begingen Selbstmord, 4 verstarben (siehe Anlage 9).

    Wenn nun über die Härte des Urteils gegen die Verschworenen des 20. Juli laute Klagen angestimmt werden, so will man sich bewußt nicht daran erinnern, daß bislang in allen kriegführenden Staaten Hochverräter als Landesverräter behandelt wurden, daß zum Beispiel die Regierung Seiner Majestät in England im ersten Weltkrieg Sir Roger Casement im Tower erschießen ließ, weil er als irischer Freiheitskämpfer Verbindung mit den Mittelmächten aufgenommen hatte, während England sich in einem Krieg mit Deutschland befand, an dem Irland nur gezwungenermaßen teilnehmen mußte. Man will sich auch bewußt nicht erinnern, daß der französische Premierminister Clemenceau im Frühjahr 1917 wahllos Massenerschießungen unter den meuternden Frontdivisionen anordnete, als ihnen nach Scheitern der Nivelle-Offensive die Fortführung des Krieges sinnlos erschien. Eine der unmenschlichsten Handlungen nach dem Kriege geschah durch die Amerikaner unter der Verantwortung des Generals Eisenhower und der Engländer, indem sie die Wlassow-Armee und die unter General von Pannwitz kämpfenden Kosaken, also antikommunistische Staatsangehörige der Sowjetunion, die auf Seiten Deutschlands gegen den Bolschewismus gekämpft hatten, rücksichtslos ihren gnadenlosen sowjetischen Henkern auslieferten. Sie werteten damit ukrainische, kosakische und kaukasische Kriegsfreiwillige, die auf deutscher Seite für ihre Freiheit kämpften, als Landesverräter.

    Um so mehr sollte man über die Rechtfertigung einer harten Bestrafung nachdenken, da es unter den Verschwörern des 20. Juli maßgebliche Männer gab, die nachweisbar bereit waren, ihre Frontkameraden an den Feind zu verraten, deren Leben aufzuopfern, die militärische Niederlage nicht nur hinzunehmen, sondern wie Fabian v. Schlabrendorff sogar planmäßig auf die deutsche Niederlage hinzuarbeiten, der in seinem Buch »Offiziere gegen Hitler“ auf Seite 38 schreibt: „Diesen Erfolg Hitlers unter allen Umständen und mit allen Mitteln zu verhindern, auch auf Kosten einer schweren Niederlage des 3. Reiches, war unsere vordringlichste Aufgabe.“

    Wie wenig die Verschwörer den Fortgang des Geschehens im Falle eines Erfolges ihrer Revolte bedacht hatten, ergibt sich unverkennbar aus dem völligen Fehlen einer außenpolitischen Konzeption. Die Putschisten wußten gleich der verantwortlichen deutschen Führung um die Beschlüsse von Casablanca. Sie kannten die Vernichtungsabsichten unserer Kriegsgegner, sie besaßen trotz Fühlungnahme mit den Westmächten keinerlei bindende Zusagen über eine schonende Behandlung Deutschlands im Falle des Gelingens ihrer Umsturzpläne. Bei nüchterner Beurteilung der Lage mußten sie sich darüber klar sein, daß dieser Krieg nicht gegen das Regime Adolf Hitlers, sondern gegen das deutsche Volk als Gesamtheit geführt wurde, und sie unternahmen es trotzdem, einen deutschen Bruderkampf heraufzubeschwören, ohne Rücksicht auf das, was daraus folgen würde.

    Sie wußten vor allem, daß man im Westen entschlossen war, nicht nur die deutsche Industrie zu zerstören, sondern weit über die Hälfte des deutschen Reichsgebiets den grimmigsten Feinden, den Bolschewisten, zur freien Verfügung zu überlassen. Ihr Entschluß zum Aufstand wurde weit weniger von der Liebe zur deutschen Nation als vom blinden Haß gegen Hitler bestimmt. Aus blindem Haß aber ist noch nie eine positive Leistung geboren worden. Wenn es noch eines Beweises für ihre Gleichgültigkeit dem deutschen Schicksal gegenüber bedurft hätte, so wurde er der deutschen Nation durch das Schweigen der Überlebenden gegenüber den Gewaltakten der „Sieger“ eindeutig erbracht.

