Polens Kriegsschuld – Die gezielte Provokation zu Beginn des Zweiten Weltkrieges

Wie es damals wirklich war – von Rudolf Trenkel

Der polnische Marschall Rydz-Smigly im Hochsommer des Jahres 1939:

“Polen will den Krieg mit Deutschland und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte.”

ALLEN DEUTSCHEN, DIE IM VERSAILLER POLEN 1920 – 1939 DURCH POLNISCHE HAND STERBEN MUSSTEN, ZUM IMMERWÄHRENDEN GEDENKEN.

Professor Barnes, der berühmte amerikanische Historiker, der seit einem halben Jahrhundert in der geschichtlichen Forschung steht, schreibt allen Tendenzforschern zum Trotz (und dieses Urteil ist gewichtiger als die journalistische, zeitgeschichtliche Meinung von heute):

„Obwohl unabwendbar auf dokumentarischer Grundlage bewiesen worden ist, daß Hitler nicht verantwortlicher – wenn überhaupt verantwortlich – für den Krieg von 1939 gewesen ist, als der Kaiser es 1914 war, stützte man sich nach 1945 in Deutschland auf das Verdikt der deutschen Alleinschuld, das von der Wahrheit genau so weit entfernt liegt wie die Kriegsschuldklausel des Versailler Vertrages.“

Derselbe Historiker schreibt in einem Aufsatz an die Deutschen gewandt:

„Das deutsche Kriegsschuldbewußtsein stellt einen Fall von geradezu unbegreiflicher Selbstbezichtigungssucht ohnegleichen in der Geschichte der Menschheit dar. Ich kenne jedenfalls kein anderes Beispiel in der Geschichte dafür, daß ein Volk diese nahezu wahnsinnige Sucht zeigt, die dunklen Schatten der Schuld auf sich zu nehmen an einem politischen Verbrechen, das es nicht beging, es sei denn jenes Verbrechen, sich selbst die Schuld am Zweiten Weltkrieg aufzubürden.“

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VORWORT

Wenn Oswald Spengler, seherisch und wie wohl kaum ein anderer, den uns heute schockierenden Verfall der kapitalistischen Demokratien treffend voraussagte und Leo Trotzki, der Gegenspieler Stalins, kurz vor seiner Ermordung im Jahre 1940 erklärte, „unser Zeitalter sei vor allem ein Zeitalter der Lügen“, so dürfte es – nach allem was wir seit 1945 selbst erlebt haben – gegen die Richtigkeit dieser Behauptungen keine Einwände mehr geben.

So wird in Verbindung mit der zum Glaubensartikel gemachten „Alleinschuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg“ immer noch die Behauptung verbreitet, Hitler habe die Volksdeutschen in Polen als Provokateure benutzt, um Polen überfallen zu können. Also müsse es für jedermann als selbstverständlich gelten, daß der Bromberger Blutsonntag letztlich nichts weiter als ein infamer Goebbelsschwindel gewesen sei. Ebenso wurde nach 1945 im Westen verschiedentlich behauptet, der Massenmord an den polnischen Offizieren im Walde von Katyn könne bedenkenlos der SS zugeschrieben werden. Zu dieser Strategie weltweiter Deutschenverleumdung gehört ebenso – wo passend – die Taktik des Totschweigens und Kaschierens. Von der 15-Millionenvertreibung der Ostdeutschen und den damit verbundenen Massenmorden und Massenvergewaltigungen haben diese „Wahrheitsverkünder“ offenbar nie etwas gehört. Sie werden nur dann übermäßig laut, wenn irgendein wahrheitsliebender Forscher ihr sorgfältig abgesichertes Politkonzept zu entlarven droht. Dann werden sogleich Massenmedien und Staatsanwälte in Bewegung gebracht, um aufgeschreckte Bürger dahingehend zu belehren, der „Wahrheitstempel unserer Zeit“ werde zum Angriffsziel bösartiger Faschisten gemacht.

Ähnliche antideutsche Manöver sind bekanntlich in der Welt Legion. Um diese Schlammflut nicht versiegen zu lassen, hat Pan T. Jaszowski als Kommentator des Bromberger „IL. Kurjer Polski“ in der Ausgabe seines Blattes vom 1. 9. 1973 erneut das Ammenmärchen von der „fünften Kolonne“ der Volksdeutschen in Polen ausgebreitet. Wie eh und je wird behauptet, die von Berlin ferngesteuerten aufständischen Deutschen wären den Polen in den Rücken gefallen und somit an allem schuldig geworden. In diesem Reigen neueuropäischer „Enthüllungen“ fehlt auch der „Spiegel“ des Herrn Augstein nicht. Aus seiner Ausgabe Nr. 39/73 ist gleichfalls zu erfahren, daß „fanatische Volksdeutsche“ damals die Initiatoren von Bromberg waren. Nun, da heute noch zehntausende von ehemaligen Volksdeutschen leben, die im September 1939 in Polen dabei waren und die Wirklichkeit der blutigen Geschehnisse aus eigenem Erleben kennen, bedarf es unsererseits keiner propagandistischen Antithese. Auch der Verfasser dieser Schrift war wenige Tage nach dem Massaker in Bromberg und er stand wenig später inmitten einer großen Trauergemeinde vor den Särgen ermordeter Volksdeutscher auf dem Altstädtischen Markt in Thorn. Er hatte darunter zahlreiche Freunde und Bekannte zu beklagen. Seitdem hat er sich mit den Septembergeschehnissen des Jahres 1939 gründlichst befaßt. In der Erfüllung der Forderung Leopold von Rankes und unseres unvergeßlichen Dr. Hans W. Hagen, Geschichte darzustellen, „wie sie sich wirklich ereignet hat“, möge daher diese Schrift dazu beitragen, die Geschehnisse von damals in klärendem Licht zu sehen.

Der Verfasser

ZUR POLITISCHEN SITUATION IM VERSAILLER POLEN IN DEN JAHREN VON 1920 – 1939

Als nach dem ersten Weltkrieg das unheilverheißende Polen der Clemenceau, der Woodrow Wilson, Paderewski, Roman Dmowski und Korfanty wiedererstanden war, begann sogleich ein Krieg nach dem Kriege, ein Genocidium gegen Deutsche und Ukrainer, ein unerbittlicher Kampf gegen alle Minderheiten in Polen. Damals schrieb der italienische Ministerpräsident und Polenfreund: „Nicht die polnische Nation hat sich konstituiert; man hat einen polnischen Militärstaat geschaffen, dessen Hauptaufgabe darin liegen soll, auf Deutschlands Zerfall hinzuarbeiten. Nicht das polnische Polen ist entstanden, sondern ein riesiger Staat, der so wie er da ist, nicht lange leben kann.“

Es kann daher nicht deutlich genug gesagt werden, daß mit der Schaffung dieses unsinnigen polnischen Nationalitätenstaates ein osteuropäischer Krankheitsherd geschaffen wurde, der 1939 Europa zum Verhängnis werden sollte. Da in dieser kurzen Betrachtung nur andeutungsweise gesagt werden kann, was sich damals in Polen tat, dürfte es angebracht sein, die beiden Hauptfiguren der Versailler Polenzeit skizzenhaft dem Leser vorzustellen. Es war zunächst der polnische Marschall Josef Pilsudski, der den in den ersten sechs Jahren durch innere Machtkämpfe sowie eine beispiellose Mißwirtschaft zerrütteten polnischen Staat zu retten versuchte. Durch einen gewagten Staatsstreich im Jahre 1926 gelang es Pilsudski und seinen Freunden an die Macht zu kommen. Im Gegensatz zu den bisherigen chauvinistischen Machthabern war sich der realdenkende Pilsudski durchaus dessen bewußt, daß das neue Polen nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Bluttaufe einer halben Million bei der Niederringung der zaristischen Armeen gefallener deutscher Soldaten entstanden war, indem er 1922 vor seinen Legionären wörtlich sagte: „Ich bin tief demütig und still, wenn ich daran denke, daß nicht wir, nicht die Polen und nicht unsere Bemühungen diese gewaltige Umwälzung herbeigeführt haben. Aber was habt ihr aus diesem Staat gemacht? Ein Gespött habt ihr daraus gemacht!“ – Gemäß seiner Forderung: „Es darf nicht zuviel Unrecht in unserem Staate geben“ begann sich das Leben vielerorts in neuen Bahnen zu bewegen, zumal Pilsudski nicht zögerte, verschiedentlich mit harter Hand durchzugreifen. Doch blieb die bis in das letzte Dorf hineinpraktizierte Entdeutschungspolitik (sprich: Vernichtungspolitik) auf der politischen Tagesordnung aller Chauvinisten. Während in den ehemaligen deutschen Provinzen Posen und Westpreußen bis 1920 1.200.000 Deutsche gelebt hatten, sank diese Zahl nach 10-jähriger Polenherrschaft auf 350.000. Die ländliche deutsche Bevölkerung dieser Gebiete hatte 55 Prozent ihres Bestandes, die städtische 85 Prozent verloren. Die Beschlüsse des allslawischen Kongresses von Prag 1848 – wonach in hundert Jahren die slawische Volksgrenze Stettin-Triest erreicht werden sollte – näherte sich bereits damals ihrer Verwirklichung. Unaufhörliche und geradezu wahnsinnige Gebietsforderungen auf Kosten Deutschlands und anderer Nachbarn waren das A und O der polnischen Chauvinisten. Als Pilsudski während seiner Regentschaft (1926 – 1935) mit dem ihm eigenen politischen Spürsinn die in den westlichen Demokratien schon damals vorhandenen abgründigen Kräfte erkannt hatte, drängte ihn dies zu einer politischen Neuorientierung. Daher ist die Annahme berechtigt, daß sein versuchter Ausgleich mit Deutschland durch Abschluß eines Nichtangriffspaktes i. J. 1934 nicht ausschließlich taktischen Erwägungen entsprach, sondern ebenso auf eine echte Sorge um das Schicksal der europäischen Länder zurückzuführen war. Denn rückschauend kann gesagt werden:

Pilsudski war in seiner europäischen Zielsetzung allen westlichen Verrätern, die Osteuropa vor und nach 1945 an den Bolschewismus verschenkt und verraten haben, in jeder Hinsicht turmhoch überlegen. Bezeichnend für den Russenhaß Pilsudskis ist eine Äußerung, die er im März 1935 gegenüber dem in Warschau weilenden Außenminister Anthony Eden machte. Als dieser erklärte, er werde in Moskau auch mit Stalin sprechen, sagte Pilsudski:

„Ich gratuliere Ihnen, daß Sie sich mit diesem Banditen unterhalten wollen!“

Nur in der Todfeindschaft dieser beiden Männer (Pilsudski und Stalin) können die i. J. 1940 verübten Massenmorde an den polnischen Offizieren in Katyn ihre letzte Deutung finden, wobei interessanterweise der rachsüchtige Bolschewikenhäuptling viele Einzelheiten jener Mordszenen filmen ließ, nicht nur um sich selbst daran zu ergötzen, sondern um diesen Mordfilm mit einer Laufdauer von neun Stunden – in einer schwachen Stunde – an die Chinesen weiterzugeben, die diesem – nach Erkaltung der Freundschaft mit den Sowjets – in den 60er Jahren in ihren Botschaften des Westens einem ausgewählten westlichen Publikum vorführen ließen.

Der Tod Pilsudskis i. J. 1935 ließ alle bis dahin gehegten Hoffnungen auf einen vernünftigen und konstruktiven Ausgleich zwischen Deutschland und Polen zunichte werden. Eine beinahe greifbare Sternstunde für Europa fand nicht mehr statt. Seine unwürdigen Nachfolger hatten in wenigen Jahren das Erbe des Marschalls restlos vertan.

Pilsudskis Nachfolger Edward Rydz-Smigly wurde 1886 im galizischen Brzezany geboren. Von Beruf war er Kunstmaler. Als einer der ersten Legionäre wurde er General und 1935 Generalinspektor der polnischen Armee. Im November 1936 wurde er Marschall von Polen und der maßgebende Mann auf der politischen Bühne seines Landes. Sich gern mit Napoleon vergleichend, hatte er in den 30er Jahren großsprecherisch erklärt, er werde dem deutschen Erbfeind endgültig die Giftzähne ausbrechen. Aufgrund präziser Forschungsergebnisse der Nachkriegszeit steht vor der Geschichte unumstößlich fest, daß Rydz-Smigly sowie sein Außenminister Josef Beck sich nach Pilsudskis Tod als hemmungsloser Kriegstreiber gegen Deutschland betätigt haben. Die Verderber Europas verrieten als ferngesteuerte Vasallen westlicher Kriegstreiber das Erbe Pilsudskis, indem sie mit fanatischem Eifer die Weichen für den Zweiten Weltkrieg zu stellen bemüht waren. Zu dieser Strategie gehörte vor allem die systematische und provokatorische Vernichtungspolitik gegenüber der deutschen Volksgruppe in Polen (1,2 Mill.), die für das Deutsche Reich Grund und Anlaß hätte geben können, Polen zur Rechenschaft zu ziehen. Die blutigen Deutschenverfolgungen des Sommers 1939 führten schließlich dazu, daß für das Deutsche Reich damals ein echtes Notwehrrecht bestand. Dies ist eine unleugbare historische Tatsache, die der Leser dieser Schrift vermutlich in keinem Zeitungsartikel oder Buch der Umerzieher jemals gefunden hat oder künftig finden wird.

Als Rydz-Smigly sein Kriegsziel erreicht hatte, ließ er bereits am zweiten Kriegstage (2. 9. 1939) seine zusammenbrechenden Armeen im Stich und begab sich auf die Flucht nach Rumänien. Infolge Desertion und Feigheit vor dem Feinde ehrlos geworden, war ein Verbleiben für ihn in Rumänien – inmitten tausender internierter polnischer Soldaten und Offiziere – nicht möglich, nachdem mehrere Attentatsversuche von seiten polnischer Offiziere gegen ihn fehlgeschlagen waren. Auf Schleichwegen kehrte Rydz-Smigly aus Rumänien über Ungarn nach Polen zurück. Hier tauchte er in Warschau in die Illegalität unter. Vielleicht hätte die Nachwelt nie etwas von dem Ende dieses gescheiterten Mannes erfahren, hätte nicht der von allen Gejagte auf dem Sterbebett seiner Wirtin gegenüber bekannt, daß er der ehemalige Marschall Polens sei. Rydz-Smigly starb am 2. Dezember 1941 in Warschau und wurde in einem Armenbegräbnis auf dem Friedhof Powazki als Adam Zawisza beigesetzt. Sein ehemaliger Außenminister Josef Beck starb wenig später – völlig dem Alkohol verfallen – in Rumänien.

DIE POLNISCHE PROVOKATIONSSTRATEGIE IM JAHRE 1939

Im Rahmen der sattsam bekannten und vielfach ans Pathologische grenzenden Schuldbezichtigungen geistert durch alle Gefilde der Propaganda die Behauptung, das Reich habe 1939 das friedliebende Polenvolk willkürlich überfallen und damit schuldhaft den Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Da diese Verleumder des deutschen Volkes die seelisch-geistige Unterwerfung der militärischen von 1945 folgen ließen und diese unentwegt bis zum heutigen Tage weiterpraktizieren, wurden auch die wirklichen Kriegsursachen durch ein Trommelfeuer von Propaganda genau ins Gegenteil verkehrt und mit Hilfe deutscher Helfershelfer den immermehr verwirrten und beinahe gänzlich hilflosen Deutschen als bare Münze angeboten. Als Erwiderung auf diese völlige Verwirrung jeder geschichtlichen Wahrheit bedarf es zunächst der historischen Richtigstellung, daß das Versailler Polen als Produkt der Versailler Friedensmacher während seiner 20jährigen Existenz der wahrscheinlich größte Unruheherd in Europa war. Die Polen lebten nachweisbar mit allen Nachbarn – wie auch mit ihren Minderheiten – in Zank und Feindschaft. Mit den Russen und Ukrainern ebenso wie mit den Litauern, mit denen es 1938 fast zu einem Krieg gekommen wäre. Streitigkeiten gab es mit den Tschechen im Olsagebiet und schließlich richtete sich der Polnische Haß gegen die in Polen lebenden Juden. In den polnischen Westgebieten aber war es der Deutschenhaß, den man zu einer zweiten Staatsreligion hätte erklären können.

Da im Sommer 1939 für eine Million Deutsche in Polen infolge eines unmenschlichen und nicht mehr aufzuhaltenden Terrors Gefahr für Leib und Leben bestand, müssen die militärischen Aktionen Deutschlands gegen Polen zunächst nur unter dem Aspekt des Eingreifens im letzten Augenblick gesehen werden. Genau genommen war dieser deutsche Einmarsch in Polen eine POLIZEIAKTION GEGEN TERRORISTEN, die ganz sicher zehntausenden von Volksdeutschen das Leben gerettet hat. Während damals – wie auch vorher schon – der polnischen Minderheit im Reich kein Haar gekrümmt wurde, benutzten die Warschauer Machthaber die in Polen lebende Million Deutscher als eine Art Geiseln, um das Reich auftragsgemäß in provokatorischer Weise in den Zweiten Weltkrieg hineinzuzwingen. Diese Machenschaften waren wohlbedacht und ein wesentlicher Bestandteil der polnischen Gesamtstrategie. Der amerikanische Historiker Stefan S. Possony hat einer solchen Provokationsstrategie in seinem Buch: „Zur Bewältigung der Kriegsschuldfrage“ ein Kapitel unter dem Titel: „Die hehre Kunst der Provokation“ gewidmet und schreibt darin u. a. folgendes:

„Provokation ist die Kunst, ein falsches Alibi zu schaffen und die Verantwortung für Entscheidungen anderen Staaten aufzuzwingen. Provokationen werden nur selten untersucht, weil die Quellen fast stets ungenügend und verfälscht sind und weil den meisten Historikern die operative Kenntnis fehlt, ohne welche sie die Knäuel der falschen Angaben nicht zu entwirren vermögen. Durch die Vernachlässigung dieses wesentlichen Themas entsteht aber eine gefährliche Verzerrung des Geschichtsbildes …“

Diesen vollendeten Tatbestand polnischer Provokationen des Jahres 1939, die ihren Ausdruck in einer von März bis September 1939 andauernden Terrorwelle fanden, wird daher kein objektiver Historiker mehr in Frage stellen können.

Bereits im Jahre 1929 schrieb der „Mocarstwowiec“, das Blatt der „Liga für Großmacht“, in seiner Ausgabe Nr. 3:

„Im Krieg mit den Deutschen wird es keine Gefangenen geben und keinen Raum für menschliche Gefühle. Da werden wir die Welt staunen machen durch die ungewöhnlichen, das menschliche Maß übersteigenden blutigen Opfer, mit denen wir die Schmach der Kränkungen abwaschen, die wir von den Deutschen erfahren haben. Wir müssen in die polnische Armee den Geist eines unversöhnlichen, bis zur Grausamkeit gesteigerten Kampfes tragen.“

Im März 1939 wurde zwecks wirtschaftlicher Ausschaltung der stets loyalen deutschen Volksgruppe in fast allen polnischen Zeitungen dieser Boykottaufruf veröffentlicht:

“Die Deutschen in Polen heben den Kopf. Aufgrund dieser Provokation muß die polnische Allgemeinheit den illoyalen Bürgern eine entsprechende Abfuhr erteilen.

1.) Diejenigen Polen, die in deutschen Geschäften kaufen oder deutsche Lokale aufsuchen, werden öffentlich gebrandmarkt.

2.) Alle polnischen Firmen müssen ausschließlich polnische Jugend und polnische Arbeiter beschäftigen.

3.) Alle Schreiben, die an die Behörden, Büros und Firmen in deutscher Sprache abgefaßt werden, müssen unbeantwortet bleiben.

4.) Wir streben an:
a)  Das Verbot des Erwerbs von Grundstücken oder von Konzessionen durch Deutsche;

b)  die Aberkennung aller Staatsaufträge und Aufträge der Kommunalbehörden an deutsche Firmen.

Mitte April 1939 veranstaltete der polnische Westverband eine deutschfeindliche Hetzwoche, während der u. a. ein Flugblatt folgenden Inhalts verbreitet wurde:

,,In den Reihen des Westverbandes kannst du den Panzer Polens auf seinem Westgürtel bauen helfen. Denke an die polnischen vom Mutterlande abgetrennten Gebiete: Marienburg, das Ermland, an die Masuren, an die Kaschubei, an das Posener Grenzgebiet und das Oppelner Schlesien!“

Am 11. Mai 1939 schrieb eine Frau Zofja Zelska Mrozowicka drohend im ,,Dziennik Bydgoski“:

„Sollte es unter den Volksdeutschen in Polen Anhänger eines ausländischen Regimes geben, so wissen sie mit Bestimmtheit: Der Führer ist weit, aber der polnische Soldat ist nahe und in den Wäldern fehlt es nicht an Ästen.“

Aus der Berichterstattung einer einzigen deutschen Zeitschrift, der Augustausgabe 1939 des ,,Thorner Ordenskreuzes“ ist ersichtlich, welches wütende Inferno im Sommer 1939 über die Volksdeutschen hereingebrochen war, das in Anbetracht seiner Ausmaße als Beginn eines Genocid betrachtet werden kann.

Diese Überschriften werden die Untaten von damals in der Geschichte niemals zum Erlöschen bringen:

„Offener Terror … deutsche Schulen und Ferienkolonien geschlossen … deutsches Kirchengut beschädigt … deutsche Betriebe geschlossen … Verbote … Verhaftungen … Entlassungen … ein ganzes deutsches Dorf ausgesiedelt … Kirchenglocken mundtot gemacht … Friedhofsfrevel … Steine gegen die Kirche …“

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PROFESSOR WLADISLAW STUDNICKI – NATIONALPOLE UND DEUTSCHENFREUND

Tragisch war die Lage jener Polen, die Vernunft und Einsicht walten ließen. Ja, es gab solche Polen! Zu ihnen gehörte Professor Wladislaw Studnicki, der sich zusammen mit dem Herausgeber des Wilnaer ,,Slowo“, Stanislaw Mackiewicz, den Machenschaften der chauvinistischen Hydra entgegenstellte. Als echter Nationalpole vertrat er in seinem 1936 erschienenen Buch „Polen im politischen Systems Europas“ die politische Konzeption eines mitteleuropäischen Blocks bei einem gleichzeitigen Bündnis zwischen Polen und Deutschland. In einem solchen Militärbündnis sah Studnicki die sichere Garantie dafür, daß der Besitzstand Polens gewahrt bleibt. Bezeichnenderweise hatte Molotow gegen die Schaffung eines solchen mitteleuropäischen Blockes protestiert und diesen als eine „gefährliche Erscheinung“ bezeichnet. Ebenso mutig widersetzte sich Studnicki der von den Chauvinisten praktizierten Vernichtungspolitik der deutschen Volksgruppe. Auch der infamen und unentwegt in die Welt hinausposaunten Lüge von der „Unterdrückung von 2 Millionen Polen in Deutschland“ trat Studnicki entgegen. Der polnische Politiker wußte, daß bei einer gegenseitigen Zerfleischung der europäischen Völker der Bolschewismus der lachende Erbe sein würde, und es ist sicher, daß – falls er und seine Anhänger größeren politischen Einfluß in Polen gehabt hätten – es niemals zum deutsch-polnischen Kriege gekommen wäre.

In seinem vom Göttinger Arbeitskreis 1951 herausgegebenen Buch „Irrwege in Polen“ berichtet Studnicki über seinen Kampf um die polnisch-deutsche Annäherung:

„Im Jahre 1936 lud die Nationalsozialistische Partei aus vielen Staaten je zwei oder drei Personen als Ehrengäste zum Reichsparteitag ein: Aus Polen Stanislaw Mackiewicz, Professor Lempicki und mich. Auf einer Abendgesellschaft für einen ausgewählten Kreis wurde ich Hitler vorgestellt. Ich lernte Goebbels kennen; ich hatte eine zweistündige Unterredung mit Ribbentrop. Hitler hatte erklärt, man könne einem 30-Millionen-Volk nicht den Zugang zum Meere verwehren … Seit dem Herbst 1938 hatte England um Polen geworben … Dieser sich aus dem englisch-polnischen Bündnis ergebende Konflikt wurde weder um den Korridor noch um Danzig, sondern um die Entscheidung geführt, auf wessen Seite sich Polen im Zweiten Weltkrieg schlagen werde.“

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EINE STÄRKUNG POLENS – UND DEUTSCHLANDS!

„Ich schrieb an Beck, er würde in die Geschichte eingehen, wenn er den Krieg verhüten würde, der für uns Polen mit einer Katastrophe enden müsse. Am 5. Mai 1939 sandte ich eine Denkschrift an alle Minister und einflußreichen Persönlichkeiten in Polen und beschwor diese, einen Krieg mit Deutschland zu vermeiden. Ich bewies darin, daß wir diesen Krieg nicht führen können. Ich schrieb ein Buch „Angesichts eines Zweiten Weltkrieges“ und gab es im Juni 1939 in Druck. Im letzten Kapitel schrieb ich auf Seite 108: „Aus einem Krieg Westeuropas gegen Mitteleuropa wird allein Rußland als Sieger hervorgehen!“ das Buch wurde konfisziert. Ich klagte bei Gericht gegen die Konfiszierung. Die Verhandlung wurde im Juli 1939 bei geschlossenen Türen geführt. Ich verteidigte ein Kapitel nach dem anderen; als ich an dem Abschnitt „Die Folgen einer Unterstützung durch Sowjetrußland“ kam, versagten meine Nerven und ich brach in Tranen aus.

Es war vielleicht die schwerste Zeit meines Lebens. Wenn nachts der Widerhall marschierender (polnischer) Truppen zu mir herauftönte, bekam ich Herzbeklemmungen, denn ich fühlte schmerzhaft das Herannahen der Katastrophe. In meiner Phantasie spiegelten sich Niederlagen, die uns erwarteten; aber ich muß gestehen, die Wirklichkeit übertraf alles, was die schwärzeste Phantasie sich auszumalen vermochte.

Wir wissen, welche Folgen unsere Politik im Jahre 1939 nach sich zog; ich hatte diese Politik bekämpft und ihr die Konzeption einer bewaffneten Neutralität während des Krieges Deutschlands gegen den Westen gegenübergestellt. Eine bewaffnete Neutralität – um keinen Durchmarsch russischer Truppen durch unser Gebiet zuzulassen.

Diese, unsere Haltung, lag im deutschen Interesse, und zur Wahrung dieser Neutralität hätte Deutschland uns seine Hilfe zukommen lassen. Ich sprach es aus und schrieb es nieder:

„Unsere polnische Armee im Kampfe mit der deutschen – sie würde keinem Angriff von zwei Wochen standhalten; jedoch unsere polnische Armee, im Falle einer Nichtachtung unserer Neutralität durch Rußland gemeinsam mit der deutschen kämpfend, mit fachlicher deutscher Führung, mit von Deutschland gelieferten Panzern und Flugzeugen, mit deutschen Instruktoren – welch eine gewaltige Macht, die den Sieg im Osten sichern würde. Ein besiegtes Sowjetrußland! Ein vereintes Europa!“

Während des Zweiten Weltkrieges war Studnicki unaufhörlich bemüht, den deutschen Behörden Wege aufzuzeigen, die Europa vor dem bolschewistischen Verhängnis bewahren sollten. Er wurde 1945 nach Italien, dann nach London verschlagen, wo er im Exil verstarb. Seiner großartigen Konzeption eines deutsch-polnischen Ausgleichs ist er bis an sein Lebensende treu geblieben.

Sein letztes Buch „Wiederaufbau Deutschlands oder Sowjetisierung Europas. Die deutsche Frage.“ – bleibt ein Vermächtnis für Polen und Deutsche, ein Aufruf zur Tat, zum gemeinsamen politischen Handeln.

„Denn“, so schreibt Studnicki, „ich bin der Ansicht, daß von der deutschen Frage das Schicksal Europas abhängt. Die Annullierung von Jalta und Potsdam ist eine geopolitische Notwendigkeit. Die heute ganz auf Rußlands Vorteil abgestimmte Lage bedarf einer Änderung. Deutschland muß gegen Rußland gestärkt werden, indem Polen seine Ostgebiete und Deutschland die annektierten deutschen Ostprovinzen zurückerhält. Beide Annexionen sind historisch und funktionsmäßig miteinander verknüpft.“

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BERLIN BAUTE „GOLDENE BRÜCKEN“

Während Deutschland sich seit 1934 ernsthaft um eine für beide Seiten sinnvolle Lösung aller strittigen Probleme bemüht hatte, glaubte Polen mit Hilfe Englands den deutschen Machtfaktor in Mitteleuropa auslöschen zu können. Das waren die wichtigsten Angebote an Warschau, mit denen Polen „tausend goldene Brücken“ gebaut wurden:

1) Aufnahme Polens in den Antikominternpakt und militärischer Schutz für Polen im Falle eines Angriffes seitens der Sowjetunion;

2) Rückkehr Danzigs zum Deutschen Reich und Bau einer exterritorialen Autobahn durch den Korridor;

3) endgültiger Verzicht auf den Korridor zugunsten Polens;

4) Garantie der polnischen Grenzen;

5) der deutsch-polnische Vertrag wird von 10 auf 25 Jahre verlängert.

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UND DIE ANTWORT DER POLEN?

Sie bestand – wie alle Welt weiß – in einer nie dagewesenen Deutschenhetze und in unerhörten, bewußt provozierten Herausforderungen in unbekannter Zahl. Wer Zeuge jener Wahnsinnszeit in Polen selbst gewesen ist, konnte dies erkennen:

DIE ZERSTÖRUNG DEUTSCHLANDS WAR 1939 EINE BESCHLOSSENE SACHE.

Die Planungen der britischen Vansittarts finden auch ihre Bestätigung in den Erinnerungen des polnischen Publizisten Studnicki:

„Seit dem Herbst 1938 hatte England um Polen geworben. Am 3. April 1939 gab Chamberlain dem englischen Parlament die an Polen erteilte Garantie bekannt. Der nach London eingeladene Außenminister Josef Beck fand sich bereit, diese Garantie in ein Bündnis umzuwandeln. Es war der Wunsch Englands, denn in Erwartung eines kommenden bewaffneten Konflikts mit Deutschland wollte es Polen auf seiner Seite wissen.

DIESER KRIEG WURDE WEDER UM DEN KORRIDOR NOCH UM DANZIG, SONDERN UM DIE ENTSCHEIDUNG GEFÜHRT, AUF WESSEN SEITE SICH POLEN IM ZWEITEN WELTKRIEG SCHLAGEN WERDE …

Als ich am 3. November 1939 in Warschau eintraf, traf ich häufig auf Antipathie, ja Haß gegen England … „England hat uns in den Krieg hineingezogen und keine Unterstützung gewährt.“ – „Möge London so aussehen wie unser Warschau!“

Hierfür gibt es keinen besseren Zeugen der Geschichte als Winston Churchill selbst, der in seinen Memoiren I. Bd., 1. Buch, Kapitel XII S. 162 u. 163 freimütig bekannte:

„Vierhundert Jahre bestand die Außenpolitik Englands darin, die stärkste, aggressivste, vorherrschendste Macht auf dem Kontinent zu bekämpfen.
Die Frage ist nicht, ob es Spanien ist oder die französische Monarchie oder das französische Kaiserreich, das deutsche Kaiserreich oder das Hitler-Regime. Es hat nichts zu tun mit Herrschern oder Nationen, sondern es richtet sich allein danach, wo der stärkste oder möglicherweise vorherrschendste Tyrann ist.“

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DIE TODESFAHRTEN DER VOLKSDEUTSCHEN IN DIE POLNISCHEN KZS

Für die Zeit der polnischen Gewaltverbrechen von April bis September 1939 gibt es keinen besseren und vor allem glaubwürdigeren Zeugen als den unvergessenen Posener Volkstumsforscher Dr. Kurt Lück, der den damals in Polen hingemordeten Volksdeutschen in seinen Büchern „Marsch der Deutschen in Polen“ und „Volksdeutsche Soldaten unter Polens Fahnen“ ein bleibendes Denkmal gesetzt hat.