    Es bedarf keiner Frage, was geschehen wäre, wenn das Unternehmen des 20. Juli Erfolg gehabt hätte. Die deutsche Ostfront, die sich gerade in schwersten Abwehrkämpfen verwickelt sah, wäre ohne Zweifel infolge des notwendigerweise ausbrechenden Bürgerkrieges und der damit verbundenen Unterbrechung des Nachschubs zusammengebrochen. Ich selbst habe damals über 10.000 Briefe deutscher Frontkämpfer und aus dem Heimatgebiet erhalten, die mir mitteilten, sie hätten sich mit ihren Waffen gegen die Heimatkrieger gewandt, wenn auch nur der Verdacht einer Rebellion im Bereich des Ersatzheeres aufgetaucht wäre. Immer wieder erschien das böse Wort vom Dolchstoß in den Rücken der kämpfenden Front. Ein Zusammenbruch der Ostfront aber hätte nicht nur den Abtransport von weiteren Millionen deutscher Soldaten in die Todeslager der russischen Gefangenschaft bedeutet, sondern auch die Evakuierung unzähliger Frauen und Kinder verhindert, die in den Ostgebieten des Reiches ansässig oder infolge des westalliierten Luftterrors dorthin evakuiert worden waren.

    Als Generaloberst Jodl von den Nürnberger Richtern gefragt wurde, warum er für die Fortsetzung des Kampfes eingetreten sei, erwiderte er, daß allein dadurch die Möglichkeit bestand, Millionen deutscher Frauen und Kinder und die Masse des Ostheeres dem Zugriff der Russen zu entziehen. Den gleichen Standpunkt hat auch Großadmiral Dönitz in Nürnberg vertreten, den nur Dummheit und Böswilligkeit widerlegen können. Dönitz hat das durch die Tat historisch unter Beweis gestellt. Ihm gebührt der uneingeschränkte Dank unseres Volkes.

    Die weiteren Folgen eines Zusammenbruchs der deutschen Ostfront lassen sich nur erahnen. Fest steht jedenfalls, daß die Absicht der sowjetischen Führung darauf abzielte, noch vor dem Eintreffen der Westaliierten in Europa vollendete Tatsachen zu schaffen, das heißt also, den Vormarsch bis an den Rhein fortzusetzen, um so den Anschluß an ein vorbedachtes pro-sowjetisches Frankreich zu gewinnen. Denn eines wird die Geschichtsschreibung kommender Jahrzehnte wohl konstatieren müssen, daß einzig der verbissene Widerstand zerfetzter deutscher Frontdivisionen mit ihren vielen Freiwilligen aus allen europäischen Ländern vor Wien, Prag, Breslau und Stettin in den Maitagen 1945 den Rest Europas vor der endgültigen Überschwemmung durch den Bolschewismus bewahrt hat. Das deutsche Problem ist nicht erst seit heute zugleich ein europäisches. Auch von diesem Standpunkt aus war dieser Kampf gerechtfertigt, und unter diesem Blickwinkel sollte man auch den 20. Juli einmal betrachten. Deshalb wird die Geschichte dereinst denen Recht geben, die damals wie heute den bedingungslosen Kampf um die Erhaltung des Reiches und damit Europas als erste aller Aufgaben erkannten und die bereit waren, dieserhalb ihr eigenes Blut und Leben gering zu erachten.

    Als Preußen-Deutschland vor über 150 Jahren vor dem Ansturm Napoleons zusammengebrochen war und die Freiheit Europas verloren schien, erklärte General Clausewitz, daß in einem ehrenvollen Untergang zugleich die Verheißung der Zukunft beschlossen liegt. Mich deucht, daß wir Eidtreuen es waren, die am 20. Juli 1944 den Weg des Unterganges in Ehren wählten, und daß wir damit zugleich die Voraussetzungen eines künftigen Aufstiegs schufen, der dereinst dem gequälten Kontinent die Ordnung und den Frieden bringen wird, den der Sieg der Alliierten vorerst in unerreichbare Feme gerückt zu haben scheint.

    Quelle: http://ip-klaeden.dyndns.org/webseiten/hitler/berlin/remer03.htm

    Paul de LagardeIn seiner Schrift „Juden und Indogermanen“ 1887 : „Es gehört ein Herz von der Härte der Krokodilshaut dazu, um mit den armen ausgesogenen Deutschen nicht Mitleid zu empfinden und – was dasselbe ist – um die Juden nicht zu hassen, um diejenigen nicht zu hassen und zu verachten, die – aus Humanität! – diesen Juden das Wort reden oder die zu feige sind, dies Ungeziefer zu zertreten. Mit Trichinen und Bazillen wird nicht verhandelt, Trichinen und Bazillen werden auch nicht erzogen, sie werden so rasch und so gründlich wie möglich vernichtet.“

    Mit Landesverräter wird nicht verhandelt, Landesverräter werden auch nicht erzogen, sie werden so rasch und so gründlich wie möglich vernichtet.“

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