Kurt Lück berichtet:

,,In den Monaten vom März bis September 1939 überkugelte sich die polnische Presse in Polen geradezu in ihren Haßpredigten gegen das altansässige Deutschtum und gegen das Deutsche Reich. So flogen bald Steine in deutsche Fensterscheiben und Häuser, bald wurden friedliche Bürger und Bauern von Banden überfallen und deutschsprechende Frauen und Kinder geschlagen. Zu Tausenden wanderten unsere Volksgenossen in die Kerker, unschuldig und unter den fadenscheinigsten Gründen. Tausende von Strafmandaten schneiten in die deutschen Wohnungen, Ausweisungsbefehle, anonyme Drohungen usw. Die Enteignung des deutschen Eigentums und die Verdrängung des Deutschtums wurden mit einer schon hysterisch anmutenden Hast und Leidenschaft betrieben. Schließlich steigerte sich die Gier nach deutschem Eigentum und Blut zu einem Rausch, der in den Septembertagen seinen Höhepunkt erreichen sollte.“

1) Allen in der Volkstumsarbeit tätig gewesenen Deutschen Spionage und Verschwörung anzudichten, um sie verhaften und erschießen zu können.

2) alle Internierten, die auf dem Marsch nach Osten wegen Erkrankung oder aus Schwäche nicht mehr weiterkonnten, niederzuschießen, sobald ihr Transport Schwierigkeiten für die Begleitmannschaften verursachen würde;

3) im Falle des Anrückens deutscher Truppen ganze Arbeit zu leisten, d. h. alle Internierten zu erschießen;

4) den Erschossenen und Erschlagenen alle Erkennungsgegenstände abzunehmen.

Unsere mit Hilfe von zahlreichen Mitarbeitern allerorts durchgeführten Nachforschungen haben ergeben, daß die Gesamtzahl der in Polen internierten und verschleppten Deutschen die Zahl 50.000 weit überschreitet.


Aus OBERSCHLESIEN transportierten die Polen ungefähr 180 Männer und 20 Frauen auf der Bahn bis Wadowice. Von dort marschierten diese über Myslenice, Bochnia, Tarnow und Zamosc und dann gings weiter auf der Bahn bis Zapytow in Wolhynien, wo sie von deutschen Truppen befreit wurden.

Aus OSTSCHLESIEN und dem Gebiet bei Biala ging ein Transport von 500 Männern und Frauen, darunter 13 Männer und eine Frau aus dem Dorfe Alzen, nach dem berüchtigten KONZENTRATIONSLAGER BEREZA KARTUSKA.

Aus dem POSENER LAND gingen sieben große Internierungszüge nach dem Osten:

Der Zug eins, der die Internierten von Samter, Birnbaum, Neutomischel, Wollstein usw. in Posen zusammenfaßte, und der sich über Wreschen, Stralkowo, Sompolno, Kutno bis Zychlin und Gombin zu Fuß ostwärts bewegte, zählte rund 300 Mann, von denen nach und nach in Schwersenz, Wreschen, Schlesin, Wierzbin, Klodawa und Kutno etwa 120 Mann erschlagen wurden.

Der erste der Züge zwei bis vier, die die Internierten von Lissa, Schmiegel, Kosten, Moschin, Schrimm, Schroda, von Rawitsch, Gostin und von Jarotschin zusammenfaßte, zog am 2. September ostwärts über Peisern bis Warthbrücken (Kolo) und Turek. Die anderen beiden zogen am 3. und 4. September von Schroda über Peisern nach Warthbrücken, Kutno, Lowitsch und Gombin. Diese drei Züge zählten insgesamt 1.200 Mann, von denen nach und nach in Schrimm, Gora, Tulischkow, Tarnowa, Wladyslawow rund 400 Mann ermordet auf der Strecke blieben. Der Rest entging mit Mühe und Not dem gleichen Schicksal.

Der Zug fünf umfaßte die Internierten aus Obornik, Scharnikau, Kolmar, Wongrowitz, Rogasen, Schokken, Murowana, Goslin, Gnesen, usw. In einer Stärke von ungefähr 600 Mann zog er über Konin, Warthbrücken, Kutno, Lowitsch bis vor die Tore Warschaus. Von diesem Zuge sind rund 440 tot und vermißt.

Der Zug sechs mit Internierten aus Jarotschin und Umgebung hatte in Viehwagen auf der Eisenbahn einen qualvollen Transport bis in das berüchtigte KONZENTRATIONSLAGER BEREZA KARTUSKA durchzumachen. Dort kamen ebenfalls viele ums Leben.

Der Zug sieben bewegte sich auf der Eisenbahn, dann zu Fuß kreuz und quer in östlicher Richtung nach Warschau. Es handelte sich um Volksgenossen, die schon vor Ausbruch des Krieges unter den lächerlichsten Vorwänden verhaftet worden waren. Auch dieser Trupp hatte Verluste. Wenn nicht die deutsche Wehrmacht die Reste der Züge befreit hätte, dann wären auch diese noch niedergeschossen worden.

Ein zahlenmäßig kleinerer Zug aus Gnessen wurde auf der Bahn über Hohensalza, Kruschwitz, Kutno, Zychlin gebracht und marschierte dann zu Fuß weiter nach Lowitsch und Ilow. In dem deutschen Dorf Golowka Dolna wurden die Verschleppten von deutschen Truppen befreit. Eine zweite größere Gruppe aus der Gnesener Gegend hatte entsetzliche Verluste. Von ungefähr 700 Internierten sind nur ein Zehntel zurückgekehrt.

Aus WESTPREUSSEN UND BROMBERG mündeten fast alle Verschlepptenzüge bei Lowitsch.

Aus der WEICHSELNIEDERUNG im ehemals kongreßpolnischen Gebiet führten die Polen vier verschiedene Transporte nach Osten. Den ersten nach Bereza Kartuska, den zweiten bis nach Wolhynien in die Gegend von Kostpol, den dritten nach Sochatschew und Blonia, den vierten ebenfalls nach Sochatschew.

Aus LODSCH gingen zwei große Transporte, teils auf der Bahn, teils zu Fuß über Warschau, Minsk und Stoczek, wo deutsches Militär sie befreite.

Aus WOLHYNIEN UND GALIZIEN gingen mehrere Transporte nach Bereza Kartuska.

Außer den großen Transporten gab es unzählige kleinere, die wir nicht alle aufzählen können. Tausende von Todesopfern hat der Polenterror in den Heimatorten der Deutschen und auf den Verschleppungswegen gefordert. Bleibt noch zu vermerken, daß viele der Verschleppten nach der Rückkehr an den Folgen der Mißhandlungen verstorben sind.“

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AUGENZEUGENBERICHTE VOM BROMBERGER MASSAKER

Aus einer Vielzahl von Augenzeugenberichten sollen im vorliegenden Falle ein deutscher Offizier und ein ungarischer Journalist zu Wort kommen, deren Erlebnisse in dem Buch von Ernst Kabisch: „Deutscher Siegeszug in Polen“ 1940 veröffentlicht wurden. Der Offizier der deutschen Wehrmacht schilderte damals seine Bromberger Eindrücke der Presse in folgender Weise:

„Was ich Ihnen zu sagen habe, ist das Ungeheuerlichste und Grausigste, was ich je bisher in meinem Leben gesehen und gehört habe. In Bromberg und um Bromberg ist eine systematische Menschenschlächterei betrieben worden, für die mir jede Vergleichsmöglichkeit fehlt und bei der in der viehischsten und unvorstellbarsten Weise die Mehrzahl der Deutschen, deren man am letzten Blutsonntag hat habhaft werden können, ermordet worden ist.

Es war beim Betreten der Stadt Bromberg, beim Einzug der ersten Infanteristen, aber auch am darauffolgenden Tage noch so, daß, wo man auch ging, durch Straßen und Gärten, in den Häusern und über die Höfe, man überall auf Leichen stieß, die vielfach zu ganzen Gruppen von 8, 10, ja bis zu 18 umherlagen. Allein bis zum Donnerstagmittag sind von der Truppe, die in Bromberg stand, 140 bestialisch Ermordete festgestellt worden, wobei hinzugefügt werden muß, daß die Bevölkerung von sich aus sofort nach dem Einmarsch der deutschen Truppen begann, die Leichen zu bergen. Zum Teil haben die Mörder durch ihre Opfer selbst vorher die Gräber schaufeln lassen und die Leichen verscharrt. Unablässig aber haben sich noch weitere Opfer gefunden, vor allem in der Umgegend von Bromberg, in den Wäldern, die sich westlich der Weichsel bis Thorn erstrecken. Wie viele Opfer tot oder auch noch lebend in die Netze oder die Weichsel geworfen wurden, wie viele verschleppt und irgendwo anders ermordet wurden, das wird vielleicht in späteren Zeiten aufgeklärt werden können.“

Daß es unter den Polen auch anständige Elemente gibt, die dieses furchtbare Treiben mit Entsetzen erfüllte, erfuhr ein deutscher Augenzeuge, der bei einem Polen Unterschlupf fand, obwohl sich dieser völlig darüber klar sein mußte, daß er selbst umgebracht würde, wenn seine polnischen Landsleute davon erfuhren. Ein anderer Pole, der den Mut aufbrachte, das Blutbad in Bromberg verhindern zu wollen, wurde gleich mit an die Wand gestellt.

„Ich bin heute“, schreibt ein UNGARISCHER JOURNALIST, „am Freitag mittag (gemeint ist der 8. September 1939) aus dem Operationsgebiet nach Berlin zurückgekehrt und habe den gestrigen Tag in Bromberg verbracht. Was ich in Bromberg gesehen habe, und wie sich alles nach meinen Untersuchungen abgespielt hatte, das will ich jetzt kurz und nüchtern erzählen, ohne dabei ein Urteil fällen zu wollen. Ich will nur betonen, daß ich es aufrichtig bedaure, gestern in Bromberg gewesen zu sein, denn diese Bilder, die sich mir darboten, verfolgen mich noch immer, und ich habe Angst davor, daß ich diese Bilder auch niemals mehr loswerden kann.

Es ist vielleicht am besten, wenn ich zu allererst in kurzer Zusammenfassung die Ereignisse schildere, welche sich Sonntagabend (3. September 1939), in der Nacht von Sonntag auf Montag und Montag morgens in Bromberg abspielten. Deutsche Frauen und Männer haben mir diese Ereignisse mosaikartig auf der Straße in Bromberg mitgeteilt – ich hörte aber auch eine zusammenfassende Schilderung des katholischen Pfarrherrn von Bromberg, seiner Hochwürden Kaluschke. Laut diesen Aussagen begann die Hölle in Bromberg in jener Stunde, als die polnischen Zivilbehörden die Stadt verlassen hatten und die Macht von den polnischen Militärbehörden übernommen wurde. Die polnische Bürgerwehr, welche aus bewaffneten Zivilisten mit weißroter Armbinde bestand, und die polnischen Truppen haben am Sonntagnachmittag nach einer fertigen Liste und unter Anführung des Pöbels Hunderte von Deutschen, darunter Frauen, Greise und Kinder, zusammengetrieben und durch die Straßen gejagt.

Sämtliche wurden mit Gewehrkolben und Stöcken geprügelt und nach einem langen Umhertreiben massenweise auf den Straßen hingemordet. Selbst der katholische Pfarrer Kaluschke wurde samt seinen Schwestern in den Straßen herumgejagt, mißhandelt und endlich zum kommandierenden Oberst geschleppt, der ihn allerdings freiließ. Vorher aber hat man ihn auf der polnischen Militärkommandantur auch noch gepeinigt. Man beschuldigte ihn, daß auf dem Kirchturm seiner Kirche ein deutsches Maschinengewehr aufgestellt wäre. Diese Anklage bewies sich zwar sofort als Lüge. Trotzdem wollte man ihn nach seiner Freilassung wieder verhaften, und er mußte beim polnischen Dompropst ein Versteck suchen, von wo er erst nach dem Einmarsch der deutschen Truppen hervorkam.

In der Nacht von Sonntag auf Montag früh wurden einzelne Aktionen durchgeführt in folgender Form: Der Pöbel durchkämmte die Straßen nach Deutschen und rief überall die Bürgerwehr oder das polnische Militär hin, wo Deutsche wohnten. Die Bürgerwehr und die polnischen Soldaten drangen dann in die Häuser und Gehöfte ein, und entweder ermordeten sie dann die vorgefundenen Deutschen an Ort und Stelle oder schleppten sie mit sich und ermordeten sie auf der Straße oder in einem Garten. Laut Aussage verschiedener Augenzeugen und nach Schätzungen des Herrn Kaluschke und auch anderer Herren sind insgesamt rund 1.000 Personen ermordet worden. Diese Zahl kann auch nach meinen Schätzungen stimmen… Die grausamsten Mordtaten sind vermutlich von Zuchthäuslern und Strafgefangenen verübt worden, die man kurz vor Ankunft der deutschen Truppen bewaffnet und auf die Deutschen losgelassen hatte. Sie haben wie wilde Tiere die Deutschen geschunden und geschlachtet.“

Seherisch hatte der englische Staatsmann Lloyd George im Jahre 1919 vor dem Rat der Großen Vier in höchster Erregung ausgerufen:

„Der Vorschlag der polnischen Kommission, daß wir 2.100.000 Deutsche der Autorität eines Volkes unterstellen sollen, das im Laufe seiner Geschichte niemals gezeigt hat, daß es sich zu regieren versteht, dieser Vorschlag würde uns FRÜHER oder SPÄTER zu einem neuen Krieg im Osten Europas führen.“

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VON DEN GREUELTATEN IN BROMBERG

Entnommen aus dem Buch: „Schreckenstage in Polen“ – Schwestern-Erleben im September 1939; ersch. im Spener-Verlag in Marburg/Lahn 1940.

„Schwester E. S. Bromberg, den 10. Dezember 1939

Als eine dem Tode Entronnene grüße ich Dich und Euch alle, meine lieben Schwestern.

Aus den Zeitungen werdet Ihr gewiß Verschiedenes erfahren haben, wie es hier zuging. Hätte es noch länger gedauert, so wäre kein Deutscher mehr übriggeblieben. Voll Dank, aber auch zugleich in tiefer Trauer sammelte sich heute das übrige Häuflein im Gottesdienst, um Gott für seine Errettung zu danken.

Unbeschreibliches Elend und Grausamkeiten sind ringsherum angerichtet worden! Wir vermissen noch unsere Geschwister K., den 75jährigen Vater und seine Tochter, ferner Frau L. aus Wilhelmsort und ihre Tochter, die als Flüchtlinge bei ihnen waren, sowie Familie B. und zwei ältere Damen aus demselben Hause. Sie alle wurden wie Vieh weggetrieben. Der Bruder von Frau B. hat nicht gleich das „Hände hoch!“ verstanden und wurde auf der Stelle erschossen. An der Friedhofsmauer in der Grunwaldska habe ich ihn liegen gesehen. Herr S. und Sohn aus Jägerhof sowie seine Tochter aus Schwedenhöhe sind auch erschlagen worden. Ihr Bruder aber machte sich durch Bewegungen mit dem Fuß bei Vorübergehenden bemerkbar, die sich dann seiner annahmen, und auf diese Weise ist er vom Tod errettet worden. Geschwister A. sind ebenfalls ums Leben gekommen und viele, viele um uns her. Unser H. Sch., 14 Jahre alt, ist auch unter den Erschlagenen. 51 Deutsche wurden allein in Jägerhof an einem Tag in Massengräbern bestattet. Darunter befand sich auch der bis zur Unkenntlichkeit zugerichtete Pfarrer K. Am Tage darauf wurde auch Herr F. beerdigt. Frau B. ist auch vermißt. Zwei Vettern von mir liegen auch unter den Erschlagenen.“

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NEUN TAGE MISSHANDLUNG, QUAL UND TOD

Von Gotthold Starke, dem früheren Chefredakteur der Bromberger „Deutschen Rundschau“

(Aus dem Buch „Auf den Straßen des Todes“ – Leidensweg der Volksdeutschen in Polen; von Dr. Fritz Menn, ersch. im Verlag v. Hase u. Koehler (Leipzig) i. J. 1940

„Von Xenophons Anabasis angerechnet kennt die Geschichte viele Gewaltmärsche, in denen die Menschen ihre letzte Energie zur Erreichung des Zieles hergegeben haben. Und doch steht dieser Marsch von Bromberg bis über Lowicz hinaus, von dem ich hier als Teilnehmer spreche, in der Geschichte fast beispiellos da, so grausam waren seine Begleiterscheinungen, so niederträchtig seine Beweggründe, so verhängnisvoll seine Folgen. Der Marsch ging über rund 240 Kilometer. Er begann am 2. September 1939 in Bromberg und endete am 9. September nachmittags in Lowicz. An ihm nahmen Frauen und Männer, Greise von mehr als achtzig Jahren, und Säuglinge von wenigen Wochen teil. Die Zahl der mitmarschierenden Deutschen wird auf 4000 geschätzt; von Tag zu Tag war die lange Heersäule größer geworden. Die im Stadt- und Landkreis Bromberg verhafteten Deutschen waren das erste Glied in der langen Kette der Gefangenen, die aus dem ganzen Korridorgebiet durch das nördliche Kongreßpolen bis vor die Tore Warschaus getrieben wurden. Noch hallen in unseren Ohren die Schüsse wider, mit denen die Kameraden niedergestreckt wurden, die den Weg durch Durst und Hitze nicht mehr fortsetzen konnten. Und auch das wissen wir: Daß ein beträchtlicher Teil von denjenigen Volksgenossen, die wie durch ein Wunder gerettet wurden, so schwere Störungen an ihrer Gesundheit mit nach Hause bringen, daß ihr Leben auch in Zukunft noch unter dem nachhaltigen Einfluß jenes Höllenmarsches nach Lowicz stehen dürfte.“

Der seinerzeit über die Grenzen Polens hinaus bekannte Generalsuperintendent D. Blau sagte damals – im Spätherbst 1939 – in einem Geleitwort hierzu folgendes:

„Die Septembertage des Jahres 1939 sind in das Buch der Geschichte unserer evangelischen Kirche mit Blut und Tränen geschrieben. Diese Schrift ist freilich nicht neu. Wer die Geschichte des Evangeliums in Polen kennt, der weiß, daß auch das 17. und 18. Jahrhundert Zeit der Verfolgung war. Bromberg hat schon einmal am 22. April 1654 ein Blutbad erlebt, bei dem alle Evangelischen niedergemetzelt wurden! Auch damals waren die Pfarrer besonders Gegenstand des Hasses, so daß ein Bericht um 1680 sagt: „Unsere Pastoren sind wie Schlachtschafe. In Orten gemischter Bevölkerung müssen sie Schläge hinnehmen. In ihren Häusern sind sie nicht einmal sicher, sondern darinnen überfallen und mit Prügeln und Peitschen fast zu Tode geschlagen worden.“ Und auch damals schon fand man die Vermißten als Opfer polnischer Grausamkeit, wie in einem kleinen Gehölz bei Posen 1769 dreizehn Gehenkte gefunden wurden, und ein Reisender am 12. Dezember 1767 berichtet, daß an einer wiederausgegrabenen Leiche eines Kandidaten der Theologie „die eingeschlagene Hirnschale, der zerbrochene Arm und viele andere Kennzeichen der verübten Grausamkeit den gewaltsamen Tod zur Genüge an den Tag legten.“ Man fühlt sich um Jahrhunderte zurückversetzt, wenn man von den grauenhaften Ermordungen unserer Volks- und Glaubensgenossen in der Gegenwart hört.

Noch können wir nicht die ganze umfassende Größe der unseren Kirchengemeinden zugefügten Verluste an Gut und Blut übersehen. Die nachfolgenden Blätter geben nur EINZELBILDER aus dem ungeheuren Material, das uns vorliegt, aber sie sind ANTWORT auf viele an uns ergangene Fragen und Aufforderungen, über das Geschehene zu berichten.

Wir haben uns nur auf Bilder aus dem Kreise unserer Glaubensgenossen, Pfarrer und Gemeindemitglieder beschränkt. Mit Recht. Nicht nur, daß der bei weitem größere Teil der Ermordeten und Umgekommenen evangelischen Bekenntnisses war, so müssen wir leider auch feststellen, daß der Grund für ihre Ermordung nicht zum kleinsten Teil ihre evangelische Glaubenshaltung gewesen ist. Die polnische Öffentlichkeit, vielfach von katholischer Seite verhetzt und aufgewiegelt, sah von jeher in unserer evangelischer Kirche und ihren Pfarrern die LANDESVERRÄTER und VOLKSFEINDE. Sie wußte, in welcher engen Verbundenheit bei uns Volkstum und Kirche standen, wie das Volk an der Kirche seinen stärksten Halt und im Evangelium seine beste Kraft besaß, und wie in der Zeit, in der die führende Schicht unseres deutschen Volkes immer mehr vermindert und einflußlos gemacht worden war, die geistliche und geistige Führung bei der Kirche und ihren Pfarrern lag. Wer die Herde zerstreuen will, muß die Hirten schlagen. Hierin finden wir die Erklärung für den starken Blutverlust unserer Kirche, aber auch das Recht, von einem MÄRTYRERTUM zu sprechen, das nicht nur um des Volkstums, sondern auch um des Glaubens willen die beklagenswerten Opfer jener Tage traf.“

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Wie sich die Bilder gleichen …
Ein Dokumentarfoto aus der Zeit des dritten Aufstandes in Oberschlesien –
Mai/Juni 1921. Von den Polen verstümmelte Deutsche (Stock, von Bracken,
Skriba), die von dem englischen Kapitän Riddle (links) und dem italienischen
Leutnant De Martino bei Malapane gefunden wurden.

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Massenhaft erschlagene und erschossene Volksdeutsche vor Warschau.
Verstreut an Straßen, auf Feldern und in Wäldern. Aufgefundene werden
am Sammelort rekognosziert.

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Deutsche Bauernfrau aus Langenau bei Bromberg.
Ihr wurde der rechte Fuß abgeschlagen und dann der Unterschenkel vom
Oberschenkel nach Schlachterart abgetrennt.

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Der deutsch-katholische Pfarrer von der Herz-Jesu-Kirche in Bromberg
beim stillen Gebet vor den Leichen ermordeter Bromberger Volksdeutscher

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Ausländische Pressevertreter überzeugen sich an Ort und Stelle von den
polnischen Greueltaten an den Volksdeutschen (links im Hintergrund Herr
Oechsner von der United Press).

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http://vho.org/D/Kritik/50/S32.jpg

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Ausländische Ärzte hören den Augenzeugenbericht der 14jährigen Dora
Radler aus Kl. Bartelsee bei Bromberg über die Ermordung ihres Vaters
und ihrer beiden Brüder.
Von links nach rechts: Dr. Espinosa (Chile); Dr. Karellas (Griechenland);
Dipl. Ing. Santoro (Italien); Dr. Faroqhi (Indien); Dr. Ohanian (Persien).

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Grab reiht sich an Grab …
Der Bromberger Ehrenfriedhof mit 649 Gräbern legte – vor seiner Zerstörung
nach 1945 – Zeugnis ab vom Opfergang der Bromberger Volksdeutschen.

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Das polnische Konzentrationslager Chodzen – eine ehemalige Zuckerfabrik
zwischen Wloclawek und Kutno – in dem in den ersten Septembertagen 1939
ca. 7.000 verschleppte Volksdeutsche – darunter Frauen und
Kinder, Greise und Krüppel – inhaftiert waren.

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POLEN WAR ENTSCHLOSSEN, BEREITS IM MÄRZ 1939 ALLEIN LOSZUSCHLAGEN

An diesen systematisch hochgezüchteten Verfolgungsmaßnahmen gegenüber den Volksdeutschen trifft den Deutschenhasser Rydz-Smigly und seine intellektuelle Beraterclique die denkbar größte Schuld. In den vom Auswärtigen Amt in Berlin i. J. 1939, Band 2, herausg. „DOKUMENTEN ZUR VORGESCHICHTE DES ZWEITEN WELTKRIEGES“ kann der Leser auf Seite 400 nachlesen, daß Polen bereits im März 1939 entschlossen war, allein loszuschlagen. Rydz-Smigly hatte in einem vom „New Chronicle“ am 19. Juli 1939 veröffentlichten Interview der amerikanischen Journalistin Mary Heaton Vorse zur DANZIGFRAGE folgendes gesagt:

„Sofern die Deutschen weiter bei ihren Anschlußplänen beharren werden, wird Polen den Kampf aufnehmen, sogar wenn es allein und ohne Bundesgenossen sich schlagen sollte … Die Einnahme Danzigs durch die Deutschen wäre eine Handlung, die uns an die Teilung Polens erinnert. Aus diesem Grunde habe ich vor vier Monaten die Mobilisierung angeordnet … Glauben Sie mir bitte, daß die Mobilisierung nicht nur eine Demonstration war. Wir waren damals zum Kriege bereit, wenn das notwendig gewesen wäre …“

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DIE BROMBERGER „DEUTSCHE RUNDSCHAU“ ALS AUFSCHLUSSREICHER ZEITSPIEGEL UND ZEUGE DER GESCHEHNISSE UM DEN BROMBERGER BLUTSONNTAG

Bei der Erforschung der mit großem provokatorischen Aufwand betriebenen polnischen Kriegsvorbereitungen seit März 1939 ergibt sich eindeutig, daß – außer dem geplanten „Marsch nach Berlin“ – ein umfassender Evakuierungsplan bestand, der die „Reinigung“ von Volksdeutschen vornehmlich in den alten Reichsprovinzen Schlesien, Posen und Westpreußen zum festen Ziele hatte. In der Praxis enthielt dieser Plan nichts anderes als das endgültige Todesurteil über die deutsche Volksgruppe in Polen. Darum dürfte die hypothetische Feststellung berechtigt sein: Im Falle eines polnischen Sieges i. J. 1939 wäre die als Fremdkörper verhaßte deutsche Volksgruppe ausgelöscht worden, und zwar schon so wie es nach 1945 mit der in Polen und in den deutschen Ostgebieten verbliebenen deutschen Volkssubstanz geschehen ist. Beweise hierfür? Nun, aus der Art der im Frühjahr und Sommer des Jahres 1939 praktizierten Maßnahmen, wobei weit über 50.000 Volksdeutsche verhaftet und verschleppt wurden, – während mehr als 70.000 Volksdeutsche in höchster Bedrängnis und Todesnot ins Reich flüchteten – geht eindeutig hervor, daß dieser Vernichtungsplan in die polnische Gesamtstrategie miteinbezogen war. Am 1. September 1939, am Tage des Kriegsausbruches, gab die polnische Regierung in Warschau über alle polnischen Sender den Geheimbefehl Nr. 59 an die polnischen Wojewoden durch, der die sofortige Durchführung sorgfältig geplanter Verhaftungs- und Verschleppungsaktionen an den Volksdeutschen zum Inhalt hatte. Daß es ausgerechnet in Bromberg zu dem fürchterlichen Massaker kommen mußte, war nicht zuletzt auf die Aktivitäten des Bromberger Hetzjournalisten Stanislaw Strombski zurückzuführen, der als Redakteur des berüchtigten „Dziennik Bydgoski“ einer der gefährlichsten Einpeitscher war. Mit zahllosen Namenslisten und ähnlichen Unterlagen, die später gefunden wurden, erbrachten die polnischen Sicherheitsorgane den unwiderlegbaren Beweis, wie und in welchem Umfange das Deutschtum ausgemerzt werden sollte. Daß diese den Tatbestand des Verbrechens gegen die Menschlichkeit erfüllenden Pläne 1939 nur teilweise verwirklicht werden konnten, war allein dem schnellen Vormarsch der deutschen Truppen zu verdanken.

Auch über die blutigen Geschehnisse in der Stadt Bromberg wurde der Nachweis erbracht, daß – laut Zitat der Bromberger „Deutschen Rundschau“ vom 12.9. 1939 –

„es keinem Zweifel unterliegt, daß der Mord am Blutsonntag und die Mißhandlungen und Mordanschläge auf deutsche Soldaten den Charakter einer zentral organisierten Aktion getragen haben. Es steht fest, daß die Verantwortung für diese Greuel ausschließlich zu Lasten der intellektuellen Führung des Polentums geht. Gegen die Behauptung, daß ausgebrochene Verbrecher die Täter sind, spricht allein die Tatsache, daß es in Bromberg so gut wie gar keine Plünderungen und Diebstahlshandlungen vorgekommen sind.“

Der Verfasser dieser Schrift hat erst kürzlich durch Einsichtnahme in die September- und Oktober-Ausgaben des Jahres 1939 der zur Polenzeit größten Volksdeutschen Tageszeitung, der Bromberger „Deutschen Rundschau“ in der Bibliothek des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, bestätigt erhalten, daß die ehrenwerten und stets sachlichen Redakteure dieser Zeitung, Gotthold Starke und Marian Hepke, wie zuvor auch unter reichsdeutschen Verhältnissen der geschichtlichen Wahrheit die Ehre zu geben unablässig bemüht waren. Daher kann ihre sachliche Darstellung herausragender politischer Ereignisse von damals – insbesondere des Bromberger Blutsonntags – ganz erheblich zur Aufklärung dieses Massakers beitragen. So veröffentlichte diese Bromberger Zeitung in ihrer Ausgabe vom 12. September 1939 die geradezu sensationelle Nachricht unter der Überschrift:

Englischer Geheimdienst Anstifter der Bromberger Greuel

Bromberg, d. 11. September 1939

„Das Verhör der an der Bartholomäusnacht in Bromberg beteiligten Verhafteten hat ergeben, daß die jeder Beschreibung spottenden Grausamkeiten von zwei britischen Agenten des Secret Service planmäßig vorbereitet und durchgeführt wurden.“

Ähnliche Hinweise auf eine Beteiligung englischer Agenten am Bromberger Blutsonntag waren nur noch zweimal festzustellen, und zwar in der Ausgabe vom 14. 9. 1939 und 17. 9. 1939 der gleichen Zeitung. In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, daß aus bis heute nicht geklärten Gründen die zuständigen reichsdeutschen Propagandastellen hierzu fast gänzlich geschwiegen haben. Ebenso wurde in Berlin von einer Veröffentlichung der grausamsten Bromberger Mordfotos Abstand genommen, – im Gegensatz zu Katyn 1943, wo Goebbels den blutbefleckten Sowjetbolschewisten eine verheerende Propagandaniederlage zufügte, die sie bis heute nicht verkraftet haben.

Fazit: Die besagte Meldung von der englischen Mittäterschaft in Bromberg im Sommer 1939 ist im Dunkel der Geschichte geblieben. Wer heute noch mehr darüber wissen sollte, wende sich vertrauensvoll an den Verfasser dieser Schrift!

Allerdings können heute noch lebende Zeugen bestätigen, daß dieses Thema in jener Zeit zum Tagesgespräch unter Deutschen und Polen gehörte. Der Verfasser selbst hat in Gesprächen mit reichsdeutschen Sicherheitsleuten, Volksdeutschen Dolmetschern und anderen Personen, die damals in die Ermittlungen nach dem Bromberger Massenmord eingespannt waren, erfahren, daß während der Vernehmungen mordverdächtige Polen übereinstimmend erklärt hatten, sie selbst seien letztlich das Opfer der in Bromberg agierenden englischen Geheimagenten geworden. Da eine Festnahme der beschuldigten Engländer nicht erfolgte und somit beweiskräftige Einzelheiten vermutlich nicht sichergestellt werden konnten, wird voraussichtlich auch dieser Agentenkomplex weiterhin zu den „ungeklärten Fällen“ des Zweiten Weltkrieges gehören.

SEIT DER ERSTEN STUNDE DES KRIEGES: GREUELHETZE GEGEN DEUTSCHLAND

Es ist bezeichnend für die Kriegsbrandstifter und ihre Helfershelfer jener Zeit, daß sie sich sogleich nach den blutigen Geschehnissen in Bromberg und andernorts in Polen mit Kriegsgreuellügen zu Wort meldeten, die vergleichbar waren mit jenen Greuelmeldungen aus dem ersten Weltkrieg, da „marodierende Preußen belgischen Kindern die Köpfe abgehackt haben sollten“. So berichtete die „Bromberger Rundschau“ am 24. 9. 1939 von einem amerikanischen Publizisten Westbrook-Pegler, der in den Blättern des Scripps Howard-Konzerns bereits am 11. 9. 1939 behauptet hatte,

„die Opfer von Bromberg könnten ebenso von deutschen Soldaten oder Zivilisten getötete Polen sein oder auch Deutsche, die von deutschen Truppen unterschiedslos getötet und auf Befehl des deutschen Propagandaministeriums verstümmelt worden seien.“

Diese infame Lüge wurde in den USA ohne Rücksicht darauf verbreitet, daß zahlreiche ausländische Pressevertreter die Folgen des Massakers in Bromberg mit eigenen Augen gesehen hatten, darunter auch Mister Oechsner von der United Press (s. Foto). Die von Mister Pegler lancierte Falschmeldung wurde nach 1945 von der kommunistischen Propaganda in einen „konkretisierten Tatsachenbericht“ umgemünzt, wobei der Leser ausdrücklich gebeten wird, den obigen Peglerschen Text mit dem jetzt folgenden der Engländerin Miß Baker-Beall zu vergleichen. Die nur wenig umfrisierte Version läßt unschwer erkennen, daß beide Texte inhaltlich weitgehend übereinstimmen. So hat die im Sommer in Bromberg weilende und später als kommunistisches Sprachrohr benutzte Baker-Beall in der 1959 in Leipzig erschienenen Schrift: „SEPTEMBER 1939“ die gleichermaßen verlogene Aussage gemacht:

„Tatsächlich wurden Hunderte solcher Leichen gefunden. Das waren aber Leichen von Polen, unter ihnen viele Frauen und Kinder, die beim Herannahen der Deutschen aus der Stadt (Bromberg) geflohen waren, von deutschen Flugzeugen gejagt und mit Maschinengewehren zusammengeschossen waren. Die Verstümmelung der Leichen ist offensichtlich später durch die deutschen Faschisten erfolgt.“

Eine andere damals im Zuge der beginnenden Weltgreuelhetze gegen Deutschland lancierte Falschmeldung war die von den „mehr als 20.000 von den Nazis in Bromberg ermordeten Polen“, die am 15. 9. 1939 vom Radiosender Lemberg und kurz darauf vom Sender Straßburg verbreitet wurde.

Diese als Vertuschungsmanöver eigener Schandtaten von der polnischen Propaganda benutzte Version der „20.000“ geisterte immer wieder durch die Propagandagefilde der letzten Jahrzehnte und fand sogar noch im Jahre 1973 in einem Schriftwerk des Westens ihren Niederschlag, mußte aber aufgrund zahlreicher Proteste in einer Neuauflage korrigiert werden.

EIN ZEUGENBERICHT DER ERSTEN STUNDE

Einen interessanten Einblick in die seelisch-geistige Verfassung der Bromberger Polen gleich nach dem Massaker – womit die Barbarisierung des Zweiten Weltkrieges eingeleitet wurde – gibt die „Bromberger Rundschau“ vom 14. 9. 1939 in einem Bericht eines Korrespondenten des „Deutschen Nachrichtenbüros“ wieder:

„Tausende würden heute noch leben, wenn nicht eine planmäßige Hetze den Haß der Polen auf den Siedepunkt gebracht hätte. Ich habe mich selbst mit den angesehensten Polen der Stadt Bromberg unterhalten, die wörtlich zugaben, daß ihre Landsleute die Deutschen bestialisch geschändet und rücksichtslos gemordet haben. Wie konnte es nur zu einer so schrecklich sich auswirkenden Verhetzung kommen? Das habe ich Polen aller Berufe gefragt, bei denen die vielen viehischen Mordtaten ebenfalls Entsetzen und tiefste Empörung hervorgerufen haben. Ich erhielt in Gefangenenlagern von Offizieren und Soldaten, aber auch von vielen Zivilisten stets die gleiche Antwort: „Hätte England uns nicht so aufgeputscht, sicher gemacht und zum Kriege ermuntert, wäre bestimmt ein friedlicher Weg gefunden worden. Hier spricht man übereinstimmend von der BLUTSCHULD ENGLANDS!“

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EINGESTÄNDNISSE VON MOSCICKI UND RYDZ-SMIGLY NACH DER NIEDERLAGE POLENS

Ähnliche bezeichnende Eingeständnisse nach der polnischen Katastrophe sind auch von seiten des ehemaligen polnischen Staatspräsidenten Moscicki sowie des ehemaligen Marschalls Rydz-Smigly während ihrer Internierung in Rumänien abgegeben worden. Nach einem Bericht der „Bromberger Rundschau“ vom 26. 9. 1939 hatte ein hoher geistlicher Würdenträger in Rumänien Unterredungen mit beiden.

„Rydz-Smigly wurde gefragt, ob er nicht gewußt habe, daß die Polen den Deutschen nicht Stand halten könnten. Er antwortete, er habe schon am zweiten Tage gesehen, daß der Krieg verloren sei, denn alle Verbindungen seien abgebrochen gewesen. Jede Armeegruppe habe für sich selbst gekämpft. An diesem zweiten Tage sei er fest entschlossen gewesen, Frieden zu machen. Die Engländer hätten ihm jedoch erklärt, das dürfe er auf keinen Fall tun! Sie würden den Polen zu Lande, zu Wasser und in der Luft zu Hilfe kommen! Die polnische Regierung habe (wahrheitswidrig) von englischen Stellen die Nachricht erhalten, daß die Engländer bereits auf der Westerplatte mitkämpften.“

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PROFESSOR HOGGAN ÜBER DIE FOLGEN DER ENGLISCHEN KRIEGSPOLITIK

Über die grauenhaften Folgen der englischen Kriegspolitik im Zweiten – völlig unnötigen – Weltkrieg sagte der weltbekannte amerikanische Historiker Prof. D. L. Hoggan in seiner Rede am 17. März 1967 im Germania Klubhaus in Chikago abschließend folgendes:

„Hitler warnte Polen i. J. 1939, daß nur der Kommunismus von einem Konflikt zwischen Deutschland und Polen profitieren könnte. Heute ist Polen eine kommunistische Diktatur. Hitler warnte England und Frankreich i. J. 1939, daß ein neuer europäischer Krieg das Ende des alten Europas bedeuten könnte. Heute ist Europa politisch und militärisch gesehen, ein Fußball zwischen der Sowjetunion und Amerika. Aber Amerika ist nicht glücklich dabei. Herbert Hoover warnte Präsident Roosevelt i. J. 1941, daß ein kommunistischer Sieg in Europa den Weltfrieden auf unbestimmte Zeit gefährden könnte. Heute gibt es immer wieder begrenzte Kriege und der allgemeine Weltfrieden ist ständig bedroht. Englands beide Angriffe auf Deutschland haben die gesamte Weltsicherheit untergraben. Heute muß man diese Tatsache einsehen, um die Weltsicherheit wieder herzustellen.“

Warnend hatte der seinerzeit bekannte polnische Professor Wladislaw Studnicki lange vor dem polnisch-deutschen Krieg seine Stimme erhoben und für eine bewaffnete Neutralität Polens plädiert. Am 5. Mai 1939 hatte er in einer Denkschrift die polnische Regierung wie auch die polnische Öffentlichkeit beschworen, einen Krieg mit Deutschland zu vermeiden. In seinem im Juni 1939 veröffentlichten Buch: „ANGESICHTS EINES ZWEITEN WELTKRIEGES“ schrieb er im letzten Kapitel, Seite 108: „Aus einem Krieg Westeuropas gegen Mitteleuropa wird allein Rußland als Sieger hervorgehen!“

Diese und andere warnenden Stimmen in Polen verhallten in der von England entfachten und von den polnischen Chauvinisten hemmungslos betriebenen Kriegshetze gegen Deutschland. Der Bromberger Blutsonntag wurde zum ersten entscheidenden Schritt auf dem Marsch in den Untergang des alten Europas.

DER VON A – Z ERFUNDENE PARTISANENKAMPF IN BROMBERG

Um sich posthum ein Alibi für die grauenvollen Mordtaten an den Volksdeutschen in Polen im Jahre 1939 vor der Weltöffentlichkeit zu verschaffen, hat die polnische Propaganda nach 1945 einer ohnehin unwissenden Menschheit weiszumachen versucht, der Bromberger Blutsonntag sei letztlich das Werk Volksdeutscher Provokateure und Partisanen gewesen. Zu den dienstbeflissenen Mitverkündern dieser polnischen „Wahrheiten“ gehörte in der BRD ein gewisser E. Philipp Schäfer, der auf Seite 337 seines Buches: „13 Tage Weltgeschichte“ folgendes schrieb:

„Aber an diesem Tag (3. 9. 1939) ereignet sich auch das erste schreckliche Blutbad. Um 10.15 Uhr beginnt in Bromberg zwischen Polen und Angehörigen der deutschen Volksgruppe ein fanatisches Massaker. Bei dem Gemetzel kommen 238 Polen und 223 Deutsche ums Leben. Der Blutsonntag von Bromberg läßt die Welt erschauern, als sie davon hört.“

Groteskerweise versichert dieser Herr Schäfer im Vorwort seines Buches ausdrücklich, daß seine Arbeit von „wissenschaftlicher Seite gründlich geprüft wurde.“

Hierzu muß – allein um der geschichtlichen Wahrheit willen – mit aller Deutlichkeit gesagt werden, daß ein solches Massaker zwischen Polen und Deutschen damals in Bromberg niemals stattgefunden hat, da sich zu jener Zeit weder in Bromberg noch anderswo Volksdeutsche den Polen zum Kampf gestellt haben. Auch die genannten Gefallenenzahlen sind völlig frei erfunden, so daß diese jeder Grundlage entsprechende Tatsachenbehauptung als Musterbeispiel einer abgrundtief verlogenen Geschichtsklitterung bezeichnet werden muß. Die besondere Niedertracht dieser manipulierten Meldung besteht vornehmlich darin, anhand dieses Volksdeutschen „Partisaneneinsatzes“ die „deutsche Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges“ unter Beweis zu stellen.

Der in diesem ,,Offenen Brief“ im Jahre 1967 angesprochene Buchautor E. Philipp Schäfer hat damals geschwiegen und er schweigt bis heute dazu. In den Bibliotheken aber stehen solche und ähnliche Elaborate und „belehren“ mit Hilfe von Propaganda die nach uns Kommenden.

Ergänzend zu diesem „Partisanenkomplex“ muß noch hinzugefügt werden, daß es weder im Generalstab der deutschen Wehrmacht vor 1939 Überlegungen oder Pläne, sich – im Falle eines Krieges mit Polen – Volksdeutscher Partisanen zu bedienen, gegeben hat, noch hat es jemals bei den Volksdeutschen in Polen zwischen 1920 und 1939 Pläne gegeben, im Falle eines deutschen Einmarsches in Polen, der deutschen Wehrmacht zu Hilfe zu kommen. Alle diesbezüglichen Behauptungen hatten – und dies muß hier deutlich gesagt werden – allein ihren Ursprung in den Bereichen deutschfeindlicher Propaganda.

Der im Jahre 1971 verstorbene ostdeutsche Dichter Friedrich Karl Kriebel hat in einer Stellungnahme zum Bromberger Blutsonntag, die im Frankfurt-(Oder)-Sternberger Kurier Nr. 10, Oktober 1973 veröffentlicht wurde – hierzu folgendes gesagt:

„Mit Beginn des Jahres 1939 machte sich in Polen ein immer stärker werdender Haß gegen die Deutschen bemerkbar, der im September zu einer Raserei sich auswuchs.”

Am 29. März 1966 erschien in der „Süddeutschen Zeitung“ ein Bericht, in dem es heißt:

„Am 3. und 4. September 1939 hatten in Bromberg Unruhen stattgefunden, bei denen sich die polnische Bevölkerung gegen die DEUTSCHEN MACHTHABER auflehnte.“

Diese Behauptung ist eine LÜGE, denn von „deutschen Machthabern“ konnte in dieser Zeit überhaupt nicht gesprochen werden, eine Auflehnung oder Erhebung der Deutschen fand weder in Bromberg noch in ganz Polen statt. Die polnischen Machthaber hatten gewollt und bewußt die blutigen Ausschreitungen gegen die Deutschen heraufbeschworen.

Wie uferlos dieser dämonische Deutschenhaß wirklich war, hat kein geringerer als der damals polnische Staatschef eindeutig bestätigt. In der argentinischen Zeitung LA PLATA RUF, Seite 19, (17/2, 222) finden wir hierzu folgendes:

„Als der polnische Diktator Marschall Pilsudski (1867 – 1935) die Vorschläge des deutschen Botschafters in Warschau über eine friedliche Regelung der deutsch-polnischen Probleme entgegennahm – so erinnert der „Deutsche Anzeiger“ (Dez. 1969) – erwiderte der polnische Staatsmann wörtlich:, ,Ich glaube fest an die ehrliche Absicht Ihres Führers, aber sagen Sie ihm, er möge nicht übersehen: DER URALTE HASS MEINES VOLKES GEGEN ALLES DEUTSCHE IST ABGRUNDTIEF.“

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DIE WAHRHEIT ÜBER DEN BROMBERGER BLUTSONNTAG

Da die Grundtendenz polnisch-kommunistischer Darstellungen zur Geschichte der polnischen Gewalttaten an den Volksdeutschen in Polen im Jahre 1939 im wesentlichen darin besteht, der Nachwelt fälschlicherweise zu überliefern, daß die Volksdeutschen in Polen seinerzeit das Opfer reichsdeutscher Provokationen geworden sind, erhebt sich deshalb immer noch die Frage, WIE ES DAMALS WIRKLICH WAR und welches die tieferen Gründe dieses ungeheuerlichen Massakers waren.

Zunächst bedarf es der Feststellung, daß nach 1945 ganze Heerscharen von Umerziehungsaposteln und historisierenden Skribenten auch die Geschehnisse des Bromberger Blutsonntags in ihrem – meist deutschfeindlichen Sinne – umzufälschen versuchten, wobei die Zahl der 58.000 Toten und Vermißten als Beleg dafür herhalten mußte, daß das Massaker an den Volksdeutschen in Polen nichts weiter als ein infamer Goebbelsschwindel gewesen sei.

Bekanntlich hat sich dies die polnisch-kommunistische Propaganda, hauptsächlich forciert vom Posener West-Institut, nicht zweimal sagen lassen und folgerichtig nun ihrerseits ein die konformistischen Bewältigungsthesen ihrer westlichen Helfershelfer „ergänzendes Geschichtsbild“ zum Bromberger Blutsonntag vorgelegt, dessen Aufgabe vor allem darin bestand, – und zwar nach echt marxistischer Manier – die polnischen Untaten an den Volksdeutschen weitgehend zu leugnen, und zwar ohne Rücksicht darauf, daß der Bromberger Blutsonntag längst zu einem unauslöschlichen Tatbestand der europäischen Geschichte geworden ist. Seitdem versucht die äußerst rührige polnische Propaganda mit einer Unzahl von Pamphleten unaufhörlich der Weltöffentlichkeit einzureden, daß eine sagenhafte fünfte Kolonne im Auftrage Berlins die Verluste der Volksdeutschen durch eine raffinierte Partisanentätigkeit in Polen allein heraufbeschworen habe.

Um diesen längst widerlegten polnischen Propagandaschwindel der Weltöffentlichkeit auch optisch zu verdeutlichen, ist in Bromberg ein polnischer Film mit dem Titel „Nachbarn“ gedreht worden, in dem als Kernstück der manipulierten Handlung gezeigt wird, wie „deutsche Diversanten“ von der Paulskirche am Bromberger Weltzienplatz auf polnische Soldaten schießen.

Parallel hierzu versuchte die polnische Propaganda unter dem Motto:

„JENSEITS DER ELBE HERRSCHT SCHWEIGEN“

der Öffentlichkeit weiszumachen, daß die polnisch-historische „Beweisführung“ so durchschlagend sei, daß die schuldbeladenen Deutschen genötigt seien, ihre Bromberger „Untaten“ schamvoll zu verschweigen. Hierzu sei kurz angemerkt, daß es ein solches Schweigen in der BRD tatsächlich gibt; allerdings nur im Kompetenzbereich konformistischer Hilfsdiener, denen das obligatorische Schweigen polnisch-kommunistischer Apparatschiks – beispielsweise über den russischen Massenmord an polnischen Offizieren im Walde von Katyn – ebenbürtig zur Seite gestellt werden kann. Dies ändert jedoch nichts an der feststehenden Tatsache, daß trotz dieser Täuschungsmanöver die Völker selbst sehr genau wissen, WER an den Gewaltverbrechen von Bromberg und Katyn tatsächlich beteiligt war.

Als absoluter Höhepunkt dieser völkerverhetzenden Geschichtsklitterung muß jedoch die „umfunktionierte“ Meldung des Warschauers „Express Wieczorny“ vom 10. Oktober 1968 gewertet werden, wonach vor dem Bromberger Rathaus ein Denkmal zu „Ehren der am 3. September 1939 in Bromberg ermordeten Polen“ errichtet werden sollte, eine Nachricht, in der wahrheitswidrig gesagt wurde, daß am 3. 9. 1939 in Bromberg nicht Deutsche vom polnischen Mob, sondern Polen von deutschen Diversanten ermordet wurden.

Also wissen wir es seitdem ganz genau:

NICHT DIE POLNISCHEN MÖRDER, SONDERN DIE ERMORDETEN DEUTSCHEN SIND DIE SCHULDIGEN VON BROMBERG!

Trotz vorliegender Dokumentarbände, trotz zahlloser Zeugenberichte und heute noch lebender Augenzeugen jener Greueltaten, überschlagen sich die polnisch-kommunistischen Geschichtsverdreher, um die Wahrheit zum Verstummen zu bringen. Ihre hierbei angewandten Methoden und „Argumente“ sind so düster, daß diese Lügendünste aus der Hölle tiefstem Schlund dem Durchschnittsdeutschen kaum noch faßbar erscheinen werden. In diesem Sinne verfuhr auch die in Polen erscheinende Monatszeitschrift „Polen“, die in polnischer, deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache herausgegeben und in aller Welt verbreitet wird.

Diese weltweite Leserschaft von „Polen“ bekam in Nr. 8 (144), Ausgabe 1966, Seite 17, über die Vorgänge in Bromberg 1939 folgende „Wahrheiten“ vorgesetzt:

,,… Etwa um 10 Uhr (Sonntag, den 3. 9. 1939) erklärten polnische Staatsbürger deutscher Volkszugehörigkeit … entschlossen und solidarisch den Zweiten Weltkrieg. Sic wirkten als fünfte Kolonne, indem sie auf polnische Soldaten und die – polnische – Zivilbevölkerung schießen. Sie traten in verschiedenen Stadtteilen gleichzeitig auf … Unmittelbar vor Kriegsausbruch begannen unter der deutschen Minderheit in Bromberg auch Spionage-und Diversionsagenturen des Dritten Reiches zu wirken … Auch in den deutschen Landgütern, ja sogar in den Gärten von Bydgoszcz fanden militärische Übungen (der Volksdeutschen) statt, … In den ersten Tagen des Krieges drangen Dutzende Fallschirmspringer, Agenten SOWIE WAGEN MIT WAFFEN UND MUNITION (!!!) nach Bydgoszcz (Bromberg) ein. DIE ZAHL DER ANGREIFER AM 1. SEPTEMBER 1939 WIRD AUF ca. 1.000 GESCHÄTZT. Sic wurden von der deutschen Minderheit unterstützt. Besetzt wurden die Türme einiger evangelischer Kirchen, Gärten und Fabriken, die Deutschen gehörten. Deutsche Kaufleute, Handwerker und Rentner stellten ihre Fenster, Keller und Dächer zur Verfügung. In der ganzen Stadt Bromberg gab es etwa 50 Diversionspunkte. Die Feuerstellungen waren gut gewählt und getarnt, mit Schlupfwinkeln und Rückzugswegen versehen. Die Bewaffnung bestand aus Gewehren, Maschinenpistolen und Handgranaten.

… Überrascht vom konzentrierten und gezielten Feuer, schlagen die polnischen Truppen sich durch und ersticken die Diversion. Hinterlist und Verrat beantworten sie mit Kampf. Deutsche, die mit der Waffe in der Hand oder während der Flucht ergriffen worden sind, werden an Ort und Stelle erschossen … Die bewaffnete Aktion endete mit einer Niederlage und wurde sicher aus diesem Grunde von den deutschen Faktoren als nicht existierend anerkannt.

Die Beteiligung der Fallschirmspringer ist in den militärischen Befehlen (der Deutschen) nicht erwähnt … Die Polen ihrerseits schafften es nicht mehr, entsprechende Untersuchungen durchzuführen. Wir (Polen) kennen daher die Vorbereitungen, den Verlauf, die Anführer und – was das Wichtigste ist – die Ziele jener deutschen Diversion nicht genauer!“

Soweit dieser VÖLLIG FREI ERFUNDENE polnische „Tatsachenbericht“ – dargeboten ohne jede Spur von Scham vor der Weltöffentlichkeit.

DER „VOLKSDEUTSCHE AUFSTAND“ DES HERRN FRITZ HESSE

Unter den zahllosen Historien-Schreibern nach 1945, die sich berufen fühlten, u. a. die Geschehnisse des Bromberger Blutsonntages zu „bewältigen“, ist auch ein gewisser Bundesrepublikaner namens Fritz Hesse vertreten. In seinem 1953 im Paul List-Verlag in München erschienenen Buch: „DAS SPIEL UM DEUTSCHLAND“ tischt dieser problematische Zeitberichter dem Leser die ihn selbst desavouierende Story vorn „Volksdeutschen Aufstand gegen die Polen“ i. J. 1939 auf. Ihr Inhalt ist jedoch so primitiv erdacht, daß selbst die polnisch-kommunistische Propaganda auf diesen „erleuchtenden Geschichtseffekt“ offenbar verzichtet hat. Was Herr Hesse an hanebüchener Geschichtsklitterung anzubieten hat, sieht auf Seite 207 so aus:

„Als nämlich der erste Einmarschbefehl am 26. August 1939 gegeben worden war, war gleichzeitig mit diesem Einmarschbefehl den deutschen Minderheiten in Polen über den Rundfunk ein Zeichen gegeben worden, das für diese das Signal zum Losschlagen war … Sicher ist jedenfalls, daß die Minderheiten in Polen (offensichtlich wußte dieser Herr Hesse nicht einmal, daß es in Polen nur eine deutsche Minderheit gab!!) – das Spielen eines bestimmten Musikstückes im Rundfunk (des Deutschlandliedes um Mitternacht am 26. August 1939) als das Zeichen für den Aufstand ansahen, sich bewaffneten und bestimmte strategische Punkte in Polen besetzten.“

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AUGENZEUGEN BERICHTEN NEUTRALEN JOURNALISTEN

Zehntausende heute noch lebender ehemaliger Volksdeutscher aus Bromberg und den übrigen Teilen des ehemaligen Versailler Polens, die 1939 Zeugen wie Betroffene der polnischen Mordwelle waren, haben das polnische Lügenmärchen vom „provozierten Überfall deutscher Saboteure auf durchziehende polnische Truppen“ längst als das entlarvt, was dies allein sein sollte, nämlich: DER VERSUCH EINER VERSCHLEIERUNG DER POLNISCHEN GEWALTVERBRECHEN VOR DER WELTÖFFENTLICHKEIT!

Zahlreiche ausländische Journalisten haben sich 1939 an Ort und Stelle in ausführlichen Gesprächen mit den Überlebenden der Todesmärsche, den Überlebenden der polnischen Bartholomäusnacht davon überzeugen können, daß es damals keine Volksdeutschen Provokateure in Polen gegeben hat.

Diesen polnischen Geschichtslügen stehen die folgenden unwiderlegbaren Tatsachen gegenüber:

1) Es ist ein reines Phantasieprodukt polnischer Geschichtsfälscher, wonach Volksdeutsche in Bromberg am 3. September 1939 „entschlossen und solidarisch den Polen den Krieg erklärt haben.“

Denn : An diesem Tage bangten Tausende von Volksdeutschen in oder außerhalb Brombergs in Todesnot um ihr Leben, waren inhaftiert oder befanden sich bereits auf den Todesmärschen oder wurden gerade vom polnischen Mob in durchweg bestialischer Weise umgebracht.

2) Eine aus Volksdeutschen bestehende fünfte Kolonne, die auf polnische Soldaten und Zivilisten geschossen hätte, hat es damals in Bromberg nicht geebeng;

3) Weder vorher noch unmittelbar nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hat es in Bromberg Diversionsagenturen des Dritten Reiches gegeben;

4) Weder auf deutschen Landgütern noch in den Gärten von Bromberg hat es jemals militärische Übungen Volksdeutscher gegeben;

Denn: Bereits Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges waren den Volksdeutschen sämtliche Jagdgewehre und sonstigen Waffen entzogen worden. Auf Waffenbesitz stand bei Volksdeutschen die Todesstrafe.

5) Über Bromberg sind seinerzeit KEINE DEUTSCHEN FALLSCHIRMSPRINGER im Einsatz gewesen, so daß es auch folglich keine „tausend deutschen Angreifer“ gegeben haben kann. Da Bromberg und alle anderen Städte und Ortschaften durch polnisches Militär abgeriegelt waren, können auch keine deutschen Munitionswagen nach Bromberg eingedrungen sein.

Um seine grotesken Lügen etwas abzuschwächen, um unliebsamen Fragen ausweichen zu können, tröstet der phantasiebegabte Skribent den möglicherweise neugierigen Leser mit dem Hinweis, daß ihm „Verlauf, Ziele und Anführer jener deutschen Diversion nicht genauer bekannt seien.“

Ein gleiches Übersoll an frei erfundenen „Tatsachen“ über den Bromberger Blutsonntag bietet das Institut für Geschichte der europäischen Volksdemokratien in Leipzig mit dem von Prof. Dr. Basil Spiru 1959 herausgegebenen Buch „September 1939“ an. Ohne Umschweife muß dieses entsetzliche Machwerk als ein Musterbeispiel bolschewistischer Verdrehungskunst bezeichnet werden, denn die darin enthaltenen Lügen sind so ungeheuerlich, daß man als objektiver Zeitbetrachter geneigt sein könnte anzunehmen, nicht einmal das Gegenteil davon könne richtig sein. Auf den Seiten 70 – 74 dieses Buches wird dem Leser folgendes geboten:

„Eine Reihe von Publikationen haben den eindeutigen Beweis erbracht, daß die deutsche Minderheit zu einem nicht geringen Teil als fünfte Kolonne des Faschismus tätig gewesen ist.

Bereits eine Woche vor Kriegsbeginn erhielten die deutschen Organisationszellen in Pommerellen den Befehl, ihre Hauptkräfte in der Gegend von Bydgoszcz (Bromberg) zu konzentrieren. Eine Kopie dieses Befehls wurde in Pruszcz gefunden. In der Nacht vom 1. zum 2. September fuhren durch die Straßen Brombergs mehrere schwer beladene Lastkraftwagen, deren Begleiter Panikgerüchte über die nachdringenden Deutschen ausstreuten. Die Fahrzeuge fuhren zu deutschen Fabriken, die Zentren der späteren Diversion waren und in denen sich DEUTSCHE DIVERSANTEN AUS DEM REICH (!!!), die mit Fallschirmen abgesetzt worden waren, verbargen.“ … Es heißt dann weiter: „Am Sonntag, den 3. 9. um 4.00 Uhr, zogen sich polnische Artillerieverbände über Bydgoszcz zurück. Ihnen folgten am frühen Morgen Infanterieabteilungen und Trainkolonnen. Gleichzeitig … begannen auf den Straßen von Bydgoszcz Schüsse zu fallen, die von den Dächern, Balkonen und Fenstern DEUTSCHER PRIVATWOHNUNGEN UND AUS EVANGELISCHEN KIRCHEN abgegeben wurden. Auf die sich zurückziehenden polnischen Truppen wurde aus schweren und leichten Maschinengewehren gefeuert. Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen ließ das polnische Platzkommando ca. 260 deutsche Aufständische erschießen, die mit der Waffe in der Hand ergriffen worden waren. Die Angaben dieses Berichts werden auch durch das neutrale Zeugnis einer englischen Lehrerin am Bromberger Mädchengymnasium, Miß Baker-Beall, bestätigt. Die Engländerin bringt aus eigener Beobachtung auch Angaben, die die über den „Bromberger Blutsonntag“ von der Goebbelspropaganda verbreiteten und heute im Westen Deutschlands noch geglaubten Lügen widerlegen. So wurde von den Nazis behauptet, daß in einem Walde bei Bromberg Hunderte verstümmelter deutscher Leichen mit ausgestochenen Augen und herausgerissenen Zungen gefunden worden wären. Fotografien dieser angeblichen Opfer polnischer Mordlust wurden auch ausländischen Zeitungskorrespondenten gezeigt.“ … Tatsächlich wurden Hunderte solcher Leichen gefunden“, bemerkte Miß Baker-Beall. „Das waren aber Leichen von Polen, unter ihnen viele Frauen und Kinder, die beim Herannahen der Deutschen aus der Stadt geflohen waren, von deutschen Flugzeugen gejagt und mit Maschinengewehren zusammengeschossen worden waren. Die Verstümmelung der Leichen ist offensichtlich später durch die Faschisten erfolgt.“

SOWEIT DIESER BERICHT AUS DEN GEFILDEN ULBRICHTSCHER VERDREHUNGSDIALEKTIK!

Diesen eingefleischten Geschichtsfälschern von Moskaus Gnaden, die sich bekanntlich nach 1945 eifrigst – wenn auch erfolglos – bemüht hatten, den im Jahre 1940 von der stalinistischen GPU vollzogenen Massenmord an kriegsgefangenen polnischen Offizieren im Walde von Katyn DEUTSCHEN Sicherheitsorganen in die Schuhe zu schieben, hatten sich auch in der BRD wie in anderen westlichen Ländern gleichgesinnte Geschichtsmanipulanten hinzugesellt. Nachdem diese Sorte historisierender Skribenten hier im Westen – wohl in stillem Wissen um die Anrüchigkeit ihrer Bromberg-Berichte – auffällig seit Jahren schweigt, war es umso erstaunlicher, daß posthum ausgerechnet der Schriftsteller Edwin Erich Dwinger in seinem 1966 erschienenen Buch ,,Die 12 Gespräche – 1933 – 1945“ eine weitere „Enthüllungskomponente“ zum Thema des Bromberger Blutsonntags beisteuerte.

So erfährt der Leser auf Seite 34 dieses Buches hierüber folgendes:

„Wie es aber zu diesen aufgeputschten (polnischen) Horden kam, das habe ich leider zu spät, erst nach dem Erscheinen meines Buches (gemeint ist das 1940 erschienene Buch „Der Tod in Polen“) beweiskräftig erfahren. Die SS-Abwehr hat schon vor Kriegsausbruch SS-Männer hinübergeschleust, die in polnischer Verkleidung Sabotage trieben. Der Verdacht für alle diese Sprengungen, die Schüsse auf marschierende (polnische) Truppen, die Inbrandsetzung von Militärlagern, mußte zwangsläufig auf die Volksdeutschen fallen. Haben wir nicht immer friedlich mit ihnen gelebt, fragten die polnischen Nachbarn sich, jetzt aber begehen sie solche Gemeinheiten gegen uns? So richtete sich schließlich die Empörung auf sie (die Volksdeutschen) – DAS IST EINES DER GEHEIMNISSE DES BROMBERGER BLUTSONNTAGS! Und für diese von uns geschickten Saboteure – schreibt Dwinger weiter – mußten mindestens 3.000 Deutsche sterben! Was übrigens Hitler den Vorwand einbrachte, diese Greuel nicht länger mit ansehen zu können, deren Provozierung jedoch Hauptaufgabe dieser Saboteure war.“

Diese Behauptung erhält einen besonderen Beigeschmack dadurch, daß Dwinger nicht irgendwer, sondern der Mann ist, der 1939 ohne jeden Zwang selbst an den Mordstätten weilte und sich in ausführlichen Gesprächen mit den Rückkehrern von den Todesmärschen davon überzeugen konnte, daß es damals keine Volksdeutschen Provokateure in Polen gegeben hatte. In seinem – aufgrund aller vorhandenen Unterlagen – im Jahre 1940 veröffentlichten Buch „Der Tod in Polen – Die Volksdeutsche Passion“ –, das in hunderttausenden von Exemplaren verbreitet wurde, schrieb Dwinger damals einleitend WAHRHEITSGEMÄSS folgendes:

„Dieses Buch war die schwerste von allen Aufgaben, die mir unsere Zeit bisher als Chronist stellte: ES ENTHÄLT LEDIGLICH DIE NACKTE WAHRHEIT, JEDER NAME IST DER SEINES WIRKLICHEN TRÄGERS, JEDE SCHILDERUNG BERUHT AUF EINER EIDLICHEN AUSSAGE.

Am 3. September 1939 nach Christi Geburt, am dritten Tage des polnischen Krieges, verkündete Warschau einen Rundruf. Es hieß darin nur kurz, daß Anweisung Nr. 59 sofort durchzuführen sei, es war in Wirklichkeit die geheime Aufforderung dazu, schon lange bestehende Proskriptionen durchzuführen. Nach diesem Rundruf stürzte sich das polnische Volk, von seinen Soldaten samt ihren Offizieren dazu angetrieben, auf alle Deutschen. Nur wenige von ihnen wurden erschossen, die meisten wurden tierisch erschlagen, auch Leichenschändungen kamen in großer Zahl vor. Unter welchem Namen wird diese Tat in die Geschichte eingehen, wie wird die Menschheit sie einstmals nennen?“

Überblickt man die bisher vorliegende ,,Enthüllungsliteratur“ zum Bromberger Blutsonntag, so wird daran deutlich, daß ein Konsortium internationaler Geschichtsfälscher in geschicktem Zusammenspiel die Verantwortung am Bromberger Blutsonntag imaginären und posthum erfundenen Volksdeutschen Saboteuren anzulasten versucht, die es – in der Art völkerrechtswidriger Partisanen – weder 1939, noch in der Zeit von 1920 – 1939 in Polen jemals gegeben hat.

Wenigen Einsatzkommandos der deutschen Abwehr, die zur Sicherung wichtiger Objekte im schlesischen Raum eingesetzt wurden und – dies muß ausdrücklich betont werden – IN KEINEN KAUSALZUSAMMENHANG mit den polnischen Gewaltverbrechen an den Volksdeutschen gebracht werden können – standen bereits Wochen vor Kriegsausbruch zahlreiche polnische Kommandounternehmen aggressiver Art gegenüber, über die der bekannte Abwehr-Experte Oscar Reile in seinem aufschlußreichen Buch: „GEHEIME OSTFRONT“, Seite 279 – 280, folgendes schreibt: „Am 7. August 1939 ereignete sich ein Vorfall, der schwerwiegende Folgen zeitigte. Der „Ilustrowany Kurjer“ in Krakau, die größte polnische Zeitung, brachte einen Artikel, in dem mit PROVOKATORISCHER UNVERSCHÄMTHEIT geschildert wurde, wie polnische Einheiten fortlaufend Vorstöße über die Grenzen hinweg in deutsches Gebiet unternähmen, um militärische Anlagen zu zerstören und Waffen und Geräte der deutschen Wehrmacht nach Polen mitzunehmen. – Tatsächlich hat sich das Deutsche Reich in jenen Tagen eine Reihe von groben Grenzverletzungen durch Polen gefallen lassen.“

Während sich die Sowjets damit abgefunden haben, daß ihr Massenmord von Katyn nicht mehr abgeleugnet werden kann, hat die polnische Propaganda nach 1945 die Flucht nach vorn angetreten und begeifert seitdem in nicht mehr zu überbietender Weise alles, was zur Aufklärung und zur historischen Richtigstellung beitragen könnte.

WIE ABER WAR ES WIRKLICH?

Zunächst muß gesagt werden, daß die Zahl der im Spätherbst 1939 ermittelten 5.437 Opfer NICHT VOLLSTÄNDIG WAR und auch nicht vollständig sein konnte, weil es – infolge des völligen Zusammenbruchs des polnischen Staates, insbesondere auch infolge der Besetzung Ostpolens durch die Russen – unzweifelhaft in den ersten Wochen und noch in Monaten danach ZEHNTAUSENDE UNGEKLÄRTER VOLKSDEUTSCHER SCHICKSALE gab, die bis heute nicht restlos geklärt werden konnten. Darum können die am 17. November 1939 und am 1. Februar 1940 genannten Opferzahlen reichsdeutscher Ermittlungsstellen nur aus den Wirren dieser turbulenten Zeit selbst verstanden werden, deren endgültige Klärung durch die Ausweitung des Krieges nicht mehr möglich war.

Außer der damals schwer betroffenen Volksdeutschen Zivilbevölkerung in Polen, hat es auch über die wirklichen Verluste der damaligen Volksdeutschen Soldaten in der polnischen Armee keine genauen Zahlen gegeben,

„doch kann mit Sicherheit gesagt werden“, – schreibt Dr. Kurt Lück in seinem Dokumentarbuch: „Volksdeutsche Soldaten unter Polens Fahnen“, – daß der größte Teil der Wehrpflichtigen einer Volksgruppe von 1.200.000 Köpfen in der polnischen Armee 1939 eine wahre Hölle durchmachen mußte, und das waren nicht Hunderte, sondern Zehntausende.

Leider ist den Toten selbst der Mund verschlossen, und wir können daher bei den meisten kaum feststellen, ob sie von einer deutschen oder polnischen Kugel gefallen sind.

Weiterhin sind ungeklärt geblieben zahlreiche Schicksale unter den ca. 100.000 in den Ostgebieten Polens beheimatet gewesenen Volksdeutschen, von denen 1939 viele in die polnischen Konzentrationslager Bereza Kartuska und Brest-Litowsk verschleppt wurden. Einwandfreie Zeugenaussagen bzw. eidesstattliche Erklärungen von biederen deutschen Kolonisten aus Wolhynien, Galizien und anderen Gebietsteilen Ostpolens, die nie im Traum daran gedacht hatten, den polnischen Staat zu vernichten, beweisen eindeutig, daß auch an diesen Deutschen tausende von Gewaltverbrechen verübt worden sind.“

Unter genauer Berücksichtigung aller dieser Tatbestände kann daher gesagt werden, daß die Zahl der im Jahre 1939 ermordeten, vermißten oder an den Folgen von Mißhandlungen später verstorbenen Volksdeutschen zwischen 6.000 und 12.000 liegen dürfte. Eine Zahl also, die jener von 1939 und 1940 durchaus nahe kommt. Für eine spätere Geschichtsforschung bleibt diese Feststellung von besonderer Bedeutung:

DER BROMBERGER BLUTSONNTAG WAR NICHT EIN DURCH DEUTSCHE SCHULD – ODER AUCH NUR DURCH DEUTSCHE MITSCHULD – VERURSACHTES EREIGNIS,
sondern
DER HÖHEPUNKT DES 20JÄHRIGEN POLNISCHEN VERNICHTUNGSKAMPFES GEGEN DIE DEUTSCHE VOLKSGRUPPE.

Diesen Bromberger Blutsonntag aber aus dem Gesamtkomplex des 20jährigen polnischen Terrors geschickt herauszulösen und alles andere dieser 20 Jahre sorgfältig zu verschweigen, hat mit einer objektiven Analyse nichts mehr zu tun. Denn jeder wirkliche Kenner der Verhältnisse im Versailler Polen weiß, daß – angefangen mit dem blutigen Mordterror der Korfanty-Banden in Oberschlesien, mit den Grenzschutzkämpfen in Posen und Westpreußen, mit der Errichtung des ersten polnischen Konzentrationslagers in Szczypiorno nach 1918, den brutalen Ausweisungen von über EINER MILLION DEUTSCHER OPFERZAHLEN ERRECHNET WERDEN KÖNNTEN, DIE DIE VERMEINTLICHE ZAHL VON 58.000 BEI WEITEM ÜBERSCHREITEN DÜRFTEN.

In einer seinerzeit herausgegebenen Verlustliste des Deutschtums in Polen geht hervor, daß die Zahl der Deutschen in Polen in den Jahren

1919/20 auf ca. 2,5 Millionen zu beziffern war,
während sie
1931 nur noch etwas über eine Million betrug.

Hätte sich dagegen die deutsche Volksgruppe UNGESTÖRT entwickeln können, so hätte sie im Jahre 1931 annähernd

DREI MILLIONEN BETRAGEN

müssen, d. h., die Polen haben es mit ihrer Vernichtungspolitik fertiggebracht, das Deutschtum in ihrem Lande in 11 Jahren um etwa ZWEI DRITTEL ZU DEZIMIEREN!

Zehntausende heute noch lebender Optanten aus jener Zeit werden sich noch daran erinnern können, wie sie in den 20er Jahren unter Aufsicht karabinerbewaffneter, meist kongreßpolnischer Polizisten, wie lästiges Ungeziefer ins Reich abgeschoben wurden. Wer Näheres über jene Volksdeutsche Tragödie erfahren möchte, möge das aufschlußreiche 1931 ersch. Buch von Dr. Hermann Rauschning: „DIE ENTDEUTSCHUNG WESTPREUSSENS UND POSENS – 10 JAHRE POLNISCHER POLITIK“ einsehen. Für unsere heutigen Humanitätsapostel aber scheint dies „sehr lange her zu sein“ und es dürfte von diesen Geschichtsakrobaten nicht eine Zeile geben, aus der erkennbar wäre, daß bereits in den 20er und 30er Jahren unseres Jahrhunderts im christlichen Europa eine Volksvernichtung besonderen Ausmaßes stattgefunden hat, die ganz gewiß einer der Hauptgründe für den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war.

Wer aber das Problem des Kriegsausbruches im Jahre 1939 aus dieser Sicht betrachtet, wird nicht umhin können, das konformistische Propagandamärchen vom „brutalen deutschen Überfall auf Polen“ einer gründlichen Revision zu unterziehen. Es beinhaltet in Wahrheit nichts anderes als eine Propagandalüge von allergrößtem Ausmaß.

Heute, nach mehr als 30 Jahren, kann jeder objektive Zeitbetrachter unschwer selbst erkennen, daß die weltweit lancierten polnischen und internationalen Verdunklungs- und Verneblungsversuche um die Geschehnisse des Bromberger Blutsonntags gescheitert sind und daß – trotz der blindwütigen Vernichtung des Bromberger Ehrenfriedhofs nach 1945 durch die Polen und ihrer lautstark vorgetragenen Propaganda – der blutige Opfergang der Volksdeutschen in Polen für alle Zukunft ein unauslöschliches Mahnmal in der Geschichte des Deutschen Ostens bleiben wird.

POLENS SCHICKSAL – EINE WARNUNG AN EUROPA

Angesichts der seit 1945 währenden kommunistischen Tyrannei in Osteuropa erhebt sich die Frage: Was blieb von Polens Größe, Ruhm und Freiheit? Nach 200 Jahren polnischer Teilungen, polnischer Kriege und polnischer Greuel sieht sich das Volk der Polen, beherrscht von einer Clique marxistischer Tyrannen, deren Regime wiederum der russischen Bajonette im Rücken bedarf, zurückgeworfen in den Abgrund der Hoffnungslosigkeit, Resignation und inneren Anklage.

Anläßlich des polnischen Millenniums veröffentlichte der polnische Exiljournalist Julius Mieroszewski in der Pariser polnischen Zeitschrift „Kultura“ Heft 7, 1966, einen Beitrag unter dem Titel „Tausend Jahre und was weiter?“. Ein polnischer Patriot zieht einen vorläufigen Schlußstrich:

„Die tausendjährige politische Bilanz Polens ist deprimierend und gibt keinen Anlaß zum Jubel. Nach zehn Jahrhunderten befinden wir uns am Ausgangspunkt unserer Geschichte. Wir haben alles verloren, was man verlieren kann. Von der „Res publica“ zweier Völker, von der „Jagiellonischen Idee“, von der Mission der „Vormauer“ verblieb weder eine Spur noch Asche. Wir haben nicht nur große territoriale Verluste hinnehmen müssen, wir verloren auch den historischen Sinn der polnischen Staatlichkeit. Unsere starken Nachbarn konnten wir weder schlagen, noch haben wir es zu guten nachbarlichen Beziehungen mit ihnen gebracht. Wir sind ein Pufferstaat im sowjetischen System, der Rußland vor dem Westen schützt.“

Als Folge dieser verfehlten polnischen Politik steht der Bolschewismus seit 1945 im Herzen Europas. Der bekannte Schriftsteller Lothar Greil, Verfasser der weithin bekannt gewordenen Aufklärungsdokumentation „SLAWEN-LEGENDE“, zweite Auflage, Schildverlag, 8 München 60, Federseestraße 1, hat im Schlußkapitel seines empfehlenswerten Buches die uns alle in Westeuropa bedrohende Wirklichkeit mit diesen warnenden Worten deutlich gemacht:

„Lenin, der sich als Inkarnation Tschingis-Chans verstand, restaurierte das Tatarentum unter neuzeitlicher Verbrämung, verwob marxistisch-kommunistische Lehrvorstellungen mit dogmatischen Prinzipien der traditionellen Orthodoxie und stellte den Bolschewismus in den Dienst des uralten Weltherrschaftstraumes. Als Zukunftsvision schwebte dem Mann von der Lena die Verwandlung der Weltmenschheit in eine riesige, frei von persönlichem oder nationalem Initiativstreben als Roboter organisierte, nivellierte und geschichtslose Sklavenarmee unter der Herrschaft einer Minderheit auserwählter moskowitischer Bolschewiki und ihrer Statthalter vor.

Was den „weißen Zaren“ noch versagt geblieben war, wußte der Bolschewismus kraft unnachgiebiger Konsequenz und dank eines Heeres abartiger Hilfswilliger im Westen zu erreichen: Niederringung des Deutschen Reiches als wahrhaft schützende Ordnungsmacht Europas, Zerschlagung und Inbesitznahme der dämmenden Bollwerke sowie Verlegung der imperialen Grenzen unter panslawistischer Flagge bis zur Oder-Neiße- und Böhmerwald-Linie.“

In ähnlichem Sinne schrieb der österreichische General Heinrich von Jordis-Lohausen, ein international anerkannter Experte, 1971 über die Bedeutung der sowjetischen Präsenz in Mittelosteuropa:

„Jede Schwächung dieser beiden Bollwerke – des altösterreichischen und preußischen – mußte, gleichgültig, woher sie kam und zu welchem Zweck sie erfolgte, eines Tages unabwendbar zugunsten Rußlands ausschlagen. Jahrelang hielten sie sich gegen den vereinten Druck fast der gesamten übrigen Welt. Es bedurfte des Opfers von 40 Millionen Menschen und unzähliger Milliarden amerikanischen Geldes, sie beide zu zerstören. Der erste große Waffengang zerschlug Österreich, der zweite Preußen und trug die mitsiegenden Russen in einem Zug bis knapp an den Rand der nächsten größeren Einschnürung des europäischen Festlandes, der zwischen Adria und Nordsee, und damit an die Pforten des europäischen Kerngebietes. Nach dem Willen der siegreichen Amerikaner wurden die Sowjets hier zu alleinigen Erben.

Was die Zaren erträumt hatten, war nun Wirklichkeit: Das Vorfeld war bereinigt, die strategisch beherrschende Stellung an Oder, Neiße, Böhmerwald dank der Vertreibung gesichert und davor in Gestalt der „Zone“ ein neues Sprungbrett gewonnen. Koexistenzselig, entspannungssüchtig und vorleistungsbeflissen steht noch weiter westlich die Bundesrepublik heute im Begriff, sich aus einem letzten Schutzwall des Westens in ein strategisches Niemandsland zu verwandeln.

Heute stehen die bolschewistisch-panslawistischen Erben Tschingis-Chans im Herzstück Europas und bereiten sich auf den nächsten Sprung bis an den Rhein vor. Während ihre Statthalter das Menschenpotential des sogenannten Ostblocks mobilisieren, sorgen im wehrmüden und dem Verfall zusteuernden Westen entartete Emporkömmlinge für den Tag der absoluten Unterwerfung.“

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Die wichtigsten heute noch in ostdeutschen Bibliotheken und Archiven vorhandenen Dokumentarbände sind hier titelmäßig aufgeführt, um – bis auch in fernste Zeiten – nachweisen zu können, wie es damals im Sommer 1939 wirklich war und wer Europa in den Abgrund stieß. Das Deutsche Reich aber wird das Urteil der Geschichte nicht zu fürchten brauchen.

1) Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges; Berlin 1939, 2. Band/488 Seiten,
482 Dokumente. Herausg. vom Auswärtigen Amt
2) 26 Urkunden zur letzten Phase der deutsch-polnischen Krise
Herausg. 1939 vom Auswärtigen Amt in Berlin
3) Polnische Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges; Band 3
Herausg. vom Auswärtigen Amt 1940 in Berlin
4) Die polnischen Greueltaten an den Volksdeutschen in Polen
Erste Ausgabe der Dokumentensammlung; Stichtag der 17. Nov. 1939
Herausg. vom Auswärtigen Amt in Berlin
5) Dokumente polnischer Grausamkeit / 456 Seiten
Herausg. 1940 vom Auswärtigen Amt
6) Marsch der Deutschen in Polen
115 Seiten, zusammengestellt von Dr. Kurt Lück. Ersch. 1940 in Berlin.
Volksdeutsche berichten über Erlebnisse in den Septembertagen 1939
7) Volksdeutsche Soldaten unter Polens Fahnen
150 Seiten, 1940 Berlin, von Dr. Kurt Lück
8) Der Tod in Polen – Von Edwin Erich Dwinger
Die Volksdeutsche Passion, 173 Seiten
9) „Er hilft uns frei aus aller Not“
Erlebnisberichte aus den Septembertagen 1939. Im Auftrage des Evangelischen
Konsistoriums in Posen. Herausg. von Liceat Dr. Richard Kammel.
1940 ersch. im Lutherverlag, Posen; – 142 Seiten
10) Höllenmarsch der Volksdeutschen in Polen
Nach ärztlichen Dokumenten zusammengestellt von Dr. Hans Hartmann
Verlag Neues Volk / Berlin-Wien; 106 Seiten
11) Auf den Straßen des Todes
Leidensweg der Volksdeutschen in Polen
Herausg. von Dr. Fritz Menn, – 126 Seiten
V. Hase u. Koehler-Verlag, Leipzig 1940
12) Schreckenstage in Polen
Schwestern-Erleben im September 1939 / 48 Seiten;
Herausg. von Th. Krawielitzki
Ersch. im Spener-Verlag, Marburg/Lahn, 1940
13) Der Marsch nach Lowitsch
Von Erhard Wittek / Ersch. 1942; 104 Seiten

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Quelle: Kritik – Die Stimme des Volkes, Folge Nr. 50, April 1981

5 Gedanken zu “Polens Kriegsschuld – Die gezielte Provokation zu Beginn des Zweiten Weltkrieges

  1. Szczypiorno

    Das erste Konzentrationslager in Mitteleuropa.

    Bei dem Konzentrationslager Szczypiorno handelt es sich um ein polnisches Konzentrationslager, das 1918-19 auf dem Gebiet der geraubten Provinz Posen entstand. Somit handelt es sich um das erste Konzentrationslager in Mitteleuropa.

    „Gleich zu Beginn der Polenherrschaft 1919, errichteten die neuen Machthaber in der Provinz Posen, und zwar in den Orten Szczypiorno und Stralkowo, die ersten Konzentrationslager, wo ca. 16.000 Deutsche als „Staatsfeinde“ hinter Stacheldraht gesetzt wurden. Später kamen noch zwei weitere derartige Lager hinzu.“

    Die Einrichtungen waren rein für die Inhaftierung von Deutschen gedacht. Ukrainer, politische Gefangene und polnische Oppositionelle wurden in den 1926 errichteten Lagern bei Bereza-Kartuska und Brest-Litowsk eingesperrt.

    Die Zahlen der in Szczypiorno inhaftierten Deutschen ist nicht genau bekannt, es befanden sich aber zusammengenommen in Szczypiorno mit Stralkowo etwa 16.000 Deutsche in polnischer KZ-Haft. Alleine aus der Stadt Posen wurden 1.500 Deutsche, Zivilisten und Soldaten, darunter 50 Offiziere, dorthin gebracht.

    Die Zustände in den Lagern waren äußerst schlecht, so sagte Leutnant i. R. Muzer folgendes über die Haftbedingungen: „Die Anrede waren Ausdrücke wie: Schweine, Hunde, Sauvolk, Räuber. Die Behandlung der Mannschaften wurde immer schlimmer. Bei der Arbeit wurden die Inhaftierten mit Gewehrkolben und geflochtenen Ruten bearbeitet Beim geringsten Vergehen gab es 25 Schläge mit Stahlknuten oder Lederknuten, wobei die Hosen heruntergezogen wurden. Es war entsetzlich, die Bestraften mitanzuhören.“ Ebenso so schlecht waren seiner Schilderung nach die hygienischen Bedingungen, denn „sanitäre Anlagen fehlten durchweg“, „Badegelegenheiten gab es nicht“, „[das] Wasser zum Waschen [nur] etwa alle acht Tage“. Das Wechseln der Wäsche war sogar über Monate hinweg nicht möglich, zudem war ein starker Befall von Ungeziefer im Lager. Hinzu kam, daß auch Kinder, Greise und Frauen zu den Insassen zählten.http://de.metapedia.org/wiki/Konzentrationslager_Szczypiorno

    Polnische Konzentrationslager

    Polnische Konzentrationslager sind Konzentrationslager, die vom polnischen Staat errichtet wurden, meist in den von Polen eroberten oder besetzten Gebieten. Die ersten Konzentrationslager in Europa wurden nach Gründung des polnischen Staates im ehemaligen deutschen Posener Gebiet von Polen für Deutsche errichtet. Diese Tatsache wird heute gerne verschwiegen. Dazu gehören auch die nach 1945 auf deutschem Reichsgebiet östlich von Oder und Neiße durch Polen errichteten Lager. In den polnischen KLs für deutsche Gefangene in Polen und in den derzeit durch Polen verwalteten deutschen Gebieten kamen von etwa insgesamt inhaftierten 120.000 Menschen mindestens 20.000 ums Leben.

    Andernorts heißt es:

    „Von den 60.000 bis 80.000 Menschen, die nach der Schätzung des Koblenzer Bundesarchivs zwischen 1945 und 1948 in den bis zu 1.255 Lagern des kommunistischen polnischen Sicherheitsdiensts umkamen oder ermordet wurden, waren die meisten unschuldige Zivilisten, darunter viele Greise und Kleinkinder.“

    Geschichte

    Nach dem Ersten Weltkrieg wurde in Polen in den vorher – bis 1918 – zum Deutschen Reich gehörenden Gebieten das ehemalige deutsche Kriegsgefangenenlager Szczypiorno vom polnischen Staat als Internierungslager für die in ihrer Heimat verbliebene deutsche Zivilbevölkerung weitergenutzt, ebenso das Lager im Kernwerk Posen. Es kam dort zu schwersten Menschenrechtsverletzungen, Morden und unmenschlichen Quälereien (Folter), wie sie für Konzentrationslager kennzeichnend sind. Allein in Szczypiorno waren etwa 1.500 Zivilisten im Alter von 13 bis 70 Jahren inhaftiert.

    Nach 1926 wurden weitere Lager eingerichtet, nicht nur für Deutsche, sondern auch für Ukrainer und andere Minderheiten in Polen sowie für polnische Oppositionelle, die Lager Bereza-Kartuska und Brest-Litowsk. Über die Zahl der dort Inhaftierten und Ermordeten wurden offizielle Zahlen nicht bekanntgegeben.

    Von Anfang bis September des Jahres 1939 kamen weitere Lager für Deutsche hinzu, u.a. in Chodzen. Es kam in diesem Zeitraum zu einer gesteigerten Anzahl von Massenverhaftungen und Pogromen an der deutschen Bevölkerung, die zur Flucht von Zehntausenden führte. Aus 1.131 Ortschaften in Posen und Pommerellen kam es zu Verschleppungsmärschen in Lager.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es im Zuge der Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung aus den Gebieten des Deutschen Reiches, die damals unter polnische Verwaltung gestellt wurden und seitdem zu Polen gehören, zur Errichtung von 1.255 Konzentrationslagern mit einer Sterblichkeitsrate von 20 bis 50 %, z.B. in Tost (Toszek), Lamsdorf, Potulice und Schwientochlowitz.

    Tost stand allerdings nicht unter polnischem Oberkommando, sondern war ein Lager des sowjetischen NKWD. In den Lagern wurden Mißhandlungen, exzessive Grausamkeiten und planmäßige Morde verübt. Besonders bekannt wurden die Fälle der Lagerkommandanten Lola Potok, Czesław Gęborski und Salomon Morel (KL Zgoda). Der in jüngster Zeit ergangene Auslieferungsantrag des polnischen Staates bezüglich Morels an Israel als dessen jetzigem Aufenthaltsort wurde abschlägig beschieden, da Israel auch Staatsbürger, die der Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschuldigt werden, nicht an andere Staaten ausliefert.

    In der polnischen Öffentlichkeit wurde 2012 darüber gestritten, ob der Begriff „Konzentrationslager“ auch für die Lager der Nachkriegsjahre angemessen ist.

    Orte des Grauens

    Lager bestanden beispielsweise in Gronowo, Grottkau, Güstrow, Hohensalza, Jaworzno, Kaltwasser, Kruschwitz, Kulm, Lamsdorf, Landsberg/Warthe, Langenau, Leobschütz, Lissa, Petrikau, Potulice, Schwetz und Zgoda, viele davon mit gefürchteten Nebenlagern. Dazu kommen die anderen Einrichtungen, die keinem anderen Zweck dienten, als die Deutschen zu konzentrieren und nach Möglichkeit zu dezimieren, also auch die mit Deutschen überfüllten Zuchthäuser und Gefängnisse. Außerdem zählen dazu die anderen als Marterstätten zweckentfremdeten Gebäude, darunter sogar Gotteshäuser.

    Judentum

    Marceli Reich, der sich später Marcel Reich-Ranicki nannte, war von 1944-1950 als Hauptmann für den polnischen Geheimdienst UB (wie sowjetische GPU/ NKWD) tätig. Als Leiter der Operationsabteilung Kattowitz war er mit der Einrichtung von Lagern und Gefängnissen für willkürlich aufgegriffene Deutsche befaßt. An die 80.000 Deutsche – zu 99,2 % Frauen, Kinder und Greise – kamen in diesen Lagern um.

    Weitere jüdische Mitarbeiter des sowjetpolnischen Sicherheitsdienstes in Kattowitz waren Yurik Cholomski, Barek Eisenstein, Major Frydman, Jacobowitz, Mordechai Kac, Leon Kaliski, Mosche Kalmewicki, Hermann Klausner, Schmuel Kleinhaut, Josef Kluger, Heniek Kowalski, Adam „Krawecki“, Laudon, Leutnant Malkowski, Nachum „Salowicz“, Hauptmann Stilberg, Mosche Szajnwald, Vogel, Hela Wilder und Leo Zolkewicz. Eisenstein schätzte, daß 90 Prozent der jüdischen Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes sich polnische Namen zulegten. Einer von ihnen wurde sogar auf einem katholischen Friedhof beerdigt. Jözef Musial, 1990 stellvertretender Justizminister in Polen, sagte: „Ich rede nicht gern darüber“, aber in ganz Polen seien die meisten Offiziere des Staatssicherheitsdienstes Juden gewesen. Im Staatlichen Sicherheitsdienst in Schlesien waren zwei- bis dreihundert Offiziere beschäftigte; drei Viertel davon seien Juden gewesen. Unter den jüdischen Kommandanten in Schlesien waren Major Frydman (Lager Beuthen), Jacobowitz in einem nicht identifizierten Lager, Schmuel Kleinhaut (Myslowitz), Efraim Lewin (Neisse), Schlomo Morel in Schwientochlowitz, Oppeln und Kattowitz und Lola Potok Ackerfeld (Gleiwitz). Czeslaw Geborski, der Kommandant im polnischen KL Lamsdorf, war vermutlich ein Katholik: er war der einzige nichtjüdische Kommandant.

    http://de.metapedia.org/wiki/Polnisches_Konzentrationslager

    Deutsches Land wird niemals Polenland

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    • Schreiendes UNRECHT und gar die LÜGE darob kann NIEMALS zu RECHT werden.
      Über Galgen wächst kein Gras!
      +++++++++++++++++++++++++
      GruSS

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  2. Kaum zu glauben – Bericht aus “Der Schlesier”

    Diesen Artikel habe ich der Zeitschrift „Der Schlesier“ entnommen v. 23. Juni 2000:

    Der Herausgeber des „Schlesiers, Herr H. J. Ilgner schreibt dazu in der Einleitung:

    „Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich den wörtlich aus dem Polnischen übersetzten Bericht aus dem Todeslager Lamsdorf in seiner ganzen Scheußlichkeit wiedergeben soll. Nachdem ich Freunde und viele nahestehende Personen konsultiert habe, rieten mir alle, dies zu tun. Ich habe mich entschlossen, diesen Bericht so, wie er original aus dem Polnischen übersetzt wurde, abzudrucken, was die oft merkwürdige Satzstellung erklärt.

    Daß diesen Bericht ein Pole, Herr Janusz Rudnicki, und seine Frau verfasst haben, verpflichtet mich geradezu, dieses Werk der Ehrlichkeit, des Mutes und der Aufrichtigkeit als Dank der Öffentlichkeit zu übergeben.

    Der Autor hat die ganze Scheußlichkeit geschildert, die mit der ethnischen Austreibung der deutschen Bevölkerung verbunden war, für die der Name Lamsdorf nur symbolisch als für das ganze, in seiner Grausamkeit bis heute anhaltende Geschehen steht.

    Die heute in der Bundesrepublik gezielt betriebene Verniedlichung und Verharmlosung dieser Austreibungsverbrechen samt der damit verbundenen Scheußlichkeiten kann nur noch mit dem Mittel der ganzen

    Härte der historischen Wahrheit
    beendet werden und damit – so Gott will – ein Umdenken und eine Rückbesinnung auf rechtliche und moralische Werte in unserer Gesellschaft fördern.

    Nur wer Unrecht ein Ende bereitet, gibt dem Recht die Chance des Neuanfangs.“

    Hier weiterlesen:

    https://sites.google.com/site/helmermuhr/kaum-zu-glauben

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